Schmuckstein

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Schmuckstein

Schmucksteine (Handelsbezeichnung: Farbsteine) sind Minerale, Gesteine oder Glasschmelzen, welche im Allgemeinen als schön empfunden werden und als Schmuck Verwendung finden, aber auch Stoffe organischer Herkunft, wie beispielsweise Bernstein, Pechkohle oder relativ kleine und formschöne Fossilien. Entsprechend der Definition der internationalen Handelsorganisation CIBJO zählen außerdem Perlen, Perlmutt und Korallen zu den Schmucksteinen.

Die Lehre von den Edelsteinen und Schmucksteinen wird als Gemmologie bezeichnet.

Auswahl verschiedener Schmucksteine. Das größte Exemplar misst etwa 40 mm

Inhaltsverzeichnis

Allgemeine Geschichte

Wahrscheinlich schon seit der Altsteinzeit finden Steine auch als Schmuck Verwendung. In der Antike wurden Edelsteine neben Gold, Silber und anderen Materialien zu Schmuck verarbeitet.

Schmucksteine waren Rubin, Smaragd, Saphir und Beryll. Als Schmuckstein fand aber auch der Bernstein Verwendung. Da Schmucksteine meist auch einen betr√§chtlichen Wert darstellten, wurden diese nicht selten gef√§lscht. Die Farbe von einigen Mineralien, beispielsweise Achat, wurde durch Brennen oder Einf√§rben ver√§ndert. Diese und einige andere traditionellen Verbesserungen m√ľssen nicht deklariert werden, wohingegen Farbver√§nderungen durch Bestrahlung mit elektromagnetischen Wellen stets angegeben werden m√ľssen.

Im Altertum und Mittelalter wurden Juwelen nur mehr oder weniger rund geschliffen, der Facettenschliff kam erst in der fr√ľhen Neuzeit auf. Auch der Diamant ist erst in der Neuzeit zum Schmuckstein geworden, w√§hrend er in der Antike aufgrund seiner H√§rte von Handwerkern eingesetzt wurde, etwa zum Schnitzen von Gemmen.[1]

Minerale

Minerale in entsprechender Qualit√§t finden oft als Edel- bzw. Schmuckstein Verwendung. In Abh√§ngigkeit von der Mineralart (beispielsweise Diamant, Korund, Malachit) werden unterschiedliche Kriterien zur Qualit√§tsbestimmung angewandt. Oft entscheiden die Transparenz, Reinheit, Seltenheit und Farbe √ľber die Verwendung und den Wert. Bei einem der wertvollsten Edelsteine, dem Diamanten, zieht man vier Eigenschaften (4 C) heran, die Schliffform bzw. Proportionen (Cut), die Masse in Karat (Carat), die Farbe (Colour) und die Reinheit (Clarity), von denen sich nur die erste vom Menschen direkt beeinflussen l√§sst. Farbver√§nderungen m√ľssen deklariert werden. Manche Minerale besitzen Einschl√ľsse, die den Wert des Steins mindern, aber auch steigern k√∂nnen. Auch der Fundort kann einen Unterschied in feinen Details der individuellen Auspr√§gung machen, die wiederum einem Spezialisten den Ursprung des Steins verraten.

Schmucksteine werden zum Teil w√§rme- oder radioaktiv behandelt, um ihre optischen Eigenschaften zu verbessern oder zu √§ndern. Die Farbe von manchen Amethysten schl√§gt beispielsweise nach einer W√§rmebehandlung von violett zu gelb um. Anschlie√üend wird das behandelte Mineral als ‚ÄěCitrin‚Äú in den Handel gebracht. In Deutschland m√ľssen diese k√ľnstlich behandelten Minerale entsprechend gekennzeichnet sein.

Minerale in Schmuckqualität werden auch synthetisch hergestellt, so beispielsweise Quarz mit seiner Varietät Amethyst oder Korund. Die Qualität von synthetischen Diamanten konnte in den letzten Jahren stark verbessert werden, so dass diese zum Teil jetzt auch als synthetischer Schmuckstein Verwendung finden.

