Sögeln

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Sögeln


Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Bramsche
Bramsche
Deutschlandkarte, Position der Stadt Bramsche hervorgehoben
52.4083333333337.981944444444544-157Koordinaten: 52¬į¬†24‚Ä≤¬†N, 7¬į¬†59‚Ä≤¬†O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Osnabr√ľck
H√∂he: 44-157¬†m √ľ.¬†NN
Fläche: 183,32 km²
Einwohner: 30.936 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 169 Einwohner je km²
Postleitzahl: 49565
Vorwahlen: 05461 (Bramsche)
05407 (Bramsche-Pente)
05464 (Bramsche-Balkum)
05465 (Bramsche-Ueffeln)
05466 (versch. Ortsteile)
05468 (Bramsche-Engter)
05495 (versch. Ortsteile)
Kfz-Kennzeichen: OS
Gemeindeschl√ľssel: 03 4 59 014
Stadtgliederung: 14 Ortsteile
Adresse der Stadtverwaltung: Hasestraße 11
49565 Bramsche
Webpräsenz:
B√ľrgermeisterin: Liesel H√∂ltermann (SPD)

Bramsche ist eine Stadt im Norden des Landkreises Osnabr√ľck in Niedersachsen. Sie grenzt im Westen an Neuenkirchen und Merzen, im Norden an Ankum, Alfhausen und Rieste, im Osten an Neuenkirchen-V√∂rden (Landkreis Vechta), Ostercappeln und Belm, im S√ľden an Wallenhorst und im S√ľdwesten an die nordrhein-westf√§lischen Gemeinden Lotte und Westerkappeln (Kreis Steinfurt). Sie ist fl√§chenm√§√üig die zweitgr√∂√üte Stadt im Landkreis Osnabr√ľck.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Geographische Lage

Bramsche liegt im Osnabr√ľcker Land an der Hase etwa 15 km n√∂rdlich von Osnabr√ľck und direkt am Mittellandkanal. Die Ankumer H√∂he liegt im Nordwesten, der kleine H√∂henzug Gehn im Westen und der Naturpark N√∂rdlicher Teutoburger Wald-Wiehengebirge im S√ľdosten. Unter der Stadt befindet sich der Bramscher Pluton.

Klima

In der Gegend herrscht gem√§√üigtes Seeklima, beeinflusst durch feuchte Nordwestwinde von der Nordsee. Im langj√§hrigen Mittel erreicht die Lufttemperatur in Bramsche 8,5 bis 9,0 ¬įC und es fallen rund 700¬†mm Niederschlag. Zwischen Mai und August kann mit durchschnittlich 20 bis 25 Sommertagen (klimatologische Bezeichnung f√ľr Tage, an denen die Maximaltemperatur 25 ¬įC √ľbersteigt) gerechnet werden.

Einwohner

(jeweils zum 31. Dezember)

  • 1997 - 31.699
  • 1998 - 31.820
  • 1999 - 32.258
  • 2000 - 30.633
  • 2001 - 31.030
  • 2002 - 30.171
  • 2003 - 30.785
  • 2004 - 31.014
  • 2005 - 31.006
  • 2006 - 30.920
  • 2007 - 30.912 (Juni 2007)

Ortsteile

In den Jahren 1971/72 gab es in Niedersachsen eine Gebiets- und Verwaltungsreform. Dadurch wurden 12 ehemals selbstständige Gemeinden als Ortsteile in die Stadt Bramsche eingegliedert. [1]

Achmer

Achmer ist der fl√§chenm√§√üig gr√∂√üte Ortsteil von Bramsche. Er ist durch die Hase, den Mittellandkanal und den Flugplatz Achmer gekennzeichnet ist. Achmer grenzt im Norden an Bramsche Mitte, im Westen an Ueffeln und im S√ľden an Pente.

Die ehemalige Gemeinde Achmer bestand aus den Ortsteilen Laberge, Wackum, T√∂mmern, Hemke, Gr√ľnegras und Westerhausen.

Balkum

Balkum ist Ortsteil von Bramsche zwischen Ueffeln und Alfhausen gelegen. Eine Sehensw√ľrdigkeit ist die Wasserm√ľhle Riesau.

