TĂ€towierung

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TĂ€towierung

Eine TĂ€towierung (wissenschaftlich auch Tatauierung, umgangssprachlich (engl.) Tattoo) ist ein Motiv, das mit Tinte oder anderen Farbmitteln in die Haut eingebracht wird. Dazu wird die Farbe in der Regel von einem TĂ€towierer mit Hilfe einer TĂ€towiermaschine durch eine oder mehrere Nadeln (je nach gewĂŒnschtem Effekt) in die zweite Hautschicht gestochen und dabei ein Bild oder Text gezeichnet. Heute stellt die TĂ€towierung beim Menschen eine Form der Körpermodifikation dar, bei Tieren eine Kennzeichnung (Tierkennzeichnung) zur Identifikation[1].

Frau mit TĂ€towierungen

Inhaltsverzeichnis

Ursprung und Entwicklungen

TĂ€towierte Mumie der "„Prinzessin von Ukok“, die 1993 in einem Kurgan bei Kosch-Agatsch gefunden wurde (5.–2. Jh. v. Chr.)
Bemalte piktische Frau (Holzschnitt von Theodor de Bry, 16. Jh.)

Wegen der vielfĂ€ltigen und ĂŒber den ganzen Erdball verstreuten Hinweise kann davon ausgegangen werden, dass sich die Sitte des TĂ€towierens bei den verschiedenen Völkern der Erde selbstĂ€ndig und unabhĂ€ngig voneinander entwickelt hat. Im Norden Chiles wurden 7000 Jahre alte Mumien gefunden, die TĂ€towierungen an HĂ€nden und FĂŒĂŸen aufwiesen. Die Gletscher-Mumie Ötzi trug vor ĂŒber 5000 Jahren mehrere Zeichen, die mit Nadeln oder durch kleine Einschnitte unter die Haut gebracht worden waren.[2] Besonders aufwĂ€ndige und großflĂ€chige TĂ€towierungen sind von den eisenzeitlichen Skythen, einem Reitervolk der russischen Steppe und des Kaukasus und aus der Pazyryk-Kultur im Altai bekannt. Dies scheint die hĂ€ufig vertretene These zu widerlegen, dass die Sitte des TĂ€towierens ursprĂŒnglich aus SĂŒdwestasien stamme, sich von dort ĂŒber Ägypten nach Polynesien und Australien ausgebreitet habe und schließlich nach Nord- und SĂŒdamerika weitergetragen wurde. In seiner rituellen Bedeutung ist es in Mikronesien, Polynesien, bei indigenen Bevölkerungen und z. B. auch den Ainu und den Yakuza (Japan) verbreitet.

Das Alte Testament verbietet die TĂ€towierung, wohl wegen der Verbindung mit dem Atargatis-Kult. „Und einen Einschnitt wegen eines Toten sollt ihr an eurem Fleisch nicht machen; und geĂ€tzte Schrift sollt ihr an euch nicht machen. Ich bin der Herr.“ (3. Mose 19,28). TĂ€towierungen waren jedoch bei einigen frĂŒhchristlichen Sekten ĂŒblich.[3]

Nach Strabo (Geographica) tÀtowierten sich die Carni, ein keltischer Stamm der österreichischen Alpen. Laut Herodian (III, 14) tÀtowierten sich auch die Thraker. Nach Caesar bemalten sich die Pikten auf dem Gebiet des heutigen Schottland (daher der Name), eine TÀtowierung erwÀhnt er nicht.

Funktion und Bedeutung

TĂ€towierung der Hand mit sakralen Symbolen

TĂ€towierungen können sehr unterschiedliche Funktionen und Bedeutungen haben. Die Literatur nennt Funktionen als Mitgliedszeichen, rituelles oder sakrales Symbol, Ausdrucksmöglichkeit fĂŒr Abgrenzung (siehe auch Bourdieu) und ExklusivitĂ€t, Mittel zur VerstĂ€rkung sexueller Reize, Schmuck, Protest (Punk) und nicht zuletzt die der politischen Stellungnahme. Mit sogenannten Knast-TĂ€towierungen können Rangfolgen und „Kastenzugehörigkeiten“ etwa durch das Kreuz der Diebe dargestellt werden, sowie Funktionen, die der HĂ€ftling wĂ€hrend der Gefangenschaft innehatte, wie beispielsweise „SchlĂ€ger“, „Rowdy“, „AufrĂŒhrer“ oder „Boss“. DarĂŒber hinaus gibt es Kennzeichnungen fĂŒr Mörder oder „LebenslĂ€ngliche“, und auch die Meinung zur Justiz bis hin zu offenen Drohungen oder gar erfolgreich ausgefĂŒhrte Rache können als TĂ€towierung kundgetan werden. Auch sexuelle Einstellungen werden durch TĂ€towierungen ausgedrĂŒckt. Angaben, in welchen Gegenden man bereits inhaftiert war, die Sehnsucht nach Freiheit oder der Vorsatz auszubrechen sind ebenso Themen wie die Anzahl der abzusitzenden Jahre, in der Anzahl der Holzscheite unter einem Feuer oder der Stacheln am Stacheldraht ausgedrĂŒckt werden können.

Adolf Loos bezeichnete in seiner Schrift Ornament und Verbrechen die TĂ€towierung als Ornament.[4]

TĂ€towierung zur Kennzeichnung

In der Zeit des Nationalsozialismus wurden den Insassen eines Konzentrationslagers HĂ€ftlingsnummern eintĂ€towiert. Mitglieder der SS besaßen TĂ€towierungen am linken, inneren Oberarm.

Die TĂ€towierung eines Identifikationscodes ist bei vielen Haus- und Zuchttieren insbesondere bei Reisen ins Ausland ĂŒblich, um Tier und Halter einander zuordnen zu können. Bei Nutztieren wurde lange Zeit das Brandzeichen dafĂŒr eingesetzt. Mit der zunehmenden Verwendung von Mikrochips, die unter die Haut implantiert werden, existiert eine praktikable Alternative zur TĂ€towierung.

