Sommerzeit

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Sommerzeit
FrĂŒhling: Umstellung von Normalzeit auf Sommerzeit – die Uhr wird um eine Stunde vorgestellt.
Herbst: Umstellung von Sommerzeit auf Normalzeit – die Uhr wird um eine Stunde zurĂŒckgestellt.

Die Sommerzeit ist die in den Sommermonaten meist um eine Stunde vorgestellte Uhrzeit einer Zeitzone. Die offizielle Bezeichnung fĂŒr die umgangssprachliche Winterzeit lautet Normalzeit (engl. Standard Time). Auf der SĂŒdhalbkugel findet die Zeitumstellung entsprechend im SĂŒdsommer statt. International spricht man auch von Daylight Saving Time (DST). Die Tage, an denen die Umstellung von Normalzeit auf Sommerzeit bzw. wieder zurĂŒck erfolgt, werden Umschalttage genannt.

In der mitteleuropĂ€ischen Zeitzone ist die Normalzeit die MitteleuropĂ€ische Zeit (MEZ), die Sommerzeit die MitteleuropĂ€ische Sommerzeit (MESZ), auf englisch Central European Summer Time (CEST, britisch) oder Central European Daylight Saving Time (CEDT, CET DST, amerikanisch); auch Middle European Summer Time (MEST) findet sich. MEZ entspricht der Ortszeit auf dem 15. östlichen LĂ€ngengrad, auf dem beispielsweise Görlitz und GmĂŒnd in Niederösterreich liegen; MESZ entspricht der Ortszeit auf dem 30. östlichen LĂ€ngengrad, auf dem beispielsweise Sankt Petersburg liegt.

Im Jahr 2011 galt die MitteleuropĂ€ische Sommerzeit vom 27. MĂ€rz, 3:00 Uhr MESZ (1:00 Uhr UTC) bis zum 30. Oktober, 3:00 Uhr MESZ (1:00 Uhr UTC). Bei der Umstellung im FrĂŒhjahr folgte auf die Sekunde 01:59:59 MEZ die Sekunde 03:00:00 MESZ; im Herbst folgte auf die Sekunde 02:59:59 A MESZ die Sekunde 02:00:00 B MEZ. Umgangssprachlich spricht man davon, dass man die Uhr im FrĂŒhjahr von 2:00 Uhr MEZ auf 3:00 Uhr MESZ vorstellt und im Herbst von 3:00 Uhr MESZ auf 2:00 Uhr MEZ zurĂŒckstellt.

WĂ€hrend viele Staaten seit der Energiekrise der 1970er-Jahre eine 6- oder 7-monatige Sommerzeit eingefĂŒhrt haben, gibt es mit Namibia und der Republik Irland nur zwei Beispiele einer entgegengesetzten Regelung.[1] Die Bezeichnung Winterzeit wird allerdings vom Sprachgebrauch in Namibia bereits fĂŒr die Normalzeit verwendet. In Irland wird die AbkĂŒrzung IST (= Irish Standard Time) gelegentlich als „Irish Summer Time“ missdeutet.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Durchgezogene Linie unten (schwarz): Uhrzeit des Sonnenaufgangs bei Normalzeit
Durchgezogene Linie oben (blau): Uhrzeit des Sonnenuntergangs bei Normalzeit
Kurze Linie unten (grĂŒn): Uhrzeit des Sonnenaufgangs bei Sommerzeit
Kurze Linie oben (rot): Uhrzeit des Sonnenuntergangs bei Sommerzeit
(alle Zeiten bezogen auf Greenwich)

Die Idee einer saisonalen Zeitumstellung wurde erstmals im Jahre 1784 von Benjamin Franklin in einem Brief ĂŒber „die Kosten des Lichtes“ an die Herausgeber einer Pariser Zeitschrift erwĂ€hnt, in dem er den hohen Verbrauch an Kerzen kritisierte. Angesichts des humorvollen Charakters des Textes ist allerdings davon auszugehen, dass es sich nicht um einen ernsthaften Vorschlag Franklins handelte.[2]

Sein Vorschlag bezog sich noch auf die Ortszeit, denn bis ins 19. Jahrhundert blieb selbst innerhalb eines Staates einzelnen Landschaften oder StĂ€dten jeweils eine eigene Uhrzeit zugeordnet. Erst 1893 wurde etwa fĂŒr das Deutsche Reich eine einheitliche Zeitzone festgelegt.

Ernsthaft wurde die Idee einer saisonalen Zeitumstellung erstmals im Jahre 1907 von William Willett vorgeschlagen.[3] Trotz Lobbyarbeit konnte er die britische Regierung jedoch nicht zur EinfĂŒhrung der Sommerzeit bewegen.

EingefĂŒhrt wurde die Zeitumstellung erstmals am 30. April 1916 im Deutschen Reich, in Österreich-Ungarn und noch im selben Jahr auch in Irland. Die in Irland damals fĂŒr die Sommerzeit eingefĂŒhrte Bezeichnung „Daylight Saving Time“ (wörtlich ĂŒbersetzt: „Tageslicht sparende Zeit“) beschreibt den Zweck, nĂ€mlich die Stundenzahl mit nutzbarem Tageslicht zu vergrĂ¶ĂŸern.

Im Jahr 1975 beschlossen die meisten LĂ€nder der damaligen EuropĂ€ischen Gemeinschaft die EinfĂŒhrung der Sommerzeit. Die Umsetzung erfolgte ab 1977. Nach der Ölkrise 1973 sollte durch eine bessere Nutzung des Tageslichtes Energie gespart werden.

Ende 1994 wurden die unterschiedlichen Sommerzeitregelungen in der EuropĂ€ischen Union vereinheitlicht. Die einheitliche Sommerzeit gilt seitdem in allen EU-Mitgliedsstaaten einschließlich ihrer Landesteile, die in der NĂ€he von Europa liegen. Sie gilt jedoch nicht in jenen Landesteilen, die nicht auf dem Gebiet des Kontinents selbst liegen, zum Beispiel in Französisch-Guayana.

Deutschland

In Deutschland gab es eine Sommerzeit erstmals wÀhrend des Ersten Weltkriegs in den Jahren 1916 bis 1918:[4]

Jahr Beginn der Sommerzeit Ende der Sommerzeit
1916[5] (a) Sonntag, 30. April 1916 23:00 MEZ Sonntag, 1. Oktober 1916 1:00 MESZ
1917,[6] 1918[7] dritter Montag im April 2:00 MEZ dritter Montag im September 3:00 MESZ
a Die Bestimmung zur erstmaligen EinfĂŒhrung lautete: „Der 1. Mai 1916 beginnt am 30. April 1916 nachmittags 11 Uhr nach der gegenwĂ€rtigen Zeitrechnung. Der 30. September 1916 endet eine Stunde nach Mitternacht im Sinne dieser Verordnung.“[5]

In den Jahren 1919 bis 1939 gab es keine Zeitumstellung. Wieder eingefĂŒhrt wurde die Sommerzeit im Kriegsjahr 1940. UrsprĂŒnglich sollte sie am 6. Oktober 1940 enden,[8] was jedoch vier Tage vor ihrem Ablauf außer Kraft gesetzt wurde: „Die [...] durch Verordnung [...] bestimmte Zeitrechnung bleibt bis auf weiters bestehen.“[9] Jedoch wurde die Sommerzeit ab 1942 dreimal durch sogenannte „Verordnungen ĂŒber die WiedereinfĂŒhrung der Normalzeit“[10][11][12] unterbrochen. Somit ergaben sich in den Kriegsjahren ZeitrĂ€ume, die keinem klaren Schema folgten:[4]

