Sozialdemokratische Partei Deutschlands

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Sozialdemokratische Partei Deutschlands
Sozialdemokratische Partei Deutschlands
Logo der SPD
Sigmar Gabriel 2008.jpg
Partei­vorsitzender Sigmar Gabriel
General­sekretÀrin Andrea Nahles
Stell­vertretende Vorsitzende Hannelore Kraft
Klaus Wowereit
Manuela Schwesig
Olaf Scholz
Bundes­geschĂ€fts­fĂŒhrerin Astrid Klug
Bundes­schatz­meisterin Barbara Hendricks
Ehren­vorsitzender Willy Brandt († 8. Oktober 1992)
GrĂŒndung 23. Mai 1863 (ADAV)
7. August 1869 (SDAP)
27. Mai 1875 (Vereinigung)
GrĂŒndungs­ort Leipzig (ADAV)
Eisenach (SDAP)
Gotha (Vereinigung)
Haupt­sitz Willy-Brandt-Haus
Wilhelmstraße 140
10963 Berlin
Farbe(n) rot (HKS 15)[2]
Bundestagsmandate 146 von 622 (23,5 %)
Staatliche ZuschĂŒsse 38.965.287,35 Euro (2010)[3]
(Stand: 21. Januar 2011)
Mitglieder­zahl ca. 495.000
(Stand: Mai 2011)[1]
Mindest­alter 14 Jahre
Durch­schnitts­alter 58 Jahre[4]
Frauen­anteil 31,20 Prozent[5]
(Stand: 31. Dezember 2009)
Internationale Verbindungen Sozialistische Internationale (SI)
Europapartei Sozialdemokratische Partei Europas (SPE/PES)
EP-Fraktion Progressive Allianz der Sozialisten und Demokraten im EuropÀischen Parlament (S&D)
Website www.spd.de

Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) ist eine deutsche Volkspartei und die Ă€lteste parlamentarisch vertretene Partei Deutschlands. Seit der konstituierenden Sitzung des 17. Deutschen Bundestags am 27. Oktober 2009 stellt sie die grĂ¶ĂŸte Oppositionsfraktion auf Bundesebene. Gemessen an ihrer Mitgliederzahl ist sie, nach letztem nachweisbaren Stand, die zweitgrĂ¶ĂŸte Partei Deutschlands.[6][7][8][9] Sie ist derzeit in insgesamt zehn LĂ€ndern an der Regierung beteiligt, in sieben davon stellt sie den Regierungschef. Die SPD ist Mitgliedspartei der Sozialdemokratischen Partei Europas (SPE) und der Sozialistischen Internationalen (SI). Parteivorsitzender ist seit November 2009 Sigmar Gabriel.

Inhaltsverzeichnis

Inhaltliches Profil

Ferdinand Lassalle (1860)
August Bebel (1863)

Programm

Folgende Grundsatzprogramme wurden von der SPD in der Vergangenheit beschlossen:

ZunĂ€chst war die SPD eine sozialistische Arbeiterpartei. Sie wandelte sich ĂŒber Heidelberg bis zum Godesberger Programm in eine sozialdemokratische Volkspartei.

Hamburger Programm

Das derzeitige Parteiprogramm der SPD, das „Hamburger Programm“, wurde im Jahr 2007 beschlossen. In ihm wird das Ziel festgeschrieben mit Hilfe der „solidarischen Mehrheit“ zu regieren. Der demokratische Sozialismus wird als „Vision einer freien, gerechten und solidarischen Gesellschaft“ als „dauernde Aufgabe“ hervorgehoben und „die soziale Demokratie“ als das „Prinzip des Handelns“ bezeichnet.

Freiheit, Gerechtigkeit und SolidaritĂ€t sind nach dem Hamburger Programm fĂŒr die SPD die Grundwerte des „Demokratischen Sozialismus“. So ist die soziale Gerechtigkeit einer ihrer vorrangigen politischen Leitwerte. Die koordinierte soziale Marktwirtschaft soll gestĂ€rkt werden, ihre ErtrĂ€ge dabei fair verteilt werden, da dies als notwendig fĂŒr den Wohlstand der Gesamtbevölkerung angesehen wird. Die SPD erachtet auch in der Zukunft einen starken Staat und einen handlungsfĂ€higen Sozialstaat fĂŒr notwendig, um schwĂ€chere Bevölkerungsgruppen schĂŒtzen zu können. Dazu legt sie Wert auf eine Finanzpolitik, die „nicht auf Kosten zukĂŒnftiger Generationen“ ausgestaltet ist und langfristig die Staatsverschuldung beendet bzw. zurĂŒckfĂŒhrt. Unter dem Stichwort vorsorgender Sozialstaat werden Änderungen am Sozialsystem, die die „Eigenverantwortung“ stĂ€rken sollen und im Rahmen der Agenda 2010 realisiert wurden, begrĂŒĂŸt.

Gesellschaftspolitisch tritt die SPD nach ihrem Programm fĂŒr BĂŒrgerrechte, Öffnung der Gesellschaft und BĂŒrgerbeteiligung ein. Außenpolitisch will sie durch den Ausgleich der Interessen den Frieden in der Welt stĂ€rken. Die Globalisierung soll „durch eine demokratische Politik“ gestaltet werden. Sie ist bemĂŒht, die EuropĂ€ische Einigung zu erweitern und zu vertiefen.

Interne Richtungen

Intern lĂ€sst sich die SPD unterteilen in eher linke Sozialdemokraten, welche sich im Forum Demokratische Linke 21 und der Parlamentarischen Linken organisieren, und gemĂ€ĂŸigt konservative Sozialdemokraten, die sich im Seeheimer Kreis beziehungsweise dem Forum NĂŒrnberger Mitte treffen. Zuletzt hat sich mit dem Netzwerk Berlin zudem eine neue Generation zusammengeschlossen, welche sich gegen die traditionalistische FlĂŒgelbildung stellt. WĂ€hrend die gemĂ€ĂŸigt konservativen Sozialdemokraten den von Gerhard Schröder eingeleiteten Reformkurs nahezu vorbehaltlos mittragen und sich generell an der politischen Mitte orientieren, kĂ€mpfen die linken Sozialdemokraten fĂŒr eine klassische linke und sozialstaatliche Politik, von welcher die SPD ihrer Auffassung nach in den vergangenen Jahren vor allem durch die Agenda 2010 und einen als zu wirtschaftsliberal empfundenen Kurs abgerĂŒckt ist.

Organisationsstruktur

Organisationsstruktur der SPD

Gliederung

Die Mitglieder sind in rund 12.500 Ortsvereinen organisiert, die regelmĂ€ĂŸig Mitgliederversammlungen abhalten und Delegierte in die Unterbezirksparteitage entsenden.

Die 12.500 Ortsvereine sind in 350 Unterbezirke organisiert, die regelmĂ€ĂŸig Unterbezirksparteitage abhalten und Delegierte in die Landesparteitage entsenden.

Die 350 Unterbezirke sind wiederum in 20 Bezirken organisiert, die regelmĂ€ĂŸig Bezirksparteitage abhalten, von denen 480 Delegierte in den Bundesparteitag entsendet werden. Ist ein SPD-Bezirk deckungsgleich mit einem Bundesland, nennt er sich Landesverband. In BundeslĂ€ndern mit mehreren Bezirken bilden die Bezirke gemeinsam einen Landesverband. Außerdem entsendet jeder Bezirk Vertreter in den Parteirat.

Der Bundesparteitag ist das oberste Organ der Partei. Er wÀhlt die Kontrollkommission, das Bundesschiedsgericht sowie den Parteivorstand. Der Parteivorstand leitet die AmtsgeschÀfte zwischen den Parteitagen.

ZusĂ€tzlich zu dieser Grundstruktur gibt es noch einige zusĂ€tzliche Gliederungsebenen, die meistens aus kommunalpolitischer ZweckmĂ€ĂŸigkeit geschaffen wurden, nicht ĂŒberall bestehen und teilweise nur eingeschrĂ€nkte Rechte (z. B. beim Antragsrecht zu den Parteitagen oder bei der KassenfĂŒhrung) haben. Dazu gehören insbesondere KreisverbĂ€nde als Untergliederung von Unterbezirken, die mehr als einen Landkreis umfassen; den Namen „Kreisverband“ fĂŒhren allerdings teilweise auch Unterbezirke selbst, wenn ihr Zuschnitt genau einem Landkreis entspricht. In Bayern, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen bestehen unterhalb der Ebene des Landesverbandes, der dort jeweils dem Bezirk im oben verwendeten Sinne entspricht, zusĂ€tzlich sogenannte Regionen oder (begrifflich missverstĂ€ndlich) Bezirke. In Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen bilden diese Regionen die alten Parteibezirke ab, die bis zu ihrer Fusion zu einem Landesbezirk bestanden. In Bayern entsprechen die BezirksverbĂ€nde den Regierungsbezirken, die dort mit den Bezirkstagen eine eigenstĂ€ndige kommunale Körperschaft bilden.

Bundesvorstand

Die stellvertretende Bundesvorsitzende Manuela Schwesig (2009, links)
Vorsitzender Sigmar Gabriel
Stellvertretende Vorsitzende Hannelore Kraft, Olaf Scholz, Manuela Schwesig, Klaus Wowereit
Beauftragter fĂŒr die EuropĂ€ische Union Martin Schulz
Schatzmeister Barbara Hendricks
Beisitzer Doris Ahnen, Niels Annen, Ute Berg, Björn Böhning, Jens Bullerjahn, Edelgard Bulmahn, Ulla Burchardt, Garrelt Duin, Michaela Engelmeier-Heite, Elke Ferner, Birgit Fischer, Peter Friedrich, Evelyne Gebhardt, Kerstin Griese, Michael Groschek, Gernot Grumbach, Jochen Hartloff, Dietmar Hexel, Eva Högl, Karin Jöns, Wolfgang JĂŒttner, Ulrich Kelber, Barbara Ludwig, Heiko Maas, Ulrich Maly, Christoph Matschie, Hilde Mattheis, Julian Nida-RĂŒmelin, Joachim Poß, Florian Pronold, Thorsten SchĂ€fer-GĂŒmbel, Manfred Schaub, Thomas Schlenz, Ottmar Schreiner, Angelica Schwall-DĂŒren, Ralf Stegner, Ute Vogt

Daten der LandesverbÀnde

Landesverband Vorsitzender[11]
(Stand: 29. Juni 2010)
Mitglieder
(Stand: Ende 2009)
Mitglieder
im VerhÀltnis zur Einwohnerzahl
Ergebnis der letzten Wahl des Landesparlaments[12][13] Ergebnis der Bundestagswahl 2009[14]
Baden-WĂŒrttemberg Baden-WĂŒrttemberg Nils Schmid Nils Schmid 039.275 0,37 % 23,1 % (2011) 19,3 %
Bayern Bayern Florian Pronold Florian Pronold 069.023 0,55 % 18,6 % (2008) 16,8 %
Berlin Berlin Michael MĂŒller Michael MĂŒller 016.281 0,47 % 28,3 % (2011) 20,2 %
Brandenburg Brandenburg Matthias Platzeck Matthias Platzeck 006.523 0,26 % 33,0 % (2009) 25,1 %
Bremen Bremen Andreas Bovenschulte 004.841 0,73 % 38,6 % (2011) 30,2 %
Hamburg Hamburg Olaf Scholz Olaf Scholz 010.610 0,60 % 48,4 % (2011) 27,4 %
Hessen Hessen Thorsten SchĂ€fer-GĂŒmbel Thorsten SchĂ€fer-GĂŒmbel 063.132 1,04 % 23,7 % (2009) 25,6 %
Mecklenburg-Vorpommern Mecklenburg-Vorpommern Erwin Sellering 002.830 0,17 % 35,6 % (2011) 16,6 %
Niedersachsen Niedersachsen Olaf Lies Olaf Lies 066.680 0,84 % 30,3 % (2008) 29,3 %
Nordrhein-Westfalen Nordrhein-Westfalen Hannelore Kraft Hannelore Kraft 136.840 0,76 % 34,5 % (2010) 28,5 %
Rheinland-Pfalz Rheinland-Pfalz Kurt Beck Kurt Beck 042.463 1,06 % 35,7 % (2011) 23,8 %
Saarland Saarland Heiko Maas Heiko Maas 021.485 2,09 % 24,5 % (2009) 24,7 %
Sachsen Sachsen Martin Dulig 004.332 0,10 % 10,4 % (2009) 14,6 %
Sachsen-Anhalt Sachsen-Anhalt Katrin Budde 004.165 0,18 % 21,5 % (2011) 16,9 %
Schleswig-Holstein Schleswig-Holstein Ralf Stegner Ralf Stegner 019.651 0,69 % 25,4 % (2009) 26,8 %
ThĂŒringen ThĂŒringen Christoph Matschie Christoph Matschie 004.389 0,19 % 18,5 % (2009) 17,6 %

