US-Präsident

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US-Präsident
Siegel des Präsidenten
Der amtierende Präsident Barack Obama

Der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika (engl. amtl. President of the United States of America) ist sowohl Staatsoberhaupt als auch Regierungschef der Vereinigten Staaten und ferner Oberbefehlshaber der amerikanischen Streitkräfte. Eine Amtszeit beträgt vier Jahre, eine Wahl in das Amt ist nur zweimal möglich. Aktueller Amtsinhaber und 44. Präsident ist seit dem 20. Januar 2009 der Demokrat Barack Obama, der erste Afroamerikaner im Amt des Präsidenten.

Wegen des Status der USA als Supermacht und der Machtf√ľlle des Amtes gilt der Pr√§sident der Vereinigten Staaten als m√§chtigste Person der Welt. Der jeweilige Amtsinhaber ist stets eine der bekanntesten (und manchmal umstrittensten) √∂ffentlichen Figuren √ľberhaupt. Vor allem w√§hrend des Kalten Krieges wurde der amerikanische Pr√§sident auch als Leader of the Free World (Anf√ľhrer der freien Welt) bezeichnet.[1]

Inhaltsverzeichnis

Verfassungsrechtliche Stellung

Siehe Unterartikel: Befugnisse des Präsidenten der Vereinigten Staaten

Die Position des Präsidenten wird in Artikel II der Verfassung beschrieben. Vorschriften zu seiner Wahl und Amtszeit sind durch den 12., 20., 22., 23. und 25. Verfassungszusatz geregelt.

Der Präsident fasst in sich drei Positionen (Staatsoberhaupt, Regierungschef und Oberbefehlshaber) zusammen, die in vielen anderen Ländern von mindestens zwei Personen wahrgenommen werden. Obwohl er also die Verkörperung der amerikanischen Bundesexekutive schlechthin ist, so wird er doch durch das System der Checks and Balances vom Kongress (Legislative) und den Bundesgerichten (Judikative) kontrolliert. Dem Gedanken der strikten Gewaltenteilung entsprechend darf der Präsident daher auch nicht Mitglied des Kongresses oder eines Bundesgerichts sein.

Staatsoberhaupt

Siegel des Pr√§sidenten auf Half Dollar M√ľnze

Der Pr√§sident ist als Staatsoberhaupt der Vereinigten Staaten Inhaber des h√∂chsten Staatsamts. Er schlie√üt im Namen der Vereinigten Staaten Vertr√§ge, die vom Senat mit Zweidrittelmehrheit ratifiziert werden m√ľssen; er entsendet¬†‚Äď mit Zustimmung des Senats¬†‚Äď Diplomaten der Vereinigten Staaten und empf√§ngt Gesandte anderer Staaten offiziell. Er ernennt¬†‚Äď wiederum mit Zustimmung des Senats¬†‚Äď die Richter der Bundesgerichte, insbesondere die Richter des Obersten Gerichtshofs, und alle sonstigen Bundesbeamten. Die Befugnis zur Ernennung der sonstigen Bundesbeamten ist vom Kongress mit Ausnahme der wichtigsten Positionen weiterdelegiert worden. Der Pr√§sident kann, wenn der Senat nicht versammelt ist, eine Person ernennen, selbst wenn daf√ľr die Senatszustimmung erforderlich w√§re (recess appointment). Diese Ernennung gilt jedoch nur bis zum Ende der Sitzungsperiode des Senates.

Die Vereinigten Staaten verwendeten als eine der ersten modernen Demokratien die Bezeichnung ‚ÄěPr√§sident‚Äú (an Stelle eines Monarchen) f√ľr das Staatsoberhaupt. Die meisten republikanischen Staaten haben diese Amtsbezeichnung seither in Anlehnung an das amerikanische Vorbild √ľbernommen.

Regierungschef

Der Pr√§sident ist gleichzeitig auch der Regierungschef der Vereinigten Staaten: Er f√ľhrt das von ihm¬†‚Äď mit Zustimmung des Senats¬†‚Äď ernannte Kabinett. Gleichzeitig hat er weitere wichtige politische Berater, die dem Kabinett nicht angeh√∂ren und im Executive Office zusammengefasst sind. Der Pr√§sident besitzt im Kabinett eine vollst√§ndige Richtlinienkompetenz, da er einen Minister (secretary) jederzeit entlassen kann. Der Pr√§sident hat dem Kongress von Zeit zu Zeit Bericht √ľber die Lage der Nation zu erstatten. Das geschieht meist in der j√§hrlichen State of the Union Address.

Oberbefehlshaber

Der Pr√§sident ist Oberbefehlshaber der Streitkr√§fte und auch der Nationalgarde der Bundesstaaten, sofern sich diese im Einsatz f√ľr den Bund befinden. Obwohl das Recht zur Kriegserkl√§rung nach Artikel I Abschnitt 8 der Verfassung dem Kongress zusteht, kann der Pr√§sident den Truppen selbst√§ndig nahezu alle Befehle erteilen, sofern er gewisse parlamentarische Kontrollrechte wahrt und nicht formal einen Krieg erkl√§rt.

