Bad Oeynhausen

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Bad Oeynhausen
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Bad Oeynhausen
Bad Oeynhausen
Deutschlandkarte, Position der Stadt Bad Oeynhausen hervorgehoben
52.28.855
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Detmold
Kreis: Minden-LĂŒbbecke
Höhe: 55 m ĂŒ. NN
FlĂ€che: 64,8 kmÂČ
Einwohner:

48.300 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 745 Einwohner je kmÂČ
Postleitzahlen: 32545, 32547, 32549
Vorwahlen: 05731, 05734
Kfz-Kennzeichen: MI
GemeindeschlĂŒssel: 05 7 70 004
Stadtgliederung: 8 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Ostkorso 8
32545 Bad Oeynhausen
WebprÀsenz: www.badoeynhausen.de
BĂŒrgermeister: Klaus Mueller-Zahlmann (SPD)
Lage der Stadt Bad Oeynhausen im Kreis Minden-LĂŒbbecke
Minden HĂŒllhorst Espelkamp Bad Oeynhausen LĂŒbbecke Rahden Petershagen Preußisch Oldendorf Porta Westfalica Hille Stemwede Nordrhein-Westfalen Niedersachsen Niedersachsen Kreis Herford Kreis Lippe Niedersachsen NiedersachsenKarte
Über dieses Bild

Bad Oeynhausen Zum Anhören bitte klicken! [ba:t'Ăž:nhaʊzn][2] (niederdeutsch: Bad Öinusen) ist eine Kurstadt am SĂŒdrand des Wiehengebirges im Kreis Minden-LĂŒbbecke (Nordrhein-Westfalen). Die nĂ€chsten grĂ¶ĂŸeren StĂ€dte sind Bielefeld (39 km sĂŒdwestlich) und Hannover (80 km östlich).

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Das Stadtgebiet reicht vom Wiehengebirge im Norden bis an AuslĂ€ufer des Lipper Berglandes im SĂŒden
MĂŒndung der Werre in die Weser beim Großen Weserbogen. Im Hintergrund das Wiehengebirge bei Dehme.
Großer Weserbogen mit Dehme und WerremĂŒndung

Bad Oeynhausen liegt im Ă€ußersten SĂŒden des Kreises Minden-LĂŒbbecke, sĂŒdlich des Kamms des Wiehengebirges an der MĂŒndung der Werre in die Weser.

Das Stadtgebiet gehört grĂ¶ĂŸtenteils zum Naturraum der Ravensberger Mulde. PrĂ€gend ist die Lage in der Niederung der Werre, der Fluss durchquert die Stadt von West nach Ost und mĂŒndet bei Rehme in die Weser, die die östliche Stadtgrenze bildet. Das Stadtzentrum, die Stadtteile Lohe und Oberbecksen und Rehme liegen sĂŒdlich, die restlichen Stadtteile nördlich der Werre. Beiderseits der Flussniederung schließt sich allmĂ€hlich ansteigendes HĂŒgelland an. Im Norden erstreckt sich die Stadt bis zum Kamm des Wiehengebirges, das die Stadt vom Kerngebiet des Kreises trennt.

Bad Oeynhausen ist Teil des Ballungsraumes im nördlichen Ostwestfalen-Lippe, der sich vom Kreis GĂŒtersloh ĂŒber Bielefeld und Herford bis Minden ausdehnt. Es ist mit dem Löhner Stadtteil Gohfeld vollstĂ€ndig zusammengewachsen. Versuche, die Gemeindegrenzen entsprechend anzupassen, scheiterten bislang. Enge Verbindungen vor allem im organisatorischen Bereich bestehen außerdem mit Vlotho.

Der tiefste Punkt des Stadtgebiets liegt auf 45 m ĂŒ. NN, der höchste auf 269 m ĂŒ. NN. Das Stadtgebiet ist 6.480 ha groß.[3] Die grĂ¶ĂŸte Ausdehnung betrĂ€gt in Nord-SĂŒd-Richtung etwa 12,5 km und in Ost-West-Richtung etwa 10,3 km.

Die fruchtbaren Böden werden intensiv landwirtschaftlich genutzt, so dass insgesamt nur eine geringe WaldflÀche zu verzeichnen ist. Die folgende Tabelle zeigt die genaue FlÀchennutzung.[4]

FlÀche
nach Nutzungsart
Siedlungs- und
VerkehrsflÀche
Landwirt-
schaftsflÀche
Wald-
flÀche
sonstige
FreiflÀchen
FlÀche in Hektar 2.479 3.348 518 135
Anteil an GesamtflĂ€che 38,3 % 51,7 % 8,0 % 2,0 %

Nachbargemeinden

Bad Oeynhausen grenzt im Osten (getrennt durch die Weser) an die Stadt Porta Westfalica, im Norden (getrennt durch das Wiehengebirge) an die Stadt Minden sowie die Gemeinde Hille und im Nordwesten an die Gemeinde HĂŒllhorst. Im Westen und SĂŒden schließen sich die StĂ€dte Löhne und Vlotho des Kreises Herford an.

Stadtgliederung

Bad Oeynhausen-Stadtteile.svg

GemĂ€ĂŸ der Hauptsatzung der Stadt Bad Oeynhausen unterteilt sich die Stadt in folgende Stadtteile:

Kein Ortsteile im Sinne der Hauptsatzung sind Bad Oexen und Oberbecksen.