Arbeitsgemeinschaften

Die SPD hat fĂŒr eine Reihe von Zielgruppen und Themenbereichen Arbeitsgemeinschaften eingerichtet; diese haben Antragsrecht zu den Parteitagen der SPD und arbeiten teilautonom. Mitglied bei den Jusos ist jedes SPD-Mitglied, das jĂŒnger als 35 Jahre ist. Der ASF gehören alle weiblichen Mitglieder der SPD an, der AG 60 plus automatisch alle SPD-Mitglieder, die Ă€lter als 60 Jahre sind. Die Mitgliedschaft bei allen anderen Arbeitsgemeinschaften ist nicht automatisch oder verpflichtend. Bei den Jusos besteht die Möglichkeit, vollberechtigtes Mitglied zu werden, ohne der SPD anzugehören. Nach zwei Jahren wird man gebeten, Parteimitglied zu werden, nach weiteren zwei Jahren endet die Juso-Mitgliedschaft, wenn man nicht zwischenzeitlich Parteimitglied geworden ist. Bei den anderen Arbeitsgemeinschaften besteht die Möglichkeit einer Gastmitgliedschaft, Gastmitglieder haben allerdings kein Wahlrecht.

Arbeitskreise und Foren

FĂŒr einige Themengebiete und Zielgruppen bestehen in der SPD Arbeitskreise, Foren und Projektgruppen. Große Arbeitskreise sind die Arbeitsgemeinschaft ehemals verfolgter Sozialdemokraten (AvS), der Arbeitskreis „Lesben und Schwule in der SPD“ (Schwusos) und der Arbeitskreis JĂŒdischer Sozialdemokraten. Diese drei Organisationen sind Ă€hnlich den Arbeitsgemeinschaften organisiert (mit Bundesvorstand, Bundeskonferenzen und regionalen Unterorganisationen), haben aber nicht deren Rechte.

Die Zielsetzung der Arbeitskreise ist eher intern orientiert, sie sollen SPD-Mitgliedern bestimmter Zielgruppen oder in bestimmten Themengebieten eine Zusammenarbeit ermöglichen; einige der Arbeitskreise treten zudem nach außen auf. Die Foren haben dagegen das vorrangige Ziel, die Vernetzung der SPD mit Organisationen in bestimmten Themengebieten auszubauen.

Gleichstellung

Um Frauen und MĂ€nner innerhalb der SPD gleichzustellen, wurde 1988 eine Geschlechterquote eingefĂŒhrt. Diese Quote besagt, dass alle VorstĂ€nde und Delegationen jeweils zu mindestens 40 Prozent von jedem Geschlecht besetzt werden mĂŒssen. Da ĂŒberwiegend die MĂ€nner in der Überzahl sind, wird zumeist von einer „Frauenquote“ gesprochen. Die Aufstellung der Bundestags- und Europalisten erfolgt nach dem sogenannten „Reißverschlussprinzip“, bei dem Frauen und MĂ€nner abwechselnd aufgestellt werden.

Finanzen

Die Gesamteinnahmen der Partei betrugen 2006 knapp 167 Millionen Euro. Zu den wichtigsten Einnahmequellen der SPD zĂ€hlen MitgliedsbeitrĂ€ge und staatliche Mittel. Im Vergleich zu den anderen Bundestagsparteien tragen die Einnahmen aus Parteispenden von natĂŒrlichen Personen bei der SPD traditionell nur zu einem geringen Anteil bei. Folgende Liste gibt einen Überblick ĂŒber den Stellenwert der verschiedenen Einnahmen. [15]

  1. MitgliedsbeitrĂ€ge (2006: 29 % Tendenz abnehmend)
  2. Staatliche Mittel (2006: 26 % Tendenz leicht abnehmend)
  3. Sonstige regelmĂ€ĂŸige Einnahmen (2006: 13 %)
  4. Veranstaltungen, Vertrieb und sonstigen TĂ€tigkeiten (2006: 8 %)
  5. Spenden von natĂŒrlichen Personen (2006: 6 % Tendenz leicht abnehmend)
  6. UnternehmenstĂ€tigkeiten und Beteiligungen (2006: 6 % Tendenz zunehmend)
  7. Sonstiges Vermögen (2006: 6 %)
  8. Sonstige Einnahmen (2006: 5 %)
  9. Spenden von juristischen Personen (2006: 1 %, in Wahljahren 2 %)

Zwischen 30 und 40 Prozent der Spendeneinnahmen von juristischen Personen setzen sich aus Großspenden von mehr als 20.000 € je Spende zusammen. Zu den grĂ¶ĂŸten Spendern (juristische Personen, aufsummierte Spendensummen von 2000 bis 2008, ab 2007 nur Spenden ab 50.000 Euro[16]) zĂ€hlen folgende Unternehmen und VerbĂ€nde:

  1. 1.371.143 € Daimler Chrysler AG
  2. 0 657.522 € BMW AG
  3. 0 638.393 € Allianz SE
  4. 0 365.820 € Porsche AG
  5. 0 302.115 € Verband der Chemischen Industrie e. V.
  6. 0 300.000 € Deutsche Bank AG
  7. 0 300.000 € E.ON AG
  8. 0 281.211 € B.TV Television GmbH & Co. KG
  9. 0 277.258 € SĂŒdwestmetall
  10. 0 250.000 € Commerzbank AG

Unternehmensbeteiligungen

Die SPD ist die einzige politische Partei in Deutschland, die große Medienbeteiligungen unterhĂ€lt. Über die Medienholding deutsche druck- und verlagsgesellschaft (dd_vg) unterhĂ€lt die SPD Medienbeteiligungen an ĂŒber 70 Zeitungen mit einer Gesamtauflage von ĂŒber 6 Mio. Exemplaren und 12 Mio. Lesern. Weiterhin gibt sie ihre traditionsreiche Mitgliederzeitung „VorwĂ€rts“ heraus. Außerdem hielt die dd_vg von Mai 2004 bis 2006 einen 90-prozentigen Anteil an der „Frankfurter Rundschau“; die Zeitung steckte zum genannten Zeitpunkt in finanziellen Schwierigkeiten. Die Übernahme war umstritten, da Kritiker eine Einflussnahme auf die Berichterstattung fĂŒrchteten. 2006 verkaufte sie den Mehrheitsanteil an die Kölner Verlagsgruppe M. DuMont Schauberg. Der JahresĂŒberschuss der dd_vg belief sich 2008 auf 15,5 Mio. Euro und 2007 auf 17,2 Mio. Euro, von denen 11,4 Mio. an die SPD als Gesellschafterin ausgeschĂŒttet wurden.[17]

An der Öko-Test Holding AG ist die SPD mit 50 % plus zehn Aktien beteiligt. Diese ist ihrerseits mit 100 % an der Öko-Test Verlag GmbH (Magazin „Öko-Test“) und der Öko-Test Media GmbH beteiligt.[18]

Die SPD ist außerdem ĂŒber TreuhĂ€nder[19] an der Konzentration GmbH beteiligt, die wiederum als TreuhĂ€nderin die Immobilien der SPD verwaltet.[20]

Mitglieder

SPD-Mitglieder nach Geschlecht
Parteibuch der SPD und SPD-Card

Das Mindestalter von 14 Jahren und die Bekennung zu den Zielen der Partei sind Mitgliedschaftsvoraussetzungen. Mitglied werden können ausdrĂŒcklich auch Deutsche, die dauerhaft im Ausland leben und AuslĂ€nder, die in Deutschland leben.

Nach der Bestandsangabe vom Mai 2011 hat die SPD eine knappe halbe Million Mitglieder und somit den niedrigsten Stand seit ĂŒber 100 Jahren erreicht.[1] 44 % der SPD-Mitglieder sind Ă€lter als 60 Jahre, 6 % sind jĂŒnger als 29 Jahre. 69 % der Mitglieder sind mĂ€nnlich. 34 % Rentner, 23 % Beamte, 15 % Angestellte, 8 % Arbeiter, 5 % Arbeitslose, 5 % Hausfrauen, 4 % SelbststĂ€ndige, 2 % Freiberufler, 2 % SchĂŒler und 2 % ohne Angaben.[21]

Mitgliederentwicklung

Mitgliederentwicklung seit 1946

Unmittelbar nach Kriegsende ĂŒbernahm die SPD viele Mitglieder sozialistischer und sozialdemokratischer Exil- und Widerstandsorganisationen. Bei der ersten Bundestagswahl 1949 hatte sie bereits wieder um die 750.000 Mitglieder, bis 1951 ein vorlĂ€ufiger Höchststand von etwa 820.000 Mitgliedern erreicht wurde. Im Laufe der 1950er fiel diese Zahl und erreichte 1958 den Stand von etwa 590.000 Personen.

Seit den 1960ern erholten sich die Mitgliederzahlen der SPD wieder und ĂŒberschritten 1977 erstmals den Stand von einer Million. In den 1980ern verlor die Partei Mitglieder, blieb jedoch ĂŒber der Marke von 900.000 Personen. Kurzzeitig verbuchte die SPD einen leichten Mitgliederzugewinn infolge der Deutschen Einheit. Seitdem hat sie starke Mitgliedereinbußen erlitten: Zwischen 1990 und 2008 hat die SPD 400.000 Mitglieder verloren, womit ihr heute etwas weniger als eine halbe Million verbleiben.[22] Die Gewichtung der gesellschaftlichen Herkunft der Mitglieder hat sich – unter anderem infolge der demografischen Entwicklung – seit dem Ende der 1950er Jahre stark verschoben. Bildeten bis dahin vorwiegend Arbeiter und kleine Angestellte die Mehrheit der Mitglieder, so verschob sich dies in den Folgejahren zugunsten der Beamten und Rentner.

Unvereinbarkeiten

Mit einer Mitgliedschaft in der SPD ist oder war eine Mitgliedschaft in einer der folgenden Organisationen unvereinbar:

Ein Zusammenarbeitsverbot besteht in Bezug auf folgende Organisationen:

Außerdem ist wie bei den meisten anderen Parteien in Deutschland eine Mitgliedschaft in einer bei Wahlen konkurrierenden Partei, BĂŒrgervereinigung oder Gruppierung nicht zulĂ€ssig.[23]

Geschichte

1863 bis 1914: GrĂŒndung, Sozialistengesetze

Protokoll des Erfurter Parteitages von 1891

Die SPD hat kein exaktes GrĂŒndungsdatum. Sie selbst beruft sich auf die GrĂŒndung des Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins (ADAV) durch Ferdinand Lassalle, die am 23. Mai 1863 in Leipzig stattfand. Der ADAV wurde von 1871 bis 1875 von Wilhelm Hasenclever gefĂŒhrt. Seit 1869 gab es die von August Bebel und Wilhelm Liebknecht 1869 in Eisenach gegrĂŒndete Sozialdemokratische Arbeiterpartei (SDAP). Oftmals wird das Jahr 1875 als das eigentliche Konstituierungsdatum genannt, als am Ende des Vereinigungsparteitages vom 22. bis 27. Mai in Gotha sich der ADAV und die SDAP zur Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands (SAP) zusammenschlossen.