√úber den Einsatz von Atomwaffen entscheidet die National Command Authority (NCA), die vom Pr√§sidenten und dem Verteidigungsminister gemeinsam gebildet wird. Beide m√ľssen unabh√§ngig voneinander f√ľr einen Einsatz stimmen, jeder der beiden hat also ein Vetorecht.

Zusammenarbeit mit dem Kongress

Da der Pr√§sident nicht vom Parlament gew√§hlt wird, braucht er dessen Zustimmung nicht unbedingt. Es ist h√§ufig, dass beide unterschiedliche Meinungen haben. Allerdings sollte sich ein Pr√§sident m√∂glichst um die Unterst√ľtzung des Parlamentes bem√ľhen, denn das Parlament ist wichtig zur Gesetzgebung, ohne die man praktisch kaum regieren kann.

Der Pr√§sident hat als Verk√∂rperung der Exekutive zum Beispiel formal keine M√∂glichkeit, dem Kongress Gesetzesvorhaben vorzulegen. In der Praxis werden daher vom Pr√§sidenten gef√∂rderte Gesetzentw√ľrfe von dem Pr√§sidenten nahestehenden Abgeordneten in die zust√§ndige Kammer eingebracht. Au√üerdem kann der Pr√§sident durch informelle Einflussnahme, unter anderem auch durch seine Rede zur Lage der Nation, Entscheidungen des Kongresses in die von ihm gew√ľnschte Richtung zu lenken versuchen. Stimmt er mit der Linie des Kongresses √ľberhaupt nicht √ľberein, so kann er gegen ein Gesetz ein Veto einlegen, das vom Kongress nur mit Zweidrittelmehrheit in beiden Kammern zur√ľckgewiesen werden kann. Der Pr√§sident kann jedoch unter keinen Umst√§nden den Kongress aufl√∂sen.

Der Kongress kann durch ein bestimmtes Verfahren, das Impeachment, den Pr√§sidenten von seinem Amt entheben. Dazu muss der Pr√§sident aber gegen das Strafrecht versto√üen haben. Aus rein politischen Gr√ľnden kann der Pr√§sident seines Amtes nicht enthoben werden.

Wahl

Siehe Hauptartikel: Präsidentschaftswahl

Die Wahl des Präsidenten ist relativ kompliziert. Sie besteht aus Vorwahlen (primaries) zur Bestimmung der Präsidentschaftskandidaten einer Partei, der Volkswahl sowie der anschließenden Wahl durch die Wahlmänner. Schließlich erfolgt die Zählung der Wahlmännerstimmen.

Voraussetzungen

Jeder Kandidat, f√ľr die Pr√§sidentschaft wie f√ľr die Vizepr√§sidentschaft, muss in den USA geboren und mindestens 35 Jahre alt sein. Ferner muss er seit mindestens 14¬†Jahren seinen Wohnsitz in den Vereinigten Staaten haben. Insbesondere die Vorschrift, dass der Pr√§sident geb√ľrtiger US-Amerikaner sein muss, wird seit einigen Jahren hinterfragt. So wird argumentiert, dass nicht nachvollziehbar sei, weshalb Einwanderer, die einen gro√üen Teil der amerikanischen Bev√∂lkerung ausmachten und gro√üe Dienste leisteten, von diesem Amt ausgeschlossen sein sollen. Hintergrund der Vorschrift war urspr√ľnglich das Bestreben, Briten vom Pr√§sidentenamt fernzuhalten. Der Gouverneur von Kalifornien, der geb√ľrtige √Ėsterreicher Arnold Schwarzenegger, gilt als einer der bekanntesten Kandidaten im Falle der Aufhebung dieser Vorschrift, zu der allerdings eine Verfassungs√§nderung notwendig w√§re.

Vorwahlen

Jeder Pr√§sidentschaftskandidat der beiden gro√üen Parteien, also der Demokraten und der Republikaner, ben√∂tigt die Best√§tigung durch den Parteitag. Die Delegierten einer Partei f√ľr diesen Parteitag werden in Vorwahlen (primaries) bestimmt. W√§hrend ein amtierender und wieder antretender Pr√§sident in der Regel unangefochten wieder von seiner Partei nominiert wird, ist das Auswahlverfahren in der Partei des Herausforderers deutlich spannender. Die Delegiertenmandate werden entsprechend der Bev√∂lkerungsgr√∂√üe in den einzelnen Bundesstaaten vergeben. Dadurch kann der Sieg in mehreren gro√üen Bundesstaaten in Verbindung mit der Tatsache, dass dem Kandidaten alle Delegiertenstimmen des Staates zufallen, f√ľr einen Kandidaten bereits die Parteinominierung bedeuten. Deshalb wird schon in diesen Vorwahlen, die je nach Bundesstaat nur f√ľr Parteimitglieder oder f√ľr alle der Partei nahestehenden W√§hler offen sind, mit gro√üem Aufwand Wahlkampf gemacht. Die daf√ľr notwendigen Mittel werden neben dem Eigenanteil des Kandidaten wesentlich √ľber Spenden beschafft. Nach Abschluss der Vorwahlen werden auf gro√üen Parteitagen der jeweiligen Parteien die entsprechenden Kandidaten formal best√§tigt. Gleichzeitig gibt der Pr√§sidentschaftskandidat an, wen er als Kandidaten f√ľr die Vizepr√§sidentschaft nominiert. Auch dieser Kandidat wird in der Regel vom Parteitag best√§tigt.

