Backstein

ÔĽŅ
Backstein
Backsteine in Holzriegeln, verarbeitet zum klassischen Fachwerk
Der linke Teil des Ischtar-Tors
Turm von St. Petri in L√ľbeck
Backsteinrelief an der Scuola di Guerra Aerea in Florenz

Der Backstein, korrekterweise als Ziegel (von lat. ‚Äětegula‚Äú Dachziegel: von ‚Äětegere‚Äú bedecken) zu bezeichnen, wird umgangssprachlich auch Ziegelstein genannt. Es ist ein keramisches Material der Grobkeramik und wird im Bauwesen als Mauer- oder Dachziegel genutzt.

Inhaltsverzeichnis

Unterscheidung der Begriffe

Ziegel
Der Ziegel ist das √§lteste vorgefertigte Bauelement, er wird aus tonhaltigem Lehm geformt und in √Ėfen gebrannt. Die Bezeichnung Ziegelstein ist weit verbreitet, aber insofern laienhaft, da Stein das Naturprodukt (Naturstein) bezeichnet, w√§hrend der Ziegel ein von Menschenhand geschaffenes Baumaterial ist. Im √ľbertragenen Sinn wird der Begriff Ziegel f√ľr sonstige quaderf√∂rmige Materialien benutzt. So auch f√ľr Lehmziegel oder Adobe, die durch Trocknen von geformtem Lehm gewonnen werden.
Backstein
Der Begriff ‚ÄěBackstein‚Äú steht bevorzugt f√ľr die mittelalterlichen Bauten und wird haupts√§chlich im s√ľddeutschen und Schweizer Raum gebraucht. Einfache Mauerziegel aus Lehm k√∂nnen nur bei 900 ¬įC in Ziegeleien gebrannt werden. Sie sind mechanisch nicht sehr stabil und werden √ľblicherweise verputzt, um die Wetterfestigkeit zu verbessern. Der aus Ton bei h√∂heren Temperaturen gebrannte, auch Tonziegel genannte Ziegel, ist h√§rter und gilt als best√§ndiger, bis zu 50 Jahre.
Klinker
Klinker sind Produkte aus ‚Äěblauem‚Äú Ton, die reicher an Aluminosilikaten sind. Auf Grund des h√∂heren Silikatgehaltes k√∂nnen sie bei 1200 ¬įC gebrannt werden. Durch die starke Versinterung nehmen sie weniger Wasser auf und sie sind frostbest√§ndiger und insgesamt wetterbest√§ndiger. Sie werden deshalb meist unverputzt eingesetzt und geben abh√§ngig vom Eisengehalt einem Bau in gelben bis roten und braunen Nuancen das typische Aussehen. Die m√∂gliche Brenntemperatur ist vom Ausgangsmaterial abh√§ngig, da der Rohling zwar sintern, aber nicht formver√§ndernd weich werden darf.
Terrakotta
Terrakotten sind dekorativ gestaltete Ziegelelemente, die erheblich größer als die traditionellen (Form-)Ziegel sind. Die Terrakotta wird häufig von einfachem gebranntem Ton nach der Qualität des verwendeten Tons unterschieden. In Architektur- und Kunstgeschichte werden Terrakotten und Ziegel jedoch nur durch Maß und Form unterschieden.
Mauerwerk
Ziegel werden mit M√∂rtel zu Mauerwerk gef√ľgt. Das Aussehen des Mauerwerks wird durch die Art des Mauerwerksverbandes und die Fugen bestimmt.

Der Mörtel entfällt, wenn der Maueraufbau mit Schalungssteinen oder Betonhohlblock-Steinen (fälschlich oft Betonziegel genannt) erfolgt.

‚ÄěAlte Post‚Äú in L√ľdenscheid mit Blendziegeln
Blendziegel
regional auch Blendstein oder Verblender genannt, wurden vorwiegend im 19. Jahrhundert an Fassaden zur Verkleidung von Mauerwerk angebracht. Es sind Klinker in einer geometrisch sehr genauen rechteckigen Form mit glatter Oberfl√§che. Solche Fassaden stehen gegen√ľber Fassaden mit Ziegeln im Design deutlich hervor, da auch die Fugen sehr schmal und genau angelegt sind. Besonders in Gro√üst√§dten wie Berlin, Leipzig, Halle und Dresden wurden ganze Stra√üenz√ľge mit Blendziegeln versehen, dagegen wurden im M√ľnsterland meistens handgestrichene Ziegel verwendet. Oft wurden auch Villen mit Blendziegeln versehen.
Sonderziegel
  • Dachziegel: meist flache Ziegel f√ľr die Dachabdeckung
  • Lochziegel: ein optimierter Mauerziegel
  • Planziegel: Ziegel mit geschliffenen Oberfl√§chen
  • handgeformte Ziegel werden insbesondere f√ľr die Restaurierung angefertigt

Geschichte

Fr√ľhe Hochkulturen

Lehmziegel sind neben Holz, Stein und Pflanzenfasern das erste in den fr√ľhen Siedlungen der Jungsteinzeit (etwa 8.000 bis 6.000 v. Chr.) verwendete Baumaterial. Gegen√ľber W√§nden aus ungeformtem Lehm haben W√§nde aus Ziegelstein viele Vorteile: Sie sind besser zu transportieren als ungeformter Lehm. Mauern sind stabiler als W√§nde aus ungeformtem Lehm und ben√∂tigen bei ihrer Errichtung keine Schalung. Die √§ltesten Ziegel wurden 1952 bei arch√§ologischen Grabungen in Jericho (7500 v. Chr.) gefunden.

