Santiago de Chile

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Santiago de Chile
-33.45-70.666666666667522
Santiago de Chile
Santiago de Chile (Chile)
Santiago de Chile
Santiago de Chile

Santiago de Chile auf der Karte von Chile

Basisdaten
Staat Chile
Region Región Metropolitana
Stadtgr√ľndung 12. Februar 1541
Einwohner 5.392.395 (2009)
   ‚Äď im Ballungsraum 8.004.105
Stadtinsignien
Coat of arms of Santiago, Chile.svg
Flag of Santiago, Chile.svg
Detaildaten
Fläche 641,4 km²dep1
Bev√∂lkerungsdichte 8.407 Ew./km¬≤
H√∂he 522 m
Stadtgliederung 37 Comunas
Gewässer Río Mapocho
Postleitzahl 8320000
Vorwahl +56 2
Zeitzone UTC-4
Stadtvorsitz Pablo Zalaquett
Website www.gobiernosantiago.cl
Collage von Santiago de Chile
Collage von Santiago de Chile
Satellitenaufnahme

Santiago de Chile, offiziell und kurz Santiago, ist die Hauptstadt von Chile.

Das Stadtgebiet ist Teil der Hauptstadtregion (Regi√≥n Metropolitana), die neben der Provinz Santiago weitere f√ľnf Provinzen umfasst. Im st√§dtischen Siedlungsgebiet (√°rea urbana) leben 5.392.395 Menschen, in der gesamten Regi√≥n Metropolitana sind es 6.061.185 (Volksz√§hlung 2002).[1] Damit leben etwa 40 Prozent aller Chilenen in der Hauptstadt oder in ihrer direkten Umgebung.

Santiago heißt eigentlich nur die Gemeinde, die das Stadtzentrum und das Regierungsviertel umfasst. Hier leben 200.792 Menschen (Volkszählung 2002). Die Agglomeration Santiago umfasst hingegen sogar Städte und Gemeinden anderer Provinzen, wie Puente Alto oder San Bernardo.

Die Stadt ist das unbestrittene politische Zentrum Chiles, auch wenn das chilenische Parlament, der Congreso Nacional (Nationalkongress), in Valparaíso tagt. Santiago ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt sowie das bedeutendste Wirtschafts- und Kulturzentrum von Chile mit zahlreichen Universitäten, Hochschulen, Museen und Baudenkmälern. Die bedeutendsten Unternehmen Chiles haben ihren Sitz in Santiago, ebenso viele ausländische Dependancen. Die Hauptstadt ist auch das Medienzentrum des Landes.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Santiago liegt in einem Talkessel am Fluss R√≠o Mapocho. Dieser Talkessel bildet den n√∂rdlichen Abschluss des gro√üen chilenischen L√§ngstals, das meridional zwischen der K√ľstenkordillere im Westen und den Anden im Osten verl√§uft und weiter s√ľdlich, bei Puerto Montt, in das Meer abtaucht und die Meeresstra√üen zwischen dem Festland und den vorgelagerten Inseln (unter anderem Chilo√©, Chonos-Archipel) bildet. Die Stadt wird im Norden vom Aconcagua-Tal, im S√ľden vom Rancagua-Becken und seitlich von der Anden- und K√ľstenkordillere begrenzt.

Der R√≠o Mapocho entspringt nord√∂stlich von Santiago in den Anden. Nach rund 50 Kilometer flie√üt der Fluss durch die Hauptstadt Chiles. Innerhalb Santiagos nimmt die Wasserqualit√§t stark ab. √úber Pe√Īaflor flie√üt der Fluss nach El Monte, wo er dann in den R√≠o Maipo m√ľndet. Vom Fluss gehen eine gro√üe Anzahl Kan√§le aus, die bekanntesten sind der Maipo-Kanal und der San Carlos-Kanal.

Das Stadtgebiet (are√° urbana) hat eine Fl√§che von 641,4 Quadratkilometer. Davon geh√∂ren 22,4 Quadratkilometer zur Gemeinde Santiago. Die Metropolregion Santiago (Regi√≥n Metropolitana) hat eine Fl√§che von 15.103,2 Quadratkilometer. Die Ebene der Hauptstadtregion ist von Weizen-, Wein- und Obstkulturen √ľberzogen. Die Kessellage in Verbindung mit Auto- und Industrieabgasen f√ľhrt h√§ufig zu Smog, der oft so dicht ist, dass von der Innenstadt aus die Bergkette nicht mehr zu erkennen ist, die direkt an das Stadtgebiet grenzt.

Geologie

Stadtzentrum
Santiago bei Nacht

Zwischen dem 27. und 33. Breitengrad, was ungefähr der Höhe Santiagos entspricht, befindet sich die Hochkordillere, deren Gipfel bis zu 5.000 Meter hoch liegen. Auf der argentinischen Seite, etwa 100 Kilometer nordöstlich der chilenischen Hauptstadt, erreichen die Anden hier zwischen 32. und 33. Breitengrad mit dem Aconcagua ihre höchste Erhebung. Die Deckgebirge in diesem Bereich bestehen aus mesozoisch-känozoischen Sedimenten und Vulkaniten, die immer wieder von granitischen Intrusionen durchbrochen werden. Auf der Höhe von Vallenar (29 Breitengrad) taucht sogar das alte Grundgebirge aus Gneisen und Glimmerschiefern auf. Dieser Block ist frei von jungem Vulkanismus.

Charakteristisch f√ľr die Gro√üregion ist der starke Vulkanismus. Noch heute sind zahlreiche t√§tige Vulkane vorhanden. Der Aconcagua, mit 6962 Meter H√∂he der h√∂chste Gipfel der Anden, ist allerdings kein Vulkan, obwohl er ebenso wie der Mount Everest aufgrund der h√§ufigen Wolkenfahnen an seinem Gipfel lange f√ľr einen solchen gehalten wurde.

In enger Verbindung mit dem Vulkanismus und der jungen Tektonik des Gebietes stehen die Erdbeben; die Hauptstadtregion wurde in ihrer Geschichte von zahlreichen Erdbeben getroffen. Das erste schwere Beben seit Gr√ľndung Santiagos im Jahre 1541 traf die Region am 16. Dezember 1575. Am 13. Mai 1647 zerst√∂rte ein schweres Erdbeben die Stadt, 12.000 Menschen starben. Weitere gro√üe Beben ereigneten sich am 8. Juli 1730, am 19. November 1822 und am 16. August 1906. Am 3. M√§rz 1985 wurde eine Reihe von Geb√§uden in Santiago durch ein starkes Erdbeben zerst√∂rt.[2]

Stadtgliederung

Die Agglomeration Gran Santiago gliedert sich nach Angaben des Instituto Nacional de Estadísticas (INE) in 37 selbständige Gemeinden (comunas), von der die Gemeinde Santiago eine ist. 32 Gemeinden liegen in der Provinz Santiago, drei Gemeinden in der Provinz Cordillera (Pirque, Puente Alto und San José de Maipo ), eine Gemeinde in der Provinz Maipo (San Bernardo) und eine Gemeinde in der Provinz Talagante (Padre Hurtado). Von der Gemeinde San José de Maipo gehören nur die Ortsteile Las Obras und Las Vertientes zur Agglomeration Gran Santiago.

Cerrillos Las Condes Pudahuel
Cerro Navia Lo Barnechea Puente Alto
Conchalí Lo Espejo Quilicura
El Bosque Lo Prado Quinta Normal
Estación Central Macul Recoleta
Huechuraba Maip√ļ Renca
Independencia √Ďu√Īoa San Bernardo
La Cisterna Padre Hurtado San Joaquín
La Florida Pedro Aguirre Cerda San Miguel
La Granja Pe√Īalol√©n San Ram√≥n
La Pintana Pirque Santiago
La Reina Providencia Vitacura
Gemeinden der Agglomeration Gran Santiago

Klima

In der Hauptstadtregion herrscht ein dem Mittelmeerraum vergleichbares Klima. Es wird stark durch den Humboldt-Meeresstrom entlang der K√ľste des Landes beeinflusst. Dieser flie√üt von S√ľden nach Norden und transportiert kaltes Meereswasser aus der Antarktis. W√§hrend zum Vergleich Nordeuropa vom warmen Golfstrom profitiert, liegen die Wassertemperaturen in Chile bei analogem Breitengrad (Nord-/S√ľdkoordinate) deutlich niedriger.

Eine Besonderheit des Klimas ist der El-Ni√Īo-Effekt, auch S√ľdliche Oszillation genannt. Dieses Klimaph√§nomen ist in der Hauptstadtregion etwa alle sieben Jahre wirksam und f√ľhrt hier zu vermehrten Niederschl√§gen im Vergleich zu Normaljahren.

Santiago
Klimadiagramm (Erklärung)
J F M A M J J A S O N D
 
 
0.4
 
30
13
 
 
0.8
 
29
12
 
 
3.2
 
27
11
 
 
10
 
23
8
 
 
42
 
19
6
 
 
70
 
15
4
 
 
87
 
15
4
 
 
52
 
17
5
 
 
22
 
19
6
 
 
13
 
22
8
 
 
9.2
 
25
10
 
 
2.1
 
28
12
Temperatur in ¬įC,  Niederschlag in mm
Quelle: WMO
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschl√§ge f√ľr Santiago
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (¬įC) 29,7 29,1 26,9 23,3 18,7 15,2 14,9 16,7 19,0 22,3 25,4 28,4 √ė 22,5
Min. Temperatur (¬įC) 13,0 12,4 10,7 8,0 6,3 4,3 3,9 4,8 6,1 8,2 10,1 12,0 √ė 8,3
Niederschlag (mm) 0,4 0,8 3,2 10,4 42,2 70,4 86,6 51,8 22,0 13,4 9,2 2,1 ő£ 312,5
Regentage (d) 1 2 2 5 7 8 6 6 6 4 3 2 ő£ 52
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
29,7
13,0
29,1
12,4
26,9
10,7
23,3
8,0
18,7
6,3
15,2
4,3
14,9
3,9
16,7
4,8
19,0
6,1
22,3
8,2
25,4
10,1
28,4
12,0
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
i
e
d
e
r
s
c
h
l
a
g
0,4 0,8 3,2 10,4 42,2 70,4 86,6 51,8 22,0 13,4 9,2 2,1
  Jan Feb M√§r Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez


Quelle: WMO

Das Klima in Santiago ist im Allgemeinen trocken, mit schroffen Temperaturwechseln. Die durchschnittliche Jahrestemperatur beträgt 14,0 Grad Celsius, die mittlere jährliche Niederschlagsmenge 312,5 Millimeter. Die wärmsten Monate sind Dezember bis Februar mit durchschnittlich 18,9 bis 20,0 Grad Celsius und die kältesten Juni bis August mit 8,1 bis 9,1 Grad Celsius im Mittel. Der meiste Niederschlag fällt von Mai bis August mit durchschnittlich 57 bis 85 Millimeter, der geringste von November bis April mit durchschnittlich zwei bis 14 Millimeter.