Wahltag

Die Wahl zum Pr√§sidenten findet stets am ersten Dienstag nach dem ersten Montag im November¬†‚Äď also dem Dienstag zwischen dem 2. und dem 8. November¬†‚Äď in einem Jahr statt, das durch vier ohne Rest teilbar ist (2000, 2004, 2008 usw.). Dieser Tag hat folgenden Hintergrund: Zum einen sollte die Wahl nach der Ernte stattfinden. Zum anderen sollten die Wahllokale aufgesucht werden k√∂nnen, ohne auf den sonnt√§glichen Kirchgang zu verzichten. Da in der Gr√ľnderzeit die Wahllokale h√§ufig weit entfernt waren, erschien der Dienstag als sinnvoller Tag, um die Lokale nach dem Kirchgang erreichen zu k√∂nnen. Die W√§hler stimmen dabei f√ľr eines der m√∂glichen aus Pr√§sidentschaftskandidat und Vizepr√§sidentschaftskandidat bestehenden tickets. H√§ufig stehen mehr als die zwei Vorschl√§ge der beiden gro√üen Parteien auf dem Wahlzettel, obwohl diese in aller Regel keine Chancen auf den Wahlsieg haben.

Bei der Entscheidung, wer zum Pr√§sidenten (und zum Vizepr√§sidenten) gew√§hlt ist, z√§hlt jedoch nicht, wer bundesweit die meisten Stimmen erhalten hat. Vielmehr wird diese Entscheidung einem Wahlm√§nnerkollegium √ľberlassen. Das Wahlm√§nnerkollegium besteht aus 538¬†Personen, die von den W√§hlern in den einzelnen Bundesstaaten und im Bundesdistrikt gew√§hlt werden. Diese Zahl entspricht der Gesamtzahl der Abgeordneten im Repr√§sentantenhaus (435) und im Senat (100) sowie dreier Wahlm√§nner f√ľr den sonst im Kongress nicht vertretenen Regierungsbezirk Washington D.C.. Dabei findet in der Regel keine Verh√§ltniswahl statt. Es entfallen alle Wahlm√§nner aus einem Bundesstaat auf den Vorschlag, der im Bundesstaat die meisten Stimmen erh√§lt. Somit kann es vorkommen, dass wie im Jahr 2000 ein Kandidat (Al Gore) zwar in der Volkswahl mehr Stimmen erh√§lt als sein Kontrahent (George W. Bush), bei den Wahlm√§nnerstimmen jedoch das Nachsehen hat. Weitere Beispiele siehe unten unter Verschiedenes .

Wahlmännerkollegium

Siehe Hauptartikel: Electoral College

Von der √Ėffentlichkeit weitgehend unbeachtet, treffen sich die Wahlm√§nner der Staaten in den einzelnen Bundesstaaten im Dezember nach der Wahl zur Stimmabgabe: Das 538-k√∂pfige Wahlm√§nnerkollegium tritt als solches also nie zusammen. Hier geben die Wahlm√§nner ihre Stimmen¬†‚Äď f√ľr Pr√§sident und Vizepr√§sident getrennt¬†‚Äď ab. Sie sind zwar gehalten, die Stimme demjenigen Kandidaten zu geben, auf dessen Konto sie gew√§hlt wurden, das wird jedoch durch die geheime Wahl oder durch sehr niedrige Strafen im Falle des Nichteinhaltens konterkariert. Aus diesem Grund kommt es regelm√§√üig vor, dass einzelne Wahlm√§nner entgegen dem W√§hlerauftrag stimmen. Allerdings hat ein solcher faithless elector bis jetzt noch nie eine Wahl in ihr Gegenteil umschlagen lassen.

Bis 1800 wurden Pr√§sident und Vizepr√§sident nicht getrennt gew√§hlt, sondern der Erstplatzierte wurde Pr√§sident, der zweite Vizepr√§sident. Nachdem die Wahl 1800 zu einem Gleichstand zwischen Thomas Jefferson und Aaron Burr gef√ľhrt hatte, wurde diese Regel durch den 1804 in Kraft getretenen 12. Verfassungszusatz ge√§ndert.

