Teotihuac√°n

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Teotihuac√°n
Die Sonnenpyramide und die ‚ÄěStra√üe der Toten‚Äú in Teotihuac√°n von der Mondpyramide aus gesehen

Teotihuacán ist eine ehemalige Stadt im mexikanischen Bundesstaat México. Die heutige Ruinenstätte liegt in der Nähe der heutigen Stadt San Juan Teotihuacán mit etwa 45.000 Einwohnern und befindet sich etwa 45 Kilometer nordöstlich von Mexiko-Stadt.

Das Stadtgebiet war bereits seit dem sechsten vorchristlichen Jahrhundert permanent besiedelt. Zwischen 100 und 650 nach Christus war Teotihuac√°n das dominierende kulturelle, wirtschaftliche und milit√§rische Zentrum Mesoamerikas. Auf dem H√∂hepunkt ihrer Entwicklung besa√ü die Stadt m√∂glicherweise bis zu 200.000 Einwohner und war damit zu ihrer Zeit die mit Abstand gr√∂√üte Stadt des amerikanischen Kontinents und eine der gr√∂√üten St√§dte der Welt. Ab etwa 650 begann ihr Einfluss zu schwinden, bis die Stadt um 750 schlie√ülich aus noch nicht vollst√§ndig gekl√§rten Gr√ľnden weitgehend verlassen wurde. In Zentralmexiko hielten sich jedoch kulturelle Einfl√ľsse noch bis zur spanischen Eroberung Mexikos. Die Azteken, die bei ihrer Einwanderung ins Hochland von Mexiko Teotihuacan als bereits seit mehreren Jahrhunderten verlassene Ruinenst√§tte vorfanden, sahen in ihr einen mythischen Ort und benannten sie mit dem bis heute fortlebenden Namen Teotihuacan (TńďotńęhuacńĀn[1]) Sie verstanden diesen Namen als wo man zu einem Gott wird.

Die Stadt wird seit der Zeit der Ankunft der ersten Spanier erforscht, professionelle Ausgrabungen finden jedoch erst seit etwa 1900 statt. Das Fehlen schriftlicher Hinterlassenschaften erschwerte die Forschungsarbeiten in nicht geringem Maße und bewirkte, dass viele Erkenntnisse nur durch Interpretation von Funden gewonnen werden können. Teotihuacán gehört seit 1987 zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Inhaltsverzeichnis

Lage und naturräumliche Voraussetzungen

Lage von Teotihuac√°n in Mexiko

Die Ruinenst√§tte befindet sich in Zentralmexiko, nord√∂stlich des Tales von Mexiko im Tal von Teotihuac√°n. Dieses umfasst ein Gebiet von gut 500 bis 600 Quadratkilometern und wird im Norden durch mehrere erloschene Vulkane sowie im S√ľden durch eine Gebirgskette mit Bergen von bis zu 2800 Metern H√∂he begrenzt. Durchflossen wird das Tal vom R√≠o San Juan, der saisonal durch mehrere kleinere Quellen gespeist wird und heute in den Xaltocan-See m√ľndet.

Im Tal von Teotihuac√°n herrscht ein warmgem√§√üigtes Klima; zwischen 1921 und 1968 wurde ein durchschnittlicher Jahresniederschlag von 550 Millimetern pro Jahr und eine Jahresdurchschnittstemperatur von 14,8 Grad Celsius gemessen.[2] Der Winter beginnt √ľblicherweise im Oktober und kann bis in den Mai hinein andauern. Danach beginnt die bis Oktober dauernde Regenzeit, wobei der gr√∂√üte Teil des Regens in den Sommermonaten f√§llt.

F√ľr die Landwirtschaft ist das Tal nur bedingt geeignet. W√§hrend der Ostteil vor allem flachgr√ľndige B√∂den aufweist und kaum Wasser vorhanden ist, gibt es im Westteil tiefergehende Alluvialb√∂den, und der San Juan f√ľhrt hier aufgrund einiger Quellen ganzj√§hrig Wasser. Daneben gibt es in unmittelbarer N√§he aber auch gr√∂√üere Vorkommen von nutzbaren Rohstoffen, etwa Obsidian (vor allem am Ostrand des Tales), Kalkstein, Tonminerale und mehrere Arten von Vulkangestein. Die Flora bestand vermutlich aus W√§ldern mit Eichen und Zypressen in den feuchteren sowie verschiedenen Str√§uchern in den trockeneren Gebieten.[3] An f√ľr den Menschen nutzbarer Fauna existierten mehrere Hasen- und Kaninchenarten, Nagetiere, V√∂gel, Reptilien sowie eine Hirschart, der Wei√üwedelhirsch.

Stadtanlage

Im Museum von Teotihuac√°n ausgestelltes Modell einer Rekonstruktion des Stadtzentrums: Sonnenpyramide (rechts), Mondpyramide (links im Hintergrund) sowie die ‚ÄěStra√üe der Toten‚Äú. Hier nicht zu sehen ist die etwas weiter s√ľdlich ebenfalls an der Stra√üe der Toten gelegene Ciudadela. (Blick in Richtung Nordosten)

Die Stadt Teotihuacán nahm auf dem Höhepunkt ihrer Entwicklung eine Fläche von mehr als 20 Quadratkilometern ein.[4] Die Anlage der Stadt erfolgte auf der Grundlage einer Rasteranordnung, die genauestens befolgt wurde. So wurde etwa auch der Río San Juan, der die Stadt durchfließt, durch Kanalisierung dem Raster angepasst.

Die Hauptachse der Stadt bildet die sogenannte Stra√üe der Toten (in Nahuatl: miccaotli), die die Stadt mit einer Abweichung von 15¬į 30‚Ä≤ nach Osten in Nord-S√ľd-Richtung durchzieht, jedoch nicht durchgehend, da sie immer wieder durch Treppend√§mme unterbrochen wird. Das n√∂rdliche Ende der Stra√üe bildet die Mondpyramide mit dem ihr vorgelagerten Platz und dem anliegenden Quetzalpapalotl-Palast. Im S√ľden l√§uft sie am Gro√üen Komplex (Great Compound) und dem diesem gegen√ľberliegenden Tempel des Quetzalcoatl vorbei auf den Berg Cerro Gordo zu, auf dessen Gipfel ein Tempel errichtet war. Dort befindet sich auch der gro√üe Hofkomplex, die ciudadela (Zitadelle), in der m√∂glicherweise die Herrscherfamilie oder deren direkte Untergebene lebten. Dazwischen wird die Stra√üe von zahlreichen Geb√§uden flankiert, die man aufgrund des gro√üen Aufwandes, mit dem sie ausgestattet und errichtet waren, f√ľr Wohnbauten der herrschenden Eliten h√§lt.[5]

Das Zentrum der Stadt bildet die Sonnenpyramide, nach der Gro√üen Pyramide von Cholula die zweitgr√∂√üte Pyramide des amerikanischen Kontinents.[4] Vor ihr befindet sich die plataforma adosada (zu deutsch etwa ‚Äěangeschlossene Plattform‚Äú), die als Zeremonialplatz gedient haben k√∂nnte. Die Zone, in denen sich die gr√∂√üten Pyramiden sowie die oben erw√§hnten Wohnh√§user der Oberschicht befanden, waren durch eine Mauer von der √ľbrigen Stadt abgetrennt. Die meisten Geb√§ude au√üerhalb davon wurden als sogenannte Apartment-Compounds identifiziert, gro√üe Wohnkomplexe, die f√ľr mehrere Familien ausgelegt waren. Sie waren jeweils in Gruppen (barrios, spanisch f√ľr Wohnviertel) zusammengeschlossen, die sich wiederum um einen gr√∂√üeren Compound gruppierten, der einen eigenen Tempelkomplex besa√ü. Es gab auch Viertel, die von Angeh√∂rigen anderer V√∂lker bewohnt wurden, so etwa von Zapoteken, Mixteken und auch Maya.

