Barack Obama

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Barack Obama
Barack Obama (2009)
Unterschrift von Barack Obama

Barack Hussein Obama II[1] [bəˈÉčɑːk hʊˈseÉȘn oʊˈbɑːmə] (* 4. August 1961 in Honolulu, Hawaii) ist seit dem 20. Januar 2009 der 44. PrĂ€sident der Vereinigten Staaten. Der Sohn einer US-Amerikanerin und eines Kenianers ist der erste Afroamerikaner in diesem Amt.[2]

Obama ist Politiker der Demokratischen Partei und Jurist. Von 2005 bis 2008 war er Junior Senator fĂŒr Illinois im Senat der Vereinigten Staaten. 2009 erhielt er den Friedensnobelpreis.

Inhaltsverzeichnis

Familie, Kindheit und Jugend

Obamas Vater, Barack Hussein Obama Senior (1936–1982), stammte aus Nyang’oma Kogelo in Kenia und war Luo.[3] Obamas Mutter, Stanley Ann Dunham (1942–1995), stammte aus Wichita, Kansas (USA), und hatte irische, britische und deutsche Vorfahren.[4] Obamas Eltern lernten sich als Studenten an der University of Hawaii at Manoa kennen. Sie heirateten 1961 in Hawaii, als in anderen Teilen der USA Ehen zwischen Schwarzen und Weißen noch verboten waren.

1964 ließen sie sich scheiden. Der Vater setzte sein Studium an der Harvard University fort. Obama sah ihn als ZehnjĂ€hriger zum letzten Mal.[5] Er hat vĂ€terlicherseits drei Ă€ltere und drei jĂŒngere HalbbrĂŒder sowie die Halbschwester Auma, die in Deutschland studiert hat.[6]

Die Mutter promovierte in Anthropologie und spezialisierte sich auf Entwicklungsfragen, besonders im Bereich der Kleinkredite. Sie heiratete einen Indonesier und spĂ€teren Ölmanager[7] und zog mit ihm und ihrem Sohn Barack 1967 nach Jakarta in Indonesien, wo Obamas jĂŒngere Halbschwester Maya geboren wurde.[8] Dort besuchte Obama von 1967 bis 1970 die von Kapuzinern gefĂŒhrte St. Francis of Assisi Elementary School[9] und 1970/71 eine staatliche, multireligiöse Schule. 1971 kehrte er nach Hawaii zurĂŒck, wo ihn seine Großeltern mĂŒtterlicherseits, Madelyn (1922–2008) und Stanley Dunham (1918–1992), aufzogen. Sie schulten ihn in die fĂŒnfte Klasse der renommierten privaten Punahou School ein, die er 1979 mit Auszeichnung abschloss. Dort spielte er auch erst in der Juniorenmannschaft und 1972 in der ersten Schulmannschaft Basketball. Damals konnte er sich vorstellen, Basketballprofi zu werden.[10]

Offizielles Foto der Familie Obama

Seine spĂ€tere Frau Michelle Robinson lernte Obama 1988 als Mitstudentin an der Harvard Law School kennen und war nach ihrem Studienabschluss ihr Praktikant in der Anwaltskanzlei, in der sie arbeitete. Das Paar heiratete 1992 und hat zwei Töchter: Malia Ann und Natasha („Sasha“). Michelle Obama war bis Ende 2008 in der öffentlichen Verwaltung von Chicago beschĂ€ftigt.

Studium und Beruf

Obama studierte ab 1979 fĂŒr zwei Jahre am Occidental College in Los Angeles und weitere zwei Jahre an der Columbia University in New York City, die zu den Hochschulen der Ivy League gehört. Nach seinem Bachelor-Abschluss 1983 in Politikwissenschaft (Schwerpunkt Internationale Beziehungen) arbeitete er ein Jahr lang fĂŒr das Wirtschaftsberatungsunternehmen Business International Corporation in New York.

1985 zog Obama nach Chicago und arbeitete dort fĂŒr eine gemeinnĂŒtzige Organisation, die Kirchengemeinden beim Arbeitstraining fĂŒr Einwohner armer Stadtviertel half.[11] Danach studierte er drei Jahre lang Rechtswissenschaft an der Harvard Law School. Als erster Afroamerikaner wurde er dort zum PrĂ€sidenten der Fachzeitschrift Harvard Law Review gewĂ€hlt. 1991 machte er seinen J.D.-Abschluss mit der Gesamtbewertung magna cum laude.

1992 kehrte Obama nach Chicago zurĂŒck und wurde erstmals politisch aktiv: Mit einer Kampagne zur WĂ€hlerregistrierung von afroamerikanischen BĂŒrgern Chicagos mobilisierte er mehr als 150.000 Menschen zur Wahl Bill Clintons zum US-PrĂ€sidenten.[12] Ab 1993 arbeitete er in der auf BĂŒrgerrechte spezialisierten AnwaltssozietĂ€t Miner, Barnhill and Galland. Bis 2004 lehrte er Verfassungsrecht an der University of Chicago.[13]

Abgeordneter in Illinois

1996 wurde Obama als Vertreter des 13. Bezirks, der sĂŒdliche Teile der Stadt Chicago rund um das Stadtviertel Hyde Park umfasst, in den Senat von Illinois gewĂ€hlt. Dort ĂŒbernahm er den Vorsitz im Ausschuss fĂŒr öffentliches Gesundheitswesen und Wohlfahrt. Er verfasste eine Gesetzesinitiative mit, die Hilfen fĂŒr arme Arbeiterfamilien vorsah, und arbeitete an einer Vorlage zur UnterstĂŒtzung von Menschen ohne Krankenversicherung. Zudem half er Organisationen, die sich fĂŒr Schwule und Lesben einsetzen, und setzte eine Erhöhung der Mittel zur AIDS-PrĂ€vention und -Behandlung durch.

Obama wurde 1998 gegen den Republikaner Yesse Yehudah und 2002 ohne Gegenkandidaten wiedergewĂ€hlt. Auf seine Gesetzesinitiativen hin muss die Polizei in Illinois Vernehmungen fĂŒr Anklagen auf Todesstrafe auf Video aufzeichnen. Krankenversicherungen mĂŒssen Kosten fĂŒr regelmĂ€ĂŸige vorbeugende Mammografien ĂŒbernehmen. Außerdem wurden Waffenkontrollen verschĂ€rft. FĂŒr diese und andere Vorhaben konnte Obama Koalitionen mit politischen Gegnern bilden.[14]

2000 unterlag Obama bei den Vorwahlen der Demokratischen Partei im Ersten Kongressdistrikt fĂŒr das ReprĂ€sentantenhaus gegen den langjĂ€hrigen Mandatsinhaber Bobby L. Rush.[15] Damals behaupteten zwei seiner Rivalen, er sei ungenĂŒgend in Chicagos schwarzer Gemeinschaft verwurzelt.[16]

US-Senator

Wahlkampf

2004 gewann Obama als Kandidat der Demokraten fĂŒr den US-Senat bei deren Vorwahlen im MĂ€rz ĂŒberraschend 52 Prozent der Stimmen und galt seither als neuer Star seiner Partei.[17] Medienberater David Axelrod hatte ihn im Wahlkampf in die Tradition des ersten afroamerikanischen BĂŒrgermeisters Chicagos Harold Washington und des Senators Paul M. Simon gestellt.

Der Hauptwahlkampf war von Skandalen um die Gegenkandidaten der Republikaner geprĂ€gt: Der erste, Jack Ryan, trat am 25. Juni 2004 zurĂŒck, der zweite, Alan Keyes, mietete erst ab August 2004 einen Wohnsitz in Illinois und fĂŒhrte einen polarisierenden Wahlkampf.[18] Wegen seines sicheren Vorsprungs in WĂ€hlerumfragen unterstĂŒtzte Obama andere demokratische Kandidaten wie Melissa Bean finanziell und mit Auftritten.

Bei der Democratic National Convention 2004 in Boston, die John Kerry zum US-PrĂ€sidentschaftskandidaten kĂŒrte, hielt Obama am 27. Juli 2004 eine Grundsatzrede. Er schilderte darin seine Familiengeschichte, die seinen Glauben an den amerikanischen Traum begrĂŒndet habe, und plĂ€dierte zum Schluss fĂŒr nationale Einheit:[19]

„Es gibt nicht ein liberales Amerika und ein konservatives Amerika – es gibt die Vereinigten Staaten von Amerika. Es gibt kein schwarzes Amerika und ein weißes Amerika und ein Latino-Amerika und asiatisches Amerika – es gibt die Vereinigten Staaten von Amerika. Kritiker möchten unser Land gerne in rote und blaue Staaten zerstĂŒckeln: rote Staaten fĂŒr Republikaner und blaue Staaten fĂŒr Demokraten. Aber auch fĂŒr jene habe ich Neuigkeiten. Wir beten zu einem ehrfurchtgebietenden Gott in den blauen Staaten, und wir mögen keine Bundesagenten, die in unseren Bibliotheken in den roten Staaten herumstöbern. Wir trainieren die Little League in den blauen Staaten und ja, wir haben ein paar schwule Freunde in den roten Staaten. Es gibt Patrioten, die gegen den Krieg im Irak waren, und es gibt Patrioten, die ihn unterstĂŒtzten. Wir sind ein Volk, wir alle schwören dem Sternenbanner Gefolgschaft, wir alle verteidigen die Vereinigten Staaten von Amerika.“

Die Rede machte Obama landesweit bekannt und verschaffte ihm viele Sympathien. Er galt fortan als der erfolgreichste politische Aufsteiger der Demokraten und möglicher kĂŒnftiger Bewerber um das PrĂ€sidentenamt. Er gewann die Senatswahl mit 70 zu 27 Prozent, dem besten Ergebnis eines Neubewerbers fĂŒr das Senatorenamt und dem höchsten Sieg bei einer landesweiten Wahl in Illinois.

AmtsfĂŒhrung und Initiativen

Ab 4. Januar 2005 vertrat Obama neben dem dienstĂ€lteren Dick Durbin den Bundesstaat Illinois im Senat. Er initiierte 2005 und 2006 152 GesetzesentwĂŒrfe und SenatsbeschlĂŒsse und unterstĂŒtzte weitere 427.[20] Seine erste Gesetzesinitiative vom MĂ€rz 2005 sollte den Maximalbetrag der Pell Grants anheben und so Collegestudenten helfen, ihre StudiengebĂŒhren zu zahlen,[21] gelangte aber im Senat nie zur Abstimmung. Im selben Monat – relativ frĂŒh – kĂŒndigte er die GrĂŒndung eines eigenen Political Action Committees an.

Im April 2005 brachte Obama einen Gesetzentwurf ein, der Tankstellen, die Ethanol-ZapfsĂ€ulen installieren wĂŒrden, landesweit von bis zu 50 Prozent Steuern entlasten sollte. SteuerausfĂ€lle sollten mit Strafgeldern an PKW-Hersteller fĂŒr das Überschreiten von gesetzlichen Benzinverbrauchsgrenzen ausgeglichen werden. Dies sollte die Klimabelastung durch Treibhausgase und AbhĂ€ngigkeit der USA von Erdölimporten reduzieren.[22]

Obama gehörte zu folgenden SenatsausschĂŒssen: Außenpolitische Beziehungen, Gesundheit, Bildung, Arbeit und Renten, Innere Sicherheit und staatliche Angelegenheiten und Angelegenheiten der Veteranen.

Die Senatoren Barack Obama und Richard Lugar bei Perm, Russland

Im August 2005 besuchten Obama und Richard Lugar fĂŒr den Ausschuss fĂŒr Auslandsbeziehungen Einrichtungen in Osteuropa, die der Kontrolle von Massenvernichtungswaffen dienen, etwa zur Vernichtung nuklearer Sprengköpfe in Saratow und zur Vorbeugung und BekĂ€mpfung von Infektionskrankheiten in der Ukraine. Dort waren sie beim Abschluss eines Vertrages dabei, der Bioterrorismus aufdecken und Gefechtsrisiken beim Ausbruch infektiöser Krankheiten verringern soll.

