Sinzig

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Sinzig
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Sinzig
Sinzig
Deutschlandkarte, Position der Stadt Sinzig hervorgehoben
50.5452777777787.251944444444490
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Ahrweiler
H√∂he: 90 m √ľ. NN
Fl√§che: 41,02 km¬≤
Einwohner:

17.416 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 425 Einwohner je km²
Postleitzahl: 53489
Vorwahlen: 02642
02636 (Ortsteil Franken)
02646 (Beuler Hof)
Kfz-Kennzeichen: AW
Gemeindeschl√ľssel: 07 1 31 077
Adresse der
Stadtverwaltung:
Kirchplatz 5
53489 Sinzig
Webpräsenz: www.sinzig.de
B√ľrgermeister: Wolfgang Kroeger (CDU)
Lage der Stadt Sinzig im Landkreis Ahrweiler
Remagen Grafschaft (Rheinland) Bad Neuenahr-Ahrweiler Sinzig Bad Breisig Brohl-L√ľtzing G√∂nnersdorf bei Bad Breisig Waldorf (Rheinland-Pfalz) Burgbrohl Wassenach Glees Niederzissen Wehr (Eifel) Galenberg Oberzissen Brenk K√∂nigsfeld (Eifel) Schalkenbach Dedenbach Niederd√ľrenbach Oberd√ľrenbach Weibern (Eifel) Kempenich Hohenleimbach Spessart (Brohltal) Heckenbach Kesseling Kalenborn (bei Altenahr) Berg (bei Ahrweiler) Kirchsahr Lind (bei Altenahr) Rech Dernau Mayscho√ü Altenahr Ahrbr√ľck H√∂nningen Kaltenborn Adenau Herschbroich Meuspath Leimbach (bei Adenau) D√ľmpelfeld N√ľrburg (Gemeinde) M√ľllenbach (bei Adenau) Quiddelbach H√ľmmel Ohlenhard Wershofen Aremberg Wiesemscheid Kottenborn Wimbach Honerath Bauler (Landkreis Ahrweiler) Senscheid Pomster Dankerath Trierscheid Barweiler Reifferscheid Sierscheid Harscheid (bei Adenau) Dorsel Hoffeld (Eifel) Wirft Rodder M√ľsch Eichenbach Antweiler Fuchshofen Winnerath Insul Schuld (Ahr) Nordrhein-Westfalen Landkreis Neuwied Landkreis Vulkaneifel Landkreis Mayen-KoblenzKarte
√úber dieses Bild

Sinzig ist eine verbandsfreie Stadt am Mittelrhein im Landkreis Ahrweiler in Rheinland-Pfalz. Die Stadt ist ein staatlich anerkanntes Heilbad und gem√§√ü Landesplanung als Mittelzentrum ausgewiesen.[2] Sinzig ist eine von f√ľnf deutschen St√§dten, die den Beinamen Barbarossastadt tr√§gt.

Inhaltsverzeichnis

Stadtgliederung

Sinzig gliedert sich in sechs Ortsbezirke und 19 sonstige Gemeindeteile.[3]

  Einwohner
Sinzig    9.444
Bad Bodendorf 3.784
Franken 477
Koisdorf 840
Löhndorf 1.357
Westum 1.727

Stand 30. Juni 2010

Zum Ortsbezirk Sinzig geh√∂ren die Wohnpl√§tze Forsthaus Dachsbach, Godenhaus, Harbachsm√ľhle, Haus Schwalbenberg, Hennes-Schneider-Haus, Homb√ľchel, Im Berge, Schlo√ü Ahrental und Schmitz M√ľhle.[4]

Geschichte

Etymologie des Ortsnamens

Nachgewiesen ist 762 die erste Erw√§hnung des Ortsnamens als ‚ÄěSentiacum‚Äú. Nach der nicht unumstrittenen Namensetymologie von Dr. Hans Bahlow (1900-1982) k√∂nnte der Name Sinzig keltischen Ursprungs sein und ‚Äěbest√§ndig durchsickerndes Wasser im sumpfigen Wald‚Äú bedeuten, analog zu einer Gemarkungsbezeichnung im Gebiet der Rh√∂n (Sinzigburg). Die tats√§chlichen geographischen Gegebenheiten sprechen allerdings gegen diese Etymologie des Ortsnamens. Otto Kleemann gibt in seiner ‚ÄěVor- und Fr√ľhgeschichte des Raumes Sinzig‚Äú[5] als Namensherkunft ohne diese Annahme begr√ľnden zu k√∂nnen, es handele sich bei dem alten Namen von Sinzig, Sentiacum, um die Anlehnung an den Gentilnamen eines Hofgr√ľnders und Inhabers ‚Äěum die Zeitenwende‚Äú. Karl Bruchh√§user gibt im ‚ÄěHeimatbuch der Stadt Sinzig‚Äú, Sinzig 1953 an, dass vielleicht der r√∂mische Konsul und Statthalter Gnaeus Sentius Saturninus (‚Ć wohl 66) Namensgeber des Ortes gewesen sein k√∂nnte. Unzweifelhaft scheint aber nur, dass das Suffix ‚Äě-acum‚Äú in Sentiacum auf eine keltische Etymologie des Ortsnamens hinweist. Nach Forschungen Dieter Schewes ist der Name Sinzigs wohl eher auf die hier beheimateten thrakischen Hilfstruppen der R√∂mer zur√ľckzuf√ľhren, speziell auf den thrakischen Stamm Sintoi.[6].

