Schöpfungsmythos

ÔĽŅ
Schöpfungsmythos
Dieser Artikel behandelt den religiösen Schöpfungsbegriff. Zu Schöpfung im Sinne menschlichen Schaffens siehe Kreativität, Erfindung, Werk (Urheberrecht), geistiges Eigentum, Schöpfungshöhe.

In den verschiedenen Religionen bezeichnet Schöpfung die Erschaffung der Welt, der Dinge und die Entstehung des Menschen, meistens durch eine eigenständige Macht (Gott).

Ein Schöpfungsmythos ist eine zumeist theologische oder religiöse Erklärung zur Entstehung der Welt, des Universums, oder des Ursprungs des Menschen. Alle Schöpfungsmythen gehen von personifizierten Mächten aus, die selber aus einem präexistenten Nichts oder Chaos heraus die Welt kreiert haben. Es gibt eine erste Ursache.

Inhaltsverzeichnis

Die Schöpfung in verschiedenen Religionen und Kulturen

Als √§lteste bekannte Sch√∂pfungsmythen der westlichen Welt gelten diejenigen der Sumerer mit den auch sp√§ter in der Bibel auftauchenden Motiven. Diese Mythen wurden in angepasster Form von den eindringenden Semiten √ľbernommen und im neubabylonischen Reich dessen Hauptgott Marduk als Sch√∂pfer zugeschrieben.

Neuere Sch√∂pfungsmythen suchen teilweise den ausdr√ľcklichen Einklang mit den Naturwissenschaften. So gibt es Hypothesen, welche die Herkunft des irdischen Lebens aus dem All beschreiben. Genannt sei hier auch die Gaia-Hypothese.

Judentum und Christentum

Schöpfung in der Bibel

Darstellung der Sch√∂pfung am Westportal des Ulmer M√ľnsters

Die Bibel nennt Gott den Schöpfer. Beispiele:

  • ‚ÄěDenn so spricht der HERR, der den Himmel geschaffen hat ‚Äď er ist Gott; der die Erde bereitet und gemacht hat ‚Äď er hat sie gegr√ľndet; er hat sie nicht geschaffen, dass sie leer sein soll, sondern sie bereitet, dass man auf ihr wohnen solle: Ich bin der HERR, und sonst keiner mehr.‚Äú Jesaja 45,18
  • ‚Äěsiehe, er ist's, der die Berge macht und den Wind schafft; er zeigt dem Menschen, was er im Sinne hat. Er macht die Morgenr√∂te und die Finsternis‚Äú Amos 4,13

Dieser Text ist in zwei Berichten zu Beginn der Genesis (griech. ‚ÄěEntstehung‚Äú) ausformuliert, die nach historisch-kritischer Auffassung von verschiedenen Autoren aus verschiedenen Zeiten, nach evangelikaler Auffassung von Moses stammen. Den Sch√∂pfungstext in Genesis 2 schreibt die historisch-kritische Pentateuch-Forschung oft dem Jahwisten zu, einer hypothetischen Quelle, die manche in die Salomozeit datieren, die aber vermutlich deutlich j√ľnger sei, eventuell stamme der Text erst aus exilischer Zeit. Der Sch√∂pfungsbericht in Genesis 1 gilt in der Forschung als der j√ľngere; er stammt m√∂glicherweise aus der exilisch-nachexilischen Priesterschrift, ebenfalls eine hypothetische Quelle, welche ‚Äď ebenso wie der Jahwist und der Elohist ‚Äď bis heute nicht nachgewiesen werden kann.

Das hebr√§ische Wort bar√°¬ī und das griechische Wort kt√≠zo, die beide ‚Äěschaffen‚Äú, ‚Äěerschaffen‚Äú bedeuten, werden in der Bibel ausschlie√ülich mit Bezug auf das sch√∂pferische Handeln Gottes gebraucht.

Schöpfungstexte der Genesis

Augenscheinlich liefert das 1. Buch Mose (Genesis) der Bibel zwei Sch√∂pfungstexte. Nach der Dokumenten-Hypothese der historisch-kritischen Theologie k√∂nne der Pentateuch nicht, wie √ľberliefert, durch einen Autor (n√§mlich Mose) niedergeschrieben worden sein (siehe Biblische Verfasserschaft); vielmehr sei dies durch das Verschmelzen verschiedener Traditionsstr√∂me w√§hrend der m√ľndlichen und schriftlichen √úberlieferung entstanden zu denken. Manche Theologen bezweifeln die Dokumenten-Hypothese, und weisen darauf hin, dass die zwei Berichte auch zusammen einen Sinn ergeben, wenn man ber√ľcksichtigt, dass die so genannte Stereometrie ein g√§ngiges Erz√§hlprinzip hebr√§ischer Autoren war. Der ‚ÄěQuellenscheidungstheorie‚Äú wird z.B. aus evangelikal-theologischen Kreisen zus√§tzlich dazu entgegnet, dass Jesus Christus selbst das Pentateuch unmissverst√§ndlich Moses zuschreibt, was ausgehend von ihrer Position, dass seinem Wort g√∂ttliche Autorit√§t zukommt, verbindlich gelte: ‚ÄěDenn wenn ihr Moses glaubtet, so w√ľrdet ihr mir glauben, denn er hat von mir geschrieben. Wenn ihr aber seinen Schriften nicht glaubet, wie werdet ihr meinen Worten glauben?‚Äú (Joh 5,46-47).

In Genesis 1,1 - 2,4a wird in stark formalisierter Sprache das bekannte Sechs-Tage-Sch√∂pfungswerk (Genesis 1,31 und Exodus 20,11) beschrieben. Am Anfang eines jeden Tages steht das Wort Gottes, gefolgt von der Best√§tigung ‚Äěund es geschah so‚Äú. Gott betrachtet sein ‚ÄěTageswerk‚Äú und ‚Äěsah, dass es gut war‚Äú (au√üer am 2. Tag ‚Äěund es rief Gott dem Gew√∂lbe: Himmel und es wurde Abend und es wurde Morgen‚Äú). Am Ende des 2. Tages wird aus ‚ÄěAbend und Morgen‚Äú der n√§chste Tag. Hier wird haupts√§chlich die Erschaffung des gesamten Universums beschrieben, der Mensch wird am sechsten Tag erschaffen. Ihm kommt eine besondere Bedeutung zu, da er als letztes Lebewesen und als ein Ebenbild Gottes geschaffen wurde.

Eine sehr √§hnliche Sch√∂pfungsgeschichte gab es in der √§gyptischen Stadt Memphis: Der Gott Ptah, Gott der Handwerker und Baumeister, erschafft durch seine Zunge und sein Herz den Sonnengott Atum (entsprechend dem ‚Äěes werde Licht‚Äú der Bibel). Die memphitische Theologie ist die fr√ľheste bekannte Theologie, die auf dem Prinzip des Logos beruht, der Sch√∂pfung durch das Wort und die Rede.