Nach dem Außerkrafttreten des Sozialistengesetzes im Herbst 1890 Ă€nderte die Partei ihren Namen in „Sozialdemokratische Partei Deutschlands“. Ein Jahr spĂ€ter verabschiedete sie auf ihrem Parteitag in Erfurt das gleichnamige Programm. Die von Karl Kautsky und Eduard Bernstein entworfenen Leitlinien lehnten den Reformismus ab und lehnten sich wieder stĂ€rker an den Marxismus an.

Die frĂŒhe SPD stand den Gewerkschaften nahe und war ideologisch wie die meisten sozialistischen und sozialdemokratischen Parteien Europas im 19. Jahrhundert am revolutionĂ€ren Marxismus ausgerichtet. Ende des 19./Anfang des 20. Jahrhunderts stellte Eduard Bernstein seine Revisionismustheorie dem noch mehrheitlich revolutionĂ€r gesinnten Lager der SPD entgegen. Die Revisionismustheorie setzte sich spĂ€testens nach dem Ersten Weltkrieg in der Partei durch. Im Wesentlichen beinhaltet diese Theorie die angestrebte sozialistische Umwandlung der Gesellschaft durch Reformen nach einer demokratisch legitimierten RegierungsĂŒbernahme durch Wahlen.

Eine Ă€hnliche grundlegende Auseinandersetzung war die Massenstreikdebatte, welche vor allem unter dem Eindruck europĂ€ischer Streikbewegungen, insbesondere der russischen Revolution von 1905, entbrannte. Hier setzte sich der linke FlĂŒgel um Rosa Luxemburg und teilweise der revisionistische mit den reformistischen Gewerkschaften um die Frage auseinander, ob ein Streik als politisches Kampfmittel auch jenseits des Kampfes um Verbesserung der Arbeitsbedingungen angewandt werden kann. Die Debatte wurde formal 1906 mit dem Einknicken vor den Gewerkschaften im Mannheimer Abkommen beendet.

Die historischen Auseinandersetzungen um die Sozialdemokraten (Verfolgung, Repressionen vor allem unter der Reichskanzlerschaft Otto von Bismarcks â€“ siehe Sozialistengesetz) fĂŒhrten dazu, dass die Parteistruktur der SPD sich am intensivsten entwickelte und hohe Effizienz erlangte. In dieser Zeit wurden oftmals Stimmen laut, die ein gewaltsames Vorgehen der Staatsgewalt gegen die Sozialdemokraten forderten, allen voran der Generalfeldmarschall Alfred Graf von Waldersee, der sich als „politischer“ Offizier einen Namen gemacht hatte und ein reaktionĂ€rer Vertreter der Staatsmacht war. Der riesigen Bevölkerungsgruppe der Arbeiter wohnte durch ihre kritische soziale Lage ein hohes politisches Potenzial inne. So wurde die SPD bald zur damals mitgliederstĂ€rksten Partei in Deutschland.

Stimmenanteil und Zahl der Sitze der Sozialdemokratie
bei den Reichstagswahlen 1871–1912[27]
Jahr Stimmen Sitze
ADAV zusammen mit SDAP
1871 3,2 % 2
1874 6,8 % 9
SAP
1877 9,1 % 12
1878 7,6 % 9
1881 6,1 % 12
1884 9,7 % 24
1887 10,1 % 11
SPD
1890 19,8 % 35
1893 23,3 % 44
1898 27,2 % 56
1903 31,7 % 81
1907 28,9 % 43
1912 34,8 % 110

Die SPD gewann – unter anderem wegen ihrer GewerkschaftsnĂ€he â€“ trotz Verfolgung und UnterdrĂŒckung wĂ€hrend der Bismarck-Ära immer mehr an Einfluss bei den Arbeitern und deshalb auch im Reichstag. Im Jahr 1890 âˆ’ unmittelbar nach der Aufhebung des Sozialistengesetzes âˆ’ kam die Partei schon auf 19,8 Prozent der Stimmen und war damit erstmals die wĂ€hlerstĂ€rkste Partei im Reich; 1912 wurde sie mit 34,8 Prozent (110 Abgeordneten) zur stĂ€rksten Fraktion im Reichstag. Nach dem Tode Bebels 1913, der als Integrationsfigur und Vermittler zwischen dem revolutionĂ€ren und dem reformistischen FlĂŒgel der SPD galt, ĂŒbernahm der deutlich gemĂ€ĂŸigte Friedrich Ebert die FĂŒhrung der Partei, die er sich mit Hugo Haase teilte.

1914 bis 1919: Erster Weltkrieg, Spaltung, Novemberrevolution

Als der Erste Weltkrieg ausgelöst wurde, stimmte die SPD-Reichstagsfraktion der GewĂ€hrung von Kriegsanleihen zu. Einzig Karl Liebknecht (Sohn Wilhelm Liebknechts), der seit 1912 fĂŒr die SPD mit im Reichstag saß, stimmte im Dezember 1914 gegen die Kredite, nachdem er der ersten Abstimmung darĂŒber aus GrĂŒnden der Parteiraison ferngeblieben war. 1915 folgte ihm Otto RĂŒhle. Nach einer Antikriegsdemonstration wurde Liebknecht 1916 verhaftet und zu Zuchthaus verurteilt, aus dem er erst unmittelbar vor Kriegsende wieder entlassen wurde. Viele Mitglieder der SPD waren im Verlauf des Krieges zunehmend mit der kriegsbilligenden Haltung ihrer Partei, der sogenannten Burgfriedenspolitik, nicht einverstanden und grĂŒndeten die USPD (UnabhĂ€ngige SPD).

Der linksrevolutionĂ€re Spartakusbund, der 1916 unter FederfĂŒhrung von Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg nach dem Ausschluss Liebknechts und anderer aus der SPD als „Gruppe Internationale“ gegrĂŒndet worden war und gegen den Krieg agitiert hatte, schloss sich ebenfalls der USPD an und bildete deren linken FlĂŒgel.

Zur USPD wanderten nicht nur die linken „Antirevisionisten“ um Rosa Luxemburg ab, sondern auch Karl Kautsky, der langjĂ€hrige Herausgeber der Zeitschrift „Die Neue Zeit“, sowie fĂŒhrende Theoretiker des ReformflĂŒgels wie der Vater des Revisionismus, Eduard Bernstein. In der verbliebenen „Mehrheits-SPD“ (MSPD) beeinflussten statt Kautsky und Bernstein ab 1915 die ehemaligen linken Antirevisionisten der Lensch-Cunow-Haenisch-Gruppe, die dem deutsch-russischen Publizisten Alexander Parvus nahestanden, die theoretischen Debatten. Ihr Ziel war es, den erhofften deutschen Sieg im Ersten Weltkrieg zur Durchsetzung der sozialistischen Gesellschaftsordnung in Europa und zur Befreiung der osteuropĂ€ischen Völker vom „Joch des Zarismus“ zu nutzen.

Heinrich Cunow, Völkerkundler und Dozent an der Parteischule der SPD, löste 1917 Kautsky als Herausgeber der Neuen Zeit ab. Er sollte spĂ€ter Mitautor des Görlitzer und Heidelberger Programms der SPD werden. Konrad Haenisch war nach 1918 zunĂ€chst preußischer Kultusminister, dann RegierungsprĂ€sident in Wiesbaden und schließlich einer der BegrĂŒnder des Reichbanners Schwarz-Rot-Gold, einem von der SPD dominierten ĂŒberparteilichen BĂŒndnis parlamentarisch-demokratischen Parteien zum Schutz der Weimarer Republik gegen ihre Feinde an den politischen RĂ€ndern. Als vielen Sozialdemokraten ab 1917 bewusst wurde, dass der Krieg in eine Niederlage fĂŒhrt, schwand der Einfluss der Gruppe.

Zum Ende des Ersten Weltkrieges, als die militĂ€rische FĂŒhrung des Kaiserreichs die deutsche Niederlage schon eingerĂ€umt hatte, kam es 1918 im Anschluss an die Meuterei der Matrosen in Wilhelmshaven und Kiel zur Novemberrevolution, in deren Folge der Kaiser abdankte und nach Holland floh. Die MSPD unter Friedrich Ebert, dem im Zuge der revolutionĂ€ren Ereignisse die Regierung von Prinz Maximilian von Baden ĂŒbergeben worden war, gab mehr dem Druck der Ereignisse nach, als dass sie auf eine RegierungsĂŒbernahme vorbereitet gewesen wĂ€re. Überlegungen Eberts, auf eine Abschaffung der Monarchie zunĂ€chst zu verzichten, um einen BĂŒrgerkrieg zu verhindern, erwiesen sich als illusorisch.

Der Spartakusbund und Teile der USPD verfochten die Bildung einer RĂ€terepublik, wie sie ein Jahr zuvor bei der Oktoberrevolution in Russland durchgesetzt worden war. Doch von den die Revolution tragenden aktiven revolutionĂ€ren Soldaten- und ArbeiterrĂ€ten hatte nur eine Minderheit das Vorbild des erfolgreichen Umsturzes der russischen Bolschewiki im Auge. Sie strebten mehrheitlich vor allem ein Ende des Krieges und der MilitĂ€rherrschaft an. Mit diesem Ziel stellten sie sich zuerst hinter die SPD-FĂŒhrung, der sie vertrauten, und forderten die Wiedervereinigung der Mehrheits-SPD mit der unabhĂ€ngigen SPD. Die SPD-FĂŒhrung bot daraufhin der USPD die Bildung eines Rates der Volksbeauftragten als neuer Regierung an. Diese paritĂ€tisch mit MSPD- und USPD-Mitgliedern besetzte Revolutionsregierung unter der FĂŒhrung von Ebert und Haase verstand sich als Provisorium fĂŒr die revolutionĂ€re Umbruchphase und legte sich auf eine aus baldigen allgemeinen Wahlen hervorgehende Nationalversammlung als verfassungsgebendes Organ fest.

Schon Ende 1918 scheiterte die Koalition zwischen MSPD und USPD am Streit um den Einsatz von MilitĂ€r gegen revoltierende Matrosen. Die nun allein die Regierung stellende MSPD empfand das eigenmĂ€chtige Vorgehen einzelner RĂ€te als Verrat an den demokratischen Prinzipien der Arbeiterbewegung. Versuche, eine demokratische Volkswehr aufzubauen oder mehrheitssozialdemokratischen FreiwilligenverbĂ€nden eine Chance zu geben, scheiterten. Als wĂ€hrend des Spartakusaufstandes im Januar 1919 die Volksbeauftragtenregierung angegriffen wurde, fiel die Entscheidung, dem MilitĂ€r der alten Offiziere und den neuen FreikorpsfĂŒhrern zu vertrauen.

Mit der blutigen Niederschlagung des Spartakusaufstandes und der MĂŒnchner RĂ€terepublik durch von Gustav Noske um den Jahreswechsel 1918/19 rekrutierte rechtsnationalistische Freikorps bis Mitte 1919 setzten sich die Mehrheitssozialdemokraten durch. Dabei erhielt der spĂ€tere erste Reichswehrminister der Weimarer Republik Gustav Noske den Beinamen „Bluthund“, den er sich im Grunde selber gab, als er bei der Anforderung, die Revolution niederzuschlagen, sagte: „Einer muss den Bluthund abgeben“. Unter seiner politischen Verantwortung standen zahlreiche Morde, die von den Freikorps an vielen bekannten und unbekannten auch vermeintlichen RevolutionĂ€ren begangen wurden, darunter der Mord an Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht am 15. Januar 1919, ausgefĂŒhrt von Freikorpssoldaten unter FĂŒhrung von Waldemar Pabst.[28]

Philipp Scheidemann (1918)

Die Rolle Eberts, Noskes und Scheidemanns wĂ€hrend der Monate der Novemberrevolution und ihrer Niederschlagung fĂŒhrte bis in die Gegenwart zum historischen Vorwurf verschiedener parlamentarisch und vor allem außerparlamentarisch aktiver linker Gruppen und Parteien an die SPD, die Revolution und damit zu einem großen Teil gerade ihre eigenen AnhĂ€nger verraten zu haben. Aus dem Spartakusbund und weiteren linksrevolutionĂ€ren Gruppierungen wurde bis zum 1. Januar 1919 die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) gegrĂŒndet. Damit war es zur endgĂŒltigen Trennung zwischen dem revolutionĂ€ren und reformistischen FlĂŒgel der Sozialdemokratie gekommen.