Römische Zeit

Die in groben Z√ľgen bekannte Geschichte Sinzigs beginnt allerdings erst zwei Jahrhunderte nach dem die R√∂mer unter F√ľhrung von Gaius Iulius Caesar die Gebiete Germaniens bis zum Rhein hin erobert hatten. N√∂rdlich von Sinzig, in Remagen, bestand schon seit der Mitte des 1. Jahrhunderts ein Truppenlager. F√ľr Sinzig ist in dieser Zeit und in den kommenden Jahrhunderten eine lose Besiedlung mit l√§ndlichen Geh√∂ften anzunehmen. Am Rheinufer wurde bereits in den Jahren 40 bis 70 nach Christus eine r√∂mische Milit√§rziegelei betrieben. Ziegel aus dieser Ziegelei wurden am Sinziger Kirchberg gefunden. Der dort unter der Zehnthofstra√üe liegende Fu√üboden einer r√∂mischen Villa wurde im Zuge der Verlegung von Gasleitungen in den 1980er-Jahren besch√§digt. Von Trier aus wurde um 160/170 die Produktion von Tonwaren (Terra-Sigillata-T√∂pfe) im rheinnahen Bereich von Sinzig wiederaufgenommen. Die neue Fabrik bestand aber nur zwei Jahrzehnte. Sie exportierte auf dem Schiffsweg Waren bis Worms und Britannien. 1912 wurden Reste der T√∂pfermanufaktur freigelegt, der Arbeitsraum, die Brenn√∂fen und Abfallgruben.

Die r√∂mische Besiedlung befand sich vermutlich nicht in Rheinn√§he, sondern auf dem Sinziger Kirchh√ľgel. Dieser ragt wie ein Sporn in die so genannte Goldene Meile hinein, das M√ľndungsgebiet der Ahr in den Rhein. Die Ahrm√ľndung war in dieser Zeit, anders als heute, ein verzweigtes Flusssystem kleiner Nebenl√§ufe. Das gesamte Ahrm√ľndungsgebiet bis hin zum heutigen Stadtteil Bad Bodendorf war versumpft. Nachgewiesenerma√üen f√ľhrte eine r√∂mische Stra√üe quer durch die Goldene Meile und verband den Truppenst√ľtzpunkt Confluentes (Koblenz) mit dem Norden.

Auf dem Sinziger Helenenberg soll der Kaiserin Helena im 4. Jahrhundert der Legende nach ein Kreuz am Himmel erschienen sein, um ihrem Sohn, dem Kaiser Konstantin, den Sieg √ľber seine Feinde zu versprechen. Inwieweit das Sinziger Gebiet nach dem Zusammenbruch des R√∂mischen Reichs besiedelt war, ist unbekannt.

Mittelalter

Die erste urkundliche Erw√§hnung Sinzigs erfolgte am 10. Juli 762 in einer Best√§tigungsurkunde des fr√§nkischen K√∂nigs Pippin der J√ľngere. Pippin weilte in der sentiaco palatio, dem K√∂nigsgut Sinzig. In der Urkunde ist die Schenkung der Besitz- und Nutzungsrechte innerhalb des Amtsbezirkes Sinzig an das Reichskloster Pr√ľm vermerkt. Der fr√§nkische K√∂nigshof und damit die K√∂nigspfalz lag an einem Schnittpunkt der Frankfurt-Aachener Heerstra√üe. Besondere Bedeutung erhielt die Pfalz, weil sie regelm√§√üig Zwischenstation bei der Kr√∂nungsreise der in Frankfurt gew√§hlten deutschen Herrscher nach Aachen war.

