Schiff

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Schiff
Passagierschiff Queen Mary 2
Schlepper Fairplay 26

Ein Schiff ist ein grĂ¶ĂŸeres Wasserfahrzeug, das nach dem archimedischen Prinzip schwimmt. Vom Floß unterscheidet sich ein Schiff durch den eigenen Antrieb, vom Boot in erster Linie durch seine GrĂ¶ĂŸe (zur Abgrenzung siehe Artikel Boot).

Schiffe werden auf Werften gebaut. Nach Fertigstellung des Rumpfes wird das Schiff mit dem Stapellauf zu Wasser gelassen, erst dann erfolgt die endgĂŒltige AusrĂŒstung. Die erste Fahrt eines Schiffes wird als Jungfernfahrt bezeichnet. Die Reparatur von Schiffen erfolgt insbesondere in Trocken- und Schwimmdocks.

Schiffe sind das wichtigste Transportmittel sowohl fĂŒr Massengut als auch fĂŒr StĂŒckgut. Letzteres wird heute vor allem in Containern auf Containerschiffen transportiert. Die grĂ¶ĂŸten Schiffe sind Öl-Tankschiffe, die bis ĂŒber 560.000 tdw (SchiffsladekapazitĂ€t in englischen „tons“; 1 ton = 1,016 t) DW (engl. deadweight: TragfĂ€higkeit) oder circa 100.000 Bruttoregistertonnen messen können.

Die Passagierschifffahrt steht seit den 1960er Jahren zunehmend der Konkurrenz des Flugverkehrs gegenĂŒber und verlagert sich vom reinen Transportmittel mehr zum Bereich der Erlebnisreisen oder zur Kreuzfahrt.

Inhaltsverzeichnis

Aufbau

Schiffsteile
  1. Der Bug ist das Vorderteil des Schiffsrumpfes.
  2. Der Bugwulst zur Verbesserung der Strömungseigenschaften senkt den Treibstoffverbrauch.
  3. Der Anker dient dem Halt des Schiffes im Wasser, wenn es nicht fÀhrt.
  4. Die Backbordseite ist die linke Seite des Schiffes (nachts rotes Licht).
  5. Der Propeller, auch Schiffschraube genannt, dient dem Antrieb des Schiffes.
  6. Das Heck bezeichnet den hinteren (achteren) Teil des Schiffes.
  7. Der Schornstein ist fĂŒr die Abgase des Schiffsmotors notwendig.
  8. Die Aufbauten bezeichnen alle Aufbauten oberhalb des Oberdecks.
  9. Das Oberdeck ist das Deck, das den Rumpf nach oben abschließt.
  10. Die Steuerbordseite ist die rechte Seite des Schiffes (nachts grĂŒnes Licht).

Schiffe werden in verschiedene Typen oder Klassen unterteilt, ohne dass es allerdings eine einheitliche Herangehensweise gibt. So kann nach Einsatzgebiet, Verwendungszweck, Antrieb, Material oder Rumpfbau typisiert werden.

→ Hauptartikel: Schiffstyp und Schiffsklasse

Eine genauere Beschreibung entsteht durch die Angabe der Schiffsmaße. Hierunter werden Begriffe wie die VerdrĂ€ngung, die TragfĂ€higkeit, Raumgehalt, Tonnage, Brutto- und Nettoraumzahl (BRZ, NRZ), Tiefgang, die verschiedenen LĂ€ngenangaben oder besondere Formkoeffizienten subsumiert.

→ Hauptartikel: Schiffsmaße

Geschichte

AnfÀnge

Vor mindestens 50.000 Jahren (vgl. Die Besiedlung Australiens ĂŒber SĂŒdasien) ist der moderne Mensch (Homo sapiens) nach Australien eingewandert. Dank niedrigerem Meeresspiegel gab es damals zwar kĂŒrzere Seewege von Asien nach Australien als heute, ĂŒber dem Timorgraben mussten aber mindestens 100 km Ozean ĂŒberquert werden. DafĂŒr waren hochseetaugliche Wasserfahrzeuge nötig. Doch bleibt der Nachweis indirekt, da man bisher weder fossile Hinweise auf Schiffe noch Darstellungen aus dieser Zeit kennt.

Die Ă€ltesten fossilen Nachweise von Wasserfahrzeugen sind Einbaum- und Paddelfunde (Duvensee) in Nordeuropa, die bis ca. 7500 v. Chr. zurĂŒckdatiert werden können. Der Ă€lteste Nachweis eines Segels ist eine Felszeichnung in der Nubischen WĂŒste, die ca. um 5000 v. Chr. entstand. Bis ca. 3500 v. Chr. reichen Modelle aus Ägypten zurĂŒck.

Von den Ägyptern sind die Ă€ltesten grĂ¶ĂŸeren Schiffe direkt belegt. Sie wurden vermutlich vorwiegend fĂŒr den Binnenverkehr auf dem Nil gebaut, spĂ€ter auch fĂŒr den Seekrieg (Darstellungen von Kriegsschiffen mit Rammsporn und hochgezogenem Achtersteven auf der Insel Syros, 2800 v. Chr.) und fĂŒr den Fernhandel (Pharao Sahu-Re sandte um 2500 v. Chr. Schiffe nach Syrien, Somalia und Ostafrika).