Direkt darauf folgt ein Bericht, der als eine Version aufgefasst wird, die in Mesopotamien spielt:

Genesis 2,4b - 25 ‚ÄěEs war zu der Zeit, da Gott JHWH Erde und Himmel machte.‚Äú Genesis 2 ist auf die Erschaffung des Menschen und seiner Umwelt, des Gartens konzentriert. Der zweite Sch√∂pfungstext beabsichtigt offenbar keine chronologische Darstellung, sondern r√ľckt die Beziehung des Menschen zur Sch√∂pfung in den Mittelpunkt.

Damit der Mensch nicht allein ist (2,18) baute Gott ‚Äěein Weib aus der Rippe, die er vom Menschen genommen hatte, und f√ľhrte sie dem Menschen zu" (2,22). Sodann folgen in diesem Bericht die weiteren Begebenheiten mit Adam und Eva im Garten Eden.

Im zweiten Bericht sind weitere Details zu der Sch√∂pfung des Menschen beschrieben, die im ersten Bericht nicht erw√§hnt werden, aber dazu sowie auch untereinander teilweise widerspr√ľchlich oder inkonsequent und sogar unvereinbar erscheinen. Einzelheiten der Sch√∂pfung der Erde, Pflanzen und Lebewesen sind wiederum im ersten Bericht detaillierter. Gemeinsam ist beiden Berichten, dass die Welt durch einen einzigen Gott geschaffen dargestellt wird (Monotheismus), obwohl der Ausdruck f√ľr Gott Elohim eine Mehrzahlform (genauer Dual) darstellt und mehrfach auch von Gott im Plural (wir und uns) die Rede ist.

Ein Bericht im Buch der Spruchweisheiten

Wenig beachtet findet sich in der hebräischen Bibel (AT, Tanach) eine weitere Darstellung der Schöpfung. Die personifizierte Weisheit (Sophia) berichtet dort:

Spr√ľche 8,22-31 ‚ÄěDer HERR hat mich schon gehabt im Anfang seiner Wege, ehe er etwas schuf, von Anbeginn her. Ich bin eingesetzt von Ewigkeit her, im Anfang, ehe die Erde war. Als die Meere noch nicht waren, ward ich geboren, als die Quellen noch nicht waren, die von Wasser flie√üen. Ehe denn die Berge eingesenkt waren, vor den H√ľgeln ward ich geboren, als er die Erde noch nicht gemacht hatte noch die Fluren darauf noch die Schollen des Erdbodens. Als er die Himmel bereitete, war ich da, als er den Kreis zog √ľber den Fluten der Tiefe, als er die Wolken droben m√§chtig machte, als er stark machte die Quellen der Tiefe, als er dem Meer seine Grenze setzte und den Wassern, dass sie nicht √ľberschreiten seinen Befehl; als er die Grundfesten der Erde legte, da war ich als sein Liebling bei ihm; ich war seine Lust t√§glich und spielte vor ihm allezeit; ich spielte auf seinem Erdkreis und hatte meine Lust an den Menschenkindern.‚Äú

Die personifizierte Sophia, im Christentum mit dem Heiligen Geist gleichgesetzt, spielt auch im Gnostizismus eine wichtige Rolle. Als eine der Emanationen des urspr√ľnglichen alleinigen und nicht-erkennbaren obersten Gottes hat sie dem materiellen menschlichen Gesch√∂pf der weiteren g√∂ttlichen Emanation, des Demiurgen Ialdabaoth, Geist und damit das ihn vom Tier Unterscheidende eingeblasen. Die nur √ľber eine begrenzte Einsicht verf√ľgende Gottheit Ialdabaoth meinte dann, sie allein habe die Sch√∂pfung geschaffen und nannte sich entsprechend in der Bibel alleiniger Sch√∂pfer. Aufgrund der unvollkommenen Natur Ialdabaoths sei dann auch entsprechend die Sch√∂pfung naturgem√§√ü unvollkommen ausgefallen d.h. das B√∂se in die Welt gekommen.

Aussagen im Neuen Testament

Der (√ľberwiegend) griechische Teil der Bibel, genauer das Neue Testament (NT), nennt Jesus Christus den Sohn Gottes, der seinen Sch√∂pfer als denjenigen w√ľrdigte, der die Menschen erschuf und sie m√§nnlich und weiblich machte. Der Apostel Paulus schreibt √ľber Jesus, den Mitsch√∂pfer, im Kolosserbrief (1,15-18) folgende Worte: ‚ÄěEr ist das Bild des unsichtbaren Gottes, der erstgeborene Sohn des Vaters; er ist der Anfang der Sch√∂pfung. Durch ihn ist alles geschaffen worden, was im Himmel und auf der Erde lebt, alles, was man sehen kann, und auch die unsichtbaren M√§chte und Gewalten. Alles hat Gott durch ihn geschaffen, und in ihm findet alles sein letztes Ziel. Er war vor allem anderen da, und alle Dinge bestehen durch ihn. Er ist auch das Haupt des Leibes, und dieser Leib ist die Gemeinde. Er ist der Anfang der neuen Sch√∂pfung, denn er ist der erste von allen Toten, der zu neuem Leben geboren wurde; in allem mu√ü er der Erste sein.‚Äú

Der monotheistische Schöpfungsbegriff

Anders als in anderen Religionen und Kulturen bezeugt der Sch√∂pfungsbegriff in den monotheistischen Religionen eine Bezogenheit des einzelnen Menschen auf den oder das Andere, d.h. auf den Sch√∂pfergott und √ľber diesen auf jedes andere Mitgesch√∂pf, egal ob Mensch, Pflanze, Tier oder unbelebte Natur. Profaner ausgedr√ľckt: er verweist auf die Tatsache, dass unsere Umwelt, da wir sie erstmals erkennen, bereits da ist, und auch dann noch da sein wird, wenn wir l√§ngst vergangen sein werden. Mit anderen Worten, der von den Theologien der monotheistischen Religionen mit einer zus√§tzlichen Bedeutung ausgestattete Begriff bezeugt eine der Natur und ihren Lebewesen innewohnende Dimension, die keine wirkliche Transzendenz bedeutet, die aber doch immerhin das Sein und Dasein des einzelnen Menschen √ľbersteigt und diesen nicht nur mit einem Sch√∂pfergott, sondern √ľber diesen auch mit allen √ľbrigen Gesch√∂pfen (aller Zeiten) in Wechselbeziehung setzt. Die Differenzierung zwischen Sch√∂pfer und Sch√∂pfung gibt der Welt, von Gott geliebt, also einen Eigenwert.

Diese Wechselbeziehung ist grundlegend f√ľr die den monotheistischen Religionen innewohnende Sozialethik, aber auch f√ľr darin zu findende √∂kologische Gedanken, wie sie beispielsweise in dem j√ľdischen Fest Tu biSchevat, dem ‚ÄěNeujahrsfest der B√§ume‚Äú, bewusst werden.