Einhard, der Chronist Karls des Gro√üen, erz√§hlte 814 √ľber ein ‚ÄěWeinwunder‚Äú, das in der k√∂niglichen Pfalz von Sinzig stattgefunden haben soll. 855 schenkte der karolingische Kaiser Lothar I. dem Aachener Marienstift die Pfalzkapelle St. Peter mit den dazugeh√∂rigen Nutzungs- und Zehntrechten. 1065 schenkte Heinrich IV. die Reichsstadt seinem engen Berater, Erzbischof Adalbert von Bremen. 1114 wurde Sinzig im Krieg zwischen dem deutschen Kaiser Heinrich V. und dem Erzbischof von K√∂ln Friedrich I. von Schwarzenburg zerst√∂rt.

Zehnthof

In seiner Bl√ľtezeit vom 12. bis 14. Jahrhundert war Sinzig Sitz einer Kaiserpfalz mit zahlreichen Aufenthalten deutscher K√∂nige und Kaiser. Friedrich I. Barbarossa weilte 1152, 1158 und 1174 in der Pfalz, weswegen sich die Stadt auch Barbarossastadt nennt. Im Jahr 1255 ‚Äď in den unruhigen Zeiten nach dem Tode Kaiser Friedrich II.‚Äď wurde Sinzig Mitglied des Rheinischen St√§dtebundes, eines Zusammenschlusses von zahlreichen St√§dten und einigen Territorialherren, der Teil der mittelalterlichen Landfriedensbewegung Treuga Dei war. Um 1200 wurde nach Caesarius von Heisterbach ein Ketzer Johannes mit seiner Mutter in Sinzig verbrannt.[7]

Sp√§testens gegen 1267 erhielt Sinzig Stadtrecht. In der ersten H√§lfte des 13. Jahrhunderts erfolgte der Bau der Pfarrkirche St. Peter im sp√§tromanischem Stil der ausgehenden Stauferzeit (geweiht 1241). Konsekrator der Kirche und des Altars war der Dominikaner und Bischof Henricus de Osiliensis (Heinrich von √Ėsel), der w√§hrend eines Aufenthalts im Mittelrheingebiet (weitere Weihet√§tigkeiten im August des Jahres 1241 sind f√ľr Koblenz und Boppard urkundlich belegt) auf Bitten und in Vertretung des schwer erkrankten Trierer Erzbischofs Theoderich (Dietrich) von Wied (‚Ć 1242) Weihehandlungen an verschiedenen Kirchen zwischen Sinzig und Boppard vornahm. Aufgrund der Kirchweihe am Tage Maria Himmelfahrt (1310 erstmals urkundlich belegt) ist f√ľr die Weihe der weitgehend fertiggestellten Pfarrkirche St. Peter der 15. August 1241 anzunehmen. Ein Hospital entstand und viele Adelsgeschlechter waren in Sinzig ans√§ssig, das man aus diesem Grund eine Wiege des Rheinischen Adels nannte.[8] Neun Kl√∂ster hatten Besitzungen in Sinzig.

Nach einem Steuerverzeichnis von 1242 zahlte die j√ľdische Gemeinde von Sinzig etwa ein Drittel des Steueraufkommens der Stadt. F√ľr den 1. Mai 1265 berichtet das N√ľrnberger Memorbuch, dass 71 Personen in der Sinziger Synagoge verbrannt wurden, darunter der Vorbeter der K√∂lner Judengemeinde. 1287 erlitten weitere 46 Juden in Sinzig das Martyrium. Nach der Pestepidemie von 1348/49 wurde die √ľbriggebliebene kleine j√ľdische Gemeinde mit zw√∂lf Personen ausgel√∂scht.

Nach 1297 wurde mit dem Bau der Stadtbefestigungen, Stadtumwallung, Mauer, drei Stadttore (Ausdorfer Tor (Oisdorpporzen 1350; Osterportz 1623), Leetor (Leenporzen) und M√ľhlenbachtor (seit 1583 als M√ľhlenbacher Porzen, vorher seit 1350 Fischporzen) und die beiden Wichh√§user (W√§chterh√§uschen; in Urkunden von 1327, 1350 und 1353 als fertiggestellt belegt) begonnen. Zuvor hatte K√∂nig Adolf von Nassau am 3. Dezember 1297 den B√ľrgern Sinzigs die Erhebung eines sogenannten Ungelds (Steuer) auf den Verkauf von Wein und landwirtschaftlichen Produkten gestattet, das ausschlie√ülich zur Finanzierung und Errichtung der Stadtmauer verwendet wurde. 1395/98 wurden wieder Juden in der Stadt erw√§hnt. 1433 war erstmals von der Judengasse die Rede.[9]