Umweltprobleme

Santiago eine Stunde nach Regenfall im Winter 2003
Santiago einen Tag nach Regenfall im Winter 2003

Santiago hat mit zahlreichen Umweltproblemen zu k√§mpfen. Dazu geh√∂ren eine √ľberm√§√üige Verschmutzung der Fl√ľsse, unzureichende Strukturen in der Abfallbeseitigung, Luftverschmutzung, Defizite im √∂ffentlichen Personennahverkehr (√ĖPNV) und eine √ľberm√§√üige Verkehrsbelastung. Besondere Probleme bereitet die Luftqualit√§t. Sie gilt nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als eine der schlechtesten der Welt. Die Stadt befindet sich in einem Talkessel von zirka 50 Kilometer Durchmesser etwa 500 Meter √ľber dem Meeresspiegel. Im Westen liegt das K√ľstengebirge mit Gebirgsh√∂hen von √ľber 1800 Meter, im Osten die Anden mit Gipfeln von zum Teil √ľber 6000 Meter H√∂he. Nach Norden und S√ľden erheben sich ebenfalls H√ľgel, wodurch die Stadtluft bei Inversionswetterlage im Talkessel gefangen ist.

Ab Ende der 1980er Jahre erlie√ü die chilenische Regierung zahlreiche Umweltschutzgesetze. Seit 1992 m√ľssen neue PKW und seit 1993/94 auch neue Omnibusse und LKW einen Katalysator besitzen. Sch√§rfere Kontrollen und Emissionsnormen wurden 1993 auch f√ľr die Industrie erlassen. Seit 1998 hat sich die Luftqualit√§t durch die Einf√ľhrung neuer Grenzwerte verbessert. Es wurden Umweltnormen f√ľr Schwebepartikel in der Luft und Grenzwerte f√ľr Arsenemissionen eingef√ľhrt.[3] Die Luftverschmutzung in der Metropole ist aber weiter bedenklich. Im Winter (Juni bis September) ist die hohe Konzentration an Feinstaub und Kohlenstoffmonoxid in der Atemluft das Hauptproblem; im Sommer (Januar bis April) die Ozonbelastung.

Die Ursachen liegen sowohl in den zahlreichen Fabrikanlagen und Kraftwerken als auch am Verkehr und in den privaten Haushalten. Bedingt durch die schnelle Verst√§dterung, das stark gestiegene Verkehrsaufkommen und die Industriekonzentration im Ballungsraum stellen die √ľberm√§√üige Emissionsbelastung und der Smog eine ernsthafte Bedrohung f√ľr die √∂ffentliche Gesundheit dar. W√§hrend Inversionswetterlagen nehmen besonders Atemwegserkrankungen unter der Bev√∂lkerung der Hauptstadt zu. Bei Smogalarm wird das Fahrverbot f√ľr Personenkraftwagen ausgedehnt, inklusive Autos mit Katalysatoren. F√ľr die Industriebetriebe entstehen immense Kosten, da sie im Zuge von Pr√§ventivma√ünahmen ihre Aktivit√§t vor√ľbergehend einstellen m√ľssen.

Geschichte

Prozess der Stadtgr√ľndung

Gr√ľndung von Santiago 1541
Gr√ľndungsprotokoll von Santiago

Am 13. Dezember 1540[4] erreichte der spanische Konquistador Pedro de Vald√≠via mit 170[5] Soldaten, davon die meisten zu Pferde, √ľber den Inka-Pfad, wo heute die Stra√üen Independencia und Bandera liegen, den R√≠o Mapocho und das inkaische Verwaltungszentrum ‚ÄěTambo Grande‚Äú, das an der Stelle der heutigen Plaza de Armas erbaut war. Nach einer kurzen √úberquerung des Mapocho wurden die Verwaltungsgeb√§ude besetzt um die Kontrolle √ľber die Gegend zu erhalten.[6]

Die durch Kuriere des Inka-Herrschers Manco C√°pac II. vorgewarnte indigene Bev√∂lkerung hatte ihre Lebensmittel versteckt und zeigte sich feindselig gegen√ľber den Besatzern. Zudem war den spanischen Invasoren schon bei der Ankunft der Proviant ausgegangen und unter Hunger leidend brauchten sie noch 20 Tage bis es Pedro de Vald√≠via mit Geschick gelang die Bev√∂lkerung zu Verhandlungen und Kooperation zu n√∂tigen.[7]

Santiago wurde dann am 12. Februar 1541 von Pedro de Vald√≠via unter dem Namen ‚ÄěSantiago del Nuevo Extremo‚Äú gegr√ľndet. Der Name sollte an die spanische Wallfahrtsstadt Santiago de Compostela erinnern. Im selben Akt wurde die Umgebung zur Provinz ‚ÄěNueva Extremadura‚Äú erhoben.[8] Die Zeremonie fand auf dem H√ľgel Cerro Santa Lucia (von den Picunche-Ureinwohnern ‚ÄěHuel√©n‚Äú genannt) statt, der heute ein Park am Rande des historischen Zentrums ist. Vald√≠via w√§hlte den Ort, weil der R√≠o Mapocho hier eine gr√∂√üere Insel bildete. Diese Lage war g√ľnstig, um die Stadt gegen die Angriffe der Mapuche zu verteidigen.

Der Grundriss der neuen Stadt bestand aus geradlinigen Stra√üen von 12 Varas (14,35 m) Breite, die in gleichm√§√üigen Abst√§nden von 138 Varas (165,08 m) oder rechtwinklig zueinander angeordnet waren. Mit neun Stra√üen in Ost-West-Richtung und 15 in Nord-S√ľd-Richtung wurden 126 Bl√∂cke gebildet, die sogenannten ‚ÄěManzanas‚Äú oder, wenn quadratisch zugeschnitten, auch ‚ÄěCuadras‚Äú genannt. Eine Cuadra wurde als Plaza Mayor vorgesehen und die √ľbrigen wurden unter den Konquistadoren aufgeteilt.[9]

Versuch der Zerstörung

Der Widerstand der indigenen Bev√∂lkerung lebte bald wieder auf und m√ľndete in weiteren schweren Auseinandersetzungen. Sogar mit einer Meuterei aus den eigenen Reihen musste Pedro de Vald√≠via fertig werden. In der immer weiter eskalierenden Situation lie√ü er alle Kaziken im Tal des Mapocho aufgreifen und in seinem Haus in Santiago gefangen halten.[10]

Am 11. September 1541 begann ein organisierter Aufstand unter F√ľhrung des Picunche-Kaziken Michimalongo mit einem √úberfall auf Santiago. Pedro de Vald√≠via befand sich zur gleichen Zeit mit einem Teil seiner Truppe s√ľdlich im Tal Cachapoal in K√§mpfe verwickelt. Die in einer gro√üen √úberzahl angreifenden - von Zeitgenossen √ľbertrieben auf 10.000 Personen gesch√§tzt - konnten Santiago niederbrennen und fast w√§re es ihnen gelungen die gefangenen Kaziken zu befreien.[11]

Kurz vor einer Niederlage konnte In√©s de Su√°rez, die Lebensgef√§hrtin von Pedro de Vald√≠via, mit einem Einfall das Blatt noch wenden. Sie schlug vor, den sieben gefangenen Kaziken den Kopf abzuschlagen, um diese dann den Angreifern vor die F√ľ√üe zu werfen. Die M√§nner glaubten erst nicht an diesen √úberlebenstrick, doch In√©s setzte ihren Plan durch. Sie selbst k√∂pfte den ersten pers√∂nlich mit dem Schwert. Als die Indianer die K√∂pfe in den H√§nden der spanischen Angreifer sahen, setzten sie zu einem konfusen R√ľckzug aus dem Inneren Santiagos an. Aber erst kurz vor Einbruch der Dunkelheit gelang es die Attacke endg√ľltig abzuwehren.

Mit diesem spektakul√§ren Ereignis begann ein sich drei Jahre lang hinschleppender Kriegs- und Belagerungszustand. Die Cuadra an der Nordseite der Plaza de Armas wurde mit einer sie vollst√§ndig umgebenden Lehmmauer von 2,50 Meter H√∂he und 2,10 Meter Tiefe zur Fliehburg ausgebaut, mit vier niedrigen T√ľrmen in den Ecken und R√§umlichkeiten zum Lagern von Waffen und Waren. Die Konquistadoren befanden sich in einer √§u√üerst prek√§ren Situation. Sie litten unter permanenter Lebensmittelknappheit und waren v√∂llig isoliert vom Rest der Welt. Jagen war schwierig und eigener Ackerbau schaffte wenig Erleichterung. Sogar die Kleidung ging ihnen aus, sodass sie sich schlie√ülich wie die indigene Bev√∂lkerung anziehen mussten.

