Tanz

ÔĽŅ
Tanz
Ballett, f√ľr viele der Inbegriff vollendeter Tanzkunst

Tanz (von italienisch: danza, urspr√ľnglicher althochdeutscher Begriff: laikan/laikin) nennt man auf Musik ausgef√ľhrte K√∂rperbewegungen. Tanzen ist ein Ritual, ein Brauchtum, eine darstellende Kunstgattung, eine Berufst√§tigkeit, eine Sportart, eine Therapieform oder schlicht ein Gef√ľhlsausdruck.

Inhaltsverzeichnis

Allgemeines

Tanzen hat in der Gesellschaft viele Funktionen, kann aber auch Selbstzweck oder Zeitvertreib sein.

Ritualisiertes Tanzen dr√ľckt Zusammengeh√∂rigkeit und sexuelle Emotionen aus und kann als festlicher Initiationsritus die Aufnahme neuer Mitglieder in eine Gemeinschaft begleiten, etwa wenn junge M√§dchen beim Deb√ľtantinnenball der Gesellschaft vorgestellt werden oder wenn Sch√ľler beim Abschlussball eine bestandene Pr√ľfung feiern. Vor religi√∂sem Hintergrund werden mit Tanzritualen G√∂tter geehrt oder um Beistand gebeten, w√§hrend b√∂se Geister abgewehrt oder vertrieben werden.

Tanzen als Sport f√∂rdert Muskelaufbau, Motorik, Koordination und Gleichgewichtssinn. Das erfolgreiche Erlernen, Planen und Umsetzen komplexer Bewegungsabl√§ufe bildet Selbstvertrauen und unterst√ľtzt ein gesundes Verh√§ltnis zum eigenen K√∂rper.

Als Kunstform dient Tanzen dazu, Gef√ľhle und Handlungen bildlich darzustellen. Mimik, Gestik und ganzk√∂rperliche Tanzbewegungen bilden zusammen mit Musik das anspruchsvolle Arbeitsmaterial des k√ľnstlerischen Tanzes, der dem Zuschauer Eleganz und Ausdruckskraft des menschlichen K√∂rpers vor Augen f√ľhrt.

Geschichte

Altertum

√Ągypten, um 1400 v. Chr.

Die √§ltesten erhaltenen Dokumentationen des Tanzens sind indische H√∂hlenmalereien, die im Zeitraum zwischen 5000 und 2000 v. Chr. entstanden; eine Malerei in den H√∂hlen von Bhimbetka zeigt eine Reihentanzformation[1]. Darstellungen der fr√ľhesten Formen des Hinduismus zeigen den Gott Shiva als Natraj, den ‚ÄěK√∂nig des Tanzes‚Äú. In Indien findet sich mit dem zwischen 400 und 200 v. Chr. entstandenen Natya Shastra, der ‚Äěheiligen Wissenschaft des Tanzes‚Äú, das einflussreichste Fr√ľhwerk zum Thema Tanz.

Im antiken √Ągypten gab es rituelle T√§nze, die Tod und Wiedergeburt des Gottes Osiris darstellten und die technisch so anspruchsvoll waren, dass sie nur von professionellen T√§nzern ausgef√ľhrt werden konnten.

Die alten Griechen systematisierten den Tanz nach Gottheiten und den mit ihnen verbundenen Gef√ľhlsausdr√ľcken. Als wichtiges Zeitzeugnis gilt Homers Beschreibung des Tanzes Chorea in der Ilias aus dem 8. bis 6. Jahrhundert v. Chr. Ekstatische T√§nze waren Teil der Dionysien, aus denen sich sp√§ter Drama und Kom√∂die entwickelten. In diesen Theaterformen spielte oft ein Chor mit, dessen Bewegungen als sogenannte Choreografie in den St√ľcken vermerkt wurde; hieraus entwickelte sich der moderne Begriff Choreografie. Terpsichore, die fr√∂hlich im Reigen Tanzende, ist die Muse f√ľr Chorlyrik und Tanz (Attribut: Leier).

Renaissance

Die von der christlichen Religion beherrschte mittelalterliche Kultur sah im Tanz ein √úbel. Obwohl zweifellos immer getanzt wurde, vor allem bei den Jahreszeitenfesten der Bauern, liegt dar√ľber nur wenig Material vor. Im fr√ľhen 15. Jahrhundert trat ein deutlicher Wandel ein, als der Gesellschafts-Tanz gemischter Paare an den meisten europ√§ischen H√∂fen zum beliebten Zeitvertreib wurde. Das Auftreten der ersten Hoftanzmeister und das Erscheinen der ersten Tanzhandb√ľcher unterstreichen die Tatsache, dass der Tanz Teil des adligen Lebensstils wurde. Der Hofdichter Francesco Sforzas, Antonio Cornazzano (1429-1484), schrieb au√üer zahlreichen anderen Schriften auch ein Libro dell'arte del danzare (um 1460). Der danse basse, w√§hrend der ganzen Renaissance in Mode, war im Wesentlichen ein Prozessions-Tanz mit w√ľrdevollen zeremoniellen Bewegungen, die auch die Damen in ihren unbequemen Kleidern ausf√ľhren konnten. Zu den beliebtesten T√§nzen dieser Art z√§hlte die Pavane (Pfauentanz). Die Fr√∂hlichkeit und Neigung zu freieren Sitten des fr√ľhen 16. Jahrhunderts f√ľhrte dann zur Einf√ľhrung des danse haute, der schnellere Bewegungen, Spr√ľnge und k√∂rperliche Beweglichkeit forderte. Der erste derartige Tanz war die Gaillarde aus Italien, die meistens ohne Anfassen der H√§nde mit verschiedenen Schritten und Spr√ľngen getanzt wurde. Die Gaillarde folgte in der Regel nach der Pavane. Auch die Volta (im Film Elisabeth mit Cate Blanchett als Elisabeth I. anschaulich gezeigt) war eine beliebte danse haute, bei der der Mann seine Partnerin drehte und sie auf sein Knie hob. Auch Courante, Allemande und die sehr beliebte Gavotte des 17. Jahrhunderts z√§hlten dazu.

