TSG 1899 Hoffenheim

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TSG 1899 Hoffenheim
1899 Hoffenheim
Logo TSG Hoffenheim.svg
Voller Name Turn- und Sportgemeinschaft
1899 Hoffenheim e. V.
Ort Sinsheim
GegrĂŒndet 1. Juli 1899
Vereinsfarben Blau-Weiß
Stadion Wirsol Rhein-Neckar-Arena
PlÀtze 30.150
PrÀsident Peter Hofmann
Trainer Holger Stanislawski
Homepage www.achtzehn99.de
Liga Bundesliga
2010/11 11. Platz
Trikotfarben
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Heim
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AuswÀrts

Die TSG 1899 Hoffenheim (offiziell: Turn- und Sportgemeinschaft 1899 Hoffenheim e. V.) ist ein Sportverein aus dem 3.300 Einwohner zĂ€hlenden Sinsheimer Stadtteil Hoffenheim. Bekannt ist der etwa 4500 Mitglieder (Stand: Juli 2009) zĂ€hlende Verein vor allem durch seine erste Fußball-Herrenmannschaft, die seit 2008 in der Bundesliga spielt. Neben den Herren spielen auch die A- und B-Junioren in der jeweils höchsten Spielklasse, 2008 konnten die B-Junioren erstmals die Deutsche U17-Meisterschaft gewinnen. Die Fußball-Frauen spielen in der 2. Bundesliga SĂŒd. Neben Fußball gibt es die Abteilungen Leichtathletik und Turnen.

Gefördert wird der Verein durch den SAP-MitbegrĂŒnder Dietmar Hopp, der in seiner Jugend selbst fĂŒr die TSG Hoffenheim spielte und dessen finanzielle UnterstĂŒtzung dem Verein zwischen 1990 und 2008 den Aufstieg aus der Kreisliga A bis in die Bundesliga ermöglichte.

Die Heimspiele der ersten Mannschaft finden in der im Januar 2009 eröffneten Rhein-Neckar-Arena in Sinsheim statt (derzeitiger Name: Wirsol Rhein-Neckar-Arena), zuvor waren das Dietmar-Hopp-Stadion in Hoffenheim und zwischenzeitlich auch das Carl-Benz-Stadion in Mannheim genutzt worden.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

1899 bis 1945 – Von den AnfĂ€ngen bis zur Fusion

Der Verein wurde am 1. Juli 1899 als Turnverein Hoffenheim gegrĂŒndet. Zu Beginn hatte der zunĂ€chst ausschließlich MĂ€nnern vorbehaltene Verein rund 35 Mitglieder, darunter 20 Aktive. Der GrĂŒndungsvorstand bestand aus dem Schneidermeister Jakob Wetzel als 1. Vorstand, sowie dem Schriftwart Wilhelm Gilbert, dem Beisitzer Friedrich Ludwig, dem Kassierer Heinrich Brecht und dem Turnwart Karl Epp. Der Verein trat zunĂ€chst sowohl dem Turngau Unterland Badenia als auch dem Gau Main-Neckar bei.

GeprĂ€gt war die Vereinsarbeit anfangs ausschließlich vom Turnen, wozu in der damaligen Zeit auch die Gymnastik und leichtathletische Disziplinen gehörten. Die ersten TurngerĂ€te wurden dem jungen Verein vom bereits 1861 gegrĂŒndeten TV Sinsheim leihweise ĂŒberlassen, um den Hoffenheimern den Beginn des Turnbetriebes zu ermöglichen. Geturnt wurde auf den GrundstĂŒcken verschiedener GaststĂ€tten. Das zehnjĂ€hrige JubilĂ€um im Jahr 1909 feierte man mit einem mehrtĂ€gigen Sportfest, an dem ĂŒber 500 Turner aus 23 Vereinen teilnahmen. Auf der Mitgliederversammlung vom 3. April 1913 beschloss der Verein, eine eigene Fahne zu erwerben, die mittels Spenden und Sammlungen im Ort finanziert wurde. Am 10. August desselben Jahres wurde die Fahne im Rahmen des in Hoffenheim stattfindenden Gauturnfests des Elsenz-Turngaues geweiht.

WĂ€hrend des Ersten Weltkriegs kam das Vereinsleben fast vollstĂ€ndig zum Erliegen, da die meisten Mitglieder zum MilitĂ€r eingezogen wurden. Von 92 Mitgliedern, die am Krieg teilnehmen mussten, waren 28 gefallen oder blieben vermisst. Schon wenige Wochen nach Kriegsende fand am 25. Januar 1919 die erste Generalversammlung nach dem Krieg statt, an der noch 33 Personen teilnahmen. Die Vereinsarbeit im Turnverein wurde wieder aufgenommen, hatte jedoch zu Beginn der 1920er Jahre einige Krisen zu ĂŒberstehen. Der Vorstand des Vereins bemĂ€ngelte fehlende Disziplin. Versammlungen sowie die sportlichen Angebote wurden nur noch von einer Minderheit der Vereinsmitglieder wahrgenommen.[1] Die in der Weimarer Republik um sich greifende Inflation trieb zudem die BeitragssĂ€tze enorm in die Höhe und schwĂ€chte die Vereinskasse.

Dem Fußball im Dorf widmete sich der 1920 gegrĂŒndete Fußballverein Hoffenheim. Dieser versuchte schon bald nach seiner GrĂŒndung einen Zusammenschluss mit dem Turnverein zu erreichen. Auf der Versammlung des Turnvereins am 6. MĂ€rz 1920 wurde die Entscheidung ĂŒber den Antrag des Hoffenheimer Fußballvereins zu einem Zusammenschluss der beiden Vereine vertagt und schließlich am 17. April 1920 abgelehnt, „da der Fußball-Verein schon wieder am Abnehmen sei“. Im Sommer 1922 versuchte der örtliche Fußballverein erneut die Fusion zu beantragen. Da der Fußballverein keine der von den Turnern gestellten Bedingungen erfĂŒllen konnte, erfolgte am 22. August 1922 eine erneute Absage durch den Turnverein.

Nach den missglĂŒckten Fusionsversuchen mit dem Fußballverein Hoffenheim begann in der Folge im Turnverein die Aufgliederung nach Sportarten und damit in Abteilungen. ZunĂ€chst wurde bei der Sitzung am 30. Januar 1926 eine Spielabteilung, in der alles außer Fußball gespielt werden durfte, gegrĂŒndet. Im Juli 1929 folgte eine Frauenabteilung im bis dahin ausschließlich MĂ€nnern vorbehaltenen Verein. Kurze Zeit spĂ€ter wurde eine Handballabteilung ins Leben gerufen.

