Schlacht bei Waterloo

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Schlacht bei Waterloo
Schlacht bei Waterloo
Teil von: Sechster Koalitionskrieg
„Schlacht von Waterloo“GemĂ€lde von William Sadler (1782–1839)
„Schlacht von Waterloo“
GemĂ€lde von William Sadler (1782–1839)
Datum 18. Juni 1815
Ort Waterloo in Wallonisch-Brabant, Belgien
15 km sĂŒdlich von BrĂŒssel
Ausgang Sieg der Koalition
Konfliktparteien
Flag of France.svg
Frankreich
Flag of the United Kingdom.svg
Großbritannien, Niederlande, Hannover, Braunschweig, Nassau
Flag of Prussia 1892-1918.svg
Preußen
Befehlshaber
Jacques-Louis David 017.jpg
Napoleon Bonaparte
Arthur Wellesley, 1st Duke of Wellington by Robert Home cropped.jpg
Arthur Wellesley, 1. Duke of Wellington
BlĂŒcher (nach Gebauer).jpg
Gebhard von BlĂŒcher
TruppenstÀrke
72.047 Mann
davon:
48.950 Infanterie
15.765 Kavallerie
7.332 Mann mit 246 GeschĂŒtzen
67.661 Mann
davon:
49.608 Infanterie
12.408 Kavallerie
5.645 Mann mit 156 GeschĂŒtzen
48.000 Mann
Verluste
25.000 Tote, Verwundete
7.000 Gefangene
15.000 Tote und Verwundete 7.000 Tote und Verwundete

Die Schlacht bei Waterloo [ˈvɑːtərloː] (auch Schlacht bei Belle-Alliance) vom 18. Juni 1815 war die letzte Schlacht Napoleon Bonapartes. Sie fand ca. 15 km sĂŒdlich von BrĂŒssel in der NĂ€he des Dorfes Waterloo statt.

Die Niederlage der von Napoleon gefĂŒhrten Franzosen gegen die alliierten Truppen unter General Wellington und die mit ihnen verbĂŒndeten Preußen unter Feldmarschall BlĂŒcher beendete Napoleons Herrschaft der Hundert Tage und fĂŒhrte mit dessen endgĂŒltiger Abdankung am 22. Juni 1815 zum Ende des Ersten Französischen Kaiserreichs.

Nach dieser zweiten völligen militÀrischen Niederlage innerhalb kurzer Zeit wurden Frankreich im Zweiten Pariser Frieden verschÀrfte Friedensbedingungen auferlegt und Napoleon selbst wurde als Kriegsgefangener der Briten auf die Atlantikinsel St. Helena gebracht, wo er als Verbannter am 5. Mai 1821 starb.

Die Redewendung „Sein Waterloo erleben“ als Synonym fĂŒr eine totale Niederlage hat ihren Ursprung in dieser Schlacht.

Inhaltsverzeichnis

Vorbereitungen

Napoleon ĂŒbernahm das Oberkommando ĂŒber die Armee, aber er konnte nicht mehr auf seine alte Mannschaft zurĂŒckgreifen. Marschall Louis Alexandre Berthier, sein ehemaliger Generalstabschef, war tot, den Marschall Joachim Murat sah er als VerrĂ€ter an. Andere MarschĂ€lle weigerten sich zu dienen, entweder aus AltersgrĂŒnden oder weil sie Ludwig XVIII. einen Treueeid geleistet hatten. Napoleons Ernennungen im Jahre 1815 werden von Historikern oft kritisiert. Marschall Nicolas-Jean de Dieu Soult, ein fĂ€higer Befehlshaber in selbststĂ€ndiger Stellung, wurde Generalstabschef, obwohl er keine Ausbildung dafĂŒr hatte. Marschall Emmanuel de Grouchy sollte erst die Kavallerie fĂŒhren, wofĂŒr er besonders geeignet war. Ihm wurde spĂ€ter der Befehl ĂŒber den rechten ArmeeflĂŒgel ĂŒbertragen, obwohl er nie auch nur ein Korps befehligt hatte. Der linke FlĂŒgel wurde Marschall Michel Ney anvertraut, dessen Abfall von den Bourbonen und Übergang zu Napoleon fĂŒr dessen Triumphzug nach Paris von grĂ¶ĂŸter Bedeutung gewesen war. Man wusste von ihm, dass er ein KĂ€mpfer, aber kein Denker war. Marschall Louis-Nicolas Davout, der wohl fĂ€higste der MarschĂ€lle, blieb als Kriegsminister zurĂŒck, um Paris fĂŒr den Kaiser zu halten.

Über französische Sympathisanten in den Niederlanden hatte NapolĂ©on eine klare Vorstellung von der Truppendisposition seiner Feinde. Die Armeen waren in loser Korpsformation gruppiert. Die Preußen lagen im Gebiet LĂŒttich – Dinant – Charleroi – Tienen. Wellingtons Armee, die neben britischen auch niederlĂ€ndisch-belgische, hannoversche, braunschweigische und nassauische Einheiten umfasste, befand sich im Gebiet BrĂŒssel – Gent – Leuze – Mons – Nivelles. Das Zusammenziehen einer solchen Armee konnte Tage dauern. Die Verbindungslinien beider Armeen fĂŒhrten auseinander. Wellingtons verlief nach Norden, die von BlĂŒcher ostwĂ€rts nach Deutschland. Bei einem etwaigen Überraschungsangriff, der sie zum RĂŒckzug zwang, wĂŒrden die VerbĂŒndeten auf diesen Wegen zurĂŒckgehen. Napoleon wollte erst die eine, dann die andere Armee schlagen, ohne sich um die jeweils andere kĂŒmmern zu mĂŒssen. Die Aufstellung Napoleons war fĂŒr eine solche Bewegung ideal ausgerichtet. Zwei FlĂŒgel unter Ney und Grouchy sollten der Armee vorausgehen und Napoleon in der Mitte folgen, wobei er das Gewicht wahlweise auf die eine oder andere der Flanken werfen konnte.