Auszählung und Vereidigung

Siehe Unterartikel: Inauguration des US-Präsidenten

Anfang Januar werden die Stimmabgaben der Wahlm√§nner in den 51 Gebietseinheiten dann in einer seltenen gemeinsamen Sitzung von Senat und Repr√§sentantenhaus ausgez√§hlt. Diese Aufgabe kommt dem Pr√§sidenten des Senats, also dem noch amtierenden Vizepr√§sidenten, zu. Nach Ende der Ausz√§hlung verk√ľndet dieser, wer zum Pr√§sidenten und zum Vizepr√§sidenten gew√§hlt worden ist. Hat keiner der Kandidaten eine absolute Mehrheit der Wahlm√§nnerstimmen (also 270) auf sich vereinigt, so w√§hlt gegebenenfalls das Repr√§sentantenhaus den Pr√§sidenten und der Senat den Vizepr√§sidenten. Ein solcher Fall ist jedoch angesichts der eindeutigen Zweiteilung des amerikanischen Parteiensystems seit rund 200¬†Jahren nicht mehr vorgekommen, der letzte Pr√§sident, der durch das Repr√§sentantenhaus gew√§hlt wurde, war John Quincy Adams im Jahr 1824, nachdem die damalige Wahl keine eindeutige Mehrheit der Wahlm√§nnerstimmen erbracht hatte.

Am auf die Wahl folgenden 20. Januar (bis 1933 am 4. März) schließlich wird zunächst der Vizepräsident, dann der Präsident um genau 12.00 Uhr Ortszeit in der Bundeshauptstadt vereidigt. Der Eid lautet:

‚ÄěI (Name) do solemnly swear (or: affirm) that I will faithfully execute the office of President of the United States, and will, to the best of my ability, preserve, protect, and defend the Constitution of the United States.‚Äú

deutsch: ‚ÄěIch, (Name), schw√∂re (oder: gelobe) feierlich, dass ich das Amt des Pr√§sidenten der Vereinigten Staaten getreulich aus√ľben und die Verfassung der Vereinigten Staaten nach besten Kr√§ften erhalten, sch√ľtzen und verteidigen werde.‚Äú

Traditionellerweise legt der Pr√§sident den Eid auf eine Bibel ab und f√ľgt die Worte ‚Äěso help me God‚Äú (‚Äěso wahr mir Gott helfe‚Äú) hinzu; das geh√∂rt aber nicht zur verfassungsm√§√üig vorgeschriebenen Eidesformel.[2] Mit der Vereidigung tritt der Pr√§sident in die Rechte und Pflichten seines Amtes ein.

Amtszeit

Gruppenbild der Präsidenten Gerald Ford, Richard Nixon, George Bush sr., Ronald Reagan und Jimmy Carter am 4. November 1991
Gruppenbild der Präsidenten George Bush sr., Barack Obama, George W. Bush, Bill Clinton und Jimmy Carter am 7. Januar 2009

Die Amtszeit des Pr√§sidenten betr√§gt vier Jahre. Sie beginnt am 20.¬†Januar um 12:00¬†Uhr und endet nach vier Jahren wieder am 20.¬†Januar um 12:00 Uhr. Scheidet der Pr√§sident durch Tod, R√ľcktritt, Amtsenthebung oder Amtsunf√§higkeit vorher aus dem Amt aus, so wird der Vizepr√§sident sofort neuer Pr√§sident. Dessen Amtszeit endet mit dem urspr√ľnglichen Ende der Amtszeit des Vorg√§ngers. Scheidet der Vizepr√§sident vorher aus dem Amt, so findet der 25. Verfassungszusatz Anwendung, demzufolge der Pr√§sident mit Zustimmung von Senat und Repr√§sentantenhaus einen neuen Vizepr√§sidenten ernennen kann. Gibt es zum Zeitpunkt der Vakanz des Pr√§sidentenamtes dennoch keinen Vizepr√§sidenten, so regelt der Presidential Succession Act, dass zun√§chst die Vorsteher der beiden Kammern des Kongresses und dann die Kabinettsmitglieder amtierende Pr√§sidenten werden.

Grunds√§tzlich darf seit 1951 jeder Pr√§sident nur einmal wiedergew√§hlt werden, unabh√§ngig davon, ob die Wiederwahl anschlie√üend an die erste Amtsperiode oder sp√§ter erfolgt. Hat ein Vizepr√§sident die √ľbrige Amtszeit seines Vorg√§ngers als Pr√§sident ausgef√ľllt, so gilt dies nur als Amtsperiode, wenn er l√§nger als zwei Jahre Pr√§sident war. Eine Person kann also h√∂chstens zehn Jahre Pr√§sident sein, zweimal vier Jahre als gew√§hlter Pr√§sident und zus√§tzlich zwei Jahre als Nachfolger eines verstorbenen oder zur√ľckgetretenen Vorg√§ngers.

Demzufolge h√§tte Lyndon B. Johnson 1968 erneut kandidieren d√ľrfen. Der Vizepr√§sident Kennedys wurde nach dessen Ermordung im November 1963 Pr√§sident. Im Januar 1965 wurde Johnson nach gewonnener Wahl erneut vereidigt. Gerard Ford hingegen wurde im August 1974 Nachfolger des im Januar 1973 erneut vereidigten Nixon. W√§re Ford 1976 gew√§hlt worden, h√§tte er 1980 nicht mehr kandidieren k√∂nnen.