Im Nordwesten Teotihuac√°ns befand sich einer der √§ltesten Teile der Stadt, mit einer verh√§ltnism√§√üig hohen Bev√∂lkerungsdichte und vielen Tempeln aus der Fr√ľhzeit der Stadt. Der S√ľdwesten war dagegen eher sp√§rlich besiedelt, da sich dort der gr√∂√üte Teil der in direkter Umgebung der Stadt angelegten bew√§sserten Felder befand. Im Osten war Landwirtschaft aufgrund des zuvor geschilderten Wassermangels kaum m√∂glich.

Die Sonnenpyramide in der Frontalansicht

Sonnenpyramide

Hauptartikel: Sonnenpyramide von Teotihuac√°n

Die Sonnenpyramide liegt im Zentrum Teotihuacáns. Mit einer Grundfläche von 222 mal 225 Metern, einer Höhe von gut 65 Metern sowie einem Volumen von rund einer Million Kubikmetern ist sie die drittgrößte Pyramide der Welt. Sie wurde um 100 nach Christus in einem Arbeitsgang errichtet und war damit das erste größere Gebäude, das in Teotihuacán gebaut wurde. Ihren heutigen Namen erhielt sie von den Azteken.

Die Pyramide besitzt heute f√ľnf Stufen; urspr√ľnglich waren es nur vier. Der arch√§ologische Laie Leopoldo Batres versuchte 1906 bei der Freilegung, die Pyramide zu restaurieren und ging dabei von der Existenz von f√ľnf Stufen aus. Tats√§chlich entstand die heutige f√ľnfte Stufe √ľberhaupt erst durch Batres' Arbeiten aufgrund dieser Annahme. An der Seite, die zur Stra√üe der Toten weist, f√ľhrt eine Treppe √ľber die an der Pyramide angeschlossene plataforma adosada auf die Spitze. Dort befand sich ein kleiner Tempel, der heute nicht mehr zu sehen ist. In ihrem Kern besteht die Pyramide aus Adobe und Basalt, w√§hrend die Au√üenhaut mit Stuck √ľberzogen und bemalt war, wovon heute aber nichts mehr erhalten ist.

1968 wurde der Eingang einer H√∂hle entdeckt, die unter die Sonnenpyramide f√ľhrte. Dort wurden neben Artefakten aus der Zeit Teotihuac√°ns auch Gegenst√§nde aus aztekischer Zeit gefunden. Da au√üerdem in sp√§teren mesoamerikanischen Religionen H√∂hlen immer wieder als Orte der Sch√∂pfung galten, wird davon ausgegangen, dass die Pyramide religi√∂sen Zwecken diente. Welchem Gott die Sonnenpyramide geweiht war, ist noch nicht gesichert. Heute existieren keine Malereien mehr, die die Verehrung eines bestimmten Gottes belegen k√∂nnten; es wurde lediglich ein Gef√§√ü mit einer Abbildung des ‚ÄěSturmgottes‚Äú (oft mit dem sp√§teren aztekischen Gott Tlaloc identifiziert) gefunden, was aber allein ebenfalls kein stichhaltiger Beweis daf√ľr ist, dass dieser Gott hier auch verehrt wurde.

Die Kunsthistorikerin Esther Pasztory von der amerikanischen Columbia University bringt die Pyramide dennoch mit einer bestimmten Gottheit in Verbindung, der ‚ÄěGro√üen G√∂ttin‚Äú.[6] Von ihr existieren einige Abbildungen, die darauf deuten, dass sie eine Fruchtbarkeitsg√∂ttin war. In einigen F√§llen wird sie darauf auch mit H√∂hlen in Verbindung gebracht. Pasztorys Annahme beruht nun auf der H√§ufigkeit von Abbildungen der Gro√üen G√∂ttin und der daraus resultierenden gro√üen Bedeutung und auf der Interpretation der H√∂hle als typisch weibliches Symbol.

Die Mondpyramide mit der vorgelagerten Plaza de la Luna

Mondpyramide

Die am n√∂rdlichen Ende der Stra√üe der Toten gelegene Mondpyramide entstand rund ein Jahrhundert nach der Sonnenpyramide. Bei einer Grundfl√§che von 120 mal 150 Metern erreicht sie eine H√∂he von 46 Metern. Obwohl sie damit eigentlich kleiner ist als die Sonnenpyramide, liegt ihre Spitze mit der Spitze der Sonnenpyramide ungef√§hr auf gleicher H√∂he, da die Mondpyramide auf einer kleinen Erhebung liegt. Anders als die Sonnenpyramide entstand sie in mehreren Etappen. Die fr√ľheste Mondpyramide wurde um 100 nach Christus errichtet, bis 350 folgten insgesamt sieben Bauphasen. Grabungen unter der Pyramide brachten mehrere Kammern zum Vorschein, in denen sich menschliche √úberreste fanden.[7]

Esther Pasztory vermutet, dass die Mondpyramide dem ‚ÄěSturmgott‚Äú geweiht war, einer Gottheit, die laut Pasztory f√ľr Krieg und Opfer, aber auch f√ľr politische Belange zust√§ndig war.[8] Die Pyramide sei an diesem erh√∂hten Platz errichtet worden, weil sie dort von praktisch jedem Punkt in der Stadt aus sichtbar war. Mit der Architektur der Pyramide sollte demnach das Volk auch darauf hingewiesen werden, dass die Stadt als Ganzes eine ‚ÄěFestung der Ordnung‚Äú [9] inmitten der chaotischen und ungeordneten Natur darstellte.

Ciudadela

Der Innenbereich der Ciudadela mit dem Tempel des Quetzalcóatl
Einige Kopfskulpturen an der Frontseite des Tempels des Quetzalcóatl

Die Ciudadela war vermutlich eine h√∂fische Anlage oder ein Palast, vergleichbar der Verbotenen Stadt in Peking. Die umgebenden Mauern haben eine Seitenl√§nge von rund vierhundert Metern und schirmen das Innere weitgehend von Blicken von au√üen ab. Zentrum der Anlage bildet ein Geb√§udekomplex, bestehend aus Wohnanlagen sowie dem in der Mitte gelegenen Tempel des Quetzalcoatl, der ‚ÄěGefiederten Schlange‚Äú. Die Ciudadela war nur √ľber einen kleinen Eingang an der zur Stra√üe der Toten gewandten Frontseite zu erreichen. Der Platz im Inneren kann nach Ansicht von George L. Cowgill einhunderttausend Menschen Platz bieten und k√∂nnte dementsprechend f√ľr kultische Zwecke benutzt worden sein.[10]

Besonders der Tempel hat immer wieder das Interesse der Arch√§ologen erweckt. Er hat eine Seitenl√§nge von 65 mal 65 Metern und ist im tablero-talud-Stil errichtet. Der Bau des Tempels fand im Wesentlichen in drei Phasen statt. Die erste Phase bestand aus einem kleineren Geb√§ude, das mit der zweiten Phase √ľberbaut wurde. In der zweiten Phase entstand die heutige Pyramide, zeitgleich mit der Ciudadela nach 200 nach Christus. Sp√§ter f√ľgte man in der dritten Phase eine plataforma adosada hinzu, wie sie auch die anderen gro√üen Pyramiden besitzen. Jedoch ist aufgrund der Skulpturierung hier eindeutig zu sehen, dass die Pyramide dem Gott Quetzalcoatl geweiht war. An der Frontseite befinden sich zahlreiche Skulpturen, die den Kopf einer gefiederten Schlange darstellen. Es existieren aber noch weitere Darstellungen von anders geformten K√∂pfen, die bislang noch nicht exakt zugeordnet werden konnten. [11] Die heute g√§ngigste Interpretation dieser anderen Kopfskulpturen besteht in der Annahme, es handele sich dabei um eine Darstellung von K√∂pfen eines noch unbestimmten Wesens mit Kopfschmuck. Diese K√∂pfe liegen auf dem K√∂rper der gefiederten Schlange.