Jahr Beginn der Sommerzeit Ende der Sommerzeit
1940–42(a) Montag, 1. April 1940 2:00 MEZ[8][9] Montag, 2. November 1942 3:00 MESZ[10]
1943 Montag, 29. MĂ€rz 1943 2:00 MEZ[10] Montag, 4. Oktober 1943 3:00 MESZ[11]
1944 Montag, 3. April 1944 2:00 MEZ[11] Montag, 2. Oktober 1944 3:00 MESZ[12]
1945 Montag, 2. April 1945 2:00 MEZ[12] (b)
a In den Jahren 1940 und 1941 gab es nach Erlass der „Verordnung ĂŒber die VerlĂ€ngerung der Sommerzeit“[9] keine Umstellung zurĂŒck auf MEZ; die Sommerzeit galt daher durchgehend von April 1940 bis November 1942.
b Das Ende der Sommerzeit 1945 fiel in die Zeit nach dem Kriegsende. Ab diesem Zeitpunkt wurde die gesetzliche Zeit in Deutschland von den BesatzungsmÀchten festgelegt.

1945, unmittelbar nach dem Krieg, und in den folgenden Jahren bestimmten die BesatzungsmĂ€chte die jĂ€hrliche Umstellung auf die Sommerzeit. So gab es die mitteleuropĂ€ische Hochsommerzeit (MEHSZ) sowie gesonderte Regelungen fĂŒr die sowjetische Besatzungszone und Berlin. Die Regelungen der Nachkriegszeit sind im Folgenden dargestellt:[4]

Jahr Beginn der Sommerzeit Ende der Sommerzeit
1945 (Westzonen) Sonntag, 16. September 1945 2:00 MESZ
1945 (Sowjetische Zone, Berlin) Sonntag, 18. November 1945 3:00 MESZ(a)
Donnerstag, 24. Mai 1945 2:00 MESZ Montag, 24. September 1945 3:00 MEHSZ(b)
1946[13] Sonntag, 14. April 1946 2:00 MEZ Montag, 7. Oktober 1946 3:00 MESZ
1947[14] Sonntag, 6. April 1947 3:00 MEZ Sonntag, 5. Oktober 1947 3:00 MESZ[15]
Sonntag, 11. Mai 1947 3:00 MESZ Sonntag, 29. Juni 1947 3:00 MEHSZ(c)
1948[16] Sonntag, 18. April 1948 2:00 MEZ Sonntag, 3. Oktober 1948 3:00 MESZ
1949 Sonntag, 10. April 1949 2:00 MEZ Sonntag, 2. Oktober 1949 3:00 MESZ
a In der sowjetischen Besatzungszone und Berlin dauerte die Sommerzeit 1945 zwei Monate lĂ€nger als im ĂŒbrigen Deutschland.
b In der sowjetischen Besatzungszone und Berlin galt vom 2. Mai bis zum 24. September 1945 die mitteleuropĂ€ische Hochsommerzeit (MEHSZ; so genannte „Doppelte Sommerzeit“), die mit der Moskauer Zeit ĂŒbereinstimmte, mit einer Zeitdifferenz von plus zwei Stunden zur MEZ; nach deren Ende galt noch bis zum 18. November 1945 die MESZ.
c Zwischen dem 11. Mai und dem 29. Juni 1947 galt in ganz Deutschland die MEHSZ.

Die damaligen Sommerzeitregelungen endeten 1949. Von 1950 bis 1979 gab es in Deutschland keine Sommerzeit.

Die erneute EinfĂŒhrung der Sommerzeit wurde in der Bundesrepublik 1978 beschlossen, trat jedoch erst 1980 in Kraft. Zum einen wollte man sich bei der Zeitumstellung den westlichen NachbarlĂ€ndern anpassen, die bereits 1977 als Nachwirkung der Ölkrise von 1973 aus energiepolitischen GrĂŒnden die Sommerzeit eingefĂŒhrt hatten. Zum anderen musste man sich mit der DDR ĂŒber die EinfĂŒhrung der Sommerzeit einigen, damit Deutschland und insbesondere Berlin nicht auch zeitlich geteilt waren. Die Bundesrepublik und die DDR fĂŒhrten deshalb die Sommerzeit gleichzeitig ein. In der DDR regelte die Zeitordnung[17] in Verbindung mit der fĂŒr das jeweilige Jahr gĂŒltigen Verordnung ĂŒber die EinfĂŒhrung der Sommerzeit (erstmals derjenigen vom 31. Januar 1980) die Umstellung.

1981 wurde der Beginn vorverlegt. 1996 schließlich wurden die unterschiedlichen Sommerzeitregelungen in der EuropĂ€ischen Union vereinheitlicht. Damit gilt die Sommerzeit in Deutschland einen Monat lĂ€nger; sie dauert jeweils 30 oder 31 Wochen.

Jahr Beginn der Sommerzeit Ende der Sommerzeit
1980 Sonntag, 6. April 1980 2:00 MEZ Sonntag, 28. September 1980 3:00 MESZ
1981–95 letzter Sonntag im MĂ€rz 2:00 MEZ letzter Sonntag im September 3:00 MESZ
seit 1996 letzter Sonntag im MĂ€rz 2:00 MEZ letzter Sonntag im Oktober 3:00 MESZ

Österreich

In Österreich-Ungarn wurde 1916 die Sommerzeit eingefĂŒhrt. Sie galt in Österreich bis 1920, in Ungarn bis 1919.[18] Nach dem Anschluss galten in Österreich ab 1940 dieselben Regelungen wie im ĂŒbrigen Deutschen Reich. Nach dem Krieg gab es in Österreich noch bis einschließlich 1948 eine Sommerzeit. 1980 wurde sie wie in Deutschland fĂŒr die Zeit von MĂ€rz bis September wieder eingefĂŒhrt. 1996 wurde sie wie in der gesamten EU bis Ende Oktober ausgedehnt.

Schweiz

In der Schweiz galt in den Jahren 1941 und 1942 die Sommerzeit von Anfang Mai bis Anfang Oktober. 1977 wurde mit einem Gesetz die EinfĂŒhrung der Sommerzeit, gleichzeitig mit den Nachbarstaaten, beschlossen. Dagegen wehrten sich vor allem die Bauern; es wurden Unterschriften fĂŒr ein Referendum gesammelt, und in der Volksabstimmung am 28. Mai 1978 wurde das Sommerzeit-Gesetz deutlich verworfen. Da nun die Schweiz im Sommer 1980 eine „MEZ-Zeitinsel“ inmitten sommerzeitfĂŒhrender LĂ€nder war, verabschiedete das Parlament das von der Regierung verlangte Zeitgesetz vom 21. MĂ€rz 1980,[19] auf dessen Grundlage im folgenden Jahr die Sommerzeit wie in den Nachbarstaaten eingefĂŒhrt wurde. Das Gesetz unterstand nach der Verabschiedung durch das Parlament wieder dem fakultativen Referendum. Die fĂŒr ein Referendum notwendigen 50'000 Unterschriften kamen jedoch nicht mehr zustande. Das Gesetz trat am 1. Januar 1981 in Kraft. So wurde eine Wiederholung des 1980 entstandenen Zeitchaos, z. B. auf grenzĂŒberschreitenden FahrplĂ€nen der Eisenbahn, vermieden. Eine (unter anderem von Christoph Blocher) 1982 lancierte Volksinitiative zur Abschaffung der Sommerzeit kam nicht zustande. Seit 1981 gilt daher auch in der Schweiz die gleiche Sommerzeitregelung wie in ihren Nachbarstaaten: von 1981 bis 1995 Ende MĂ€rz bis Ende September, seit 1996 Ende MĂ€rz bis Ende Oktober, mit Umstellung jeweils am Sonntag um 2 Uhr MEZ (1 Uhr UTC). Siehe auch Basler Zeit.