Die Technik des Brennens von Ton f√ľr Gef√§√üe war in der Jungsteinzeit bekannt, wurde aber nicht f√ľr Ziegel eingesetzt. Stattdessen wurde Kalk gebrannt der zu Estrich verarbeitet wurde.

Die ersten Ziegel (Lehmziegel) waren handgeformt und dadurch unregelm√§√üig in der Form. Ziegel mit glatt gestrichener Form sind etwa seit 6300 v. Chr. aus Mesopotamien bekannt. Hier wurde zwischen 5900 und 5300 v. Chr. die Verwendung von Formen entwickelt. Zwischen 3100 bis 2900 v. Chr. wurde erstmals gebrannter Ton in Ziegelform in gro√üem Umfang verwendet und die Technik des Glasierens entwickelt und perfektioniert. Das Ischtar-Tor ist ein herausragendes Beispiel f√ľr den in babylonischer Zeit erreichten Entwicklungsstand der Techniken. Es wurde unter Nebukadnezar II. (604 bis 562 v. Chr.) gebaut.

Fr√ľhe chinesische Backsteinarchitektur

In China wurden Backsteine ab etwa 1000 v. Chr. verwendet. Typisch f√ľr chinesische Backsteinbauten war der Verzicht auf M√∂rtel, der durch eine gro√üe Ma√ühaltigkeit der hergestellten Ziegel m√∂glich war und die Errichtung von Hohlmauerwerken, die mit Schutt ausgef√ľllt wurden.

Antike und Spätantike

F√ľr die r√∂mische Architektur hatte der gebrannte Ziegel eine zunehmende und schlie√ülich zum Ende des R√∂mischen Reichs gro√üe Bedeutung. Durch die R√∂mer wurde das Bauen mit gebrannten Ziegeln im ganzen R√∂mischen Reich verbreitet. Typisch f√ľr den r√∂mischen Backstein sind d√ľnne Ziegel.

Die umfangreiche Verwendung von gebrannten Ziegeln f√ľr Mauerwerk setzte im ersten Jahrhundert v. Chr. ein, war aber beispielsweise in der Stadt Rom bis in die Zeit der Regierung des Augustus (27 v. Chr. bis 14 n. Chr.) √ľberhaupt nicht nachzuweisen. Wohl deshalb nahm die Beschreibung der Technik des Bauens mit getrockneten und gebrannten Ziegeln bei Vitruv nur geringen Raum ein. Bis 100 n. Chr. war die Technik bereits durch die R√∂mischen Legionen, die √ľberall Feldziegeleien errichteten, im ganzen Reich verbreitet. Bis in diese Zeit wurden Backsteinmauern regelm√§√üig verputzt oder verkleidet. Im 2. Jahrhundert wurden Ziegel aber auch als dekorative Oberfl√§che verwendet und ersetzten Tuffsteine und andere Steine als Verkleidung f√ľr die von den R√∂mern erfundenen Betonmauern (lat.: opus caementitium). Ende des 2. Jahrhunderts endete die Bl√ľtezeit des Backsteinbaus in Rom wieder.

Im Byzantinischen Reich und im Westen des R√∂mischen Reichs wurde der Ziegelsteinbau weiterentwickelt. So ist die Hagia Sophia in Konstantinopel (gebaut 532 bis 537 n. Chr.) vollst√§ndig aus Ziegeln erbaut. Typisch f√ľr den byzantinischen Backsteinbau sind sehr d√ľnne Ziegel und Fugen, deren Dicke die Ziegel teils noch √ľbertrifft. Im Westr√∂mischen Reich finden sich herausragende Beispiele f√ľr Backsteinarchitektur wie die Kirche San Vitale insbesondere in Ravenna.

Der Bau der Konstantinbasilika in Trier ist ein Beispiel f√ľr einen gro√üen Backsteinbau im Gebiet des heutigen Deutschlands. Allerdings war diese urspr√ľnglich au√üen verputzt und innen mit Marmor verkleidet.

Außereuropäische Kulturen

Außerhalb der europäischen Kultur gibt es eine umfangreiche Backsteinarchitektur bei Bauten mit islamischer Herkunft (Samaniden-Mausoleum in Buchara) und in buddhistischer Tradition (beispielsweise in Bagan (Myanmar)/Birma) und in China.

Mittelalter

W√§hrend die Tradition des Backsteinbaus in Italien seit den R√∂mern ungebrochen fortgesetzt wurde, verschwand der Backstein in Nordeuropa mit dem Ende des R√∂mischen Reichs v√∂llig. Er wurde im 12. Jahrhundert durch M√∂nche wieder eingef√ľhrt und verbreitete sich wegen der besseren Ma√ühaltigkeit gegen√ľber Naturstein im Pr√§sentalbau. Der Dom zu Roskilde und die um 1160 begonnene Marienkirche in Kalundborg in D√§nemark sind fr√ľhe Beispiele.