Der englische K√∂nig Eduard III. war im Sommer 1338 auf diplomatischer und milit√§rischer Mission am Mittelrhein unterwegs. Vor allem ging es ihm darum, die franz√∂sische K√∂nigskrone zu erringen. Am 5. September nahm er an einer feierlichen Reichsversammlung in Koblenz teil. Auf seiner Hinreise von Antwerpen nach Koblenz besuchte er auch die Reichsstadt Sinzig.[10] Bereits ab dem sp√§ten 13. Jahrhundert war der allm√§hliche wirtschaftliche Niedergang durch mehrfache Verpf√§ndung des Reichsgutes vorgezeichnet. Mit dem endg√ľltigen √úbergang des Reichsgutes Sinzig in den Besitz der Herz√∂ge von J√ľlich am 19. Januar 1348 (urkundliche Pf√§ndungsbest√§tigung durch Karl IV. an Markgraf Wilhelm V. von J√ľlich) geriet Sinzig erneut und endg√ľltig in eine territoriale Randlage. Am 30. Juni 1421 verkaufte Herzog Adolf VII. von J√ľlich-Berg eine H√§lfte von Sinzig samt Zubeh√∂r f√ľr 15.000 Gulden an den Trierer Erzbischof Otto. Am 24. August 1425 verpf√§ndete Herzog Adolf VII. von J√ľlich-Berg auch noch die andere H√§lfte von Sinzig gleichfalls f√ľr 15.000 Gulden an Erzbischof Dietrich von K√∂ln.[11][12] Kurk√∂ln und Kurtrier besa√üen jetzt jeweils eine H√§lfte von Sinzig und Remagen als Pfand. Am 10. Dezember 1426 schlossen die Erzbisch√∂fe Dietrich und Adolf einen Burgfrieden zur Regelung der gemeinsamen Verwaltung. Am 14. M√§rz 1451 ernannte der Herzog Gerhard von J√ľlich-Berg den Ritter Lutter Quad, Herr zu Tomburg und Landskron und K√∂lner Rat, zum Amtmann von Sinzig und Remagen.

Neuzeit

Stahlstich St. Peter um 1840
Die Sinziger Innenstadt mit der Bachovenstraße um 2003

Um 1794 geh√∂rte Sinzig als Teil des Amtes Sinzig-Remagen zum Herzogtum J√ľlich. Die Pacht- und Besitzverh√§ltnisse wechselten mehrfach. Zeitweise war die Stadt zwischen mehreren Besitzern geteilt. Herzog Adolf VII. von J√ľlich-Berg (1423-1437) sowie Herzog Gerhard von J√ľlich-Berg (1437-1575) verpf√§ndeten das Amt an die K√∂lner Erzbisch√∂fe. Am Pfingstmontag 1583 kam es durch Unachtsamkeit beim Abschie√üen der B√ľchsen am Sinziger M√ľhlenbachtor zu einer Brandkatastrophe, bei der die ganze Stadt Sinzig mit H√§usern und H√∂fen, Schuppen und St√§llen abbrannte. 1620 besetzten im Drei√üigj√§hrigen Krieg spanische Truppen unter Spinola Sinzig, 1632 wurde Sinzig von schwedischen Truppen gepl√ľndert. 1645 √∂ffnete Sinzig dem kaiserlichen Feldherrn Peter Melander von Holzappel seine Tore. Am 30. Mai 1648 legte der Minoritenorden den Grundstein zu einem Kloster auf dem Helenenberg. 1655 wurde eine Lateinschule angegliedert. 1688 sprengten franz√∂sische Truppen das ehemalige herzogliche Schloss in die Luft.

Bei der Neubelegung einer Gruft wurde in der Kirche St. Peter eine mumifizierte Leiche gefunden, die als Vogt Wilhelm Holbach, Todeszeitpunkt ca. 1670, identifiziert wurde[13][14]. Es entwickelte sich ein lokaler Kult um die unverweste Leiche, die w√§hrend der Franz√∂sischen Revolution nach Frankreich entf√ľhrt wurde und nach dem Sieg √ľber Napoleon im Triumphzug nach Sinzig zur√ľckkehrte. Man kann sie in der Kirche St. Peter besichtigen.

1758 suchte erneut ein Gro√übrand die Stadt heim. Im Jahre 1767 hatte Sinzig 200 H√§user und rund 850 Einwohner. 1782 gab es f√ľnf j√ľdische Familien mit 23 Personen (1808/17 27, 1858 73 1895 75 1925 39 j√ľdische Einwohner). Erst im 19. Jahrhundert erfolgte ein wirtschaftlicher Wiederaufschwung der Stadt im Zuge der Industrialisierung und des Anschlusses an die linksrheinische Eisenbahnlinie K√∂ln‚ÄďKoblenz‚ÄďBingen (1858). Die Plattenfabrik war von da an einer der Hauptarbeitgeber der Stadt. 1867 wurde die Sinziger Synagoge eingeweiht.[15] 1933 lebten noch 41 j√ľdische Einwohner in Sinzig. Nach dem Novemberpogrom 1938 gab es in Sinzig und Bodendorf noch 19 Juden. Die letzten wurden 1942 deportiert.

Einwohnerentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl bezogen auf das heutige Stadtgebiet. Die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2]

1815: 03.567 1950: 08.079
1835: 04.363 1961: 09.562
1871: 04.346 1970: 12.116
1905: 05.630 1987: 14.840
1939: 06.761 2005: 17.767

Eingemeindungen

Im Zuge der Gebietsreform wurden am 7. Juni 1969 die bis dahin selbständigen Gemeinden Bodendorf (1668 Einwohner), Franken (373), Koisdorf (365), Löhndorf (939) und Westum (1060) in die Stadt Sinzig eingemeindet.[16]

Geschichte des Sinziger Schlosses

Schloss

1337 erlaubte Kaiser Ludwig der Bayer dem Markgrafen Wilhelm I. von J√ľlich den Bau einer Burg. 1348 wurde eine Wasserburg mit vier Eckt√ľrmen errichtet, die ab 1569 ausgebaut wurde. 1646 diente ein weiterer Ausbau der Verbesserung der Verteidigungsanlagen. 1689 wurde die Burg von franz√∂sischen Truppen in Brand gesetzt.

Das Burggrundst√ľck ging 1806 aus Staatsbesitz in den Besitz von J. Peter Broicher und Franz-Joseph Hertgen √ľber. 1850 erwarben Gustav Bunge und seine Frau Adele Bunge, geb. Andreae, das Burggrundst√ľck.

Das heutige Schloss Sinzig wurde 1854/56 vom Architekten Vincenz Statz errichtet. Der Schlosspark entstand 1858‚Äď66 nach Pl√§nen von Peter Joseph Lenn√©. Die Wandgem√§lde im Schloss brachte Carl Andreae 1863‚Äď1865 an. 1891 starb Gustav Bunge, 1899 Adele Bunge.

Das G√§rtnerhaus an der S√ľdwestecke des Schlosses sowie weitere Anlagen wurden 1944 bei Luftangriffen zerst√∂rt. 1952 erwarb die Kurbad GmbH das Schloss und baute es um. 1954 kaufte die Stadt Sinzig Schloss und Park f√ľr 140.000 DM auf. 1956 zogen das drei Jahre zuvor gegr√ľndete Heimatmuseum und das Stadtarchiv im ersten und zweiten Geschoss ein. Das Erdgeschoss beherbergte Kulturraum und Standesamt sowie bis 1989 den Ratssaal. 1988 wurden Schloss und Park unter Denkmalschutz gestellt.

Ein Erdbeben im April 1992 richtete starke Schäden an, was umfangreiche Sanierungsarbeiten nach sich zog.

Politik

Stadtrat

Der Stadtrat von Sinzig besteht aus 32 ehrenamtlichen Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 gew√§hlt wurden, und dem hauptamtlichen B√ľrgermeister als Vorsitzenden.

Sitzverteilung im gewählten Stadtrat:[17]

   SPD   CDU   FDP  Gr√ľne  FWG  Gesamt
2009 6 13 2 4 7 32 Sitze
2004 6 15 2 4 5 32 Sitze

B√ľrgermeister

Die B√ľrgermeister der Stadt seit 1816:[18]
1816‚Äď1822 Wilhelm Vogel 1919‚Äď1933 Ernst Sch√§fer
1822‚Äď1834 Simon Josef Knieps 1933‚Äď1936 Heinrich Junior
1834‚Äď1849 Peter Josef Giersberg 1937‚Äď1945 Walter Meyer-Kirschner
1850‚Äď1860 Johann Michael Heinrich Reiff 1946‚Äď1948 Josef Maag
1860‚Äď1872 Theodor Ernst Adam Wenner 1948‚Äď1963 Franz Josef Zimmer
1872‚Äď1882 Karl Rudolf Franz von Roesdorff-Salm 1963‚Äď1983 Heinrich Holstein
1883‚Äď1910 Alfred Ott 1983‚Äď2001 Norbert Hesch
1911‚Äď1919 Anton Hermann Josef Ortsiefer 2001‚Äď Wolfgang Kroeger
Wappen der Stadt

Wappen

Die Wappenbeschreibung lautet: ‚ÄěIn Gold √ľber einer aus dem Schildfu√ü wachsenden, jeweils beidseitig schr√§g nach oben verlaufende gezinnten Ziegelstadtmauer mit zentralem gezinntem rotem Spitzbogentor, silberner √Ėffnung, einem leicht angehobenem dreipf√§hligem schwarzem Fallgatter und herabgelassener Zugbr√ľcke, ein rotbewehrter und -bezungter schwarzer Adler mit gespreizten F√§ngen.‚Äú

Städtepartnerschaft

Die Stadt Sinzig pflegt seit dem Juni 1966 eine Partnerschaft mit der französischen Stadt Hettange-Grande im Kanton Cattenom im Département Moselle. Zwischen beiden Städten findet ein regelmäßiger partnerschaftlicher Austausch auf politischer, kultureller und gesellschaftlicher Ebene statt.