Da Quetzalc√≥atl auf sp√§teren Codices auch als Abendstern auftaucht, ist es zudem m√∂glich, dass mit der Pyramide auch dem Planeten Venus gehuldigt wurde. Daf√ľr sprechen auch die Ausma√üe der Ciudadela als Ganzes, denn mit der Teotihuac√°n Measurement Unit (TMU; Erkl√§rung im Abschnitt Wissenschaft) gemessen ist eine Seite der die Ciudadela umgebenden Mauer rund 484 TMU lang; eine Zahl, die fast genau der Anzahl der Tage im Venuszyklus entspricht, an denen der Planet als Morgen- oder Abendstern am Himmel zu sehen ist.

Dar√ľber hinaus wurden in mehreren Ausgrabungsphasen immer wieder Gr√§ber mit menschlichen √úberresten gefunden. Die Gr√§ber enthielten Opferbeigaben, doch waren einige zum Zeitpunkt ihrer Untersuchung bereits von Grabr√§ubern gepl√ľndert worden.

Apartment-Compounds

Die Apartment-Compounds sind Wohnkomplexe, die ab der Tlamimilolpa-Phase erbaut wurden und zu dieser Zeit die √§lteren Wohnh√§user aus Adobe abl√∂sten. Bis zur fr√ľhen Xolalpan-Phase errichteten die Bewohner wahrscheinlich rund 2200 Compounds von unterschiedlicher Gr√∂√üe. In der Regel besa√ü ein Compound eine Seitenl√§nge von f√ľnfzig bis sechzig Metern [12] und war aus Stein, in seltenen F√§llen auch aus Adobe, gemauert und verputzt. Diese rechteckigen Komplexe waren von einer mehrere Meter hohen Mauer umgeben und besa√üen nur einen Eingang. Im Inneren gab es viele in Gruppen (‚ÄěApartments‚Äú) angeordnete R√§ume, H√∂fe und G√§nge und zus√§tzlich noch mindestens eine Tempelplattform. Nach den Sch√§tzungen von Ren√© Millon wurden die Apartment-Compounds von mindestens sechzig, vermutlich aber durchschnittlich einhundert Menschen oder mehr bewohnt. [13]

Jeder Compound wurde nach einem bestimmten Plan in einem Baugang errichtet und jahrhundertelang bewohnt; bei Reparaturen wurde nur selten etwas an der urspr√ľnglichen Anlage ver√§ndert. Da sich hinsichtlich Ausstattung und Ausma√üen zum Teil recht gro√üe Unterschiede ergeben, scheinen die Compounds von verschiedenen gesellschaftlichen Schichten bewohnt gewesen zu sein. Es wurde anhand dessen versucht, eine gesellschaftliche Ordnung zu rekonstruieren (siehe dazu den Abschnitt Gesellschaft weiter unten). Besonders in den niederen Schichten kam es so etwa vor, dass R√§ume auch f√ľr handwerkliche Zwecke genutzt wurden. Die Apartment-Compounds waren au√üerdem in Vierteln (‚ÄěBarrios‚Äú) organisiert, die die n√§chsth√∂here Organisationsform darstellten.

Die Kultur von Teotihuac√°n

Gesellschaft

Die soziale Struktur Teotihuac√°ns kann nur indirekt rekonstruiert werden, da direkte schriftliche Belege fehlen. Gemeinhin wird die Gesellschaft in der Stadt anhand der unterschiedlichen Ausstattung der Apartment-Compounds in sechs Schichten eingeteilt. An der Spitze standen demnach die Herrscher mit ihren Familien, die in den Compounds in der Ciudadela lebten. Darunter scheint eine Schicht von hohen Priestern und Beamten gestanden zu haben, eventuell unterst√ľtzt von Kriegerh√§uptlingen. Beide Schichten waren wohl gemeinsam f√ľr die Organisation der Stadt zust√§ndig; vermutlich umfassten beide Gruppen nicht mehr als einige tausend Menschen. Der Gro√üteil der Bev√∂lkerung war dagegen Teil der mittleren Schichten, also Bauern und Handwerker sowie niedere Priester bzw. Beamte. Die Einteilung in diese drei Schichten erfolgte hierbei nach den drei Compounds Zacuala-Palast, Teopancaxco und Xolalpan, die jeder f√ľr sich jeweils eine Schicht repr√§sentieren. Zur Unterschicht z√§hlte eine kleinere Anzahl von Familien, die innerhalb eines Compounds nur einen oder zwei R√§ume bewohnte und kleinere Hilfsarbeiten verrichtete, etwa bei Bauarbeiten. Wahrscheinlich, aber bislang ungesichert, ist zus√§tzlich die Existenz von reisenden Fernh√§ndlern wie bei den Azteken sowie einer etwas gr√∂√üeren Gruppe von Tr√§gern.

Wirtschaft

Die Einwohner Teotihuac√°ns bezogen den Gro√üteil ihrer Nahrungsmittel durch Landwirtschaft. Angebaut wurden unter anderem Mais, Bohnen, Amarant (eine getreide√§hnliche Pflanze), Paprika, Tomatillo (tomatl) und K√ľrbisse. H√§ufige Anbaumethoden waren Terrassierung und Bew√§sserungsfeldbau, zum Teil Sturzwasserfeldbau. Die Existenz von Bew√§sserungssystemen, die von den Einwohnern Teotihuac√°ns genutzt wurden, konnte erst 1954 durch Luftaufnahmen nachgewiesen werden. Das dazu n√∂tige Wasser stammt aus einem Quellensystem in der N√§he des heutigen San Juan Teotihuac√°n, das m√∂glicherweise von unterirdischen Flussl√§ufen unter dem Cerro Gordo gespeist wird. Eventuell gab es bereits eine Vorform der Chinampas, wie sie die Azteken anlegten, auf B√∂den, die durch die Entnahme von Quellwasser trockengelegt worden waren. Die Bauern in Teotihuac√°n hatten dabei nicht nur ihre eigenen Familien zu versorgen, sondern auch die nicht in der Nahrungsmittelproduktion arbeitende Bev√∂lkerung zu ern√§hren. Bei einem angenommenen Bedarf von 2000 kcal pro Kopf und Tag und zweihundert Arbeitstagen im Jahr ergeben sich laut einer Studie von William T. Sanders und Robert S. Santley [14] je nach Bodenbedingungen √úbersch√ľsse zwischen einer (Regenfeldbau) und f√ľnfzehn zus√§tzlich ern√§hrten Personen (Chinampas). Dennoch konnte sich Teotihuac√°n nicht aus eigener Kraft mit Nahrungsmitteln versorgen, f√ľr rund drei√üig bis f√ľnfzig Prozent der Einwohner mussten die Nahrungsmittel importiert werden.

Zus√§tzlich wurden auch noch Pflanzen gesammelt, etwa Wacholderbeeren, Binsen, Portulak, Opuntien sowie einige Kr√§uterarten. Der Anteil dieser Wildpflanzen an der Nahrung ist nicht sicher bestimmbar. Daneben wurden noch Tiere gejagt, darunter vor allem Wei√üwedelhirsche, aber auch Kaninchen und Wasserv√∂gel. Domestiziert wurden lediglich Truth√§hne und Hunde, doch ist es unsicher, ob sie zu Ern√§hrungszwecken gehalten wurden. Bislang wurden an gefundenen Truthahnknochen keine Schlachtspuren gefunden und die Haltung eines Hundes w√§re bei weitem nicht rentabel genug gewesen.[15] Da bei den Azteken jedoch Hundefleisch als Delikatesse galt, wird es f√ľr m√∂glich gehalten, dass dies auch f√ľr die Bewohner Teotihuac√°ns galt.

