Stefano D'Arrigo

Fortunato Stefano D’Arrigo (* 15. Oktober 1919 in Alì Marina, heute Alì Terme, Provinz Messina; † 2. Mai 1992 in Rom) war ein italienischer Schriftsteller.

Inhaltsverzeichnis

Biographie

Wie bei nur wenigen anderen großen Schriftstellern, deckt sich die Biographie von Stefano D'Arrigo in ihrem mittleren und auch wichtigsten Teil (der ungefähr zwischen dem 35. und dem 55. Lebensjahr anzusiedeln ist) mit der peinigenden, endlosen Fertigstellung seines Haupt- und Meisterwerks Horcynus Orca, an dem er ungefähr 20 Jahre, von der Mitte der 50er Jahre bis 1974, gearbeitet hat.

Fortunato Stefano D'Arrigo wurde am 15. Oktober 1919 in Alì Terme (damals Alì Marina) geboren, einer kleinen Küstenstadt in der Provinz von Messina. Kurz nach seiner Geburt wanderte sein Vater Giuseppe auf der Suche nach Arbeit und wirtschaftlichem Glück in die Vereinigten Staaten aus.

In Alì Terme ging D'Arrigo in die Grundschule und siedelt 1929 nach Milazzo über, wo er zunächst die Mittelstufen und danach das altsprachliche Gymnasium besuchte. 1938 zog er nach Messina um; dort schrieb er sich in die Literaturwissenschaftliche Fakultät ein. 1942 schloss er sein Studium mit einer Staatsexamensarbeit über Friedrich Hölderlin ab. Während der Studienjahre wurde er zum Militärdienst im Rahmen der "Freiwilligen Studenten" nach Friaul einberufen und nahm an einem Lehrgang für Offiziersanwärter teil, von dem er aber ausgeschlossen und nach Sizilien zurückgeschickt wurde. Hier leistete er während des Zweiten Weltkriegs bis zur Landung der Alliierten auf Sizilien 1943 seinen Dienst als Leutnant in Palermo ab.

Nach einem weiteren Zwischenaufenthalt in Messina siedelte er 1946 nach Rom über, wo er als Journalist und Kunstkritiker arbeitete. Er besuchte Museen und Galerien und traf mit Kunstsammlern zusammen. Als Kunstkritiker arbeitete er für die Tageszeitungen "Il Tempo" und "Il Giornale d'Italia" und für die Wochenzeitung "Vie Nuove". 1948 heiratete er Jutta Bruto, die ihm sein ganzes Leben lang zur Seite stand und für ihn als Schriftsteller eine so aufmerksame und kritische Gesprächspartnerin war (auch sie hatte ihr Staatsexamen in Literaturwissenschaft abgelegt), dass er ihr den Horcynus Orca mit Worten tiefster Anerkennung widmete: "Für Jutta, die es verdienen würde, auf der Titelseite zu stehen, gemeinsam mit ihrem Stefano".

Das Jahr 1950 ist ein Jahr von besonderer Bedeutung für den künftigen Romanschriftsteller. Mit Freunden unternimmt er eine Reise an die Meerenge von Messina, und von dort kündigt er seiner Frau Jutta in einem Brief an, er wolle sich mit einem literarischen Werk von großem epischen Atem beschäftigen. Im gleichen Jahr betreut er die Herausgabe eines Katalogs für die Ausstellung seines älteren Freundes Giovanni Omiccioli. In der Einleitung zu diesem Katalog findet sich nicht nur eine detailgenaue Darstellung des harten Lebens der Fischer von Scilla, dem antiken Skylla - echten "Odyssiden" (denn sie sind möglicherweise die Nachkommen der Gefährten des homerischen Helden, die sich ins Wasser geworfen haben, um dem Gesang der Sirenen zu folgen) -, die dem Fisch unermüdlich nachsetzen und den Hunger stillen wie eine »furchterregende Reise der Erkenntnis«, eine Darstellung, die, aus der Nähe betrachtet, die künftigen "Pellisquadre" (benannt nach ihrer von Salz und Sonne gehärteten Haut) von Cariddi, dem antiken Charybdis, abbildet, sondern auch den berühmten Pentameter in nuce enthält, mit dem der Horcynus Orca 25 Jahre später abschließt: »begrenztes, doch verzweifeltes, weit ausgreifendes tägliches Abenteuer dieser Fischer, die gebeugt und gedankenverloren in einer strengen, nie sich ändernden Bewegung, in einem immer wiederholten Versuch, das Boot hinein-, tiefer hinein zu rudern, wo das Meer Meer ist