Kultur und Sehensw√ľrdigkeiten

Sehensw√ľrdigkeiten

Katholische Pfarrkirche St. Peter
  • Eine Kapelle am Standort der heutigen Stadtpfarrkirche St. Peter in Sinzig wurde bereits 855 erw√§hnt. Der heutige Bau stammt jedoch von ca. 1225 bis 1241. Er wurde 1863/64 nach Pl√§nen des Architekten Ernst Friedrich Zwirner restauriert. Sehenswert ist unter anderem der Hochaltar von 1480.
  • Einige Reste der mittelalterlichen Stadtbefestigung, deren Bau 1297 begann.
  • Das Rathaus wurde 1835‚ąí37 am Kirchplatz durch Johann Heinrich Hartmann als Stadt- und Schulhaus erbaut. Von 1879 bis 1915 diente es als Amtsgericht.
  • Das Kriegerdenkmal 1914‚ąí18 auf einem Treppenabsatz zur Kirche St. Peter entstand nach Pl√§nen des K√∂lner Architekten Franz Brantzky und des Bildhauers Willy Meller. Der auf einem vorgelagerten Sockel errichtete steinerne L√∂we versinnbildlicht die Gef√ľhlslage der Denkmalstifter nach dem Ende des Ersten Weltkrieges.
  • Schloss Sinzig von Vincenz Statz (1854‚ąí58) mit st√§dtischem Heimatmuseum. Bauherr des Schlosses war der K√∂lner Kaufmann Gustav Bunge, der das Schloss als Sommerwohnsitz f√ľr seine Familie errichten lie√ü. Die Tochter Johanna (1851‚ąí1934), die 1872 den K√∂lner Bankdirektor Ernst Friedrich Wilhelm Koenigs geheiratet hatte, erbte das Schloss nach dem Tod der Eltern. Nach dem Krieg erwarb die Stadt das Schloss und richtete hier das Heimatmuseum ein.
  • Das Denkmal f√ľr Kaiser Friedrich I. Barbarossa wurde aus Anlass der Silbernen Hochzeit des Ehepaares Gustav und Adele Bunge 1875 im Rondell des Schlossparks errichtet; seit 1951 steht es in der Parkanlage an der Barbarossastra√üe unterhalb von Sankt Peter.
  • Zehnthof (Vermutlich an der Stelle der alten kaiserlichen Pfalz)
  • Naturschutzgebiet M√ľndungsgebiet der Ahr
  • Sinziger Linde
  • Schloss Ahrenthal
  • Feltenturm (Aussichtsturm mit Viert√§lerblick (Rheintal, Ahrtal, Hellenbachtal und Harbachtal))

Regelmäßige Veranstaltungen

Kulturell wurde Sinzig bundesweit bekannt durch die Durchf√ľhrung der Sinziger Orgelwoche in den 1970er-Jahren durch den avantgardistischen Komponisten und Organisten Peter Bares.

F√ľr sein authentisches Ambiente ist der, im Sinziger Schlosspark seit 2004 j√§hrlich stattfindende, "Barbarossamarkt zu Sinzig" bekannt. Den Besuchern dieses Mittelaltermarktes wird, nebst zeitgen√∂ssischen Speisen, Getr√§nken und anderen Waren, auch ein reichhaltiges Unterhaltungsprogramm mit Schauk√§mpfen, Gauklern und Musik- und Tanzvorstellungen geboten. [19]

Von 1992 bis 2007 fanden in Sinzig die Perry Rhodan-Tage Rheinland-Pfalz statt, eine bundesweit beachtete Literaturveranstaltung, die sich kritisch mit der Heftromanserie Perry Rhodan auseinandersetzte. 2007 stand die Veranstaltung unter der Schirmherrschaft des rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck[20]

Wirtschaft und Infrastruktur

Schulen

Rathaus
  • Regenbogenschule Sinzig (Grundschule)
  • St.-Sebastianus-Grundschule Bad Bodendorf
  • Hellenbachschule Westum (Grundschule)
  • Barbarossaschule Sinzig (Realschule plus)
  • Rhein-Gymnasium Sinzig
  • Janusz-Korczak-Schule Sinzig (Sonderschule)

Kindergärten (Auswahl)

