Sinupret Ice Tigers


Sinupret Ice Tigers
Nürnberg Ice Tigers
Nürnberg Ice Tigers
Größte Erfolge
  • Deutscher Vizemeister 1999, 2007
Vereinsinfos
Geschichte EHC 80 Nürnberg (1980–1995)
Nürnberg Ice Tigers (1995–2006)
Sinupret Ice Tigers (2006–2009)
Nürnberg Ice Tigers (seit 2009)
Spitzname Die Tiger
Stammverein Höchstadter EC
Vereinsfarben blau, rot
Liga Deutsche Eishockey Liga
Spielstätte Arena Nürnberger Versicherung
Kapazität 8.200 Plätze (davon 4.600 Sitzplätze)
Geschäftsführer Christian Riedle
Cheftrainer Andreas Brockmann
Kapitän Shane Peacock
Saison 2007/08 Platz 1 (Vorrunde), Play-off Viertelfinale

Die Nürnberg Ice Tigers sind eine deutsche Eishockeymannschaft aus Nürnberg, die seit 1994 und damit als Gründungsmitglied in der Deutschen Eishockey Liga spielt. 1995 wurde die Profimannschaft als Gesellschaft mit beschränkter Haftung vom 1980 gegründeten EHC 80 Nürnberg ausgegliedert und nahm bis zur Umbenennung nach dem Hauptsponsor im Jahr 2006 unter dem Namen Nürnberg Ice Tigers am Spielbetrieb teil. Durch die starke Unterstützung des Sponsors liefen sie in den folgenden drei Jahren als Sinupret Ice Tigers auf. 2008 wurde die Kooperation mit dem Stammverein EHC Nürnberg aufgrund von Differenzen beendet und stattdessen eine Partnerschaft mit dem Höchstadter EC eingegangen.

Der bislang größte Erfolg des Clubs, der seine Heimspiele in der 2001 eröffneten Arena Nürnberger Versicherung austrägt, war das Erreichen der deutschen Vizemeisterschaft in den Jahren 1999 und 2007. Die Vereinsfarben der Nürnberg Ice Tigers sind blau und rot.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Altes Logo der Sinupret Ice Tigers

Nach dem Ende der SG Nürnberg (Klarname Spielgemeinschaft HC Nürnberg/Club am Marienberg Nürnberg) – eines seit 1958/59 in der 2. Eishockeyspielklasse mitspielenden Vereins – wurde 1980 der EHC 80 Nürnberg gegründet und begann in der Saison 1980/81 den Spielbetrieb im Bayerischen Eissportverband. Nach einer Saison in der Eishockey-Bayernliga (1981/82) und in der Regionalliga Süd 1982/83 gelang dem EHC der Aufstieg in die Oberliga Süd 1983/84. Ab der Saison 1987/88 spielte die Mannschaft wieder in der 2. Eishockey-Bundesliga mit.

Ein weißer Tiger befindet sich seit 1995 im Logo und Namen des EHC 80 Nürnberg

Nach der Aufnahme in die Deutsche Eishockey Liga am 13. Juni 1994, landete der EHC 80 Nürnberg am Ende der Hauptrunde auf dem zwölften Rang und qualifizierte sich damit für die Play-Offs. Dort schied man in der ersten Runde, dem Achtelfinale, gegen die Düsseldorfer EG chancenlos aus. Eine Saison später, wurde die 1. Eishockeymannschaft in Nürnberg Ice Tigers umbenannt. Man konnte erneut nur ein durchschnittliches Jahr spielen und belegte den elften Rang. In den Play-Offs schied man gegen den deutschen Rekordmeister Adler Mannheim mit 2:3 aus Nürnberger Sicht aus.

Die darauffolgende Spielzeit verlief weitaus schlechter. Nach einem katastrophalen vorletzten Platz in der Vorrunde landete das Team auch in der anschließenden Relegationsrunde nur auf dem neunten Platz. Dies bedeutete, in den Play-Downs antreten zu müssen, um den Abstieg aus der DEL zu verhindern. In der ersten Runde traf die Mannschaft auf die Schwenninger Wild Wings, die ihrer Favoritenrolle gerecht wurden und die Ice Tigers in der Serie mit 4:1 schlugen. Folglich trat man beim EV Landshut an. Als Außenseiter schlug man die Bayern glatt mit 3:0 und verblieb somit in der höchsten deutschen Eishockeyspielklasse.