Ebenfalls im Jahr 1929 wurde die Hoffenheimer Turn- und Gesangshalle eröffnet. Der Bau der neuen Halle ging auf einen gemeinsamen Beschluss des Turnvereins und des örtlichen Gesangsvereins vom Mai 1925 zurĂŒck. Die offizielle Einweihung erfolgte im Rahmen des aufgrund des 30-jĂ€hrigen VereinsjubilĂ€ums in Hoffenheim ausgetragenen Gauturnfestes im Juni 1929.

Mit Beginn des Nationalsozialismus schlossen sich auch die Hoffenheimer Vereine den neuen Machthabern an. Sie ĂŒbernahmen die allen Vereinen verordnete Einheitssatzung und wurden „gleichgeschaltet“. WĂ€hrend des Zweiten Weltkriegs wurde die örtliche Turnhalle von einem RĂŒstungsbetrieb genutzt und brannte gegen Ende des Krieges aus. Erst in den 1950er-Jahren wurden die SchĂ€den repariert und die Halle wieder fĂŒr den Sportbetrieb genutzt. Nach Kriegsende erfolgte im Mai 1945 die Fusion des Turnvereins mit dem Fußballverein Hoffenheim; daraus entstand als Nachfolgeverein die Turn- und Sportgemeinschaft 1899 Hoffenheim.

Spielzeit Liga Platz Ø Zuschauer
1986/87 Kreisliga A 5.
1987/88 Kreisliga A 1.
1988/89 Bezirksliga 15.
1989/90 Kreisliga A 13.

1945 bis 1990 – Unterklassiger Sport in der TSG Hoffenheim

Nachdem erst 1957 eine neue Vereinssatzung von der Mitgliederversammlung angenommen wurde, trat die TSG Hoffenheim dem Badischen Sportbund bei. Die Fußballer des neu gegrĂŒndeten Vereins wurden der Kreisklasse zugeordnet, die auch in den folgenden Jahrzehnten ĂŒberwiegend die sportliche Heimat der TSG Hoffenheim war. Die fußballerischen Erfolge zu jener Zeit waren bescheiden, aber dennoch vorhanden. Ende der 1950er und Anfang der 1960er Jahre klopfte die Mannschaft zweimal ans Tor zur 2. Amateurliga, musste jedoch beide Male andere Teams aufgrund eines schwachen Saisonendspurts an sich vorbeiziehen lassen. 1965 stand man im Halbfinale des Kreispokals, unterlag dort jedoch der damals drittklassig spielenden SpVgg Ilvesheim.

Nach der mit EinfĂŒhrung der Fußball-Oberliga Baden-WĂŒrttemberg stattfindenden Spielklassenstrukturreform im Jahr 1978 pendelte Hoffenheim zwischen Kreis- und Bezirksliga.

1990 bis 2001 – Von der Kreisklasse in die Regionalliga

Spielzeit Liga Platz Ø Zuschauer
1990/91 Kreisliga A 1.
1991/92 Bezirksliga 1.
1992/93 Landesliga[2] 7.
1993/94 Landesliga 5.
1994/95 Landesliga 3.
1995/96 Landesliga 1.
1996/97 Verbandsliga 9.
1997/98 Verbandsliga 3.
1998/99 Verbandsliga 2.
1999/00 Verbandsliga 1.
2000/01 Oberliga 1. 1.457

Nach der 2:3-Niederlage der TSG Hoffenheim im Relegationsspiel gegen den FC Stebbach und dem Abstieg aus der Bezirksliga in die A-Klasse im Jahr 1989 beschloss SAP-MitbegrĂŒnder und MilliardĂ€r Dietmar Hopp, seinen Heimatverein, bei dem er in der Jugend als StĂŒrmer gespielt hatte, als MĂ€zen finanziell zu unterstĂŒtzen.[3] Als kleine Sensation galt die Verpflichtung von Erwin Rupp.[4] Es folgten der Aufstieg in die Bezirksliga Sinsheim 1991 und im darauffolgenden Jahr in die Landesliga Rhein-Neckar. 1996 gelang der Aufstieg in die Verbandsliga Baden.

WĂ€hrend die TSG Hoffenheim im ersten Verbandsligajahr noch einen Mittelfeldplatz belegte, griff sie im zweiten Jahr bereits in den Kampf um den Oberligaaufstieg ein und belegte am Ende der Saison den dritten Platz. In der Saison 1998/99 wurde Hoffenheim Vizemeister und qualifizierte sich fĂŒr die Aufstiegsspiele zur Oberliga Baden-WĂŒrttemberg. Hier traf man auf den SV Linx, den Zweiten der Verbandsliga SĂŒdbaden. Nach einer 0:2-Niederlage im Hinspiel und einem 3:1 im RĂŒckspiel unterlag die TSG Hoffenheim im Elfmeterschießen und verpasste somit erneut den Aufstieg.

In der darauf folgenden Saison war das Ziel der TSG Hoffenheim, die seit 1999 in einem von Dietmar Hopp finanzierten neuen Stadion spielte, der Aufstieg in die Oberliga. Nach einer 1:2-Niederlage gegen den SV 98 Schwetzingen am 2. Spieltag wurde der erst seit MĂ€rz tĂ€tige Trainer GĂŒnter Hillenbrand durch Riko Weigang abgelöst. Nachdem auch dieser im MĂ€rz 2000 den Verein verlassen musste, gelang unter dem neuen Trainer Alfred Schön als Meister vor dem punktgleichen SV Waldhof Mannheim II der Aufstieg in die Oberliga Baden-WĂŒrttemberg.

Mit Hans-Dieter Flick als Trainer startete die TSG Hoffenheim mit einem 3:0-Erfolg beim VfL Kirchheim/Teck in die Oberligasaison 2000/01. Bereits nach dem zweiten Spieltag ĂŒbernahm man die TabellenfĂŒhrung. Nachdem die TSG diese zwischenzeitlich wieder abgeben musste, lag man zur Winterpause mit fĂŒnf Punkten Vorsprung vor dem zweitplatzierten SV Sandhausen an der Tabellenspitze. Am 21. Spieltag kam es in Sandhausen zum direkten Aufeinandertreffen der beiden Konkurrenten, welches die TSG mit 0:5 verlor. Es folgte ein Endspurt mit 13 Spielen ohne Niederlage. Am Ende wurde der Verein als Neuling auf Anhieb Oberligameister und spielte daraufhin in der Regionalliga SĂŒd.

