Söflingen

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Söflingen
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Ulm
Ulm
Deutschlandkarte, Position der Stadt Ulm hervorgehoben
48.49.9833333333333H√∂henangabe falsch oder mehr als zwei NachkommastellenKoordinaten: 48¬į¬†24‚Ä≤¬†N, 9¬į¬†59‚Ä≤¬†O
Basisdaten
Bundesland: Baden-W√ľrttemberg
Regierungsbezirk: T√ľbingen
Landkreis: Stadtkreis
H√∂he: 459‚Äď646¬†m √ľ.¬†NN
Fläche: 118,69 km²
Einwohner: 121.434 (31. Dez. 2007)[1]
Bevölkerungsdichte: 1023 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 89073‚Äď89199
Vorwahlen: 0731, 07304,
07305, 07346
Kfz-Kennzeichen: UL
Gemeindeschl√ľssel: 08 4 21 000
Stadtgliederung: 18 Stadtteile
Adresse der Stadtverwaltung: Marktplatz 1
89073 Ulm
Webpräsenz:
Oberb√ľrgermeister: Ivo G√∂nner (SPD)
Blick auf Ulm: die Neutorbr√ľcke mit dem Ulmer M√ľnster

Ulm ist eine Universit√§tsstadt in Baden-W√ľrttemberg und liegt an der Donau, am s√ľd√∂stlichen Rand der Schw√§bischen Alb. Die Stadt hat √ľber 120.000 Einwohner, bildet einen eigenen Stadtkreis und ist dar√ľber hinaus Sitz des Landratsamtes des Alb-Donau-Kreises. N√§chste gr√∂√üere St√§dte sind Augsburg und M√ľnchen im S√ľdosten, etwa 70¬†km beziehungsweise 130¬†km entfernt, und Stuttgart im Nordwesten, etwa 90¬†km entfernt.

Ulm ist nach dem Landesentwicklungsplan Baden-W√ľrttemberg eines von insgesamt 14 Oberzentren des Landes und bildet mit Neu-Ulm (zusammen √ľber 170.000 Einwohner) eines der l√§nder√ľbergreifenden Doppelzentren Deutschlands. Ulm ist die gr√∂√üte Stadt im Regierungsbezirk T√ľbingen und der Region Donau-Iller, zu der auch Gebiete des bayerischen Regierungsbezirks Schwaben gerechnet werden.

Die Stadt ist bekannt f√ľr ihr gotisches M√ľnster, dessen Kirchturm mit 161,53 Metern der h√∂chste der Welt ist. Weiterhin bemerkenswert ist die lange b√ľrgerliche Tradition Ulms mit der √§ltesten Verfassung einer deutschen Stadt und einem Stadttheater, dessen Anf√§nge bis ins Jahr 1641 zur√ľckreichen. In der Vergangenheit war Ulm Ausgangspunkt der Auswanderung der Donauschwaben, die donauabw√§rts mit sogenannten Ulmer Schachteln in ihre neuen Heimatl√§nder im S√ľdosten Europas fuhren.

Ulm, erstmals urkundlich genannt am 22. Juli 854, war K√∂nigspfalz und Freie Reichsstadt, ab 1802 bayerisch, ist seit 1810 w√ľrttembergisch und seitdem getrennt von seinem Gebiet rechts der Donau, das bei Bayern blieb und auf dem sich die Stadt Neu-Ulm entwickelte. Als ber√ľhmtester Sohn der Stadt gilt Albert Einstein, der 1879 hier geboren wurde.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Geographische Lage

Die Stadt Ulm liegt auf einer mittleren H√∂he von 479¬†m¬†√ľ.¬†NN (Messpunkt: Rathaus). Das Stadtgebiet ist geographisch reich gegliedert und reicht von 459¬†m¬†√ľ.¬†NN (Donauufer) bis 646¬†m¬†√ľ.¬†NN (Klingensteiner Wald). Das historische Stadtzentrum liegt ungef√§hr zwei Kilometer unterhalb (√∂stlich) der Einm√ľndung der Iller an der M√ľndung der Blau in die Donau. Die Stadt liegt am s√ľdlichen Rand der Ulmer Alb (Teil der mittleren Fl√§chenalb) und der Hochfl√§che des durch das ehemalige Tal der Urdonau (Blau-, Ach- und Schmiechtal) hiervon nach S√ľden abgetrennten, so genannten ‚ÄěHochstr√§√ü‚Äú. Die durch kleinere oder gr√∂√üere T√§ler voneinander abgetrennten Erhebungen von Hochstr√§√ü und Alb (von West √ľber Nord nach Ost: Galgenberg, Kuhberg, Roter Berg (Hochstr√§√ü), Eselsberg, Kienlesberg, Michelsberg, Safranberg (Ulmer Alb)) umgeben im Westen, Norden und Osten das Stadtzentrum. Im S√ľden wird dieses durch den Lauf der Donau begrenzt. Das Stadtgebiet Ulms erstreckt sich gr√∂√ütenteils n√∂rdlich der Donau, die hier f√ľr einige Kilometer die Landesgrenze zwischen den Bundesl√§ndern Baden-W√ľrttemberg und Bayern, mit der auf dem s√ľdlichen Donauufer gelegenen, bayerischen Schwesterstadt Neu-Ulm bildet. Im Westen, Norden und Osten greift das Stadtgebiet mit den Teilorten Harthausen, Grimmelfingen, Einsingen, Ermingen, Allewind und Eggingen auf die Hochfl√§chen des Hochstr√§√ü, mit Lehr, M√§hringen und Jungingen auf die Hochfl√§chen der Ulmer Alb aus. Westlich des Stadtzentrums liegt der Teilort S√∂flingen s√ľdlich der Blau am Rande des Hochstr√§√ü. Der Teilort B√∂fingen schlie√üt nord√∂stlich an das Stadtzentrum an und liegt an den H√§ngen der Alb n√∂rdlich der Donau. Lediglich oberhalb der M√ľndung der Iller in die Donau greift das Stadtgebiet Ulms mit den Stadtteilen Wiblingen, G√∂gglingen, Donaustetten und Unterweiler auf die s√ľdwestlich von Donau und Iller gelegenen Flussauen und Schwemmterrassen der Donau und Iller aus.

Historische Geographie

Zahlreiche, teils international bedeutsame pr√§historische Funde aus nahezu allen Epochen der europ√§ischen Ur- und Fr√ľhgeschichte in n√§chster N√§he Ulms weisen darauf hin, dass die Gegend Ulms bereits in vorr√∂mischer Zeit am Schnittpunkt mehrerer √ľberregional bedeutsamer Verkehrs- und Handelswege lag. Eine wichtige Rolle f√ľr Ulm als zentralen ‚ÄěVerkehrsknotenpunkt‚Äú nahmen und nehmen dabei bis heute die Fl√ľsse Donau und Iller, sowie der zwischen Ulm und Geislingen besonders leicht zu bew√§ltigende √úbergang √ľber die Schw√§bische Alb mittels der von S√ľden und Norden weit in die Albhochfl√§che einschneidenden T√§ler von Blau, Kleiner Lauter, Lone, Brenz, Kocher und Fils ein.

Die nahe Ulm zwischen den r√∂mischen Kastellen Unterkirchberg und Burlafingen bzw. Nersingen verlaufende R√∂merstra√üe und das am hiervon nach Norden abzweigenden R√∂merweg ins Filstal in Lonsee-Urspring gelegene Kastell Ad Lunam sowie der √ľberaus dichte Nachweis r√∂mischer Fundpl√§tze und Gutsh√∂fe auf der Ulmer Alb unterstreichen die strategisch wie verkehrsgeographisch wichtige Lage des Ulmer Gebietes bereits in der Antike.

Die aus dem 6. und 7. Jahrhundert n. Chr. stammenden, teils mit Importg√ľtern aus dem Ostsee- und Mittelmeerraum ausgestatteten Bestattungen des gro√üen alamannen- bzw. merowingerzeitlichen Gr√§berfeldes am Kienlesberg (unmittelbar nordwestlich des Stadtzentrums), sowie die fr√ľhmittelalterliche karolingische K√∂nigspfalz auf dem Weinhof bzw. im Bereich des Hl. Geist Spittals (urkundlich erstmals erw√§hnt 854 n. Chr.) unterstreichen die herausragende Lage Ulms als strategisch bedeutsamer Verkehrsknotenpunkt auch w√§hrend des Fr√ľhen Mittelalters.

Dank seiner Lage am Knotenpunkt mehrerer internationaler Handels- und Pilgerrouten zu Lande und zu Wasser stieg Ulm w√§hrend des Hoch- und Sp√§tmittelalters als freie Reichsstadt zu einem der f√ľhrenden Handels- und Kunstzentren S√ľddeutschlands auf. Bereits im Sp√§tmittelalter unterhalten Ulmer Kaufleute ein dichtes Netz von Handelskontakten, welches von Skandinavien bis nach Nordafrika, von Syrien bis nach Irland und dar√ľber hinaus reicht. Wichtigste Beispiele f√ľr Handels- und Pilgerrouten sind hier insbesondere die Verbindungen: √Ėstlicher Ostseeraum/Russland ‚Äď Danzig ‚Äď Krakau ‚Äď Prag ‚Äď N√ľrnberg ‚Äď Ulm ‚Äď Konstanz ‚Äď Venedig/Mailand ‚Äď Rom; Westliches Skandinavien/Norddeutschland/Niederlande ‚Äď K√∂ln ‚Äď Frankfurt ‚Äď Heilbronn ‚Äď Esslingen ‚Äď Ulm ‚Äď Konstanz ‚Äď Frankreich/Italien; Paris ‚Äď Dijon ‚Äď Stra√üburg ‚Äď Freiburg ‚Äď Ulm ‚Äď Regensburg ‚Äď Wien ‚Äď Budapest ‚Äď Belgrad ‚Äď Konstantinopel/Istanbul), sowie der international bedeutsame Pilgerweg nach Santiago de Compostela zum Grab des Heiligen Jakobus (Jakobsweg), welcher von Krakau √ľber Prag nach N√ľrnberg, Ulm, Konstanz, Basel, Dijon und V√©zlay nach Santiago de Compostela (Spanien) f√ľhrte).

Ab dem sp√§ten 17. Jahrhundert wurde Ulm zum zentralen Sammlungsort f√ľr meist (aber nicht immer) schw√§bische Auswanderer, welche in den neueroberten Gebieten des Habsburgischen und Russischen Reiches in S√ľdosteuropa und im S√ľdlichen Russland angesiedelt wurden.

Eine erste Auswanderungswelle erreichte zwischen dem sp√§ten 17. und Mitte des 18. Jahrhunderts auf Ulmer Schachteln die neueroberten L√§nder des Habsburgischen Reiches in s√ľd√∂stlichen Europas. In ihren neuen Siedlungsgebieten im heutigen Rum√§nien, Ungarn und Serbien, entstanden die Volksgruppen der Ungarndeutschen und/oder Donauschwaben.

Eine zweite Auswanderungswelle folgte Anfang des 19. Jahrhunderts. Von 1804 bis 1818 gelangten tausende Auswanderer auf dem Wasserweg ins M√ľndungsgebiet der Donau (Dobrudscha) im heutigen Bulgarien und Rum√§nien, sowie nach Bessarabien (heutiges Moldavien) ans n√∂rdliche Schwarze Meer (heutige S√ľd-Ukraine) und von dort nach S√ľd-Russland insbesondere in das Gebiet des Kaukasus. Die zumeist schw√§bisch-st√§mmigen Auswanderer schifften sich in Ulm auf Fl√∂√üen und Ulmer Schachteln ein und fuhren die Donau abw√§rts bis zu deren M√ľndung ins Schwarze Meer bei Ismajil. Reiseerz√§hlungen berichten von √§u√üersten Strapazen der Auswanderer w√§hrend der rund 2.500 Kilometer langen Fahrt. Zahlreiche Ungl√ľcksf√§lle, und nach dem Genuss von verschmutztem Flusswasser und aufgrund schlechtester hygienischer Bedingungen in der drangvollen Enge der meist √ľberf√ľllten Boote ausbrechende Krankheiten forderten zahllose Todesf√§lle. Ergebnis dieser zweiten gro√üen donauabw√§rts gerichteten Auswanderungsbewegung waren die Volksgruppen der Dobrudschadeutschen, Bessarabiendeutschen, Schwarzmeerdeutschen, und Kaukasiendeutschen.

Durch diese Auswanderungswellen wurden die bereits vor dieser Zeit vorhandenen engen Kontakte Ulmer Kaufmanns- und Schifferfamilien in diesen Raum nachhaltig verst√§rkt. Nach der Vertreibung der Ungarndeutschen und Donauschwaben aus Serbien und Ungarn in Folge des Zweiten Weltkrieges sowie einer nach 1990 einsetzenden Auswanderungswelle von Donauschwaben aus Rum√§nien siedelten sich diese h√§ufig in den ehemaligen Herkunftsgebieten ihrer Vorfahren an. Hierdurch entstand seit den sp√§ten 1940er Jahren rund um Ulm eine starke donauschw√§bische Gemeinde. Heute bezeugen mehrere im Stadtgebiet aufgestellte Denkm√§ler, welche an Geschichte und Vertreibung der Donauschwaben erinnern, das im Jahr 2000 in den R√§umen der Oberen Donaubastion (Bundesfestung Ulm) er√∂ffnete Donauschw√§bische Zentralmuseum (DZM) und zahlreiche St√§dtepartnerschaften und Kooperationsprojekte mit Gemeinden und St√§dten entlang der Donau die enge Verbindung Ulms mit den Donauschwaben und S√ľdosteuropa.

Die seit dem Mittelalter kontinuierlich gewachsenen, weitgespannten geistigen wie kommerziellen Verbindungen Ulms spielen auch heute noch im Bewusstsein vieler Ulmer als Basis gegenw√§rtigen und zukunftsorientierten Denkens und Handelns eine zentrale Rolle. Sie werden sehr bewusst als Teil der eigenen Geschichte und Identit√§t gepflegt. Die Beispiele hierf√ľr sind zahlreich: So wurde 1997 der historische Jakobsweg als Zeichen der europ√§ischen Einigung auch in der seit 1531 mehrheitlich protestantischen Stadt Ulm durch internationale Wegzeichen neu kenntlich gemacht und wird seither von Pilgern rege begangen. Zwischen Ulm und Konstanz nennt sich der Weg ‚ÄěOberschw√§bischer Jakobsweg‚Äú, der nach dem Bodensee als Schwabenweg fortgef√ľhrt wird. Das seit 1998 alle zwei Jahre stattfindende internationale Donaufest mit Vertretern aller Donauanrainerstaaten, die k√ľrzlich gegr√ľndete DonauAkademie, der ‚Äělebende Kreuzweg‚Äú der gro√üen italienischen Gemeinde oder ein allj√§hrlich stattfindendes ‚Äěfranz√∂sisches Weinfest‚Äú unterstreichen die engen und √ľber Jahrhunderte hinweg gewachsenen und im Alltag gelebten gegenseitigen Verbindungen.

Nachbargemeinden

Auf der rechten (s√ľd-√∂stlichen) Seite von Donau und Iller grenzt die bayerische Kreisstadt Neu-Ulm an. Auf der linken (nordwestlichen) Seite ist Ulm fast g√§nzlich vom Alb-Donau-Kreis umgeben. Die baden-w√ľrttembergischen Nachbargemeinden sind hier (von S√ľden √ľber Westen nach Norden): Illerkirchberg, Staig, H√ľttisheim, Erbach (Donau), Blaubeuren, Blaustein, Dornstadt, Beimerstetten und Langenau, sowie im Osten die bayerische Gemeinde Elchingen mit dem Ortsteil Thalfingen.

Stadtgliederung

Stadtteile

Das Stadtgebiet von Ulm ist in 18 Stadtteile eingeteilt: Mitte, B√∂fingen, Donaustetten, Donautal, Eggingen, Einsingen, Ermingen (mit Allewind und Schaffelkingen), Eselsberg, G√∂gglingen, Grimmelfingen, Jungingen, Lehr, M√§hringen, Oststadt, S√∂flingen (mit Harthausen), Unterweiler, Weststadt und Wiblingen. 9 Stadtteile, welche im Zuge der j√ľngsten Gemeindereform in den 1970er Jahren eingemeindet wurden (Eggingen, Einsingen, Ermingen, G√∂gglingen-Donaustetten, Jungingen, Lehr, M√§hringen und Unterweiler) verf√ľgen √ľber eigenst√§ndige Ortschaftsr√§te, welche eine wichtige Beraterfunktion des Gesamtstadtrates zu die Stadtteile betreffenden Angelegenheiten wahrnehmen. Endg√ľltige Beschl√ľsse √ľber Ma√ünahmen k√∂nnen jedoch nur vom Stadtrat der Gesamtstadt Ulm getroffen werden.

Klima

Klimadiagramm von Ulm 1961‚Äď1990

Im Volksmund wird Ulm als ‚ÄěHauptstadt des Nebelreiches‚Äú bezeichnet. Die Statistik weist dagegen aus, dass in Ulm hinter Freiburg und M√ľnchen die Sonne mit 1698¬†Stunden am l√§ngsten scheint. Ulm ist nach derselben Studie ‚ÄěDeutschlands ges√ľndeste Gro√üstadt‚Äú, bietet seinen B√ľrgern die besten Lebensbedingungen. F√ľr die Bewertung waren Kriterien wie Luftverschmutzung, √§rztliche Versorgung, die soziale und wirtschaftliche Lage, das Sportangebot sowie die Zahl der Krippenpl√§tze ausschlaggebend.[2]

Dagegen liegen die Werte des Mittels der Niederschlagsmenge im deutschen Durchschnitt. Mit 745 Millimeter (mm) Niederschlagsdurchschnitt und einer Durchschnittstemperatur von 8 Grad Celsius (¬įC) im Jahr (von 1971 bis 2000) f√§llt die Stadt nicht aus dem Rahmen der gem√§√üigten Klimazone.

Hochwasser werden in Ulm in der Regel erst dann zu einem ernsten Problem, wenn beide Fl√ľsse, Donau und Iller, gleichzeitig viel Schmelz- oder Regenwasser mit sich f√ľhren. Gerade schlagartiges Schmelzwetter kann innerhalb von einem halben Tag zu starken √úberschwemmungen f√ľhren.

Geologie

Im Gro√üraum Ulm grenzen die terti√§ren, klastischen Molassesedimente an die Kalksteine des Oberen Jura. Damit einher geht auch der Landschafts√ľbergang vom Alpenvorland hin zur Schw√§bischen Alb. Die Kalke des Jura werden s√ľdlich (und zum Teil auch noch n√∂rdlich) von Ulm von den Sedimenten des Alpenvorlandes (Molassesedimente) √ľberlagert. Neben den quart√§ren Ablagerungen entlang des Blau-, Iller- und Donautals treten in Ulm Sedimente der Brackwassermolasse (Grimmelfinger- und Kirchberger- Schichten), der Oberen Meeresmolasse, der Unteren S√ľ√üwassermolasse (‚ÄěUlmer Schichten‚Äú) sowie des Obersten Juras (Massenkalke, Zementmergel des Kimmeridgium) in Erscheinung.

Auf der Gemarkung von Ulm-Ermingen befindet sich die untermioz√§ne ‚ÄěErminger Turritellenplatte‚Äú, die sich durch ihren Fossilreichtum auszeichnet. Die Ablagerung wurde vor rund 18,5 Millionen Jahren (Unteres Ottnangium) unter flachmarinen k√ľstennahen Bedingungen gebildet (Obere Meeresmolasse).

In der Thermalwasserbohrung von Neu-Ulm (Donautherme Neu-Ulm) wurde der Oberjura (Malm) bis in eine Tiefe von 460 m erbohrt. Darunter folgen die Schichten des Mitteljura (Dogger) und des Unterjura (Lias). Von ca. 700 m Tiefe bis 890 m treten die Schichten der Oberen Trias (Keuper) und bis ca. 1010 m der Mittleren Trias (Muschelkalk) in Erscheinung. Darunter folgt dann schließlich das kristalline Grundgebirge, aus dem das Thermalwasser gefördert wird.

Geschichte

Archäologische Geschichte

Ansicht von Ulm um 1490

Die √§lteste Besiedlung des Ulmer Raumes datiert aus der fr√ľhen Jungsteinzeit, um 5000 v.¬†Chr. Nachgewiesen sind Siedlungen dieser Zeit, beispielsweise bei Eggingen (Grabungen des Landesdenkmalamtes Baden-W√ľrttemberg) und Lehr (Lesefunde verschiedener Sammler).

Zahlreiche Ausgrabungen im Rahmen der seit den 1960er Jahren betriebenen Stadtarch√§ologie (zun√§chst durch die Stadtgeschichtliche Forschungsstelle, zuletzt vom Landesdenkmalamt Baden-W√ľrttemberg) belegen: Das Gebiet des sp√§teren Ulm war in Form der durch Schenkungsurkunden des Klosters Reichenau belegten Orte ‚ÄěWesterlingen‚Äú und ‚ÄěPf√§fflingen‚Äú besiedelt, bevor es als ‚ÄěUlm‚Äú erstmals namentlich erw√§hnt wurde (854 n. Chr.). Die √§ltesten Funde datieren aus dem Endneolithikum (Bestattung der Glockenbecherkultur auf dem M√ľnsterplatz). Bereits im Herbst 1875 wurde n√∂rdlich des Ulmer Bahnhofs am Unteren Kienlesberg ein gro√ües, √ľberaus reich ausgestattetes alamannisches Gr√§berfeld der Merowingerzeit entdeckt, welches, trotz mangelhafter Grabungsmethodik und Funddokumentation wichtige Hinweise f√ľr auch √ľberregional bedeutsame Siedlungen auf dem Weinhof und im Bereich des Gr√ľnen Hofes (eventuell: Westerlingen und Pf√§fflingen) lieferte.[3]

Als Ergebnis neuester Forschungen des Landesdenkmalamtes in der Neuen Stra√üe[4] wurde j√ľngst eine vollst√§ndige Umschreibung der Ulmer Stadtgeschichte bis ins 14. Jahrhundert skizziert. Wesentlichste Thesen sind hierbei: Die Pfalz befand sich etwa auf H√∂he der heutigen Spitalhofschule/Adlerbastei. Der bisher angenommene Standort am Weinhof soll eine ottonische Gr√ľndung gewesen sein. Demnach geht die Kernstadt auf eine ottonische Stadtgr√ľndung zur√ľck.