Etwa ab der Mitte der 50er Jahre widmet sich D’Arrigo ausschließlich seinem literarischen Schaffen. Er schreibt einen Lyrik-Band, ‘‘Codice siciliano‘‘ [Sizilianischer Kodex], der 1957 im Verlag Scheiwiller in Mailand veröffentlicht wird (1978 wird dieser EBand, um eine Vielzahl von Gedichten erweitert, in der Lyrik-Reihe Lo Specchio des Mondadori Verlags, Mailand, erneut vorgelegt). Im darauf folgenden Jahr 1958 erhält er dafür den Literaturpreis von Crotone (in der Jury sitzen u.a. Giuseppe Ungaretti und Carlo Emilio Gadda). Neben den Gedichten entsteht das schon vor langem konzipierte Werk „von großem epischem Atem“, dem D’Arrigo den Titel „La testa del delfino“ [Der Kopf des Delphins] gibt. Er schreibt die 600 Seiten in einem Wurf zwischen 1956 und 1957. Dieses Werk ist die Urfassung des Romans, der später, nach zahllosen Überarbeitungen und Ergänzungen, die sich an die zwanzig Jahre hinziehen, der Horcynus Orca wird.

Im Verlauf des Jahres 1958 unterzieht D’Arrigo den Text von “La testa del delfino“ einer ersten Überarbeitung und schickt zwei Episoden daraus an die Jury des Literaturpreises Cino del Duca. Der Preis wird ihm zugesprochen, und dieses Ereignis verändert D’Arrigos Leben, denn unter den Juroren ist Elio Vittorini, der von diesem 'work in progress' begeistert ist und D’Arrigo bittet, diese Episoden von etwa 100 Seiten in der Literaturzeitschrift Menabò veröffentlichen zu dürfen, die er gemeinsam mit Italo Calvino herausgab; der Verleger Arnaldo Mondadori bietet ihm einen Vertrag für die Veröffentlichung des gesamten Manuskripts an und setzt D’Arrigo gleichzeitig ein festes Monatsgehalt für die Dauer der Fertigstellung der Fassung aus. D’Arrigo nimmt beide Angebote an und beginnt mit der Überarbeitung des bisher Geschriebenen. Im folgenden Jahr erscheinen zwei Kapitel in der dritten Nummer der Zeitschrift Menabò unter dem Titel „I giorni della fera“ [Tage der Fere].

Dennoch war D’Arrigo über die Veröffentlichung nicht glücklich: Vittorini und Calvino wollten dem Text ein Glossar anfügen, das dem mit dem Sizilianischen nicht vertrauten Leser die Bedeutung einer Vielzahl dialektaler Ausdrücke verdeutlichen sollte. D’Arrigo dagegen war der Meinung, die von ihm in einer ganz bestimmten Weise bearbeiteten und eingesetzten Ausdrücke würden sich aus sich selbst und aus dem Zusammenhang erklären, und lehnte es ab, dieses Glossar zu erstellen, denn er wollte nicht als ein Schriftsteller angesehen werden, der den Dialekt beliebig und oberflächlich verwendet. Die Episoden sind dann doch mit einem Glossar erschienen. D’Arrigo hat immer vermutet, dass sein Freund, der aus Sizilien stammende Maler Renato Guttuso, dieses Glossar für Vittorini und Calvino erarbeitet hat.