Bramsche (-Mitte)

Der Ortsteil Bramsche umfasst die ‚Äěeigentliche‚Äú Stadt Bramsche von vor der Gemeindereform von 1972. Landl√§ufig wird nochmals in die Stadt-Bezirke Innenstadt, Gartenstadt und Bramscher Berg unterschieden. Diese Ortsteile zusammen ergeben ‚ÄěBramsche-Mitte‚Äú mit etwa 14.000 Einwohnern. Ortsb√ľrgermeister von ‚ÄěBramsche-Mitte‚Äú ist seit 2007 Peter Remme (SPD).

Engter

Dieser Ortsteil wurde erstmals im Jahr 1147 erw√§hnt. Engter liegt im S√ľdosten von Bramsche und grenzt an die Ortsteile Kalkriese, Schleptrup, Lappenstuhl und Evinghausen. Engter verf√ľgt seit 1229 √ľber eine eigene Kirchengemeinde (St. Johannis).

Epe (Epe-Malgarten)

Epe liegt im Nordosten der Stadt Bramsche. Sie besteht heute aus den Siedlungspl√§tzen B√ľhren, Kn√§ppen, Epe, Malgarten, Eckelort und Wittenfelde. Die westliche Grenze zu den Gemarkungen Hesepe und S√∂geln bildet weitgehend die Hase. Im Norden grenzt Epe an die Gemarkung Rieste, im Nordosten an V√∂rden, im Osten an die Gemarkungen Engter und Schleptrup und im S√ľden an die Gemarkung Bramsche. Mit der Nieders√§chsischen Gebietsreform 1972 wurde die ehemals selbst√§ndige Gemeinde Epe ein Ortsteil der Stadt Bramsche. Die Gemarkung Epe hat eine Gr√∂√üe von etwa 1450 ha und geh√∂rte somit zu den fl√§chengr√∂√üeren Landgemeinden des fr√ľheren Kreises Bersenbr√ľck. Heute wie fr√ľher ist Epe landwirtschaftlich gepr√§gt. Von insgesamt 41 landwirtschaftlichen Betrieben waren 1987: 17 Vollerwerbslandwirte, 7 Nebenerwerbslandwirte und 17 Zuerwerbslandwirte. Epe ist Wohnsiedlungsgebiet der Stadt Bramsche und arm an Gewerbebetrieben. Die nahezu einzigen Arbeitgeber sind ein Textilunternehmen, zwei Hotels, zwei Schlossereien bzw. Metallbaubetriebe, zwei Fuhrunternehmen sowie eine Betrieb f√ľr Hausinstallationen.

An √∂ffentlichen Einrichtungen sind zu nennen: die Grundschule, das Gemeindezentrum mit Sitzungsraum, Feuerwehrhaus und Turnhalle, Sport- und Tennispl√§tze und das Naturfreibad Darnsee. Au√üerdem befinden sich auf Eper Gebiet die Bramscher Realschule und das Greselius Gymnasium[1] (benannt nach Jakobus Greselius), das Bramscher Hallenbad und ein Wasserwerk der Stadt Osnabr√ľck.

Von den 1324 Einwohnern des Jahres 1989 geh√∂rten 857 der ev.-luth., 420 der kath. und 47 sonstigen oder keiner Konfession an. Die evangelisch-lutherischen Christen geh√∂ren zur St.-Johannis-Kirchengemeinde in Bramsche-Gartenstadt und die Katholiken zur St. Johannes-Kirchengemeinde Malgarten. Ortsb√ľrgermeister von Epe ist seit 2006 J√ľrgen Kiesekamp (CDU).

Evinghausen

Evinghausen ist eine Bauernschaft im S√ľdosten Bramsches rund um den Venner Berg und ist Sitz der Freien Waldorfschule Evinghausen e.¬†V. Die Bauernschaft Uptrup mit 42 Einwohnern ist ein Teil von Evinghausen.