Im Januar 2006 besuchte Obama mit einer Kongressdelegation die US-Truppen in Kuwait und im Irak und merkte dabei öffentlich an, der Konflikt dort sei nicht militĂ€risch lösbar. In Israel traf er Außenminister Silwan Schalom, in den palĂ€stinensischen Autonomiegebieten Mahmud Abbas. Dabei unterstrich er, solange die Hamas Israels Vernichtung anstrebe, wĂŒrden die USA ihre Beteiligung an der PalĂ€stinenserregierung nicht akzeptieren. Er initiierte den „Palestinian Anti-Terrorism Act of 2006“ mit, der Regierungen dazu aufruft, Kontakte und Finanzhilfen fĂŒr die Hamas zu vermeiden und einzustellen, bis diese das Existenzrecht Israels anerkenne, der Gewalt abschwöre, abrĂŒste und vorherige Abkommen einschließlich der „Roadmap“ akzeptiere.[23]

Im August 2006 bereiste Obama mit seiner Familie einige Staaten in Sub-Sahara Afrika. In Kenia besuchte er den Geburtsort seines Vaters und kritisierte in einer landesweit ausgestrahlten Rede Korruption und ethnische RivalitĂ€ten. Um mehr Kenianer von einem HIV-Test zu ĂŒberzeugen, ließ sich das Ehepaar Obama in einer kenianischen Klinik öffentlich auf HIV testen.[24]

Obama wÀhrend seiner Rede vor der SiegessÀule in Berlin im Juli 2008

Im Juli 2008 besuchte Obama als voraussichtlicher PrĂ€sidentschaftskandidat der Demokraten mit zwei weiteren Senatoren zunĂ€chst die Truppen in Afghanistan und im Irak, fĂŒhrte dann GesprĂ€che mit Politikern in Israel und den PalĂ€stinensergebieten und reiste nach Westeuropa. In Berlin hielt er nach Treffen mit Angela Merkel, Frank-Walter Steinmeier und Klaus Wowereit am 24. Juli vor etwa 200.000 Zuhörern die zentrale, weltweit direkt ĂŒbertragene Rede[25] des Europabesuchs.

Am 16. November 2008, zwölf Tage nach seinem Sieg bei der PrĂ€sidentschaftswahl, trat Obama als Senator von Illinois zurĂŒck.[26] Der unter Korruptionsverdacht stehende Gouverneur von Illinois Rod Blagojevich bestellte Roland Burris zu seinem Nachfolger.

PrÀsidentschaftskandidat

Am 10. Februar 2007 verkĂŒndete Obama vor 18.000 Zuhörern in Springfield (Illinois), wo 149 Jahre zuvor der spĂ€tere PrĂ€sident Abraham Lincoln zur Abschaffung der Sklaverei aufgerufen hatte, seine PrĂ€sidentschaftskandidatur. Er versprach ein baldmöglichstes Ende des Irakkriegs, eine erschwingliche Krankenversicherung fĂŒr alle US-BĂŒrger und eine Energiewende.[27] Nach drei Monaten, so frĂŒh wie kein anderer PrĂ€sidentschaftskandidat, erhielt er Personenschutz des Secret Service.[28]

Finanzierung

Im ganzen Wahlkampfverlauf erzielte Obamas Kampagne zahlreiche Spendenrekorde, besonders bei Kleinspenden. Im ersten Jahr wĂ€hrend der Vorwahlen ĂŒbertraf Obama mit 101.524.154 US-Dollar Spendeneinnahmen seine demokratische Rivalin Hillary Clinton.[29] Nach den Vorwahlsiegen in Iowa und South Carolina erhielt er allein im Januar 2008 die Rekordsumme von 32 Millionen US-Dollar.[30] Am 19. Juni 2008 verzichtete Obama als erster aussichtsreicher PrĂ€sidentschaftskandidat auf die öffentliche Wahlkampffinanzierung und setzte weiterhin auf Spenden.[31]

Vorwahlen

Obama mit Ted Kennedy am 4. Februar 2008

Im Vorwahlkampf der Demokratischen Partei verblieben von allen Bewerbern nach den ersten Vorwahlen ab MĂ€rz 2007 nur noch Obama und Hillary Clinton, die sich bis zum 7. Juni 2008 einen harten Kampf lieferten.

Dabei wurde Obamas frĂŒherer Kontakt zu dem Unternehmer Tony Rezko kritisiert, der nach zweijĂ€hrigem Prozess wegen verschiedener Korruptionsdelikte im Juni 2008 in Chicago verurteilt wurde. Er war Fundraiser fĂŒr Obama und andere Politiker aus Illinois gewesen und soll ihm einen vergĂŒnstigten Hauskauf ermöglicht haben. Illegales Handeln dabei wurde nicht nachgewiesen.[32]

Obama gewann die Vorwahlen in 29 der 50 Bundesstaaten. In Texas, wo nach zwei Verfahren abgestimmt wurde, gewann er in den Caucuses, nachdem er die Primarys verloren hatte. Ferner siegte er im District of Columbia, in den Territorien Guam und U.S. Virgin Islands sowie bei den im Ausland lebenden Demokraten. Dennoch lieferte sich Hillary Clinton ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit ihm, weil sie in den meisten bevölkerungsreichen Staaten besser abschnitt. Am 3. Juni 2008 erreichte Obama die notwendige Mehrheit der Delegierten fĂŒr eine Nominierung zum PrĂ€sidentschaftskandidaten seiner Partei.[33] Am 7. Juni gratulierte ihm Hillary Clinton öffentlich zu seinem Sieg und beendete ihre Kampagne.[34]

Am 23. August 2008 gab Obama seine Wahl von Joe Biden, dem dienstÀlteren Bundessenator aus Delaware, zum VizeprÀsidentschaftskandidaten bekannt.[35] Am 27. August nominierten die Delegierten der Democratic National Convention in Denver Obama per Akklamation zum PrÀsidentschaftskandidaten ihrer Partei. Am Folgetag nahm er die Nominierung mit einer Rede[36] vor 80.000 Zuhörern des Parteitags und vor 37,5 Millionen Fernsehzuschauern an.[37]

Hauptwahlen

Obama bei seiner Siegesrede am 4. November in Chicago

Obama fĂŒhrte nach einer internationalen Umfrage in 22 Staaten vom September 2008 gegen seinen republikanischen Rivalen John McCain mit durchschnittlich 49 zu 12 Prozent: 9 Prozent in Indien, 58 Prozent in Deutschland, 82 Prozent in Kenia.[38]

In manchen nationalen Umfragen gab es nach der Nominierung Sarah Palins zur Vizekandidatin McCains (28. August 2008) zeitweise einen Gleichstand oder leichten Vorsprung fĂŒr ihn. Seit 19. September sagten die WĂ€hlerumfragen kontinuierlich einen Vorsprung fĂŒr Obama voraus.[39] Kritik fanden Versuche des republikanischen Wahlkampfteams, Obamas Charakter in Zweifel zu ziehen. Sarah Palin behauptete am 3. Oktober 2008, er habe Umgang mit Terroristen. Gemeint war der Weathermen-MitbegrĂŒnder Bill Ayers, der als PĂ€dagogikprofessor spĂ€ter einige Zeit wie Obama und andere, auch republikanische Politiker dem Verwaltungsrat einer WohltĂ€tigkeitsorganisation angehört hatte. Obama hatte sich wiederholt von seinen Taten und Ansichten distanziert.[40]

Am nationalen Wahltag, dem 4. November 2008, errangen Obama und Joe Biden eine Mehrheit von 365 WahlmĂ€nnern des WahlmĂ€nnerkollegiums und 53 Prozent aller abgegebenen WĂ€hlerstimmen gegenĂŒber 173 WahlmĂ€nnern und 46 Prozent fĂŒr John McCain und Sarah Palin. Zugleich vergrĂ¶ĂŸerten die Demokraten ihre Mehrheit im Senat um mindestens sieben auf 58 Sitze gegenĂŒber 41 Sitzen fĂŒr die Republikaner, im ReprĂ€sentantenhaus um 21 Sitze auf 257 gegenĂŒber 178 Sitzen.[41]

Neben allen Bundesstaaten, die bei der vorherigen PrĂ€sidentschaftswahl 2004 mehrheitlich fĂŒr den Demokraten John Kerry gestimmt hatten, gewann Obama auch einige Bundesstaaten, die 2004 fĂŒr die Wiederwahl des Republikaners George W. Bush gestimmt hatten: darunter Virginia, North Carolina und Indiana, wo zuvor jahrzehntelang republikanische Kandidaten gewĂ€hlt worden waren, sowie die wichtigen Swing States New Mexico, Ohio und Florida und einen WahlmĂ€nnerbezirk von Nebraska.[42]

Bei der Zusammenkunft der 538 WahlmÀnner am 15. Dezember 2008 vereinte Obama 365, John McCain 173 Stimmen auf sich. Damit war Obama zum US-PrÀsidenten gewÀhlt. Der 111. Kongress stellte das Wahlergebnis bei seiner ersten Sitzung am 8. Januar 2009 offiziell fest.[43]

Im Hauptwahlkampf war die Finanzkrise zum wichtigsten Thema geworden. Obamas nach den Umfragen absehbarer Wahlsieg wurde vor allem darauf zurĂŒckgefĂŒhrt, dass die meisten WĂ€hler ihm deren Lösung eher zutrauten.[44] Hinzu kamen seine hohen Stimmenanteile bei starken Minderheiten und ErstwĂ€hlern.[45]

Rolle des Internets

Obamas Wahlkampf wurde als erste Internet-Kampagne bezeichnet, die traditionelle WahlkĂ€mpfe transformieren werde. Unter dem Hauptmotto change („Wandel“) bediente sich sein Wahlkampfteam auch neuer Medien.[46] Es erzielte seine meisten Spendeneinnahmen ĂŒber das Internet, etwa Facebook. In einem Web-2.0-Ă€hnlichen Webseitenbereich ermöglichte das Team Obamas AnhĂ€ngern Kommentare, Fragen, Treffen und Gruppenbildung.

Auch millionenfach angeschaute YouTube-Videos beeinflussten den Wahlkampf, darunter ein Video von Philip de Vellis, einem ehemaligen Mitarbeiter von Obamas Webauftritt, das Hillary Clinton als Big Brother darstellte,[47] ein Musikvideo der SĂ€ngerin Amber Lee Ettinger, das sie als „Obamagirl“ bekannt machte,[48] und das Musikvideo Yes We Can des Black-Eyed-Peas-SĂ€ngers will.i.am, das eine Wahlkampfrede Obamas[49] zu einer Collage verarbeitete.[50]

Rolle der afroamerikanischen IdentitÀt

Obama berief sich im Wahlkampf oft auf seine ethnisch und kulturell vielfĂ€ltige Herkunft und afroamerikanische IdentitĂ€t, um so verschiedenen Gruppen Identifikation mit ihm zu ermöglichen. Er hatte schon 1995 in seiner Autobiografie Dreams from My Father auf vielfĂ€ltige Vorfahren verwiesen.[51] 2004 hatte er seinen ostafrikanischen Vornamen Barack vor einer jĂŒdischen Gemeinde mit dem hebrĂ€ischen Wort Baruch („gesegnet“) erklĂ€rt.[52]

Medienkommentatoren hatten Obamas Image schon 2004 „Jedermann-Bild“ genannt,[53] seine erwartete PrĂ€sidentschaftskandidatur 2006 als kulturellen Rorschachtest[54] und 2007 als SelbstprĂŒfung der US-amerikanischen IdentitĂ€t dargestellt.[55] Obama personifiziere das „Sowohl-als-auch“ im Kontrast zum „Entweder-oder“, so dass er die Nation ĂŒber die KulturkĂ€mpfe der 1960er Jahre hinausbringen könne.[56]

Von links: George H. W. Bush, Barack Obama, George W. Bush, Bill Clinton, Jimmy Carter im Oval Office am 7. Januar 2009

Seine Herkunft, Erziehung im Ausland und Ausbildung an EliteuniversitĂ€ten unterschieden Obama von frĂŒheren afroamerikanischen PrĂ€sidentschaftskandidaten wie Jesse Jackson, die aus der BĂŒrgerrechtsbewegung kamen.[57] Gefragt, ob er fĂŒr schwarze WĂ€hler „schwarz genug“ sei, antwortete Obama im August 2007 bei einem Treffen der National Association of Black Journalists: Die Frage sei verfehlt und decke nur auf, „dass wir immer noch in der Stimmung sind, dass, wenn man fĂŒr Weiße ansprechbar ist, mit einem etwas nicht stimmen könne.“[58]

In Anspielung auf die Inaugurationsrede von PrĂ€sident John F. Kennedy unterstrich Obama im Oktober 2007: „Ich wĂŒrde hier nicht stehen, wenn nicht immer wieder von neuem die Fackel an eine neue Generation gegeben worden wĂ€re.“[59] Seine Kandidatur galt im Wahlkampf als ErfĂŒllung von Zielen schwarzer BĂŒrgerrechtler: “Rosa sat so Martin could walk; Martin walked so Obama could run; Obama is running so our children can fly.”[60]