Nach dieser Veröffentlichung im Menabò erreichen D’Arrigo Angebote der Verlage Einaudi, Garzanti und Feltrinelli, was für einen nahezu unbekannten Schriftsteller, der seine erste erzählerische Arbeit vorgelegt hatte, ein unglaublicher Vorgang war. Er überarbeitet das Romanmanuskript noch einmal, das er dem Mondadori Verlag laut Vertrag innerhalb kurzer Zeit in der endgültigen Fassung vorlegen soll. Der vorläufige Titel lautet jetzt „I fatti della fera“ [Die Geschichten der Fere], und das ‚endgültige‘ Manuskript von 1305 Seiten geht im September 1961 endlich an den Verleger.

Alles scheint schnell voranzugehen, denn bald darauf schickt der Verlag D’Arrigo die Fahnen zu, die er, entsprechend den vertraglichen Vereinbarungen, innerhalb eines Monats korrigiert zurücksenden soll. D’Arrigo ist absolut sicher, dass er es schafft, und lehnt die Mithilfe der Verlagslektoren ab. Er verspricht, die Fahnen in spätestens zwei Wochen korrigiert zurückzuschicken.

Unterdessen erscheint D’Arrigo 1961 in Pier Paolo Pasolinis Film-Erstling Accatone in der Rolle des Staatsanwalts.

Und aus den versprochenen vierzehn Tagen für die Korrektur der Fahnen werden annähernd vierzehn Jahre. Die Arbeit ist mühselig und kostet ihn die Gesundheit, die körperliche ganz sicher, aber auch irgendwie die geistige. In einem Brief an seinen Freund Zipelli gegen Ende des Jahres 1966 schreibt D’Arrigo: »…mein Verstand… vielleicht wird er nie mehr wieder Verstand sein… ich möchte nur, dass er noch durchhält… gerade so lange, um Ordnung in die letzten Seiten meines Buches zu bringen und es abzuschließen, abschließen…« Noch 1972 schreibt Italo Calvino am 15. Juni in einem Brief an Anna Scriboni über den »mythischen Stefano D’Arrigo, der seit Jahren einen Roman zu Ende bringt, über den man wie von einem italienischen Joyce spricht, und doch kennt man von ihm nur die Seiten, die im Menabò 3 veröffentlicht wurden, und seit dem ist er der „Fall“, der die italienische Literatur den Atem anhalten lässt.«

Die inzwischen bei Rizzoli im Rahmen der kritischen Gesamtausgabe veröffentlichte Urfassung mit dem Titel "I fatti della fera" vermittelt einen Eindruck von der immensen Arbeit, die von diesem Textcorpus bis zur vorläufig endgültigen Veröffentlichung der Schlussfassung Anfang 1975 unter dem Titel „Horcynus Orca“ reicht.

Als der Roman endlich erscheint, ist die Kritik durchwegs enthusiastisch. Die wenigen unsachlich motivierten negativen Stimmen (Enzo Siciliano, Pietro Citati) dürfen in der Rückschau als überholt und unfundiert außer Acht gelassen werden. Die weitaus große Mehrheit der Kritiker ist begeistert. Das Werk steht ganze 11 Jahre auf der Liste der 50 meistverkauften belletristischen Bücher der Turiner Tageszeitung La Stampa. Gleichwohl fährt D‘Arrigo bis zu seinem Tod 1992 mit dem Feinschliff an diesem Werk fort und bringt weitere, wenn auch nur geringfügige Änderungen an. Die kritische Ausgabe von 2003 darf als die „Fassung letzter Hand“ betrachtet werden.

Im Jahr 1977 wendet sich D’Arrigo noch einmal der Kunst zu und schreibt einen Essay für den Ausstellungskatalog seines Freundes, des Bildhauers Giuseppe Mazzullo, mit dem Titel „La grandezza in pietra di Mazzullo“ [Mazzullos Größe in Stein].