2001 bis 2005 – Etablierung in der Regionalliga

Spielzeit Liga Platz Ø Zuschauer
2001/02 Regionalliga 13. 2.061
2002/03 Regionalliga 5. 1.649
2003/04 Regionalliga 5. 1.878
2004/05 Regionalliga 7. 1.926

Nachdem die TSG Hoffenheim nach der ersten Regionalligasaison noch den 13. Tabellenplatz belegt hatte, beendete der Verein die folgenden Spielzeiten im vorderen Tabellendrittel. Im Oktober 2002 kamen mit Christian Möckel und Norbert Hofmann zwei ehemalige Bundesligaprofis zur TSG, die bis dahin vorwiegend junge Spieler aus der Region verpflichtet hatte. Von 2002 bis 2005 wurde die TSG viermal in Folge badischer Pokalsieger und nahm hierdurch am DFB-Pokal teil. In der Saison 2003/04 erreichte die TSG das Viertelfinale in diesem Wettbewerb, wo sie sich dem VfB LĂŒbeck geschlagen geben musste. Zuvor war unter anderem Bundesligist Bayer Leverkusen besiegt worden.

Zwar hatte sich die TSG Hoffenheim in diesen Jahren in der Drittklassigkeit etablieren können, war jedoch zu keiner Zeit in der Lage, ernsthaft um den Aufstieg in die Zweite Bundesliga mitzuspielen. Vor der Saison 2004/05 wurden Profibedingungen eingefĂŒhrt, um mit den anderen Vereinen mithalten zu können.[5] Mit Platz sieben wurde der Aufstieg jedoch erneut deutlich verfehlt.

Mit der Auslagerung der Fußballabteilung in die TSG Hoffenheim Fußball-Spielbetriebs GmbH[6] im Jahr 2005 erhöhte MĂ€zen Hopp den Einsatz fĂŒr das Projekt „Profifußball in der Rhein-Neckar-Region“ deutlich. Er schlug vor, zur BĂŒndelung der KrĂ€fte in der Region die Vereine TSG Hoffenheim, FC-Astoria Walldorf und SV Sandhausen zu einem FC Heidelberg 06 zu fusionieren. FĂŒr ein gemeinsames neues Stadion war dabei fĂŒr ihn der Standort Heidelberg aus Namens- und ImagegrĂŒnden erste Wahl; dort wollte er den Bau eines bundesligatauglichen Stadions finanzieren. Dieses Vorhaben scheiterte jedoch am Widerstand der Vereine aus Walldorf und Sandhausen sowie, nach schwierigen Verhandlungen, an der Standortfrage des neuen Stadions in Heidelberg. Dort kollidierten die StadionplĂ€ne mit der Absicht der Eppelheimer Wild-Werke, auf dem vorgesehenen Standort ihre ProduktionsflĂ€che zu erweitern, was fĂŒr die betroffenen StĂ€dte zusĂ€tzliche ArbeitsplĂ€tze bedeuten könnte.[7] Aus Kosten- und ZeitgrĂŒnden wurden alternative Standorte in Heidelberg nicht weiter verfolgt und stattdessen ein verkehrsgĂŒnstiger Standort in einem Gewerbegebiet der Stadt Sinsheim, zu der Hoffenheim gehört, ausgewĂ€hlt.[8]

2005 bis 2008 – Großinvestitionen und Aufstieg in die Bundesliga

Auch sportlich brachte die Saison 2005/06 einen spĂŒrbaren Umbruch mit sich. Um die PlĂ€ne des Vereins zum Aufstieg in die Zweite Bundesliga zu unterstĂŒtzen, ĂŒbernahm im August 2005 der frĂŒhere Nationalspieler Karlheinz Förster aus dem nahen Schwarzach das sportliche Management als Berater. Nach einer Heimniederlage gegen die zweite Mannschaft des VfB Stuttgart im November 2005 geriet der angepeilte Aufstieg jedoch in Gefahr. Trainer Flick wurde trotz seines bis zum Jahr 2010 laufenden Vertrages entlassen und im Dezember 2005 durch Lorenz-GĂŒnther Köstner ersetzt. Dieser trat nach dem verpassten Aufstieg Ende der Saison 2005/06 ebenfalls zurĂŒck. Wenig spĂ€ter verließ auch Förster den Verein.

Spielzeit Liga Platz Ø Zuschauer
2005/06 Regionalliga 4. 2.301
2006/07 Regionalliga 2. 3.022
2007/08 2. Bundesliga 2. 5.978
2008/09 1. Bundesliga 7. 28.076[9]
2009/10 1. Bundesliga 11. 29.688[10]
2010/11 1. Bundesliga 11. 29.871[11]
grĂŒn unterlegt: Aufstieg
orange unterlegt: Abstieg

Zur Spielzeit 2006/07 wurde Ralf Rangnick Trainer in Hoffenheim. Zudem wurden der ehemalige Hockey-Bundestrainer Bernhard Peters als Direktor fĂŒr Sport- und Nachwuchsförderung, Jan Schindelmeiser als Manager und Hans-Dieter Hermann, der auch fĂŒr die deutsche Fußballnationalmannschaft tĂ€tig ist, als Mannschaftspsychologe verpflichtet. Ausgestattet mit langfristigen VertrĂ€gen sollten die vier die weitere Entwicklung des Vereins vorantreiben.

Ralf Rangnick, 2006–2010 Cheftrainer bei der TSG Hoffenheim

Mit der neuen sportlichen Leitung und namhaften Neuverpflichtungen wie Francisco Copado oder Jochen Seitz erreichte die TSG Hoffenheim bereits in Rangnicks erster Saison als Tabellenzweiter den Aufstieg in die 2. Bundesliga. Zur neuen Saison firmierte der Club aus MarketinggrĂŒnden als 1899 Hoffenheim, da Turn- und Sportgemeinschaft laut Verein „zu altbacken“ klinge.[12] Der offizielle Vereinsname blieb jedoch bestehen.

Im Zusammenhang mit den sportlichen Erfolgen Ă€nderte sich das Bild des Vereins. Wurde die Entwicklung der TSG wegen ihrer langfristig angelegten Jugendförderung bis dahin eher wohlwollend verfolgt, beobachtete die Öffentlichkeit den Verein nun zunehmend kritisch. Sowohl seitens der Presse[13][14] als auch von manchen gegnerischen Fans[15], vereinzelt aber auch von Offiziellen anderer Vereine wie dem Mainzer Manager Christian Heidel[16] wurde kritisiert, dass mit der TSG kein „Traditionsverein“ finanziell unterstĂŒtzt werde, sondern ein „Dorfverein“ ohne gewachsene Fankultur und Zuschauerhintergrund. Zudem seien dem Verein sportliche Erfolge ermöglicht worden, die ohne die außergewöhnliche finanzielle UnterstĂŒtzung des MĂ€zens undenkbar wĂ€ren. Beispielsweise gab die TSG zur Saison 2007/08 mehr Geld fĂŒr Neuverpflichtungen aus als alle ĂŒbrigen Zweitligisten zusammen. So wurden im Laufe der Zweitligasaison unter anderem die Juniorennationalspieler Carlos Eduardo aus Brasilien und der Nigerianer Obasi sowie der österreichische Nationalspieler Andreas Ibertsberger verpflichtet.[17] In den Medien wurde der Verein wegen der finanziellen Zuwendungen durch Hopp als „Retortenklub“[18] charakterisiert.