Am 15. Juni ĂŒberschritt die französische Armee die Grenze zu Belgien, bei Anbruch der Nacht nahm Napoleon Quartier in Charleroi. Seine Armee war zusammengezogen und stand zwischen den VerbĂŒndeten. WĂ€hrend des Abendessens erfuhr Wellington vom Prinzen von Oranien, dass französische AufklĂ€rer Quatre-Bras erreicht hatten, eine wichtige Straßenkreuzung auf dem Wege der Armee zum Treffen mit BlĂŒcher. Er hatte mit einer Umgehung an seiner rechten Flanke gerechnet und daher damit begonnen, seine Armee bei Nivelles zusammenzuziehen, weit entfernt von Quatre Bras und Sombreffe. Der niederlĂ€ndische Befehlshaber bei Quatre Bras hatte die Bedeutung des Kreuzweges erkannt und sich ĂŒber die Befehle, nach Nivelles zu gehen, hinweggesetzt. Zwei Brigaden hielten jetzt diesen wichtigen Punkt, der 55 km von BrĂŒssel entfernt war. Die Kreuzung konnte durch die NiederlĂ€nder und die Nassauer und nach und nach eintreffende britische und braunschweigische VerstĂ€rkungen den ganzen 16. Juni hindurch gehalten werden (Schlacht bei Quatre-Bras).

Michel Ney

Ney, der vor sich einen leichten Hang sah, der bis zur Kreuzung fĂŒhrte, nahm an, dass dieser zwar nur von schwachen KrĂ€ften gehalten werde, dass aber dahinter verborgen die verbĂŒndete Armee in voller StĂ€rke liege. Seine Erfahrungen in Spanien hatten Ney gelehrt, Angriffe auf Wellington in vorbereiteten Stellungen zu unterlassen. So fĂŒhrte er am Vormittag nur Erkundungsangriffe durch und verpasste die Chance, die Kreuzung vor dem Eintreffen der VerstĂ€rkungen zu nehmen. Am gleichen Tag stellten sich die Preußen in einer vorher ausgekundschafteten Stellung dem französischen Angriff und wurden in der Schlacht bei Ligny geschlagen. Napoleon konnte keinen entscheidenden Sieg erringen, da das französische I. Korps auf dem Marsch von Quatre Bras nach Ligny widersprĂŒchliche Befehle erhielt und damit weder in der Schlacht von Quatre Bras noch bei Ligny eingesetzt werden konnte. So war es den preußischen Truppen möglich, sich einer Vernichtung zu entziehen und mit einer weitgehend intakten Armee den RĂŒckzug anzutreten.

Feldmarschall BlĂŒcher war in der Schlacht verwundet und beinahe gefangen genommen worden. Das Kommando fĂŒhrte deshalb in der folgenden Nacht sein Generalstabschef, Generalleutnant von Gneisenau, der dafĂŒr sorgte, dass der RĂŒckzug nicht wie von den Franzosen erwartet in östlicher, sondern in nördlicher Richtung auf Wavre erfolgte, von wo die Preußen entweder Wellington zur Hilfe kommen oder sich nach Osten zurĂŒckziehen konnten - ein fĂŒr den Ausgang der spĂ€teren Schlacht entscheidender Faktor.

Herzog von Wellington 1814, GemÀlde von Sir Thomas Lawrence (1769-1830)

Nachdem Wellington am Morgen des 17. Juni von der Niederlage der Preußen in der Schlacht bei Ligny und deren RĂŒckzug auf Wavre erfahren hatte, brach er um 10 Uhr von Quatre-Bras auf und nahm Stellung zwischen dem StĂ€dtchen Braine-l'Alleud und dem Meierhof Papelotte. Seine Hauptmacht hatte er bis zum Morgen des 18. Juni in zwei Abteilungen beiderseits der Straße von Charleroi nach BrĂŒssel auf einem von Westen nach Osten laufenden Höhenzug aufgestellt. Vor der Front des rechten FlĂŒgels lag das Schloss Hougoumont, in der Mitte die befestigte Farm La Haye Sainte, vor dem Ă€ußersten linken FlĂŒgel die Gehöfte Papelotte, La Haye und Fichermont.

Wellington musste nach dem unglĂŒcklichen Ausgang der Schlacht bei Ligny erwarten, von Napoleons Hauptmacht angegriffen zu werden, und beschrĂ€nkte sich daher bis zur Ankunft der Preußen gĂ€nzlich auf die Verteidigung. Napoleon hatte seines Gegners Stellung sorgfĂ€ltig bedacht und die Truppen erst gegen 10 Uhr vormittags aus ihren Nachtlagern aufbrechen lassen. Er stellte sie ungefĂ€hr 2 km von dem Feind entfernt so in Schlachtordnung auf, dass die Infanterie zwei Treffen, die Kavallerie ein drittes bildete.

