Schloss Schönbrunn

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Schloss Schönbrunn
Das Schloss Schönbrunn von der Gloriette aus

Das Schloss Sch√∂nbrunn liegt im 13. Wiener Gemeindebezirk Hietzing. Sein Name geht auf einen Kaiser Matthias zugeschriebenen Ausspruch zur√ľck, der hier auf der Jagd einen artesischen Brunnen ‚Äěentdeckt‚Äú und ausgerufen haben soll: ‚ÄěWelch' sch√∂ner Brunn‚Äú.

Gebaut als Residenz f√ľr Kaiserin Eleonora Gonzaga zwischen 1638 und 1643, wurde es in der Zweiten Wiener T√ľrkenbelagerung 1683 schwer besch√§digt. 1687 gab Leopold I. f√ľr seinen Thronfolger Joseph I. einen repr√§sentativen Neubau von Johann Bernhard Fischer in Auftrag.

Erst ab 1743 wurde unter Kaiserin Maria Theresia durch Nikolaus von Pacassi und Johann Ferdinand Hetzendorf von Hohenberg das Schloss und der Park in seiner heutigen Form um- und ausgebaut. Der barocke Palast war von der Mitte des 18. Jahrhunderts bis zum Ende des Ersten Weltkrieges die Sommerresidenz des österreichischen Kaiserhauses. Das Schloss war in dieser Zeit fast durchgehend von einem mehrere hundert Personen umfassenden Hofstaat bewohnt und wurde zu einem kulturellen und politischen Mittelpunkt des Habsburgerreiches.

Sch√∂nbrunn ist das gr√∂√üte Schloss und eines der bedeutendsten und meistbesuchten Kulturg√ľter √Ėsterreichs. Das Schloss und der etwa 160 ha gro√üe Park sind seit 1996 Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. Eine Hauptattraktion im Schlosspark ist der √§lteste noch bestehende Zoo der Welt, der Tiergarten Sch√∂nbrunn (16 ha).

Inhaltsverzeichnis

Geschichte des Schlosses

Katterburg und Gonzaga-Schloss, 1672. Im Hintergrund der noch bewaldete Gloriette-H√ľgel.
Fischer von Erlachs undurchf√ľhrbarer Erstentwurf, 1688. Stich von Johann Adam Delsenbach, 1721.
Entwurf 2, nach 1693.
Sch√∂nbrunn von der Hofseite. Canaletto, 1758

Vorgeschichte

In einem am Hang eines 60 m hohen H√ľgels gelegenen Augebiet des Wienflusses wird 1311 die Khatterm√ľhle erstmals urkundlich erw√§hnt, eine von etlichen M√ľhlen dieser Gegend. Sie ging 1312 mitsamt dem Areal in den Besitz des Stiftes Klosterneuburg √ľber und wurde nach mehrfachem Besitzerwechsel 1548 vom sp√§teren Wiener B√ľrgermeister Hermann Bayr erworben, der neben der M√ľhle seinen Herrensitz errichtete, die sogenannte Katter- oder Gatterburg.

Am 8. Oktober 1569 erwarb Kaiser Maximilian II. das weitl√§ufige Grundst√ľck, lie√ü es einfrieden und best√ľckte es mit Feder-, Rot- und Schwarzwild, um es zur Jagd zu nutzen. Er lie√ü Fischteiche anlegen und in einem gesonderten Bereich exotische V√∂gel wie Truth√ľhner und Pfauen halten. Die Bezeichnung Fasangarten f√ľr den hinteren, nicht √∂ffentlich zug√§nglichen Teil des Grundst√ľcks weist heute noch darauf hin. Die M√ľhle wurde im folgenden Jahr abgetragen; der Bau eines Schlosses war noch nicht vorgesehen: Maximilian lie√ü zu dieser Zeit auf der anderen Seite der Stadt Schloss Neugeb√§ude erbauen, wo er auch eine Menagerie einrichtete.

Erst Eleonora Gonzaga, Witwe Ferdinand II., der ihr Stiefsohn Ferdinand III. das Anwesen als Witwensitz √ľberlassen hatte, lie√ü zwischen 1638 und 1643 einen Zubau zu Katterburg errichten, in dem sie standesgem√§√üe Empf√§nge geben konnte. Zu dieser Zeit ist auch erstmals von ‚Äěan die hundert welschen B√§umen, darunter 24 Pomeranzen‚Äú die Rede, also von einer fr√ľhen Orangerie, und auf einer Rechnung vom 24. Januar 1642 f√ľr eine Holzlieferung taucht erstmals der Begriff Sch√∂nbrunn auf.

Die Geb√§ude wurden 1683 im Zuge der Zweiten T√ľrkenbelagerung bis zur Unbrauchbarkeit besch√§digt. Zwar bat Eleonore Gonzaga, Kaiserinwitwe von Ferdinand III., darum, wenigstens zwei Zimmer und einen Saal wiederherzustellen, starb aber 1687, bevor es dazu gekommen war.

Bau des Schlosses

Erst 1687 gab Leopold I. f√ľr seinen Thronfolger Joseph I. einen repr√§sentativen Neubau in Auftrag. Der soeben zugewanderte Johann Bernhard Fischer, der sp√§tere Fischer von Erlach, schlug 1688 eine pomp√∂se Anlage vor, die Schloss Versailles √ľbertroffen h√§tte, aber nicht finanzierbar gewesen w√§re. Stattdessen wurde der Architekt 1693 mit einer weitaus kleineren Anlage beauftragt, die 1696‚Äď1701 √ľber den Tr√ľmmern der fr√ľheren errichtet und ab 1700 bewohnt wurde. Fischer wurde 1696 geadelt, das Projekt wurde aber wegen der Erbfolgekriege erst ab 1705 weiter gebaut und nicht in vorgesehener Form abgeschlossen.

Steinmetzauftr√§ge erhielten die Wiener Meister Veith Steinb√∂ck und Thomas Schilck, beide von Eggenburg in Nieder√∂sterreich, mit dem Zogelsdorfer Stein, Meister Georg Deprunner von Loretto (damals Ungarn) und Meister Hans Georg Haresleben aus Kaisersteinbruch. Der Kaiserstein, ein harter Kalkstein, wurde f√ľr tragende Architekturteile im Schloss verwendet.

Maria Theresias Sommersitz

Karl VI. war selbst an Sch√∂nbrunn wenig interessiert, schenkte es jedoch seiner Tochter Maria Theresia, die das Anwesen zum kaiserlichen Sommersitz erkor, der es bis 1918 blieb. 1743‚Äď1749 lie√ü sie das Schloss durch ihren Hofarchitekten Nikolaus von Pacassi, der auch an der Hofburg wirkte, entscheidend umbauen und erweitern. Dabei gingen beispielsweise Fresken von Johann Michael Rottmayr verloren.

Das kaiserliche Hofbauamt bezahlte die Steinmetzarbeiten der Umbauten der Jahre 1750-1752 den Meistern Matthias Winkler, Ferdinand M√∂dlhammer, Gabriel Steinb√∂ck und Johann Baptist Regondi. Regondi aus dem kaiserlichen Steinbruch lieferte aus hartem Kaiserstein vor allem Stufen f√ľr die repr√§sentative Blaue Stiege, die Kapellen-, Schnecken- und Geheimstiege und die gro√üe Wei√üe Stiege, ein stattliches Treppenhaus f√ľr den Hofstaat mit steinernem Gel√§nder sowie die gartenseitige Freitreppe.

Aus der Zeit Maria Theresias stammt auch der Großteil der Inneneinrichtung, die als fast einziges Beispiel eines österreichischen Rokoko gilt.

In einem Seitentrakt des Schlosses befindet sich das Schlosstheater, das 1747 eröffnet wurde und wo unter anderem Joseph Haydn und Wolfgang Amadeus Mozart auftraten.

Gloriette

Um 1765 wurde Johann Ferdinand Hetzendorf von Hohenberg, ein Vertreter des Fr√ľhklassizismus, bei Hof eingef√ľhrt, doch enthielt sich Maria Theresia nach dem Tod ihres Gemahls sieben Jahre lang gr√∂√üerer baulicher √Ąnderungen. Erst 1772 gab sie solche in Auftrag. Hohenbergs markantestes Werk ist die Gloriette, ein Arkadengang auf dem H√ľgel oberhalb des Schlosses, der den Schlossgarten optisch abschlie√üt. Gemeint ist sie als Denkmal f√ľr den gerechten Krieg (der zum Frieden f√ľhrt), an der Stelle, wo nach dem urspr√ľnglichen Plan Fischer von Erlachs das Hauptgeb√§ude entstehen sollte, und nach dem zweiten Entwurf ein Belvedere.