Die Bl√ľtezeit der Dekoration aus Formziegeln war die Backsteingotik, eine deutsche Sonderform der Gotik, die vor allem im Gebiet der Hanse weit verbreitet war. Das pr√§gende Vorbild war die Marienkirche in L√ľbeck, welche das h√∂chste Backsteingew√∂lbe der Welt besitzt. Erw√§hnenswert ist hier auch das Kloster Chorin bei Eberswalde. Aus welchen Gr√ľnden die Backsteintechnik im 12. Jahrhundert wieder aufkam, ist nicht abschlie√üend gekl√§rt. Jedenfalls spielt auch die mangelnde Verf√ľgbarkeit von Natursteinen eine wichtige Rolle. Ein weiterer Grund ist die Verf√ľgbarkeit des Ausgangsmaterials. Ein Nischenprodukt waren die Buchstabenziegel zur Dekoration von Fu√üb√∂den.

Der im Jahre 1500 fertiggestellte Turm der Landshuter Martinskirche ist mit 130,60 Metern der h√∂chste Backsteinturm der Welt. Ein Beispiel f√ľr Backsteingotik au√üerhalb Deutschlands ist die Kathedrale von Albi in Frankreich.

Renaissance und Barock

In der Renaissance und im Barock war Sichtmauerwerk aus Ziegel wenig beliebt. Die Ziegel wurden mit Putz oder Stuck bedeckt oder zumindest √ľberschl√§mmt. Unter der Verblendung war Backstein jedoch wahrscheinlich auch in Italien der am h√§ufigsten verwendete Baustoff der Zeit, weil die Herstellung von Backsteinen billiger als der Transport und das Behauen von Steinen war, zudem sind Backsteine leichter als die meisten Natursteine. Deshalb baute auch Brunelleschi die Kuppel des Doms von Florenz aus Backsteinen.

Andererseits hatte Backsteinarchitektur mit Sichtmauerwerk in England zwischen 1450 und 1650 eine Bl√ľtezeit. Schlie√ülich ist auch die dritte Chinesische Mauer zu gro√üen Teilen aus Backsteinen errichtet.

1650 bis 1800

Zwischen 1650 und 1800 wurde Sichtbackstein-Mauerwerk in Europa vor allem in den Niederlanden, Frankreich und England mit jeweils nationalen Eigenheiten gebaut. Aus den Niederlanden sind die Ziergiebel Amsterdams bekannt. Im französischen Klassizismus wurde Backstein mit Naturstein gemeinsam verbaut. In London durften nach dem großen Brand von 1666 nur noch Stein- und Backsteinbauten errichtet werden. Backstein dominierte schon wegen seines Preises.

Das 19. Jahrhundert

Sehr gro√üe Verbreitung fanden Backsteinbauten in Norddeutschland wieder in der Backstein-Neogotik. Traditionsgebunden wurden vielst√∂ckige Mietskasernen in Berlin mit Niederlausitzer Klinkern errichtet. Zunehmend wurden Ziegelbauten allerdings verputzt. Die G√∂ltzschtalbr√ľcke ist bis heute die gr√∂√üte Ziegelbr√ľcke der Welt. Sie wurde aus Klinkern errichtet, um die Tragf√§higkeit und die Wetterfestigkeit zu erreichen.

Das 20. Jahrhundert

Stahl, Beton und Glas l√∂sten aus √∂konomischen und konstruktiven Gr√ľnden den Ziegel als Baumaterial ab. Ziegel ist nicht hinreichend tragf√§hig, um etwa Hochh√§user zu errichten. Backsteinexpressionismus und Heimatschutzarchitektur setzten die Tradition des Backsteinbaus im 20. Jahrhundert aber nicht nur in Norddeutschland fort. Bedeutende Industriebauten (Kraftwerke, Stahlwerke, Kokereien) wurden noch in der Mitte des 20. Jahrhunderts aus Ziegeln errichtet oder zumindest mit Klinkern verkleidet. Der Berliner Dom ruht auf einem Fundament aus Pfeilern von Ziegeln.

Ziegelsteinherstellung um 1568

Herstellung

Traditionelle Herstellung

Das Ausgangsmaterial Lehm oder Ton wird zun√§chst einige Wochen in Wasser gel√∂st oder √ľber den Winter bei mehrmaliger Wasserzugabe im Freien ausgebreitet gelagert und durchgefroren. Durch dieses ‚ÄěAusfrieren‚Äú wird der Ton feinkr√ľmelig. Diese Arbeitsschritte erfolgen heute noch f√ľr Qualit√§tsprodukte, Ton wird in gro√üen Bassins waagerecht eingetragen und senkrecht abgebaggert. Bei diesem ‚ÄěMauken‚Äú gleicht sich die Feuchte aus, es entweichen Gase, die beim Brennen den Ziegel sprengen k√∂nnten und das Material wird dadurch vermischt. Danach wird der Lehm von festen oder organischen Bestandteilen gereinigt, fallweise wird noch Sand oder Ton beigesetzt und schlie√ülich wird die Masse in einen oben und unten offenen Formrahmen oder einen nur oben offenen Kasten gepresst (Ziegelmodel), was traditionell ab dem Monat Mai erfolgte. Teilweise sind in diesen Formen Ziegelzeichen aufgebracht. √úberstehendes Material wird abgestrichen und die Form gest√ľrzt ‚Äď dies ergibt die Handstrichziegel. Als sichtbares Merkmal weisen sie typische Quetschfalten auf. (Diese Verarbeitung wird heute noch bei kulturhistorisch bedeutsamen Restaurierungen genutzt.) Die Ziegel werden dann mehrere Wochen luftgetrocknet, in Gegenden, wo mit Regen zu rechnen ist, in einem luftigen Trockenschuppen.