In der Spielzeit 1998/99 konnten die Verantwortlichen der Ice Tigers namhafte Spieler unter Vertrag nehmen. Folgerichtig konnte man sich nach der Vorrunde souverän als erster für die Play-Offs qualifizieren. Im Viertelfinale traf man auf die Augsburger Panther. In einer hart umkämpften Serie setzte sich das Team mit 3:2 durch und zog damit erstmals ins Halbfinale ein. Dort wartete mit den Frankfurt Lions ein weiterer Meisterschaftskandidat. Trotz der relativ ausgeglichenen Ausgangslage schlug man die Lions mit 3:0 und stand somit im Finale um die Deutsche Meisterschaft. Im Finale hieß der Gegner Adler Mannheim. Das erste Spiel konnte man 2:1 nach Verlängerung für sich entscheiden. Trotzdem verloren die Nürnberger am Ende knapp mit 2:3 und wurden nur Vizemeister.

Dennoch war dies eine der erfolgreichsten Spielzeiten in der Geschichte des Nürnberger Eishockeysports. Die folgenden sechs Jahre verliefen immer nach demselben Muster, gleich wie erfolgreich die Punkterunde verlief, schieden die Ice Tigers ab der Saison 2000/2001 sechs Mal in Folge in der ersten Runde der Play-Offs aus. Zur Saison 2006/07 wurde die Mannschaft nach dem Sponsor Bionorica AG, Neumarkt in „Sinupret Ice Tigers“ umbenannt. Nach der erneuten Qualifikation für die Meisterschaftsendrunde gelang es in diesem Jahr, die Serie endlich zu durchbrechen und bis ins Finale vorzudringen. Dort unterlagen sie den favorisierten Adlern Mannheim und wurden zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte Vizemeister.

Mit der Vizemeisterschaft stiegen die Erwartungen und zur Saison 2007/08 wurde im Umfeld die erste Deutsche Meisterschaft herbeigesehnt. Zunächst sah es so aus, als ob dieses Unterfangen auch endlich gelingen sollte. Vielversprechende Namen wie z.B. Ahren Spylo oder der Verteidiger Shane Peacock wurden nach Nürnberg transferiert. Nach der Hauptrunde belegten die Ice Tiger verdient den ersten Platz und galten ab sofort als erster Meisterschaftsanwärter. Souveräne Siege gegen die Spitzenteams aus Köln und Berlin machten Mut für die anschließenden Play-Offs. Dort spielte die Mannschaft im Viertelfinale zunächst gegen die DEG Metrostars, die sich vorher nur mit viel Mühe gegen die Hannover Scorpions in den Pre-Play-Offs durchsetzten konnten.

Als Favorit ging man in die Serie und konnte im ersten Spiel der Serie schon nach dreieinhalb Minuten durch Ahren Spylo in Führung gehen, tat sich dann aber gegen die Düsseldorfer sichtlich schwer. Trotzdem gewann man das erste Spiel und hatte damit den psychologischen Vorteil gegenüber den Metro Stars. Auch im zweiten Spiel hatte man sichtlich Probleme. Trotz einer erneuten frühen Führung verlor man das Spiel mit 1:2. Die folgenden drei Spiele konnten ebenfalls allesamt nicht gewonnen werden. Die DEG Metro Stars zogen somit überraschend ins Halbfinale ein, während der Meister der regulären Saison erstmals in der Geschichte der DEL bereits im Viertelfinale ausscheiden musste. Damit war die Saison für die Nürnberg Ice Tigers bereits nach dem Viertelfinale beendet. Erste Konsequenz war der Rücktritt des langjährigen Erfolgstrainers Benoît Laporte.

