Serbien und Montenegro


Serbien und Montenegro
Савезна Република Југославија

Savezna Republika Jugoslavija
Bundesrepublik Jugoslawien (1992–2003)

Државна Заједница Србија и Црна Гора
Državna Zajednica Srbija i Crna Gora
Staatenunion von Serbien und Montenegro (2003–2006)

Flagge von Serbien und Montenegro
Wappen von Serbien und Montenegro
Flagge Wappen
Amtssprache Serbisch
Hauptstadt Belgrad
Staatsform Republik
Staatsoberhaupt Präsident von Serbien und Montenegro
Regierungschef Ministerpräsident von Serbien und Montenegro
Fläche 102.350 km²
Einwohnerzahl 10.829.175 (Juli 2005)
Bevölkerungsdichte 105 Einwohner pro km²
Währung Serbien: Dinar
Montenegro und
Kosovo: Euro
Gründung 27. April 1992
(BR Jugoslawien)
4. September 2003 (Serbien-Montenegro)
Nationalhymne Hej Sloveni
Zeitzone UTC+1
Kfz-Kennzeichen SCG
Internet-TLD .yu (.cs war reserviert, wurde aber nie genutzt)
Telefonvorwahl +381 (heute von Serbien verwendet)
Europe location SCG.png

Serbien und Montenegro (serbisch Србија и Црна Гора/Srbija i Crna Gora), auch genannt „Serbien-Montenegro“ oder Serbien/Montenegro, war ein Staat in Südosteuropa. Er existierte unter diesem amtlichen Namen vom 4. Februar 2003 bis zum 3. Juni 2006, bestand aus den Teilstaaten Serbien und Montenegro und löste damit die seit dem 27. April 1992 bestehende, territorial und staatsrechtlich identische Bundesrepublik Jugoslawien ab. Diese war der größte Nachfolgestaat der Sozialistischen Föderativen Republik Jugoslawien, die in den Jugoslawienkriegen in den 1990er Jahren zerfiel. Rechtsnachfolger von Serbien und Montenegro ist die Republik Serbien, die auch die UN-Mitgliedschaft fortführt.[1] Am 3. Juni 2006 erklärte sich Montenegro nach einem Referendum für unabhängig.

Die administrative und militärische Kontrolle des Kosovo lag seit dem Ende des Kosovokrieges 1999 (also während der gesamten knapp dreieinhalbjährigen Existenz Serbien-Montenegros) bei den Vereinten Nationen bzw. der NATO.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Im Jahre 1992 bildeten die Republiken Serbien und Montenegro die Bundesrepublik Jugoslawien“ (Savezna Republika Jugoslavija), auch Föderative Republik Jugoslawien (FRJ) und Rest-Jugoslawien genannt. Diese wurde am 4. Februar 2003 in den Staatenbund Serbien und Montenegro (Srbija i Crna Gora) umgewandelt.

Die Vollversammlung der Vereinten Nationen in New York beschloss am 22. September 1992 durch Mehrheitsbeschluss (Billigung von 127 Ländern bei 26 Enthaltungen und sechs Gegenstimmen), dass die aus Serbien und Montenegro bestehende Bundesrepublik Jugoslawien nicht automatisch die Rechtsnachfolge der Sozialistischen Bundesrepublik Jugoslawien als Mitgliedstaat der UNO antreten könne, sondern sich ebenso wie die anderen Nachfolgestaaten neu um die Mitgliedschaft bewerben müsse. Die Bundesrepublik Jugoslawien dürfe deshalb den Sitz der Sozialistischen Bundesrepublik Jugoslawien in der UN-Vollversammlung nicht mehr wahrnehmen. Da die Bundesrepublik Jugoslawien sich aber stets unbeirrt als völkerrechtlich identisch mit dieser angesehen hat[2] und sich weigerte, den konträren Beschluss zu akzeptieren, verlor sie de facto ihren Sitz in der Vollversammlung. Erst zum November 2000 wurde die Bundesrepublik Jugoslawien, nachdem sie sich wie gefordert neu beworben hatte, wieder in die UNO aufgenommen.[3] Mit der Annahme einer neuen Verfassung im Jahre 2003 benannte sich die Bundesrepublik Jugoslawien um in „Serbien und Montenegro“.

