Sozialstruktur

Der Begriff Sozialstruktur stammt aus der Soziologie, wurde dort 1905 bei Ferdinand Tönnies konzeptualisiert und bezeichnet Einteilungsmöglichkeiten von Gesellschaften nach sozialen Merkmalen auf der Grundlage unterschiedlicher Theorien. Ein besonders wichtiger Teilbereich ist die soziale Schichtung.

Inhaltsverzeichnis

Begriffliches

Allgemein versteht man unter „Sozialstruktur“ die Gruppierung des sozialen Beziehungsgefüges einer Gesamtgesellschaft nach Ähnlichkeiten und Verschiedenheiten in mehreren Dimensionen. Diese werden im Einzelnen je nach soziologischem Blickwinkel und Erkenntnisinteresse in die für die Dimension relevanten Merkmale unterteilt, so dass sich die dauerhaften sozialen Wechselwirkungen dieser Gruppierungen untereinander erklären und verstehen lassen.

Als wichtige und durch Ähnlichkeiten strukturgebende Gruppierungen werden folgende Begriffe und Konzepte gebraucht.

Gruppierungen nach Oben und Unten (vertikal)
Gruppierungen mit deutlichem Einbezug des Nebeneinander (horizontal)

Zur Vertiefung siehe auch:

Untersuchungen über die Sozialstruktur interessieren sich zum Einen für den sozialen Wandel, also für die Veränderung der Sozialstruktur einer Gesellschaft über die Zeit, zum Anderen für den Vergleich der Sozialstrukturen mehrerer Gesellschaften und die damit verbundenen Einflussfaktoren. Als Mittel der Erforschung werden qualitative und quantitative Methoden der empirischen Sozialforschung verwandt. Hinzu kommen Theoriegefüge zur Charakterisierung der einzelnen Strukturelemente. Jeder Forscher setzt hierbei andere Prioritäten. Auch die Wissenschaftssprache ist nicht immer kompatibel.

Zur Einzelorientierung

Die nachfolgende Gliederung richtet sich vor allem nach der in der Soziologie am häufigsten auffindbaren Unterteilung in „Schichten“ bzw. „Klassen“, mit dem Ziel, zunächst zu orientieren. Zu beachten ist dabei: Da im Englischen class sowohl „Klasse“ als auch „Schicht“ oder gar „Stand“ bedeuten kann, ist die wissenschaftliche Befassung geeignet, mehrere „Klassen“- und „Schichten“-Begriffe nebeneinander zu benutzen. Auch im Französischen, beispielsweise bei Bourdieu, gibt es keinen scharf abgegrenzten „Klassen“- bzw. „Schichten“-Begriff.

Es geht aber immer um eine ganzheitlich nutzbare Übersicht der sozialen Strukturierung der Gesellschaften und um das Aufzeigen der Parallelen zwischen den sonst getrennt gehandhabten Begriffsinstrumenten. Daher finden sich hier auch die Stände des Mittelalters sowie die religiös orientierten Gesellschaftsordnungen der Kasten.

Soziologische Betrachtung

Unter Sozialer Schicht versteht man eine große Gruppe merkmalsgleicher Menschen, innerhalb der Gesellschaft.

In der Soziologie wird der Terminus in erster Linie zur Aufschlüsselung einer Gesellschaft nach sowohl soziologischen (beispielsweise Geschlechterrolle, Stand, Klasse, Schicht) als auch demographischen Kriterien (wie Alter, Geschlecht, höchster Ausbildungsstand, Einkommensgruppen, Einteilung Stadt-/Landbevölkerung usw.) verwandt. Mehr zum demographischen Aspekt unter Bevölkerungsstruktur.

Georg Simmel dagegen hat in seinem Werk: „Soziologie“ (1908) den Begriff mit anderer Bedeutung versehen. Beispielsweise gebraucht er im Exkurs über den (zeitgenössischen) Adel und in Zeitschriftenartikeln zur Soziologie der Familie und zur Soziologie der Konkurrenz die Begriffe soziologische Struktur bzw. Struktur, um die inneren Strukturmerkmale des jeweiligen Phänomens zu charakterisieren.

Robert K. Merton hat mit seinem 1949 erschienen Werk „Social Theory and Social Structure“ ebenfalls einen eigenständigen Ansatz verfolgt. Für einen kurzen Überblick über die analytische Auffassung sozialer Strukturen von Merton siehe Englische Wikipedia: Artikel "Social structure".

Im Folgenden werden unterschiedliche vertikale Leitbegriffe der Strukturierung vorgestellt.

Unterschiedliche Leitbegriffe

Stand als Leitbegriff

Hauptartikel: Ständeordnung

Die mittelalterliche und frühneuzeitliche Gesellschaft Europas gliederte sich in mehrere Stände. Das Ständesystem war seinerzeit ein gesellschaftliches mindestens ebenso selbstverständliches Ordnungsmodell, wie es für spätere Zeiten die von Karl Marx beschriebenen Klassen oder die von Theodor Geiger, Helmut Schelsky und anderen in die Gesellschaftslehre eingeführten sozialen Schichten wurden.

Verbreitet war die Drei-Stände-Ordnung, wie sie insbesondere für Frankreich charakteristisch war:

  • Der 1. Stand umfasste die Gruppe aller Geistlichen, d. h. Angehörige der hohen Geistlichkeit wie des niederen Klerus.
  • Im 2. Stand wurde der Adel zusammengefasst. Auch hier spielte es keine Rolle, ob man dem Hochadel oder etwa dem – auch nicht selten armen – Land- oder Briefadel angehörte.
  • Der 3. Stand umfasste nominell alle Stadtbürger, gelegentlich auch die freien Bauern, jedoch nicht den ‚Rest‘ der Bevölkerung.