Im Zusammenhang mit dem Bau der Gloriette gibt es eine Notiz Maria Theresias: Es befindet sich zu Neugebau eine alte Galerie von steinernen S√§ulen und Gesimsen, welche nichts nutzet, ‚Ķ Ich habe beschlossen, solche von dort abbrechen zu lassen und nacher Sch√∂nbrunn bringen zu lassen. Man lie√ü die Galerie und die S√§ulen ‚Äď allesamt aus hochwertigem Kaiserstein ‚Äď abtragen und S√§ulen, Bogenlaibungen und Geb√§lkst√ľcke, auch Stufensteine, f√ľr die Gloriette verwenden. 1775 waren die Arbeiten abgeschlossen. Ihre Fassade ist seit Josephinischer Zeit im prototypischen Sch√∂nbrunnergelb gehalten.

Das 19. und 20. Jahrhundert

Überreste von der in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts errichteten und im Februar 1945 durch Bomben zerstörten nordöstlichen Trophaengruppe der Gloriette
R√ľckseite der 100-Schilling-Banknote mit dem Schloss Sch√∂nbrunn (1960)

1805 und 1809 hielt sich Napoleon mit seinem Gefolge im Sch√∂nbrunner Schloss auf, als die Franzosen Wien besetzt hatten. 1830 wurde hier der mit 18 Jahren zum Kaiser proklamierte Franz Joseph I. geboren. 1832 starb hier Napoleons Sohn, in √Ėsterreich als Herzog von Reichstadt gel√§ufig, nur 21 Jahre alt.

Franz Joseph nutzte das Schloss als Sommerresidenz und fuhr viele Jahre lang von dort zum Arbeiten in die Hofburg, wo er im Winter auch wohnte. In seinen letzten Lebensjahren wohnte und amtierte er ganzjährig in Schönbrunn und starb hier 1916. Sein Nachfolger Karl I. unterzeichnete hier am 11. November 1918 seinen Verzicht auf jeden Anteil an den Staatsgeschäften, enthob seine k.k. Regierung und verließ das im Staatsbesitz befindliche Schloss mit seiner Familie noch am gleichen Abend.

Einem Antrag der Wiener Kinderfreunde, den ihr Obmann Max Winter (zu dieser Zeit Vizeb√ľrgermeister) 1919 an den Stadtrat stellte, zwei Trakte (Valerie- und Kavalierstrakt) f√ľr 350 Kinder, darunter viele Kriegswaisen, und die zu gr√ľndende private Erzieherinnenschule der Kinderfreunde zur Verf√ľgung zu stellen, wurde nur zum Teil entsprochen: Der Kavalierstrakt blieb christlich-sozialen Vereinigungen vorbehalten. Zwei Arbeiterr√§te hatten 1919 die R√§ume des Gartendirektorst√∂ckls beim Hietzinger Tor mit Gewalt beschlagnahmt, um den Hietzinger Bezirksarbeiterrat dort unterzubringen. Die gerichtliche Durchsetzung der R√§umung dauerte f√ľnf Jahre.

Das in der Monarchie zum Hofärar zählende Schlossareal fiel 1919 auf Grund des Habsburgergesetzes in die Verwaltung des republikanischen Staates, ab 1920 des Bundes (heutige Aufsichtsbehörde: Wirtschaftsministerium).

Vom Staat erhielten hochgestellte Politiker Wohnungen im Schloss, bald aber auch Kriegsinvalide. Die Insassen des Invalidenheims, das bereits 1922 wieder aufgel√∂st wurde, sollen allerdings erhebliche Sch√§den am Mobiliar verursacht haben. Im Ostteil hatten die Pfadfinder von 1924 bis 1935 drei R√§ume zur Verf√ľgung.

1922 wurden 70 ehemalige Hofpferde im Schloss einquartiert, weil man die fr√ľheren Hofstallungen zum Messepalast umbaute. Als im Fr√ľhjahr 1923 die Messe er√∂ffnet wurde, war die Sammlung der verbliebenen Fahrzeuge des kaiserlichen Fuhrparks bereits in der ehemaligen Sch√∂nbrunner Winterreitschule untergebracht, die seither als Wagenburg bezeichnet wird und organisatorisch eine Abteilung des Kunsthistorischen Museums bildet.

Das Schlosstheater, das bereits vor dem Krieg zum M√∂beldepot verkommen war, wurde ab 1919 wieder vom Burgtheater bespielt, was man jedoch aus finanziellen Gr√ľnden 1924 wieder einstellen musste. Ein w√ľrdiger Nachfolger fand sich jedoch 1929 im Max-Reinhardt-Seminar, das es seither als √úbungsb√ľhne nutzt.

Die Beherbergung Adolf Hitlers im Schloss blieb aus, da dieser ‚Äěkaiserlichen Pomp‚Äú verabscheute.

Gegen Ende des Krieges befand sich auf der Gloriette eine Flakstellung, und 1945 wurden der Haupttrakt und ein Teil der Gloriette durch Bombenangriffe der Alliierten schwer besch√§digt. Sowjetische Truppen, die das Gebiet im April 1945 besetzten, verhielten sich in diesem Fall vorbildlich. Das Schloss war w√§hrend der Besatzungszeit vom Herbst 1945 an Hauptquartier der britischen Besatzungsmacht, zu deren Wiener Sektor die beiden angrenzenden Bezirke 12 und 13 geh√∂rten. Dies verhinderte Pl√ľnderungen und bef√∂rderte auch die baldige Reparatur der gr√∂bsten Sch√§den.

1948 konnten Teile des Schlosses wieder besichtigt werden. 1952 wurden im Ehrenhof wesentliche Szenen des satirischen österreichischen Science-fiction-Films 1. April 2000 gedreht, vor allem die Landung eines UFOs. 1955 zogen die Briten ab. 1961 gab Bundespräsident Adolf Schärf zum Gipfeltreffen Kennedy-Chruschtschow ein Galadinner im Schloss.

Die Verwaltung des Schlosses, lang einem Schlosshauptmann genannten Beamten des Handels-, Bauten- bzw. Wirtschaftsministeriums und seinen Mitarbeitern √ľbertragen, wurde 1992 der dazu gegr√ľndeten, in Staatsbesitz befindlichen Schlo√ü Sch√∂nbrunn Kultur- und Betriebsges. m.b.H. √ľbertragen. Die Gesellschaft ist seither in der Lage, die Erhaltung und Restaurierung des Schlosses aus eigenen Einnahmen zu finanzieren. Der Schlosspark wird von den Bundesg√§rten betreut, der Tiergarten wird von einer eigenen, ebenfalls staatseigenen GmbH. verwaltet.

Auf der R√ľckseite der 100-Schilling Banknote von 1960 ist das Schloss zu sehen. Das Schloss und die G√§rten von Sch√∂nbrunn bilden eine der 89 Wiener Katastralgemeinden.

Derzeit

Heute z√§hlt Schloss Sch√∂nbrunn 1.441 Zimmer verschiedenster Gr√∂√üe. Ein Teil davon, der nicht zum Museum geh√∂rt, wird von der Schlo√ü Sch√∂nbrunn Kultur- und Betriebsges.m.b.H. als Wohnung an Privatpersonen vermietet. Der Gro√üteil des Schlosses ist jedoch ein Museum, das 2010 rund 2,6 Millionen Besuche z√§hlte. Der Park und seine Einrichtungen ziehen weitere rund 5 Millionen an, in Summe also etwa 7,6 Millionen Besuche pro Jahr. Das Areal ist eine der meistbesuchten Wiener Sehensw√ľrdigkeiten; neben seiner touristischen Funktion ist auch seine Funktion als Naherholungsraum f√ľr die dicht verbauten Gebiete der angrenzenden Bezirke 12, 13, 14 und 15 wichtig.