Napoleons Plan war, den Hauptangriff auf den linken FlĂŒgel Wellingtons zu richten; ein Sturm auf Hougoumont sollte von dieser Bewegung ablenken und einen Teil der feindlichen KrĂ€fte dorthin ziehen. Des Regens wegen, der die ganze Nacht hindurch gefallen war, konnte der Angriff erst um 11:30 Uhr beginnen.

Die Schlacht

Kampf zwischen der französischen und der britischen Armee

Waterloo, Schlachtplan

Napoleon verschob den Angriff von 9:00 auf 11:30 Uhr, angeblich damit das Erdreich trocken wurde, was der Artillerie die Möglichkeit gab, leichter Stellungswechsel vorzunehmen, und zudem die Wirkung abprallender Kugeln erhöhte. Dies wird allerdings angezweifelt, da seine Truppen erst gegen 11 Uhr ihre Angriffspositionen gegenĂŒber den Alliierten einnahmen und manche gar nicht vor 13 Uhr. Es scheint daher, dass der befohlene Verzug weniger auf feuchtes Erdreich zurĂŒckzufĂŒhren ist, als auf die Aufstellung der Einheiten am Abend zuvor und auf die Erschöpfung der französischen Truppen und schließlich die Verstopfung der einzigen vorhandenen Anmarsch-Straße.

Des Weiteren unterließ er es, frĂŒhzeitig die Befehle an Grouchy zu senden, so schnell wie möglich in Richtung Wavre vorzugehen und mit ihm FĂŒhlung zu halten.

Der Weg nach Waterloo
JĂ©rĂŽme Bonaparte

Die 6. französische Infanteriedivision unter JĂ©rĂŽme Bonaparte rĂŒckte um 11:30 Uhr gegen das Gehöft Hougoumont vor. Das davor liegende LustwĂ€ldchen fiel nach mehrstĂŒndigem Gefecht in die Hand der Franzosen, der Verlust fĂŒhrte jedoch zu umso hartnĂ€ckigerer Verteidigung des Vorhofes und des Gehöfts selbst durch ein britisches Gardeinfanterieregiment mit VerstĂ€rkung durch braunschweigische und nassauische Abteilungen. Etwa 100 Franzosen brachen durch das Tor ein, aber nur ein Einziger kam lebend wieder heraus. Gegen Mittag begannen die Franzosen, den Hof mit Haubitzen zu beschießen, woraufhin die Scheune Feuer fing. Viele Verwundete starben in den Flammen.

Der Angriff auf den linken FlĂŒgel der Alliierten wurde durch das Feuer von 70 GeschĂŒtzen eröffnet, doch verzögerte er sich etwas, da NapolĂ©on gegen 13:30 Uhr die unerwartete Nachricht vom Anmarsch der Preußen in seiner rechten Flanke erhielt. Darauf reagierte er aber nur zögerlich und unzureichend.

Sir Thomas Picton

Der linke FlĂŒgel der Alliierten zwischen La Haye Sainte und Papelotte lag wie der rechte FlĂŒgel auf einem Höhenzug. Auf der HĂŒgelkuppe lag ein Weg, der zu beiden Seiten von einer Ilexhecke flankiert war. Entlang dieses Weges waren die 95th Rifles (eine ScharfschĂŒtzen-Einheit ausgerĂŒstet mit Baker Rifles) und daneben niederlĂ€ndische Truppen postiert. Unmittelbar hinter den NiederlĂ€ndern stand Pictons schottische Infanterie. UngefĂ€hr 200 Meter dahinter stand General Ponsonbys Union-Kavalleriebrigade, bestehend aus Inniskillings, Royals und den Scots Greys. Wegen der französischen Kanonade beorderte Wellington die Infanterie zeitweise 100 Meter hinter den HĂŒgel. Gegen 14:00 Uhr griff Marschall Michel Ney mit der Infanterie des I. Korps unter Marschall d'Erlon La Haye Sainte an. Dieser Hof wurde von knapp 400 Mann aus dem 2. Leichten Bataillon der King’s German Legion (KGL) unter Major Georg Baring, spĂ€ter verstĂ€rkt durch SchĂŒtzen des 5. Linienbataillons KGL, des 1. Leichten Bataillons KGL und eine Kompanie Nassauer, gehalten. Die Franzosen konnten La Haye Sainte nicht erobern, sondern drangen unter großen Opfern um den Hof herum vor und versuchten die HĂŒgel zu stĂŒrmen. Dort wurden sie von der Rifle-Brigade heftig beschossen, weshalb Ney die NiederlĂ€nder angriff. Als diese zurĂŒckwichen, griff Picton mit seinen Highlandern und dann noch zwei Infanteriebrigaden (die 8. unter Sir James Kempt und die 9. unter Sir Denis Pack) die Franzosen an, als diese noch versuchten, mit dem Ilex fertig zu werden. Da griff auch Ponsonby mit der Union-Kavalleriebrigade an, gefolgt von der Household-Kavallerie. Sie warfen die Franzosen zurĂŒck und verfolgten sie bis unter ihre Batterien, die GenerĂ€le Picton und Ponsonby fanden dabei den Tod. Die französische Kavallerie startete einen vernichtenden Gegenangriff. Von der britischen Kavallerie blieb fast die HĂ€lfte auf dem Schlachtfeld. Aber der erste große Angriff war abgeschlagen, und 3.000 Franzosen waren in Gefangenschaft geraten. Um 15.00 Uhr unternahm Ney mit dÂŽErlons Korps erneut einen Angriff auf den linken FlĂŒgel der VerbĂŒndeten, diesmal nur gegen La Haye Sainte. Die Franzosen mussten sich zurĂŒckziehen, doch die KGL hatte große Verluste und pro Soldat nur noch 4-5 Kugeln.