Vor der Verabschiedung des 22. Verfassungszusatzes 1951 gab es keine formelle Beschr√§nkung der Wiederwahl. Allerdings hatte der erste Pr√§sident, George Washington, auf eine dritte Amtszeit verzichtet und dies auch seinen Nachfolgern empfohlen. Daran hielten sich fast alle, bis auf Theodore Roosevelt, der 1912 vergeblich f√ľr eine dritte Amtszeit kandidierte, und Franklin D. Roosevelt. Dieser kandidierte erfolgreich 1940 f√ľr eine dritte und 1944 f√ľr eine vierte Amtszeit. Der Nachfolger von Franklin D. Roosevelt - Harry S. Truman - initiierte 1951 den Verfassungszusatz, der nur noch die einmalige Wiederwahl zul√§sst.

Entlohnung und Privilegien

Dem ersten Präsidenten, George Washington, stand ein jährliches Gehalt in Höhe von 25.000 $ zu, das er jedoch nicht annahm, da er bereits ein wohlhabender Mann war. Seit 2001 erhält der Präsident ein Gehalt in Höhe von 400.000 $ pro Jahr.

Traditionell dient das Gehalt des Pr√§sidenten, des h√∂chsten Amtstr√§gers in den Vereinigten Staaten, als Obergrenze f√ľr die Bezahlung von Regierungsangestellten. Daher musste 2001, als sich das Gehalt von hohen Beamten dem des Pr√§sidenten immer weiter ann√§herte, die Entlohnung des Pr√§sidenten angehoben werden, um diese Beamten weiterhin nach diesem Muster bezahlen zu k√∂nnen.

Die heutigen Pr√§sidenten k√∂nnen im Wei√üen Haus leben und arbeiten. Sie k√∂nnen an Bord der Air Force One und anderer dem Pr√§sidenten zur Verf√ľgung stehender Verkehrsmittel alle Dinge erledigen, die zur Erf√ľllung ihrer Aufgaben notwendig sind. Dazu geh√∂ren etwa eine gepanzerte Limousine und ein Hubschrauber. Ferner steht dem Amtsinhaber der Landsitz des Pr√§sidenten in Camp David zur Verf√ľgung, auf den auch ausl√§ndische W√ľrdentr√§ger h√§ufig eingeladen werden.

Der Pr√§sident und seine Familie werden jederzeit vom Secret Service besch√ľtzt. Bis 1997 stand dieses Privileg auch allen fr√ľheren Pr√§sidenten und ihren Familien bis zum Tod des Pr√§sidenten zu. Seither gilt das nur noch f√ľr maximal zehn Jahre nach dem Ausscheiden aus dem Amt.

Hinzu kommen Privilegien wie ein kostenloses B√ľro, ein Diplomatenpass und Haushaltsmittel f√ľr B√ľrohilfe und Assistenten. Jedoch erhalten Pr√§sidenten erst seit 1958 eine Pension, nachdem sie das Amt verlassen haben. Seit Herbert Hoovers Pr√§sidentschaft (1929-1933) bauen fr√ľhere Pr√§sidenten regelm√§√üig eine eigene Pr√§sidentenbibliothek auf, die vornehmlich der Bewahrung und Erforschung der Nachl√§sse der jeweiligen Pr√§sidenten dient.

Nach ihrer Amtszeit werden ehemalige Pr√§sidenten nicht mehr, wie h√§ufig f√§lschlich berichtet, weiterhin mit ‚ÄěMr. President‚Äú, sondern vielmehr ganz normal mit ‚ÄěSir‚Äú angesprochen.

Amtssitz

Das Weiße Haus, Amtssitz des Präsidenten

Der Pr√§sident hat seinen traditionellen Amtssitz im Wei√üen Haus in Washington, D. C. Das Haus, mit dessen Grundsteinlegung 1792 die Stadtbebauung der heutigen amerikanischen Hauptstadt begann, steht seit 1800 dem amerikanischen Pr√§sidenten und seiner Familie zur Verf√ľgung. Es wurde 1814 im Britisch-Amerikanischen Krieg zerst√∂rt und 1819 wiederaufgebaut.

Das Oval Office im Westfl√ľgel des Wei√üen Hauses, das Arbeitszimmer des US-Pr√§sidenten, wird durch umfangreiche Sicherheitsma√ünahmen gesch√ľtzt. Ein Bunker unter dem Ostfl√ľgel des Wei√üen Hauses, das Presidential Emergency Operations Center, sch√ľtzt den Pr√§sidenten und seinen Stab in Notf√§llen.