F√ľr die gro√üe wirtschaftliche Bedeutung Teotihuac√°ns war besonders Obsidian wichtig. Obsidian ist vor allem zur Herstellung von Schneidewerkzeugen geeignet und verh√§ltnism√§√üig leicht zu bearbeiten. Die gr√∂√üten Obsidianvorkommen Mesoamerikas liegen im Umkreis von wenigen Dutzend Kilometern um die Stadt und wurden zur damaligen Zeit auch ausgebeutet. Haupts√§chlich wurde der hochwertige gr√ľne Obsidian verwendet, der im f√ľnfzig Kilometer in nord√∂stlicher Richtung gelegenen Pachuca abgebaut wurde, aber es gibt auch Vorkommen von grauem und braunem Obsidian in der N√§he. Andere verwendete Rohstoffe waren Ton f√ľr Keramik, Basalt, Adobe und Tuff f√ľr Bauvorhaben sowie Mineralien wie Zinnober aus Minen im heutigen Bundesstaat Quer√©taro f√ľr Malereien. Werkst√§tten konnten bislang jedoch fast ausschlie√ülich f√ľr Obsidianwerkzeuge und Keramik nachgewiesen werden.

Die Werkst√§tten waren aufgrund der angewandten Herstellungstechniken sehr produktiv, w√§hrend gleichzeitig der Verbrauch der aus Obsidian gefertigten Werkzeuge eher gering war. Ein gro√üer Teil davon scheint f√ľr den Export gefertigt worden zu sein, denn w√§hrend William T. Sanders und Robert S. Santley eine Verbraucheranzahl von mehreren Millionen Menschen annahmen [16], errechnete der amerikanischer Arch√§ologe John Clark, dass m√∂glicherweise zehn bis zwanzig Handwerker f√ľr die Selbstversorgung der Stadt ausgereicht h√§tten.  [17]

Handel, insbesondere der Fernhandel, spielte eine gro√üe Rolle f√ľr die Wirtschaft Teotihuac√°ns. Das genaue Handelsvolumen kann nicht ermittelt werden. Innerhalb der Stadt erfolgte Handel vermutlich vor allem auf dem Great Compound, einem gro√üen Platz, der der Ciudadela gegen√ľber an der Westseite der Stra√üe der Toten liegt. Die Existenz kleinerer M√§rkte ist (noch) nicht belegt. Mit dem Fernhandel wurde dagegen auch ein Teil der Rohstoffe in die Stadt gebracht, der nur wenig oder √ľberhaupt nicht in der N√§he zu finden war. Dazu z√§hlen etwa Baumwolle und Kakao aus Morelos, H√§matit, Jadeit, T√ľrkis und Zinnober aus dem Bereich der Chalchihuites-Kultur in Durango und Zacatecas sowie Keramik aus anderen Regionen; exportiert wurden neben Keramik wie oben erw√§hnt Obsidianwerkzeuge. Der Handel f√ľhrte zu gro√üem kulturellen Einfluss Teotihuac√°ns bis in das Territorium des heutigen Guatemala und der USA hinein.

Religion

Wandmalerei in Wohnkomplex Tepantitla: die Vergn√ľgungen im ‚ÄěParadies des Regengottes‚Äú Tlalocan
Ein von Archäologen entdecktes Grab. Die Grabbeigaben weisen auf einen Glauben an ein Leben nach dem Tod hin
Abbildung der Gro√üen G√∂ttin von Teotihuac√°n an einer Wand im Tepantitla‚ÄďCompound
Felder f√ľr das Patolli-Spiel in den Stuckfu√üboden gekratzt

Die Religion spielte im Leben der Bewohner von Teotihuac√°n eine zentrale Rolle.[18] Sie war polytheistisch, das hei√üt es gab mehrere G√∂tter, die jeweils eine oder mehrere ‚ÄěAufgaben‚Äú hatten. Viele der wichtigsten G√∂tter wurden von fr√ľheren Kulturen √ľbernommen und auch noch Jahrhunderte sp√§ter von den Bewohnern Zentralmexikos verehrt. Unter anderem deshalb bezeichnet man sie in der Forschung in Unkenntnis ihres echten Namens oft mit ihren sp√§teren aztekischen Namen, soweit eine eindeutige Identifizierung m√∂glich war. Zu diesen G√∂ttern z√§hlen unter anderem Quetzalcoatl, die ‚ÄěGefiederte Schlange‚Äú, Tlaloc, der Gott des Regens und des Ackerbaus, der ‚ÄěAlte Gott‚Äú Huehueteotl, der schon in der Pr√§klassik in der Siedlung Cuicuilco verehrt wurde und von dort aus nach Teotihuac√°n kam, und der ‚ÄěFette Gott‚Äú sowie Xipe Totec, der hautlose Gott des Fr√ľhlings, beide Fruchtbarkeitsg√∂tter. Eine andere, wichtige Gottheit war zudem die ‚ÄěGro√üe G√∂ttin‚Äú. Oft hatte ein Gott mehrere Erscheinungsformen; beispielsweise konnte Tlaloc als Schlange, Vogel oder auch als Jaguar auftreten.

Entsprechend ihrer Funktionen wurden Rituale f√ľr jeden Gott durchgef√ľhrt, wie Wandmalereien zeigen. Dabei wurden oft auch Opfer gebracht. Die Frage, ob auch Menschen geopfert wurden, konnte w√§hrend Ausgrabungen endg√ľltig gekl√§rt werden, die zwischen 1998 und 2004 an der Mondpyramide durchgef√ľhrt wurden. Arch√§ologen unter Leitung von Saburo Sugiyama fanden dort mehrere Gr√§ber mit Toten, deren sterbliche √úberreste sichtbare Spuren von Gewaltanwendung aufwiesen, aber auch von Menschen, die lebendig begraben worden waren.[19] Da in der Kunst oft auch Motive auftauchen, die mit dem Tod in Verbindung gebracht werden, wird vermutet, dass ein Totenkult existierte.

Kunst und Architektur

In nahezu allen Geb√§uden in Teotihuac√°n gibt es Wandmalereien. Sie sind die Hauptquelle f√ľr die Untersuchungen des t√§glichen Lebens der Bewohner sowie der Gesellschaftsstruktur. Bei der Bemalung wurde √ľblicherweise rot als Hintergrundfarbe verwendet; die √ľbrigen Farben dienten zur Darstellung der gew√§hlten Motive. Diese sind zahlreich, ihnen wohnt aber auch ein hohes Ma√ü an Symbolik inne. Behandelt wurden unter anderem mythologische und religi√∂se Darstellungen, aber auch Abbildungen von Menschen bei ihren allt√§glichen T√§tigkeiten und vor allem von hohen W√ľrdentr√§gern und auch Kriegern in der Schlacht.

Maske aus Serpentin, vermutlich Tlamililolpa-Phase, Dumbarton Oaks-Museum, Washington D.C.

Skulpturen gibt es im Wesentlichen in zwei Formen: solche, die unmittelbar in die Architektur eines Geb√§udes eingebunden sind, und kleinere Objekte, wie kleinere Figuren oder Masken. F√ľr die erste Gruppe sind die Skulpturen am Tempel des Quetzalc√≥atl beispielhaft, an dessen Fassade viele Schlangenk√∂pfe angebracht sind als Abbildung des Gottes Quetzalc√≥atl. Viele der kleineren Skulpturen bestehen aus Stein, Alabaster, Obsidian und anderen Werkstoffen und wurden mit Steinwerkzeugen bearbeitet. Nicht selten sind sie mit Muscheln oder Obsidian verziert. Vasen und √§hnliche Gef√§√üe wurden dagegen aus Ton gefertigt. Viele der Masken sind eher als Skulpturen zu betrachten, da sie flache R√ľckseiten und keine Augen- und Mund√∂ffnungen haben und daher offenbar nicht zum Tragen durch Personen bestimmt waren.