Klima

Bad Oeynhausen wird durch das atlantische Seeklima beherrscht. Dadurch sind die Temperaturunterschiede zwischen den Jahrenzeiten weniger groß als in einem Kontinentalklima. Die vorliegenden Klimadaten im langjĂ€hrigen Mittel (1961–1990) beziehen sich bei der Temperatur auf Herforder Werte[5] und beim Niederschlag auf Bad Oeynhausener Werte:[6]

Monat Jan Feb MĂ€r Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez Jahr
Temperatur in °C 1,3 1,9 4,7 8,4 13,0 15,9 17,4 17,1 14,0 10,2 5,4 2,5 9,4
Niederschlag in mm 61,3 45,7 57,7 52,2 62,4 73,9 66,1 65,5 60,9 46,7 61,5 71,1 724,8

Siehe auch: Klima in Ostwestfalen-Lippe

Geschichte

SĂŒltemeyer-Brunnen
Kurpark Bad Oeynhausen
Blick auf Bad Oeynhausen mit Kurpark

Im Jahre 1745 wunderte sich Colon SĂŒltemeyer ĂŒber die salzige Kruste auf seinen Schweinen, nachdem sie sich im Morast gewĂ€lzt hatten. Nach Bekanntwerden dieses Fundes befahl König Friedrich II. den Bau einer Saline, die den Namen „Königliche Saline Neusalzwerk“ bekam. An diesen Beginn der Stadtentwicklung erinnert heute der SĂŒltemeyer-Brunnen („Schweinebrunnen“) im Zentrum Bad Oeynhausens.

In den Jahren ab 1830 bohrte der Berghauptmann Karl von Oeynhausen (1795–1865) auf dem GelĂ€nde des heutigen Kurparks nach weiteren Salzvorkommen, stieß stattdessen aber 1845 auf eine Thermalsolequelle. Schnell wurde die Heilkraft dieser Quelle erkannt und die ersten ThermalbĂ€der entstanden in dem Ort, der sich nun „Neusalzwerk bei Rehme“ nannte. Enteignung und EntschĂ€digung von vier Kolonen die bereits Badeanstalten auf ihren GrundstĂŒcken betrieben, Genehmigung des Badebetriebs durch das Finanzministerium im Dezember 1844.[7] 1848 gab König Friedrich Wilhelm IV. dem Ort den Namen „Königliches Bad Oeynhausen“. Nach GrĂŒndung der Stadt am 1. Januar 1860 durch Ausgliederung aus der Gemeinde Rehme[8] wurde der Name beibehalten.

Im zu Bad Oeynhausen gehörenden Bergkirchen befand sich in vorchristlicher (sĂ€chsischer) Zeit am dortigen Übergang ĂŒber das Wiehengebirge ein Höhen-Quellheiligtum, an dessen Stelle spĂ€ter, im 9. Jahrhundert, eine Kirche erbaut wurde. Die heutige Kirche ist ein Nachfolgebau dieses GebĂ€udes. An der Kirche und an der unterhalb liegenden „Wittekindsquelle“ weisen Tafeln darauf hin. Wenige Meter von der Kirche entfernt steht noch heute ein Fachwerk-Gehöft aus dem 13. Jahrhundert.

Mit der Eröffnung der Cöln-Mindener Eisenbahn 1847 erfolgte der Anschluss an das Eisenbahnnetz.

Die folgende Bad- und Stadtentwicklung war außergewöhnlich und dauerte bis in die Zeiten des Zweiten Weltkriegs: Es entstand unter anderem der Kurpark nach PlĂ€nen von Peter Joseph LennĂ©, dem damals bekanntesten preußischen Gartenarchitekten; 1908 das Kurhaus (von 1980 bis 2002 war hier das Spielcasino beheimatet, heute finden sich hier – unter dem Namen Kaiserpalais – ein GOP-VarietĂ©, ein Edelrestaurant und eine Diskothek). Rund um den Kurpark entstanden Anfang des 20. Jahrhunderts WohnhĂ€user des gehobenen BĂŒrgertums. Eines der bekanntesten von ihnen, die Farne-Villa, musste 1969 einem Neubau weichen. Auch wurden weitere Thermalsolen erbohrt, darunter 1926 der Jordansprudel, der mit einer SchĂŒttung von 6.000 l/Min die grĂ¶ĂŸte kohlensĂ€urehaltige Thermalsolequelle der Welt und heute das Wahrzeichen der Stadt ist.

Im 2. Weltkrieg wurden in Bad Oeynhausen 20 Lazarette fĂŒr Verwundete eingerichtet. Systematische Bombenangriffe im Juni und November 1944 sowie kurz vor Ende der Kampfhandlungen im MĂ€rz 1945 zielten auf die WeserbrĂŒcken und die WeserhĂŒtte. Der Krieg endete in Bad Oeynhausen am 3. April 1945 mit der glĂŒcklicherweise kampflosen Übergabe der Stadt an die US-Armee, nachdem zwar eine Panzersperre errichtet und die Verteidigung mit einsatzfĂ€higen Soldaten aus den Lazaretten und mit dem Volkssturm vorgesehen war, aber der Kampfkommandant Oberst Heise sich mit seiner Truppe ĂŒber die Weser nach Osten abgesetzt hatte.[9]

Nach dem Zweiten Weltkrieg war bis zum Umzug nach Berlin Bad Oeynhausen Sitz der britischen MilitĂ€rregierung. In der Stadt war zusĂ€tzlich das Hauptquartier der britischen Rheinarmee angesiedelt. Das Hauptquartier befand sich im Hotel Königshof, das bis zum Kriegsende als Lazarett diente. Ein großer Teil der Innenstadt war fĂŒr das zivile Leben gesperrt, Anwohner und GeschĂ€fte waren zwangsumgesiedelt. Nach und nach wurden die Absperrungen zurĂŒckgenommen. Erst nach Freigabe der Innenstadt durch die Briten 1954 konnte der Badebetrieb wieder aufgenommen werden. Die Briten verlagerten ihr Hauptquartier dann nach Rheindahlen.

Bad Oeynhausen als Kurort war bis zum Jahr 2004 das einzige Staatsbad des Landes Nordrhein-Westfalen. Anfang 2004 wurde das Staatsbad kommunalisiert, die TrĂ€gerschaft hat die Stadt Bad Oeynhausen ĂŒbernommen.