Protokollarische Ehren

Bei √∂ffentlichen Auftritten des Pr√§sidenten erklingt - wie vom US-Verteidigungsministerium 1952 festgelegt - als Pr√§sidialsalut nach vier ruffles and flourishes (Trommelwirbel und Fanfaren) die Melodie, selten das Lied ‚ÄěHail to the Chief‚Äú. Stattdessen kann auch das Abspielen der Nationalhymne ‚ÄěThe Star-Spangled Banner‚Äú erfolgen.[3]

Transportmittel

Um auch w√§hrend der Abwesenheit vom Amtssitz die Amtsgesch√§fte wahrnehmen zu k√∂nnen, kann der Pr√§sident unter anderem auf zwei besonders ausgestattete Flugzeuge vom Typ Boeing 747 zur√ľckgreifen, welche im Volksmund als ‚ÄěAir Force One‚Äú bekannt sind. Allerdings ist diese Bezeichnung nicht diesen zwei Flugzeugen fest zugewiesen. Vielmehr erh√§lt jedes Luftfahrzeug der amerikanischen Luftstreitkr√§fte den Rufnamen ‚ÄěAir Force One", sobald sich der Pr√§sident an Bord befindet. Luftfahrzeuge des Marine Corps erhalten den Rufnamen ‚ÄěMarine One". Diesen Rufnamen erh√§lt derzeit der Hubschrauber, welchen der Pr√§sident haupts√§chlich f√ľr den Transport vom Wei√üen Haus zur Andrews Air Force Base (Heimatflugplatz der Regierungsflugzeuge) verwendet. Der vorher f√ľr diesen Zweck verwendete Hubschrauber des Heeres trug analog den Rufnamen ‚ÄěArmy One". ‚ÄěNavy One‚Äú und ‚ÄěCoast Guard One‚Äú sind die entsprechenden Rufnamen f√ľr Luftfahrzeuge der Marine und der K√ľstenwache. ‚ÄěNavy One‚Äú wurde erstmalig verwendet, als George W. Bush 2003 den Flugzeugtr√§ger ‚ÄěUSS Abraham Lincoln‚Äú mit einem D√ľsenflugzeug der Navy besuchte. ‚ÄěCoast Guard One‚Äú wurde bislang noch nicht verwendet. ‚ÄěExecutive One‚Äú ist der Rufname f√ľr Zivilflugzeuge, bei denen sich der Pr√§sident an Bord befindet.

Als Dienstwagen steht dem Pr√§sidenten ein Cadillac DTS der Version 2006 zur Verf√ľgung, inoffiziell auch als ‚ÄěCadillac One‚Äú bezeichnet. Der neue Cadillac von Pr√§sident Obama tr√§gt auch den Spitznamen "The Beast".

Das Fahrzeug wird dabei von einer Eskorte begleitet, die sich innerhalb der Vereinigten Staaten wie folgt zusammensetzt (außerhalb der Vereinigten Staaten kommen je nach Landesprotokoll noch andere Fahrzeuge, z. B. eine Motorradeskorte, hinzu):

  1. Fahrzeug der örtlichen Polizei (Absicherung nach vorne)
  2. Fahrzeug der örtlichen Polizei (Absicherung nach vorne)
  3. Polizeifahrzeug (Fachpersonal f√ľr Bombenentsch√§rfung)
  4. Polizeifahrzeug (Kontrolle von Kreuzungen)
  5. Polizeifahrzeug als Lotse
  6. Polizeifahrzeug mit Einsatzleiter
  7. SUV des Secret Service
  8. SUV des Secret Service
  9. SUV des Secret Service
  10. Sonderschutzfahrzeug als Platzhalter (besetzt mit Secret Service)
  11. Sonderschutzfahrzeug (besetzt mit dem Präsidenten und Mitfahrern sowie Secret Service)
  12. SUV des Secret Service
  13. SUV des Secret Service
  14. SUV des Secret Service
  15. Control-Car
  16. Spezialfahrzeug des Secret Service f√ľr eine Spezialeinheit (SWAT)
  17. Support Vehicle
  1. sonstiges Personal
  2. sonstiges Personal
  3. sonstiges Personal
  4. Identifikations-Teams des Secret Service
  5. Mitarbeiter des Präsidenten
  6. Kamerawagen 1 (Fotografen)
  7. Presse
  8. Kamerawagen 2 (Fotografen)
  9. Kamerawagen 3 (Fotografen)
  10. Kamerawagen 4 (Fotografen)
  11. Presse (aus dem Presse-Pool)
  12. Presse
  13. Ehrengäste
  14. Spezialfahrzeug der √∂rtlichen Polizei f√ľr eine Spezialeinheit (SWAT)
  15. Rettungsdienst
  16. Pressebus
  17. Fahrzeug der örtlichen Polizei (Absicherung nach hinten)
  18. Fahrzeug der örtlichen Polizei (Absicherung nach hinten)