Denn unterhalb der Stände gab es sehr kopfreiche unterständische Gruppierungen der halb- und unfreien Bauern, des Haus-, Hof-, Klostergesindes, die unehrlichen Berufe (die Müller), das Fahrende Volk, Verarmte, Entlaufene, abgedankte Söldner und Räuber; auch Minderheitenangehörige (Juden, Roma und Sinti).

Gelegentlich waren auch die Bauern standfähig (Schweden, Tirol), in den Großbauernrepubliken Ostfriesland und Dithmarschen sogar herrschender Stand, doch war in Mitteleuropa nach dem Bauernkrieg von 1525 ihre Entrechtung nicht mehr aufzuhalten.

Das ständische System galt den Menschen des Mittelalters und der frühen Neuzeit als feste gottgegebene Ordnung, in der jeder seinen unveränderlichen Platz habe. In seinen Stand wurde man hinein geboren. Ehelosigkeit und mangelnde direkte Erbfolge öffneten den ersten Stand zwar stark für Angehörige des zweiten, in beschränktem Umfang auch für Andere. Ein Aufstieg in den zweiten Stand war in der Regel aber nicht möglich. Verdienst oder Reichtum hatten insgesamt nur wenig Einfluss darauf, welchem Stand man angehörte. So konnte etwa ein Bürger, der als Kaufmann zu großem Vermögen gekommen war, wesentlich reicher sein als ein armer Adeliger. Das ständische System ist somit ein relativ statisches Gesellschaftsmodell. Nicht von ungefähr haben statisch und status, das lateinische Wort für „Stand“, dieselbe etymologische Herkunft.

Die politisch berechtigten Stände (oder Landstände) waren eng mit den gesellschaftlichen Ständen verknüpft, ja letztere waren die Voraussetzung für deren Existenz. Die politische und militärische Macht konzentrierte sich im Mittelalter keineswegs in der Hand des Landesherren bzw. Königs. Vielmehr war dieser bei seiner Herrschaft auf die Mitwirkung der gesellschaftlichen Eliten („Vasallen“) angewiesen. Zunächst brauchte er die militärische Leistung seiner adeligen Vasallen, dann finanzielle Abgaben, die er aber nur mit Zustimmung der Grundherren – also den Adeligen oder den Klöstern und Stiftern – erheben lassen konnte. Der Höhepunkt ständischer Macht lag in den meisten europäischen Ländern in der Zeit vom 15. bis zum 17. Jahrhundert. In manchen evangelisch gewordenen Territorien verschwanden die Klöster und Stifte im Laufe des 16. Jahrhunderts aus dem ständischen System, in anderen (so in Württemberg) nahmen evangelische Prälaten die Rechte ihrer katholischen Vorgänger wahr.

Kaste als Leitbegriff

Hauptartikel: Kaste

Der Begriff „Kaste“ wird in erster Linie mit einem aus Indien bekannten sozialen Phänomen assoziiert. Der soziologische Bezug wird durch die lebenspraktischen Auswirkungen auf formelle Umgangsrestriktionen deutlich. Der Begriff wird aber auch umgangssprachlich oder soziologisch allgemein benutzt und auf einzelne Gruppierungen anderer und sogar moderner Gesellschaften angewandt. Eine bedeutende Rolle beim „Kasten“-Begriff spielt hier seine hohe, da auch religiös verfestigte Starrheit (vgl. Soziale Mobilität), die noch diejenige der Ständeordnung übertrifft. Doch ist auch hier sozialer Aufstieg möglich (oft durch Aufspaltung einer Kaste), was in der indischen Soziologie als sanscritization bezeichnet wird.

Auch die Kastenzugehörigkeit des Individuums wird, ähnlich der Ständeordnung durch die Geburt bestimmt, wobei Ein- oder Austritt theoretisch ebenfalls nicht möglich sind (es sei denn, man verließe die hinduistische Religion und werde Buddhist oder Christ). Die soziale Mobilität innerhalb der Kasten ist tatsächlich jedoch existent. So kann in der Praxis ein Mitglied aus seiner Kaste ausgeschlossen werden, was in etwa der mittelalterlichen Exkommunikation im christlichen Abendland entspricht. Ebenso sinkt ein Mitglied in die Kaste eines niedrigeren Ehepartners ab, und zwar unabhängig davon, ob es sich um den Mann oder die Frau handelt.

Das Kastenwesen ist insbesondere in Indien, in Sri Lanka, in Nepal und auf Bali, aber auch bei den kurdischen Jesiden verbreitet. Vorwiegend durch Kasten geprägte Gesellschaften sind zudem bei einigen Stämmen im übertragenen Sinne anzunehmen, in der Neuzeit sonst nicht mehr vorhanden. Doch können auch in nach sozialen Schichten und Funktionen reich untergliederten und sehr durchlässigen (mobilen) Gesellschaften einzelne Gruppierungen dennoch ausgeprägte „Kasten“-Züge aufweisen (wie im Klerus, im Offiziersstand, als Kader einer kommunistischen Diktatur). Sie werden dann meistens als andere soziale Muster ausgedeutet.