Die Planungen der VereinsfĂŒhrung ließen den Sportlern bis 2010 Zeit fĂŒr den Aufstieg, doch der sportliche Erfolg stellte sich schneller ein. Nach einem mĂ€ĂŸigen Start in der Saison 2007/08 startete die TSG zu Beginn der RĂŒckrunde mit einer Serie von sieben Siegen in Folge auf einen Aufstiegsplatz durch. Zudem erreichte der Verein zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte das Viertelfinale im DFB-Pokal, unterlag dort jedoch Borussia Dortmund auswĂ€rts mit 1:3. Trotz einer leichten SchwĂ€cheperiode gegen Mitte der RĂŒckrunde erreichte die TSG zum Saisonende den zweiten Tabellenplatz und damit als Neuling den sofortigen Aufstieg in die Bundesliga. Dabei konnte vor allem die Hoffenheimer Offensive ĂŒberzeugen: Die NeuzugĂ€nge Obasi und Ba erzielten jeweils zwölf Treffer, Copado steuerte zehn Tore bei.

Seit 2008 – Bundesliga

Auch in der Fußball-Bundesliga setzte der Club zunĂ€chst seinen Höhenflug fort. Durch eine starke Offensive, an der vor allem Vedad IbiĆĄević mit 18 Toren einen großen Anteil hatte, wurde Hoffenheim nach einem Remis am 17. Spieltag gegen den FC Schalke 04 Herbstmeister. In der Winterpause wurde die Mannschaft durch Torwart Timo Hildebrand ergĂ€nzt, der ablösefrei vom FC Valencia verpflichtet wurde; bis zum Saisonende lieh man darĂŒber hinaus den brasilianischen Verteidiger FabrĂ­cio von Flamengo Rio de Janeiro sowie StĂŒrmer Boubacar Sanogo von Werder Bremen aus, Letztgenannten wegen einer Kreuzbandverletzung von IbiĆĄević. In der RĂŒckrunde konnte die Mannschaft jedoch nicht an die Leistungen der Hinrunde anknĂŒpfen, konnte zwölf Spiele in Folge nicht gewinnen und belegte in der Abschlusstabelle den 7. Platz.

Nach dem Aufstieg rĂŒckten einige Spieler schnell in das Blickfeld von Bundestrainer Löw. So war Marvin Compper am 19. November 2008 der erste Hoffenheimer, der fĂŒr die deutsche Fußballnationalmannschaft spielte. Ihm folgte am 11. Februar 2009 Andreas Beck, der am 28. MĂ€rz erstmals ein Pflichtspiel bei der WM-Qualifikation absolvierte. Dritter deutscher Nationalspieler wurde Tobias Weis, der am 2. Juni 2009 sein DebĂŒt feierte.

Nachdem die TSG Hoffenheim ihre zweite Bundesliga-Saison auf Tabellenplatz 11 abschloss, verließ Schindelmeiser den Verein am Saisonende.[19] Ernst Tanner, der bis dahin als Leiter des Nachwuchszentrums fungiert hatte, wurde sein Nachfolger. Im Januar 2011 trennte sich der Verein nach internen Streitigkeiten um den Transfer von Luiz Gustavo von Cheftrainer Ralf Rangnick, Nachfolger wurde bis Saisonende Marco Pezzaiuoli. Die Saison 2010/11 schloss man nach sportlich durchwachsenem Saisonverlauf – auf einen guten Beginn folgte die stetige Durchreichung nach hinten – wie ein Jahr zuvor auf dem elften Platz ab. Zur Saison 2011/12 ĂŒbernahm Holger Stanislawski den Posten des Cheftrainers, sein Vertrag lĂ€uft bis Juni 2014.

Namen und Zahlen

Erfolge

FunktionÀre

  • PrĂ€sident: Peter Hofmann
  • Manager: Ernst Tanner
  • GeschĂ€ftsfĂŒhrer: Jochen A. Rotthaus, Ernst Tanner, Frank Briel
  • Direktor fĂŒr Sport- und Nachwuchsförderung: Bernhard Peters

Aktueller Kader 2011/12

Tor Abwehr Mittelfeld Angriff
01 Daniel Haas DeutschlandDeutschland
30 Koen Casteels BelgienBelgien
33 Tom Starke DeutschlandDeutschland
02 Andreas Beck KapitÀn der Mannschaft DeutschlandDeutschland
03 Matthias Jaissle DeutschlandDeutschland
05 Marvin Compper DeutschlandDeutschland FrankreichFrankreich
13 Daniel Williams Vereinigte StaatenVereinigte Staaten DeutschlandDeutschland
16 Fabian Johnson Vereinigte StaatenVereinigte Staaten DeutschlandDeutschland
25 Isaac Vorsah GhanaGhana
26 Andreas Ibertsberger OsterreichÖsterreich
28 Edson Braafheid NiederlandeNiederlande SurinameSuriname
29 Jannik Vestergaard DanemarkDĂ€nemark
37 Manuel Gulde DeutschlandDeutschland
06 Sebastian Rudy DeutschlandDeutschland
07 Boris Vukčević DeutschlandDeutschland KroatienKroatien
11 Gylfi SigurĂ°sson IslandIsland
17 Tobias Weis DeutschlandDeutschland
21 Dominik Kaiser DeutschlandDeutschland
22 Roberto Firmino BrasilienBrasilien
23 Sejad Salihović Bosnien und HerzegowinaBosnien und Herzegowina
08 Knowledge Musona SimbabweSimbabwe
09 Sven Schipplock DeutschlandDeutschland
10 Ryan Babel NiederlandeNiederlande SurinameSuriname
15 Peniel Mlapa DeutschlandDeutschland TogoTogo
19 Vedad Ibiơević Bosnien und HerzegowinaBosnien und Herzegowina
20 Chinedu Obasi NigeriaNigeria
34 Denis Thomalla DeutschlandDeutschland

Komplette Auflistung aller Spieler der TSG 1899 Hoffenheim seit deren Aufstieg in die Oberliga im Jahr 2000

Transfers 2011/2012

ZugÀnge AbgÀnge

Trainer- und Betreuerstab in der Saison 2011/12

Name Funktion
Trainerstab
Holger Stanislawski Chef-Trainer
André Trulsen Co-Trainer
Klaus-Peter Nemet Co-Trainer
Christof Elser Athletiktrainer
Yannick Obenauer Athletiktrainer
Zsolt Petry Torwart-Trainer
Medizinische Abteilung
Henning Ott Mannschaftsarzt
Christian Neitzert Physiotherapeut
Thomas Schuster Physiotherapeut
Peter Geigle Physiotherapeut