Pedro de Vald√≠via entsandte im Januar 1542 Alonso de Monroy mit f√ľnf Reitern nach Peru um Hilfe anzufordern. 20 entbehrungsreiche Monate mussten sich die Santiaguiner dann noch gegen alle Widrigkeiten behaupten, bis im Dezember 1543 Monroy mit 70 Reitern und einer Hilfslieferung zur√ľck kam. Aber damit wurde die isolierte und demoralisierte Situation von Santiago beendet. Der Aufstand war gescheitert, die Indios zogen sich zur√ľck nach S√ľden und die Stadt war relativ sicher. Etwa ein halbes Jahr sp√§ter kam weitere Unterst√ľtzung mit Juan Bautista Pastene und von Santiago aus begannen systematisch Expeditionen um das Land zu kolonisieren.[12]

Kolonialzeit

Santiago um 1713

Nach dem Fall von Concepci√≥n 1555 marschierten die Mapuche erneut auf Santiago zu. Sie zogen sich allerdings √ľberraschend nach der Zerst√∂rung der Festung Peteroa zur√ľck, da sie einen st√§rkeren spanischen Angriff erwarteten. Pedro de Villagr√°n, dem Kommandanten der Festung Imperial, gelang es in einem n√§chtlichen √úberraschungsangriff den Kriegsh√§uptling (Toqui) Lautaro am 1. April 1557 zu t√∂ten.

Die ersten Geb√§ude Santiagos wurden mit Hilfe von Picunche-Indianern errichtet. Ein weiter s√ľdlich verlaufender Arm des R√≠o Mapocho wurde sp√§ter trocken gelegt und zur Hauptstra√üe Alameda umgewandelt (heute hei√üt sie: Avenida Libertador Bernardo O'Higgins). Der Begriff Alameda stammt von √°lamo, einer in Zentralchile verbreiteten Pappel, also vergleichsweise einer Allee. 1778 wurde die erste Br√ľcke √ľber den R√≠o Mapocho gebaut, die Br√ľcke Puente Cal y Canto, diese verband den au√üenliegenden Stadtteil La Chimba mit dem Zentrum.

Die Landwirtschaft in der Umgebung Santiagos bildete einen wichtigen Wirtschaftszweig. Hier setzte sich das Encomienda und sp√§ter Hacienda genannte System durch, bei dem die Ind√≠genas durch ein System aus Patronage und Repression de facto als Sklaven gehalten wurden. Immer wieder wurde die Sklavenhaltung offiziell (von europ√§ischen Herrschern) verboten und wieder eingef√ľhrt, ohne an der faktischen Unterdr√ľckung etwas zu √§ndern. Per Erlass war es den Spaniern verboten, mit Indianern zusammenzuleben.

Neben den indianischen Angriffen behinderten schwere Erdbeben die Entwicklung der Stadt. 1647 zerstörte ein schweres Erdbeben Santiago, 1730 und 1783 folgten weitere verheerende Beben. Zwischen 1598 und 1723 behinderten auch niederländische Händler die spanische Kolonialherrschaft.

Unabhängigkeit

Schlacht von Maip√ļ 1818

Am 12. Februar 1817 fand in Colina, n√∂rdlich von Santiago, die Schlacht von Chacabuco statt. Hier besiegten argentinische und chilenische Unabh√§ngigkeitsk√§mpfer unter der F√ľhrung von Jos√© de San Mart√≠n und Bernardo O'Higgins die spanischen Royalisten. Chile proklamierte daraufhin am gleichen Tag seine Unabh√§ngigkeit. Der Weg nach Santiago war nun frei und die Unabh√§ngigkeitsk√§mpfer konnten am 14. Februar 1817 in die Stadt einziehen. Trotzdem waren die Spanier noch nicht komplett geschlagen.

Die Entscheidung um die Unabh√§ngigkeit Chiles fiel am 5. April 1818 in der Schlacht von Maip√ļ, auf einer Ebene s√ľdlich von Santiago. Hier besiegten die chilenischen Streitkr√§fte unter Bernardo O‚ÄôHiggins die Spanier unter General Mariano Osorio und best√§tigten damit die Unabh√§ngigkeitserkl√§rung vom 12. Februar 1817. Im Verlauf der Schlacht starben 2.000 Spanier und es gab 3.000 Gefangene. Die Chilenen verloren 1.000 Mann. Bernardo O‚ÄôHiggins wurde das erste Staatsoberhaupt des unabh√§ngigen Chile.

W√§hrend der sogenannten √Ąra der Autorit√§ren Republik (ab 1830), die bis zum B√ľrgerkrieg 1891 dauerte, wurde das Schulsystem eingef√ľhrt und das Kulturleben erfuhr eine Bl√ľte: 1843 erfolgte in Santiago die Gr√ľndung der Universidad de Chile und 1888 der Pontificia Universidad Cat√≥lica. Am 8. Dezember 1863 wurde die Jesuitenkirche Iglesia de la Compa√Ī√≠a durch ein Feuer zerst√∂rt. Den mehr als 2.000 Opfern des Brandes errichtete man genau zehn Jahre sp√§ter ein Denkmal. Im Jahre 1885 lebten 189.322 Menschen in Santiago. Ende des 19. Jahrhunderts begannen sich die Arbeiter zu organisieren und f√ľr bessere Arbeitsbedingungen zu k√§mpfen. 1898 wurde mit der Sociedad de resistencia (Widerstandsvereinigung) der erste Vorl√§ufer der chilenischen Gewerkschaften von Eisenbahnarbeitern in Santiago gegr√ľndet.

Krise, Bauboom und Zuwanderung

Santiago 1895

In der Regierungszeit von Germ√°n Riesco Err√°zuriz (1901‚Äď1906) wurde der Edelmetallanteil der M√ľnzw√§hrung verringert und damit der Peso deutlich abgewertet, was zu einem Anstieg der Inflation f√ľhrte. Eine Spekulationswelle durchzog das Land und ersch√ľtterte die Wirtschaft der Hauptstadtregion. Drastische Preiserh√∂hungen waren die Folge, es kam zu Arbeiteraufst√§nden und gro√üen Demonstrationen in Santiago. Die Regierung setzte das Milit√§r ein; etwa 200 Menschen starben bei den Auseinandersetzungen.

In den 1930er Jahren begann die Umwandlung der Stadt in eine moderne, industrialisierte Metropole. Rund um den Pr√§sidentenpalast (La Moneda) entstand das Verwaltungsviertel Barrio C√≠vico mit vielen Ministerien und anderen √∂ffentlichen Einrichtungen. Die Bev√∂lkerungszahl stieg durch die Zuwanderung aus Nord- und S√ľdchile rasant an und √ľberschritt um 1940 die Grenze von einer Million. Bis 1960 hatte sie sich auf zwei Millionen verdoppelt. Dies f√ľhrte besonders in den Armenvierteln Santiagos zu einer Versch√§rfung der sozialen Situation. Zahlreiche Kinder galten als unterern√§hrt, viele Familien waren obdachlos, und die Arbeitslosigkeit hoch.

Nach dem Wahlsieg von Salvador Allende wurden ab 1970 die L√∂hne der Arbeiter und Angestellten um 35 bis 60 Prozent erh√∂ht. Die Preise f√ľr die Miete und wichtige Grundbedarfsmittel wurden eingefroren. Schulbildung und Gesundheitsversorgung erfolgten kostenfrei. Jedes Kind bekam Schuhe sowie t√§glich einen Liter Gratismilch. Die Kindersterblichkeitsrate in der Hauptstadtregion sank so um 20 Prozent. Der Schwerpunkt der Wirtschaftspolitik lag in der Enteignung von ausl√§ndischen Gro√üunternehmen und Banken.

Armeeputsch 1973

Der Präsidentenpalast wurde nach dem Putsch renoviert

Am 11. September 1973 putschte das Milit√§r unter Augusto Pinochet und blockierte die Verkehrswege und Kommunikation von Santiago nach Vi√Īa del Mar und Valpara√≠so. Mit Kampfflugzeugen der Luftwaffe bombardierten sie in den fr√ľhen Morgenstunden den Pr√§sidentenpalast ‚ÄěLa Moneda‚Äú. Gegen 14:00 Uhr begann die Armee mit der Erst√ľrmung des Palastes. Nach kurzem Gefecht ordnete Allende die Kapitulation an, nur er selbst blieb im ‚ÄěSaal der Unabh√§ngigkeit‚Äú zur√ľck und nahm sich dort das Leben.[13].

Im Nationalstadion von Santiago wurden die Opfer interniert, viele von ihnen gefoltert und get√∂tet. Der Putsch in Chile unter General Augusto Pinochet leitete eine 17-j√§hrige Diktatur und radikale marktorientierte Wirtschaftsreformen ein. Nach den b√ľrgerkriegs√§hnlichen, von unglaublicher und massenhafter Gewalt seitens der Milit√§rs gepr√§gten Wochen nach dem Putsch mit Tausenden Toten ging das Regime in den n√§chsten Jahren dazu √ľber, die politische Opposition auszuschalten. Hunderte Menschen wurden entf√ľhrt, gefoltert oder ‚Äěauf der Flucht erschossen‚Äú.

Wirtschaftskrise und Aufschwung

Sanhattan, ein Bankenviertel im Osten der Stadt
Hauptstra√üe ‚ÄěAlameda‚Äú

Mit der Wirtschaftskrise 1982/1983 kam es in Santiago zu massiven Protesten, in deren Folge erneut massiv gegen Oppositionelle vorgegangen wurde. So wurden w√§hrend der Protesttage 1983 und 1984 zahlreiche Menschen erschossen, Demonstranten und Unbeteiligte, zum Teil aus fahrenden Autos heraus. Die willk√ľrliche Gewalt, Hausdurchsuchungen und Milit√§reins√§tze in den Armenvierteln Santiagos (poblaciones) nahmen immer gr√∂√üere Ausma√üe an. Hier k√§mpfte die linksgerichtete Stadtguerilla Movimiento de Izquierda Revolucionaria (MIR) gegen die Diktatur.

