US-Amerikaner

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US-Amerikaner
United States of America

Vereinigte Staaten von Amerika

Flagge der Vereinigten Staaten
Siegel der Vereinigten Staaten
Flagge Wappen
Wahlspruch:
e pluribus unum (aus vielen Eins)
In God We Trust (Auf Gott vertrauen wir, ab 1956)
Amtssprache keine Sprache als Amtssprache benannt, de facto Englisch
Hauptstadt Washington D. C.
Staatsform Präsidiale Bundesrepublik
Staatsoberhaupt und Regierungschef Präsident Barack Obama
Fläche 9.826.630 km²
Einwohnerzahl 305.548.183 (1. November 2008)[1]
Bevölkerungsdichte 31 Einwohner pro km²
BIP $14.084,1 Mrd. (1.) (4. Quartal 2007)[2]
BIP/Einwohner $46.460 (8.) (4. Quartal 2007)
HDI (12.) 0,951
W√§hrung 1 US-Dollar (USD, $) = 100 Cent (¬Ę)
Gr√ľndung 1787/89 (Verfassung)
Unabhängigkeit 4. Juli 1776 (von Großbritannien)
Nationalhymne The Star-Spangled Banner
Nationalfeiertag 4. Juli (Independence Day)
Zeitzone UTC-5 bis UTC-10
Kfz-Kennzeichen USA
Internet-TLD .us, .gov, .mil, .edu
Telefonvorwahl +1 siehe NANP

Die Vereinigten Staaten von Amerika (englisch United States of America, kurz USA), in amtlicher Kurzform Vereinigte Staaten (englisch United States, kurz U.S.), nichtamtlich auch Amerika (englisch America), sind eine Bundesrepublik in Nordamerika, die 50 Bundesstaaten umfasst. Mit dem Bundesstaat Hawaii und kleineren Außengebieten haben sie auch Anteil an Ozeanien.

Das Land umfasst etwa 40 Prozent des Gebietes Nordamerikas und ist flächenmäßig nach Russland und Kanada der drittgrößte Staat der Erde.

Die Besiedlung durch Indianer begann vor √ľber 14.000 Jahren, in Alaska m√∂glicherweise noch fr√ľher. Um 1500 landeten Europ√§er an der Ostk√ľste und begannen nach 1600 mit der Kolonialisierung. Dabei setzten sich die Engl√§nder gegen Schweden, Niederl√§nder und Franzosen durch. Frankreich trat 1763 seine Kolonie Neufrankreich an Gro√übritannien ab, Spanien gab Florida auf.

Die Vereinigten Staaten gingen aus den dreizehn britischen Kolonien hervor, die sich 1776 vom Mutterland Großbritannien unabhängig erklärten. Durch stete Einwanderung aus Europa, Abdrängung der Ureinwohner in Reservate (reservations), territoriale Expansion nach Westen, Annexion großer Teile Mexikos, wie etwa Kalifornien, und Industrialisierung gewannen die USA gegen Ende des 19. und vor allem im 20. Jahrhundert an weltpolitischem Einfluss. Dies zeigte sich insbesondere in den beiden Weltkriegen. Am Ende des 20. Jahrhunderts waren die Vereinigten Staaten nach dem Zerfall der Sowjetunion die einzige verbliebene Supermacht.

Eine formale Amtssprache gibt es nicht, doch herrscht Englisch bei Weitem vor, im S√ľdwesten ist Spanisch verbreitet. Daneben existiert eine Vielzahl von Einwanderersprachen sowie √úberreste der zahlreichen Indianersprachen.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

siehe Hauptartikel: Geographie der Vereinigten Staaten

Grenzen und Ausdehnung

Die USA haben eine gemeinsame Grenze mit Kanada, die insgesamt 8.895¬†km lang ist (wobei sich allein 2.477¬†km zwischen Alaska und Kanada erstrecken), und eine mit Mexiko, die 3.326¬†km lang ist. Die K√ľstenlinie an Atlantik, Pazifik und Golf von Mexiko umfasst insgesamt 19.924¬†km.

Der Staat umfasst eine Landfläche von 9.161.924 km², hinzu kommen 664.706 km²[3] Wasserflächen, so dass sich ein Staatsgebiet von 9.826.630 km² ergibt.

Die Nord-S√ľd-Ausdehnung zwischen der kanadischen und der mexikanischen Grenze betr√§gt etwa 2.500¬†km, die Ausdehnung zwischen Atlantik und Pazifik rund 4.500. Das Land liegt etwa zwischen dem 24.¬†und 49.¬†n√∂rdlichen Breitengrad und zwischen dem 68.¬†und 125.¬†westlichen L√§ngengrad und ist in vier Zeitzonen eingeteilt.

Geologie und Landschaftsgliederung

Satellitenbild der USA

Das Gebiet weist eine deutliche Gliederung auf. So erstrecken sich Gebirgsz√ľge wie die vulkanischen Kaskadenkette, die Faltengebirge der Rocky Mountains und der Appalachen von Nord nach S√ľd. W√§hrend auf ihrer Wetterseite ausgedehnte W√§lder bestehen, erstrecken sich in ihrem Windschatten riesige Trockengebiete mit W√ľsten- oder Graslandschaften (Pr√§rien). Flusssysteme wie die von Mississippi und Missouri erm√∂glichten schon fr√ľh eine dichte Besiedlung, w√§hrend die umgebenden trockenen Regionen bis heute d√ľnn besiedelt sind.

Klima

Klimazonen der USA

Wichtigster Einflussfaktor des Klimas ist der polare Jetstream (Polarfrontjetstream), der umfangreiche Tiefdruckgebiete vom Nordpazifik bringt. Verbinden sich die Tiefs mit denjenigen von der atlantischen K√ľste, bringen sie im Winter als Nor'easters schwere Schneef√§lle. Da kein Gebirgszug westostw√§rts verl√§uft, bringen Winterst√ľrme oftmals gro√üe Schneemengen weit in den S√ľden, w√§hrend im Sommer die Hitze weit nordw√§rts bis nach Kanada reicht.

Die Gebiete zwischen den Gebirgsz√ľgen weisen dementsprechend hohe Temperaturextreme auf, dazu mehr oder minder gro√üe Trockenheit, die nach S√ľden und Westen zunimmt. Die Pazfikk√ľste hingegen ist im Norden ein sehr regenreiches, h√§ufig nebliges Gebiet. Das Gebiet um den Golf von Mexiko ist bereits subtropisch mit hohen Temperaturen im Sommer und h√§ufig hoher Luftfeuchtigkeit. Zudem wird das Gebiet h√§ufig von tropischen Wirbelstr√∂men erreicht.

In Alaska herrscht arktisches Klima, die Gebirge sind zugleich die höchsten der USA (Mount McKinley, 6195 m). Hawaii, dessen Mauna Kea 4.205 m hoch ist, weist hingegen tropisches Klima auf.

Flora und Fauna

- s. a. Nationalparks in den Vereinigten Staaten

Die Gebiete an der Ostk√ľste bis zu den Gro√üen Seen waren bis ins 19. Jahrhundert sehr stark bewaldet, die Westk√ľste von mitunter extrem hohen B√§umen mit Wuchsh√∂hen von √ľber 100 m. Vieles davon ist in Ackerland umgewandelt oder bebaut worden, den √ľberwiegenden Teil nehmen heute Nutzw√§lder ein. Die Artenvielfalt der trockeneren Graslandschaften ist im Zuge landwirtschaftlicher Nutzung ebenfalls stark reduziert worden. Schutzgebiete und -ma√ünahmen haben jedoch dazu gef√ľhrt, dass viele der √ľber 17.000 Gef√§√üpflanzenarten gerettet werden konnten. Allein Hawaii weist 1.800 Bl√ľtenpflanzen (Bedecktsamer) auf, von denen zahlreiche endemisch sind.[4]

Rund 400 S√§ugetier-, 750 Vogel- und 500 Reptilien- und Amphibienarten sowie weit √ľber 90.000 Insektenarten bilden einen Teil der Fauna[5], wobei seit 1973 ein eigenes Gesetz bedrohte Arten sch√ľtzt. 58 Nationalparks und mehrere hundert weitere Schutzgebiete weisen √ľberwiegend eine starke Artenvielfalt auf, die in deutlichem Kontrast zu den weit verbreiteten Monokulturen steht.

Ballungsräume

Bevölkerungsdichte

Fast 80 % der Amerikaner lebten im Jahr 2000 in städtischen Gebieten.[6] 2006 hatten bereits 254 Orte mehr als 100.000 Einwohner, 50 Metropolregionen mit mehr als eine Million (bei nur 9 Städten). Die größten Metropolregionen waren 2006 New York (18,6 Millionen), Los Angeles (13), Chicago (9,5), Dallas (6), Philadelphia (5,8), Houston (5,5) und Phoenix (4). Die Hauptballungsräume lagen zwischen New York und den Großen Seen, in Kalifornien und Arizona, sowie in Texas, in geringerem Maße in Florida.

Bevölkerung

Demographische Struktur und Entwicklung, Ethnien

Abstammung der B√ľrger

Die ersten kolonialen Einwanderer auf dem von Indianern besiedelten Kontinent waren Europäer, zunächst vorrangig spanischer, französischer und englischer Herkunft. Ab Mitte des 18. und verstärkt zur Mitte des 19. Jahrhunderts folgten Europäer deutschsprachiger und irischer Herkunft. Später kamen Einwanderer aus anderen Regionen Europas, vor allem aus Italien, Skandinavien und Osteuropa hinzu, einschließlich osteuropäischer Juden. Während der Volkszählung im Jahr 2000 gaben etwa 42,8 Millionen Personen eine deutsche Herkunft an. [7]

Die Amerikaner mit europ√§ischen Vorfahren bilden heute 74¬†% der Gesamtbev√∂lkerung. Afroamerikaner, mehrheitlich Nachfahren afrikanischer Sklaven, stellen etwas mehr als 13¬†%. Sie leben vor allem im S√ľden und in den gro√üen Industriest√§dten des Nordens. Asiatische Einwanderer, zu gro√üen Teilen aus China, Japan, Korea, Indien und den Philippinen stellen rund 4¬†%. Die Einwanderungspolitik war Anfang des 20.¬†Jahrhunderts gegen√ľber Asiaten besonders restriktiv.

Es bestehen gro√üe Unterschiede in der Sozialstruktur zwischen wei√üer und schwarzer Bev√∂lkerung. Schwarze haben im Durchschnitt ein geringeres Einkommen, eine k√ľrzere Lebenserwartung und eine schlechtere Ausbildung. Sie sind sowohl h√§ufiger Opfer als auch T√§ter in einem T√∂tungsdelikt, werden h√§ufiger zum Tode verurteilt. Die Ursachen daf√ľr und m√∂gliche Wege der Problembehebung sind umstritten. Nicht nur in den S√ľdstaaten sind Wohngegenden und nicht-√∂ffentliche Einrichtungen ‚Äď wie Kirchen oder private Organisationen ‚Äď oft faktisch nach Ethnien getrennt, wenn auch die formale Trennung inzwischen ungesetzlich und verp√∂nt ist.

Vor allem im S√ľdwesten der USA und in Florida gibt es einen hohen Bev√∂lkerungsanteil lateinamerikanischer Herkunft, die dort pauschal als ‚ÄěHispanics‚Äú oder ‚ÄěLatinos‚Äú bezeichnet werden. Ihr Anteil wuchs in den letzten Jahrzehnten stetig (bis 2004 auf knapp 13¬†%), da viele Lateinamerikaner vor wirtschaftlicher Not in den Norden fliehen. Sie leben oft als illegale Einwanderer und halten stark an ihrer Kultur und Sprache fest.

Die Indianer (‚ÄěNative Americans‚Äú oder ‚ÄěAmerican Indians‚Äú) stellen heute nur noch rund 1¬†% der Bev√∂lkerung. Nur in Alaska erreichen sie einen zweistelligen Prozentanteil an der Bev√∂lkerung. Weitere Schwerpunkte bilden Kalifornien, Arizona, New Mexico, South Dakota und Oklahoma. Insgesamt gibt es 562 anerkannte St√§mme, hinzu kommen 245 Gruppen, die derzeit nicht als Stamm (tribe) anerkannt sind.

Sprachen

siehe Hauptartikel: Sprachen in den Vereinigten Staaten

Die meistgesprochene Sprache der USA ist amerikanisches Englisch. Daneben werden noch viele Sprachen der Indianer bzw. Hawaiier und die Sprachen anderer Immigranten gesprochen. Besonders hoch ist der Spanisch sprechende Anteil, wobei viele Einwanderer nur ihre spanische Muttersprache sprechen und zunehmend eigene Viertel in St√§dten bewohnen (zum Beispiel East Los Angeles). In Kalifornien betr√§gt ihr Anteil rund 30¬†%, wobei viele von ihnen zweisprachig sind. Etwa 30¬†bis 40¬†Millionen leben in den USA, viele ohne g√ľltige Aufenthaltstitel. W√§hrend es im 19.¬†Jahrhundert viele Zeitungen in deutscher Sprache gab, ist Spanisch die Sprache, in der heute Zeitungen am zweith√§ufigsten erscheinen.

Neben Deutsch (‚Üí Deutschamerikaner) ist auch Franz√∂sisch, Chinesisch, Koreanisch, Vietnamesisch und Polnisch verbreitet. Vor allem in F√§llen, wo die Vermischung mit der √ľbrigen Bev√∂lkerung gering ist, wird die mitgebrachte Sprache in den folgenden Generationen beibehalten (zum Beispiel von den Amischen in Pennsylvania, Ohio, Indiana und Illinois).

Englisch als offizielle Sprache in den Bundesstaaten, Louisiana akzeptiert Franz√∂sisch, New Mexico Spanisch, Hawaii Hawaiisch. In vielen Staaten, wie etwa Alaska, m√ľssen noch Gerichte dar√ľber entscheiden.

Trotz der Vorz√ľge einer gemeinsamen Sprache haben die USA keine einheitliche Amtssprache festgelegt. Alle amtlichen Schriftst√ľcke werden jedoch auf Englisch verfasst. In vielen Bundesstaaten ist Englisch Amtssprache; einzelne Staaten und Territorien definieren sich als zwei- oder dreisprachig, wie etwa Louisiana oder Hawaii. Zunehmend werden Dokumente und Beschilderungen ins Spanische √ľbersetzt, jedoch bleibt dieses Ph√§nomen meist regional beschr√§nkt. Knapp 18¬†% der Amerikaner sprachen im Jahr 2006 zu Hause nicht Englisch, 10¬†% gaben bei der Volksbefragung 2000 Spanisch als Muttersprache an.

Am 8. Mai 2007 wurde dem Senat eine Resolution vorgelegt, nach der Englisch zur ‚ÄěNationalsprache‚Äú erkl√§rt werden sollte.[8] 1847 gestattete ein Gesetz Franz√∂sischunterricht in Louisiana, 1849 erkannte die kalifornische Verfassung Spanisch an. Mit dem Sezessionskrieg verschwanden die Rechte der Frankophonen, 1868 empfahl man die Unterrichtung der Indianer auf Englisch, 1896 sollte dies auch auf Hawaii gelten. Ab 1879 wurden kalifornische Gesetze nur noch auf Englisch ver√∂ffentlicht, w√§hrend des Ersten Weltkriegs wurde der Gebrauch des Deutschen eingeschr√§nkt. Einzelne Staaten, wie Virginia 1981, erkl√§rten Englisch zur offiziellen Sprache. 2009 scheiterte ein Versuch, Englisch in Nashville zur einzigen Sprache zu machen.[9]

Religion

Die Regierung f√ľhrt kein Register √ľber den Religionsstatus der Einwohner. Das United States Census Bureau darf selbst keine Fragen zur Religionszugeh√∂rigkeit stellen, ver√∂ffentlicht aber die Ergebnisse anderer Umfragen.[10] In einer Umfrage der City University of New York 2001 bezeichneten sich rund 52¬†% der Bev√∂lkerung als protestantisch, 24,5¬†% als r√∂misch-katholisch, 14,2¬†% gaben keine religi√∂se √úberzeugung an (rund 5,4¬†% waren explizit Atheisten oder Agnostiker), 3¬†% waren Mitglied einer orthodoxen Kirche, 2¬†% waren Mormonen, 1,4¬†% Juden[11] und 0,5¬†% Muslime. Kleinere Gruppen, je 0,3 bis 0,5¬†%, bezeichneten sich als Buddhisten (0,5¬†%), Hindus (0,4¬†%), Adventisten, Zeugen Jehovas oder hingen dem Unitarismus (0,3¬†%) an.[12] Die gr√∂√üte einzelne Konfession war die R√∂misch-Katholische Kirche, gefolgt von der Southern Baptist Convention, der United Methodist Church und den Mormonen. 4,8¬†Millionen Mitglieder weist die Evangelical Lutheran Church in America auf.

82¬†% der Amerikaner bezeichnen sich als ‚Äěreligi√∂s‚Äú, 55¬†% als ‚Äěsehr religi√∂s‚Äú. Diese Werte sind etwa mit Mexiko vergleichbar. Hierbei sind Frauen wesentlich religi√∂ser als M√§nner. 54¬†% beten mindestens einmal am Tag, ein Wert, der in Polen bei 32, in der T√ľrkei bei 42 und in Brasilien bei 69¬†% liegt.[13]

Gesellschaftsstruktur

Die Verteilung der ärmsten Haushalte in den USA

Laut Soziologen wie Dennis Gilbert vom Hamilton College bestand die Gesellschaft 1998 aus sechs sozialen Klassen mit einem bestimmbaren Anteil an der Gesamtbev√∂lkerung: einer Oberklasse (etwa 1¬†%), die aus den prominentesten, wohlhabendsten und m√§chtigsten B√ľrgern besteht; einer oberen Mittelklasse (etwa 15¬†%), die aus hochqualifizierten Berufst√§tigen wie √Ąrzten, Professoren, Anw√§lten besteht; einer unteren Mittelklasse (etwa 32¬†%), die aus gut ausgebildeten Berufst√§tigen wie Schullehrern und Handwerkern besteht; einer Arbeiterklasse (etwa 32¬†%), die aus Industriearbeitern und Lohnarbeitern (Blue-Collars) sowie einfachen Angestellten besteht, deren Arbeit sehr routiniert ist; und schlie√ülich einer Unterklasse (etwa 20¬†%), die in zwei Gruppen zerf√§llt. Ihre obere Gruppe besteht aus den ‚ÄěWorking Poor‚Äú, den arbeitenden Armen, die in schlecht bezahlten Jobs ohne Versicherung oder nur Teilzeit arbeiten. Die untere Gruppe arbeitet nicht und ist auf die ‚Äď in den USA sehr geringf√ľgige ‚Äď √∂ffentliche Wohlfahrt angewiesen (unemployed poor).