Biblische Schöpfungsdarstellung und moderne Wissenschaft

Kreationisten halten die beiden biblischen Sch√∂pfungsberichte f√ľr verbalinspiriert und f√ľr ernst zu nehmende Tatsachenberichte, was seit geraumer Zeit vor allem in den Vereinigten Staaten und Europa f√ľr heftige Kontroversen unter Forschern sorgt. Anh√§nger wie Gegner dieser Position werfen sich teilweise gegenseitig Unwissenschaftlichkeit vor und argumentieren, dass der wissenschaftliche Tatsachenstand den Standpunkt der jeweils anderen Seite widerlege. Gegner des Kreationismus, in der Regel Bef√ľrworter der Evolutionstheorie vertreten die Ansicht, dass der erste Sch√∂pfungstext der Bibel offensichtlich wissenschaftlich nachweisbaren Tatsachen widerspreche, was im Gegenzug ebenso √ľber die nicht-kreationistischen Theorien ge√§u√üert wird. Im Spannungsfeld der Auseinandersetzung mit der Evolutionstheorie werden die folgenden unterschiedlichen Thesen propagiert:

  • ‚Äě24-Stunden-Tag-Theorie‚Äú (Junge-Erde-Kreationismus) - Gott habe die Welt in 6 x 24 Stunden erschaffen.
  • ‚ÄěRein religi√∂se Theorie‚Äú - der 1. Bericht Mose sei nur eine religi√∂se Sicht der Sch√∂pfung und es bleibe der Wissenschaft √ľberlassen, zu kl√§ren wie. Da die Genesis nat√ľrlich kein Zeitzeugenbericht ist, wird angenommen, die Genesis sei so geschrieben, dass sie f√ľr die damaligen Menschen verst√§ndlich und nachvollziehbar war.
  • ‚ÄěZeitalter-Tag-Theorie‚Äú (Alte-Erde-Kreationimus oder Konkordanzhypothese) - sie sagt, dass die genannten Tage eigentlich sehr lange Abschnitte gewesen seien, so lang, dass sie mit den von der evolutionistischen Wissenschaft behaupteten geologischen Zeitaltern √ľbereinstimmen k√∂nnen und die Aussage in der Bibel dennoch w√∂rtlich richtig sei - insbesondere auch bez√ľglich der Reihenfolge der einzelnen Taten Gottes.
  • ‚ÄěTheorie der bildlichen Tage‚Äú - die Sch√∂pfung sei dem Schreiber der Genesis durch Gott in sechs Tagen offenbart worden. Die Sch√∂pfung selbst dauerte Milliarden Jahre.
  • ‚ÄěL√ľckentheorie‚Äú - Es existiere eine zeitliche L√ľcke zwischen 1. Mose 1,1 und 1,2 die von fast unbeschr√§nkter Dauer sein k√∂nnte.

Islam

Im Koran findet sich die Sch√∂pfungsgeschichte in verschiedenen Abschnitten. Diese erg√§nzen und wiederholen sich gegenseitig. Folgend sind einige passende Ausz√ľge aus einer deutschen, ungef√§hren √úbersetzung des Koran angegeben:

(Buch:Sure) (21:30) Sehen die Ungl√§ubigen nicht, da√ü die Himmel und die Erde aneinander hafteten und da√ü Wir sie dann trennten und da√ü Wir alles Lebendige aus Wasser machten? Warum glauben sie nicht, wenn sie all das sehen? (21:31) Wir haben auf der Erde feste Berge geschaffen, damit sie nicht mit ihnen wankt und darauf weite Wege gebahnt, damit sie sich zurechtfinden. (21:32) Den Himmel haben Wir √ľber ihnen wie eine hohe Decke geschaffen. Sie wenden sich dennoch von Seinen Zeichen ab. (21:33) Er ist es, der die Nacht und den Tag, die Sonne und den Mond erschaffen hat. Jeder schwebt in seiner Bahn dahin.

(32:4) Gott ist es, Der die Himmel, die Erde und was dazwischen ist, in sechs Tagen erschaffen hat und die h√∂chste Allmacht aus√ľbte. Au√üer Ihm habt ihr keinen Besch√ľtzer und keinen F√ľrsprecher. Warum wollt ihr nicht nachdenken? (32:5) Er verf√ľgt √ľber alles vom Himmel bis zur Erde, und alles steigt wieder zu Ihm empor an einem Tag, der tausend Jahren eurer Zeitrechnung entspricht. (32:6) Er ist es, Der das Verborgene und das Sichtbare kennt. Er ist der Allm√§chtige, der Barmherzige, (32:7) Der alles vollkommen gestaltete, was Er erschaffen hat. Den Menschen (Adam) erschuf Er zuerst aus Lehm. (32:8) Seine Nachkommenschaft erschuf Er aus einer ver√§chtlichen, w√§√ürigen Fl√ľssigkeit. (32:9) Dann formte Er ihn und hauchte ihm von Seinem Geheimnis ein. Euch gab Er das Geh√∂r, das Augenlicht und den Verstand. Ihr dankt aber nur wenig daf√ľr.

(41:9) Sprich: "Verleugnet ihr etwa den Sch√∂pfer, der die Erde in zwei Tagen erschaffen hat, und gesellt ihr Ihm Gef√§hrten bei, die Ihm gleichen sollen?" Er ist der Herr der Welten. (41:10) In vier Tagen erschuf Er auf der Erde feste ausgleichende Berge, segnete sie und bestimmte ihre Versorgungsg√ľter. Das ist ein klarer Bericht f√ľr die Fragenden. (41:11) Seine Allmacht wandte sich dem Himmel zu, der noch Rauch war. (So entstand er, und so entstand die Erde.) Und Er sprach zu ihm und zur Erde: "Kommt her, freiwillig oder gezwungen!" und sie erwiderten: "Wir kommen freiwillig." (41:12) Er vollendete die sieben Himmel in zwei Tagen und gab jedem Himmel seine Bestimmung ein. Den untersten Himmel schm√ľckten Wir mit Leuchten (die auch) als Schutz (dienen). Das ist das Ermessen des Allm√§chtigen, des Allwissenden.

(79:27) Seid ihr denn schwerer zu erschaffen als der Himmel, den Er errichtete, (79:28) dessen Bau Er hochhob und vollkommen gestaltete? (79:30) Er ebnete dann die Erde, (79:31) aus ihr brachte Er ihr Wasser und ihr Weideland hervor. (79:32) Dann setzte Er Berge fest darauf.

(7:54) Euer Herr ist Gott, Der die Himmel und die Erde in sechs Tagen erschuf. Dann √ľbernahm Er thronend die Macht. Er l√§√üt die Nacht den Tag verh√ľllen, der ihr st√§ndig nachfolgt. Die Sonne und der Mond und die Sterne folgen unterw√ľrfig Seinem Befehl. Er allein schafft und verf√ľgt. Voller Segen ist Gott, der Herr der Welten.

(10:3) Euer Herr ist Gott, Der die Himmel und die Erde in sechs Tagen erschaffen hat und dann die h√∂chste Allmacht aus√ľbte. Er gebietet √ľber alles. Es werden keine F√ľrsprecher zugelassen, es sei denn, Er erlaubt es. Das ist Gott, euer Herr. Nur Ihm sollt ihr dienen. Dar√ľber m√ľ√üt ihr nachdenken.