Beim bisherigen Grabungs- und Diskussionsstand sind die vorgebrachten Argumente jedoch nicht vollst√§ndig √ľberzeugend, da das neue, in einigen Punkten sehr bedenkenswerte Modell den arch√§ologischen Befunden im √ľbrigen Stadtgebiet weniger gerecht wird, als die bisherigen Vorstellungen, die den hier folgenden Kapiteln zugrunde liegen.

Im Mai 2007 wurden bei Ausgrabungsarbeiten beim Salemer Hof im S√ľdosten der Ulmer Altstadt Reste jungsteinzeitlicher Siedlungsanlagen sowie ein etwa 5000 Jahre altes Skelett entdeckt.

Städtische Geschichte

Vor 1200

Im fr√ľhen Mittelalter, wohl um 850, wurde Ulm zur K√∂nigspfalz. Die erste urkundliche Erw√§hnung datiert vom 22. Juli 854. K√∂nig Ludwig der Deutsche besiegelte eine Urkunde in ‚ÄěHulma‚Äú. Der Name ist ein germanischer oder vorgermanischer Gew√§ssername (indogermanische Wurzel *uel: drehen, winden, w√§lzen oder *el-/*ol-: flie√üen, str√∂men, feucht sein, modrig sein), der auf einen Zusammenhang mit der M√ľndung der Blau in die Donau deutet.[5] Ulm war in den n√§chsten 50 Jahren ein wichtiger Pfalzort, was sich in den zahlreichen K√∂nigsbesuchen widerspiegelt. Zur Pfalz ‚Äď von der nur die Reste der Pfalzkapelle (im Schw√∂rhaus) und verschiedene Befestigungsgr√§ben bekannt sind ‚Äď geh√∂rte eine Wirtschaftssiedlung, in der zahlreiche eingetiefte Handwerkerh√ľtten nachgewiesen worden sind. Im Schutz der Pfalz entstand ein Markt, der dann offenbar Ausgangspunkt f√ľr die Stadtbildung wurde: Hier entstanden fr√ľhe Steinbauten und hier wurde schlie√ülich das Rathaus der Stadt errichtet. Seine Bedeutung als Ort von K√∂nigsaufenthalten verlor Ulm w√§hrend der Zeit der s√§chsischen K√∂nige im 10. und 11. Jahrhundert. Erst unter den Saliern ‚Äď beginnend mit dem Hoftag Konrad II. (HRR) im Jahr 1027 ‚Äď sind wieder vermehrt k√∂nigliche Aufenthalte nachweisbar. 1079 wurde Friedrich von Staufen mit dem Herzogtum Schwaben belehnt. Nach Festigung ihrer Macht in diesem Raum konnten die Staufer Ulm zu einem ihrer Hauptst√ľtzpunkte ausbauen. Das Aussterben der Salier f√ľhrte zu K√§mpfen um die Reichsg√ľter aus diesem Erbe, in dessen Folge Ulms Umland 1131 niedergebrannt wurde, 1134 traf es dann auch die komplette Stadt.[6]

Unter den Staufern wurde die Ulmer Pfalz ab 1140 wieder aufgebaut und im Gefolge wurde die Siedlung weiter ausgebaut. Rund 100 Jahre sp√§ter scheint Ulm komplett befestigt gewesen zu sein, da es einer Belagerung des Gegenk√∂nigs Heinrich Raspe standhalten konnte. Ulm entwickelte sich zu einem der Herrschaftsschwerpunkte der Stauferk√∂nige und -kaiser. Zur Verfassungsentwicklung in der Fr√ľhphase Ulms ist wenig √ľberliefert. ‚ÄěEine Urkunde √ľber die Erhebung Ulms zur Stadt ist nicht √ľberliefert‚Äú. Die Stadtwerdung scheint seit dem 11. Jahrhundert etappenweise stattgefunden zu haben, ohne jedoch schriftliche √úberlieferungen zu hinterlassen. Die Verleihung Esslinger Stadtrechts durch Rudolf von Habsburg (Rudolf I. (HRR)) 1274 war wohl mehr ‚Äěeine Verlegenheitsl√∂sung, um eine [‚Ķ] L√ľcke auszuf√ľllen‚Äú.[7]

1200 bis 1500

Seccomalerei an der S√ľdseite des Rathauses, auf der die Handelsbeziehungen Ulms zu sehen sind.
Ulmer M√ľnz und Schiefes Haus (rechts)

Mit dem Ende der staufischen Herrschaft gelang es Ulm eine K√∂nigsstadt zu bleiben, was m√∂glicherweise daran lag, dass die die Reichsvogtei innehabenden Linien der Grafen von Dillingen fast gleichzeitig ausstarben und Graf Ulrich von W√ľrttemberg als neuer Vogteiinhaber keine Ambitionen bez√ľglich Ulm hatte. Ende des 13. Jahrhunderts ist ein st√§dtischer Ammann fassbar, der j√§hrlich von den B√ľrgern gew√§hlt wurde.

In das 14. Jahrhundert f√§llt dann die Vervierfachung des Stadtgebiets auf 66,5 Hektar, was bis ins 19. Jahrhundert die Gr√∂√üe der Stadt bleiben sollte. Einher ging mit der Erweiterung auch die Neubefestigung der Stadt, die m√∂glicherweise in Zusammenhang mit einem im Ergebnis misslungenen √úberfall von Ludwig dem Bayern 1316 steht.[8] Innerst√§dtisch war die erste H√§lfte des 14. Jahrhunderts von b√ľrgerkriegs√§hnlichen Unruhen gepr√§gt, die im Zusammenhang mit Auseinandersetzungen zwischen den Z√ľnften und dem st√§dtischen Patriziat, welches gro√üteils aus ehemaligen kaiserlichen Amtmannen entstanden war und die Herrschaft ausf√ľhrte. 1345 kam es zu einer Zwischenl√∂sung in Form des Kleinen Schw√∂rbriefs, der vorl√§ufig zu einer Befriedung der Situation f√ľhrte, indem er erstmals den Z√ľnften entscheidende Mitsprache in politischen und rechtlichen Dingen einr√§umte.

Unter Ulmer F√ľhrung wurde 1376 der Schw√§bische St√§dtebund als B√ľndnis von 14 schw√§bischen Reichsst√§dten gegr√ľndet. Ulm wurde hierbei zum ‚ÄěVorort‚Äú (d.¬†h. Hauptort f√ľr Versammlungen des Bundes) gew√§hlt und erhielt den Titel ‚ÄěHaupt- und Zierde Schwabens‚Äú. Am 30. Juni 1377 begann der Bau des Ulmer M√ľnsters, da die alte Kirche vor den Stadtmauern lag und die Einwohner w√§hrend einer kurz zuvor erfolgten Belagerung durch Kaiser Karl IV. (HRR) nicht zur Kirche gehen konnten. Nach der Niederlage im Ersten St√§dtekrieg 1388 fiel der Schw√§bische St√§dtebund auseinander. Ulm verlor dadurch an Einfluss auf die anderen schw√§bischen St√§dte, blieb jedoch sowohl √∂konomisch, als auch politisch so einflussreich, dass es zahlreiche, weitestgehend unabh√§ngige Niederlassungen in nahezu allen wichtigen Handelsst√§tten Europas unterhielt (z.¬†B. Venedig, Wien, Antwerpen/Amsterdam, Konstantinopel/Istanbul).

Der Gro√üe Schw√∂rbrief, die Ulmer Verfassung, trat 1397 in Kraft, nachdem der Kompromiss des Kleinen Schw√∂rbriefs ‚Äěimmer unbefriedigender wurde‚Äú[9]. Er regelte die Machtverteilung und die Aufgaben des B√ľrgermeisters. Die Z√ľnfte hatten nun 30, die Patrizier nur noch 10 Ratssitze. Gleichzeitig wurde den Patriziern das aktive Wahlrecht verweigert. Der B√ľrgermeister musste den Einwohnern Rechenschaft ablegen. Der Schw√∂rmontag (vorletzter Montag im Juli) ist seither ein Ulmer Feiertag.

1480 wurde mitten ‚Äěim rei√üenden Fluss‚Äú eine neue Stadtmauer errichtet. Sie reichte vom 1348 erbauten Herdbruckertor bis zum an der heutigen Wilhelmsh√∂he gelegenen Fischertor. Diese heute noch existierende Stadtmauer entlang der Donau l√∂ste die alte, nur noch in Teilen √ľbrig gebliebene Mauer ab, welche vom Fischerturm √ľber den Schweinemarkt und die beiden Blauarme (Reste in der heutigen H√§uslesbr√ľcke erhalten) in einem fast rechten Winkel auf die Buckelquadermauer der staufischen Pfalz stie√ü und dieser dann in √∂stlicher Richtung folgte (die mittelalterliche Mauer wurde dann 1527 nach Albrecht D√ľrers Befestigungslehre (im selben Jahr in N√ľrnberg erschienen unter dem Titel ‚ÄěEtliche underricht/zu befestigung der Stett/Schlosz/und flecken‚Äú) vom N√ľrnberger Baumeister Hans Beham d. √Ą. umgebaut.

D√ľrers Ideen, die von Beham umgesetzt wurden: Die an die Stelle der Mauer tretende Mauer-Wall-Grabenwehr sollte dem Beschuss der damals modernen Feuerwaffen besser standhalten und dem Verteidiger zus√§tzlich erm√∂glichen, eigene Artillerie besser zu positionieren. F√ľr die Artillerie wurden von der Stadtseite her auch Auffahrrampen gebaut. Nach au√üen wurde eine Brustwehr mit gro√üen Schie√üscharten errichtet. D√ľrers Befestigungs-Ideen wurden weiterhin umgesetzt, indem die durch ihre H√∂he bei Artilleriebeschuss besonders gef√§hrdeten T√ľrme der Stadttore radikal abgetragen und mit niedrigen Achteckgeschossen versehen wurden. Zudem sah D√ľrers System vor, dem Wall runde Basteien vorzulagern, von wo aus der Graben flankierend beschossen werden konnte. Auch die Stadtbefestigung beim Gl√∂cklertor, Neuen Tor und beim Frauentor wurde dann demgem√§√ü modernisiert. Die Anfang des 17. Jahrhunderts dann von Gideon Bacher im italienischen Stil realisierte Bastion√§rbefestigung, welche die Verteidigungslinien weit in das Vorfeld hinaus verlagerte, ver√§nderte das Stadtbild noch entscheidender als Behams Umbauten. Und gleich anschlie√üend (ab 1617 bis 1622) setzten der holl√§ndische Ingenieur Johan van Valckenburgh und diverse Nachfolger mit ihren Um- und Neubauten nach niederl√§ndischem System, das damals als Nonplusultra der Festungsbaukunst galt, nochmals neue Ma√üst√§be. √úberbleibsel ihrer T√§tigkeit ist im Wesentlichen der Bereich Wilhelmsh√∂he/Promenade. Diese neuen Arbeiten kosteten rund zwei Millionen Gulden, welche durch Steuern aufgebracht werden mussten.

1500 bis 1800

Vogelschaubild von Ulm, um 1597
Ulm von oben um 1650, Kupferstich von Merian
Ulm in drei Blickrichtungen um 1650, Kupferstich von Merian

Ihren wirtschaftlichen wie kulturellen H√∂hepunkt erreichte die Stadtentwicklung um 1500: Ulm besa√ü das nach N√ľrnberg zweitgr√∂√üte reichsst√§dtische Territorium auf dem Gebiet der heutigen Bundesrepublik Deutschland. Drei St√§dte (Geislingen, Albeck und Leipheim) sowie 55 D√∂rfer geh√∂rten zum Gebiet. Die Stadt war wichtiger Umschlagplatz f√ľr Eisen, Textilwaren, Salz, Holz und Wein. Gleichzeitig entwickelte sich Ulm seit Mitte des 15. Jahrhunderts zu einem der bedeutendsten Kunstzentren S√ľddeutschlands. Kunstwerke aus Ulmer Produktion (vor allem aufw√§ndig gestaltete Skulpturen und Fl√ľgelalt√§re) wurden weit √ľber die Stadtgrenzen hinaus zu ‚ÄěExportschlagern‚Äú und bis nach Wien, Sterzing (S√ľdtirol) und die Niederlande gehandelt. Aus dieser Zeit stammt auch der Reim, der die Stellung der Stadt in der damaligen Welt untermauerte:

Venediger Macht,
Augsburger Pracht,
N√ľrnberger Witz,
Stra√üburger Gesch√ľtz,
und Ulmer Geld
regier’n die Welt.

Mit dem Ulmer Geld im Vers ist neben dem in Ulm gepr√§gten und von Ulmer Handelsleuten und Bankiers reichlich verwendeten M√ľnzgeld auch das gemeint, was den eigentlichen Reichtum Ulms ausmachte ‚Äď das Barchent, ein Mischgewebe aus Baumwolle und Leinen. Das nach strengster Pr√ľfung mit dem Ulmer Siegel versehene Barchent b√ľrgte f√ľr eine so au√üergew√∂hnlich hohe Qualit√§t, dass es, da in ganz Europa begehrt, so gut wie Geld war.

Mit der Gr√ľndung des Schw√§bischen Reichskreises als einem von insgesamt 10 Reichskreisen mit denen Kaiser Maximilian I. 1500 bzw. 1512 die Verwaltung des Heiligen R√∂mischen Reiches neu ordnete, gelang es Ulm nochmals an seine Vormachtstellung unter den schw√§bischen St√§dten und Reichsst√§nden anzukn√ľpfen. Die Stadt wurde zum Haupt- und Versammlungsort des neuentstandenen schw√§bischen Reichskreises. Die Reichskreistage (d.¬†h. die beschlussfassenden Versammlungen der im schw√§bischen Reichskreis zusammengeschlossenen Reichsst√§nde) fanden bis zum Ende der Reichsstadtzeit im gotischen Rathaus statt. Als Ausweichquartier f√ľr die st√§dtische Verwaltung w√§hrend der Reichskreistage, wurde zwischen 1583 und 1593 von Hans Fischer und Matth√§us Gaiser der Neue Bau im Stil der Ulmer Sp√§trenaissance errichtet. Er diente als Mehrzweckgeb√§ude gleichzeitig als Rat- und Schw√∂rhaus, Gerichtssaal, Gef√§ngnis und st√§dtisches Lager f√ľr Salz, Wein und Korn.

Ab 1694 unterhielt der schwäbische Reichskreis ein ständiges stehendes Heer, dessen Verwaltung und Materialbestände zu großen Teilen im Ulmer Zeughaus untergebracht wurden.

Die Entdeckung Amerikas (1492), sowie des Seeweges nach Indien (1497), aber auch die starke lokale Konkurrenz im Barchent-Gesch√§ft durch die Fugger, welche zu Beginn des 16. Jahrhunderts den lukrativen Barchenthandel zunehmend auf ihre neuerworbenen Besitzungen im unteren Illertal ‚Äěumleiteten‚Äú, lie√üen den Wohlstand und Einfluss Ulms bald nach 1500 rasch verblassen. Das Entstehen neuer Handelszentren und die Verlagerung der wichtigsten Handelsrouten Richtung Atlantik f√ľhrten zu einem allm√§hlichen wirtschaftlichen Niedergang der Stadt. Hierzu trugen nicht zuletzt auch religi√∂se Spannungen bei. Die Stadt geh√∂rte 1529 zu den Vertretern der protestantischen Minderheit (Protestation) am Reichstag zu Speyer. Ihre B√ľrgerschaft forderte die ungehinderte Ausbreitung des evangelischen Glaubens. 1531 trat die Stadt durch Abstimmung der B√ľrgerschaft dem protestantischen Glauben bei. Der nachfolgende Bildersturm, in dessen Folge √ľber 30 Kirchen und Kapellen abgerissen oder profanisiert (d.¬†h. einer nicht-kirchlichen, weltlichen Nutzung, z.¬†B. als Lagerraum oder Wohnhaus) zugef√ľhrt wurden, sowie weit √ľber 100 Alt√§re (allein √ľber 60 im M√ľnster) zerst√∂rt oder entfernt wurden, bedeutete auch das abrupte Ende Ulms als Kunstzentrum. Konflikte mit dem Kaiser und anderen Reichsst√§nden f√ľhrten bis 1546 (Schmalkaldischer Krieg) dazu, dass Ulm 35 seiner D√∂rfer durch Pl√ľnderung oder Brandschatzung verlor und sich zuletzt doch dem katholischen Kaiser Karl V. unterwerfen musste, welcher 1546 die bis dahin g√ľltige st√§dtische Verfassung (Gro√üer Schw√∂rbrief) aus dem Jahre 1395 aufhob, und dem st√§dtischen Adel (Patriziat) durch den sogenannten Hasenrat faktisch die alleinige Entscheidungsgewalt in der Stadt zusprach.

Im Laufe der n√§chsten Jahrhunderte wurde der einstige Reichtum der Stadt durch weitere Kriege, besonders w√§hrend des Drei√üigj√§hrigen Krieges und des Spanischen Erbfolgekrieges, durch verheerende Seuchen, Reparationszahlungen und Erpressungen verschiedenster Belagerer und Besatzer derart verringert, dass die Stadt um 1770 bankrott war und weiteren Grund (Herrschaft Wain) ver√§u√üern musste. 1786 umfasste das Ulmische Gebiet noch folgende Verwaltungen: Obervogteiamt Geislingen, Ober√§mter Langenau, Albeck und Leipheim sowie die √Ąmter S√ľ√üen, St√∂tten, B√∂hringen, Nellingen, Weidenstetten, Lonsee, Stubersheim, Bermaringen und Pfuhl.

1800 bis 1945

Ulm (etwa 1890 bis etwa 1900)

Die Neuordnung Europas durch Napoleon wirkte sich auch in Ulm aus. 1802, noch vor der Verk√ľndung des Reichsdeputationshauptschlusses von 1803, verlor die Stadt ihre Unabh√§ngigkeit und wurde dem Kurf√ľrstentum Bayern eingegliedert. Ankn√ľpfend an Ulms f√ľhrende Rolle innerhalb des aufgel√∂sten schw√§bischen Reichskreises wurde Ulm Sitz der Landesdirektion der ‚ÄěBaierischen Provinz Schwaben‚Äú (Vorg√§nger der heutigen Regierung von Schwaben). Am 14. Oktober 1805 fand nahe Ulm bei Elchingen eine entscheidende Schlacht der napoleonischen Kriege statt (Schlacht von Elchingen) die zur Schlacht von Ulm am 16. bis 19. Oktober f√ľhrte, aus der Napoleon als Sieger herausging. Nachdem Marschall Ney (Michel Ney, als Herzog von Elchingen und F√ľrst von der Moskwadie) die √Ėsterreicher vernichtend geschlagen hatte, zogen sich diese nach Ulm zur√ľck, wo sie belagert wurden und kurz darauf kapitulierten. Damit war f√ľr Napoleon der Weg nach Osten frei f√ľr die Entscheidungsschlacht gegen die Russen und √Ėsterreicher bei Austerlitz. 1810 gelangte Ulm durch einen bayerisch-w√ľrttembergischen Gebietsaustausch an das K√∂nigreich W√ľrttemberg. F√ľr Ulm hatte der √úbergang an W√ľrttemberg schwerwiegende und bis heute andauernde Folgen. Zwar kam der weitaus gr√∂√üere Teil des ehemaligen reichsst√§dtischen Territoriums n√∂rdlich der Donau mit Ulm an W√ľrttemberg, unterlag jedoch zu gro√üen Teilen nicht mehr direkter Ulmer Verwaltung, sondern wurde anderen √Ąmtern- und Ober√§mtern (v.a. Geislingen, das vorher selbst zum Ulmer Gebiet geh√∂rt hatte) zugeschlagen. Der kleinere, aber f√ľr Ulm wirtschaftlich wichtigere s√ľdliche Teil des vormaligen Ulmer Territoriums blieb bayerisch, wurde ‚ÄěAusland‚Äú und bildete den Grundstock der k√ľnftigen Stadt Neu-Ulm. Ulm war damit Grenzstadt geworden.

Was der Verlust seines s√ľdlich der Donau gelegenen Hinterlandes f√ľr Ulm ausmachte, l√§sst sich dadurch verdeutlichen, dass s√ľdlich der Donau wichtige Ulmer Versorgungs- und Entsorgungseinrichtungen lagen. Von der zentralen Herdbr√ľcke aus flussaufw√§rts zur Illerm√ľndung hin landeten die Illerfl√∂√üe an, die meist Ulm als Endpunkt ansteuerten, aber bisweilen auch bis Wien fuhren. Es waren √ľberwiegend reine Baumfl√∂√üe aber auch so genannte B√§derische, die aus bereits vorgearbeiteten Brettern bestanden. Die Fl√∂√üer brachten nicht nur Bauholz f√ľr die Stadt sondern auch Brennholz, Salz und K√∂stlichkeiten wie K√§se (aus der Schweiz und dem Allg√§u), Weinbergschnecken, Wein (aus den Anbaugebieten am Bodensee oder aus Italien) oder Kirschwasser. Zwischen der heutigen Eisenbahnbr√ľcke und der G√§nstorbr√ľcke lagen am s√ľdlichen Donauufer einen Zimmerplatz f√ľr Bauholz, einen Holzhandelsplatz und einen weiteren Holzmagazinplatz f√ľr das Lagern und den √ľberregional bedeutsamen Verkauf des von Bau- und Brennholz.