Auff√§llig ist dabei, dass diese Unterschichten meist in bestimmten Stadtvierteln der Gro√üst√§dte leben, w√§hrend die Mittelklasse in die suburbs, die Vororte ausgewichen ist. Der Armen-Anteil unter den Schwarzen und Hispanics ist √ľberproportional hoch (etwa 30¬†%).[14]

Zwischen 1977 und 1999 stiegen die Einkommen im reichsten Hundertstel der Bev√∂lkerung nach Steuerabzug um 115¬†%. Die Reall√∂hne f√ľr 60¬†% der Arbeitnehmer sind in dieser Zeit um 20¬†% gefallen. Die Zahl der Amerikaner, die in Armut leben, ist 2002¬†um 1,7¬†Millionen Menschen auf insgesamt 34,6¬†Millionen gestiegen. Die Zahl der in extremer Armut lebenden (weniger als die H√§lfte der offiziellen Armutsgrenze), stieg von 13,4¬†Millionen 2001 auf 14,1¬†Millionen im Jahr 2002 an. Die Armuts- und auch die Kinderarmutsrate variieren stark zwischen ethnischen Gruppen.

2004 gab es laut Forbes in den USA 313 Milliardäre.[15] Das reichste Prozent der Bevölkerung erzielte 2005 mit 524 Milliarden Dollar ein Einkommen, das um 37 % höher lag als das der ärmsten 20 % der Bevölkerung (383 Milliarden Dollar).[16]

Einwanderung und Einwanderungspolitik

Von 1951‚Äď1960 wanderten j√§hrlich 2,5 Millionen Menschen ein, von 1971‚Äď1980 4,5 Millionen und in den 1990ern √ľber 10 Millionen.[17] 2003 erhielten 463.204 Menschen die US-Staatsb√ľrgerschaft, 1997 bis 2003 lag der Durchschnitt bei etwa 634.000.

Schon 1790 regelten die USA die Einwanderung mit dem Naturalization Act, einem Gesetz, das die Zuwanderung aus Europa f√∂rdern sollte, Schwarze und Unfreie jedoch ausschloss und einen ‚Äěguten moralischen Charakter‚Äú verlangte. 1882 schloss man Chinesen mit dem Chinese Exclusion Act explizit aus, eine Regelung, die 1943 leicht abgewandelt wiederholt wurde. 1891 entstand eine Einwanderungskommission, die j√§hrlich L√§nderquoten festlegte.

1921 regelte der Emergency Quota Act erstmals die Einwanderung so, dass Nord- und Westeuropäer bevorzugt wurden, indem man ihren Bevölkerungsanteil entsprechend der Volkszählung einfror - eine Tendenz, die mit dem Immigration Act von 1924 verfestigt wurde.[18]

Erst ab 1965 wurde der Zeitpunkt der Antragstellung und die Weltregion ber√ľcksichtigt, dazu kamen F√§lle der Familienzusammenf√ľhrung. Seit 1978 gilt f√ľr die Einwanderung in die USA eine einheitliche Quote. 1970 waren noch 62¬†% der im Ausland geborenen Amerikaner Europ√§er, doch sank dieser Anteil bis 2000 auf 15¬†%.[19]

Inzwischen sind die Hispanics die gr√∂√üte Minderheit; von den 35,2 Millionen des Jahres 2000 stammten allein 20 Millionen aus Mexiko.[20] Die Sch√§tzungen √ľber die illegalen Einwanderer schwanken zwischen 7 und 20 Millionen.[21], die meisten sch√§tzen ihre Zahl auf rund 12¬†Millionen.[22] Pro Jahr √ľberqueren Zehntausende illegal die S√ľdgrenze. Die staatliche Kommission f√ľr Menschenrechte in Mexiko gab an, dass allein 2007 500¬†Illegale beim Versuch, die Grenze zu √ľberqueren, ums Leben kamen - h√§ufig durch Verdursten. 1995 bis 2007 seien es 4700 Mexikaner gewesen.[23]

Um die illegale Einwanderung aus Mexiko zu bek√§mpfen, unterzeichnete Pr√§sident Bush im Oktober 2006 ein Gesetz, das die Errichtung einer 1100¬†km langen Grenzbefestigung vorsah.[24] Zudem wurde die Unterst√ľtzung illegaler Einwanderer strafbar.

Schon 1954 hatte die Regierung versucht, mit der Operation Wetback 1,2 Millionen Hispanics abzuschieben - wobei sich das Schimpfwort ‚ÄěNassr√ľcken‚Äú von den Mexikanern ableitete, die durch den Rio Grande geschwommen waren.[25] 1965 wurde die mexikanische Einwanderung eingeschr√§nkt, mit dem Immigration Reform and Control Act von 1986 wurden erstmals illegale Einwanderer legalisiert.

Strafgefangene

Siehe Hauptartikel: Gefängnissystem der Vereinigten Staaten

2005 befanden sich √ľber 2,2¬†% der Bev√∂lkerung oder √ľber 3¬†% der Erwachsenen entweder im Gef√§ngnis (2,2 Millionen), oder sie waren zur Bew√§hrung (4,1) oder zur Haftaussetzung (0,784) auf freiem Fu√ü.[26]. Zu Beginn des Jahres 2008 stieg die Zahl der Gefangenen weiter auf 2,32¬†Millionen. Damit stehen die Vereinigten Staaten im Verh√§ltnis von Gef√§ngnisinsassen zur Einwohnerzahl mit Abstand weltweit an der Spitze. Die Kriminalit√§tsrate blieb hingegen zun√§chst konstant und nahm sp√§ter sogar ab.

Während der 60er Jahre war der Anteil der Strafgefangenen um etwa ein Prozent jährlich gesunken und erreichte 1975 mit 380.000  seinen Tiefststand. Seit etwa 1980 stiegen die Zahlen deutlich an, so dass es 1985 bereits 740.000 gab, und Ende 1998 gar zwei Millionen.

Zwei Drittel der Strafgefangenen stammen dabei aus Haushalten, die weniger als die H√§lfte der als Armutsschwelle definierten Einkommen zur Verf√ľgung hatten.[27][28][29]

2000 waren in den USA 133.610 Personen unter 18 Jahren in Haftanstalten und Jugendhaftanstalten untergebracht. Die Strafm√ľndigkeit setzt in den Vereinigten Staaten weitaus fr√ľher ein als in Deutschland. In vielen Bundesstaaten k√∂nnen bereits 7-J√§hrige beim Versto√ü gegen ein Strafgesetz zur Verantwortung gezogen werden, in den meisten 11-j√§hrige.[30] 2005 wurden 1.403.555 unter 18-j√§hrige verhaftet.[31] 2003 war es in 33 Bundesstaaten m√∂glich, geisteskranke Kinder und Jugendliche auch dann in Haft unterzubringen, wenn diese nicht gegen das Strafrecht versto√üen hatten.[32]

Diese Bedingungen bewirken, dass Angeh√∂rige armer, kinderreicher Familien viel h√§ufiger mit Gef√§ngnisstrafen belegt werden. Da sich diese unter Schwarzen und Hispanics h√§ufiger finden, sitzen viel mehr Jugendliche der gro√üen Minderheiten im Gef√§ngnis, als Angeh√∂rige ‚Äěwei√üer‚Äú Gruppen. √Ąhnliches gilt f√ľr die st√§dtischen Indianer, nicht aber f√ľr die l√§ndlich lebenden Gruppen.

Frauenbewegung

Soziale Bewegungen wie die Neue Linke, die B√ľrgerrechtsbewegung und vor allem die Frauenbewegung r√ľckten Ungleichheiten ins √∂ffentliche Bewusstsein und erreichten rechtliche Angleichungen. Beeinflusst vom Erfolg der B√ľrgerrechtsbewegung f√ľr mehr Gleichheit unter den Ethnien und anderen Str√∂mungen dr√§ngte eine Vielzahl von Organisationen und Lobbyisten darauf, volle Gleichberechtigung zu erzielen. Dieses Anliegen forderte eine grunds√§tzliche Revision von Institutionen, Sitten und Werten, ebenso wie im Selbstverst√§ndnis der Frauen.

In Neu England brachte die unter den fr√ľhen Siedlern herrschende strenge Familienordnung der Puritaner eine klare Unterordnung der Frau unter den Mann zur Geltung. Dies galt umso mehr f√ľr die schwarzen Sklavinnen und auch f√ľr die katholischen Frauen des spanischen S√ľdwestens. Frauen waren weder voll rechtsm√ľndig, erbberechtigt, noch wahlberechtigt, und eine einmal geschlossene, meist von den Eltern verabredete Ehe war nur schwer zu scheiden.

Die amerikanische Revolution brachte insofern eine Ver√§nderung, als angeborene Rechte nun weniger die Stellung in der Gesellschaft bestimmten, als b√ľrgerlich-republikanische Tugenden. Damit kam der Mutter eine staatsb√ľrgerliche Erziehungsfunktion zu. Hinzu kam, dass romantische Ideen der Liebe Raum gewannen, insbesondere in den St√§dten. W√§hrend des Sezessionskrieges f√ľhrten zahlreiche Frauen in Abwesenheit ihrer M√§nner Haushalte und Betriebe und sammelten f√ľr die Kriegsf√ľhrung.

Frauen wie Lucretia Mott sahen sich aus christlichen Motiven veranlasst der Bewegung der Abolitionisten, die die Sklaverei abschaffen wollte, beizutreten und seit den 1830er Jahren tauchten Forderungen nach Gleichbehandlung auf. 1848 benutzte w√§hrend der Seneca Falls Convention Elizabeth Cady Stanton die Begrifflichkeiten der Unabh√§ngigkeitserkl√§rung, um die Ungleichbehandlung der Frauen zu verdeutlichen. Neben den Frauen der Antisklavereibewegung schlossen sich auch Temperenzlerinnen an, die die Metapher von der Sklaverei benutzten, um die gewaltt√§tigen h√§uslichen Verh√§ltnisse zu bezeichnen. Vor allem nach dem Sezessionskrieg kam die Forderung nach dem Wahlrecht hinzu, das Frauen erst 1919 bzw. 1920 erhielten.[33] Wie h√§ufig in den USA verbanden sich Forderungen dieser Art mit Befreiungsideologien, sowie antikapitallistischen und anitautorit√§ren Bewegungen, wie sie etwa Emma Goldman repr√§sentierten. Die Frage der Kontrolle √ľber Sexualit√§t und Geburt wurde diskutiert und Organisationen, wie die American Birth Control League (heute Planned Parenthood) entstanden.[34]

Im Zuge der Weltwirtschaftskrise und des Zweiten Weltkriegs erlangten Frauen Anspruch auf eine geregelte Versorgung der Hinterbliebenen von Veteranen, von Witwen und ihren Kindern. Von den 16 Millionen Soldaten waren rund 350.000 Frauen, Millionen arbeiteten zudem in der R√ľstungsindustrie.

Nach dem Krieg verdr√§ngten die Heimkehrer viele Frauen von ihren Arbeitspl√§tzen, viele Jobs in der R√ľstungsindustrie wurden nicht mehr gebraucht, und ein Babyboom brachte eine Wiederbelebung des h√§uslichen Ideals. Deutlicher Widerstand gegen dieses auch in den Massenmedien verbreitete Ideal setzte in den fr√ľhen 60er Jahren ein. Diese, h√§ufig als zweite Welle bezeichnete Phase der Frauenbewegung hatte allerdings st√§rker wirtschaftliche Fragen im Blickpunkt, und solche des Lebensstils. Auch hier vermengten sich die verschiedenen gesellschaftlichen Bewegungen, etwa die Neue Linke. Gleicher Lohn, Zugang zu Berufen und Ausbildungen, zu Empf√§ngnisverh√ľtung und Abtreibung, aber auch informelle Ungleichbehandlung und Gewalt r√ľckten st√§rker in den Mittelpunkt. Die Strafbarkeit von Vergewaltigungen wurde auch auf die Ehe ausgedehnt (Susan Brownmiller: Against our Will, 1975), Frauenh√§user und Telefonnotrufe entstanden.

Auf der politischen Ebene kamen die Frauen nur langsam voran. Erst 1994 waren erstmals mehr als zwei Frauen im Senat, und auch 2008 waren nur 15¬†% der Kongressangeh√∂rigen Frauen. 1981 war Sandra Day O'Connor die erste Richterin am Obersten Gerichtshof und im gleichen Jahr wurde Jeane Kirkpatrick von Pr√§sident Ronald Reagan zur UN-Botschafterin ernannt. Die erste (nicht erfolgreiche) Kandidatin f√ľr das Amt der Vizepr√§sidentin war im Jahr 1984 Geraldine Ferraro. Madeleine Albright wurde 1993 von Pr√§sident Bill Clinton zur UN-Botschafterin ernannt und war damit die zweite Frau, die dieses Amt inne hatte. 1997 wurde Albright dann Au√üenministerin. 2007 wurde mit Nancy Pelosi erstmals eine Frau Sprecherin des Repr√§sentantenhauses. Von 2005 bis Januar 2009 war die von Pr√§sident George W. Bush ernannte Afroamerkanerin Condoleezza Rice Au√üenministerin der Vereinigten Staaten. Bei der Pr√§sidentenwahl 2008 rang eine Frau, Hillary Clinton, um das Amt des demokratischen Pr√§sidentschaftskandidaten, und die Republikische Partei stellte Sarah Palin als Kandidatin f√ľr das Amt der Vizepr√§sidentin auf.

Geschichte

siehe Hauptartikel Geschichte der Vereinigten Staaten

Fr√ľhgeschichte und Kolonialisierung

In Alaska reichen die √§ltesten gesicherten menschlichen Spuren 12 bis 14.000 Jahre zur√ľck. Als √§lteste Kultur galt lange die Clovis-Kultur, doch die Funde in den Paisley-H√∂hlen, die rund ein Jahrtausend vor den Clovis-Funden liegen, zeigten, dass Nordamerika schon fr√ľher bewohnt war. Als √§lteste menschliche √úberreste gelten die Relikte der √ľber 10.500 Jahre alten Buhl-Frau aus Idaho. An diese fr√ľhe Phase, die durch den Kennewick-Mann, der genetisch nicht zu den amerikanischen V√∂lkern passt, neu diskutiert werden musste, schloss sich die Archaische Periode an.

Zwischen 4000 und 1000 v. Chr. entwickelten sich der Gebrauch von Keramik, Ackerbau und verschiedene Formen abgestufter Sesshaftigkeit. Die Jagdtechniken wurden durch Atlatl und sp√§ter durch Pfeil und Bogen wesentlich verbessert. Bev√∂lkerungsverdichtungen traten in Nordamerika um die Gro√üen Seen, an der pazifischen K√ľste um Vancouver Island, am Mississippi und an vielen Stellen der Atlantikk√ľste sowie im S√ľdwesten auf.

Im Einzugsgebiet der (Adena- und der Mississippi-Kultur entstanden komplexe Gemeinwesen, die jedoch kurz vor Ankunft der ersten Europ√§er untergegangen sind. Sie strahlten bis weit in den Norden und Westen aus. Im S√ľdwesten entstanden Lehmbausiedlungen mit bis zu 500 R√§umen. Diese Pueblo-Kultur ging auf die Basketmaker zur√ľck, die bereits Mais anbauten. Um die Gro√üen Seen entwickelten sich Gro√üd√∂rfer und dauerhafte Konf√∂derationen. Diese Gruppen betrieben, √§hnlich wie im Westen, Mais- und K√ľrbisanbau sowie einen ausgedehnten Fernhandel - etwa mit Kupfer und bestimmten Gesteinsarten, die f√ľr Jagdwaffen und Schmuck von Bedeutung waren -, der sich in British Columbia bis 8000 v. Chr. nachweisen l√§sst.

Indianer leisten Abgaben an Franzosen in Florida, Kupferstich, um 1600

Eingeschleppte Krankheiten dezimierten die Bev√∂lkerung in einem schwer zu bemessenden Ausma√ü. Viele Gruppen verschwanden durch eingeschleppte Seuchen, ohne dass ein Europ√§er sie √ľberhaupt zu Gesicht bekommen hatte. Nach dem Anthropologen Alfred Kroeber sch√§tzte man die Bev√∂lkerung n√∂rdlich des Rio Grande auf nur eine Million Menschen. Diese Sch√§tzungen wurden bereitwillig aufgegriffen, da sie den Mythos aufrecht erhielt, die Wei√üen h√§tten einen weitgehend menschenleeren Kontinent erobert. Das als eher vorsichtig bekannte Smithsonian Institute hat seine Sch√§tzung f√ľr Nordamerika auf drei Millionen Menschen verdreifacht. Wie stark die Diskussion in Bewegung geraten ist, zeigt die These, die riesigen B√ľffelherden seien Weidetiere der Indianer gewesen, die Gr√∂√üe der Herden stellte demzufolge kein nat√ľrliches Gleichgewicht dar, sondern beruhte auf √úbervermehrung nach dem starken R√ľckgang der menschlichen Population.