1985 veröffentlicht D’Arrigo, wieder im Mondadori Verlag, seinen zweiten (und letzten) Roman, „Cima delle nobildonne“ [Die Edelste der edlen Frauen], ein Werk, das völlig anders ist als sein Vorgänger, nicht nur wegen der leichter zugänglichen Sprache, auch wenn sie 'hoch' und mitunter 'technisch' ist, was mit dem Thema zu tun hat, sondern auch wegen seines reduzierten Umfangs von knapp 200 Seiten. Sein Ausgangspunkt ist die ikonografische Verknüpfung der Pharaonin Hatschepsut (deren Name eben das bedeutet: Gipfel der edlen Frauen) mit der Placenta. D’Arrigo stellt sich folgendes vor: eine Gruppe von Medizinern macht bei der Einrichtung eines Museums für die Placenta die Entdeckung, dass die genetische Struktur des Menschen Mörderelemente enthält, zum Beweis dafür, dass der Tod aufs engste mit dem Leben bis in seine letzten (und frühesten) Verästelungen hinein verbunden ist. In diesem Sinn verhält „Cima delle nobildonne“ sich thematisch spiegelbildlich zum „Horcynus Orca“, denn während der große Roman Keime des Lebens im Triumph des Todes findet (man denke nur an die „Cicirella“, das Fischlein, in der Wunde des Orca), ist es jetzt der Keim des Todes, den man in der lebenspendenden Placenta findet.

Für die Festspiele im griechisch-römischen Theater von Taormina stellt D’Arrigo 1989 eine Bühnenfassung des Horcynus Orca her, die in der Inszenierung von Roberto Guicciardini mit großem Erfolg vorgestellt wird.

Und noch einmal denkt er, trotz seines bedenklichen Gesundheitszustandes, an ein neues, groß angelegtes literarisches Werk. In dem Brief vom 30. September 1991 an seinen Freund Zipelli schreibt er, er beschäftige sich mit dem Gedanken an »ein Werk, das dem Horcynus Orca gleichkommt und doch verschieden« sei, auch wenn ihm bewusst sei, nicht noch einmal zwanzig Jahre vor sich zu haben, die er für den ersten Roman brauchte, noch auch »jene Vitalität, jene Gesundheit«, die dieser Roman gefordert und für immer in sich aufgenommen habe.

Am 2. Mai 1992 stirbt Stefano D’Arrigo im Schlaf in seiner Wohnung in Rom.


Hauptwerk

D’Arrigo hat nur wenige literarische Werke geschaffen. Darunter sein Hauptwerk, den Roman Horcynus Orca, der in den literarischen Kreisen Italiens als das bedeutendste Romanwerk der italienischen Literatur des 20. Jahrhunderts angesehen wird. An diesem Roman arbeitete er seit Mitte der fünfziger Jahre bis zu seiner Veröffentlichung 1975 im Verlag A. Mondadori in Mailand und darüber hinaus. Der ursprüngliche Name des 600 Seiten umfassenden Romans war La Testa del Delfino (dt. Der Kopf des Delphins); Elio Vittorini und Italo Calvino, die gemeinsam die Literaturzeitschrift Menabò herausgaben, veröffentlichten 1961 den Vorabdruck zweier Episoden daraus; diese umfaßten 100 Seiten und erschienen unter dem Titel I giorni della fera. Vittorini und Calvino hatten es für ratsam gehalten, zum besseren Verständnis der auf dem Sizilianischen beruhenden Erzählsprache des Romans ein Sizilianisch-Italienisches Glossar anzufügen. D’Arrigo war darüber verärgert, denn seiner Meinung nach war die dialektal gefärbte Sprache aus dem Kontext heraus absolut verständlich. Der Mondadori Verlag wollte nach dieser ersten Veröffentlichung nun das gesamte Werk (das erst im Jahr 2000 postum im Rahmen der kritischen Ausgabe des Rizzoli Verlags unter seinem von D'Arrigo festgelegten Titel "I fatti della fera" [Die Geschichten der Fere] veröffentlicht wurde) so bald wie möglich herausbringen. Doch nach den ersten Fahnen machte sich D'Arrigo noch einmal an eine gründliche Überarbeitung des gesamten Materials, und das nahm ganze 14 Jahre in Anspruch. Das Werk erschien dann erst im Januar 1975, und war mit 1257 Seiten mehr als doppelt so umfangreich wie die ursprüngliche Fassung. Der Titel, den der Roman jetzt trug, Horcynus Orca, spiegelt - gegenüber der früheren Fassung - den Weg wider, den der Autor seit Beginn seiner Arbeit an diesem gigantischen Epos zurückgelegt hatte.