(11:7) Er ist es, Der Himmel und Erde in sechs Tagen erschuf. Vorher war alles nur Wasser, das Gottes Allmacht umfa√üte. Er will euch pr√ľfen, wer von euch die besten Werke tut. Wenn du ihnen sagst: "Ihr werdet nach dem Tode auferstehen", sagen die Ungl√§ubigen: "Das ist nichts anderes als Zauberwerk."

(25:59) Gott ist es, Der die Himmel und die Erde und alles, was dazwischen ist, in sechs Tagen erschaffen hat und dann die h√∂chste Allmacht aus√ľbte. Er ist der Barmherzige. Frage den Kundigen nach Ihm!

(70:4) Zu Ihm steigen die Engel und Gabriel in einem Tage hinauf, was f√ľnfzigtausend Jahren eurer Rechnung entspricht.

Demnach lehnt sich die Sch√∂pfung im Koran an die der anderen beiden abrahamischen Religionen an. Gott bzw. Allah hat alles in 6 Tagen (7:54, 10:3, 11:7, 25:59, 32:4) erschaffen, obwohl sich (41:9-12) auf 8 Tage addieren. Ob diese 6 Tage auch irdischen Tagen entsprechen ist dabei fragw√ľrdig, da in (32:5) ein Tag 1000 Jahren entspricht und in (70:4) 50000 Jahren.

Der genaue Ablauf ist in den unterschiedlichen Ausz√ľgen zum Teil widerspr√ľchlich. So ist nicht klar ob Himmel und Erde am Anfang zusammen waren (21:30) oder zusammengef√ľhrt wurden. (41:11)

Auch die Reihenfolge der Schöpfung ist nicht eindeutig. In (21:30) entstehen Himmel und Erde gleichzeitig auseinander, in (41:9-12) wird die Schaffung der Erde vor dem Himmel geschildert während in (79:27-32) erst der Himmel und dann die Erde entsteht.

Zarathustra

Die oberste Gottheit Ahura Mazda schuf den Himmel durch einen sehr langen, hauchenden Atemzug. Der Himmel war eiförmig, sodass aus ihm das Leben und zuletzt die Menschheit entstehen konnte. Vor dem Leben jedoch bildeten sich das Wasser und die Erde (siehe auch Babylons Weltbild).

Zarathustras Lehren haben vermutlich in der Babylonischen Gefangenschaft das Judentum beeinflusst. √Ąhnliche Vorstellungen von Himmel, H√∂lle und engelhaften Wesen finden sich teilweise im Christentum.

Siehe auch: Parsen

Germanen

Anfangs gab es Nichts (ganz im philosophischen Sinne zu verstehen). Dieses Nichts nannte man Ginnungagap ("g√§hnende Kluft‚ÄĚ). Man stellte es sich als eine tiefe Schlucht des Nichts und der Windstille vor. Im S√ľden dieser Schlucht entstand Muspelheim, ein Reich, in dem Feuer und Hitze herrschten. Sp√§ter kam Niflheim ("Nebelheim", im Norden von Ginnungagap) hinzu; ein Reich voller Nebel, Frost und K√§lte. Im Zentrum von Niflheim war der Brunnen Hvergelmir. Aus diesem entsprangen elf Fl√ľsse, die zusammen Elivagar genannt wurden. Sie √ľberfluteten ganz Niflheim, und es bildete sich eine Eisschicht √ľber der anderen, bis sie die Schlucht Ginnungagap erreichten. Die Feuerfunken von Muspelheim brachten das Eis am Rand zum Schmelzen.

Aus solch einem Tropfen entstanden der Urriese Ymir und die Urkuh Audhumbla, aus deren Euter stets Milch floss. Diese Milch diente Ymir zur Nahrung. Im tiefen Schlaf kamen aus dem Schwei√ü des Riesen ein m√§nnliches und ein weibliches Riesenwesen hervor. Weiter paarten sich die beiden F√ľ√üe Ymirs, und es entstand Wafthrudnir, dessen sechsk√∂pfiger Sohn der Stammvater des Geschlechtes der Hrimthursar (die Reif- und Frostriesen) wurde. Audhumbla ern√§hrte sich, indem sie das salzige Eis schleckte. Eines Tages kam dadurch der Urriese Buri zum Vorschein, dieser war der Stammvater der G√∂tter, der Asen.

Drei Asen erschlugen später den Riesen Ymir. Aus seinem Blut entwickelte sich eine Flutwelle, in der alle Reifriesen ertranken außer Bergelmir und seiner Gattin, die auf einem Kasten aus Holz Zuflucht fanden. Aus ihnen ging das neue Reifriesengeschlecht hervor. Die Asen formten aus Ymirs Leichnam die Welt.

Weiter in: Germanische Schöpfungsgeschichte, Germanische Mythologie

Griechen

Nach Hesiods Theogonie stand am Anfang das Chaos (gähnende Leere). Aus ihm entstanden Gaia (die Erde) und Eros (Liebe).

Siehe auch Stammbaum der griechischen Götter, Griechische Mythologie

Hinduismus

Die Lehre des Hinduismus sieht die Welt in Zyklen entstehen und wieder vergehen. Sie geht von einem ewigen Zyklus von miteinander abwechselnden Perioden der kosmischen Manifestation und Nicht-Manifestation aus. Jede Periode soll dabei ein Tag und eine Nacht des Schöpfers Brahman sein. So heißt es in der Bhagavad Gita im Achten Gesang:

Die, denen Brahmans Tag bekannt, der tausend Weltenalter währt,-
und Brahmans Nacht, die grad so lang,- die kennen wahrhaft Tag und Nacht.
Aus dem Unsichtbaren entspringt das Sichtbare, wann kommt der Tag,-
Wann kommt die Nacht, dann löst sich's auf im Innern, das unsichtbar heißt.
Der Wesen Schar, die immer neu geworden ist, sie löst sich auf,
Wann kommt die Nacht,- doch unbedingt ersteht sie neu, wann kommt der Tag.

Buddhismus

Buddha verneinte weder die Sch√∂pfung der Welt und auch die Sch√∂pfung einer Seele durch eine √§u√üere Wesenheit oder ein g√∂ttliches Prinzip, noch best√§tigte er sie. Er sprach aber in Abgrenzung zu hinduistisch-theistischen Vorstellungen ausdr√ľcklich von, w√∂rtlich √ľbersetzt, Nicht-Seele, PńĀli: Anatta.

Die Vorstellung einer wie auch immer gearteten Sch√∂pfung und die eines Sch√∂pfers, sei es nun eine g√∂ttliche Wesenheit oder ein abstraktes Prinzip, wird im Buddhismus letztlich ignoriert oder als nebens√§chlich behandelt. Buddha Gautama selbst begr√ľndete dieses damit, dass die Besch√§ftigung mit solchen unergr√ľndlichen Fragen im religi√∂sen Leben letztlich keinen Erkenntnisgewinn bringt und er deshalb nichts dar√ľber sagen werde. Neben einigen anderen Fragen (wie z.B. nach einer pr√§zisen Darstellung der Wirkung von Karma) seien die Fragen nach Sch√∂pfung und Herkunft des Lebens prinzipiell nicht sinnvoll oder vollst√§ndig zu beantworten und erzeugten lediglich Verwirrung bis hin zum Wahnsinn (Acintita Sutta).