Im Laufe der 1980er Jahre wurden mehrere Oppositionelle ‚Äěbei bewaffneten Auseinandersetzungen‚Äú erschossen. Zwar nahm die Anzahl der Verschwundenen ab, doch die Folter von Regimekritikern wurde nicht weniger. Traurige Ber√ľhmtheit erlangten die 1986 in Santiago erschossenen Br√ľder Vergara Toledo und die Jugendlichen Rodrigo Rojas und Carmen Quintana, die von Milit√§rs bei lebendigem Leibe angez√ľndet wurden, wobei Rojas starb.

Nach der wirtschaftlichen Stabilisierung ab 1983 und dem folgenden Aufschwung begannen auch erste Schritte der Liberalisierung. Die Wirtschaftspolitik wurde pragmatischer und die Repression weniger stark. Dieser Prozess wurde jedoch h√§ufig unterbrochen oder sogar r√ľckg√§ngig gemacht. Aus den Selbsthilfeorganisationen in den Armenvierteln Santiagos entwickelten sich eine Reihe von politischen Gruppierungen, die gegen die Diktatur k√§mpften. Es kam zu einer Welle an Bombenanschl√§gen in der Hauptstadtregion, vor allem gegen hochrangige Offiziere. Doch mit dem wirtschaftlichen Aufschwung der 1980er Jahre beruhigte sich die Situation auch politisch wieder.

1993 kam der ehemalige DDR-Staatsratsvorsitzende Erich Honecker nach Santiago, wo seine Tochter lebte, um der Strafverfolgung in Deutschland nach der deutschen Einheit zu entgehen. Er starb im Mai 1994 in der chilenischen Hauptstadt.

Einwohnerentwicklung

Santiago bei Nacht
Gebäude in der Avenida Apoquindo in Las Condes
Torre Telefónica
Titanium La Portada
Torre Gran Costanera im bau

1541 lebten in Santiago 150 Menschen. Bis 1613 stieg die Einwohnerzahl auf √ľber 10.000 und 1865 lebten in der Region mehr als 100.000 Menschen. Um 1940 wurde die Grenze von einer Million √ľberschritten. Heute ist der Gro√üraum Santiago (Regi√≥n Metropolitana) in Chile die am dichtesten besiedelte Region, wo knapp die H√§lfte der chilenischen Einwohner lebt. Gro√ü-Santiago (Gran Santiago) selbst hatte bei der Volksz√§hlung 2002 etwa 5,4 Millionen Einwohner; es beherbergte also etwa ein Drittel aller Einwohner des Landes. Verschiedene Studien gehen davon aus, dass im Gro√üraum Santiago etwa 33 bis 41 Prozent der Einwohner in Armenvierteln (poblaciones) leben.

Die Bevölkerung der Hauptstadtregion ist durch einen hohen Grad an Homogenität gekennzeichnet. Die Chilenen mit europäischen Vorfahren und Mestizen bilden rund 90 Prozent der Bevölkerung. Der Anteil der Mestizen beträgt rund 50 Prozent, der Mapuche-Anteil liegt bei etwa sieben Prozent, der Aymara-Anteil bei 0,5 Prozent und der Polynesier-Anteil bei 0,2 Prozent.

W√§hrend der Kolonialzeit wurde das Gebiet durch Einwanderer aus allen Regionen Spaniens besiedelt. Im fr√ľhen 19. Jahrhundert wanderten englische und irische, sowie deutsche Siedler ein. Die Einfuhr schwarzer Sklaven war zu allen Zeiten sehr gering. Die Mehrheit von ihnen konzentrierte sich in Chile vor allem in der Hauptstadtregion, aber auch in Quillota und Valpara√≠so. Im Laufe der Jahrhunderte vermischten sich die Schwarzen mit den Wei√üen und Mestizen, so dass heute das afrikanische Element fast v√∂llig verschwunden ist. In den vergangenen Jahren zogen Armutsfl√ľchtlinge aus Peru und Bolivien in die Region. Die Wirtschaftskrise in Argentinien zwang auch Argentinier zur Arbeitssuche im Nachbarland. Eine kleine Gruppe von Einwanderern kam aus Asien, vor allem aus Korea, und lebt im Gro√üraum Santiago.

Die meisten Menschen in Chile sind Katholiken und Santiago bildet hier keine Ausnahme. Bei der Volkszählung 2002 waren in der Región Metropolitana von den Menschen mit einem Alter von 15 Jahren oder älter 68,74 Prozent katholisch, 13,08 Prozent evangelisch, 1,16 Prozent Zeugen Jehovas, 0,90 Prozent Mormonen, 0,25 Prozent Juden, 0,11 Prozent orthodox und 0,03 Prozent Muslime. 5,35 Prozent gehörten anderen Religionen an und 10,37 Prozent waren atheistisch oder agnostisch.[14]

Die folgende Tabelle zeigt die Einwohnerzahlen des städtischen Siedlungsgebietes (areá urbana). Bis 1850 handelt es sich meist um Schätzungen, von 1865 bis 2002 um Volkszählungsergebnisse und 2007 um eine Berechnung.[15]

Jahr/Datum Einwohner
1541 150
1613 10.617
1778 24.318
1820 46.000
1830 65.665
1840 70.000
1850 80.000
19. April 1865 115.377
19. April 1875 129.807
26. November 1885 189.322
28. November 1895 256.403
Datum Einwohner
28. November 1907 332.724
15. Dezember 1920 507.296
27. November 1930 696.231
28. November 1940 952.075
24. April 1952 1.353.400
29. November 1960 1.907.378
22. April 1970 2.436.398
21. April 1982 3.650.541
22. April 1992 4.756.663
24. April 2002 5.392.395
1. Januar 2007 5.717.046

Politik

Stadtregierung

Rathaus der Gemeinde Santiago

Gro√ü-Santiago (Gran Santiago) wird von keinem Oberb√ľrgermeister regiert, sondern besteht aus 37 selbst√§ndigen Gemeinden (comunas). Ihnen steht die Regierung der Regi√≥n Metropolitana als √ľbergeordnete Verwaltungseinheit mit hohem politischen Gewicht gegen√ľber. Jede Gemeinde besitzt einen B√ľrgermeister (alcalde) mit starken Exekutivbefugnissen gegen√ľber dem Gemeinderat (consejo municipal). Bei den Kommunalwahlen ist es notwendig, dass die Partei des Kandidaten mindestens 30 Prozent der abgegebenen Stimmen erh√§lt. Scheitert sie an dieser H√ľrde, wird der B√ľrgermeister indirekt von den Gemeinder√§ten gew√§hlt. B√ľrgermeister und Gemeinderat werden alle vier Jahre gew√§hlt. Die letzten Kommunalwahlen in Chile fanden 2008 statt.

Die B√ľrgermeisterwahl der Gemeinde Santiago vom 31. Oktober 2004 gewann Ra√ļl Alca√≠no vom rechtsgerichteten Parteienb√ľndnis Alianza por Chile mit 49,04 Prozent vor Jorge Schaulsohn von der sozialdemokratischen Partido por la Democracia mit 45,78 Prozent und Amaro Labra vom Linksb√ľndnis ‚ÄěJuntos Podemos M√°s‚Äú mit 5,18 Prozent.[16] Ra√ļl Alca√≠no l√∂ste den seit 2000 die Gemeinde Santiago regierenden Joaqu√≠n Lav√≠n von der rechten Uni√≥n Dem√≥crata Independiente in seinem Amt als B√ľrgermeister ab.

Im Verantwortungsbereich der Gemeinde liegen unter anderem die Bereiche √∂ffentlicher Transport, Stra√üenbau, Stadtplanung, Abwasser und Kanalisation, Parks, M√ľllentsorgung und √∂ffentliche Beleuchtung. Ebenso haben die Gemeinden vom chilenischen Zentralstaat Aufgaben der medizinischen Grundversorgung, der Bildung und Sozialhilfe √ľbertragen bekommen. Auch sind sie teilweise f√ľr die Bereiche Sport, Fremdenverkehr, Sozialwohnungsbau und Katastrophenschutz zust√§ndig. Bei sozialen Problemen sind die Nachbarschaftsvertretungen (juntas de vecinos) einzelner Ortsteile wichtige Ansprechpartner f√ľr die Gemeindeverwaltung.

Städtepartnerschaften

Santiago unterhält mit folgenden Städten Partnerschaften:

Kultur und Sehensw√ľrdigkeiten

Musik und Theater

Teatro Municipal

Santiago ist ein kulturelles Zentrum und zieht die begnadetsten K√ľnstler klassischer und moderner Musik sowie Tanz- und Theaterkunst des ganzen Landes an. Die Stadt besitzt zahlreiche Klubs, Diskotheken und Lokale. Techno, House und elektronische Musik konkurrieren hier mit Rock und Pop sowie karibischen Rhythmen (Salsa, Cumbia, Merengue). In den Kinos der Hauptstadt sind neben einheimischen Filmen auch aktuelle Produktionen aus Europa und den USA zu sehen.

In Klassikzyklen treten chilenische und internationale Virtuosen auf und im 1857 er√∂ffneten ‚ÄěTeatro Municipal‚Äú wird eine j√§hrliche Opernsaison veranstaltet. Dar√ľber hinaus gibt es Balletvorf√ľhrungen und klassische Musik. Im Konzertsaal des ‚ÄěTeatro Universidad de Chile‚Äú spielt unter anderem das chilenische Sinfonieorchester. In kleinen Kulturzentren und Off-Theatern finden zahlreiche Veranstaltungen statt, in intimen Kneipen spielen bekannte einheimische K√ľnstler und in Parks und auf √∂ffentlichen Pl√§tzen sind Auff√ľhrungen von Stra√üentheatergruppen zu sehen.