Nach einer Pause, nach der die Franzosen eine schwere Kanonade mit 84 GeschĂŒtzen eröffneten und in Hougoumont das Feuer auf das Haupthaus ĂŒbergriff, unternahm die französische Reiterei mit 40 Schwadronen einen zweiten Angriff, um zwischen La Haye Sainte und Hougoumont durchzubrechen. Trotz des KartĂ€tschenhagels erklomm sie die Höhe; erst als sie auf 30 Schritt an die britischen Karrees herangekommen war, eröffneten diese ein verheerendes Feuer. Zugleich stĂŒrmte die verbĂŒndete Kavallerie hervor und warf die französische Reiterei zurĂŒck. Auch deren zweiter Versuch scheiterte am Widerstand der Alliierten, ebenso ein dritter, der mit mehr Nachdruck unternommen wurde und bei dem die französische Reiterei durch Kellermanns schwere Reiterei und Einheiten der Kaiserlichen Garde auf 77 Schwadronen verstĂ€rkt worden war. An der Kavallerieattacke beteiligten sich im Laufe der Schlacht mehrfach Einheiten, die möglicherweise nicht an diesem Angriff hatten mitwirken sollen, sondern sich von der Masse der stĂŒrmenden Kavallerie mit in den Kampf reißen ließen. Dies ergibt sich jedenfalls aus französischen Quellen und Aussagen, deren Wahrheitsgehalt allerdings unterschiedlich bewertet wird. Die Angriffe scheiterten unter anderem daran, dass die Infanterie nicht rechtzeitig und in ausreichender StĂ€rke nachgefĂŒhrt wurde, um UnterstĂŒtzung zu geben.

Unterdessen tobte der Kampf der Infanterie um den Besitz der Dörfer und Gehöfte. Hougoumont wurde trotz immer neuer Angriffe von den Alliierten behauptet, La Haye Sainte musste aber zwischen 17 und 18 Uhr gerĂ€umt werden, da die Munition trotz mehrfacher Anforderungen nicht geliefert worden war. Die KGL war mit Baker Rifles ausgerĂŒstet, die ein anderes Kaliber hatten als die Gewehre der Linientruppen und deren Munition daher nicht benutzt werden konnte. Von den MĂ€nnern waren nur noch 42 einsatzfĂ€hig. Wellingtons Heer war fast bis auf die HĂ€lfte zusammengeschmolzen. Auch die Franzosen hatten große Verluste erlitten; aber sie waren bis dicht an die Linie der VerbĂŒndeten vorgedrungen und durften hoffen, sie durch immer neue VorstĂ¶ĂŸe zu ermĂŒden und endlich zu bezwingen. Doch im Vertrauen auf die von BlĂŒcher zugesagte preußische Hilfe hielt Wellington stand. Die Überlieferung seiner Worte – ins Deutsche meist ĂŒbersetzt als „Ich wollte, es wĂ€re Nacht oder die Preußen kĂ€men“ – schwankt zwischen dem optimistischen “Either night or the Prussians will come.” und dem militĂ€risch kĂŒrzeren “I want night or Blucher!”. Der Herzog von Wellington wurde seit 10 Uhr ĂŒber eine eigens eingerichtete Kurierkette laufend ĂŒber die preußischen Bewegungen und Planungen informiert.

Die Preußen erreichen das Schlachtfeld

Friedrich Wilhelm BĂŒlow von Dennewitz
August Graf Neidhardt von Gneisenau
Hans Ernst Karl von Zieten

Trotz der durch den Regen aufgeweichten Wege erreichten die Spitzen von BĂŒlows Korps nach 13 Uhr den östlichen Rand des Schlachtfeldes bei St. Lambert. Um 16:30 Uhr konnte BĂŒlow zunĂ€chst mit zwei Brigaden, ab 17:30 Uhr mit seinem ganzen Korps bei Frichemont zum Angriff auf General Lobau ĂŒbergehen, der mit zwei Divisionen den Preußen entgegengeschickt worden war, um sie aufzuhalten. Doch dazu war Lobau bereits zu schwach. Er musste sich auf Plancenoit, ein Dorf ungefĂ€hr im RĂŒcken des französischen Zentrums, zurĂŒckziehen, um dessen Besitz nun ein hitziger Kampf entbrannte.