Zum Brennen werden die Formziegel abwechselnd mit Kohle in einem Meiler aufgeschichtet. Der Meiler wird abschlie√üend mit Lehm und Ziegeln minderer Qualit√§t bedeckt. Der nun folgende Brennvorgang ben√∂tigt etwa 14 Tage, wobei die Ziegel nur etwa 3 Tage einer Temperatur von 600‚Äď900 ¬įC ausgesetzt sind. Die restliche Zeit dient zum Aufw√§rmen und Abk√ľhlen, bei dem die fertig gebrannten Ziegel nicht zerspringen d√ľrfen. Bei einem Meilerofen ist die Qualit√§t der Ziegel sehr unterschiedlich, ein Drittel ist mit zu hoher Temperatur gebrannt und neigt zum Splittern, ein Drittel ist mit zu niedrigerer Temperatur gebrannt und verwittert rascher. Oft waren einzelne Ziegel auch nur zur H√§lfte von guter Qualit√§t und somit bedingt brauchbar. Die gebrannten Ziegel werden daher nach Qualit√§ten sortiert. Eine wesentlich bessere Ausbeute erzielt man in Schacht√∂fen, die oft mit Kalksteinen ausgemauert sind. Das ist m√∂glich, da solche Lehmbrandziegel nur bei Temperaturen bis maximal 900 ¬įC gebrannt werden k√∂nnen und Kalk erst bei Temperaturen √ľber 900 ¬įC in Branntkalk √ľbergeht. Ein Schachtofen kann unter Anwendung der herk√∂mmlichen Technik in Mitteleuropa etwa f√ľnfmal j√§hrlich beschickt werden.

Im Unterschied dazu wurden Ziegel zu Beginn des Mittelalters auch aus dem Lehmklumpen herausgeschnitten, danach getrocknet und gebrannt.

Herstellung von Handstrichziegeln bei Dukatole (Maletswai, S√ľdafrika)
Die nachfolgende Bilderserie zeigt die Herstellung von Handstrichziegeln. Etwa 200 Ziegelhersteller leben hier von der Herstellung von Backsteinen.

Anmerkungen:
Bild 2: Mittels eines Siebes wird Kohle aus Ascheresten herausgefiltert. Die kohlehaltige Asche wird von ans√§ssigen Betrieben kostenlos zur Verf√ľgung gestellt.

Industrielle Fertigung

Mit der Industrialisierung wurde auch bald die Herstellung mechanisiert. Zun√§chst gab es Maschinen, die das Abstreichen und Formen √ľbernahmen. Erst dann setzte sich ein Verfahren durch, bei dem die Ziegel ihre Form durch Strangpressen erhalten und geschnitten werden. Stranggepresste Ziegel haben eine sehr glatte Oberfl√§che. Im Strangpressverfahren lassen sich auch Sonderformen, wie Hohllochziegel, fertigen.

Andere Fortschritte gab es beim Brennen. Zun√§chst wurde durch die so genannte √ľberschlagende Flamme die Temperatur im Meiler gleichm√§√üiger und damit der Ausschuss oder der Anteil minderer Qualit√§t vermindert. Dann kamen √Ėfen mit Dauerbrand (Ringofen) auf, bei denen in verschiedenen Kammern kontinuierlich gebrannt wurde. Aufw√§rm- und Abk√ľhlphasen des Gesamtofens entfielen. Heute sind sogenannte Tunnel√∂fen √ľblich, in denen die Ziegel sich w√§hrend des Brandes auf Wagen durch den Ofen bewegen. Im Gegensatz hierzu blieb der Ziegel im Ringofen fest und der Brand wanderte durch die Kammern.

Die Neuerungen der Produktion erm√∂glichten es, die gewaltigen Bauleistungen der Industrialisierung mit den Fabrikhallen, Arbeitersiedlungen, Mietskasernen und repr√§sentativen B√ľrgerh√§usern zu meistern. F√ľr eine Berliner Mietskaserne wurden mehr als eine Million Ziegel ben√∂tigt, der Bau des Anhalter Bahnhofs in Berlin bestand aus 16 Millionen Ziegeln.

Kalksandziegel (oder auch Sandsteinziegel) sind seit 1855 bekannt und wurden gegen Ende des 19. Jahrhunderts mit Hilfe von patentierten Herstellungsverfahren in gro√üen Mengen hergestellt. Sie wurden aus scharfkantigem kiesels√§urehaltigem Sand gefertigt, der m√∂glichst frei von erdigen Bestandteilen, wie Lehm und Humus sein sollte. Als Kalk kam Fettkalk (Wei√ükalk), Magerkalk (Graukalk) oder auch hydraulischer Kalk (Schwarzkalk) in Betracht. Das Mischungsverh√§ltnis von Kalk zu Sand betrug etwa 1:6.