Ebenfalls aus Ägypten stammt der Ă€lteste erhaltene Schiffsfund (Cheops-Bestattungsschiff, 2650 v. Chr.), der von einer bereits ausgereiften Schiffbaukunst zeugt. Das Schiff hatte keinen Kiel und wurde mit Hilfe lĂ€ngs gespannter Taue in Form gehalten. Die Planken aus importiertem libanesischen Zedernholz waren ebenfalls mit Tauen vernĂ€ht.

Ein Schiffsfund in Jang-Shao (China) beweist, dass die Chinesen um etwa 2000 v. Chr. ebenfalls Schiffe bauen konnten und auch Querschotts schon bekannt waren.

Antike

→ Hauptartikel: Schiffe der Antike
Ägyptisches Schiff (um 1422–1411 v. Chr.)

Der Ă€lteste Nachweis fĂŒr den Gebrauch von Schiffen in Mesopotamien sind Keilschrifttafeln mit Frachtbriefen fĂŒr Transporte mit FlĂ¶ĂŸen (Keleks), die um 1900 v. Chr. den Euphrat und Tigris hinabfuhren. Etwa 200 Jahre spĂ€ter unterhielten mesopotamische Stadtstaaten Handelsbeziehungen im ganzen östlichen Mittelmeer. 1200 Tonnen schwere Obelisken, die 1500 v. Chr. ĂŒber den Nil transportiert wurden, zeugen von gewaltigen Transportschiffen auf dem Nil.

Minos von Kreta begrĂŒndete in der ersten HĂ€lfte des zweiten Jahrtausends vor Chr. die erste Thalassokratie. Aus diesen Zeitraum stammt ein Fresko auf der Insel Thera, welches von Kriegsschiffen mit Sporn und hohen Steven zeugt. Um 1190 v. Chr. findet die Ă€lteste ĂŒberlieferte Seeschlacht zwischen Ramses III. und den Seevölkern statt.

Um 1000 v. Chr. errichteten die Phönizier ein Handelszentrum auf der Insel Kition. Aus derselben Zeit stammt auch die Karstad-Bildstein-Schiffsdarstellung in Norwegen, die Wasserfahrzeuge mit Doppelsteven zeigt.

814 v. Chr. grĂŒndeten die Phönizier Karthago und stiegen zur beherrschenden Seemacht des Mittelmeerraums auf. Im 8. Jahrhundert v. Chr. unterschieden die Phönizier deutlich zwischen dem Lastschiff („Gaulos“) und dem Kampfschiff („Hippos“).

Die Besiedlung Siziliens durch die Griechen um 750 v. Chr. zeugt von griechischer Seefahrt. Korinth wurde griechische Seemacht und fĂŒhrte Neuerungen, wie den Riemenausleger, in den Kriegsschiffbau ein. Die HauptkrĂ€fte griechischer Flotten im 8. bis 6. Jahrhundert v. Chr. waren einreihige („Moneren“) Ruderkampfschiffe mit bis zu 50 Ruderern („Pentekoren“).

537 v. Chr. besiegten die Etrusker, die damit das erste Mal als Seefahrer nachgewiesen sind, zusammen mit den Karthagern eine griechische Flotte vor Korsika.

Durch den Sieg in der Seeschlacht bei Salamis 480 v. Chr. stieg Athen zur Seemacht auf. Die dabei verwendeten Schiffe hatten drei Ruderreihen („Triere“) und bildeten zwischen dem 6. und dem 3. Jahrhundert v. Chr. die Hauptmacht der Kriegsflotten.

Mit dem Wachstum Athens zur Großstadt im 5. Jahrhundert v. Chr. wurde es nötig, zusĂ€tzliches Getreide ĂŒber den Seeweg zu beschaffen. Der Seehandel weitete sich von Luxus- auf MassengĂŒter aus. SpĂ€ter war auch Rom auf Getreidelieferung ĂŒber See angewiesen.

Im 3. Jahrhundert v. Chr. wurde Rom Seemacht und beherrschte nach einer Reihe von Siegen ĂŒber Karthago den gesamten Mittelmeerraum. Bis auf Details wie die EnterbrĂŒcke fĂŒhrte Rom kaum Neuerungen in den Schiffbau ein. Der antike Mittelmeerschiffbau war technisch ausgereift und hatte sein Entwicklungspotenzial erschöpft. Schiffe wurden kraweelbeplankt und rahgetakelt. Der Rumpf war mit Kiel und Spanten versteift. Vor- und Achtersteven waren hochgezogen, Kriegsschiffe waren deutlich schlanker als Handelsschiffe und fĂŒhrten in oder unter der Wasserlinie einen Rammsporn. Gesteuert wurden die Fahrzeuge ĂŒber zwei Seitenruder.

Nachfolgeentwicklungen wie die Byzantinische Dromone, die durch den Einsatz des Griechischen Feuers noch mal kampfwertgesteigert werden konnte, wurden bis ins 12. Jahrhundert gebaut, wo sie dann von den moderneren Galeeren endgĂŒltig abgelöst wurden.