Die lebhaft-ausgelassenen T√§nze der sozialen Oberschicht des 16. Jahrhunderts waren stilisierte √úbernahmen der T√§nze der unteren St√§nde. In der zweiten H√§lfte des 16. Jahrhunderts wurden die T√§nze einheitlicher und gleichzeitig spektakul√§rer. Tanzschulen an den wichtigsten europ√§ischen H√∂fen unterrichteten den Adel, so dass die beliebtesten T√§nze leicht von einem Land zum anderen √ľbertragen werden konnten. T√ľchtige Impresarios organisierten pr√§chtige Vorstellungen, bei denen T√§nze, Gesang, Rezitation und Pantomime in einem reich geschm√ľckten Rahmen aufgef√ľhrt wurden. Dies waren die italienischen balli, die franz√∂sische ballets de cour und die englische masques (Maskenspiele), an deren Planung und Auff√ľhrung sich die k√∂nigliche Familie selbst oft beteiligte. Orchesographie (1588) von Thoinot Arbeau gilt als beste zeitgen√∂ssische Quelle f√ľr den Tanz der Sp√§trenaissance.

Tanzformen

Es gibt eine schwer √ľberschaubare F√ľlle an Tanzformen; die Liste der T√§nze tr√§gt die wichtigsten T√§nze dieser Welt zusammen. An dieser Stelle werden nur die bekanntesten T√§nze und solche Tanzformen, die sich durch einzigartige Merkmale von der Masse abheben, dargestellt.

Die folgende Untergliederung dient nur der groben Orientierung und ist keine verbindliche Kategorisierung. Der Versuch, Tänze in einer allumfassenden Systematik zu ordnen, hat sich in der Vergangenheit wiederholt als unfruchtbar herausgestellt. Es ist möglich, Merkmale zu finden, nach denen sich Tänze grob gruppieren lassen, harte Kriterien, die eine scharfe Trennung vornehmen, gibt es aber kaum.

Eine verbreitete Kategorisierung ist die nach dem gesellschaftlichen Anlass oder Zweck des Tanzens. Nach Anlass kennt man rituelle T√§nze, die religi√∂sen Hintergrund haben, Volkst√§nze, die zum volkst√ľmlichen Brauchtum geh√∂ren und Gesellschaftst√§nze, die zu geselligen Anl√§ssen aller Art aufgelegt werden. Nach dem Zweck unterscheidet man vor allem den Kunsttanz, eine Kunstform f√ľr sich, den Turniertanz, der dem sportlichen Wettkampf dient, den Showtanz, der reinen Unterhaltungscharakter hat und den Werbetanz, der als Partnerwerbung dient.

Auch die Unterteilung nach der Anzahl der Tänzer in Einzeltanz, Paartanz und Gruppentanz ist populär; problematisch ist hierbei, dass viele Tänze in mehreren Aufstellungen getanzt werden. Im Gruppentanz unterscheidet man nach der geometrischen Anordnung der Tänzer weiter zwischen Kreistanz, Kettentanz (hintereinander) und Reihentanz (nebeneinander); ferner gibt es den Formationstanz, in dem die Formation der Tänzer häufig wechselt.

Es gibt zahlreiche weitere Charakteristika, nach denen man Tänze unterteilen kann, allen voran Merkmale der Tanztechnik, diese sind aber vergleichsweise selten anzutreffen.

Folkloristischer, historischer und spiritueller Tanz

Eine herausragende Stellung nimmt in vielen Belangen der Volkstanz ein. Die Unterartikel Afrikanischer Tanz, Chinesischer Tanz und Bolivianische T√§nze gehen √∂rtlich spezialisiert auf die Vielfalt dieses Gebiets ein. Bekannte Volkst√§nze des deutschen Sprachraums sind der Schuhplattler und der Landler, aus dem sich sp√§ter der Wiener Walzer entwickelte. Ein Beispiel f√ľr einen international bekannten Volkstanz ist der hawaiische Hula. Technisch herausragende Volkst√§nze sind der s√ľdpazifische Sitztanz, der im Sitzen getanzt wird, und der schottische Schwerttanz, der mit Schwertern getanzt wird.

Spezielle Tanzformen sind aus der völkischen Tradition des Karneval, Fastnacht und Fasching heute nicht mehr wegzudenken. Fällt einem mit Blick auf die deutsche Tradition vor allem der Gardetanz ein, so ist international vor allem die brasilianische Samba des Karneval in Rio de Janeiro ein Begriff.

Unter dem Begriff Historischer Tanz versuchen T√§nzer in aller Welt, T√§nze nachzustellen, die heute praktisch nicht mehr existieren und nur noch aus schriftlichen oder bildlichen Quellen rekonstruiert werden k√∂nnen. In dieses Gebiet fallen T√§nze wie die durch √ľberlieferte Musik bekannte Pavane, die im modernen Karnevalstreiben aufgegangene Polonaise und die Quadrille, die vor allem Liebhabern von Kreuzwortr√§tseln ein Begriff ist.