Eingemeindungen

Die heutige Stadt Bad Oeynhausen entstand im Rahmen der im Bielefeld-Gesetz festgelegten Kommunalreform mit Wirkung vom 1. Januar 1973. Dabei wurden die alte Kernstadt mit dem Amt Rehme zusammengelegt. Eingemeindet wurden die ehemals selbstÀndigen Gemeinden Dehme, Eidinghausen, Lohe, Rehme, Volmerdingsen, Werste und Wulferdingsen. Auch Gebietsteile der ehemaligen Gemeinde Rothenuffeln (4 ha, 15 Einwohner) und der Stadt Löhne (62 ha, 173 Einwohner aus der ehemaligen Gemeinde Gohfeld) kamen hinzu.[10]

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner
1975 (31. Dezember) 44.730
1980 (31. Dezember) 44.336
1985 (31. Dezember) 43.215
1987 (25. Mai) Âč 44.036
1990 (31. Dezember) 46.475
1995 (31. Dezember) 49.014
Jahr Einwohner
2000 (31. Dezember) 50.007
2001 (31. Dezember) 49.850
2002 (31. Dezember) 49.771
2003 (31. Dezember) 49.628
2004 (31. Dezember) 49.493
2005 (31. Dezember) 49.221
Jahr Einwohner
2006 (31. Dezember) 49.194
2007 (31. Dezember) 49.116
2008 (31. Dezember) 48.867
2009 (31. Dezember) 48.516

Âč VolkszĂ€hlungsergebnis

Politik

Stadtrat

Der Stadtrat von Bad Oeynhausen hat derzeit 44 Sitze. Hinzu kommt der BĂŒrgermeister als Ratsvorsitzender. Die Mitglieder des Rates sind fĂŒr die Dauer von fĂŒnf Jahren gewĂ€hlt, die nĂ€chste Kommunalwahl findet 2014 statt. Nach der Kommunalwahl 2009 wurde eine Koalition aus SPD, GrĂŒnen, FDP und UW gebildet. Die folgende Tabelle zeigt die Kommunalwahlergebnisse seit 1975:

[11][12] 2009 2004 1999 1994 1989 1984 1979 1975
Partei Sitze  % Sitze  % Sitze  % Sitze  % Sitze  % Sitze  % Sitze  % Sitze  %
CDU 15 33,60 18 40,85 22 50,01 20 41,51 18 37,97 20 45,25 20 43,93 21 46,44
SPD 13 30,96 16 36,37 16 36,37 18 38,05 20 43,78 21 45,25 21 47,58 20 44,27
GrĂŒne 4 9,28 7 15,22 4 9,35 7 16,15 4 10,41 4 9,50 − − − −
BBO1 4 9,27 − − − − − − − − − − − − − −
FDP 3 7,31 3 7,57 2 4,26 0 4,29 3 7,84 − − 4 8,49 4 9,29
UW2 3 5,77 − − − − − − − − − − − − − −
Linke 2 3,80 − − − − − − − − − − − − − −
Gesamt3 44 100 44 100 44 100 45 100 45 100 45 100 45 100 45 100
Wahlbeteiligung 49,28 52,14 53,11 80,75 66,32 69,59 73,29 86,19

1BĂŒrger fĂŒr Bad Oeynhausen
2UnabhÀngige WÀhler Bad Oeynhausen
3ohne BerĂŒcksichtigung von Rundungsdifferenzen

BĂŒrgermeister

Ab dem 1. MĂ€rz 1946 ist der Posten des BĂŒrgermeisters ehrenamtlich ĂŒbernommen worden. Seit 1999 gibt es wieder einen Hauptamtlichen BĂŒrgermeister[13]

  • 1885–1899: Karl Thiele
  • 1899–1906: Dr. Georg Zimmer-Wallis
  • 1907–1933: Dr. Fritz NeuhĂ€ußer
  • 1933–1934: Dr. Herbert Krupp
  • 1934–1945: Dr. Rudolf Stoßberg
  • 13. April 1945–1. MĂ€rz 1946: Dr. Walter Kronheim
  • 1. MĂ€rz 1946–27. September 1946: Wilhelm Rottwilm (SPD)
  • 27. September 1946–17. Oktober 1948: Heinrich SchlĂŒter (CDU)
  • 1948–1950: Dr. Fritz Hopmann (CDU)
  • 1950–1952: Heinrich SchlĂŒter (CDU)
  • 1952–1961: Albert Rusch (CDU)
  • 1961–1972: Dr. Ernst Adolf Lehmann (CDU)
  • 1973–1984: Dieter FĂŒrste (CDU)
  • 1984–1993: Wilhelm Spilker (SPD)
  • 1994–1999: Toni Fritz (SPD)
  • 1999–2004: Gerhard Paul (CDU)
  • seit 2004: Klaus Mueller-Zahlmann (SPD)

Aktueller BĂŒrgermeister ist Klaus Mueller-Zahlmann (SPD), der sich im Oktober 2004 nach einer Stichwahl mit 58,19 % der Stimmen gegen seine Konkurrentin Helke Nolte-Ernsting (CDU) durchsetzte. Bei der BĂŒrgermeisterwahl 2009 wurde Mueller-Zahlmann mit 35,76 % im Amt bestĂ€tigt.