Trotz der nicht zu √ľbersch√§tzenden Wirkung der Epidemien - schon Hernando de Soto schleppte verheerende Krankheiten in das Gebiet zwischen Mississippi und Florida ein - sollten die Auswirkungen der Kriege nicht untersch√§tzt werden. Die verlustreichsten Kriege im Osten d√ľrften der Tarrantiner-Krieg (1607-1615), die beiden Powhatankriege (1608-14 und 1644-46), der Pequot- (1637), der K√∂nig-Philips-Krieg (1675-76), die Franzosen- und Indianerkriege (1689-97, 1702-13, 1754-63) sowie die drei Seminolenkriege (1817 - 1818, 1835 - 1842 und 1855 - 1858) gewesen sein. Dazu kamen die stammes√ľbergreifenden Aufst√§nde, die von den H√§uptlingen Pontiac (1763-66) und des Tecumseh (ca. 1810-13) angef√ľhrt wurden. Die Franzosen standen von etwa 1640 bis 1701 in den Biberkriegen, dann in vier Kriegen mit den Natchez (1716-29), die Niederl√§nder im Wappinger-Krieg und in den Esopuskriegen (1659-60 und 1663-64), die Spanier 1680 gegen die Pueblos im S√ľdwesten und in zahlreichen weiteren K√§mpfen. Im Westen der USA waren es vor allem die Aufst√§nde des Cochise (1861-74), der Sioux (1862) und Lakota (1866-67), oder von Apachen unter Geronimo (bis 1886), die bekannt wurden, ebenso einzelne Schlachten, wie die am Little Bighorn oder das Massaker von Wounded Knee (1890).

Ganz andere Fernver√§nderungen l√∂ste der Pelzhandel aus. Dieser Handel wirkte einerseits auf die St√§mme, die als J√§ger und Anbieter auftraten, aber auch auf deren nahe und ferneren Nachbarn, sei es durch Handel mit Waffen und damit zusammenh√§ngende Machtverschiebungen, sei es durch die Entwicklung von Handelsmonopolen der in der N√§he der Handelsst√ľtzpunkte (Forts) lagernden St√§mme, sei es durch Ausl√∂sung von umfassenden V√∂lkerwanderungen, wie durch die Irokesen.

Von der ersten Kolonisierungsphase bis zur Unabhängigkeit

Die erste europ√§ische Siedlung auf dem heutigen US-Gebiet wurde im Jahr 1565 von den Spaniern in St. Augustine in Florida gegr√ľndet. Die erste britische Kolonie war Jamestown in Virginia, das 1607 entstand, kurz nachdem Franzosen eine erste Kolonie im sp√§teren Kanada gegr√ľndet hatten. Die Ankunft des Auswandererschiffs ‚ÄěMayflower‚Äú in Plymouth Colony (sp√§ter mit Massachusetts Bay Colony zu Massachusetts zusammengef√ľgt) im Jahr 1620 gilt als wichtiges symbolisches Datum. Schwedische Kolonien am Delaware und niederl√§ndische Siedlungen um New York (Nieuw Amsterdam) wurden von England √ľbernommen.

Dauerhafte politische Bedeutung konnten au√üer den Briten nur Franzosen und Spanier erringen. F√ľr Spanien hatte seine Kolonie Florida nur eine sekund√§re Funktion im Vergleich zu seinen gro√üen Besitzungen in Mittel- und S√ľdamerika. Frankreich wiederum beschr√§nkte sich bei der Besiedlung auf sein koloniales Kerngebiet am Sankt-Lorenz-Strom (Neufrankreich), wobei es dennoch ein starkes wirtschaftliches Interesse an seinen √ľbrigen Territorien, zwischen dem Mississippi und den dreizehn Kolonien der Briten behielt. Um die Pelzhandelswege zu decken wurden diese ansonsten nicht von Europ√§ern besiedelten Gebiete durch ein System von Forts gesch√ľtzt. Die britischen Kolonien hingegen standen unter einem hohen Einwanderungsdruck, was zu einer best√§ndigen Verschiebung der Siedlungsgrenze nach Westen f√ľhrte. Dies geschah sowohl nach staatlichem Plan (durch eine einzelne Kolonie) als auch in wilder Kolonisation gegen britischen Widerstand.

Im Franzosen- und Indianerkrieg von 1754 bis 1760 prallten die gegensätzlichen Interessen aufeinander. Der Konflikt stellte dabei einen Nebenschauplatz in der globalen Auseinandersetzung zwischen Großbritannien und Frankreich dar, dem Siebenjährigen Krieg. Die meisten Indianerstämme kämpften auf Seiten der Franzosen.

Der britischen Seite fielen im Friedensschluss von 1763 die gesamten französischen Territorien östlich des Mississippi (außer New Orleans) sowie die von Franzosen besiedelten Gebiete um Québec und Montreal zu. Spanien hatte sich im Verlauf des Krieges auf die Seite seiner französischen Verwandten geschlagen. Nach dem Krieg musste es Florida an die Briten abtreten und erhielt als Ausgleich das bisher französische Gebiet westlich des Mississippi.

Eine der Flaggen der Unabhängigkeitsbewegung 1775

Die Regierung in London verlangte, dass die Kolonisten einen h√∂heren Anteil an den Kosten der Nachkriegsordnung tragen sollten, zugleich versuchte sie, um Konflikte zu vermeiden, die wilde Siedlung nach Westen zu verhindern. Die Kolonien wehrten sich gegen die Besteuerung und argumentierten, dass dies gegen englisches Recht versto√üe, wonach es ‚Äěkeine Besteuerung ohne politische Repr√§sentation‚Äú (‚Äěno taxation without representation‚Äú) geben d√ľrfe. Damit erkl√§rten die Siedler faktisch das britische Parlament f√ľr nicht weisungsberechtigt (nicht aber die Krone). Zudem verlangte das Mutterland zwar eine h√∂here Besteuerung, doch blockierte es die Entwicklung von wirtschaftspolitischen Instrumenten wie eine eigene W√§hrungsemission, was zu einer finanziellen St√§rkung der Kolonien notwendig gewesen w√§re. Das Parlament handelte so, weil es einer amerikanischen Staatsbildung nicht Vorschub leisten wollte, schuf damit jedoch einen Widerspruch. Dar√ľber hinaus erbitterten verschiedene als ungerecht empfundene Steuern (auf Stempel, Zucker, Tee) die Kolonisten. Es kam zu Boykotten und Widerstandsaktionen, wie der Boston Tea Party, die einen ersten H√∂hepunkt im Massaker von Boston fanden. London stationierte schlie√ülich mehr Soldaten, was die separatistischen Tendenzen in den dreizehn Kolonien weiter anfachte.

George Washington auf 25 Cent M√ľnze

Ein Versuch britischer Soldaten, ein koloniales Waffenlager auszuheben, war schlie√ülich 1775 der Ausl√∂ser des Unabh√§ngigkeitskrieges. Ein Kontinentalkongress trat zusammen, der das milit√§rische Oberkommando George Washington √ľbertrug. Am 4. Juli 1776 wurde die Unabh√§ngigkeitserkl√§rung verk√ľndet. Nicht zuletzt durch die milit√§rische Unterst√ľtzung Frankreichs zwangen die Amerikaner 1783 das britische Empire zur Anerkennung ihrer staatlichen Souver√§nit√§t im Frieden von Paris.

Von der Unabh√§ngigkeit bis zum B√ľrgerkrieg

Die 1777 verabschiedeten und 1781 ratifizierten Konf√∂derationsartikel hatten sich als unzureichend erwiesen, um das √úberleben des jungen Staatenbundes zu gew√§hrleisten. Daher wurde 1787 in Philadelphia die Verfassung der Vereinigten Staaten unterzeichnet, die heute die √§lteste noch g√ľltige republikanische Staatsverfassung ist ‚Äď abgesehen von der noch heute g√ľltigen Verfassung der Republik San Marino aus dem Jahre 1600. Erster Pr√§sident der Vereinigten Staaten wurde George Washington, der General des Unabh√§ngigkeitskrieges.

Der neugegr√ľndete Staat trug an zwei Hypotheken: einerseits die weitere Landnahme zu Lasten der Indianer, andererseits die Auseinandersetzung um die Sklaverei[35], die sp√§ter den Kampf um die B√ľrgerrechte der Nachkommen der ehemaligen Sklaven bestimmte. Zur Zeit des Unabh√§ngigkeitskrieges lebten etwa zwei Millionen Wei√üe und 500.000¬†versklavte Schwarze in den dreizehn Kolonien.

Durch den ‚ÄěLouisiana Purchase‚Äú, den Erwerb des Louisiana-Territoriums (nicht identisch mit dem heutigen Staat) 1803 verdoppelten die USA die Ausma√üe des Staates. W√§hrend der europ√§ischen Koalitionskriege war das Territorium von Spanien zur√ľck an Frankreich gefallen, doch sah der in finanziellen N√∂ten steckende Napol√©on keine M√∂glichkeit zur Wiedererrichtung des franz√∂sischen √úbersee-Imperiums und verkaufte daher das Gebiet zwischen Mississippi und Rocky Mountains f√ľr 22,5¬†Millionen Dollar. Schon seit 1803 traten die ersten Staaten aus dem Northwest Territory den USA bei und ab 1813 folgten Teile des Louisiana-Gebiets.

Die USA verfolgten gegen√ľber Frankreich und Gro√übritannien zun√§chst einen Neutralit√§tskurs. Jedoch f√ľhrten die Amerikaner im Britisch-Amerikanischen Krieg von 1812 einen Kampf um das weiterhin britische Kanada. Dieser endete jedoch unentschieden, so dass die Grenzziehung zwischen den USA und dem sp√§teren Kanada von diesem Zeitpunkt an im Osten abgeschlossen war. Die fr√ľhe amerikanische Au√üenpolitik wurde ansonsten von der 1823 verk√ľndeten Monroe-Doktrin des Pr√§sidenten James Monroe gepr√§gt. Diese sagte aus, dass sich die europ√§ischen M√§chte vom amerikanischen Kontinent fernhalten sollten, bei gleichzeitiger Nicht-Einmischung der USA in die Angelegenheiten anderer Staaten.

Die Indianerpolitik wurde ab 1820 aggressiver: Mit dem Indian Removal Act und dem darauf folgenden Pfad der Tr√§nen wurde eine Jahrzehnte dauernde gewaltsame Landnahme und Besiedlung durchgef√ľhrt, was zu erneuten K√§mpfen f√ľhrte. Die Indianer wurden in Reservate abgeschoben. Einer der wenigen Siege f√ľr die Indianer war die Schlacht am Little Bighorn 1876, die jedoch politisch bedeutungslos blieb. Die Indianerkriege endeten 1890 mit dem Massaker von Wounded Knee. Im Jahr 1900 lebten weniger als eine Viertelmillion Indianer, wozu nicht nur Krieg, sondern auch Krankheiten beigetragen hatten. Erst 1924 erhielten die Indianer volle B√ľrgerrechte.

‚ÄěAuktions- & Neger-Handelshaus‚Äú, 1864 in Atlanta, Georgia

Das zweite zentrale Thema der amerikanischen Politik bis 1865 war die Sklavenfrage. Obwohl die Einfuhr von weiteren Sklaven aus √úbersee 1808 verboten wurde, hatte sich die Zahl der Sklaven bis 1860 durch nat√ľrlichen Nachwuchs auf etwa vier Millionen erh√∂ht. Die Sklavenfrage entzweite zunehmend die S√ľd- von den Nordstaaten, da in den Nordstaaten die Industrialisierung einsetzte, w√§hrend die S√ľdstaaten mit ihren riesigen Baumwollplantagen auf die Sklaverei angewiesen zu sein glaubten. Neue Staaten aus den erworbenen Territorien wurden nur paarweise aufgenommen, um das labile Gleichgewicht nicht zu gef√§hrden. Die Sklaverei stand im Widerspruch zur Unabh√§ngigkeitserkl√§rung, nach der ‚Äěalle Menschen gleich geschaffen‚Äú sind. Daher gewannen im Norden Bewegungen wie der Abolitionismus, der die Abschaffung der Sklaverei forderte, starken Zulauf. Der Krieg gegen Mexiko (1846‚Äď1848) brachte den USA einen weiteren Fl√§chengewinn, der den heutigen S√ľdwesten ausmacht. Er verst√§rkte aber auch die innenpolitischen Spannungen, da die Nordstaaten ihn teilweise als Landnahme zugunsten der Ausbreitung der Sklavenstaaten sahen.

Nachdem 1860 Abraham Lincoln f√ľr die neu gegr√ľndete Partei der Republikaner zum Pr√§sidenten gew√§hlt worden war, traten elf S√ľdstaaten aus der Union aus. Dies bedeutete den Beginn des Sezessionskrieges (1861‚Äď1865). Hierbei stand zun√§chst die Verfassungsfrage im Vordergrund, ob die Bundesregierung √ľberhaupt das Recht habe, √ľber elementare Sachfragen in den Bundesstaaten zu entscheiden. Die Nordstaaten gingen als Sieger aus dem B√ľrgerkrieg hervor und die Sklaverei wurde abgeschafft. Die Schwarzen erhielten mit dem Civil Rights Act von 1866 und dem 14th Amendment von 1868 formal die vollen B√ľrgerrechte.

Vom B√ľrgerkrieg bis zur Weltwirtschaftskrise

1890 wurde die Frontier f√ľr geschlossen erkl√§rt. Damit endete die √Ąra des ‚ÄěWilden Westens‚Äú. Die Immigration lie√ü nicht nach, so dass zwischen 1880 und 1910 insgesamt 18¬†Millionen Einwanderer aufgenommen wurden. Die Industrialisierung seit dem Sezessionskrieg f√ľhrte zur Bildung gro√üer Trusts (Kartelle), die durch ihre wirtschaftliche Macht die Politik beeinflussen konnten. Daher wurde 1890 der Antitrust Act verabschiedet, in dessen Folge viele Gro√ükonzerne, wie Standard Oil von John D. Rockefeller, zerschlagen wurden.

Karikatur zur Expansionspolitik der USA, 1898

Infolge des spanisch-amerikanischen Krieges von 1898 konnten die USA ihren Einflussbereich auf die Philippinen, Puerto Rico, Hawaii und Kuba ausdehnen. Eine interventionistische Politik betrieb Pr√§sident Theodore Roosevelt (1901‚Äď1909), der eine hegemoniale Machtstellung √ľber die lateinamerikanischen Staaten beanspruchte (Big Stick). So l√∂sten die Vereinigten Staaten 1903 Panama aus Kolumbien heraus, um sich von dem neu gebildeten Staat die Souver√§nit√§t √ľber den Panama-Kanal abtreten zu lassen.

W√§hrend des Ersten Weltkriegs blieb die USA bis 1917 isolationistisch. Erst nachdem das Deutsche Reich nach seinem Sieg √ľber Russland ein milit√§risches √úbergewicht gegen√ľber Frankreich und Gro√übritannien erlangt und zudem den uneingeschr√§nkten U-Boot-Krieg verk√ľndet hatte, traten die USA in den Krieg ein. Die amerikanischen Truppen verschoben die Kr√§fteverh√§ltnisse zugunsten der Entente. Nach dem milit√§rischen Sieg versuchte Pr√§sident Woodrow Wilson (1913‚Äď1921) in Europa eine stabile Nachkriegsordnung zu etablieren, indem er in seinem 14-Punkte-Programm das Prinzip des Selbstbestimmungsrechts der V√∂lker sowie die Bildung eines V√∂lkerbundes initiierte. Dieser Plan schlug fehl: Zum einen verweigerten Engl√§nder und Franzosen die Durchf√ľhrung von Wilsons Plan zugunsten eines Siegfriedens gegen√ľber dem Deutschen Reich, zum anderen lehnte der US-Senat den Beitritt zum V√∂lkerbund ab, so dass die mittlerweile gr√∂√üte politische Macht der Welt in diesem Gremium fehlte und zum Isolationismus zur√ľckkehrte.

Durch den kostspieligen Krieg und den anschlie√üenden Wiederaufbau waren die Europ√§er zu Schuldnern Amerikas geworden. Die herausragende wirtschaftliche Rolle der Vereinigten Staaten zeigte sich besonders deutlich, als auf den B√∂rsenkrach im Oktober 1929 (Schwarzer Donnerstag) die Weltwirtschaftskrise folgte. Dies f√ľhrte in den USA zu einer jahrelangen innenpolitischen Krise mit etwa 15¬†Millionen Arbeitslosen im Jahr 1932. Pr√§sident Franklin D. Roosevelt legte das Sozial- und Investitionsprogramm New Deal auf, das den Social Security Act von 1935 sowie zahlreiche √∂ffentliche Projekte wie Stra√üen, Br√ľcken, Flugh√§fen und Staud√§mme beinhaltete.

Vom Zweiten Weltkrieg bis zum Ende des Kalten Krieges

Berliner beobachten die Landung eines Rosinenbombers auf dem Flughafen Tempelhof (1948)

Bei Ausbruch des Zweiten Weltkriegs blieben die USA zun√§chst neutral, unterst√ľtzten jedoch im Rahmen des Leih- und Pachtgesetzes Gro√übritannien massiv mit Waffenlieferungen. Im Anschluss an den Angriff auf Pearl Harbor durch japanische Streitkr√§fte am 7. Dezember 1941 erkl√§rten sie Japan den Krieg und erhielten kurze Zeit sp√§ter Kriegserkl√§rungen von Deutschland und Italien. Wie schon im Ersten Weltkrieg war das industrielle Potenzial der USA entscheidend f√ľr den Sieg der Alliierten. Die Kapitulation des Deutschen Reichs im Mai und die Atombombenabw√ľrfe auf Hiroshima und Nagasaki im August 1945 beendeten den Zweiten Weltkrieg.

Die USA waren ma√ügeblich an der Gr√ľndung der Vereinten Nationen am 26. Juni 1945 in San Francisco beteiligt, die im Einvernehmen mit der Sowjetunion stattfand. Bald jedoch zeichnete sich eine Konfrontation mit dem einstigen Kriegsverb√ľndeten Stalin ab, die in den Kalten Krieg m√ľndete. Pr√§sident Harry S. Truman verfolgte eine antikommunistische Politik des roll back, die in der ‚ÄěTruman-Doktrin‚Äú ihren Ausdruck fand. Diese gew√§hrte, in Abkehr von der isolationistischen Monroe-Doktrin, allen L√§ndern zur Wahrung ihrer Unabh√§ngigkeit Milit√§r- und Wirtschaftshilfe zu. Die USA unterst√ľtzten Griechenland und die T√ľrkei, und legten den Marshall-Plan auf, der Westeuropa wirtschaftlich stabilisieren sollte. Der Kalte Krieg erreichte einen ersten H√∂hepunkt mit der Berlin-Blockade 1948/49, auf die die USA mit der Berliner Luftbr√ľcke reagierten. 1949 wurde die NATO als Milit√§rb√ľndnis zwischen den USA, Kanada und Westeuropa gegr√ľndet.