Museen

Museo Nacional de Bellas Artes
Die Academia de Bellas Artes beherbergt das Museo de Arte Contemporaneo

Santiago besitzt mehrere Museen. Zu nennen sind hier insbesondere das Museo Hist√≥rico Nacional (Geschichtsmuseum), das Museo Nacional de Bellas Artes (Nationalmuseum der Sch√∂nen K√ľnste), das Museo de Artes Visuales (Museum der Visuellen K√ľnste), das Museo de la Solidaridad, Salvador Allende und das Museo Chileno de Arte Precolombino (Chilenisches Museum f√ľr pr√§kolumbische Kunst).

Letzteres beherbergt eine umfassende Sammlung von Kunstgegenst√§nden aus Mittel- und S√ľdamerika aus der Zeit vor der europ√§ischen Entdeckung beherbergt. Es handelt sich dabei um eines der bedeutendsten Museen f√ľr diesen Kulturraum. Die Ausstellungsst√ľcke, h√§ufig tierische oder menschliche Figuren aus verschiedenen Materialien, sind zum Teil √ľber 5000 Jahre alt. Daneben gibt es Mumien, Tongef√§√üe und Webearbeiten. Das Museum wurde 1981 er√∂ffnet und geht auf die Privatsammlung von Sergio Larrain Garcia Moreno zur√ľck. Im Museum finden auch Wechselausstellungen statt. Ferner beherbergt es eine Bibliothek zu Forschungszwecken.

Die Metro de Santiago dient nicht nur als Transportsystem, sondern gilt auch als kulturelle Sehensw√ľrdigkeit. Die U-Bahn-Station ‚ÄěUniversidad de Chile‚Äú besitzt ein gro√üfl√§chiges Wandgem√§lde von Mario Toral, das die Geschichte des Landes darstellt. Andere Kunstwerke befinden sich in den U-Bahnh√∂fen ‚ÄěBaquedano‚Äú, ‚ÄěBellas Artes‚Äú, ‚ÄěSanta Luc√≠a‚Äú (portugiesische azulejos, ein Geschenk der Metro Lissabon), ‚ÄěRep√ļblica‚Äú sowie in vielen anderen Bahnh√∂fen. Seit kurzem wurde auch in der Station ‚ÄěLa Moneda‚Äú das Licht gedimmt. Der Bahnhof wird nur noch durch die neuen beleuchteten Wandgem√§lde erleuchtet.

Die Villa Grimaldi in La Reina war ein Gel√§nde, auf dem 1975 bis 1988 Oppositionelle der Pinochet-Diktatur gefoltert wurden. Heute befindet sich auf dem weniger als ein Hektar gro√üen Grundst√ľck an der Avenida Jos√© Arrieta 8200 der privat finanzierte sogenannte Parque de la Paz (Park des Friedens). Das Konzept der Gedenkst√§tte entspricht der offiziellen Richtung der Erinnerungskultur in Chile. Statt einer umfassenden Gedenkst√§tte (es gibt einige Gedenktafeln) wurde ein Park und eine B√ľhne f√ľr kulturelle Veranstaltungen errichtet.

Auf dem Zentralfriedhof von Santiago in der Kommune Recoleta sind etwa zwei Millionen Menschen auf einer Fl√§che von 86 Hektar beerdigt, unter ihnen viele wichtige Pers√∂nlichkeiten der chilenischen Geschichte wie Salvador Allende und K√ľnstler wie Victor Jara und Violeta Parra. Auf dem Friedhofsgel√§nde befindet sich auch ein Denkmal f√ľr die Toten und die bis heute vermissten Opfer der Milit√§rdiktatur.[17]

Bauwerke

Kathedrale

Trotz der langen Geschichte befinden sich nur wenige historische Bauten aus der spanischen Kolonialzeit in der Stadt, da Santiago - wie der Rest des Landes - regelmäßig von Erdbeben heimgesucht wurde. Zu den Gebäuden aus dieser Zeit zählen unter anderem die Casa Colorada (1769), die Iglesia San Francisco (1586) und die Posada del Corregidor (1750).

Ein anderer Grund, dass es an alten Gebäuden aus dieser Zeit mangelt, ist der Neureichtum Chiles. Zur Zeit der spanischen Kolonie hatte die Stadt wirtschaftlich nur eine geringe Bedeutung, der Aufschwung kam erst nach der Unabhängigkeit. Viele Gebäude wurden hauptsächlich im neoklassizistischen Stil errichtet.

Die Kathedrale am zentralen Platz (Plaza de Armas), 1745 nach Pl√§nen von Joaquim Toesca erbaut, z√§hlt ebenso zu den Sehensw√ľrdigkeiten, wie La Moneda, der klassizistische Pr√§sidentenpalast, der bis 1981 noch die Einsch√ľsse zeigte, die General Pinochets Truppen beim Putsch gegen den demokratisch gew√§hlten Pr√§sidenten Salvador Allende 1973 hinterlassen hatten. Das urspr√ľngliche Geb√§ude entstand zwischen 1784 und 1805 nach Pl√§nen des Architekten Joaqu√≠n Toesca. Seit 1846 ist der Pr√§sidentenpalast Sitz der Regierung des Landes.

Weitere Geb√§ude am Plaza de Armas sind die 1882 fertiggestellte pastellfarbene Hauptpost (Correo Central) und der zwischen 1804 und 1807 erbaute Palacio de la Real Audiencia, in dem am 18. September 1810 ‚Äď heute Datum des Nationalfeiertages ‚Äď die erste Regierung des Landes tagte. Der Palast beherbergt das Historische Museum mit rund 12.000 Ausstellungsst√ľcken. Im S√ľdosten des Platzes steht die 1893 erbaute blaue Eisenkonstruktion des Edwards-Kaufhauses (Edificio Comercial Edwards) und der 1769 fertiggestellte Kolonialbau der ‚ÄěCasa Colorada‚Äú, Sitz des historischen Stadtmuseums.

Nahe befindet sich das Stadttheater (Teatro Municipal). Das 1906 durch ein Erdbeben zerst√∂rte Geb√§ude wurde 1857 nach Pl√§nen des franz√∂sischen Architekten Brunet des Baines errichtet. Nicht weit vom Theater die ‚ÄěMansi√≥n Subercaseaux‚Äú (heute Sitz der Banco Edwards) und die Nationalbibliothek (eine der gr√∂√üten Bibliotheken S√ľdamerikas). In Gegenrichtung gruppieren sich der fr√ľhere Nationalkongress, der Justizpalast und das K√∂nigliche Zollhaus (Palacio Real Casa de Aduana) mit dem Museum f√ľr Pr√§kolumbische Kunst.

Fr√ľherer Nationalkongress
Justizpalast

Der ehemalige Nationalkongress (Congreso Nacional) steht nahe dem Boulevard Liberador Bernado O'Higgins. Die Arbeiten am urspr√ľnglichen Geb√§ude begannen 1858 nach Pl√§nen des Architekten Brunet des Baines. Ein Feuer zerst√∂rte das Bauwerk 1895. Es wurde anschlie√üend umgebaut und 1901 im neoklassizistischen Stil wieder er√∂ffnet. Der erste chilenische Nationalkongress wurde am 4. Juli 1811 durch Beschluss (1810) der Regierungsjunta in Santiago gebildet. Unter der Milit√§rdiktatur von Augusto Pinochet (1973-1989) wurde der Kongress entmachtet und nach Ende der Diktatur in Valpara√≠so am 11. M√§rz 1990 neu konstituiert.

Am Plaza Montt steht das Gebäude des Justizspalastes (Palacio de Tribunales). Das Bauwerk entstand zwischen 1907 und 1926 nach Plänen des Architekten Emilio Doyére. Es ist Sitz des Obersten Gerichtshofes (Corte Suprema de Justicia). Das Kollegialgericht mit 21 Richtern ist die höchste richterliche Gewalt in Chile. Die Richter werden von den Richtern des Obersten Gerichts vorgeschlagen und vom Präsidenten auf Lebenszeit ernannt. Das Gebäude ist auch Sitz des Obersten Berufungsgerichtes des Landes.

Die Calle Bandera f√ľhrt zum 1917 fertiggestellten Geb√§ude der Handelsb√∂rse (Bolsa de Comercio), zum 1925 er√∂ffneten ‚ÄěClub de la Uni√≥n‚Äú, zur Universidad de Chile (1872) und zur √§ltesten Kirche der Stadt, der Iglesia de San Francisco (1586 bis 1628 erbaut) mit der Marienstatue ‚ÄěVirgen del Socorro‚Äú von Pedro de Valdivia. N√∂rdlich der Plaza de Armas f√ľhrt die Paseo Puente zur Santo-Domingo-Kirche (1771) und zur Markthalle (Mercado Central), einer m√§chtigen Eisenkonstruktion. Im Zentrum Santiagos steht der Torre Entel, ein 127,4 Meter hoher Fernsehturm mit Aussichtsplattform. Der Turm wurde 1974 fertiggestellt. Er geh√∂rt der Telefongesellschaft ENTEL Chile und dient als deren Kommunikationszentrum.