Die Tigers in der Defensivarbeit

Als Hauptrundenerster haben die Ice Tigers allerdings das Recht, sich für die neu gegründete Champions Hockey League zu qualifizieren. Am 8. Januar 2008 gab Alleingesellschafter Günther Hertel bekannt, dass die Ice Tigers nicht mehr zahlungsfähigen seien, wenn nicht innerhalb der näheren Zukunft neue Sponsoren gefunden würden. Drei Monate später, am 10. März 2008, gab Günther Hertel auf einer Pressekonferenz bekannt, dass der DEL-Standort Nürnberg bestehen bleibe. Der Verein entging damit zum zweiten Mal innerhalb von wenigen Jahren einer Insolvenz. Günther Hertel, der den Verein als Eishockeyliebhaber führt, wollte damit verhindern, dass er wie in den letzten Jahren auftretende Defizite aus dem Privatvermögen ausgleichen muss.

Zur Saison 2008/09 trennten sich die Sinupret Ice Tigers von ihrem Stammverein, dem EHC 80 Nürnberg. Seit Jahren führte die Gesellschaft und der Verein einen Streit, u.a. stellte der Stammverein überzogene Forderungen an die Ice Tigers. Mit dem Höchstadter EC fand man einen neuen Kooperationspartner.[1]

Im September 2008 nahmen die Sinupret Ice Tigers als Vorrundenerster des Vorjahres an der Qualifikation zur neu gegründeten Champions Hockey League teil. Dabei traf man auf den SC Bern aus der Schweiz sowie auf den HC Kosice aus der Slowakei. Das erste Spiel gegen den Vorrundenersten der Schweizer Nationalliga A fand am 13. September 2008 in der heimischen Arena Nürnberger Versicherung statt. Mit Christian Laflamme konnte das Nürnberger Management ausschließlich für dieses Turnier einen ehemaligen Spieler reaktivieren. Die Ice Tigers verloren die Partie nach einem harten Kampf mit 1:4 vor über 5.000 Zuschauern. Nachdem der SC Bern auch das zweite Spiel gegen HC Kosice gewonnen hatte, konnten sich die Nürnberger, für das vor allem finanziell lukrative Turnier, nicht mehr qualifizieren. Die Begegnung gegen den slowakischen Vertreter HC Kosice gewannen die Ice Tigers mit 5:3.

Im November 2008 wurde bekannt, dass die GmbH zahlungsunfähig ist. Daraufhin wurde am 25. November 2008 unter dem Aktenzeichen 8000 IN 1963/08 vom Amtsgericht Nürnberg ein vorläufiger Insolvenzverwalter für die GmbH eingesetzt, der bis zum 30. Dezember 2008 das Insolvenzgutachten erstellte. Am 26. März 2009 zog sich der bisherige Trikotsponsor Bionorica zurück, sodass ein Insolvenzverfahren innerhalb der folgenden zwei Wochen eröffnet wird, sollten keine weiteren Investoren gefunden werden. Die Eröffnung des Insolvenzverfahrens hätte den Verlust der DEL-Lizenz zur Folge gehabt.[2] Am 3. April 2009 wurde vermeldet, dass eine Investorengruppe um den Schmuckhersteller Thomas Sabo die Ice Tigers GmbH übernommen habe, sodass die Insolvenz abgewendet und der Spielbetrieb auch in der Saison 2009/10 gesichert sei.[3]

Platzierungen seit Gründung der DEL

Zur Saison 1994/95 wurde die Eishockey-Bundesliga durch die Deutsche Eishockey Liga ersetzt, in der die Nürnberg Ice Tigers als Gründungsmitglied zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte in der höchsten deutschen Spielklasse starteten.

Die größten Erfolge waren die beiden Vizemeisterschaften in den Jahren 1999 und 2007, in denen die Ice Tigers im Finale jeweils an Adler Mannheim scheiterten. In der Saison 2007/08 belegte die Mannschaft den ersten Platz nach der Vorrunde und ging somit als Favorit in die Play-offs. Anschließend schied das Team in der ersten Runde gegen die DEG Metro Stars aus, die sich erst über die Pre-Play-offs für das Viertelfinale qualifiziert hatten.