Die zunĂ€chst noch relativ einflussreiche USPD, die bei der Reichstagswahl 1920 in Anerkennung ihres Beitrags zum Widerstand gegen den Kapp-Putsch noch 17,9 Prozent der WĂ€hlerstimmen erreichen konnte, schloss sich wenige Monate nach dieser Wahl mit ihrem starken linksrevolutionĂ€ren FlĂŒgel der KPD an (→ VKPD), und wurde in den Folgejahren zwischen der KPD und der SPD weiter zerrieben. Sie spielte nach 1922, als nach einer weiteren Parteispaltung ein großer Teil der USPD in die SPD zurĂŒckgekehrt war, bis zu ihrem Aufgehen in der 1931 gegrĂŒndeten SAP nur mehr eine marginale Rolle als Kleinpartei in der Weimarer Republik.

1919 bis 1933: Weimarer Republik

SPD Wahlplakat 1919
Friedrich Ebert als ReichsprÀsident der Weimarer Republik (1923)

In der jungen Weimarer Republik stellte die SPD von 1919 bis 1925 mit Friedrich Ebert den ReichsprĂ€sidenten und war bis 1920 in allen Reichsregierungen (Friedrich Ebert, Philipp Scheidemann, Gustav Bauer, Hermann MĂŒller) vertreten. Danach â€“ insbesondere nach dem Linksruck infolge der Wiedervereinigung mit der Rest-USPD 1922 â€“ beteiligte sich die SPD nur noch an wenigen Reichsregierungen, zuletzt 1928 bis 1930 am Kabinett MĂŒller II (Große Koalition) unter Reichskanzler Hermann MĂŒller, wĂ€hrend sie in Preußen mit Otto Braun von 1920 bis 1932 fast durchgehend den MinisterprĂ€sidenten stellte.

Die SPD versuchte als „konstruktive Opposition“ ihren Einfluss auf die Reichspolitik zu wahren, da sie fĂŒrchtete, durch hĂ€ufige Regierungsbeteiligungen noch mehr enttĂ€uschte Arbeiter-WĂ€hler an die KPD zu verlieren. Ihre soziale Basis wĂ€hrend der Weimarer Republik stellten vor allem die gewerkschaftlich organisierten Facharbeiter dar.

WĂ€hrend des Aufstiegs der NSDAP konnte die SPD zwar ihren WĂ€hlerstamm halten, den Stimmengewinnen der Nationalsozialisten, die zu einem Gutteil aus dem Nicht- und JungwĂ€hlerreservoir kamen, hatte sie allerdings wenig entgegenzusetzen. Aufgrund ihrer organisatorischen Verkrustung, der Unmöglichkeit einer Zusammenarbeit mit der KPD, von der die SPD als „sozialfaschistisch“ bezeichnet wurde, und â€“ mit Ausnahme des Zentrums â€“ der Marginalisierung der bĂŒrgerlichen Parteien fand sie fĂŒr den Widerstand gegen den heraufziehenden Nationalsozialismus keine BĂŒndnispartner.

Stimmenanteil der SPD bei der Wahl zur Nationalver-
sammlung 1919 und den Reichstagswahlen 1920–1933[29]
Jahr Stimmen Sitze
Januar 1919 37,9 % 163
Juni 1920 21,7 % 102
Mai 1924 20,5 % 100
Dezember 1924 26,0 % 131
Mai 1928 29,8 % 153
September 1930 24,5 % 143
Juli 1932 21,6 % 133
November 1932 20,4 % 121
MĂ€rz 1933 18,3 % 120

Die Tolerierungspolitik der SPD-Reichstagsfraktion gegenĂŒber der Regierung BrĂŒning 1930 bis 1932 fĂŒhrte vor allem bei Teilen der Parteijugend und beim linken ParteiflĂŒgel zu anwachsender Kritik an Partei- und FraktionsfĂŒhrung und mĂŒndete 1931 in der Abspaltung eines Teils der Parteilinken, welche sich als Sozialistische Arbeiterpartei Deutschlands (SAP) formierte.

Durch den „Preußenschlag“ ihrer letzten Bastion beraubt, wahrten die Nein-Stimmen der SPD bei der Abstimmung ĂŒber das ErmĂ€chtigungsgesetz, die den wichtigsten Schritt der Nationalsozialisten bei der Abschaffung des demokratischen Rechtsstaats auf formal legalem Wege darstellten, die Ehre der demokratischen Parteien, da alle anderen bĂŒrgerlichen Parteien diesem Gesetz zustimmten.

Nachdem die Einrichtungen der Partei bereits beschlagnahmt waren und ein großer Teil des Parteivorstandes emigriert war, stimmte am 17. Mai 1933 eine Rumpfgruppe der SPD-Reichstagsfraktion unter dem Eindruck von Morddrohungen fĂŒr die außenpolitische ErklĂ€rung Adolf Hitlers. Am 22. Juni wurde der SPD ein BetĂ€tigungsverbot ausgesprochen, in den darauf folgenden Tagen lösten sich alle anderen Parteien mit Ausnahme der NSDAP selbst auf. Am 7. Juli hob die Verordnung zur Sicherung der StaatsfĂŒhrung des Reichsinnenministers Frick sĂ€mtliche SPD-Abgeordnetenmandate im Reichstag, in den Landtagen und Gemeindeparlamenten auf,[30] am 14. Juli schließlich folgte das Gesetz gegen die Neubildung von Parteien.[31]

1933 bis 1949: Nationalsozialismus, Zweiter Weltkrieg, Nachkriegszeit

Briefmarke zum 100. Geburtstag von Otto Wels 1973 (Entwurf Karl Oskar Blase)

Am 22. MĂ€rz 1933 â€“ wenige Wochen nach seiner AmtsĂŒbernahme als Reichskanzler des Deutschen Reiches â€“ stellte Adolf Hitler sein ErmĂ€chtigungsgesetz dem Reichstag vor. Diesen entscheidenden Schlag gegen die Verfassung und somit den Schritt zur Ausschaltung des Reichstags erkannte auch Otto Wels (Vorsitzender der SPD). Dieser kritisierte Hitler scharf und warf ihm Verfassungsbruch vor. Trotz des Wahlterrors durch die SA entschieden sich die 94 anwesenden SPD-Abgeordneten, die nicht verhaftet oder geflohen waren, geschlossen gegen die Gesetzesvorlage. Die restlichen anwesenden 444 Parlamentarier stimmten zu. Trotz des persönlichen Mutes Weniger konnte Hitler sein Ziel erreichen und die Parteien formell aus der Legislative entfernen. Die Sozialdemokraten gehörten wĂ€hrend der Zeit des Nationalsozialismus zu den ersten Gruppierungen, die von den Nazis verfolgt wurden. Viele Mitglieder, die sich nicht ins Exil flĂŒchten konnten oder wollten, starben in Konzentrationslagern und ZuchthĂ€usern.

Aufgrund des Aufrufs der SPD-Leitung zum Sturz des nationalsozialistischen Regimes verbot Reichsinnenminister Wilhelm Frick die SPD am 22. Juni 1933 als „volks- und staatsfeindliche Organisation“. Gegen einzelne SPD-Mitglieder wurde ein Berufsverbot erlassen, das Vermögen der Partei wurde beschlagnahmt. Zahlreiche Sozialdemokraten wurden in der Folgezeit in „Schutzhaft“ genommen oder in Konzentrationslagern verschleppt. Eine Minderheit der Mitglieder der SPD leistete, teilweise als Mitglieder illegal weitergefĂŒhrter Partei- oder Reichsbannerstrukturen, teilweise in sich kritisch vom Parteivorstand abgrenzenden Gruppen wie Neu Beginnen, den RevolutionĂ€ren Sozialisten Deutschlands, der Sozialistischen Front oder dem Roten Stoßtrupp Widerstand gegen das NS-Regime. Einzelne bekannte SPD-Mitglieder wie Julius Leber, Adolf Reichwein oder Wilhelm Leuschner waren an den Planungen, die zum Aufstandsversuch am 20. Juli 1944 fĂŒhrten, beteiligt oder gehörten dem Kreisauer Kreis an. Das Gros der Parteimitglieder blieb gegenĂŒber der nationalsozialistischen Ideologie resistent und bewahrte einen Zusammenhalt untereinander, war aber nicht an direkten WiderstandsaktivitĂ€ten beteiligt. Die Exilorganisation SoPaDe wurde in Prag gegrĂŒndet und verlegte ihren Sitz spĂ€ter nach Paris, danach nach London.

Nach dem Krieg begann der Wiederaufbau der Partei mit der GrĂŒndung eines Zentralausschusses am 15. Juni 1945 in Berlin und örtlichen Initiativen in allen Landesteilen. Vorsitzender des Zentralausschusses war Otto Grotewohl, andere prominente Vertreter waren Gustav Dahrendorf, Annedore Leber, Erich W. Gniffke und Max Fechner. Kurt Schumacher arbeitete von Hannover aus gegen die Anerkennung des Zentralausschusses in Berlin als nationalem Sammelpunkt und strebte eine ausschließlich auf die Westzonen beschrĂ€nkte SPD an; Kontakte mit Sozialdemokraten in der SBZ hatte sein BĂŒro nicht. Auf der Wennigser Konferenz in Wennigsen vom 5. bis 8. Oktober 1945 erfolgte die WiedergrĂŒndung der SPD. Zu dem als erste zentrale Zusammenkunft von Sozialdemokraten bezeichneten Treffen kamen Sozialdemokraten aus allen Teilen Deutschlands sowie der Londoner Exilvorstand zusammen. Schumacher setzte durch, dass der Zentralausschuss nur fĂŒr die sowjetische Besatzungszone zustĂ€ndig sein solle, und er als „Beauftragter fĂŒr die Westzonen“ eingesetzt wurde. Nach Unterredungen und Briefwechseln zwischen Schumacher einerseits und Otto Brenner und Willi Eichler andererseits schlossen sich in den Westzonen weiterhin die meisten Mitglieder der von diesen reprĂ€sentierten Gruppen Sozialistische Arbeiterpartei (SAP) und Internationaler Sozialistischer Kampfbund (ISK) der SPD (wieder) an.

Die KPD, deren neue, aus Moskau heimgekehrte FĂŒhrung zunĂ€chst scharf gegen die spontanen Initiativen zur Bildung einer einheitlichen Arbeiterpartei vorgegangen war, Ă€nderte gegen Ende 1945 ihre Haltung und drĂ€ngte die SPD zu einer Vereinigung der beiden Parteien, was durch Repressalien seitens der sowjetischen Besatzungsmacht bestĂ€rkt wurde. Die KPD wollte die Macht in Ostdeutschland, und die SPD hatte die erforderliche Basis von 600.000 Mitgliedern dazu. Otto Grotewohls BemĂŒhen um einen deutschlandweiten Parteitag der SPD, der ĂŒber dies Ansinnen einer Vereinigung beraten und entscheiden sollte, wurde von Schumacher entschieden zurĂŒckgewiesen. Die Wiedererrichtung der Partei im nationalen Rahmen sei erst möglich, nachdem eine gesamtdeutsche Regierung gebildet worden sei, so Schumacher. Stattdessen forderte er den Zentralausschuss auf, die SPD in der sowjetischen Besatzungszone aufzulösen, und eine separate SPD in den Westsektoren von Berlin zu bilden. Ersteres erreichte er nicht, letzteres organisierte er dann selber zusammen mit einigen Kreisvorsitzenden aus den Westsektoren.