Drehende Derwische des Mevlevi-Ordens in der T√ľrkei

Tanzformen wie Trancetanz oder Kirchentanz zielen darauf ab, beim Tanzen spirituelle Erfahrungen zu machen. Im Mittelpunkt steht hierbei meist eine Konzentration auf den eigenen K√∂rper in Verbindung mit Meditation. Ber√ľhmt f√ľr diese Art des Tanzens sind die indischen und t√ľrkischen Derwische.

B√ľhnentanz

B√ľhnentanz z√§hlt neben Schauspiel und Oper zu den traditionellen Sparten des Theaters. Insbesondere das klassische Ballett hat durch seine lange Tradition zahlreiche andere Tanzformen stark beeinflusst. Klassische Ballettbegriffe wie Pas de deux haben ihren Platz in der Umgangssprache gefunden und Begriffe wie Spitzentanz und Tutu sind Teil der Allgemeinbildung. Anfang des 20. Jahrhunderts entstand Ausdruckstanz als Gegenbewegung zum Ballett . Eine spezifische Weiterentwicklung ist seit den 60er Jahren insbesondere durch Pina Bausch das Tanztheater. Gleichzeitig entwickelte sich in der USA der Modern Dance. Mittlerweile bietet der k√ľnstlerische Gegenwartstanz unter dem Sammelbegriff zeitgen√∂ssischer Tanz ein √§sthetisch sehr breites Spektrum abstrakter und narrativer Tanzkunst. In genre√ľbergreifenden Arbeiten zeitgen√∂ssischer Choreografen entstehen so Werke von aktueller gesellschaftlicher Relevanz.

Gesellschaftstanz

Grundkenntnisse im klassischen Standardtanz gelten als Teil der Allgemeinbildung.

Der internationale Gesellschaftstanz ist gepr√§gt durch das Welttanzprogramm mit den Standardt√§nzen (langsamer Walzer, Tango, Wiener Walzer, Slowfox und Quickstep), den lateinamerikanischen T√§nzen (Samba, Cha-Cha-Cha, Rumba, Paso Doble und Jive) und den T√§nzen Foxtrott, Discofox und Boogie Woogie. Samba und Paso Doble haben an Interesse eingeb√ľ√üt, w√§hrend Discofox sehr beliebt geworden ist. Der einfache, fr√ľher sehr beliebte Stehblues wird heute nur noch wenig getanzt.

Popul√§r ist jedoch auch Salsa mit seinen weiteren T√§nzen Merengue und Bachata geworden, die auch in den klassischen Tanzschulen gelehrt werden, aber auch zur eigenen Salsa-Szene mit eigenen Tanzschulen geworden ist. Der urspr√ľngliche Tango aus Argentinien hat eine eigene Tango-Szene begr√ľndet. Zum Tango geh√∂rt auch der Vals (Tango-Walzer) und die heitere Milonga.

Der aus der Jazzbewegung der USA heraus entstandene Tanzkomplex des Swing mit den T√§nzen Lindy Hop, Charleston, Shag, Balboa und Boogie-Woogie f√ľhrte zum Rock ‚Äôn‚Äô Roll.

Daneben sind dem Gesellschaftstanz auch die meist sehr kurzlebigen Modet√§nze zuzuordnen, die oft auf ein fest vorgegebenes Musikst√ľck getanzt werden, wie beispielsweise der Lambada. Auch gibt es Partyt√§nze, die in der Gruppe nach fester Choreografie auf ein vorgegebenes Musikst√ľck getanzt werden; einer der √§ltesten Partyt√§nze ist Memphis, zu den bekanntesten geh√∂rt der Time Warp der Rocky Horror Picture Show.

Ein beliebter moderner Vertreter der T√§nze mit ‚ÄěAnsager‚Äú ist der Square Dance. Hier ruft ein Caller oder S√§nger Figurennamen in den Raum, auf die die Tanzgruppe spontan reagieren muss. Diese Art des Tanzens ist auch in anderen Tanzformen zu finden, beispielsweise dem Contra Dance oder der Rueda de Casino.

Eine Sonderform ist der Rollstuhltanz, bei dem die klassischen Paartänze behindertengerecht umgesetzt werden.

Schautanz

Orientalische Tänzerin

Schautanz versucht √ľber den k√ľnstlerischen, sportlichen oder religi√∂sen Elemente hinaus, die Unterhaltung des Zuschauers in den Mittelpunkt zu r√ľcken.

Der Stepptanz und seine Verwandten Irish Dance und Clogging zeichnen sich dadurch aus, dass die T√§nzer vor allem mit den F√ľ√üen agieren, w√§hrend K√∂rper- und Armbewegungen untergeordnete Rollen spielen. Markant sind hier die speziell beschlagenen Schuhe, wodurch sich jeder Bodenkontakt als h√∂rbares klack! ausnimmt und die T√§nzer selbst musikalisch t√§tig werden.

Jazz- und Modern Dance fassen eine ganze Reihe von T√§nzen zusammen, die sich √ľber kurz oder lang aus dem Jazz entwickelt haben. Neben dem klassischen Jazz Dance und dem Modern Dance finden sich hier jugendliche Tanzformen wie Hip-Hop oder Popping, bei dem die T√§nzer die ruckhaften Bewegungen von Robotern nachahmen. Auffallend anders ist der Breakdance, bei dem T√§nzer bei au√üergew√∂hnlich viel Bodenkontakt akrobatische Leistungen vollbringen.