Einteilungen

Härtungsmethode

Römische Ziegel in quadratischer Form
Gewölbe des römischen Bades in Bath, England
Glasierte Backsteine am L√ľbecker Rathaus
  • Luftgetrocknete Ziegel (Adoben) werden nicht gebrannt, sondern √ľber eine l√§ngere Zeit an der Luft getrocknet. Die Konsequenz ist, dass sie sich bei Aufnahme von Wasser wieder aufweichen k√∂nnen und in niederschlagsarmen, trockenen Regionen verwendet werden. Diese Ziegelsteine werden auch als Lehmziegel bezeichnet.
    • Belastbarkeit dieser Ziegel: 150 kg/cm¬≤
  • Gebrannte Ziegel werden im Brennofen gebacken (siehe Brennen von Tonmineralen). Sie sind zwar im Gegensatz zum luftgetrockneten Ziegel dauerhaft verfestigt, aber dennoch nicht sonderlich witterungsbest√§ndig, da sie eine hohe Porosit√§t und Wasseraufnahmef√§higkeit aufweisen. Sie werden beim Bau im Innenbereich verwendet (Hintermauerziegel) oder am fertigen Bauwerk √ľblicherweise mit Putz abgedeckt. Die Luftdurchl√§ssigkeit dieser Ziegel ist betr√§chtlich, so gelingt es bereits durch Atemluft, mit Hilfe von zwei Trichtern mit 20 Zentimetern oberer √Ėffnungsweite durch einen Ziegel hindurch eine Kerze auszublasen.
    • Belastbarkeit dieser Ziegel: 250 kg/cm¬≤
  • Hartgebrannte Ziegel werden mit h√∂heren Temperaturen gebrannt, und sind dadurch h√§rter und dichter als normal gebrannte. Sie finden im Au√üenbereich Verwendung. Zu dieser Sorte geh√∂ren die Vormauerziegel (VMZ), die Klinker, auch Pflasterklinker sowie die Dachziegel (Tondachziegel). Klinker sind so stark gebrannt, dass die Poren des Brenngutes durch Sinterung geschlossen werden. Sie nehmen nur sehr wenig Wasser auf und sind sehr widerstandsf√§hig.
    • Belastbarkeit dieser Ziegel: 500 kg/cm¬≤

Farben

Die Farbe der Ziegel h√§ngt in erster Linie von den im Ton enthaltenen Mineralien ab. Ein hoher Eisengehalt (rote Eisen(III)-Silikate) f√ľhrt durch die Oxidation des Eisens zu hell- bis dunkelroten (braunen) Farbt√∂nen, abh√§ngig von Brenntemperatur und Brennatmosph√§re. Ein hoher Kalkgehalt und geringer Eisengehalt f√ľhrt zu gelben Farbt√∂nen. Die farblichen Nuancen lassen sich durch oxidierende (Sauerstoff√ľberschuss in der Ofenatmosph√§re) oder reduzierende (Sauerstoffmangel in der Ofenatmosph√§re) Brandf√ľhrung beeinflussen, die mittels der Brennstoff- und Luftzufuhr eingestellt werden kann. Eine alte M√∂glichkeit war der Zusatz von nassen Baumst√§mmen w√§hrend des Brennens: Die hierbei erzeugte reduzierenden Atmosph√§re im Ofen (bei den zum Brennen ben√∂tigten Temperaturen entstehen aus Kohle und Wasser Kohlenmonoxid und Wasserstoff) erm√∂glicht blaue Farbt√∂ne durch elementares Eisen (Oxidationsstufe 0). Da hierbei der Ofen Schaden nimmt, blieb diese Technik auf wenige Sonderf√§lle beschr√§nkt.

Durch Engoben, die vor dem Brennen aufgetragen werden, kann die Farbpalette stark erweitert werden. Diese Technik wird in Europa seit dem Mittelalter, bei islamischen Backsteinbauten schon seit dem fr√ľhen Mittelalter angewendet. Dar√ľber hinaus sind schon in der Bl√ľtezeit Babylons unter Nebukadnezar II. viele Farben und Schattierungen zu finden.

In Burgund und dann auch in Ungarn wurden glasierte Dachziegel zur Verzierung der D√§cher eingesetzt. Dieses Architekturmerkmal wurde in Burgund entwickelt (bekanntes Beispiel ist das H√ītel-Dieu de Beaune) und kam durch die Heirat einer K√∂nigin nach Ungarn, wo heute besonders die Budaer Burg in Budapest bekannt daf√ľr ist.

Formate

Der traditionelle kleinformatige Backstein ist ein l√§nglicher Quader, dessen gr√∂√üte Kantenl√§nge (L√§nge) etwas mehr als dem doppelten Ma√ü der mittleren Kantenl√§nge (Breite) entspricht. Die Differenz entspricht der Breite der vertikalen Fuge, der so genannten Sto√üfuge. Unter Ber√ľcksichtigung der Fuge entspricht damit ein l√§ngs eingemauerter Ziegel, der so genannte L√§ufer, genau zwei quer eingemauerten so genannten Bindern. Die Notwendigkeit, Ziegel wegen ihrer Tragf√§higkeit im Verbund zu vermauern, bestimmt also ihr Format.

Das sogenannte ‚ÄěKlosterformat‚Äú f√ľr Handstrichziegel ist kein einheitliches System, sondern unterscheidet sich in den einzelnen Klosterbauschulen, da raumgreifende Normung w√§hrend der Handfertigung der Backsteingotik nicht n√∂tig war. Fritz Gottlob gibt als Durchschnittsma√üe Gr√∂√üen von 28 cm √ó 15 cm √ó 9 cm bis zu 30 cm √ó 14 cm √ó 10 cm an, die H√∂he kann in Einzelf√§llen auch bis zu 12,5 cm betragen. Die Fugen waren √ľblicherweise 1,5 cm dick.