In Nordeuropa entwickelten sich Boote und spĂ€ter Schiffe aus EinbĂ€umen, die durch zusĂ€tzliche PlankengĂ€nge in Breite und Höhe vergrĂ¶ĂŸert wurden. Erste grĂ¶ĂŸere Fahrzeuge besaßen einen Flachen Boden und keinen Kiel und wurden in Kraweelbauweise gefertigt. Diese Entwicklung ist durch eine Reihe von Funden (North-Ferriby-Schiffsfund, 150 v. Chr.; Blackfriars-Schiffsfund, New Guyse-Schiffsfund, beide 2. Jahrhundert) belegt.

Mittelalter

Hansekogge von 1380 im DSM

Die Funde von Nydam (3. Jahrhundert) und Björke (4. Jahrhundert) markieren einen Wendepunkt im nordeuropĂ€ischen Schiffbau, da diese in Klinkerbauweise gefertigt wurden, was bis zum spĂ€ten Mittelalter die vorherrschende Bauart im Nord- und Ostseeraum bleiben sollte. WĂ€hrend der Björkefund noch deutlich als Einbaum mit PlankengĂ€ngen zu erkennen ist, bildet das Nydamschiff aufgrund seiner GrĂ¶ĂŸe und Bauart (hochgezogene Vor- und Achtersteven, Querspanten, genagelte Planken) einen direkten VorlĂ€ufer der Wikingerschiffe. Allerdings besitzt das Nydamschiff keinen Mastfuß und wurde daher ausschließlich gerudert.

Die Funde von BrĂŒgge (6. bis 7. Jahrhundert) und Kvalsund (7. Jahrhundert) zeigen einen Mastfuß und waren daher sowohl Ruder- als auch Segelschiffe. Diese waren bis zum spĂ€ten Mittelalter einmastig und verwendeten ein großes Rahsegel. Gesteuert wurden sie ĂŒber ein Seitenruder.

Damit waren alle wesentlichen Elemente des Wikingerschiffes herausgebildet, das bis zum 13. Jahrhundert in Variationen von GrĂ¶ĂŸe und Proportionen der Schiffstyp Nordeuropas wurde (spĂ€tere bauchige Formen wurden auch als Nef bezeichnet und verfĂŒgten ĂŒber Kastelle vorne und achtern). Mit diesen Schiffen erreichten die Wikinger Island (862), Grönland (901), Amerika (≈1000) und drangen bis in den Mittelmeerraum vor.

Im Indischen Ozean hat sich etwa zeitgleich mit dem Wikingerschiff ebenfalls ein neuer Schiffstyp herausgebildet, die arabische Dau. Leider gibt es wenig Anhaltspunkte fĂŒr die genaue Datierung der Entwicklung, aber seit dem Mittelalter stehen die wesentlichen Merkmale dieses Schiffes fest (und haben sich bis ins 20. Jahrhundert praktisch nicht verĂ€ndert). Die Daus haben einen kurzen Kiel, einen langen schrĂ€g ausfallenden Vordersteven und einen fast senkrechten Achtersteven. An einem oder zwei kurzen Pfahlmasten waren je ein Luggersegel befestigt. Seit dem Hochmittelalter verfĂŒgen Daus auch ĂŒber ein Ruder am Heck.

Der sich ausbreitende Einfluss der Araber fĂŒhrte zu einer Vermischung von Elementen der Dau mit antiker Schiffbaukunst im Mittelmeerraum, aus denen sich gegen Ende des ersten Jahrtausends ein neuer Kriegsschifftyp, die Galeere, entwickelt.

Sie besaß eine Takelung, die der der Dau nicht unĂ€hnlich, aber mit Lateinersegeln ausgestattet war. Ebenfalls von der Dau stammt der ausfallende Vordersteven, der aber weiterhin in einem Rammsporn endete.

Galeeren waren schmal, schlank und wenig hochseetauglich, dafĂŒr sehr schnell und extrem wendig und gut manövrierbar. Die Segel dienten nur als Hilfsantrieb, gerade im Gefecht wurde ausschließlich gerudert. Zum Ende des Mittelalters hatte die Galeere ihre endgĂŒltige Form erreicht (eine Reihe von Riemen, EinfĂŒhrung des Heckruders) und sollte diese fĂŒr Jahrhunderte beibehalten.

Im Fernen Osten hat sich als vorherrschende Bauart die Dschunke entwickelt, die ĂŒber einen langen Zeitraum in ihren wesentlichen Merkmalen unverĂ€ndert blieb, auch wenn es eine Reihe von lokalen Variationen des Grundmusters gab.

Dschunken zeichnen sich durch einen flachen, breiten Schiffsboden aus, der an den Enden hochgezogen war. Die SeitenwÀnde waren fast senkrecht aufgesetzt. Das Heckruder kann in China bereits im 4. Jahrhundert v. Chr. nachgewiesen werden. Dschunken waren geklinkert, allerdings zum Kiel hin, also andersherum als in Europa. Ein weiterer Unterschied waren die Decksplanken, die unter den Decksbalken befestigt waren.