Das nun einsetzende atomare Wettr√ľsten zwischen der NATO und dem Warschauer Pakt, das beiden Seiten ab den 1960er Jahren eine mehrfache ‚ÄěOverkill-Kapazit√§t‚Äú verschaffte, und das man zugleich als Wettlauf der gesellschaftlichen Systeme betrachtete, f√ľhrte zu Konfrontationen und Stellvertreterkriegen, wie dem Korea-Krieg (1950‚Äď1953), der Kuba-Krise (1962), bei der die Welt nur knapp einem Dritten Weltkrieg entging, oder dem Vietnamkrieg. Durch den Atomwaffensperrvertrag und die SALT-Verhandlungen (1968 und 1969) wurde versucht, die gef√§hrliche Situation zu entsch√§rfen.

Der Kalte Krieg, der nur in den Industriestaaten nicht offen ausgefochten wurde, f√ľhrte dazu, dass viele Amerikaner den Kommunismus als Feindbild betrachteten. Innenpolitisch f√ľhrte dies zu einem Klima der Verd√§chtigungen und der Kontrolle, die als ‚ÄěMcCarthy-√Ąra‚Äú bezeichnet wird. Der republikanische Senator Joseph McCarthy profilierte sich im Senatsausschuss f√ľr unamerikanische Aktivit√§ten (HUAC) dadurch, dass er besonders Filmschaffende, Politiker und Milit√§rs als Kommunisten verd√§chtigte und Denunziationen erwartete. Wer die Aussage verweigerte, musste mit Berufsverbot rechnen. Die Anh√∂rungen wurden oft im Fernsehen √ľbertragen. Als McCarthy schlie√ülich Pr√§sident Eisenhower verd√§chtigte, wurde er 1954 vom Senat entmachtet.

Brennendes Vietcong-Camp in My Tho, Vietnam

Der Vietnam-Krieg, in den die USA 1964 nach dem (Tongking-Zwischenfall) eingriffen, nachdem sie zuvor schon Milit√§rberater entsandt hatten, entwickelte sich zu einem milit√§rischen und moralischen Fiasko, das mit dem Abzug der US-Truppen 1973 endete. Die Glaubw√ľrdigkeit als Verbreiter demokratischer Werte stand hier und auch in anderen Konfliktherden in Widerspruch mit der Unterst√ľtzung zahlreicher Milit√§rdiktatoren oder der Durchf√ľhrung und Unterst√ľtzung von Milit√§rputschen, wie den Pinochets in Chile oder Mobutus im seinerzeit ‚ÄěZaire‚Äú genannten Kongo.

Neben sozialen und politischen Bewegungen ersch√ľtterten in den 1960er Jahren vor allem drei Mordanschl√§ge die Nation und mit ihr die Welt: die Ermordung des Pr√§sidenten Kennedy (1963), die Ermordung des Predigers und B√ľrgerrechtlers Martin Luther King, der die Galionsfigur des gewaltlosen Kampfes f√ľr die Rechte der Schwarzen war (1968) ‚Äď sowie im gleichen Jahr die Ermordung des demokratischen Pr√§sidentschaftskandidaten Robert¬†Kennedy, einem j√ľngeren Bruder des ermordeten Pr√§sidenten.

Präsident Johnson bei der Unterzeichnung des Civil Rights Act von 1968

Die Schwarzen waren zwar formell 1865 von der Sklaverei befreit worden, doch schon im Laufe des Wiederaufbaus (Reconstruction) des im Krieg zerst√∂rten S√ľdens hatten die S√ľdstaaten Gesetze erlassen, die ihre B√ľrgerrechte wieder einschr√§nkten (Jim-Crow-Gesetze). Sie betonten zwar die gleichen Rechte, sahen jedoch zugleich die Rassentrennung vor. Erst die B√ľrgerrechtsbewegung (Civil Rights Movement) konnte die letzten formalen Ungleichbehandlungen beseitigen. Ein sehr wesentlicher Schritt war die Aufhebung der Rassentrennung in √∂ffentlichen Einrichtungen durch den Obersten Gerichtshof im Jahr 1954. Der Schulbesuch von Schwarzen musste jedoch teilweise mit Hilfe der Nationalgarde durchgesetzt werden, da die Gouverneure der S√ľdstaaten (vor allem Gouverneur Wallace aus Alabama) bis Ende der 60er Jahre auf ihren state rights beharrten, zu denen sie auch die Rassentrennung (segregation) z√§hlten. 1968 wurde schlie√ülich vom Kongress der Civil Rights Act verabschiedet, der Diskriminierung jeglicher Art gesetzlich verbot; Pr√§sident Lyndon B. Johnson verk√ľndete ‚Äď ankn√ľpfend an Ideen seines Vorg√§ngers John¬†F.¬†Kennedy ‚Äď die Great Society, die durch Verbesserungen in der Gesundheits-, Bildungs- und Sozialpolitik benachteiligte Minderheiten in die amerikanische Gesellschaft integrieren sollte.

Von gro√üem Einfluss waren neben der Bewegung gegen den Vietnamkrieg solche, die sich gegen die Benachteiligung innerhalb der Gesellschaft richteten. Dies war zun√§chst die Frauenrechtsbewegung, dann die Schwulenbewegung, die sich allerdings mit den Gesetzgebungen der jeweiligen Bundesstaaten konfrontiert sahen. Sogenannte ‚ÄěSodomiegesetze‚Äú, die bis 1962 die Praxis der m√§nnlichen Homosexualit√§t sowie ‚Äěabweichende sexuelle Praktiken‚Äú heterosexueller Paare in vielen Bundesstaaten verboten hatten, wurden teilweise aufgehoben. Als der Supreme Court 1987 diese Gesetze best√§tigte, existierten sie noch in der Mehrheit der Bundesstaaten und wurden erst mit der Entscheidung Lawrence vs. Texas vom 26. Juni 2003 vom Obersten Gerichtshof aufgehoben.

Die Watergate-Aff√§re um einen Einbruch und einen Lauschangriff in B√ľros der Demokratischen Partei im Watergate-Geb√§udekomplex, von dem Pr√§sident Richard Nixon wahrscheinlich wusste und bei dem dieser die FBI-Ermittlungen zu behindern versuchte, entwickelte sich zum gr√∂√üten Skandal der amerikanischen Nachkriegsgeschichte. Um der drohenden Amtsenthebung zu entgehen, trat Nixon 1974 zur√ľck.

Die √Ėlkrise 1974 und die iranische Geiselkrise 1979 sowie die Folgen des Vietnamkriegs verursachten eine au√üenpolitische Orientierungslosigkeit. Eine Wirtschaftskrise traf vor allem das Schwerindustrierevier in den Staaten Pennsylvania, Ohio, West Virginia, Indiana und Michigan, den sogenannten Rust Belt. Dies f√ľhrte zu ethnisch motivierten Unruhen in den S√ľdstaaten, was den Wahlerfolg des Republikaners Ronald Reagan beg√ľnstigte.

Ronald Reagan, 40. Präsident

So bezeichnete der Amtsantritt der Regierung Reagan einen Paradigmenwechsel der amerikanischen Politik sowohl im Innern als auch in der Au√üenpolitik. Die Gesellschaft wurde √∂konomisch stark polarisiert. Seine acht Regierungsjahre bis 1989 waren durch eine liberale Wirtschaftspolitik (Reagonomics), die Verminderung staatlicher Subventionen und Sozialleistungen, Einsparungen in der √∂ffentlichen Verwaltung und Steuersenkungen in den oberen Einkommensgruppen gekennzeichnet. Christlicher Glaube und strikter Antikommunismus machten ihn f√ľr die konservativen Kreise zum Vorbild. Seine Gegner sahen in ihm einen Lobbyisten der Konzerne und R√ľstungsunternehmen.

Die widerspr√ľchliche Innen- und Au√üenpolitik gegen√ľber Staaten, die die Menschenrechte nicht achteten, das mangelnde Verst√§ndnis f√ľr andere Kulturkreise und daraus folgende Fehleinsch√§tzungen zeigten sich in der Au√üenpolitik bis zum Irakkrieg. Hatte man schon nach dem Ausbruch des ersten Golfkriegs zwischen Iran und Irak (1980‚Äď1988) aus Furcht vor den fundamentalistischen Kreisen in Teheran den Diktator Saddam Hussein unterst√ľtzt, so h√§uften sich Fehler wie in der Iran-Contra-Aff√§re in der die USA 1986 auf Vermittlung durch Sicherheitsberater Robert McFarlane und Oberst Oliver North Waffen an den Iran geliefert hatten, um aus diesen Erl√∂sen die Gegner der Sandinisten in Nicaragua zu unterst√ľtzen. Die Geld- und Waffenlieferungen an die Mujaheddin in Afghanistan erwiesen sich ebenfalls als zweischneidig: Die Sowjetunion musste zwar nach zehn Jahren ihre Truppen abziehen, doch wurden gleichzeitig radikal-islamische Gruppen gest√§rkt.

Reagan bezeichnete die Sowjetunion wiederholt in Anlehnung an religi√∂se Terminologie als ‚ÄěReich des B√∂sen‚Äú (evil empire). Die R√ľstungsausgaben wurden erh√∂ht und ein so genanntes ‚ÄěStar-Wars-Programm‚Äú (SDI-Projekt, ‚ÄěKrieg der Sterne‚Äú) aufgelegt. 1985 und 1986 traf er sich mit seinem sowjetischen Amtskollegen Gorbatschow zu Abr√ľstungsverhandlungen unter der Bezeichnung START (Strategic Arms Reduction Talks). Mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion endete der Kalte Krieg 1991.

Seit dem Ende des Kalten Krieges

Unter dem demokratischen Pr√§sidenten Bill Clinton (1993‚Äď2001) kam es zu einem l√§nger anhaltenden wirtschaftlichen Aufschwung (‚ÄěNew Economy‚Äú). Die Verwahrlosung der St√§dte wurde aufgehalten ‚Äď so erholten sich etwa die New Yorker Stadtteile Bronx und Harlem.

Bill Clinton, 42. Präsident

1996 wurde dennoch der Bezug von Sozialhilfe auf zwei Jahre in Folge und insgesamt f√ľnf Jahre verk√ľrzt, was die Zahl der Empf√§nger reduzierte.

Pr√§sident Clintons Au√üenpolitik f√ľhrten die Au√üenminister Warren Christopher w√§hrend seiner ersten Amtszeit und Madeleine Albright w√§hrend seiner zweiten. Sie war die erste Frau in diesem Amt.

Das erfolglose Engagement in Somalia, unter George Bush¬†sen. begonnen, hatte die Entmachtung der ‚ÄěWar Lords‚Äú, besonders Mohammed Aidids zum Ziel. Nachdem jedoch Fernsehsender Bilder des Leichnams eines US-Soldaten zeigten, der durch die Stra√üen von Mogadischu geschleift wurde, zogen die Sondereinsatztruppen aus dem Land ab. Auch die Invasion Haitis von 1994 brachte zwar den demokratisch gew√§hlten Jean-Bertrand Aristide an die Macht zur√ľck und der Milit√§rdiktator Raoul C√©dras wurde abgesetzt, l√∂ste jedoch die sozialen Probleme des Staates nicht.

Nachdem es den europ√§ischen Staaten nicht gelungen war, nach dem Zerfall Jugoslawiens die Region zu befrieden, griffen US-Truppen 1995 und 1999 im Rahmen der NATO in Bosnien, Kroatien und Serbien ein, was den Sturz des Diktators Slobodan MiloŇ°evińá zur Folge hatte. Versuche, im Nahen Osten einen Frieden zwischen Israel und Pal√§stina zu erreichen, erlitten mit dem Attentat auf Jitzhak Rabin einen schweren R√ľckschlag.

Clinton reagierte auf Provokationen des irakischen Diktators Saddam Hussein mit sporadischen Luftangriffen, ebenso wie im Sudan und Afghanistan nach Terroranschlägen auf die US-Botschaft in Nairobi und ein US-Kriegsschiff im Jemen. Diese Anschläge wurden bereits dem Al-Qaida-Netzwerk des Osama bin Laden zur Last gelegt.

George W. Bush, 43. Präsident

Nach den Terroranschl√§gen des 11. September 2001 auf das World Trade Center in New York sowie das Pentagon in Washington, verk√ľndete Pr√§sident George W. Bush einen weltweiten Krieg gegen den Terrorismus, was zun√§chst in weiten Teilen der Bev√∂lkerung Zustimmung fand. Bush identifizierte, √§hnlich wie bereits Reagan, eine ‚ÄěAchse des B√∂sen‚Äú (axis of evil), der er so genannte Schurkenstaaten (rogue states) zurechnete. Zu diesen z√§hlte er den Iran, den Irak, Kuba und Nord-Korea.

Im Oktober 2001 wurde durch einen Feldzug in Afghanistan das radikal-islamische Taliban-Regime gest√ľrzt, das Osama bin Laden beherbergt hatte. Ebenfalls im Namen des Krieges gegen den Terrorismus begann im M√§rz 2003 der Krieg (Dritter Golfkrieg) gegen den Irak mit dem Ziel, den Diktator Saddam Hussein zu st√ľrzen. Unter dem Vorwand, er besitze Massenvernichtungswaffen und habe Kontakte zu Bin Laden erfolgte der Angriff ohne UN-Mandat.

Trotz eines schnellen Sieges konnte der Irak nicht befriedet werden. Einige Staaten der ‚ÄěKoalition der Willigen‚Äú zogen bereits im Fr√ľhling 2004 ihre vergleichsweise kleinen Kontingente wieder ab. Im Juni 2004 wurde die Regierungsgewalt an eine irakische √úbergangsregierung √ľbergeben.

George W. Bushs Hinwendung zu einem strategischen Konzept der Präemption kann als Abkehr von der bisherigen amerikanischen Außen- und Sicherheitspolitik gewertet werden, die auf Abschreckung, Eindämmung sowie der Einwirkung der so genannten soft power (das heißt der Attraktivität ökonomischer und kultureller Einflussnahme) basiert hatte. Unter Bush beanspruchte der Verteidigungsetat etwa 400 Milliarden Dollar, was der Summe der Etats der zehn nächstgrößeren Staaten entsprach.

Der Haushaltsansatz f√ľr Entwicklungshilfe betrug 2003/04 fast 20¬†Milliarden Dollar, der gleiche Betrag war f√ľr die Aufbauhilfe Irak vorgesehen. Von den 20¬†Milliarden ging etwa die H√§lfte an Israel und √Ągypten (seit Camp David I (1978), dem Oslo-Friedensprozess (1994-1995) und Camp David II (2000). Andere Schwerpunkte waren Kolumbien, Bolivien, Peru, Afghanistan, Pakistan, Indonesien, die T√ľrkei und Jordanien, unter anderem wegen des War on Drugs und des Kriegs gegen den Terrorismus.

Barack Obama, seit 2009 44. Präsident

Nach seinem Sieg bei der Präsidentschaftswahl am 4. November 2008 wurde der demokratische Senator des Bundesstaates Illinois, Barack Obama, am 20. Januar 2009 als 44. Präsident vereidigt. Da sein Vater in Kenia geboren wurde, gilt er als erster schwarzer Präsident.

Am Tag seiner Amtseinf√ľhrung, lie√ü Obama alle noch nicht in Kraft getretenen Verordnungen seines Vorg√§ngers aussetzen. Zudem lie√ü er die laufenden Milit√§rgerichtsverfahren gegen Insassen des Gefangenenlagers Guantanamo f√ľr 120 Tage aussetzen, was als Beginn der Aufl√∂sung des Lagers gewertet wurde. Zudem sagte er zu, binnen 18 Monaten die Truppen aus dem Irak abzuziehen. Insgesamt setzt er st√§rker auf Diplomatie als auf Konfrontation, h√§lt aber an einer Fortsetzung des Einsatzes in Afghanistan fest.

Obama verf√ľgte eine Obergrenze f√ľr das Einkommen von Regierungsmitgliedern, eine Durchf√ľhrungsverordnung, die es den Bundesstaaten erlaubte, strengere Abgasvorschriften einzuf√ľhren, und versprach, die Entwicklungshilfe zu verdoppeln. Wirtschaftspolitisch orientiert sich die Regierung an den Rezepten der Clinton-√Ąra, setzt aber st√§rker auf regenerierbare Energien und auf Sparsamkeit, um die nat√ľrlichen Ressourcen zu schonen, aber auch, um au√üenpolitisch unabh√§ngiger zu werden. Das Problem der fehlenden Sozialversicherung, insbesondere der Krankenversicherung soll gel√∂st werden, indem jeder Zugang dazu erhalten soll.

Politik

Hauptartikel: Politisches System der Vereinigten Staaten

Die Vereinigten Staaten haben ein pr√§sidiales, f√∂derales Regierungssystem mit einem Pr√§sidenten (seit dem 20. Januar 2009 der am 4. November 2008 gew√§hlte Demokrat Barack¬†H.¬†Obama als 44.¬†Amtsinhaber) an der Spitze der Exekutive. Der Pr√§sident ist Staats- und Regierungschef in Personalunion. Er ist ferner Oberbefehlshaber der Streitkr√§fte der Vereinigten Staaten und bildet gemeinsam mit dem Verteidigungsminister die National Command Authority (NCA), der es alleine obliegt, die Entscheidung √ľber einen Angriff der USA mit Nuklearwaffen zu f√§llen. Dazu m√ľssen beide Personen unabh√§ngig voneinander dem Nuklearschlag zustimmen.

Die Legislative √ľbt der Kongress aus (derzeit der von den Demokraten dominierte 111.¬†Kongress). Er setzt sich aus gew√§hlten Repr√§sentanten aller 50¬†Bundesstaaten zusammen. Laut Verfassung hat der aus zwei Kammern bestehende Kongress die Budgethoheit sowie das Recht zur Gesetzesinitiative. Der Kongress hat unter anderem infolge des ihm zustehenden Budgetrechts wesentlichen Einfluss auf die amerikanische Politik. Allein dem Kongress kommt das Recht zu, Bundesgesetze zu erlassen und Kriegserkl√§rungen auszusprechen. Vertr√§ge mit fremden L√§ndern werden vom Pr√§sidenten unterzeichnet, bed√ľrfen jedoch der Ratifizierung durch die zweite (obere) Kammer des Kongresses, den Senat. Bei wichtigen Ernennungen (zum Beispiel zu Kabinettsposten oder Richter√§mtern des Bundes, insbesondere am Obersten Gericht) hat der Senat nach Anh√∂rungen der Kandidaten das Recht, den Vorschlag des Pr√§sidenten zu best√§tigen oder zur√ľckzuweisen.