Sommerzeitregelungen

MitteleuropÀische Sommerzeit

Die Zeitdifferenz der MitteleuropĂ€ischen Sommerzeit zur Koordinierten Weltzeit (UTC) (frĂŒher Greenwich Mean Time, GMT/Universal Time, UT) betrĂ€gt zwei Stunden, wĂ€hrend die MitteleuropĂ€ische Zeit (Normalzeit) um eine Stunde von der UTC abweicht. Im internationalen Sprachgebrauch wird die MESZ auch als Central European Summer Time (CEST), Middle European Summer Time (MEST) oder Central European Daylight Saving Time (CEDT, amerikanisch auch CET DST notiert) bezeichnet.

Die MitteleuropĂ€ische Hochsommerzeit (MEHSZ = UT+3) – auch „doppelte Sommerzeit“ genannt – war eine Spezial-Zeitzone in den Jahren 1945 und 1947 in Deutschland. Sie entsprach der British Double Summer Time UT+2 als Sommerzeit der War Time UT+1 (WEZ/GMT+1).

Gemeinsame europÀische Sommerzeit

Geregelt sind die europĂ€ischen Sommerzeiten (WESZ, MESZ, OESZ) fĂŒr die EU in der Richtlinie 2000/84/EG zur Regelung der Sommerzeit[20] und den ergĂ€nzenden Mitteilungen 2001/C 35/07[21] und 2006/C 61/02.[22] Auch einige assoziierte Staaten, wie die Schweiz, der EuropĂ€ische Wirtschaftsraum außer Island und einige andere LĂ€nder, verwenden diese Regelung. Das Verfahren der Sommerzeit wurde im Jahr 2007 bestĂ€tigt.[23]

Nach den Ölkrisen 1973 und 1979/1980 war die seit dem Krieg nicht mehr verwendete Sommerzeit im Laufe der spĂ€ten 1970er in einigen LĂ€ndern wieder eingefĂŒhrt worden. Seitens der EuropĂ€ischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) wurde mit der Vereinheitlichung der GĂŒltigkeitszeiten begonnen. Die ersten EntwĂŒrfe von 1976 (1976/C79/38, 1976/C131/12) traten dann mit der Richtlinie 1980/737/EWG[24] in Kraft, die sich vorerst auf den Zeitraum 1980–1981 bezog. Es galt die Sommerzeit vom letzten Sonntag im MĂ€rz bis zum letzten Sonntag im September, Zeitumstellung jeweils um 01:00 UTC (02:00 MEZ ↔ 03:00 MESZ), sodass die erste gemeinsame Sommerzeit vom 6. April 1980, 02:00 MEZ bis zum 28. September 1980, 03:00 MESZ dauerte. (Die Schweiz zog ein Jahr spĂ€ter nach.) Diese Regeln wurden vorerst regelmĂ€ĂŸig wiederfestgesetzt, bis mit der Richtlinie 2000/84/EG eine unbefristet gĂŒltige Regelung getroffen wurde.[25] Die heute gĂŒltige Regel wurde 1996 eingefĂŒhrt.

Offizielle Regelung der Zeitumstellung

Folgende Regelung gilt:

Die Umstellung von der Normal- auf die Sommerzeit findet am letzten Sonntag im MĂ€rz um 1 Uhr UTC, also in der mitteleuropĂ€ischen Zeitzone von 2 Uhr MEZ auf 3 Uhr MESZ, statt.
Die Umstellung von der Sommer- auf die Normalzeit findet am letzten Sonntag im Oktober um 1 Uhr UTC, also in der mitteleuropĂ€ischen Zeitzone von 3 Uhr MESZ auf 2 Uhr MEZ, statt.

Um die doppelt erscheinenden Stunden von 2 Uhr MESZ bis 3 Uhr MEZ am Ende der Sommerzeit unterscheiden zu können, wird die Stunde vor der Zeitumstellung mit 2A Uhr, die Stunde nach der Umstellung mit 2B Uhr bezeichnet. Die Bezeichnung mit A und B wurde in Deutschland erstmals in § 3 der Bekanntmachung ĂŒber die Sommerzeit 1917[6] eingefĂŒhrt. Sie darf nicht verwechselt werden mit der international ĂŒblichen AbkĂŒrzung der Zeitzonen, nach der 2 Uhr MESZ als 0200B und 2 Uhr MEZ als 0200A bezeichnet werden.[26]

Umsetzung in Deutschland

In Deutschland wird die Zeitumstellung per Rechtsverordnung bestimmt. § 5 Einheiten- und Zeitgesetz (EinhZeitG) ermĂ€chtigt das Bundeswirtschaftsministerium zum Erlass entsprechender Verordnungen. Bis einschließlich 2001 galt die Zeitverordnung von 1997,[27] bis dann im Jahr 2002 mit § 1 Sommerzeitverordnung die Sommerzeit auf unbestimmte Zeit eingefĂŒhrt wurde.

FĂŒr die technische Umsetzung der Zeitumstellungen ist die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig zustĂ€ndig. Die PTB kontrolliert die impulsgebenden Atomuhren in Braunschweig. Deren Zeit wird mit der Uhr am Langwellensender DCF77 in Mainflingen bei Frankfurt am Main abgeglichen, der von dort Zeitsignale ausstrahlt. Diese gehen unter anderem an alle öffentlichen und privaten Funkuhren, an die Steuertechnik von Kraft- und Umspannwerken, die Uhren der Deutschen Bahn AG, die Fahrsteuerung der U-Bahnen und rund 50.000 Verkehrsampeln.

Die letzte Sommerzeit-Periode in Deutschland begann am 27. MĂ€rz 2011, 02:00 MEZ mit der Umstellung auf 03:00 MESZ und dauerte bis zum 30. Oktober 2011, 03:00 MESZ. Im Jahr 2012 beginnt die Sommerzeit am 25. MĂ€rz 2012 und endet am 28. Oktober 2012.

Regelungen in Staaten außerhalb Mitteleuropas

Die westeuropÀische Zeit und osteuropÀische Zeit werden gleichzeitig mit der mitteleuropÀischen Zeit auf Sommerzeit umgestellt, also um 1:00 Uhr bzw. 3:00 Uhr lokaler Zeit.

Auch in Russland begann und endete die Sommerzeit an denselben Tagen wie in Mitteleuropa. Dort stellte man die Uhr zwar auch um eine Stunde vor, im Ergebnis jedoch um zwei Stunden gegenĂŒber der jeweiligen Zonenzeit, weil die aus Sowjetzeiten fortgeltende so genannte Dekretzeit fĂŒr das ganze Jahr die Addition von einer Stunde zur jeweiligen Zonenzeit vorschreibt. Seit MĂ€rz 2011 wird die Sommerzeit nicht mehr zurĂŒckgestellt.[28][29]

Andere Staaten mit Sommerzeit haben wiederum abweichende Regelungen. In den meisten LĂ€ndern beginnt die Sommerzeit in den Monaten MĂ€rz oder April und endet in den Monaten September, Oktober oder November, in den Staaten auf der SĂŒdhalbkugel umgekehrt.

