Sammlerwert

Als Sammlerwert wird der Wert eines Sammelobjektes bezeichnet, den Sammler üblicherweise bereit sind, für ein Stück zu bezahlen.

Inhaltsverzeichnis

Entstehung des Sammlerwerts

Bei Sammelobjekten, die so gehandelt werden, dass die Situation einem vollkommenen Markt nahe kommt, wird der Sammlerwert durch Angebot und Nachfrage gebildet. Weicht die Situation stark davon ab, so sind hingegen die Mechanismen der Preisbildung nur noch schwer nachzuvollziehen.

Ausschlaggebend für die Bildung des Sammlerwertes ist auf der Nachfrageseite die Beliebtheit des Sammelgebietes und des spezifischen Sammelobjekts, aber auch der Zustand (Erhaltungsgrad) des Objektes. Die Seltenheit eines Objektes entspricht der Knappheit des Angebotes; sie hat aber auch Auswirkungen auf die Nachfrage, denn Raritäten erscheinen Sammlern oft allein durch ihre Seltenheit begehrenswert, wodurch sich die Knappheit stärker preissteigernd auswirkt, als es bei Konsumgütern der Fall wäre.

Einflüsse von außerhalb des Sammlermarktes können sich ebenfalls auf den Sammlerwert auswirken. So entspricht der Sammlerwert von Münzen im Minimum dem Metallwert. Bei häufigen Goldmünzen, die gleichzeitig Anlageobjekte sind, bildet sich der Sammlerwert aus dem aktuellen Goldwert zuzüglich eines kleinen Aufschlages. Findet hingegen die Preisbildung nur innerhalb des Sammlermarktes statt und ist nicht durch den Nutz- oder Materialwert des Objektes beeinflusst, spricht man von einem Liebhaberpreis.

Sammlerwert auf einem unvollkommenen Markt

Starke Abweichungen von einem vollkommenen Markt treten dann auf, wenn potentielle Käufer und potentielle Verkäufer nur schwer miteinander in Kontakt treten können. Das ist insbesondere bei exotischen Sammelgebieten der Fall, wo es einem potentiellen Verkäufer möglicherweise nicht bewusst ist, dass für seinen Besitz eine Nachfrage besteht, sowie bei Objekten, die sowohl sehr selten angeboten als auch sehr selten nachgefragt werden. So kann es sein, dass ein und derselbe Gegenstand dem einen als Ramsch erscheint, den es zu entsorgen gilt, während ein anderer bereit wäre, einen hohen Preis dafür zu bezahlen.

Katalogwert und Sammlerwert

Für Sammelgebiete, die beliebt sind und deren Objekte sich systematisch erfassen lassen, existieren meist Kataloge mit Preisangaben. Das bekannteste Beispiel sind Briefmarkenkataloge. Den Wert nach diesen Katalogen nennt man Katalogwert.

Katalogwerte bieten bei der Bestimmung des Sammlerwertes eine Richtgröße, müssen jedoch nicht mit diesem identisch sein, denn meist ist eine hohe Händlermarge eingerechnet, so dass beim Verkauf mit einem viel tieferen Preis gerechnet werden muss.

Quellen


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