Edelsteine

Auswahl facettierter Schliffformen

Edelsteine sind Schmucksteine, die folgende drei Kriterien erf√ľllen:

Bekannte Edelsteinarten sind beispielsweise Rubin, Saphir, Smaragd und Topas. Ein Diamant ist eine spezielle kristalline Erscheinungsform elementaren Kohlenstoffs. Nach obiger Definition gehört er heute auch zu den Edelsteinen, während er im Mittelalter als Schmuckstein keinen besonderen Wert hatte[2] und meist nur die farbigen Steine als Edelsteine bezeichnet wurden.[3]

Meist werden Edelsteine heute zu Formen geschliffen, welche die Lichtreflexion erh√∂hen und durch die G√ľte der Politur den Glanz verst√§rken, aber auch um dem Mineral eine zur Weiterverarbeitung in Schmuck geeignete Form zu geben. Lediglich bei in Brillantschliff geschliffenen Diamanten spricht man von Brillanten, andere Edelsteinarten im Brillantschliff m√ľssen durch den Edelsteinnamen erg√§nzt werden.

Klassifikation

Sammlung von Schmucksteinen

Neben den weiter oben schon erwähnten Klassifikationsmerkmalen, wie Lichtdurchlässigkeit, Reinheit und Farbe, gibt es unter anderem noch folgende Kriterien, die an die Kriterien der Mineralbestimmung angelehnt sind:

Zu den angewandten Kriterien zählt zunächst die chemische Zusammensetzung, Diamanten bestehen beispielsweise aus Kohlenstoff, Rubine aus chromgefärbtem Aluminiumoxid (Al2O3). Weiterhin werden Edelsteine auch nach ihrem Kristallsystem, der Art des Kristallgitters unterschieden, das beispielsweise kubisch, trigonal oder monoklin sein kann. Der sogenannte Habitus, die Form, in welcher der Edelstein in der Natur zu finden ist, ist ein weiteres Klassifikationskriterium.

Edelsteinarten werden oft weiter in unterschiedliche Variet√§ten unterteilt: Die Bezeichnung des Korundes wird durch seine Farbe festgelegt: Roter Korund wird etwa als Rubin gehandelt, ein spezielles rot-orange als Padparadscha. Die restlichen Farben werden als Saphir bezeichnet, dabei ist der blaue Saphir am wertvollsten. Auch Diamanten k√∂nnen in unterschiedlichen Farbt√∂nungen vorkommen, die dann als ‚Äěfancy diamond‚Äú bekannt sind. Beryll findet man als Smaragd (gr√ľn), Aquamarin (blau), Roter Beryll (veraltet auch Bixbit, rot), Goshenit (farblos), Goldberyll (Handelsname: Heliodor, gelb) oder Morganit (rosa).

Physikalische Unterschiede manifestieren sich im Brechungsindex, der Dispersion, der spezifischen Dichte, der Härte, Spaltbarkeit, Sprödigkeit und dem Glanz. Edelsteine wie Turmaline können durch Pleochroismus in verschiedenen Richtungen unterschiedliche Farben zeigen oder doppelbrechend sein. Charakteristisch ist auch ihr Absorptionsspektrum.

F√ľr den Wert eines Edelsteins spielt schlie√ülich auch seine Gr√∂√üe eine bedeutende Rolle.

Violinschl√ľssel aus Schmucksteinen

‚ÄěHalbedelsteine‚Äú

Als Halbedelsteine bezeichnete man fr√ľher Minerale, die sich durch ihre Sch√∂nheit auszeichnen, im Gegensatz zu den Edelsteinen aber wesentlich h√§ufiger in der Natur vorkommen. Sie sind meist nicht so hart und weniger wertvoll als Edelsteine. Heute spricht man ausschlie√ülich von Edelsteinen oder von Schmucksteinen. Der Begriff Halbedelsteine ist veraltet und sollte in der Mineralogie und Gemmologie nicht mehr angewendet werden. Er deutet eine gewisse Minderwertigkeit an, die tats√§chlich aber nicht vorhanden ist.

Klassifikation

Die Verwendbarkeit und der Wert eines Edelsteins/Schmucksteins richten sich nach Kriterien, die sehr stark abh√§ngig von der Mineralart sind. So gibt es f√ľr Erze wie H√§matit und Pyrit keine weiteren Kriterien als den Glanz und unter Umst√§nden die Form. Bei Granaten, Quarzen und anderen Mineralen spielen √§hnlich wie bei Edelsteinen Lichtdurchl√§ssigkeit, Reinheit und Farbe eine Rolle

Manipulationen und Imitationen

Viele Minerale oder Gesteine, die als Schmuckstein Verwendung finden, werden auf verschiedene Art und Weise manipuliert, um ihre Eigenschaften (Farbe, Glanz, Haltbarkeit) zu verbessern und damit begehrenswerter zu machen oder andere, seltene und wertvolle Schmucksteine nachzuahmen.