Regelungen in Nordamerika

Plakat (1918)

In den USA wurde die Sommerzeit erstmals wĂ€hrend des Ersten Weltkriegs verwendet. WĂ€hrend des Zweiten Weltkriegs wurden die Uhren ganzjĂ€hrig vorgestellt („War Time“).[30] Von 1945 bis 1966 gab es in den USA kein die Sommerzeit betreffendes Bundesgesetz; es bestanden lokal unterschiedliche Regelungen. 1966 wurde sie per Bundesgesetz eingefĂŒhrt.

Am 27. Juli 2005 wurde vom US-Kongress die so genannte Energy Bill (HR6 / Energy Policy Act of 2005 oder Public Law 109-58) beschlossen. Darin wird unter anderem festgelegt, dass ab 2007 die Sommerzeit am zweiten Sonntag im MĂ€rz beginnt und am ersten Sonntag im November endet.[31] Der Kongress behĂ€lt sich allerdings vor, diese Änderung rĂŒckgĂ€ngig zu machen. Somit gelten seit FrĂŒhling 2007 in den USA und auch in Kanada verĂ€nderte Termine fĂŒr die Sommerzeit (dort „Daylight Saving Time“ / DST und „Heure avancĂ©e“ / HA genannt). Sie beginnt drei Wochen frĂŒher und endet eine Woche spĂ€ter als bisher; im Jahr 2011 vom 13. MĂ€rz bis 6. November.

In den Bundesstaaten Arizona (mit Ausnahme des Gebietes der DinĂ©, der Navajo Nation Reservation), Hawaii und den meisten amerikanischen Außengebieten gibt es keine Sommerzeit, ebenso nicht in der kanadischen Provinz Saskatchewan und dem an Arizona angrenzenden mexikanischen Bundesstaat Sonora.

In Mexiko beginnt die Sommerzeit am ersten Sonntag im April, also eine Woche spĂ€ter als in Europa. Grenznahe Regionen zu den USA haben pragmatischer Weise den seit 2007 ĂŒblichen Umschalttermin des Nachbarlandes ĂŒbernommen.[32] Die Sommerzeit endet am letzten Sonntag im Oktober, demselben Tag wie in Europa. In den USA und Mexiko werden die Uhren nicht wie in Europa gleichzeitig umgestellt, sondern im MĂ€rz/April jeweils um 2:00 Lokalzeit (beispielsweise 10:00 UTC in Kalifornien, 7:00 UTC in New York) vorgestellt, und im Oktober/November um 2:00 lokaler Sommerzeit auf 1:00 Uhr zurĂŒckgestellt.

ÄquatornĂ€he

In ÄquatornĂ€he, also zwischen den Wendekreisen auf 23° 26' nördlicher und sĂŒdlicher Breite, schwankt die TageslĂ€nge zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang im Laufe des Jahres um höchstens 3 Stunden, in Flensburg auf 54° 47â€Č N dagegen zwischen 7 Std 13 Min und 17 Std 20 Min, also um 10 Std 7 Min. Eine Sommerzeit ist also mit zunehmender ÄquatornĂ€he umso sinnloser und wird daher von zahlreichen Ă€quatornahen Staaten auch nicht (mehr) praktiziert (s. Karte).

Auch jenseits der Polarkreise auf 66° 34â€Č nördlicher und sĂŒdlicher Breite ist eine Sommerzeit nicht sinnvoll, weil dort die Sonne im Sommer ohnehin sehr spĂ€t oder gar nicht untergeht und im Tagesverlauf Ă€ußerstenfalls eine Höhe von kaum mehr als 47° erreicht.

Liste aller Staaten mit Sommerzeit

  • ï»żSommerzeit benutzt
  • ï»żSommerzeit nicht mehr benutzt
  • ï»żSommerzeit nie benutzt

Die folgenden Listen basieren auf Daten von 2004.

Vor- und Nachteile

LĂ€ngere Abende

Die Tageslichtphase liegt zu einer spĂ€teren Uhrzeit. Das wird von vielen Menschen als eine VerlĂ€ngerung der Tageslichtzeit empfunden. So ist die Uhrzeit des Sonnenaufgangs im Hochsommer zum Beispiel 4:30 Uhr Sommerzeit statt 3:30 Uhr Normalzeit. Entsprechend verschiebt sich die Uhrzeit des Sonnenuntergangs etwa von 21:00 Normalzeit auf 22:00 Uhr Sommerzeit. Da um 3 und 4 Uhr morgens der Großteil der Menschen schlĂ€ft, um 22 Uhr abends aber nicht, und da die heutige Gesellschaft sich eher nach der Uhrzeit als nach der tatsĂ€chlichen Tageszeit richtet, verschiebt sich die mit der Uhrzeit verbundene Wachphase der meisten Menschen mehr in die helle Phase des Tages hinein. So sind die abendlichen FreizeitaktivitĂ€ten lĂ€nger bei Tageslicht und angenehmeren Außentemperaturen möglich, was vor allem von jĂŒngeren Menschen als positiv bewertet wird.

Energieverbrauch

Eine der offiziellen BegrĂŒndungen fĂŒr die EinfĂŒhrung der Sommerzeit war die Einsparung von Energie, sie ist allerdings bis heute umstritten. Was die Einsparung in den Haushalten betrifft, so wurde beispielsweise 2008 durch Vergleich des Stromverbrauchs von knapp 224.000 Haushalten in Teilen von Indiana, wo die Sommerzeit teilweise erst 2006 eingefĂŒhrt wurde, festgestellt, dass der Stromverbrauch nach der Umstellung auf die Sommerzeit um ungefĂ€hr 1 Prozent anstieg. Das ursprĂŒnglich verfolgte Ziel der Energieeinsparung konnte also nicht erreicht werden, vielmehr fiel die Energiebilanz sogar ungĂŒnstig aus, da „geringfĂŒgige Einsparungen im FrĂŒhjahr einem umso stĂ€rkeren Stromverbrauch im SpĂ€tsommer und Herbst“ entgegenstanden. Insbesondere ein erhöhter Heizbedarf in den frĂŒhen Morgenstunden und eine stĂ€rkere Nutzung von Klimaanlagen an den lĂ€ngeren Nachmittagen und warmen Sommerabenden erhöhten insgesamt den Energieverbrauch, wofĂŒr die Einwohner der untersuchten Teile Indianas rund 8,6 Millionen US-Dollar pro Jahr mehr zahlten. Die Verfasser berechneten zudem die Kosten der stĂ€rkeren Umweltverschmutzung fĂŒr die Gesellschaft auf jĂ€hrlich 1,6 bis 5,3 Millionen Dollar.[33][34]

Die Daten dieser Untersuchung bezogen sich allerdings nur auf Privathaushalte. Industrieanlagen und andere Wirtschaftsbereiche wurden nicht einbezogen. Die Verfasser vermuteten aber, dass sich die meisten Unternehmen an normale Arbeitszeiten bei Tageslicht halten und daher weniger von der Sommerzeit-Umstellung betroffen seien als Privathaushalte.