Es gibt auch das Gleichnis mit der Situation eines Mannes, der bei einem unerwarteten Attentat von einem vergifteten Pfeil getroffen wird. Der herbeigerufene Arzt fragt zun√§chst wer den Pfeil abgeschossen hat (vgl. Gottesbeweis), aus welcher Richtung der Pfeil kam (Herkunft der Welt), warum der Sch√ľtze geschossen hat (aus welchem Grund wurde die Welt erschaffen, vgl. auch Theodizee) und so weiter. In buddhistischer Sicht liegt die Gefahr aber darin, dass √ľber all diesen Fragen und Erkl√§rungen das Herausziehen des Pfeils vers√§umt wird und der Angeschossene stirbt bevor er sein Leben oder das Anderer retten kann (Culamulunkya Sutta).

Weitere √ľberlieferte Sch√∂pfungsmythen

Datierungsversuche

Innerhalb der verschiedenen Religionen und Kulturen wurde vielf√§ltig versucht, ein genaues Datum f√ľr die angenommene Sch√∂pfung durch Schriftanalysen und eventuelle Hinzunahme jeweils aktueller Beobachtungen zu errechnen. Exemplarisch werden im Folgenden einige bekanntere Ergebnisse aufgef√ľhrt (die Abweichungen bzgl. eines bestimmten Sch√∂pfungsmythos bei anderen ‚ÄěSchulen‚Äú betragen gew√∂hnlich nur wenige Jahre oder Jahrzehnte):

  • Judentum ‚Äď 1. Tischri 1 = 7. Oktober 3761 v. Chr. (JD 347998) oder 1. Nisan 1 = 3. April 3760 v.Chr. (JD 348176)
  • Junge-Erde-Kreationismus ‚Äď September oder Oktober 4004 v.Chr.
  • Byzantinisches Reich ‚Äď 1. September, 5509 v.Chr.
  • Hinduismus ‚Äď 155 Billionen Jahre v.Chr. (zyklisch) ‚Äď 3 893 102 v.Chr. (Beginn des gegenw√§rtigen Mahayugas); 2 165 102 v.Chr. (Ende des Krita Yugas); 867 102 v.Chr. (Ende des Treta Yugas); 428 899 v.Chr. (Ende des Kali Yugas); 3102 v.Chr. (Ende des Dvapara Yugas)

Bei dem gelegentlich als Sch√∂pfungsdatum der Maya-Kultur genannten Datum 13. August 3114 v.Chr. handelt es sich um das offensichtlich r√ľckrechnend bestimmte Null-Datum des fortlaufenden Tageskalenders der Maya.

Schöpfung aus anderen Blickwinkeln

Philosophie

Die Frage nach einer Schöpfung stellt aber auch ein philosophisches Grundproblem dar. Schon weit vor der mittelalterlichen Ausarbeitung einer Disziplin der Theologie im mehr oder weniger heutigen Sinne haben antike Denker Fragen diskutiert wie:

  • Ist die Welt entstanden, wurde sie erschaffen oder war sie schon immer da?
  • Wenn die Welt entstanden ist, existierte dann zuerst bereits so etwas wie Materie, die dann nur noch geformt wurde, oder ist alles (Materie, Form und Raum) entstanden?
  • Ist ein angenommener Sch√∂pfer nur Ursprung (Deismus) oder begleitet er die Welt handelnd weiter?
  • W√§re eine Sch√∂pfung mit dem Sch√∂pfer identisch (Pantheismus, Panentheismus)?
  • Wenn es eine Sch√∂pfung gibt ‚Äď was ist ihr Zweck und Ziel?

Im Verlauf der Diskussionen √ľber derartige Fragen l√§sst sich beobachten, dass "philosophische" Theorien und "theologische" Motive und Traditionen ineinanderspielen. Dieses ist auch nicht anders zu erwarten, da sich eine eigentliche Aufgabenteilung, eine formale und materiale Bestimmung und Abgrenzung beider erst im hohen Mittelalter etabliert, dabei ganz unterschiedliche Modelle vertreten wurden und dies im Detail bis heute strittig ist.

Platon sieht die Welt von einem Demiurgen (göttlicher "Handwerker") geschaffen und in seiner Ideenlehre besteht die wahrgenommene Welt nur aus verzerrten Abbildern der wahren Bestandteile der eigentlich realen Welt, den "Ideen".

Aristoteles nimmt einen unbewegten Erstbeweger als Anfangspunkt jeder Bewegung an.

Die aristotelische Ursachenlehre wird auch in einigen der so genannten Gottesbeweise der Antike und des Mittelalters verwendet, dort zun√§chst v. a. in der arabischen und j√ľdischen Philosophie, dann z.¬†B. bei Thomas von Aquin, in der sp√§ter sogenannten Nat√ľrlichen Theologie. Auch dabei wird meistens erst bei einem ersten bzw. letzten Grund von Erkl√§rungsvor- oder r√ľckgriffen Halt gemacht, anstatt diese bis ins Unendliche laufen zu lassen (sog. unendlicher Regress), √§hnlich wie auch Aristoteles dies nicht tut, sondern seinen ersten Beweger selbst unbewegt sein l√§sst, so dass er selbst keine Bewegungsursache mehr erfordert.

Die antike und mittelalterliche philosophische Diskussion kreist besonders auch um die Frage der Sch√∂pfung aus dem Nichts (creatio ex nihilo). Eine Alternative dazu w√§re, wie angedeutet, dass "Sch√∂pfung der Welt" nur eine Formung einer bereits existierenden Materie w√§re, wie sich dies u.a. von Aristoteles her nahe legen w√ľrde.

Dar√ľber hinaus hat das j√ľdische und christliche antike Denken den Gedanken entwickelt, dass eine einmalige Sch√∂pfung nicht ausreichen w√ľrde, die Existenz der Welt √ľber die Zeit hinweg zu erkl√§ren, dazu sei vielmehr eine fortw√§hrende Erhaltung (sog. creatio continua) n√∂tig. Auch dies musste philosophisch pr√§zisiert und verteidigt werden.

Auch die Frage nach der M√∂glichkeit von g√∂ttlicher Einwirkung (etwa √ľber Inspiration oder Wunder) und √ľberhaupt danach, inwieweit Gott (dazu n√∂tiges) Wissen bzw. Vorwissen von einzelnen Ereignissen haben kann wird bereits im Mittelalter kontrovers diskutiert. Zur Brisanz des Problems tr√§gt bei, dass derartige Einwirkungen im geschlossenen naturwissenschaftlichen Weltbild etwa des Aristoteles nicht vorgesehen sind. Ein ebenfalls zentrales Spezialproblem bei Debatten um Sch√∂pfung, Weltursprung und -erkl√§rung und fortdauernden g√∂ttlichen Einwirkungen ist die Frage, woher die Intellekte und die Verstehensvollz√ľge der Menschen stammen.