  • St√§dtischer Kindergarten 'Max & Moritz' Bad Bodendorf
  • St√§dtischer Kindergarten 'Zwergentreff' Franken
  • Katholischer Kindergarten 'St. Georg' L√∂hndorf
  • Katholischer Kindergarten 'St. Peter' Sinzig
  • St√§dtischer Kindergarten 'Liliput' Sinzig
  • St√§dtische Kindertagesst√§tte 'Spatzennest' Sinzig
  • St√§dtischer Kindergarten 'Regenbogen' Sinzig, Dreifaltigkeitsweg
  • St√§dtischer Kindergarten Westum

Jugendtreff

  • Als Treffpunkt f√ľr Jugendliche steht das HOT, Haus der offenen T√ľr, Sinzig zur Verf√ľgung.[21]

Bilder

Persönlichkeiten

Geboren in Sinzig

Verbunden mit Sinzig

  • Ferdinand Jakob Nebel (1782‚Äď1860), Architekt, baute 1843‚Äď1848 die Pfarrkirche St. Peter in Westum (Sinzig)
  • Peter Joseph Lenn√© (1789‚Äď1866), Gartenk√ľnstler und Landschaftsarchitekt, gestaltete 1858‚Äď1866 den Schlosspark und 1864 den Zehnthof
  • Karl Christian Andreae (1823‚Äď1904), Maler, verbrachte seine letzten Lebensjahre in Sinzig
  • Peter Bares (* 1936), Organist, Komponist f√ľr Kirchenmusik, 1960‚Äď1985 Kirchenmusiker in Sinzig
  • Rudi Altig (*1937), ehemaliger Profi-Radrennfahrer. U. a. 1962 Gewinner der Vuelta a Espa√Īa sowie Gewinner des Gr√ľnen Trikots der Tour de France, 1966 Stra√üen-Weltmeister auf dem N√ľrburgring. Lebt in Sinzig-Koisdorf
  • Titus Reinarz (* 1948), Bildhauer, lebt und arbeitet in Sinzig
  • Edgar Steinborn (* 1957), Maschinenbau-Techniker, lebt in Sinzig, leitete von 1987 bis 2004 insgesamt 201 Spiele der Fu√üball-Bundesliga
  • Eveline Lemke (* 1964), Sprecherin der Fraktion B√ľndnis 90/Die Gr√ľnen im rheinland-pf√§lzischen Landtag (16. Wahlperiode).
  • Klaus Badelt (*1967), deutscher Komponist f√ľr Fernseh- und Filmmusik, lebte w√§hrend seiner Kindheit und Jugend in Bad Bodendorf (Sinzig)

Literatur

Einzelnachweise

  1. ‚ÜĎ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz ‚Äď Bev√∂lkerung der Gemeinden am 31. Dezember 2010 (PDF; 727 KB) (Hilfe dazu)
  2. ‚ÜĎ a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz - Infothek
  3. ‚ÜĎ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz ‚Äď Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile, Seite 4 (PDF)
  4. ‚ÜĎ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz ‚Äď Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile, Seite 4 (PDF)
  5. ‚ÜĎ Sinzig und seine Stadtteile ‚Äď gestern und heute, hg. J√ľrgen Haffke und Bernhard Koll, Sinzig 1983
  6. ‚ÜĎ Schewe, Geschichte Sinzigs und seiner K√∂nigspfalzen
  7. ‚ÜĎ Geschichte des Erzbistums K√∂ln. Bd. 1: Das Bistum K√∂ln von den Anf√§ngen bis zum Ende des 12. Jahrhunderts, hg. v. Friedrich Wilhelm Oediger, Bachem K√∂ln 2. Aufl. 1971, S.313
  8. ‚ÜĎ Wilhelm Knippler: Zwei St√§dte - Zwei Entwicklungen. Sinzig 700 Jahre Stadt, in: Heimatjahrbuch Kreis Ahrweiler 1968, S.66
  9. ‚ÜĎ Germania Judaica I,S. 325-326; II,2 S. 766-768; III,2 S.1372-1374.
  10. ‚ÜĎ [1] Elsbeth Andre: 1338: Der englische K√∂nig in Koblenz, Portal Rheinische Geschichte (Stand: 2. Oktober 2010)
  11. ‚ÜĎ Rheinischer Antiquarius, III. Abt., Bd. 9, S.84
  12. ‚ÜĎ Ausf√ľhrliche Darlegung bei Kinkel, Die Ahr, S.189ff.
  13. ‚ÜĎ [2]
  14. ‚ÜĎ Zusammenfassung eines Vertrages vor der Arbeitsgemeinschaft f√ľr Landesgeschichte und Volkskunde im Regierungsbezirk Koblenz (Arbeitskreis f√ľr Volkskunde) am 29. 9. 1966 in Sinzig, ver√∂ffentlicht in den Landeskundlichen Vierteljahrsbl√§ttern 12 (1966) 168 f.]
  15. ‚ÜĎ Hans Kleinpass: Die Einweihung der Sinziger Synagoge anno 1867, in: HJbKAhrweiler 1990, S.71
  16. ‚ÜĎ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006, Seite 196 (PDF)
  17. ‚ÜĎ Kommunalwahl Rheinland-Pfalz 2009, Gemeinderat
  18. ‚ÜĎ Anton Keuser: Die B√ľrgermeister von Sinzig in preu√üischer Zeit, Heimatjahrbuch des Kreises Ahrweiler 1961 sowie verschiedene weitere Heimatjahrb√ľcher
  19. ‚ÜĎ http://www.barbarossamarkt-sinzig.de
  20. ‚ÜĎ Website zu den Perry Rhodan-Tagen Sinzig
  21. ‚ÜĎ Lima-City