Hesepe

1187 wurde Hesepe erstmals urkundlich erw√§hnt. Tats√§chlich wurde erst nach dem 2. Weltkrieg aus einer weit verstreuten Bauernsiedlung eine dichter besiedelte Siedlung. Hesepe liegt direkt an der B 68 und B 218, sowie am Schienenverkehr Bremen - Osnabr√ľck. Bis Ende der 1980er Jahre waren niederl√§ndische Soldaten in Hesepe stationiert. Nach deren Abzug wurde das nicht mehr milit√§risch genutzte Gel√§nde als Grenzdurchgangslager f√ľr Sp√§taussiedler genutzt. Mittlerweile fungiert es als Landesaufnahmestelle f√ľr j√ľdische Kontingentfl√ľchtlinge und Sp√§taussiedler sowie f√ľr Asylbewerber, bei denen die Wahrscheinlichkeit einer Ablehnung ihres Asylantrags als relativ hoch erachtet wird bzw. deren Antrag bereits rechtskr√§ftig abgelehnt worden ist.

Kalkriese

In der Geologie ist ein Kalkriese ein größerer Fels anstehenden Kalkgesteins. Der nach einem solchen Kalkriesen, dem Kalkrieser Berg, benannte Ort ist der wohl bekannteste Stadtteil von Bramsche.

Ber√ľhmtheit erlangte es in den 1990er Jahren, als Ergebnisse arch√§ologischer Ausgrabungen darauf hindeuteten, dass die oder Teile der Varusschlacht m√∂glicherweise in Kalkriese stattgefunden haben. Die Fundregion Kalkriese erstreckt sich √ľber viele Kilometer. Die Fundst√ľcke bzw. deren Repliken sind ausgestellt im Museum und Park Kalkriese.

Lappenstuhl

Lappenstuhl entstand 1952 als Neusiedlung und ist der j√ľngste Ortsteil von Bramsche.

Der Name ‚ÄěLappenstuhl‚Äú leitet sich ab aus der Bezeichnung Graf Lamprechts Richtstuhl. Urkundlich wird er zum ersten Mal 1402 erw√§hnt (nach G√ľnther Wrede: ‚ÄěGeschichtliches Ortsverzeichnis des ehemaligen F√ľrstbistums Osnabr√ľck, Hildesheim 1977)‚Äú erw√§hnt. Es war eine Flurbezeichnung f√ľr den Ort an dem die Siedlung gegr√ľndet wurde.

Die am Ende des Zweiten Weltkrieges eintreffenden Fl√ľchtlinge und Vertriebenen aus den ostdeutschen Gebieten lie√üen eine Wohnungsnot im Kirchspiel Engter entstehen. Da in den bestehenden Gemeinden Engter, Schleptrup und Kalkriese keine Baugrundst√ľcke zum Verkauf standen, verhandelte man mit dem Grundeigent√ľmer Hugo Baron von Bar √ľber Parzellen im Bereich Lappenstuhl, damals ein Waldgebiet.

Mit Unterst√ľtzung des Landtagsabgeordneten Ernst Bettermann (SPD) aus Rieste wurde man sich schlie√ülich einig √ľber den Kauf von 65,94 Hektar. Zu Ehren von Ernst Bettermann wurde sp√§ter der ‚ÄěErnst-Bettermann-Platz‚Äú angelegt. Am 9. April 1952 wurde den ersten Baubewerbern die Parzellen zugewiesen. Am 4. Dezember 1952 gab es zum ersten Mal Strom in Lappenstuhl. Am 15. Juni 1958 fand das erste ‚ÄěSiedlerfest‚Äú in Lappenstuhl statt. Es wird bis heute j√§hrlich begangen.

Da Lappenstuhl in den Gemarkungen der Gemeinden Engter und Schleptrup liegt, waren beide Gemeinden auch f√ľr die politischen Angelegenheiten der Siedlung zust√§ndig. Am 21. September 1990 beschloss die Siedlergemeinschaft Lappenstuhl e.¬†V., einen Antrag auf einen eigenen Ortsrat f√ľr Lappenstuhl beim Stadtrat zu stellen. Nach langer, hitziger Diskussion entschied der Stadtrat am 14. M√§rz 1991, diesem Antrag zuzustimmen. Am 6. Oktober 1991 wurde der erste Ortsrat Lappenstuhls gew√§hlt. Der Ortsb√ľrgermeister ist seitdem Walter vor den Tharen (SPD).