Physik

Die Frage der Herkunft aller Dinge wird im Rahmen der Physik, insbesondere im Rahmen der Astronomie, nicht behandelt, denn die Frage nach der Herkunft des Universums ist keine physikalische Fragestellung. Physik ist eine empirische Wissenschaft, weshalb physikalische Theorien durch Messungen physikalischer Ph√§nomene auf ihre Falschheit getestet werden m√ľssen. Dinge au√üerhalb oder vor der Existenz der physikalischen Welt sind nicht messbar. Ziel der Physik ist es, Vorg√§nge und Erscheinungen der Natur grundlegend zu beschreiben und zu erkl√§ren. Im Rahmen der Astrophysik wird daher - falls gegebenen - die Entwicklung des Universums behandelt und damit auch die Umformung der Materie.

Schon Johannes Kepler dachte √ľber die Frage nach, ob das Universum unendlich sei, und zu Ende des 18. Jahrhunderts konnte Wilhelm Olbers (Entdecker des 2. und 4. Asteroiden) diese Frage durch sein ber√ľhmtes Paradoxon f√ľr das damals als statisch angenommene Universum verneinen.

W√§hrend bis Mitte des 20. Jahrhunderts im physikalischen Weltbild noch die Steady-State-Theorie vorherrschte, nach der das Weltall im Wesentlichen immer dieselbe Struktur h√§tte, f√ľhrte die Entdeckung der kosmischen Hintergrundstrahlung 1964 zur allgemeinen Anerkennung der Urknall-Theorie. Gem√§√ü der Urknall-Theorie gibt es ein zentrales Ereignis, an dem das heutige Universum entstand - der Urknall.

Aussagen √ľber den Ablauf des Urknalls, also zum Ursprung der Welt, w√§ren Spekulationen √ľber von der Physik aufgestellte Grenzen hinaus. Orientierung sollen philosophische Stellungnahmen bieten, im Zweifelsfall kann als religi√∂se Begr√ľndung f√ľr von der Physik nicht zu beantwortende Fragen ein Einwirken Gottes in Betracht gezogen werden, auf Englisch: God of the gaps ‚Äď "Gott als L√ľckenb√ľ√üer". Die Verfeinerungen des Urknall-Modells wurden ‚Äď begleitet von popul√§rwissenschaftlichen Schriften wie Eine kurze Geschichte der Zeit ‚Äď schnell einer breiteren √Ėffentlichkeit bekannt.

Das Alter des Universums wird aufgrund von Präzisionsmessungen des Satelliten WMAP mit 13,7 Milliarden Jahren angegeben. Wie die Sonne und ihre anderen Planeten entstand die Erde vor etwa 4,6 Milliarden Jahren aus der Verdichtung des Sonnennebels.

Kunst

Siehe auch

Literatur

Religionsgeschichtliches

  • "Br√®ves m√©ditations sur la cr√©ation du monde", Jean-Marc Rouvi√®re, Ed. L'Harmattan, Paris 2006
  • Ursprung. Vortragszyklus 1986/87 √ľber die Entstehung des Menschen und der Welt in den Mythen der V√∂lker, Museum f√ľr V√∂lkerkunde, Frankfurt am Main 1987.
  • Keel, Othmar / Schroer, Silvia: Sch√∂pfung. Biblische Theologien im Kontext altorientalischer Religionen, G√∂ttingen 2002.
  • Linge B. M. (Hg.): Sch√∂pfungsmythologie in den Religionen, Frankfurt/M. 2001.
  • Luttikhuizen, G. P.: The demonic demiurge in Gnostic mythology, in: Chr. Auffarth / L. Stuckenbruck (Hgg.): Fall of the angels (Themes in Biblical narrative 6), Leiden-Boston 2003, 148-160
  • Henry, S.: Israelite wisdom. Towards an ecological theology of creation, in: Muthunayagom, D.J. (Hg.): Bible speaks today. Essays in honour of Gnana Robinson, Bangalore 2000, 173-180
  • Khoury, A. T.: J√ľdisch-islamische Sch√∂pfungslehren und ihr Auftrag an den Menschen. Vermehrung, Gestaltung, Verantwortung in der ihm anvertrauten Welt, in: Ordensnachrichten 39 (2000) 13-24

Exegese des Schöpfungsberichts und anderer biblischer Texte

  • L√∂hde, Detlef: Die Sch√∂pfungsgeschichte: Bericht oder gleichnishafte Erz√§hlung?, Gr. Oesingen, 1989, ISBN 3-922534-50-3
  • Dietrich, M.: Die Menschensch√∂pfung im Garten Eden¬†: ein mesopotamischer Mythos im Alten Testament, in: Mitteilungen f√ľr Anthropologie und Religionsgeschichte (2004) 16, 21-33
  • L√∂ning, K. / Zenger, E.: Als Anfang schuf Gott. Biblische Sch√∂pfungstheologien, D√ľsseldorf 1997
  • M√ľller, H. P.: Sch√∂pfungsmythen - literarisch und theologisch - mit Anschlu√üer√∂rterungen, in: Zeitschrift f√ľr Theologie und Kirche 101 (2004) 506-525
  • Schrage, W.: Sch√∂pfung und Neusch√∂pfung in Kontinuit√§t und Diskontinuit√§t bei Paulus, in: Evangelische Theologie 65 (2005) 245-259

Philosophie- und Theologiegeschichte

  • Bannach, K.: Pelagianismus in der franziskanischen Sch√∂pfungstheologie? in: Freiburger Zeitschrift f√ľr Philosophie und Theologie 49 (2002) 73-93
  • Brown, B. J.: Bonaventure on the impossiblity of a beginningless world¬†: why the traversal argument works, in: American catholic philosophical quarterly 79 (2005) 389-409
  • Bukowski, T. P.: Beyond Aristotle ... and beyond Newton¬†: Thomas Aquinas on an infinite creation, in: The Thomist 68 (2004) 287-314
  • Dahm, A.: Sch√∂pfungstheologie bei Nikolaus von Kues¬†: erste Ans√§tze in den fr√ľhen Predigten und ihre Fortf√ľhrung in "De docta ignorantia", in: Trierer theologische Zeitschrift 113 (2004) 118-136
  • Hermann, M.: Zwischen heidnischer und christlicher Kosmologie¬†: Isidor von Sevilla und seine Weltanschauung, in: Analecta Cracoviensia 34 (2002) 311-328;
  • Hopig, H.: Creatio ex nihilo, in: Jahrbuch Biblische Theologie 12 (1997) 291-307
  • May, G.: Sch√∂pfung aus dem Nichts. Die Entstehung der Lehre von der creatio ex nihilo, Berlin 1978
  • Miller, I.: Idolatry and the polemics of world-formation from Philo to Augustine, in: Journal of religious history 28 (2004) 126-145
  • O'Neill, J. C.: How early is the doctrine of creatio ex nihilo?, in: The Journal of theological studies 53 (2002) 449-465
  • Pesch, O. H.: Sch√∂pfungslehre und Sch√∂pfungsperspektive in der Theologie des Thomas von Aquin, in: Kerygma und Dogma 49 (2003) 2-23
  • Schmidt, A.: Kreat√ľrlichkeit: Geheimnis des Glaubens im Licht der Vernunft. Thomas von Aquin √ľber Sch√∂pfungsglauben und Seinsverst√§ndnis, in: Wissenschaft und Weisheit 69 (2006) 211-229
  • Torchia, N. J.: Creatio ex nihilo and the Theology of St. Augustine. The Anti-Manichaean Polemic and Beyond American(University Studies VII/205), New York u.a. 1999
  • Voicu, M.: L'id√©e de cr√©ationet sa repr√©sentation dans la renaissance du XII. si√®cle. Mutations d'un id√©al, in: Revue des sciences religieuses 76 (2002) 33-56