Panorama Schloss Sch√∂nbrunn, vom Eingangstor beginnend, √ľber den Ehrenhof zur Front des Schlosses
Panorama Schloss Sch√∂nbrunn, vom Eingangstor beginnend, √ľber den Ehrenhof zur Front des Schlosses

Schlossgebäude

Innere des Schlosses

Innenräume

√úbersichtsplan des 1. Stocks im Schloss, siehe Bildbeschreibung

Die Innenr√§ume des Schlosses dienten nicht nur als Wohnresidenz der kaiserlichen Familie, sondern war f√ľr Repr√§sentationszwecke gebaut und Schauplatz unz√§hliger Festlichkeiten und Zeremonien die das Prestige der Monarchie symbolisieren und st√§rken sollte. F√ľr diesen Zweck wurden viele bekannte K√ľnstler und renommierte Handwerker bestellt, die die R√§ume mit der h√∂chsten damaligen Eleganz ausstatteten. Die Stile reichen vom Barock bis zum Rokoko, dem Biedermeier und Stilen der Gr√ľnderzeit, die jedoch im gro√üen und ganzen ein harmonisches Ensemble bilden.

Im westlichen Trakt des 1. Stockwerks befinden sich die aus dem 19. Jahrhundert stammenden Wohnräumen des Kaisers Franz Joseph und der Kaiserin Elisabeth. Im mittleren Teil befinden sich die Repräsentationsräume. Im östlichen Trakt sind die Appartements der Maria Theresia sowie die sogenannten Franz-Karl-Appartements der Erzherzogin Sophie und dem Erzherzog Franz Karl, die Eltern von Kaiser Franz Josephs.[1]

Das Schloss hat hunderte von R√§ume und Zimmern, von denen jedoch nur die meisten Prunkr√§ume und Wohnungsr√§ume der kaiserlichen Familie der √Ėffentlichkeit zug√§nglich sind. Ein Teil der restlichen R√§ume werden als Gemeindewohnungen vermietet. Das Schloss steht deshalb nicht leer und wird nach wie vor st√§ndig bewohnt.

Im Jahr bewegen sich um die 1,6 Millionen Besucher durch das Schlossgeb√§ude. Das sind im Jahresschnitt um die 4.000 Menschen, bei Hochsaison sogar 10.000 G√§ste pro Tag. Die gro√üe Menge an Besuchern ist eine besondere Belastung f√ľr die R√§ume, die f√ľr so einen dichten Menschenverkehr nicht konzipiert waren. Besondere Herausforderung f√ľr die Verwaltung des Schlosses ist der aufwendige Erhalt und Sanierung der R√§umlichkeiten, sie aber gleichzeitig der √Ėffentlichkeit weiter zug√§nglich zu lassen.[2]

Berglzimmer
Illusionistische Landschaften mit exotischen Tieren und Pflanzen im Kronprinzenappartement

Im Erdgescho√ü befinden sich unter anderen die Privatappartements der kaiserlichen Familie, die sogenannten ‚ÄěBerglzimmer‚Äú. Diese bestehen aus dem Gisela-, das Go√ęss- und das Kronprinzenappartement. Die R√§ume wurden mit Fresken von Johann Baptist Wenzel Bergl und seiner Werkstatt in den 1770er Jahren ausgemalt.[3][4]

Bergl bedeckte s√§mtliche W√§nde und Decken mit bunter Landschaftsmalerei, die von fremdartigen Tieren und V√∂geln bev√∂lkert war. Diese Welt ist jedoch nicht unber√ľhrt, sondern nach menschlichen Vorstellungen durch Laubeng√§nge, Balustraden, und Rokokovasen eingegliedert. In dieser Hinsicht reicht der barocke Schlosspark drau√üen in die R√§ume rein. Bergls Fresken beruhen auf eingehenden Naturstudien, die er vielleicht sogar im Park und der Orangerie vom Schloss anfertigte. Die Berglzimmer wurden im Sommer von Maria Theresia verwendet, da sie k√ľhler waren als die R√§ume im ersten Stockwerk.[4]

Die Fresken wurden im Laufe der Zeit mit grauer Farbe √ľbermalt, jedoch 1891 wieder freigelegt. Seit 1965 fing die Restaurierung an und ab 2008 wurden sie der √Ėffentlichkeit zug√§nglich gemacht.[4]

Die Appartements des Kronprinzen Rudolf befinden sich im √∂stlichen und s√ľd√∂stlichen Bereich. Die sechs R√§ume wurden 1864 als Wohnung f√ľr den damaligen sechsj√§hrigen Kronprinzen eingerichtet. Vier von diesen sechs R√§umen wurden zwischen 1774 und 1778 ganzfl√§chig von Bergl und seiner Werkstatt mit exotischen Landschaftsmalereien ausgestattet.[3]

Der heute als Go√ęss-Apartment bezeichnete Bereich besteht aus vier Berglzimmern und befindet sich im s√ľdlichen Bereich und geh√∂rte zu den Privatgem√§chern der Maria Theresia.[3]

Weißgoldzimmer

Im s√ľd√∂stlichsten Teil im Erdgescho√ü befinden sich vier Zimmer, deren wei√üe W√§nde und Decken mit goldenem Stuck aus dem Rokoko verziert sind. Dieser Dekor findet sich in den meisten repr√§sentativen R√§umen des Schlossgeb√§udes. Das gr√∂√üte Zimmer ist das ehemalige Turnzimmer der Kaiserin Elisabeth und hat eine L√§nge von 13,80 Metern, eine Breite von 7,85 Metern, eine H√∂he von 4,70 Metern und eine Fl√§che von 108 Quadratmetern. Ein Marmorkamin mit einem gro√üen Spiegel befindet sich in der Mitte der n√∂rdlichen Wand, der Boden ist ein Parkettboden mit schwarz-wei√ü-braunen Rautenmuster.[5] Die kleineren, restlichen R√§ume sind √§hnlich gestaltet.[6][7] Heute werden die Zimmer f√ľr besondere Veranstaltungen verwendet.

Blaue Stiege
Die Blaue Stiege
Deckenfresco von Sebastiano Ricci

Die repr√§sentative Blaue Stiege im westlichen Fl√ľgel f√ľhrt vom Erdgescho√ü in den ersten Stock, wo sich vorwiegend die Audienz- und Repr√§sentationsr√§ume befinden. Ein dunkelblauer L√§ufer zieht sich √ľber die ganze Stiege. Dieser Raum ist eines der √§ltesten des Schlosses, er diente urspr√ľnglich als Speisesaal im ehemaligen Jagdschloss von Kaiser Joseph I, damals noch Thronfolger. Im Auftrag von Maria Theresia wurde der Raum um 1745 von Nikolaus Pacassi umgebaut. Erkennbar ist die H√∂he des urspr√ľnglichen Bodens des Raumes als es sich im ersten Stockwerk befand, da die Fenster nicht mehr ohne Hilfe einer Leiter zu √∂ffnen sind.

Das Deckenfresko ist ein Original vom alten Speisesaal und zeigt die Verherrlichung vom Thronfolger Joseph als tugendhaften Kriegshelden, der schlie√ülich als Sieger den Lorbeerkranz vor dem Thron der Ewigkeit empf√§ngt. Das Fresko wurde vom italienischen Maler Sebastiano Ricci in den Jahren 1701/02 ausgef√ľhrt.[8] Ob der Name der Stiege vom blauen L√§ufer stammt oder vom blauen Himmel des Deckengem√§ldes ist nicht ganz eindeutig.