Klasse als Leitbegriff

Hauptartikel: Klasse (Soziologie)

Definition nach Marx

Nach der ursprünglichen Definition von Claude Henri de Saint-Simon, die Karl Marx von ihm übernahm, sind „Klassen“ durch die Stellung der ihr Angehörigen im Produktionsprozess definiert. Er unterscheidet für jedes historische Produktionsverhältnis zwei alle anderen Klassen mit deren Spezialproblemen – mit deren „Nebenwidersprüchen“ – dominierende Klassen: die Nichtbesitzer und die Besitzer der vorwiegenden Produktionsmittel. Für die kapitalistische Produktionsweise sind das die Proletarier (auch Arbeiterklasse genannt) und Kapitalisten (auch Bourgeoisie genannt), in der antiken „Sklavenhaltergesellschaft“ aber beispielsweise sind dies die Sklaven und die Sklavenhalter.

Aus der Analyse der ökonomischen Verhältnisse wird deutlich, so Marx, dass die Mitglieder der kapitalistischen Gesellschaft, die rechtlich frei sind, jedoch einzig ihre Arbeitskraft zu verkaufen haben, kontradiktorisch andere Interessen haben müssen als diejenigen, die über Produktionsmittel verfügen und Arbeitskräfte einstellen. Die Einen wollen beispielsweise ihre Arbeitskraft möglichst teuer verkaufen und möglichst wenig dafür tun, die anderen die Arbeitskraft billigst einkaufen und möglichst lange und intensiv schaffen lassen. In der Volkswirtschaftslehre ist dies als das „Mini-Max-Prinzip“ bekannt, wonach beide Seiten einander ebenfalls kontradiktorisch gegenüber stehen. Dieser grundsätzliche Antagonismus bestehe unabhängig von den Vorstellungen der Menschen über ihre eigene Lage.

Siehe auch: Warenfetischismus

Sobald Mitglieder einer Klasse die Gemeinsamkeit ihrer Interessen erkennen und danach zu handeln beginnen, spricht Marx von einem Übergang von der „Klasse an sich“ (d. h. einer Klasse, die nur begrifflich durch die Stellung im Produktionsprozess gekennzeichnet ist) zur „Klasse für sich“, also zu einer Klasse, die sich ihrer selbst bewusst und willens wird, für ihre Interessen gemeinsam zu kämpfen (Klassenbewusstsein). Bewusst oder unbewusst befänden sich demnach die beiden analytisch bestimmbaren Klassen „Lohnarbeit“ und „Kapital“ in einem permanenten Streit, dem sog. Klassenkampf.

Ab den 1950er Jahren nahmen Analysen zu, die mit Hilfe eines an Marx angelehnten „Klassen“-Konzeptes den Realsozialismus des damaligen Ostblocks kritisierten (vgl. Milovan Djilas, Rudi Dutschke und andere).

Definition nach Weber

Der Begriff der sozialen Klasse wurde innerhalb der Soziologie von Max Weber differenziert und ausgeweitet. Er definierte „Klasse“ als die

„Typische Chance …, welche aus Maß und Art der Verfügungsgewalt (oder des Fehlens solcher) über Güter und Leistungsqualifikationen und aus der gegebenen Art ihrer Verwertbarkeit für die Erzielung von Einkommen und Einkünften innerhalb einer gegebenen Wirtschaftsordnung folgt.“

Weber unterscheidet im folgenden drei Formen von Klassen

die Besitzklassen
sie werden durch den Besitz bestimmt,
die Erwerbsklassen
sie werden durch die Erwerbschancen bestimmt und
die sozialen Klassen
sie werden durch ihre Chancen/Risiken des sozialen Auf- und Abstiegs bestimmt.

Definition nach Dahrendorf

Nach Ralf Dahrendorf (vgl. dort, 1956) sind „Klassen“ nicht nur durch Besitz oder Nichtbesitz speziell von „Produktionsmitteln“, sondern schlechthin von Machtmitteln zu definieren. Damit sind oft sogar Gewaltmittel einbezogen. Obwohl Macht überall wirkt, führen bei Dahrendorf ihre Gegensätze (Antagonismen) doch nicht zu einem universalen Bürgerkrieg, da alle sozialen Akteure unterschiedliche soziale Rollen innehaben (vgl. dazu:homo sociologicus“) und in jeder Rolle in einem anderen Klassen-Antagonismus stehen können. Dies erklärt, warum sie sich ggf. nirgends 100-prozentig engagieren, und warum auch ihre Klassengegner innerhalb eines Machtverhältnisses (so im Betrieb) Antagonisten, innerhalb eines anderen (in der Kirchengemeinde oder Partei) dagegen ihre Machtverbündeten sind, was die Gewaltsamkeit und Intensität sozialer Konflikte mildert.

Definition nach Bourdieu

Nach Pierre Bourdieu gibt es drei große Klassenlagen: das Großbürgertum/Bourgeoisie, das Kleinbürgertum und die Arbeiterschaft. Diese verteilen sich im sozialen Raum entlang einer „vertikalen“ Achse, auf der mehr oder weniger die Herrschaftsverhältnisse abgebildet sind. Die Klassen differieren unter anderem durch das Distinktionsvermögen ihrer Angehörigen.