Theologische Schöpfungslehre

  • Bayer, O.: Sch√∂pfung als Geschichte, in: Neue Zeitschrift f√ľr systematische Theologie und Religionsphilosophie 45 (2003) 62-70
  • Brown, D.: Creation and its alternatives, in: Bartel, T. W. (Hg.): Comparative theology. Essays for Keith Ward, London 2003, 56-65
  • Delio, I.: Is creation eternal?, in: Theological Studies 66 (2005) 279-303
  • Ganoczy, A.: Sch√∂pfungslehre, in: Beinert, W. (Hg.): Glaubenszug√§nge. Lehrbuch der Katholischen Dogmatik Bd. 1, Paderborn 1995, 363-495
  • Gruber, F.: Im Haus des Lebens. Eine Theologie der Sch√∂pfung, Regensburg 2001
  • H√§ring, H.: Sch√∂pfungstheologie. Ein Thema im Umbruch, in: Theologische Revue 97 (2001) 177-196
  • Kaiser, O.: Die Sch√∂pfungsmacht des Wortes Gottes, in: Internationale katholische Zeitschrift "Communio" 30 (2001) 6-17
  • Kasper, W.: Die Sch√∂pfungslehre in der gegenw√§rtigen Diskussion, in: Bitter, G. / Miller, G. (Hgg.): Konturen heutiger Theologie, M√ľnchen 1976, 92-107
  • Kern, U.: "Er h√§ngt die Erde √ľber dem Nichts auf"¬†: wider die Verhunzung des Nichts, in: Theologische Zeitschrift 60 (2004) 228-253;
  • Kessler, H.: Das St√∂hnen der Natur. Pl√§doyer f√ľr eine Sch√∂pfungsspiritualit√§t und Sch√∂pfungsethik, D√ľsseldorf 1990
  • Knauer, Peter: Unseren Glauben verstehen, W√ľrzburg, 2001 (6. Auflage), 20-33.
  • Kraus, G.: Welt und Mensch. Lehrbuch zur Sch√∂pfungslehre (Grundri√ü der Dogmatik 2), Frankfurt 1997
  • Link, C.: Gottesfrage und Sch√∂pfungsglaube. Theologische Studien, Neukirchen-Vluyn 1997
  • Link, C.: Sch√∂pfung. Sch√∂pfungstheologie in reformatorischer Tradition (Handbuch Systematischer Theologie 7/1), G√ľtersloh 1991
  • Lohmann, F.: Die Bedeutung der dogmatischen Rede von der "creatio ex nihilo", in: Zeitschrift f√ľr Theologie und Kirche 99 (2002) 196-225
  • Moltmann, J.: Gott in der Sch√∂pfung. √Ėkologische Sch√∂pfungslehre, 4. Aufl. M√ľnchen 1993
  • Sattler, D. / Schneider, T.: Sch√∂pfungslehre, in: Handbuch der Dogmatik, Bd. 1 (1992), 151-238
  • Scheffczyck, L.: Der Gott der Sch√∂pfung und die Sch√∂pfung Gottes¬†: zur Verifizierung des Sch√∂pfungsbegriffs, in: Theologisches 35 (2005) 354-368
  • Schmidt, J.: Zum Begriff der Sch√∂pfung-theologisch, philosophisch, in: Zeitschrift f√ľr katholische Theologie 123 (2001) 129-142
  • Scholten, C.: Ver√§ndert sich Gott, wenn er die Welt erschafft? Die Auseinandersetzung der Kirchenv√§ter mit einem philosophischen Dogma, in: Jahrbuch f√ľr Antike und Christentum 43 (2000) 25-43
  • Simonis, Walter: √úber Gott und die Welt. Gottes- und Sch√∂pfungslehre, D√ľsseldorf 2004, ISBN 3-491-70375-1

Schöpfung und Physik

  • Bauberger, S.: Sch√∂pfung oder Urknall?, in: Stimmen der Zeit 218 (2000) 688-702
  • Dorschner, J. (Hg.): Der Kosmos als Sch√∂pfung. Zum Stand des Gespr√§chs zwischen Naturwissenschaft und Theologie, Regensburg 1998
  • Evers, D.: Raffiniert ist der Herrgott ...¬†: ... aber boshaft ist er nicht: die Theologie und die Erkenntnisse der Physik, in: Zeitzeichen 6 (2005) 12, 57-59
  • Fischer, J.: Kann die Theologie der naturwissenschaftlichen Vernunft die Welt als Sch√∂pfung verst√§ndlich machen?, in: Freiburger Zeitschrift f√ľr Philosophie und Theologie 41 (1994) 491-514
  • Glaube und Denken 13 (2000): Sonderheft Naturwissenschaften und Sch√∂pfungsglaube
  • Gr√§b, W. (Hg.): Urknall oder Sch√∂pfung. Zum Dialog von Naturwissenschaft und Theologie, 2. Aufl. M√ľnchen 1997
  • Hattrup, D.: Nicht alle Wirklichkeit ist Natur¬†: moderne Naturforschung und Sch√∂pfungsglaube, in: Theologie und Glaube 93 (2003) 529-543
  • Moltmann, J.: Wissenschaft und Weisheit. Zum Gespr√§ch zwischen Naturwissenschaft und Theologie, G√ľtersloh 2002
  • Pannenberg, W.: Der Glaube an Gott und die Welt der Natur, in: Theologische Literaturzeitung 131 (2006) 123-130
  • Pannenberg, W.: Problems between science and theology in the course of their modern history, in: Zygon 41 (2006) 1, 105-112
  • Pietschmann, H.: Gott und Universum¬†: was kann die Naturwissenschaft der Theologie sagen? in: Theologisch-praktische Quartalschrift 154 (2006) 240-249
  • Rahner, K.: Naturwissenschaft und vern√ľnftiger Glaube, in: Schriften zur Theologie 15, 24-62
  • Seckler, M.: Was hei√üt eigentlich >Sch√∂pfung<? Zugleich ein Beitrag zum Dialog zwischen Theologie und Naturwissenschaft, in: ThQ 177 (1997) 161-188
  • Weingartner, P. (Hg.): Evolution als Sch√∂pfung? Ein Streitgespr√§ch zwischen Philosophen, Theologen und Naturwissenschaftlern, Stuttgart 2001
  • Gitt, Werner: "Am Anfang war die Information: Herkunft des Lebens aus der Sicht der Informatik, Was ist Information, Herkunft der Information, Naturgesetze √ľber Info", H√§nssler; Auflage: 3., √ľberarb. u. erw. A. (16. September 2002), 360 Seiten