Durch ein Unabhängigkeitsreferendum wurde am 21. Mai 2006 für eine Trennung Montenegros von Serbien mit einer Mehrheit von 55,5 % gestimmt (Wahlbeteiligung 86,3 %). Am 3. Juni 2006 wurde vom Parlament Montenegros in Podgorica dieses offiziell bestätigt und die Unabhängigkeit des Landes erklärt. Gemäß der Verfassungscharta von Serbien-Montenegro ist Serbien alleiniger Rechtsnachfolger der Union, während Montenegro als der Teilstaat, der aus der Union ausgetreten ist, alle international gültigen Verträge selbst neu abschließen muss.

Das serbische Parlament verabschiedete am 5. Juni seinerseits eine Deklaration, in der das Ende der Existenz von Serbien-Montenegro festgestellt wurde, und (gemäß der Verfassungscharta) Serbien zum alleinigen Rechtsnachfolger der Union erklärt wurde. Die staatlichen Institutionen Serbiens wurden aufgefordert, binnen 45 Tagen die Aufgaben der Union zu übernehmen.

Geographie

Die Union Serbien und Montenegro lag in Südosteuropa; sie wurde von den traditionellen Transitstrecken von Mitteleuropa nach Griechenland und in die Türkei durchzogen. Hinzu kamen 591 km Anteil an der Donau, die den Wasserweg zwischen dem Schwarzen Meer und Mittel- und Nordeuropa bildet. Serbien und Montenegro grenzte an Albanien, Mazedonien, Bulgarien, Rumänien, Ungarn, Bosnien und Herzegowina und Kroatien. Über die montenegrinische Küste bestand außerdem ein Zugang zum Adriatischen Meer.

Naturraum

Der Norden des Landes wurde von der Provinz Vojvodina gebildet, die zum Pannonischen Becken gehörte und ein fruchtbares Tiefland bildete. Die Vojvodina wurde von der Save (Sava) und einem Teil der Donau (Dunav) vom Rest des Landes abgetrennt. Die Donau und die Theiß (Tisa) spalten die Provinz in die drei Regionen Batschka (Bačka), Banat und Syrmien (Srem). In Syrmien erstreckt sich am Südufer der Donau die bis zu 539 m hohe Hügelkette Fruška Gora. An der Grenze zu Rumänien steigen die westlichen Ausläufer des Banater Berglands bis zu 641 m an.

Die Gebiete südlich von Donau und Save sind im Gegensatz zur Vojvodina maßgeblich durch einen Hügelland- und Gebirgscharakter geprägt. Allerdings bildet das Morava-Tal in Serbien eine Schneise zwischen dem Dinarischen Gebirgssystem im Westen und dem Karpaten-Balkan-Gebirgsbogen im Osten. Somit verfügte Serbien und Montenegro über natürliche Verkehrswege nach Griechenland über die Täler der Südlichen Morava (Južna Morava) und des Vardar in Mazedonien sowie in die Türkei über das Nišava-Tal und die Thrakische Tiefebene in Bulgarien. Auch die Provinz Kosovo ist über das Ibar-Tal mit dem Rest Serbiens verbunden.


Anders verhielt es sich mit der Verbindung zwischen den beiden Republiken Montenegro und Serbien. Während die Šumadija – zwischen Belgrad, der Morava und der Westlichen Morava (Zapadna Morava) gelegen – sich noch durch sanfte Hügel auszeichnet, bilden Richtung Südwesten höher werdende Gebirgsketten und tiefe Täler und Schluchten schwer überwindbare Barrieren zwischen Serbien und Montenegro. Die Tara-Schlucht im Norden Montenegros ist mit über 1000 Metern die tiefste Schlucht Europas. Südlich dieser Schlucht liegt die Wasserscheide zwischen Adria und Schwarzem Meer. Sie verläuft über die mehr als 2000 m aufragenden Gebirgszüge Golija, Sinjajevina und Komovi. Von annähernd 1900 Metern fällt das dinarische Gebirgssystem in die fjordartige Bucht von Kotor zur Adria hin ab. Aufgrund des weit verbreiteten Kalkgesteins zeigt sich eine starke Verkarstung der Gebirgslandschaft. Die höchste Erhebung des Landes war die 2.656 m hohe Đaravica an der Grenze zwischen Albanien und der Provinz Kosovo.