Mit dem Costanera Center entsteht ein kommerzielles und architektonisches Wahrzeichen der Hauptstadt. Dabei geht es um eine Kombination aus Arbeitspl√§tzen, Wohnungen, sowie Einkaufs- und Unterhaltungsm√∂glichkeiten verwirklicht worden sein. Zu dem Projekt mit einer Gesamtfl√§che von 600.000 Quadratmetern geh√∂ren der 300 Meter hohe Gran Torre Costanera (h√∂chstes Geb√§ude S√ľdamerikas) und drei weitere Gesch√§ftsgeb√§ude mit Einkaufszentren, Gesch√§ften, Kinos, einem Vergn√ľgungszentrum, gastronomischen Einrichtungen, Hotels, B√ľros und Luxuswohnungen. Der vier B√ľrot√ľrme umfassende Geb√§udekomplex erh√§lt einen eigenen Autobahn- und U-Bahn-Anschluss. Die Fertigstellung war f√ľr 2009 geplant, wegen der Wirtschaftstkrise wurden die Bauarbeiten jedoch zeitweise eingestellt, Ende 2009 jedoch wieder aufgenommen, wodurch sich die Fertigstellung auf 2011 verz√∂gert.[18]

Parks

Cerro Santa Lucía
Parque Forestal

Am Rande der Altstadt liegt der Cerro Santa Lucia, eine gr√ľne Parkoase auf dem H√ľgel, auf dem Santiago gegr√ľndet wurde. Schon im 19. Jahrhundert und als Teil eines Versch√∂nerungsplanes f√ľr Santiago, speziell in Vorbereitung auf die ‚Äě100 Jahrfeier der Chilenischen Republik‚Äú, wurden unter Mitwirkung von Benjam√≠n Vicu√Īa Mackenna die Festungsbauwerke auf dem ‚ÄěSanta Luc√≠a‚Äú geschleift: Fu√üwege, eine Kapelle auf der H√ľgelspitze, mehrere Brunnen und Erker gebaut und schlie√ülich einige B√§ume angepflanzt, so dass der H√ľgel heute einen park√§hnlichen Charakter besitzt.

Der Cerro San Crist√≥bal mit dem ‚ÄěParque Metropolitano‚Äú ist ein in die Stadt hineinragender Vorl√§ufer der Anden, der mit einer Standseilbahn und einer Seilbahn erklommen werden kann. Sein alter Name war Tupahue, er wurde von den spanischen Eroberern nach dem heiligen Christophorus umbenannt. Auf dem Berg befinden sich unter anderem der Zoo von Santiago, eine Kirche, ein Amphitheater und eine 22 Meter hohe Marienstatue, ein Wahrzeichen der Stadt.

Der ‚ÄěParque Forestal‚Äú erstreckt sich am S√ľdufer des R√≠o Mapocho. Im Park befinden sich der ‚ÄěPalacio de Bellas Artes‚Äú mit dem Museum der sch√∂nen K√ľnste (Museo de Bellas Artes) und das Kulturzentrum ‚ÄěEstacion Mapocho‚Äú, in dem jedes Jahr eine Buchmesse stattfindet. Ein weiterer Park ist der ‚ÄěParque Quinta Normal‚Äú, in dem sich mehrere Museen, Spielpl√§tze, Fahrradwege und ein Teich befinden. Im O'Higgins-Park, benannt nach Chiles Gr√ľndungsvater Bernardo O‚ÄôHiggins, befinden sich das Marsfeld mit Paradestra√üe, Fantasilandia (ein Vergn√ľgungspark) und die kreisrunde ‚ÄěArena Santiago‚Äú mit einem Fassungsverm√∂gen f√ľr 12.000 Zuschauer.

Freizeit und Erholung

Río Maipo

Santiago ist eine der wenigen Metropolen, von denen aus das Meer ebenso schnell erreichbar ist wie die Skigebiete. In einem Radius von etwa 100 Kilometern von der Stadt entfernt liegen die Badeorte Vi√Īa del Mar und Valpara√≠so sowie zahlreiche Skigebiete der Anden.

Im Tal des R√≠o Maipo (Caj√≥n del Maipo) befinden sich mehrere Weing√ľter, die zum Teil schon seit dem 19. Jahrhundert Wein herstellen. ‚ÄěVi√Īa Concha y Toro‚Äú ist das gr√∂√üte und ertragreichste Weingut des Landes, ‚ÄěVi√Īa Santa Carolina‚Äú z√§hlt zu den √§ltesten Weing√ľtern Chiles, dessen Keller zum Nationaldenkmal erkl√§rt wurden, und ‚ÄěVi√Īa Santa Rita‚Äú wurde bereits 1880 gegr√ľndet.

Wichtige Zufl√ľsse des R√≠o Maipo sind der R√≠o Yeso, der R√≠o Colorado und der R√≠o Mapocho. Der Fluss ist vor allem bei Kajakfahrern beliebt. Mehrere Picknickpl√§tze, Restaurants und kleine Siedlungen liegen zwischen den H√ľgeln und B√§chen des Tales. Von hier ist der Nationalpark ‚ÄěMonumento Natural El Morado‚Äú mit dem 5060 Meter hohen ‚ÄěMorado‚Äú zu erreichen. Der Gipfel ist ein beliebtes Ziel f√ľr Trekking- und Bergsteigtouren.

16 Kilometer von San Jos√© de Maipo entfernt befindet sich auf einer H√∂he von 2200 Metern das Skizentrum ‚ÄěLagunillas‚Äú. Hier kann auf zahlreichen Pisten Wintersport betrieben werden. Das Skigebiet ist bisher noch relativ bescheiden ausgebaut. F√ľr die Zukunft existieren aber umfangreiche Bebauungspl√§ne.

Sport

Nationalstadion

Santiago ist Heimat der besten chilenischen Fu√üballklubs. Der erfolgreichste von ihnen hei√üt Colo Colo Santiago. Gegr√ľndet wurde der Verein am 19. April 1925. Er hat eine lange Tradition und spielt seit der Einrichtung der ersten chilenischen Liga im Jahr 1933 ununterbrochen in der h√∂chsten Spielklasse. Die Mannschaft ist mit 26 Titeln chilenischer Rekordmeister und durch den Titelgewinn 1991 die einzige chilenische Mannschaft, die je die Copa Libertadores gewann. Der Verein tr√§gt seine Heimspiele im Estadio Monumental in Macul, einem Vorort von Santiago aus.

Ein weiterer gro√üer Verein ist CF Universidad de Chile. Der Klub gilt als einer der bekanntesten und erfolgreichsten mit dreizehn Meistertiteln und drei Pokalerfolgen. Er wurde am 24. Mai 1927 unter dem Namen Club Deportivo Universitario als Zusammenschluss von Club N√°utico und Federaci√≥n Universitaria gegr√ľndet. Die Gr√ľnder waren Studenten der Universidad de Chile. 1980 erfolgte die organisatorische Trennung von der Universit√§t und der Klub ist seither komplett unabh√§ngig. Die Mannschaft spielt im Estadio Nacional de Chile.

Der Club Deportivo Universidad Cat√≥lica wurde am 21. April 1937 gegr√ľndet und wird auch h√§ufig nur kurz UC genannt. Er besteht aus vierzehn verschiedenen Abteilungen, die f√ľr die Studenten der gleichnamigen Universit√§t gedacht sind. Weit √ľber die Grenzen Chiles hinaus bekannt ist der Verein haupts√§chlich wegen seiner Fu√üballmannschaft. Diese tr√§gt ihre Heimspiele im Estadio San Carlos de Apoquindo aus. Universidad Cat√≥lica ist mit neun Meistertiteln einer der erfolgreichsten Fu√üballvereine des Landes. In der Copa Libertadores stehen √ľber 20 Teilnahmen zu Buche. Zum gr√∂√üten internationalen Erfolg kam UC im Jahre 1983, als er erst im Finale dem S√£o Paulo FC unterlag.

Neben Fu√üball spielen insbesondere Tennis und der Reitsport (hier vor allem auch das chilenische Rodeo) eine bedeutende Rolle. Im ganzen Stadtgebiet verteilt befinden sich Wettstuben, in denen haupts√§chlich die m√§nnlichen Einwohner Santiagos die Pferderennen an Bildschirmen verfolgen. Das 1904 fertiggestellte ‚ÄěHip√≥dromo Chile‚Äú liegt im S√ľden der Stadt. Hier finden jede Woche Pferderennen statt.

Regelmäßige Veranstaltungen

Die franz√∂sische Gruppe ‚ÄěRoyal de Luxe‚Äú beim Theaterfestival ‚ÄěSantiago a Mil‚Äú im Januar 2007 auf dem Place de la Constitution

J√§hrlich im Januar findet mit dem ‚ÄěFestival Internacional de Teatro Santiago a Mil‚Äú das bedeutendste Theaterfestival des Landes in Santiago statt. F√ľr zwei Wochen wird die Hauptstadt in eine gro√üe B√ľhne verwandelt. Auf zahlreichen √∂ffentlichen Pl√§tzen, in Parks, alten Bahnh√∂fen und Theaters√§len pr√§sentieren nationale und internationale Theatergruppen ihre St√ľcke dem Publikum. Seit 1994 werden die besten einheimischen St√ľcke der Saison aufgef√ľhrt und Gastgruppen aus dem Ausland eingeladen.

Ebenfalls im Januar findet auf der ‚ÄěPlaza Italia‚Äú die Loveparade statt. Auf zahlreichen Wagen und der Hauptb√ľhne legen rund 100 DJs elektronische Musik auf. Im Februar feiern die Bewohner Santiagos in den Parks der Stadt das ‚ÄěFestival de Jazz en √Ďu√Īoa‚Äú. Auf dem ‚ÄěSantiago International Film Festival‚Äú im August sind √ľberwiegend Filme aus Lateinamerika zu sehen. Im September und Oktober stellen beim ‚ÄěVinos de Chile‚Äú zahlreiche der renommiertesten Weing√ľter des Landes ihre Weine vor.

J√§hrlich am 18. September, dem Tag der Unabh√§ngigkeit (D√≠a de la Independencia), und am 19. September, dem Tag des Heeres (D√≠a del Ej√©rcito), finden die gr√∂√üten Festivit√§ten des Jahres statt. Es werden chilenische Volkst√§nze aufgef√ľhrt, Rodeos geritten und Milit√§rparaden abgehalten. Das internationale Kurzfilmefestival (Santiago International Short Film Festival) ist eine der bedeutendsten Filmveranstaltungen in Lateinamerika.