Dass die erwĂŒnschte Energieeinsparung auch in Deutschland durch die saisonale Zeitumstellung nicht erreicht wurde, bestĂ€tigte die Bundesregierung 2005 auf eine Anfrage der FDP-Fraktion. Man wolle aber an der Umstellung festhalten, solange die Mitgliedstaaten nicht gemeinsam die Absicht hĂ€tten, die Sommerzeit abzuschaffen.[35] Das Umweltbundesamt stellte keine positiven Energiespareffekte fest, da die Einsparung an Strom fĂŒr Beleuchtung durch den Mehrverbrauch an Heizenergie durch die Vorverlegung der Hauptheizzeit â€žĂŒberkompensiert“ werde. Der zunehmende Einsatz von Energiesparlampen wĂŒrde diesen Effekt in Zukunft zudem weiter verstĂ€rken.[36] Zu einer Ă€hnlichen EinschĂ€tzung kommt der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft.[37] 2009 wurde ein Alleingang erneut abgelehnt, weil eine einheitliche Zeitregelung „fĂŒr ein reibungsloses Funktionieren des Binnenmarktes unerlĂ€sslich“ sei.[38]

Alternativen zur beabsichtigten Energieeinsparung durch Sommerzeit

Besonders in den zentral gelenkten Planwirtschaften des Ostblocks wurden in einigen LĂ€ndern leicht gestaffelte Arbeitszeiten (Arbeitsbeginn in den verschiedenen Betrieben 7 bis 9 Uhr) eingefĂŒhrt, um den morgendlichen Stromverbrauch zu senken. Denn fĂŒr die Sicherstellung der Stromversorgung ist nicht nur der Gesamtverbrauch entscheidend, sondern auch die Verbrauchsspitzen, fĂŒr die zusĂ€tzliche KraftwerkskapazitĂ€ten als Reserven benötigt wĂŒrden. Der öffentliche Personentransport und der private Autoverkehr mit den morgendlichen Stoßzeiten wurde so auch etwas verteilt und entlastet.

UnabhÀngig von der Sommerzeit wurde in einigen Branchen und Betrieben schon lange vorher eine unterschiedliche Lage der Arbeitszeit im Sommer und im Winter gehandhabt.

In der DDR wurde Anfang 1969 der gesamte Schulunterricht um 2 Stunden nach hinten verschoben, um Energie zu sparen. Diese Praxis wurde aber bereits nach einer Woche wieder aufgegeben, da die morgendliche Energieeinsparung vom Energieverbrauch in den Nachmittagsstunden wieder zunichte gemacht wurde.

Menschliche Natur

BefĂŒrworter der Sommerzeit argumentieren, es sei fĂŒr die Menschen vorteilhaft, abends lĂ€nger bei Tageslicht die Freizeit gestalten zu können, wodurch ihre ProduktivitĂ€t erhöht werde. Gegner argumentieren, die Anpassung an den neuen Tagesrhythmus dauere mindestens mehrere Tage, sei gesundheitsschĂ€dlich und verringere wĂ€hrend der Umstellungsphase die ProduktivitĂ€t. Es lĂ€gen physiologische Studien vor, nach denen einige zirkadian schwankende Hormonspiegel, Ă€hnlich dem des Stresshormons Kortisol, bis zu viereinhalb Monate brauchten, um sich vollstĂ€ndig den neuen Gegebenheiten anzupassen (bei einstĂŒndiger Zeitumstellung gegen die natĂŒrliche Rhythmik, also nach Art der gĂ€ngigen Sommerzeit). In umgekehrter, „natĂŒrlicher“ Richtung (also bei Eintritt der „Winterzeit“) dauere diese Anpassung nur ca. zwei Wochen. Ob allein diese Hormonspiegelschwankungen bereits krankheitsfördernd wirken, ist jedoch nicht belegt.

Abweichung vom Sonnenstand

Der Mittag der heute nicht mehr gebrĂ€uchlichen wahren Ortszeit (WOZ) teilt den Zeitabschnitt zwischen Sonnenauf- und -untergang nahezu symmetrisch: Um 12 Uhr WOZ hat die Sonne ihren höchsten Stand. Der Auf- und Untergang der Sonne liegen in nahezu gleichem Zeitabstand vor bzw. nach diesem Zeitpunkt. Seit der Normierung der Zeit in Zeitzonen kommt es allerdings ohnehin zu Abweichungen von der mittleren Ortszeit von bis zu 36 Minuten im Westen Deutschlands, bis zu 97 Minuten in Galicien (Nordwest-Spanien) und ĂŒber 3 Stunden im Westen Chinas. FĂŒr die MitteleuropĂ€ische Zeit ist der 15. Meridian (15° Ost), der unter anderen durch Görlitz und GmĂŒnd im Waldviertel verlĂ€uft, der Bezugsmeridian. Westlich davon, also abgesehen vom Osten Österreichs fast im ganzen deutschsprachigen Gebiet, erreicht die Sonne ihren Höchststand erst nach 12 Uhr. Dazu kommt noch die jahresperiodische Abweichung der mittleren von der wahren Ortszeit, die sogenannte Zeitgleichung von bis zu 16 Minuten (Anfang November, der Abweichung im Westen des jeweiligen Bezugsmeridians entgegengerichtet; die maximale Abweichung, die sich dort im Sommer hinzuaddieren kann, betrĂ€gt 6,5 Minuten Ende Juli, bei frĂŒhem Beginn der Sommerzeit im MĂ€rz dann auch etwas mehr).

Mit der Sommerzeit vergrĂ¶ĂŸert sich die Abweichung der gesetzlichen Uhrzeit von der wahren Ortszeit westlich des Bezugsmeridians um eine weitere ganze Stunde.

Technischer Aufwand

Alle Uhren mĂŒssen zweimal im Jahr umgestellt werden. Immer mehr Uhren werden heute ĂŒber ein Funksignal (Funkuhr) automatisch gestellt, viele mĂŒssen aber insbesondere in Privathaushalten nach wie vor manuell umgestellt werden. Computeruhren können ebenfalls automatisch ĂŒber eine Funktion des Betriebssystems gestellt werden. Allerdings gibt es Rechnerprogramme mit Echtzeitfunktion, die die Betriebssystemfunktion zur Sommerzeitumstellung nicht nutzen und manuell umkonfiguriert werden mĂŒssen. Das gleiche Problem gibt es auch bei Schaltsekunden.

Bei der Umstellung zunĂ€chst vergessene Uhren können spĂ€ter fĂŒr Verwirrung sorgen. Problematisch können die Ereignisaufzeichnungen von solchen Uhren sein, die von einem autorisierten Personenkreis betreut werden, wenn die Umstellung erst einige Tage spĂ€ter vorgenommen wird und die gespeicherten Zeiten und darauf basierende Auswertungen somit falsch sind.

Probleme bei der Umstellung

Psychologie und Medizin

Psychologen und Mediziner haben negative Auswirkungen der Zeitumstellung festgestellt, da sich die Anpassung des chronobiologischen Rhythmus des Organismus als problematisch herausgestellt hat.[39] Besonders Menschen mit Schlafstörungen oder organischen Erkrankungen haben hier offenbar grĂ¶ĂŸere Schwierigkeiten.