Verschiedenes

Wahl

  • Aufgrund des Wahlm√§nnersystems kann es vorkommen, dass ein Kandidat Pr√§sident wird, obwohl sein Gegenkandidat mehr Stimmen erh√§lt:
  • Gerald Ford war vom 9. August 1974 bis zum 20. Januar 1977 Pr√§sident, ohne je vom amerikanischen Volk als Pr√§sident oder Vizepr√§sident gew√§hlt worden zu sein. Pr√§sident Richard Nixon nominierte Ford f√ľr das Amt des Vizepr√§sidenten, als Spiro Agnew am 10. Oktober 1973 aufgrund von Korruptionsvorw√ľrfen zur√ľcktrat. Ein knappes Jahr sp√§ter r√ľckte Ford ins Pr√§sidentenamt auf, als Nixon aufgrund der Watergate-Aff√§re ebenfalls zur√ľcktrat.
  • Als erste Frau kandidierte 1872¬†‚Äď lange bevor Frauen in den USA auf Bundesebene das aktive Wahlrecht hatten¬†‚Äď Victoria Woodhull f√ľr die Pr√§sidentschaft.
  • 14 Pr√§sidenten waren zuvor Vizepr√§sident. Acht (Tyler, Fillmore, A.¬†Johnson, Arthur, T.¬†Roosevelt, Coolidge, Truman, L.¬†Johnson) √ľbernahmen das Amt aufgrund des Todes des Pr√§sidenten, einer (Ford), weil der Pr√§sident w√§hrend der Amtszeit zur√ľcktrat. Vier amtierende Vizepr√§sidenten (J.¬†Adams, Jefferson, van Buren, G.¬†Bush) wurden in einer regul√§ren Wahl unmittelbar zum Pr√§sidenten gew√§hlt, bei einem Pr√§sidenten (Nixon) lagen zwischen dem Ende der Amtszeit als Vizepr√§sident und dem Beginn der Pr√§sidentschaft acht Jahre.
  • Nur ein einziges Mal - unter Pr√§sident John Adams (einem F√∂deralisten) - geh√∂rten Pr√§sident und Vizepr√§sident zwei verschiedenen Parteien an, da Adams' Vizepr√§sident Thomas Jefferson den Republikaner-Demokraten angeh√∂rte. Zwar traten Abraham Lincoln (ein Republikaner) und Andrew Johnson (ein Demokrat des Fl√ľgels seiner Partei, der f√ľr die Fortsetzung des B√ľrgerkriegs pl√§dierte) gemeinsam an, taten dies aber im Rahmen der Wahlplattform der National Union Party.
  • Nur zwei Pr√§sidenten wurden bislang ohne die Stimmen ihres Heimatstaats gew√§hlt: James K. Polk (er gewann 1844 weder North Carolina, wo er geboren wurde, noch Tennessee, wo er lebte und Gouverneur gewesen war) und Woodrow Wilson (New Jersey, bei seiner Wiederwahl 1916).

Amtszeiten

  • Grover Cleveland ist der einzige Pr√§sident in der Geschichte der USA, dessen zwei Amtszeiten nicht direkt aufeinander folgten: Er war von 1885 bis 1889 und erneut von 1893 bis 1897 Pr√§sident und wird deshalb auch zweimal gez√§hlt.
  • Mit einem Monat die k√ľrzeste Amtszeit hatte 1841 der im Amt verstorbene William H. Harrison; mit zw√∂lf Jahren am l√§ngsten amtierte 1933‚Äď1945 der im Amt verstorbene Demokrat Franklin D. Roosevelt, der als einziger viermal gew√§hlt (dreimal wiedergew√§hlt) wurde (1932, 1936, 1940 und 1944).
  • George W. Bush war seit 1820 der erste Pr√§sident mit zwei vollen Amtszeiten, der auf einen Pr√§sidenten mit zwei vollen Amtszeiten (Bill Clinton) folgte. 1820 wurde James Monroe wiedergew√§hlt, dessen Vorg√§nger James Madison ebenfalls wiedergew√§hlt worden war. Auch James Madisons Vorg√§nger Thomas Jefferson war wiedergew√§hlt worden. Ber√ľcksichtigt man allerdings, dass der Vorg√§nger des wiedergew√§hlten William McKinley - Grover Cleveland ‚Äď zwei getrennte Amtszeiten vorweist, so ist die Wiederwahl von William McKinley als die letzte (vor der Wahl George W. Bushs) anzusehen, in der zwei wiedergew√§hlte Pr√§sidenten aufeinander folgten.
  • ‚ÄěKurzzeitpr√§sidentschaften‚Äú oder ‚ÄěPr√§sidenten f√ľr einen Tag‚Äú gibt es nicht und hat es nie gegeben. David Rice Atchison wird nachgesagt, einen Tag lang als Stellvertreter des Senatspr√§sidenten Pr√§sident gewesen zu sein, da zwischen dem Ende der Amtszeit James K. Polks und der Vereidigung Zachary Taylors ein Tag lag (vom 4. auf den 5. M√§rz 1849) und auch die Amtszeiten der Vizepr√§sidenten bereits beendet waren bzw. noch nicht begonnen hatten. Es handelt sich jedoch um eine Legende. Auch der 25.¬†Verfassungszusatz von 1967 l√§sst - anderslautenden Ger√ľchten zum Trotz - dergleichen nicht zu. Dieses Amendment sieht vor, dass der Pr√§sident sich selbst f√ľr vor√ľbergehend amtsunf√§hig erkl√§ren und seine Befugnisse auf den Vizepr√§sidenten √ľbertragen kann, was bisher dreimal geschehen ist, 1985, 2002 und 2007 (in allen drei F√§llen jeweils wegen einer Darmspiegelung). Das bedeutet aber nur, dass seine ‚ÄěBefugnisse und Obliegenheiten vom Vizepr√§sidenten als amtierendem Pr√§sidenten wahrgenommen‚Äú werden, nicht aber, dass - wie es im Falle des Todes des Pr√§sidenten w√∂rtlich bestimmt ist - dass ‚Äěder Vizepr√§sident Pr√§sident [wird]‚Äú. Es gab also 1985 nicht stundenweise einen Pr√§sidenten George H. W. Bush, und es gab 2002 und 2007 keinen Pr√§sidenten Dick Cheney.
  • Dass jedoch der Vizepr√§sident nach dem Tode des Pr√§sidenten selbst als Pr√§sident gilt, nicht etwa lediglich ein amtierender Pr√§sident, ist auf den ersten nachr√ľckenden Vizepr√§sidenten √ľberhaupt - John Tyler - zur√ľckzuf√ľhren, der nach dem Tode William H. Harrisons darauf bestand, dass er selbst Pr√§sident sei, eine Interpretation, die er entscheidend bef√∂rderte und die vom 25. Verfassungszusatz zuletzt ausdr√ľcklich anerkannt wurde.

