Tracerexperiment

Ein Tracerexperiment wird gemacht, um Luftbewegungen und Transportvorgänge in der Luft zu erfassen. Es ist möglich, die Luft mit einem Tracer (engl. Trace: Spur) anzureichern und die entstehende Spur zu verfolgen bzw. zu messen.

Am einfachsten erfolgt dies durch das Abbrennen von Rauchpatronen. Der meist farbige Rauch vermischt sich mit der strömenden Luft, wird mit dieser transportiert und kann so z. B. fotografisch verfolgt, dokumentiert und ausgewertet werden.

Üblicherweise werden Rauchpatronen zur Markierung von Kaltluftströmungen benutzt, da diese relativ langsam fließen und die vertikale Durchmischung gering ist.

Aufwendiger ist der Einsatz von Tracergasen wie z. B. Schwefelhexafluorid (SF6). Hier wird das Tracergas an einer ausgesuchten Stelle kontinuierlich freigesetzt und an vielen Stellen in der Stadt wird dessen Konzentration bestimmt. Dazu werden an den Messstellen in regelmäßigen Zeitabschnitten Luftproben gesammelt (Luftsäcke), die später im Labor mittels Gaschromatograph ausgewertet werden.

Als Tracergase eignen sich Gase, die ungiftig sind, nicht rasch chemisch reagieren, in der Luft sonst kaum vorhanden und auch in geringen Konzentrationen noch gut nachweisbar sind.


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