Napoleon schickte General Lobau zwölf Bataillone der Jungen Garde mit 24 GeschĂŒtzen zu Hilfe, um Plancenoit in jedem Fall gegen die inzwischen auf 45.000 Mann verstĂ€rkten Preußen zu halten. Er selbst beschloss, mit einem letzten großen Schlag, ehe Plancenoit gefallen war, Wellingtons Schlachtlinie zu durchbrechen und so eine Niederlage abzuwenden. Die verbleibende einsatzbereite Infanterie von d'Erlons I. Korps und zehn Bataillone der Kaisergarde gingen zum Angriff vor, doch sie wurden von den VerbĂŒndeten unter Wellingtons persönlicher FĂŒhrung zurĂŒckgeschlagen. Überall waren die Franzosen nun im Weichen begriffen und sammelten ihre Reste bei Belle-Alliance. Nur die Garde bewahrte einigermaßen ihre Haltung. Ihrem kommandierenden General Pierre Étienne Cambronne wird das Zitat „Die (alte) Garde stirbt, aber sie ergibt sich nicht - la vieille garde meurt, mais elle ne se rend pas“ zugeschrieben. In manchen Quellen wird allerdings behauptet, Cambronne habe angesichts des drohenden Todes durch eine in unmittelbarer NĂ€he aufgefahrene britische Batterie lediglich „Merde“ („Scheiße“, danach auch „le mot de Cambronne“ genannt) gebrĂŒllt. (Der General ergab sich, ĂŒberlebte die Schlacht schwer verletzt und schwieg sich bis zu seinem Tode ĂŒber das „Wort“ beharrlich aus.)

Zu dieser Zeit eroberten die Preußen schließlich Plancenoit, drĂ€ngten dem geschlagenen Feind energisch nach, drĂŒckten seinen rechten FlĂŒgel völlig ein und verwandelten den RĂŒckzug in wilde Flucht. BlĂŒcher und Wellington trafen um 21 Uhr bei Belle-Alliance zusammen. Die Verfolgung betrieben die Preußen unter Gneisenaus Leitung nachdrĂŒcklich die ganze Nacht hindurch. Die Flucht der Franzosen ging ĂŒber Charleroi und Philippeville nach Laon, wo sich etwa 2.000 Mann zusammenfanden.

Die unmittelbaren Ergebnisse der Schlacht waren bedeutend. Der gesamte Artilleriepark, die GeschĂŒtze und die Feldequipage des Kaisers fielen in die HĂ€nde der Sieger. Die Franzosen verloren mit allen Toten, Verwundeten und Gefangenen mehr als die HĂ€lfte der Armee, außerdem 182 GeschĂŒtze. Der Verlust auf Seiten der VerbĂŒndeten betrug 1.120 Offiziere und 20.877 Mann. Auf St. Helena schrieb Napoleon dem scheinbar willkĂŒrlichen Vordringen der Reservekavallerie und dem Nichteintreffen des Marschall Grouchy die Schuld an seiner Niederlage zu. Grouchy behauptete spĂ€ter, den von Napoleon am 18. Juni vormittags gegebenen Befehl erst nach 19 Uhr erhalten zu haben, seine GenerĂ€le Girard und Vandamme widersprachen dem allerdings, und auch Soult bestĂ€tigte, auf Napoleons Aufforderung mehr als nur einen Kurier geschickt zu haben.

Zum scheinbar „willkĂŒrlichen“ Vordringen der Kavallerie ab etwa 16 Uhr bemerken Historiker: selbst wenn der erste Angriff nicht unmittelbar von Napoleon befohlen gewesen sein sollte, unternahm er in der Folge nichts, um entweder diese Kavallerieattacken hinreichend mit Infanterie (Garde) zu unterstĂŒtzen oder aber den Angriff abzubrechen, der immerhin ĂŒber einen Zeitraum von rund zwei Stunden erfolgte und schließlich etwa 9.000 Reiter umfasste. Im Gegenteil, es wird als gewiss betrachtet (Houssaye, 1815), dass Napoleon persönlich der zunĂ€chst zurĂŒckgehaltenen Brigade Kellermann befahl, anzureiten und die allgemeine Kavallerieattacke zu unterstĂŒtzen, was aus heutiger Sicht ebenfalls militĂ€risch sinnlos war und spĂ€tere Gegenargumente und Vertuschungsversuche bezĂŒglich eines persönlichen „Unbeteiligtseins“ Napoleons ausreichend entkrĂ€ftet.

Zum Fragenkomplex „Grouchy“ wird meist kommentiert, dass Grouchy nur von Nutzen hĂ€tte sein können, wenn er die Befehle am 18. Juni frĂŒh erhalten hĂ€tte, da die zurĂŒckzulegende Entfernung seiner Truppen von Gembloux zum Schlachtfeld weit lĂ€nger war als der Weg der Preußen von Wavre. FĂŒr eine rechtzeitige Intervention hĂ€tten entsprechende Nachrichten und Befehle bereits am 17. Juni nachts an Grouchy ergehen mĂŒssen.

Es besteht aber kein Zweifel an der Tatsache, dass Napoleon der Ernst seiner Lage am 18. Juni erst gegen 13:30 Uhr klar wurde und er zunĂ€chst auch annahm, mit BĂŒlows Korps fertigwerden zu können. Er wusste nicht, dass von Zieten auf dem Marsch war, um Wellingtons wankende linke Flanke zu unterstĂŒtzen. Ebenso wenig ahnte Napoleon, dass schließlich General von Pirchs Brigaden, die hinter BĂŒlow aufmarschierten, Plancenoit flankierend nehmen und alsbald die direkte RĂŒckzugslinie der Franzosen unterbrechen wĂŒrden. Als dann gegen 18:30 Uhr die ersten Salven preußischer ZwölfpfĂŒnder auf der Straße von Charleroi nach BrĂŒssel niedergingen, war Napoleons fehlerhafte Strategie offenkundig.