Billardzimmer
Das Billardzimmer (Zustand 1860)

Das Billardzimmer befindet sich am Anfang einer längeren Raumfolge von Audienz- und Privaträumen von Franz Joseph I. Die Wände sind weiß mit vergoldeten Stuck aus dem Rokoko und einem verzierten Parkettboden. Ein weiß-goldener Kamin befindet sich in der nordöstlichen, eine Uhr an der nordwestlichen Ecke. Die heutige Möbelausstattung stammt aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. In der Mitte befindet sich ein großer Billardtisch aus dem Biedermeier, der bereits 1830 im Inventar erwähnt wird.[9]

Das Zimmer diente als Warteraum f√ľr kaiserliche Minister, Gener√§le und Offiziere. W√§hrend sie auf ihre Audienz warteten, konnten sie hier Billard spielen.[9]

Die großen Gemälde im Zimmer änderten sich mit der Zeit. Die jetzigen zwei Gemälde handeln vom Militär-Maria-Theresia-Orden. Ein Gemälde zeigt die erstmalige Ordensverleihung im Jahre 1758 dar, es stammt aus der Werkstatt von Martin van Meytens. Das andere Gemälde aus dem Jahre 1857 stammt von Fritz L’Allemand und zeigt Kaiser Franz Joseph auf der Gartenstiege anlässlich der 100-Jahrfeier des Ordens.[9]

Spiegelzimmer
Das Spiegelzimmer (Zustand 1860)

Das Spiegelzimmer stammt aus der Zeit der Maria Theresia und hat wei√üe W√§nde mit goldenen Stuckverzierungen aus dem Rokoko und rote Samtvorh√§nge mit wei√üen Gardinen. Die M√∂bel aus dem Rokoko sind ebenfalls in wei√ü-goldenem Holz, die Bepolsterung mit rotem Samt bespannt. Bestimmendes Element sind die namensgebenden sieben gro√üen Kristallspiegel, die einander reflektieren und den Raum optisch gr√∂√üer erscheinen lassen. Ein marmorner Kamin befindet sich in der Mitte der n√∂rdlichen Wand. Zwei gro√üe Kristalll√ľster h√§ngen von der Decke.[10]

Vermutlich fand hier oder im angrenzenden Rosa Zimmer das erste Konzert des sechsj√§hrigen Wolfgang Amadeus Mozart vor der Kaiserin Maria Theresia und dem Hofstaat statt. Augenzeugenberichten zufolge sprang der junge Mozart nach dem Klaviervorspiel der Kaiserin auf den Scho√ü und umarmte und k√ľsste sie, sehr zu ihrer Freude.[10]

Das Spiegelzimmer wurde auch als Empfangssalon von Kaiser Franz Joseph I. und Kaiserin Elisabeth verwendet.

Kinderzimmer
Porträt der Erzherzogin Maria Antonia im Kinderzimmer, vom Meister der Erzherzoginnen gemalt.

Das sogenannte Kinderzimmer befand sich nicht in diesem Raum, sondern lag tatsächlich im Erdgeschoß oder in den oberen Etagen des Schlosses.

Es ist mit Portr√§ts der T√∂chter von Maria Theresia geschm√ľckt. Die meisten ihrer 11 T√∂chter wurden bereits im Jugendalter aus politischen Gr√ľnden verheiratet. Sechs Portr√§t in dem Zimmer wurden vom anonymen Meister der Erzherzoginnen gemalt. Die Portr√§ts sind von den Erzherz√∂ginnen Maria Anna, Maria Christina, Maria Elisabeth, Maria Amalia, Maria Karolina und Maria Antonia. In der rechten H√§lfte des Raumes h√§ngt ein Portr√§t Maria Theresias in Witwentracht.

Auf der linken Seite befindet sich ein Badezimmer, das 1917 f√ľr Kaiserin Zita installiert wurde. Es ist mit Marmor verkleidet und verf√ľgt √ľber flie√üendes warmes und kaltes Wasser, einer Badewanne und einer Dusche.

Große Galerie
Die Große Galerie (1961)

Die Gro√üe Galerie ist das Herzst√ľck mitten im Schlossgeb√§ude. Mit einer L√§nge von √ľber 40 Metern, einer Breite von fast zehn Metern und insgesamt 420 m¬≤ wurde die Gro√üe Galerie vor allem f√ľr festliche Empf√§nge, B√§lle und als Tafelsaal verwendet. Der Raum hat hohe Fenster zum Garten mit gegen√ľberliegenden Kristallspiegeln. Die wei√üen W√§nde sind mit vergoldetem Stuck aus dem Rokoko verziert, die Decke mit drei gro√üen Gem√§lden bedeckt. √úber 60 vergoldete Wandleuchter und zwei schwere L√ľster spendeten urspr√ľnglich mit Kerzen Licht.[2][11]

Die Decke ist von drei gro√üen Gem√§lden bedeckt, sie sind Werke vom italienischen Maler Gregorio Guglielmi. Das mittlere Fresko stellt das Wohlergehen der Monarchie unter der Herrschaft Maria Theresias dar. Umringt von den personifizierten Tugenden der Herrschaft thront in der Mitte thronen Franz Stephan und Maria Theresia. Allegorien der Kronl√§nder mit ihren jeweiligen Reicht√ľmern sind um diese zentrale Gruppe angeordnet.[11]

Neben Konzerten und Veranstaltungen wird die Gro√üe Galerie nach wie vor f√ľr staatliche Empf√§nge verwendet. 1961 fand hier das Treffen zwischen dem amerikanischen Pr√§sidenten John F. Kennedy und dem sowjetischen Premier Nikita Chruschtschow statt.[11]

Im Fr√ľhjahr 2010 fing eine zweij√§hrige Sanierung an. 1.400 m¬≤ Wand- und Deckenfl√§che werden von rund 15 Experten aufwendig gereinigt und restauriert. Die Kosten der Sanierung wurden auf 2,6 Millionen Euro gesch√§tzt.[2]

Zeremoniensaal
Das große Porträt Maria Theresias von Martin van Meytens im Zeremoniensaal[12]

Der Zeremoniensaal wurde in erster Linie als Vorzimmer der Appartements des Kaiser Franz Stephan verwendet. Hier versammelte sich die kaiserliche Familie f√ľr Feste wie Taufen, Namenstage, Geburtstage und f√ľr gro√üe Hoftafeln, und um die Oratorien der Schlosskapelle zu betreten.[12] Sechs gro√üe Gem√§lde sind das bestimmende Element in diesem Saal, die Maria Theresia bei Martin van Meytens und seiner Werkstatt in Auftrag gab.[12]

F√ľnf dieser Gem√§lde handeln von der Hochzeit zwischen dem Thronfolger und sp√§teren Kaiser Joseph II. mit Isabella von Parma im Jahre 1760. Die Verm√§hlung war nicht nur ein gesellschaftliches sondern vor allem politisches Ereignis, es sollte die Beziehungen zwischen dem Hause Habsburg und dem franz√∂sischen K√∂nigshaus der Bourbonen verbessern.[12]

Der Gemäldezyklus ist chronologisch geordnet, die einzelnen Gemälde zeigen die wichtigsten Höhepunkte der Feierlichkeiten. Das erste und größte Gemälde stellt den feierlichen Einzug der Prinzessin vom Schloss Belvedere zur Hofburg dar. Eine unendliche Cortege von festlichen Kutschen, Karossen und Reitern schlängelt sich durch ein Siegestor Richtung Hofburg. Die weiteren Gemälde zeigen die Trauung in der Augustinerkirche, die anschließende Hoftafel im Rittersaal und das Souper sowie abschließend die Serenade im Redoutensaal der Hofburg. Van Meytens malte die Bauwerke und Personen und ihre Kleider so detailgetreu, dass eine individuelle Identifikation möglich ist.[12] Bei dem Gemälde der Serenade im Redoutensaal der Hofburg wird sogar der kleine Mozart in der rechten unteren Ecke vermutet.

In der Mitte der √∂stlichen Wand, zwischen den Gem√§lden der Trauung in der Kirche und der Serenade im Redoutensaal, befindet sich ein gro√ües Portr√§t der Maria Theresia. Es zeigt sie stehend, als ‚ÄěErste Dame Europas‚Äú in einem kostbaren Kleid aus Brabanter Kl√∂ppelspitze[12] neben einem Tisch auf dem sich vier Kronen auf einem roten Samtkissen mit goldenen Quasten befinden. Ihre rechte Hand ruht auf einem Zepter, mit ihrer linken Hand deutet sie auf die Kronen ihrer W√ľrde: die Reichskrone, die b√∂hmische Wenzelskrone, die ungarische Stephanskrone sowie den √∂sterreichischen Erzherzogshut.