Religion und TĂ€towierung

Bis 1890 wurden in Bosnien katholische MĂ€dchen tĂ€towiert, um einen Übertritt zum Islam zu verhindern. Armenische Christen hielten die Tradition der PilgertĂ€towierung bis zum Ersten Weltkrieg bei. So lange wurde diese Form der Markung in Jerusalem angeboten. Koptische Christen in Ägypten tragen noch heute ein Kreuz an der Innenseite des rechten Handgelenkes, um sich vom Islam zu distanzieren.[5] In frĂŒheren Zeiten war Christen das Tragen von Tattoos verboten[6].

Permanent Make-up

Eine Sonderform ist das sogenannte Permanent Make-up, bei dem die Konturen von z. B. Augen, Lippen usw. hervorgehoben bzw. nachgezeichnet oder schattiert werden. So lassen sich auch Operationsnarben kaschieren oder ein Brustwarzenhof rekonstruieren.

Gesellschaftliche Bedeutung in Japan

Schild vor einem japanischen Sentƍ, welches tĂ€towierten Menschen (Yakuza) den Zutritt verwehrt

Eine sehr lange Tradition haben TĂ€towierungen (jap. Irezumi) in Japan. Die AnfĂ€nge der TĂ€towierung in Japan liegen vermutlich bei den Ainu. Zu Beginn der Edo-Zeit (1603 bis 1868) waren TĂ€towierungen unter anderem bei Prostituierten und Arbeitern sehr beliebt. Ab 1720 wurde die TĂ€towierung als eine Art Brandmarkung fĂŒr Kriminelle eingesetzt, weshalb sich „anstĂ€ndige“ Japaner nicht mehr tĂ€towieren ließen. Wer als Krimineller gezeichnet war, konnte sich nicht mehr in die Gesellschaft eingliedern, was zur Bildung einer eigenen Schicht fĂŒhrte: den Yakuza. Unter der Meijiregierung wurde 1870 diese Praxis abgeschafft und TĂ€towierungen komplett verboten, was erst 1948 aufgehoben wurde.

Obwohl stilistisch sehr einheitlich, gibt es eine große Vielfalt an Motiven, die oft der Mythologie entnommen sind, wie Drachen oder DĂ€monen, die hĂ€ufig aus Sagen stammen und eine ganze Geschichte erzĂ€hlen. Oder es gibt Symbole wie KirschblĂŒten (Schönheit und Freude, aber auch VergĂ€nglichkeit) und Kois (Erfolg, StĂ€rke und GlĂŒck). Ein Stil mit blutigen und grausigen abgehackten Köpfen entwickelte sich, als gegen Ende des 19. Jahrhunderts Gruselgeschichten in Japan Ă€ußerst populĂ€r wurden. Eine japanische Sitte ist es, sich zeitlebens von einem einzigen KĂŒnstler tĂ€towieren zu lassen; oftmals entstehen daraus ĂŒber Jahre hinweg großflĂ€chige GemĂ€lde auf dem ganzen Körper, die schließlich vom KĂŒnstler signiert werden.

TĂ€towierungen sind in Japan noch immer stigmatisiert und werden oft als Verstrickung ins kriminelle Milieu interpretiert. Sie sind noch immer ein wichtiger Bestandteil der Yakuza-Kultur (vor allem die den kompletten Torso einnehmenden, sogenannten Bodysuits). In manchen öffentlichen BĂ€dern wird Menschen mit großflĂ€chigen TĂ€towierungen der Eintritt verweigert. Aber ebenso wie im Westen werden TĂ€towierungen gerade bei jungen Japanern immer beliebter und dadurch einer breiteren Gesellschaftsschicht vertraut. Heutzutage gibt es in Japan viele weltweit bekannte TĂ€towierer (zum Beispiel Horiyoshi III), die ihr Können an ihre SchĂŒler weitergeben. Andererseits geht die Verbreitung von TĂ€towierungen unter Gangmitgliedern zurĂŒck, da diese keine Aufmerksamkeit wecken wollen. Somit löst sich in Japan die Verbindung zwischen KriminalitĂ€t und TĂ€towierung.

In letzter Zeit erfreuen sich auch in westlichen Kulturen TĂ€towierungen im japanischen Stil wachsender Beliebtheit.

Gesellschaftliche Bedeutung in der westlichen Welt

Der Musiker Tommy Lee mit TĂ€towierungen

TĂ€towierungen hatten ursprĂŒnglich im Westen das Stigma des Matrosen oder StrĂ€flings, erfreuen sich aber spĂ€testens seit den 1990er Jahren grĂ¶ĂŸerer Beliebtheit. Was vorwiegend als Ausdruck einer Jugendkultur begann, die auch Piercing und Branding umfasst, ist heute in breiten Gesellschaftsschichten vorzufinden. Zahlreiche Prominente, die sich öffentlich mit TĂ€towierungen zeigten, trugen zu einer zunehmenden Akzeptanz bei. Dennoch werden TĂ€towierungen nach wie vor auch als Code und Sprache innerhalb krimineller Banden verwendet. So sind beispielsweise unter AnhĂ€ngern der russischen Gruppe Diebe im Gesetz den tĂ€towierten Motiven begangene Straftaten, abgesessene GefĂ€ngnisjahre oder die Hierarchie innerhalb der Gruppe zu entnehmen.[7]

In Deutschland sind unter HÀftlingen bzw. ehemaligen HÀftlingen Spinnen am Hals oder Hinterkopf, TrÀnen an den AugenrÀndern oder drei Punkte zwischen Daumen und Zeigefinger gelegentlich anzufinden.

Kinder nutzen Klebebilder, die sich leicht wieder entfernen lassen, aber unter dem Begriff Tattoo oder TÀtowierung firmieren. Analog dazu finden sich auch sogenannte HennatÀtowierungen, die nicht in die Haut gestochen, sondern aufgemalt werden. Hier wird nur die Hornschicht der Oberhaut eingefÀrbt. Da diese verhornten Zellen kontinuierlich abschuppen, verschwindet die vorgebliche TÀtowierung nach einigen Wochen.