Wegen seiner h√ľftbetonten Bewegungen auch als Bauchtanz bekannter orientalische Tanz wird von einer T√§nzerin, einem T√§nzer oder von Gruppen getanzt. Die verschiedenen Stile und Unterformen schauen auf eine lange aber diffuse Entstehungsgeschichte zur√ľck. Obwohl h√§ufig auf erotische Weise interpretiert, hat der orientalische Tanz prinzipiell nichts mit dem erotischen Tanz zu tun.

M√∂glicherweise ebenso alt wie der Tanz selbst sind erotische Tanzformen. In der modernen Welt werden diese haupts√§chlich durch Gogotanz, Tabledance und Striptease verk√∂rpert, in denen sexuell anz√ľgliche Bewegungen den Zuschauer becircen sollen.

Werden beim Tanzen Fackeln und Pois verwendet, spricht man von Feuertanz. Die Art der begleitenden Musik kann sich von orientalischer Musik √ľber Rock, Pop, Hip-Hop oder Techno bis hin zu mittelalterlicher Musik erstrecken.

Weitere Tanzformen

Im Eiskunstlauf, insbesondere im Eistanzen, werden verschiedene Tanzformen mit Schlittschuhen auf dem Eis getanzt. Auch das Synchronschwimmen ist eine Form des Tanzens. Eine junge und √§u√üerst ungew√∂hnliche Tanzform entwickelte das Projekt Bandaloop: In dieser Verbindung aus Klettern und Tanzen schweben die T√§nzer meterweit √ľber dem Erdboden. Headbangen ist eine Tanzform, die untrennbar mit der Musikgattung Metal verbunden ist und fast ausschlie√ülich mit dem Kopf getanzt wird. Noch intensiver bis hin zur Gewaltt√§tigkeit ist Pogo, in der in gro√üen Gruppen meist bei Live-Musik wild gegeneinander gesprungen wird. Diese Art des Tanzes findet man vor allem im Punk. Kampfsportarten weisen viele Bewegungsabl√§ufe auf, die Tanzbewegungen sehr √§hnlich sind; besonders deutlich zeigt sich dies in stilisierten K√§mpfen wie der Kata. Aufgrund dieser √Ąhnlichkeit wurde die von Sklaven entwickelte Kampfsportart Capoeira als musikalisch unterlegter Tanz getarnt.

In der elektronischen Musikszene entstehen laufend neue Tänze, wie zum Beispiel Jumpstyle und Melbourne Shuffle.

Rudolf Steiner entwickelte in den 1920er Jahren die Tanzform Eurythmie, welche als B√ľhnenkunst, in der P√§dagogik und als Therapie praktiziert wird.

In den 1970er Jahren entstand aus dem Majorettentanz der Twirling Sport. Dabei arbeitet man mit einem etwa armlangen Metallstab, der st√§ndig in Bewegung gehalten werden muss. Dabei f√ľhrt der Twirler Elemente aus Ballett, rhythmischer Sportgymnastik und Tanzform aus. Es wird alleine, in Duos oder in Teams getwirlt.

Musik

Musik und Tanz sind eng miteinander verbunden, in einigen Kulturen ‚Äď etwa im afrikanischen Tanz ‚Äď sogar so eng, dass es f√ľr beide zusammen nur eine Bezeichnung gibt. Besonders deutlich zeigt sich dies, wenn Musik und Tanz rituelle Bedeutung haben und beispielsweise bestimmte Instrumente und Tanzbewegungen G√∂tter symbolisieren. Auch direkte Mischformen zwischen Tanz und Musizierpraxis sind verbreitet, so etwa beim Flamenco, beim Schuhplattler, beim sogenannten Gummistiefel-Tanz oder beim Stepptanz.

Mit der Entstehung des Gesellschaftstanzes fand in der westlichen Welt eine Trennung in zwei eigenst√§ndige Kunstformen statt. Ab dem 14. Jahrhundert wurden v√∂lkische T√§nze stilisiert, um der steifen h√∂fischen Etikette zu gen√ľgen, und mit ‚Äěstandesgem√§√üer‚Äú Musik unterlegt, die kaum mehr war als die Taktangabe durch ein Metronom.

In der Folge entwickelten sich beide Formen zwar weiterhin wechselseitig, aber nicht mehr unbedingt gemeinsam. F√ľr gew√∂hnlich ist es heute das Ziel des T√§nzers, die Musik zu interpretieren, also m√∂glichst wirkungsvoll und stimmig in Bewegung umzusetzen.

Das wesentliche Musik und Tanz verbindende Element ist der Rhythmus. Im modernen Gesellschaftstanz ist beispielsweise jeder Tanz fest an einen bestimmten Grundrhythmus gebunden, den die Musik √ľber die gesamte Dauer eines St√ľcks im selben Tempo aufrechterhalten muss. Die gleich bleibende Abfolge von Dauern und Pausen gibt Beginn und Geschwindigkeit der Bewegungen vor und schl√§gt sich in sogenannten Z√§hlweisen wie slow-quick-quick (Slowfox) oder 1,2,3 - 5,6,7 (Salsa) nieder. In anderen Tanzformen variiert der gemeinsame Rhythmus h√§ufiger und nach komplexeren Mustern.

Kleidung

Spitzenschuhe, die klassische Fußbekleidung im Ballett

In fast allen T√§nzen spielt die stilechte Aufmachung der T√§nzer eine wichtige Rolle: Rituelle schamanistische T√§nze in gew√∂hnlicher Alltagskluft sind undenkbar, Volkst√§nze wirken nur mit traditioneller Tracht authentisch und im Wettkampfsport will die Aufmerksamkeit der Wertungsrichter durch auff√§llige Bekleidung angezogen werden. So ist es nicht ungew√∂hnlich, dass zahlreiche Kleidungsst√ľcke wie Ballkleid, Frack und Petticoat und Accessoires wie Federboa, Seidenschleier und die im Mund getragene langstielige rote Rose unweigerlich mit bestimmten T√§nzen in Verbindung gebracht werden.