Die Mitglieder des Repr√§sentantenhauses, der ersten (unteren) Kammer des Kongresses, werden f√ľr zwei Jahre gew√§hlt. Jeder Repr√§sentant vertritt einen Wahlbezirk seines Bundesstaates. Die Anzahl der Wahlbezirke wird durch eine alle zehn Jahre durchgef√ľhrte Volksz√§hlung festgelegt. Senatoren werden f√ľr sechs Jahre gew√§hlt. Deren Wahl findet gestaffelt statt, das hei√üt, alle zwei Jahre wird ein Drittel des Senats neu gew√§hlt. Die Verfassung sieht vor, dass der Vizepr√§sident dem Senat vorsteht. Er hat dabei kein Stimmrecht, au√üer bei Stimmengleichheit.

F√ľr den Fall der Verhinderung oder der Abwesenheit des Vizepr√§sidenten benennt der Senat einen ‚ÄěPro-Tempore-Vorsitzenden‚Äú, einen Vorsitzenden auf Zeit. Die Mitglieder der Ersten Kammer, des Repr√§sentantenhauses w√§hlen ihren eigenen Vorsitzenden, den ‚ÄěSprecher des Repr√§sentantenhauses (Speaker)‚Äú. Speaker (derzeit Nancy Pelosi, erste Frau auf diesem Posten) und Pro-Tempore-Vorsitzender (zur Zeit Senator Robert Byrd) sind Mitglieder der jeweils st√§rksten Partei ihrer Kammer.

Bevor eine Gesetzesvorlage zum Bundesgesetz wird, muss sie sowohl das Repr√§sentantenhaus als auch den Senat durchlaufen haben. Die Vorlage wird zun√§chst in einer der beiden Kammern vorgestellt, von einem oder mehreren Aussch√ľssen gepr√ľft, abge√§ndert, im Ausschuss abgelehnt oder angenommen und danach in einer der beiden Kammern diskutiert. Sobald sie in dieser Kammer angenommen ist, wird sie an die andere Kammer weitergeleitet. Erst wenn beide Kammern die gleiche Version der Gesetzesvorlage angenommen haben, wird sie dem Pr√§sidenten zur Zustimmung vorgelegt.

An der Spitze der Judikative, die f√∂deral organisiert ist, steht der Oberste Gerichtshof. Die 1787 in Kraft getretene Verfassung, deren Bestimmungen einklagbar sind, hat eine gro√üe Bedeutung im politischen System der Vereinigten Staaten. Es spricht f√ľr den Erfolg und die Stabilit√§t dieser Verfassung, dass sie bislang nur 27 √Ąnderungen (‚Äěamendments‚Äú) erfahren hat.

In den USA hat sich, durch das einfache Mehrheitswahlrecht beg√ľnstigt, ein Zweiparteiensystem gebildet. Diese Parteien sind die Demokraten und die Republikaner. Sie stellen bereits innerparteiliche Koalitionen von unterschiedlichen Str√∂mungen dar. Neue politische Str√∂mungen versuchen eher, Einfluss auf die Abgeordneten beider Gro√üparteien zu nehmen, als selbstst√§ndige Parteien zu gr√ľnden. Ein Beispiel hierf√ľr sind die American Civil Liberties Union (Demokraten) oder die fundamental-christliche Moral Majority (Republikaner).

Kleinere Parteien wie die Gr√ľnen oder die Libert√§re Partei sind unbedeutend, wenn auch bei Pr√§sidentschaftswahlen mitunter die f√ľr den Kandidaten der Gr√ľnen abgegebenen Stimmen als ‚Äď wom√∂glich entscheidender ‚Äď Nachteil f√ľr den demokratischen Kandidaten wahrgenommen werden. Ein in den 1990er Jahren zeitweiliger Hauptexponent der Gr√ľnen Partei der USA war Ralph Nader, der 1996 als Pr√§sidentschaftskandidat der Partei in den Pr√§sidentschaftswahlkampf zog und im In- und Ausland als ‚ÄěVerbraucheranwalt‚Äú einen hohen Bekanntheitsgrad genie√üt.

Bundesstaaten

Die Vereinigten Staaten bestehen aus 50 Bundesstaaten, wobei Alaska und Hawaii und die politisch angeschlossenen Außengebiete (beispielsweise Puerto Rico und Guam) außerhalb des Kernlandes (CONUS, contiguous U.S.) liegen.

Alabama Alaska Arizona Arkansas Kalifornien Colorado Connecticut Delaware Florida Georgia Hawaii Idaho Illinois Indiana Iowa Kansas Kentucky Louisiana Maine Maryland Massachusetts Michigan Minnesota Mississippi Missouri Montana Nebraska Nevada New Hampshire New Jersey New Mexico New York North Carolina North Dakota Ohio Oklahoma Oregon Pennsylvania Rhode Island South Carolina South Dakota Tennessee Texas Utah Vermont Virginia Washington West Virginia Wisconsin Wyoming Delaware Maryland New Hampshire New Jersey Massachusetts Connecticut West Virginia Vermont Rhode Island
√úber dieses Bild
Anschluss der Bundesstaaten

Das Kernland umfasst 48¬†der 50¬†Bundesstaaten sowie den District of Columbia (Bundesdistrikt mit der Hauptstadt Washington D.C.), die innerhalb einer gemeinsamen Grenze liegen (sogenannte ‚ÄěLower¬†48‚Äú).

Bei der Gr√ľndung der USA bestanden 13 Bundesstaaten, denen sich im Zuge der Westexpansion bis zum Mississippi nach und nach weitere Territorien anschlossen. Nach Texas √ľbersprang die Anschlusswelle die d√ľnn besiedelten Gebirgsz√ľge und setzte sich vor allem mit Kalifornien und Oregon nach der Mitte des 19. Jahrhunderts fort. Diese Entwicklung wurde erst w√§hrend des Ersten Weltkriegs abgeschlossen. Im Jahr 1959 wurden die pazifische Inselgruppe Hawaii sowie das nordwestlich gelegene Alaska, das √ľber die 100¬†km breite Beringstra√üe an Russland grenzt, als Bundesstaaten Teil der Vereinigten Staaten.

Verwaltungsgliederung

Im Jahr 2002 gab es laut Zensus- und Volksz√§hlungsb√ľro 87.900¬†lokale Regierungseinheiten in den Vereinigten Staaten, einschlie√ülich Ortschaften, Kreise, Siedlungen, Schul- und andere Bezirke. Mehr als drei Viertel der B√ľrger der Vereinigten Staaten leben in gro√üen St√§dten oder deren Vorst√§dten (St√§dte in den Vereinigten Staaten).

Ein County ist eine Untereinheit der meisten Bundesstaaten und etwa mit einem Landkreis vergleichbar. In Louisiana hei√üen sie ‚ÄěParish‚Äú; in Alaska gibt es diese Verwaltungseinheiten nicht, sondern lediglich statistische Unterteilungen. In Virginia und Missouri gibt es zudem St√§dte, die keinem County zugeordnet sind. Bei Gro√üst√§dten (zum Beispiel Philadelphia) kommt es vor, dass die Grenzen von Stadt und County gleich sind; die Stadt New York nimmt sogar f√ľnf Countys ein, die jeweils als ‚ÄěBorough‚Äú bezeichnet sind. Es ist nicht selten, dass St√§dte und sogar D√∂rfer eine County-Grenze √ľberschreiten. Die Regierungsformen der Countys und deren Befugnisse sind von Staat zu Staat sehr unterschiedlich, manchmal sogar innerhalb eines Staates, wenn das Parlament des entsprechenden Bundesstaates verschiedene Formen zur Auswahl vorgegeben hat. Manche erheben Steuern, fast alle nehmen Kredite auf und treiben Steuern ein. Sie haben Angestellte, sind sehr oft f√ľr die Beaufsichtigung von Wahlen zust√§ndig und bauen und unterhalten Stra√üen und Br√ľcken (manchmal im Auftrag des Bundes oder Landes). Sozialhilfeprogramme werden teilweise von ihnen durchgef√ľhrt, aber teilweise von den Townships, die, insbesondere im Mittleren Westen nicht deckungsgleich mit den Kommunen sind, die mit einer Fl√§che von 36¬†Quadratmeilen bei der Landesvermessung aus dem 18.¬†Jahrhundert bestimmt wurden.

Karte der USA mit Staats- und County-Grenzen

Ein besonderer Aspekt bei manchen kleineren St√§dten, der selten und √ľberwiegend in den Neuenglandstaaten vorkommt, ist das ‚Äětown meeting‚Äú. Einmal im Jahr ‚Äď bei Bedarf h√§ufiger ‚Äď kommen alle registrierten W√§hler einer Stadt zu einer √∂ffentlichen Versammlung und w√§hlen Beamte, diskutieren die Lokalpolitik und erlassen Gesetze f√ľr das Funktionieren der Regierung. Als Gruppe beschlie√üen sie Stra√üenbau und -ausbesserung, Errichtung von √∂ffentlichen Geb√§uden und Einrichtungen, Steuern und den Stadthaushalt. Das ‚Äětown meeting‚Äú, das schon seit zwei Jahrhunderten existiert, ist oft die reinste Form der Demokratie, in der Regierungsgewalt nicht delegiert, sondern direkt und regelm√§√üig von allen B√ľrgern ausge√ľbt wird. Die √ľberwiegende Mehrheit der B√ľrger kennt jedoch nur die repr√§sentative Demokratie.

Siehe auch: Verwaltungseinheiten in den Vereinigten Staaten, Polizei (Vereinigte Staaten)

Außengebiete

Neben diesen Staaten und dem District of Columbia gibt es weitere Gebiete mit unterschiedlich geregelter Autonomie.

Siehe hierzu: Außengebiete der Vereinigten Staaten

Innenpolitik

In den Vereinigten Staaten gibt es lediglich zwei wichtige politische Parteien, die Demokraten und die Republikaner. Die Demokraten sind zurzeit die gr√∂√üte Partei mit 72¬†Millionen registrierten Anh√§ngern (42,6¬†%), gefolgt von den Republikanern mit 55¬†Millionen Anh√§ngern (32,5¬†%) und 42¬†Millionen Anh√§ngern anderer Gruppierungen (24,9¬†%).[36] Akademiker stellen den liberalsten Teil der amerikanischen Gesellschaft, w√§hrend das Milit√§r gr√∂√ütenteils konservativ ist. Laut einer Umfrage im Jahr 2004 bezeichnen sich 72¬†% aller Professoren als liberal, 13¬†% als gem√§√üigt und 15¬†% als konservativ.[37] Unter aktiven Milit√§rangeh√∂rigen sind 57¬†% laut einer ‚ÄěMilitary Times Poll‚Äú im Jahre 2003 Anh√§nger der Republikaner.[38]

Die meisten Bundesstaaten verf√ľgen √ľber Waffengesetze, die im internationalen Vergleich extrem liberal sind. Das Recht auf den Besitz von Waffen wird in den USA traditionell hochgesch√§tzt, da es durch den zweiten Zusatzartikel der Verfassung ([‚Ķ] right to bear arms [‚Ķ]) gesch√ľtzt ist. Privatpersonen k√∂nnen daher ohne gr√∂√üere Schwierigkeiten Schusswaffen und Munition erwerben und die Waffen offen tragen. Insgesamt gibt es in den USA mehr als 200¬†Millionen Pistolen und Gewehre in Privatbesitz.[39]

Die bestehende Gesetzeslage ist in den USA umstritten. Ihre Kritiker sehen darin eine Ursache f√ľr die hohe Anzahl von j√§hrlich 350.000¬†bewaffneten Verbrechen sowie 11.000 Mordopfern, da sich Verbrecher leichter bewaffnen k√∂nnten. Die Bef√ľrworter liberaler Waffengesetze wie die National Rifle Association (NRA) bestreiten diesen Zusammenhang und verweisen auf niedrige Mordraten in L√§ndern wie Kanada oder Neuseeland, in denen ebenfalls √ľberproportional viele Waffen in Privatbesitz sind. Des Weiteren argumentieren sie, dass Kriminelle √ľberwiegend illegal in den Besitz von Waffen gelangen w√ľrden, weshalb Privatpersonen wenigstens die M√∂glichkeit zur Verteidigung gegeben werden solle.

Im Gegensatz zu fast allen anderen Staaten der westlichen Welt wird in zahlreichen Bundesstaaten der USA die Todesstrafe vollstreckt, was seit Jahren umstritten ist, auch in den USA selbst. Insgesamt 15 Bundesstaaten haben die Todesstrafe abgeschafft, zuletzt New Mexico. Das entsprechende Gesetz wurde am 18. März 2009 vom Gouverneur New Mexicos, Bill Richardson, unterzeichnet und tritt im Juli 2009 in Kraft.[40]

Außen- und Sicherheitspolitik

Der Au√üenpolitik der Vereinigten Staaten liegt eine pessimistische Grundhaltung zugrunde, die gro√üe √úbereinstimmungen mit dem politischen Realismus aufweist. Diesem steht ein seit der Unabh√§ngigkeitsbewegung ungebrochener und ungew√∂hnlich starker Idealismus gegen√ľber, deren Ursprung in den antieurop√§ischen Affekten der Revolution liegt und in einigen au√üenpolitischen Denkschulen den Glauben an einen historisch einmaligen Auftrag der Vereinigten Staaten begr√ľndet (American Exceptionalism, deutsch: ‚Äěamerikanische Einzigartigkeit‚Äú). Trotz h√§ufiger Spannungen zwischen Anspruch und Praxis besteht diese Bipolarit√§t der amerikanischen Au√üenpolitik wegen vieler √úbereinstimmungen fort. Beispielsweise konvergiert das Ideal der gr√∂√ütm√∂glichen Vertragsfreiheit in einer liberalen Gesellschafts- und Weltordnung mit der wirtschaftlichen Abh√§ngigkeit der Vereinigten Staaten vom √úberseehandel im Eintreten f√ľr den Freihandel.

Zu den realpolitischen Interessen, f√ľr die die offizielle Au√üenpolitik der Vereinigten Staaten eintritt, z√§hlt neben der Garantie weltweiter Sicherheit ihrer Staatsb√ľrger und derer Angeh√∂riger die Sicherung der Vereinigten Staaten vor Angriffen von au√üen und die st√§ndige Verf√ľgbarkeit von Ressourcen, die f√ľr die Wirtschaft des Landes von zentraler Bedeutung sind. Die ideellen Interessen, die das langfristige Handeln der Vereinigten Staaten leiten und rechtfertigen sollen, bestehen im Eintreten f√ľr die Menschenrechte, in der demokratisch-plebiszit√§ren politischen Gestaltung souver√§ner Staaten durch deren Staatsv√∂lker und ein globales marktwirtschaftliches System.

In ihrer konkreten Umsetzung hat sich die Au√üenpolitik zunehmend von einer passiven zu einer gestaltenden Rolle hin entwickelt. Von ihrer Gr√ľndung bis in den Zweiten Weltkrieg hinein √ľberwog der Isolationismus, also die bewussten Vernachl√§ssigung der Au√üenpolitik zugunsten der inneren Entwicklung und Kultivierung. Dr√ľckte sich diese Haltung in der Konsolidierungsphase des Landes durch die Monroe-Doktrin am st√§rksten aus, lockerte sie sich im Zeitalter des Imperialismus bis zum Ersten Weltkrieg zunehmend, um durch den Angriff auf Pearl Harbor v√∂llig diskreditiert zu werden. Sogleich gewann der Internationalismus amerikanischer Pr√§gung durch die Konfrontation mit der Sowjetunion im Kalten Krieg schlagartig an Bedeutung. Gest√ľtzt wurde dieser Internationalismus von einer institutionalistischen Praxis, also der Gr√ľndung transnationaler Gremien zur langfristigen Kooperation mit Staaten. Dies geschah entweder im Verbund mit Staaten, die √§hnliche Interessen vertraten, um diese zu st√§rken, oder zur √úberbr√ľckung politischer Differenzen mit Staaten, die gegens√§tzliche Interessen hatten. Die USA sind daher Initiatoren und Mitbegr√ľnder zahlreicher multinationaler Gremien und Organisationen, wie den Vereinten Nationen, der Welthandelsorganisation (ehemals GATT), der Weltbank und der NATO oder der KSZE. Zugleich verwahrt sich die Politik der USA seit ihrem Bestehen gegen eine m√∂gliche Beschneidung der eigenen Souver√§nit√§t durch internationale Abkommen. So lehnen die USA etwa die Unterzeichnung internationaler Klimaschutzabkommen wie des Kyoto-Protokolls, die Unterst√ľtzung des Internationalen Strafgerichtshofes und der Ottawa-Konvention gegen die Verbreitung von Antipersonenminen ab. Bilaterale Handels- und Verteidigungsabkommen spielen daher trotz ihres Universalanspruches eine wesentlich gr√∂√üere Rolle als beispielsweise bei den meisten Mitgliedern der Europ√§ischen Union.

Abh√§ngig vom innenpolitischen weltweiten Fokus r√§umen die Vereinigten Staaten einzelnen au√üenpolitischen Anstrengungen Priorit√§t ein und summieren diese zu moralisch verst√§rkten Begrifflichkeiten. Dazu z√§hlen der ‚ÄěKampf gegen den Terror‚Äú (War on Terrorism), der Krieg gegen Drogen (War on Drugs) und der Kampf gegen Armut (War on Poverty).

Durch die √ľberragende politische, wirtschaftliche wie auch milit√§rische Position der Vereinigten Staaten und ihre zunehmend offensive Einflussnahme auf Politik und Wirtschaft der gesamten Staatengemeinschaft polarisiert die Au√üenpolitik des Landes wie sonst kaum eine andere. Kritisiert werden vor allem die zahlreichen milit√§rischen Interventionen im Ausland, die durch die Globalisierung verursachten weltweiten sozialen Umw√§lzungen sowie Menschenrechtsverletzungen im Umgang mit mutma√ülichen Terroristen und Kriegsgefangenen.