Saison Liga Vorrunde Saisonabschluss
1994/95 DEL 12. Platz Play-off Achtelfinale gegen Düsseldorfer EG (1:4)
1995/96 DEL 11. Platz Play-off Achtelfinale gegen Adler Mannheim (2-3)
1996/97 DEL 9. Platz 2. Play-down Runde gegen Wedemark (3-1)
1997/98 DEL 12. Platz 1. Play-off Qualifikation gegen Schwenningen (2-3)
1998/99 DEL 1. Platz Play-off Finale gegen Adler Mannheim (2-3)
1999/00 DEL 10. Platz Die Play-offs wurden nicht erreicht
2000/01 DEL 5. Platz Play-off Viertelfinale gegen Kassel Huskies (1-3)
2001/02 DEL 4. Platz Play-off Viertelfinale gegen Kassel Huskies (1-3)
2002/03 DEL 5. Platz Play-off Viertelfinale gegen Adler Mannheim (1-4)
2003/04 DEL 2. Platz Play-off Viertelfinale gegen ERC Ingolstadt (2-4)
2004/05 DEL 3. Platz Play-off Viertelfinale gegen Adler Mannheim (2-4)
2005/06 DEL 4. Platz Play-off Viertelfinale gegen Kölner Haie (0-4)
2006/07 DEL 3. Platz Play-off Finale gegen Adler Mannheim (0-3)
2007/08 DEL 1. Platz Play-off Viertelfinale gegen die DEG Metro Stars (1-4)
2008/09 DEL 5. Platz Play-off Viertelfinale gegen die Adler Mannheim (1-4)

Mannschaft

Vorläufiger Kader zur Saison 2009/10

(Stand: 1. Mai 2009)

Torhüter
Nr. Name Geburtsdatum Geburtsort Im Team seit Letztes Team
25 Deutschland Patrick Ehelechner 23. September 1984 Rosenheim, Deutschland 2007 Füchse Duisburg
Verteidiger
Nr. Name Geburtsdatum Geburtsort Im Team seit Letztes Team
29 Tschechien-Deutschland Martin Ančička 1. Oktober 1974 Kladno, Tschechoslowakei 2008 Adler Mannheim
32 Kanada Alain Nasreddine 10. Juli 1975 Montreal, Québec, Kanada 2008 Wilkes-Barre/Scr. Penguins
49 Deutschland David Cespiva FL 5. November 1986 Duisburg, Deutschland 2006 Adler Mannheim
73 Deutschland Shane PeacockC 7. Juli 1973 Edmonton, Alberta, Kanada 2007 Frankfurt Lions
87 Deutschland Florian Ondruschka FL 24. Juni 1987 Selb, Deutschland 2005 1. EV Weiden
Angreifer
Nr. Name Pos Geburtsdatum Geburtsort Im Team seit Letztes Team
Deutschland Simon Fischhaber RW 19. Februar 1990 Greiling, Deutschland 2009 Sault Ste. Marie Greyhounds
8 Deutschland Roland Mayr FL LW 9. Juni 1984 Augsburg, Deutschland 2008 Augsburger Panther
19 Kanada Greg LeebA C 31. Mai 1977 Red Deer, Alberta, Kanada 2003 Augsburger Panther
27 Tschechien-Deutschland Petr FicalA LW 23. September 1977 Jindřichův Hradec, Tschechoslowakei 2003 Iserlohn Roosters
33 Deutschland Björn Barta LW 22. Mai 1980 Solingen, Deutschland 2007 ERC Ingolstadt
38 Kanada Brad Leeb RW 27. August 1979 Red Deer, Alberta, Kanada 2008 ERC Ingolstadt
83 Polen-Deutschland Adrian Grygiel FL RW 13. August 1983 Katowice, Polen 2006 Krefeld Pinguine
Offizielle
Tätigkeit Name Geburtsdatum Geburtsort Im Team seit Letztes Team
Trainer Deutschland Andreas Brockmann 11. Juni 1967 Bad Tölz, Deutschland 2008
Assistent vakant