Von besonderem Interesse sind bei vielen T√§nzen die Tanzschuhe, denn nur mit der richtigen Mischung aus Rauhigkeit und Glattheit der Sohle gleiten Standardt√§nzer elegant √ľber das Parkett und ohne Gummistiefel w√§re der afrikanische Gummistiefel-Tanz sinnlos. Spezielle Tanzfiguren wie etwa Michael Jacksons Lean erfordern sogar patentierte Spezialschuhe. Es gibt jedoch auch T√§nze, in denen das Schuhwerk v√∂llig unerheblich ist, beispielsweise werden die meisten afrikanischen T√§nze traditionell barfu√ü getanzt .

Aufzeichnung

Grundzeichen der Labanotation, einer verbreiteten Tanznotation.

T√§nze dauerhaft aufzuzeichnen, um sie zu verbreiten oder der Nachwelt zu erhalten, ist ein derart schwieriges Problem, dass erst in j√ľngerer Zeit befriedigende L√∂sungen gefunden wurden. Aus informatischer Sicht sind zur Beschreibung eines Tanzes mehrdimensionale Daten n√∂tig: Neben den Bewegungen an sich in drei Raumrichtungen und ihrer zeitlichen Abfolge muss auch die Begleitmusik ber√ľcksichtigt werden; in den meisten F√§llen kommen Erkl√§rungen hinzu, ohne die das Nachvollziehen der Bewegungen f√ľr Betrachter schwierig ist. Skizzen, abstrakte Symbole und nachgezeichnete Bewegungspfade in Verbindung mit textuellen Anmerkungen sind nur einige der Ideen, die dabei verfolgt wurden.

Von vielen Tanznotationen sind heute die Labanotation und die Choreologie noch im Gebrauch, meistens wird aber der einfacheren M√∂glichkeit der Videoaufzeichnung Vorzug gegeben. Herausragende Choreografien werden f√ľr das Fernsehen aufgezeichnet bzw. als Tanzfilm f√ľr das Kino verfilmt sowie als DVD und Buch herausgebracht.

Beruf

Es gibt verschiedene Berufsbilder, die mit dem Tanzen in Verbindung stehen: Tänzer, Tanzausbildung, Tanzlehrer, Tanzsporttrainer, Tanzpädagoge, Tanztherapeut und Choreograf.

Tänzer

Die Ausbildung zum T√§nzer unterscheidet sich je nach Tanzform sehr stark und reicht vom staatlich anerkannten Universit√§tsstudium an einer Hochschule f√ľr klassischen Tanz (z. B. Ballett) mit Abschluss als Diplom T√§nzer bzw. einer Schule f√ľr zeitgen√∂ssischen Tanz √ľber die sportliche Ausbildung im Turniertanz (z. B. Lateintanz) bis zur privaten Ausbildung zur Solot√§nzerin (z. B. orientalischer Tanz). T√§nzer werden entweder per Tanzb√ľhnenprojekt und kurzzeitig engagiert oder k√∂nnen, ausgebildet als Diplomt√§nzer an der Hochschule f√ľr Tanz, ein mehrj√§hriges Engagement als B√ľhnent√§nzer bei einem Theater oder Ensemble erhalten. Hierbei ist oft eine Verl√§ngerung des Engagements als B√ľhnent√§nzer √ľber das Alter von 35 Jahren nur in wenigen F√§llen m√∂glich. St√§ndig wechselnde Arbeitslage, starker Konkurrenzdruck und nur selten hohe Gagen k√∂nnen Interessierte davon abschrecken, diesen Beruf zu ergreifen. Beruflich arbeitende T√§nzer w√§hlen nicht selten ein zweites Standbein, etwa als Tanzlehrer, um finanzielle Stabilit√§t zu erlangen. Die staatliche Institution der K√ľnstlersozialkasse (Oldenburg) f√∂rdert in der Bundesrepublik Deutschland T√§nzer (sowie Choreografen und Tanzp√§dagogen), wenn diese nachweisen k√∂nnen, dass sie ihren Lebensunterhalt als K√ľnstler/P√§dagoge im Tanz erwirtschaften k√∂nnen.

Tanzlehrer (Gesellschaftstanz)

Zertifizierter Tanzlehrer wird man in Deutschland durch eine klassische, staatlich nicht anerkannte Ausbildung bei einem der beiden Tanzlehrerverb√§nde Allgemeiner Deutscher Tanzlehrerverband (ADTV) oder Berufsverband Deutscher Tanzlehrer (BDT). Der ADTV ist Mitglied im "Rat f√ľr darstellende Kunst und Tanz"[2] des Deutschen Kulturrates. Zum Tragen der Bezeichnung Tanzlehrer oder zum Er√∂ffnen einer Tanzschule ist auch kein Zertifikat notwendig. Insbesondere bei Tanzformen ohne Verbandsstruktur wie Salsa oder Tango Argentino finden sich h√§ufig Tanzlehrer, die ihr Hobby ohne formalisierte Ausbildung zum Beruf gemacht haben.