Dschunken wurden ĂŒblicherweise gesegelt und hatten ein Luggersegel an einem Pfahlmast, der nicht verspannt war, so dass das Segel im Vollkreis geschwenkt werden konnte. Das Segel war durch eine Reihe von Spreizrahen versteift.

Mit Dschunken befuhren die Chinesen den gesamten ostasiatischen Raum sowie FlĂŒsse und KanĂ€le. Auch der Indische Ozean wurde regelmĂ€ĂŸig befahren, und sogar Ostafrika erreicht (Reisen des Admirals Zheng He 1405−1433).

In Nordeuropa kam es im 13. Jahrhundert zu einer Reihe von Neuerungen im Schiffbau. FĂŒr 1242 ist die erste Verwendung von Heckrudern in Nordeuropa bekannt. Ausgestattet mit dieser Neuerung, aber ansonsten auf der Nef basierend, entstand so ein bauchiges Handelsschiff, das bis etwa 1400 die vorherrschende Bauform im Nord- und Ostseeraum werden sollte, die Kogge.

Die Kogge war sowohl Handels- als auch Kriegsschiff und wurde im Verlauf des 14. Jahrhunderts auch mit Feuerwaffen armiert, die aber anfÀnglich noch klein und in den Kastellen untergebracht waren (der erste Hinweis von Feuerwaffen zur See ist der Einsatz von Pulverkanonen auf aragonischen Schiffen 1458).

In Portugal, das 1418 mit der GrĂŒndung der Seefahrtsschule durch Heinrich den Seefahrer zu den SeemĂ€chten aufstieg, entwickelte sich im 13. und 14. Jahrhundert ein neuer Schiffstyp, der zwar die typischen Merkmale des damaligen Mittelmeerschiffbaus besaß (Kraweelbeplankung, Lateinersegel) aber dennoch hochseetauglich war, die Karavelle. Sie war ein schmales schnelles Schiff, das fĂŒr Atlantikfahrten auch rahgetakelt wurde und je nach GrĂ¶ĂŸe und Zeit bis zu vier Masten hatte, von denen der letzte immer ein Lateinersegel trug.

Mit der Karavelle begann das Zeitalter der Entdeckungen, denn die Nao, ein schwerfĂ€lliges bauchiges Schiff mit hoher LadekapazitĂ€t, die im Mittelalter fĂŒr den Transport auf dem Mittelmeer ĂŒblich war, war fĂŒr Expeditionen zu teuer und zu langsam. Portugiesische Karavellen erreichten 1460 Sierra Leone und 1488 SĂŒdafrika.

FrĂŒhe Neuzeit

Karacke aus Mittelmeerraum um 1495, Teil aus Ursula-Zyklus von Vittore Carpaccio

Mit zunehmendem Handel und Informationsaustausch begann sich im 15. Jahrhundert mit der Karacke ein gesamteuropĂ€ischer Schiffstyp herauszubilden. Dieser war dreimastig (von denen die ersten beiden rah- und der hintere lateinergetakelt war), völlig gebaut und hatte hohe Aufbauten, die in den Schiffsrumpf einbezogen waren. AnfĂ€nglich war dieses Schiff in Nordeuropa noch geklinkert und als Hulk bezeichnet, allerdings setzte sich auch in Nordeuropa die Kraweelbeplankung durch, die den Bau grĂ¶ĂŸerer Schiffe ermöglichte.

Die Karacke war ein robustes und hochseetaugliches Schiff, das sofort in die steigende Zahl von Übersee-Expeditionen einbezogen wurde. Die Flotte des Kolumbus von 1492 bestand noch aus zwei Karavellen und einer Karacke, die des Vasco da Gama von 1498 hingegen schon aus fĂŒnf Karacken.

Gerade in SĂŒdeuropa war der Übergang der Nao zur Karacke sehr fließend, und oft wurden beide Namen fĂŒr denselben Schiffstyp verwendet.

Das 16. Jahrhundert war durch einen extremen Anstieg des Überseeverkehrs gekennzeichnet. Schiffe dienten nicht nur der Erkundung und Entdeckung, sondern mussten wachsende Mengen von Truppen, GĂŒtern und Siedlern transportieren. Dies wurde zum einen dadurch erreicht, dass man anfĂ€nglich Karacken noch grĂ¶ĂŸer baute (manche auch mit vier Masten); dennoch schien die Entwicklung eines neuen Schiffstyps unumgĂ€nglich, da die Erfindung der StĂŒckpforte um 1500 nun auch die Aufstellung schwerer GeschĂŒtze in den Zwischendecks ermöglichte, die bei der Karacke zu dicht ĂŒber der Wasserlinie lagen.

So bildete sich in der ersten HĂ€lfte des 16. Jahrhunderts die Galeone heraus, deren typischstes Merkmal das Galeon, ein spitz zulaufender Vorbau am Bug des Schiffes, war. Die Galeone hatte trotz ihrer GrĂ¶ĂŸe recht schlanke Unterwasserformen und drei oder vier Masten, von denen die ersten beiden rahgetakelt waren. Kriegs- und Handelsschiffe unterschieden sich hauptsĂ€chlich in der Bewaffnung, waren aber von der Architektur sehr Ă€hnlich. Außerdem gab es regionale Unterschiede (englische Schiffe waren bei gleicher Bewaffnung meist kleiner, was bis zum Ende der SegelkriegsschiffĂ€ra so bleiben sollte).