In Martin Luther Kings Heimatkirche appellierte Obama am 20. Januar 2008 an die Einheit der Nation fĂŒr Gerechtigkeit, um den wesentlichen Mangel an Empathie zu beheben. Er kritisierte den andauernden Rassismus gegen Schwarze – etwa am Beispiel eines Vorfalls an einer Kleinstadtschule in Jena (Louisiana) im September 2006[61] – ebenso wie Diskriminierung von Homosexuellen, Antisemitismus und Vorbehalte gegen Einwanderer auch unter Schwarzen. King habe Weißen und Schwarzen durch sein Lebensbeispiel gezeigt, dass Vergebung und Verantwortung fĂŒreinander möglich seien.:[62]

Gegner und konservative Medien wie der Sender Fox News versuchten, ihn mit Verweis auf seinen zweiten Vornamen „Hussein“ als heimlichen Muslim darzustellen. Sie verbreiteten seit 2007 das GerĂŒcht, er habe als Kind in Indonesien eine strikt muslimische Schule (Madrasa) besucht. Der Vizedirektor dieser Schule erklĂ€rte dazu in einem CNN-Interview: „Wir sind eine öffentliche Schule, wir konzentrieren uns nicht auf Religion.“[63] Im Februar 2008 zeigte ein Foto im Internet Obama mit einem Turban, den er als Gast bei seinem Keniabesuch getragen hatte.[64] Obamas Wahlkampfteam und parteiunabhĂ€ngige Medien veröffentlichten daraufhin Gegendarstellungen.[65] Auch sein Kontrahent John McCain wies die Muslimthese auf einer Wahlkampfveranstaltung zurĂŒck.[66]

Am 13. MĂ€rz 2008 veröffentlichte der Fernsehsender ABC Passagen aus einer Predigt des Pastors Jeremiah Wright, der Michelle und Barack Obama getraut und ihre Kinder getauft hatte. Mit Bezug auf prophetische Bibeltexte und die Lage fĂŒr Afroamerikaner in US-GefĂ€ngnissen Ă€ußerte er: Nein, nein, nein, nicht Gott segne Amerika! Gott verdamme Amerika 
.[67] Viele Medien verbreiteten nur diesen Predigtausschnitt und beurteilten ihn als rassistisch und antiamerikanisch.

Am 18. MĂ€rz 2008 bezog Obama dazu und zum Problem des Rassismus in den USA Stellung. Er sprach von der „nie ausgerĂ€umten Rassenfrage“, die ihren Ursprung in der Sklaverei, „der ErbsĂŒnde der Nation“ und die Generation der BĂŒrgerrechtler geprĂ€gt habe, aber die tatsĂ€chlichen Fortschritte und gemeinsamen Probleme von Schwarzen und Weißen nicht verdecken dĂŒrfe.[68] Die Rede löste eine Debatte aus. Als Wright in einem Fernsehinterview und vor der NAACP[69] und dem National Press Club[70] Ă€hnliche Aussagen wie in seinen Predigten wiederholte, distanzierte sich Obama persönlich und politisch Ende April 2008 von ihm. Nachdem ein Gastprediger seiner Heimatgemeinde Obamas Rivalin Hillary Clinton einen fĂŒr Weiße typischen Besitzanspruch auf das PrĂ€sidentenamt nachgesagt hatte,[71] trat das Ehepaar Obama am 31. Mai 2008 aus der Trinity United Church of Christ in Chicago aus.[72]

Schon Obamas Vorwahlsiege wurden als „Schlag gegen die OpferidentitĂ€t“ von Afroamerikanern und Zeichen fĂŒr die fortgeschrittene Überwindung des Rassismus in den USA gedeutet.[73]

Rolle der Religion

Obama wuchs nach eigener Aussage nicht in einem „religiösen Haushalt“ auf, wurde aber wegen Erfahrungen mit afroamerikanischem Gemeindeleben in Chicago Christ. Er trat 1985 der United Church of Christ bei, die sich fĂŒr soziale Gerechtigkeit fĂŒr Afroamerikaner im Sinne der Black Theology einsetzt.[74] Am 28. Juni 2006 hatte er in einer Grundsatzrede zum VerhĂ€ltnis von Religion und Politik kritisiert, dass konservative Christen aus dem Bible Belt liberale Gegner oft als unmoralisch und gottlos zugleich etikettierten, diese umgekehrt Religion im öffentlichen Raum als unvermeidlich irrational, intolerant oder gar fanatisch ablehnten. Stattdessen solle die mögliche Versöhnung von Glaube und moderner pluralistischer Demokratie ernsthaft diskutiert werden, da weit mehr US-BĂŒrger an Engel als an die Evolution glaubten. Dies sei der Ausdruck eines tiefen Sinn- und ErlösungsbedĂŒrfnisses. Er selbst habe in der schwarzen Kirche eine Hoffnungsquelle fĂŒr den Kampf fĂŒr sozialen Wandel, Freiheit und Menschenrechte entdeckt.[75]

Obama tritt fĂŒr weitgehende rechtliche Gleichstellung von Lesben und Schwulen ein. FĂŒr die FĂŒrbitte bei seiner Inauguration wĂ€hlte er jedoch den populĂ€ren evangelikalen Prediger Rick Warren, der die gleichgeschlechtliche Ehe ablehnt. Auf Kritik aus der Lesben- und Schwulenbewegung daran antwortete er: Trotz politischer Differenzen sei das Gemeinsame zu unterstreichen.[76] Er grĂŒndete einen Gebetskreis mit fĂŒnf Pastoren verschiedener Konfessionen, die nicht zur religiösen Rechten der USA gehören und von denen er persönlichen Rat und Hilfe annimmt.[77]

PrÀsident

AmtseinfĂŒhrung

Erste Abnahme des Amtseids

Obama reiste am 17. Januar 2009 mit einem historischen Eisenbahnzug Abraham Lincolns zu seiner AmtseinfĂŒhrung an.[78] Am 18. Januar besuchte er mit seiner Familie ein zu seinen Ehren veranstaltetes großes Rockkonzert vor dem Kapitol.[79]

Das Eröffnungsgebet der Zeremonie am 20. Januar 2009 sprach Gene Robinson, das Schlussgebet der BĂŒrgerrechtler Joseph Lowery. Um 12:05 Uhr Ortszeit nahm Richter John Roberts Obama den Amtseid ab. Da beide dabei einige Worte vertauschten und wegließen, wiederholte Obama den Amtseid zwei Tage spĂ€ter im Weißen Haus, um verfassungsrechtliche Zweifel zu beseitigen.[80]

Erste Maßnahmen

Am selben Tag setzte Obama alle noch nicht in Kraft getretenen Verordnungen seines VorgĂ€ngers George W. Bush zur PrĂŒfung aus. Am 21. Januar ließ er alle laufenden MilitĂ€rgerichtsverfahren gegen HĂ€ftlinge im Gefangenenlager Guantanamo Bay fĂŒr 120 Tage aussetzen, um sie juristisch zu ĂŒberprĂŒfen.[81] Am 23. Januar verbot er dem US-Geheimdienst CIA die Anwendung von Folter und ordnete die Schließung aller GeheimgefĂ€ngnisse und Auflösung des Lagers Guantanamo Bay innerhalb eines Jahres an.[82] Damit erfĂŒllte er das Wahlkampfversprechen, den Military Commissions Act aufzuheben und Grundrechte wie das Recht auf richterliche HaftprĂŒfung wiederherzustellen.[83]

In den Folgetagen verfĂŒgte er eine Einkommensobergrenze fĂŒr Regierungsmitglieder und die Veröffentlichung von RegierungsbeschlĂŒssen, welche die Regierung Bush geheim gehalten hatte. Er erlaubte Finanzhilfen fĂŒr internationale Organisationen, die sich nicht strikt gegen Abtreibung stellen,[84] und erließ eine DurchfĂŒhrungsverordnung, die es Kalifornien und weiteren Bundesstaaten erlaubt, strengere Abgasvorschriften einzufĂŒhren.[85] Am 30. Januar 2009 unterzeichnete er ein Gesetz, das es ethnischen Minderheiten und Frauen ermöglicht, einfacher gegen ungleiche Arbeitslöhne vorzugehen.[86]

Außenpolitik

Irak

Barack Obama erklÀrt am 31. August 2010 mit einer Ansprache an die Nation das Ende der Operation Iraqi Freedom

Entgegen der damaligen Mehrheitsmeinung lehnte Obama den Irakkrieg bei einer Antikriegskundgebung am 2. Oktober 2002 öffentlich ab:[87]

„Ich weiß, dass eine Invasion im Irak ohne klare BegrĂŒndung und ohne starke internationale UnterstĂŒtzung nur die Feuer des Nahen Ostens anfachen wird, die schlechtesten statt der besten Antriebe der arabischen Welt fördern und den Rekrutierungsarm der al-Qaida stĂ€rken wird. Ich bin nicht gegen alle Kriege. Ich bin gegen dumme Kriege.“

2007 stellte er einen RĂŒckzugsplan vor.[88] Am 27. Februar 2009 verkĂŒndete er das Ende aller US-Kampfmissionen im seit 2003 besetzten Irak und den Abzug der meisten dortigen US-Kampftruppen innerhalb von 18 Monaten. Diese verließen den Irak planmĂ€ĂŸig bis zum 19. August 2010.[89] Ab Ende 2011 sollen nur noch einige wenige Truppen zum Schutz der Botschaft und zum Training des irakischen MilitĂ€rs im Land verbleiben.[90]

Nahostkonflikt

Nach einem Ultimatum Obamas, eine Zweistaatenlösung im Nahostkonflikt innerhalb eines Jahres auszuhandeln, trafen sich Benjamin Netanjahu und Mahmud Abbas am 2. September 2010 in Washington D.C. erstmals zu direkten GesprĂ€chen.[91] Am 23. September 2010 rief Obama die UN-Vollversammlung dazu auf, diese Verhandlungen zu unterstĂŒtzen und anzuerkennen, dass Israels Sicherheit nur durch ein unabhĂ€ngiges PalĂ€stina und dieses nur durch friedliche Mittel und wahre Versöhnung mit Israel erreichbar seien.[92]

Afghanistan und Pakistan

Ebenso wie fĂŒr den Abzug der US-Kampftruppen aus dem Irak trat Obama als PrĂ€sidentschaftskandidat fĂŒr die zielgerichtete Fortsetzung des Antiterrorkrieges in Afghanistan ein. In einer Debatte sagte er, er wĂŒrde auch ohne Zustimmung der Regierung Pakistans dort versammelte Al-Qaida-FĂŒhrer angreifen lassen.[93] Hintergrund war eine abgebrochene MilitĂ€roperation 2005.[94]

Im Februar 2009 ließ Obama zunĂ€chst 17.000,[95] am 1. Dezember 2009 nochmals 30.000 zusĂ€tzliche US-Soldaten nach Afghanistan entsenden, um Al Qaida und Taliban in deren RĂŒckzugsgebieten wirksamer zu bekĂ€mpfen und den zivilen Wiederaufbau zu verstĂ€rken. Ab Juli 2011 wollte er die US-Truppen allmĂ€hlich abziehen.[96]

Der EnthĂŒllungsjournalist Bob Woodward berichtetete 2010, Obama habe im Kabinett auf einem Abzugsplan fĂŒr den Afghanistaneinsatz bestanden und die US-Truppen um 10.000 Soldaten weniger als von US-MilitĂ€rs gefordert aufgestockt, um eine Eskalation des Krieges, ausufernde Kosten und eine Ablehnung der Truppenaustockung im Kongress zu vermeiden.[97] Nach dessen abfĂ€lligen InterviewĂ€ußerungen entließ Obama im Juni 2010 den kommandierenden General Stanley A. McChrystal und berief David Petraeus an seine Stelle.[98]

Obama fĂŒhrt die von seinem VorgĂ€nger begonnenen Drohnenangriffe in Pakistan und Afghanistan fort und lĂ€sst mutmaßliche Terroristen im Grenzgebiet beider Staaten vermehrt durch Unbemannte Luftfahrzeuge aufspĂŒren und gezielt töten. Die völkerrechtliche Basis dafĂŒr ist umstritten.[99][100] Obama verfolgt in Afghanistan und Pakistan grundsĂ€tzliche eine harte Gangart. So nahm die Anzahl der US-Drohnenangriffe in Pakistan seit Beginn seiner Amtszeit massiv zu.[101][102] Die Zahl der Agriffe mit unbemannten Flugobjekten hat sich im Vergleich zum letzten Amtsjahr von Bush unter der Regierung Obama vervielfacht. Wurden in den acht Jahren der Amtszeit von George W. Bush in Pakistan bei Drohnenangriffen insgesamt 340 Personen getötet so waren allein in den ersten zwei Jahren der Amtszeit von Barack Obama bis zu 1.718 Personen durch Drohnenangriffe gezielt getötet worden. [103]

Auch in Afghanistan verfolgt Obama, stĂ€rker als sein AmtsvorgĂ€nger, die Strategie schwerer Luftangriffe denen hĂ€ufig Zivilisten zum Opfer fallen. Allein bei einem Bombenangriff in Granai wurden bis zu 145 Zivilisten getötet. GrĂ¶ĂŸtenteils Kinder.[104] Öfter sterben bei diesen Luftangriffen dutzende Zivilisten. HauptsĂ€chlich Frauen und Kinder.[105][106] International am meisten beachtet wurde der Luftangriff bei Kunduz.