Konstruktionsweise von tablero (ebener Fl√§che) und talud (Schr√§ge) bei der Gestaltung von Geb√§udefassaden. Gelb: Tragplatten, rot: Aufbau des Tablero, gr√ľn: innere Konstruktion, braun: rohe Oberfl√§che unter der Stuckverkleidung (schwarz)

Die Geb√§ude in Teotihuac√°n wurden √ľblicherweise aus Stein und Adobe errichtet. Charakteristisches Merkmal der Architektur ist dabei das sogenannte Tablero-talud. Mit diesem Begriff wird die Abwechslung zwischen einer senkrechten Fl√§che (tablero), die kastenartig hervorragt und deren Innenfeld eingesenkt und oft auch bemalt ist, und einer nach oben und innen ragenden Schr√§ge (talud) bezeichnet. In der klassischen Periode Mesoamerikas wurde das Tablero-talud nicht nur in Teotihuac√°n, sondern auch einigen anderen Kulturen verwendet, doch ist das Vorkommen dieses Stilelements nicht als alleiniges Indiz f√ľr eine Oberhoheit Teotihuac√°ns zu sehen, sondern war zu dieser Zeit vielmehr ein allgemeines Stilmittel.

Ein anderes, typisches Kennzeichen ist der hohe Grad an Symmetrie. Dies ist nicht nur bei einzelnen Geb√§uden, sondern auch der Anordnung eines einzelnen Geb√§udes unter mehreren und sogar in der Stadtplanung erkennbar. Teotihuac√°n war nach zwei Achsen in Ost-West- und Nord-S√ľd-Richtung angeordnet und das gesamte Grundraster nach einer bestimmten Richtung ausgerichtet. Ob dabei auch religi√∂se Motive eine Rolle spielten, wie etwa bei den Maya, ist ungewiss.

Wissenschaft

Markierungskreis in der Ciudadela

Die ausgereifte Planung der Stadtanlage und der gro√üen Bauten lassen auf einen hohen Grad an mathematischen und astronomischen Kenntnissen schlie√üen, wenngleich zumindest letzteres nicht beweisbar ist.[20] [21] Zwar deutet die Ausrichtung des st√§dtebaulichen Rasters auf den Sonnenuntergang am 12. August sowie am 29. April auch auf kalendarisches Wissen hin [22], doch l√§sst sich dies auch aus der Sichtlinie zwischen Sonnenpyramide und dem Cerro Gordo erkl√§ren. F√ľr diese Interpretation spricht der Fund zahlreicher Markierungskreise in und au√üerhalb von Teotihuac√°n, die vielleicht zur Vermessung gedient haben k√∂nnten. Dem widerspricht jedoch die Tatsache, dass solche Kreise auch im Inneren von Geb√§uden gefunden wurden.

F√ľr die Errichtung von Geb√§uden war wahrscheinlich die Teotihuac√°n Measurement Unit (TMU) entscheidend, eine Ma√üeinheit f√ľr eine L√§nge von etwa 80 bis 85 Zentimetern. Es wird vermutet, dass diese Ma√üeinheit die Standardeinheit f√ľr L√§ngenma√üe war, auf deren Grundlage die Ma√üe nicht nur einzelner Geb√§ude festgelegt wurden, sondern auch die Entfernungen zwischen den wichtigsten Bauten. Letztlich bewiesen werden kann diese These jedoch noch nicht.[23] Es wird aber dennoch angenommen, dass auch die Ma√üe vieler Geb√§ude oder Entfernungen zwischen Bauten, gemessen in TMU, sich auf wichtige kalendarische Daten beziehen, denen auch in sp√§terer Zeit noch Bedeutung zukam.

Ebenso gibt es keine Hinweise auf die Existenz einer vollständig ausgearbeiteten Schrift. Es existieren zwar Glyphen, die von manchen Forschern als entwickelte Vorform einer Schrift gesehen werden[24], doch kann man hierbei nicht von lesbaren Texten sprechen. Welche Sprache die Bewohner Teotihuacáns sprachen, ist deshalb unbekannt.

Geschichte

Die Geschichte Teotihuac√°ns musste komplett aus arch√§ologischen Funden rekonstruiert werden. Dabei ergaben sich zus√§tzlich zu den Beschr√§nkungen, die sich bei nicht-schriftlichen Quellen ergeben, einige Schwierigkeiten, da es etliche Funde gibt, die ihrer Datierung nach √ľberhaupt nicht zu anderen Objekten am Fundort zu passen scheinen. Obwohl es Erkl√§rungsans√§tze f√ľr einige Fundobjekte gibt, bleibt ein genauer zeitlicher Ansatz f√ľr die einzelnen Epochen schwierig zu definieren.

Aufstieg

Erste Spuren der Besiedlung des Tales von Mexiko lassen sich f√ľr einen Zeitpunkt um 1500 vor Christus nachweisen. Das Tal wurde von Menschen aus dem S√ľden bev√∂lkert, deren Nachkommen mit einiger Wahrscheinlichkeit die sp√§teren Bewohner von Teotihuac√°n und der Nachbarorte waren.

W√§hrend der pr√§klassischen Cuanalan-Phase (circa 550 bis 150 vor Christus) existierten auf dem sp√§teren Stadtgebiet von Teotihuac√°n einige D√∂rfer. In der nachfolgenden Patlachique-Phase (100 vor Christus bis zur Zeitenwende) entstand daraus eine Stadt mit gut 20.000 Einwohnern, die rund 6 Quadratkilometer an Fl√§che einnahm. Der Stadtkern befand sich im Nordwesten des sp√§teren Zentrums. √úber das Aussehen Teotihuac√°ns zu dieser Zeit kann man nur Vermutungen anstellen, da aufgrund sp√§terer Bebauung kaum √úberreste von Geb√§uden der Patlachique-Phase blieben. Aus eben diesem Grund bestehen die arch√§ologischen Funde dieser Epoche fast ausschlie√ülich aus Keramik. W√§hrend dieser ersten beiden Epochen war Teotihuac√°n eines von mehreren regionalen Zentren im Tal von Mexiko. Im ersten vorchristlichen Jahrhundert wurde jedoch die Siedlung Cuicuilco im S√ľdwesten des Tals, die zuvor der gr√∂√üte Konkurrent Teotihuac√°ns gewesen war, durch einen Vulkanausbruch zerst√∂rt. In der Folgezeit stieg die Einwohnerzahl von Teotihuac√°n sprunghaft an, vermutlich da die Stadt viele Fl√ľchtlinge aus Cuicuilco aufnahm.[25]

In den ersten beiden Jahrhunderten nach Christus (Tzacolli-Phase bis 150 nach Christus) wurden schlie√ülich die Grundz√ľge f√ľr das heutige Aussehen der Stadt gelegt. Es entstanden die Sonnenpyramide, die Stra√üe der Toten sowie eine Vielzahl kleinerer Tempel. Wie viele Einwohner Teotihuac√°n zu dieser Zeit besa√ü, kann kaum bestimmt werden; die Sch√§tzungen liegen zwischen 30.000 und 80.000 Menschen. Die Stadt erstreckte sich aber bereits auf einer Fl√§che von √ľber 20 Quadratkilometern und hatte damit ihre gr√∂√üte Ausdehnung erreicht. Der Bev√∂lkerungszuwachs sp√§terer Jahrhunderte wurde durch eine h√∂here Bebauungsdichte erreicht. Es wird vermutet, dass die Gr√ľnde f√ľr das schnelle Wachstum haupts√§chlich spiritueller Natur sind. Daf√ľr spricht einerseits die Existenz einer 1968 entdeckten H√∂hle unter der Sonnenpyramide, die nachweislich f√ľr kultische Handlungen benutzt wurde, und der Bau der wichtigsten Tempelgeb√§ude in einem relativ fr√ľhen Abschnitt der Geschichte Teotihuac√°ns. Letzteres d√ľrfte ohne einen hohen Grad an organisierter Verwaltung kaum m√∂glich gewesen sein, was sp√§ter auch das wirtschaftliche Wachstum beg√ľnstigte.[5] In der folgenden Miccaotli-Phase (150 bis 250) entstanden im Zuge einer Einteilung der Stadt in vier gro√üe Teile zudem auch die Stra√üe der Toten, die Cuidadela und der Tempel des Quetzalcoatl.