Wilhelmsburg 1904

Des Weiteren befanden sich s√ľdlich der Donau in unmittelbarer N√§he der Herdbr√ľcke am sog. ‚ÄěSchiffbauerplatz‚Äú mehrere Schiffs-Werften, in welchen die sog. ‚ÄěUlmer Schachteln‚Äú f√ľr die hier einsetzende Donauschifffahrt gebaut wurden. Nach ihrer Fertigstellung wurden diese am sog. ‚ÄěSchwal‚Äú mit Waren beladen und zu Wasser gelassen. Etwas weiter flussabw√§rts unterhielt die G√§rtnerzunft einen D√ľngerplatz, der vor allem wichtig f√ľr die stattliche Anzahl der ebenfalls s√ľdlich gelegenen Baum-, Obst- und Lustg√§rten war. Dem Steinh√§ule zu lagen die Einrichtungen zur Verwertung von Tierk√∂rpern, welche der Verwaltung des reichsst√§dtischen Scharfrichters unterlagen. Dieser war zugleich Wasenmeister (Abdecker, Schinder, Kleemeister).

Auch das reichsst√§dtische Sch√ľtzenhaus lag s√ľdlich der Donau. Dort pflegte die Sch√ľtzengesellschaft mehrmals in der Woche Schie√ü√ľbungen abzuhalten. Gleichzeitig bildete das s√ľdliche Donauufer auch das bevorzugte Naherholungsgebiet der Ulmer, wo man spazieren ging, promenierte und in den Sch√§nken einkehrte. Als die Donau dann in Folge der napoleonischen Kriege und Gebietsverschiebungen zwischen den neuen K√∂nigreichen W√ľrttemberg und Bayern zum Grenzfluss wurde, gab es pl√∂tzlich einen Passzwang f√ľr Spazierg√§nger; dies auch f√ľr jene Ulmer, welche jenseits der Donau ihren Arbeitsplatz hatten.

Mit dem Anschluss an W√ľrttemberg wurde Ulm Sitz eines Oberamtes, dem Oberamt Ulm. Ein Jahr sp√§ter erhielt die Stadt die Bezeichnung ‚ÄěUnsere gute Stadt‚Äú und damit das Recht auf einen eigenen Landtagsabgeordneten.

1811 sollte Albrecht Ludwig Berblinger ‚Äěder Schneider von Ulm‚Äú anl√§sslich des Antrittsbesuchs des w√ľrttembergischen K√∂nigs in der Stadt das von ihm entworfene Flugger√§t vorf√ľhren. Nach Aussage von Augenzeugen absolvierte Berblinger im Bereich des oberen Michelsbergs mit seinem Flugger√§t erfolgreich mehrere Gleitfl√ľge von mehreren Dutzend Metern ‚Äě√ľber Wiesen und G√§rten‚Äú. Ung√ľnstigerweise sollte Berblinger seine Flugk√ľnste nun nicht dort, sondern am hohen Ufer der Adlerbastei nahe der Herdbr√ľcke pr√§sentieren. Berblinger scheute die Demonstration, weil er richtigerweise die dort herrschende Thermik als f√ľr Flugversuche extrem ung√ľnstig einsch√§tzte. Am Tag darauf, der K√∂nig war nicht mehr anwesend, daf√ľr aber sein Sohn, stand der Ulmer Flugpionier wieder am Start. Einem Ondit zufolge soll der immer noch z√∂gernde Berblinger von der Adlerbastei gesto√üen worden sein und landete, statt am bayerischen Ufer, in der Donau. Neuzeitliche Flugwettbewerbe zeigten denn auch, dass die f√ľr die Flugvorf√ľhrung Berblingers gew√§hlte Stelle in jedem Falle f√ľr das Hin√ľbergleiten mit nichtmotorisierten Flugger√§ten sehr problematische Bedingungen bietet. F√ľr Albrecht Berblinger hatte die gescheiterte Flugvorf√ľhrung verheerende Folgen. Weit √ľber Ulm hinaus wurde er zur l√§cherlichen Witz-Figur und war dem Spott seiner Zeitgenossen schutzlos preisgegeben. Er selbst gab verbittert seine Experimente auf, zog sich zur√ľck und starb verkannt und v√∂llig verarmt. Inzwischen ist (zumindest in Ulm) die Ehre Berblingers als einem der ersten Flugpioniere wiederhergestellt. Neben den zeitgen√∂ssischen Berichten haben auch moderne Nachbauten von und Versuche mit Berblingers Flugger√§t eindeutig bewiesen, dass es tats√§chlich flugtauglich war und sich mit ihm bei guter Thermik beachtliche Strecken zur√ľcklegen lassen.

1819 wurde Ulm Sitz des w√ľrttembergischen Donaukreises (etwa einem Regierungsbezirk vergleichbar).

Die Er√∂ffnung der ersten durchgehende Strecke des w√ľrttembergischen Eisenbahnnetzes von Heilbronn nach Friedrichshafen am 1. Juni 1850, sowie die seit Mitte des 19. Jahrhunderts angegangenen gewaltigen Bauaufgaben des Baues der Bundesfestung und der Fertigstellung des Ulmer M√ľnsters brachten neues Leben in das inzwischen zum ‚ÄěProvinznest mit 12.000 Einwohnern‚Äú gewordene Ulm. Im Gefolge der Errichtung der Bundesfestung mit 41 Festungswerken um Ulm und Neu-Ulm herum, sowie der Vollendung des M√ľnsters, in deren Folge Ulm seit 1885 den bis heute h√∂chsten Kirchturm der Welt erhielt (die Einweihung des neuen Westturms war am 31. Mai 1890) zog wieder der Wohlstand ein.

Folge dieser Belebung war eine stark ansteigende Einwohnerzahl und die Gr√ľndung zahlreicher Wirtschafts- und Industrieunternehmungen. So entdeckte der Ulmer Apotheker Ernst Gustav Leube die seit der Sp√§tantike vergessene Kunst der Zementherstellung neu, und gr√ľndete 1838 mit seinen Br√ľdern, Dr. Wilhelm und Julius Leube, die erste Zementfabrik Deutschlands. Conrad Dietrich Magirus, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Ulm, besch√§ftigte sich mit der Konstruktion von Ger√§tschaften zur Feuerbek√§mpfung. Er gilt als Erfinder der fahrbaren Feuerleiter. 1864 wurde Magirus Kommanditist der neu gegr√ľndeten Gebr. Eberhardt offene Handels- und Kommanditgesellschaft, die Feuerwehrger√§te herstellte und vertrieb. Nach Unstimmigkeiten zwischen Magirus und den Gebr√ľdern Eberhardt gr√ľndete Magirus dann 1866 seine eigene Firma, der er den Namen Feuerwehr-Requisiten-Fabrik C. D. Magirus gab. 1893 gr√ľndete Karl K√§ssbohrer senior, Spross einer alten Ulmer Fischer- und Schifferdynastie die Wagenfabrik K√§ssbohrer. Ab 1910 wurden dort erstmals Karosserien f√ľr Personenwagen-Fahrgestelle in Serie gefertigt. Auch erhielt die Firma das erste Patent f√ľr einen kombinierten Omnibusaufbau f√ľr Personen- und G√ľtertransport. 1922 entwickelte K√§ssbohrer den ersten Lastwagen-Anh√§nger.

Eine bedeutende Rolle f√ľr die Entwicklung Ulms und Neu-Ulms spielten auch die seit Mitte des 19. Jahrhunderts stationierten Truppen der Bundesfestung. So z√§hlte Ulm 1913 60.000 Einwohner, davon √ľber 10.000 Soldaten. Die tolerant-reichsst√§dtisch gepr√§gten Ulmer waren kriegerischen Handlungen und dem Milit√§r an sich nicht besonders zugetan. Selten hatte Krieg in der Geschichte der Stadt Gutes gebracht. Die Abneigung der Ulmer gegen alles allzu Milit√§rische zeigte sich z.¬†B. darin, dass die Reichsstadt bereits sehr fr√ľh gro√üe Teile der Verteidigung der Stadt ausw√§rtigen S√∂ldnern √ľberlie√ü, f√ľr die entlang der Stadtmauer eigens die sog. ‚ÄěGrabenh√§uschen‚Äú gebaut wurden. Auch versuchte Ulm Gebietsstreitigkeiten mit seinen Nachbarn stets diplomatisch, notfalls auch durch horrende Geldzahlungen zu regeln. Gro√üe Teile des ehemaligen reichsst√§dtischen Territoriums waren durch Kauf oder Schuldeinl√∂sungen in die H√§nde der Ulmer gelangt, nicht durch milit√§rische Mittel. Auch die Einf√ľhrung der allgemeinen Wehrpflicht nach dem unfreiwilligen Anschluss an Bayern und W√ľrttemberg stie√ü in Ulm auf erbitterten und lang anhaltenden Widerstand. Insgesamt war Ulm im Lauf seiner Geschichte wiederholt Objekt verschiedener Begierden, die meist zum Schaden der Stadt auch mit kriegerischen Mitteln verfolgt wurden. So wurde die Stadt als Hauptort des Schw√§bischen St√§dtebundes oder des Schw√§bischen Reichskreises immer auch durch eigenes oder fremdes Milit√§r gepr√§gt.

Der Erste Weltkrieg und die folgende Weltwirtschaftskrise traf Ulm besonders hart, da die Wirtschaftsunternehmen der Stadt stark exportorientiert ausgelegt und als vormalige R√ľstungsunternehmungen √ľberdies direkt von Reparationsforderungen und Herstellungsbeschr√§nkungen des Versailler Vertrages betroffen waren. Auch radikale Verringerung der Anzahl des in Ulm stationierten Milit√§rs nach dem Ersten Weltkrieg wirkte sich extrem negativ auf die √∂rtliche Wirtschaft aus. √Ąhnlich wie in anderen St√§dten gab es auch in Ulm w√§hrend der Weltwirtschaftskrise eine eigene Regionalw√§hrung, das Markengeld W√§ra. Dennoch blieb es zwischen den beiden Weltkriegen in Ulm erstaunlich ruhig.

Fischerplätzle

Nach der Macht√ľbernahme durch die Nationalsozialisten, welche bereits seit den sp√§ten 1920er Jahren in Ulm hohe Stimmenanteile verbuchen konnten, wurde von 1933 bis 1935 am Oberen Kuhberg, in einem der Festungswerke der Bundesfestung, ein KZ, vorwiegend f√ľr politische Gefangene aus W√ľrttemberg eingerichtet. Darunter befand sich auch Kurt Schumacher. Am 22. April 1934 gaben Vertreter der evangelischen Kirche aus ganz Deutschland im M√ľnster die Ulmer Erkl√§rung ab, in der sie sich offen gegen Hitler wandten. In der ‚ÄěKristallnacht‚Äú (9./10. November 1938) brannte auch die Ulmer Synagoge Am Weinhof 2. Sie wurde aber nicht ein Opfer des Brandes selbst, der kaum einen Schaden verursachte, sondern vielmehr des durch die Stadtregierung angeordneten Abrisses danach. Am Treppenabgang der Sparkasse Neue Stra√üe 66 erinnert eine Gedenktafel an die verfolgten und in der Shoa ermordeten Ulmer Juden und ihr Gotteshaus.

Dennoch konnte sich Ulm w√§hrend der NS-Zeit Teile seiner alten Freiheiten ‚Äězur√ľckerobern‚Äú. 1938 wurde die Stadt kreisfrei und zudem Sitz des aus dem alten Oberamt hervorgegangenen Landkreises Ulm. 1942 bildete eine Gruppe Abiturienten um Hans und Susanne Hirzel sowie Franz J. M√ľller den Ulmer Ableger der bekannten M√ľnchner Widerstandsgruppe Wei√üe Rose, in welcher die beiden Ulmer Hans und Sophie Scholl aktiv waren. Beiden Widerstands-Gruppen wurden 1943 gefasst und teils zum Tode, teils zu Gef√§ngnisstrafen verurteilt. Ende 1944 begannen die schweren Bombardierungen von Ulm. Nach dem Gro√üangriff am 17. Dezember 1944 waren 81¬†% der Altstadt zerst√∂rt, das M√ľnster jedoch blieb ‚Äď dank raschen Eingreifens des Luftschutzes ‚Äď gro√üteils verschont.

1945 bis heute

Die zu gro√üen Teilen zerst√∂rte Innenstadt Ulms wurde in den Jahrzehnten nach Kriegsende wieder aufgebaut. Die Frage, ob der Wiederaufbau historisch oder modern erfolgen sollte, f√ľhrte zu heftigen Auseinandersetzungen. Der gr√∂√üte Teil der Stadt wurde im Stil der F√ľnfziger- und Sechzigerjahre wiederaufgebaut. Um gro√üe Verkehrsprojekte wie die ‚ÄěNeue Stra√üe‚Äú als Ost-West-Magistrale zu verwirklichen, wurde sogar noch erhaltene historische Bausubstanz geopfert. Es kam allerdings auch zu Rekonstruktionen einzelner, f√ľr die Stadtgeschichte bedeutender Geb√§ude, und zahlreiche moderne Bauten orientierten sich mehr oder weniger an historischen Formen, z. B. an den f√ľr Ulm typischen Spitzgiebeln. (Siehe auch unter 4.4.1 ‚Äď Bauten ‚Äď Historische Entwicklung des Stadtbildes)

Der Wiederaufbau war aber nicht begrenzt auf die alte Ulmer Innenstadt. So war das neu ausgewiesene Industriegebiet im Donautal (1951) von gro√üer Bedeutung f√ľr die weitere wirtschaftliche Entwicklung der Stadt. Im neuen Stadtteil Eselsberg konnten zahlreiche Vertriebene aufgenommen werden, was die Einwohnerzahl schnell wieder auf den Stand von vor dem Krieg und dar√ľber hinaus anschwellen lie√ü.

1953 begann die Geschichte der f√ľr die F√ľnfziger- und Sechzigerjahre stilbildenden, inzwischen aber wieder geschlossenen Hochschule f√ľr Gestaltung. Eine Ingenieurschule er√∂ffnete 1960 ihren Lehrbetrieb und ging 1972 in der Fachhochschule f√ľr Wirtschaft und Technik auf. Ein wichtiger Impuls f√ľr die Stadt war die Gr√ľndung der Universit√§t Ulm (1967), der 1982 das aus bisher st√§dtischen Kliniken gebildete Universit√§tsklinikum angeschlossen wurde.

Am 1. Januar 1973 trat die Kreisreform in Baden-W√ľrttemberg in Kraft. Ulm wurde Sitz des neu gebildeten Alb-Donau-Kreises, blieb selbst aber kreisfrei. 1980 √ľberschritt Ulm erstmals die 100.000-Einwohner-Marke und wurde somit Gro√üstadt. Im gleichen Jahr war Ulm Gastgeber der ersten Landesgartenschau in Baden-W√ľrttemberg, an der sich auch die bayerische Nachbarstadt Neu-Ulm beteiligte.

Die Überwindung der Wirtschaftskrise Anfang der 1980er Jahre machte aus der bisherigen Industriestadt auch ein Dienstleistungs- und Wissenschaftszentrum, welches 1987, bei einer Einwohnerzahl von 104.000, stolze 84.000 Arbeitsplätze aufweisen konnte.

2004 feierte die Stadt gleich mehrere bedeutende Ereignisse: Zum einen den 1150. Jahrestag der ersten urkundlichen Erw√§hnung von Ulm, zum anderen den 125. Geburtstag von Albert Einstein, der am 14. M√§rz 1879 in der heutigen Bahnhofstra√üe geboren wurde. Die Familie zog allerdings bereits kurz nach der Geburt Alberts 1880 nach M√ľnchen. An der Stelle seines Geburtshauses steht heute eine Skulptur zu Ehren des prominenten j√ľdischen Sohnes der Stadt, der von den NS-Machthabern ausgeb√ľrgert wurde. Ein weiteres Gro√üereignis war der 95. Deutsche Katholikentag vom 16. bis zum 20. Juni unter dem Motto ‚ÄěLeben aus Gottes Kraft‚Äú, an dem ungef√§hr 30.000 Gl√§ubige teilnahmen.

Siehe auch: Militär in Ulm

Religionen

Christen

Der Turm des Ulmer M√ľnsters von Nordwesten
Die katholische Georgskirche

1529 trat Ulm auf dem Reichstag in Speyer den protestantischen Reichsst√§nden bei. 1531 wurde die Reformation Zwinglischer Richtung eingef√ľhrt, doch n√§herte man sich bald Martin Luther an, als 1533 die Stadt eine lutherische Kirchenordnung erhielt. Somit war Ulm √ľber Jahrhunderte eine protestantische Stadt. Um die Wende vom 16. zum 17. Jahrhundert sank der Anteil der Katholiken an der Bev√∂lkerung Ulms (rund 20.000) auf ein Prozent (200 bis 250 im Jahre 1624) ab. Diese Zahl blieb bis Mitte des 18. Jahrhunderts konstant. Predigen durften die verbliebenen katholischen Priester nicht, katholische Taufen durften nur noch in den Privath√§usern stattfinden, zur katholischen Trauung (in Ulm verboten) gingen die wenigen Paare daher ins katholische S√∂flingen, wo seit 1258 ein Klarissenkloster existierte, das 1803 aufgel√∂st wurde. Seit der Mitte des 17. Jahrhunderts blieben Katholiken vom B√ľrgerrecht ausgeschlossen. Die st√§rksten Gruppen unter den Katholiken waren die Patrizier und vor allem die Gesellen, Dienstboten und Tagl√∂hner. Anfang des 19. Jahrhunderts gab es wieder eine starke katholische Gemeinde (1805 erste katholische Stadtpfarrei).

Nach dem √úbergang an W√ľrttemberg (1810) wurde Ulm Sitz eines Generalats (heute Pr√§latur) innerhalb der Evangelischen Landeskirche in W√ľrttemberg, welcher die evangelischen Gemeindeglieder ‚Äď sofern sie nicht Mitglied einer Evangelischen Freikirche sind ‚Äď angeh√∂ren. Des Weiteren besteht in Ulm an der Adlerbastei ‚Äď neben der Evangelischen Pr√§latur ‚Äď ein Dekanat, dessen Stelleninhaber dem evangelischen Kirchenbezirk Ulm mit insgesamt 55.408 Protestanten vorsteht (Stand 2005). Die evangelische Gesamtkirchengemeinde Ulm ist die Nachfolgeeinrichtung der historischen eigenst√§ndigen Ulmer Reichsstadtkirche und bildet zurzeit einen Verbund aus sechs Kirchengemeinden beziehungsweise Kirchen: Auferstehungskirche, Christuskirche, Lukaskirche, Martin-Luther-Kirche, M√ľnster, Paul-Gerhardt-Kirche (wurde 2007 abgerissen und weicht Eigentumswohnungen) und Pauluskirche. Die gew√§hlten Vertreter dieser sechs Kirchengemeinden bilden den Gesamtkirchengemeinderat Ulm. Dieser repr√§sentiert 21.561 Gemeindeglieder (Stand 2006) und tr√§gt die Verantwortung f√ľr das evangelische kirchliche Leben in der Stadt.

Die römisch-katholischen Christen in der Stadt gehörten anfangs zum Bistum Konstanz, später zum Bistum Augsburg und 1817 zum Generalvikariat Rottenburg, aus dem später das Bistum Rottenburg und dann das bis heute bestehende Bistum Rottenburg-Stuttgart hervorgingen.

Mit der Eingemeindung umliegender katholischer Orte veränderte sich das Gewicht zwischen evangelischen und katholischen Christen. Heute beträgt der Anteil der Katholiken an der Gesamtbevölkerung 38,1 %, zum protestantischen Glauben bekennen sich 27,5 % (Stand: 2004).

Seit dem Ende des Eisernen Vorhangs verzeichnete Ulm eine gro√üe Zuwanderung osteurop√§ischer Bev√∂lkerungsgruppen, von denen ein gro√üer Anteil verschiedenen orthodoxen Religionsgemeinschaften angeh√∂rt. Die in den letzten Jahren stark angewachsene Russisch-Orthodoxe Gemeinde Ulms nutzt f√ľr ihre Gottesdienste neben der inzwischen viel zu kleinen Valentinskapelle (‚ÄěSchmalzh√§usle‚Äú) auf dem s√ľdlichen M√ľnsterplatz auch das von ihr 2007 √ľbernommene, ehemals baptistische Gemeindezentrum am Judenhof.

Des Weiteren gibt es eine Anzahl von Christen, welche sich zur Evangelisch-methodistischen Kirche bekennt; zwei Gotteshäuser (Zionskirche und Erlöserkirche) beherbergen diese evangelische Freikirche. Die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Ulm hat ihr Gemeindehaus in Neu-Ulm. Die Apostolische Gemeinschaft nutzt eine ehemalige Friedhofskapelle in der Innenstadt. Die Neuapostolische Kirche und die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage sind ebenfalls mit eigenen Gemeinden und Gotteshäusern in Ulm vertreten.