Fernsehansprache Obamas am 1. Mai 2011 ab 23:35 zur Tötung Bin Ladens

Am 1. Mai 2011 ließ er den Al-Qaida-FĂŒhrer Osama bin Laden in Abbottabad, Pakistan, durch ein Spezialkommando der Navy Seals erschießen (Operation Neptune’s Spear).[107] Danach gab er das Ergebnis in einer Rede an die Nation bekannt.[108] Daraufhin stiegen die Zustimmungsraten fĂŒr seine Politik in reprĂ€sentativen Umfragen um neun[109] bis elf Prozentpunkte.[110] Obama erklĂ€rte am 4. Mai, wegen Sicherheitsrisiken werde er keine Fotografien des Getöteten freigeben.[111]

Diplomatie

Obama war im Wahlkampf dafĂŒr angetreten, AlleingĂ€nge der USA wie unter seinem AmtsvorgĂ€nger zu beenden und neues Vertrauen der Staatengemeinschaft zu gewinnen. Er wolle „durch ihre Tat und als Vorbild“ die diplomatische und moralische FĂŒhrungsrolle der USA in der Welt erneuern. Er wies Isolationismus und Imperialismus zurĂŒck: „Wir können uns weder aus der Welt zurĂŒckziehen noch versuchen, sie in die Unterwerfung zu schikanieren.“[112]

Das erste Interview nach seinem Amtsantritt gab Obama dem arabischen Sender Al Arabiya.[113] Zum iranischen Nouruz (Neujahrsfest) bot er dem Iran am 19. MĂ€rz 2009 eine neue Partnerschaft an.[114] WĂ€hrend seiner Europareise im April 2009 warb er dafĂŒr, die TĂŒrkei voll in die EuropĂ€ische Union aufzunehmen, um so das VerhĂ€ltnis zwischen der westlichen und der muslimischen Welt zu verbessern.[115]

Obama bei seiner Rede an der UniversitÀt Kairo

Am 4. Juni 2009 hielt Obama im Kuppelsaal der UniversitĂ€t Kairo eine Rede an die islamische Welt.[116] Er warb darin fĂŒr einen Neuanfang im VerhĂ€ltnis zum Islam und mehr Demokratie im arabischen Raum. Er forderte von Israel, den Siedlungsbau im Westjordanland zu beenden, und von den PalĂ€stinensern, Israels Dasein anzuerkennen. Die einzige Zukunft fĂŒr beide liege in der Zweistaatenlösung.[117]

AbrĂŒstung

In seiner Rede am 24. Juli 2008 in Berlin betonte Obama das Ziel einer Welt ohne Atomwaffen.[118] Am 5. April 2009 verkĂŒndete er vor der Prager Burg die weltweite Abschaffung aller Atomwaffen als langfristiges Ziel seiner Politik.[119] Ein Jahr spĂ€ter unterzeichnete er mit dem russischen StaatsprĂ€sidenten Medwedew in Prag ein neues START-Abkommen, das die Zahl der Atomsprengköpfe beider Staaten auf jeweils 1550 reduzieren soll. Dies wurde als bis dahin grĂ¶ĂŸter Erfolg der Außenpolitik Obamas und wichtiger vertrauensbildender Schritt der ehemaligen Gegner im Kalten Krieg gewertet.[120]

Nachdem Nordkorea im August 2009 zwei US-Journalistinnen freiließ und bilaterale GesprĂ€che mit den USA ĂŒber sein Atomwaffenprogramm anbot, erklĂ€rte Obama sich am 12. September 2009 dazu bereit.[121] Am 17. September erklĂ€rte er den Verzicht auf die von Bush geplante Aufstellung von Abwehrraketen in Polen und kĂŒndigte ein „stĂ€rkeres, intelligenteres und schnelleres“ sowie kostengĂŒnstigeres Abwehrsystem gegen iranische Mittelstreckenraketen an. Damit entfiel ein wesentliches Hindernis fĂŒr den atomaren AbrĂŒstungsvertrag mit Russland.[122]

Am 24. September 2009 leitete Obama erstmals eine Sitzung des UN-Sicherheitsrates und brachte die UN-Resolution 1887 fĂŒr ein gemeinsames Vorgehen aller 15 Ratsmitgliedsstaaten gegen die Verbreitung von Atomwaffen, Sicherung aller nuklearen Materialien in vier Jahren, weiteren atomaren AbrĂŒstung und Verhandlungen aller AtommĂ€chte ĂŒber einen allgemeinen AbrĂŒstungsvertrag ein. Sein Ziel einer Welt ohne Atomwaffen begrĂŒndete Obama mit dem Völkerrecht: „Ein Atomkrieg kann nicht gewonnen und darf niemals gefĂŒhrt werden.“ Die Resolution wurde einstimmig angenommen. Eine von etwa 100 Staaten getragene Resolution verlangte das Aussetzen aller Atomtests und rasche Ratifizierung des Kernwaffenteststopp-Vertrags von 1995, dessen Inkrafttreten neun Staaten, darunter die USA, Iran und Nordkorea, bisher blockieren.[123]

Am 12. MĂ€rz 2009 unterzeichnete Obama ein Gesetz, das den Export von Streumunition auf Clusterbomben begrenzt, die weniger als ein Prozent nichtexplodierte Munition zurĂŒcklassen, und damit nahezu ausschließt.[124] Obama war schon 2007 fĂŒr ein Exportverbot fĂŒr Clusterbomben eingetreten, hat aber das internationale Übereinkommen ĂŒber Streumunition fĂŒr ein völliges Verbot dieser Waffen, das am 1. August 2010 in Kraft trat, nicht unterzeichnet.[125]

Am 24. November 2009 gab Obamas Regierung bekannt, die USA wĂŒrden der Ottawa-Konvention von 1997 zum Bann von Landminen, die auch deren Lagerung verbietet, wegen Sicherheitsbedenken nicht beitreten. Nach weltweiten heftigen Protesten erklĂ€rte ein Sprecher am 25. November, man werde den Beitritt weiter prĂŒfen.[126] Ein Ergebnis steht aus. Im Mai 2010 drĂ€ngte eine Senatsmehrheit Obama, das Abkommen zu unterzeichnen.[127]

Obama strebt eine Zentralbehörde an, die RĂŒstungsexporte der USA kontrollieren, vereinfachen und beschleunigen soll. Kritiker fĂŒrchten deren Zunahme auch in Kriegsgebiete.[128]

Obama will den Iran an der Herstellung von Atomwaffen hindern. Dazu erwog er schon im Senatswahlkampf 2004 mögliche RaketenschlĂ€ge gegen das Land.[129] Im PrĂ€sidentschaftswahlkampf 2007 schloss er direkte GesprĂ€che ĂŒber das Atomprogramm des Iran ohne bestimmte Vorbedingungen nicht aus. Obwohl die USA „keine Option, einschließlich militĂ€rischer Handlungen, vom Tisch nehmen“ sollten, seien „anhaltende und energische Diplomatie kombiniert mit harten Sanktionen die primĂ€ren Mittel“, um iranische Atomwaffen zu verhindern.[130] Bis heute ist es zu keinen direkten GesprĂ€chen gekommen.

Obama beim G20-Gipfel in London mit Dmitri Medwedew

Bei einem Gipfeltreffen von 46 StaatsfĂŒhrern in Washington D.C. im April 2010 erreichte Obama gemeinsame BeschlĂŒsse, spaltbares Material zu sichern, Atomschmuggel schĂ€rfer zu bestrafen, in Atomreaktoren weniger hoch angereichertes Uran zu verwenden und der IAEA mehr Überwachungsrechte einzurĂ€umen. Die Ukraine sagte zu, ihr gesamtes hochangereichertes Uran bis 2012 zu vernichten; Russland will seinen letzten Reaktor zur Plutonium-Herstellung stilllegen und mit den USA je 34 Tonnen Plutonium ab 2018 vernichten.[131]

Entwicklungs- und Katastrophenhilfe

Hillary Clinton beschrieb am 13. Januar 2009 als vorrangige Ziele der Afrikapolitik Obamas: „den Kampf gegen al-Qaidas Versuche, in gescheiterten Staaten am Horn von Afrika Zuflucht zu suchen; afrikanischen Nationen zu helfen, ihre natĂŒrlichen Ressourcen zu erhalten und faire Profite zu erlangen; den Krieg im Kongo zu stoppen; die Autokratie in Simbabwe und die menschliche VerwĂŒstung in Dafur zu beenden.“[132]

Seit 2005 hatte Obama energischeres Handeln gegen den Völkermord in Darfur gefordert[133] und 180.000 Dollar seiner privaten Anlagen, die in Verbindung mit dem Sudan gebracht werden konnten, desinvestiert.[134] Am 19. Oktober 2009 rĂŒckte er von stĂ€rkeren Sanktionen gegen den Sudan ab und erklĂ€rte sich bereit, unter bestimmten Bedingungen mit dessen PrĂ€sident Omar al-Bashir zusammenzuarbeiten. Man werde aber internationale Anstrengungen unterstĂŒtzen, die fĂŒr Genozid und Kriegsverbrechen in Darfur Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Der Sudan bleibe auf der Liste der staatlichen Förderer von Terrorismus.[135]

Obamas Regierung unterstĂŒtzt die Regierung Somalias militĂ€risch und finanziell, etwa mit 40 Tonnen Waffen fĂŒr ihren Kampf gegen die als islamistisch eingestufte Organisation al-Shabaab,[136] um so eine befĂŒrchtete Anziehung von al-Qaida und anderen terroristischen Gruppen zu verhindern.[137]

Obama hatte im Wahlkampf versprochen, die jĂ€hrliche Entwicklungshilfe der USA bis 2012 auf 50 Milliarden US-Dollar zu verdoppeln. Er initiierte den „Global Poverty Act of 2007“, um eine Strategie zur Reduktion der weltweiten Armut zu entwickeln.[138] Er unterstĂŒtzt die Millennium Development Goals.[139]

Am 14. Januar 2010 sagte Obama 100 Millionen US-Dollar Soforthilfe fĂŒr das zwei Tage zuvor von einem schweren Erdbeben getroffene Haiti zu, entsandte zunĂ€chst 3500 Soldaten, 2000 Marineinfanteristen, medizinisches Personal und den US-FlugzeugtrĂ€ger USS Carl Vinson in die Katastrophenregion und setzte seine AmtsvorgĂ€nger George W. Bush und Bill Clinton ein, um die Hilfsmaßnahmen zu koordinieren. Damit ĂŒbernahm die US-Regierung die FĂŒhrung bei der internationalen Katastrophenhilfe fĂŒr Haiti.[140]

Am 4. August 2010 gewĂ€hrte Obama zunĂ€chst zehn Millionen Dollar Soforthilfe fĂŒr die Flutopfer in Pakistan, Armeehubschrauber zu ihrer Rettung und Ausgabe von Halal-konformen Mahlzeiten.[141] Die Gesamthilfe der USA wuchs bis zum 4. September auf ĂŒber 230 Millionen Dollar; etwa 2,5 Millionen Pfund HilfsgĂŒter wurden verteilt und 10051 Menschen evakuiert.[142]

Arabischer FrĂŒhling

Obama reagierte zögernd auf die Proteste in der Arabischen Welt und sprach sich erst nach der Revolution in Tunesien fĂŒr eine Demokratisierung dieses Landes aus.[143] Anfang Februar forderte er Ägyptens PrĂ€sident Hosni Mubarak ĂŒber einen US-Gesandten auf, seinen Abtritt vorzubereiten.[144] Am 11. Februar lobte er die Revolution in Ägypten 2011 fĂŒr ihre Gewaltlosigkeit und die ZurĂŒckhaltung des Ă€gyptischen MilitĂ€rs, warnte aber, den Ägyptern stĂŒnden nun „harte Tage“ bevor.[145]