Stadtdirektoren 1946–1999

Von 1946 bis 1999 war das BĂŒrgermeisteramt in Bad Oeynhausen ein Ehrenamt; die GeschĂ€fte wurde von Stadtdirektoren gefĂŒhrt, die in der folgenden Liste aufgefĂŒhrt sind:[13]

  • 1946–1950: Dr. Walter Kronheim
  • 1950–1960: Dr. Rudolf Lawin
  • 1960–1968: Heinz Reiss
  • 1968–29. Mai 1973: Werner Meyer zu Selhausen
  • 30. Mai 1973–31. August 1973: Karl-Heinz Gaul
  • 1. September 1973–1984: Werner Meyer zu Selhausen
  • 1984–1991: Dr. Heinrich Möllenhoff
  • 1991–1999: Klaus-Walter Kröll

Wahlergebnisse

Die Wahlergebnisse der letzten Wahlen fĂŒr Bad Oeynhausen:[14][15]

Parteien und WĂ€hlergemeinschaften Europawahl 2004 Kommunalwahl 2004 Landtagswahl 2005 Bundestagswahl 2005 Europawahl 2009
CDU Christlich Demokratische Union 44,58 % 40,85 % 45,49 % 42,87 % 36,90 %
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 28,49 % 36,37 % 38,43 % 44,88 % 28,39 %
GrĂŒne BĂŒndnis 90/Die GrĂŒnen 10,35 % 15,22 % 5,24 % 3,31 % 10,96 %
FDP Freie Demokratische Partei 7,95 % 7,57 % 5,75 % 3,78 % 11,96 %
Die Linke PDS bzw. Die Linkspartei bzw. WASG 1,48 % – 1,63 % 4,06 % 4,43 %
REP Die Republikaner 1,93 % – 1,18 % – 0,87 %
NPD Nationaldemokratische Partei Deutschlands – – – 1,10 % –
Sonst. Sonstige Parteien 5,21 % – 2,27 % – 6,49 %
Gesamt 100 % 100 % 100 % 100 % 100 %

Siehe auch: Wahlen zum Bundes- und Landtag in Ostwestfalen-Lippe

Wappen, Flagge, Banner und Siegel

Wappen

Der Stadt Bad Oeynhausen ist vom RegierungsprĂ€sidenten in Detmold am 13. Dezember 1973 das Recht zur FĂŒhrung eines Wappens, einer Flagge und eines Banners erteilt worden. (Hauptsatzung § 2)[16]

Beschreibung des Wappens:
In Blau, eine silberne (weiße) viersprossige Leiter. DarĂŒber, getrennt durch einen silbernen (weißen) Wellenbalken, in einem roten Schildhaupt drei silberne (weiße) Merletten.

Das Wappen besteht seit 1863 und ist eine Übernahme des Familienwappens der Familie von Oeynhausen. Carl von Oeynhausen hat sich bei der Erbohrung der ersten Solequelle fĂŒr die Stadt verdient gemacht. Die Merletten im Schildhaupt stammen aus dem Wappen des ehemaligen Amtes Rehme, dessen Gebiet einen Großteil der FlĂ€che der heutigen Stadt Bad Oeynhausen einnimmt.

Beschreibung der Flagge:
Von Blau-Weiß-Blau im VerhĂ€ltnis 1 : 3 : 1 lĂ€ngsgestreift mit dem von der Mitte zur Stange verschobenen Wappenschild der Stadt.

Beschreibung des Banners:
Von Blau-Weiß-Blau im VerhĂ€ltnis 1 : 3 : 1 lĂ€ngsgestreift mit dem Wappenschild der Stadt in der oberen HĂ€lfte.

Weiterhin fĂŒhrt Bad Oeynhausen ein Dienstsiegel, das das Stadtwappen zeigt.

StÀdtepartnerschaften

Bad Oeynhausen verbindet mit drei europĂ€ischen StĂ€dten intensive StĂ€dtepartnerschaften. Die lĂ€ngste Partnerschaft besteht mit der französischen Stadt Fismes in der Champagne, die diese 1968 mit der Gemeinde Eidinghausen einging und die dann im Zuge der kommunalen Neugliederung auf die Stadt Bad Oeynhausen ĂŒberging. 1977 wurde auch mit dem englischen District Wear Valley in der Grafschaft Durham eine Verbindung eingegangen. Die jĂŒngste StĂ€dtepartnerschaft besteht mit der polnischen Stadt InowrocƂaw in der Woiwodschaft Kujawien-Pommern, die sich auch auf eine gemeinsame Vergangenheit von Salzgewinnung und SolebĂ€dern stĂŒtzt, die beide StĂ€dte den Bohrungen des Freiherrn von Oeynhausen verdanken. Zur Pflege dieser Partnerschaften existiert seit 1980 der „Partnerschaftsring Bad Oeynhausen“, dem Privatleute und mehrere Vereine angehören und der sich im Rahmen der Partnerschaften fĂŒr die VölkerverstĂ€ndigung einsetzt und unter anderem regelmĂ€ĂŸige gegenseitige Besuche organisiert.

Kultur und SehenswĂŒrdigkeiten

Jordansprudel

Der Jordansprudel ist das Wahrzeichen der Stadt Bad Oeynhausen. Er ist eine der grĂ¶ĂŸten kohlensĂ€urehaltigen Thermalsolequellen der Welt. FrĂŒher konnten ihn die GĂ€ste nur einmal im Jahr erleben, wenn er zur jĂ€hrlichen Kurparkillumination „Parklichter“ aus seinem unterirdischen GefĂ€ngnis entlassen wurde und das Wasser aus rund 700 m Tiefe 50 m hoch in die Luft schoss. Dank des Sponsorings und neuer, ressourcenschonender Technik springt er nun stĂ€ndig (außer in den Wintermonaten) und schießt zwischen 9 und 20 Uhr zu jeder vollen Stunde fĂŒr fĂŒnf Minuten in voller Höhe in die Luft.

Theater

Das Kaiserpalais, das ehem. Kurhaus

Das Theater im Park (Kurpark) bietet Gastspiele auswÀrtiger Theater und Konzerte der Bielefelder Philharmoniker und der Nordwestdeutschen Philharmonie an. Ebenfalls im Kurpark befindet sich das GOP-Varieté im Kaiserpalais. Dieses GebÀude wurde als Kurhaus in neubarocken Formen erbaut. Vorheriger Nutzer war das Spielcasino Bad Oeynhausen, der heutige Name und die Nutzung bestehen seit dem Jahr 2000.