Vieux-Laque-Zimmer
Vieux-Laque-Zimmer mit dem Porträt von Franz I. von Pompeo Batoni

Das ehemalige Arbeitszimmer von Kaiser Franz I. nennt sich das Vieux-Laque-Zimmer. Nach seinem Tod 1765 ließ seine Witwe Maria Theresia sein Zimmer als Gedächtnisraum umgestalten.[13]

Das Zimmer ist vom Boden bis zur Decke mit Nussholz vertafelt. Zwischen dem Nussholz sind schwarze Lacktafeln aus Peking eingesetzt, die mit vergoldeten Rokoko-Rahmen versehen sind. Weiters befinden sich drei Portr√§ts, die in Auftrag gegeben wurden. In der Mitte h√§ngt das Gem√§lde von Franz I., welches vier Jahre nach seinem Tod im Jahre 1769 von Pompeo Batoni vollendete wurde.[13] Auf der rechten Seite befindet sich das Gem√§lde von Kaiser Joseph II. und seinem j√ľngeren Bruder Gro√üherzog Leopold von der Toskana, dem sp√§teren Kaiser Leopold II. Dieses Gem√§lde wurde ebenfalls von Batoni im Jahre 1769 ausgef√ľhrt.

Die Lacktafeln waren urspr√ľnglich Teil eines chinesischen Paravent, der in Einzelteile als Wanddekoration zers√§gt wurde. Durch die Zers√§gung entstanden Risse, die mit der Zeit schlimmer wurden. Die Einzelteile wurden den √§sthetischen Anspruch des Zimmers angepasst, nicht nach der urspr√ľnglichen, chinesischen Anordnung. Feuchtigkeit und Temperaturschwankungen griffen die Lacksubstanz im Laufe der Zeit weiter an, Ultraviolettlicht bleichte die Goldoberfl√§chen aus. Die Risse und die Oberfl√§che wurden zwar mehrmals ausgebessert, aber eine grundlegende Sanierung fing 2002 an und dauerte drei Jahre. Die letzte Sanierung davor war im Jahre 1872, also das Schloss f√ľr die Weltausstellung herausgeputzt wurde. F√ľr die Sanierung wurden die 138 gr√∂√üeren und 84 kleinen Tafeln der W√§nde, T√ľrf√ľllungen und Supraporten nacheinander abmontiert, restauriert und wieder eingef√ľgt. √Ąltere, fehlerhafte Reparaturen wurden entfernt und fachgerecht ausgebessert um die Tafeln wieder dem urspr√ľnglichen Erscheinungsbild zur√ľckzuf√ľhren.[14] Um die Tafeln in Zukunft besser zu sch√ľtzen wird das Zimmer kontinuierlich vom Sonnenlicht abgeschirmt und ist nur mit ged√§mpften, elektrischem Licht beleuchtet.

Der urspr√ľngliche Wandschirm zeigte reale sowie fantasievolle Szenen aus der chinesischen Landschaft. Erkennbar sind Motive mit Seen, Felsen, Pavillons und Berge auf denen Heilige und Genien ruhen, sowie Pal√§ste, Jagd- und Alltagsszenen der chinesischen Adelsschicht mit ihrer Dienerschaft. Gl√ľck und Reichtum oder Verg√§nglichkeit und Unsterblichkeit werden durch Tier-, Fr√ľchte- und Blumenmotive symbolisiert.[14]

Schlosspark

√úbersichtskarte, siehe Bildbeschreibung

Das Schloss und sein Park bilden ein untrennbares Ensemble. Zwar ist die Anlage bereits in Fischer von Erlachs Entwurf skizziert, doch geht die gartenarchitektonische Gestaltung auf Jean Trehet, einen Sch√ľler Le N√ītres, zur√ľck, der 1695 mit den Planungen begann und bis 1699 st√§ndig in Sch√∂nbrunn besch√§ftigt war. Sp√§teres, wenigstens zeitweiliges, Wirken ebenda ist anzunehmen. Auf Trehet geht die Breite des Parterres zur√ľck (das sich damals aber vermutlich nur in halber jetziger L√§nge erstreckte), und er lie√ü die seitlich davon liegenden Boskette anlegen. Zu Trehets Anlage gibt es zwar Notizen, doch leider keine Abbildungen.

Nachdem Maria Theresia 1742 das Schloss zur Sommerresidenz erkoren hatte, wurde das Parterre um 1750 auf die jetzige Gr√∂√üe erweitert. Um die Umgestaltung der Anlage k√ľmmerte sich insbesondere Kaiser Franz I. Stephan, der 1752 den Tiergarten und 1753, auf daf√ľr zugekauftem Grund, der westlich an das bisherige Areal anschloss, den Holl√§ndisch-Botanischen Garten einrichten lie√ü. Er beauftragte damit den Holl√§nder Adrian van Steckhoven und seinen Gehilfen Richard van der Schot. Zwar wurde 1755 das jetzige Orangeriegeb√§ude fertig gestellt, doch Pl√§ne f√ľr die Gestaltung des H√ľgels gediehen zu Lebzeiten des Kaisers nur so weit, dass eine das Parkett fortf√ľhrende Schneise in den Wald geschlagen wurde.

Erst sieben Jahre nach dem Tode ihres Gemahls gab Maria Theresia eine gr√ľndliche Umgestaltung des H√ľgels und des Parks in Auftrag, und zwar an Hetzendorf von Hohenberg, den ihr Berater Kaunitz bereits 1765 bei Hof eingef√ľhrt hatte. Hohenbergs erstes Projekt (1771/72) sah ein gro√ües Bassin auf der Anh√∂he vor, das eine Anzahl von Springbrunnen speisen sollte, beispielsweise neben dem Neptunbrunnen vier weitere im Gro√üen Parterre. Die Bauarbeiten wurden 1773 begonnen. Ein in der Mittelachse des Parterres seit etwa 1700 bestehendes sternf√∂rmiges Becken wurde in das westliche Boskett versetzt, wo es bis heute als Sternbassin oder Westlicher Najadenbrunnen besteht.

Erst 1776/77 stellte sich endg√ľltig heraus, dass der Wasserbedarf der Brunnen von Hohenbergs erstem Entwurf nicht gedeckt werden konnte, weshalb zw√∂lf bereits gegrabene Brunnenbecken wieder zugesch√ľttet wurden, die vier im Gro√üen Parterre, die anderen am Hang. Hohenberg vollendete stattdessen den Obeliskbrunnen (1777) und die Ruine (1778) und konzentrierte sich danach auf die Gestaltung des Neptunbrunnens. Dieser konnte 1780, noch zu Lebzeiten Maria Theresias, in Betrieb genommen werden.

Der Park wurde um 1779 von Kaiser Joseph II. zum Unmut des Hofadels der √Ėffentlichkeit zug√§nglich gemacht und stellt seither ein wichtiges Erholungsgebiet f√ľr die Wiener Bev√∂lkerung dar. Er wird seit dem Ende der Monarchie von den Bundesg√§rten Wien Innsbruck verwaltet, derzeit unter der Leitung von Brigitte Mang.

Das Große Parterre mit Neptunbrunnen und am Ende die Gloriette, links und rechts davon der Schlosspark

Großes Parterre

Großes Parterre und Gloriette (1900)

Zentrum des Parks bildet das Gro√üe Parterre, das sich seit etwa 1780 an der Hauptachse der Anlage bis zum Gloriette-H√ľgel erstreckt (es hatte ~1750 blo√ü die halbe Gr√∂√üe, und etliche sp√§tere Ideen konnten nicht umgesetzt werden. Insbesondere ein Entwurf von ~1770, der vier gro√üe Springbrunnen vorsah, war mangels Wassers nicht realisierbar.)[15])

Die 32 Skulpturen, die am Rand des "gro√üen Parterre" aufgestellt wurden, entstanden, wie auch die √ľbrigen Figuren im Park, gro√üteils im Atelier von Johann Christian Wilhelm Beyer und nach seinem Konzept; sie stellen Gestalten aus der griechisch-r√∂mischen Mythologie oder deren Geschichte dar. Siehe dazu den Hauptartikel Skulpturen und Plastiken um Schloss Sch√∂nbrunn.

Neptunbrunnen

Der Neptunbrunnen

Hauptartikel: Neptunbrunnen (Wien)

Am Fu√ü des Hanges steht der beeindruckende Neptunbrunnen, der mit √ľberlebensgro√üen Figuren das Parterre optisch abschlie√üt und gleichzeitig den √úbergang zum H√ľgel bildet. Nach vierj√§hriger Bauzeit konnte er noch kurz vor dem Tode Maria Theresias vollendet werden.

Die dargestellte Meerfahrt des Neptun steht als Gleichnis f√ľr den F√ľrsten, der sein Land √ľber die F√§hrnisse des Schicksals hinwegzulenken versteht.