Am 23. Februar rief Obama Libyens Regent Muammar al-Gaddafi auf, seine Gewalt gegen sein Volk im BĂŒrgerkrieg in Libyen 2011 zu beenden. Er halte sich alle, auch militĂ€rische Optionen offen.[146] Am 26. Februar erklĂ€rte er, Gaddafi habe seine LegitimitĂ€t verloren und mĂŒsse abtreten.[147] Er warnte vor einer US-MilitĂ€rintervention, die Araber als unzulĂ€ssige Einmischung betrachten und die ihre Revolutionen ersticken könne.[148] Am 17. MĂ€rz befahl er US-Piloten, LuftschlĂ€ge gegen Libyens Armee auszufĂŒhren. Die Entscheidung folgte GesprĂ€chen mit Außenministerin Hillary Clinton und Beratern wie Samantha Power und UN-Botschafterin Susan Rice, die Vergleiche mit dem Nichteingreifen der USA beim Völkermord in Ruanda zogen.[149] Ab dem 19. MĂ€rz beteiligten sich die USA am internationalen MilitĂ€reinsatz zur Durchsetzung einer Flugverbotszone nach UN-Resolution 1973.[150] Obama zufolge sollten dabei die EuropĂ€er die FĂŒhrungsrolle ĂŒbernehmen.[151]

Auf Kritik an mangelnder AufklĂ€rung ĂŒber Ziele, Dauer und Kosten des Einsatzes[152] und das verfassungswidrige Übergehen des Kongresses[153] reagierte Obama am 28. MĂ€rz mit einer Rede an die Nation. Er erklĂ€rte den MilitĂ€reinsatz gegen Gaddafis Armee als letztes Mittel, ein Massaker in Benghasi zu verhindern und die UN-Resolution 1973 durchzusetzen. Die von europĂ€ischen VerbĂŒndeten und einigen arabischen Staaten unterstĂŒtzten Luftangriffe hĂ€tten Gaddafis Vormarsch gestoppt und den Rebellen die RĂŒckeroberung einiger StĂ€dte ermöglicht. Die USA hĂ€tten ihre FĂŒhrung wie angekĂŒndigt der NATO ĂŒbergeben, um so Risiken und Kosten fĂŒr die USA zu reduzieren.

Die USA könnten nicht bei jeder UnterdrĂŒckung eines Volkes eingreifen, hier aber habe man die einzigartige Chance gehabt, ein „entsetzliches Massaker“ aufgrund libyscher Hilfebitten mit einem UN-Mandat und internationaler, auch arabischer Hilfe abzuwenden. Dies nicht zu tun, wĂ€re Verrat an amerikanischer IdentitĂ€t gewesen und hĂ€tte die Nachbarstaaten Libyens destabilisieren, den arabischen Demokratisierungsprozess ersticken und die UNO-GlaubwĂŒrdigkeit zerstören können. Dies wĂ€re auf Dauer teurer geworden fĂŒr die USA.

Das Ziel, Gaddafi zu stĂŒrzen und eine Demokratie aufzubauen, sei Sache der Libyer selbst. Sein gewaltsamer Sturz von außen hĂ€tte die Koalition gespalten und den Einsatz von Bodentruppen erfordert oder viele zivile Opfer von LuftschlĂ€gen riskiert. Dieser Fehler sei schon mit dem Irakkrieg gemacht worden und dĂŒrfe wegen der Kosten nicht wiederholt werden. Das Waffenembargo, Stopp der Geldströme, Überwachen der Flugverbotszone und Ermutigen der Opposition zum Sturz Gaddafis werde jedoch weiter verfolgt.

Obama plĂ€dierte zum Schluss fĂŒr humanitĂ€re MilitĂ€reinsĂ€tze bei Naturkatastrophen, Völkermord, zur Erhaltung von regionaler Sicherheit und Welthandel: dann, wenn die USA um Hilfe gebeten wĂŒrden, andere Staaten ihren Anteil ĂŒbernĂ€hmen und alle Beteiligten die Prinzipien von Gerechtigkeit und Frieden einhielten. Auf diese Weise könnten und mĂŒssten die USA Völker, die Demokratie anstreben, unterstĂŒtzen.[154]

Deutsche Beobachter beurteilten diese Passage als „Obamadoktrin“, die erstmals Obamas Bedingungen fĂŒr US-MilitĂ€rinterventionen genannt habe.[155]

Innenpolitik

Wirtschaft und Soziales

Obama versprach im Wahlkampf Ausgabenkontrolle, eine RĂŒckfĂŒhrung der Staatsschulden und Steuersenkungen fĂŒr mittlere und schwache Einkommen. Er folgt dem Pay-As-You-Go-Prinzip, staatliche Einnahmeneinbußen durch Einsparungen in anderen Haushaltsetats auszugleichen. Zwei „Steuersenkungspakete“ der Bush-Regierung sollen 2011 auslaufen und Subventionen fĂŒr die Ölindustrie und Raumfahrt gekĂŒrzt werden.[156] Obama orientiert sich am vorsorgenden Sozialstaat in der Tradition der nach Robert Rubin benannten Rubinomics. Neben diesem schon fĂŒr US-PrĂ€sident Bill Clinton tĂ€tigen Berater sind Austan Goolsbee, Paul Volcker und Laura Tyson fĂŒr Obama tĂ€tig,[157] einige im Beratergremium President's Economic Recovery Advisory Board (PERAB).[158]

Am 17. Februar 2009 unterschrieb Obama den American Recovery and Reinvestment Act, ein 787 Milliarden US-Dollar großes Konjunkturprogramm, das die Effekte der Finanzkrise abdĂ€mpfen und vor allem durch ZuschĂŒsse zu staatlichen und kommunalen Projekten 3,5 Millionen ArbeitsplĂ€tze erhalten oder neu schaffen sollte, vor allem bei Dienstleistungen, Infrastruktur und umweltfreundlicher Energie.[159] Das Programm fing zwar steigende Arbeitsplatzverluste auf und belebte die Binnenkonjunktur, behob aber nicht die anhaltende Arbeitslosigkeit. Deshalb kĂŒndigte Obama am 6. September 2010 (Labor Day) ein weiteres Konjunkturprogramm von 50 Milliarden US-Dollar zum Ausbau der Infrastruktur an.[160]

Obama unterschreibt am 23. MĂ€rz 2010 die Gesundheitsreform

Obama hatte im Wahlkampf eine Gesundheitsreform versprochen, die dutzende US-PrĂ€sidenten seit 1912 erfolglos angestrebt hatten: Bis 2013 solle jeder US-BĂŒrger krankenversichert sein.[161] Dabei hatten Kostensenkungen, eine Versicherungspflicht fĂŒr Kinder und ZuschĂŒsse fĂŒr Kleinunternehmer, um deren Mitarbeiter zu versichern, Vorrang.[162] Mit Obamas Unterschrift trat am 25. MĂ€rz 2010 ein historisches Reformgesetz in Kraft, das zunĂ€chst 32 von 47 Millionen bislang unversicherten US-BĂŒrgern pflichtversichert und den Ausschluss wegen einer Vorerkrankung oder zu hoher Arztkosten verbietet.[163] Das durch AusschĂŒsse entworfene Gesetz erlangte erst nach heftigen Konflikten und zahlreichen Änderungen und Kompromissen eine Mehrheit in Kongress und Senat[164] und wird juristisch von mehreren Bundesstaaten angefochten.[165] Die von Obama favorisierte staatliche Krankenversicherung, die privaten Anbietern mit NiedrigbeitrĂ€gen Konkurrenz machen und so zur Kostensenkung im Gesundheitswesen beitragen sollte, wurde durch Steuerentlastungen fĂŒr BĂŒrger mit niedrigen oder mittleren Einkommen und mittelstĂ€ndischen Unternehmen ersetzt, sofern diese sich versichern.[166]

Am 21. Juli 2010 unterzeichnete Obama den Dodd/Frank Act und setzte damit die grĂ¶ĂŸte Finanzmarktreform der USA seit der Großen Depression in Kraft. Das Gesetz verlangt eine Regulierungsbehörde fĂŒr den Finanzmarkt und die Ausgliederung des Derivatehandels, beschrĂ€nkt die Rettung notleidender Banken aus Steuermitteln und den Eigenhandel der Banken (Volcker-Regel).[167] Obama betonte, diese Finanzmarktreformen seien die historisch stĂ€rksten Verbraucherschutzmaßnahmen und böten bessere Informationsmöglichkeiten fĂŒr einfache Anleger.[168] Opposition und Bankenvertreter kritisierten, das Gesetz werde Arbeitsplatzverluste und zunehmende BĂŒrokratisierung bewirken.[169]

Obama favorisiert ferner Investitionen in die Weiterbildung der arbeitenden Bevölkerung, besonders in die College-Ausbildung.

Ein mit den Republikanern ausgehandelter Kompromissentwurf Obamas, bestehende Steuererleichterungen fĂŒr weitere zwei Jahre auch Einkommen von ĂŒber 250.000 Dollar im Jahr zu gewĂ€hren, fand am 13. Dezember 2010 eine Mehrheit im US-Senat.[170]

Umwelt und Energie

Obama legte im PrĂ€sidentschaftswahlkampf einen Plan vor, die USA in zehn Jahren durch Förderung von erneuerbaren Energien und Energiesparmaßnahmen sowie mit Kohle- und Atomkraft von Ölimporten unabhĂ€ngig zu machen. PlĂ€ne der Republikaner, die Erdölgewinnung vor landeseigenen KĂŒsten zu erweitern, lehnte er ab.

Im Dezember 2008 nominierte er den PhysiknobelpreistrĂ€ger Steven Chu als Energieminister und die ehemalige Leiterin der Umweltschutzbehörde, Carol M. Browner, als Leiterin seines Beraterstabes fĂŒr Energie und Klima. Beide hatten sich frĂŒher fĂŒr den Klimaschutz engagiert.[171] Er ernannte den Harvard-Physiker John Holdren, einen Mahner gegen globale ErwĂ€rmung, zum Chef-Wissenschaftsberater seiner Regierung und die in Klimafragen kritisch eingestellte Meeresbiologin Jane Lubchenco zur Direktorin der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA).[172] 60 Milliarden Dollar aus dem staatlichen Konjunkturpaket vom Februar 2009 sind fĂŒr Umweltprojekte, saubere Energien und Forschung dazu vorgesehen.

Bei der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen erklĂ€rte Obama am 18. Dezember 2009, die USA als grĂ¶ĂŸter CO2-Produzent weltweit seien bereit, die Emissionen um bis zu 17 Prozent bis 2020 und um mehr als 80 Prozent bis 2050 zu reduzieren. Da die USA ihren Energieverbrauch seit 1990 jedoch vervielfacht haben, blieb dies weit hinter den von KlimaschĂŒtzern als notwendig erachteten Reduktionszielen zurĂŒck.[173] Obamas Versuch, China und Indien in bilateralen GesprĂ€chen auf ein ÜberprĂŒfungssystem fĂŒr Emissionsauflagen zu verpflichten, scheiterte. Auch der im kleinen Kreis formulierte Minimalkonsens von höchstens zwei Grad ErderwĂ€rmung wurde im Abschlussplenum abgelehnt, so dass der Gipfel ohne verbindliche Vereinbarung blieb.