Im Mittelmeer war nach wie vor die Galeere das am meisten verbreitete Kriegsschiff. Die Seeschlacht von Lepanto (1571), bei der sowohl die Heilige Liga als auch das Osmanische Reich ĂŒber 200 Schiffe bereitstellten, war die grĂ¶ĂŸte Galeerenschlacht der Geschichte. Allerdings hatten Galeeren den Nachteil, dass ihre Riemen einer Breitseitenaufstellung der GeschĂŒtze im Wege standen, weshalb ihre Feuerkraft gering blieb.

Ein Versuch, dieser Problematik Rechnung zu tragen war die Entwicklung der Galeasse.

Im 17. Jahrhundert entwickelte sich die Galeone zum veritablen Kriegsschiff. Die Breitseitenaufstellung der GeschĂŒtze erforderte entsprechende Taktiken, in der diese zum Tragen kam. Endeten die Seeschlachten des ersten Englisch-NiederlĂ€ndischen Seekrieges (1652−1654) noch im MĂȘlĂ©e, so findet im zweiten Englisch-NiederlĂ€ndischen Seekrieg (1665−1667) die Linientaktik (Aufstellung in Kiellinie) zunehmende Verwendung (z.B. Seeschlacht bei Lowestoft).

Zu diesem Zeitpunkt fing man an, Kriegsschiffe danach zu unterscheiden, ob ihre Bewaffnung und Standfestigkeit fĂŒr die Verwendung in der Hauptkampflinie ausreichend war. Schiffe, bei denen das zutraf, wurden als Linienschiffe bezeichnet und hatten meistens zwei Batteriedecks. Schiffe mit derer dreien waren vorhanden (erster Dreidecker war die englische HMS Royal Prince, 1610) aber selten, denn es war schon schwierig genug, einen ausgewogenen Zweidecker zu bauen (1628 kenterte die schwedische Wasa im Hafen).

Schiffe, die zu schwach fĂŒr die Linie waren, wurden als Fregatten bezeichnet und hatten ein oder zwei Batteriedecks und waren den Linienschiffen meist an Geschwindigkeit ĂŒberlegen.

Entsprechend ihrer barocken Zeit waren auch Kriegsschiffe ĂŒber und ĂŒber verziert, besonders die Heckpartie (der englische Dreidecker Sovereign of the Seas (1637) war sogar fast komplett mit Zierrat ĂŒberzogen).

Die grĂ¶ĂŸten Handelsschiffe des 17. Jahrhunderts waren die Ostindienfahrer der Handelskompanien (NiederlĂ€ndische Ostindien-Kompanie, Britische Ostindien-Kompanie). Diese waren aber keine reinen Frachter, sondern zur Verteidigung und zur Durchsetzung von Kompanieinteressen gut bewaffnet. FĂŒr ihre langen Überseefahrten waren die Ostindienfahrer mit sehr großer SegelflĂ€che ausgestattet, was aus StabilitĂ€tsgrĂŒnden einen breiten Rumpf notwendig machte.

Das am weitesten verbreitete Frachtschiff jener Zeit war aber die hollĂ€ndische Fleute, die vom 16. bis zum 18. Jahrhundert ĂŒberall in Europa anzutreffen war. Die Fleute kombinierte eine hohe LadekapazitĂ€t mit relativ geringem Tiefgang und war daher fĂŒr den Nord- und Ostseebereich hervorragend geeignet.

Im 18. Jahrhundert setzte sich eine verfeinerte Klassifizierung von Kriegsschiffen durch, indem sie entsprechend ihrer Bewaffnung in RÀnge eingeteilt wurden. Die genauen Unterteilungen variierten zwischen den Nationen, waren aber insgesamt sehr Àhnlich.

In der britischen Marine wurden die Schiffe der ersten vier RĂ€nge als Linienschiffe bezeichnet. Dabei waren diejenigen ersten Ranges solche mit mindestens 100 Kanonen und drei Batteriedecks. Diese waren aber selten und entsprangen eher reprĂ€sentativen als militĂ€rischen BedĂŒrfnissen. Dreidecker zweiten Ranges hatten 90 bis 98 Kanonen. Die Linienschiffe dritten und vierten Ranges waren Zweidecker mit 64 bis 80 bzw. 50 bis 60 Kanonen. Den Kern der LinienstreitkrĂ€fte bildeten die Schiffe zweiten und dritten Ranges. Schiffe fĂŒnften (32−40 Kanonen) und sechsten Ranges (20−30 Kanonen) wurden als Fregatten bezeichnet. Fregatten wurden meist fĂŒr spezielle Aufgaben außerhalb der LinienstreitkrĂ€fte verwendet. Allen Schiffen ersten bis sechsten Ranges war gemeinsam, dass sie als Vollschiff getakelt waren, also drei Masten mit Rahsegeln hatten.