Museen

Bad Oeynhausen beherbergt mit dem Deutschen MĂ€rchen- und Wesersagenmuseum einen Sammlungshort von MĂ€rchen aus der Region des Weserberglands, der vor allem auf dem Werk der GebrĂŒder Grimm fußt. Es wurde 1973 wurde in den RĂ€umen der Paul-Baehr-Villa, einer prachtvollen Jugendstil-Villa, am Kurpark von Bad Oeynhausen eröffnet. Initiator war die Privatsammlung des 1992 verstorbenen Schriftstellers Karl Paetow. Mit diesem Museum als Symbol ist Bad Oeynhausen Teil der Deutschen MĂ€rchenstraße.

Weiterhin wird die kulturelle Bau- und Kulturgeschichte im Museum Museumshof mit Haupthaus (1739), Heuerlingshaus (1654), Spieker, Scheune, Backhaus, HofwassermĂŒhle von 1772 und Bauerngarten im Landschaftspark Siekertal dargestellt.

Bauwerke

Ronald McDonald-Haus
Im Werre-Park

Durch die besondere Funktion als Staatsbad mit illustren GĂ€sten sind in Bad Oeynhausen immer schon reprĂ€sentative GebĂ€ude gebaut worden. So findet sich im Kurpark zahlreiche klassizistische und neobarocke GebĂ€ude, etwa das 1905 bis 1908 als reprĂ€sentatives Kurhaus erbaute Kaiserpalais, das Badehaus I, erbaut 1852 bis 1857 nach PlĂ€nen von Robert Ferdinand Cremer und Karl Ferdinand Busse sowie das Badehaus II, erbaut 1885; das Theater von 1915 und die Wandelhalle aus dem Jahre 1926. Weiterhin findet sich dort die evangelische Auferstehungskirche. 1872 als einschiffiger neugotischer Bau errichtet, wurde sie 1907 zur dreischiffigen Basilika in neubarocken Formen mit Jugendstilelementen erweitert. Diesen Bau zerstörte ein Feuer 1947 bis auf die Umfassungsmauern. Architekt Diez Brandi (Göttingen) erbaute unter Verwendung der Außenmauern den heutigen dreischiffigen Saalbau, wobei die Chorapsis beseitigt und durch einen geraden Abschluss ersetzt wurde. 1956 fand die Einweihung statt. Von der Ausstattung sind erwĂ€hnenswert das große Altarraumfenster von Hans Gottfried von Stockhausen (Stuttgart) mit dem Auferstehungsthema und die von Gerhard Marcks entworfenen StĂŒcke wie der Kruzifix im Altarraum, der Altartisch, die Kerzenleuchter und die Wetterfahne des Turmes.

Weiterhin findet sich in Bad Oeynhausen Eidinghausen das Wasserschloss Ovelgönne. Ein Zeichen neuer Industriearchitektur findet sich das Energie-Forum-Innovation. Er beherbergte die EMR Verwaltung und ein Blockheizkraftwerk. Der Architekt des GebÀudes ist Frank O. Gehry.

Das Ronald McDonald-Elternhaus wurde ebenfalls nach den PlĂ€nen des amerikanischen Stararchitekten Frank O. Gehry gebaut. Der Bau beherbergt 12 Apartments. Die einzelnen Wohnungen sind durch glasgesĂ€umte Flure miteinander verbunden und fĂŒhren zum Mittelpunkt des Hauses. Das wie ein Schneckenhaus geformte Dach schraubt sich zwölf Meter in die Höhe. Das Haus soll fĂŒr Eltern oder weitere Angehörige der herzkranken Kinder ein Zuhause auf Zeit sein, solange die kleinen Patienten im Herz- und Diabeteszentrum in Bad Oeynhausen behandelt werden.

Weiterhin gibt es das Einkaufszentrum Werre-Park auf dem GelĂ€nde der ehemaligen WeserhĂŒtte mit dem Spielcasino Bad Oeynhausen.

FĂŒr weitere Bauwerke siehe → Liste der BaudenkmĂ€ler in Bad Oeynhausen

Parks

Gradierwerk im Sielpark

HerzstĂŒck von Bad Oeynhausen ist der Kurpark, er wurde zwischen 1851 und 1853 nach PlĂ€nen von Peter Joseph LennĂ© geschaffen. Die noch vorhandenen GebĂ€ude zeugen von einer glanzvollen und mondĂ€nen Kur- und BĂ€derwelt, die ihren Höhepunkt am Anfang des 20. Jahrhunderts hatte.

Westlich des Kurparks liegt die weitlĂ€ufige Anlage des Landschaftsparks Siekertal mit Heimatmuseum und großem Baumbestand. Die Oeynhauser Schweiz liegt östlich vom Kurpark. Es ist ein Landschaftspark und Stadtwald mit Damwildgehege. Weiterhin zu nennen ist der Sielpark mit dem 1990 neu errichteten Gradierwerk und dem BĂŒlowbrunnen von 1806. Hier befindet sich auch das Salz- und Zuckerland, eine „Bonbon-Fabrik“. Auch ein Biergarten sowie ein CafĂ©-Restaurant im Brunnenmeisterhaus gehören dazu.

Wasserkrater, Aqua Magica

Die Aqua Magica ist ein rund 20 ha großer Landschaftspark in Bad Oeynhausen und Löhne. Der Park wurde 1997 von den französischen Landschaftsarchitekten Henri Bava und Olivier Philippe entworfen. Ziel war die Neuanlage eines Parks zur Landesgartenschau im Jahr 2000. Das eindrucksvollste Werk der Aqua Magica ist der Wasserkrater. Es ist eine begehbare, unterirdische Brunnenskulptur und eine Station auf der Reise in das „Land des Staunens“.