Juden

‚Üí Hauptartikel: J√ľdische Gemeinde Ulm

Die ‚ÄěJ√ľdische Gemeinde Ulm‚Äú hat eine lange und wechselhafte Geschichte. Seit dem Mittelalter gab es in Ulm eine j√ľdische Gemeinde (1241/42 erstmals belegt) mit einer Synagoge im Judenhof. W√§hrend der Pest 1349 wurden die Juden verfolgt und ihre Gemeinde nahezu vernichtet. In der zweiten H√§lfte des 14. Jahrhunderts siedelten sich erneut Juden an, die gro√üe wirtschaftliche Bedeutung f√ľr die Stadt hatten, doch 1499 aus der Stadt gewiesen wurden. Erst ab 1806 konnten Juden wieder zuziehen. Seit 1889 war Ulm Sitz eines Rabbinats. Die h√∂chste Zahl wurde um 1880 mit 694 j√ľdischgl√§ubigen Personen erreicht. 1933 lebten rund 530 Juden in Ulm. Durch Deportationen starben davon mindestens 118. Nach Kriegsende befanden sich Tausende Juden unter den ‚ÄěDisplaced Persons‚Äú, welche sich in mehreren Fl√ľchtlingslagern in und um Ulm aufhielten, bevor die Lager 1948 aufgel√∂st wurden. Fast alle Juden wanderten in den neu gegr√ľndeten Staat Israel aus. Schon seit 1990 zogen mit den Aussiedlern aus Osteuropa wieder vermehrt Juden nach Ulm, die seit 1999 auch wieder von einem Rabbiner betreut werden. 2002 wurde die j√ľdische Gemeinde als Filialgemeinde von Stuttgart neu gegr√ľndet und am 5. Mai des gleichen Jahres ein neues j√ľdisches Gemeindezentrum mit einem Gebetsraum eingeweiht, der erste seit Zerst√∂rung der Synagoge 1938.

Die j√ľdische Gemeinde umfasst heute ca. 450 Ulmer B√ľrger. Ein Zuzug j√ľdischer Migranten nach Ulm wird laut Vorstand der IRGW (Mai 2008) durch eine verst√§rkte Zuweisung j√ľdischer Neuzuwanderer erfolgen [10].

In Ulm besteht au√üer dem stillgelegten alten j√ľdischen Friedhof, an den seit 1987 ein Gedenkstein erinnert, heute noch eine j√ľdische Abteilung auf dem Stadtfriedhof. Ein F√∂rderverein engagiert sich f√ľr den Neubau einer Synagoge in der Stadt, f√ľr das die Stadt ein Grundst√ľck direkt an dem alten Synagogenplatz bereith√§lt [11].

Islam

Gerade die t√ľrkische Minderheit zeichnet sich durch zahlreiche kulturelle und soziale Initiativen, so z.¬†B. das einzige professionelle t√ľrkischsprachige Theater S√ľddeutschlands, dem ‚ÄěTheater Ul√ľm‚Äú, aus. In der Ulmer Weststadt wird derzeit (2008) eine Moschee errichtet, die einen Gebetsraum f√ľr 400 M√§nner und 30 Frauenpl√§tze auf einer Empore, au√üerdem einen Versammlungsraum f√ľr 600 Menschen sowie Minarett und Kuppeln erhalten soll. Die bestehende Baugenehmigung wurde Mitte Juni 2008 vom Verwaltungsgericht Sigmaringen wegen eines Planungsfehlers aufgehoben, so dass eine neue Baugenehmigung abgewartet werden muss.

2007 kam es zu Aufsehen wegen eines kleinen, fundamentalistisch radikalisierten Teiles muslimischer Ulmer, der dem Islamischen Informationszentrum (IIZ) nahestand. Zu dessen Vorstand geh√∂rten zwei M√§nner, die in Tschetschenien mit der Waffe gek√§mpft haben und dabei get√∂tet wurden; einer der drei M√§nner, die im September 2007 verhaftet wurden, weil sie Terroranschl√§ge in Deutschland geplant hatten, war Mitglied des IIZ. Dar√ľber hinaus wurden andere fundamentalistische Aktivisten mit dem IIZ in Verbindung gebracht, was dort zu einer Razzia f√ľhrte. Das IIZ kam einem geplanten Verbot zuvor und l√∂ste sich im Oktober 2007 selbst auf.

Eingemeindungen

Ehemals selbständige Gemeinden beziehungsweise Gemarkungen, die in die Stadt Ulm eingegliedert wurden. Die Zuwachsfläche gibt die hinzukommende Fläche zur Gesamtfläche der Stadt im Jahr der Eingliederung an.

Jahr Orte Zuwachs in ha
1828 B√∂fingen, √Ėrlingen und Oberthalfingen ¬†?
6. November 1905 Söflingen 1.448
1. April 1926 Grimmelfingen 471
1. April 1927 Wiblingen 809
1. September 1971 Jungingen 1.354
1. Januar 1972 Unterweiler 452
1. Februar 1972 Mähringen 891
1. Mai 1974 Eggingen 810
1. Juli 1974 Donaustetten 598
1. Juli 1974 Einsingen 651
1. Juli 1974 Ermingen 837
1. Juli 1974 Gögglingen 514
1. Januar 1975 Lehr 614

Einwohnerentwicklung

‚Üí Hauptartikel: Einwohnerentwicklung von Ulm

Zwischen 1890 (36.000 Einwohner) und 1939 (75.000 Einwohner) verdoppelte sich die Bev√∂lkerung der Stadt. Durch die Auswirkungen des Zweiten Weltkrieges verlor Ulm bis 1945 rund 30 Prozent (20.000) seiner Bewohner. 1951 hatte die Bev√∂lkerungszahl wieder den Stand von vor dem Krieg erreicht. 1980 √ľberschritt die Einwohnerzahl der Stadt die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Gro√üstadt wurde. Ende September 2005 lebten in Ulm nach Fortschreibung des Statistischen Landesamtes Baden-W√ľrttemberg 120.574 Menschen mit Hauptwohnsitz ‚Äď historischer H√∂chststand. Mit Stand vom 31. Dezember 2004 haben 19.570 Einwohner (16,3 Prozent) einen ausl√§ndischen Pass (√ľber 100 Nationen). 14,4 Prozent der Einwohner sind unter 15 Jahre alt, 17,5 Prozent sind 65 Jahre alt oder √§lter. Damit hat Ulm, √§hnlich wie andere deutsche St√§dte, eine relativ niedrige Geburtenrate, die Einwohnerzahl steigt aber durch Zuwanderung noch um j√§hrlich 0,5 Prozent.
Laut einem Bericht des Statistischen Landesamtes von Baden-W√ľrttemberg wird die Stadt bzw. der Stadtkreis Ulm im Jahr 2025 der j√ľngste Landkreis in Baden-W√ľrttemberg sein. So wird das Durchschnittsalter der Stadt von derzeit 41,3 Jahre auf 44,5 Jahre steigen, was aber immer noch deutlich unter dem Durchschnittsalter von anderen Stadt- und Landkreisen im Land liegt.[12]

Eine grobe √úbersicht √ľber die Bev√∂lkerungsentwicklung der Stadt Ulm bietet folgende Tabelle:

Jahr Einwohner von Ulm (Hauptwohnsitz)
1890 36.000 Einwohner
1939 75.000 Einwohner
1945 55.000 Einwohner
1951 75.000 Einwohner
1980 100.000 Einwohner
2005 120.574 Einwohner
2006 120.664 Einwohner

Politik

Ulmer Rathaus, neue Zentralbibliothek (Glaspyramide)

An der Spitze der Stadt Ulm standen anfangs der ‚ÄěAmmann‚Äú sowie der ‚ÄěRat der Stadt‚Äú. Seit dem 13. Jahrhundert gab es neben dem Ammann einen B√ľrgermeister als Gesch√§ftsf√ľhrer des Rates, der ab 1345 den Vorsitz im Rat und die Leitung der Stadt √ľbernahm. Ab 1325 wurde den Z√ľnften im ‚ÄěKleinen Schw√∂rbrief‚Äú nach b√ľrgerkriegs√§hnlichen Wirren mehr Mitspracherecht neben dem st√§dtischen Patriziat, welches bis dahin allein die Politik bestimmte, einger√§umt. Zwischen 1397 bis 1547 sicherte der ‚ÄěGro√üe Schw√∂rbrief‚Äú als ‚ÄěVerfassung‚Äú der Reichstadt den Z√ľnften die Mehrheit im Rat und den Zugang auch zu hohen st√§dtischen √Ąmtern. 1547 wurden die im Gro√üe Schw√∂rbrief garantierten Rechte der Z√ľnfte durch Kaiser Karl V. (HRR) aufgehoben und dem st√§dtischen Adel (Patriziat) wieder die Mehrheit einger√§umt. Der Zugang zu h√∂heren st√§dtischen √Ąmtern war fortan Nichtadligen kaum mehr m√∂glich. Ulm wurde de facto zu einer Adelsrepublik. Urspr√ľnglich 17 Patrizierfamilien w√§hlten fortan den B√ľrgermeister und die hohen Staatsbeamten aus ihren Reihen. Infolgedessen waren nahezu alle h√∂heren staatlichen √Ąmter im Besitz des st√§dtischen Patriziats, ehrenamtlich und auf ein bis zwei Jahre beschr√§nkt. Nach ihrer Amtszeit galt f√ľr die vormaligen Amtsinhaber (insbesondere die B√ľrgermeister) eine Art ‚ÄěSperrfrist‚Äú, so dass jene, von Ausnahmen abgesehen, nicht unmittelbar 2 mal hintereinander in das gleiche Amt gew√§hlt werden konnten, wohl aber ein anderes Amt annehmen durften. 1802 wurde die reichsst√§dtische Verfassung aufgehoben. Heute hat der Gemeinderat 40 Mitglieder. Der Oberb√ľrgermeister wird direkt gew√§hlt, jeweils f√ľr acht Jahre. Mit 68 scheidet er automatisch aus dem Amt.

Gemeinderat

Sitzverteilung Gemeinderat Ulm

Ergebnis der Wahl zum Gemeinderat am 13. Juni 2004:

Partei Stimmen in Prozent Anzahl der Sitze
CDU 28,2¬†% (‚ąí2,2) 12 Sitze (‚ąí1)
SPD 21,2¬†% (‚ąí4,6) 9 Sitze (‚ąí2)
B√ľndnis 90/Die Gr√ľnen 16,1¬†% (+5,6) 7 Sitze (+3)
Freie Wähler/FWG 8,4 % (+1,3) 3 Sitze (=)
UWS 7,5¬†% (‚ąí0,7) 3 Sitze (=)
WWG 6,5 % (+1,7) 2 Sitze (=)
UVL 6,1 % (+0,6) 2 Sitze (=)
FDP/DVP 4,8 % (+1,6) 2 Sitze (+1)
Andere 1,1¬†% (‚ąí3,4) 0 Sitze (‚ąí1)

Oberb√ľrgermeister seit 1819

  • 1819‚Äď1844: Christoph Leonhard Wohlbach
  • 1845‚Äď1863: Julius Schuster
  • 1863‚Äď1890: Carl v. Heim
  • 1891‚Äď1919: Heinrich Wagner
  • 1919‚Äď1933: Dr. Emil Schwamberger
  • 1933‚Äď1945: Friedrich Foerster, NSDAP
  • 1945 (April‚ÄďMai): Hermann Frank
  • 1945 (Mai‚ÄďJuni): Karl Eychm√ľller
  • 1945‚Äď1948: Robert Scholl (Vater von Hans und Sophie Scholl)
  • 1948‚Äď1972: Prof. Dr. Theodor Pfizer
  • 1972‚Äď1984: Dr. Hans Lorenser, CDU
  • 1984‚Äď1992: Ernst Ludwig, CDU
  • seit 1992: Ivo G√∂nner, SPD

Wappen

Historisches Wappen mit Reichsadler im Ulmer M√ľnster (von 1480)

Blasonierung: ‚ÄěVon Schwarz und Silber geteilt.‚Äú

Die Stadtflagge trägt die Stadtfarben Schwarz-Weiß (Schwarz-Silber).

Die seit 1244 nachweisbaren Siegel der Reichsstadt enthalten den Reichsadler, der oben zeitweilig von einem Stern und einer Lilie begleitet ist. Der geteilte Schild als das eigentliche Stadtwappen ist seit 1351 in den Siegeln belegt, wo er zun√§chst in den F√§ngen des Adlers, sp√§ter als dessen Brustschild erscheint. Mit der Mediatisierung (nach 1803) fiel der Reichsadler weg, w√§hrend das in farbigen Darstellungen seit der Mitte des 15.Jh. √ľberlieferte von Schwarz und Silber geteilte Stadtwappen, das bisher nicht sicher gedeutet ist, weitergef√ľhrt wurde. [13]

Städtepartnerschaften

Ulm hat keine offizielle Partnerstadt, unterh√§lt aber √ľber einen Partnerschaftsverein seit 1986 eine De-facto-St√§dtepartnerschaft mit Jinotega in Nicaragua. Im Juli 1998 haben in Ulm Repr√§sentanten aus 15 Donaust√§dten aus Anlass des ‚ÄěErsten Internationalen Donaufestes‚Äú eine gemeinsame Erkl√§rung unterzeichnet, Motto: ‚ÄěDie Donau und ihre St√§dte ‚Äď ein europ√§isches Netzwerk der Zukunft‚ÄĚ. Darin haben sie sich zu einer dauerhaften und grenz√ľberschreitenden Zusammenarbeit verpflichtet. Inzwischen entwickelten sich daraus feste Kontakte insbesondere zu folgenden St√§dten und Regionen in S√ľdosteuropa (Donau-Partnerschaften):

Eine wichtige Rolle f√ľr das Anlaufen der Zusammenarbeit mit den oben genannten St√§dten und Regionen spielte und spielt das Donau-B√ľro Ulm. Es wurde ins Leben gerufen mit dem Ziel, dass von Ulm, der ersten Gro√üstadt am Lauf der Donau ausgehend und ankn√ľpfend an traditionelle Beziehungen (Donauschwaben), die Zusammenarbeit mit den St√§dten und Regionen entlang der Donau verst√§rkt werden solle, vorhandene Kontakte zu pflegen, neue Verbindungen zu kn√ľpfen und dauerhafte Partnerschaften zu begr√ľnden, zur Gestaltung des k√ľnftigen Europa. Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung und Kultur sind die Felder, auf denen das Donau-B√ľro t√§tig ist: zum einen mit Projekten, Veranstaltungen, Workshops, Seminaren und (Ko-)Produktionen, zum anderen im Vermitteln von Kontakten und Herstellen von Synergien. Nach Ulmer Vorbild gibt es inzwischen in einem halben Dutzend dieser Partnerst√§dte ebenfalls Donaub√ľros.

Kultur und Sehensw√ľrdigkeiten

Theater

Das Ulmer M√ľnster und die D√§cher der Innenstadt vom Xinedome-Kino aus gesehen
Das Ulmer M√ľnster mit dem Stadthaus (rechts)
Das Ulmer M√ľnster mit der Donau von Neu-Ulm her gesehen

In Ulm gibt es mehrere Theater, die unabh√§ngig voneinander arbeiten. Das St√§dtische Theater, mit 840 Sitzpl√§tzen gr√∂√ütes Theater Ulms, wurde 1641 gegr√ľndet und ist somit das √§lteste st√§dtische Theater Deutschlands. Das ‚ÄěTheater Ulm‚Äú am Herbert-von-Karajan-Platz 1 ist, ungew√∂hnlich f√ľr die Gr√∂√üe der Stadt, ein Dreispartenhaus (Musiktheater, Schauspiel und Ballett). Dem Theater angegliedert ist das Philharmonische Orchester der Stadt Ulm, das sowohl im Theater als auch an anderen Konzertpl√§tzen sinfonische Konzerte gibt.

Ein weiteres Theater, das Theater in der Westentasche, ist akut gef√§hrdet, weil die Stadt Ulm ihre Zusch√ľsse erheblich verringern musste. Die ‚ÄěWeste‚Äú ist ein auch vom Land Baden-W√ľrttemberg gef√∂rdertes Privattheater (Mitglied im Deutschen B√ľhnenverein) in deren maximal 80 Zuschauern Platz bietenden Spielst√§tte, einem fr√ľheren Ladenlokal in der innerst√§dtischen Herrenkellergasse, freie Akteure √ľberwiegend Sprechtheater auff√ľhren. Derzeit wird zus√§tzlich ein Ensemble professioneller, aus Osteuropa stammender und jetzt in der Region ans√§ssiger K√ľnstler gebildet.

Im zur Akademie f√ľr darstellende Kunst (s. u.) geh√∂renden Akademietheater am Kuhberg stellen angehende Regisseure und Darsteller ihre B√ľhnenk√ľnste dar, wobei auch auf andere Spielst√§tten wie das Roxy ausgewichen wird.

Das Theater Ul√ľm ist das einzige professionelle t√ľrkischsprachige Theater in S√ľddeutschland. Auch dieses bietet einen regelm√§√üigen Spielplan und besitzt eine feste Spielst√§tte (Donaubastion Schillerstra√üe).

Das Erste Ulmer Kasperletheater wurde 2001 als professionelles Kindertheater gegr√ľndet. Es hat rund 50 Zuschauerpl√§tze und bietet w√∂chentlich f√ľnf Auff√ľhrungen.

Museen und Freiluftgalerien

Das Ulmer Museum ist als Museum f√ľr Kunst, Arch√§ologie sowie Stadt- bzw. Kulturgeschichte konzipiert. Neben zahlreichen, teils hochrangigen Ausstellungsst√ľcken, werden auch Informationen zur Stadtgeschichte und bekannten Ulmer Pers√∂nlichkeiten, wie zum Beispiel Albert Einstein, pr√§sentiert. Unter den Sammlungen und Ausstellungsst√ľcken des Museums verdienen die arch√§ologische Abteilung mit dem L√∂wenmenschen, als die √§lteste Mensch-Tier-Plastik der Welt (datiert auf ca. 30.000 vor Christus), die gro√üe kultur- und stadtgeschichtliche Abteilung mit den Kleidung und reichsst√§dtischen Alltag des ausgehenden 18. Jahrhunderts bis ins Detail beschreibenden Ton-Figuren der Hafnerfamilie Rommel und der aus dem 17. Jahrhundert stammende Kunst- und Naturalkammer des reichen Ulmer Kaufmannes Christoph Weickmann mit einigen der weltweit √§ltesten erhaltenen afrikanischen Textilien, die umfangreiche Kunstsammlung mit sp√§tmittelalterlichen Werken der sogenannten ‚ÄěUlmer Schule‚Äú (u.¬†A. Werke von J√∂rg Syrlin d.¬†J., Hans Multscher, Gregor & Michel Erhart, Bartholom√§us Zeitblom und Niklaus Weckmann) und zahlreichen Werken zeitgen√∂ssischer Kunst des 20. Jahrhunderts (u.¬†A. von Joseph Boys, Andy Warhol und Roy Liechtenstein), sowie die Design-Ausstellung mit Entw√ľrfen und Werken der international renommierten Ulmer Hochschule f√ľr Gestaltung (HfG) besondere Erw√§hnung.

Am 24. November 2007 ist in der Neuen Mitte, in unmittelbarer Nachbarschaft zum Ulmer Museum und mit diesem √ľber eine gl√§serne Br√ľcke direkt verbunden, die Kunsthalle Weishaupt er√∂ffnet worden. Sie ist vom Unternehmer Siegfried Weishaupt mit privaten Mitteln realisiert und nach den Pl√§nen des M√ľnchener Architekten Wolfram W√∂hr gebaut worden. Die Sammlung umfasst heute etliche Hundert gro√üe Arbeiten und z√§hlt zu den bedeutenden Privatsammlungen zeitgen√∂ssischer Kunst in Deutschland. Zusammen mit dem Skulpturenweg (Kunstlehrpfad) der Universit√§t (u.¬†a. Werke von Niki de Saint-Phalle) und dem Archiv der international renommierten Ulmer Hochschule f√ľr Gestaltung (HfG) erh√§lt Ulm den Rang eines herausragenden Ausstellungsortes f√ľr bildende Kunst und Design in S√ľddeutschland.

Einzigartig in Deutschland werden im Museum der Brotkultur neben Techniken und Geschichte(n) der Brotherstellung auch die √ľberaus vielschichtige Kultur- und Sozialgeschichte des Brotes als grundlegendem Nahrungsmittel und wichtigem kulturellen Symbol dargestellt.

Die KZ-Gedenkst√§tte Ulm im ‚ÄěFort Oberer Kuhberg‚Äú erinnert an die Nutzung in dieses Teils der Bundesfestung als durch das NS-Regime als Konzentrationslager. Im Fort Oberer Kuhberg wurden vom November 1933 bis Juli 1935 unter unmenschlichen Bedingungen √ľber 600 politische und weltanschauliche Gegner aus dem Land W√ľrttemberg-Hohenzollern eingekerkert. Unter ihnen befand sich auch Kurt Schumacher, der Wiederbegr√ľnder der SPD in Deutschland nach 1945. Das ehemalige KZ ist heute Gedenkst√§tte. Sie wurde 1994 vom Regierungspr√§sidium T√ľbingen als ‚Äěvorbildliches Heimatmuseum‚Äú ausgezeichnet. Das KZ Oberer Kuhberg ist als einziges KZ in S√ľddeutschland in seiner gesamten baulichen Substanz erhalten. Dazu geh√∂ren die unterirdischen Verliese, in denen die H√§ftlinge untergebracht waren, das Freigel√§nde mit der Haftzelle von Kurt Schumacher und die R√§ume der KZ-Kommandantur.