Ob die Zeitumstellung einen Einfluss auf die Zahl der VerkehrsunfÀlle in der Umstellungsphase hat, ist nicht klar; Untersuchungen dazu kamen zu unterschiedlichen Ergebnissen.[40][41] Die Unfallquote ist wÀhrend der Sommerzeit insgesamt niedriger.[42][43]

Nach einer Studie von Imre Janszky und Rickard Ljung erhöht die Umstellung auf die Sommerzeit das Herzinfarktrisiko.[44]

Landwirtschaft

Aus der Landwirtschaft ist bekannt, dass MilchkĂŒhe ein bis zwei Wochen benötigen, um sich auf die neuen Melkzeiten umzustellen. Besonders bei der Herbst-Zeitumstellung ist der verĂ€nderte Tagesablauf auf den Höfen am lauten Muhen einiger KĂŒhe morgens deutlich zu verfolgen. Bei der FrĂŒhjahrsumstellung ist die Milchleistung einige Tage lang geringer. Die meisten Landwirte verteilen die Zeitumstellung fĂŒr das Melken ĂŒber mehrere Tage, um so das Problem zu mildern.

Nachtdienste

WĂ€hrend die Zeitumstellung fĂŒr die meisten BĂŒrger sozusagen „im Schlaf“ erfolgt, stellt sie verschiedene Einrichtungen vor mehr oder weniger große Probleme. Einrichtungen mit nĂ€chtlichem Bereitschaftsdienst haben mit dem Problem zu kĂ€mpfen, dass entweder der Dienst eine Stunde lĂ€nger oder aber die Ruhezeit eine Stunde verkĂŒrzt ist und somit eventuell nicht mehr den gesetzlichen Anforderungen genĂŒgt. Daher mĂŒssen hĂ€ufig fĂŒr die Tage der Zeitumstellung eigene DienstplĂ€ne erstellt werden, was zusĂ€tzliche Kosten verursacht.

Öffentliche Verkehrsmittel

Bei Umstellung von Normal- auf Sommerzeit verkehren die ZĂŒge mit einer Stunde VerspĂ€tung bis zum Zielbahnhof. Bei den digitalen Uhren der Deutschen Bahn erscheint nach 1:59 Uhr die Anzeige 3:00 Uhr. Das Vorstellen der analogen Bahnhofsuhren erfolgt durch zusĂ€tzliche Halbminutentaktimpulse. Das Umstellen der Analoguhr dauert ca. 5 Minuten.

ZĂŒgen, die wĂ€hrend der Umstellung auf Sommerzeit unterwegs sind (in der Regel GĂŒterzĂŒge, NachtzĂŒge und S-BahnzĂŒge in den BallungsrĂ€umen), fehlt eine Stunde. Wenn möglich, werden GĂŒterzĂŒge vor der planmĂ€ĂŸigen Abfahrtszeit auf die Reise geschickt, so dass sie ihren Zielort mit nur geringer oder oft auch ohne VerspĂ€tung erreichen. S-BahnzĂŒge, die nur innerhalb dieser Stunde unterwegs wĂ€ren, fallen aus. NachtzĂŒge haben oft fahrplanmĂ€ĂŸig lĂ€ngere Aufenthalte, die gekĂŒrzt werden können. Wo dies nicht möglich ist, kommen die ZĂŒge an diesem Tag verspĂ€tet ans Ziel.

Im umgekehrten Fall, also beim ZurĂŒckstellen der Uhren im Herbst, ist die Stunde zwischen 2 und 3 Uhr zweimal vorhanden. ZĂŒge, die in dieser Stunde unterwegs sind, werden in einem geeigneten Bahnhof eine Stunde lang angehalten. Dadurch kommt der Zug laut Fahrplan zwar pĂŒnktlich an, die tatsĂ€chliche Reisezeit erhöht sich aber trotzdem um eine Stunde. Diese Anhalte-Regel wird aber nur bei ZĂŒgen angewandt, die noch eine lĂ€ngere Wegstrecke vor sich haben. ZĂŒge, deren planmĂ€ĂŸige Abfahrtszeit zwischen zwei und drei Uhr liegt, mĂŒssen zweimal abfahren. Dies erhöht die notwendige Anzahl von Fahrzeugen und Personal. Außerdem mĂŒssen fĂŒr diese Zeitumstellung auch deshalb besondere FahrplĂ€ne erstellt werden, weil dieser „doppelt vorhandene“ Zug bei identischer Zugnummer zu Fehlermeldungen in der Stellwerkselektronik fĂŒhren wĂŒrde.[45]

Diese Vorgehensweise wird von der Deutschen Bahn, von den Schweizerischen und Österreichischen Bundesbahnen sowie auch von weiteren europĂ€ischen Eisenbahnunternehmen angewandt.

Luftfahrt

Die Luftfahrt, die stĂ€ndig ĂŒber mehrere Zeitzonen hinweg fliegt und koordiniert wird, arbeitet immer mit Koordinierter Weltzeit (UTC), die von der Sommerzeit-Umstellung nicht betroffen ist. Es mĂŒssen also keine Flugzeuge irgendwo warten, wie es bei der Eisenbahn der Fall ist. Lediglich die Umrechnung in Ortszeit (Local Time) verschiebt sich um eine Stunde – also die Ein- und Aussteigezeit fĂŒr die Passagiere, die an den FlughĂ€fen in Ortszeit angegeben wird.

Wissenschaft und Technik

Datenaufzeichnungen, die die gesetzliche Zeit als Zeitstempel verwenden, lassen sich nur auswerten, wenn die zum Zeitpunkt der Aufzeichnung gĂŒltige Sommerzeitregelung bekannt ist.

Informationstechnik

IT-Systeme mĂŒssen fĂŒr die Umstellung ausgerĂŒstet sein oder gewartet werden.

Verwendet ein Betriebssystem die Koordinierte Weltzeit (UTC) als Systemzeit und fĂŒr gespeicherte Zeitstempel, dann hat die Sommerzeit keine Auswirkungen auf den Betrieb; diese wird nur bei der Berechnung der gesetzlichen Zeit fĂŒr eine benutzerfreundliche Darstellung berĂŒcksichtigt. Es gibt auch Betriebssysteme, welche stattdessen die gesetzliche Zeit als Systemzeit und fĂŒr gespeicherte Zeitstempel verwenden, aber in diesen Zeitstempeln keine Informationen darĂŒber ablegen, ob dies die Normal- oder die Sommerzeit ist. Dadurch gibt es neben dem Stunden-Loch zum Beginn und doppelten Zeitstempeln zum Ende der Sommerzeit ein weiteres Problem: Wie lautet zu gespeicherten Zeitstempeln in Ortszeit die passende Zeitangabe in Koordinierter Weltzeit, und wie werden gespeicherte Zeitstempel (z. B. auf Dateien) bei aktiver Sommerzeit einerseits und bei Normalzeit andererseits angezeigt – und welche der beiden Darstellungen ist korrekt?

Sofern Standards wie die UTC nicht verwendet werden, kommt es bei der Umstellung von Sommerzeit auf normale Zeit zu folgenden Problemen:

  • Scheinbar nicht chronologische ProtokolleintrĂ€ge (nach 2:59 Uhr folgt – nach RĂŒckstellung von 3:00 Uhr auf 2:00 Uhr – wieder 2:00 Uhr),
  • Scheinbar doppelte EintrĂ€ge (eine Stunde nach 2:14 Uhr kommt wieder 2:14 Uhr),
  • Jobs, die unbeabsichtigt zweimal ausgefĂŒhrt werden (ein fĂŒr z. B. 2:30 Uhr eingeplanter Job lĂ€uft zweimal ab),
  • Daten, die – in vernetzten IT-Systemen – scheinbar frĂŒher ankommen, als sie gesendet wurden, wenn das sendende System nicht gleichzeitig mit dem empfangenden umgestellt wird. (Beispiel: Das nicht umgestellte externe System sendet eine Nachricht um 03:01 Uhr, die am umgestellten Hauptsystem um 02:01 Uhr ankommt.)