Innerhalb der einzelnen Klassen unterscheidet Bourdieu – auf einer „horizontalen“ Achse – Klassenfraktionen mit einer je spezifischen Position und symbolischen Auseinandersetzungen im Raum der Lebensstile, etwa das Besitzbürgertum (Unternehmer; an Tradition und Luxus orientiert), die neue Bourgeoisie (leitende Angestellte; an Fortschritt orientiert) und das Bildungsbürgertum (Intellektuelle, Lehrkräfte an Universitäten; an Bohème oder – erzwungener – Askese orientiert). Die einzelnen Klassenfraktionen grenzt Bourdieu anhand der Struktur ihres gesamten Kapitals gegeneinander ab. Dabei unterscheidet Bourdieu ökonomisches Kapital von kulturellem Kapital, sozialem Kapital und symbolischem Kapital. So ist etwa beim Bildungsbürgertum ein hohes „kulturelles Kapital“, aber nur ein relativ gering ausgeprägtes „ökonomisches Kapital“ vorzufinden. Die verschiedenen Klassenfraktionen werden zum Teil auch als Milieus bezeichnet.

Die Bedingungen der sozialen Lage, also der Verortung im sozialen Raum, determinieren einen jeweils unterschiedlichen „Habitus“, während die Handlungsstrategien einen gewissen individuellen Freiheitsspielraum bieten. Der Habitus prägt den spezifischen Geschmack, aber auch die Praxisformen, also die jeweils ausgeübten und präferierten sozialen Praktiken (d. h.: den Lebensstil). Zugleich ermöglicht der Habitus eine Unterscheidung zwischen der Eigengruppe und Fremdgruppen. Der je nach Klasse und Klassenfraktion unterschiedliche Lebensstil wurde von Bourdieu in einer umfangreichen Untersuchung vor allem der Konsumverhältnisse im Frankreich der 1960er und 70er Jahre empirisch bestätigt Die feinen Unterschiede.

Eine Weiterentwicklung des bourdieuschen Modells der sozialen Gliederung der Gesellschaft findet sich in der Milieutheorie, wie sie von Michael Vester und anderen verwendet wird.

Definition nach Wright

Erik Wright unterteilt eine Gesellschaft in 12 Klassen und orientiert sich eng an dem marxschen Klassenbegriff. Es gibt ein älteres und ein jüngeres Klassenschema von Wright, hier soll nur die aktuelle Version (von 2005) erklärt werden. In diesem Schema gibt es eine Unterteilung in:

  • Besitzer von Produktionsmitteln (Unternehmer), die Klassen 1–3 im Schema von Wright
  • Nicht-Besitzer von Produktionsmitteln (Arbeitnehmer), die Klassen 4–12

Die Klassen 1–3 (bourgeoisie, small employers, petty bourgeoisie) dienen dazu, die Unternehmer (Besitzer von Produktionsmitteln) einzuteilen, hierbei gilt:

Bourgeoisie
sind Unternehmer, die typischerweise mehr als 10 Mitarbeiter beschäftigen, sie besitzen ausreichend Kapital um Arbeiter einzustellen, sie selber müssen hierbei nicht arbeiten
Small employers
Kleinunternehmer haben typischerweise weniger als 10 Mitarbeiter, können es sich leisten, Mitarbeiter einzustellen, müssen jedoch selber mitarbeiten
Petty Bourgeoisie
Kleinbürgertum, sind eigenständige Unternehmer, die genügend Kapital besitzen, um ein eigenes Unternehmen zu gründen, es sich jedoch nicht leisten können, Mitarbeiter einzustellen, und daher gezwungen sind zu arbeiten.

Arbeitnehmer (Nicht-Besitzer von Produktionsmitteln), werden bei Wright anhand von zwei Merkmalen unterteilt: nach ihren Qualifikationsressourcen (Bildungsabschlüssen) und nach ihren organisatorische Ressourcen (Verfügungsgewalt über Material und Untergebene).

Schicht als Leitbegriff

Soziale Schichtung (auch: Stratifikation) ist ein Grundbegriff der Soziologie. Manchmal ist er auch Bestandteil makroökonomischer Betrachtungen.

Die Annahme, dass Gesellschaften (grundsätzlich oder in ihren heutigen typischen Ausformungen) stufenförmig (hierarchisch) aufgebaut sind, geht davon aus, dass sich auf diesen Stufen (in den „sozialen Schichten“) jeweils viele als gleichartig analysierbare soziale Akteure befinden, und dass die Schichten selbst sich nach bestimmten Kriterien deutlich einteilen lassen. Dabei werden objektive und subjektive Kriterien unterschieden.

Überblick soziologischer Ansätze

Der „Schicht“-Begriff ist, verglichen mit dem „Klassen“- und „Standes“-Begriff, verhältnismäßig neu. Als Begründer der Schichtungssoziologie gilt Theodor Geiger, dieser entwickelte 1932 Ansätze des Schichtenbegriffs für die Sozialstrukturanalyse des Deutschen Reiches als eine Auseinandersetzung mit dem „Klassen“-Begriff.

„Im Englischen ist social stratification (lat. stratum: Schicht) ein relativ spät aus der Geologie entlehnter Alternativbegriff gewesen, als „class“ immer erfolgreicher marxistisch interpretiert wurde. Im Unterschied zum Deutschen hat sich dort jedoch der Klassenbegriff erhalten, ohne seinen Benutzer als Marxisten zu kennzeichnen, ähnlich wie man in Großbritannien auch heute noch von „capitalism“ spricht, ohne diesen Begriff von dem im Deutschen politisch korrekten Begriff „Marktwirtschaft“ zu unterscheiden.“

Bei dieser Konzeption wird die Gesellschaft in eine unbestimmte Zahl von sozialen Schichten oder Gruppen eingeteilt, die nach Merkmalen wie Beruf, Bildung, Erziehung, Lebensstandard, Macht, Art der Kleidung, Religion, politische Meinung und Organisation definiert werden. Der Begriff ist eng mit den Auffassungen über die soziale Mobilität und die Kriterien der Industriegesellschaft verknüpft.