Gastronomie

Obst- und Gem√ľsemarkt in Las Condes

In Santiago findet sich ein reichhaltiges und diverses Angebot an Restaurants, Caf√©s und Bars. Die K√ľche der Hauptstadtregion ist kein Ableger der spanischen K√ľche, vielmehr gibt es eine Vielzahl von Einfl√ľssen ‚Äď auch aus Deutschland. So sind die deutschen Bezeichnungen ‚ÄěKuchen‚Äú und ‚ÄěApfelstrudel‚Äú auch auf Werbetafeln von Caf√©s in Santiago zu finden.

Durch Grillen zubereitetes Fleisch, das so genannte Asado, ist Tradition. Neben Rindfleisch werden dabei vor allem die w√ľrzigen Paprikaw√ľrste Longanizas verwendet. Au√üerdem wird auch gerne Huhn gegessen. Aufgrund der sonnigen Bedingungen in Mittelchile und der vulkanischen B√∂den ist die Region sehr gut geeignet zum Anbau einer Vielzahl von Fr√ľchten.

Zu den Nationalgerichten z√§hlen die Empanada, das sind mit Hackfleisch, Ei und Oliven, oder mit geschmolzenen K√§se gef√ľllte Teigtaschen, und die Cazuela, eine kr√§ftige Suppe mit H√ľhnchen und Maiskolben. Humitas sind ein Maisbrei, der in Maisbl√§ttern gekocht wird und s√ľ√ü oder salzig gegessen wird. Als bestes Weinanbaugebiet Chiles gilt Maipo, s√ľdlich der Hauptstadt.

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft

Börse von Santiago

Die bedeutendsten Unternehmen Chiles haben ihren Sitz in Santiago, ebenso viele Dependancen ausl√§ndischer Firmen. Nach Angaben des Instituto Nacional de Estadisticas de Chile lag das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Regi√≥n Metropolitana im Jahre 2005 bei 24.461.582 Millionen chilenischen Pesos (35.380 Millionen US-Dollar). 42,7 Prozent des nationalen BIP wurden hier erwirtschaftet.[19] Die Stadt ist das unbestrittene politische und wirtschaftliche Zentrum Chiles. Die gr√∂√üte B√∂rse des Landes (Bolsa de Comercio de Santiago) hat ihren Sitz in der Stadt. Einige internationale Institutionen, wie beispielsweise ECLAC (Wirtschaftskommission f√ľr Lateinamerika und die Karibik), haben hier ihre B√ľros.

Unter Augusto Pinochet wurde die Wirtschaft Santiagos konsequent nach marktwirtschaftlich-neoliberalen Aspekten umgebaut und dereguliert. Durch diese Entwicklung konnte sich die chilenische Hauptstadt zu einem wirtschaftlichen Zentrum S√ľdamerikas entwickeln, obgleich die Spanne zwischen arm und reich wie in anderen Metropolen Lateinamerikas erheblich ist. Staatliche Unternehmen wurden sowohl zu Zeiten Pinochets als auch danach gr√∂√ütenteils privatisiert. Aufgrund des starken Wachstums und der Stabilit√§t der chilenischen Wirtschaft besitzen viele multinationale Unternehmen Niederlassungen in Santiago: BHP Billiton, Coca-Cola, Ford, Hewlett-Packard, IBM, Intel, JPMorgan Chase & Co., Kodak, Microsoft, Motorola, Nestl√©, Reuters, Unilever, Yahoo und viele mehr.

Santiago ist auch das Medienzentrum des Landes, die nationalen Fernsehstationen senden aus der Hauptstadt, und hier erscheinen auch die √ľberregionalen Zeitungen wie El Mercurio, La Tercera, La Naci√≥n oder Siete. Au√üerdem erscheint in Santiago der Condor, eine der weltweit wenigen w√∂chentlich erscheinenden deutschsprachigen Zeitungen. Santiago wurde in einer Studie der Wirtschaftszeitung America Economia 2004 und 2005 noch vor Miami zur wichtigsten Stadt gew√§hlt, um in Lateinamerika Gesch√§fte zu f√ľhren.[20]

Verkehr

Fernverkehr

Flughafen
Hauptbahnhof

Santiago ist der zentrale Verkehrsknotenpunkt des Landes mit einem internationalen Flughafen (Aeropuerto Internacional Comodoro Arturo Merino Benítez), sowie Bahnverbindungen und mehreren Busterminals, von denen aus alle größeren Städte des Landes angefahren werden.

Die gängigste Verkehrsart, um in andere Städte zu kommen, ist der Überlandbus, wo es verschiedene Anbieter und verschiedene Komfortklassen gibt. Diese Klassen teilen sich in Busse mit Standardsitzen bis zu den weit ausgelegten Bus Cama (Bettbusse), die mit den Sitzen eines Business- bis First-Class-Flugzeuges zu vergleichen sind.

Der Personenverkehr der Eisenbahn ist seit Jahren im R√ľckgang begriffen, was durch die starke Konkurrenz der Busunternehmen und die schlechte Qualit√§t der Waggons und Strecken begr√ľndet ist. Es gibt Bestrebungen, wieder mehr Personen per Schiene zu bef√∂rdern. So wurde in modernere Waggons und Triebwagen investiert. Die Strecken von Santiago nach Puerto Montt wurden komplett erneuert. Die am 4. Januar 1884 er√∂ffnete Verbindung zwischen der Hauptstadt und Valpara√≠so wird komplett auf Personenzugstandard ausgebaut und soll wieder durchgehende Z√ľge bekommen. Allerdings konnte die Eisenbahngesellschaft EFE (La Empresa de Ferrocarriles del Estado) ihre hochgesteckten Ziele nicht erf√ľllen und hat mit erheblichen technischen und organisatorischen Problemen zu k√§mpfen. Vom Hauptbahnhof (Estaci√≥n Central de Santiago) wird nur eine Strecke bedient: Santiago - Rancagua - San Fernando im Vorortverkehr (Metrotr√©n, st√ľndlich) und Santiago - Talca - Chill√°n im Fernverkehr (TerraSur, 7x t√§glich). In Chill√°n endet der Fernverkehr von Santiago, zur Weiterfahrt nach Concepci√≥n muss in den Bus umgestiegen werden.

Der Flughafen Santiago de Chile wurde 9. Februar 1967 er√∂ffnet und erhielt am 19. M√§rz 1980 seinen heutigen Namen Arturo Merino Ben√≠tez. Dieser war der erste Kommandant der chilenischen Luftwaffe ‚ÄěFuerza A√©rea de Chile‚Äú und Begr√ľnder der chilenischen Fluggesellschaft LAN Airlines mit Sitz in Santiago. Momentan gibt es eine Diskussion den Flughafen in ‚ÄěAeropuerto Internacional Pablo Neruda‚Äú umzubenennen. Pablo Neruda war Tr√§ger des Nobelpreises f√ľr Literatur von 1971.

Nahverkehr

Metro
Bus von Transantiago

Die 1975 er√∂ffnete Metro de Santiago ist das zweit√§lteste U-Bahn-Netz S√ľdamerikas und erschlie√üt gro√üe Teile der Hauptstadtregion. Es besitzt f√ľnf Linien mit einer L√§nge von 83 Kilometern und 85 U-Bahn-Stationen.[21] Die Metro verbindet die einzelnen Stadtteile Santiagos. Au√üerdem gibt es Micro-Busse, Taxis und Sammeltaxis, die auf festen Routen, aber ebenfalls ohne festen Zeitplan verkehren. Zur Vorbereitung der Feiern zur 200-j√§hrigen Unabh√§ngigkeit des Landes im Jahre 2010 erfolgte eine Erneuerung der Verkehrsmittel.

2007 wurde mit dem Transantiago ein integriertes √ĖPNV-System, das aus Bus- und U-Bahnlinien besteht, er√∂ffnet. Das komplett neu entworfene Liniennetz ist in zwei Teilnetze aufgeteilt: ein Hauptliniennetz innerhalb der Stadt, das Buslinien und die bereits bestehenden U-Bahn-Linien umfasst, und ein System von Lokal- und Zubringerlinien. Es gibt f√ľr beide Teilnetze eine integrierte Fahrpreisstruktur. Die Zahlung erfolgt mit einer elektronischen Chipkarte. Der Busbetrieb wurde an zehn private Unternehmen ausgeschrieben. Im Oktober 2005 haben die neuen Unternehmen den Betrieb √ľbernommen. Mehr als 1.600 neue Niederflurbusse wurden Ende 2005 und Anfang 2006 in Betrieb genommen. Seit dem 10. Februar 2007 ist die neue Linienstruktur im Betrieb, zusammen mit dem integrierten Preissystem. Mehr als 5.000 Busse und vier U-Bahnlinien sind Teil von Transantiago.[22]

Die Hauptstra√üe Alameda (eigentlich: Avenida Libertador Bernardo O'Higgins) f√ľhrt in zehn Spuren am Rande der Altstadt von S√ľdwesten nach Nordosten in Richtung des Verwaltungs- und Gesch√§ftsviertels Providencia. Weitere wichtige innerst√§dtische Autobahnen sind die Autopista Central (Norden - S√ľden), die Autopista Costanera Norte (Osten - Westen), die Autopista Vespucio Norte Express (Nordosten - Nordwesten) und die Autopista Vespucio Sur (S√ľdosten - S√ľdwesten). Die Benutzung der Autobahnen ist meistens geb√ľhrenpflichtig. Die Maut variiert entsprechend Fahrzeugart und Streckenl√§nge. Das Erdbeben Ende Februar 2010 richtete erhebliche Sch√§den an Stadtautobahn-Bauwerken an, wobei auch Fahrzeuge und Menschen zu Schaden kamen.[23]

Medien

‚ÄěTorre Entel‚Äú, im Hintergrund die Anden

Wichtigste Informationsquelle der Bevölkerung Santiagos ist das Fernsehen. Die wichtigsten Fernsehsender sind das staatliche Televisión Nacional de Chile-Programm, der Sender Canal 13 der katholischen Universität Universidad Católica und der private Sender Megavisión.