Außerdem befindet sich auf dem GelĂ€nde der Aqua Magica seit 2009 ein Hochseilgarten, welcher an Wochenenden und in Schulferien geöffnet ist.

Naherholung bieten außerdem die Wander- und Radwege an Werre und Weser (Großer Weserbogen, eine Erholungsanlage mit Freibad am rechten Weserufer ist mit der FĂ€hre „Amanda“ erreichbar).

RegelmĂ€ĂŸige Veranstaltungen

Das Stadtfest „Innenstadtfete“ findet immer am Wochenende vor den Sommerferien statt. Das „Fest von BĂŒrgern fĂŒr BĂŒrger“ zieht seit ĂŒber 30 Jahren regelmĂ€ĂŸig 50000 Besucher aus der Stadt und dem Umland an.

Die „Parklichter“ finden alljĂ€hrlich Anfang August im Kurpark statt. Die Veranstaltung hat ihren Ursprung als Feier der Freigabe des Kurparks durch die britische Besatzungsmacht im Jahre 1956. Die Parklichter haben sich im Laufe der Zeit gewandelt und umfassen mittlerweile 3 Tage, in denen es verschiedene Angebote fĂŒr alle Altersgruppen gibt. Seit einigen Jahren werden auch namhafte Musiker (2006: Tobias Regner, Mike Leon Grosch, 2007: Reamonn, 2008: Culcha Candela, The BossHoss, Sunrise Avenue, 2009: MIA., Revolverheld, Curse, Extrabreit, The Clairvoyance Prophecies of a Gilly Flower, 2010: Jan Delay, Livingston) fĂŒr Auftritte verpflichtet, mit denen die Parklichter ĂŒberregional attraktiver und bekannter gemacht werden sollen. Abschluss der Veranstaltung ist traditionell ein Feuerwerk.

Sport

In Bad Oeynhausen fanden mehrmals die deutschen Schachmeisterschaften statt.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

FlĂ¶ĂŸer-Denkmal

Aufgrund der Lage von Bad Oeynhausens sĂŒdlich des Wiehengebirgskamms verlaufen die Hauptverkehrwege parallel dazu in Ost-West-Richtung, so die Bundesautobahn 2 und Bundesautobahn 30 sowie die Eisenbahn entlang der im 19. Jahrhundert entstandenen Cöln-Mindener Eisenbahntrasse.

FrĂŒher wurde die Weser, die bei Bad Oeynhausen schiffbar ist, von FlĂ¶ĂŸern zum Abtransport von HolzstĂ€mmen genutzt, die in den WĂ€ldern im Einzugsbereich der Oberweser geschlagen worden waren. Dieser TĂ€tigkeit wurde durch das FlĂ¶ĂŸerdenkmal in der NĂ€he der WerremĂŒndung ein Denkmal in Form einer Bronze-Skulptur gesetzt.

Bahn- und Busverkehr

Bahnhof Bad Oeynhausen

Bad Oeynhausen besitzt zwei im Personenverkehr bediente Bahnhöfe an zwei unterschiedlichen Bahnverbindungen. Es handelt sich um den Bahnhof Bad Oeynhausen und den Bahnhof Bad Oeynhausen SĂŒd.

Der Bahnhof Bad Oeynhausen liegt an der Bahnstrecke Hamm–Minden, von hier fahren im 30-Minuten-Takt ZĂŒge ins nĂ€chstgelegene Oberzentrum Bielefeld. Er wird von den IC-Linien MĂŒnster–OsnabrĂŒck–Hannover–Berlin und Köln–Wuppertal–Magdeburg–Leipzig bedient. RE-ZĂŒge fahren im Stundentakt nach Hannover–Braunschweig und Bielefeld–DĂŒsseldorf (Westfalen-Express), alle zwei Stunden nach OsnabrĂŒck–Rheine sowie nach Minden–Nienburg.

Der SĂŒdbahnhof wird von der Weserbahn (BĂŒnde)-Löhne–Hameln–Hildesheim bedient. Der Bahnsteig ist ohne Stufen behindertengerecht erreichbar. In Löhne besteht Anschluss am selben Bahnsteig von/nach Bielefeld (behindertengerecht, der Bahnhof Löhne ist allerdings nicht behindertengerecht).

Das Stadtgebiet wird von Stadt- und Regionalbussen befahren. Teilweise kommen Kleinbusse auf Anruflinien (als „Taxibus“ bezeichnet) zum Einsatz. Das Busnetz wird mit der Markenbezeichnung WerreBus in Zusammenarbeit mit der Nachbarstadt Löhne betrieben. Regionalbusse bedienen u.a. Minden, HĂŒllhorst und Hille.

→ Hauptartikel: Werre-Bus

Die Stadt gehört zum Tarifverbund „Der Sechser“ (OWL Verkehr GmbH). In den RegionalzĂŒgen nach Niedersachsen gilt auch das Niedersachsen-Ticket.

Bis 2009 verkehrte eine touristische „Bimmelbahn“ (genannt Wolkenschieber) mit dem Startpunkt im Kurpark nahe der Wandelhalle durch das Kurgebiet und die Parkanlagen und wurde dann wegen defizitĂ€ren Betriebes ersatzlos eingestellt.

Straßenverkehr

Bad Oeynhausen liegt an den zwei Bundesautobahnen A 2 und A 30, außerdem fĂŒhren die Bundesstraßen B 61 und B 514 durch das Stadtgebiet.

Die A 30 endet am westlichen Stadtrand und wird als B 61 durch das Stadtgebiet zum Autobahnkreuz Bad Oeynhausen, an der A 2, gefĂŒhrt. Dies fĂŒhrt dazu, dass sĂ€mtlicher Verkehr der A 30 durch die Stadt – und damit in unmittelbarer NĂ€he zu den Kureinrichtungen – gefĂŒhrt wird. Derzeit sind dies etwa 50.000 Fahrzeuge am Tag.