Die bekanntesten Schichtmodelle für Deutschland sind von Ralf Dahrendorf (1965; vgl. das „Dahrendorfhäuschen“), Karl Martin Bolte (1967; vgl. die „Bolte-Zwiebel“) und Rainer Geißler (1967). Das Modell Geißlers ähnelt dem von Dahrendorf, wird jedoch dadurch ergänzt, dass es zu dem Dahrendorfschen „Haus“ einen Anbau gibt, in dem spezielle Schichten für Ausländer definiert werden, also horizontal einteilende Schichtungsmerkmale hinzu treten. Unterhalb der Unterschicht wurden in den 1950er Jahren von Harriett B. Moore und Gerhard Kleining noch die „Sozial Verachteten“ angesetzt.

Die einfache Dreiteilung in Ober-, Mittel- und Unterschicht wird innerhalb der Soziologie analytisch nur noch selten verwandt. Sie erscheint aber in der Umgangssprache und gelegentlich („Neue Unterschicht“) in der Tagespolitik.

Soziale Schichtung im Bewusstsein

Laut dem französischen Soziologen Georges Balandier gibt es keine Gesellschaft ohne Macht und keine Macht ohne Hierarchie. Diese Vorstellung existiert nicht nur in der Soziologie, sondern hat sich tief in den sozialen Repräsentationen westlicher Gesellschaften verankert. Die Strukturierung der Gesellschaft in Schichten findet sich bereits in der Veda, der Bibel und dem Koran, auch in vielen Mythen von Naturvölkern; Mythen, die die gesellschaftliche Schichtung gleichzeitig erklären als auch legitimieren. Andere religiöse/spirituelle Texte versprechen eine Umkehrung der auf der Erde existierenden Verhältnisse (so bei Lukas 6, 20, vgl. auch Cargokult).

Max Weber, der Begründer der Religionssoziologie, hat in seiner Analyse feudaler Gesellschaften auf den Zusammenhang zwischen Religion und Klasse hingewiesen. Bei Weber reflektiert die Religion einerseits die existierenden gesellschaftlichen Hierarchien, andererseits drückt das Individuum durch seine religiöse Praxis auch die Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Schicht aus.

Objektive vs. subjektive Schichtung

Viele der klassischen Schichtungsmodelle (Klassen, Stände) hinterlassen den Eindruck, die Stratifikation wäre in einer Gesellschaft objektiv vorhanden. Schon Karl Marx wies jedoch mit seinem konzeptuellen Begriff Klassenbewusstsein und der Trennung von Klasse an sich und Klasse für sich auf den subjektiven Aspekt sozialer Schichtung hin.

Unabhängig davon, ob Hierarchien objektiv existieren oder nicht, haben Individuen immer das Bedürfnis, ihre soziale Umwelt zu ordnen und zu strukturieren (Kategorisierung). Ein Teilbereich der soziologischen Forschung befasst sich deswegen mit den sozialen Repräsentationen gesellschaftlicher Schichten. Mythen und religiöse Texte stellen einen Schwerpunkt der Analyse dar. So hat Stanisław Ossowski darauf hingewiesen, dass Mythen in den meisten Fällen eine vereinfachte Darstellung unserer Sicht des sozialen Raumes sind und diese erstaunlich häufig einfache Dichotomien aufweisen.

Auf die Schwierigkeiten, die objektive soziale Schichtung einer Gesellschaft zu untersuchen, hat der US-amerikanische Soziologe William Lloyd Warner hingewiesen. Warners Ziel war es, eine Typologie des gesellschaftlichen Raumes in US-amerikanischen Städten zu erstellen. Er legte jedoch stattdessen eine Typologie der subjektiven Vorstellungen der US-Amerikaner über ihren sozialen Raum vor. Warner schloss daraus, dass Klasse/Schicht nur dann vorhanden sein kann, wenn sich die Individuen ihr zugehörig fühlen und sich mit anderen Mitgliedern derselben Klasse/Schicht identifizieren. Diese Identifikation beruht auf der Vorstellung, die das Individuum von der bestehenden Sozialstruktur hat. Dort ordnet der Akteur sich und andere ein und weist Positionen zu.

Pierre Bourdieu verband das Konzept objektiver sozialer Klassifizierung mit dem der subjektiven Klassifizierung. Er untersuchte anhand einer umfangreichen empirischen Studie mit neu entwickeltem theoretischem Werkzeug, wie diese Klassifizierung vorzunehmen ist. Er stellte dabei fest, dass die Machtverhältnisse zwischen Individuen und Klassen bzw. Schichten ständigem Wandel unterworfen sind und jeweils neu adjustiert werden müssen. Dieser Vorgang ermöglicht es, dass die hierarchisierte soziale Ordnung innerhalb einer sozialen Formation eine objektive Existenz bekommt. Diese wird wiederum von den Individuen verinnerlicht und die soziale Ordnung brennt sich mit der Zeit in die Hirne ein. So werden soziale Unterschiede zur Grundlage der sozialen Unterscheidung, die die Wahrnehmung der sozialen Welt organisiert (Bourdieu 1979, S. 549).