Die wenigen ebenen Flächen südlich von Donau und Save beschränken sich auf das nördliche Morava-Tal, das Amselfeld (Kosovo polje) und die Podrima in Kosovo und die Ebene von Zeta im Süden Montenegros.

Klima

An der montenegrinischen Küste herrscht mediterranes Klima mit einer mittleren Temperatur von 25 °C im Sommer und 5 bis 9 °C im Winter. Das Binnenland ist dagegen von einem kontinentalen Klima mit heißen Sommern (mittlere Temperatur 22 °C) und kalten Wintern (mittlere Temperatur −1 °C) bestimmt. Der durchschnittliche Jahresniederschlag im Tiefland beträgt etwa 500 mm, in höheren Lagen 800 bis 1.600 mm.

Bevölkerung

Bevölkerungsdichte

Serbien und Montenegro war ein ethnisch vielfältiger Staat. Allein in der Provinz Vojvodina werden über 26 Nationalitäten gezählt. Nur 67,6 % der Bevölkerung gehörten 1991 einer der beiden staatsbezeichnenden Nationen (Serben 62,6 %; Montenegriner 5 %) an.

Die bedeutendste Minderheit im Lande bildeten die Albaner, die vor allem in der Provinz Kosovo und Metochien, aber auch in angrenzenden Gemeinden in Zentralserbien und entlang der albanisch-montenegrinischen Grenze leben. Sie stellten 16,5 % der Gesamtbevölkerung Serbien und Montenegros.

Als weitere große Minderheiten tauchten Jugoslawen (3,37 %), Ungarn (3,32 %), Bosniaken oder Muslime (3,23 %), Roma (1,38 %) und Kroaten inkl. Bunjewatzen (1,28 %) auf. Außerdem gab es Minderheiten von Slowaken, Rumänen, Mazedoniern, Bulgaren, Ruthenen, Walachen, Türken, Deutschen, Tschechen u. a.

Die Volkszählung 2002

Ethnische Mehrheitsgebiete
Verbreitung der Serben

Da die unter UN-Verwaltung stehende Provinz Kosovo und Metochien von der Volkszählung von 2002 ausgeschlossen blieb, wurden vorab noch Daten von 1991 genannt. Im Vergleich mit den Ergebnissen von 1991 zeigt die Volkszählung von 2002 einen dramatischen Rückgang von Personen an, die sich bezüglich ihrer Ethnizität als „Montenegriner” bezeichnen. Es zeigt sich eine Spaltung in solche, die an der montenegrinischen Nationalität festhalten und in diejenigen, die auf diese zugunsten der serbischen Nationalität verzichten.

Eine weitere sehr augenfällige Veränderung zeigt sich in Ostserbien. Die Anzahl der sogenannten Walachen in Serbien stieg von knapp 18.000 im Jahr 1991 auf 40.000 im Jahr 2002.

Abgesehen von dieser Ausnahme sind die Zahlen bei den ethnischen Minderheiten generell rückläufig – ein Prozess, der schon das ganze 20. Jahrhundert angedauert hat, aber sich durch nationalistischen Druck, vor allem aber durch die desolaten wirtschaftlichen Verhältnisse der letzten Jahre, beschleunigt haben mag.

Hinzu kommt in manchen Gegenden eine Verschiebung der ethnischen Mehrheitsverhältnisse durch die Einwanderung mehrerer Hunderttausend serbischer Kriegsflüchtlinge aus Kroatien und Bosnien und Herzegowina zwischen 1991 und 1995 und aus der Provinz Kosovo und Metochien nach 1999.