Kurt Schumacher, 1. Nachkriegsvorsitzender der SPD auf der 2-DM-MĂŒnze

Auf dem Vereinigungsparteitag am 21. und 22. April 1946 kam es zu einer Zwangsvereinigung von SPD und KPD zur SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) in der SBZ.[32] Dies geschah auf einem sogenannten „Vereinigungsparteitag“, auf dem manche Delegierte der SPD aus der SBZ und Delegierte der KPD aus ganz Deutschland unter Kontrolle der Sowjets standen. Zahlreiche ostdeutsche Sozialdemokraten, die sich dem Druck nicht beugen wollten, flohen in die Westzonen. Die Ortsvereine der SPD im sowjetisch besetzten Sektor Berlins, bestehend aus Mitgliedern, die sich nicht der SED angeschlossen hatten, existierten noch bis 1961.[33] Im Zuge der Umwandlung der SED in eine „Partei neuen Typs“, bei der die nicht im Statut der SED vorgesehenen „Parteikonferenzen“ eine entscheidende Rolle spielten, wurden die in der SED verbliebenen Sozialdemokraten immer weiter in den Hintergrund gedrĂ€ngt. Viele fielen den von Josef Stalin angeordneten SĂ€uberungen zum Opfer.

Vom 9. bis 11. Mai 1946 fand in Hannover in einem Saal der Hanomag der erste Parteitag nach dem Kriegsende statt. Die 258 Delegierten stammten aus den drei Westzonen sowie aus den vier Berliner Sektoren. Die Ostzone war nicht vertreten. In seiner programmatischen Rede ĂŒber Aufgaben und Ziele der deutschen Sozialdemokratie wiederholte Kurt Schumacher die Kritik an der Politik der KPD/SED und erhob fĂŒr den Parteitag den Vertretungsanspruch fĂŒr die Sozialdemokraten in der SBZ. Nach Schumachers Rede sprach Viktor Agartz ĂŒber eine sozialistische Wirtschaftspolitik. Auf dem Parteitag, der zuvor das neue Organsationsstatur verabschiedet hatte, wĂ€hlten die Delegierten Kurt Schumacher zum 1. Vorsitzenden und Erich Ollenhauer sowie Wilhelm Knothe zu stellvertretende Vorsitzenden.[34]

1949 bis 1966: Opposition im Bundestag

Bei den ersten Bundestagswahlen 1949 in der westdeutschen Bundesrepublik Deutschland lag die SPD unter FĂŒhrung Kurt Schumachers nur knapp hinter der CDU/CSU unter der FĂŒhrung Konrad Adenauers, ging jedoch als Konsequenz aus diesem Ergebnis in die Opposition.

In Westdeutschland stand die SPD der von der Bundesregierung entworfenen sozialen Marktwirtschaft zunĂ€chst Ă€ußerst kritisch gegenĂŒber und forderte die Verstaatlichung aller Grundstoffindustrien. Im Gegensatz zu Adenauers Politik der Westintegration stellte die SPD das Wiedervereinigungsgebot ĂŒber eine zu enge Anlehnung an die USA und Westeuropa. SPD-Konzeptionen zur Deutschlandpolitik aus dieser Zeit halten eine politische NeutralitĂ€t Deutschlands fĂŒr möglich und sprechen sich strikt gegen eine Wiederbewaffnung des Landes aus.

Nach fĂŒr die Sozialdemokraten enttĂ€uschenden Wahlergebnissen bei den Bundestagswahlen 1953 und 1957, bei denen Erich Ollenhauer beide Male als Kanzlerkandidat Bundeskanzler Adenauer unterlag, deutete sich ein Politikwechsel an. Das Godesberger Programm von 1959 markierte programmatisch den praktisch lĂ€ngst vollzogenen Wandel von einer marxistischen Arbeiterpartei zur Volkspartei. Mit einer außenpolitischen Grundsatzrede Wehners akzeptierte die SPD 1960 schließlich die Westbindung und ließ ihren Deutschlandplan von 1959 fallen.

Diese Öffnung wirkte sich bei den Bundestagswahlen 1961 und 1965 positiv auf die Ergebnisse aus; ein weiterer Grund war, dass mit Berlins Regierendem BĂŒrgermeister Willy Brandt ein neuer Spitzenkandidat aufgestellt wurde.

1966 bis 1969: Erste Große Koalition

Im Rahmen der Großen Koalition von 1966 bis 1969 stellte die SPD erstmals in der Nachkriegszeit Regierungsmitglieder, sie war unter Bundeskanzler Kiesinger Juniorpartner mit Willy Brandt als Außenminister. Da die FDP zu dieser Zeit schon auf Grund ihrer geringen Sitzzahl kaum Oppositionsarbeit leisten konnte, entwickelte sich die zunehmend sozialistisch-revolutionĂ€r gesinnte außerparlamentarische Opposition der Studentenbewegung, die organisatorisch vor allem vom Sozialistischen Deutschen Studentenbund (SDS) getragen wurde. Vor allem in den Jahren 1967 und 1968 kam es im Zuge der studentischen Proteste unter anderem gegen die geplante Notstandsgesetzgebung zu massiven Demonstrationen und teilweise militanten Krawallen gegen die Regierung der Großen Koalition.

1969 bis 1982: Koalition mit der FDP

Willy Brandt (links im Bild) bei einem Treffen mit dem US-PrÀsidenten Richard Nixon, 1971

Auf Grund des Ergebnisses der Bundestagswahl 1969 konnte die SPD zum ersten Mal den Bundeskanzler stellen. Willy Brandt bildete unter dem Motto „Mehr Demokratie wagen“ eine sozialliberale Koalition mit der FDP und wurde daraufhin zum Bundeskanzler gewĂ€hlt. Unter Willy Brandt und, nach dessen RĂŒcktritt 1974 in Folge der Guillaume-AffĂ€re, unter Helmut Schmidt folgte im Rahmen der OstvertrĂ€ge eine Entspannungspolitik mit den Staaten des Warschauer Paktes sowie ein umfangreiches Reformprogramm in der Rechtspolitik, der Bildungspolitik und der Familienpolitik.

Helmut Schmidt, 1977

Die neue Ostpolitik stieß bei einem Teil der Abgeordneten der Regierungskoalition auf Widerspruch. Einige von ihnen wechselten zur oppositionellen CDU/CSU, die Koalition verlor dadurch ihre Mehrheit. Der Versuch der Opposition, Willy Brandt 1972 mittels eines konstruktiven Misstrauensvotums durch Rainer Barzel abzulösen, misslang allerdings ĂŒberraschend. Heute weiß man, dass zwei Bundestagsmitglieder der Union durch die ostdeutsche Stasi bestochen worden waren. Bei den darauf folgenden Neuwahlen errang die SPD den höchsten Stimmenanteil ihrer Geschichte und wurde erstmals stĂ€rkste Bundestagsfraktion.

Aufgrund der Guillaume-AffĂ€re, in der der enge Brandt-Mitarbeiter GĂŒnter Guillaume als DDR-Spion im Kanzleramt enttarnt wurde, trat Willy Brandt 1974 als Kanzler zugunsten Helmut Schmidts zurĂŒck, blieb aber Parteivorsitzender.

Schmidt setzte sich bei den Bundestagswahlen 1976 gegen Helmut Kohl und 1980 gegen Franz Josef Strauß durch. Zwar gingen aus beiden Wahlen die Unionsparteien als stĂ€rkste Kraft hervor, doch konnte die SPD zusammen mit der FDP die absolute Mehrheit der Bundestagsmandate erringen und somit die sozialliberale Koalition fortfĂŒhren.

Am 17. September 1982 kĂŒndigte die FDP die Koalition auf. Hinsichtlich der Ursachen fĂŒr den Koalitionsbruch gibt es verschiedene politische Betrachtungsweisen.

Die FDP selbst begrĂŒndete den Koalitionsbruch mit der wirtschaftlichen Krise in der Bundesrepublik und steigenden Arbeitslosenzahlen. Zudem vertritt sie bis heute den Standpunkt, Helmut Schmidt habe seine eigene Fraktion nicht mehr geschlossen hinter sich bringen können (zum Beispiel beim NATO-Doppelbeschluss).

Anderslautende Standpunkte, welche auch von der SPD geteilt wurden, sahen im Koalitionswechsel einen Wortbruch und Verrat der FDP gegenĂŒber der SPD, die noch im Bundestagswahlkampf 1980 mit Schmidts Namen auf ihren Wahlplakaten geworben und nunmehr aus rein machttaktischen GrĂŒnden die Koalition verlassen habe.

1982 bis 1998: Wieder in der Opposition

Hans-Jochen Vogel auf einem SPD-Parteitag, 1988

Mit einem konstruktiven Misstrauensvotum wĂ€hlten große Teile der FDP zusammen mit der CDU/CSU Helmut Kohl zum neuen Bundeskanzler.

Die ersten Jahre in der Opposition waren von einer inhaltlichen Neujustierung der Partei und dem Ziel, sich inhaltlich der sich wandelnden Gesellschaft anzupassen, geprÀgt, wobei diese Neujustierung parteiintern bisweilen emotionale Debatten auslöste.

Bei den Bundestagswahlen 1983 und 1987 unterlagen ihre Kanzlerkandidaten Hans-Jochen Vogel und Johannes Rau gegen Helmut Kohl.

Am 7. Oktober 1989 wurde in Schwante bei Berlin die Sozialdemokratische Partei in der DDR (SDP) gegrĂŒndet, die am Vereinigungsparteitag am 26./27. September 1990 in der SPD aufging. Zu den GrĂŒndungsmitgliedern der SDP gehörten Angelika Barbe, Martin Gutzeit, Markus Meckel, Stephan Hilsberg und Ibrahim Böhme.

Oskar Lafontaine bei einer Beratung von MinisterprÀsidenten, 1986 mit Johannes Rau in Bonn

Saarlands MinisterprĂ€sident Oskar Lafontaine kritisierte die geplante Ausdehnung des Geltungsbereichs der D-Mark zum 1. Juli in der DDR, da er im Falle der schnellen WĂ€hrungsunion eine deutlich steigende Arbeitslosigkeit in Ostdeutschland befĂŒrchtete.[35] Zudem befĂŒrwortete er im Gegensatz zu Kohl[36] eine Steuererhöhung[37], da seiner Ansicht nach sonst eine Finanzierung der deutschen Einheit ohne stark steigende Staatsverschuldung nicht möglich wĂ€re. Entgegen dem stand der SPD-Vorsitzende und innerparteiliche Konkurrent Hans-Jochen Vogel mit einer positiven Haltung zur WĂ€hrungsreform. Eine skeptische Haltung zur schnellen wirtschaftlichen Wiedervereinigung erhielt in der Partei und den Umfragen zunĂ€chst Zuspruch und im Januar 1990 erzielte die SPD bei den Landtagswahlen im Saarland 1990 unter Lafontaine mit 54,4 % zudem ihr bis heute bestes Ergebnis im Saarland. Lafontaine wurde daraufhin im MĂ€rz mit deutlicher Zustimmung, auch von Hans-Jochen Vogel, zum Kanzlerkandidat der SPD gekĂŒrt.