Fahrzeuge mit weniger als drei Masten oder weniger als 20 Kanonen wurden in der britischen Marine als Sloops bezeichnet. Sie waren meist als Brigg, Schnau oder Ketsch getakelt. Sie dienten der AufklĂ€rung, der NachrichtenĂŒbermittlung und der Jagd auf gegnerische Handelsschiffe.

In anderen Marinen (beispielsweise der amerikanischen und französischen) wurden kleinere Kriegsschiffe auch als Korvetten bezeichnet, die zumeist als Vollschiff getakelt waren, aber weniger Kanonen als Fregatten trugen.

Das Segelkriegsschiff des 18. Jahrhunderts war technisch ausgereift, hatte sein Entwicklungspotenzial ausgeschöpft und verĂ€nderte sich kaum noch bis zum Ende der SegelkriegsschiffĂ€ra. Die großen Seeschlachten zur Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert (Seeschlacht bei Kap St. Vincent (1797), Schlacht von Trafalgar 1805) stellten gewissermaßen einen Höhepunkt in der Ära der Segelkriegsschiffe dar, bevor die Industrialisierung und der technische Fortschritt des 19. Jahrhunderts das Segelkriegsschiff als Waffensystem obsolet machte.

Die letzte Seeschlacht zwischen Segellinienschiffen fand 1827 bei Navarino statt.

SpÀte Neuzeit

GemÀlde des Klippers Flying Cloud vor der Isle of Wright von James E. Buttersworth

Mit der Erfindung der Dampfmaschine wurden auch die ersten maschinell angetriebenen Schiffe entworfen (Dampfschiff). Diese waren im Wesentlichen Segelschiffe mit einem Hilfsantrieb, der zum Antrieb bei Windstille oder zum Manövrieren im Hafen diente. Erst mit der Erfindung des Schiffspropellers, der die ineffizienten SchaufelrÀder Mitte des 19. Jahrhunderts ablöste, hatte die neue Technologie das Potenzial, den Segelantrieb zu verdrÀngen.

Eine weitere große Neuerung des Industriezeitalters war die EinfĂŒhrung von Eisen und spĂ€ter Stahl als Werkstoff im Schiffbau, der das Holz nach und nach verdrĂ€ngte. Alle neuen Technologien wurden aufgrund der hohen Anschaffungs- und Unterhaltungskosten primĂ€r fĂŒr den militĂ€rischen Bereich entwickelt und eingefĂŒhrt. Diese Entwicklung ging besonders in der zweiten HĂ€lfte des 19. Jahrhunderts extrem rasant voran, wo sich in wenigen Jahrzehnten der Übergang vom Segelkriegsschiff zum Schlachtschiff vollzog.

Im zivilen Bereich ermöglichte darĂŒber hinaus die wissenschaftliche Entwicklung von SchiffsrĂŒmpfen und Takelagen als letzte BlĂŒte der Handelssegelschiffe den Bau von effizienten Transportschiffen, den sogenannten Klippern, meist Vollschiffen mit bis zu vier Masten, die im harten Wettbewerb gegeneinander Tee, Wolle oder Guano nach Europa oder Nordamerika transportierten. Das einzige FĂŒnf-Mast-Vollschiff der Welt war die Preußen. In der ersten HĂ€lfte des 20. Jahrhunderts wurde das Segelschiff dann vollstĂ€ndig vom maschinengetriebenen Schiff abgelöst.

Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte sich der Dieselmotor als Schiffsantrieb durch und die vorher allgegenwĂ€rtigen StĂŒckgutfrachtschiffe wurden durch Containerschiffe ersetzt, die Entwicklung von KĂŒhlschiffen ermöglichte auch den Transport verderblicher GĂŒter um die Welt.

Im Kriegsschiffbau verschwand das Schlachtschiff vollstĂ€ndig und wurde durch den FlugzeugtrĂ€ger ersetzt, Schiffsartillerie und Panzerung spielen eine untergeordnete Rolle, Raketen und Flugkörper sind die bevorzugten Waffensysteme. Elektronische KriegfĂŒhrung und der Einsatz atomreaktorgetriebener U-Boote schufen neue Dimensionen der SeekriegsfĂŒhrung.

Die Erfindung von Radar, Funkpeilung und GPS im 20. Jahrhundert erleichtert die Navigation erheblich.

Benennung

Schiffsnamen sind in Nordeuropa und Nordamerika unabhĂ€ngig vom eigentlichen Genus des Namens im Allgemeinen weiblich, insbesondere wenn es sich um Schiffe handelt, die nach Personen oder geografischen Begriffen benannt sind (die „Eisenhower“, die „Hamburg“). Schiffe, die nach einem Ausdruck benannt sind, der gewöhnlich einen Artikel bei sich hat (zum Beispiel Tiere, astronomische Begriffe), behalten dessen Genus meist bei (der „Widder“, das „Frettchen“), es kann jedoch auch die weibliche Form verwandt werden (der/die „Pfeil“). In romanischen und slawischen Sprachen wird das Genus des Namens beibehalten. Die österreichische Seemannssprache (bis 1918) lehnt(e) sich daran an - es gab also den „Szent Istvan“, die „Kaiserin Elisabeth“, den „Sankt Georg“ und die „Wien“ (von: die Stadt).