Römische Ruine

Die Römische Ruine (1780)

Die von Hohenberg entworfene und 1778 errichtete k√ľnstliche Ruine orientiert sich an Piranesis Darstellungen der Ruine des r√∂mischen Vespasian-und-Titustempels.[16] Sie hie√ü zun√§chst Ruine von Karthago. Bei der Restaurierung, die 2003 abgeschlossen war, wurde anhand eines zeitgen√∂ssischen Aquarells und auf den Steinen verbliebener Farbreste die urspr√ľngliche F√§rbelung wieder aufgebracht.[17]

Die Anlage besteht aus einem m√§chtigen Rundbogen und seitlichen Mauerfl√ľgeln, die ein rechteckiges Bassin umfassen und dabei den Eindruck eines versinkenden antiken Palastes erwecken. Im Bassin befindet sich auf einer k√ľnstlichen Insel eine von Beyer geschaffene Figurengruppe aus Sterzinger Marmor, welche die Flussg√∂tter von Moldau und Elbe darstellt.[18]

Aus halber H√∂he des Hanges im Hintergrund, exakt in der Achse des Torbogens, √ľberragt die Statue des die M√§chte des B√∂sen bek√§mpfenden Herkules das Ensemble. Geplant war, von dort aus Wasserkaskaden, einer Sintflut gleich, auf Karthago hinzuleiten, was jedoch nie umgesetzt wurde: Es mangelte an Wasser und Geld. In der bestehenden grasbewachsenen Schneise sind die daf√ľr angelegten Terrassen jedoch noch erkennbar.

K√ľnstliche Ruinen, die im Zuge der aufkommenden Romantik ab Mitte des 18. Jahrhunderts sehr beliebt wurden, symbolisieren ambivalent den Untergang einstiger Gr√∂√üe ebenso wie den Bezug zur eigenen heroischen Vergangenheit (indem sie deren vorgebliche √úberreste verherrlichen). Dies erkl√§rt auch die Umdeutung des Gem√§uers, das erst seit etwa 1800 R√∂mische Ruine genannt wird und dadurch den Anspruch der Habsburger ausdr√ľckt, dieses Imperium fortzuf√ľhren. Unweit davon erg√§nzt der kurz zuvor errichtete Obelisk-Brunnen das ikonographische Programm der Gartengestaltung und vertieft denselben Anspruch.

Obeliskbrunnen

Obelisk-Brunnen

Hauptartikel: Obeliskbrunnen

Der Obeliskbrunnen wurde ebenfalls von Hohenberg geplant und, wie in der vergoldeten Sockelinschrift kundgetan, 1777 vollendet.

Ein Grottenberg, der sich aus dem Becken erhebt, wird von Flussgottheiten bev√∂lkert und von einem Obelisken bekr√∂nt, der auf vier goldenen Schildkr√∂ten ruht. Auf der Spitze ein vergoldeter Adler: Symbol absoluter Stabilit√§t, hier mit ausdr√ľcklichem Bezug auf die Pharaonen, und Ausdruck des Fortdauerns des Hauses Habsburg. Die zur Verherrlichung der Herrscher in den Obelisken geschnittenen Hieroglyphen waren zu diesem Zeitpunkt allerdings noch l√§ngst nicht entschl√ľsselt.[19]

Schöner Brunnen

Der Schöne Brunnen

Wenig abseits liegt der Sch√∂ne Brunnen, der dem Schloss und der Anlage den Namen gab. Ein vom Hofg√§rtner Steckhoven errichtetes Brunnenhaus wurde 1771 durch einen Neubau von Hofarchitekt Isidore Canevale ersetzt. Es hat die Form eines Pavillons mit quadratischem Grundriss und ist auf der Vorder- und R√ľckseite durch einen Rundbogen ge√∂ffnet. Vor der R√ľckwand befindet sich mittig, auf einem Becken ruhend, eine allegorische Statue der Quellnymphe Egeria. Sie stammt von Wilhelm Beyer und wurde 1780 aufgestellt. Ihr rechter Arm umfasst die Vase, aus der einst das Quellwasser floss. Die Innenw√§nde des Hauses sind reliefartig mit Tropfstein- und Pflanzendekor √ľberzogen, die Au√üenseite tr√§gt Tropfsteindekor. Eine grundlegende Sanierung wurde bis dato (M√§rz 2008) noch nicht vorgenommen.

Aus diesem Brunnen wurde bis zum Bau der Hochquellwasserleitung auch Trinkwasser f√ľr den Hof gezapft.

Taubenhaus

Das Taubenhaus

Das Taubenhaus wurde bereits um 1750 errichtet. Es ist eine hohe runde Voliere aus Drahtgitter, den oberen Abschluss bildet ein kupfernes kuppelartiges Dach, das von einem Knauf bekr√∂nt wird. Dem luftigen Rundbau wurden vier gemauerte Nischen angef√ľgt, um den V√∂geln Schlafpl√§tze zu bieten.

Das Wegesystem, das um die Anlage herumf√ľhrt, wurde um 1760 in ringf√∂rmigen und radialen G√§ngen angelegt, die im Sch√∂nbrunner Jargon ‚ÄěRingelspiel‚Äú genannt werden. Das Haus wurde durch die wachsenden B√§ume im Lauf der Zeit verdeckt und geriet ‚Äěaus den Augen‚Äú. Die mit Anerkennung als UNESCO Weltkulturerbe verbundenen Auflagen n√∂tigten die Betreiber, B√§ume und Str√§ucher in der N√§he des Hauses so weit zu stutzen, dass es wieder im Sinn der fr√ľheren Gartengestaltung zur Geltung kommt.

Palmenhaus

Palmenhaus im Schlosspark

Eine weitere Hauptattraktion im Schlosspark ist das Palmenhaus. Es wurde von Kaiser Franz Joseph I. 1880 bei seinem Hofarchitekten Franz Xaver Segenschmid in Auftrag gegeben, um die bis dahin auf mehrere Glash√§user verteilten umfangreichen aus aller Welt zusammengetragenen habsburgischen Pflanzensammlungen in w√ľrdigem Rahmen zu pr√§sentieren, und nach nur zwei Jahren Bauzeit er√∂ffnet. 1883 war die erste Bepflanzung abgeschlossen. Mit einer Gesamtl√§nge von 111 m, einer Breite von 28 m und einer H√∂he von 25 m ist das Palmenhaus Sch√∂nbrunn das gr√∂√üte Glashaus des europ√§ischen Festlands und eines der drei gr√∂√üten der Welt. Es beherbergt rund 4500 Pflanzenarten, von denen nur ein Teil fest eingepflanzt ist, ein gr√∂√üerer Teil aber je nach Saison als bl√ľhende K√ľbelpflanzen pr√§sentiert wird.

Sonnenuhrhaus

Das Sonnenuhrhaus

Eine weitere Attraktion ist das W√ľstenhaus, das 2004 im 1904 erbauten Sonnenuhrhaus pr√§sentiert wurde.

Das Geb√§ude wurde, ebenfalls im Auftrag von Kaiser Franz Joseph I. und nach Entw√ľrfen von Alfons Custodis, errichtet, um die ‚ÄěNeuholl√§nder-Sammlung‚Äú unterzubringen, die neben den Pflanzen aus Australien, die der Sammlung den Namen gegeben hatten, inzwischen um Exemplare aus S√ľdafrika sowie S√ľd- und Nordamerika angewachsen war. Auch wurde es als √úberwinterungshaus genutzt.

Nach der Generalsanierung wurde 2004 in diesem Objekt das W√ľstenhaus er√∂ffnet, ein Gemeinschaftsprojekt von Bundesg√§rten und Tiergartenverwaltung, Gegenst√ľck zum 2002 geschaffenen Regenwaldhaus des benachbarten Tiergartens: Neben den Sukkulenten werden V√∂gel, Reptilien und Kleintiere aus W√ľstengebieten vorgestellt.

Weitere Gärten

Irrgarten
Kronprinzengarten
Japanischer Garten

Des Weiteren erw√§hnenswert sind der Irrgarten mit einem neuen Spielplatz und mit interessanten Klang-Stationen, der Kronprinzengarten (beide kostenpflichtig) und der (als reiner Schaugarten nicht betretbare, seit 1917 bestehende) Japanische Garten. Demgegen√ľber ist der am √§u√üerst westlichen Rand liegende Botanische Garten ein von der Bev√∂lkerung gern genutzter Park und Erholungsort.