Das Festungsmuseum Fort Oberer Kuhberg wurde 1974 vom ‚ÄěF√∂rderkreis Bundesfestung Ulm e.¬†V.‚Äú gegr√ľndet. Ziel dieses Vereines ist die Restaurierung, die Dokumentation und die Pr√§sentation der erhaltenen Bauwerke. Noch vor der Vereinsgr√ľndung im Jahr 1974 begannen im Fort Oberer Kuhberg (Teil der Bundesfestung Ulm) die ersten Erhaltungsarbeiten. In der Zwischenzeit ist es das am besten erhaltene Fort und kann bei F√ľhrungen besichtigt werden. Die Aktivit√§ten des Vereins haben sich in den letzten Jahren auf andere Festungswerke ausgeweitet, welche ebenso im Rahmen von F√ľhrungen der √Ėffentlichkeit pr√§sentiert werden

Im Donauschw√§bischen Zentralmuseum (dzm), welches in einem Teil der Festungsanlage Obere Donaubastion (Teil der Bundesfestung Ulm) untergebracht ist, werden Geschichte, Kultur und Schicksal der sog. ‚ÄěDonauschwaben‚Äú, deutschst√§mmigen, meist ‚Äěschw√§bischen‚Äú Auswanderern, die im 18. Jhdt. nach S√ľdosteuropa auswanderten und nach dem Zweiten Weltkrieg als ‚ÄěHeimatvertriebene‚Äú zur√ľckkehrten, in wechselnden Ausstellungen dargestellt. Das dzm ist eine gemeinsam von der Stadt Ulm, dem Land Baden-W√ľrttemberg, dem Bund sowie der EU finanzierte Einrichtung von europ√§ischer Bedeutung.

Die Naturkundlichen Sammlungen der Stadt Ulm werden auch als lebendiges Museum bezeichnet. Die Themen Mineralogie, Geologie, Pal√§ontologie, Botanik, Zoologie und √Ėkologie k√∂nnen dabei nicht nur kognitiv, sondern auch sinnlich erfahren werden. Durch diese Konzeption ist das Museum insbesondere f√ľr Familien mit Kindern und Menschen mit geistiger oder k√∂rperlicher Behinderung besonders geeignet. Das Museum verf√ľgt √ľber zahlreiche Informationstafeln in Blindenschrift.

Das Setra-Museum im Ulmer Fischerviertel (Fischergasse 3) zeigt die Geschichte der Marke Setra (Omnibusse mit selbstragender Karosserie, entwickelt Mitte des letzten Jahrhunderts vom damaligen Ulmer Unternehmen Karl Kässbohrer GmbH). Außerdem gibt es eine Ausstellung von Omnibusmodellen.

Kulturelle Vereine

Oratorienchor Ulm e.V.

Hauptartikel Oratorienchor Ulm

Konzert des Oratorienchors zusammen mit dem Sinfonischen Blasorchester in der Pauluskirche

Der 1890 gegr√ľndete gemischte Konzertchor steht unter Leitung von M√ľnsterkantor Friedrich Fr√∂schle und f√ľhrt gemeinsam mit professionellen Orchestern und Solisten Werke der klassischen Kirchenmusik und weltliche Oratorien auf. Hierzu z√§hlen im Fr√ľhjahr und Herbst Konzerte in der Pauluskirche sowie Beteiligungen an den Feierlichkeiten zum Schw√∂rmontag.

Museumsgesellschaft Ulm e. V.

Das neue, zweigiebelige Haus der Museumsgesellschaft (rote Lamellen-Fassade)

Die Museumsgesellschaft Ulm e.¬†V. ist eine kulturelle B√ľrgerinitiative. Sie organisiert Ausstellungen, bietet Versammlungsraum f√ľr die K√ľnstlergilde oder die Freunde des Ulmer Theaters, die am 2. Oktober 1979 zur Unterst√ľtzung des Ulmer Theaters gegr√ľndet wurden, und sie bet√§tigt sich m√§zenatisch. So vergibt sie j√§hrlich den mit 5000 Euro dotierten Preis der Museumsgesellschaft Ulm zur F√∂rderung der Geisteswissenschaften an der Universit√§t Ulm.

Die Museumsgesellschaft ist aus der √§ltesten Ulmer B√ľrgergesellschaft, der 1789 gegr√ľndeten Lesegesellschaft, hervorgegangen. Diese Lesegesellschaft hatte 1815 die ‚ÄěObere Stube‚Äú, unmittelbar dem historischen Rathaus gegen√ľber, bezogen nachdem das Haus von 1548 bis 1803 der ‚Äěehrbaren Gesellschaft der Herren Geschlechter‚Äú geh√∂rt hatte. Im Gegensatz zur ‚ÄěUnteren Stube‚Äú, wo sich die Zunft der Kaufleute traf, war die ‚ÄěObere Stube‚Äú Versammlungsort des Patriziats gewesen. Um 1900 war die Museumsgesellschaft gesellschaftlicher Mittelpunkt des gehobenen B√ľrgertums. Sie besa√ü eine (von der Lesegesellschaft schon aufgebaute) Bibliothek, zu der nur Mitglieder Zutritt hatten; angeschafft wurde, was die Mitglieder w√ľnschten. Zuletzt umfasste die Bibliothek der Museumsgesellschaft etwa 30.000 B√§nde, als sie wenige Monate vor Ende des Zweiten Weltkrieges beim gro√üen Bombenangriff am 17. Dezember 1944 mit dem gr√∂√üten Teil der Ulmer Innenstadt auch vollst√§ndig vernichtet wurde. Die ‚ÄěObere Stube‚Äú war an historischer Stelle wieder aufgebaut worden, wobei allerdings dieser Neubau dem Rathaus seine Traufseite zeigte. Die Museumsgesellschaft hat im Jahre 2007 die ‚ÄěObere Stube‚Äú nach altem Vorbild, in zeitgem√§√üer Architektur und mit modernen Baumaterialien grundlegend umgebaut. Jetzt zeigt das Geb√§ude zum Rathaus hin nach historischem Vorbild wieder einen Doppel-Giebel. Insgesamt reagiert der Bau auf die ebenfalls neu entstandene unmittelbare Nachbarschaft, wo anstelle der bisherigen breiten Schneise ‚ÄěNeue Stra√üe‚Äú drei moderne Neubauten ‚ÄěUlms neue Mitte‚Äú bilden.

Gesellschaft 1950

Wie viele Vereine wurde auch diese Gesellschaft im Jahre 1950 gegr√ľndet; (Gr√ľndungs-) Mitglieder waren und sind namhafte Pers√∂nlichkeiten der (b√ľrgerlichen) kulturellen Szene. Die tonangebende Rolle der fr√ľheren Jahre ist allerdings verloren gegangen.

Söflinger Vorstadtverein

Der S√∂flinger Vorstadtverein (SVV) dient als Dachverein der S√∂flinger Vereine und verwaltet zentral die Interessen der Mitglieder, um sie der Stadt Ulm gegen√ľber besser vertreten zu k√∂nnen. Seit der Gr√ľndung am 14. M√§rz 1956 durch Eugen Strauss und Udo Botzenhart ist der SVV ein wichtiger Bestandteil der Vorstadt S√∂flingen geworden. Weitere wichtige Aufgaben des SVV: die F√∂rderung von Kunst und Kultur, Koordination, Unterst√ľtzung und Beratung der beigetretenen Vereine sowie Landschafts- und Denkmalschutz. Seit der Reformation, als Ulm protestantisch wurde, gab es immer wieder Spannungen zwischen dem katholischen S√∂flingen und der Reichsstadt. Als zum Beispiel in Ulm katholische Trauungen nicht mehr erlaubt waren, gingen die Katholiken zum Heiraten nach S√∂flingen. Auch nach der Eingemeindung vor 100 Jahren haben die S√∂flinger es verstanden, eine eigene Identit√§t zu wahren. Die S√∂flinger haben ein geschichtlich gewachsenes, besonderes Selbstverst√§ndnis und Selbstbewusstsein. Mit der Gr√ľndung des SVV wurde einerseits S√∂flingens Eigenst√§ndigkeit gest√§rkt, andererseits wurde ein Scharnier gebildet, das gute Dienste leistet, wenn es um den Zusammenhalt Ulms mit seinem eigenwilligen Stadtteil S√∂flingen geht.

Insgesamt 26 Musik-, Sport- und Gesangsvereine und viele kleinere Gesellschaften umfasst der SVV. Er organisiert H√∂hepunkte im gesellschaftlichen Leben S√∂flingens, die im Sommer unter freiem Himmel im idyllischen S√∂flinger Klosterhof √ľber die B√ľhne gehen. Au√üerdem hilft der SVV seinen Mitgliedsvereinen beim Planen von Aktivit√§ten, ist kooperierender Ansprechpartner der Stadtverwaltung und Bindeglied der angeschlossenen Vereine untereinander. Einige dem SVV beigetretene Vereine sind unter anderen der Arbeiterverein S√∂flingen, der ESC Ulm, der Sch√ľtzenverein S√∂flingen, der Verein f√ľr Gefl√ľgelfreunde, der Reitverein S√∂flingen sowie der Harmonikaverein S√∂flingen.

Große Karnevalsgesellschaft Ulm/Neu-Ulm e. V.

Die ‚ÄěGro√üe Karnevalsgesellschaft Ulm/Neu-Ulm e.¬†V.‚Äú (GKG U/NU) ist ein eingetragener Verein, der sich um den Erhalt und die Pflege des karnevalistischen Treibens in der Region Ulm bem√ľht. Gegr√ľndet wurde die Gesellschaft 1905 durch Zusammenschluss der Vorg√§ngergesellschaften ‚ÄěGesellschaft der Elfen‚Äú und einem weiteren, 1885 gegr√ľndeten, Karnevalsverein. Aktuelle Pr√§sidentin ist Gabriele Pollinger, Vize-Pr√§sident Brauchtum ist z.¬†Z. Thomas Mack. Teilbereiche der GKG U/NU sind die Garden in ihren verschiedenen Altersklassen, Clowns und die Maskengruppe ‚ÄěDonauhexen‚Äú.

Ulmer Knabenmusik / Junge Bläserphilharmonie Ulm

Das 1961 als ‚ÄěUlmer Knabenmusik‚Äú gegr√ľndete Jugendblasorchester Junge Bl√§serphilharmonie Ulm ist eines der kulturellen Aush√§ngeschilder der Stadt Ulm. 2008 gewann das von Josef Christ geleitete Ensemble beim Deutschen Orchesterwettbewerb in Wuppertal den ersten Platz in der Kategorie B2 Jugendblasorchester.

Bauwerke

Ulms Neue Mitte mit (links angerissen) dem neuen Sparkassenbau, und dem ‚ÄěHaus der Sinne‚Äú (Mitte), beide von Stephan Braunfels.
In Ulms neuer Mitte: Kunsthalle Weishaupt und (links) Neubau der Museumsgesellschaft

Stadtbild

Architekturkontraste: der höchste Kirchturm der Welt hinter dem Ulmer Stadthaus
Blick vom Ulmer M√ľnster 1955

Bis zum Zweiten Weltkrieg war das Stadtbild Ulms gepr√§gt von einer jahrhundertealten reichsst√§dtischen Baukultur mit zahlreichen Baudenkm√§lern vor allem aus Gotik, Renaissance und Historismus und einigen barocken und klassizistischen Bauten. Die mittelalterliche Altstadt Ulms z√§hlte zu den gr√∂√üten und bedeutendsten in S√ľddeutschland. Diese Traditionslinie brach mit der weitgehenden Zerst√∂rung Ulms durch Luftangriffe im Jahre 1944 abrupt ab. Weniger als ein F√ľnftel der historischen Altstadtbebauung blieb erhalten. Die westliche Innenstadt vom M√ľnster bis zum Hauptbahnhof wurde v√∂llig vernichtet, w√§hrend in einigen anderen Gebieten wenige, meist unzusammenh√§ngende Altstadtreste √ľberdauerten (Fischerviertel, Donaufront, einige Gassen im n√∂rdlichen und nord√∂stlichen Bereich des M√ľnsters, Quartier ‚ÄěAuf dem Kreuz‚Äú √∂stlich der Frauenstra√üe). Einige bedeutende Geb√§ude, deren Inneres im Feuersturm ausgebrannt war, wurden in ihren √§u√üeren Formen wiederaufgebaut (z. B. Rathaus, Schw√∂rhaus, Kornhaus), viele andere sind dagegen vollkommen aus dem Stadtbild und dem Bewusstsein der Ulmer B√ľrger verschwunden. Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges, vor allem im Bombenhagel des 17. Dezember 1944, ging die Ensemblewirkung einer geschlossenen Altstadtbebauung von europ√§ischem Rang f√ľr immer verloren. Nach dem Zweiten Weltkrieg waren zwar Konzepte gefragt, wie das wenige erhaltene Alte sinnvoll in den Wiederaufbau der Stadt miteinbezogen werden k√∂nnte, aber das rasche Wiederaufbauen der Innenstadt brachte nichts architektonisch Nennenswerte hervor, eher Biederes, Belangloses, Gleichf√∂rmiges. Zwar orientierte sich das Stra√üennetz weitgehend am Stra√üennetz der Vorkriegszeit, jedoch mit schwerwiegenden Ausnahmen. So wurde gem√§√ü der Idee einer autogerechten Stadt mit der Neuen Stra√üe eine breite Schneise durch die Stadt geschlagen und dabei noch erhaltene historische Architektur zugunsten dieser ‚ÄěStadtautobahn‚Äú vernichtet. Zu Beginn dieses Jahrhunderts wurde die Wunde geschlossen: Die ‚ÄěNeue Mitte‚Äú war entstanden (siehe unten), nachdem man in anderen Innenstadt-nahen Quartieren bereits w√§hrend der 1980er Jahren sensibler mit der noch erhaltenen historischen Bausubstanz umgegangen war. So kann die behutsame Sanierung einiger historischer Geb√§ude im Fischerviertel und des Quartiers ‚Äěauf dem Kreuz‚Äú durch die stadteigene Sanierungsanstalt durchaus als vorbildhaft gelten.

Die Neubauten der ‚ÄěNeuen Mitte‚Äú zwischen M√ľnsterplatz und Rathaus, wie das Stadthaus des Architekten Richard Meier, das ‚ÄěHaus der Sinne‚Äú und das Sparkassen-Geb√§ude, beide von Stephan Braunfels, sowie die Kunsthalle Weishaupt des Architekten Wolfram W√∂hr, die als ‚Äěgl√§serne Pyramide‚Äú errichtete neue Stadtbibliothek von Prof. Gottfried B√∂hm und der Neubau der ‚ÄěObere Stube‚Äú (siehe unter ‚ÄěMuseumsgesellschaft‚Äú) setzen mit ihrer modernen Formensprache in unmittelbarer N√§he des M√ľnsters und des wiederaufgebauten historischen Rathauses auf bewusste Kontrastwirkungen und Br√ľche.

Zusammenfassend ist das Stadtbild Ulms heute durch die Mischung zwischen erhalten gebliebenen, oder (wenn auch meist nur rein √§u√üerlich) wiederaufgebauten historischen Bauten und Stra√üenz√ľgen auf der einen Seite und moderner Architektur auf der anderen Seite gekennzeichnet. Das spannungsreiche Ergebnis des mutigen St√§dtebaus erregt viel Aufsehen und findet Anerkennung in weiten Teilen der Fachwelt, wird aber von Teilen der Bev√∂lkerung auch kritisch gesehen.

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Panoramabild der Ulmer Weststadt.
Panoramabild der Ulmer Weststadt.

Stadtmitte

Das gotische M√ľnster mit dem h√∂chsten Kirchturm der Welt (161,53 Meter) beherrscht das Stadtbild.

Weitere Sakralbauten, welche die Silhouette prägen, sind:

Haus der Begegnung
  • die Dreifaltigkeitskirche. Sie wurde 1616‚Äď21 auf den Grundmauern einer fr√ľheren Klosterkirche errichtet, von der noch der gotische Chor (1321) besteht; 1944 ausgebrannt, wurde der Bau stark ver√§ndert wiederaufgebaut und ist heute ein sehr frequentiertes Haus der Begegnung (f√ľr Konzerte, Seminare, Theater, Vortr√§ge usw.)
  • die Pauluskirche, die innerhalb von zwei Jahren (1908‚Äď1910) von Professor Theodor Fischer im Jugendstil erbaut wurde. F√ľr den Sakralbau mit seinen markanten ‚ÄěGranatspitzen‚Äú-T√ľrmen wurde erstmals Eisenbeton verwendet. Die Kirche wurde ab dem Jahr 1964 durch den Bund erworben, welcher schlie√ülich die Restaurierung des Baus angeordnet hat. Die Pauluskirche, in der auch immer wieder Konzerte stattfinden, ist evangelische Garnisonskirche und wird allj√§hrlich f√ľr vier Wochen ‚ÄěVesperkirche‚Äú.
  • die St.-Georgs-Kirche, welche 1904 durch den Erzbisch√∂flichen Baudirektor Max Meckel als katholische Garnisonkirche erbaut wurde und sp√§ter Pfarrkirche wurde. 1978‚Äď82 wurde sie restauriert, mit urspr√ľnglicher Innenbemalung im neugotischen Stil.

Auff√§llig im Stadtbild sind zudem zwei T√ľrme aus Ulms Vergangenheit:

  • der 1360 als Teil der Stadtbefestigung erbaute G√§nsturm, der 1445 auf die heutige H√∂he gebracht wurde. Vor dem Tor findet sich der L√∂wenbrunnen aus dem 16. Jahrhundert, auch ‚ÄěErbiskasten‚Äú genannt.
  • der Metzgerturm, 1345 als Teil der Stadtbefestigung erbaut. Der ‚ÄěSchiefe Turm von Ulm‚Äú mit einer H√∂he von 36,1 Meter neigt sich 2,05 Meter nach Nordwesten (um 3,3 Grad geneigt; zum Vergleich: Schiefer Turm von Pisa 3,97 Grad). Nach einer Anekdote hat der Turm seinen Namen von den Ulmer Metzgern, die zum Strecken der Wurst S√§gesp√§ne nutzten. Als die B√ľrger das erkannten, sperrten sie die √úbelt√§ter in diesen Turm. Als sich die wohlbeleibten Metzger beim Eintreten des zornigen B√ľrgermeisters aus Angst in einer Ecke zusammendr√§ngten, neigte sich der Turm. Tats√§chlich ist der Turm schief, da der Untergrund ehemaliges Sumpfgebiet ist, so wie auch beim ‚ÄěSchiefen Haus‚Äú.