Die Situation Ă€nderte sich fĂŒr die SPD jedoch mit dem Einigungsprozess, wĂ€hrend dem Lafontaine aufgrund eines Attentates, bei dem er lebensgefĂ€hrlich verletzt wurde, zudem zeitweise ausfiel. Kanzler Helmut Kohl erhielt wegen seiner Außenpolitik, unter anderem nach dem Staatsbesuch bei Gorbatschow und der Unterzeichnung des Zwei-plus-Vier-Vertrages, durchgĂ€ngig Lob von den Medien und die SPD-Kandidatur wurde bereits als aussichtslos beurteilt.[38] In dieser Aufbruchstimmung folgten Medien und WĂ€hler, insbesondere in Ostdeutschland, zu einem großen Teil dem optimistischen Vorstellungen („BlĂŒhende Landschaften“) der Regierung. ZusĂ€tzlich ergab sich fĂŒr die SPD im Osten das Problem, dass sie im Wahlkampf von Medien als SED-nahe dargestellt wurde. Angesichts der Situation setzte auch Richard Schröder als Fraktionsvorsitzender der Ost-SPD auf Tempo bei der Realisierung einer WĂ€hrungsunion um die Einheit schnellstmöglich zu erreichen.[39] Auch Willy Brandt Ă€nderte seine zuvor skeptische Haltung und begrĂŒĂŸte die schnelle Vereinigung: „Jetzt wĂ€chst zusammen, was zusammengehört“. Die Sozialdemokratische Partei erzielte nichtsdestotrotz in der DDR bei der Wahl zur Volkskammer am 18. MĂ€rz 1990 nur 21,7 Prozent der Stimmen; sie beteiligte sich danach vom 12. April bis 20. August 1990 als Juniorpartner an der ersten freien und demokratisch gewĂ€hlten Regierung der DDR unter MinisterprĂ€sident Lothar de MaiziĂšre (CDU). Im wiedervereinigten Deutschland unterlag sie bei der ersten gesamtdeutschen Bundestagswahl 1990 mit 33,5 % der Stimmen der schwarz-gelben Koalition.

Innerparteilich umstritten waren ebenfalls die Positionen zum Asylrecht und zu AuslandseinsĂ€tzen der Bundeswehr, wobei in den Medien die Position fĂŒr die EinschrĂ€nkungen des Rechtes und der Zustimmung zu den EinsĂ€tzen ĂŒberwog. Mit der sogenannten Petersberger Wende stimmte die SPD schlussendlich der Begrenzung der Asylberwerberzahlen und Bundeswehr-AuslandseinsĂ€tzen zu.

Der zwischenzeitliche Kanzlerkandidat und Parteivorsitzende Björn Engholm trat 1993 vorzeitig von seinen Ämtern zurĂŒck, nachdem bekannt wurde, dass er im Rahmen der Barschel-AffĂ€re eine Falschaussage machte (siehe auch „SchubladenaffĂ€re“). Infolgedessen wurde das erste Mal eine Mitgliederbefragung ĂŒber den Parteivorsitz unter den Mitgliedern durchgefĂŒhrt, die Rudolf Scharping vor Gerhard Schröder und Heidemarie Wieczorek-Zeul gewann.

Kanzlerkandidat Scharping trat im Wahlkampf zusammen mit Gerhard Schröder und Oskar Lafontaine als sogenannte Troika an. Bestimmende Themen des Regierungsprogramms zur Wahl waren unter anderem PlĂ€ne zur Verringerung der Arbeitslosigkeit und die Entwicklung hin zu einer „ökologischen Marktwirtschaft“. Die SPD kritisierte auch explizit, dass die Kosten der Einheit zu einem großen Teil den Sozialversicherungen aufgetragen wurden und wandte sich gegen PrivatisierungsplĂ€ne im Gesundheitswesen.[40] Bei der Bundestagswahl 1994 erhielt die SPD 36,4 % der Stimmen. Sie konnte somit ihre Stimmen vermehren, aber trotz der, nach der ernĂŒchternden Entwicklung der Einheit, deutlich gesunkenen PopularitĂ€t von Kohl keine Mehrheit erreichen. 1995 unterlag Scharping dann bei der Abstimmung um den Parteivorsitz dem damaligen saarlĂ€ndischen MinisterprĂ€sidenten Oskar Lafontaine.

1998 bis 2005: Rot-GrĂŒn und Bundeskanzler Gerhard Schröder

Gerhard Schröder bei einer Wahlkampfrede zur Bundestagswahl 2005

Erst bei der Bundestagswahl 1998 gelang der SPD mit dem damaligen MinisterprĂ€sidenten Niedersachsens, Gerhard Schröder, als Kanzlerkandidat die RĂŒckkehr an die Regierung, diesmal in einer rot-grĂŒnen Koalition mit BĂŒndnis 90/Die GrĂŒnen. Der Parteivorsitzende Oskar Lafontaine wurde Finanzminister, trat jedoch wegen Differenzen mit Schröder im MĂ€rz 1999 von allen politischen und ParteiĂ€mtern zurĂŒck. Neuer Parteivorsitzender wurde daraufhin Gerhard Schröder.

Bei der Bundestagswahl 2002 konnte sich Bundeskanzler Schröder gegen den Kanzlerkandidaten der Union und bayerischen MinisterprĂ€sidenten Edmund Stoiber (CSU) durchsetzen. Die Koalition gewann mit 1,2 Prozentpunkten Vorsprung gegenĂŒber der Union und der FDP, wĂ€hrend die PDS an der FĂŒnf-Prozent-HĂŒrde scheiterte. Trotz der annĂ€hernd gleichen Anzahl an Zweitstimmen mit den Unionsparteien (SPD: 18.488.668; CDU/CSU: 18.482.641) stellte die SPD auf Grund von Überhangmandaten knapp die stĂ€rkste Bundestagsfraktion.[41]

Nach verlorenen Landtagswahlen erhielt die SPD bei der Europawahl am 13. Juni 2004 mit 21,5 Prozent ihr bis dahin niedrigstes Ergebnis in einer bundesweiten Wahl seit Bestehen der Bundesrepublik Deutschland. StammwĂ€hler fĂŒhlten sich durch die Politik der „Agenda 2010“ verprellt und blieben der Wahl fern. Viele andere nahmen den Kurs der SPD, welcher nicht nur bei anderen Parteien, sondern auch innerhalb der SPD-Mitgliederschaft auf Kritik stieß, als zerstritten wahr. Der seit Anfang der 1980er anhaltende Mitgliederschwund beschleunigte sich. Teile des linken, gewerkschaftsnahen FlĂŒgels spalteten sich nach hitzigen Debatten ab und grĂŒndeten 2004 zuerst den Verein Wahlalternative Arbeit und soziale Gerechtigkeit, aus dem im Januar 2005 eine neue Partei, WASG, entstand, die politisch links von der „Neue Mitte“-SPD angesiedelt war.

Am 25. Mai 2005, unmittelbar nach der von der SPD verlorenen Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen (NRW), trat der ehemalige Parteivorsitzende Oskar Lafontaine wegen der nach seiner Auffassung mit den GrundsĂ€tzen der Sozialdemokratie nicht zu vereinbarenden Regierungspolitik (Agenda 2010, Hartz IV) aus der SPD aus und wurde wenige Wochen spĂ€ter Mitglied der WASG, nachdem diese ein LinksbĂŒndnis mit der PDS fĂŒr die Bundestagswahl im Herbst 2005 eingegangen war.

Eine vorzeitige Bundestagswahl war vom Bundeskanzler und der SPD-Parteispitze nach der Niederlage bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen angekĂŒndigt worden. Die Ziele der SPD fĂŒr die Wahlen am 18. September 2005 waren: Verbleib in der Regierungsverantwortung und FortfĂŒhrung der Reformen unter stĂ€rkerer BerĂŒcksichtigung sozialer Aspekte.

2005 bis 2009: Zweite Große Koalition

Franz MĂŒntefering: Vizekanzler sowie Minister fĂŒr Arbeit und Soziales (2005–2007)
Frank-Walter Steinmeier: Außenminister (2005–2009) und Vizekanzler (2007–2009)

Nachdem die SPD bei der herbeigefĂŒhrten Bundestagswahl annĂ€hernd so stark wie die Unionsparteien geworden war und die Union zusammen mit der FDP keine Koalition bilden konnte, haben sich CDU, CSU und SPD nach langen SondierungsgesprĂ€chen auf eine Große Koalition unter Angela Merkel als Bundeskanzlerin geeinigt.

Zuvor waren auch andere Koalitionen im GesprĂ€ch gewesen. So wurde eine Ampelkoalition aus SPD, GrĂŒnen und FDP sowie die sogenannte Jamaika-Koalition zwischen CDU/CSU, FDP und den GrĂŒnen diskutiert. Eine rot-rot-grĂŒne Koalition aus SPD, Linkspartei und BĂŒndnis 90/Die GrĂŒnen wurde von allen Parteien ausgeschlossen.

Nach der erfolgreichen Unterzeichnung des Koalitionsvertrages wurden von der von 397 Abgeordneten des Deutschen Bundestages gewĂ€hlten Kanzlerin Angela Merkel acht Minister der SPD vorgeschlagen, die in die Große Koalition gingen, darunter Franz MĂŒntefering als Arbeitsminister und Vizekanzler. Nach der Ernennung durch BundesprĂ€sident Horst Köhler bildeten die 8 Bundesminister der SPD nun mit den 7 anderen Bundesministern der Union und der Bundeskanzlerin Merkel das erste Kabinett Merkel.

Der brandenburgische MinisterprĂ€sident Matthias Platzeck, der nach einem parteiinternen Streit um die Wahl des GeneralsekretĂ€rs den Parteivorsitz von Franz MĂŒntefering ĂŒbernommen hatte, trat am 10. April 2006 nach fĂŒnf Monaten aus gesundheitlichen GrĂŒnden als Vorsitzender der SPD zurĂŒck. Sein Nachfolger wurde der bisherige stellvertretende Vorsitzende, der rheinland-pfĂ€lzische MinisterprĂ€sident Kurt Beck.

Kurt Beck erklĂ€rte am 7. September 2008 im Rahmen einer Klausurtagung der ParteifĂŒhrung seinen RĂŒcktritt als Parteivorsitzender. Sein Stellvertreter Frank-Walter Steinmeier, der am selben Tag als Kanzlerkandidat fĂŒr die Bundestagswahl 2009 nominiert worden war, ĂŒbernahm kommissarisch den Parteivorsitz, bis der vom ParteiprĂ€sidium nominierte Franz MĂŒntefering auf einem Sonderparteitag zum neuen Vorsitzenden gewĂ€hlt wurde.[42]

Seit 2009: Erneute Opposition

Bei der Bundestagswahl am 27. September 2009 sackte die SPD von 34,2 auf 23,0 Prozent der Stimmen ab, so dass eine Mehrheit fĂŒr eine Regierungskoalition aus CDU/CSU und FDP möglich wurde. Infolge der Wahlniederlage erklĂ€rte der Parteivorsitzende Franz MĂŒntefering seinen RĂŒcktritt zum Parteitag im November 2009. Zu seinem Nachfolger wurde der ehemalige Bundesumweltminister Sigmar Gabriel gewĂ€hlt, die bisherige stellvertretende Parteivorsitzende Andrea Nahles wurde neue GeneralsekretĂ€rin. Die ehemaligen Bundesminister Peer SteinbrĂŒck und Frank-Walter Steinmeier schieden als stellvertretende Parteivorsitzende ebenfalls aus, die Nachfolge traten Manuela Schwesig, Klaus Wowereit, Olaf Scholz und Hannelore Kraft an. Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier wurde hingegen bereits zwei Tage nach der Bundestagswahl zum neuen Fraktionsvorsitzenden der SPD-Bundestagsfraktion gewĂ€hlt.