Da es in den 1950er-Jahren f√ľr die schulpflichtigen Kinder Lappenstuhls keine einfache M√∂glichkeit gab, die Volksschule in Engter zu erreichen, wurde ein eigenes Schulgeb√§ude errichtet. Der Grundstein daf√ľr wurde am 17. Juli 1954 gelegt. Am 8. Januar 1955 konnten dann 33 Kinder erstmals die eigene Schule besuchen.

Im April 1964 wurden die 5. bis 8. Klassen nach Engter verlegt und ein Bus-Liniendienst eingerichtet. Im Zuge der Schulreform wurde die Schule in Lappenstuhl am 5. März 1973 aufgelöst. Heute wird das Gebäude als Kindergarten von der Arbeiterwohlfahrt betrieben. Es wurde im Jahr 2003 aufwändig saniert und umgebaut.

Bereits im Bebauungsplan vom 31. Januar 1955 war eine Kirche vorgesehen. Die Geschichte der Thomas-Kapelle begann nach dem Zweiten Weltkrieg in Voltlage. Um den dort wohnenden evangelischen Heimatvertriebenen eine kirchliche Betreuung bieten zu k√∂nnen, wurde mit Hilfe einer Spende des amerikanischen Luthertums eine Diasporakapelle gebaut. 1968 waren allerdings die meisten der Vertriebenen wieder abgewandert, so dass die Kapelle nicht mehr ben√∂tigt wurde. Daraufhin wurde der Umzug an einem anderen Ort geplant. Im Juni/Juli 1970 wurde schlie√ülich mit dem Abbau begonnen. Bis zum Wiederaufbau wurden die Einzelteile auf dem neuen Grundst√ľck in Lappenstuhl gelagert. √úber ein Jahr sp√§ter am 1. August 1970 wurde die Kapelle erneut geweiht. Da die Einwohner der Siedlung zwischenzeitlich schon stark daran zweifelten, ob aus dem Haufen Brettern jemals wieder eine Kapelle entstehen w√ľrde, wurde sie nach dem ungl√§ubigen Thomas benannt.

Malgarten (Epe-Malgarten)

Außenansicht der Klosterkirche in Malgarten

Im Jahr 1170 wurde auf einer Burg das Benediktinerinnenkloster Malgarten gegr√ľndet. Auch heute noch findet man in der Klosterkirche ein sp√§tbarockes Stuckrelief, das alle Gew√∂lbe im Inneren der Kirche ziert.

Die ehemalige Klosteranlage kann besichtigt werden und hat sich in den letzten Jahren zu einem sehenswerten kleinen Zentrum f√ľr Kunst und Kultur entwickelt.

Pente

Pente ist ein Ortsteil von Bramsche. Die Geschichte der Ortschaft Pente ist, zumindest soweit es die Gebietshoheit betrifft, immer wieder mit Bramsche verbunden gewesen. Urspr√ľnglich war Bramsche sogar von den Penter Bauern abh√§ngig, weil es keine eigene Feldmark besa√ü. Weil die Bramscher Dorfbewohner mangels eigener Fl√§chen ihre Schafe st√§ndig auf Penteraner Gebiet weiden lie√üen und, ungef√§hr auf dem Areal des heutigen Marktplatzes in Bramsches Innenstadt, Anpflanzungen vornahmen und Z√§une aufstellten, obwohl dieses Gebiet damals rechtlich zu Pente geh√∂rte, gab es √ľber lange Zeit st√§ndigen Streit. Erst im 19. Jahrhundert wurde dieser durch einen Vergleich beigelegt, der allerdings f√ľr die Penteraner mit nicht unerheblichen Gebietsabtretungen an Bramsche verbunden war. Auch in der Folgezeit konnte sich Pente dem Ausdehnungsdrang der Industriestadt Bramsche nicht widersetzen. So ‚Äěverlor‚Äú Pente etwa mit dem Bau des Mittellandkanals 1911 ein weiteres gro√ües Gebiet an Bramsche. Auch die Schlie√üung der 250 Jahre bestehenden Penter Schule im Jahr 1975 symbolisiert diese Entwicklung. Wenn man also so will, dann war die Eingemeindung Pentes durch die Stadt Bramsche im Jahr 1972 √ľber Jahrhunderte hinweg bereits vorgezeichnet. Trotzdem √ľberzeugt der Stadtteil durch seine ruhige Lage am Mittellandkanal/Stichkanal Osnabr√ľck und gleichzeitiger Anbindung an die Innenstadt von Bramsche und die B68, die direkt nach Osnabr√ľck f√ľhrt.