Bedeutende frühere Mannschaften

Deutscher Vizemeister 1999

Position Name
Tor: Jens Braun, Stefan Lahn, Michel Valliere
Verteidigung: Anton Bader, Lars Brüggemann, Christian Curth, Christian Gerum, Andrei Kharkovich, Torsten Kienass, Miroslav Maly, Heiko Smazal, Mika Yli-Mäenpää, Liam Garvey
Sturm: Igor Alexandrow, Dion Del Monte, Dmitri Dudik, Martin Ekrt, Markus Görlitz, Henrik Hölscher, Martin Jiranek, Markus Kehle, Jürgen Lechl, Harri Lönnberg, Roland Ramoser, Stefan Steinbock, Thomas Sterflinger, Chris Straube, Otto Sýkora, Milos Vanik, Markus Welz, Sergio Momesso, Jason Miller
Trainer: Peter Ihnačák

Deutscher Vizemeister 2007

Position Name
Tor: Jan Guryca, Jean-Francois Labbé, Lukas Lang
Verteidigung: Anton Bader, Rich Brennan, David Cespiva, Josef Frank, Christian Laflamme,Michel Periard, Jame Pollock, Stefan Schauer
Sturm: Gert Acker, Colin Beardsmore, Shawn Carter, Petr Fical, Adrian Grygiel, Martin Jiranek, Scott King, Greg Leeb, Justin Mapletoft, Ulrich Maurer, Florian Ondruschka, Thomas Pielmeier, Aleksander Polaczek, Andre Savage, Brian Swanson
Trainer: Benoît Laporte

Spieler

Mitglieder der Hockey Hall of Fame Deutschland

In die „Hall of Fame“ des deutschen Eishockeymuseums werden Persönlichkeiten aufgenommen, die sich um den Eishockeysport in Deutschland verdient gemacht haben. Von den aufgenommenen Akteuren wirkten in Nürnberg:

(Teamzugehörigkeit und Position in Klammern)

Biersack wurde 1950 mit dem SC Riessersee Deutscher Meister und wechselte 1959 zur SG Nürnberg, für die er drei Jahre lang auf dem Eis stand. Als Nationalspieler nahm der Allrounder an den Weltmeisterschaften 1953 und 1954 sowie 1956 an den Olympische Winterspielen teil.
Der Angreifer spielte in der Deutschen Eishockey Liga für die Berlin Capitals und die Kassel Huskies, bevor er 2000 zu den Nürnberg Ice Tigers wechselte. Seine aktive Karriere beendete der 182-fache Nationalspieler nach der Saison 2004/05 bei den Hamburg Freezers und ist heute als Co-Trainer der Straubing Tigers tätig.

Vereinsinterne Rekorde

Seitdem die Sinupret Ice Tigers in der Deutschen Eishockey Liga vertreten sind, hatten sie einige Spieler in ihren Reihen, die herausragende persönliche Statistiken aufweisen konnten. Neben Martin Jiranek, der in vier Kategorien den jeweiligen Klubrekord hält, waren auch Jason Miller und der aktuell im Kader stehende Petr Fical die überragenden Spieler.[4]

Rekordspieler
Platz Spieler Spiele
1. Martin Jiranek 493
2. Martin Reichel 335
3. Greg Leeb 291
4. Petr Fical 287
5. Dimitri Doudik 248
Top-Scorer
Platz Spieler Punkte (T/A)
1. Martin Jiranek 430 (178/252)
2. Jason Miller 224 (95/129)
3. Petr Fical 188 (90/98)
Top-Torschützen
Platz Spieler Tore
1. Martin Jiranek 178
2. Jason Miller 95
3. Petr Fical 90
Top-Vorlagengeber
Platz Spieler Vorlagen
1. Martin Jiranek 252
2. Jason Miller 129
3. Martin Reichel 115
Strafminuten
Platz Spieler Minuten
1. John Craighead 548
2. Guy Lehoux 512
3. Martin Jiranek 421

(alle Statistiken befinden sich auf dem Stand zum Ende der Saison 2007/08)

Weitere bedeutende (ehemalige) Spieler

(Teamzugehörigkeit und Position in Klammern)