Es sind viele Bauten erhalten (und restauriert worden), welche in Ulms Geschichte wichtige Funktionen hatten:

  • Das Rathaus, 1370 als Kaufhaus erbaut, seit 1419 Rathaus. Um 1420 erhielten die Fenster des Ratsaales ihren fig√ľrlichen Schmuck, auf der S√ľdseite sechs von sieben Kurf√ľrsten von Meister Hartmann. Am Ostfenster das Sigismund-Huldigungsfenster mit Figuren von K√∂nig Sigismund und Kaiser Karl dem Gro√üen von Hans Multscher (um 1427); die astronomische Uhr am Ostgiebel entstand 1520. 1539 wurde der Nordfl√ľgel mit seinen Renaissance-Arkaden angef√ľgt. 1540 wurde das Rathaus mit Fresken von Martin Schaffner bemalt, deren wenige erhaltene Reste heute im Ulmer Museum ausgestellt sind. 1898‚Äď1905 wurde das Rathaus nach Entw√ľrfen des M√ľnchner Architekten Georg Hauberisser umgebaut, um den S√ľdwestfl√ľgel erweitert und im Innern im sogenannten ‚ÄěAltdeutschen Stil‚Äú neu gestaltet. Die Fassadenmalereien f√ľhrte Karl Throll in Keim'schen Mineralfarben aus nach Entw√ľrfen von Josef Wiedmann, welche dieser anhand der erhaltenen Fragmente sowie graphischer Bl√§tter aus dem 16. und 17. Jahrhundert angefertigt hatte. 1944 brannten Teile des Rathauses nieder; die dabei zerst√∂rten Innenr√§ume wurden nicht rekonstruiert. Im Rathaus residiert der Oberb√ľrgermeister mit seinen B√ľrgermeistern und einem Teil der Verwaltung (u.¬†a. Standesamt); gro√üer und kleiner Sitzungssaal f√ľr den Gemeinderat und R√§ume der Fraktionen. Ein gro√üer, gastronomisch genutzter Ratskeller erstreckt sich √ľber den gesamten Parterre-Bereich. Im Treppenhaus h√§ngt eine Nachbildung des Flugger√§tes von Albrecht Ludwig Berblinger, vor dem S√ľdgiebel Fischkastenbrunnen von J√∂rg Syrlin d. √Ą. (1482) mit Ritterfiguren, die Michel Erhart zugeschrieben werden.
  • Das √§lteste Geb√§ude der Stadt ist das Steinhaus mit seinen Arkaden im Hof; es stammt aus dem 12.‚Äď13. Jahrhundert. Gleich nebenan findet sich die romanische Nikolauskapelle von etwa 1220.
  • Der B√ľchsenstadel, ein Fachwerkbau mit sp√§tgotischem Backsteingiebel von 1485, beherbergt heute das Jugendhaus Mitte und das nichtkommerzielle Lokalradio ‚ÄěRadio freeFM‚Äú.
  • F√ľrstenherberge Gasthof zur Krone, ein imposanter Geb√§udekomplex aus dem 16. Jahrhundert mit mittelalterlichen (14./15. Jh.) Anteilen und baulichen Erg√§nzungen aus dem 19. Jahrhundert. Die bedeutendste erhaltene Hofanlage Ulms wurde im 15. und 16. Jahrhundert als Pfalzersatz f√ľr K√∂nige und Kaiser genutzt.
  • Das Kornhaus, ein Renaissancebau von 1594 mit reicher Sgraffito-Verzierung der ‚Ästwie der Name sagt¬†‚Äď als st√§dtisches Lagerhaus f√ľr Getreide erbaut wurde, dient heute als Konzertsaal sowie Tagungs- und Ausstellungsraum (Rekonstruktion der √§u√üeren Form nach Zerst√∂rung 1944, moderne Gestaltung der Innenr√§ume).
  • Das Kiechelhaus, der letzte erhaltene Patrizierbau, geh√∂rt zum Geb√§udekomplex des Ulmer Museums.
  • Der 1585‚Äď1593 als Lagerhaus mit Amtszimmer und Ratsstube entstandene Neue Bau ist heute Sitz der Polizeidirektion. Die W√§nde des Innenhofes sind mit Sgraffitoputz verziert. Im Innenhof steht der Hildegardbrunnen von Claus Bauhofer (1591).
  • Der Reichenauer Hof, auch Ehinger Hof genannt, wurde 1535 von Ulrich Ehinger erbaut. Im Ostfl√ľgel findet sich ein gew√∂lbter, mit einem Freskenzyklus ausgeschm√ľckter Prunkraum von 1370, mehrfach von Kaiser Karl V. bewohnt.
  • Der Salzstadel, reichsst√§dtisches Lagerhaus von 1592, dessen Portal von Claus Bauhofer stammt, ist seit 1991 Sitz des Museums der Brotkultur.
Ulmer Schwörhaus
  • Der Ochsenh√§user Hof wurde um 1500 als Klosterhof des Klosters Ochsenhausen erbaut. Im ersten Stock findet sich eine sp√§tgotische S√§ulenhalle von 1498.
  • Das Schuhhaus, das ehemalige Zunfthaus der Schuhmacher, wurde 1537 hinter dem M√ľnster(chor) errichtet. Der fr√ľhere Tanz- und Fechtsaal im ersten Stock wird heute vom Kunstverein Ulm f√ľr Kunstausstellungen genutzt. Das Parterre (heute: ‚ÄěK√ľnstlerhaus‚Äú, fr√ľher einige Zeit auch Feuerwehrhaus) ist Heimat des Verbandes bildender K√ľnstler, der es teilweise als Atelier/Werkstatt nutzt, aber vorwiegend als Ausstellungsraum. Der Georgsbrunnen von 1580 vor dem Schuhhaus erinnert an die Georgskapelle, die bis 1536 dort stand.
  • Das Schw√∂rhaus, 1612 erbaut, nach einem Brand 1785 mit einem Barockgiebel versehen, ist 1944 wiederum ausgebrannt und wurde bis 1954 mit modernen Innenr√§umen wiederaufgebaut. Noch heute legt der Oberb√ľrgermeister einmal im Jahr am ‚ÄěSchw√∂rmontag‚Äú, dem vorletzten Montag im Juli, vom Balkon aus den Eid auf die Stadtverfassung ab. Das Geb√§ude wird als Stadtarchiv und ‚ÄěHaus der Geschichte‚Äú genutzt.

Wenn man die j√ľngste Ulmer Baugeschichte betrachtet, sind zwei Bauten herausragend: die Neue Zentralbibliothek, 2004 in Form einer gl√§sernen Pyramide errichtet, etwa 23 Meter hoch, unmittelbar neben dem historischen Rathaus gelegen, sowie das Stadthaus am M√ľnsterplatz, 1993 trotz der mehrheitlichen Ablehnung des Projektes in einem B√ľrgerentscheid nach dem Entwurf des New Yorker Architekten Richard Meier erbaut, ‚Äěbegehbare Skulptur‚Äú, Platz f√ľr Ausstellungen, Konzerte, Tagungen, Vortr√§ge etc. Ebenso ist noch zu nennen der Ausstellungsbau f√ľr die Privatsammlung Weishaupt, die Kunsthalle Weishaupt, unmittelbar dem Museum und dem Rathaus benachbart, in Ulms ‚ÄěNeuer Mitte‚Äú. Die unter anderem mit einer Ausstellung zur Geschichte Ulms ausgestattete und auch sonst ungew√∂hnliche Tiefgarage unter dieser ‚ÄěNeuen Mitte‚Äú, am 11. M√§rz 2006 er√∂ffnet, erm√∂glicht es, den Marktplatz und den Judenhof autofrei zu machen.

Gern wird auch auf zwei Kirchen verwiesen: auf die Martin-Luther-Kirche als bedeutendes Bauwerk im Stil des Expressionismus, 1928 als Evangelische Konzertkirche (außen Ziegel, innen Holz) durch Prof. Theodor Veil erbaut und vom Neu-Ulmer Holzschnitzer Martin Scheible reich ausgestattet; und auf St. Michael zu den Wengen (der Wengenkirche). Die ehemalige Klosterkirche von 1399 ist 1944 ausgebrannt; in der 1954 neu erbauten Kirche findet sich ein 1766 von Franz Martin Kuen gemaltes Altarbild und in der Barockkapelle von 1629 eine spätgotische Kreuzigungsgruppe.

Ulms Stadtmauer, um 1480 in die Donau hinein (‚Äěmitten im rei√üenden Fluss‚Äú) erbaut; sp√§ter nach den Vorstellungen Albrecht D√ľrers vom Festungsbau durch Hans Beham d. √Ą. (N√ľrnberger Baumeister) umgebaut, ist heute ein sch√∂ner, 600 Meter langer Promenadenweg, der flussaufw√§rts an der Wilhelmsh√∂he ‚Äď Bastion Lauseck endet, einem Teil der Stadtbefestigung aus dem 16.‚Äď18. Jahrhundert. Zu diesem Teil der alten Stadtmauer geh√∂rt auch die optisch v√∂llig unauff√§llige Adlerbastei, der Platz, von dem aus 1811 Albrecht Berblinger (Der Schneider von Ulm) seinen erzwungenen, gescheiterten Flugversuch √ľber die Donau startete. Der Teil der Stadtmauer an den heutigen Stra√üen ‚ÄěNeuer Graben‚Äú, ‚ÄěFrauengraben‚Äú und ‚ÄěSeelengraben‚Äú wurde ab 1610 mit Soldatenunterk√ľnften bebaut, nachdem durch den Niederl√§nder Valckenburgh eine neue Befestigung Ulms geplant und umgesetzt wurde, welche die alte Stadtmauer praktisch in die Stadt hereinnahm. Die ‚ÄěGrabenh√§usle‚Äú bilden, modernisiert, heute ein begehrtes Wohnquartier mit eigenem Flair. Im Bereich des Fischerviertels findet man die Staufermauer an der Blau, ab etwa 1150 erbaut, dies sind Reste der Befestigungsanlage der Ulmer K√∂nigspfalz.

Fischer- und Gerberviertel

Im Fischerviertel

In diesem im Mittelalter vorwiegend von Handwerkern besiedelten Quartier am Donauzufluss der Blau finden sich noch viele aus dieser Zeit stammenden und auf sie verweisende Bauten, so die Garnsiede auf der Blauinsel, das heute genauso wie die Lochm√ľhle und das Gerberhaus gastronomisch genutzte Zunfthaus der Schiffsleute (am historischen Fischerpl√§tzle direkt an der Donau gelegen, etwa da, von wo aus sich unter anderem die Donauschwaben f√ľr die Fahrt flussabw√§rts in ihre neuen Heimatl√§nder Ungarn und Rum√§nien einschifften). Weiter nennenswert sind die Ulmer M√ľnz, das um 1500 gebaute K√§ssbohrersche Haus und, der Ulmer M√ľnz direkt benachbart, das Schiefe Haus, im 14. Jahrhundert erbaut, heute ein Hotel, welches als schiefstes der Welt gilt. Die acht mit viel Fingerspitzengef√ľhl in das alte Haus gebauten, modern eingerichteten Zimmer haben Niveauunterschiede bis zu 40 cm, weshalb ans Kopfende der Hotelbetten Wasserwaagen eingebaut wurden, um dem Gast zu demonstrieren, dass er absolut ‚Äěim Wasser‚Äú (waagerecht) liegt.

Auf dem Kreuz

Etwa die H√§lfte der Bauten in diesem mittelalterlichen Altstadtviertel, welches sich in den letzten 20 Jahren zu einem bevorzugten, weil verkehrsberuhigten und zentrumnahen Wohnquartier entwickelt hat, stammt aus der Zeit vor 1700. Zu den nennenswerteren gez√§hlt werden kann die Sebastiankapelle, erstmals 1415 in der Stadtgeschichte erw√§hnt, jetzt ein Ausstellungsraum. Au√üerdem der Seelturm, der im 14. Jahrhundert auf der Ulmer Stadtmauer errichtet wurde und ab 1638 als Pumpwerk diente, welches Wasser in das nebenstehende ‚Äď achteckige ‚Äď Brunnenhaus pumpte und dort speicherte. Der Name Seelturm kam von einem Seelhaus direkt gegen√ľber, das im Krieg zerst√∂rt wurde. Zu nennen weiterhin das Zundeltor, das 1870 unterhalb des Seelturms erbaut wurde und heute immer noch einen (neo)gotischen Stil aufweist (besonders der Dachstuhl). Der Name Zundeltor stammt von den gelagerten Materialien im Seelturm, denn dort wurde Zunder und auch Pulver gelagert. Au√üerdem befindet sich am Rande dieses Viertels das Zeughaus, ehemaliges Waffenarsenal der Reichsstadt Ulm, welches ab 1522 in mehreren Etappen erbaut wurde. Gro√üe Teile wurden 1945 zerst√∂rt. In der S√§ulenhalle des zum Komplex geh√∂renden, unzerst√∂rt durch alle Kriege gekommenen fr√ľhbarocken ‚ÄěL√∂wenbaus‚Äú von 1667 finden wechselnde Ausstellungen statt.

Bundesfestung Ulm

Wilhelmsburg: Teil der Bundesfestung

‚Üí Hauptartikel: Bundesfestung Ulm

Geplant und erbaut von 1838 bis 1859 vom Festungsbaudirektor und damaligem Oberst Moritz Karl Ernst von Prittwitz. Bei der Errichtung waren bis zu 10.000 Arbeiter tätig.

Weitere Bauwerke

Bibliothekssaal im Kloster Wiblingen

Weitere, zum Teil markante, zum anderen Teil (architektur-)geschichtlich bemerkenswerte Bauten seien hier kurz gefasst erw√§hnt: das Daimler-Forschungszentrum von Architekt Richard Meier; das Donaustadion, mit 19.500 Sitz- und Stehpl√§tzen, Austragungsort der Heimspiele der Fu√üballmannschaften des SSV Ulm 1846 sowie von Fu√üballl√§nderspielen (Frauennationalmannschaft) und Leichtathletikwettbewerben; das weltweit gr√∂√üte B√ľrogeb√§ude im Passivhausstandard Energon, mit 8000 m¬≤ und ca. 420 Arbeitspl√§tzen; der 1964 erbaute Fernmeldeturm Ulm-Ermingen; das Getreidesilo Schapfenm√ľhle, 2005 fertig gestellt, mit 125 m H√∂he (einschlie√ülich Antenne) der h√∂chste noch in Benutzung befindliche Getreidesilo der Welt; und endlich noch einige Sakralbauten in den Vororten: die Klosterkirche St. Maria in S√∂flingen, 1688 von Caspar Feichtmayr als Kirche des Clarissenklosters im fr√ľhbarocken Stil erbaut, mit noch erhaltenen Teilen der Anfang des 19. Jh. abgebrochenen Klosteranlage sowie die in unmittelbarer N√§he am S√∂flinger Friedhof gelegene Leonhards-Kapelle mit einem barocken Kalvarienberg; das Kloster Wiblingen, ehemaliges Benediktinerkloster, (1093 gegr√ľndet, 1806 aufgehoben) mit der bedeutenden sp√§tbarocken Klosterkirche (1772‚Äď81) mit fr√ľhklassizistischer Innenausstattung; die evangelische Marienkirche in Ulm-Lehr mit beachtenswerten sp√§tgotischen Wandmalereien.

Oberschwäbische Barockstraße

→ Hauptartikel: Oberschwäbische Barockstraße

Ulm ist Startpunkt der Oberschw√§bischen Barockstra√üe. Die Strecke ist ca. 500 km lang, beginnt am Ulmer M√ľnster, verl√§uft weiter in Richtung Bodensee und besteht aus zus√§tzlichen Erweiterungsrouten, die durch √Ėsterreich und durch die Schweiz verlaufen. Das auf Ulmer Stadtgebiet liegende Kloster Wiblingen mit seinem Bibliothekssaal ist eine der Hauptsehensw√ľrdigkeiten der Barockstra√üe.

Parkanlagen

Hängebauchschwein im Streichelzoo

Die Friedrichsau gilt als das Naherholungsgebiet f√ľr Ulm. Sie ist mit √∂ffentlichen Verkehrsmitteln (Bus und Stra√üenbahn) zu erreichen, mit Fahrgastschiffen √ľber die Donau ‚Äď oder zu Fu√ü. Von der Ulmer Innenstadt aus gelangt man √ľber Uferwege donauabw√§rts in ca. 30 Gehminuten in die Friedrichsau mit ihren drei Gesellschaftsg√§rten, dem Festplatz (f√ľr Volksfeste, Circus-Gastspiele und Open-Airs sowie dem sechsw√∂chigen Kultur-Festival ‚ÄěUlmer Zelt‚Äú) und dem Tiergarten.

Bemerkenswert ist die Geschichte der Friedrichsau. So sagt man in Ulm ‚ÄěNapoleon ist an allem schuld‚Äú. Tats√§chlich fiel das rechts der Donau gelegene ‚ÄěSteinh√§ule‚Äú als Ausflugsgebiet f√ľr die Ulmer weg, da es, nachdem im Jahre 1810 die Grenzen neu gezogen worden waren, Bayern zugeschlagen worden war. Der erst durch Napoleons Gnaden zum w√ľrttembergischen K√∂nig aufgestiegene, vormalige Kurf√ľrst Friedrich I. zeigte sich bei seinem Antrittsbesuch in Ulm im Jahre 1811 gro√üz√ľgig und stiftete unter anderem 2000 Gulden f√ľr ein neues Erholungsgebiet im ‚ÄěG√§nsh√∂lzle‚Äú, der deshalb nach ihm benannten Friedrichsau.

Exotische Pflanzen im Botanischen Garten Ulm. Oben Aechmea chantinii

Dort entstanden in der ersten H√§lfte des 19. Jahrhunderts die ‚ÄěAu-Gesellschaften‚Äú, unter denen die ‚ÄěHundskom√∂die‚Äú die bekannteste wurde. Sie dienten vorwiegend geselligen Zwecken. Auch S√§ngervereine wie der ‚ÄěLiederkranz‚Äú und die ‚ÄěTeutonia‚Äú fanden in der Friedrichsau ihre Heimat.

Neben der Friedrichsau kann man auch den Botanischen Garten Ulm, eine zentrale Einrichtung der Universit√§t Ulm, besichtigen. Er dient an erster Stelle der Forschung und der Lehre. Pflanzensammlungen, Versuchsfl√§chen im Freien sowie mehrere Gew√§chsh√§user stehen dem Unterricht von Studenten zur Verf√ľgung. Dar√ľber hinaus soll der Botanische Garten der √Ėffentlichkeit eine M√∂glichkeit zur Umweltbildung bieten. Zu bestimmten Zeiten sind die Gew√§chsh√§user und die Versuchsfl√§chen f√ľr Besucher ge√∂ffnet.

Im n√∂rdlichen Teil des Freigel√§ndes des Botanischen Gartens hat das pharmazeutische Unternehmen ratiopharm in Zusammenarbeit mit der Universit√§t Ulm im Jahr 2001 den Neuen Apothekergarten Ulm er√∂ffnet. In den angelegten Beeten sind √ľber 200 Heil- und Nutzpflanzen zu finden. Neben bekannten Arten wie Johanniskraut, Baldrian oder auch Hopfen gibt es auch eine Vielzahl an unbekannteren Pflanzen wie den Sonnentau oder den Kampferbaum zu entdecken.

Weitere Erholungsgebiete bzw. park√§hnliche Anlagen sind der alte Friedhof, das Donauufer mit Gehm√∂glichkeiten, der Duft- und Tastgarten mit Informationen auch f√ľr sehbehinderte Menschen sowie k√ľnftig der geplante, aber noch nicht realisierte Stadtteilpark Oberer Eselsberg.

Die Gerd-Walter-Linde ist in weiten Teilen Ulms sichtbar.

Sport

SSV Ulm 1846

‚Üí Hauptartikel: SSV Ulm 1846

Der SSV Ulm 1846 ist mit 12.000 Mitgliedern der zweitgr√∂√üte Sportverein Baden-W√ľrttembergs und der achtgr√∂√üte bundesweit. Der Verein bietet alle g√§ngigen Sportarten an. In den Sommermonaten wird das vereinseigene Freibadgel√§nde im Rahmen des Donauflimmern zus√§tzlich als Open-Air Kino genutzt.

ratiopharm Ulm

‚Üí Hauptartikel: ratiopharm Ulm

Der Basketballverein ratiopharm Ulm spielt die dritte Saison in der 1. Basketball-Bundesliga. Bislang größter Erfolg war der deutsche Pokalsieg 1996.

TSG Söflingen

Die TSG Söflingen ist nach dem SSV Ulm 1846 der mitgliederstärkste Ulmer Sportverein. Sportlich erfolgreichste Abteilungen sind die Turner (vor allem die Nachwuchsturnerinnen, von denen mehrere im Nationalkader sind) und die Handballer (Regionalliga). Aber auch in Randsportarten wie Radball und Rolli-Basketball stellt die TSG erfolgreiche Sportler.

ESC Ulm e. V.

‚Üí Hauptartikel: ESC Ulm

1929 wurde der Eisenbahner Sportclub Ulm e.¬†V. gegr√ľndet und vereint heute knapp 700 Mitglieder in seinen acht Abteilungen: Kegeln, Fu√üball, Tennis, Tischtennis, Gymnastik, Taek Won Do, Angeln und Sch√ľtzen. Die erfolgreichste Sparte des ESC Ulm sind die Kegler, die in den vergangenen Jahren immer wieder in der 1. und 2. Bundesliga spielten.

Sporttauchergruppe Ulm/Neu-Ulm e. V.

Die Sporttauchergruppe ist mit √ľber 250 Mitgliedern einer der gr√∂√üten Tauchvereine Baden-W√ľrttembergs. Der Verein wurde bereits 1971 gegr√ľndet, als Tauchen noch sehr exotisch und kein Breitensport war. Er ist Mitglied im WLT, VDST, WLSB und DSB und bildet vom Anf√§nger bis Profi nach internationalen Standards der CMAS aus.

Ulmer Ruderclub ‚ÄěDonau‚Äú e. V.

Der Ulmer Ruderclub ‚ÄěDonau‚Äú e.¬†V. ist einer der gr√∂√üten Rudervereine in Baden-W√ľrttemberg und mit seiner starken Leistungsabteilung weltweit erfolgreich. Mit Urs K√§ufer (Vizeweltmeister), Raimund H√∂rmann jun. (U23-Vizeweltmeister), Kerstin Hartmann (U19 Weltmeisterin, U23 Vizeweltmeisterin, zweifache Deutsche Meisterin), Max Reinelt (Junior-Vizeweltmeister), Jan Rupp (Ersatzmann U19-WM) befinden sich einige Ulmer Ruderer in den Nationalmannschaften ihrer jeweiligen Altersklasse. Zudem verf√ľgt der Ulmer Ruderclub ‚ÄěDonau‚Äú e.¬†V. √ľber einige, teilweise, amtierende Landes- und Bundesmeister. Erfolgreichste Ulmer Ruderer: Raimund H√∂rmann sen. (2. Vorsitzender des Ulmer Ruderclub) und Dieter Wiedenmann. Sie wurden im Doppelvierer zweimal Vizeweltmeister (1979 und 1982), sowie je einmal Weltmeister (1983) und Olympiasieger (1984).

Ulmer Sektionen des Deutschen Alpenvereins e. V.

In Ulm ist der Deutsche Alpenverein schon lange aufgrund der relativen Alpenn√§he sehr stark vertreten. Gleich drei gro√üe Sektionen sind in der Stadt und im Ulmer Umfeld beheimatet, die zusammen ca. 10.000 Mitglieder repr√§sentieren. Zun√§chst ist die Sektion Ulm zu nennen. Sie geh√∂rt zu den ersten Sektionen dieses Bergsportvereins in Deutschland und wurde 1879 ‚Äď zehn Jahre nach der Gr√ľndung des Alpenvereins √ľberhaupt ‚Äď in Ulm gegr√ľndet. Sie z√§hlt 4800 Mitglieder, die alle Spielarten des Alpinsports betreiben; in ihrem Eigentum befinden sich drei Bergh√ľtten, unter anderem die stark frequentierte Ulmer H√ľtte in den Lechtaler Alpen. Ein besonderer Schwerpunkt wird in der Sektion durch die Skiabteilung gepflegt, denn hier wird auch Rennsport ‚Äď alpin und nordisch ‚Äď betrieben. Die zweite Ulmer Alpenvereinssektion ist die 1200 Mitglieder gro√üe Sektion SSV Ulm 1846, die 1912 von Mitgliedern des gleichnamigen Sportvereins gegr√ľndet wurde, heute au√üer dem Namen aber keine Verbindung zu ihm besitzt. Die Sektion hat eine Ortsgruppe im nahen Laupheim und besitzt zwei Selbstversorgerh√ľtten im Allg√§u. Die Sektion verf√ľgt √ľber eine Ausbildungsabteilung, die unter dem Namen ‚ÄěRock 'n Ice‚Äú Kurse in verschiedenen alpinen Sportarten anbietet. Die dritte Sektion im Raum Ulm hat ihren Sitz im bayerischen Neu-Ulm.