Tanzsporttrainer

Tanzsporttrainer sind Turniert√§nzer oder ehemalige Tanzsportler, die eine von einem Tanzsportverband vorgeschriebene Lehre durchlaufen haben. Diese umfasst eine Reihe von tanzklassenbezogenen Trainerscheinen (C-, B-, A-Lizenz), die den Trainer jeweils f√ľr f√§hig erkl√§ren, T√§nzer der genannten Klasse zu unterrichten. Meist kann ein Schein einer Klasse erst dann abgelegt werden, wenn der Trainer die Klasse selbst erfolgreich hinter sich gelassen hat. Tanzsporttrainer werden haupts√§chlich von Tanzsportvereinen besch√§ftigt oder geben den Turnierpaaren Privatunterricht.

Diplomierter Tanzpädagoge

Die Berufsbezeichnung des Tanzp√§dagogen/Tanzp√§dagogin ist rechtlich nicht gesch√ľtzt. Dagegen kann der Titel ‚ÄěDiplomierter Tanzp√§dagoge‚Äú nur gef√ľhrt werden, wenn ein Studium oder eine Ausbildung absolviert wurde. Der Studiengang wird an Hochschulen f√ľr Tanz angeboten. Ein hier diplomierter Tanzp√§dagoge wird, da dies Studienschwerpunkt war, eher B√ľhnentanz (wie Ballett, Modern Dance, Stepp-Tanz, Charaktertanz etc.) unterrichten. Dieser Unterricht kann f√ľr (angehende) Profis oder Laien gegeben werden. Staatliche Schulen, Theater und Ensembles engagieren in der Regel nur in dieser Form ausgebildetet Tanzlehrer. Eine Ausbildung ist an mehreren Instituten in Deutschland m√∂glich, die durch den Beirat Tanz im Deutschen Kulturrat vertreten sind. Deutschen Kulturrat[3] der Bundesregierung) Tanzp√§dagogik arbeitet mit Tanztechniken unterschiedlicher Art und zielt nicht zwangsl√§ufig auf den B√ľhnenauftritt.

Choreograf

Der Choreograf ist der Urheber einer Choreografie. Die Ausbildung zum Choreografen wird in vielen L√§ndern durch ein Studium an einer Hochschule f√ľr Tanz absvolviert. Auch ausgebildete B√ľhnent√§nzer k√∂nnen (meist nach ihrer Tanzkarriere) als Choreografen t√§tig werden. Choreografen werden projekt- oder st√ľckweise besch√§ftigt oder dauerhaft an einer Hochschule oder einem Theater angestellt. Bekannte Choreografen wie William Forsythe, Sasha Waltz, Pina Bausch und Heike Hennig konnten unter ihrem Namen ein wirtschaftlich eigenst√§ndiges Tanzensemble gr√ľnden.

Tanzschulen

Die Tanzschulen der Verb√§nde Allgemeiner Deutscher Tanzlehrerverband (ADTV), Berufsverband Deutscher Tanzlehrer (BDT), dem schweizerischen Interessenverband der diplomierten Tanzlehrer f√ľr Gesellschaftstanz (swissdance) und dem √Ėsterreichischen Tanzlehrer Verband (VT√Ė) haben ihre Kompetenz in den Paar- bzw. Gesellschaftst√§nzen der Standard- und Lateinsektion, Disco Fox, Salsa, Tango Argentino, Boogie Woogie uvm. Zusatzausbildungen schaffen Kenntnisse in Hip Hop, Videoclipdancing, Kindertanz, Rollstuhl- und Stepp-Tanz oder erg√§nzende Angebote wie Umgangsformen- und Rhetorikseminare. Die Tanzschulen besch√§ftigen haupt- und nebenberuflich t√§tige Tanzlehrer. Alle Tanzlehrer haben eine mehrj√§hrige berufsbegleitende Ausbildung beim jeweiligen Verband abgeschlossen, die sich beim ADTV in ihren Vertr√§gen und in der Durchf√ľhrung am Berufsbildungsgesetz orientiert.[4]

Die Beendigung des ersten Tanzkurses wird traditionell mit einem festlichen Abschlussball gefeiert, oft auch als Premierenball bezeichnet. Talentierte und ehrgeizige Sch√ľler der BDT-Tanzschulen k√∂nnen sich in den Breitensportwettbewerben des Deutschen Amateur Turnieramtes (DAT) auf regionaler bis nationaler Ebene miteinander messen. Der ADTV engagiert sich im wettkampflosen, unterhaltsamen und qualifiziertem Freizeittanzen und bietet seinen Tanzsch√ľlern die M√∂glichkeit der Teilnahme am DTA (Deutsches Tanzabzeichen) an.

Tanzsport

Lateinformation des Aachener TSC Blau-Silber

In Tanzsportvereinen wird Tanzen eher als Sportart gelehrt, denn als Freizeitbesch√§ftigung angesehen. Sie vermitteln Grundfertigkeiten, um an losen Breitensportwettbewerben und dem straffer organisierten Turniertanz teilzunehmen, daneben gibt es aber auch durchaus zahlreiche Gruppen f√ľr geselligen Tanz (Tanzkreise), √§hnlich wie in den Tanzschulen. Mit dem ADTV gab es ein Abkommen, dass die im DTV organisierten Tanzsportvereine keine Anf√§nger unterrichten, im Gegenzug verzichtete der ADTV auf die Durchf√ľhrung eigener Turnierveranstaltungen und empfahl begabten Paaren an Tanzsportturnieren im DTV teilzunehmen.

Tanzsportvereine besch√§ftigen f√ľr die Turniert√§nzer in der Regel lizenzierte Trainer, die im Gegensatz zu vielen Tanzlehrern auf eine langj√§hrige Amateur- oder Profikarriere zur√ľckschauen k√∂nnen.