Die Industrialisierung erm√∂glichte den Transport von Baumaterialien √ľber gr√∂√üere Strecken und die Lieferanten mussten austauschbar sein. So wurde 1872 in Deutschland per Gesetz das so genannte ‚ÄěReichsformat‚Äú f√ľr Ziegel (heute ‚Äěaltes Reichsformat‚Äú) eingef√ľhrt: 25 cm √ó 12 cm √ó 6,5 cm. Damit konnte ein Geb√§ude aus Mauerziegeln verschiedener Herkunft erbaut werden. F√ľr staatliche Bauten war die Anwendung dieses Formats verbindlich. F√ľr andere Geb√§ude war es wirtschaftlicher geworden, normierte Ziegel zu verwenden, also auch diese herzustellen. Dieses Ziegelformat wurde 1869 von dem Berliner Baumeister L√§mmerhirth vorgeschlagen. Damit wurde die Anzahl mit dem Planungsma√ü 1 Kubikmeter Bauwerk verbunden. Ein Kubikmeter Mauerwerk inklusive 1 cm Fuge und √ľblichen Verlusten an den Ecken bestand aus 400 Ziegeln.

Mit dem metrischen System wurde das (neue) Reichsformat mit 24 cm √ó 11,5 cm √ó 6,3 cm und das Normalformat mit 24 cm √ó 11,5 cm √ó 7,1 cm notwendig. Mit dieser Ziegelgrundfl√§che und einem Zentimeter M√∂rtelfuge waren die Bauten in 1/8-Meter-Einheiten gerastert (oktametrisches System). Durch eine fehlende oder zus√§tzliche M√∂rtelfuge bei Innen- und Au√üenma√üen ergibt sich immer eine Differenz von +/- 1 Zentimeter. Auf dieses Baurichtma√ü genannte Raster wurden sp√§ter die Ma√üe anderer Baugewerke, wie zum Beispiel Fenster und T√ľren, abgestimmt und in ihren Ma√üen genormt.

Andere L√§nder und bestimmte Regionen haben andere Formate entwickelt. Die Rohdichte von Ziegeln betr√§gt je nach den Bedingungen beim Brennen zwischen 1,4‚Äď2,0 kg/dm¬≥. Formate und Rohdichten sind f√ľr Deutschland in der DIN 105 geregelt.

Auswahl an Ziegelformaten

Alle Maße in Zentimeter
Bezeichnung Maße (l x b x h)
Altes (deutsches) Reichsformat 25 √ó 12 √ó 6,5
Bayrisches Format 29,5 √ó 14,5 √ó 6,5; 34,0 √ó 16,5 √ó 7,0
Elbformat 23,0 √ó 11,0 √ó 5,2
Friesenziegel 20,6 √ó 10,0 √ó 5,1
Hamburger Format 22,0 √ó 10,5 √ó 6,5
Klosterformat(e) 28‚Äď30 √ó 14‚Äď15 √ó 9‚Äď10
Normalformat (NF) - Deutschland 24 √ó 11,5 √ó 7,1
Oldenburger Format 22,0 √ó 10,5 √ó 5,2
Reichsformat (RF) - Deutschland 24 √ó 11,5 √ó 6,3
**
Alt√§gyptisch (hier Palast von Marqata 18. Dynastie) [1]   33 √ó 16 √ó 10
Altösterreichisches Format [2] 29 × 14 × 6,5
D√ľnnformat (DF) 24 √ó 11,5 √ó 5,25
Englisches Format 21,5 √ó 10,25 √ó 6,5
Normalformat - √Ėsterreich, auch in Russland nach GOST    25 √ó 12 √ó 6,5
Vollbackstein (zu SIA 266) - Schweiz [3]   25 √ó 12 √ó 6; 30 √ó 9 √ó 6; 32 √ó 12 √ó 6
Waalformat - Niederlande [4]   20‚Äď21 √ó 10 √ó 5
Modularer Aufbau √ľblicher Ziegelformate

Alle in der Tabelle aufgef√ľhrten Ziegelformate (mit Ausnahme zweier Schweizer Formate) lassen zwei verschiedene Proportionen erkennen:

1 × Länge = 2 × Breite + 1 × Fugenstärke = 3 × Höhe + 2 × Fugenstärke (Normalformat Deutschland) oder
1 √ó L√§nge = 2 √ó Breite + 1 √ó Fugenst√§rke = 4 √ó H√∂he + 3 √ó Fugenst√§rke (D√ľnnformat Deutschland).

Grundlage der meisten angef√ľhrten Formate war das Modul, ein aus sechs normal- oder acht d√ľnnformatigen Ziegelsteinen (inklusive Fugenst√§rken) bestehender W√ľrfel, dessen Kantenl√§nge gleich der Kantenl√§nge eines Ziegels war. Die √ľbrigen Ma√üe der Ziegelquader wurden daraus unter Abzug der vordefinierten Fugenst√§rke ermittelt.

Formen

Ziegel k√∂nnen vor oder nach dem Brennen in Form gebracht werden. F√ľr die Formgebung vor dem Brennen werden Formrahmen verwendet. Der Ton muss relativ feucht sein, so dass die Steine vor dem Brennen trocknen m√ľssen, um beim Brennen keine Risse zu bekommen. Die Formsteine der Backsteingotik wurden in dieser Weise hergestellt.