Bei den folgenden Landtagswahlen konnte die SPD vornehmlich Erfolge erzielen. In Nordrhein-Westfalen und Hamburg vermochten Hannelore Kraft und Olaf Scholz ihre christdemokratischen VorgĂ€nger im Amt des jeweiligen Regierungschefs abzulösen. In Baden-WĂŒrttemberg gelang es den Sozialdemokraten als Juniorpartner der GrĂŒnen eine Regierungsbeteiligung zu erreichen und die seit 1953 regierende CDU in die Opposition zu schicken. Bei den ĂŒbrigen Wahlen zu den Landesparlamenten konnte die SPD ihren Status als Senior- bzw. Juniorpartner an der jeweiligen Landesregierung halten. Allein bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz 2011 bĂŒĂŸte die Partei die absolute Mandatsmehrheit ein und fĂŒhrt nun eine Koalition mit den GrĂŒnen.[43]

Bundestagswahlergebnisse seit 1949

Grafische Übersicht ĂŒber die Wahlergebnisse
Zweitstimmenanteil der SPD bei der Bundestagswahl 2009 nach Wahlkreisen
Bundestagswahlergebnisse[44]
Jahr Stimmenanzahl Stimmenanteil Sitze Kanzlerkandidat
1949 6.934.975 29,2 % 131 Kurt Schumacher
1953 7.944.943 28,8 % 151 Erich Ollenhauer
1957 9.495.571 31,8 % 169 Erich Ollenhauer
1961 11.427.355 36,2 % 190 Willy Brandt
1965 12.813.186 39,3 % 202 Willy Brandt
1969 14.065.716 42,7 % 224 Willy Brandt
1972 17.175.169 45,8 % 230 Willy Brandt
1976 16.099.019 42,6 % 214 Helmut Schmidt
1980 16.260.677 42,9 % 218 Helmut Schmidt
1983 14.865.807 38,2 % 193 Hans-Jochen Vogel
1987 14.025.763 37,0 % 186 Johannes Rau
1990 15.545.366 33,5 % 239 Oskar Lafontaine
1994 17.140.354 36,4 % 252 Rudolf Scharping
1998 20.181.269 40,9 % 298 Gerhard Schröder
2002 18.488.668 38,5 % 251 Gerhard Schröder
2005 16.194.665 34,2 % 222 Gerhard Schröder
2009 9.990.488 23,0 % 146 Frank-Walter Steinmeier

Europawahlergebnisse seit 1979

Der Beauftragte des SPD-Vorstandes fĂŒr die EuropĂ€ische Union und Vorsitzende der Fraktion der Sozialdemokratischen Partei Europas (SPE) Martin Schulz (2009)
Europawahlergebnisse[45]
Jahr Stimmenanzahl Stimmenanteil Sitze Spitzenkandidat[46]
1979 11.370.045 40,8 % 35 Willy Brandt[47]
1984 9.296.417 37,4 % 33 Katharina Focke[48]
1989 10.525.728 37,3 % 31 Gerd Walter[49]
1994 11.389.697 32,2 % 40 Klaus HĂ€nsch
1999 8.307.085 30,7 % 33 Klaus HĂ€nsch
2004 5.547.971 21,5 % 23 Martin Schulz
2009 5.472.566 20,8 % 23 Martin Schulz[50]

Parteivorsitzende und GeneralsekretÀre

Parteivorsitzende

Name Beginn der Amtszeit Ende der Amtszeit Anmerkungen
Sozialistische Arbeiterpartei Deutschlands (SAP)
Wilhelm Hasenclever
Georg Wilhelm Hartmann
1875 1876
Wilhelm Liebknecht
August Bebel
Wilhelm Hasenclever
Georg Wilhelm Hartmann
1876 1878 Zentralkomitee
Verbot durch die Sozialistengesetze 1878–1890
Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)
Paul Singer
Alwin Gerisch
1890 1892
August Bebel
Paul Singer
1892 1911
August Bebel
Hugo Haase
1911 1913
Friedrich Ebert
Hugo Haase
1913 1916 Haase spaltete sich 1916 mit USPD ab
Friedrich Ebert Friedrich Ebert 1916 1917
Friedrich Ebert
Philipp Scheidemann
1917 1919
Hermann MĂŒller
Otto Wels
1919 1922
Hermann MĂŒller
Otto Wels
Arthur Crispien
1922 1928 Crispien wurde im September als Vertreter der rĂŒckkehrenden USPD-Mitglieder nachgewĂ€hlt.
Otto Wels
Arthur Crispien
1928 1931
Otto Wels
Arthur Crispien
Hans Vogel
1931 1933
Vorsitzende im Exil 1933–1945
Otto Wels
Hans Vogel
1933 1939
Hans Vogel 1939 1945
Nachkriegszeit
Otto Grotewohl Otto Grotewohl 1945 1946 Vorsitzender eines Zentralkomitees, beanspruchte deutschlandweite AutoritÀt, Vorsitzender der SPD in der sowjetischen Besatzungszone, betrieb 1946 die Vereinigung mit der KPD zur SED
Kurt Schumacher Kurt Schumacher 1945 1946 Vorsitzender der SPD in der britischen Besatzungszone widersetzte sich Grotewohls AnsprĂŒchen und betrieb die GrĂŒndung der SPD in den Westzonen.
Vorsitzende der SPD in Westdeutschland 1946–1990
Kurt Schumacher Kurt Schumacher 11. Mai 1946 20. August 1952
Erich Ollenhauer Erich Ollenhauer 27. September 1952 14. Dezember 1963 Erster Vorsitzender der SPD in der DDR
Willy Brandt Willy Brandt 16. Februar 1964 14. Juni 1987
Hans-Jochen Vogel Hans-Jochen Vogel 14. Juni 1987 26. September 1990 Vereinigung mit der ostdeutschen SDP/SPD am 27. September 1990
Vorsitzende der wiedergegrĂŒndeten SDP/SPD in der DDR 1989–1990
Stephan Hilsberg Stephan Hilsberg 7. Oktober 1989 23. Februar 1990 Erster Sprecher der SDP, ab dem 13. Januar 1990 der SPD
Ibrahim Böhme Ibrahim Böhme 23. Februar 1990 1. April 1990 Vorsitzender der SPD in der DDR
Markus Meckel Markus Meckel 8. April 1990 9. Juni 1990 Interimsvorsitzender
Wolfgang Thierse Wolfgang Thierse 9. Juni 1990 26. September 1990 Vereinigung mit der westdeutschen SPD am 27. September 1990

-

Vorsitzende der SPD (seit 1990)
Hans-Jochen Vogel Hans-Jochen Vogel 27. September 1990 29. Mai 1991
Björn Engholm Björn Engholm 29. Mai 1991 3. Mai 1993
Johannes Rau Johannes Rau 3. Mai 1993 25. Juni 1993 kommissarischer Vorsitzender
Rudolf Scharping Rudolf Scharping 25. Juni 1993 16. November 1995
Oskar Lafontaine Oskar Lafontaine 16. November 1995 12. MĂ€rz 1999
Gerhard Schröder Gerhard Schröder 12. MÀrz 1999 21. MÀrz 2004
Franz MĂŒntefering Franz MĂŒntefering 21. MĂ€rz 2004 15. November 2005
Matthias Platzeck Matthias Platzeck 15. November 2005 10. April 2006
Kurt Beck Kurt Beck 10. April 2006 7. September 2008
Frank-Walter Steinmeier Frank-Walter Steinmeier 7. September 2008 18. Oktober 2008 kommissarischer Vorsitzender
Franz MĂŒntefering Franz MĂŒntefering 18. Oktober 2008 13. November 2009
Sigmar Gabriel Sigmar Gabriel 13. November 2009 amtierend

Ehrenvorsitzender

Name Beginn der Amtszeit Ende der Amtszeit
Willy Brandt Willy Brandt 14. Juni 1987 † 8. Oktober 1992

GeneralsekretÀre

Name Beginn der Amtszeit Ende der Amtszeit
Franz MĂŒntefering Franz MĂŒntefering 7. Dezember 1999 20. Oktober 2002
Olaf Scholz Olaf Scholz 20. Oktober 2002 21. MĂ€rz 2004
Klaus Uwe Benneter Klaus Uwe Benneter 21. MĂ€rz 2004 15. November 2005
Hubertus Heil Hubertus Heil 15. November 2005 13. November 2009
Andrea Nahles Andrea Nahles 13. November 2009 amtierend

Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion

Name Beginn der Amtszeit Ende der Amtszeit
Kurt Schumacher Kurt Schumacher 1949 1952
Erich Ollenhauer Erich Ollenhauer 1952 1963
Fritz Erler Fritz Erler 1964 1967
Helmut Schmidt Helmut Schmidt 1967 1969
Herbert Wehner Herbert Wehner 1969 1983
Hans-Jochen Vogel Hans-Jochen Vogel 1983 1991
Hans-Ulrich Klose Hans-Ulrich Klose 1991 1994
Rudolf Scharping Rudolf Scharping 1994 1998
Peter Struck Peter Struck 1998 2002
Ludwig Stiegler Ludwig Stiegler Juli 2002 Oktober 2002
Franz MĂŒntefering Franz MĂŒntefering 2002 2005
Peter Struck Peter Struck 2005 2009
Frank-Walter Steinmeier Frank-Walter Steinmeier 2009 amtierend

Amtierende Regierungschefs der SPD in den LĂ€ndern

Die SPD stellt derzeit sieben MinisterprĂ€sidenten/MinisterprĂ€sidentinnen bzw. (in den Stadtstaaten) BĂŒrgermeister.

Name Land Beginn der Amtszeit Kabinett bzw. Senat Landtagsfraktionen
Klaus Wowereit Klaus Wowereit Deutschland Lage Berlins.svg Landeswappen Berlin Berlin 16. Juni 2001 Senat Wowereit III SPD Landtage.svg
  • ï»żSPD stellt den Regierungschef
  • ï»żSPD ist Juniorpartner in der Regierungskoalition
  • ï»żSPD ist in der Opposition
Matthias Platzeck Matthias Platzeck Brandenburg Landeswappen Brandenburg Brandenburg 26. Juni 2002 Kabinett Platzeck III
Jens Böhrnsen Jens Böhrnsen Bremen Landeswappen Bremen Bremen 8. November 2005 Senat Böhrnsen III
Olaf Scholz Olaf Scholz Hamburg Landeswappen Hamburg Hamburg 7. MĂ€rz 2011 Senat Scholz
Erwin Sellering Mecklenburg-Vorpommern Mecklenburg-Vorpommern Mecklenburg-Vorpommern 6. Oktober 2008 Kabinett Sellering II
Hannelore Kraft Hannelore Kraft Nordrhein-Westfalen Landeswappen Nordrhein-Westfalen Nordrhein-Westfalen 14. Juli 2010 Kabinett Kraft
Kurt Beck Kurt Beck Rheinland-Pfalz Landeswappen Rheinland-Pfalz Rheinland-Pfalz 26. Oktober 1994 Kabinett Beck V

Die SPD ist außerdem an folgenden Regierungen als kleinerer Partner in einer großen Koalition beteiligt: Reiner Haseloff (CDU) (Sachsen-Anhalt) mit dem stellvertretenden MinisterprĂ€sidenten Jens Bullerjahn und Christine Lieberknecht (CDU) (ThĂŒringen) mit dem stellvertretenden MinisterprĂ€sidenten Christoph Matschie. Zudem stellt sie in Baden-WĂŒrttemberg unter Winfried Kretschmann (BĂŒndnis 90/Die GrĂŒnen) den Juniorpartner in einer grĂŒn-roten Koalition; stellvertretender MinisterprĂ€sident ist dort Nils Schmid.

Reichskanzler mit Parteimitgliedschaft in der SPD

Die nachfolgenden Politiker waren als Reichskanzler Mitglied der SPD.

ReichsprÀsident mit Parteimitgliedschaft in der SPD

Der nachfolgende Politiker war als ReichsprÀsident Mitglied der SPD.

Bundeskanzler mit Parteimitgliedschaft in der SPD

Die nachfolgenden Politiker waren als Bundeskanzler Mitglied der SPD.

Stellvertreter des Bundeskanzlers mit Parteimitgliedschaft in der SPD

Die nachfolgenden Politiker waren als Stellvertreter des Bundeskanzlers Mitglied der SPD.

PrÀsidenten des Deutschen Bundestages mit Parteimitgliedschaft in der SPD

Die nachfolgenden Politiker waren als PrÀsidenten des Deutschen Bundestages Mitglied der SPD.

BundesprÀsidenten mit Parteimitgliedschaft in der SPD

Die nachfolgenden Politiker waren zur Wahl als BundesprÀsident Mitglied der SPD. WÀhrend der PrÀsidentschaft ruht die Mitgliedschaft.