Diese Entwicklung zeigt die AnnĂ€herung des TĂ€towierens an den Mainstream, ermöglicht sie doch eine TĂ€towierung als Modeaccessoire. Auch die Bio-TĂ€towierung verschwindet angeblich nach einigen Jahren von selbst, weil nicht so tief gestochen wird. In Wirklichkeit geschieht das aber nur sehr selten, wenn ĂŒberhaupt, da es quasi unmöglich ist, so genau zu arbeiten, dass weder zu flach (die TĂ€towierung verschwindet schon wĂ€hrend der Heilung) noch zu tief (die TĂ€towierung bleibt) gestochen wird. Mindestens Teile oder ein Schatten der TĂ€towierung bleiben zumeist erhalten. Daher wird von seriösen TĂ€towierern davor gewarnt. Das Oberlandesgericht Karlsruhe hat eine TĂ€towiererin zur Zahlung von Schadensersatz und Schmerzensgeld verurteilt, weil sie der Kundin zugesichert hatte, die Bio-TĂ€towierung wĂŒrde nach drei bis sieben Jahren verschwinden – was nicht geschah.[8]

Motive, Stile und neue Trends

Schwalben-Motiv
TĂ€towierung ĂŒber dem Steißbein, umgangssprachlich Arschgeweih
Stern-TĂ€towierung

Waren Anfang des 20. Jahrhunderts TÀtowierungen fast nur bei Seeleuten, Soldaten, Angehörigen der Unterwelt oder HÀftlingen zu sehen, so entwickelte sich in den spÀten 1980er Jahren wieder ein gewisser Modetrend zu Tattoos. Vor allem gewisse Musikszenen machten TÀtowierungen zu einem Bestandteil ihrer Subkultur.

In den 1990er Jahren erfuhren TĂ€towierungen einen wahren Modetrend. Vor allem sogenannte Tribal-Tattoos erlebten hier ihre HochblĂŒte.[9] Tribals (manchmal auch Iban genannt) fanden in verschiedensten Formen den Weg unter die Haut. Unter der scherzhaften Bezeichnung Arschgeweih war vor allem bei weiblichen TrĂ€gerinnen hĂ€ufig ein auf dem Steiß platziertes Tribal-Tattoo zu finden.

Ende der 1990er Jahre gab es in der Tattoo-Szene einen Trend zu sogenannten Old-School-Motiven. Dies sind Motive, die ihren Ursprung hĂ€ufig in alten SeemannstĂ€towierungen haben. Beispiele fĂŒr Motive dieses Genres sind Sterne, Schwalben, Anker oder Herzen.[10]

Einen weiteren Trend stellen sogenannte Geek- oder Nerd-Tattoos dar. Die Motive stammen in der Regel aus dem akademischen oder Computerbereich und spiegeln die wachsende PopularitÀt von Geekstyle und Nerdcore wider.[11]

Laut einer Studie der UniversitĂ€t Leipzig aus dem Jahr 2009 nimmt der Anteil der TĂ€towierten an der deutschen Bevölkerung zu. So stieg der Anteil der tĂ€towierten MĂ€nner im Alter zwischen 25 und 34 Jahren von 22,4 % (2003) auf 26 % (2009), der der tĂ€towierten Frauen zwischen 25 und 34 Jahren verdoppelte sich sogar beinahe von 13,7 % (2003) auf 25,5 % (2009). Die beliebtesten Stellen waren dabei die Arme und der RĂŒcken.[12]

Kunst

Die US-amerikanische KĂŒnstlerin Shelley Jackson arbeitet derzeit an einem Kunstprojekt namens "The skin project". Sie hat eine Kurzgeschichte von 2095 Wörtern verfasst, welche nicht gedruckt wird, sondern Freiwillige lassen sich jeweils ein Wort der Geschichte tĂ€towieren.

Timm Ulrichs hat in den Jahren 1975 bis 1977 in Zusammenarbeit mit den TĂ€towierern Manfred Kohrs (Hannover) und Horst Heinrich Streckenbach (Frankfurt/Main) einige kĂŒnstlerische Projekte erstellt. Ulrichs hat mit traditionellen TĂ€towiermotiven auf Leinwand gearbeitet, aber auch als „TotalkĂŒnstler“ selbst mit der TĂ€towierei experimentiert. Auf sein rechtes Augenlid ließ er sich 1981 die Worte „The End“ tĂ€towieren[13] – der Abspann fĂŒr den ultimativ letzten Film.[14] Getreu seinem Motto „Totalkunst ist das Leben selbst“ ließ sich Ulrichs 1971 öffentlich die eigene Signatur in den Oberarm tĂ€towieren. Nicht die einzige TĂ€towierung: Seit kurzem steht auf seinem Fuß „Copyright by Timm Ulrichs“.[15]

Kohrs und Streckenbach haben in den siebziger Jahren daran gearbeitet die deutschen TĂ€towierer in die kĂŒnstlerische Szene einzufĂŒhren; auch um dem Berufsstand den Habitus des „halbseidenen“ zu nehmen, der in diesen Jahren noch extrem vorhanden war. In den Jahren 1977 bis 1981 erstellte Manfred Kohrs – als Mitglied im Kunstverein Hannover â€“ einige Einzelprojekte mit der Thematik TĂ€towierungen.

Im Jahr 1996 zeigte Ed Hardy in der New Yorker Kunstgalerie die Ausstellung Â»Pierced Hearts and True Love«. Hardy gab in dieser Ausstellung, die ein „entscheidender Schritt zur Imageverbesserung des TĂ€towierens“[16] war, einen geschichtlichen Überblick der vergangenen 100 Jahre.