Nach dem Brennen können Backsteine behauen oder beschliffen werden. Beschliffen wurden Backsteine insbesondere, um Größenunterschiede auszugleichen und dadurch schmalere Fugen zu erreichen.

Ziegel heute

Ziegelwohnhaus in Madrid, Beispiel f√ľr moderne Architektur

Im Neubau hat der traditionelle kleinformatige Ziegel heute als tragendes Mauerwerk nur noch geringe Bedeutung. Die Ziegel wurden immer gr√∂√üer und wegen des wachsenden Gewichtes durchl√∂chert, sogenannte Lochziegel. Die L√∂cher machten einerseits den Ziegel leichter und damit auch gr√∂√üere Formate handhabbar, andererseits dient die eingemauerte Luft zur W√§rmed√§mmung, genauer zur Reduzierung der W√§rmeverluste durch die W√§rmeleitung im Material. Um diese Eigenschaften noch zu verbessern, wird das Ziegelmaterial inzwischen selbst porosiert, indem die Rohmasse mit brennbaren Stoffen wie S√§gemehl oder Kunststoffk√ľgelchen vermengt wird. Diese Stoffe verbrennen beim Brennvorgang und hinterlassen Poren. Die Aufsch√§umung mit Treibmitteln ist weniger gebr√§uchlich. Diese Produkte tragen den Namen Schaumton. Bei den Gro√üformaten gelten immer noch die alten Standardma√üe, so sind diese Ziegel immer Vielfache des Normal- oder D√ľnnformats. Eine moderne Variante des Ziegels ist der Planziegel.

Als Verblendmauerwerk sind Ziegel vor allem in Norddeutschland traditionell sehr beliebt. Die Baustoffindustrie hat eine breite Palette von Formaten, T√∂nungen und Oberfl√§chenstrukturen entwickelt, um auf individuelle W√ľnsche von Architekten und Bauherren einzugehen. Hierzu geh√∂ren auch die Spaltplatten, die aus zwei gegengesetzten Klinkeroberfl√§chen bestehen und zum Verblenden gespalten und auf das Mauerwerk aufgesetzt werden. Die Palette des Angebotes umfasst sowohl in unterschiedlichen Farben glasierte Ziegel, als auch durch unterschiedliche Massezusammensetzung farbig gefertigten Ziegel in Gelb-, Rot-, Blau- und Braunt√∂ne bis zu fast schwarzen. Im Gegensatz zu historischen Ziegeln, die durch Verunreinigungen im Ton in der Fl√§che ein lebendiges Bild ergaben, wirkten Wandfl√§chen aus industriell gefertigten Ziegeln zun√§chst oft steril. Dies wird in der modernen Fertigung durch gezielte Anflammungen beim Brand, das Aufbringen von Granulaten und das Strukturieren der Oberfl√§chen bei der Herstellung verhindert. Rustikale Formbackziegel werden nach historischem Vorbild durch das nun maschinelle Einwerfen der Tonmasse in Formen hergestellt.

Alte Backsteine (so genannte Abbruchziegel) werden inzwischen f√ľr Renovierungen und Neubauten in traditioneller Bauweise aus Abbr√ľchen geborgen und wiederverwendet. Diese Form des Recyclings hat eine sehr lange Tradition, da Ziegel ein teurer Baustoff sind. Es wurde bereits bei Bauten im Zweistromland oder bei r√∂mischen Ziegeln beobachtet und ist auch bei mittelalterlichen Bauwerken zu finden.

Trivia

‚ÄěFeierabendziegel‚Äú sind spezielle Ziegel, die mit Datumsangaben, Texten, Spr√ľchen oder Ornamenten verziert wurden. Diese Bezeichnung ist auch als Oberbegriff f√ľr verzierte Ziegel √ľblich. Die Ziegel wurden urspr√ľnglich im Meiler gebrannt, d.h. unter freiem Himmel. Ein Brand umfasste eine Menge von 5.000 bis 10.000 Ziegeln, die Ausschussquote war sehr hoch. Um den Segen f√ľr das Gelingen des Brandes zu erbitten, wurde der erste und der letzte Ziegel mit aufgehenden Sonnen und Monden verziert. Auftragsbezogen wurden Abwehrziegel (bei Dachziegeln) verziert, d.h. mit Wellen- und Zackenmustern versehen, die wohl einer Blitzmarke nachempfunden waren und Haus sowie Bewohner vor den Witterungsunbilden sch√ľtzen sollten. Au√üerdem gibt es als Gl√ľcksbringer Blumen-, Kreuz- und Tiermotive, auch Hand- und Kinderfu√üabdr√ľcke sind zu finden. Die Tradition hielt sich bis in die vorindustrielle Zeit, die Verzierungen sind auch noch auf stranggepressten Dachziegeln zu finden. In Zeiten der manuellen Produktion wurde der noch weiche Ton damit verziert. Dies fand h√§ufig nach getaner Arbeit statt ‚Äď zum Feierabend.