Napoleon selbst hatte an diesem Tag seine gewohnte feste und kaltblĂŒtige Haltung verloren und durch den letzten verzweifelten Angriff die Vernichtung seines Heeres und damit den Verlust seiner hunderttĂ€gigen Herrschaft militĂ€risch zu verantworten. Aus historischer Sicht werden meist drei Fehler von Napoleon genannt, die er vor der Schlacht beging:

Am Morgen des 17. Juni hĂ€tte Napoleon mit seiner Übermacht an Infanterie und vor allem Artillerie Wellington erdrĂŒcken können, wĂ€hrend die Preußen sich nach Ligny noch auf dem RĂŒckzug befanden. Stattdessen besuchte er an diesem Morgen Verwundete. Außerdem unterließ er es, Ney den sofortigen Angriffsbefehl zu geben.

Sein zweiter Fehler war, dass er das taktische Geschick Wellingtons und die KaltblĂŒtigkeit der Briten unterschĂ€tzte. Der dritte Fehler war sein ĂŒbergroßes Selbstvertrauen. Entsprechend den Informationen seines Bruders Jerome, der von den PlĂ€nen der Preußen durch einen Kellner des Gasthofes Roi d'Espagne erfahren hatte, hĂ€tte er Grouchy sofort nach Wavre beordern mĂŒssen. In diesem Fall wĂ€re es lediglich dem Korps v. BĂŒlow gelungen, auf dem Schlachtfeld zu erscheinen. Napoleon war der Ansicht, dass es den Preußen nach der Schlacht bei Ligny nicht gelingen wĂŒrde, sich schnell von der Schlacht zu erholen und wieder anzugreifen.[1]

Die Folgen

Waterloo-Denkmal („Butte du Lion“) in Waterloo
Waterloo-Denkmal in Wiesbaden

Unter den Alliierten kam bald eine gewisse Uneinigkeit ĂŒber den Anteil der verschiedenen Heere der VerbĂŒndeten am Sieg auf. Auf britischer Seite, besonders auch bei Wellington selbst, bestanden Neigungen, sich den alleinigen Verdienst am Sieg beizumessen. Von preußisch-deutscher Seite wurde dagegen behauptet, dass den Preußen unter BlĂŒcher ein gleicher Anteil zukommt wie dem Wellingtonschen Heer, und außerdem darauf hingewiesen, dass jenes fast zur HĂ€lfte aus deutschen Truppen bestand. Zweifellos war Wellingtons taktische Leistung brillant und die Tapferkeit seines Heeres bei der Verteidigung enorm. Die entscheidende Frage jedoch, ob es gelungen wĂ€re, den heftigen Angriffen der Franzosen auch ohne die preußische UnterstĂŒtzung standzuhalten, lĂ€sst sich nicht mit Sicherheit beantworten. Letztlich gehören diese Diskussionen ohnehin in eine Zeit, in der nationales Selbstbewusstsein in ĂŒbermĂ€ĂŸiger Weise von Schlachtenruhm abhĂ€ngig gemacht wurde.

Wellington erhielt fĂŒr seine Verdienste in der Schlacht den Titel eines FĂŒrsten von Waterloo.

Nahe bei Waterloo, auf dem Schlachtfeld in der Gemarkung des Weilers Mont St.-Jean, steht der von König Wilhelm I. (der Niederlande) errichtete LöwenhĂŒgel, ein 60 m hoher kĂŒnstlicher HĂŒgel in Form eines GrabhĂŒgels mit einer 19 m hohen SĂ€ule, die einen kolossalen Löwen trĂ€gt. Bei Plancenoit, sĂŒdlich von Waterloo, befindet sich in der NĂ€he der Ortsmitte, unweit des Meierhofs Belle-Alliance, ein vom König von Preußen errichtetes eisernes Denkmal. Diese beiden DenkmĂ€ler wurden 1832 von den Franzosen bei Gelegenheit ihrer Intervention zu Gunsten Belgiens stark beschĂ€digt. Außerdem stehen noch in direkter NĂ€he zu La Haye Sainte zwei DenkmĂ€ler fĂŒr den Obersten Gordon und die gefallenen Offiziere und Mannschaften der Königlich Deutschen Legion (Kings German Legion). Entlang der Stellungen der Alliierten und Franzosen verteilt befinden sich Gedenktafeln fĂŒr die verschiedensten Einheiten und Ereignisse, ebenso in und bei Hougoumont.

Zeitungsbericht

Die Neue ZĂŒrcher Zeitung vom 4. Juli 1815 berichtete wie folgt:

Nachrichten aus den Niederlanden vom 19. Jun.
(ZusÀtze zu der umstÀndlichen ErzÀhlung der grossen Schlacht.)
Feldmarschall BlĂŒcher befand sich einmal in der Mitte der Französischen Kuirassire, aber die wackern Uhlanen der Preussischen Landwehr retteten ihn durch die tapferste Gegenwehr. Der Gen. Gneisenau, dem in den Schlachttagen zwey Pferde unter dem Leibe erschossen und der Degen in der Hand zerschmettert wurde, ĂŒbernahm die Verfolgung des Feindes, und er soll der Erste am Wagen Buonaparte's gewesen seyn, aus dem dieser, mit ZurĂŒcklassung von Hut und Mantel, sich eben auf kaum begreifliche Weise gerettet. Am Abend des Schlachttages hatte er Charleroy schon erreicht und verfolgte die FlĂŒchtigen bis Beaumont. Nach Mitternacht schwieg der Kanonendonner; und der Feldmarschall hatte am 18. sein Hauptquartier in Charleroy. Die Schlacht löste sich zuletzt an den Punkten, wo sie am heftigsten entbrannte, in ein Handgemenge und ein allgemeines Metzeln auf, indem kein Kommando mehr galt, weil Offiziere und Soldaten gleich fochten und allein Kolben und Bajonette arbeiteten. Die britische Reiterei, die am Ende in die Haufen eingebrochen, entschied die Schicksale des Tages, und der Feind gab sich auf die Flucht, auf der im Durchzug durch die engen Wege und die mit Tross und Kanonen und GepĂ€cke zugefahrnen Dörfer ganze Massen vom KartĂ€tschenfeuer des GeschĂŒtzes aufgerieben wurden. 20 000 Mann Gefangene hat man gezĂ€hlt, und mit den Kanonen ist das ganze FeldgerĂ€te des feindlichen Heeres genommen.

Der in dem Zeitungsartikel genannte Hut Napoleons ist in der im Jahre 2006 eröffneten Dauerausstellung des Deutschen Historischen Museums zu sehen.

Namensgebung

In der preußischen und deutschen Geschichtsschreibung wurde bis ins 20. Jahrhundert auch der Name „Schlacht bei (oder von) Belle Alliance“ verwendet. Dies ist auf BlĂŒcher zurĂŒckzufĂŒhren, der schon in seinen Berichten am 21. Juni 1815 diesen Namen benutzte. Belle Alliance ist der Name einer Gastwirtschaft, die sich zu Beginn der Schlacht hinter dem Zentrum der französischen Linien befand. Dass sich BlĂŒcher und Wellington am Abend der Schlacht dort begegnet sind, wird bezweifelt, obwohl bildliche Darstellungen eines solchen Treffens existieren.

Der Name des Dorfes Waterloo wurde schon in den Tagen vor der Schlacht sowohl von Wellington als auch von Napoleon fĂŒr die Beschreibung der alliierten Stellung benutzt.

AuffĂŒhrung (re-enactment) der Schlacht um Waterloo

In der Namenswahl bemĂŒht sich der preußische Marschall also, die preußische Leistung neben der der alliierten Armee gleichberechtigt zur Geltung kommen zu lassen. Der Name Waterloo setzte sich jedoch international durch.

Wie prĂ€sent die Bezeichnung „Belle Alliance“ einmal war, illustrieren folgende Beispiele von Straßen und PlĂ€tzen in Berlin, die nach den Befreiungskriegen nach herausragenden Ereignissen und Schlachten der Jahre 1813–1815 benannt wurden. Am bekanntesten sind der Pariser Platz am Brandenburger Tor zur Erinnerung an den siegreichen Einmarsch der Preußen in Paris, der Leipziger Platz fĂŒr die Völkerschlacht bei Leipzig und der „Belle-Alliance-Platz“ und die „Belle-Alliance-Straße“ am Halleschen Tor. Der ehemalige Belle-Alliance-Platz und die gleichnamige Straße wurden 1947 in Mehringplatz und –damm umbenannt. Damit verschwand auch die Bezeichnung eines U-Bahnhofes (Belle-Alliance-Straße) in Berlin. Auf dem Mehringplatz erinnert eine kleine SiegessĂ€ule mit einer Victoria noch heute an die Schlacht. In der NĂ€he befinden sich auch die Straße „Waterlooufer“, „Gneisenaustraße“ und „BlĂŒcherstraße“ (mit „BlĂŒcherplatz“). Das sich auf dem Kreuzberg im Viktoriapark befindliche Nationaldenkmal, das an jene Schlachten erinnert, an denen die preußische Armee in den Befreiungskriegen beteiligt war, trĂ€gt die Inschrift „Belle Alliance den 18 Iuni 1815“, nicht etwa „Waterloo“.

In Hannover wurde in zentraler Lage der Waterlooplatz mitsamt der WaterloosĂ€ule errichtet. Dieser war anfangs ein Exerzier- und MilitĂ€rparadeplatz, heute ist er vielfach Treffpunkt bei Veranstaltungen. In Hamburg – an den KĂ€mpfen mit seinen freiwilligen JĂ€gern beteiligt – existiert bis heute eine „Belle-Alliance-Straße" und in VerlĂ€ngerung die „Waterloostraße“.

Das Waterloo-Tor in OsnabrĂŒck

In OsnabrĂŒck steht am Heger-Tor das von Johann Christian Sieckmann (1787–1861) konzipierte Waterloo-Tor und erinnert an die etwa 400 OsnabrĂŒcker Angehörigen der King’s German Legion in der Schlacht bei Waterloo. Es wurde von Gerhard Friedrich von GĂŒlich gestiftet und 1817 am Heger Tor an der Stelle eines Teils der 1815 abgerissenen Wehranlage, bestehend aus Turm, Tor, Bastion, Zwinger und Durchfahrt zur stadtauswĂ€rts liegenden Heger Laischaft, errichtet.

In Frankreich wurde die Schlacht „Bataille de Mont Saint-Jean“ genannt.