Ulmer Kanufahrer e. V.

Der Verein Ulmer Kanufahrer e. V. wurde 1925 gegr√ľndet, ist Mitglied im Deutschen Kanu-Verband, sowie offizielle DKV-Kanuschule und besitzt einen DKV-Zeltplatz. Seine etwa 500 Mitglieder betreiben den Kanusport auf viele Arten: z.¬†B. Kanuwandern auf ruhig flie√üenden Gew√§ssern oder Wildwasserfahren in den Alpen. Auch in den Wettkampfdisziplinen Kanu-Freestyle und Kanuslalom ist der Verein erfolgreich mit Sportlern vertreten (EM Teilnahme im Kanu-Freestyle; Deutsche Vizemeister im Kanu-Freestyle und Kanuslalom). Dies ist wohl auch der Trainingsstrecke in Neu-Ulm am Illerkanal zu verdanken.

Ulmer Paddler e. V.

Der Verein Ulmer Paddler e. V. wurde 1925 gegr√ľndet, ist Mitglied im Deutschen Kanu-Verband und Betreiber der Ulmer Kanuslalom √úbungsstrecke Illerkanal, auf der der Verein j√§hrlich ein Kanuslalom Rennen ausrichtet. Die Wildwasserstrecke Illerkanal besteht aus k√ľnstlichen Einbauten und bietet ideale √úbungsm√∂glichkeiten f√ľr Kanuslalom und Schulung. Der Verein unterh√§lt eine DKV-Kanuschule, die j√§hrlich vielen Interessierten das Paddeln mit Kajak und Kanu vermittelt. Der Verein ist auch stark im Breitensport engagiert und es werden Ausfahrten von leichten Wanderfl√ľssen bis zu schwerem Wildwasser durchgef√ľhrt.

Ulm Sparrows

Anfang 1984 wurde Ulms erste American Football-Mannschaft, die Ulm Sparrows gegr√ľndet. Das stetig wachsende Team trainierte zun√§chst vereinslos in einem Stadtpark in Ulm. Ein Jahr sp√§ter wurde die Mannschaft Teil des Sportvereins Grimmelfingen und schaffte durch zahlreiche Siege bereits 1987 den Aufstieg in die 2. Bundesliga. Die 1989 ins Leben gerufene Jugendmannschaft entwickelte sich ebenfalls sehr gut und gewann 1992 den Baden-W√ľrttembergischen Jugendpokal. Mitte der 90er Jahre verzeichneten die Sparrows einen R√ľckgang der Mitglieder und mussten 1996 den Ligabetrieb einstellen. Das Team fiel auseinander. Seit 1997 mischen die Ulm Sparrows unter neuer Leitung wieder im Ligabetrieb mit. Unter dem Motto ‚ÄěThe Sparrows are flying again‚Äú spielen die Footballer aktuell als eigenst√§ndige Abteilung des VfB Ulm in der Verbandsliga Baden-W√ľrttemberg. Durch den Zulauf junger Spieler wird auch die Jugendmannschaft kommende Saison im Ligabetrieb der B-Jugend mitmischen k√∂nnen.

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Blick auf die Donau vom M√ľnster
Blick auf die Donau vom M√ľnster

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Ulmer Zelt, mit sechseinhalb Wochen Programm das l√§ngste Kulturzelt Deutschlands seit 1986, von Mitte Mai bis Anfang Juli in der Friedrichsau mit internationalen Top-Acts, aber auch weniger bekannten K√ľnstlern s√§mtlicher Genres, sowie Kabarett, Kinderaktionswiese, Kindertheater und weiteren Veranstaltungen. Veranstalter ist der ‚ÄěVerein zur F√∂rderung der freien Kultur Ulm e.¬†V.‚Äú.
  • W√ľrttembergischer Landesposaunentag: Alle zwei Jahre findet in Ulm an einem Wochenende im Mai oder Juni der Landesposaunentag des ‚ÄěEvangelischen Jugendwerks in W√ľrttemberg‚Äú statt, bei dessen Schlussfeier bis zu 9000 teilnehmende Blechbl√§ser den gr√∂√üten Posaunenchor der Welt bilden.
  • Ulmer Donaucup, die j√§hrliche Ruderregatta des Ulmer Ruderclubs. Im Rahmen dieser Gro√üveranstaltung werden unterschiedliche Wettk√§mpfe auf der Donau ausgetragen: die klassische Ruderregatta mit Rennen in je 37 Bootsklassen und der Drachen-Cup f√ľr 64 Freizeitmannschaften.
  • Open Air an der Klostermauer: Im Zusammenhang mit der 100-Jahr-Feier der Ulmer Vorstadt S√∂flingen im Jahr 2005 wurde das Open Air an der Klostermauer vom Verein f√ľr Musikkultur in S√∂flingen e.¬†V. in Kooperation mit der Veranstaltungsagentur livekonzepte gegr√ľndet. Nach den Konzerten in der Schw√∂rwoche ist es das gr√∂√üte Open Air-Festival in Ulm. Topacts wie Al Jarreau, BAP, Silbermond, Sasha und Apocalyptica waren hier schon zu Gast.
  • Internationales Donaufest: Das Festival der Donaul√§nder mit kulturellen, musikalischen und kulinarischen Veranstaltungen am Ulmer und Neu-Ulmer Donauufer wurde erstmals 1998 gefeiert und findet seither alle zwei Jahre statt. Das n√§chste Donaufest findet im Sommer 2008 statt.
  • Schw√∂rwoche: Als Schw√∂rwoche werden die Festlichkeiten bezeichnet, die ab dem Wochenende vor dem Schw√∂rmontag stattfinden. Sie beginnt mit der Lichterserenade. Am Morgen des Schw√∂rmontag muss der B√ľrgermeister Rechenschaft vor den Einwohnern ablegen. Der Tag erinnert an die einstige Verfassung der Reichsstadt, den gro√üen Schw√∂rbrief von 1397, und wird am vorletzten Montag im Juli begangen. Dieser Montag wird wie ein halber Feiertag in Ulm und Neu-Ulm gehandhabt, das hei√üt, die meisten Gesch√§fte und √∂ffentlichen Institutionen haben ab ca. 10:30 Uhr geschlossen, um jedem Ulmer die M√∂glichkeit zu geben, die Schw√∂rrede (traditionell gegen 11 Uhr vom Balkon des Schw√∂rhauses auf dem Weinhof verlesen) zu h√∂ren. Abschluss des Wochenendes ist das Nabada. Alle vier Jahre findet zudem das Fischerstechen statt. Ebenso findet ab Mitte Juli das Ulmer Volksfest in der Friedrichsau statt, das mit dem Schw√∂rmontag endet.
  • Ulmer und Neu-Ulmer Kulturnacht, seit 2000 j√§hrlich wiederkehrende Veranstaltung im September, die das gesamte kulturelle Angebot der beiden Donaust√§dte abbildet. Die Kulturnacht ist mit 95 Veranstaltungsorten und √ľber 450 beteiligten K√ľnstlern im Jahr 2006 eine der gr√∂√üten Veranstaltungen ihrer Art in Deutschland.
  • Der Einstein-Marathon findet seit 2005 im September statt.
  • Wiblinger Bachtage: J√§hrliche Konzertreihe, meist im Herbst, die ihre Mitte in den Werken des Thomaskantors Johann Sebastian Bach hat. Die Konzertreihe besteht in Ulm und Neu-Ulm seit 1985 und erreichte 2004 insgesamt 70.000 Konzertbesucher.
  • Der j√§hrliche Ulmer Weihnachtsmarkt ist einer der gr√∂√üten und popul√§rsten Weihnachtsm√§rkte S√ľddeutschlands. Er beginnt in der Regel am ersten Adventswochenende und geht bis zwei Tage vor Heiligabend. Dazu wird der Marktplatz vor dem Hauptportal des M√ľnsters in ein ‚ÄěH√ľttendorf‚Äú (mit eigenen Stra√üennamen) verwandelt.

Wirtschaft und Infrastruktur

Wichtige Branchen

Ulm ist Sitz einer Industrie- und Handelskammer (IHK) (Kammerbezirk: Stadt Ulm, Alb-Donau-Kreis und Landkreis Biberach) und einer Handwerkskammer (Kammerbezirk: Stadt Ulm, Alb-Donau-Kreis, Landkreis Biberach, Bodenseekreis, Landkreis Heidenheim, Ostalbkreis und Landkreis Ravensburg).

Ulm ist ein bedeutender Standort f√ľr Unternehmen der elektronischen Industrie und der Waffenherstellung.

Lastwagen aus Ulmer Produktion: Magirus-Deutz M170D15FAK

Ulm ist ebenso ein traditionsreicher Standort der Nutzfahrzeugindustrie. Schon 1866 gr√ľndete der Ulmer Feuerwehrkommandant Conrad Dietrich Magirus eine Fabrik zur Herstellung von Feuerwehrger√§ten (siehe dazu: Magirus). Dort wurden 1892 die erste Drehleiter, 1903 die erste selbstfahrende Dampffeuerspritze, ab 1916 Lastkraftwagen und ab 1919 Omnibusse gebaut. 1935/36 wurde die Firma Magirus von Kl√∂ckner-Deutz aus K√∂ln √ľbernommen. Nach dem Zweiten Weltkrieg stieg die nach dieser Fusion auf dem Markt etablierte Nutzfahrzeugmarke Magirus-Deutz zu Deutschlands zweitgr√∂√ütem Lkw- und Omnibushersteller sowie zum deutschen und europ√§ischen Marktf√ľhrer f√ľr Feuerwehrfahrzeuge auf. Zwischen 1975 und 1983 ging die Marke Magirus-Deutz mit dem Ulmer Nutzfahrzeugwerk in der zum italienischen Fiat-Konzern geh√∂renden Iveco auf, die zwar den Markennamen Magirus-Deutz einstellte, nicht aber die Produktion in Ulm. Bis heute werden in Ulm Lkw und Feuerwehrfahrzeuge gebaut, z. B. der Iveco Stralis. Der ehemalige Mutterkonzern von Magirus-Deutz (die heutige Deutz AG) baut in Ulm nach wie vor Motoren. Das Ulmer Werk von Deutz wurde zum unternehmensinternen Zentrum f√ľr luftgek√ľhlte Dieselmotoren ausgebaut. Auf das Jahr 1893 und die Initiative von Karl K√§ssbohrer senior ging das Ulmer Unternehmen K√§ssbohrer zur√ľck, das ab 1951 selbsttragende Omnibusse unter dem Markennamen Setra baute. Ende der 1960er-Jahre war K√§ssbohrer Deutschlands gr√∂√üter Hersteller von Omnibussen und Lkw-Anh√§ngern. Ab 1993 wurde das Unternehmen aufgeteilt in die heutige K√§ssbohrer Transport Technik, die K√§ssbohrer Gel√§ndefahrzeug AG und die Bus-Sparte, die von Daimler-Benz √ľbernommen wurde und heute unter dem Namen EvoBus nach wie vor in Ulm und nach wie vor unter dem Namen Setra Omnibusse herstellt.

Ansässige Großunternehmen

Messestadt

Ulm ist eine Messestadt. Im Nordosten der Stadt liegen die Donauhalle und das Messegelände mit mehreren, auch unabhängig von einander nutzbaren Hallen. Daneben finden im Congress Centrum Ulm (CCU) und im Kornhaus Kongresse und Veranstaltungen statt, darunter die jährlich stattfindende Versandbuchhändlertagung, organisiert durch den Börsenverein des Deutschen Buchhandels.

Umwelt/√Ėkologie

Die FUG GmbH (Fernw√§rme Ulm) betreibt eines der gr√∂√üten Biomasseheizkraftwerke Deutschlands (60¬†MW installierte Leistung) in der Ulmer Weststadt (Siehe auch: Liste deutscher Kraftwerke). Dar√ľber hinaus nimmt Ulm in den letzten Jahren regelm√§√üig in der Kategorie Gro√üst√§dte einen der vordersten Pl√§tze in der Solarbundesliga ein und ist neben Freiburg die deutsche Stadt, in der am meisten Solarstrom produziert wird. Der 1976 gegr√ľndete Weltladen in Ulm ist einer der √§ltesten und heute gr√∂√üten Weltl√§den Deutschlands. 2007 wurde die Stadt Ulm f√ľr ihre vorbildliches kommunales Energiemanagement und ihre Verdienste um den Klimaschutz mit dem European Energy Award ausgezeichnet.[14] Seit Januar 2008 wird das Ulmer M√ľnster vollst√§ndig mit regenerativer Energie versorgt[15] und seit April 2008 ist in Ulm f√ľr Neubauten der KfW-40-Energiestandard vorgeschrieben. Bis Ende 2011 wird als europ√§isches Pilotprojekt ein Null-Energie-Rechenzentrum in der Weststadt von Ulm errichtet werden[16].

Verkehr

Straßenverkehr

Durch Ulm und an Ulm vorbei verlaufen mehrere Autobahnen und Bundesstraßen, die die Stadt gut an das Umland und an weiter gelegene Städte binden:

A 7 Flensburg ‚Äď Hamburg ‚Äď Hannover ‚Äď Kassel ‚Äď W√ľrzburg ‚Äď Ulm ‚Äď Memmingen - F√ľssen/Reutte (Tirol)
A 8 Karlsruhe ‚Äď Stuttgart ‚Äď Ulm ‚Äď Augsburg ‚Äď M√ľnchen ‚Äď Salzburg
B 10 Stuttgart ‚Äď Ulm ‚Äď Augsburg
B 19 W√ľrzburg ‚Äď Ulm/Neu-Ulm ‚Äď Kempten ‚Äď Oberstdorf
B 28 Strasbourg ‚Äď Freudenstadt ‚Äď T√ľbingen ‚Äď Reutlingen ‚Äď Ulm
B 30 Ulm ‚Äď Biberach (Ri√ü) ‚Äď Ravensburg ‚Äď Friedrichshafen
B 311 Ulm ‚Äď Ehingen ‚Äď Tuttlingen ‚Äď Geisingen ( ‚Äď Donaueschingen)

In Ulm besteht seit dem 1. Januar 2009 eine Umweltzone. Eine Einfahrt ohne eine Feinstaubplakette ist nicht mehr gestattet.

Im Stadtzentrum befindet sich eine ausgedehnte Fußgängerzone.

Die Gesamtstraßenlänge in Ulm beträgt 450 km. Zusätzlich gibt es 20 km reine Radwege.

Schienenverkehr

Empfangsgebäude des Ulmer Hauptbahnhofs
Die Gleisanlagen von Ulm Hbf

Ulm liegt an der ICE-Strecke, die √ľber Stuttgart nach M√ľnchen f√ľhrt, sowie an der wichtigen Europamagistrale Paris‚ÄďBudapest. Europ√§ische Metropolen wie Amsterdam und Paris sind ohne Umsteigen erreichbar. Auch der TGV M√ľnchen‚ÄďParis h√§lt in Ulm.

Die Strecke Stuttgart-Ulm-Augsburg wird im Bundesverkehrswegeplan 2003 als vordringlicher Bedarf aufgef√ľhrt (Neu- und Ausbaustrecke Stuttgart‚ÄďAugsburg). Von Stuttgart nach Ulm soll eine neue Hochgeschwindigkeitsstrecke gebaut werden (Neubaustrecke Wendlingen‚ÄďUlm). Die Strecke von Ulm nach Augsburg soll f√ľr Geschwindigkeiten bis zu 200 km/h ausgebaut werden. Durch die Neu- und Ausbaustrecke Stuttgart‚ÄďUlm-Augsburg wird mit einer Zunahme des Fern- und Regionalverkehrs in Ulm um teilweise bis zu 50¬†% gerechnet.

Bereits im Zuge des Projekts Neu-Ulm 21 wurde der Bahnhof Neu-Ulm vollst√§ndig neu angelegt (offizielles Abschlussdatum dieser Ma√ünahme: 24. November 2007); au√üerdem wurde die Eisenbahnbr√ľcke √ľber die Donau auf vier Gleise erweitert.

Der Hauptbahnhof Ulm bildet mit 12 Gleisen, davon f√ľnf nicht durchgehend, den wichtigsten Verkehrsknoten der Stadt. Weitere Eisenbahnverkehrsstationen bestehen im Westen (Bahnhof Ulm-S√∂flingen) und Osten (Haltepunkt Ulm Ost) sowie im Industriegebiet Donautal (Haltepunkt Ulm-Donautal). Daneben gibt es weitere Verkehrsstationen in Neu-Ulm.

Im Einzelnen treffen in Ulm folgende Eisenbahnstrecken aufeinander:

Am Wochenende f√§hrt zudem ein Schienenbus (‚ÄěUlmer Spatz‚Äú) von Ulm aus √ľber die Donautalbahn und Schw√§bische Albbahn auf die Schw√§bische Alb.

Nahverkehr

Insgesamt bedienen das Stadtgebiet 20 Linien der Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH (SWU)[17], darunter eine Straßenbahn- und 19 Buslinien, sowie weit mehr als 35 Linien anderer Verkehrsunternehmen. Somit sind alle Stadtteile und das nahe gelegene Umland gut angebunden.

Ende 2005 hat die SWU an den Wochenenden zus√§tzlich acht Nachtlinien eingef√ľhrt, die ebenfalls alle Stadtteile und das Umland von Ulm auch nach Mitternacht im Stundentakt bedienen. F√ľr Orte und Gemeinden au√üerhalb von Ulm, in denen bisher keine Nachtlinien fahren, hat die Stadt zum Fahrplanwechsel im Dezember 2006 einige zus√§tzliche Busse nach Mitternacht eingef√ľhrt. Alle Unternehmen fahren zu einheitlichen Preisen innerhalb des Donau-Iller-Nahverkehrsverbunds (DING).

Fernradweg

Ulm liegt am Donauradweg, der von der Donauquelle nach Budapest f√ľhrt.

Flugverkehr

Die n√§chsten Gro√üflugh√§fen sind in Stuttgart (ca. 80 km) und in M√ľnchen (ca. 160 km). Diese Flugh√§fen sind mittels Bus und Bahn zu erreichen.

Die n√§chstgelegenen Regionalflugh√§fen befinden sich im 50 Kilometer entfernten Memmingen (Flughafen Memmingen), im etwa 80 Kilometer entfernten Augsburg (Flughafen Augsburg, seit Sommer 2005 keine Linienfl√ľge mehr) sowie im etwa 100 km entfernten Friedrichshafen (Flughafen Friedrichshafen).

Der n√§chstgelegene Flugplatz ist der 10 km von Ulm entfernte Sportflugplatz Erbach (Donau) (ICAO:EDNE) mit einer 630 m √ó 30 m Graspiste, geeignet f√ľr Motorflugzeuge bis 2 t MPW, Motorsegler, Hubschrauber, Ultraleicht, Segelflugzeuge (F-Schlepp & Windenstart) und Ballone.

Medien

‚Üí Hauptartikel: Medienlandschaft Ulm

Ulm ist schon in fr√ľheren Jahrhunderten ein bedeutender Medienstandort gewesen. Die S√ľdwest Presse hat gr√∂√üten Anteil an Abonnenten; einziger, fast zu vernachl√§ssigender Mitbewerber ist - seit die Schw√§bische Zeitung 2004 ihre Ulmer Redaktion geschlossen hat - die ‚ÄěNeu-Ulmer Zeitung‚Äú (eine Regional-Ausgabe der ‚ÄěAugsburger Allgemeinen‚Äú) mit einem Lokalteil Ulm.

Breiter ist das Angebot im Bereich e-Medien: Es gibt ein Regionalstudio (TV und Rundfunk) des SWR, die privaten Rundfunksender Radio 7 und Donau 3 FM, das freie Radio freeFM, das journalistisch-nachrichtlich ausgerichtete, unkommerzielle und f√ľr jeden zug√§ngliche Internetportal ulmnews, das ehrenamtlich betriebene Online-Magazin Team-Ulm sowie etliche andere Internet-Portale, welche ihren Nutzern auch (eher kulturelle) Informationen aus der Region, aber √ľberwiegend zielgerichtete (Freizeit-) Angebote und -Nutzungsm√∂glichkeiten bieten. Au√üerdem existiert als Lokalradio das Hitradio MS One.

In der Stadt residiert seit dem 22. September 2005 ein TV Sender mit dem Namen REGIO TV Schwaben, der von montags bis freitags zwischen 18 Uhr und 24 Uhr in einer tagesaktuellen, halbst√ľndigen und als Schleife wiederholten Sendung √ľber Ulm, den Alb-Donau-Kreis, den Kreis Neu-Ulm sowie Biberach berichtet.

√Ėffentliche Einrichtungen

Ulm ist Sitz eines Amtsgerichts und eines Landgerichts (beide geh√∂ren zum Oberlandesgerichtsbezirk Stuttgart) sowie eines Arbeitsgerichts und eines Sozialgerichts. Ferner hat Ulm ein Finanzamt, ein Hauptzollamt und eine Agentur f√ľr Arbeit.