Verb√ľndete der USA finden sich unter anderem in der NATO. Dar√ľber hinaus unterhalten sie enge diplomatische und strategische Beziehungen zu Nationen au√üerhalb der NATO (siehe Major non-NATO ally). Teils handelt es sich dabei um demokratisch und marktwirtschaftlich orientierte L√§nder, die sich von benachbarten politischen Akteuren existenziell bedroht sehen, wie zum Beispiel Israel, S√ľdkorea oder Taiwan, teils um durch historische Vorg√§nge eng verb√ľndete Staaten wie Japan, die Philippinen und Australien und teils um vor allem strategisch wichtige Partner wie Pakistan, Jordanien und Kuwait. Die mit Abstand st√§rksten Beziehungen unterhalten die Vereinigten Staaten mit dem Vereinigten K√∂nigreich, das einzige Land, mit dem sie selbst in so sensiblen Bereichen wie der Nukleartechnologie zusammenarbeiten. Die USA betreiben weltweit nach eigenen Angaben 766¬†Milit√§rst√ľtzpunkte unterschiedlicher Gr√∂√üe in 40¬†L√§ndern (davon 293¬†in Deutschland, 111¬†in Japan und 105¬†in S√ľdkorea; Stand von 2006).[41]

Militär

Weltweite militärische Präsenz der Vereinigten Staaten
Die U.S. Army verf√ľgt √ľber rund 7500¬†M1-Kampfpanzer.
Die USA liegen mit rund 400 Mrd. US-Dollar Militäretat weltweit deutlich an erster Stelle.

Die Streitkr√§fte der Vereinigten Staaten sind das kostenintensivste und in Zahlen zweitgr√∂√üte Milit√§r der Welt (nach der chinesischen Volksbefreiungsarmee). Sie sind global aufgestellt; die geltende Armeedoktrin sieht vor, dass die USA in der Lage sein m√ľssen, weltweit gleichzeitig zwei regionale Kriege siegreich zu f√ľhren. Zurzeit (2009) sind jedoch starke Kr√§fte im Irak als Besatzungsmacht gebunden. Die Streitkr√§fte sehen sich zunehmend der asymmetrischen Kriegf√ľhrung ausgesetzt. Diese Entwicklung ist in ihrer Geschichte vor allem ab dem Vietnamkrieg eingetreten.

Die Streitkr√§fte sind unterteilt in Heer (Army; etwa 510.000¬†Soldaten), Luftwaffe (Air Force; etwa 350.000¬†Soldaten), Marine (Navy; etwa 350.000¬†Soldaten) und Marineinfanterie (Marine Corps; etwa 180.000¬†Soldaten).[42] Die K√ľstenwache (Coast Guard; rund 40.000¬†Mann) ist eine zivile Einrichtung, die im Kriegsfall der Marine unterstellt werden kann und √ľber begrenzte milit√§rische Kapazit√§ten verf√ľgt. Dar√ľber hinaus unterh√§lt jeder Bundesstaat Einheiten der Nationalgarde (National Guard). Dies sind Milizverb√§nde, die normalerweise dem Gouverneur des jeweiligen Bundesstaates unterstellt sind, aber auf Weisung des Pr√§sidenten als Teil der Armee im Ausland eingesetzt werden k√∂nnen. Die Wehrpflicht existiert nur noch nominell und kam seit dem Vietnamkrieg nicht mehr zur Anwendung.

Die Vereinigten Staaten von Amerika waren die erste Atommacht der Welt und haben mit den Atombombenabw√ľrfen auf Hiroshima und Nagasaki als bislang einziger Staat in einem Krieg Kernwaffen eingesetzt. Amerikanische R√ľstungsunternehmen sind vor allem in der Luftfahrt weltweit f√ľhrend. Hinsichtlich Heereswaffen verlieren die US-R√ľstungsunternehmen an Bedeutung.

Die Milit√§rausgaben der USA beliefen sich 2004 auf rund 437¬†Mrd. US-Dollar. Dies entspricht 47¬†% der weltweiten R√ľstungsausgaben. Die Milit√§rausgaben der USA √ľbersteigen damit die Summe der R√ľstungsausgaben der n√§chsten 20¬†Staaten und sind sechsmal so hoch wie die von China, das weltweit an zweiter Stelle liegt.

Milit√§rische Entwicklungen, gerade technologischer Art, sind vor allem f√ľr die Verb√ľndeten der USA in der NATO wegweisend. Die staatskritische Tendenz, die dazu f√ľhrte, dass das Milit√§r der USA in seiner Geschichte bis zum Eintritt der Vereinigten Staaten in den Zweiten Weltkrieg eine geringe Gr√∂√üe hatte, wurde im Kalten Krieg zunehmend von der Angst vieler Amerikaner vor dem Kommunismus √ľberlagert. Dadurch ist die urspr√ľngliche Idee, dass das Milit√§r als √§u√üerstes Instrument staatlicher Gewalt eine Gefahr f√ľr die B√ľrger darstellt, im Schwinden begriffen.

Seit dem Zweiten Weltkrieg hat sich f√ľr die USA die Unterst√ľtzung befreundeter Nationen durch gr√∂√üere Waffenlieferungen als probates Mittel zur passiven Unterst√ľtzung in Krisenzeiten bew√§hrt. Im Zweiten Weltkrieg erm√∂glichte das Leih- und Pachtgesetz die Lieferung von schwerem Ger√§t zuerst an Gro√übritannien und den Commonwealth, sp√§ter auch an Russland, was das milit√§rische Gleichgewicht stark zu Ungunsten der Achsenm√§chte verschob. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde etwa Persien durch Lieferung von modernen Flugzeugen, Panzern und Raketen zur Vormachtstellung im Nahen Osten verholfen. Als sich durch Umsturz des Schahregimes die Freundschaft zu den Vereinigten Staaten in Feindschaft umkehrte, gingen die USA in den 1980ern zur Belieferung des Irak unter Saddam Hussein √ľber, der sich dem Westen als Gegner des Iran anbot und den Ersten Golfkrieg gegen den Iran f√ľhrte.

Sozial- und Gesundheitspolitik

siehe Hauptartikel: Gesundheitssystem der Vereinigten Staaten

Das Gesundheitssystem der USA ist, besonders forschungsseitig, teilweise Weltspitze, auf anderen Gebieten, vor allem in der allgemeinen Patienten- und Versicherungsversorgung, hingegen zum Teil in einem desolaten Zustand. Es werden j√§hrlich etwa 1,8¬†Billionen US-Dollar f√ľr das Gesundheitssystem aufgewendet. Das ist im Vergleich zu Deutschland nahezu das Doppelte pro Kopf. Rund 47¬†Millionen Amerikaner, etwa 16¬†% der Gesamtbev√∂lkerung, sind nicht krankenversichert.[43] ‚ąí¬†dies jedoch nicht ausschlie√ülich aus Einkommensgr√ľnden (rund ein Drittel der Nicht-Versicherten verf√ľgt √ľber ein Haushaltseinkommen von 50.000¬†Dollar und mehr) beziehungsweise wegen zu hohen Alters und des damit verbundenen Krankheitsrisikos (rund 40¬†Prozent der Nicht-Versicherten sind zwischen 18¬†und 35¬†Jahre alt).[44] Hinzu kommt eine hohe Dunkelziffer an illegalen Einwanderern, die ebenfalls keine Krankenversicherung haben. Viele derjenigen, die versichert sind, m√ľssen bei s√§mtlichen √§rztlichen Leistungen zuzahlen, andere, die in einer Krankenversicherung (HMO) sind, m√ľssen b√ľrokratische Papierkriege und lange Wartezeiten bei Einschr√§nkung der Arztauswahl erdulden. 1993 scheiterte Pr√§sident Clinton mit dem Versuch der Einf√ľhrung einer gesetzlichen Krankenkasse.

Die Lebenserwartung lag 2004 in den USA bei 77,9¬†Jahren und damit weltweit auf Platz¬†42. Dies ist im Vergleich zu 1984 eine Verschlechterung um 20¬†Pl√§tze. Als Gr√ľnde werden fehlende Krankenversicherungen und Fettleibigkeit genannt. Die Lebenserwartung der schwarzen Bev√∂lkerung liegt bei 73,3¬†Jahren.[45]

Wichtige innenpolitische Themen sind auch in den USA der Strukturwandel der Wirtschaft und der Umbau der Sozialsysteme insbesondere der Gesundheitsf√ľrsorge.

Umweltpolitik

siehe Hauptartikel: Klimapolitik der Vereinigten Staaten

Die Vereinigten Staaten sind, nach China, die Nation mit dem zweitgrößten CO2-Ausstoß der Welt.[46] Beim Klimaschutz-Index 2008 (Stand Dezember 2007) liegen sie auf Platz 55 (2007: Platz 53) von 56 untersuchten Staaten. Der Anteil an den weltweiten CO2-Emissionen beträgt 21,44 %[47].

2002 ver√∂ffentlichte die Regierung eine Strategie, die Treibhausgase US-Wirtschaft um 18¬†Prozent zu vermindern (bis 2012). Dies sollte zu einer Senkung der CO2-Emissionen von 160¬†Millionen Tonnen f√ľhren. International werden die Ma√ünahmen als v√∂llig unzureichend kritisiert. Bill Clinton lie√ü gegen Ende seiner Amtszeit zwar das Kyoto-Protokoll unterzeichnen, konnte jedoch keine Ratifizierung durch den Kongress erwarten, so dass die USA das Protokoll nicht als verbindlich anerkennen. Die Schwellenl√§nder seien im Vertragswerk nicht zur Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen verpflichtet worden, zudem spielt ein starkes Souver√§nit√§tsbewusstsein, vor allem im Senat, eine wichtige Rolle.

Zur gleichen Zeit haben Umweltkatastrophen und Aktiviti√§ten von Umweltsch√ľtzern, unter ihnen der ehemalige Pr√§sidentschaftskandidat Al Gore, in den USA einen Bewusstseinswandel eingeleitet. Barack Obama hat einen Kurswechsel in der Klimapolitik angek√ľndigt.

Die Klimaschutzpolitik setzte bisher vorrangig auf freiwillige Ma√ünahmen und Forschungsf√∂rderung. Einige Bundesstaaten (insbesondere Kalifornien) setzten strengere Regeln durch, doch wurden sie von der Regierung Bush daran gehindert. Die wichtigste Umweltbeh√∂rde auf Bundesebene ist die US Environmental Protection Agency (EPA), die von Umweltsch√ľtzern f√ľr ihre geringe Aktivit√§t kritisiert wird.


Wirtschaft

Siehe Hauptartikel: Wirtschaft der Vereinigten Staaten

Die Vereinigten Staaten waren mit einem Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 14,1 Billionen US-Dollar (4. Quartal 2007) die größte Volkswirtschaft der Welt sowie mit 46.460 US-Dollar (rund 30.000 Euro) das Land mit dem weltweit achthöchsten BIP pro Kopf. Der Dienstleistungssektor erwirtschaftete etwa 73 % des realen BIPs, davon etwa ein Drittel im Banken-, Versicherungs- und Immobiliengeschäft. Das verarbeitende Gewerbe trug rund 23 % und Landwirtschaft sowie Bergbau je knapp 1,6 % bei.

Das Wirtschaftswachstum lag 2007 bei 2,2 %[48], die Inflationsrate bei 2,8 %. Die Arbeitslosenquote betrug durchschnittlich 4,6 %,[49][50] stieg jedoch mit der Weltwirtschaftskrise auf 8,1 % im Februar 2009.

Seit Ronald Reagan sind die Eingriffe des Staates in die Wirtschaftsabläufe drastisch reduziert worden.[51] Es gibt in einigen Wirtschaftsbereichen dennoch eine staatliche oder kommunale Aufsicht, so beispielsweise bei der Stromversorgung die Public Utility Commission der einzelnen Bundesstaaten.

Die Steuerung durch die seit 1913 bestehende Federal Reserve System (‚ÄěFed‚Äú), die die Aufgaben einer staatlichen Zentralbank √ľbernahm, hat allerdings in den letzten Jahren erheblich zugenommen. Griff sie bis 2008 nur √ľber die Steuerung der Geldmenge bzw. der Leitzinsen in das Wirtschaftsgeschehen ein, so tritt sie seither als Kreditgeber auch au√üerhalb des Bankensystems und als Garantiengeber auf. Als Pr√§sident der Fed folgte Ben Bernanke 2006 auf Alan Greenspan (1987-2006).

Der Import belief sich 2007 auf Waren im Wert von 1964,6 Mrd. Dollar, der Export auf 1149,2. Daraus ergab sich ein Handelsbilanzdefizit von 815,4 Milliarden. Zudem wurden Dienstleistungen im Wert von 372,3 Milliarden importiert, während 479,2 in den Export gingen. Der daraus resultierende Überschuss von 106,9 Mrd. reduzierte das Gesamtdefizit auf 708,5 Mrd. Dollar. [52]

Der Median f√ľr das j√§hrliche Bruttoeinkommen amerikanischer Haushalte lag bei 43.389¬†Dollar. Dabei hatten circa 16¬†% aller Haushalte ein Bruttoeinkommen von √ľber 100.000¬†US-Dollar.[53] Dabei verdienten die oberen zwanzig Prozent aller amerikanischen Haushalte mehr als 88.030¬†US-Dollar brutto im Jahr, w√§hrend das untere F√ľnftel weniger als 18.500¬†verdiente.[54]

Prozentualer Anteil der Haushalte in den jeweiligen Einkommensgruppen.[53]

Bildung und ethnische Zugeh√∂rigkeit hatten starken Einfluss auf das Einkommen. W√§hrend der Median des Bruttohaushaltseinkommens f√ľr asiatische Haushalte bei 57.518¬†US-Dollar lag, betrug er nur 30.134¬†US-Dollar f√ľr schwarze.[55] Der gleiche Median lag f√ľr eine Person mit High-School-Abschluss bei 25.900¬†US-Dollar, bei Personen mit einem akademischen Grad bei 81.400.[56]

Die Armutsschwelle wurde 2006 bei einem Jahreseinkommen von 20.614¬†US-Dollar (15.860¬†Euro) f√ľr eine vierk√∂pfige Familie und von 10.294¬†US-Dollar (7920¬†Euro) f√ľr eine alleinstehende Person angesetzt. 36,46¬†Millionen lebten unterhalb dieser Grenze.[57]

Der amerikanische Mindestlohn sichert den Beschäftigten einen Stundensatz von 5,15 US-Dollar zu. Zahlreiche Bundesstaaten schreiben allerdings in davon abweichenden Gesetzen einen zum Teil deutlich höheren Mindestlohn vor.

Verkehr

Das Verkehrsnetz ist polyzentrisch aufgebaut: Straßen, Schienen und Flugverbindungen laufen vor allem sternförmig auf New York, Philadelphia, Atlanta, Chicago, Houston, Charlotte, Dallas, Denver, Los Angeles und Seattle zu.[58]

F√ľr die Infrastruktur, darunter auch das Stra√üensystem, wurden 2005 etwa 100¬†Mrd. US-Dollar ausgegeben, das entsprach der H√§lfte der Investitionen f√ľr Infrastruktur in China. Der Zustand von 70.000¬†Br√ľcken gilt offiziell als mangelhaft.[59]

Der G√ľterverkehr wird vor allem von Eisenbahn und LKWs geleistet. Ihre Transportleistungen betrugen 1998: Eisenbahn 2010¬†Mrd. tkm, Stra√üe 1499, Binnenschiff 521, Pipelines 905¬†Mrd.¬†tkm.

Demgegen√ľber findet der Personentransport mit Ausnahme des im Fernverkehr domnierenden Flugverkehrs praktisch ausschlie√ülich auf der Stra√üe (Individualverkehr oder √úberlandbusse) statt. Die Bahn ist au√üerhalb des Nordostens als Personentransportmittel praktisch nicht mehr existent.

Die St√§dte sind sehr stark auf diese Verteilung ausgelegt. Die Innenst√§dte sind klein und werden √ľberwiegend f√ľr B√ľro- und Gesch√§ftsr√§ume denn als Wohnfl√§che genutzt. Um sie herum befinden sich Gebiete mit Mehrfamilienh√§usern, in denen vornehmlich die Unterschicht lebt, die sich kein Auto leisten kann. Weiter au√üen befinden sich oft weitl√§ufige Wohngebiete aus Einfamilienh√§usern ohne jegliche Einkaufsm√∂glichkeiten. Die Einkaufszentren (Malls) sind h√§ufig so gelegen, dass ein Einkauf ohne Auto kaum m√∂glich ist.

Im Mittelstreckenverkehr existiert ein landesweites Netz von inner- und zwischenstaatlichen Fernstra√üen (U.S. Highways und Interstate-System). Insbesondere f√ľr den Verkehr innerhalb der Bundesstaaten, teilweise aber auch f√ľr Langstrecken, hat der √úberlandbusverkehr gro√üe Bedeutung. Bekannt sind die Greyhound Lines.

Eisenbahn

siehe Liste nordamerikanischer Eisenbahngesellschaften und Union Pacific Railroad
Dampflokomotive, um 1847
Elektrolokomotive von Amtrak

F√ľr den Masseng√ľterverkehr √ľber lange Strecken spielt die von verschiedenen privaten Gesellschaften betriebene Eisenbahn eine gro√üe Rolle. Doch ist diese nicht mehr mit den Jahrzehnten seit der Verkehrserschlie√üung durch die transkontinentalen Eisenbahnen zu vergleichen. Weite Teile des Streckennetzes sind bis heute nicht elektrifiziert und werden mit Diesellokomotiven bedient.

In den st√§dtischen Ballungsgebieten der Ostk√ľste und im Raum Chicago hat der Personenverkehr auf der Schiene eine gewisse Rolle behalten, die er teilweise sogar wieder ausbauen konnte, beispielsweise mit dem Acela-Express zwischen Washington D.¬†C. und Boston. Die weiten Strecken zwischen den st√§dtischen Agglomerationen werden fahrplanm√§√üig bedient, jedoch liegt die Hauptbedeutung hier eher im touristischen Bereich ‚Ästvergleichbar den Schienenkreuzfahrten in Europa. Der Personenverkehr wird haupts√§chlich von der Gesellschaft Amtrak betrieben.