Tanz in der Erziehung

Kindertanzgruppe, Freital, 1979

Tanz kann zum Medium in der Pädagogik und in der Therapie werden. Mit Hilfe des Tanzes will man Lern-, Erziehungs- oder Therapieziele erreichen. Tanz ist ein gutes Mittel, um Lernprozesse in Gang zu setzen.

Erfahrene Tanzp√§dagogen und ‚Äďtherapeuten wissen aus Erfahrung, wie vorteilhaft sich Kinder beim Tanz entwickeln k√∂nnen. Es ist dabei nicht von gro√üer Bedeutung, ob sie eine ausgepr√§gte Motivation mitbringen, da Bewegung an sich, und somit auch die "geordnete" Bewegung im Tanz, eine der Voraussetzungen f√ľr eine gelungene psychische Entwicklung ist. Bei kompetenter p√§dagogischer oder therapeutischer F√ľhrung lassen sich sowohl eine verbesserte k√∂rperliche Kompetenz, als auch Offenheit, Selbstbewusstsein und Experimentierfreude bei den Kindern feststellen, wenn sie √ľber eine l√§ngere Zeit mit Tanz konfrontiert werden.

Um möglichst viele Kinder zu begeistern und fördern zu können, sollte ein pädagogischer und therapeutischer Einsatz die verschiedenen Persönlichkeiten der Teilnehmer an Tanzprojekten im Blick haben:

  • Tanzeinheiten k√∂nnte man so gestalten, dass m√∂glichst viel Individualit√§t darin Platz findet. Einheiten m√ľssen den Kindern freien Raum lassen, in dem sie sich selbst auszudr√ľcken und eigene Ideen umzusetzen k√∂nnen.
  • Man wechselt methodisch ab: Man l√§sst sozusagen eine M√∂glichkeit zum freien ‚ÄěFlippen‚Äú und kontrolliertem ‚ÄěToben‚Äú mit √úbungssequenzen, in denen vorgegebene Bewegungen ge√ľbt werden.
  • Wichtig ist, dass der Zeitraum einer Einheit nicht zu lange hingezogen wird. In der Zeiteinteilung seiner Bewegungsstunde sollte man sich an den M√∂glichkeiten und Bed√ľrfnissen der Kinder orientieren.
  • Beim Tanzen mit Kindern kann es nicht das Ziel sein, alle Bewegungen von allen Kindern als genau ‚Äěrichtig‚Äú (gemessen an Ihrem Anspruch) oder zur ‚Äěrichtigen‚Äú Zeit (genau im Rhythmus) auszuf√ľhren, so dass zum Schluss ein perfektes Ergebnis erzielt wird. Vielmehr sollte im Mittelpunkt der Bem√ľhungen stehen, jedem Kind einen Zugang zum Tanzen zu erm√∂glichen, um ein Gef√ľhl von ‚ÄěDas kann ich‚Äú zu vermitteln ‚Äď jeweils ausgehend von den Voraussetzungen, die Kinder einbringen.
  • Kinder m√ľssen die M√∂glichkeit erhalten, ihre individuellen Schw√§chen auszugleichen, indem man ihnen den Raum daf√ľr gibt (die Chance f√ľr einen individuellen Lernplan). (W. Harder u.a., S. 200 ff)

Aspekte der Förderung durch Tanz können u.a. sein:

Quellenangaben

  1. ‚ÜĎ Bild aus den H√∂hlen von Bhimbetka: Tanzformation.
  2. ‚ÜĎ Rat f√ľr darstellende Kunst und Tanz im Deutschen Kulturrat, Mitgliederliste [1]
  3. ‚ÜĎ Rat f√ľr darstellende Kunst und Tanz im Deutschen Kulturrat, Mitgliederliste [2]
  4. ‚ÜĎ Webseite des ADTV, TLA-Akademie [3]

Literatur

  • Kathrin Bonacker, Sonja Windm√ľller (Hg.): Tanz! Rhythmus und Leidenschaft. Hessische Bl√§tter f√ľr Volks- und Kulturforschung 42. Jonas Verlag, Marburg 2007, ISBN 978-3-89445-389-3.
  • International encyclopedia of dance, hrg. von Selma Jeanne Cohen, New York: Oxford University Press, 1998, 6 B√§nde, ISBN 0-19-509462-X
  • Franz Anton Cramer: In aller Freiheit. Tanzkultur in Frankreich zwischen 1930 und 1950. Parodos, Berlin 2008, ISBN 978-3-938880-18-0.
  • Silke Garms: Tanzfrauen in der Avantgarde. RosenholzVerlag, Kiel/Berlin 1998, ISBN 978-3-931665-11-1.
  • Wiebke Harder, Norbert K√ľhne: Tanz und Tanzprojekte mit Kindern. in: K. Zimmermann-Kogel u.a.: Praxisbuch Sozialp√§dagogik, Band 4, Bildungsverlag EINS, Troisdorf 2007, ISBN 978-3-427-75412-1, S. 200-224.
  • Corina Oosterveen: ‚ÄěTanzarello - Folktanzen f√ľr die Grundschule - und f√ľr Menschen allen Alters, besonders f√ľr Einsteiger und Multiplikatoren geeignet." Mit CD der Gruppe Aller Hopp, Verlag Fidula Juli 2006
  • Sabine Huschka: Moderner Tanz. Konzepte, Stile, Utopien. Rowohlt, Reinbek 2002, ISBN 3-499-55637-5.
  • Lilian Karina, Marion Kant: Tanz unterm Hakenkreuz. Henschel, Berlin 1999, ISBN 3-89487-244-6
  • Jochen Schmidt: Tanzgeschichte des 20. Jahrhunderts in einem Band, mit 101 Choreographenportr√§ts. Henschel, Berlin 2002, ISBN 3-89487-430-9.
  • Amelie Soyka: Tanzen und tanzen und nichts als tanzen. T√§nzerinnen der Moderne von Josephine Baker bis Mary Wigman. AvivA, Berlin 2004, ISBN 3-932338-22-7.
  • Dorion Weickmann: Der dressierte Leib. Kulturgeschichte des Balletts (1580-1870). Campus, Frankfurt am Main/New York 2002, ISBN 3-593-37111-1.