Dies kann Auswertungen durcheinanderbringen. Datenbanksysteme mit starker Bindung an Datum und Uhrzeit können inkonsistent werden.

Die Umstellung der Zeit ist meist abhĂ€ngig vom Betriebssystem. Manche brauchen manuelle Eingriffe, andere können die Umstellung automatisch durchfĂŒhren. Dabei erfolgt der Zeitsprung aber nicht immer zum gesetzlich vorgesehenen Zeitpunkt, sondern passiert „implementierungsabhĂ€ngig“ vielleicht einige Minuten spĂ€ter.

Komplexe Softwaresysteme können auch eine vom Betriebssystem abweichende „Zeitverwaltung“ haben. So gibt es z. B. in neueren SAP-Systemen eine „Zeitdehnung“, bei der von 02:00 MESZ bis 03:00 MEZ die „SAP-Zeit“ langsamer lĂ€uft und dadurch der Zeitsprung ganz vermieden wird. Offen bleibt bei solchen Lösungen jedoch die Koordination mit anderen Systemen, deren Zeit anders verlĂ€uft.

Durch die Änderung der Sommerzeit in den USA, in Kanada und Brasilien (siehe oben) wurden fĂŒr die Umstellung auf die Sommerzeit im Jahr 2007 Anpassungen fĂŒr viele Softwaresysteme notwendig. FĂŒr von den Herstellern nicht mehr voll gewartete Systeme konnte das zu Problemen bei der automatischen Zeitumstellung fĂŒhren.

Pharmabranche und weitere GMP-gerecht produzierende Branchen

Hier ergibt sich durch die Umstellung der Zeitrahmen (sowohl +1h als auch −1h) das Problem der lĂŒckenlosen Überwachung und Dokumentation von vitalen Umgebungs-Daten (Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Raumdruck, Partikelanzahl) in den RĂ€umen verschiedener Reinheitsklassen.

In Verbindung mit den im IT-Bereich auftretenden Schwierigkeiten mĂŒssen weitere, autonom arbeitende ÜberwachungsgerĂ€te installiert werden, was einen zusĂ€tzlichen Aufwand an Arbeitskraft und Logistik zur Folge hat. Dazu kommt der Mehraufwand fĂŒr die Auswertung der aufgezeichneten Daten.

Religion

Die Zeitumstellung fĂŒhrt auch zu Problemen in der ReligionsausĂŒbung.

  • JĂŒdische und muslimische Gebets- und Fastenzeiten richten sich nach dem Sonnenstand. Sommerzeitregelungen verĂ€ndern daher die Zeit zwischen Morgengebet und Arbeitsbeginn bzw. Arbeitsende und Abendgebet bzw. Fastenbrechen. Aus diesem Grund gab es immer wieder Konflikte zwischen religiösen und sĂ€kularen Juden. Daher wird seit 2005 in Israel die Sommerzeit vor dem Jom Kippur (strenger Fastentag) beendet.[46] 2011 setzte die PalĂ€stinensische Autonomiebehörde die Sommerzeit zwischen 1. und 29. August fĂŒr die Zeit des Ramadans aus, damit die Wartezeit bis zum Fastenbrechen am Abend nicht zu lange dauert, im Gazastreifen beendete man sie ganz.[47]
  • Die seit 1852 geltenden Regeln ĂŒber die Nutzung der Grabeskirche in Jerusalem und der Geburtskirche in Betlehem durch die verschiedenen, untereinander zerstrittenen Konfessionen sehen eine Sommerzeit nicht vor. Da Öffnungs- und Gebetszeiten sich daher auch im Sommer unverĂ€ndert nach der Normalzeit richten, „ist es im Sommer im Kirchenraum eine Stunde spĂ€ter als draußen“.[48]

Rechtliche Aspekte

In Urkunden wird in Deutschland[49] und Österreich[50] an Tagen mit Sommerzeitende die doppelt vorhandene Stunde mit 2A und 2B Uhr benannt. Praktische Auswirkung kann dies bei Geburten, speziell Mehrlingsgeburten, haben. So kann der erste Zwilling um 02A:50 Uhr und der zweite (danach) um 02B:10 Uhr geboren werden. Sollte es beispielsweise fĂŒr eine Erbfolge oder einen anderen rechtlichen Aspekt Bedeutung haben, so ist zu berĂŒcksichtigen, dass die numerisch kleinere Zahl einen spĂ€teren Zeitpunkt bezeichnet.

MerksprĂŒche

Viele Menschen haben bei der jeweiligen Umstellung ein Problem, zu unterscheiden, wann die Uhren vor- und wann sie zurĂŒckgestellt werden sollen. Es gibt dafĂŒr zahlreiche Merkregeln. Eine davon ist die „StraßencafĂ©-Faustregel“: Im FrĂŒhjahr werden die StĂŒhle vor das Lokal gestellt, im Herbst kommen sie zurĂŒck ins Lager. Im amerikanischen Englisch gibt es den Merkspruch „spring forward, fall back“, was sowohl mit „Spring vor, fall zurĂŒck“ als auch mit „FrĂŒhling vor, Herbst zurĂŒck“ ĂŒbersetzt werden kann.

Siehe auch

Weblinks

Wiktionary Wiktionary: Sommerzeit â€“ BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