Flugverkehr

Wichtiger Verkehrstr√§ger im Personenverkehr f√ľr Lang- und Mittelstrecken ist der Flugverkehr. Bedeutende Flugh√§fen befinden sich in New York, Atlanta, Boston, Chicago, Dallas, Denver, Houston, Charlotte, Salt Lake City und Los Angeles. Kleine Flugh√§fen mit planm√§√üigem Betrieb gibt es in nahezu jeder Kleinstadt.

Seeschifffahrt

Die gr√∂√üten Seeh√§fen befinden sich unter anderem in Boston, Chicago (√ľber den Sankt Lorenz-Gro√üschifffahrtsweg), New York, Houston, Los Angeles, San Francisco und Seattle.

Kultur

Chinatown in New York

Die amerikanische Kultur ist gepr√§gt von der Vielfalt der ethnischen Einfl√ľsse und Traditionen, die zahlreiche Einwanderergruppen mitbrachten. Erst in den 1930er Jahren bildete sich durch die Massenmedien eine einheitliche amerikanische Popul√§rkultur heraus.

Die fr√ľhe Kulturproduktion in den USA war vor allem durch die englische ‚ÄěLeitkultur‚Äú gepr√§gt, die aber aufgrund der neuen, einzigartigen Verh√§ltnisse schnell an Eigenst√§ndigkeit gewann. Den afrikanischen Sklaven wurde eine Aus√ľbung ihrer kulturellen Traditionen und eine eigene Kulturproduktion verboten, so dass sie sich stark an europ√§ischen Mustern orientieren mussten. Jedoch konnten Elemente ihrer Ursprungskulturen im Geheimen aufrechterhalten werden.

Im 20.¬†Jahrhundert l√∂sten sich amerikanische K√ľnstler von den Vorbildern der Alten Welt. Die unterschiedlichen kulturellen Disziplinen wurden in neue Richtungen erweitert.

Zur zeitgen√∂ssischen Kunst- und Unterhaltungsszene in den USA geh√∂rten die Verj√ľngung der Musik, Neuentwicklungen im Modernen Tanz, die Verwendung ureigener amerikanischer Themen im Theater, die Filmproduktion in ihrer ganzen Bandbreite und die Globalisierung der Bildenden K√ľnste.

Es gibt in den Vereinigten Staaten¬†‚Äď √§hnlich wie in Deutschland, aber ganz anders als in Frankreich¬†‚Äď kein zentrales Kultusministerium, das eine landesweite Kulturpolitik steuert. In dieser Tatsache spiegelt sich die √úberzeugung wider, dass es Bereiche im gesellschaftlichen Leben gibt, bei denen die Regierung nur eine kleine oder gar keine Rolle spielen sollte. Die zwei nationalen Stiftungen f√ľr Kunst und Geisteswissenschaften ‚Äď ‚ÄěNational Endowment for the Arts‚Äú (NEA) und ‚ÄěNational Endowment for the Humanities‚Äú (NEH) ‚Äď unterst√ľtzen mit Zusch√ľssen sowohl einzelne K√ľnstler und Wissenschaftler als auch Institutionen, die im Bereich der Kunst und Geisteswissenschaften t√§tig sind. Seit der ‚ÄěRepublican Revolution‚Äú 1994, bei der die Republikaner im Kongress die Mehrheit errangen, wurden beide Stiftungen sowie auch die √∂ffentlichen Rundfunkanstalten PBS und NPR immer wieder durch Mittelk√ľrzungen bedroht, oft begleitet mit dem Vorwurf, sie betrieben eine ‚Äělinke‚Äú Politik zugunsten einer ‚ÄěElite‚Äú. Insbesondere Kunst, die von christlich-fundamentalistischen oder stark r√∂misch-katholischen Kreisen kritisch betrachtet wird, wird ein Zielpunkt dieser Drohungen.

W√§hrend das Budget der NEA, das sich 2003 auf 115¬†Millionen US-Dollar belief, verglichen mit der Kulturf√∂rderung anderer L√§nder bescheiden war, so machten von jeher private Spenden den Gro√üteil der Kulturf√∂rderung aus. Diese privaten Spenden wurden f√ľr das Jahr 2002 auf ungef√§hr 12,1¬†Milliarden US-Dollar gesch√§tzt.

Indigene Kultur

Die Kulturformen der rund 350 als Stämme (tribes) betrachteten Indianergruppen, deren Angehörige sich als American Indians oder Native Americans bezeichnen und im Hauptteil der USA leben, sind nicht einheitlich, auch die in Alaska lebenden 225 anerkannten Stämme der Alaska Natives unterscheiden sich erheblich, erst recht die Gruppen auf Hawaii. Innerhalb des Landes, zwischen Stadt und Land, sowie zwischen den ethnischen Gruppen sind die Unterschiede denkbar groß. Sie entwickelten eigene Identitäten und kulturelle Strukturen, die sich Kulturarealen zuordnen lassen, die Zahl der Sprachen war sehr hoch, jedoch sind viele von ihnen vom Aussterben bedroht. Die größte Sprache mit rund 150.000 Sprechern ist das Navajo.

An der Pazifikk√ľste war die Kultur von Fischfang dominiert, oder vom Walfang, wie bei den Makah im Nordwesten Washingtons. Dort finden sich gewaltige Totempf√§hle, deren gr√∂√üter in Washington steht. Im Binnenland dominierten berittene Jagd, Sammeln und Flussfischerei. In den gro√üen Ebenen, den Plains, stand die Bisonjagd im Mittelpunkt, in anderen der Elch. Durch die Aufkunft des Pferdes entwickelte sich ab dem 17. Jahrhundert ein Reiternomadismus, der weitr√§umige V√∂lkerbewegungen in Gang setzte. Der Osten hingegen wurde ab 1830 weitgehend entv√∂lkert (Pfad der Tr√§nen), so dass der indianische Kultureinfluss hier lange weniger zu sp√ľren war.

√Ąhnlich wie die Literatur verfolgt die indianische Kunstszene nicht nur traditionelle Elemente, sondern verbindet sie mit von Europa inspirierten Mitteln der amerikanischen Kultur. Andere Indianerk√ľnstler produzieren losgel√∂st von diesen Traditionen in deren Genres und mit deren Mitteln. Meist stehen in der Literatur √∂kologische Probleme, Armut und Gewalt, entmenschte Technik oder Spiritualit√§t im Vordergrund. Dabei reicht die schriftliche Tradition bis in das fr√ľhe 19. Jahrhundert zur√ľck, riss jedoch immer wieder ab: William Apes: The Experience of William Apes, a Native of the Forest (1831), ein Pequot, George Copway, ein Anishinabe und Elias Johnson, ein Tuscarora sind fr√ľhe Beispiele. Die Novelle Laughing Boy von Oliver La Farge (1929) wurde erst in den 60er Jahren wieder aufgenommen. Der Kiowa N. Scott Momaday erhielt 1969 den Pulitzer-Preis f√ľr House Made of Dawn, Vine Deloria publizierte Custer Died For Your Sins. An Indian Manifesto. Den nationalen Rahmen sprengte Dee Browns Bury My Heart At Wounded Knee von 1970.

Musik

Dizzy Gillespie, 1955

Ein wesentlicher Beitrag der USA zur Weltkultur ist die Entwicklung des Jazz, der als erste eigenst√§ndige Musikform der USA gilt, des Blues und des Country, aus deren Zusammenf√ľhrung in den 1950er Jahren der Rock¬†‚Äôn‚Äô¬†Roll entstand. Diese Musikkultur ist einzigartig durch den Zusammenfluss afroamerikanischer mit europ√§ischer Folklore und bildet heute eine zentrale Grundlage der popul√§ren Kultur der Westlichen Welt.

Film

Theater

Literatur

Hauptartikel: Amerikanische Literatur
John Smiths Generall Historie of Virginia (1624)

Die Literaturproduktion kn√ľpfte in keiner Weise an die Traditionen der Indianer an sondern setzte mit Reiseberichten und Geschichtsschreibung ein, hinzu kamen Tageb√ľcher und theologische Literatur. Das erste gedruckte Buch war das Bay Psalm Book von 1640. Die wichtigsten puritanischen Dichter waren Edward Taylor und Anne Bradstreet (The Tenth Muse Lately Sprung Up in America, London 1650).

1704 verfasste Sarah Kemble Knight den Bericht einer Reise von Boston nach New York (The Journal of Madam Knight), womit die Landschaft erstmals eine Auseinandersetzung erzwang. Mit den Gefangenschaftsberichten bei Indianern drangen zudem interkulturelle Kontakte und Fremdheit in die Literatur vor, wie etwa bei Mary Rowlandson oder John Smiths Bericht √ľber seine angebliche Rettung durch Pocahontas. Als wichtigstes Werk der puritanischen Geschichtsschreibung gelten die Magnalia Christi Americana (1702) von Cotton Mather.

Benjamin Franklin begann seine journalistische und literarische Laufbahn in Boston. Zahlreiche politische Essays und Satiren, die in England wie in Amerika gelesen wurden, stammten aus seiner Feder. Patriotismus pr√§gte die Literatur der Gr√ľndungsjahre. Philip Freneau schrieb Oden √ľber die Revolution, und zeichnete ein wohlwollendes Bild der Indianer. Er wurde zum ‚ÄěDichter der amerikanischen Revolution‚Äú. Webster kompilierte von 1806 bis 1828 ein An American Dictionary of the English Language. Auf seine Rechtschreibform gehen zahlreiche Unterschiede des amerikanischen gegen√ľber dem britischen Englisch zur√ľck.

Charles Brockden Brown griff die englische Tradition der Gothic Novel auf, und gilt als Wegbereiter des psychologischen Romans. Washington Irving und James Fenimore Cooper waren von den historischen Romanen Sir Walter Scotts beeinflusst. Irving wird oft als Begr√ľnder der (Kurzgeschichte) bezeichnet. Cooper erfasste im ‚ÄěLederstrumpf‚Äú (1823‚Äď41) die Frontiererfahrung und pr√§sentierte Indianer als ‚Äěedle Wilde‚Äú.

Die amerikanische Romantik, h√§ufig als American Renaissance bezeichnet, erreichte ihren H√∂hepunkt √ľber 30 Jahre nach der europ√§ischen. Von Ralph Waldo Emerson ging der Transzendentalismus aus. Er berief sich auf Immanuel Kants Transzendentalphilosophie, verband sie jedoch mit fern√∂stlicher und indischer Philosophie. Sein The American Scholar von 1837 wurde als ‚Äěkulturelle Unabh√§ngigkeitserkl√§rung‚Äú der USA bezeichnet.

Henry David Thoreau lebte zwei Jahre in einer Blockh√ľtte und sein Streben nach einem Alternativen Lebensentwurf machte ihn in den 1960er Jahren zu einem Kultbuch der Hippiebewegung. Thoreaus politischer Essay Ziviler Ungehorsam (1849) beeinflusste Martin Luther King, ebenso wie die Umweltbewegung.

Walt Whitman stellte in freien Versen die Körperlichkeit in den Vordergrund, Nathaniel Hawthorne war dagegen von einem tiefen Skeptizismus geprägt. Seine Themen waren Schuld, Strafe und Intoleranz, etwa in der Gesellschaft seiner puritanischen Vorfahren. In Die Blithedale-Maskerade1841 schilderte er das Scheitern einer utopischen Kommune.

Herman Melvilles Moby Dick (1851) war eine Reflexion √ľber die Fragen des Daseins, √ľber Gut und B√∂se, die Begrenztheit der menschlichen Erkenntnisf√§higkeit. Dieses und seine Sp√§twerke, wie Bartleby der Schreiber, wurden erst lange nach seinem Tod anerkannt.

Edgar Allan Poes Kurzgeschichten beeinflussten die Entwicklung der phantastischen und der Horrorliteratur, mit Der Doppelmord in der Rue Morgue erfand er die Detektivgeschichte. Poe gelang es mittels einer Dichtungstheorie (Die Methode der Komposition, Das poetische Prinzip) die Lyrik in das Gebiet symbolistischer und lautpoetischer Sprachkunst zu entwickeln.

Der Konflikt zwischen Nord- und S√ľdstaaten um die Sklaverei wurde auch mit literarischen Mitteln ausgetragen. 1789 erschien die Autobiografie Olaudah Equianos, Harriet Beecher Stowes Uncle Tom's Cabin (Onkel Toms H√ľtte) (1852) wurde im Norden ein Bestseller.

Walt Whitman und Melville schrieben Gedichte √ľber den Sezessionskrieg, der in sp√§teren Jahren zu einem Trauma der S√ľdstaatenliteratur wurde. Herausragend sind Faulkners Yoknapatawpha-Romane (1930er), Stephen Vincent Ben√©ts John Brown's Body (1928) und nicht zuletzt Margaret Mitchells Vom Winde verweht (1936). Die S√ľdstaaten schwankten zwischen Nostalgie und scharfer Kritik. Der Dichter und Musiker Sidney Lanier schrieb d√ľstere Oden, Kate Chopin √ľber die kreolisch gepr√§gte Gesellschaft Louisianas. Mark Twains - Die Abenteuer des Huckleberry Finn (1885) - oder Frank Norris' local color literature exponierten regionale Eigenheiten und Dialekte.

Das Massenelend in den Städten wurde zum Thema. Jack London zog während des Klondike-Goldrauschs in den äußersten Norden (Ruf der Wildnis und Wolfsblut). Frank Norris gehörte wie London der radikalen Literaturszene San Franciscos an. Seine Romane thematisierten das harte Leben in Kalifornien, dem vermeintlichen gelobten Land (Gier nach Gold, 1899). Upton Sinclair deckte in Der Sumpf (1906) die Missstände in den Schlachthöfen Chicagos auf.

T. S. Eliot oder W. H. Auden, Ezra Pound und Hilda Doolittle (H. D.) gelten als Vertreter der Modern. Viele amerikanische Schriftsteller verbrachten einige Zeit in Europa; Stein schuf f√ľr sie den Begriff (‚ÄěVerlorene Generation‚Äú). John Dos Passos schrieb mit Manhattan Transfer den bekanntesten Gro√üstadtroman. Als 1927 die Anarchisten Sacco und Vanzetti hingerichtet wurden, hielten vor den Gef√§ngnistoren John Dos Passos, Langston Hughes und Edna St. Vincent Millay Mahnwache. Viele Schriftsteller wandten sich dem Sozialismus zu. Die ‚Äěproletarische Literatur‚Äú erreichte mit Werken wie Dos Passos' U.S.A.-Trilogie (1930‚Äď36) und John Steinbecks Fr√ľchte des Zorns (1939) ihren H√∂hepunkt.

Die zw√∂lf Autoren des Pamphlets I'll Take My Stand und ihre Nachfolger wurden als Southern Agrarians bekannt; sie wandten sich gegen Rationalit√§t, Industrialisierung und Verst√§dterung. Eliot ver√∂ffentlichte 1922 das wohl bekannteste Gedicht der englischsprachigen Moderne: The Waste Land (Das w√ľste Land).

Gertrude Steins Gedichte sind oft mehr dem Klang als dem Sinn verpflichtet. Ein Extrem der Prosa stellt der knappe Stil Ernest Hemingways dar, ein entgegengesetztes die wuchernden Sätze William Faulkners. Seine Romane erscheinen durch häufige Wechsel der Erzählperspektive fragmentiert, durch traumhafte Passagen unterbrochen.

Faulkners Werk (Literaturnobelpreis 1950) wurde in Frankreich insbesondere von Sartre und anderen Existenzialisten, in Deutschland von Gottfried Benn gefeiert. Den gr√∂√üten Einfluss hatte Faulkner aber wohl auf die lateinamerikanische Literatur, insbesondere des magischen Realismus. Sherwood Anderson und Thomas Wolfe waren Vorbilder Faulkners. F. Scott Fitzgeralds Werke beobachteten die gehobene Gesellschaft New Yorks oder die Exilanten-Boh√®me, und so wurde er zum Chronisten der ‚Äěwilden Zwanziger‚Äú. In Der gro√üe Gatsby (1925) griff er den amerikanischen Erfolgsmythos auf.

Mit der Harlem Renaissance begann um 1920 eine Bl√ľtezeit der afroamerikanischen Literatur, stark beeinflusst von Alain LeRoy Lockes Anthologie The New Negro (1925). Richard Wright und Ralph Ellison geh√∂rten der Generation an, die auf die der Harlem Renaissance folgte und in ihr Vorbilder fand, aber deren Optimismus der Resignation gewichen war. Wrights Native Son (1940) und Ellisons Der unsichtbare Mann (1951) gelten als die zentralen Werke.

Nach dem Zweiten Weltkrieg erschienen Norman Mailers Die Nackten und die Toten und Gore Vidals Williwaw, James Jones' (Verdammt in alle Ewigkeit) und Herman Wouks Die Caine war ihr Schicksal. Mailer verarbeitete sein Engagement in der Antikriegsbewegung in Heere aus der Nacht, f√ľr den er ‚Äěfaction‚Äú (Neubildung aus fact und fiction) als neue Literaturgattung erfand. Vidal l√∂ste 1948 mit Geschlossener Kreis einem der ersten schwulen Romane, einen Skandal aus.

Henry Miller pflegte eine ablehnende Haltung: Der klimatisierte Alptraum (1945) ist der Titel eines seiner B√ľcher und zugleich sein Spottname f√ľr die USA. Er erlangte mit Wendekreis des Krebses (1934) und Wendekreis des Steinbocks (1939) einen Ruf als Skandalautor. Seine Werke sind ‚Äď wie auch die Trilogie Nexus, Plexus, Sexus (1948‚Äď60) ‚Äď jedoch eher als spirituelle Biografie und Zeugnisse mystischer Neigungen interessant.

In den späten 1940er Jahren bildete sich um Allen Ginsberg, Jack Kerouac, Gregory Corso und William S. Burroughs eine neue literarische Bohème, die als Beat Generation bezeichnet wurde. Der kulturelle Einfluss der beat poets zeigt sich darin, dass die nonkorformistische Jugendbewegung um 1960 nach ihnen als Beatniks bezeichnet wurde. Ginsbergs Gedichte stehen in ihrer freien Form, im radikalen Individualismus und visionären Drang in der Tradition Whitmans, sind aber zugleich ironisch-verzweifelte Kommentare zum Zustand der Gesellschaft. So wurde er in den 1960er Jahren zu einer Symbolfigur der Hippies.