Pente ist weiterhin durch die Ziegelfabrik ‚ÄěPenter Klinker‚Äú, die ihre Ziegel bis nach Mallorca und Asien liefert, bekannt. Au√üerdem befindet sich im Ortsteil Pente das ‚ÄěTiergesundheitszentrum Gru√üendorf‚Äú, das von Tierbesitzern aus ganz Niedersachsen, aus dem Norden von Nordrhein Westfalen und sogar aus den Niederlanden aufgesucht wird, um ihre Haustiere professionell behandeln zu lassen. [2]

Schleptrup

Schleptrup ist ein Ortsteil von Bramsche, geh√∂rt aber, schon seit 1229 zum Kirchspiel Engter; es z√§hlt zu den √§ltesten vorfr√§nkischen Ansiedlungen in der Region. Etwa 60¬†% der Bev√∂lkerung sind heute Fl√ľchtlinge oder Nachkommen von Fl√ľchtlingen aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten. Auf dem Gebiet von Schleptrup steht ein vom NDR betriebener, 234 m hoher Sendemast, der Reisenden auf der Bundesautobahn 1 schon von weitem ins Auge f√§llt. √úber diesen Sendemasten wird die Grundversorgung des Osnabr√ľcker Landes, weiten Teilen des n√∂rdlichen M√ľnsterlandes sowie den s√ľdlichen Teilen des Oldenburger M√ľnsterlandes mit analogen Rundfunkprogrammen und mit Fernsehprogrammen im DVB-T-Standard sichergestellt.

Sögeln

Sögeln ist eine um das gleichnamige Rittergut aus dem (14. Jh.) gelegene Bauernschaft am Teutoburger Wald in Niedersachsen. Zeugnisse dieses Hauses Sögeln sind noch heute vor Ort zu finden. Sögeln ist bis heute zwar eine ländlich strukturierte Ortschaft geblieben, aber die meisten Einwohner arbeiten heute in den Industrie- und Gewerbebetrieben der Umgebung. Mit der Entstehung der ersten großen Siedlungen veränderte sich in der Nachkriegszeit auch das Erscheinungsbild des Ortes.

Ueffeln

Ueffeln ist ein im nordwesten der Stadt gelegener Ortsteil von Bramsche. Am Rande des Gehns gelegen, hat das Dorf heute etwa 1200 Einwohner. Erstmalig erwähnt wurde Ueffeln im Jahre 1292 im Zusammenhang mit der Weihe der heutigen evangelisch-lutherischen Kirche St. Marien.

Nahe dem heutigen Ortsrand gibt es ein H√ľnengrab, das auf eine fr√ľhe Besiedelung hindeutet. In der Grundschule des Ortes werden die Kinder bis zum 4. Schuljahr unterrichtet; alle weiterf√ľhrenden Schulen sind im Ortsteil Bramsche angesiedelt. F√ľr Sportsfreunde bietet der Ort einen Sportplatz, ein solarbeheiztes Freibad und einen Schie√üstand.

Geschichte

H√∂chstwahrscheinlich ereignete sich im Ortsteil Kalkriese die so genannte Schlacht am Teutoburger Wald im Jahr 9 n.¬†Chr. Seit 1987 werden dort systematisch wissenschaftliche Ausgrabungen durchgef√ľhrt. Neben Zeugnissen einer massiven milit√§rischen Auseinandersetzung zwischen Germanen und R√∂mern wurden auch Reste einer Wallanlage gefunden. Da bislang keine Fundst√ľcke im Zusammenhang mit den kriegerischen Ereignissen j√ľngeren Datums als der der Schlacht gesichert werden konnten, gilt es als sehr wahrscheinlich, dass die Schlacht am Teutoburger Wald oder die Varusschlacht tats√§chlich hier stattgefunden hat. Seit 1993 gibt es in Bramsche/Kalkriese ein Museum, in dem viele der interessantesten Funde ausgestellt werden.