Anwendung in der Medizin

In der Augenheilkunde gibt es ein selten angewandtes Verfahren der rekonstrukvien Chirurgie, welches als Keratographie oder auch HornhauttĂ€towierung bekannt ist. Dabei werden naturnahe Farbpigmente unter die Hornhaut des menschlichen Auges eingebracht. Es dient der plastischen Verbesserung bei schweren kosmetischen Entstellungen durch Erkrankungs- oder Verletzungsfolgen der vorderen Augenabschnitte (Iris, Pupille etc.). Die Keratographie beinhaltet zwar ein gewisses Risiko und kann mit Komplikationen einhergehen, gleichwohl kann sie sich fĂŒr Patienten eignen, bei denen eine Wiederherstellung der Sehkraft nicht mehr zu erwarten ist. Seit fast 2000 Jahren sind solche Verfahren bekannt, gerieten jedoch ĂŒber lange Zeit in Vergessenheit und erfahren seit einigen Jahren wieder eine Renaissance, wenn auch nur fĂŒr eine begrenzte Anzahl von Betroffenen.[17]

Etymologie

Sowohl das deutsche Wort 'tĂ€towieren' als auch das englische 'Tattoo' haben ihren Ursprung im Tahiti-Wort tatau. Dieses Wort hat sich vermutlich lautmalerisch aus dem GerĂ€usch entwickelt, das beim Schlagen auf den in Polynesien traditionell benutzten TĂ€towierkamm entsteht. In der englischen MilitĂ€rsprache gab es ein gleichlautendes Wort schon seit der Mitte des 17. Jahrhunderts, es bezeichnet bis heute den Zapfenstreich. In England wurde der Begriff tattow neben dem zunĂ€chst gebrĂ€uchlichen tattaw verwendet, der sich dann zu tattoo umbildete und heute ausschließlich benutzt wird. BerĂŒcksichtigt man nun weiterhin, dass es in England zunĂ€chst ĂŒberwiegend Soldaten waren, die sich tĂ€towieren ließen, erscheint diese Umformung des Wortes schlĂŒssig. Im deutschen Sprachraum existierten lange Zeit die Begriffe Tatauieren und TĂ€towieren nebeneinander, bis sich schließlich zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Bezeichnung TĂ€towieren endgĂŒltig durchsetzte. In der Ethnologie wird jedoch weiterhin meist von Tatauieren und Tatauierungen gesprochen.

Technik

TĂ€towiermaschine mit Magnetspulenantrieb

Der Vorgang der TĂ€towierung besteht grundsĂ€tzlich in einer Punktierung der Haut, wobei gleichzeitig mit dem Durchstechen ein Farbmittel in die Haut eingebracht wird. Hierbei ist darauf zu achten, dass der Stich weder zu oberflĂ€chlich noch zu tief angebracht wird. Im ersten Fall wĂŒrde das eingelagerte Farbmittel lediglich in die Zelllagen der Epidermis eingebracht werden. Dies hĂ€tte zur Folge, dass bei der fortwĂ€hrenden Erneuerung dieser Hautschicht ein Abwachsen und eine Abstoßung der Farbmittelteilchen nach außen gleichzeitig mit den Epidermiszelllagen erfolgen wĂŒrde. Im zweiten Fall, wenn also der Stich zu tief in die Haut vorgenommen wird, kommt es durch die auftretenden Blutungen zu einem Auswaschen der Farbmittel. Dauerhaft haltbar sind diejenigen Farbmittel, die in der mittleren Hautschicht (Dermis) und zwar im Zelltyp der Fibroblasten eingelagert sind.

Die im Westen gebrĂ€uchlichste Methode ist das Arbeiten mit einer elektrischen TĂ€towiermaschine. Hier wird z. B. mit Hilfe zweier Spulen ein Magnetfeld erzeugt, das eine Anzahl feiner, an eine Stange gelöteter Nadeln schnell vor- und rĂŒckwĂ€rts bewegt. Eine weitere TĂ€towiermaschine arbeitet mit einem Elektromotor, der ĂŒber einen Exzenter die Auf- und AbwĂ€rtsbewegung erzeugt. Diese Maschinenart wurde von 1970 bis 1978 von den TĂ€towierern Horst Heinrich Streckenbach und Manfred Kohrs (Hannover) entwickelt und gebaut.[18]

Die Streckenbach/Kohrs-TĂ€towiermaschine
mit Rotationsantrieb

Die Geschwindigkeit ist abhĂ€ngig von der TĂ€towiermaschine, der Technik und dem gewĂŒnschtem Effekt, z. B. Linien oder Schattierungen, liegt aber zwischen ca. 800 bis 7.500 Bewegungen pro Minute. Die Tinte hĂ€lt sich dank einer Kapillarwirkung zwischen den Nadeln und wird durch die Schnelligkeit der Bewegung Ă€hnlich leicht in die Haut gebracht wie beim Zeichnen mit einem Stift auf Papier. Die Haut wird mit der einen Hand unter Spannung gehalten, die andere Hand bringt das Bild ein. Hierbei wird zunĂ€chst – zumeist mit schwarzer Farbe â€“ die Kontur erstellt sowie – insoweit erforderlich â€“ die Schattenwirkung eingebracht; anschließend werden die entsprechenden FlĂ€chen farblich aufgefĂŒllt. Die Wahl der verwendeten Nadelmengen- und StĂ€rken richtet sich nach dem Motiv und der angewandten Technik.