Gegensätzliche Ordnungsmerkmale

Die einzelnen Schichtungsmerkmale bilden oft konträre (gegensätzliche, aber gestufte) soziale Gegensätze ab (solches sind Einkommen, Bildungsstufen, soziales Ansehen und Lebensstandard, -risiken, -chancen, Zufriedenheit etc.) – man hat mehr oder weniger davon. Teils aber auch werden sie kontradiktorisch aufgefasst (gegensätzliche und dichotomische: Eigentum, Herrschaft) – man hat sie entweder oder hat sie nicht. Moderne Modelle berücksichtigen stärker die gesellschaftliche Mobilität und die sozialen Unterschiede innerhalb gesellschaftlicher Milieus. Die jeweilige Gewichtung dieser einzelnen Merkmale wirft schwierige methodische Fragen auf, wenn man mit einem Modell weniger Schichten auskommen will. Einen Ausweg bilden hier Milieustudien.

Ur- und frühgeschichtliche Schichtungsmerkmale (Schönheit, Fertilität, Körpergröße, Kraft, Ausdauer, Mut) werden zur Bestimmung der Sozialstruktur gewöhnlich nicht erhoben, erscheinen zur Zeit jedoch insbesondere im westlichen Kulturkreis als zunehmend wichtige und einflussreiche Bestimmungsmerkmale von „Prominenz“, beispielsweise im show business oder im Sport. Doch gehen solche Merkmale in einige andere Schichtungsmerkmale ein, nicht selten auf noch nicht entschlüsselte Weise (vgl. Thomas Gautschi,Dominik Hangartner: Size Does Matter. Körpergröße, Humankapital und Einkommen. In: Soziale Welt, 2006, 273–294).

Betriebswirtschaftlich beeinflusste Definitionen

Das häufig auch nur „Goldthorpe-Klassenschema“ genannte Schema nach Robert Erikson und John Goldthorpe ist mit Modifizierungen in der Soziologie, aber noch häufiger in der Marktforschung verbreitet. Die Begrifflichkeiten wie Schicht und Klasse haben heutzutage große Schnittmengen und müssen gemeinsam betrachtet, untersucht und gegeneinander wo möglich abgegrenzt werden. Dieses Klassenschema kann nach den Kriterien einiger Soziologen eher als Schichtungsschema mit milieubezogenen Merkmalen bezeichnet werden. Goldthorpe unterteilt die Bevölkerung in sieben Klassen (Schichten), die er teilweise noch feiner weiter untergliedert. Er unterscheidet seine Klassen anhand ihrer Einkommensquellen und ihrer Stellung im Wirtschaftsprozess.

Die Kategorien des Klassenschemas lauten:

  1. obere und mittlere Ränge der Dienstklasse (= höhere und mittlere Ränge der akademischen Berufe, der Verwaltungs- und Managementberufe; Großunternehmer)
  2. niedrige Ränge der Dienstklasse
  3. nicht-manuelle Berufe mit Routinetätigkeiten (vor allem Büroberufe, auch Verkaufsberufe)
  4. Selbständige mit 2-49 Mitarbeitern
  5. Kleine Selbständige mit 1 Mitarbeiter oder allein
  6. Selbständige Landwirte
  7. Techniker; Aufsichtskräfte der Beschäftigten im manuellen Bereich (Vorarbeiter, Meister)
  8. Facharbeiter
  9. un- und angelernte Arbeiter
  10. Landarbeiter
  11. Abspaltung von Klasse 3: Berufe ohne jegliche bürokratische Einbindung.

Dieses Messkriterium hat den Vorteil, dass es für empirische Marktforschung einfach zu operationalisieren ist. Da bei ihm auch die oberste Klasse als „Dienstklasse“ bezeichnet wird, fehlt ihm jedoch die für Massenmärkte unbedeutende Spitzenklasse, die empirisch auch in der Soziologie sehr schwer zu erforschen ist, jedoch in einer umfassenden Sozialstrukturanalyse nie fehlen darf: sehr reiche Selbstständige (the super-rich), Spitzenpolitiker, Kirchenoberhäupter, Vertreter von Medien und Wissenschaft, die so genannte Elite. Soziologisch ist das Goldthorpsche Schema daher unvollständig, kann aber je nach Fragestellung ergänzt werden.

Hier sei darüber hinaus auf das ähnlich nach Konsumentengruppierungen operierende Klassenmodell nach Engel, Blackwell und Kollat verwiesen, das auch die Oberschichten berücksichtigt.

Die Verwendung eines modifizierten Goldthorpe-Schemas spielte eine Rolle bei Untersuchungen zum Individualisierungstheorem, denen zufolge der prägende Einfluss der Sozialstruktur auf Problemlagen, Interessen und Verhaltenstendenzen schwindet. Der Soziologe Walter Müller hat dagegen am Beispiel des Wahlverhaltens gezeigt, dass eine Aufspaltung der Dienstklasse in administrative Dienstklasse, soziale Dienste und Experten zu Ergebnissen führt, die diesen Aspekt des Individualisierungstheorems in Zweifel ziehen lassen.