Irrgarten

Der Irrgarten wurde im 18. Jahrhundert angelegt und geriet zunehmend in Vergessenheit und verfiel. Er wurde in den 1990er Jahren nach urspr√ľnglichem Muster wiederhergestellt.

Kronprinzengarten

Der an der Ostfassade des Schlosses gelegene Garten wird seit 1875 als Kronprinzengarten bezeichnet, da er direkt am ehemaligen Appartement von Kronprinz Rudolf lagen. Bis 1918 war dies der Privatgarten der kaiserlichen Familie.[20]

Der von wildem Wein bewachsenen Laubengang wurde seit jeher zum Lustwandeln genutzt. Das Treillagewerk des hufeisenf√∂rmigen Laubenganges wurde bereits um 1770 durch eine Eisenkonstruktion ersetzt. Die im Gang eingef√ľgten urspr√ľnglichen f√ľnf Treillagepavillons sind wei√ü-gr√ľn bemalte, kunstvoll geschnitzte Holzkonstruktionen, bekr√∂nt durch eine bemalte Kuppel.[21]

Der f√ľnfte und mittlere Pavillon in der Laubengangmitte wurde 1962 auf Grund von Bauarbeiten entfernt und 2002 von Embacher Wien mit einem modernen Aussichtspavillon ersetzt. Der neue Pavillon wurde aus geb√ľrstetem Nirosta-Stahl mit Lochmuster der urspr√ľnglichen Konstruktion nachempfunden erbaut. Dieses Gartensalettl wurde 2003 im Rahmen des alle zwei Jahre verliehenen Adolf Loos Staatspreis Design mit dem bronzenen Joseph Binder Award, dem Preis f√ľr R√§umliche Gestaltung, ausgezeichnet.[21]

Japanischer Garten

Der Japanische Garten wurde im Jahr 1913 angelegt und geriet nach dem Ersten Weltkrieg in Vergessenheit und verschwand. Er wurde in den 1990er Jahren mit Hilfe von japanischen Experten wiederhergestellt.

Filmdrehort

Das Schloss Schönbrunn und seine Gärten dienten einigen Filmproduktionen als Schauplatz, unter anderem Prinzessin Olympia mit Sophia Loren, dem James-Bond-Film Der Hauch des Todes, Marie Antoinette mit Kirsten Dunst und den drei Sissi-Filmen mit Romy Schneider.

Konzert f√ľr Europa / Sommernachtskonzert

In den Jahren 2004 bis 2007 wurde im Park das Konzert f√ľr Europa veranstaltet, in dem die Wiener Philharmoniker unter der Leitung von prominenten Musikern spielten. 2004 dirigierte Bobby McFerrin, das Konzert war auch ein musikalischer Willkommensgru√ü √Ėsterreichs an die in diesem Jahr neu hinzugekommenen EU-L√§nder. 2005 stand Zubin Mehta am Pult, und 2006 zelebrierten die Philharmoniker unter Pl√°cido Domingo musikalisch den √∂sterreichischen EU-Ratsvorsitz. Im Mai 2007 leitete der russische Dirigent Val√©ry Gergiev vom Mariinski-Theater in Sankt Petersburg die Wiener Philharmoniker vor der Kulisse des Barockschlosses. Neben den insgesamt 140.000 Besuchern im Park von Sch√∂nbrunn[22] hatten viele Millionen Zuschauer die Gelegenheit, das Konzert vor den Bildschirmen zu verfolgen.

Seit 2008 spielen die Wiener Philharmoniker jeweils Anfang Juni bei freiem Eintritt ihr Sommernachtskonzert im Schlosspark.

Datum Dirigent Motto
3. Juni 2008 Georges Prêtre
4. Juni 2009 Daniel Barenboim Nacht
8. Juni 2010 Franz Welser-M√∂st Mond ‚Äď Planeten ‚Äď Sterne
2. Juni 2011 Valéry Gergiev Virtuose Bilder

Panorama

Blick auf Schloss Schönbrunn mit Wien im Hintergrund
Blick auf Schloss Schönbrunn mit Wien im Hintergrund

Siehe auch

Literatur

Schloss

  • Kurt Eigl, Franz Hubmann, Christian Barndst√§tter: Sch√∂nbrunn. Ein Schlo√ü und seine Welt. Molden, Wien (1982) ISBN 3-217-00954-1
  • Helmuth Furch: Mitteilungen des Museums- und Kulturvereines Kaisersteinbruch: Schloss Sch√∂nbrunn - der Kaiserstein als meistverwendeter Stufenstein. Eine Begehung mit Elfriede Iby und Andreas Rohatsch, TU-Wien Ingenieurgeologie. Nr. 49, S 11-20, Februar 1998 und Kaiserstein in Wiener Bauten, 300 Beispiele, Nr. 59, Sch√∂nbrunn S 62f, Dezember 2000.
  • F√ľhrer durch Sch√∂nbrunn. √Ėsterreichische Staatsdruckerei, Wien (1969).
  • Josef Glaser: F√ľhrer durch Sch√∂nbrunn. √Ėsterreichische Staatsdruckerei, Wien (1968).
  • Josef Glaser, Heinz Glaser: F√ľhrer durch Sch√∂nbrunn. Verlag der √Ėsterreichischen Staatsdruckerei, Wien (1964).
  • Josef Glaser: Schloss Sch√∂nbrunn. Verlag der √Ėsterreichischen Staatsdruckerei, Wien (1962).
  • Geza Hajos: Sch√∂nbrunn. ISBN 3-552-02809-9
  • Elisabeth Hassmann: Von Katterberg zu Sch√∂nbrunn. Die Geschichte Sch√∂nbrunns bis Kaiser Leopold I. B√∂hlau Verlag, Wien (2004). ISBN 3-205-77215-6
  • Hofkammerarchiv: Camerale Zahlamtsb√ľcher 1729, Schloss Sch√∂nbrunn, J.G.Haresleben; 1753 Geheime Kammerzahlamtsb√ľcher unter F√ľhrung von Hofkammerrat und Zahlamtsmeister Karl Joseph Edler von Dier, Ausgaben 1750-1752, Johann Baptist Regondi.
  • Elfriede Iby (Autor), Alexander Koller: Sch√∂nbrunn. Brandst√§tter; Wien (2007). ISBN 3-85033-059-1
  • Marieluise von Ingenheim: Sissy. Ein Walzer in Sch√∂nbrunn. Tosa Verlagsgesellschaft (2000). ISBN 3-85001-368-5
  • Herbert Kn√∂bl: Das Neugeb√§ude und sein baulicher Zusammenhang mit Schloss Sch√∂nbrunn. Boehlau Verlag, Wien (1988). ISBN 3-205-05106-8
  • Karl Kobald: Schloss Sch√∂nbrunn.
  • Georg Kugler: Schlo√ü Sch√∂nbrunn. Die Prunkr√§ume. Brandst√§tter, Wien (1998). ISBN 3-85447-603-5
  • Friedrich Pernkopf, Erna Baumann-Kay: Sch√∂nbrunn.Verlag f√ľr Jugend und Volk, Wien (1967).
  • Peter Pieler, Ernst R Hoenes, Mark Laird, Rosella Fabiani, Gerte Reichelt (Herausgeberin): Historische G√§rten: Schutz und Pflege als Rechtsfrage. Symposium 28. April 2000. Schloss Sch√∂nbrunn, Weissgoldzimmer. MANZ'sche Wien (2000). ISBN 3-214-06985-3
  • Mario. Molin Pradel: √Ėsterreich. Das Schlo√ü Sch√∂nbrunn in Wien. Pawlak, Herrsch. (1989). ISBN 3-88199-549-8
  • Oskar Raschauer: Sch√∂nbrunn. Der Schlossbau Kaiser Josephs I. Schroll, Wien (1960).
  • Andreas Rohatsch: Gesteinskundliche Untersuchungen im Schloss Sch√∂nbrunn, in: Elfriede Iby, Zur fr√ľhen Baugeschichte, Wissenschaftliche Reihe Sch√∂nbrunn, Bd. 2, 1996.
  • Sch√∂nbrunn: F√ľhrer durch Sch√∂nbrunn.
  • Georg Schreiber: Schloss Sch√∂nbrunn. Ueberreuter, Wien (2001). ISBN 3-8000-3795-5
  • Schlo√ü Sch√∂nbrunn Wien. Westermann Sachbuch, Wien (1985). ISBN 3-14-790583-7
  • Helfried Seemann, Christian Lunzer: Sch√∂nbrunn 1860-1920. Album Verlag f√ľr Photographie, Wien (2006). ISBN 3-85164-158-2
  • Hans Werner Sokop: Sch√∂nbrunner Spaziergang. Novum, Wien (2006). ISBN 3-902514-29-9
  • Otto Stradal: Wunderbares Sch√∂nbrunn. √Ėsterreichischer Bundesverlag f√ľr Unterricht, Wissenschaft und Kunst, Wien (1968).
  • Franz Weller: Die kaiserlichen Burgen und Schl√∂sser in Wort und Bild Aufgrund von Quellenwerken dargestellt Hofburg zu Wien √ľber Augarten, Belvedere, Prater ...G√∂d√∂llŇĎ, Ischl ...bis √ľber Miramar sind alle kaiserlichen Schl√∂sser erkl√§rt dagelegt. k.k. Hof-Buchdruckerei, Wien (1880). ISBN 0-00-322171-7