Weblinks

 Commons: Sinzig ‚Äď Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien



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  • Sinzig ‚ÄĒ Centre ville de Sinzig en 2003. A l arri√®re plan, la Basilique Saint Pierre ‚Ķ   Wikip√©dia en Fran√ßais

  • Sinzig ‚ÄĒ Sinzig, Stadt im Kreise Ahrweiler des Regierungsbezirks Coblenz der preu√üischen Rheinprovinz, nahe der M√ľndung der Ahr in den Rhein u. an de Linksrheinischen Eisenbahn (K√∂ln Bingen); Weinbau; 1850 Ew. Vgl. Eulenberg, Der Mineralbrunnen zu S.,… ‚Ķ   Pierer's Universal-Lexikon

  • Sinzig ‚ÄĒ Sinzig, Stadt im preu√ü. Regbez. Koblenz, Kreis Ahrweiler, 207 m √ľ. M., an der Ahr und der Staatsbahnlinie K√∂ln Koblenz, hat eine kath. Kirche, Synagoge, Pr√§parandenanstalt, Amtsgericht, eine gro√üe Fabrik f√ľr Mosaikplatten und Tonwaren, eine… ‚Ķ   Meyers Gro√ües Konversations-Lexikon

  • Sinzig ‚ÄĒ Sinzig, Stadt im preu√ü. Reg. Bez. Koblenz, an der Ahr, (1905) 3155 E., Amtsgericht ‚Ķ   Kleines Konversations-Lexikon

  • Sinzig ‚ÄĒ Infobox Ort in Deutschland Art = Stadt Wappen = Wappensinzig.jpg lat deg = 50 |lat min = 32 |lat sec = 43 lon deg = 7 |lon min = 15 |lon sec = 07 Lageplan = Gem kr sinzig.png Bundesland = Rheinland Pfalz Landkreis = Ahrweiler H√∂he = 90 Fl√§che =… ‚Ķ   Wikipedia

  • Sinzig ‚ÄĒ Original name in latin Sinzig Name in other language Sentiacum, Sinzig, Zincig, xin qi xi, zyntsyg, –ó–ł–Ĺ—Ü–ł–≥ State code DE Continent/City Europe/Berlin longitude 50.54384 latitude 7.24639 altitude 78 Population 17880 Date 2012 09 06 ‚Ķ   Cities with a population over 1000 database

  • Sinzig ‚ÄĒ SiŐ£nzig, ¬† Stadt im Landkreis Ahrweiler, Rheinland Pfalz, 67 m √ľber dem Meeresspiegel, nahe der M√ľndung der Ahr in den Rhein, 16 700 Einwohner; Herstellung von Grob und Feinkeramik, Mineralwasserabf√ľllung. Der Ortsteil Bad Bodendorf (1969… ‚Ķ   Universal-Lexikon

  • Sinzig-L√∂hndorf ‚ÄĒ Wappen Deutschlandkarte ‚Ķ   Deutsch Wikipedia

  • St. Peter (Sinzig) ‚ÄĒ Die 1241 geweihte, sp√§tromanische Sinziger Pfarrkirche St. Peter Pfarrkirch ‚Ķ   Deutsch Wikipedia

  • Liste der Kulturdenkm√§ler in Sinzig ‚ÄĒ In der Liste der Kulturdenkm√§ler in Sinzig sind alle Kulturdenkm√§ler der rheinland pf√§lzischen Stadt Sinzig einschlie√ülich der Stadtteile Bad Bodendorf, Franken, Koisdorf, L√∂hndorf und Westum aufgef√ľhrt. Grundlage ist die Denkmalliste des Landes… ‚Ķ   Deutsch Wikipedia


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