  1. ↑ http://www.irishstatutebook.ie/1971/en/act/pub/0017/sec0001.html#zza17y1971s1
  2. ↑ Text von Franklins Brief in englischer Sprache
  3. ↑ W. Willett: The Waste Of Daylight. Sloane Square, London, Juli 1907 [1]
  4. ↑ a b c Yvonne Zimber: Sommerzeiten und Hochsommerzeiten in Deutschland bis 1979. Physikalisch-Technische Bundesanstalt, Arbeitsgruppe Zeitnormale 2003 – bundesarchiv.de
  5. ↑ a b Bekanntmachung ĂŒber die Vorverlegung der Stunden wĂ€hrend der Zeit vom 1. Mai bis 30. September 1916 vom 6. April 1916, RGBl., S. 243
  6. ↑ a b Bekanntmachung ĂŒber die Vorverlegung der Stunden wĂ€hrend der Zeit vom 16. April bis 17. September 1917 vom 16. Februar 1917, RGBl., S. 151
  7. ↑ Bekanntmachung ĂŒber die Vorverlegung der Stunden wĂ€hrend der Zeit vom 15. April bis 16. September 1918 vom 7. MĂ€rz 1918, RGBl., S. 109
  8. ↑ a b Verordnung ĂŒber die EinfĂŒhrung der Sommerzeit vom 23. Januar 1940, RGBl., S. 232
  9. ↑ a b c Verordnung ĂŒber die VerlĂ€ngerung der Sommerzeit vom 2. Oktober 1940, RGBl., S. 1322
  10. ↑ a b c Verordnung ĂŒber die WiedereinfĂŒhrung der Normalzeit im Winter 1942/1943 vom 16. Oktober 1942, RGBl., S. 593
  11. ↑ a b c Verordnung ĂŒber die WiedereinfĂŒhrung der Normalzeit im Winter 1943/44 vom 20. September 1943, RGBl., S. 542
  12. ↑ a b c Verordnung ĂŒber die WiedereinfĂŒhrung der Normalzeit im Winter 1944/45 vom 4. September 1944, RGBl., S. 198
  13. ↑ Protokoll der 47. Sitzung des Alliierten Kontrollrates
  14. ↑ Protokoll der 113. Sitzung des Alliierten Kontrollrates
  15. ↑ Protokoll der 135. Sitzung des Alliierten Kontrollrates
  16. ↑ Protokoll der 140. Sitzung des Alliierten Kontrollrates
  17. ↑ Verordnung ĂŒber die Festlegung der Normalzeit in der DDR (Zeitordnung) vom 30. September 1977, GBl. I, S. 346
  18. ↑ Sommerzeit in Ungarn. Es gab sie dort erneut von 1941 bis 1949.
  19. ↑ Schweizer Zeitgesetz vom 21. MĂ€rz 1980
  20. ↑ Richtlinie 2000/84/EG des EuropĂ€ischen Parlaments und des Rates vom 19. Januar 2001 zur Regelung der SommerzeitVorlage:§§/Wartung/alt-URL, EUR-Lex
  21. ↑ Mitteilung der Kommission gemĂ€ĂŸ Artikel 5 der Richtlinie 2000/84/EG des EuropĂ€ischen Parlaments und des Rates zur Regelung der Sommerzeit – Dauer der Sommerzeit.Vorlage:§§/Wartung/alt-URL Amtsblatt der EuropĂ€ischen Gemeinschaften C 35, 44. Jahrgang, 2. Februar 2001, S. 7
  22. ↑ Mitteilung der Kommission gemĂ€ĂŸ Artikel 4 der Richtlinie 2000/84/EG des EuropĂ€ischen Parlaments und des Rates vom 19. Januar 2001 zur Regelung der Sommerzeit.Vorlage:§§/Wartung/alt-URL Amtsblatt der EuropĂ€ischen Union C 61, 49. Jahrgang, 14. MĂ€rz 2006, S. 2
  23. ↑ Mitteilung der Kommission an Rat, das EuropĂ€ische Parlament und den EuropĂ€ischen Wirtschafts- und Sozialausschuss gemĂ€ĂŸ Artikel 5 der Richtlinie Nr. 2000/84/EG zur Regelung der Sommerzeit.Vorlage:§§/Wartung/alt-URL KOM(2007) 739 endgĂŒltig, BrĂŒssel, 23. November 2007 (www.initiative-zur-abschaffung-der-sommerzeit.de, PDF)
  24. ↑ Richtlinie 80/737/EWG des Rates vom 22. Juli 1980 zur Regelung der SommerzeitVorlage:§§/Wartung/alt-URL, Amtsblatt Nr. L 205 vom 07/08/1980, S. 1 (1980/L205/17)
  25. ↑ R.H. van Gent: IV – Zomertijdregeling in Nederland (1916 tot nu). Herinvoering van de zomertijd. In: De wettelijke tijdregeling in Nederland. Institute for History and Foundations of Science, 26. MĂ€rz 2009, abgerufen am 3. Oktober 2009 (niederl., mit einer genauen Aufstellung Richtlinien, GĂŒltigkeit, u.a.).
  26. ↑ World Map of Time Zones – Standard Time Zones – Welt-Zeitzonenkarte, US Naval Observatory (Zonen dort mit umgekehrtem Vorzeichen notiert: UTC = ZT + Offset)
  27. ↑ Verordnung ĂŒber die EinfĂŒhrung der mitteleuropĂ€ischen Sommerzeit fĂŒr die Jahre 1998, 1999, 2000 und 2001 vom 7. Oktober 1997, BGBl. I, S. 2471
  28. ↑ Russland beerdigt die Zeitumstellung – Telepolis 15. Februar 2011
  29. ↑ http://orf.at/stories/2049638/2049643/
  30. ↑ zur „War Time“ vgl. den Artikel History of time in the United States (englisch) – Artikel bei Wikipedia
  31. ↑ CRS Report for Congress. 27. September 2005
  32. ↑ http://www.timeanddate.com/news/time/north-mexico-dst-change.html
  33. ↑ Matthew Kotchen, Laura Grant: Does Daylight Saving Time Save Energy? Evidence from a Natural Experiment in Indiana. (pdf)
  34. ↑ Umstellung auf Sommerzeit erhöht Energieverbrauch, Handelsblatt vom 27. MĂ€rz 2008
  35. ↑ Pressemeldung des Bundestages mit Antwort auf FDP-Anfrage
  36. ↑ Die Sommerzeit bringt nichts. Stern.de vom 27. MĂ€rz 2009
  37. ↑ http://www.bdew.de/bdew.nsf/id/DE_20100326_PM_Sommerzeit_ist_keine_Energiesparzeit Sommerzeit ist keine Energiesparzeit
  38. ↑ „Zeitumstellung? Ähm
 weil es andere so machen“, Die Welt
  39. ↑ T. Kantermann, M. Juda, M. Merrow, T. Roenneberg: The Human Circadian Clock's Seasonal Adjustment Is Disrupted by Daylight Saving Time. In: Curr Biol, Band 24, Oktober 2007, PMID 17964164
  40. ↑ M. Lambe, P. Cummings: The shift to and from daylight savings time and motor vehicle crashes. In: Accid Anal Prev, Band 32, Juli 2000, S. 609–611, PMID 10868764
  41. ↑ J. Varughese, R. P. Allen: Fatal accidents following changes in daylight savings time. The American experience. In: Sleep Med, Band 2, Januar 2001, S. 31–36, PMID 11152980
  42. ↑ S. A. Ferguson, D. F. Preusser, A. K. Lund, P. L. Zador, R. G. Ulmer: Daylight saving time and motor vehicle crashes. The reduction in pedestrian and vehicle occupant fatalities. In: American Journal of Public Health, Band 85, Januar 1995, S. 92–95, PMID 7832269
  43. ↑ D. Coate, S. Markowitz: The effects of daylight and daylight saving time on US pedestrian fatalities and motor vehicle occupant fatalities. In: Accid Anal Prev, Band 36, Mai 2004, S. 351–357, PMID 15003579
  44. ↑ http://content.nejm.org/cgi/content/extract/359/18/1966 Imre Janszky, Rickard Ljung: Shifts to and from Daylight Saving Time and Incidence of Myocardial Infarction. In: The New England Journal of Medicine
  45. ↑ Deutsche Bahn, Mobility Networks Logistics, Themendienst: Uhren und Zeit bei der DB. Details zur Uhrenumstellung.
  46. ↑ Potsdamer Neueste Nachrichten vom 25. MĂ€rz 2010
  47. ↑ http://www.haaretz.com/news/middle-east/gaza-west-bank-palestinians-split-over-daylight-saving-time-1.382926
  48. ↑ Michael Borgstede: Ganz unchristlich streiten sich Christen um die Grabeskirche. DIE WELT 26. Oktober 2008
  49. ↑ Schichtdienst in der amtlichen Grauzone. Abgerufen am 29. Oktober 2011.
  50. ↑ Michael Möseneder: Ende der langen abnormalen Zeit. DER STANDARD Printausgabe, 29.1, abgerufen am 29. Oktober 2011.

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