Bl√ľtezeit

Ab dem dritten Jahrhundert stieg Teotihuac√°n endg√ľltig zur dominierenden Gro√ümacht auf. Die Bev√∂lkerungszahl stieg in der Zeit der Tlamimilolpa-Phase (circa 200 bis 450) auf eine Gr√∂√üenordnung zwischen 100.000 und 200.000 Menschen, die sich immer noch auf 20 Quadratkilometern Fl√§che konzentrierten. Statt der fr√ľher aus Lehmziegeln (Adobe) errichteten H√§user baute man nun gr√∂√üere Wohnkomplexe, die sogenannten Apartment-Compounds und √ľberbaute viele der alten Geb√§ude. In dem Ma√üe, wie Teotihuac√°ns wirtschaftliche Macht anwuchs, vor allem durch den Handel mit Obsidian, str√∂mten nun auch Angeh√∂rige anderer V√∂lker in die Stadt, wo sie eigene Viertel bewohnten. Die landwirtschaftlichen Ertr√§ge aus dem Bew√§sserungsfeldbau im Tal von Teotihuac√°n alleine reichten jedoch nicht mehr aus, die Bev√∂lkerung zu ern√§hren, weshalb Nahrungsmittel aus dem Tal von Mexiko und aus der Gegend des heutigen Pachuca de Soto importiert werden mussten.

Der kulturelle Einfluss Teotihuac√°ns begann sich in der Tlamimilolpa-Phase auszuweiten. Bei den Maya tritt eine erste Beeinflussung im vierten Jahrhundert auf, die sich in der Folgezeit in Architektur und Kunst niederschl√§gt. Am deutlichsten kann man dies in der Umgebung der St√§dte Kaminaljuy√ļ und Tikal erkennen. Ob die Beeinflussung durch eine milit√§rische Eroberung und eine nachfolgende direkte Kontrolle durch Teotihuac√°n oder anderweitig zustande kam, ist nicht gesichert; nur in Tikal ist eine milit√§rische Einflussnahme im Jahr 378 nachweisbar.[26]

Den H√∂hepunkt ihrer Entwicklung erreichte Teotihuac√°n jedoch erst in der Xolalpan-Phase (rund 450 bis 650). Der Einfluss der Stadt erstreckte sich nunmehr √ľber einen Gro√üteil Mesoamerikas. Neben den un√ľbersehbaren k√ľnstlerischen und architektonischen √Ąhnlichkeiten bei den Maya sind selbst im Gebiet der Hohokam-Kultur im heutigen Grenzgebiet zwischen den USA und Mexiko Handelsbeziehungen mit Teotihuac√°n und kultureller Einfluss nachweisbar. In der Stadt selbst verdichtete sich die Besiedlung nochmals.

Niedergang

Es scheint, dass bereits in der ersten H√§lfte des sechsten Jahrhunderts die gro√üe kulturelle Ausstrahlung Teotihuac√°ns zu schwinden begann. Dies f√ľhrte in den jeweiligen Gebieten, insbesondere bei den Maya, zu kulturellen Krisen, die mehrere Jahrzehnte andauerten. Die Baut√§tigkeit in Teotihuac√°n blieb jedoch weiterhin ungebrochen; es kam sogar noch zu einer erneuten Bev√∂lkerungskonzentration, bis schlie√ülich rund 90 Prozent der gesamten Bev√∂lkerung des Tales von Teotihuac√°n in der Stadt selbst lebte.

Erst ab 650, mit dem Beginn der Metepec-Phase, begann die Bev√∂lkerungszahl aus unbekannten Gr√ľnden zu schrumpfen. Die Stadt scheint ihre urspr√ľngliche Bedeutung als wirtschaftliches Zentrum allm√§hlich an Konkurrenten verloren zu haben, bis sie sich schlie√ülich nicht mehr selbst versorgen konnte. Um 750 kam es zum fast v√∂lligen Zusammenbruch. Die wichtigsten Geb√§ude im Zentrum der Stadt wurden niedergebrannt, der Gro√üteil der √ľbrigen Viertel blieb dabei aber weitgehend ohne Sch√§den. Anzeichen f√ľr einen Angriff von au√üen gibt es nicht. Es wird daher vermutet, dass die Einwohner die Zerst√∂rungen in einem rituellen Akt selbst angerichtet haben, wie es schon von den Olmeken bekannt ist.[27] Gleichzeitig verlie√üen rund 80 Prozent der verbliebenen Bev√∂lkerung die Stadt. Die Vermutung, ein extrem kaltes Jahr (535-536), das in Europa, Afrika und Asien historisch nachgewiesen ist[28], h√§tte diesen dauernden Effekt gehabt, ist nicht √ľberpr√ľfbar. Gegen diese These spricht, dass au√üerhalb des Tals von Teotihuacan keine entsprechende Erscheinung festzustellen ist. Nach der Aufgabe der Stadt existierte in Zentralmexiko rund zwei Jahrhunderte lang ein Machtvakuum, das zun√§chst von keinem anderen kleineren Zentrum ausgef√ľllt werden konnte, bis die Tolteken im 10. Jahrhundert schlie√ülich die Vorherrschaft erlangten.

Nach kurzer Unterbrechung kam es zu einer erneuten, wenngleich nicht sehr zahlreichen Besiedlung der √§u√üeren Viertel. Allerdings konnten die Bewohner den fr√ľheren gro√üen kulturellen und wirtschaftlichen Einfluss Teotihuac√°ns nicht mehr wiederherstellen. Ebenso erreichte das Kunsthandwerk nicht mehr seine ehemalige Qualit√§t. Die letzten Bewohner verlie√üen die Stadt mindestens ein Jahrhundert nach der Zerst√∂rung des Stadtzentrums. Jedoch geriet die Stadt nie ganz in Vergessenheit, sie wurde stattdessen zu einem wichtigen Wallfahrtsort. Insbesondere die Azteken verehrten Teotihuac√°n, da sie den Ort als den Platz ansahen, an dem die Welt erschaffen und ihre G√∂tter geboren wurden.

Erforschung

Kolonialzeitliche Berichte und erste Ausgrabungen

Alexander von Humboldt auf einem Gemälde von Friedrich Georg Weitsch (1806). Humboldt bereiste den amerikanischen Kontinent zwischen 1799 und 1804 und besuchte in Mexiko unter anderem die Ruinenstätten Mitla, El Tajín, Xochicalco und Cholula, welche er neben Teotihuacán in einem seiner Werke beschrieb.

Auch nach der Unterwerfung der Azteken durch die spanischen Konquistadoren zwischen 1519 und 1521 geriet Teotihuac√°n nie v√∂llig in Vergessenheit. Die spanischen Chronisten wie Bernardino de Sahag√ļn, Toribio de Benavente Motolin√≠a, Ger√≥nimo de Mendieta sowie dessen Sch√ľler Juan de Torquemada erw√§hnen die Stadt in ihren Schriften. 1675 lie√ü Carlos de Sig√ľenza y G√≥ngora einige Grabungen im Bereich der Mondpyramide vornehmen und einen Tunnel in die Mondpyramide graben. Seine Arbeiten waren die ersten arch√§ologischen Ausgrabungen auf dem amerikanischen Kontinent. Auch in Alexander von Humboldts Ansichten der Kordilleren und Monumente der eingeborenen V√∂lker Amerikas findet Teotihuac√°n Erw√§hnung, wenngleich aus dem Werk nicht hervorgeht, ob er die Ruinenst√§tte selbst besucht hat. 1864 lie√ü die Comisi√≥n Cient√≠fica de Pachuca die Pyramiden vermessen und ihre geographischen Koordinaten feststellen sowie eine Landkarte des Gebietes erstellen.

Dennoch konzentrierte sich das Interesse der damaligen Arch√§ologen vorwiegend auf die Mitte des 19. Jahrhunderts entdeckten St√§tten der Maya. 1884/85 begann der Mexikaner Leopoldo Batres mit einer Reihe von Ausgrabungen und restaurierte dabei einige der Monumente. Er wurde jedoch schwer kritisiert, da w√§hrend der Ausgrabungen immer wieder Artefakte besch√§digt wurden und er in den Augen vieler Arch√§ologen nicht wissenschaftlich arbeitete. Diese Vorw√ľrfe waren nicht ganz unbegr√ľndet, denn Batres war kein ausgebildeter Arch√§ologe, sondern hatte seine Kenntnisse durch Eigenstudium erworben. Allerdings bewirkten seine Ma√ünahmen auch, dass sich der mexikanische Staat zur Finanzierung weiterer Forschungsprogramme bereit erkl√§rte.