Bereits seit den frĂŒhen 1970er Jahren wurden als Alternative entweder eine Umgehungsstraße durch den Bad Oeynhausener Norden (Nordumgehung) oder eine Tunnellösung (Trog) diskutiert. Schon 1993[17] entschied der Stadtrat fĂŒr die Nordumgehung, gegen die weiterhin BĂŒrgerproteste bestehen (BĂŒrgerinitiative: „Notgemeinschaft Bad Oeynhausen/Löhne e. V.“). Am 12. Januar 2007 hat die Bezirksregierung Detmold einen Planfeststellungsbeschluss fĂŒr den letzten Abschnitt der A 30 in Form der Nordumgehung erlassen. Nachdem das Bundesverwaltungsgericht am 9. Juli 2008 die Klagen gegen den Planfeststellungsbeschluss abgewiesen hatte, begannen im September 2008 die ersten vorbereitenden Baumaßnahmen. Das neue AutobahnstĂŒck soll 2014 fĂŒr den Verkehr freigegeben werden.

Flugverkehr

Der nÀchste internationale Flughafen befindet sich in Hannover. Ein kleiner Flugplatz befindet sich in der Nachbarstadt Porta Westfalica.

Fahrradverkehr

Am Nordbahnhof gibt es eine Fahrradstation. Mehrere Fernradwege und lokale Radwege durchqueren Bad Oeynhausen: MĂŒhlenroute, Weserradweg, Wellness-Radroute, Else-Werre-Radweg, Soleweg und weitere. Die Weser kann auf dem Radweg der AutobahnbrĂŒcke (A2) ĂŒberquert werden. Eine bequeme Durchquerung des Wiehengebirges ist an der WallĂŒcke (Gemeinde Hille) möglich, fĂŒr die Gegenrichtung fehlt leider eine Ă€hnlich leichte Möglichkeit. In der Innenstadt (FußgĂ€ngerzone) gibt es weitreichende Fahrradverbote.

WeserfÀhre

WeserfĂ€hre „Amanda“

Die FĂ€hre Amanda verbindet Bad Oeynhausen-Rehme mit dem Freizeit- und Naherholungsgebiet Großer Weserbogen (Stadt Porta Westfalica). Sie setzt FußgĂ€nger und Fahrradfahrer von MĂ€rz bis Oktober ĂŒber die Weser. TraditionsgemĂ€ĂŸ wird die FĂ€hrsaison Karfreitags vom Landrat des Kreises Minden-LĂŒbbecke und den BĂŒrgermeistern der StĂ€dte Bad Oeynhausen und Porta Westfalica eröffnet.

Wirtschaft

AnsÀssige Unternehmen

  • Balda AG, Kunststofftechnik
  • Denios AG, Umweltschutz & Sicherheit
  • AGOTHERM GmbH, Kunststofftechnik (Thermoformung) fĂŒr die Automobilindustrie

Medienlandschaft

Die Tageszeitungen Neue WestfĂ€lische und Westfalen-Blatt produzieren lokalisierte Ausgaben fĂŒr Bad Oeynhausen. Das Lokalradio ist Radio Westfalica.

Öffentliche Einrichtungen

Neben den in Bad Oeynhausen stark vertretenen Kliniken beherbergt Bad Oeynhausen auch noch folgende öffentliche Einrichtungen: Das Amtsgericht Bad Oeynhausen ist zustĂ€ndig fĂŒr die Bereiche Bad Oeynhausen, Löhne und Vlotho.

Kliniken

Gollwitzer-Meier-Klinik

Bad Oeynhausen beherbergt das renommierte Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-Westfalen, das ĂŒber die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt ist und der UniversitĂ€tsklinik Bochum zugeordnet ist.

Ferner weist Bad Oeynhausen verschiedene anerkannte Reha-Kliniken auf, die bekanntesten sind die Gollwitzer-Meier-Klinik (Herz- und Kreislauferkrankungen), die Klinik am Korso (die einzige deutsche Spezialklinik fĂŒr die Behandlung von Essstörungen), die Auguste-Viktoria-Klinik (OrthopĂ€die) sowie die Klinik Bad Oexen (Onkologie). Der grĂ¶ĂŸte Arbeitgeber Bad Oeynhausens ist die diakonische Stiftung Wittekindshof im Ortsteil Volmerdingsen mit circa 2000 BeschĂ€ftigten.

Daneben gibt es noch ein zum Verbund der MĂŒhlenkreiskliniken gehörendes Krankenhaus der Regelversorgung.

Bildung

Die Stadt Bad Oeynhausen selbst unterhĂ€lt neun Grundschulen im ganzen Stadtgebiet. Die weiterfĂŒhrenden Schulen sind auf die sogenannten Schulzentren Nord und SĂŒd verteilt. Im Schulzentrum SĂŒd befinden sich das Immanuel-Kant-Gymnasium, sowie eine Realschule. Im Schulzentrum Nord sind eine weitere Realschule, eine Gesamtschule, eine Hauptschule sowie die Bernart-Schule, eine Sonderschule, ansĂ€ssig. Zudem trĂ€gt die Stadt eine Volkshochschule und eine Musikschule.

