Stuttgarter Schule


Stuttgarter Schule

Als Stuttgarter Schule werden Stilrichtungen in der Architektur bezeichnet, die von der Architekturabteilung der Technischen Hochschule Stuttgart gelehrt und vertreten wurden.

Die bekanntesten Vertreter der „ersten“ Stuttgarter Schule zwischen den beiden Weltkriegen waren Paul Schmitthenner, ab 1918 Professor für Baukonstruktion und Entwerfen, sowie Paul Bonatz, bekannt durch den Entwurf des Stuttgarter Hauptbahnhofs, außerdem Wilhelm Tiedje, Heinz Wetzel, Martin Elsaesser, Carl Kersten und Hugo Keuerleber.

Diese Schule verwarf den Historismus, vertrat aber trotzdem eine klassisch und konservativ geprägte Bauweise. Die Gestalt eines Bauwerks sollte aus der Konstruktion einer material- und werkgerechten Bauweise, ausgeführt in handwerklichen Traditionen und mit natürlichen Materialien, entstehen. Mit dem Architekturkonzept des Bauhauses konnte sie sich nicht anfreunden, was beispielsweise zu heftiger Kritik an der Weißenhofsiedlung führte. Als Gegenmodell zur Weißenhofsiedlung errichteten 1933 mehrere Mitglieder der Gruppe in Stuttgart die Kochenhofsiedlung.

Nach 1945 sprach man von der „zweiten“ Stuttgarter Schule, die von der Generation um Richard Döcker, Rolf Gutbrod und Rolf Gutbier, später Hans Kammerer, Peter C. von Seidlein, Jürgen Joedicke und Klaus Humpert vertreten wurde.

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