In seiner ersten Rede zur Lage der Union am 27. Januar 2010 kĂŒndigte Obama den Ausbau des Energiesektors mit Solarenergie und Biotreibstoffen, aber auch neuen Atomkraftwerken und Erschließung von US-amerikanischem Erdöl und Erdgas an. Am 31. MĂ€rz erlaubte er das Bohren danach bis zu 80 Kilometer vor den KĂŒsten im Golf von Mexiko und vor Alaska, wo bislang nicht gebohrt worden war. Damit wollte er mehr Republikaner fĂŒr einen neuen Klimagesetzentwurf gewinnen.[174]

Nach dem Untergang der Bohrinsel Deepwater Horizon im April geriet diese Erlaubnis verstĂ€rkt in die Kritik.[175] Obama setzte nach einigen Tagen des Abwartens US-MilitĂ€r zum KĂŒstenschutz gegen die ausgelöste Ölpest ein, ließ die Versuche, das Ölleck abzudichten, ĂŒberwachen, bestand auf zwei statt nur einer Entlastungsbohrung und auf voller Haftung des Ölkonzerns British Petroleum (BP) fĂŒr FolgeschĂ€den und Einkommensverluste betroffener US-BĂŒrger. Am 27. Mai ließ er alle auch behördlich schon genehmigten Tiefseebohrungen vor US-KĂŒsten fĂŒr sechs Monate und alle US-Probebohrungen in der Arktis unbefristet aussetzen und keine neuen Bohrungen einleiten, um zuerst deren Sicherheit von einer unabhĂ€ngigen Kommission ĂŒberprĂŒfen zu lassen. Zudem verschĂ€rfte er die Sicherheitsauflagen.[176]

Am 2. Juni 2010 forderte er als Lehre aus der Katastrophe eine Abkehr von fossilen Brennstoffen, Strafsteuern auf Kohlendioxidemissionen, ein Ende der SteuerabschlĂ€ge fĂŒr Ölkonzerne und die Verwendung dieser Zusatzeinnahmen fĂŒr die Forschung zu erneuerbaren und emissionsfreien Energien.[177] Ein entsprechender Gesetzentwurf verfehlte jedoch am 23. Juli 2010 im US-Senat die notwendige Mehrheit, da auch Senatoren der Demokratischen Partei dagegen stimmten. Damit bleibt Obamas Wahlversprechen einer ökologischen Energiewende bisher unerfĂŒllt. KlimaschĂŒtzer sehen darin ein entscheidendes Hindernis fĂŒr wirksame internationale VertrĂ€ge zum Klimaschutz, da die USA so von anderen Staaten keine klimafreundlichen Gesetze einfordern könnten.[178]

US-Bundesgerichte zweier Instanzen hoben Obamas Bohrstop im Juni und Juli 2010 nach einer Klage von 32 Öl-Unternehmen zunĂ€chst auf.[179] Nachdem seine Umweltberater feststellten, dass BP vor der Katastrophe auf der Basis veralteter Dokumente Ausnahmegenehmigungen erhalten hatte, verfĂŒgte Obama am 16. August 2010 mit einer prĂ€sidialen Direktive, alle Tiefseebohrungen zunĂ€chst bis 30. November 2010 auszusetzen und neue Ölbohrungen vor den US-KĂŒsten, auch im Flachwasser, nur noch bei Einhaltung scharfer Sicherheitsauflagen zu genehmigen. Die Behörde fĂŒr Rohstoffverwaltung (MMS), die im Mai der Korruption und hĂ€ufigen Umgehung von ohnehin nur geringen Sicherheitsbestimmungen fĂŒr Ölplattformen ĂŒberfĂŒhrt worden war, musste eine unabhĂ€ngige Kontrollbehörde einrichten, die vor jeder Bohrerlaubnis ökologische Gutachten nach verschĂ€rften Kriterien zu erstellen hat.[180]

Am 12. Oktober 2010 hob Obama den Ölbohrstop vorzeitig auf. Zugleich machte das Innenministerium aber den Nachweis von Vorkehrungen fĂŒr UnfĂ€lle und technisches Versagen zur Bedingung fĂŒr neue Bohrgenehmigungen.[181]

Justiz und BĂŒrgerrechte

Obama mit Sonia Sotomayor am 21. Mai 2009

Obama tritt seit Beginn seiner BerufstĂ€tigkeit fĂŒr BĂŒrgerrechte und Minderheitenschutz ein. Er strebte im Wahlkampf Gesetze gegen Hassverbrechen, zur fairen DurchfĂŒhrung von Wahlen, die Abschaffung des Defense of Marriage Act, die Beendigung der „Don’t ask, don’t tell“-Politik der StreitkrĂ€fte und ein Gesetz gegen Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung oder GeschlechtsidentitĂ€t (Employment Non-Discrimination Act) an.[182]

Obama befĂŒrwortet die Todesstrafe fĂŒr die Vergewaltigung und Ermordung von Kindern und fĂŒr Massenmorde. Darum kritisierte er, dass der Oberste Gerichtshof der USA im Fall Kennedy v. Louisiana ein Todesurteil wegen der Vergewaltigung eines Kindes fĂŒr verfassungswidrig erklĂ€rte.[183] Er wirkte als Senator an einem Gesetz zur Aussetzung von Todesurteilen in Illinois mit, die ohne ĂŒberprĂŒfbares rechtsstaatliches Verfahren zustande gekommen waren. Auch als PrĂ€sident tritt er fĂŒr die erleichterte Aufhebung von Todesurteilen ein, die durch fragwĂŒrdige Polizeimethoden, rassistische Vorurteile und schlechte Strafverteidigung zustande kamen.[184]

Am 19. Mai 2008 besuchte er als erster PrĂ€sidentschaftskandidat ein Indianerreservat, versprach regelmĂ€ĂŸige GesprĂ€che und die Berufung eines Beraters fĂŒr die Indianerpolitik.[185] Im November 2008 berief er sechs indianische Berater in sein Übergangsteam.[186]

Am 20. April 2009 ließ Obama sechs Folterbefehle der VorgĂ€ngerregierung veröffentlichen und sicherte deren Urhebern und AusfĂŒhrenden zugleich Schutz vor Strafverfolgung zu.[187] Ende Januar 2010 wurden zwei Rechtsberater, welche die Folterbefehle entworfen hatten, endgĂŒltig von Strafverfolgung befreit.[188]

Am 14. Mai 2009 wandte sich Obama öffentlich dagegen, weitere 44 Fotografien von Gefangenenfolter durch US-Soldaten in Abu Ghuraib zu veröffentlichen. Das Darstellen bereits bestrafter vergangener Taten könne das Leben von US-Soldaten im Irak und Afghanistan gefĂ€hrden. Damit folgte er Verteidigungsminister Robert Gates und einer Bitte von republikanischen Senatoren. Die BĂŒrgerrechtsunion American Civil Liberties Union, welche die Veröffentlichung der Fotos zuvor gerichtlich erstritten hatte, und parteiunabhĂ€ngige Liberale kritisierten Obamas Haltung als Bruch seines Wahlversprechens von Transparenz gegenĂŒber der unter Bush ĂŒblichen Geheimhaltung von US-Verbrechen.[189]

Am 21. Mai 2009 kĂŒndigte Obama in einer Rede zur nationalen Sicherheit eine legalisierte verlĂ€ngerte Vorbeugehaft (prolonged detention) fĂŒr Gefangene an, die als „besonders gefĂ€hrliche“ Terroristen eingestuft werden, obwohl ihre mutmaßlichen Straftaten bisher in keinem regulĂ€ren Strafprozess nachgewiesen wurden. BĂŒrgerrechtler und Linke in den USA kritisierten ihn dafĂŒr stark; manche sprachen von Verfassungsbruch und Abkehr von rechtsstaatlichen Traditionen der USA, „wo Menschen in der Hand der Regierung entweder ein Strafverfahren bekommen oder freikommen.“[190]

Am 26. Mai 2009 nominierte Obama Sonia Sotomayor als erste Frau, die zu den Hispanics gezÀhlt wird, am 10. Mai 2010 mit Elena Kagan eine weitere Frau zu Richtern am Obersten Gerichtshof der USA. Er verurteilte eine knappe Entscheidung des Gerichtshofs vom 21. Januar 2010, von Firmen und Korporationen finanzierte Wahlwerbung auch in öffentlichen Medien zuzulassen, die zuvor 20 Jahre lang begrenzt und 60 Tage vor einer PrÀsidentschaftswahl verboten gewesen war.[191]

Die von ihm selbst gesetzte Jahresfrist zur Schließung des Lagers Guantanamo Bay konnte nicht eingehalten werden, da die Verlegung der dortigen Gefangenen und ihre rechtsstaatliche Behandlung in den USA, ihre Übernahme in befreundeten Staaten auf WiderstĂ€nde stießen.[192] Auch das geheime MilitĂ€rgefĂ€ngnis Bagram bleibt bestehen.[193]

Obama lehnt ein Gesetz Arizonas als verfassungswidrige Diskriminierung ab, das dort lebende Einwanderer verpflichtet, ihre Papiere bei sich zu tragen, Anzeigen gegen sie auf bloßen Verdacht illegaler Einwanderung erlaubt und damit polizeiliche Ausweiskontrollen erzwingt. Seine Regierung erhob im Juni 2010 Klage gegen das Gesetz.[194]

Am 22. Dezember 2010 unterschrieb Obama einen Gesetzentwurf des US-ReprĂ€sentantenhauses, der die bisher verbreitete Entlassung bekennender Homosexueller aus der US-Armee verbietet. Er erfĂŒllte damit gegen enorme WiderstĂ€nde sein Wahlkampfversprechen, die Don't-ask-don't-tell-Regelung aufzuheben.[195]

Opposition

Obama hatte sich im Wahlkampf und als PrĂ€sident fĂŒr parteiĂŒbergreifenden Konsens in wichtigen Streitfragen eingesetzt, erhielt aber im ersten Jahr seiner Amtszeit außer bei der Finanzierung des Antiterrorkrieges von Abgeordneten der Republikaner kaum Zustimmung.[196]

Die im Sommer 2009 entstandene, damals von Versicherungskonzernen finanziell gestĂŒtzte[197] Tea-Party-Bewegung opponiert gegen Obamas Gesundheitsreform, seine Konjunkturprogramme und angeblichen SteuererhöhungsplĂ€ne. Sie macht ihn fĂŒr anhaltende Arbeitslosigkeit und das hohe Haushaltsdefizit verantwortlich, die sie als Niedergang der Weltmacht USA und schleichende Freiheitsberaubung sieht. [198] Die meisten ihrer AnhĂ€nger glauben nach einer Umfrage, Obama wolle in den USA den Sozialismus einfĂŒhren und teile alltĂ€gliche US-amerikanische Werte nicht.[199] Wichtige ihrer Vertreter sind der Fox-News-Journalist Glenn Beck und Sarah Palin. Rassistische AusfĂ€lle mancher ihrer AnhĂ€nger werden als Hinweis auf in der US-Gesellschaft verbreitete rechtsradikale Tendenzen[200] oder sogar als einendes Merkmal der Bewegung gedeutet.[201]

Obama erinnerte am 1. Mai 2010 daran, dass auch frĂŒhere US-PrĂ€sidenten wegen ReformplĂ€nen als Sozialisten, Fremde oder Diktatoren beschimpft worden seien. Alles zu verteufeln, was die vom Volk gewĂ€hlte Regierung fĂŒr die BĂŒrger leiste, sei jedoch undemokratisch. Die Finanzkrise hĂ€tte ohne staatliche Eingriffe die ganze Wirtschaft kollabieren lassen. Bei normalem Streit ĂŒber wichtige Themen sei ein Niveau von ZivilitĂ€t zu wahren, um Lernen, ernsthaften und rationalen Dialog, Kompromiss und gemeinsame Problemlösungen zu ermöglichen. Das DĂ€monisieren von Personen lasse schlimmstenfalls Gewalt als gerechtfertigt erscheinen. Mit Hinweis auf die Goldene Regel betonte er: Die Bereitschaft, auch das Denken der jeweiligen Gegenseite nachzuvollziehen, sei wesentlich fĂŒr eine funktionierende Demokratie.[202]

Obama verlor laut Umfragen kontinuierlich an Ansehen und lag im September 2010 bei einer Zustimmungsrate von 45%.[203] ErwartungsgemĂ€ĂŸ verlor seine Demokratische Partei bei den Midterm-Wahlen am 2. November 2010 ihre Mehrheit im ReprĂ€sentantenhaus und bei den Gouverneuren, bewahrte aber trotz Verlusten ihre Mehrheit im US-Senat.[204] WĂ€hrend John Boehner, FraktionsfĂŒhrer der Republikaner im ReprĂ€sentantenhaus, dies als Mandat zur Aufhebung der Gesundheitsreform und zu Steuersenkungen deutete, wies Obama dies zurĂŒck und deutete das Wahlergebnis als Auftrag zu verstĂ€rkter Zusammenarbeit.[205]

Nach Umfragen vom August 2010 glauben bis zu 18 Prozent der US-BĂŒrger, Obama sei Muslim;[206] bis zu 25 Prozent glauben, er sei nicht in den USA geboren, also kein legitimer US-PrĂ€sident.[207] Nachdem der mögliche PrĂ€sidentschaftskandidat Donald Trump dies gefordert hatte,[208] ließ Obama am 27. April 2011 die Langversion seiner Geburtsurkunde veröffentlichen, deren Kurzversion er im Wahlkampf 2008 veröffentlicht hatte. Er kritisierte die US-Medien dafĂŒr, das Thema zur Hauptnachricht gemacht zu haben. Die USA könnten ihre gewaltigen sozialen und ökonomischen Probleme nicht mit solchen Ablenkungen lösen: „Wir haben keine Zeit fĂŒr diese Art Albernheit.“[209]

Bewerbung um Wiederwahl

Anfang April 2011 erklĂ€rte Obama seine Absicht, sich bei der PrĂ€sidentschaftswahl 2012 fĂŒr eine zweite Amtsperiode als PrĂ€sident zu bewerben, und startete die Kampagne fĂŒr seine Wiederwahl.[210]