Intensivierung der Forschungen

1915 fasste der deutsche Arch√§ologe Eduard Georg Seler die bisherigen Erkenntnisse in seinem Werk Die Teotiuacan-Kultur [sic!] des Hochlands von M√©xiko zusammen und analysierte sie. Er interpretierte die Ruinen als Relikte einer herausragenden Kultur, die innerhalb einer einheitlichen kulturellen Tradition eine wichtige Rolle innehatte. Von 1917 bis 1922 leitete dann Manuel Gamio die Ausgrabungsarbeiten in Teotihuac√°n, ein Sch√ľler des deutschen Anthropologen Franz Boas und seit 1917 Direktor der neu gegr√ľndeten Direcci√≥n de Antropologia. Er lie√ü den Tempel des Quetzalc√≥atl restaurieren und unternahm eine Untersuchung der stratigraphischen Abfolge. Nach dem Ende der Ausgrabungen ver√∂ffentlichte er im dreib√§ndigen Werk La poblaci√≥n del Valle de Teotihuac√°n die Ergebnisse seiner Forschungen. Darin verglich Gamio die urspr√ľngliche indigene Bev√∂lkerung mit der sp√§teren Mischlingsbev√∂lkerung in gesellschaftlicher und kultureller Hinsicht. Zu diesem Zweck untersuchte er in seiner Arbeit unter anderem die geographischen und geologischen Verh√§ltnisse des Terrains, die k√∂rperliche Beschaffenheit der pr√§kolumbischen Einwohner, ihre religi√∂sen Ansichten, ihre Architektur und auch ihre Kunstwerke, wobei sich dieser Teil fast ausschlie√ülich auf Skulpturen bezog. Er kam zu dem Schluss, dass die indigene Gesellschaft immer mehr an Einfluss verlor und in der Gegenwart vom Verlust ihrer kulturellen Identit√§t bedroht war.

Gamios Werk erweckte endg√ľltig das Interesse der Fachwelt. 1922 wurde im Zuge einer Untersuchung der Keramiktypen und -stile festgestellt, dass man erst die Beziehungen Teotihuac√°ns zu anderen Kulturen Mesoamerikas erforschen m√ľsse, um die Entwicklung der Stadt selbst rekonstruieren zu k√∂nnen. In den drei√üiger Jahren versuchten George Vaillant und Eduardo Noguera, diese Schlussfolgerung aufzugreifen. Sie stellten Gemeinsamkeiten im Keramikstil mit Funden aus den mexikanischen Bundesstaaten Guanajuato, Michoac√°n, Jalisco und Zacatecas fest.

Der Schwede Sigvald Linn√© fand dann 1932 mit dem Xolalpan-Compound den ersten Apartment-Compound; 1942 folgte die Entdeckung des Tlamimilolpa-Compounds. Er konnte mit der Mazapa-Kultur erstmals eine fr√ľhere Kultur von der Teotihuac√°ns abgrenzen. Seine Ergebnisse wurden in den ersten umfassenden Ausgrabungsberichten √ľber Teotihuac√°n ver√∂ffentlicht. Alfonso Caso fand zudem 1940 die Tlaloc√°n-Wandmalereien, die ein erstes Bild vom t√§glichen Leben der Bewohner Teotihuac√°ns lieferten. Eine andere Studie im Viking-Komplex (benannt nach der Stiftung, die die Studie finanzierte) machte es 1944 zudem m√∂glich, zumindest einige Eckpunkte der Chronologie festzulegen. Dem Ausgrabungsleiter Pedro Armillas gelang es, verschiedene Architektur- und Keramikstile in Verbindung zu bringen.

Die archäologischen Großprojekte der sechziger und siebziger Jahre

In den f√ľnfziger Jahren √ľbernahm das mexikanische Nationale Institut f√ľr Geschichte und Anthropologie (spanisch Instituto Nacional de Antropolog√≠a e Historia) die Grabungsarbeiten und lie√ü haupts√§chlich mehrere weitere Compounds untersuchen. Das 1960 initiierte Proyecto Teotihuac√°n hatte insbesondere die Strukturen entlang der Stra√üe der Toten im Blick. Neben dem Quetzalpapalotl-Palast wurden insgesamt zehn weitere neue Geb√§ude freigelegt, wodurch das zeremonielle Zentrum entdeckt war. Der Schwerpunkt lag neben der Ausgrabung bislang unerforschter Geb√§ude au√üerdem auf der Entdeckung von Wandmalereien und Friesen, jedoch bem√ľhte man sich auch, die Ausgrabungsst√§tte verst√§rkt f√ľr Touristen zug√§nglich zu machen. Nach 1962 wurde das Projekt intensiviert und es kam zur Restauration des Zeremonialzentrums. Schlie√ülich wurde es auch noch m√∂glich, eine komplette Abfolge der Keramikstile aufzustellen.

1962 begann die University of Rochester mit dem gro√üangelegten Teotihuac√°n Mapping Project. Bis 1970 wurde das Gebiet von Teotihuac√°n systematisch kartiert und die Grenzen der Stadt selbst gesucht. Zu diesem Zweck teilte man das Stadtgebiet in 500 mal 500 Meter gro√üe Planquadrate ein und verma√ü gezielt alle gefundenen Geb√§ude. 1973 konnten erste Ergebnisse der Studie ver√∂ffentlicht werden. Hauptergebnis des Projektes war die Erstellung einer detaillierten Karte der alten Stadt und ihrer Umgebung; daneben konnte man nun auch die Entwicklung der Stadt nachvollziehen. Das Projekt schaffte zudem erstmals einen echten Eindruck von der Bedeutung Teotihuac√°ns und bildete die Grundlage f√ľr viele sp√§tere Studien.

W√§hrenddessen wurden zwischen 1960 und 1975 im Zuge des Teotihuac√°n Valley Project im gesamten Tal von Mexiko arch√§ologische Surveys durchgef√ľhrt, um die fr√ľhe Siedlungsgeschichte des Tals zu erforschen. Schwerpunkte lagen dabei auf der agrartechnischen und der demographischen Entwicklung sowie der Entwicklung der Institutionen fr√ľher Hochkulturen.

Neuere Forschungen

Ab 1970 widmete man sich erneut den Zeremonialkomplexen sowie den Compounds. Das Proyecto Arqueol√≥gico Teotihuac√°n untersuchte zwischen 1980 und 1982 die soziale und wirtschaftliche Struktur Teotihuac√°ns sowie den wissenschaftlichen Stand, etwa auf den Gebieten der Astronomie und der Mathematik. Unter den untersuchten Objekten waren der Tempel des Quetzalc√≥atl, die Ciudadela und einige Wohnkomplexe. Bis in die neunziger Jahre hinein entstanden so Untersuchungen √ľber die r√§umliche Organisation der einzelnen Compounds und ihre Eingliederung in das wirtschaftliche Gesamtsystem. Auch versuchte man sich erstmals an der Erforschung der politischen Geschichte. Weitere Untersuchungen befassen sich mit der T√∂pferei, der Umwelt und der Obsidianverarbeitung.

Die Ausgrabungen dauern unvermindert an, während zugleich die Zahl der Touristen stetig ansteigt.