Es existieren weitere Möglichkeiten, dauerhafte Hautzeichnungen herzustellen, beispielsweise das Einschneiden der Haut und ein Einreiben der Wunde mit Tinte, Asche oder sonstigen farbgebenden Stoffen (sogenanntes Ink-Rubbing), oder das TĂ€towieren mit Nadel und Faden, bei dem eine mit Faden umwickelte Nadel in Tinte, Tusche oder sonstige farbgebende Stoffe getaucht und dann in die Haut gestochen wird. Österreichische Soldaten und gemeine Soldaten tĂ€towierten sich im 19. Jahrhundert mit Einschnitten von „Namens-Chiffren“ oder Kreuzeszeichen, als FĂ€rbemittel diente Schießpulver.[19]

Bei den Völkern Polynesiens war ein TĂ€towierkamm gebrĂ€uchlich, der aus verschiedenen Pflanzenteilen oder Knochen hergestellt wurde und an einem langen Stab befestigt war. Die Spitzen des Kammes wurden durch rhythmisches Schlagen auf den Griff in die Haut getrieben, wo sie eine Tinte aus Wasser und Asche oder verbrannten NĂŒssen einbrachten. Diese KĂ€mme gab es in unterschiedlichen Breiten, sie hinterließen aber immer Linien, niemals Punkte. Die Irezumi genannten traditionellen japanischen TĂ€towierungen werden auch heute noch hĂ€ufig manuell gefertigt, obwohl sich westliche TĂ€towiermaschinen auch in Japan lĂ€ngst großer Beliebtheit erfreuen. Hierzu dienen Nadeln, die, wie bei einem Pinsel, an langen Bambusgriffen befestigt sind. Diese Technik erfordert sehr viel Übung, erlaubt aber dem Meister durch Variation in der Tiefe des Stiches TĂ€towierungen mit großer PrĂ€zision und Kontrolle herzustellen.

Die Inuit hingegen zogen mit Farbe getrÀnkte FÀden oder Sehnen unter der Haut hindurch, um eine dauerhafte Zeichnung zu erhalten.

SchmutztÀtowierung

Klassifikation nach ICD-10
L81.8 TĂ€towierung
ICD-10 online (WHO-Version 2011)

Neben der SchmucktĂ€towierung wird auch das (unerwĂŒnschte) Eindringen von gefĂ€rbten Partikeln in das Bindegewebe der Haut in der Medizin als TĂ€towierung bezeichnet – als „SchmutztĂ€towierung“.[20]

Ursachen sind meist UnfĂ€lle mit Feuerwerkskörpern, Pulverschmauchverletzungen und StraßenunfĂ€lle. Aber auch beim Sturz eines Fußballspielers „auf Asche“ mit SchĂŒrfwunde können fĂ€rbende Partikel unter die Haut gelangen. Metallsplitter in der Haut verursachen eine BraunfĂ€rbung (Siderose). Bei Bergleuten kommen SchmutztĂ€towierungen mit Kohlestaub vor.

WĂ€hrend in den ersten 72 Stunden Schmutzpartikel noch durch AusbĂŒrsten meist ohne kosmetische Folgen entfernt werden können, muss spĂ€ter meist eine Stanzexzision durchgefĂŒhrt werden.

Gesundheitsgefahren

Infektionsgefahr

Eine selbstgebaute elektrische TĂ€towiermaschine

Beim TĂ€towieren mĂŒssen strenge Hygienevorschriften eingehalten werden. Diese werden nicht immer kontrolliert, deshalb ist eine gewisse Vorsicht ratsam. Es kann zu HIV-, Hepatitis- und diversen anderen Infektionen kommen. In Holland, der Schweiz und Österreich unterliegen TĂ€towierstudios strengen Auflagen und Kontrollen, was der allgemeinen gesundheitlichen Sicherheit in diesem Bereich sehr zutrĂ€glich war. Inzwischen werden dort die Eingriffe, SterilisationsvorgĂ€nge, Reinigungen und Desinfektionsmaßnahmen schriftlich dokumentiert. In Österreich ist seit dem Jahr 2003 die jĂ€hrliche Erbringung eines Unbedenklichkeitsnachweises durch ein akkreditiertes Institut gesetzlich vorgeschrieben. (Siehe Bundesgesetzblatt 141/ 2003)

GesundheitsschÀdliche Farbstoffe

TĂ€towierfarbe

Untersuchungen haben gezeigt, dass ein Teil der Farbstoffe aus der Dermis in andere Bereiche des Körpers fortgetragen wird. Da es, im Gegensatz zu Kosmetika, fĂŒr die verwendeten Farben kaum gesetzliche Vorschriften gab,[21][22] enthielten diese oft zum Beispiel Schwermetallverbindungen als Pigment. Außerdem gelten insbesondere Azo-Farben als problematisch, da sie unter Einwirkung von UV-Licht in gesundheitsschĂ€dliche Stoffe wie Azelenhydrochlorid oder verschiedene Kohlenwasserstoffe (beides Zellgifte) zerfallen. Inzwischen benutzt jeder gewissenhafte TĂ€towierer nur Farben, bei denen vom Hersteller ein der TĂ€towiermittelverordnung entsprechendes PrĂŒfzertifikat mitgeliefert wird, daher sollten die Gefahren in dieser Richtung weitgehend behoben sein.

Bei der Entfernung von TÀtowierungen mittels Laser-Behandlung können aus den verwendeten Farbpigmenten, insbesondere aus den hÀufig verwendeten roten Farbpigmenten Pigment Red 22 und Pigment Red 9 krebserregende Substanzen, wie beispielsweise 2-Methyl-5-nitroanilin, entstehen.[23]

Verbrennung bei Kernspin-Tomographie

Immer mehr Ärzte verweigern die Untersuchung mit dem Kernspintomographen, wenn ein Patient TĂ€towierungen, Piercing oder Permanent-Make-up auf der Haut trĂ€gt, weil es dabei zu Verbrennungen durch das Eisen in den Farben kommen kann.[24] Das Auftreten einer Verbrennung ist jedoch Ă€ußerst unwahrscheinlich und der zu erwartende Schweregrad einer derartigen Verbrennung gering. Wahrscheinlicher als eine SchĂ€digung des Patienten ist jedoch das Auftreten von Artefakten.[25]

Augapfeltattoo

Als gesundheitlich riskant gilt das Augapfeltattoo.[26][27][28]