Die Dorfbildung Bramsches geht zur√ľck auf die Zeit Karls des Gro√üen (768‚Äď814). Urkundlich wird Bramsche erstmals im Jahre 1097 unter der Namensform Bramezeche (gebildet aus den W√∂rtern Bram = Ginster und Esch = Acker) erw√§hnt. 1225 kam Bramsche durch Schenkung von K√∂nig Heinrich (VII.) in den Herrschaftsbereich des Hochstifts Osnabr√ľck. Seit 1615/1617 Flecken wird Bramsche 1818 durch Erlass der K√∂niglich Gro√übritannisch-Hannoverschen Regierung in Osnabr√ľck zum Weichbild erhoben. 1929 erhielt Bramsche volles Stadtrecht. Mit der Gemeindereform von 1972 werden die oben genannten Ortsteile eingemeindet.

Im Mittelalter erreichte Bramsche seine wirtschaftliche Bedeutung, vor allem durch die Jahrhunderte alte Tradition als Stadt der Tuchmacher. An diese Tradition erinnert heute das Tuchmacher-Museum. Osnabr√ľcks gro√üer Sohn Justus M√∂ser erwarb sich gro√üe Verdienste um die Tuchmachergilde, indem er 1767 eine neue Gildeordnung ausarbeitete. Auf sein Betreiben erhielten die Bramscher Tuchmacher einen zinslosen Kredit, um ein dringend ben√∂tigtes Lagerhaus zu bauen. Als im Jahre 1781 nahezu die gesamten Vorr√§te einer Feuersbrunst zum Opfer fielen, war es erneut M√∂ser, der durch eine pers√∂nliche B√ľrgschaft f√ľr ein Darlehen sorgte, um auch diese Krise zu √ľberwinden. Im Jahre 2002 w√ľrdigt die Stadt Bramsche seine Verdienste durch die Benennung eines Platzes und eines Weges nach seinem Namen.

Politik

Stadtrat

Sitzverteilung im Stadtrat:

(Stand: Kommunalwahl am 10. September 2006)

Städtepartnerschaften

Kultur und Sehensw√ľrdigkeiten

Die ‚ÄěAlte Post‚Äú

Bauwerke

  • Ev.-luth. St. Martinskirche. Der Bau d√ľrfte um 1200 begonnen worden sein. Das heute noch vorhandene Hauptschiff der Kirche wurde in der ersten H√§lfte des 13. Jahrhunderts errichtet.
  • Alte Posthalterei, Fachwerk-Dielenhaus mit Utlucht. Hermann Rudolf P√∂rtener (1650-1716) lie√ü 1686 -1688 sein elterliches Haus umbauen und vergr√∂√üern, wie es im Wesentlichen heute noch zu sehen ist. Vermutlich diente das Geb√§ude als Poststelle f√ľr die 1685 errichtete Fahrpostlinie von Osnabr√ľck √ľber Lingen nach Amsterdam. Der Seifensieder Heinrich Wilbrandt P√∂rtener (1759‚Äď1828) wird urkundlich erstmals 1818 als k√∂niglich hann√∂verscher Postspediteur und Posthalter erw√§hnt. 1929 erwarb die Stadt Bramsche das seit 1910 unter Denkmalschutz stehende Anwesen.
  • Gesch√§ftsstelle Bramsche der Kreissparkasse Bersenbr√ľck. Gro√üe Stra√üe/Einm√ľndung M√ľnster Stra√üe. Zweigeschossiger Massivbau mit Walmdach und √ľbergiebelter Mittelachse, wohl aus der ersten H√§lfte des 19. Jahrhunderts.
  • R√∂m.-kath. St. Martinuskirche. Die r√∂misch-katholische St. Martinuskirche wurde in den Jahren 1928-1930 erbaut.
  • Ehrenmal. Das Ehrenmal auf dem Bramscher Berg, dem h√∂chsten Punkt dieser Stadt, ist ein Wahrzeichen. Es wurde vom Bramscher Architekten Friedrich Schroeder geplant und am 26. August 1934 eingeweiht. Es erinnert urspr√ľnglich an die 167 Bramscher Gefallenen des Ersten Weltkrieges. Sp√§ter wurden auch die Namen der Bramscher Gefallenen des Deutsch-franz√∂sischen Krieges (1870/71) angebracht. Nach umfangreichen Sanierungsarbeiten ist der 28 Meter hohe Aussichtsturm seit 2003 wieder der Allgemeinheit frei zug√§nglich.
  • NDR-Sendemast Schleptruper Egge. H√∂he: 234 Meter