Gärten

  • Eva Berger: Historische G√§rten √Ėsterreichs. Garten- und Parkanlagen von der Renaissance bis um 1930. Band 3. Wien: B√∂hlau 2004, ISBN 3-205-99353-5, S. 263‚Äď271.
  • Beatrix H√°jos: Die Sch√∂nbrunner Schlo√üg√§rten. Eine topographische Kulturgeschichte. Boehlau Verlag, Wien (2000). ISBN 3-205-98423-4
  • Beatrix Haj√≥s: Sch√∂nbrunner Statuen 1773-1780. B√∂hlau Verlag, Wien (2004). ISBN 3-205-77228-8
  • Erwin Frohmann (Autor), Rupert Doblhammer: Sch√∂nbrunn. Eine vertiefende Begegnung mit dem Schlossgarten. Ennsthaler, Wien 2005, ISBN 3-85068-625-6
  • Im Park von Sch√∂nbrunn. Beschreibung von Schloss und Garten. Daten zur Baugeschichte. ISBN 3-9502095-1-4
  • Richard Kurdiovsky: Die G√§rten von Sch√∂nbrunn. Residenz/Nieder√∂sterreichisches Pressehaus, Wien (2005). ISBN 3-7017-1411-8
  • Andreas Rohatsch: Die Bausubstanz der R√∂mischen Ruine von Sch√∂nbrunn, Institut f√ľr Geologie, TU-Wien 2000.
  • Uta Schedler: Die Statuenzyklen in den Schlossg√§rten von Sch√∂nbrunn und Nymphenburg: Antikenrezeption nach Stichvorlagen. Hildesheim, Z√ľrich, New York: Olms 1985. (Studien zur Kunstgeschichte; 27.) ISBN 3-487-07694-2

Filme

Weblinks

 Commons: Schloss Sch√∂nbrunn und Garten ‚Äď Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ‚ÜĎ Rundgang durch Schlo√ü Sch√∂nbrunn. Schlo√ü Sch√∂nbrunn Kultur- und Betriebsges.m.b.H., 2010, abgerufen am 14. Dezember 2010.
  2. ‚ÜĎ a b c Restaurierung der Gro√üen Galerie in Schlo√ü Sch√∂nbrunn. Schlo√ü Sch√∂nbrunn Kultur- und Betriebsges.m.b.H., 24. M√§rz 2010, abgerufen am 15. Dezember 2010.
  3. ‚ÜĎ a b c F√ľhrung durch die Berglzimmer. Schlo√ü Sch√∂nbrunn Kultur- und Betriebsges.m.b.H., 2010, abgerufen am 14. Dezember 2010.
  4. ‚ÜĎ a b c Die Berglzimmer - die Privatappartements der kaiserlichen Familie. Schlo√ü Sch√∂nbrunn Kultur- und Betriebsges.m.b.H., 2010, abgerufen am 14. Dezember 2010.
  5. ‚ÜĎ Wei√ügoldzimmer 1 (Turnsaal der Kaiserin). Schlo√ü Sch√∂nbrunn Kultur- und Betriebsges.m.b.H., 2010, abgerufen am 14. Dezember 2010.
  6. ‚ÜĎ Wei√ügoldzimmer 2. Schlo√ü Sch√∂nbrunn Kultur- und Betriebsges.m.b.H., 2010, abgerufen am 14. Dezember 2010.
  7. ‚ÜĎ Wei√ügoldzimmer 3 und 4. Schlo√ü Sch√∂nbrunn Kultur- und Betriebsges.m.b.H., 2010, abgerufen am 14. Dezember 2010.
  8. ‚ÜĎ Blaue Stiege. Schlo√ü Sch√∂nbrunn Kultur- und Betriebsges.m.b.H., 2010, abgerufen am 14. Dezember 2010.
  9. ‚ÜĎ a b c Billardzimmer. Schlo√ü Sch√∂nbrunn Kultur- und Betriebsges.m.b.H., 2010, abgerufen am 14. Dezember 2010.
  10. ‚ÜĎ a b Spiegelzimmer. Schlo√ü Sch√∂nbrunn Kultur- und Betriebsges.m.b.H., 2010, abgerufen am 14. Dezember 2010.
  11. ‚ÜĎ a b c Gro√üe Galerie. Schlo√ü Sch√∂nbrunn Kultur- und Betriebsges.m.b.H., 2010, abgerufen am 15. Dezember 2010.
  12. ‚ÜĎ a b c d e f Zeremoniensaal. Schlo√ü Sch√∂nbrunn Kultur- und Betriebsges.m.b.H., 2010, abgerufen am 17. Dezember 2010.
  13. ‚ÜĎ a b Vieux-Laque-Zimmer. Schlo√ü Sch√∂nbrunn Kultur- und Betriebsges.m.b.H., 2010, abgerufen am 19. Dezember 2010.
  14. ‚ÜĎ a b Das Vieux-Laque Zimmer. WEB ES, 2010, abgerufen am 20. Dezember 2010 (Mit Panorama-Ansicht des Vieux-Laque-Zimmers und Youtube Ausschnitt (7:53 min) zur Video-Dokumentation √ľber die Restaurierung der Lacktafeln).
  15. ‚ÜĎ B. Haj√≥s und Entwurf 1770
  16. ‚ÜĎ Siehe beispielsweise hier, 1748, und sp√§tere. Anders als beim Bau der Gloriette wurden, wie von der Ingenieurgeologie der TU-Wien nachgewiesen, s√§mtliche Architekturteile des Bauwerkes neu angefertigt. Die Steine der architektonischen Gliederung stammen aus St. Margarethen, Stotzing und Zogelsdorf. Im Quadermauerwerk der Zungenmauern finden wir harte Steine aus Kaisersteinbruch, W√∂llersdorf und Hundsheim.
  17. ‚ÜĎ Siehe Bild (um 1780)
  18. ‚ÜĎ B. Haj√≥s verweist darauf, dass sie f√ľr einen der vier nicht realisierten Brunnen im Gro√üen Parterre geschaffen worden war. Desgleichen hier, vor 1918; Ob die [unzumutbare!] Umdeutung dieser Figuren zu Donau und Enns mit dem Ende der Monarchie eingeleitet wurde oder erst k√ľrzlich, ist offen.
  19. ‚ÜĎ Siehe Entschl√ľsselung der Hieroglyphen. Der Obelisk besteht aus St. Margarethener Sandstein, die Wandverkleidung des Umganges ist harter Kaiserstein. Die Restaurierungsarbeiten an dieser Anlage wurden 2006 abgeschlossen.
  20. ‚ÜĎ Der Kronprinzengarten_Garten am Keller. Bundesg√§rten, 2010, abgerufen am 21. Dezember 2010.
  21. ‚ÜĎ a b Gartenpavillon im Kronprinzengarten. WEB ES, 2010, abgerufen am 21. Dezember 2010 (Zur Pr√§sentation des Gartenpavillons bei der Preisverleihung wurde ein Video Loop - zu sehen auf www.youtube.com - produziert.).
  22. ‚ÜĎ Das Sch√∂nbrunn Konzert Pressemeldung zum Konzert am 24. Mai 2007

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