Entfernung

Bei der Entfernung von TĂ€towierungen stehen vor allem zwei Laser wegen ihrer relativ guten Ergebnisse, ihrer guten VertrĂ€glichkeit und ihres hohen Entwicklungsstandes im Vordergrund. Dies ist zum einen der gĂŒtegeschaltete Nd:YAG-Laser, der frequenzverdoppelte Nd:YAG (KTP) als auch der gĂŒtegeschaltete Rubinlaser. Entscheidend fĂŒr den Behandlungserfolg ist die WellenlĂ€nge (Farbe) des Lasers, die auf die Farbe (WellenlĂ€ngenspektrum) der Farbpigmente abgestimmt sein muss. Schwarze und dunkelblaue TĂ€towierungen lassen sich besonders gut mit dem Nd:YAG-Laser entfernen, wohingegen der frequenzverdoppelte Nd:YAG-Laser (KTP) fĂŒr rote bis gelbliche TĂ€towierfarben verwendet wird. Der Rubinlaser wirkt zwar auf ein etwas breiteres Spektrum an Farben, ist dabei aber nicht so effektiv wie der Nd:YAG-Laser.

Bei der Entstehung einer TĂ€towierung werden im Heilungsprozess (bis etwa zwei Wochen nach dem Stechen) die Farbpigmente durch körpereigene Zellen – die Makrophagen â€“ eingekapselt. Der Körper kann daher die Farbpigmente nicht mehr abbauen, die TĂ€towierung bleibt erhalten.

Mit dem Einsatz verschiedener Laser lassen sich diese Makrophagen „aufbrechen“. Dies geschieht durch eine Erhitzung der eingeschlossenen Farbpigmente, die durch die Lichtabsorption so stark erhitzt werden, dass sie zerbersten. Allerdings folgt dem eine erneute Einkapselung, was Wiederholungen der Laserbehandlung (je nach Farbe zwischen zwei und zehn Behandlungen) erforderlich macht.

WĂ€hrend der Behandlung lĂ€sst sich eine VerfĂ€rbung des Tattoos erkennen, das liegt an den unterschiedlichen Abbaugeschwindigkeiten der Pigmente einer Farbe. FrĂŒher wurden allerdings hĂ€ufig Farbstoffe eingesetzt, die nur schwach bis gar nicht abgebaut werden können. In diesem Fall bleibt auch eine Laserbehandlung nahezu wirkungslos. Hier gilt es, vorher die Behandlung an einer kleinen Stelle auszuprobieren.

Als Alternative zur Laserentfernung werden Verfahren mit flĂŒssigen Tattoo-Entfernern angeboten. Dabei handelt sich um Lösungen, die in der Regel 40 % L-(+)-MilchsĂ€ure enthalten. Ähnlich wie bei TĂ€towiermitteln wird mit einer Nadel unter die Oberhaut gestochen und das flĂŒssige Entfernungsmittel unter die Haut gespritzt. Laut Aussage der Anbieter soll der Körper die Farbpigmente auf natĂŒrliche Weise abstoßen. Zwar kommt L-(+)-MilchsĂ€ure in natĂŒrlicher Form im menschlichen Körper vor;[29] Untersuchungen haben gleichwohl gezeigt, dass der Einsatz solcher Tattoo-Entfernungsmittel aufgrund der Reizwirkung von MilchsĂ€ure hoher Konzentration (40 %) mit gesundheitlichen Risiken verbunden ist.[30] Es wurden FĂ€lle mit schweren EntzĂŒndungsreaktionen der Haut mit Narbenbildung gemeldet.[31] Bereits bei einer Konzentration von 20 % MilchsĂ€ure in Formulierungen treten nach dem Stand der Wissenschaft Reizwirkungen an Haut und Schleimhaut auf.[32] Am Auge ist dies bereits bei einer geringeren Konzentration MilchsĂ€ure möglich.[33] Wegen der relativen Neuartigkeit der Behandlungsformen liegen weder klinische Bewertungen noch Ergebnisse klinischer Studien zu Langzeitwirkungen vor.[34] UngeklĂ€rt ist vor allem, welche chemischen Verbindungen bei der Behandlung mit Lasern oder MilchsĂ€ure entstehen und welche gesundheitlichen SpĂ€trisiken von ihnen ausgehen. Es wird vermutet, dass sich ein Teil der gespaltenen Farbpigmente in Leber, Milz und Lymphknoten anreichert.[35]

Ferner gibt es zum Entfernen einer TÀtowierung noch weitere Methoden, zum Beispiel die Diathermie. Diese zerstört mit Hilfe von Mikrowellen umliegende Hautzellen, die beim Heilungsprozess mit den Farbpigmenten abgeschieden werden.

Die Entfernung von TĂ€towierungen mittels sogenannter Tattoo-Cremes ist dagegen aber weiterhin höchst fragwĂŒrdig, da ein entsprechender Wirkmechanismus nicht nachgewiesen werden konnte.

Eine weitere Möglichkeit liegt in der Entwicklung neuartiger mit Kunststoff ummantelter Farben, diese sollen sich beim TĂ€towieren und von der Haltbarkeit her genau wie die traditionellen Farben verhalten. Der Unterschied liegt einzig in der Entfernbarkeit. WĂ€hrend sich die traditionellen Farben in fĂŒnf bis zehn Lasersitzungen (gut und weniger gut) entfernen lassen, verspricht der Hersteller eine Entfernung in einer einzigen Lasersitzung. Ursache fĂŒr die gute Entfernbarkeit liegt in der Verwendung von sehr kleinen Farbpigmenten, welche normalerweise nicht in der Haut halten wĂŒrden. Durch die Verkapselung von diesen kleinen Pigmenten in PMMA (Polymethylmethacrylat, medizinischer Kunststoff) wird gewĂ€hrleistet, dass diese dennoch in der Haut verbleiben. Werden diese PMMA-Teilchen mit einem Laser behandelt, brechen sie auf und das Tattoo verschwindet.