Schiffsnamen wird zum Beispiel in der Literatur hÀufig ein PrÀfix wie MS oder SV vorangestellt, der eine grobe Kategorisierung des bezeichneten Schiffs ermöglicht (MS: motor ship, SV: sailing vessel). Beginnt die Bezeichnung eines Schiffsnamens mit einem solchen PrÀfix, wird der Artikel meist vermieden.[1]

Technische Daten

Geschwindigkeit

Die Geschwindigkeit von Schiffen wird gemeinhin in Knoten (kn) angegeben. Ein Knoten entspricht einer Seemeile (sm) pro Stunde. Die Geschwindigkeit wurde ursprĂŒnglich mit einem Log (MessgerĂ€t) gemessen, das an einer Logleine ĂŒber Bord geworfen wurde. Die Leine hatte in festen AbstĂ€nden (ĂŒblicherweise alle ca. 7 m) Knoten. Der Messende zĂ€hlte die Knoten, wĂ€hrend sie ihm durch die Hand glitten. Die Zahl der gemessenen Knoten je Zeiteinheit (Messdauer waren ca. 14 Sekunden) ergab dann die Geschwindigkeit in Seemeilen pro Stunde. Daher rĂŒhrt auch der Begriff „Knoten“ als Maßeinheit fĂŒr die Schiffsgeschwindigkeit. Modernere Bauformen des Logs messen die Geschwindigkeit ĂŒber die Umdrehungsgeschwindigkeit eines nachgeschleppten Propellers (Patentlog), eines am Schiffsboden befestigten Impellers oder mittels eines Staurohrs (Staudrucklog, Rohrlog).

Die maximale Geschwindigkeit eines Schiffes wird wesentlich von der Rumpfgeschwindigkeit bestimmt. Diese ist nichts anderes als die Ausbreitungsgeschwindigkeit des vom Schiff selbst erzeugten aus Bug- und Heckwelle bestehenden Wellensystems. Die Ausbreitungsgeschwindigkeit einer Welle in Wasser steigt mit ihrer WellenlĂ€nge. Das Schiff ist also zwischen seiner Bug- und Heckwelle „gefangen“. Bei Schiffen mit normalem VerdrĂ€ngerrumpf lĂ€sst sich die Geschwindigkeit auch mit erhöhter Motorleistung nicht ĂŒber die Rumpfgeschwindigkeit steigern. Diese wird bestimmt durch die LĂ€nge, mit der das Schiff im Wasser liegt. Höhere Geschwindigkeiten lassen sich bei Schiffen mit Gleiter-Rumpf erzielen. Dabei wird durch die Motorleistung der Widerstand der Bugwelle ĂŒberwunden, der Bug des Schiffes steigt dabei an. Auch moderne VerdrĂ€ngerschiffe erreichen bei raumem Wind unter Segel Geschwindigkeiten, die geringfĂŒgig ĂŒber der theoretischen Rumpfgeschwindigkeit liegen können. Grund hierfĂŒr sind die modernen, glatten, lang gestreckten RĂŒmpfe, die teilweise kaum noch Bugwellen erzeugen.

Da die Geschwindigkeit außerdem noch erheblich von Wind und Strömung sowie der variierenden Beladung (durch Treibstoffverbrauch) abhĂ€ngt, wird die Schiffsgeschwindigkeit hĂ€ufig in grĂ¶ĂŸeren Einheiten als der Stundengeschwindigkeit angegeben. Ein Etmal ist die von einem Schiff an einem Tag von 12:00 Uhr bis zum nĂ€chsten Tag um 12:00 Uhr zurĂŒckgelegte Wegstrecke. Das Etmal wird gemeinhin in Seemeilen (sm) angegeben.

In den Zeiten, als die Passagierschifffahrt das alleinige Übersee-Massenverkehrsmittel war, wurde dem schnellsten Passagierdampfer jeweils das symbolische Blaue Band, spĂ€ter ein Pokal, zuerkannt. Maßstab war die Durchschnittsgeschwindigkeit wĂ€hrend einer kompletten AtlantikĂŒberquerung von einem europĂ€ischen zu einem nordamerikanischen Hafen.