Die Presselandschaft der Hauptstadtregion wird weitgehend von zwei Konzernen dominiert, dem Mercurio- und COPESA-Konzern, nachdem sich eine Reihe von Publikationen aus dem politischen Mitte-Links-Spektrum nach dem R√ľckgang der Politikbegeisterung zur Zeit der Redemokratisierung nicht auf Dauer im Markt halten konnten. Die jeweils wichtigsten Zeitungen der beiden Pressekonzerne sind der altehrw√ľrdige El Mercurio, eine Zeitung, die in Qualit√§t und politischer Ausrichtung in etwa mit der FAZ zu vergleichen ist und zur quasi obligatorischen Lekt√ľre der Bev√∂lkerung z√§hlt, sowie La Tercera. Weitere Zeitungen sind das Hausblatt der kommunistischen Partei, El Siglo, sowie die ebenfalls linksorientierte, aber parteiungebundene Zeitschrift Punto Final.

Wichtige Wochenzeitschriften sind Ercilla und Qu√© Pasa. Dar√ľber hinaus gibt es die deutschsprachige Wochenzeitung C√≥ndor.

Bildung

Universidad de Chile
Pontificia Universidad Católica de Chile

Die Stadt beherbergt zahlreiche Universit√§ten, Hoch- und Fachschulen, Forschungseinrichtungen und Bibliotheken. Die Universidad de Chile ist die gr√∂√üte Universit√§t Chiles und eine der √§ltesten auf dem amerikanischen Kontinent. Die Wurzeln der Universit√§t reichen zur√ľck in das Jahr 1622, als am 19. August die erste Universit√§t in Chile unter dem Namen Santo Tom√°s de Aquino gegr√ľndet wurde. Am 28. Juli 1738 wurde sie zu Ehren K√∂nig Philipps V. von Spanien in Real Universidad de San Felipe umbenannt. Im Volksmund ist sie auch als Casa de Bello (span.: Bellos Haus ‚Äď nach ihrem ersten Rektor, Andr√©s Bello) bekannt. Am 17. April 1839, nachdem Chile vom Mutterland, dem K√∂nigreich Spanien, unabh√§ngig geworden war, wurde die Universit√§t offiziell zur Universidad de Chile, und √∂ffnete am 17. September 1843.

Die Pontificia Universidad Cat√≥lica de Chile (PUC) wurde am 21. Juni 1888 gegr√ľndet. Am 11. Februar 1930 wurde die Universit√§t per Dekret durch Papst Pius XI. zu einer P√§pstlichen Universit√§t ernannt; 1931 erfolgte die volle Anerkennung durch die chilenische Regierung. Joaqu√≠n Larra√≠n Gandarillas (1822-1897), Erzbischof von Anazarba, war der Gr√ľnder sowie erster Rektor der PUC. Die Pontificia Universidad Cat√≥lica de Chile wird als eine der besten Universit√§ten Chiles eingestuft. 2006 gaben 69 der 100 besten Abiturienten die PUC als ihre erste Pr√§ferenz an. Die PUC ist eine moderne Universit√§t; der Campus San Joaquin hat einige zeitgen√∂ssische Bauten und bietet auch viele Gr√ľnfl√§chen und Sportanlagen.

Weitere bedeutende Universit√§ten haben ihren Sitz in Santiago: Universidad de Santiago de Chile, Universidad Metropolitana de Ciencias de la Educaci√≥n, Universidad Tecnol√≥gica Metropolitana, Universidad Academia de Humanismo Cristiano, Universidad Adolfo Ib√°√Īez, Universidad Alberto Hurtado, Universidad Bernardo O'Higgins, Universidad Bolivariana, Universidad Cat√≥lica Ra√ļl Silva Henr√≠quez, Universidad Central de Chile, Universidad de Artes y Ciencias Sociales und Universidad de Artes, Ciencias y Comunicaci√≥n.

Weitere wichtige Universit√§ten sind: Universidad de Ciencias de la Inform√°tica, Universidad de Las Am√©ricas, Universidad de Los Andes, Universidad del Desarrollo, Universidad del Pac√≠fico, Universidad Diego Portales, Universidad Finis Terrae, Universidad Gabriela Mistral, Universidad Iberoamericana de Ciencias y Tecnolog√≠a, Universidad Internacional SEK, Universidad La Rep√ļblica, Universidad Mariano Ega√Īa, Universidad Mayor, Universidad Miguel de Cervantes, Universidad Nacional Andr√©s Bello, Universidad Santo Tom√°s und Universidad Tecnol√≥gica de Chile. Als eine Art Botschaft Europ√§ischer Universit√§ten funktioniert das Postgraduierten- und Weiterbildungszentrum der Universit√§t Heidelberg (Ruprecht Karl University).

Panorama von Santiago de Chile
Panorama von Santiago de Chile
Panorama von Santiago de Chile
Panorama von Santiago de Chile

Söhne und Töchter der Stadt

Santiago de Chile ist Geburtsort zahlreicher ber√ľhmter Pers√∂nlichkeiten.

Literatur

  • Karl-Friedrich Appl: Die Geschichte der evangelischen Kirchen in Chile. Erlanger Verlag f√ľr Mission und Oekumene, Neuendettelsau 2006, ISBN 978-3-87214-616-8.
  • Alejandro Gonzalez Arriagada: Surviving in the City: The Urban Poor of Santiago de Chile, 1930-1970. Uppsala Universitet, Uppsala 2000, ISBN 91-554-4867-4.
  • Simon Collier, William F. Sater: A History of Chile, 1808-2002 (= Cambridge Latin American Studies, 82). Cambridge University Press, New York NY 2004, ISBN 0-521-82749-3.
  • Wigbert Flock: Armut in Santiago de Chile. Eine Feldstudie zum Selbstorganisationspotential der Volkssektoren (= Kontroversen, 14). LIT, M√ľnster 2003 (Zugl.: M√ľnster/Westfalen, Univ., Diss., 2002), ISBN 3-8258-6726-9.
  • Jaime Sperberg: Urbane Landbesetzungen in Santiago de Chile und Buenos Aires. Soziale Bewegungen in Chile und Argentinien in den 80er Jahren (= Politikwissenschaft, 43). LIT, Hamburg 1997 (Zugl.: Marburg, Inst. f√ľr Politikwiss., Diplomarbeit), ISBN 3-8258-3407-7.
  • G√ľnter Wessel: Die Allendes. Mit brennender Geduld f√ľr eine bessere Welt. Bastei-L√ľbbe, Bergisch Gladbach 2004, ISBN 3-404-61537-9.

Einzelnachweise

  1. ‚ÜĎ INE: Mapa Interactivo
  2. ‚ÜĎ Angelfire.com: Terremotos en Chile - Historia
  3. ‚ÜĎ Deutsche Gesellschaft f√ľr Technische Zusammenarbeit: Durchatmen im Smog
  4. ‚ÜĎ Museo Historico Nacional: Ef√©merides Diciembre
  5. ‚ÜĎ Mari√Īo de Lobera, Pedro, 1528-1595.: Cr√≥nica del reino de Chile. In: Colecci√≥n de historiadores de Chile y de documentos relativos a la historia nacional. Tomo 6. Impr. del Ferrocarril, Santiago 1861- . 49 v. (Memoria Chilena - Dokumente).
  6. ‚ÜĎ Hildalgo Jorge, Aldunate Carlos und andere: Tras la huella del Inka en Chile. Museo de Arte Precolombino, Santiago de Chile 2001 (Bibliothek, Museo Chileno de Arte Precolombino). S. 103
  7. ‚ÜĎ De Ram√≥n, Armando: Santiago de Chile (1541-1991). Historia de una sociedad urbana.. Editorial Sudamericana, Santiago de Chile 2000, ISBN 956-262-118-9 (Memoria Chilena - Dokumente, abgerufen am 19. M√§rz 2009). S. 15f
  8. ‚ÜĎ Luis de Cartagena: Actas del Cabildo de Santiago de 1541 a 1557. in Colecci√≥n de historiadores de Chile y de documentos relativos a la historia nacional. Tomo 1.. Impr. del Ferrocarril, Santiago de Chile 1861- v. (Memoria Chilena - Dokumente). S. 67
  9. ‚ÜĎ De Ram√≥n, Armando, 2000, S. 17
  10. ‚ÜĎ De Ram√≥n, Armando, 2000, S. 17ff
  11. ‚ÜĎ De Ram√≥n, Armando, 2000, S. 22ff
  12. ‚ÜĎ De Ram√≥n, Armando, 2000, S. 24ff
  13. ‚ÜĎ William F. Sater: Chile and the United States. Empires in Conflict. University of Georgia Press, Athens 1990, S.181. ISBN 0-8203-1249-5
  14. ‚ÜĎ INE: Poblaci√≥n de 15 a√Īos y m√°s por Religi√≥n
  15. ‚ÜĎ Universidad Tecnol√≥gica Metropolitana: Factibilidad de Densificaci√≥n Habitacional de las √Āreas Adyacentes a la Nueva Red del METRO
  16. ‚ÜĎ Ministerio Interior: Votaci√≥n Candidatos por Comuna Santiago
  17. ‚ÜĎ http://es.wikipedia.org/wiki/Cementerio_General_de_Santiago
  18. ‚ÜĎ Emporis: Gran Torre Costanera [1]
  19. ‚ÜĎ Instituto Nacional de Estadisticas de Chile: Cuentas Nacionales y Balances
  20. ‚ÜĎ Chilexportaservicios: A Dynamic Business Environment
  21. ‚ÜĎ Metro de Santiago: Offizielle Website
  22. ‚ÜĎ Transantiago: Offizielle Website
  23. ‚ÜĎ Bild der Stadtautobahn

Weblinks

 Commons: Santiago de Chile ‚Äď Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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