Siehe auch

Literatur

  • Ulrich Brandl und Emmi Federhofer: Ton + Technik. R√∂mische Ziegel. Theiss, Stuttgart 2010, ISBN 978-3-8062-2403-0 (Schriften des Limesmuseums Aalen. Nr. 61)
  • James W.P. Campbell und William Pryce: Backstein. Eine Architekturgeschichte - Von den Anf√§ngen bis zur Gegenwart. Verlag Knesebeck 2003. ISBN 3-89660-189-X
  • Fritz Gottlob: Formenlehre der Norddeutschen Backsteingotik: Ein Beitrag zur Neogotik um 1900. Baumg√§rtner, Leipzig 1907. Nachdruck der 2. Auflage, Verlag Ludwig 1999. ISBN 3-9805480-8-2: Abschnitt A.1.A (Fl√§chenmauerwerk)
  • Edmund Heusinger von Waldegg: Die Ziegel- und R√∂hrenbrennerei, einschlie√ülich der neuesten Maschinen und Ger√§the f√ľr die Ziegelfabrikation. Verlag Theodor Thomas, Leipzig 1891 (Umfassender √úberblick √ľber alle Aspekte der Ziegelproduktion um 1900)
  • M. Kornmann und CTTB: Clay bricks and roof tiles, manufacturing and properties. LaSim, Paris 2007. ISBN 2-9517765-6-X
  • Otto Lueger: Lexikon der gesamten Technik und ihrer Hilfswissenschaften. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart, Leipzig 1899. (Bd. 2, S.484 und Bd. 7, S.989-992)

Weblinks

 Commons: Ziegel ‚Äď Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary Wiktionary: Backstein ‚Äď Bedeutungserkl√§rungen, Wortherkunft, Synonyme, √úbersetzungen

Einzelnachweise

  1. ‚ÜĎ D. Arnold: Lexikon der √§gyptischen Baukunst. D√ľsseldorf 1994
  2. ‚ÜĎ Riccabona Baukonstruktionslehre 1 - Rohbauarbeiten (Manz Verlag 2004)
  3. ‚ÜĎ Schweizer Backsteinformate
  4. ‚ÜĎ Ma√üe, des niederl√§ndischen Verbandes von Backsteinfabrikanten (pdf) (nl)

Wikimedia Foundation.

Schlagen Sie auch in anderen W√∂rterb√ľchern nach:

  • Backstein ‚ÄĒ Backstein,der:‚á®Ziegelstein Backstein‚ÜíZiegel ‚Ķ   Das W√∂rterbuch der Synonyme

  • Backstein ‚ÄĒ [Aufbauwortschatz (Rating 1500 3200)] Auch: ‚ÄĘ Ziegel(stein) Bsp.: ‚ÄĘ Das Haus ist aus Backstein (= rotem Ziegelstein) gebaut ‚Ķ   Deutsch W√∂rterbuch

  • Backstein ‚ÄĒ Backstein, so v.w. Mauerziegel ‚Ķ   Pierer's Universal-Lexikon

  • Backstein ‚ÄĒ Backstein, s. Ziegel ‚Ķ   Kleines Konversations-Lexikon

  • Backstein ‚ÄĒ Sm std. reg. (17. Jh.) Stammwort. Ein gebrannter ( gebackener ) Ziegelstein, zu backen. deutsch s. backen, s. Stein ‚Ķ   Etymologisches W√∂rterbuch der deutschen sprache

  • Backstein ‚ÄĒ backen: Das altgerm. Verb mhd. bachen, ahd. bahhan, backan, niederl. bakken, engl. to bake, schwed. baka ist eng verwandt mit griech. phoŐĄgein ¬Ľr√∂sten, braten¬ę und geh√∂rt zu der Wortgruppe von ‚ÜĎ b√§hen. Das √§lteste Backen (‚ÜĎ Brot, ‚ÜĎ Fladen) war… ‚Ķ   Das Herkunftsw√∂rterbuch

  • Backstein ‚ÄĒ Klinker; Ziegelstein; Lochziegel; Blaubrandziegel * * * Back|stein [ bak ÉtaiŐģn], der; [e]s, e: Ziegel (a): ein Haus aus rotem Backstein bauen. * * * BaŐ£ck|stein ‚Ć©m. 1‚Ć™ = Ziegel (1) ‚Ķ   Universal-Lexikon

  • Backstein ‚ÄĒ der Backstein, e (Aufbaustufe) zum Bauen verwendeter r√∂tlicher bis brauner Ziegel aus gebranntem Ton oder Lehm Synonym: Ziegelstein Beispiel: Das Geb√§ude wurde aus Backsteinen gebaut ‚Ķ   Extremes Deutsch

  • Backstein ‚ÄĒ Ein alter Backstein h√§lt oft l√§nger als ein neuer. Leider wahr, aber keine besondere Empfehlung f√ľr die neuere Ziegelfabrikation ‚Ķ   Deutsches Sprichw√∂rter-Lexikon

  • Backstein ‚ÄĒ BaŐ£ck¬∑stein der; besonders nordd; ein rechteckiger, meist r√∂tlicher Stein, den man zum Bauen verwendet ‚Čą Ziegel || K : Backsteinbau, Backsteingotik ‚Ķ   Langenscheidt Gro√üw√∂rterbuch Deutsch als Fremdsprache


Share the article and excerpts

Direct link
… Do a right-click on the link above
and select ‚ÄúCopy Link‚ÄĚ

We are using cookies for the best presentation of our site. Continuing to use this site, you agree with this.