√Ėlen/Fetten

Eine der √§ltesten Methoden Steine aufzubessern ist das √Ėlen, um damit Risse zu √ľberdecken. Der Stein wirkt transparenter und die Farben leuchtender und intensiver (vergleiche zwischen nassen und trockenen Flusskieseln). Die verwendeten √Ėle reichen von tierischen √Ėlen (Walrat, Talg) √ľber pflanzliche Fette (Pflanzen√∂l, Oliven- oder Sonnenblumen√∂l) bis hin zu synthetischen √Ėlen und sogar Baby√∂l (Vaseline).

Ge√∂lte Steine ‚Äěschwitzen‚Äú das √Ėl bei W√§rmezufuhr leicht aus, au√üerdem trocknet es mit der Zeit ein. Beides f√ľhrt zur Fleckenbildung und Glanzverlust. Ge√∂lte Rohsteine und Mineralien k√∂nnen unter Umst√§nden durch die Bildung eines nicht abwaschbaren, h√§sslichen √úberzugs v√∂llig unbrauchbar werden. Nur bei Verwendung von farbigen √Ėlen ist der Zusatz gef√§rbt Pflicht. Es gilt aber in Sammlerkreisen als nicht korrekt, wenn man solche St√ľcke ohne Kennzeichnung anbietet, da die optischen Eigenschaften der St√ľcke (wertbestimmend!) wesentlich ver√§ndert werden.

Wachsen/Paraffinieren

Statt mit √Ėl kann man auch mithilfe von Wachs oder Paraffin Risse √ľberdecken und Glanz sowie Farbe verst√§rken. Das Paraffinieren ist etwas haltbarer und kommt vor allem bei undurchsichtigen Schmucksteinen und Trommelsteinen zum Einsatz. Allerdings wird auch das Wachs mit der Zeit durch Gebrauch oder starke W√§rmeeinstrahlung abgetragen. Das Paraffinieren, so es farblos ist, muss im Handel nicht angegeben werden. Auch diese Methode ist in Sammlerkreisen nicht angesehen.

Stabilisieren

Weiche, por√∂se oder grobk√∂rnige Schmucksteine werden mit einem √úberzug aus Harz beziehungsweise Kunstharz behandelt, um sie vor Besch√§digungen durch Kratzer und Chemikalien (Schwei√ü, Seife) zu bewahren. Allerdings kann auch hierbei durch Einsatz von gef√§rbten Harzen die Farbe ver√§ndert werden. Stabilisierte Schmucksteine m√ľssen den Zusatz behandelt tragen.

Rekonstruktionen

Rekonstruktionen sind vor allem bei undurchsichtigen Steinen weit verbreitet, aber auch bei Bernstein ist diese Methode beliebt. Hierbei werden pulverisiertes Material oder kleine Bruchst√ľcke entweder miteinander verschmolzen (Bernstein), gesintert (H√§matit) oder mit einem passenden Bindemittel verklebt (Malachit, T√ľrkis). Rekonstruktionen von Bernstein d√ľrfen als ‚Äěecht Bernstein‚Äú bezeichnet werden, H√§matit wird dagegen in H√§matin umbenannt. Alle anderen Schmucksteine, die keinen gesonderten Handelsnamen haben, m√ľssen als ‚Äěrekonstruiert‚Äú bezeichnet werden.

Färben

Schmucksteine mit unerw√ľnschter oder zu blasser Farbe werden mit verschiedenen, meist oberfl√§chlichen, Methoden umgef√§rbt, um sie aufzuwerten. Alle gef√§rbten Schmucksteine m√ľssen auch als solche bezeichnet werden.