Rekordspieler und -torschĂŒtzen

Der Spieler mit den meisten EinsĂ€tzen fĂŒr Hoffenheim seit dem Oberliga-Aufstieg 2000 ist Marcel Throm mit 190 Liga- und 8 Pokalspielen bis zu seinem Weggang 2007. Von den derzeit im Kader stehenden Spielern sind Sejad Salihović mit 147, gefolgt von Marvin Compper mit 114 und Vedad Ibisevic mit 113 Ligaspielen am hĂ€ufigsten fĂŒr Hoffenheim aufgelaufen. Die meisten Tore fĂŒr die TSG von den derzeit aktiven Spielern, erzielte IbiĆĄević mit bisher 43 Liga- und 5 Pokaltoren fĂŒr Hoffenheim. Die ewige TorschĂŒtzenliste des Vereins fĂŒhrt der heutige Betreuer Heinz Seyfert an, der in 28 Jahren ĂŒber 200 Tore erzielte.[4]

Amateurfußball

Saisondaten seit 2000
Spielzeit Liga Platz
2000/01 Landesliga 1.
2001/02 Verbandsliga 2.
2002/03 Verbandsliga 2.
2003/04 Oberliga 10.
2004/05 Oberliga 08.
2005/06 Oberliga 06.
2006/07 Oberliga 08.
2007/08 Oberliga 05.
2008/09 Oberliga 02.
2009/10 Oberliga 01.
2010/11 Regionalliga 05.
grĂŒn unterlegt: Aufstieg

Geschichte

Die zweite Herrenmannschaft des Vereins wurde 1992 gegrĂŒndet und spielte zunĂ€chst in der Kreisliga B. Zwischen 1998 und 2001 gelangen der Mannschaft vier Aufstiege in Folge und damit der Sprung von der Kreisliga B in die Verbandsliga Baden. Bereits im ersten Verbandsligajahr wurde die Mannschaft Zweiter, scheiterte aber wie die erste Mannschaft einige Jahre zuvor in der Oberligarelegation am SV Linx. Im zweiten Jahr gelang schließlich der Aufstieg in die Oberliga, als man erneut Vizemeister der Verbandsliga Baden wurde und sich in den Relegationsspielen gegen die Zweitplatzierten der Verbandsligen SĂŒdbaden und WĂŒrttemberg – den FC Emmendingen bzw. den Heidenheimer SB – durchsetzen konnte.

Seit dem Aufstieg 2003 spielte die TSG Hoffenheim II in der Oberliga Baden-WĂŒrttemberg und belegte hier meist PlĂ€tze im Tabellenmittelfeld. In der Spielzeit 2007/08 wurde die Mannschaft FĂŒnfter und verpasste den fĂŒr die Qualifikation zur Regionalliga SĂŒd notwendigen vierten Platz nur knapp. In der Saison 2008/09 reichte auch ein zweiter Platz nicht zum Aufstieg, da nur der Meister, die SG Sonnenhof Großaspach, aufstiegsberechtigt war. In der Spielzeit 2009/10 gelang der „Zweiten“ der TSG 1899 der Gewinn des Meistertitels in der Oberliga und damit der Aufstieg in die Regionalliga.

Von 2007 bis 2009 wurde die zweite Mannschaft, die auch als U23-Team bezeichnet wird, vom frĂŒheren Bundesligaprofi Rainer Scharinger trainiert. Von Mai 2009 bis zum Saisonende fungierte Guido Streichsbier als Interimstrainer. Unter dem neuen Trainer Markus Gisdol gelang in der Saison 2009/10 der Aufstieg in die Regionalliga SĂŒd.

HeimspielstÀtte ist das Dietmar-Hopp-Stadion, in dem bis zum Aufstieg in die 1. Bundesliga auch die Spiele der ersten Mannschaft ausgetragen wurden.

GrĂ¶ĂŸte Erfolge

Jugendfußball und Nachwuchsförderung

Geschichte

Insgesamt verfĂŒgt die TSG 1899 Hoffenheim ĂŒber 22 Jugendmannschaften, davon zwölf Jungen- und zehn MĂ€dchenmannschaften. Die A- und B-Junioren des Vereins spielen in der jeweils höchsten Spielklasse, der U19- bzw. der U-17-Bundesliga.

Die A-Junioren stiegen 2005 in die U19-Bundesliga auf und schlossen die bisherigen Spielzeiten auf PlÀtzen der unteren TabellenhÀlfte ab. 2006 und 2008 wurden die Hoffenheimer in der 14 Mannschaften umfassenden Liga jeweils Neunter. 2007 belegten sie den zehnten Platz in der Abschlusstabelle.

Seit ihrem Aufstieg in die Regionalliga im Jahr 2005 spielen die B-Junioren unter ihrem Trainer Guido Streichsbier in der höchsten deutschen Juniorenspielklasse. 2007 qualifizierten sie sich fĂŒr die neu gegrĂŒndete U17-Bundesliga. In der Premierensaison wurde die B-Juniorenmannschaft Meister der Bundesliga-Staffel SĂŒd/SĂŒdwest und erreichte damit die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft. Dort war sie im Finale im heimischen Dietmar-Hopp-Stadion mit 6:4 gegen Borussia Dortmund erfolgreich, nachdem im Halbfinale bereits Hertha BSC besiegt worden war, und wurde Deutscher Meister der B-Jugend. Sieben Spieler der Meistermannschaft, darunter die beiden Jugendnationalspieler Manuel Gulde und Marcel Gruber, kamen zur Saison 2007/08 vom VfL Neckarau, dem im Gegenzug von der Dietmar-Hopp-Stiftung ein Kunstrasenplatz finanziert wurde.

Basis der Hoffenheimer Jugendarbeit ist das seit 2001 existierende Förderprogramm „Anpfiff ins Leben“, dessen Konzept vom frĂŒheren Nationaltrainer JĂŒrgen Klinsmann als deutschlandweit einmalig und wegweisend bezeichnet wurde. Hierbei werden im Jugendförderzentrum im benachbarten Zuzenhausen talentierte Jugendspieler und -spielerinnen fußballerisch an den Leistungsbereich herangefĂŒhrt. Neben der Trainerarbeit und den sportlichen Einrichtungen bietet das Jugendförderkonzept auch ein Coaching hinsichtlich der schulischen und beruflichen Entwicklung, sowie die Entwicklung der sozialen Kompetenz der Jugendlichen. So stehen dem Nachwuchs neben Privatschulen auch Mentoren des Softwareunternehmens SAP zur VerfĂŒgung, die Patenschaften fĂŒr die Jugendlichen ĂŒbernehmen.[20] Aufgrund des Förderkonzepts wurde dem mit der TSG zusammenarbeitenden Verbund aus fĂŒnf Schulen der Umgebung am 10. Juli 2008 das seit 2006 vom DFB vergebene Zertifikat Eliteschule des Fußballs verliehen.[21] Dennoch Ă€ußerte sich Vereins-MĂ€zen Hopp Anfang 2011 kritisch zur Jugendarbeit des Vereins, aus der „enttĂ€uschend wenig bisher gekommen“ sei.[22]

Der TSG Hoffenheim wird gelegentlich vorgeworfen, junge Talente anderer Vereine abzuwerben.[23] Der Verein verweist anlĂ€sslich solcher VorwĂŒrfe darauf, dass dies gĂ€ngige Praxis im Profibetrieb der Bundesliga sei.