Kreationismus, Intelligent Design, Evolution

  • Coleman, S. / Carlin, L. (Hgg.): The Cultures of Creationism. Anti-evolutionism in English-speaking countries, Aldershot 2004
  • Granz, H. (2006): Kreationismus und Intelligent Design, Querschnitte (Materialien der Morphisto Evolutionsforschung und Anwendung GmbH Frankfurt) 03/06, 1-28
  • K√∂gerler, R.: Evolution¬†: blinder Zufall oder Intelligent Design?, in: Theologisch-praktische Quartalschrift 154 (2006) 227-239
  • K√∂rnter, U. H.: Sch√∂pfung und Evolution, in: Amt und Gemeinde 56 (2005) 171-177
  • Kummer, C.: Evolution und Sch√∂pfung¬†: zur Auseinandersetzung mit der neokreationistischen Kritik an Darwins Theorie, in: Stimmen der Zeit 224 (2006) 31-42
  • Lassek, R.: Die Bibel √ľber dem Kopf¬†: der neue Streit um die Evolutionslehre: "Intelligent design" als Spielart des Kreationismus, in: Zeitzeichen 7 (2006) 3, 48-50;
  • M√ľller, H.: Evolution und Sch√∂pfung. Eine nicht ausgestandene Kontroverse, in: Forum katholische Theologie 18 (2002) 106-121
  • R√∂cke, L.: Sch√∂pfung durch Evolution? Eine Ann√§herung zweier kontr√§rer Weltauffassungen, in: Zeitschrift f√ľr Theologie und Gemeinde 6 (2001) 142-182
  • Wood, G.: The fine-tuning argument¬†: the "design inference" version, in: Religious Studies 42 (2006) 467-471

Weblinks


Wikimedia Foundation.

Schlagen Sie auch in anderen W√∂rterb√ľchern nach:

  • Babylonischer Sch√∂pfungsmythos ‚ÄĒ En√Ľma el√ģsch wird der babylonische Sch√∂pfungs Mythos genannt, der ca. im 8. Jahrhundert v. Chr. in Keilschrift auf sieben Tontafeln niedergeschrieben wurde. √úbersetzt bedeutet En√Ľma el√ģsch ‚ÄěAls oben [der Himmel noch nicht genannt war]‚Äú. Es ist… ‚Ķ   Deutsch Wikipedia

  • Germanischer Sch√∂pfungsmythos ‚ÄĒ Dieser Artikel oder Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (Literatur, Webseiten oder Einzelnachweisen) versehen. Die fraglichen Angaben werden daher m√∂glicherweise demn√§chst gel√∂scht. Hilf Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und… ‚Ķ   Deutsch Wikipedia

  • Erschaffung der Welt ‚ÄĒ Dieser Artikel behandelt den religi√∂sen Sch√∂pfungsbegriff. Zu Sch√∂pfung im Sinne menschlichen Schaffens siehe Kreativit√§t, Erfindung, Werk (Urheberrecht), geistiges Eigentum, Sch√∂pfungsh√∂he. In den verschiedenen Religionen bezeichnet Sch√∂pfung… ‚Ķ   Deutsch Wikipedia

  • Schaffung der Welt ‚ÄĒ Dieser Artikel behandelt den religi√∂sen Sch√∂pfungsbegriff. Zu Sch√∂pfung im Sinne menschlichen Schaffens siehe Kreativit√§t, Erfindung, Werk (Urheberrecht), geistiges Eigentum, Sch√∂pfungsh√∂he. In den verschiedenen Religionen bezeichnet Sch√∂pfung… ‚Ķ   Deutsch Wikipedia

  • Sch√∂pfungsbericht ‚ÄĒ Dieser Artikel behandelt den religi√∂sen Sch√∂pfungsbegriff. Zu Sch√∂pfung im Sinne menschlichen Schaffens siehe Kreativit√§t, Erfindung, Werk (Urheberrecht), geistiges Eigentum, Sch√∂pfungsh√∂he. In den verschiedenen Religionen bezeichnet Sch√∂pfung… ‚Ķ   Deutsch Wikipedia

  • Sch√∂pfungsgeschichte ‚ÄĒ Dieser Artikel behandelt den religi√∂sen Sch√∂pfungsbegriff. Zu Sch√∂pfung im Sinne menschlichen Schaffens siehe Kreativit√§t, Erfindung, Werk (Urheberrecht), geistiges Eigentum, Sch√∂pfungsh√∂he. In den verschiedenen Religionen bezeichnet Sch√∂pfung… ‚Ķ   Deutsch Wikipedia

  • Sch√∂pfungslehre ‚ÄĒ Dieser Artikel behandelt den religi√∂sen Sch√∂pfungsbegriff. Zu Sch√∂pfung im Sinne menschlichen Schaffens siehe Kreativit√§t, Erfindung, Werk (Urheberrecht), geistiges Eigentum, Sch√∂pfungsh√∂he. In den verschiedenen Religionen bezeichnet Sch√∂pfung… ‚Ķ   Deutsch Wikipedia

  • Sch√∂pfungszyklus ‚ÄĒ Dieser Artikel behandelt den religi√∂sen Sch√∂pfungsbegriff. Zu Sch√∂pfung im Sinne menschlichen Schaffens siehe Kreativit√§t, Erfindung, Werk (Urheberrecht), geistiges Eigentum, Sch√∂pfungsh√∂he. In den verschiedenen Religionen bezeichnet Sch√∂pfung… ‚Ķ   Deutsch Wikipedia

  • Weltentstehungsmythos ‚ÄĒ Dieser Artikel behandelt den religi√∂sen Sch√∂pfungsbegriff. Zu Sch√∂pfung im Sinne menschlichen Schaffens siehe Kreativit√§t, Erfindung, Werk (Urheberrecht), geistiges Eigentum, Sch√∂pfungsh√∂he. In den verschiedenen Religionen bezeichnet Sch√∂pfung… ‚Ķ   Deutsch Wikipedia

  • Germanische Sch√∂pfungsgeschichte ‚ÄĒ Die Entstehung der Welt; Briefmarke der F√§r√∂er von 2003 nach einer Vorlage von Anker Eli Petersen Die germanische Sch√∂pfungsgeschichte umfasst die Mythen germanischer V√∂lker, die davon berichten, wie die Welt (Kosmogonie) und der Mensch… ‚Ķ   Deutsch Wikipedia


Share the article and excerpts

Direct link
… Do a right-click on the link above
and select ‚ÄúCopy Link‚ÄĚ

We are using cookies for the best presentation of our site. Continuing to use this site, you agree with this.