Auszeichnungen und Ehrungen

Folgende Hochschulen in den USA verliehen Obama die EhrendoktorwĂŒrde fĂŒr Recht:

Im Oktober 2005 nannte das britische Journal New Statesman Obama als eine von „zehn Personen, die die Welt verĂ€ndern können“.[220] Das Time-Magazin zĂ€hlte ihn 2005 und erneut 2007 zu den einhundert einflussreichsten Personen der Welt und kĂŒrte ihn 2008 zur Person des Jahres.[221]

2007 wurde die Flechtenart Caloplaca obamae, entdeckt auf der kalifornischen Insel Santa Rosa, nach ihm benannt.[222]

Am 10. Februar 2008 gewann Obama einen Grammy-Preis fĂŒr das „beste gesprochene Album“ des Vorjahres, die Hörbuch-Ausgabe seines Werks „The Audacity of Hope“.[223]

Am 10. Dezember 2009 erhielt Obama als dritter amtierender US-PrĂ€sident nach Theodore Roosevelt und Woodrow Wilson den Friedensnobelpreis. Das Komitee begrĂŒndete seine Entscheidung am 9. Oktober 2009 mit Obamas „außergewöhnlichen BemĂŒhungen, die internationale Diplomatie und die Zusammenarbeit zwischen den Völkern zu stĂ€rken“.[224] Die internationalen Reaktionen waren geteilt; viele werteten die Vergabe als verfrĂŒht, manche als unverdient. Obama selbst wertete sie als Ansporn fĂŒr seine begonnenen AbrĂŒstungs- und Versöhnungsvorhaben.[225]

Siehe auch

Werke

Literatur

Weblinks

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Offizielle Websites

  • WhiteHouse.gov – InternetprĂ€senz des Weißen Hauses (englisch)
  • BarackObama.com – Barack Obamas PrĂ€sidentschaftswahlkampfseite (englisch)