Exemplarische Geschwindigkeiten einiger Schiffe und Boote:

Geschwindigkeit Schiff
6,7 kn (12.4 km/h) Raddampfer Sirius, 1838
kurzzeitig 11 kn (20.4 km/h) Rennruderboot Achter
ca. 18 kn (33.3 km/h) Klipper um 1870
18,5 kn (34.3 km/h) Vollschiff Preußen, 1904
ĂŒber 20 kn (37 km/h) Wettkampf-Segelyacht
22 kn (40.7 km/h) FĂ€hre Color Fantasy
ca. 25 kn (46.3 km/h) (unter Wasser) U-Boot
ca. 27 kn (50 km/h) Containerschiff um 2004
ca. 28 kn (51.9 km/h) (unter Wasser) Atom-U-Boot
34,5 kn (63.9 km/h) Passagierschiff United States, 1952
41,28 kn (76.5 km/h) Doppelrumpf-FĂ€hre Cat Link V, 1998
ca. 48 kn (88.9 km/h) TragflĂ€chenboot

Lebensdauer

Herkömmliche Frachtschiffe werden aus wirtschaftlichen GrĂŒnden meist nicht wesentlich Ă€lter als etwa 30 Jahre.[2] Übersteigen die nötigen Investitionen in den Erhalt der Schiffssubstanz und der eingebauten Technik den eingefahrenen Ertrag, so werden sie abgebrochen. Bei entsprechender Bauweise und Pflege können Schiffe eine sehr viel höhere Lebensdauer erreichen. Ein Beispiel war das bis 2010 Ă€lteste immer noch fahrende Hochsee-Fahrgastschiff, die 1914 gebaute Doulos.

Noch Ă€lter sind die am 2. August 1856 in Betrieb genommene Skibladner auf dem norwegischen Mjösa und die auf schwedischen BinnengewĂ€ssern aktive Juno aus dem Jahr 1874. Die meisten der heute als "alt" bezeichneten Schiffe sind jedoch aus Holz. Eines der höchsten bekannten Lebensalter erreichte die holsteinische Jagt De fire BrĂždre. Sie wurde 1794 gebaut und transportierte ĂŒber 150 Jahre Lasten. Das englische Schiff Besty Canes existierte bereits 1688 als König Wilhelms III. Jacht und erlitt 1827 Schiffbruch. Sie wurde nachweislich 139 Jahre alt. 113 Jahre erreichte die englische Royal William, die am 16. MĂ€rz 1700 auslief und 1813 demontiert wurde. Im November 2004 ist die Cutty Sark 135 Jahre alt geworden. Sie ist der einzige verbliebene Klipper und befindet sich im Trockendock zu Greenwich, London, England. Nach dem Feuer an Bord am 21. Mai 2007 wird derzeit (Juli 2007) die Möglichkeit des Wiederaufbaus des schwerbeschĂ€digten Schiffes geprĂŒft.

28 Jahre Ă€lter ist die Charles W. Morgan von 1841. Sie ist das einzig erhaltene Walfang-Segelschiff, benannt nach Charles Waln Morgan, ihrem Haupteigner. UrsprĂŒnglich als Vollschiff in New Bedford, Massachusetts, aus Holz erbaut, wurde sie 1867 zur Bark umgeriggt und stand 80 Jahre in Dienst. Heute ist sie als Museumsschiff in Mystic, Connecticut, Vereinigte Staaten zu besichtigen. Rekordhalter ist die britische HMS Victory (Stapellauf 1765), Admiral Lord Nelsons Flaggschiff mit 239 Jahren (2004), gefolgt von der US-amerikanischen Fregatte USS Constitution in Boston von 1797 mit 207 Jahren (2004).

Kulturelle Bedeutung

Es wurden auch, jedoch selten, Orden und Auszeichnungen fĂŒr Schiffe vergeben. Dem Kanonenboot SMS Iltis wurde das „Pour le MĂ©rite“ von Kaiser Wilhelm II. (1900) wegen seines Einsatzes wĂ€hrend des Boxeraufstandes verliehen.[3] Das „Eiserne Kreuz“ erhielten die Emden[4] und das U-Boot SM U 9.[5] Zur SMS Emden gibt es noch eine Besonderheit: Die Besatzungsangehörigen bekamen das Recht verliehen zu ihrem Hausnamen /Familiennamen, als Zusatz den Namen „Emden“ zu fĂŒhren.[6] Beispiel Der Matrose Meyer hieß jetzt Meyer-Emden.

Quellen

  1. ↑ Duden, Die Grammatik, 7., völlig neu erarbeitete und erweiterte Auflage, Band 4, Mannheim, Leipzig, Wien, ZĂŒrich 2005; S.163, Regel 247
  2. ↑ Ship-breaking.com – Information bulletins on ship demolition, # 1 - 7 from January 1 to December 31, 2006 (PDF). Abgerufen am 18. Mai 2010.
  3. ↑ Hildebrand, Hans H: Die deutschen Kriegsschiffe: Biographien. ein Spiegel der Marinegeschichte von 1815 bis zur Gegenwart. Koehlers Verlagsgesellschaft, Herford.
  4. ↑ R. K. Lochner: Die Kaperfahrten des Kleinen Kreuzers Emden. Wilhelm Heyne Verlag, ISBN 3-453-00951-7.
  5. ↑ Bodo Herzog: Deutsche U-Boote 1906-1966. Manfred Pawlak Verlags GmbH, Herrschingen 1990, ISBN 3-88199-687-7.
  6. ↑ Bordgemeinschaft der Emdenfahrer: Mehr ĂŒber die SMS Emden. Abgerufen am 18. Februar 2011.

Siehe auch

 Wikiquote: Schiff â€“ Zitate

Weblinks

Wiktionary Wiktionary: Schiff â€“ BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Commons: Schiff â€“ Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien

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