Museen

  • Tuchmachermuseum. Im Tuchmachermuseum werden alle Maschinen in Funktion gezeigt, die zur Herstellung von Tuch ben√∂tigt werden, von der Verarbeitung der Rohwolle √ľber das Spinnen mit einer automatischen Spinnmaschine mit etwa 100 Spindeln, Spinning Mule bis zu einem Jacquard-Webstuhl mit Lochstreifen-Steuerung.
  • Museum und Park Kalkriese mit Informationen zur Varusschlacht

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Die Bundesautobahn 1 durchquert das Stadtgebiet in Nord-S√ľd-Richtung. An der Anschlussstelle Bramsche kreuzt sie die Bundesstra√üe 218, die nahe dem Stadtzentrum auf die Bundesstra√üe 68 trifft und mit dieser auf einer gemeinsamen Strecke verl√§uft.

Der Bahnhof Bramsche liegt an der Bahnstrecke Oldenburg‚ÄďOsnabr√ľck und an der Bahnstrecke Delmenhorst‚ÄďOsnabr√ľck √ľber Vechta. Beide Strecken werden im Stundentakt von der NordWestBahn betrieben.
In den Ortsteilen Achmer und Hesepe befinden sich weitere Haltepunkte, die jedoch nur von den Z√ľgen der Regionalbahnlinie Bremen‚ÄďDelmenhorst‚ÄďOsnabr√ľck im Stundentakt bedient werden.

Bramsche verf√ľgt √ľber einen Hafen am Mittellandkanal, der am s√ľdlichen Rand des Stadtgebiets verl√§uft.

Bei Bramsche liegt der Flugplatz Achmer.

Tourismus

Durch Bramsche f√ľhrt die 103 km lange Ferienstra√üe namens ‚ÄěBramgau-Route‚Äú.[2][3]

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

In Bramsche geboren sind:

Weitere Persönlichkeiten

Folgende Pers√∂nlichkeiten stammen nicht geb√ľrtig aus Bramsche, wirkten oder wirken aber in dieser Stadt:

Literatur

  • Hans-Werner Niemann: Leinenhandel im Osnabr√ľcker Land: Die Bramscher Kaufmannsfamilie Sanders, 1780-1850, Bramsche: Rasch, 2004.
  • Bramsche. Eine Stadtgeschichte. Herausgegeben von A. Gottlieb. Bramsche, Verlag Rud. Gottlieb.
  • Oskar Frommeyer: Chronik Bramscher Familien im Spiegel ihrer H√§user. 2 B√§nde. Bramsche 1957.
  • Hermann Frommeyer: Der Bramscher Gau und seine Siedlungen. Bramsche, Selbstverlag des Verfassers, 1955.
  • 100 Jahre Rud. Gottlieb. B√ľcher, Druckerei, Heimatverlag im Rahmen der Stadt, auch eine kleine Chronik von Bramsche 1887 - 1987.
  • Werner Dobelmann: Vergilbte Bl√§tter. Aus Bramsches Vergangenheit. Reprint erweitert mit Illustrationen. Bramsche, Verlag Rud. Gottlieb.
  • Bramsche - Stadt der Tuche, Leinen und Tapeten. Bramsche, Verlag Rud. Gottlieb, 1957.
  • Hans Simon: Aus Bramsches guter, alter Zeit. Ein Streifzug durch alte Urkunden und Erinnerungen. Bramsche, Verlag Rud. Gottlieb, 1950.
  • W. Hasemann: Norddeutsche Bauernh√∂fe in der Geschichte. Die Siedlungen im Kirchspiel Bramsche, Bezirk Osnabr√ľck und die wirtschaftlichen Verh√§ltnisse der H√∂fe bis zum Ende des 18. Jahrhunderts. Bramsche 1933.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. ‚ÜĎ Greselius¬†Gymnasium
  2. ‚ÜĎ Internetauftritt der Bramgau-Route im Osnabr√ľcker-Land
  3. ‚ÜĎ Volkshochschule Osnabr√ľck: Bramgau Route: Germanen, R√∂mer und Sachsen http://www.wos.vhs-osnabrueck.de/14819.asp

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