Die Stadt ist Sitz der Pr√§latur Ulm und des Kirchenbezirks Ulm der Evangelischen Landeskirche in W√ľrttemberg und des Dekanatsverbands Ehingen-Ulm des Bistums Rottenburg-Stuttgart.

Bildung und Forschung

Hochschulen

Universität Ulm

Die Universit√§t Ulm wurde im Jahr 1967 als Medizinisch-Naturwissenschaftliche Hochschule gegr√ľndet. Das F√§cherspektrum umfasst heute Naturwissenschaften, Medizin, Ingenieurwissenschaften, Mathematik/Wirtschaftswissenschaften und Informatik. Derzeit (Sommersemester 2008) sind 6.410 Studenten immatrikuliert.
Des Weiteren verf√ľgt Ulm √ľber eine Fachhochschule (2006 umbenannt in Hochschule Ulm), die 1960 als ‚ÄěStaatliche Ingenieurschule‚Äú gegr√ľndet wurde.
Die in der Schwesterstadt Neu-Ulm beheimatete Fachhochschule hat durch eine enge Zusammenarbeit mit der Hochschule (fr√ľher FH) Ulm (u.¬†a. das gemeinsame Anbieten einiger Studieng√§nge) ebenfalls Einfluss auf die Ulmer Hochschullandschaft.
Bereits 1953 gr√ľndeten Inge Aicher-Scholl, Otl Aicher und Max Bill die Hochschule f√ľr Gestaltung (HfG Ulm), die zeitweise von bundesweiter Bedeutung war, aber 1968 wieder geschlossen wurde.

Weitere Bildungseinrichtungen und Schulen

Neben den genannten Hochschulen gibt es in Ulm weitere Bildungseinrichtungen: Die Ulmer Volkshochschule, St√§dtische Musikschule und die Akademie f√ľr darstellende Kunst (adk), eine Schauspielschule. Die adk-Ulm wurde 1996 gegr√ľndet und besitzt 16 Unterrichts- bzw. Ausbildungsr√§ume im Fort Unterer Kuhberg mit einer Gesamtfl√§che von 1200 m¬≤. An die adk-Ulm angeschlossen findet man das Akademietheater Ulm (s. o.), die Kammeroper Ulm (ein Musiktheaterensemble aus Dozenten der adk-ulm und G√§sten), sowie ein Figurentheater, das FiThea. Alle Einrichtungen haben einen regelm√§√üigen Spielplan.

Ulm unterh√§lt 28 Grund- und Hauptschulen sowie f√ľnf Realschulen, sieben allgemeinbildende Gymnasien (darunter das Humboldt-Gymnasium, die √§lteste Schule Ulms, sowie das Kepler-Gymnasium), und 12 Sonderschulen. Des Weiteren bestehen drei berufsbezogene Gymnasien, sechs Berufsschulen (darunter eine zus√§tzliche Sonderberufsschule), 21 Berufsfachschulen, eine freie evangelische Schule, ein Abendgymnasium mit Abendrealschule, f√ľnf Fachschulen, 13 Berufskollegs und zwei Waldorfschulen.[18] Zum Universit√§tsklinikum geh√∂rt auch die Akademie f√ľr medizinische Berufe. Diese hat sich auf die Aus- und Weiterbildung von therapeutischen, pflegerischen und technisch-medizinischen Berufen spezialisiert. Sie wurde vor √ľber 35 Jahren gegr√ľndet und hat ihren Sitz im Kloster Wiblingen. Die neun Berufsfachschulen der Akademie haben √ľber 700 Ausbildungspl√§tze.

Bibliotheken

Neue Zentralbibliothek (Glaspyramide)

Die Stadtbibliothek Ulm geh√∂rt mit einem Bestand von √ľber 480.000 Printmedien (2004) zu den gr√∂√üten √∂ffentlichen Bibliotheken in Deutschland. Die Universit√§tsbibliothek Ulm verf√ľgt als wissenschaftliche Bibliothek √ľber mehr als 910.000 B√ľcher, die Bibliothek der Hochschule Ulm √ľber mehr als 50.000.

Wissenschaftsstadt

Als Reaktion auf die wirtschaftliche Strukturkrise Anfang der 1980er Jahre, die neben vielen klassischen Industriestandorten auch Ulm betraf, wurde 1987 unter wesentlicher Beteiligung des damaligen baden-w√ľrttembergischen Ministerpr√§sidenten Lothar Sp√§th das Konzept der ‚ÄěWissenschaftsstadt‚Äú entwickelt. Eine der Leitideen des Konzeptes ist es, Hochschul- und Industrieforschung besser zu verzahnen und damit neue Arbeitspl√§tze zu schaffen. Kernst√ľck der auf dem Oberen Eselsberg nahe dem Universit√§tscampus angesiedelten ‚ÄěWissenschaftsstadt‚Äú sind die so genannten An-Institute, die in enger Zusammenarbeit mit Universit√§t, Universit√§tsklinikum, Fachhochschule und Industrie anwendungsorientierte Forschung betreiben. Das erste derartige Institut wurde 1985 gegr√ľndet: das ILM ‚Äď Institut f√ľr Lasertechnologien in der Medizin (ab 1995: und Messtechnik). Des Weiteren haben sich auch Forschungszentren gro√üer internationaler Konzerne (z. B. Daimler, Nokia, Siemens) angesiedelt. Nachdem bereits in den 90er Jahren aufgrund der hohen Nachfrage das Gebiet der Wissenschaftsstadt ausgeweitet werden musste (‚ÄěScience Park II‚Äú), plant die Stadt derzeit eine erneute Erweiterung (‚ÄěScience Park III‚Äú).

Medizinische Versorgung

Universitätsklinikum Ulm

→ Hauptartikel: Universitätsklinikum Ulm

Das Universit√§tsklinikum Ulm ist eines der f√ľnf Universit√§tsklinika in Baden-W√ľrttemberg. Es ist einerseits ein Krankenhaus der Stufe Maximalversorgung und f√ľr das Versorgungsgebiet Ostw√ľrttemberg, Donau-Iller und Bodensee-Oberschwaben zust√§ndig. Andererseits ist es innerhalb der Medizinischen Fakult√§t der Universit√§t Ulm in die praktische Ausbildung der F√§cher Human- und Zahnmedizin involviert. Die Klinik bietet Platz f√ľr rund 1.100 Patienten wobei der Nutzungsgrad bei 75,4¬†% liegt, um f√ľr Krisenzeiten vorbereitet zu sein. F√ľr die rund 192.000 F√§lle pro Quartal stehen knapp 6.000 √Ąrzte und andere Angestellte zur Verf√ľgung.

Bundeswehrkrankenhaus Ulm

‚Üí Hauptartikel: Bundeswehrkrankenhaus Ulm

Ulm ist au√üerdem Standort eines der f√ľnf deutschen Bundeswehrkrankenh√§user.

Friedhof

Der St√§dtische Friedhof entstand, nachdem Friedh√∂fe einzelner Stadtteile f√ľr die Begr√§bnisse nicht mehr ausreichten. Er weist auch eine Vielzahl von Grabst√§tten prominenter Ulmer B√ľrger auf.

Auf diesem Friedhof befinden sich auch zahlreiche Grabst√§tten von Soldaten der Roten Armee als Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter. Au√üerdem erinnert neben der Friedhofshalle ein Gedenkstein an viele hundert Ulmer B√ľrger, die Opfer des NS-Gewaltregimes wurden.[19]

Militär

‚Üí Hauptartikel: Heeresmusikkorps 10

Neben Kreiswehrersatzamt, drei Kasernen der Bundeswehr (Stand 2008: Wilhelmsburg, Bleidornkaserne, Hindenburgkaserne), dem Bundeswehrkrankenhaus Ulm und dem Ring der Bundesfestung ist Ulm Standort des Heeresmusikkorps 10. Die Musikgruppe ist eines von f√ľnf Musikkorps des deutschen Heeres und der 10. Panzerdivision aus Sigmaringen unterstellt.

Zum Gedenken der Deserteure der Wehrmacht wurde 1989 auf der Oberen Donaubastion eine sechs Tonnen schwere Stahlplastik aufgestellt. Das als "Stein des Ansto√ües" von der Bildhauerin Hannah St√ľtz-Mentzel entworfene Mahnmal lie√ü der Gemeinderat bald darauf wieder entfernen. 2005 fand es im Lehrer Tal am unteren Eingang zum Botanischen Garten seinen endg√ľltigen Standort.[20]

Persönlichkeiten

→ Hauptartikel: Persönlichkeiten der Stadt Ulm

Neben einer Anzahl von Pers√∂nlichkeiten, denen die Stadt Ulm das Ehrenb√ľrgerrecht verliehen hat, wurden zahlreiche Pers√∂nlichkeiten in Ulm geboren, verbrachten einen Teil ihres Lebens in der Stadt oder verstarben hier. Auf Grund der hohen Anzahl dieser Pers√∂nlichkeiten wurde ein eigener Artikel angelegt.

Zitate

‚ÄěDie Stadt der Geburt h√§ngt dem Leben als etwas ebenso Einzigartiges an wie die Herkunft von der leiblichen Mutter. Auch der Geburtsstadt verdanken wir einen Teil unseres Wesens. So gedenke ich Ulm in Dankbarkeit, da es edle k√ľnstlerische Tradition mit schlichter und gesunder Wesensart verbindet.‚Äú

‚Äď Albert Einstein

‚ÄěH√§tt‚Äô ich Venedigs Macht und Augsburgs Pracht, N√ľrnberger Witz und Stra√üburger G‚Äôsch√ľtz und Ulmer Geld, so w√§r ich der Reichste in der Welt.‚Äú

‚Äď Sprichwort

‚ÄěUlmer Geld regiert die Welt.‚Äú

‚Äď mittelalterliche Redensart

‚ÄěIn Ulm, um Ulm und um Ulm herum.‚Äú

‚Äď bekannter Zungenbrecher, auch im gleichnamigen Schlager von Gus Backus verwendet

Literatur

  • Ingeborg Flagge: Ulm (FSB Architekturf√ľhrer. Stadtf√ľhrer zeitgen√∂ssischer Architektur). Verlag Das Beispiel, Darmstadt 2003, ISBN 3-935243-35-9
  • Erich Keyser (Hsg.): W√ľrttembergisches St√§dtebuch; Band IV Teilband Baden-W√ľrttemberg Band 2 aus Deutsches St√§dtebuch. Handbuch st√§dtischer Geschichte ‚Äď Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterst√ľtzung des Deutschen St√§dtetages, des Deutschen St√§dtebundes und des Deutschen Gemeindetages. Stuttgart, 1961
  • Landesarchivdirektion Baden-W√ľrttemberg (Hsg.): Das Land Baden-W√ľrttemberg ‚Äď Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden (in acht B√§nden); Band VII: Regierungsbezirk T√ľbingen. Stuttgart, 1978. ISBN 3-17-004807-4
  • Felix Fabri: Tractatus de Civitate Ulmensi (15. Jh.). Deutsche √úbersetzung: Abhandlung von der Stadt Ulm. Heinrich Frey, Ulm 1909 (Volltext)
  • Hans Eugen Specker: Ulm. Stadtgeschichte, Separater Druck des Beitrags f√ľr Band II der zuvor genannten Amtlichen Kreisbeschreibung, erg√§nzt durch einen einf√ľhrenden, die Stadtentwicklung dokumentierenden Bildteil sowie eine Zeittafel und ein abschlie√üendes Register, S√ľddeutsche Verlagsgesellschaft, Ulm, 1977, ISBN 3-920921-95-X
  • A. Br√§uning und andere: Um Ulm herum. Untersuchungen zu mittelalterlichen Befestigungsanlagen in Ulm. Forschungen und Berichte der Arch√§ologie des Mittelalters in Baden-W√ľrttemberg 23. Stuttgart, 1998.
  • Herbert Wiegandt: Ulm ‚Äď Geschichte einer Stadt. Anton H. Konrad Verlag, Wei√üenhorn 1977, ISBN 3-87437-134-4
  • Martin Nestler: Ulm ‚Äď Geschichte einer Stadt. Sutton Verlag GmbH, Erfurt 2003, ISBN 3-89702-544-2
  • Eberhard Neubronner: Ulm in Tr√ľmmern, Pfaffenhofen/M√ľnsingen 1991.
  • Wolf-Henning Petershagen (Hsg.): Vorstadt S√∂flingen. Ulms eigenwilliger Stadtteil, S√ľddeutsche Verlagsgesellschaft GmbH, Ulm, ISBN 3-88294-348-3
  • Kathrin Schulthess: Himmelw√§rts. Das Ulmer M√ľnster f√ľr Kinder, Jugendliche und Erwachsene, S√ľddeutsche Verlagsgesellschaft GmbH, Ulm, ISBN 3-88294-356-4
  • Uwe Schmidt: Die S√ľdbahn. Eisenbahn und Industrialisierung in Ulm und Oberschwaben, (Hrsg.: Industrie- und Handelskammer Ulm), S√ľddeutsche Verlagsgesellschaft GmbH, Ulm, ISBN 3-88294-342-4
  • Barbara Sch√§uffelen: Sag niemals nie. Wie sich die Ulmer ihre Universit√§t ertrotzten, S√ľddeutsche Verlagsgesellschaft GmbH, Ulm, ISBN 3-88294-335-1
  • Barbara Sch√§uffelen, Joachim Feist: Ulm ‚Äď Portr√§t einer Stadtlandschaft, Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 1987, ISBN 3-8062-0484-5
  • Wolf-Henning Petershagen/Ulrich Burst: Die Ulmer Schachtel. Ein schwimmendes Kuriosum, Jan Thorbecke Verlag, ISBN 3-7995-8023-9
  • Volkmar K√∂nneke/Hans-Uli Thierer: ulm liebe , Jan Thorbecke Verlag, ISBN 3-88294-309-2
  • Daniel Riechers: 100 Jahre Stra√üenbahn Ulm/Neu-Ulm, S√ľddeutsche Verlagsgesellschaft GmbH, Ulm, ISBN 3-88294-239-8
  • Inge Scholl, Die Wei√üe Rose; √ľberarb. Neuausg., Frankfurt/M. (S. Fischer) 1982
  • Wolf-Henning Petershagen, Die Geschwister Scholl; hg. v. d. Stadt Ulm, Zentrale Dienste, √Ėffentlichkeitsarbeit und Repr√§sentation 3/2001
  • Wolf-Henning Petershagen: Schw√∂rpflicht und Volksvergn√ľgen. Ein Beitrag zur Verfassungswirklichkeit und st√§dtischen Festkultur in Ulm, Stuttgart: Kohlhammer 1999.
  • Hermann Simon: Geschichte der Ulmer Presse von den Anf√§ngen bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts, Diss. phil. M√ľnchen 1954
  • Hellmut Pfl√ľger: Rundgang durch das alte Ulm. Wartberg Verlag 2001. ISBN 3-8313-1137-4
  • Hellmut Pfl√ľger und Eugen Sauter: Ulm. Fotografien von gestern und heute. Eine Gegen√ľberstellung, Wartberg Verlag 1998. ISBN 3-86134-402-5
  • Hellmut Pfl√ľger: Ulm, das alte Stadtbild, Anton H. Konrad Verlag, Wei√üenhorn 1982. ISBN 3-87437-192-1
  • Reintraut Semmler: Charmantes Ulm ‚Äď Eine Stadt zwischen Tradition und Moderne, Wartberg Verlag, Gudensberg-Gleichen 2005, ISBN 3-8313-1601-5
  • Reinhart Hohner, Albrecht Schuler: Ulm ‚Äď ein Vorplatz des Himmels. Chronik der w√ľrttembergischen Landesposaunentage. buch & musik, ejw-service-GmbH, Stuttgart 2006, ISBN 978-3-932595-89-9
  • Wolf-Henning Petershagen: Ulms lebendige Wasser. Brunnengeschichte(n) aus sieben Jahrhunderten. Stadt Ulm (Hrsg.): Kleine Reihe des Stadtarchivs Ulm, Band 1. Klemm & Oelschl√§ger, M√ľnster, Ulm 2003. ISBN 978-3-932577-47-5
  • Michael Loerke: Grenzgeschichten. Das Verh√§ltnis zwischen Ulm und Neu-Ulm in der √∂ffentlichen Meinung. Stadt Ulm (Hrsg.): Kleine Reihe des Stadtarchivs Ulm, Band 2. Klemm & Oelschl√§ger, M√ľnster, Ulm 2004. ISBN 978-3-932577-62-8
  • Ulrich Linse: Ulmer Arbeiterleben. Vom Kaiserreich zur fr√ľhen Bundesrepublik. Stadt Ulm (Hrsg.): Kleine Reihe des Stadtarchivs Ulm, Band 3. Klemm & Oelschl√§ger, M√ľnster, Ulm 2006. ISBN 978-3-932577-64-2
  • Ilse Schulz: Krankenpflege im Wandel. Erinnerungen an die Anf√§nge des Klinikums der Reformuniversit√§t Ulm 1968‚Äď1984. Stadt Ulm (Hrsg.): Kleine Reihe des Stadtarchivs Ulm, Band 4. Klemm & Oelschl√§ger, M√ľnster, Ulm 2006. ISBN 978-3-932577-69-7
  • Ilse Schulz: Verwehte Spuren, Frauen in der Stadtgeschichte, Ulm 1998.
  • Verein f√ľr Kunst und Altertum in Ulm und Oberschwaben (Hg.): Der Geschichte treuer H√ľter‚Ķ, Die Sammlungen des Vereins f√ľr Kunst und Altertum in Ulm und Oberschwaben (= Festschrift zum 150j√§hrigen Bestehen des Vereins), Ulm 1991.
  • Elsbet Zumsteg-Br√ľgel: Die Tonfiguren der Hafnerfamilie Rommel, Miniaturen zur Kulturgeschichte an der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert, Ulm 1998.
  • Geologisches Landesamt Baden-W√ľrttemberg: Geologische Karte 1:500.000 Sonderausgabe Gro√üraum Ulm. , Freiburg i. Br., 1997.
  • Franz, M., Simon, T., Meyer, R.K.F., Doppler, G.: Die Thermalwasserbohrung ‚ÄěDonautherme‚Äú, Neu-Ulm. Geologica-Bavarica 106, M√ľnchen, 2001.
  • Johannes Baier: Die Geologie des Ulmer Raums. - Documenta Naturae, 173, 1-44; M√ľnchen, 2009. ISBN 978-3-86544-173-7

Einzelnachweise

  1. ‚ÜĎ Statistisches Landesamt Baden-W√ľrttemberg: Bev√∂lkerungsstand
  2. ‚ÜĎ Gesundheitsatlas der Zeitschrift Healthy Living, Gruner & Jahr-Verlag, Hamburg, 2007
  3. ‚ÜĎ Zum Grabungsablauf und in Ulm verbliebenen Funden vgl.: Kurt Wehrberger, Ausgrabungen und arch√§ologische Best√§nde des Vereins f√ľr Kunst und Altertum in Ulm und Oberschwaben, in: Der Geschichte treuer H√ľter‚Ķ, Die Sammlungen des Vereins f√ľr Kunst und Altertum in Ulm und Oberschwaben (= Festschrift zum 150j√§hrigen Bestehen des Vereins), Ulm 1991, S. 64‚Äď68
  4. ‚ÜĎ Denkmalpflege in Baden-W√ľrttemberg 2006, Heft 1
  5. ‚ÜĎ Lutz Reichhardt: Ortsnamenbuch des Alb-Donau-Kreises und des Stadtkreises Ulm, Stuttgart 1986, S. 308f.
  6. ‚ÜĎ Hans Eugen Specker, Ulm. Stadtgeschichte, Ulm 1977, S. 37‚Äď38.
  7. ‚ÜĎ Beide Zitate: Hans Eugen Specker, Ulm. Stadtgeschichte, Ulm 1977, S. 38.
  8. ‚ÜĎ Hans Eugen Specker, Ulm. Stadtgeschichte, Ulm 1977, S. 41.
  9. ‚ÜĎ Hans Eugen Specker, Ulm. Stadtgeschichte, Ulm 1977, S. 53.
  10. ‚ÜĎ Gemeindezeitung Ausgabe August/September 2008 (Hg. Israelitische Religionsgemeinschaft W√ľrttembergs), Tamus/Aw/Elul/Tischri 5768/5769, Nr. 08/09, August/September 2008, S. 17
  11. ‚ÜĎ http://www.suedwest-aktiv.de/region/swp_laichingen/ulm_und_neu_ulm/4320943/artikel.php?SWAID=2661962407e001069e48dc57d5cb290f
  12. ‚ÜĎ Statistisches Landesamt Baden-W√ľrttemberg
  13. ‚ÜĎ Kreis- und Gemeindewappen in Baden-W√ľrttemberg Band 4 Seite 24; Herausgeber: Landesarchivdirektion Baden-W√ľrttemberg 1987 ISBN 3-8062-0804-2
  14. ‚ÜĎ [1] Webseite der Stadt Ulm, European Energy Award
  15. ‚ÜĎ SWU Fakten, Stadtwerke Ulm, abgerufen am 15. Mai 2008
  16. ‚ÜĎ [2] Pressemeldung auf Gruene-IT.de
  17. ‚ÜĎ Stadtwerke Ulm ‚Äď Verkehr
  18. ‚ÜĎ Stadt Ulm
  19. ‚ÜĎ Gedenkst√§tten f√ľr die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Band 1. Bundeszentrale f√ľr politische Bildung, Bonn 1995, ISBN 3-89331-208-0, S. 99
  20. ‚ÜĎ Informationen zum Ulmer Deserteurdenkmal

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