Weitere in Bad Oeynhausen befindliche Schulen sind nicht in stĂ€dtischer TrĂ€gerschaft. Die bedeutendsten sind das Freiherr-vom-Stein-Berufskolleg, die „Schule am Weserbogen – Westf. Schule fĂŒr Körperbehinderte“, die Zivildienstschule und das Evangelische Berufskolleg sowie das Berufsbildungswerk Wittekindshof.[18]

Persönlichkeiten

EhrenbĂŒrger

  • 1912 Paul Baehr (* 1855 in Thorn; † 1929 in Bad Oeynhausen), 2. BĂŒrgermeister der Stadt, Stadtverordnetenvorsteher, Schriftsteller, Autor von Heimatliteratur ĂŒber Bad Oeynhausen.[19]
  • 2008 Reiner Körfer (* 18. Januar 1942 in Kleve), vormals Herzchirurg und Ärztlicher Direktor des Herz- und Diabeteszentrums NRW in Bad Oeynhausen.[20]

Söhne und Töchter der Stadt

Folgende Persönlichkeiten wurden in Bad Oeynhausen geboren:

Weitere Persönlichkeiten

Folgende Persönlichkeiten stammen gebĂŒrtig nicht aus Bad Oeynhausen, haben aber hier gewirkt:

Einzelnachweise

  1. ↑ Amtliche Bevölkerungszahlen. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 27. Juni 2011. (Hilfe dazu)
  2. ↑ auch ostwestfĂ€lisch bzw. lokale Aussprache: Zum Anhören bitte klicken! ['batˌþ:nhaʊzn]
  3. ↑ Homepage der Stadt
  4. ↑ Kommunalprofil Bad Oeynhausen Landesamt fĂŒr Datenverarbeitung und Statistik NRW, Stand 2007 (PDF)
  5. ↑ Temperaturdaten des DWD 1961–1990 (zip-File)
  6. ↑ Niederschlagsdaten des DWD 1961–1990 (zip)
  7. ↑ Nordrhein-WestfĂ€lisches Staatsarchiv MĂŒnster
  8. ↑ Stephanie Reekers: Die Gebietsentwicklung der Kreise und Gemeinden Westfalens 1817 – 1967. Aschendorff, MĂŒnster (Westfalen) 1977, ISBN 3-402-05875-8.
  9. ↑ Karl Großmann: Die letzten Tage des Zweiten Weltkrieges in Bad Oeynhausen. Mitteilungen des Mindener Geschichts- und Museumsvereins, Jahrgang 42 (1970), S. 92-94.
  10. ↑ Martin BĂŒnermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X.
  11. ↑ Landesdatenbank NRW; Wahlergebnisse zum Gemeindecode 05770004
  12. ↑ Landesbetrieb Information und Technik NRW: Kommunalwahlen
  13. ↑ a b Stadtarchiv Bad Oeynhausen, Anfrage vom April 2008
  14. ↑ Rechenzentrum der zusammengeschlossenen Kommunen in Ostwestfalen
  15. ↑ Kommunale Rechenzentrum Minden-Ravensberg/Lippe
  16. ↑ Hauptsatzung der Stadt Bad Oeynhausen vom 16. Juni 2000 in der Fassung der 2. Änderungssatzung vom 13. November 2003
  17. ↑ Vlothoer Anzeiger vom 23. Oktober 2008
  18. ↑ Liste der weiterfĂŒhrenden Schulen der Stadt
  19. ↑ Paul Baehr im Lexikon westfĂ€lischer Autoren, 1750–1950
  20. ↑ Liste der Ehrungen der Stadt

Literatur

  • Rico Quaschny: Die Luisenschule. Zur Geschichte der höheren MĂ€dchenbildung in Bad Oeynhausen. Verlag fĂŒr Regionalgeschichte, GĂŒtersloh 2008, ISBN 3-89534-753-1.
  • Rico Quaschny: StadtfĂŒhrer Bad Oeynhausen. Verlag fĂŒr Regionalgeschichte, GĂŒtersloh 2007, ISBN 3-89534-652-7.
  • BeitrĂ€ge zur Heimatkunde der StĂ€dte Löhne und Bad Oeynhausen. Verlag fĂŒr Regionalgeschichte, GĂŒtersloh 2006, ISBN 3-89534-670-5.
  • Frank O. Gehry, Manfred Ragati (Hrsg.), Uta Kreikenbohm (Hrsg.): Frank O. Gehry. Das Energie-Forum – Innovation in Bad Oeynhausen. Kerber Christof Verlag, Bielefeld 2000, ISBN 3-924639-64-7.
  • Gerhard Lietz, Hilda Lietz: Bad Oeynhausen in alten Ansichten II. EuropĂ€ische Bibliothek, Zaltbommel 1999, ISBN 90-288-5377-4.
  • Jost Schilgen, Martina Wengierek: Bad Oeynhausen. Mader, Grasberg 1997, ISBN 3-921957-56-7.
  • Gerhard Seib: BackhĂ€user im Stadtgebiet von Bad Oeynhausen. Eilbracht, Löhne-Gohfeld 1996, ISBN 3-9805205-1-X.
  • Werner Meyer zu Selhausen: 125 Jahre Stadtsparkasse Bad Oeynhausen. Deutscher Sparkassen-Verlag, Stuttgart 1987.
  • Baldur Köster: Die Restaurierung des Badehauses I in Bad Oeynhausen. In den Jahren 1989–1992. Rasch, Bramsche 1992, ISBN 3-922469-74-4.
  • Bad Oeynhausen zwischen Krieg und Frieden. Kriegsende und Besatzungszeit in Zeitzeugnissen und Erinnerungen. Verl. fĂŒr Regionalgeschichte, Bielefeld 2005, ISBN 3-89534-621-7.
  • Baldur Köster: Bad Oeynhausen. Ein Architekturmuseum des 19. Jahrhunderts. Hirmer, MĂŒnchen 1985, ISBN 3-7774-3930-4.
  • Der Alexander-von-Humboldt-Sprudel in Bad Oeynhausen. Geolog. Landesamt Nordrhein-Westfalen, Krefeld 1977, ISBN 3-86029-826-7.
  • Johannes Henke: Bad Oeynhausen. Die historische Stadt mit Zukunft. Wissenswertes aus der Geschichte der Stadt in Wort und Bild. Geiger-Verlag, Horb am Neckar 1996, ISBN 3-89570-252-8.
  • Albert Ludorff: Die Bau- und KunstdenkmĂ€ler des Kreises Minden. MĂŒnster 1902.

Weblinks

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