Demnach dürfte sich auch das ethnische Bild der Provinz Kosovo und Metochien, in der die Volkszählung nicht durchgeführt werden konnte, stark verändert haben. Gerade in den Gebieten, in denen schon vor 1999 die Albaner die Bevölkerungsmehrheit gestellt haben, dürfte sich die ethnische Zusammensetzung in Richtung einer albanischen Homogenität entwickelt haben. Vor 1999 gab es neben der serbischen Minderheit auch eine starke Minderheit von Roma, zwei Siedlungsgebiete von Kroaten bei Lipljan und Vitina, sowie eine Gruppe von Türken. Der Bevölkerungsanteil der Goranen, eine serbischsprachige muslimische Volksgruppe, dürfte zumindest in der Großgemeinde Dragaš stabil geblieben sein.

Politik

Der Staatenverbund Serbien und Montenegro hatte am 4. Februar 2003 die bis dahin bestehende Bundesrepublik Jugoslawien ersetzt. Diese Umwandlung trat durch Parlamentsbeschluss in Kraft.

Die Mitgliedstaaten des Staatenbundes waren keine eigenständigen Mitglieder der UNO, sondern hatten in der Generalversammlung den gemeinsamen Sitz der bisherigen Bundesrepublik Jugoslawien.

Es bestand ein gemeinsames Parlament, die sogenannte „скупштина“ (Skupština Srbije i Crne Gore – Versammlung von Serbien und Montenegro), mit 126 Abgeordneten und einige weitere gemeinsame Institutionen wie ein gemeinsamer Präsident und ein gemeinsamer Ministerrat, der fünf Ministerien umfasste (Verteidigung, Außenpolitik, Außenwirtschaftliche Beziehungen, Binnenwirtschaftliche Harmonisation, Bürger- und Minderheitenrechte). Das gemeinsame Parlament tagte in Belgrad, das Verfassungsgericht hatte seinen Sitz in Podgorica. Die Staatsflagge und das Staatswappen wurden von der Bundesrepublik Jugoslawien übernommen, die Staatshymne war weiterhin die gleiche wie die der Sozialistischen Föderativen Republik Jugoslawien.

Am 4. März 2005 lief das Mandat der Abgeordneten der Unionsversammlung aus. Die Teilrepubliken hatten sich zuvor nicht über eine Neuwahl einigen können. Seitdem war der Status des Parlaments ungeklärt; jedenfalls war damit ein Teil der Verfassungscharta von 2003 faktisch außer Kraft gesetzt.

Die Teilstaaten hatten jeweils eine eigene Wirtschaftspolitik, und auch jeweils eine eigene Währung. Im Zuge der Umgründung wurde der ehemalige „Jugoslawische Neue Dinar“ (YUM) in Serbischer Dinar (CSD) umbenannt und von Serbien mit unveränderten Umrechnungskursen als Landeswährung übernommen. Montenegro führte nach jahrelanger Verwendung der Deutschen Mark den Euro als gesetzliches Zahlungsmittel ein.

Zwischen beiden Ländern bestanden bereits seit längerem Zollkontrollen.

Am 21. Mai 2006 votierte die montenegrinische Bevölkerung in einem Referendum mit 55,5 Prozent Ja-Stimmen (Wahlbeteiligung 86,3 %) für die Eigenstaatlichkeit des Landes. Damit wurde die von der Europäischen Union geforderte Marke von 55 Prozent der Ja-Stimmen erreicht. Gleich am Tag nach der Abstimmung teilte der EU-Außenbeauftragte Javier Solana mit, dass die Europäische Union die Entscheidung der Mehrheit der montenegrinischen Bevölkerung für einen unabhängigen Staat „voll respektieren“ werde. Dies besiegelte das Ende der staatlichen Gemeinschaft Serbien und Montenegro.

Die Unabhängigkeit Montenegros wurde mit der Unabhängigkeitserklärung des montenegrinischen Parlaments am 3. Juni 2006 vollzogen und die Staatliche Gemeinschaft Serbien und Montenegro damit aufgelöst. Das serbische Parlament verabschiedete am 5. Juni seinerseits eine Deklaration, in der das Ende der Existenz von Serbien-Montenegro festgestellt wurde, und (gemäß der Verfassungscharta Serbien-Montenegros) Serbien zum alleinigen Rechtsnachfolger der Union erklärt wurde. Die staatlichen Institutionen Serbiens wurden aufgefordert, binnen 45 Tagen die Aufgaben der Union zu übernehmen.