Am 4. August 2010 wurde bekannt gegeben, dass der Eingang zu dem 2003 nahe dem Tempel der Gefiederten Schlange mit Bodenradar entdeckte, etwa 100 Meter lange Tunnel an der erwarteten Stelle lokalisiert werden konnte. Der Tunnel war 1800 Jahre lang verschlossen, und es wird damit gerechnet, dass am anderen Ende die Grabkammern der alten Herrscher von Teotihuacán liegen könnten. Im November 2010 wurde der geöffnete Tunnel erstmalig mit einer ferngesteuerten fahrbaren Kamera erforscht.[29]

Ausstellung

Einzelnachweise

  1. ‚ÜĎ John Bierhorst:A Nahuatl - English dictionary and concordance to the Cantares mexicanos with an analytic transcription and grammatical notes Stanford, Stanford University Press 1985. ISBN 0-8047-1183-6
  2. ‚ÜĎ Ursula Eisenhauer: Teotihuac√°n und seine √∂konomischen Grundlagen. S. 30
  3. ‚ÜĎ Ursula Eisenhauer: Teotihuac√°n und seine √∂konomischen Grundlagen. S. 28
  4. ‚ÜĎ a b Ursula Eisenhauer: Teotihuac√°n und seine √∂konomischen Grundlagen. S. 20
  5. ‚ÜĎ a b Hanns J. Prem: Geschichte Altamerikas. S. 8
  6. ‚ÜĎ Esther Pasztory: Teotihuacan. An Experiment in Living.
  7. ‚ÜĎ Die mysteri√∂sen Toten der Mondpyramide Focus-Artikel
  8. ‚ÜĎ Esther Pasztory: Teotihuacan. An Experiment in Living. S. 95 f.
  9. ‚ÜĎ Esther Pasztory: Teotihuacan. An experiment in living. S. 96
  10. ‚ÜĎ George L. Cowgill: Rulership and the Ciudadela. Political Interferences from Teotihuacan Architecture. In: R. M. Leventhal, A. L. Kolata (Hrsg.): Civilization in the Ancient Americas. Essays in Honor of Gordon R. Willey. Albuquerque 1983, S. 313‚Äď343
  11. ‚ÜĎ http://archaeology.la.asu.edu/teo/fsp/Icon/icongnr.htm
  12. ‚ÜĎ In Einzelf√§llen k√∂nnen die Ma√üe von Compounds allerdings erheblich vom Durchschnitt abweichen. Vgl. dazu Ursula Eisenhauer: Teotihuac√°n und seine √∂konomischen Grundlagen. S. 22
  13. ‚ÜĎ Ren√© Millon: Teotihuacan. City, State, and Civilization. In: Jeremy A. Sagloff (Hrsg.): Handbook of Middle American Indians. Supplement 1, S. 106
  14. ‚ÜĎ William T. Sanders und Robert S. Santley: A Tale of Three Cities. Energetics and Urbanization in Pre-Hispanic Mexico. In: E. Z. Vogt und R. M. Leventhal: Prehistoric Settlement Patterns. Essays in Honor of Gordon R. Willey. Cambridge/Mass. 1983, S. 243‚Äď291
  15. ‚ÜĎ Ursula Eisenhauer: Teotihuac√°n und seine √∂konomischen Grundlagen. S. 41
  16. ‚ÜĎ William T. Sanders, Robert S. Santley: A Tale of Three Cities. Energetics and Urbanization in Pre-Hispanic Central Mexico. In: E. Z. Vogt, R. M. Leventhal (Hrsg.): Prehistoric Settlement Patterns. Essays in Honor of Gordon F. Willey. Cambridge, Massachusetts 1983, S. 243‚Äď293.
  17. ‚ÜĎ John E. Clark: From Mountains to Molehills: A Critical Review of Teotihuacan‚Äôs Obsidian Industry. In: Barry L. Isaac (Hrsg.): Economic Aspects of Prespanic Highland Mexico. Research in Economic Anthropology. Supplement 2. London 1986, S. 23‚Äď73. Hier: S. 40f.
  18. ‚ÜĎ Eduardo Matos Moctezuma: Teotihuac√°n. The City of Gods. S. 125
  19. ‚ÜĎ A. R. Williams: Die Pyramide des Todes. In: National Geographic Deutschland. Ausgabe 11, 2006, S. 46‚Äď61
  20. ‚ÜĎ Hanns J. Prem: Geschichte Altamerikas. S. 156
  21. ‚ÜĎ James W. Dow: "Astronomical Orientations at Teotihuacan, A Case Study in Astro- Archaeology." American Antiquity 32.3, S.326-334. 1967 pdf online
  22. ‚ÜĎ Zwischen dem 12. August und dem 29. April liegen 260 Tage, eine Zeitspanne, die unter anderem auch im Kalendersystem von Azteken und Maya eine Rolle spielte.
  23. ‚ÜĎ Saburo Sugiyama: Human Sacrifice, Militarism, and Leadership. S. 41
  24. ‚ÜĎ J. C. Langley: Symbolic notation in Teotihuac√°n; elements of writing in a Mesoamerican Culture of the Classic Period. Oxford 1986, S. 174
  25. ‚ÜĎ Janet C. Berlo: Art, Ideology, and the City of Teotihuacan. S. 7
  26. ‚ÜĎ Webster, David L.: The Fall of the Ancient Maya: Solving the Mystery of the Maya Collapse. Thames & Hudson. London 2002. S. 133.
  27. ‚ÜĎ Ursula Eisenhauer: Teotihuac√°n und seine √∂konomischen Grundlagen. S. 25f.
  28. ‚ÜĎ Richardson B. Gill: The great Maya droughts, water life and death. University of New Mexico Press, Albuquerque 2001. ISBN 0-8263-2194-1. S. 384
  29. ‚ÜĎ First Images of the Interior of Teotihuacan Tunnel captured by Robot

Siehe auch

Literatur

  • Janet C. Berlo: Art, ideology, and the city of Teotihuacan. A symposium at Dumbarton Oaks; 8. and 9. october 1988. Dumbarton Oaks Research Library and Collection, Washington 1992, ISBN 0-88402-205-6.
  • Kathleen Berrin: Teotihuacan. Art from the city of the gods. Thames and Hudson, London 1993, ISBN 0-500-23653-4.
  • Geoffrey E. Braswell: The Maya and Teotihuacan. Reinterpreting Early Classic Interaction. Texas University Press, Austin 2003, ISBN 0-292-70914-5 (Teil der Serie The Linda Schele series in Maya and Pre-Columbian Studies).
  • Ursula Eisenhauer: Teotihuac√°n und seine √∂konomischen Grundlagen. Habelt, Bonn 2000, ISBN 3-7749-2973-4.
  • Eduardo Matos Moctezuma: Teotihuac√°n. The City of Gods. Rizzoli, New York 1990, ISBN 0-8478-1198-0.
  • Mus√©e du quai Branly (Hrsg.): Teotihuacan. Geheimnisvolle Pyramidenstadt. Somogy √©ditions d'art, Paris 2009, ISBN 978-2-7572-0296-8 (Katalog einer Ausstellung im Mus√©e du quai Branly (6. Oktober 2009 ‚Äď 24. Januar 2010), Museum Rietberg Z√ľrich (21. Februar‚Äď30. Mai 2010), Martin-Gropius-Bau (1. Juli‚Äď10. Oktober 2010)).
  • Esther Pasztory: Teotihuacan. An Experiment in Living. University of Oklahoma Press, Norman 1997, ISBN 0-8061-2847-X.
  • Saburo Sugiyama: Human sacrifice, militarism, and rulership. Materialization of state ideology at the Feathered Serpent Pyramid, Teotihuacan. Cambridge University Press, Cambridge 2005, ISBN 0-521-78056-X.
  • Rebecca Storey: Life and death in the ancient city of Teotihuacan. A modern paleodemographic synthesis. University of Alabama Press, Tuscaloosa 1992, ISBN 0-8173-0559-9.

Weblinks

 Commons: Teotihuac√°n ‚Äď Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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  • Teotihuac√°n ‚ÄĒ /te aw tee wah kahn /, n. the ruins of an ancient Mesoamerican city in central Mexico, near Mexico City, that flourished A.D. c200 c750 and is the site of the pyramids of the Sun and Moon and of many temples, palaces, and dwellings. * * * Largest ‚Ķ   Universalium


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