Siehe auch

 Portal:Tanz ‚Äď √úbersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Tanz

Weblinks

Wiktionary Wiktionary: Tanz ‚Äď Bedeutungserkl√§rungen, Wortherkunft, Synonyme, √úbersetzungen
 Commons: Dance ‚Äď Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikiquote: Tanz ‚Äď Zitate
Wikibooks Wikibooks: Tanzen ‚Äď Lern- und Lehrmaterialien

Wikimedia Foundation.

Schlagen Sie auch in anderen W√∂rterb√ľchern nach:

  • Tanz ‚ÄĒ Tanz, 1) das kunstm√§√üige Bewegen des K√∂rpers nach einem bestimmten Rhythmus. Das Tanzen geh√∂rt als Kunst in das Bereich der mimischen K√ľnste, denn T. ist eine ausdrucksvolle k√∂rperliche Bewegung, unterscheidet sich aber von der Mimik im engern… ‚Ķ   Pierer's Universal-Lexikon

  • Tanz ‚ÄĒ Tanz: Das seit dem 12./13. Jh. bezeugte Substantiv (mhd. tanz, mnd. dans, danz) wurde im Bereich des h√∂fischen Rittertums aus gleichbed. (a)frz. danse entlehnt, wahrscheinlich durch niederl. Vermittlung. Das dem frz. Substantiv zugrunde liegende… ‚Ķ   Das Herkunftsw√∂rterbuch

  • Tanz ‚ÄĒ Tanz. Wie schwebenden Schritts sich im Wellenschwunge die Paare drehen! Kaum ber√ľhrt der gefl√ľgelte Fu√ü den Boden. Wie sich leis der Kahn auf silberner Fluth schaukelt, wie der leichte Rauch, von Zephyr gewiegt, in die Luft fliegt, so h√ľpft der… ‚Ķ   Damen Conversations Lexikon

  • Tanz ‚ÄĒ [Basiswortschatz (Rating 1 1500)] Auch: ‚ÄĘ tanzen Bsp.: ‚ÄĘ Darf ich um den n√§chsten Tanz bitten? ‚ÄĘ Er tanzte mit ihr. ‚ÄĘ Sie lernen einen neuen Tanz ‚Ķ   Deutsch W√∂rterbuch

  • Tanz ‚ÄĒ Sm std. (12. Jh.), mhd. tanz Entlehnung. Entlehnt aus afrz. danse (wie tanzen aus danser). Das t f√ľr d legt die Annahme nahe, da√ü die Entlehnung zun√§chst ins Fl√§mische erfolgte und von dort aus weiter verbreitet (und ins Hochdeutsche umgesetzt)… ‚Ķ   Etymologisches W√∂rterbuch der deutschen sprache

  • Tanz ‚ÄĒ Tanz, gewisse, meist von Musik begleitete und in einem bestimmten Zeitma√ü (Rhythmus) ausgef√ľhrte k√∂rperliche Bewegungen, die, ausge√ľbt in dem sch√∂pferischen Drange nach einem in sich harmonischen Erleben des Weltgeschehens, durch technische… ‚Ķ   Meyers Gro√ües Konversations-Lexikon

  • Tanz ‚ÄĒ Tanz, s. Tanzkunst ‚Ķ   Kleines Konversations-Lexikon

  • Tanz ‚ÄĒ 1. A Tanz geht nit var (vor) an Essen. (J√ľd. deutsch. Warschau.) (S. ‚á® Essen, Subst., 35.) 2. Beim besten Tanz bleibt oft nicht eine Saite ganz. ‚Äď Par√∂miakon, 2334. Beim Spiel ist kein Gewinn. 3. Beim Tanz soll man erst sehen, wen man bei der… ‚Ķ   Deutsches Sprichw√∂rter-Lexikon

  • Tanz ‚ÄĒ Reigen, Reihen * * * Tanz [tantsŐģ], der; es, T√§nze [ t…õntsŐģ…ô]: 1. zum Vergn√ľgen, als Ausdruck bestimmter Vorstellungen o. √Ą. nach einem bestimmten, meist durch Musik hervorgebrachten Rhythmus ausgef√ľhrte Abfolge von Bewegungen des K√∂rpers: alte,… ‚Ķ   Universal-Lexikon

  • Tanz ‚ÄĒ Den Tanz anfangen: mit einer Sache den Anfang machen.{{ppd}} ‚ÄÄ‚ÄÄ‚ÄÄEinen Tanz hinlegen (oder aufs Parkett legen): schwungvoll tanzen, etwa seit 1900 aufgekommen. Der schw√§bische redensartliche Vergleich ‚Äļtanze wie dr Lump am Stecke‚ÄĻ meint ebenfalls… ‚Ķ   Das W√∂rterbuch der Idiome


Share the article and excerpts

Direct link
… Do a right-click on the link above
and select ‚ÄúCopy Link‚ÄĚ

We are using cookies for the best presentation of our site. Continuing to use this site, you agree with this.