Durch die Verkapselung mit PMMA kann kein Alkohol fĂŒr die Herstellung der Farbe benutzt werden, da dieser den Kunststoff auflösen wĂŒrde. Damit scheiden die klassischen Zubereitungen fĂŒr TĂ€towierfarben aus und es muss eine Technologie auf Wasserbasis gefunden werden. Damit ist die Farbe aber mikrobiologisch nicht stabil und erfordert zum Beispiel den Einsatz von Konservierungsmitteln, die nach der Resolution des Europarates nicht mehr eingesetzt werden sollen. Ob diese Farben dann in Brillanz, Deckkraft und VerarbeitungsqualitĂ€t modernen TĂ€towierfarben entsprechen, wird die Praxis zeigen.

Ausbildung

Eine typische Ausbildung wie in den Handwerksberufen gibt es nicht. Will man die Kunst des TĂ€towierens erlernen, so geht man formlos bei einem TĂ€towierer in die Lehre. Die Grundtechniken sind in der Regel in zwei bis drei Jahren erlernbar.

In Österreich ist eine vierteilige PrĂŒfung vorgeschrieben, wobei der schriftliche Teil die Bereiche Dermatologie, Histologie, Anatomie, Bakteriologie und Virologie umfasst.

Beispiele

Filme

Spielfilme

Reportagen und Dokumentarfilme

Siehe auch

 Portal:Body Modification – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Body Modification

Fachzeitschriften

Literatur

  • Oliver Bidlo: Tattoo. Die Einschreibung des Anderen. Oldib Verlag, Essen 2010, ISBN 978-3-939556-17-6.
  • Bundesinstitut fĂŒr Risikobewertung (BFR): Gesundheitsgefahren durch TĂ€towierungen und Permanent make-up. (Volltext)
  • Kai Bammann, Heino Stöver (Hrsg.): TĂ€towierungen im Strafvollzug. Hafterfahrungen, die unter die Haut gehen. 2006, ISBN 3-8142-2025-0. (Volltext)
  • Gian Paolo Barbieri: Tahiti Tattoos. Benedikt Taschen Verlag, Köln 1998, ISBN 3-8228-7852-9.
  • Mark Blackburn: Tattoos from paradise – Traditional Polynesian Patterns. Schiffer Publishing Ltd., 1999, ISBN 0-7643-0941-2.
  • Marcel Feige: Tattoo- und Piercing-Lexikon – Kult und Kultur der Körperkunst. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2004, ISBN 3-89602-541-4.
  • Marcel Feige (Hrsg.): Ein Tattoo ist fĂŒr immer. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2002, ISBN 3-89602-381-0.
  • Frank-Peter Finke: TĂ€towierungen in modernen Gesellschaften. Rasch, OsnabrĂŒck 1996, ISBN 3-930595-45-1.
  • Michael C. Frank: „Ein unauslöschliches Zeichen“. Die polynesische TĂ€towierung in Reiseberichten des 18. und 19. Jahrhunderts. In: Barbara Thums (Hrsg.): Was ĂŒbrig bleibt. Trafo, Berlin 2009, S. 163–190 (Volltext)
  • Karl Gröning (Hrsg.): GeschmĂŒckte Haut. Eine Kulturgeschichte der Körperkunst. Zweite Auflage. Frederking & Thaler, MĂŒnchen 2001, ISBN 3-89405-514-6.
  • Wolf-Peter KĂ€chelen: Tatau und Tattoo – Eine Epigraphik der IdentitĂ€tskonstruktion. Shaker Verlag, Aachen 2004, ISBN 3-8322-2574-9.
  • Marisa Kakoulas: Black Tattoo Art: Modern Expressions of the Tribal. Edition Reuss, Glattbach 2009, ISBN 3-934020-71-2
  • Erich Kasten: Body-Modification. 1. Auflage. Reinhardt Verlag, MĂŒnchen 2006, ISBN 3-497-01847-3.
  • Lars Krutak: Kalinga Tattoo: Ancient and Modern Expressions of the Tribal. Edition Reuss, Glattbach 2010, ISBN 978-3-934020-86-3
  • Carl Marquardt: Die TĂ€towierung beider Geschlechter in Samoa. Reimer Verlag, Berlin 1899. Als Faksimile-Reprint neu aufgelegt im Fines Mundi Verlag, SaarbrĂŒcken 2007.
  • Jörg „Monte“ Klein: Mana – Die Geheimnisse der marquesischen TĂ€towierung. House of the Poets Paderborn, Paris, 2006, ISBN 3-936706-06-9
  • Albert L. Morse: The Tattoists. 1st Edition 1977, ISBN 0-918320-01-1
  • Stephan Oettermann: Zeichen auf der Haut – Die Geschichte der TĂ€towierung in Europa. EuropĂ€ische Verlagsanstalt, Hamburg 1995, ISBN 3-434-46221-X.
  • Manami Okazaki (Hrsg.): Tattoo in Japan: Traditional and Modern Styles. Fotos von Martin Hladik, John Harte, Geoff Johnson, Tommy Oshima. Edition Reuss, Glattbach 2008, ISBN 3-934020-64-X
  • Oliver Ruts, Andrea Schuler (Hrsg.): BilderbuchMenschen. TĂ€towierte Passionen 1878–1952. Fotos von Herbert Hoffmann. Memoria Pulp, Berlin 2002, ISBN 3-929670-33-X
  • Karl von den Steinen: Die Marquesaner und ihre Kunst. Band 1, Tatauierung. Reimer Verlag, Berlin 1925. Als Faksimile-Reprint neu aufgelegt im Fines Mundi Verlag, SaarbrĂŒcken 2006.
  • JĂŒrg Federspiel: Geographie der Lust. Suhrkamp, Frankfurt am Main, 1989, ISBN 3-518-40185-8
  • Donald Ed Hardy: tattoo-time, ART FROM THE HEART, Hardy Marks Publications, Hawaii 1991, ISBN 0-945367-09-0
  • Donald Ed Hardy: tattoo-time 4, LIVE AND DEATH TATTOS, Hardy Marks Publications, Hawaii 1988, ISBN 0-945367-05-8
  • Donald Ed Hardy: tattoo-time 3, MUSIC & SEA TATTOOS, Hardy Marks Publications, Hawaii 1988, ISBN 0-945367-04-X
  • Donald Ed Hardy: tattoo-time 2, TATTOO MAGIC, Hardy Marks Publications, Hawaii 1988, ISBN 0-945367-03-1
  • Donald Ed Hardy: tattoo-time 1, NEW TRIBALISM, Hardy Marks Publications, Hawaii 1988, ISBN 0-945367-02-3