Der Verteidiger bestritt über 300 NHL-Spiele, unter anderem für die St. Louis Blues und die Edmonton Oilers. Zudem trug er 200-mal das Trikot der Ice Tigers und kehrte im Jahr 2008 nach Nürnberg zurück, um am Qualifikationsturnier für die Champions Hockey League teilzunehmen.
  • Tschechien/Deutschland Pavel Richter
    (1988–1990 Sturm)
Der ehemalige tschechoslowakische Nationalspieler bildete zusammen mit Martin Müller und Peter Just Ende der 1980er-Jahre den ersten Sturm des EHC 80 und verließ Nürnberg nach zwei Jahren, um später für verschiedene Teams in tiefklassigeren Ligen zu spielen.
  • Deutschland Gerhard Hegen
    (1989–1994, Tor)
Der Bruder der Eishockeylegende Dieter Hegen brachte es selbst auf einige Einsätze im Trikot der Nationalmannschaft und stand Ende der 1980er Jahre im Tor des EHC 80. An guten Tagen konnten ihn die Fans mit Sprechchören „Gerhard, wink amol“ oder „Gerhard, die Rolle!“ zu verschiedenen Aktionen auf dem Eis animieren.
  • Kanada George Pesut
    (1988–1990, Verteidigung)
Der Verteidiger bestritt in den 1980er-Jahren 92 NHL-Spiele für die California Seals und wechselte 1981 nach Deutschland, wo er ab 1988 in Nürnberg bei den Anhängern als „vermutlich gemächlichste Verteidiger der zweiten Bundesliga“ galt. Pesut beendete seine Karriere 1993 beim EC Kassel.
  • USA John Craighead
    (1998–2001, Sturm)
Craighea ist mit 584 Minuten bis heute der Nürnberger Spieler mit den meisten Strafen seit dem Bestehen der DEL.[5]. Zudem bestritt der US-Amerikaner in der Saison 1996/97 5 NHL-Einsätze für die Toronto Maple Leafs und beendete seine Karriere 2005 beim britischen Erstligisten Nottingham Panthers.
Der ehemalige kanadische Nationalspieler stand von 1992 bis 1997 im Kader der Nürnberg Ice Tigers und erzielte für diese in 263 Partien 352 Scorerpunkte. Weitere DEL-Stationen des Angreifers waren der EV Landshut sowie die Kassel Huskies, wo er seine aktive Laufbahn 1998 beendete.
Der kanadische Flügelstürmer mit deutschem Pass trug von 1996 bis 2004 das Trikot der Nürnberger und ist mit 166 Toren und 234 Vorlagen erfolgreichster DEL-Scorer der Vereinsgeschichte.[5] Nach zwei Jahren in Ingolstadt kehrte der Angreifer zur Saison 2006/07 zu den Ice Tigers zurück, wo er seine Karriere nach der Spielzeit beendete.
Momesso bestritt insgesamt 710 NHL-Spiele für die Montreal Canadiens, die St. Louis Blues, die Vancouver Canucks, die Toronto Maple Leafs sowie die New York Rangers. Von 1998 bis 1999 spielte der Kanadier eine Saison in Nürnberg, wo er in 60 Spielen 30 Tore und 40 Vorlagen erzielte.
Der Angreifer spielt aktuell bei den St. Louis Blues in NHL und war zuvor auch für die Edmonton Oilers und die Boston Bruins aktiv. Von 2003 bis 2005 stand der US-amerikanische Nationalspieler und Sohn des Hockey-Hall-of-Fame-Mitgliedes Peter Šťastný für die Nürnberg Ice Tigers in der DEL auf dem Eis.
  • Deutschland Otto Sýkora
    (1991–1998, Sturm)
Der Tschechische Meister von 1988 wechselte 1991 von Eintracht Frankfurt zum EHC Nürnberg, für den er bis 1998 auf dem Eis stand und mit denen er sich 1994 für die Deutsche Eishockey Liga qualifizierte. Sýkora beendete seine Karriere nach der Spielzeit 1997/98 bei den Ice Tigers.
Borsato bestritt insgesamt 210 NHL-Spiele für die Winnipeg Jets und wechselte 1995 in die DEL zu den Kölner Haien. Nach zwei Jahren in Finnland und der Schweiz unterschrieb der Kanadier 2000 einen Vertrag in Nürnberg, wo er seine Karriere nach der Saison 2001/02 beendete.
Der deutsche Nationaltorhüter stand in der Saison 2007/08 bei den Ice tigers zwischen den Pfosten, zu denen er nach sechs Jahren bei den Iserlohn Roosters gewechselt war. Er wurde zu einem der herausragenden Torhüter der Spielzeit und wechselte anschließend zum HK Spartak Moskau in die KHL.
Der Kanadier bestritt insgesamt 431 NHL-Spiele für die Vancouver Canucks, die New Jersey Devils, die Boston Bruins und die Edmonton Oilers. In der Saison 2007/08 stand der Verteidiger für die Sinupret Ice Tigers auf dem Eis und wechselte anschließend zum Klagenfurter AC.
Der Angreifer bestritt für die Junioren-Nationalmannschaft die U18-WM 2003 sowie die Juniorenweltmeisterschaften 2004 und 2005. 2008 wechselte Ulrich Maurer nach vier Jahren in Nürnberg zum Ligakonkurrenten Augsburger Panther.
Spylo trug in der Saison 07/08 das Trikot der Sinupret Ice Tigers und wurde von den Nürnberger Fans zum Spieler der Saison gewählt. Anschließend wechselte der Kanadier, der zuvor bereits beim Ligakonkurrenten Hamburg Freezers gespielt hatte, zu Witjas Tschechow in die neu gegründete KHL.
Fical spielte bereits bei HC Energie Karlovy Vary in der höchsten tschechischen Liga, der Extraliga, und wechselte 2003 von den Iserlohn Roosters nach Nürnberg. Der Angreifer bestritt bislang über 300 DEL-Spiele, neben Iserlohn und Nürnberg auch für die Moskitos Essen.
Der Tscheche stand in der Saison 1995/96 im Tor der Ice Tigers und wechselte anschließend in die NHL, wo er für die Dallas Stars, die St. Louis Blues und die Calgary Flames spielte. 1998/99 und 1999/00 gewann er die William M. Jennings Trophy als Torhüter mit den wenigsten Gegentoren.
Der ehemalige NHL-Spieler der St. Louis Blues spielte von 2005 bis 2007 bei den Ice Tigers, bei denen er den Verteidiger-Torrekord von Chris Snell, der bis dahin bei 22 Toren in der Hauptrunde lag, einstellte. Aktuell spielt Pollock beim HK MWD Balaschicha in der neu gegründeten KHL.