GrĂ¶ĂŸte Erfolge

Frauenfußball

Geschichte

Saisondaten seit 2006
Spielzeit Liga Platz
2006/07 Landesliga Baden 1.
2007/08 Verbandsliga Baden 1.
2008/09 Oberliga Baden-WĂŒrttemberg 1.
2009/10 Regionalliga SĂŒd 1.
2010/11 2. Bundesliga SĂŒd 3.
grĂŒn unterlegt: Aufstieg

Die Frauenfußballsparte der TSG 1899 Hoffenheim geht zurĂŒck auf die im Jahr 2000 gegrĂŒndete MĂ€dchenfußball-Spielgemeinschaft 1. FC MĂŒhlhausen/VfB St. Leon, die sich in der Folgezeit durch zahlreiche Meisterschaften und Pokalsiege schnell zur Nummer eins im badischen MĂ€dchenfußball entwickelte und zur Saison 2006/07 erstmals eine Frauenmannschaft an den Start schickte.

Am 1. Juli 2007 ĂŒbernahm die TSG 1899 Hoffenheim die Fußballerinnen der aufgelösten Spielgemeinschaft 1. FC MĂŒhlhausen/VfB St. Leon. Die erste Mannschaft startete in der Verbandsliga Baden, die zweite in der Landesliga. Ziel ist wie bei den MĂ€nnern der Aufstieg in die Bundesliga. Bereits im ersten Spieljahr unter neuem Namen wurde die erste Mannschaft unter ihrem Trainer JĂŒrgen Ehrmann 2008 ĂŒberlegen Meister der Verbandsliga und schaffte den Aufstieg in die Oberliga Baden-WĂŒrttemberg. Zudem sorgte der Verein fĂŒr ein Novum, da im Finale des badischen Landespokals die erste Mannschaft der TSG auf die zweite Mannschaft traf und dabei mit 8:2 gewann, ein KunststĂŒck, das 2009 wiederholt werden konnte.[24] Auch in der Oberliga schaffte die TSG den Durchmarsch und wurde Meister. In der Saison 2009/10 wurde man erneut Meister, diesmal in der Regionalliga, und stieg somit in die 2. Bundesliga auf. Dort stieg man erstmals seit 2007 nicht direkt in die nĂ€chste Liga auf, sondern belegte am Ende der Saison 2010/11 den dritten Platz.

Die Heimspiele der Frauen werden auf dem Sportplatz des VfB St. Leon ausgetragen.

GrĂ¶ĂŸte Erfolge

  • Meister der Regionalliga SĂŒd: 2010
  • Meister der Oberliga Baden-WĂŒrttemberg: 2009
  • Meister der Verbandsliga Baden: 2008
  • Badischer Pokalsieger: 2008, 2009
  • Deutscher Vizemeister der B-Juniorinnen: 2010

Stadion und Infrastruktur

In den Anfangszeiten des Turnvereins trafen sich die Mitglieder zum Turnen auf den GrundstĂŒcken verschiedener Hoffenheimer GaststĂ€tten. 1929 wurde die Turnhalle eingeweiht, die gegen Ende des Zweiten Weltkriegs zerstört wurde und erst in den 1950er Jahren wieder genutzt werden konnte.

Die Fußballer hatten zunĂ€chst keinen eigenen festen Spielplatz. 1968 wurde der Sportplatz im Rot errichtet, auf dem die TSG Hoffenheim fortan ihre Heimspiele austrug. Von 1968 bis 1971 erbaute der Verein in unmittelbarer Nachbarschaft zum Sportplatz sein eigenes Clubhaus. Die Einweihung erfolgte im Rahmen der Feierlichkeiten zum 50-jĂ€hrigen Bestehen der Fußballsparte der TSG. Dieses erste Clubhaus wurde bis zum Abriss 1999 genutzt.

Die Wirsol Rhein-Neckar-Arena

Zum 100. Geburtstag des Vereins im Jahr 1999 wurde das Dietmar-Hopp-Stadion, das vollstĂ€ndig aus Hopps Privatvermögen finanziert wurde, eingeweiht und dem Verein geschenkt. Das zunĂ€chst 5.000 Zuschauer fassende Stadion wurde im Sommer 2007 nach dem Aufstieg in die 2. Fußball-Bundesliga umgebaut und auf ein Fassungsvermögen von 6.350 Zuschauern erweitert. FĂŒr die 1. Bundesliga genĂŒgte das Stadion jedoch nicht den Anforderungen der Deutschen Fußball Liga (DFL). Deshalb wich die Mannschaft in der Hinrunde der Bundesliga-Saison 2008/09 vorĂŒbergehend in das Mannheimer Carl-Benz-Stadion aus. Um die Auflagen der DFL zu erfĂŒllen, wurde in dem 27.000 Zuschauer fassenden Stadion eine 400.000 Euro teure Videowand installiert und weitere 600.000 Euro in die bauliche ErtĂŒchtigung, MedienarbeitsplĂ€tze und Sicherheitseinrichtungen investiert. Die Kosten ĂŒbernahm als StadioneigentĂŒmerin die Stadt Mannheim im Vorgriff auf einen Sponsor-Vertrag mit der Daimler AG.[25]

Schloss Agnestal vor dem Umbau

Parallel zum Umbau des mit dem Aufstieg des Vereins in die 1. Bundesliga nur noch fĂŒr Spiele der zweiten Mannschaft und der Junioren genutzten Dietmar-Hopp-Stadions wurde 2007 mit dem Neubau der Bundesliga-tauglichen Wirsol Rhein-Neckar-Arena an der A 6 bei Sinsheim begonnen, welche am 24. Januar 2009 nach 22 Monaten Bauzeit mit dem Eröffnungsspiel der TSG Hoffenheim gegen eine Auswahl der Rhein-Neckar-Region festlich eröffnet wurde. Die Arena war auch Schauplatz der Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen 2011.