PortrÀts und Berichte

Reden

Einzelnachweise

  1. ↑ Die römische Zahl II steht in Obamas Geburtsurkunde (archiviert) und bezieht sich auf den gleichnamigen Vater.
  2. ↑ Auch Obama bezeichnet sich als „African American“: New York Times, 3. April 2010: Asked to Declare His Race, Obama Checks ‘Black’ – Letzter Abruf 8. Oktober 2010
  3. ↑ GenCircles: Barack Hussein Obama , Sr. (attended East-West Center in Hawaii)
  4. ↑ Ancestry of Stanley Ann Dunham (englisch) (pdf). Center for Professional Education. Boston University. Archiviert vom Original am 25. April 2011. Abgerufen am 25. April 2011.
  5. ↑ The Washington Post, 14. Dezember 2007: The Ghost of a Father – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
  6. ↑ Florian Gathmann, Gregor Peter Schmitz, Jochen Schönmann (Der Spiegel, 24. Juni 2008): Wie Auma Obama mit Deutschland haderte – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
  7. ↑ The Sunday Times, 28. Januar 2007: Secrets of Obama family unlocked – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
  8. ↑ University of Texas: The Obama Family Tree – Letzter Abruf 15. Februar 2011
  9. ↑ Artikel: Barack Obama war SchĂŒler bei den Kapuzinern vom 22. November 2008 auf ORDEN online abgerufen am 7. Oktober 2010
  10. ↑ David Remnick: Barack Obama - Leben und Aufstieg. Berlin Verlag GmbH, Berlin 2010, S. 143
  11. ↑ University of Chicago Law School: Barack Obama: Curriculum Vitae – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
  12. ↑ Gretchen Reynolds: Vote of Confidence (Chicago Magazine, Januar 1993) – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
  13. ↑ Jodi Kantor (30. Juli 2008): As a Professor, Obama Enthralled Students and Puzzled Faculty (englisch). New York edition S. A1. The New York Times. Archiviert vom Original am 25. April 2011. Abgerufen am 25. April 2011.
  14. ↑ Washington Post, 8. Februar 2007: Obama Forged Political Mettle In Illinois Capitol – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
  15. ↑ 2000 U.S. House of Represantatives: Results 2000 – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
  16. ↑ Edward McClelland (Salon, 12. Februar 2007): How Obama Learned to Be a Natural – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
  17. ↑ Monica Davey (New York Times, 18. MĂ€rz 2004): As Quickly as Overnight, a Democratic Star Is Born – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
  18. ↑ Chicago Tribune, Artikel ĂŒber Alan Keyes (August-Dezember 2004) – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
  19. ↑ Washington Post, 27. Juli 2004: Transcript: Illinois Senate Candidate Barack Obama – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
  20. ↑ U.S. Senate, 109th Congress: Bills, Resolutions; U.S. Senate, 109th Congress: Bills, Resolutions – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
  21. ↑ Brandee J. Tecson (MTV News, 4. Januar 2005): Obama’s HOPE Act: A Bid To Make College More Affordable – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
  22. ↑ Renewable Energyworld.com, 27. April 2005: Sen. Obama Pushes for Ethanol Growth – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
  23. ↑ The Library of Congress, 21. Dezember 2006: Palestinian Anti-Terrorism Act of 2006 – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
  24. ↑ Chicago Sun-Times, 27. Juni 2009: Obama urges HIV testing – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
  25. ↑ Barack Obama: A World that Stands as One. Berlin, 24. Juli 2008
  26. ↑ Chicago Tribune, 13. November 2008: Obama will resign Senate seat Sunday – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
  27. ↑ Washington Post (2008): Fragen an den PrĂ€sidentschaftskandidaten Barack Obama – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
  28. ↑ Der Spiegel, 4. Mai 2007: US-PrĂ€sidentschaft: Secret-Service-Agenten beschĂŒtzen Obama – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
  29. ↑ Washington Post: Campaign Finance: Presidential FEC Filings > Candidates > Barack Obama – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
  30. ↑ Christopher Hinton (Market Watch, 2. Februar 2008): Obama raises a record $32 million for January – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
  31. ↑ Jonathan D. Salant (Bloomberg, 19. Juni 2008): Obama Won't Accept Public Money in Election Campaign (Update3) – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
  32. ↑ MSNBC, 4. Juni 2008: Rezko found guilty in corruption case – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
  33. ↑ cnn.com, 3. Juni 2008: CNN projects Obama clinches nomination – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
  34. ↑ MSNBC, 7. Juni 2008: Clinton ends historic bid, endorses Obama – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
  35. ↑ Der Spiegel, 23. August 2008: US-Wahlkampf: Obama nominiert Biden als Vizekandidaten – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
  36. ↑ Barack Obama: We Cannot Walk Alone Democratic National Convention 2008 (28. August 2008, Denver, Colorado)
  37. ↑ CNN, 28. August 2008: Obama makes history as Democratic nominee – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
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  41. ↑ Real Clear Politics: Election '08: Presidential Final Results – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
  42. ↑ The Huffington Post, 14. November 2008: Obama Wins Nebraska Electoral Vote – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
  43. ↑ MSNBC, 8. Januar 2009: Congress meets to count electoral votes – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
  44. ↑ Washington Post (5. November 2008): Measured Response To Financial Crisis Sealed the Election; Los Angeles Times (3. November 2008): What caused McCain's poll numbers to fall? – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
  45. ↑ CNN (4. November 2008): Exit polls: Obama wins big among young, minority voters;Gallup (2. Oktober 2008): Gallup's Quick Read on the Election – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
  46. ↑ Trygve Olson, Terry Nelson (Konrad-Adenauer-Stiftung e.V., 26. Mai 2010): Der Einfluss des Internets auf Parteien und WahlkĂ€mpfe – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
  47. ↑ Der Spiegel, 22. MĂ€rz 2007: Video-Krieg: Anti-Clinton-Spot bringt Obama in BedrĂ€ngnis – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
  48. ↑ Yinka Adegoke (Reuters, 28. Dezember 2007): Obama Girl, Britney boy top YouTube videos – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
  49. ↑ Transkript: Barack Obama: Yes We Can, Thank You New Hampshire – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
  50. ↑ dipdive.com Original, dort unter View Credits auch die Liste der Beteiligten. – YouTube-Spot vom 2. Februar 2008. – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
  51. ↑ Barack Obama: Dreams for my father, 1995, S. 13. Zu Obamas Stammbaum: David Nitkin, Harry Merritt (Baltimore Sun, 2. MĂ€rz 2007): A New Twist to an Intriguing Family History; Mary Jordan (Washington Post, 13. Mai 2007): Tiny Irish Village Is Latest Place to Claim Obama as Its Own; CBS 2 (8. September 2007): Obama’s Family Tree Has a Few Surprises – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
  52. ↑ Ron Kampeas (Jewish News Weekly of Northern California, 6. August 2004): Obama, Democrats’ Rising Star, Known for Harmony with Jews – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
  53. ↑ William Finnegan (24. Mai 2004): The Political Scene: The Candidate (englisch). The New Yorker. CondĂ© Nast. Archiviert vom Original am 25. April 2011. Abgerufen am 25. April 2011.
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  55. ↑ Jonathan Tilove (Times-Picayune, New Orleans, 8. Februar 2007): In Obama Candidacy, America Examines Itself – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
  56. ↑ Eugene Robinson (Washington Post, 13. MĂ€rz 2007): The Moment for This Messenger? – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
  57. ↑ Benjamin Wallace-Wells (Washington Monthly, November 2004): The Great Black Hope: What’s Riding on Barack Obama?; Janny Scott (New York Times, 29. Dezember 2007): A Biracial Candidate Walks His Own Fine Line – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
  58. ↑ Les Payne (Newsday, 19. August 2007): Sen. Barack Obama: In America, a Dual Audience – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
  59. ↑ Los Angeles Times, 2. Oktober 2007: Barack Obama speech: 'A new beginning' – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
  60. ↑ PBS Newshour, 8. Dezember 2008: Obama's Win Earns Emotional Reactions, Turns Page in History – Letzter Abruf 7. Oktober 2010; deutsch: „Rosa (Parks) blieb sitzen, so dass Martin (Luther King) demonstrieren konnte; Martin demonstrierte, so dass Obama kandidieren konnte; Obama kandidiert, so dass unsere Kinder fliegen können.“
  61. ↑ Bill Quigley (Southernstudies, Juli 2007): Black nooses hanging from the 'white' tree: Injustice in Jena – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
  62. ↑ Barack Obama: The Great Need of the Hour. Dr. Martin Luther King Jr.'s Ebenezer Baptist Church in Atlanta, 20. Januar 2008 (englisch)
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  64. ↑ Mike Allen (politico, 25. Februar 2008): Obama slams smear photo – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
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  66. ↑ Robert Dougherty (associatedcontent, 11. Oktober 2008): McCain Defends Obama Against His Own Supporters – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
  67. ↑ Franz Strasser (Der Westen, 22. MĂ€rz 2008): Barack Obama und die Rede seines Lebens – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
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  69. ↑ CNN, 28. April 2008: Transcript of Jeremiah Wright's speech to NAACP – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
  70. ↑ Transcript: Rev. Jeremiah Wright speech to National Press Club (englisch). Chicago Tribune (28. April 2008). Archiviert vom Original am 25. April 2011. Abgerufen am 25. April 2011.
  71. ↑ John McCormick, Manya A. Brachear (Chicago Tribune, 29. Mai 2008): Another video from Obama's church
  72. ↑ epd, 1. Juni 2008: Barack Obama tritt aus umstrittener Kirche aus – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
  73. ↑ FAZ, 23. September 2007: GesprĂ€ch mit einem Rassismusforscher: „Ein Schlag gegen die schwarze Opfer-IdentitĂ€t“; Steve Holland (Reuters, 6. Juni 2008): Obama's victory a symbol for black Americans – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
  74. ↑ Barack Obama: My Spiritual Journey. In: Time.com. 16. Oktober 2006, abgerufen am 28. Mai 2011 (englisch).
  75. ↑ Barack Obama: Call to Renewal (Keynote Address, 28. Juni 2006)
  76. ↑ Pro-Medienmagazin, 18. Dezember 2008: Rick Warren spricht Gebet bei Obamas Vereidigung – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
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  78. ↑ RP online, 17. Januar 2009: Wie einst Abraham Lincoln: Obama im Triumphzug zur AmtseinfĂŒhrung – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
  79. ↑ SĂŒddeutsche Zeitung, 17. Januar 2009: Konzert eröffnet Obama-Festspiele: Die GrĂ¶ĂŸten der Großen – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
  80. ↑ Die Zeit, 2. MĂ€rz 2009: USA: Obama wiederholt verpatzten Amtseid
  81. ↑ William Glaberson (New York Times, 21. Januar 2009): Obama Orders Halt to Prosecutions at Guantánamo – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
  82. ↑ Matthias B. Krause (Der Tagesspiegel, 23. Januar 2009): Obama will Folter im Verhör verbieten – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
  83. ↑ Obama Unveils Comprehensive Strategy to Fight Global Terrorism. Embargoed Remarks Provided Below (englisch) (pdf). BarackObama.com. Woodrow Wilson International Center for Scholars (1. August 2007). Archiviert vom Original am 25. April 2011. Abgerufen am 25. April 2011.
  84. ↑ ORF.at, 24. Januar 2009: Vatikan kritisiert Erlass zur Abtreibung – Verordnung von Bush-Regierung wieder aufgehoben – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
  85. ↑ SĂŒddeutsche Zeitung, 26. Januar 2009: US-Umweltpolitik: Obama will grĂŒne Wende einleiten – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
  86. ↑ The New York Times, 30. Januar 2009: Obama Signs Equal-Pay Legislation – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
  87. ↑ Patricia Wilson-Smith (26. Mai 2007): Remarks of Illinois State Sen. Barack Obama Against Going to War with Iraq (englisch). blackwomenforobama.wordpress.com. Archiviert vom Original am 25. April 2011. Abgerufen am 25. April 2011. (Redetext vom 2. Oktober 2002)
  88. ↑ The Library of Congress > Bills, Resolutions: A bill to state United States policy for Iraq, and for other purposes
  89. ↑ Ernesto Londoño (Washington Post, 19. August 2010): Operation Iraqi Freedom ends as last combat soldiers leave Baghdad – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
  90. ↑ Whitehouse.gov: Remarks of President Barack Obama – As Prepared for Delivery: Responsibly Ending the War in Iraq (Camp Lejeune, North Carolina, 27. Februar 2009) – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
  91. ↑ Chris McGreal (The Guardian, 3. September 2010): Middle East peace 'in a year' – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
  92. ↑ The Guardian, 23. September 2010: Barack Obama calls on UN to support Middle East peace talks – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
  93. ↑ BBC News, 1. August 2007: Obama Warns Pakistan on Al-Qaeda; Originalwortlaut: Policy Address on Terrorism by The Honorable Barack Obama, United States Senator from Illinois (Woodrow Wilson International Center for Scholars, 1. August 2007) – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
  94. ↑ Mark Mazzetti (International Herald Tribune, 8. Juli 2007): Rumsfeld Called Off 2005 Plan to Capture Top Qaeda Figures – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
  95. ↑ Helene Cooper (The New York Times), 17. Februar 2009: Putting Stamp on Afghan War, Obama Will Send 17,000 Troops – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
  96. ↑ Das Weisse Haus, 1. Dezember 2009: Rede des PrĂ€sidenten an die Nation: Die Politik fĂŒr die Zukunft in Afghanistan und Pakistan – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
  97. ↑ The New York Times, 22. September 2010: Woodward Book Says Afghanistan Divided White House; Gregor Peter Schmitz (Der Spiegel, 23. September 2010): Streit im Weißen Haus: EnthĂŒller-Legende Woodward stellt Obama bloß – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
  98. ↑ Matt Spetalnick, Adam Entous (Reuters, 23. Juni 2010): Obama fires McChrystal, names Petraeus – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
  99. ↑ USA: Illegaler Drohnen-Krieg?. In: Der Spiegel. Nr. 13, 2010, S. 89 (online).
  100. ↑ Krieg per Mausklick: Völkerrechtler geißeln US-Drohnenangriffe. Spiegel Online (29. April 2010). Archiviert vom Original am 25. April 2011. Abgerufen am 25. April 2011.
  101. ↑ Strikes in Pakistan Underscore Obama’s Options, The New York Times, 23 January 2009
  102. ↑ Shah, Saeed. "Deadly pilotless aircraft that have helped fuel anti-American feeling in tribal belt", The Guardian, 24 November 2008.
  103. ↑ The Year of the Drone An Analysis of U.S. Drone Strikes in Pakistan, 2004–2010. Counterterrorism.newamerica.net. Abgerufen am 27 March 2011.
  104. ↑ James Denselow: Hail to the whistleblowers. In: The Guardian, 23 June 2010. 
  105. ↑ David Loyn (25. Juli 2010): BBC News - Nato probes reports raid killed 45 Afghan civilians. Bbc.co.uk. Abgerufen am 13. August 2010.
  106. ↑ Jon Boone in Kabul and Ali Safi in Kandahar: Helmand residents accuse NATO of deliberate attack on civilians killing 52 « RAWA News. Rawa.org. Abgerufen am 13. August 2010.
  107. ↑ US-SpezialkrĂ€fte töten Osama Bin Laden in: Spiegel Online vom 2. Mai 2011
  108. ↑ dpa/Der Spiegel, 2. Mai 2011: Obamas ErklĂ€rung: „Der Gerechtigkeit ist GenĂŒge getan“
  109. ↑ Pew Research Center, 3. Mai 2011: Public "Relieved" By bin Laden's Death, Obama's Job Approval Rises
  110. ↑ James Dao, Dalia Sussman (New York Times, 4. Mai 2011): For Obama, Big Rise in Poll Numbers After Bin Laden Raid
  111. ↑ CBS-News/60 Minutes, 4. Mai 2011: Obama: Bin Laden will not walk this Earth again
  112. ↑ Barack Obama (Foreign Affairs, Juli-August 2007): Renewing American Leadership – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
  113. ↑ Jake Tapper, ABC News, 26. Januar 2009: President Obama Does First Formal TV Interview as President with Al-Arabiya – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
  114. ↑ Martin Gehlen (Der Westen, 20. MĂ€rz 2009): Iran-Beziehungen: Obamas FrĂŒhlings-Signale – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
  115. ↑ Die Welt, 5. April 2009: EU/USA-Gipfel – Obama dringt auf EU-Mitgliedschaft der TĂŒrkei – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
  116. ↑ Barack Obama: A New Beginning. Kairo, 4. Juni 2009
  117. ↑ Die Welt, 4. Juni 2009: Wortlaut (7): Barack Obamas Rede an die Muslime – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
  118. ↑ SĂŒddeutsche Zeitung, 24. Juli 2008: Obamas Rede im Wortlaut: „Dies ist unser Moment“ – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
  119. ↑ Eine atomwaffenfreie Welt. Amerika Dienst. Amerikanische Botschaft Berlin (5. April 2009). Archiviert vom Original am 25. April 2011. Abgerufen am 25. April 2011. (Offizielle deutsche Übersetzung)
  120. ↑ Die Zeit, 8. April 2010: Medwedjew und Obama unterzeichnen Start-Vertrag – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
  121. ↑ Der Spiegel, 12. September 2009: Politischer Kurswechsel: USA zu direkten GesprĂ€chen mit Nordkorea bereit – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
  122. ↑ FAZ, 17. September 2009: Bushs PlĂ€ne gestoppt: Obama will „flexible“ Raketenabwehr – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
  123. ↑ Der Spiegel, 24. September 2009: Uno-Sicherheitsrat: Obama gewinnt AtommĂ€chte fĂŒr AbrĂŒstungs-Plan – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
  124. ↑ Human Rights Watch, 12. MĂ€rz 2009: US: Cluster Bomb Exports Banned. Obama Should Initiate Review of US Stance on Treaty
  125. ↑ Al Jazeera, 1. August 2010: Cluster Bomb Ban Comes Into Effect -- Minus the US
  126. ↑ Der Spiegel, 26. November 2009: Internationales Abkommen: US-Regierung ĂŒberprĂŒft Landminen-Politik
  127. ↑ AFP, 19. Mai 2010: US senators send letter to Obama urging landmine ban
  128. ↑ Maggie Bridgeman (McClatchy Newspapers, 29. Juli 2010): Obama seeks to expand arms exports by trimming approval process
  129. ↑ David Mendell (Chicago Tribune, 25. September 2004): Obama Would Consider Missile Strikes on Iran – Letzter Abruf 7. Oktober 2010 (kostenpflichtig)
  130. ↑ If Americans Knew, 2. MĂ€rz 2007: Senator Barack Obama AIPAC Policy Forum Remarks – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
  131. ↑ Der Stern, 14. April 2010: Atomgipfel in Washington: Obama fĂŒhrt – die Welt folgt – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
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  175. ↑ Heute.de, 30. April 2010: Ölpest bedroht Obamas Umweltgesetz – Skepsis gegenĂŒber Offshore-Bohrungen wĂ€chst – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
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  177. ↑ Der Spiegel, 2. Juni 2010: Energiewende nach Öl-Desaster: Obama wirbt fĂŒr ein grĂŒnes Amerika
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  188. ↑ Der Spiegel, 31. Januar 2010: US-Verhörmethoden: Autoren der Folter-Memos gehen straffrei aus – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
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  195. ↑ NZZ, 22. Dezember 2010: Obama unterzeichnet Homosexuellen-Regelung fĂŒr US-Armee
  196. ↑ Kenneth T. Walsh (Politics.usnews, 21. Januar 2010): Obama's Failed Bipartisan Efforts – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
  197. ↑ Josh Dorner (Huffington Post, 7. August 2009): Townhall Mobs -- Brought to You by Big Oil and Dirty Coal – Letzter Abruf 9. Oktober 2010
  198. ↑ Gabor Steingart (Der Spiegel, 17. August 2009): USA: Sommer der Wut
  199. ↑ New York Times, 14. April 2010: Poll Finds Tea Party Backers Wealthier and More Educated – Letzter Abruf 9. Oktober 2010
  200. ↑ Die Welt, 24. Juli 2010: USA: Tea-Party-Bewegung kĂ€mpft gegen Obamas Reformen – Letzter Abruf 9. Oktober 2010
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  204. ↑ Der Spiegel, 3. November 2010: Halbzeitwahlen in den USA 2010
  205. ↑ Marc Pitzke (Der Spiegel, 3. November 2010): US-Kongresswahlen: Obama macht Schlappe zur Chance
  206. ↑ Pewresearch, 19. August 2010: Growing Number of Americans Say Obama is a Muslim – Letzter Abruf 9. Oktober 2010
  207. ↑ Huffington Post, 5. August 2010: 'Birther' Poll Shows That More Than A Quarter Of Americans Think Obama Was Not Born In The U.S. – Letzter Abruf 9. Oktober 2010
  208. ↑ Marc Pitzke (Der Spiegel, 5. April 2011): US-PrĂ€sidentschaftswahlkampf: Trump trommelt fĂŒr Trump
  209. ↑ Wall Street Journal, 27. April 2011: Transcript of Obama’s Remarks on His Birth Certificate
  210. ↑ Huffington Post, 4. April 2011: Barack Obama 2012 Campaign Officially Launches (VIDEO)
  211. ↑ Knox College: Knox College Honorary Degrees – Letzter Abruf 7. Oktober 2010'
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  214. ↑ USA Today, 13. August 2006: Sen. Obama Addresses Xavier Graduates – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
  215. ↑ Southern New Hampshire University, 19. Mai 2007: SNHU Commencement with Sen. Barack Obama – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
  216. ↑ Boston Globe, 28. September 2007: Obama Calls the 'Joshua Generation' – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
  217. ↑ Wesleyan University: Reunion & Commencement 2008: Memorable, inspiring speeches and 737 new graduates featured at 2008 Commencement – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
  218. ↑ Radio Vatikan, 18. MĂ€rz 2010: USA: Bischöfe und Unis auf AnnĂ€herungskurs – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
  219. ↑ Whitehouse.gov: May 2010: Photo of the day – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
  220. ↑ William Skidelsky (New Statesman, 17. Oktober 2005): Revolutionising the Future: From Tennis to Teleportation – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
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  222. ↑ Bild der Wissenschaft 7/2009, S. 11: PrĂ€sent fĂŒr PrĂ€sidenten – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
  223. ↑ Ntv, 11. Februar 2008: Der amerikanische Traum: Barack Obama gewinnt Grammy – Letzter Abruf 7. Oktober 2010
  224. ↑ Announcement: The Nobel Peace Prize for 2009 (englisch). nobelpeaceprize.org. The Norwegian Nobel Committee (9. Oktober 2009). Archiviert vom Original am 25. April 2011. Abgerufen am 25. April 2011.
  225. ↑ Die Zeit, 9. Oktober 2009: Friedensnobelpreis fĂŒr Obama: „Dieser Preis ist ein Ansporn fĂŒr Obama“ – Letzter Abruf 7. Oktober 2010

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