Wissenschaftliche Anwendung

Benutzt werden die Hierarchien nicht nur, um Gesellschaften zu typologisieren und zu kategorisieren, sondern auch als Werkzeug, um komplexe Gesellschaften anhand einiger weniger Kriterien vereinfacht darzustellen und sie so untersuchen, vergleichen und erklären zu können. Verschiedene Ansätze, wie diese soziostrukturellen Hierarchien ausgestaltet sind, haben sich im Laufe der Soziologiegeschichte gebildet. Die Forschung interessiert sich dabei insbesondere für die Beschreibung der (Macht-)Beziehungen zwischen den Schichten und ihren Angehörigen, für die Soziale Mobilität, d. h. den Wechsel der Individuen zwischen verschiedenen Schichten (sozialer Auf- und Abstieg), für die Entstehung und Reproduktion dieser hierarchischen Strukturen, aber auch für ihre Veränderung (Sozialer Wandel). Ebenfalls oft untersucht werden die Auswirkungen sozialer Schichtung auf die Akteure.

Mit Hilfe des Schichtbegriffes lassen sich sowohl soziale Tätigkeitsveränderungen innerhalb einer Gruppe als auch Rangunterschiede bzw. Auf- bzw. Abstieg in andere Gruppen modellieren. Der relativ starre marxistische Klassenbegriff, der sich ausschließlich auf die Stellung im Produktionsprozess bezieht, wurde im 20. Jahrhundert von verschiedenen Soziologen erweitert. Der Schicht-Begriff war von vornherein weiter gefasst. Das Schichtmodell geht über die einfache zweipolige Anschauung von „oben“ stehenden „Anführern“, den so genannten Eliten, und der „unten“ positionierten „Masse“, den „Dominierten“ hinaus, denn zwischen diesen beiden Extremen existieren intermediäre Schichten.

Gerade auf diesen Mittelschichten ruht die Stabilität der politischen Ordnung nach Aristoteles. Sie stelle den Großteil der Bevölkerung. Helmut Schelsky hat hier die (umstrittene) Hypothese formuliert, dass moderne Gesellschaften zur „nivellierten Mittelstandsgesellschaft“ tendieren.

Methodisch hat jede Schichtenanalyse mit dem Problem der „Statusinkonsistenz“ zu kämpfen. Denn nach einem besonderen Merkmal kann eine untersuchte Person einer oberen, aber nach einem besonderen anderen einer unteren Schicht zugehörig sein. Krasse Beispiele dafür sind im Märchen der Schweinehirt, der die Prinzessin heiratet (Hypogamie), und in der Wirklichkeit der Langzeitarbeitslose als Lottomillionär. Zwischen sozialen Schichten ist für die einzelnen Akteure also grundsätzlich ein Wechsel möglich (sozialer Aufstieg oder Abstieg: soziale Mobilität).

Milieu als Leitbegriff

Hauptartikel: Soziales Milieu

Als Soziales Milieu wird nach Émile Durkheim die soziale Umgebung beschrieben, in der ein Individuum aufwächst und lebt. Durkheim unterscheidet zwischen innerem und äußerem sozialen Milieu. Rainer Lepsius hat den Begriff später aufgegriffen um Wahlverhalten zu erklären, er unterscheidet innerhalb der Weimarer Republik drei große sozialmoralische Milieus, in welchen die Personen „von der Wiege bis zur Bahre“ umgeben waren, nämlich

  • das liberal-protestantische Milieu,
  • das sozialdemokratische Milieu und
  • das katholische Milieu.

In der Lebensstil- und Ungleichheitsforschung wurde in den 1980er Jahren der Milieu-Begriff ausdifferenziert und eine Unterscheidung zwischen sozialer Lage, Lebenszielen und Lebensstilen getroffen, die Handlungsmuster zur Erreichung von Lebenszielen beschreiben. Der „Milieu“-Begriff geht davon aus, dass der Lebensstil von Menschen nicht nur auf Grund äußerer Umstände, sondern auch von inneren Werthaltungen geprägt wird. Der Begriff „soziales Milieu“ bezieht sich damit auf Gruppen von Individuen mit ähnlichen Lebenszielen und Lebensstilen und umfasst Mentalität und Gesinnung der Personen. Durch die zunehmende Pluralisierung der Gesellschaften und die Individualisierung der Lebensstile wird die vormals enge Verknüpfung zwischen sozialer Lage und Milieus gelockert, auch wenn soziale Milieus weiterhin nach Status und Einkommen hierarchisch eingeordnet werden können.

Andere Leitbegriffe

Die Ethnologie hat, vor allem bei Stammesgesellschaften, weitere Leitbegriffe heraus gearbeitet, solches sind Verwandtschaft, Clan, Moiety oder Phratrie.

Arbeitsmigranten bringen zuweilen solche Vorstellungen auch in Industriebetriebe ein und übertragen dortige Organisationsstrukturen in die ihrer Kultur spezifischen Strukturen und interpretieren sie auf dieser Grundlage. Dabei beobachten und urteilen sie sehr differenziert, weil dafür ihre mitgebrachten Kategorien durchaus komplex genug erscheinen, wie es Bruce Kapferer in Kabwe (Sambia) erforscht hat (Strategy and Transaction in an African Factory, Manchester 1972).

Datenquellen

Eine Analyse der Sozialstruktur bedient sich nicht selten auch der Daten aus der demografisch und statistisch orientierten Bevölkerungsstruktur und der volkswirtschaftlich orientierten Wirtschaftsstruktur. Sie sind für die Querverbindungen zwischen Soziologie, Verwaltung und den Wirtschaftswissenschaften wichtig. Doch werden dort andere Daten nach anderen Merkmalen, unter anderen rechtlichen Voraussetzungen und für andere Zwecke als die der soziologische Analyse erhoben und präsentiert.