Gef√§rbte √Ėle, Wachse oder Kunststoffe
sind g√§ngige Mittel, um Schmucksteine umzuf√§rben. Allerdings lassen sich nur por√∂se Steine durch- oder wenigstens tiefenf√§rben. Bei allen anderen liegt das Farbmittel an der Oberfl√§che oder bei rissigen Steinen h√∂chstens einige Millimeter tief. Beispielsweise werden Achate l√§ngere Zeit in einer Farbl√∂sung erhitzt, Karneol anschlie√üend noch gebrannt, um die endg√ľltige Farbnuance zu erreichen und das Farbmittel zu fixieren. Oberfl√§chlich gef√§rbte Steine reiben sich, vor allem bei h√§ufigem K√∂rperkontakt, mit der Zeit ab.
Bedampfen
ist eine recht haltbare und schwer zu erkennende Möglichkeit des Färbens, die zusätzlich noch einen schillernden Effekt hervorruft. Hierbei wird das behandelte Mineral (Bergkristall, Topas) mit Metall, meistens Gold, bedampft.
Tränken in Zuckerlösung
und anschließende Dehydratation (Wasserentzug) wird vor allem bei Achat und Schwarzopal angewandt, um den seltenen Onyx zu imitieren. Allerdings ist die schwarze Farbe bei Schwarzopal naturgemäß nur wenige Millimeter dick, um das wasserhaltige Mineral beim Dehydratisieren nicht zu zerstören.

Brennen

Brennen bedeutet, dass die rohen Schmucksteine auf bis zu mehrere Hundert Grad Celsius erhitzt werden, um Farbe und Transparenz zu ver√§ndern. F√§rbende, metallische Einschl√ľsse werden dabei oxidiert, Kristallisationsfehler und damit Tr√ľbungen aufgel√∂st. Je nach Temperatur und Brenndauer k√∂nnen verschiedene Schmucksteine unterschiedliche Farbnuancen erhalten. Bei der Umwandlung von beispielsweise Amethyst in Citrin nimmt dieser bei einer Temperatur von etwa 470 ¬įC eine hellgelbe, zwischen 550 ¬įC und 560 ¬įC jedoch eine dunkelgelbe bis rotbraune Farbe an. Rauchquarze lassen sich teilweise schon bei 300 bis 400 ¬įC umwandeln. Das Brennen ver√§ndert die Steine dauerhaft, ist aber nur schwer nachzuweisen und muss auch nicht angegeben werden.

Besonders lukrativ ist das Brennen bestimmter, preiswerter, milchweißer Saphire, sogenannter Geuda, zu kornblumenblauer Farbe. Eine Wertsteigerung vom 10- bis 100-fachen ist so möglich. Sogar bereits facettierte Steine können so gebrannt werden, wenn sie einschlussarm sind.

Bestrahlen

Auch das Bestrahlen mit R√∂ntgen- oder Radioaktiven Strahlen (Gamma-, Neutronen- oder seltener Alphastrahlen) dient der Farbver√§nderung, die sehr stark sein kann, aber im Gegensatz zum Brennen nicht immer von Dauer ist. Au√üerdem entstehen im Stein bei Bestrahlung mit Neutronen Radionuklide, die den Schmuckstein unter Umst√§nden radioaktiv werden lassen. Sie m√ľssen daher bis zum Abklingen der Strahlung in Quarant√§ne, die teilweise einige Jahre dauern kann. Alle so ver√§nderten Schmucksteine m√ľssen den Zusatz behandelt oder bestrahlt tragen.

Synthese

Minerale k√∂nnen aus den entsprechenden Grundelementen k√ľnstlich (synthetisch) hergestellt werden, beispielsweise nach dem Verneuil-Verfahren. Zur Herstellung bestimmter Schmucksteine sind allerdings zus√§tzlich Hitze und Druck n√∂tig. Der Diamant ist hierf√ľr das beste Beispiel, aber auch viele andere Minerale werden mittlerweile in sehr guter Qualit√§t synthetisiert und weisen nur geringe Unterschiede zu ihren nat√ľrlichen Vorbildern auf. Besonders verbreitet sind Synthesen neben dem Diamanten auch von Rubinen und Saphiren, Smaragden, verschiedenen Quarzen und Opalen. Alle Synthesen m√ľssen als solche gekennzeichnet werden.

Heutzutage werden in Spielwarenhäusern spezielle Chemiebaukästen angeboten, die jedoch nur Kristalle von schmucksteinähnlichem Aussehen hervorbringen (meist durch Rekristallisation von Kalialaun oder ähnlichen, ungefährlichen Salzen und eventuell vorhandenen Farbzusätzen aus gesättigter wässriger Lösung).