Im Nachbarort Zuzenhausen wurde das Schloss Agnestal zu einem 15 Millionen Euro teuren Trainings- und Klubzentrum samt Fußballinternat und GeschĂ€ftsstelle umgebaut, welches die TSG im FrĂŒhjahr 2010 bezogen hat. Eine FlĂ€che von 7500 Quadratmetern wurde auf dem insgesamt 16 Hektar umfassenden GelĂ€nde fĂŒr TrainingsplĂ€tze nutzbar gemacht, wĂ€hrend die ReprĂ€sentations- und FunktionsstĂ€tten der TSG Hoffenheim im Schloss sowie den ehemaligen WirtschaftshĂ€usern untergekommen sind. Der Verein verfĂŒgt damit ĂŒber eines der modernsten Trainingszentren Deutschlands.[26]

Zuschauer und Fans

2. Liga-Begegnung gegen VfL OsnabrĂŒck im Dietmar-Hopp-Stadion (2007)

Mit dem zunehmenden Erfolg stieg auch das Interesse der Zuschauer an den Spielen der TSG Hoffenheim. Nachdem der Zuschauerschnitt in den ersten Regionalligajahren um die 2.000 Besucher pendelte, brachte es der Verein im Aufstiegsjahr 2006/07 auf 3.022 Zuschauer im Schnitt. In der Zweitligasaison 2007/08 war das Dietmar-Hopp-Stadion fast immer ausverkauft. Der Besucherschnitt wurde auf knapp 6.000 Zuschauer gesteigert, was aufgrund der geringen StadionkapazitĂ€t dennoch den letzten Platz in der Zuschauertabelle der 2. Bundesliga bedeutete. Vor der ersten Bundesligasaison konnte 1899 Hoffenheim bereits nach zwei Vorverkaufstagen ĂŒber 10.000 Dauerkarten absetzen.[27] Der Dauerkartenverkauf wurde nach kurzer Zeit vorzeitig gestoppt, um noch genĂŒgend Tageskarten anbieten zu können. Der Zuschauerschnitt in der Saison 2008/09 belief sich auf 28.076, womit die TSG auf Platz 12 der Bundesligisten lag.

Seit der Saison 2001/02 gibt es eine organisierte Fanszene. Nach dem Aufstieg in die Regionalliga wurde der Zwinger-Club als erster Fanclub der TSG Hoffenheim gegrĂŒndet. Mit den Bluedragons Hoffenheim und den TSG-Kellerfreunde Neckarbischofsheim kamen 2006 und 2007 zwei weitere hinzu. Der Verein hat inzwischen mehr als 100 offizielle Fanclubs[28], unter anderem in Australien, Berlin und Hamburg. Im Dietmar-Hopp-Stadion war der Kern der Hoffenheimer Fans im Block B auf der OsttribĂŒne angesiedelt, in der Wirsol Rhein-Neckar-Arena ist er es auf der einzigen StehplatztribĂŒne, der Bitburger SĂŒdkurve.

Das Maskottchen der TSG ist ein Elch namens „Hoffi“.

Sponsoren

Haupt- und Trikotsponsor der TSG 1899 Hoffenheim ist das Photovoltaikunternehmen Suntech.[29] Vorherige Hauptsponsoren waren TV DIGITAL, SĂŒdbest sowie die Mannheimer Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft.

Daneben wurde ein Sponsoren-Pool geschaffen, dessen Mitglieder sich als Offizieller Partner des Vereins bezeichnen dĂŒrfen. Die Partner sind in einer Sponsorenpyramide, in der Premium Partner ĂŒber den normalen Team Partnern und den in der Pyramide noch weiter unten befindlichen Service- und Medienpartnern eingeordnet. Je nach Art Partnerschaft werden dem Sponsor bestimmte Rechte zugestanden. Neben vielen weiteren ist auch SAP, das ehemalige Unternehmen Hopps, ein Sponsor.[30]

Nachdem die Partnerschaft mit Nike beendet wurde, ist Puma seit dem 1. Juli 2008 AusrĂŒster von 1899 Hoffenheim. Mit dem Unternehmen wurde ein bis 2014 datierter AusrĂŒstervertrag abgeschlossen, der neben der Lizenzmannschaft auch das U23-Team sowie alle Jugend- und Frauenmannschaften umfasst.[31]

Der reine Personaletat von Hoffenheim betrug in der ersten Bundesliga-Saison 23 Mio. Euro. Der Gesamtetat belĂ€uft sich nach Angaben von MĂ€zen Dietmar Hopp auf rund 40 Mio. Euro.[32] Hopp hat in einem Interview erklĂ€rt, er habe zwischen 2000 und 2008 insgesamt rund 175 Mio. Euro in den Verein investiert, davon insgesamt rund 90 Mio. Euro in das Dietmar-Hopp-Stadion, die Rhein-Neckar-Arena und das neue Trainingszentrum in Zuzenhausen, sowie 25 Mio. Euro fĂŒr SpielereinkĂ€ufe.[33] Anfang 2011 korrigierte Hopp diese Angaben auf etwa 240 Millionen Euro, die er in den Verein investiert habe. Davon sein allein 65 Millionen Euro zum Ausgleich der von 2007 bis 2009 erwirtschafteten Verluste im operativen GeschĂ€ft und weitere 16,6 Millionen Euro fĂŒr Verluste aus dem Jahr 2010 gezahlt worden.[34] FĂŒr 2011 kĂŒndigte Hopp abermalige Verluste in Höhe von sieben Millionen Euro an.[34]

Andere Sportarten

Wie viele andere Vereine in Deutschland, entstand der heute vor allem fĂŒr seine Fußballabteilung bekannte Verein aus einem Turnverein heraus. Das Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts weit verbreitete Turnen war zunĂ€chst HauptstĂŒtze des Vereins. Neben Leichtathletik ist die Abteilung Turnen die einzige heute noch neben dem Fußball in der TSG Hoffenheim existierende Sportart.

Ende der 1920er wurde im damaligen Turnverein eine Handballabteilung geschaffen. Gespielt wurde im Verein das damals populĂ€re Feldhandball. Mit der VerdrĂ€ngung des Feldhandball durch das Handballspiel in der Halle wurde die Abteilung Anfang der Siebziger Jahre aufgelöst, da keine geeignete SpielstĂ€tte zur VerfĂŒgung stand. GrĂ¶ĂŸere Erfolge konnte die Handballabteilung nicht aufweisen.

Erfolgreicher waren die Rhythmischen Sportgymnastinnen des Vereins. Die 1978 gegrĂŒndete Abteilung entwickelte sich schnell zu einer Talentschmiede. 1983 und 1985 nahm man sogar an den Deutschen Meisterschaften teil. WĂ€hrend man als Mannschaft nur hintere PlĂ€tze belegte, wurde Katharina Weber 1983 Dritte in der Einzelwertung. Mit dem aufkommenden Erfolg der Fußballer entwickelte sich die Rhythmische Sportgymnastik in der TSG hin zum Cheerleading. Im Jahr 2005 wurde die Abteilung aufgelöst.

Weitere heute ebenfalls nicht mehr existierende Abteilungen innerhalb der TSG Hoffenheim waren Schach, Volleyball, Judo sowie Ju-Jutsu.