Näheres zu aktuellen Konflikten unter den Nachfolgestaaten des ehemaligen Jugoslawiens, siehe Internationale Konflikte der Nachfolgestaaten Jugoslawiens.

Gegen Serbien-Montenegro beziehungsweise Serbien wurde von Deutschland ein Erfüllungsverbot und Finanzsanktionen[4] erhoben.

Verwaltungsgliederung

Politische Gliederung

Die beiden Republiken Montenegro und Serbien gliederten sich insgesamt in 197 Großgemeinden (opštine, Einzahl opština). 176 davon lagen in Serbien, während Montenegro aus 21 Großgemeinden bestand. Serbien war zusätzlich in 30 Bezirke (okruzi, Einzahl okrug), die jeweils mehrere Großgemeinden umfassten, eingeteilt. Zu Serbien gehörten außerdem die beiden autonomen Provinzen (autonomne pokrajine, Einzahl autonomna pokrajina) Vojvodina und Kosovo und Metochien.

Wirtschaft

Serbien und Montenegro war wirtschaftlich eines der schwächsten Länder auf dem Balkan. Das Nettodurchschnittseinkommen betrug im Juli 2005 250 Euro monatlich (3000 Euro Jahreseinkommen). Die Auslandsverschuldung betrug 2004 etwa 9,75 Mrd. Euro.

Landwirtschaft wurde dank der hohen Mechanisierung meist im Nebenerwerb betrieben. Die Bodenschätze (Braunkohle, Kupfererze, Bauxit, Erdöl und -gas) waren die Basis für die durch das 1996 aufgehobene Embargo empfindlich geschädigte Schwerindustrie. Die Arbeitslosenquote lag zuletzt bei 20 % (Stand: 2005).

Seit dem Jahr 2004 zog Serbien und Montenegro ausländische Firmen an wie zum Beispiel Mercator (Einzelhandel), dm-drogerie markt, Metro AG sowie zahlreiche Banken. Repräsentanten der serbischen und italienischen Autohersteller Zastava und Fiat haben in Turin ein Abkommen über die Lizenz und Fertigung des Punto im Zastava-Werk in Kragujevac unterzeichnet.

Sport

Olympiamannschaften von Serbien und Montenegro nahmen an den Olympischen Sommerspielen 2004 in Athen und den Olympischen Winterspielen 2006 in Turin teil. Im olympischen Wasserball-Turnier der Männer gewann die Auswahl des Landes in Athen die Silbermedaille. Die einzige olympische Einzelmedaille in der Geschichte von Serbien und Montenegro gewann die Sportschützin Jasna Šekarić, die auch schon für die SFR und die Bundesrepublik Jugoslawien erfolgreich gewesen war.

Die serbisch-montenegrinische Fußballnationalmannschaft nahm an der Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland teil, bei der sie nach der Gruppenphase ausschied. Die Teilnahme Serbien-Montenegros war insofern ein Kuriosum, als der Staat zu Beginn der WM gar nicht mehr bestand. Da sich das Team aber als „Serbien-Montenegro“ qualifiziert hatte, bestand die FIFA darauf, dass es als solches bei der WM antritt. Derselbe Fall war bei der Basketball-Weltmeisterschaft 2006 und der Volleyball-Weltmeisterschaft 2006. Dort trat auch noch einmal eine gemeinsame Mannschaft beider Staaten auf.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Artikel 60 Constitutional Charter of the State Union of Serbia and Montenegro (PDF; 187 kB)
  2. Vgl. dazu ausführlich Andreas Zimmermann, Staatennachfolge in völkerrechtliche Verträge, Springer, Berlin/Heidelberg/New York 2000, S. 98 ff., 308.
  3. General Assembly resolution A/RES/55/12 vom 1. November 2000 (PDF)
  4. Zoll: Liste aller derzeitigen Embargoländer (Archiv)

Weblinks

Wiktionary Wiktionary: Serbien und Montenegro – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

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