Historische Quellen

Im Bestand "Wilhelmshöher Kriegskarten" verwahrt das Hessische Staatsarchiv Marburg eine Karte zur Schlacht bei Waterloo.[2]

Literatur

  • North Ludlow Beamish: History of the King's German Legion 2 Bde., London 1832 (Nachdruck 1997)
  • Heinrich Beitzke: Geschichte des Jahres 1815 2 Bde., Berlin 1865
  • Mike Chappell: The King's German Legion (2) 1812-1816, London 2000
  • Klaus-JĂŒrgen Bremm, Im Schatten des Desasters. Zwölf Entscheidungsschlachten in der Geschichte Europas, Norderstedt 2003, ISBN 3-8334-0458-2
  • David Chandler, Waterloo. The Hundred Days, London 1998.
  • Colonel Charles C. Chesney: Waterloo Lectures. A Study of the Campaign of 1815. Introduction by Peter Hofschröer. London 1868, Nachdruck 1997 (herausragendes Meisterwerk), ISBN 1-85367-288-2
  • Vincent Cronin Napoleon, Stratege und Staatsmann Wilhelm Heyne Verlag, MĂŒnchen 1983 ISBN 3-453-55101-X.
  • Étienne Maurice de GĂ©rard, Quelques documents sur la bataille de Waterloo, Paris 1829
  • Étienne Maurice de GĂ©rard: DerniĂšres observations sur la bataille de Waterloo en rĂ©ponse Ă  Mr. de Grouchy, Paris 1830
  • George Robert Gleig: History of the battle of Waterloo, London 21861
  • Gaspar Gourgaud: Campagne de 1815, Berlin 1819 (mit den Noten eines deutschen Offiziers)
  • Joachim Hack (Hrsg.): Die Napoleonischen Kriege, Brandenburgisches Verlagshaus, 2008, ISBN 978-3-939908-73-9
  • David Hamilton-Williams: Waterloo. New Perspectives. The Great Battle Reappraised, London 1994 ISBN 0-471-05225-6.
  • Peter Hofschröer: 1815, the Waterloo Campaign 2 Bde., London 1998 und 1999
  • David Howarth: Waterloo - SchlachtfeldfĂŒhrer, der offizielle FĂŒhrer des Waterloo-Komitees, Pitkin Pictorials 1992 ISBN 0-85372-543-8
  • Henry Houssaye: 1815 Waterloo, London 1900
  • John Keegan: Das Antlitz des Krieges. Die Schlachten von Azincourt 1415, Waterloo 1815 und an der Somme 1916, Frankfurt/Main 1991, ISBN 3-593-34513-7
  • Friedrich Lindau: Erinnerungen eines Soldaten aus den FeldzĂŒgen der Königlich-deutschen Legion. Ein BĂŒrger Hamelns erzĂ€hlt aus der Zeit 1806–1815 Aurel Verlag, Wegberg 2006, ISBN 3-938759-02-X
  • Jens Mastnak, Michael-Andreas TĂ€nzer: Diese denckwĂŒrdige und mörderische Schlacht - Die Hannoveraner bei Waterloo, Celle 2003, ISBN 3-925902-48-1
  • Josef J. Schmid (Hrsg.): Waterloo - 18. Juni 1815. Vorgeschichte, Verlauf und Folgen einer europĂ€ischen Schlacht, Bonn 2008, ISBN 978-3-936741-55-1.
    • Manuel Meiborg: Die Armeen bei Waterloo, in: Schmid, Waterloo, S. 211-233.
    • Takuma Melber: Die Schlacht: Konzeptionen und Ziele, in: Schmid, Waterloo, S. 235-258.
    • Christoph Schenk: Das Ergebnis von Waterloo in politischer, militĂ€rischer und menschlicher Hinsicht, in: Schmid, Waterloo, S. 259-273.
  • William Siborne: Geschichte des Kriegs in Frankreich und Belgien im Jahr 1815 2 Bde., Berlin 1846.
  • Friedrich Sieburg: Napoleon - Die hundert Tage Deutsche Verlagsanstalt, Stuttgart 1956
  • Jeremy Black: The Battle of Waterloo. A New History, London 2010, ISBN 978-1-84831-155-8
  • Fritz Lohmann (Hrsg.): Zu spĂ€t in Waterloo. Tagebuch von Johann Georg Lohmann, einem Mitglied des Freiwilligen Bremischen JĂ€ger-Korps. Transkribiert von Dr. Friedrich Lohmann, Bergisch Gladbach, 1996 im Selbstverlag gedruckt. Im Bremer Staatsarchiv einzusehen. Darin Seiten 93-96: Beschreibung des Schlachtfeldes von Waterloo nach der Schlacht, als Tagebuchnotiz verfasst nach einem Besuch am 10. Juli 1815.
  • Helmut Konrad von Keusgen: Waterloo 1815 - Meilenstein europĂ€ischer Geschichte, Garbsen 1999, ISBN 3-932922-04-2

Einzelnachweise

  1. ↑ Cronin, Vincent: Napoleon, Stratege und Staatsmann, Seiten 523, 524
  2. ↑ z.B. "Plan der Schlacht bei La Belle Alliance (Waterloo), 18. Juni 1815 ". (Anmerkung: Das Digitalisat ist ĂŒber "Media" einsehbar). Abgerufen am 12. August 2011

Siehe auch

Weblinks

 Commons: Schlacht von Waterloo â€“ Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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