Jack Kerouacs bekanntester Roman On the Road beschreibt eine Reise zweier junger M√§nner auf der Flucht vor Zw√§ngen und auf der Suche nach Sinnesfreuden und spiritueller Erf√ľllung als Gegenentwurf gegen Materialismus und Konformit√§tszwang. Eine zentrale Figer der Hippiebewegung wurde auch Ken Kesey (Einer flog √ľber das Kuckucksnest).

In den 1960er und 1970er Jahren wurden im engeren Sinne experimentelle Autoren wie Vladimir Nabokov, Thomas Pynchon und John Barth als ‚Äěpostmodern‚Äú bezeichnet. Heute wird oftmals die gesamte Literaturproduktion etwa ab 1960 unter dem Begriff der Postmoderne gefasst, weil sie als Produkt einer postmodernen Gesellschaft begriffen wird. Wege gemeinschaftlichen literarischen Schaffens erproben Systeme wie NaNoWriMo.

Bildende Kunst und Architektur

Massenmedien

Schulsystem

Zum Schulsystem siehe den Artikel Schulsystem der Vereinigten Staaten.

Wissenschaft

Seit den Anf√§ngen als unabh√§ngige Nation haben die Vereinigten Staaten durch Erm√∂glichung des freien Austausches von Ideen, der Verbreitung von Wissen und durch die Aufnahme kreativer Menschen aus aller Welt Wissenschaft und Erfindungen gef√∂rdert. Die Verfassung spiegelt den Wunsch nach wissenschaftlicher Aktivit√§t wider. Sie gibt dem Kongress die Befugnis, ‚Äě[‚Ķ] den Fortschritt der Wissenschaft und n√ľtzlicher K√ľnste zu f√∂rdern, indem Urhebern und Erfindern f√ľr eine begrenzte Zeit das Exklusivrecht auf ihre jeweiligen Schriften und Entdeckungen zugesichert wird [‚Ķ]‚Äú. Diese Bestimmung ist Grundlage f√ľr das Patent- und Warenzeichensystem der Vereinigten Staaten.

Zwei der Gr√ľnderv√§ter der USA waren selbst namhafte Wissenschaftler. Benjamin Franklin f√ľhrte mit einer Reihe von Experimenten den Nachweis, dass der Blitz eine Art von Elektrizit√§t ist, und erfand den Blitzableiter. Thomas Jefferson studierte Landwirtschaft und f√ľhrte neue Reis-, Olivenbaum- und Grassorten in die Neue Welt ein.

Im 19. Jahrhundert stammten die f√ľhrenden neuen Ideen in Naturwissenschaft und Mathematik aus Gro√übritannien, Frankreich und Deutschland. Forscher und Erfinder aus den Vereinigten Staaten lagen zwar bei der Entwicklung von Theorien im R√ľckstand, aber sie brillierten in den angewandten Naturwissenschaften. Aufgrund der weiten Entfernung zwischen den Vereinigten Staaten und den Ursprungsl√§ndern der westlichen Wissenschaft und Produktion war es oft notwendig, eigene Vorgehensweisen zu entwickeln. Vor diesem Hintergrund kam es zu einer Vielzahl wichtiger Erfindungen. Gro√üe amerikanische Erfinder sind Robert Fulton (Dampfschiff), Samuel¬†F.¬†B.¬†Morse (Telegraf), Eli Whitney (die Baumwollentk√∂rnungsmaschine Cotton Gin), Cyrus McCormick (M√§her), die Gebr√ľder Wright (Motorflugzeug) und Thomas Alva Edison, der mit mehr als eintausend Erfindungen produktivste Erfinder.

In der zweiten H√§lfte des 20.¬†Jahrhundert wurden amerikanische Wissenschaftler zunehmend f√ľr ihre Beitr√§ge zur reinen Wissenschaft, der Formulierung von Konzepten und Theorien, anerkannt. Diese Ver√§nderung zeigt sich auch bei den Gewinnern der Nobelpreise in Physik und Chemie. Unter den Nobelpreisgewinnern in der ersten H√§lfte des Jahrhunderts ‚Äst1901 bis 1950 ‚Äststellten Amerikaner in den Naturwissenschaften nur eine kleine Minderheit. Seit 1950 haben in den USA t√§tige Wissenschaftler etwa die H√§lfte der in den Naturwissenschaften verliehenen Nobelpreise erhalten.

Siehe auch: Kunst in den Vereinigten Staaten, Liste amerikanischer Schriftsteller

Sport

American Football
Siehe Hauptartikel: Sport in den Vereinigten Staaten

Die Vereinigten Staaten verf√ľgen √ľber eine ausgepr√§gte Sportkultur, die vor allem die vier Nationalsportarten umfasst. Die USA beheimaten, zusammen mit Kanada, die besten und h√∂chstangesehensten Profi-Ligen im American Football (mittlerweile die beliebteste Sportart) (NFL), Baseball (MLB), Basketball (NBA) sowie Eishockey (NHL). Die Nationalmannschaften der USA in diesen Sportarten sind regelm√§√üige Anw√§rter auf einen Titelgewinn. Trotz gemeinsamer kultureller Wurzeln sind die Vereinigten Staaten nicht in die sportlichen Pr√§ferenzen des britischen Commonwealth eingebunden; so sind Cricket und Rugby in den USA nahezu unbekannt.

Eine Aufteilung in Leistungs- und Breitensport existiert nicht wie im deutschen Verständnis. Vielmehr hat sich eine Riege bestimmter Sekundärsportarten entwickelt, deren Bedeutung nicht an der (im Übrigen eher geringen) Kommerzialisierung und Verarbeitung in den landesweiten Medien, sondern an der Verbreitung an Schulen sowie an der Masse der regionalen Auseinandersetzungen gemessen wird. Zu diesen Sportarten zählt neben dem Fußball (amerikanisches Englisch: soccer) das weitverbreitete Lacrosse.

Typisch f√ľr das amerikanische Sportgeschehen ist eine hohe Betonung des Unterhaltungseffektes sowie des integrativen Charakters des Sports. Kennzeichnend f√ľr die gro√üe Nachfrage nach dem Unterhaltungswert des Sports ist neben dem durchgehend aufwendigen Einsatz von Show- und choreographischen Elementen (Beleuchtung, Cheerleader) in manchen Sportarten eine f√ľr ausl√§ndische Verh√§ltnisse untypische, aber meist ungef√§hrliche Inszenierung von Action und Gewalt, beispielsweise beim Wrestling.

Die USA sind dar√ľber hinaus Initiatoren einer weiteren subjektiven Einteilung diverser Sportarten, die bei bewusster Schaffung eines Lebensgef√ľhls vor allem als legere Freizeitgestaltung betrieben werden. Dazu geh√∂ren neben Tennis und Bodybuilding diverse Trendsportarten.

Die gro√üen Hoffnungen, den die Gesellschaft der USA in den integrierenden Effekt des Sports legt, werden angesichts der Aufstiegsm√∂glichkeiten darin deutlich. Ein bedeutender Teil der Stipendien f√ľr die Universit√§ten wird an sportliche Talente vergeben. Der dabei im In- und Ausland oft ge√§u√üerte Vorwurf, dass solche Stipendiaten ohne ihre athletischen F√§higkeiten intellektuell an einer Hochschule nicht bestehen w√ľrden, trifft selten zu, da auf schulische Leistungen gro√üen Wert gelegt wird und bei mangelhaften schulischen Leistungen die Sportaus√ľbung beschnitten wird. In einem f√ľr die Nationalsportarten im Laufe der Zeit entwickelten Modus, dem sogenannten Drafting System, werden unter Einstreuung gewisser Zuf√§lligkeiten die Rechte an den besten Talenten eines Jahrgangs an die schw√§chsten Vereine vergeben.

Im Gegensatz zum Lacrosse versucht die F√ľhrung des Fu√üballsports in den USA, Anschluss an die vier Nationalsportarten zu finden. Dabei muss die h√∂chste Spielklasse, die Major League Soccer, diverse, teilweise kulturell gebildete Differenzen zwischen dem nordamerikanischen und dem europ√§ischen Sportverst√§ndnis zu √ľberbr√ľcken versuchen. W√§hrend die Kommerzialisierung des internationalen Herrenfu√üballs bis zu einem gewissen Grad mit dem der amerikanischen Sportarten vergleichbar ist, ist den meisten Amerikanern der Abstiegskampf sowie die organisatorische Schw√§che der Spieler den Vereinen gegen√ľber unbekannt. So beruht die Faszination des Fu√üballs mehr auf seiner sozialen, √∂konomischen und politischen Entwicklung als auf seiner direkten Inszenierung. Daher wird dem Fu√üball in den Vereinigten Staaten angesichts der √ľberdurchschnittlichen Infrastruktur des Landes f√ľr die Zukunft eine gewisse internationale Konkurrenzf√§higkeit zugeschrieben, w√§hrend der nationale Bedeutungszuwachs umstritten ist. Hierf√ľr wird die gleichzeitige Befriedigung nationaler wie internationaler Anspr√ľche an die h√∂chste Spielklasse des Landes von Bedeutung sein. Vor diesem Hintergrund verpflichtete Los Angeles Galaxy im Jahre 2007 David Beckham. Demgegen√ľber ist der Frauenfu√üball in den USA erfolgreicher und in der internationalen Spitzenklasse vertreten.

Essen und Trinken

Feiertage

Auch hinsichtlich der Feiertage besteht in den Vereinigten Staaten ein anderes Verst√§ndnis als in Europa. Prinzipiell gelten von der Bundesregierung eingerichtete Feiertage nur f√ľr ihre Beamten und Angestellten, einschlie√ülich der Mitarbeiter der Post. Allerdings sind viele Feiertage wegen ihrer kulturellen Verankerung auch in der Wirtschaft Usus geworden. Die Feiertage sind mit Ausnahme des Weihnachts- und des Neujahresfestes aufgrund der strikten Trennung von Staat und Kirche nichtreligi√∂ser, also vor allem patriotischer Natur.

Literatur

  • Thomas Bender: A Nation Among Nations. America's Place in World History, New York 2006.
  • Volker Depkat: Geschichte Nordamerikas. Eine Einf√ľhrung (= Geschichte der Kontinente). K√∂ln: B√∂hlau Verlag 2008. ISBN 978-3-8252-2614-5
  • J√ľrgen Heideking: Geschichte der USA. Mit CD-ROM Quellen zur Geschichte der USA. T√ľbingen 2007, ISBN 978-3-8252-1938-3.
  • Peter L√∂sche (Hg.): L√§nderbericht USA¬†‚Äď Geschichte, Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur. bpb, Bonn 2004, ISBN 3-893-31485-7.
  • Au√üenpolitik der USA Aus Politik und Zeitgeschichte Heft 14/2006 v. 3. April 2006. ISSN 479-611x Auch online unter Bundeszentrale f√ľr politische Bildung
  • Klaus Schwabe: Weltmacht und Weltordnung. Amerikanische Au√üenpolitik von 1898 bis zur Gegenwart. Sch√∂ningh Verlag, Paderborn 2006.
  • Ian Tyrrell: Transnational Nation. United States History in Global Perspective since 1789, Houndmills 2007

Verweise

Siehe auch

  • Portal
    ¬†Portal: Vereinigte Staaten ‚Äď Bilder, Artikel und mehr zu den Vereinigten Staaten
  • Antiamerikanismus

Weblinks

Einzelnachweise

  1. ‚ÜĎ Offizieller monatlicher Sch√§tzwert der US-Zensusbeh√∂rde. Siehe auch die laufend aktualisierte Bev√∂lkerungsuhr
  2. ‚ÜĎ Presseartikel des US-Wirtschaftsb√ľro
  3. ‚ÜĎ http://www.census.gov/population/www/censusdata/density.html US Census Bureau - Density Using Land Area For States, Counties, Metropolitan Areas, and Places
  4. ‚ÜĎ Hierzu (PDF, 888 kB) Plants, National Biological Service
  5. ‚ÜĎ Global Significance of Selected U.S. Native Plant and Animal Species, in: Sustainable Development Indicators, 2007
  6. ‚ÜĎ United States -- Urban/Rural and Inside/Outside Metropolitan Area, U. S. Census Bureau, 2000
  7. ‚ÜĎ Dabei verf√§lscht diese Z√§hlweise insofern, als viele Amerikaner mit britischen Wurzeln als Kanadier gez√§hlt werden, da sie nicht aus dem britischen Mutterland, sondern aus Kanada einwanderten. √Ąhnliches gilt f√ľr die aus Mexiko kommenden Zuwanderer, deren indianische Vorfahren auf diese Art untrschlagen werden. Herkunftsgruppen in den USA, laut US-Zensus-beh√∂rde
  8. ‚ÜĎ S.I. Hayakawa Official English Language Act of 2007 (Introduced in Senate)
  9. ‚ÜĎ Nashville's English-only measure defeated, in: The Tennessean, 23. Januar 2009
  10. ‚ÜĎ Census.gov
  11. ‚ÜĎ Nach Angaben der Jewish Virtual Library 2,2¬†%. Die Verteilung auf die Bundesstaaten findet sich hier.
  12. ‚ÜĎ American Religious Identification Survey
  13. ‚ÜĎ http://pewglobal.org The Global Attitudes Project, PDF 484 kB.
  14. ‚ÜĎ Thompson Gilbert: The American Class Structure. Belmost, CA: Wadsworth 1998, 0-534-50520-1
  15. ‚ÜĎ Diana Elizabeth Kendall: The Power of Good Deeds: Privileged Women and the Social Reproduction of the Upper Class, Rowman & Littlefield Publishers 2002.
  16. ‚ÜĎ Florian R√∂tzer: Die Reichen werden immer schneller noch reicher, Telepolis, 15. Dezember 2007
  17. ‚ÜĎ Susan B. Carter und Richard Sutch: Historical Background to current immigration issues in: The Immigration Debate: Studies on the Economic, Demographic and Fiscal Effects of Emigration, Hg. James P. Smith und Barry Edmonston, The national Academies Press 1988, S. 289-366.
  18. ‚ÜĎ Einwanderungsquoten nach dem Immigration Act von 1924 f√ľr die Jahre 1925 bis 1927
  19. ‚ÜĎ [1]
  20. ‚ÜĎ We the People: Hispanics in the United States (PDF)
  21. ‚ÜĎ Brad Knickerbocker: Illegal immigrants in the US: How many are there? in: The Christian Science Monitor, 16. Mai 2006
  22. ‚ÜĎ hr.online: Ein ganz heisses Thema in den USA, 29. M√§rz 2006
  23. ‚ÜĎ Radio Vatikan: Mexiko: Immer mehr Tote an der Grenze, 26. November 2007
  24. ‚ÜĎ tagesschau.de: 1100 Kilometer Zaun zum Schutz vor Einwanderern, 26. Oktober 2006
  25. ‚ÜĎ Operation Wetback, in: The Handbook of Texas Online
  26. ‚ÜĎ 1 in every 32 U.S. adults behind bars, on probation or on parole in 2005, in: International Herald Tribune, 29. November 2006
  27. ‚ÜĎ US-Justizministerium: Daten und Zahlen zu US-Gef√§ngnissen
  28. ‚ÜĎ Prekarisierung und Masseninhaftierung
  29. ‚ÜĎ Ein Prozent der Einwohner im Gef√§ngnis, der Standard, 28. Februar 2008
  30. ‚ÜĎ Old enough to be a criminal?, UNICEF
  31. ‚ÜĎ Positive Youth Development, Juvenile Justice, and Delinquency Prevention, Child Welfare League of America
  32. ‚ÜĎ Report: Juvenile jails being substituted for mental hospitals
  33. ‚ÜĎ Eleanor Flexner: Hundert Jahre Kampf: die Geschichte der Frauenrechtsbewegung in den Vereinigten Staaten, Frankfurt am Main: Syndikat 1978.
  34. ‚ÜĎ The Emma Goldman Papers. Birth Control Pioneer
  35. ‚ÜĎ Joachim Mei√üner, Ulrich M√ľcke, Klaus Weber: Schwarzes Amerika. Eine Geschichte der Sklaverei, M√ľnchen: C.H. Beck Verlag 2008.
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  41. ‚ÜĎ Verteidigungsministerium der Vereinigten Staaten: Base Structure Report, Fiscal Year 2006 (PDF), Seite 8
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  47. ‚ÜĎ Klimaschutz-Index 2008
  48. ‚ÜĎ Bureau of Economic Analysis ‚Äď Bundesagentur f√ľr Wirtschaftliche Studien
  49. ‚ÜĎ Bureau of Labor Statistics ‚Äď Bundesagentur f√ľr Arbeitsmarktstatistiken
  50. ‚ÜĎ Bureau of Labor Statistics ‚Äď Bundesagentur f√ľr Arbeitsmarktstatistiken
  51. ‚ÜĎ Zur US-Wirtschaftspolitik (November 2008): L√§nderbericht des Ausw√§rtigen Amtes: Vereinigte Staaten ‚Äď Wirtschaftspolitik
  52. ‚ÜĎ US Census Bureau ‚Äď US-Zensusbeh√∂rde ‚ÄěU.S. International Trade in Goods and Service‚Äú
  53. ‚ÜĎ a b US Zensus-beh√∂rde, j√§hrliche Bruttoeinkommen Amerikanischer Haushalte
  54. ‚ÜĎ Zensusbeh√∂rde, Verteilung von Privateinkommen
  55. ‚ÜĎ Zensusbeh√∂rde, Rasse und Einkommen. Abgerufen am 20.¬†Oktober 2006.
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  57. ‚ÜĎ US Census Bureau ‚Äď US-Zensusbeh√∂rde ‚ÄěIncome, Poverty, and Health Insurance Coverage in the United States: 2005‚Äú
  58. ‚ÜĎ Major Transportation Facilities of the United States 2009 (√úbersichtskarte, PDF, 10.54 MB), U.S. Department of Transportation.
  59. ‚ÜĎ tagesschau.de, Infrastrukturprobleme in den USA ‚Äď ‚ÄěEine Supermacht, die von innen verrottet‚Äú, 25. Aug. 2007

40-1007Koordinaten: 40¬į¬†N, 100¬į¬†W


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