Horcynus Orca ist neben Melvilles Moby Dick und Hemingways Der alte Mann und das Meer der dritte bedeutende Meeres-Roman der Weltliteratur. Die Geschichte spielt an lediglich fünf Tagen vom 4. bis zum 8. Oktober 1943. Namensgebend ist die zoologische Benennung des Mörderwals, der hier als Metapher für den Tod erscheint. Der Roman behandelt in fünfzig zusammenhängenden episodenhaften Erzählungen das uralte homerische Thema von Heimkehr und Tod, weshalb man den Horcynus Orca neben dem Ulysses von James Joyce auch als eine moderne 'Odyssee' bezeichnet hat. Die Hauptfigur des Romans ist der Oberbootsmann 'Ndrja (die sizilianische Form für den italienischen Männernamen 'Andrea') Cambrìa, der aus den Kampfhandlungen des Zweiten Weltkriegs in Neapel flieht und sich zu Fuss auf den Weg durch das gesamte Kalabrien zu seinem Dorf Cariddi (Charybdis) auf der sizilianischen Seite der Straße von Messina aufmacht. Als er nach vielen Begegnungen und überwundenen Prüfungen endlich dort ankommt, muss er erkennen, dass der Krieg alle Menschen tiefgreifend verändert hat, die er bei seiner Einberufung dort zurückgelassen hatte, auch seinen Vater und seine engsten Freunde. Als er am Ende in einen Ruderwettkampf auf offenem Meer eintritt, bei dem er im Fall eines Sieges ein von den Engländern gestiftetes Fischerboot gewinnen konnte und damit seine Existenz und die seiner engsten Freunde sichern will, tötet ihn die Kugel eines englischen Soldaten. Die Geschichte seiner Rückkehr spielt sich als moderne Gestaltung einer Vielzahl antiker Mythen ab, deren Folie für den mit diesen Mythen Vertrauten im Hintergrund durchscheint.

Eine Übersetzung dieses Romans und aller anderen Werke von D'Arrigo liegt noch in keiner Sprache vor. Allerdings ist für den deutschen Sprachraum zu vermelden, dass eine Übersetzung des umfangreichen und sprachlich schwierigen Horcynus Orca in Arbeit ist. Der Übersetzer ist Moshe Kahn, der sich für das Werk seit vielen Jahren eingesetzt hat, und der Verleger Egon Ammann wird es im Ammann Verlag, Zürich, zum Frühjahr 2011 veröffentlichen. Der Grund dafür, dass der Horcynus Orca bisher in keine andere Sprache übersetzt wurde - abgesehen von einem am Ende aus kommerziellen Gründen gescheiterten amerikanischen Versuch von Stephen Sartarelli - und damit auch noch nicht die internationale Wertschätzung erfahren konnte, die ihm zukommt, hat im Wesentlichen zwei Ursachen: zum einen die außerordentliche Schwierigkeit seiner sprachlichen Umsetzung und zum anderen die Furcht der Verleger in einer immer stärker vom kommerziellen Gewinndruck geprägten Verlagslandschaft, für einen außerhalb Italiens unbekannten Dichter ein nicht unbeträchtliches verlegerisches und damit finanzielles Risiko einzugehen, auch wenn sein Horcynus Orca zum Bedeutendsten gehört, was der europäische Roman des 20. Jahrhunderts neben Proust, Musil, Joyce, Kafka und A. Cohen hervorgebracht hat.

Weitere Werke

  • 1957: Codice siciliano (dt. Sizilianischer Kodex)
  • 1961: I fatti della fera (ISBN 88-1766-981-4) (Im Jahr 2000 postum veröffentlicht.)
  • 1975: Horcynus Orca (ISBN 88-9001-054-1) (engl. Killer Whale, ISBN 88-1787-228-8)
  • 1985: La cima delle nobildonne (dt. Der Gipfel der edlen Frauen)

Sonstiges

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