Teilnahmen von Spielern am All-Star-Game

Einige Spieler der Sinupret Ice Tigers wurden für das DEL All-Star-Game nominiert, ein Freundschaftsspiel, welches seit 1998 jährlich stattfindet und in dem die herausragendsten Spieler der Deutschen Eishockey Liga gegeneinander antreten.

Teilnahmen am All-Star-Game während der Teamzugehörigkeit
Name Position Teilnahme(n) Team
Deutscher Vitalij Aab Stürmer 2002
2003
DEL All-Star Team DEL All-Stars
Deutschland Deutschland
Tscheche Marián Cisár Verteidiger 2004 DEL All-Star Team DEL All-Stars
Deutscher Petr Fical Stürmer 2005, 2006
2007
Deutschland Deutschland
Europa Europa
Deutscher Thomas Greilinger Stürmer 2004 Deutschland Deutschland
Kanadier Stéphane Julien Verteidiger 2004 DEL All-Star Team DEL All-Stars
Kanadier Scott King Stürmer 2007, 2009 Team Nordamerika Nordamerika
Deutscher Lasse Kopitz Verteidiger 2004, 2005 Deutschland Deutschland
Deutscher Felix Petermann Verteidiger 2006 Deutschland Deutschland
Kanadier Jame Pollock Verteidiger 2007 Team Nordamerika Nordamerika
Deutscher Martin Reichel Stürmer 2002, 2003 Deutschland Deutschland
Deutscher Jürgen Rumrich Stürmer 2002 Deutschland Deutschland
Deutscher Stefan Schauer Verteidiger 2005, 2006 Deutschland Deutschland
Deutscher Marc Seliger Torhüter 2002 Deutschland Deutschland
US-Amerikaner Paul Stanton Verteidiger 2002 DEL All-Star Team DEL All-Stars
US-Amerikaner Ján Šťastný Stürmer 2005 DEL All-Star Team DEL All-Stars
Kanadier Pascal Trepanier Verteidiger 2005 DEL All-Star Team DEL All-Stars