Siehe auch

Quellen und weiterführende Literatur

  • Georges Balandier: Stratifications sociales. In: Georges Balandier und Roger Bastide (Hrsg.): Perspectives de la sociologie contemporaine. PUF, Paris 1968, S. 3–20.
  • Reinhard Bendix, Seymour Martin Lipset: Class, Status and Power, a Reader in Social Stratification. The Free Press, New York 1966.
  • Peter Blau: Inequality and Heterogeneity: A primitive theory of social structure. 1977.
  • Katharina Bleuer: Les inégalités sociales – Définitions, articulations et conséquences. Université de Neuchâtel 1995.
  • Pierre Bourdieu: Die feinen Unterschiede. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1987. (Französische Originalausgabe: La Distinction. Editions de Minuit, Paris 1979).
  • Nicole Burzan: Soziale Ungleichheit. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2005.
  • Roger Cornu, Janina Lagneau (Hrsg.): Hiérarchie et classes sociales. Armand Colin, Paris 1969.
  • Günter Endruweit: Milieu- und Lebensstilgruppe – Nachfolger des Schichtenkonzepts? Hampp, München/Mering 2000.
  • Theodor Geiger: Die soziale Schichtung des deutschen Volkes. Enke, Stuttgart 1932.
    • Rainer Geißler: Die Schichtungssoziologie von Theodor Geiger. Zur Aktualität eines fast vergessenen Klassikers. In: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie. 37. Jg., 1985, S. 378–410,
  • Rainer Geißler: Die Sozialstruktur Deutschlands. Die gesellschaftliche Entwicklung vor und nach der Vereinigung. 3. gründl. überarb. Auflage. Westdeutscher Verlag, Opladen 2002, ISBN 3-531-32923-5.
  • Jörg Gutberger: Volk, Raum und Sozialstruktur. Sozialstruktur- und Sozialraumforschung im „Dritten Reich“. LIT, Münster 1999, ISBN 3-8258-2852-2.
  • Dieter Holtmann: Die Sozialstruktur der Bundesrepublik Deutschland im internationalen Vergleich. Universitätsverlag, Potsdam 2007, ISBN 978-3-939469-62-9
  • Stefan Hradil: Die Sozialstruktur Deutschlands im internationalen Vergleich. 2. Auflage. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2006, ISBN 978-3-531-14939-4.
  • Paul Mombert: Die Tatsachen der Klassenbildung. In: Schmollers Jahrbuch für Gesetzgebung, Verwaltung und Volkswirtschaft im Deutschen Reich. Jg. 44, 1920, H. 4, S. 93–122.
  • Walter Müller: Klassenstruktur und Parteiensystem. Zum Wandel der Klassenspaltung im Wahlverhalten. In: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie. 50, 1998.
  • Jörg Rössel: Plurale Sozialstrukturanalyse. Eine handlungstheoretische Rekonstruktion der Grundbegriffe der Sozialstrukturanalyse. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2005.
  • Jörg Rössel: Sozialstrukturanalyse. Eine kompakte Einführung. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2009.
  • Bernhard Schäfers: Sozialstruktur und sozialer Wandel in Deutschland. 2005.
  • Georg Simmel: Zur Soziologie der Familie. In: Vossische Zeitung. Berlin, 30. Juni und 7. Juli 1885.
  • Georg Simmel: Soziologie der Konkurrenz. In: Neue Deutsche Rundschau. Berlin, Oktober 1903.
  • Georg Simmel: Exkurs über den Adel. In: Soziologie. Untersuchung über die Formen der Vergesellschaftung, Berlin 1908.
  • Wolfgang Teckenberg: Klassen als Kontexte im europäischen Gesellschaftsvergleich. In: Soziale Welt, 55 (2004), Heft 4, S. 389–424.
  • Ferdinand Tönnies: The Present Problems of Social Structure. In: American Journal of Sociology, 10 (1905), Heft 5, S. 569–588
  • Michael Vester, Peter von Oertzen, Heiko Geiling, Thomas Hermann, Dagmar Müller: Soziale Milieus im gesellschaftlichen Strukturwandel. Zwischen Integration und Ausgrenzung. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2001.
  • W. Lloyd Warner: The study of social stratification. In: Review of Sociology. New York 1957, S. 221–258.
  • Max Weber: Wirtschaft und Gesellschaft. (seit 1921/22 diverse Ausgaben, „Soziologische Grundbegriffe“, Mohr, Tübingen 1984 / UTB für Wissenschaft; 541)
  • Erik Wright: Classes. 1985.

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  • Sozialstruktur — das aus den Elementen: Bildungsgrad, Stellung im Beruf, Höhe des Einkommens, Wertschätzung einzelner beruflicher Tätigkeiten in der öffentlichen Meinung sich aus verschiedenen sozialen Schichten bildende Gefüge des Gesellschaftsaufbaus.… …   Lexikon der Economics

  • Sozialstruktur — So|zi|al|struk|tur 〈f.; Gen.: , Pl.: en; Soziol.〉 soziale Struktur, Gliederung der Gesellschaft bzw. ihrer unterschiedlichen Gruppen u. Schichten, Gesellschaftsstruktur …   Lexikalische Deutsches Wörterbuch

  • Sozialstruktur — So|zi|al|struk|tur die; , en: Gesellschaftsform; inneres Beziehungsgefüge einer Gesellschaft, das aus Schichten, Gruppen, Institutionen, Rollen besteht …   Das große Fremdwörterbuch

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