Synthesen werden oft f√ľr Modeschmuck verwendet, da sie im Gegensatz zu Ihren nat√ľrlich entstandenen Vorbildern meist preiswerter herzustellen sind. So lassen sich g√ľnstige Schmuckst√ľcke herstellen, deren k√ľnstlich hergestellten Synthesen kaum von echten Schmucksteinen zu unterscheiden sind.[4]

Imitationen

Da sich viele Minerale vor allem in der Farbe sehr ähnlich sehen, werden seltene und damit teure oft durch häufigere und damit billigere Minerale nachgeahmt. Noch einfacher ist es, Imitationen mithilfe von Glas oder Keramik zu erzeugen. Um echte Schmucksteine von Fälschungen unterscheiden zu können, sind ihre physikalischen und chemischen Eigenschaften zu analysieren.

Dublette/Triplette

Aufbau einer Dublette/Triplette
1. Schmuckstein
2. Unterlage
3. Auflage

Ein Sonderfall der Imitation ist die Dublette beziehungsweise Triplette, die aus zusammengesetzten Schichten von echtem Schmuckstein und Glas, Synthesen, Quarz oder anderen Festk√∂rpern besteht. Bei dieser Methode kann man aus wenig Grundmaterial viele Steine herstellen. Es wird zwar z. B. echter Opal verwendet, aber es ist eine massive Manipulation des Steins. Tripletten und Doubletten sind deklarationspflichtig.

Bei Dubletten handelt es sich um eine d√ľnne Schicht des echten Edelsteins, die auf eine Unterlage aus Obsidian, verschiedenen Eisensteinen, Potch (undurchsichtiger Opal ohne Farbspiel) oder auch Kunststoff geklebt wird. Dies bewahrt die empfindlichen Steine unter anderem vor K√∂rper- und damit Schwei√ükontakt. Bei Tripletten gibt es entsprechend zwei abdeckende Schichten, die Unterlage sch√ľtzt gegen K√∂rperkontakt, die Oberlage vor Kratzern und Austrocknung und wird deshalb besonders h√§ufig bei Opalen angewendet.

Identifikation

Um F√§lschungen, Manipulationen oder Imitationen herauszufinden, k√∂nnen die Dichte oder bei durchscheinenden Mineralien die Brechkraft der zu untersuchenden Schmucksteine herangezogen werden. F√ľr die Bestimmung der Brechkraft eignet sich besonders einfach die sogenannte Immersionsmethode.

Wesentlich aufwendiger sind spektroskopische Untersuchungen, mit denen die spektrale Verteilung der charakteristischen Absorptionslinien im Absorptionsspektrums analysiert werden kann.

Mit Hilfe der Fluoreszenz lassen sich bestimmte Edelsteine ebenfalls identifizieren. Zur Anregung durch Licht werden vor allem die beiden ultravioletten Wellenlängenbereiche zwischen 200 und 280 Nanometer und 315 und 400 Nanometer verwendet. Die Steine leuchten dann in charakteristischen Farben im sichtbaren Licht.

Esoterik

Viele Schmucksteine finden in der Esoterik als Heilstein Verwendung oder sollen in Amuletten vor schlechten Einfl√ľssen sch√ľtzen.

Siehe auch

Literatur

  • Bernhard Bruder: Gesch√∂nte Steine. Neue Erde Verlag, 1998, ISBN 3-89060-025-5.
  • Walter Schumann: Edelsteine und Schmucksteine. 6. Aufl., BLV Verlags GmbH, M√ľnchen 1976/1989, ISBN 3-405-12488-3.

Weblinks

 Commons: Gemstones ‚Äď Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ‚ÜĎ Ruhr-Uni-Bochum, Projekt Diamant: Zauber und Geschichte eines Geschenks der Natur, Brosch√ľre Rubin 1/03.
  2. ‚ÜĎ Vgl. Jan Hirschbiegel: √Čtrennes, S. 154, Fu√ünote.
  3. ‚ÜĎ Vgl. Alois Haas, Ludwig H√∂dl, Horst Schneider: Diamant: Zauber und Geschichte eines Wunders der Natur, S. 78.
  4. ‚ÜĎ J. Liebertz: Synthetische Schmucksteine . Springer Berlin / Heidelberg, 2004, ISSN 0028-1042

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