Film

  • 2009. Hoffenheim – Das Leben ist kein Heimspiel, Regie: Frank Marten Pfeiffer und Rouven Rech. Der Film begleitet den Aufstieg des Vereins in der Saison 2007/2008.

Literatur

  • Theo Berberig: Festschrift der Turn- und Sportgemeinschaft Hoffenheim 1899 e. V. zum 100-jĂ€hrigen JubilĂ€um: 9. bis 11. Juli 1999. Sinsheim-Hoffenheim 1999, PPN 102754373.
  • Hardy GrĂŒne: TSG Hoffenheim. In: Vereinslexikon. EnzyklopĂ€die des deutschen Ligafußballs. Band 7, AGON, Kassel 2001, ISBN 3-89784-147-9, S. 228.
  • Wolfgang BrĂŒck: Das Wunder von Hoffenheim: Von der Kreisklasse bis in die Bundesliga. Druckerei OdenwĂ€lder, 2008, ISBN 3-936866-26-0.

Weblinks

 Commons: TSG 1899 Hoffenheim â€“ Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise und Anmerkungen

  1. ↑ Vereinschronik 100 Jahre TSG Hoffenheim, 1999, S. 39. Der Vorstand beanstandete am 8. Januar 1921 „Im Verein herrscht keine Zucht und Ordnung mehr“ und beschloss Strafen. Die Chronik berichtet zudem von weiteren Unstimmigkeiten, in deren Verlauf Turnstunden mangels Teilnehmern ausfielen, Veranstaltungen und Feste abgesagt wurden und Einladungen anderer Vereine abgesagt werden mussten, da es keine aktiven Turner mehr gab.
  2. ↑ Archiv deutscher Fußball-Ligen seit 1902 Auf: asc-neuenheim.de, 6. Juli 2008
  3. ↑ Moritz Kielbassa: „Ich bin kein Abramowitsch“. Auf: sueddeutsche.de, 20. Mai 2008.
  4. ↑ a b BrĂŒck, Das Wunder von Hoffenheim, 2008, S. 95
  5. ↑ BrĂŒck, Das Wunder von Hoffenheim, 2008, S. 100
  6. ↑ Da GmbH und Verein eng miteinander verzahnt sind, wird im Folgenden nicht zwischen beiden unterschieden.
  7. ↑ WILD Standortsicherung – ExpansionsplĂ€ne fĂŒr das Werk Eppelheim, Pressemitteilung der Wildwerke vom 4. Mai 2006
  8. ↑ Dietmar Hopp Besitzgesellschaft, TSG Hoffenheim Fußball-Spielbetriebs GmbH: Pressemitteilung zum Standort des geplanten Fußballstadions. 20. September 2006.
  9. ↑ Zuschauerzahlen der Saison 2008/09. Auf: weltfussball.de, 14. Juni 2009.
  10. ↑ Zuschauerzahlen der Saison 2009/10. Auf: weltfussball.de, 23. Mai 2010.
  11. ↑ Zuschauerzahlen der Saison 2010/11. Auf: weltfussball.de, 23. Mai 2011.
  12. ↑ TSG zu altbacken. Auf: ntv.de, 24. Juni 2007.
  13. ↑ Sebastian Christ: MillionĂ€re im Dorfclub. In: Die Zeit, Nr. 20 vom 10. Mai 2007, S. 62. Vgl. den Vergleich mit dem SV Wehen Wiesbaden: Robert MĂŒhlbach: Durchmarsch der Dorfclubs. Auf: zeit.de, 30. Mai 2007.
  14. ↑ RĂŒdiger Scheidges: Im Club des MilliardĂ€rs: Hopp, Hopp, hurra!. In: Handelsblatt, Freitag, 16. Mai 2008.
  15. ↑ Offener Brief der FCK-Fanszene an Dietmar Hopp. Auf: der-betze-brennt.de, 25. Oktober 2007.
  16. ↑ Offener Streit zwischen Heidel und Hopp. Auf: swr.de, 4. Oktober 2007.
  17. ↑ Sven Goldmann: Vom Neid zum Hass. Wie Aufsteiger Hoffenheim und sein MĂ€zen Dietmar Hopp in der Zweiten Liga die GemĂŒter bewegen. Auf: tagesspiegel.de, 28. Oktober 2007.
  18. ↑ Christoph Ruf: Angeln im Aquarium: Fußball-Retortenclubs Auf: Spiegel Online, 10. Mai 2007.
  19. ↑ http://www.kicker.de/news/fussball/bundesliga/startseite/524765/artikel_Schindelmeiser_Zeit-fuer-Veraenderung.html
  20. ↑ Uschi Götz: Hopp und Tor: Ein MilliardĂ€r setzt auf den Sport in der Provinz Aus: Deutschlandradio Kultur, LĂ€nderreport, 20. Mai 2008
  21. ↑ Sechs neue „Eliteschulen des Fußballs“ ernannt Auf: dfb.de, 10. Juli 2008, abgerufen am 6. August 2008
    Hoffenheim zur „Eliteschule des Fußballs“ ernannt. Auf: tsg-hoffenheim.de, 13. Juli 2008, abgerufen am 4. August 2008.
  22. ↑ Rote Hoffenheim-Zahlen trotz 240 Hopp-Millionen. Auf: transfermarkt.de, 11. Januar 2011, abgerufen am 11. Januar 2011.
  23. ↑ siehe z.B. DPA-Meldung vom 28. MĂ€rz 2011 (sueddeutsche.de)
  24. ↑ Hoffenheimer Finale um den Hoepfner-Cup Auf: achtzehn99.de, 9. Juni 2009
  25. ↑ Gemeinderatsvorlage Stadt Mannheim Juni 2008
  26. ↑ Joachim Henn: Die meisten Baustellen. Auf: 11freunde.de, 14. August 2007
  27. ↑ 1899 Hoffenheim verkauft 10 300 Dauerkarten Auf: fussball24.de, 16. Juli 2008, abgerufen am 6. August 2008
  28. ↑ Liste der Fanclubs auf www.tsg-hoffenheim.de, abgerufen 13. Juli 2009
  29. ↑ http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1179048
  30. ↑ Partner von 1899 Hoffenheim Auf: tsg-hoffenheim.de, 22. Juni 2008
  31. ↑ PUMA wird neuer AusrĂŒster von 1899 Hoffenheim Auf: tsg-hoffenheim.de, 4. Juni 2008
  32. ↑ Adrian Bauer: FC Hopp Auf: zeit.de, 1. August 2008, abgerufen am 6. August 2008
  33. ↑ Hopp nennt Zahlen Auf: sport1.de, 9. Januar 2009, abgerufen am 10. Januar 2009
  34. ↑ a b Hoffenheim-Geldgeber. Hopp steckte 240 Millionen Euro in den Verein. Spiegel, 11. Januar 2011, abgerufen am 12. Januar 2011.

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