Weblinks

 Commons: Tattoos â€“ Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien


Einzelnachweise

  1. ↑ Bund gegen Missbrauch der Tiere e. V.
  2. ↑ Holger Junker: Aussagemöglichkeiten zu TĂ€towierungen aus vor- und frĂŒhgeschichtlicher Zeit. Magisterarbeit, UniversitĂ€t Hamburg, 2008.
  3. ↑ Susanna Elm: Pierced by Bronze Needles: Anti-Montanist charges of ritual stigmatization in their Fourth-Century context. In: Journal of Early Christian Studies. Band 4, 1996, S. 409–439
  4. ↑ neumarkt-dresden.de
  5. ↑ Tattoos und Religion, tattoovorlagen.net.
  6. ↑ Nach tattoovorlagen.net durch Papst Hadrian I im Konzil von Calcuth und in (Lev 19,28 EU), (Lev 21,5 EU)
  7. ↑ Kriminologe entschlĂŒsselt TĂ€towiercodes (nicht mehr online verfĂŒgbar) Tagesschau (ARD), 7. Juni 2009
  8. ↑ Schadensersatz und Schmerzensgeld bei Bio-Tattoo-Entfernung
  9. ↑ Ursprung: Tribals waren Stammesabzeichen
  10. ↑ Auch Tattoos unterliegen der Mode. Mitteldeutsche Zeitung,
  11. ↑ Revenge of the Tattooed Nerds
  12. ↑ medpsy.uniklinikum-leipzig.de
  13. ↑ kunsttempel.net THE END, Augenlid-TĂ€towierung, 1970, 16. Mai 1981
  14. ↑ Vgl. Christina Sticht, Timm Ulrichs: Pionier der Konzeptkunst. nw-news.de, 31. MĂ€rz 2010.
  15. ↑ Nobilis, MĂ€rz 3/2008
  16. ↑ Marcel Feige: Das Tattoo- und Piercing-Lexikon. ISBN 3-89602-209-1, S. 147
  17. ↑ Susanne Pitz, Robert Jahn, Lars Frisch, Armin Duis and Norbert Pfeiffer: Hornhaut-TĂ€towierung - Heutiger Stellenwert einer historischen Behandlungsmethode. In: Der Ophthalmologe. Band 97, Nummer 2, 2000, S. 147-151
  18. ↑ streckenbach-kohrs-tattoo-machine (englisch) abgerufen am 14. Juli 2011
  19. ↑ Mathias Koch: Über die Ă€lteste Bevölkerung Österreichs und Bayerns. Leipzig 1856, S. 34
  20. ↑ UniversitĂ€tsklinikum Rostock
  21. ↑ Seit dem 1. September 2005 sind TĂ€towierfarben in Deutschland nach dem Lebensmittel-, BedarfsgegenstĂ€nde- und Futtermittelgesetzbuch (LFGB) kosmetischen Mittel gleichgestellt, die Kosmetikverordnung gilt jedoch nicht, da diese nur fĂŒr die Anwendung auf der Haut ist.
  22. ↑ TĂ€towiermittelverodnung, inkraftgetreten am 1. Mai 2009
  23. ↑ Engel E et al., TĂ€towierungspigmente im Fokus der Forschung, in Nachrichten aus der Chemie, 55/2007, S.847–851.
  24. ↑ Verbrennungen durch Tatoos. In: menshealth.de.
  25. ↑ William A. Wagle, Martin Smith: Tattoo-Induced Skin Burn During MR Imaging. In: AJR 174, 2000, S. 1795.
  26. ↑ Andrea Hennis: Letzter Schrei: Augapfel-Tattoos. Focus Online, 13. August 2008
  27. ↑ Janina Rauers: Neuer Internet-Hype um Augapfel-Tattoos. RP Online, 15. August 2008
  28. ↑ Doris Kraus: Jugendkultur: Von Crash-DiĂ€t bis Augapfel-Tattoo. DiePresse.com, 24. November 2008
  29. ↑ Hans G. Schlegel, Allgemeine Mikrobiologie, 8. Auflage, Thieme 2008.
  30. ↑ Pressemitteilung des Bundesinstituts fĂŒr Risikobewertung vom 1. August 2011. Abgerufen am 28. August 2011.
  31. ↑ Ärztliche Mitteilungen bei Vergiftungen, Seite 28 ff, BfR 2007. Abgerufen am 9. Oktober 2011.
  32. ↑ BegrĂŒndung Versuchsplan der United States Environmental Protection Agency vom 3. Januar 2002 (engl.). Abgerufen am 7. August 2011.
  33. ↑ Untersuchung zur Verbreitung umweltbedingter Kontaktallergien mit Schwerpunkt im privaten Bereich, Publikation des Umweltbundesamtes vom Februar 2004. Abgerufen am 27. Februar 2011.
  34. ↑ Tattoo-Entfernung: Einsatz wĂ€ssriger MilchsĂ€ure, Stellungnahme des Bundesinstituts fĂŒr Risikobewertung vom 1. August 2011. Abgerufen am 4. September 2011.
  35. ↑ [http://www.helmholtz-muenchen.de/fileadmin/FLUGS/PDF/Themen/Gesundes-Leben/Koerperschmuck.pdf. Dauerhafter Körperschmuck – Informationen und Empfehlungen zum Schutz vor Allergien und Infektionen, Deutsches Forschungszentrum fĂŒr Gesundheit und Umwelt. Abgerufen am 31. Juli 2011.]
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