PrÀsidenten des EuropÀischen Parlaments mit Parteimitgliedschaft in der SPD

Die nachfolgenden Politiker waren als PrÀsidenten des EuropÀischen Parlaments Mitglied der SPD.[51]

Weitere prominente Mitglieder

Nahestehende Organisationen

Siehe auch

Wichtigste Periodika

  • VorwĂ€rts, 1876 von Wilhelm Liebknecht und anderen gegrĂŒndet, zunĂ€chst Tageszeitung, spĂ€ter Wochenmagazin, heute monatlich erscheinende Mitgliederzeitung der Partei.
  • Die Neue Zeit, 1883–1923, von Karl Kautsky begrĂŒndete Theoriezeitschrift der Partei, in der Zeit ihres Erscheinens Schauplatz der wichtigsten theoretischen Debatten des Sozialismus und Marxismus (Revisionismusstreit), durch die ĂŒberragende Bedeutung der SPD in der internationalen Arbeiterbewegung seinerzeit weltweit stark beachtet und viel gelesen.

Literatur

  • Das Archiv der SPD wurde 1969 in das Archiv der sozialen Demokratie integriert.
  • Annekatrin Gebauer: Der Richtungsstreit in der SPD. UniversitĂ€t Koblenz-Landau, VS Verlag fĂŒr Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2003, cop. 2005.
  • Stefanie Brill, Holger MĂŒller, Holger Noß (Vorwort): Das SPD-Buch. Organisation, Geschichte und Personen im Überblick. BoD GmbH, Norderstedt 2004, ISBN 3-8334-1331-X.
  • Willy Huhn: Der Etatismus der Sozialdemokratie. Zur Vorgeschichte des Nazifaschismus. ça ira, Freiburg 2003.
  • Ralf Hoffrogge: Sozialismus und Arbeiterbewegung in Deutschland. Von den AnfĂ€ngen bis 1914. Schmetterling Verlag, Stuttgart 2011, ISBN 3-89657-655-0.
  • Detlef Lehnert: Sozialdemokratie zwischen Protestbewegung und Regierungspartei 1848–1983. Frankfurt 1983, ISBN 3-518-11248-1.
  • Peter Lösche, Franz Walter: Die SPD. Klassenpartei – Volkspartei – Quotenpartei; zur Entwicklung der Sozialdemokratie von Weimar bis zur deutschen Vereinigung. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1992, ISBN 3-534-10994-5.
  • Rosa Luxemburg: Die Krise der Sozialdemokratie. In: diess.: Gesammelte Werke. Band 4, Berlin 1979, S. 49–164.
  • Gero Neugebauer: Die SPD. Im Osten auf neuen Wegen? Zwei BĂ€nde, Zentralinstitut fĂŒr Sozialwissenschaftliche Forschung, Freie UniversitĂ€t Berlin 1994. (Berliner Arbeitshefte und Berichte zur sozialwissenschaftlichen Forschung)
  • Heinrich Potthoff, Susanne Miller: Kleine Geschichte der SPD 1848–2002. Dietz, Bonn, ISBN 3-8012-0320-4.
  • Sebastian PrĂŒfer: Sozialismus statt Religion. Die deutsche Sozialdemokratie vor der religiösen Frage 1863–1890. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2002, ISBN 3-525-35166-6.
  • Carl E. Schorske: Die Große Spaltung. Die deutsche Sozialdemokratie von 1905–1917, aus dem Amerikanischen, Harvard University Press, 1955, von Harry Maor, mit einem Vorwort zur Deutschen Erstausgabe, Verlag Olle & Wolter, Berlin 1981, ISBN 3-88395-407-1.[52]
  • Hendrik TrĂ€ger: Die Oppositionspartei SPD im Bundesrat. Eine Fallstudienanalyse zur parteipolitischen Nutzung des Bundesrates durch die SPD in den 1950er-Jahren und ein Vergleich mit der Situation in den 1990er-Jahren, Peter Lang Verlag, Frankfurt am Main [u. a.] 2008, ISBN 978-3-631-57288-7.
  • Franz Walter: Abschied von der Toskana. Die SPD in der Ära Schröder, VS Verlag, Wiesbaden ÂČ2005, ISBN 978-3-531-34268-9.
  • Franz Walter: Die SPD, Alexander Fest Verlag, Berlin 2002, ISBN 3-8286-0173-1. (Überarbeitete und erweiterte Taschenbuchausgabe: Rowohlt, Reinbek 2009, ISBN 978-3-499-62461-2.)
  • Franz Walter: VorwĂ€rts oder abwĂ€rts? Zur Transformation der Sozieldemokratie, Suhrkamp Verlag, Berlin 2010, ISBN 978-3-518-12622-6.
  • Elke und Wolfgang Leonhard: Die linke Versuchung. Wohin steuert die SPD? be.bra, Berlin 2009, ISBN 978-3-86124-633-6.

Weblinks

 Commons: Sozialdemokratische Partei Deutschlands â€“ Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ a b Parteien verlieren Zustimmung, RP Online vom 1. Juni 2011.
  2. ↑ FAZ.NET vom 23. Mai 2009
  3. ↑ GesamtĂŒbersicht Festsetzung der staatlichen Teilfinanzierung fĂŒr das Jahr 2010 gemĂ€ĂŸ §§ 18 ff. PartG, Stand: 21. Januar 2011. (PDF)
  4. ↑ heute.de: „Kein Hort von Jugendlichkeit“ – Wie jung sind die Parteien?, 2. August 2009.
  5. ↑ spd.de: Mitgliederbestand; Stichtag: 31.12.2009 (PDF)
  6. ↑ Älteste und zweigrĂ¶ĂŸte Partei Deutschlands, Artikel auf DiePresse.com, abgerufen am 26. Januar 2011.
  7. ↑ Nur die GrĂŒnen erhöhen Mitgliederzahl, Artikel in der Badischen Zeitung, abgerufen am 26. Januar 2011.
  8. ↑ Den Parteien laufen die Mitglieder weg, Artikel im Handelsblatt, abgerufen am 26. Januar 2011.
  9. ↑ Mitgliederrekord bei GrĂŒnen – Minus bei Anderen, Artikel auf Focus Online, abgerufen am 26. Januar 2011.
  10. ↑ Externer Link: Volltext des aktuellen Parteiprogramms der SPD („Berliner Programm“) (PDF)
  11. ↑ Übersicht der Vorstandsmitglieder, Satzung und Programm der SPD (PDF)
  12. ↑ Landtagswahlen in Deutschland auf www.election.de
  13. ↑ Wahlergebnisse bei www.wahlrecht.de
  14. ↑ Landesergebnisse der Bundestagswahl 2009
  15. ↑ Politische Datenbank
  16. ↑ Politische Datenbank
  17. ↑ GeschĂ€ftsbericht 2008 (PDF)
  18. ↑ Offizielle Webseite der ddvg GmbH
  19. ↑ Webseite der Konzentration GmbH
  20. ↑ Webseite der Konzentration GmbH
  21. ↑ Bundeszentrale fĂŒr politische Bildung: Dossier SPD
  22. ↑ Mitgliederzahl 1990–2008 um 400.000 gesunken („Parteienserie: SPD in der Dauerkrise“, Tagesschau.de), 4. Februar 2009 (nicht mehr online verfĂŒgbar)
  23. ↑ a b c d e f g h i Fakten bitte: Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands
  24. ↑ [1] Unvereinbarkeitsbeschluss Burschenschaften und SPD
  25. ↑ Unvereinbarkeitsbeschluss der SPD vom 24. Mai 1994 (PDF)
  26. ↑ Beschluss des Parteivorstandes
  27. ↑ Gerd Hohorst, JĂŒrgen Kocka und Gerhard A. Richter: Sozialgeschichtliches Arbeitsbuch II: Materialien zur Statistik des Kaiserreichs 1870–1914. MĂŒnchen, 1978. S. 173–175.
  28. ↑ Klaus Gietinger, Karl Heinz Roth: Die Verantwortung der Mehrheitssozialdemokratie fĂŒr die Morde der deutschen Gegenrevolution im Jahr 1919. Eine Dokumentation. Teil I: Symbiose mit der Reaktion (junge Welt, 15. Dezember 2007); Teil II: „
 sofort an die Mauer“; (junge Welt, 17. Dezember 2007).
  29. ↑ D. Petzina, W. Abelshauser, A. Faust: Sozialgeschichtliches Arbeitsbuch III: Materialien zur Statistik des Deutschen Reiches 1914–1945. MĂŒnchen, 1978. S. 174.
  30. ↑ Text der Verordnung zur Sicherung der StaatsfĂŒhrung vom 7. Juli 1933 im Reichsgesetzblatt in retrodigitalisierter Form bei ALEX
  31. ↑ Text des Gesetzes gegen die Neubildung von Parteien bei verfassungen.de
  32. ↑ Walter 2009, S. 294.
  33. ↑ Vgl. Siegfried Heimann: Ostberliner Sozialdemokraten in den frĂŒhen fĂŒnfziger Jahren (online)
  34. ↑ Siegfried Heimann: Gegen die Partei von Stalins Gnaden. In: VorwĂ€rts 05/2011, S. 32.
  35. ↑ Interview mit Oskar Lafontaine, „Eine eminente Fehlentscheidung“, in: Der Spiegel 22/1990, S. 26 ff.
  36. ↑ Helmut Kohl: Fernsehansprache von Bundeskanzler Kohl anlĂ€sslich des Inkrafttretens der WĂ€hrungs-, Wirtschafts- und Sozialunion, 1. Juli 1990. In: Bulletin des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung. Nr. 86, 3. Juli 1990, S. 741 f. (helmut-kohl.de, abgerufen am September 2010).
  37. ↑ Brigitte Beier: Die Chronik der Deutschen. wissenmedia Verlag, 2007, S. 450
  38. ↑ Vgl. die Zusammenfassung der Medienberichterstattung in: Christian Chmel, Die deutschlandpolitischen Positionen von Helmut Kohl und Oskar Lafontaine im Bundestagswahlkampf 1990: Chronologie und Analyse, Grin Akademische Schriftenreihe, 2008, S. 93.
  39. ↑ Richard Schröder: Die wichtigsten IrrtĂŒmer ĂŒber die deutsche Einheit. Freiburg im Breisgau 2007, S. 115.
  40. ↑ Reformen fĂŒr Deutschland: das Regierungsprogramm der SPD – [Electronic ed.], Bonn 1994 (PDF)
  41. ↑ Wahl zum 15. Deutschen Bundestag am 22. September 2002
  42. ↑ Meldung auf tagesschau.de (nicht mehr online verfĂŒgbar) abgerufen am 7. September 2008
  43. ↑ Rot-GrĂŒn wird weiblich, auf n-tv.de
  44. ↑ Ergebnisse der Bundestagswahlen
  45. ↑ Ergebnisse der Europawahlen
  46. ↑ Europa – Delegiertenkonferenz in Berlin, 8. Dezember 2008 Zahlen. Daten. Fakten. (PDF)
  47. ↑ Aufruf der deutschen Sozialdemokraten zur Europawahl (30. April 1979) (PDF)
  48. ↑ Rede der Spitzenkandidatin der SPD fĂŒr die Europawahl 1984. Katharina Focke, Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung
  49. ↑ Pressemitteilungen der SPD: 1958 - 1998, Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung
  50. ↑ Martin Schulz als Spitzenkandidat der SPD, auf focus.de
  51. ↑ rulers.org: Presidents of the Parliamentary Assembly (from 30 Mar 1962, European Parliament)
  52. ↑ Diskutiert, rezensiert vom SPD- und SI-Vorsitzenden Willy Brandt (Deutsches Allgemeines Sonntagsblatt, 29. August 1982, Fernleihe, teils abgedruckt in Band 5 der Werkausgabe, Berliner Ausgabe, Die Partei der Freiheit. Willy Brandt und die SPD 1972–1992. Hrsgg. von der Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung, Dietz Verlag, Bonn 2002, ISBN 3-8012-0305-0).

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Synonyme:

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