Trainer

2003/04 wurden die Ice Tigers zwei Jahre vom damaligen Bundestrainer Greg Poss trainiert, der jedoch ankündigte, sich nach dem Spieljahr 2004/05 ganz auf sein Bundestrainer-Amt zu konzentrieren. Von der Saison 2005/06 bis zum Ende der Spielzeit 2007/08 war Benoît Laporte Trainer in Nürnberg, nachdem er zuvor bei den Augsburger Panthern beschäftigt war. Obwohl am ersten Spieltag der Sinupret Ice Tigers in der DEL-Saison 2006/07 Gesellschafter Günther Hertel in einer Ansprache vor dem Spiel bekanntgegeben hatte, dass der Vertrag mit Benoît Laporte vorzeitig um weitere zwei Jahre bis 2009 verlängert wurde, wurde der Vertrag kurz nach dem Ende der Spielzeit 2007/08 beendet, da Laporte per sofort als "Feuerwehrmann" zum abstiegsbedrohten EHC Basel in die Schweiz wechselte. Am 29. April 2008 gaben die Ice Tigers bekannt dass das neue Trainergespann Andreas Brockmann (Landshut) und Martin Jiranek (EHC 80) heißen soll. Beide erhielten einen 2-Jahres-Vertrag bis zur Saison 2009/2010.

Spielstätten

Der Haupteingang der Arena Nürnberger Versicherung

Seit Februar 2001 spielen die Nürnberg Ice Tigers in der Arena Nürnberger Versicherung, einer Multifunktionshalle die auch für die Eishockey-Weltmeisterschaft 2001 in Deutschland genutzt wurde. Außerdem ist sie auch für Basketball und Hallenfußball umfunktionierbar.

Zuvor wurde im altehrwürdigen Linde-Stadion an der Äußeren Bayreuther Straße gespielt, das ursprünglich für die Olympischen Winterspiele 1936 von Garmisch-Partenkirchen errichtet wurde.

Das Stadion war nach beiden Seiten offen und hatte nur 800 Sitzplätze, welche sich in der Mitte der Haupt- und Gegentribüne befanden. Die Gegentribüne war nur eine provisorische Stahlrohrtribüne. Nach größeren Umbaumaßnahmen Ende der 1980er Jahre stieg das Fassungsvermögen auf 4.200 Plätze. Trotz des Umbaus war die Nachfrage größer als Plätze vorhanden waren.

Im Jahr 2001 bestritten die Nürnberg Ice Tigers ihr letztes Spiel im „Linde“. Für die Fans gab es noch ein Abschiedstrikot mit dem Aufdruck Servus Linde zu kaufen. Noch im selben Jahr wurde das Stadion abgerissen und an dessen Stelle das Einkaufszentrum „Mercado“ errichtet.

Vereinskultur

Maskottchen

Pucki (* 7. Oktober 1997 im Nürnberger Linde-Stadion) ist das Maskottchen der Sinupret Ice Tigers. „Erfunden“ wurde er vom damaligen Torhüter der Ice Tigers Michel Valliere. Das Maskottchen ist regelmäßig bei den Heimspielen vor Ort und begleitet darüber hinaus das Team sowie die Offiziellen bei diversen Presse- und Öffentlichkeitsterminen.

Literatur

  • Wolf Arnold: „Sie kombinierten glänzend und schossen stahlhart …“: 90 Jahre Eishockey in Nürnberg. Verlag Route 66, o.O. 2001, ISBN 3931461017.

Quellen

  1. EishockeyNews Nürnbergs neuer Stammverein heißt jetzt Höchstadter EC
  2. eishockeynews.de: Nürnberg: Verhandlungen über Fortbestand gescheitert
  3. Spiegel Online, Nürnberg Ice Tigers wenden Insolvenz ab
  4. Sonderausgabe der Eishockey News zur DEL-Saison 2008/09
  5. a b Sinupret Ice Tigers, in: DEL. Die 1. Bundesliga. Sonderheft Saison 06/07, Eishockey-News Folge 01/06, S. 132–137

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