Dies und das

  • Der √§lteste Pr√§sident war Ronald Reagan, der das Amt im Alter von 69 Jahren antrat. Der j√ľngste Pr√§sident war Theodore Roosevelt, der im Alter von 42 Jahren vereidigt wurde. Da Roosevelt als Vizepr√§sident ohne Wahl ins Amt aufr√ľckte, war John F. Kennedy mit 43 der j√ľngste direkt ins Amt gew√§hlte Pr√§sident.
  • Alle US-Pr√§sidenten, die zwischen 1840 und 1960 in einem auf 0 endenden Jahr gew√§hlt wurden, verstarben im Amt oder wurden ermordet. Dieser Zufall ist als ‚ÄěTecumsehs Fluch‚Äú bekannt, da William H. Harrison, der 1840 gew√§hlt wurde, die von Tecumseh gef√ľhrten Indianer besiegt hatte. Der 1980 gew√§hlte Ronald Reagan entging diesem Schicksal, hatte jedoch einen Attentatsversuch zu √ľberstehen.
  • Herbert Hoover konnte den Ruhestand nach Ende seiner Amtszeit am l√§ngsten genie√üen. Er starb 11.554 Tage, also √ľber 31 Jahre, sp√§ter. Nur wenige Pr√§sidenten nahmen nach ihrer Amtszeit noch √Ąmter wahr, wie John Quincy Adams (im Repr√§sentantenhaus) oder William Howard Taft (als Oberster Richter).
  • Die H√§lfte der acht im Amt verstorbenen Pr√§sidenten wurde ermordet, drei der vier erschossenen Pr√§sidenten waren Republikaner. George W. Bush war der achte Pr√§sident in Folge, der nicht im Amt verstorben ist. Das kam bisher nur bei den ersten acht Pr√§sidenten vor.
  • Durchschnittlich (wie derzeit auch im Falle Barack Obamas) sind drei oder vier Expr√§sidenten bei Amtsantritt eines neuen Pr√§sidenten noch am Leben. Als Abraham Lincoln sein Amt antrat, waren mit f√ľnf die bisher meisten Expr√§sidenten am Leben - Martin Van Buren, John Tyler, Millard Fillmore, Franklin Pierce und James Buchanan. Diese Anzahl konnten erst Bill Clinton (Richard Nixon, Gerald Ford, Jimmy Carter, Ronald Reagan, George H. W. Bush) und nach ihm George W. Bush wieder erreichen (bei dessen Amtsantritt lebten Gerald Ford, Jimmy Carter, Ronald Reagan, sein eigener Vater George H. W. Bush und Bill Clinton). Nach dem Tode Lyndon B. Johnsons im Jahr 1973 ergab es sich w√§hrend der Pr√§sidentschaft Richard Nixons, dass kein Expr√§sident mehr am Leben war.
  • Au√üergew√∂hnlich viele Pr√§sidenten wurden entweder in Virginia (acht) oder in Ohio (sieben) geboren. Erster Pr√§sident, der bereits in den USA und nicht schon in den britischen Kolonien geboren worden war, war Martin Van Buren. Barack Obama ist der erste Pr√§sident, der au√üerhalb des amerikanischen Kontinents geboren wurde, n√§mlich auf Hawaii.
  • Vom milit√§rischen Standpunkt rangh√∂chster Pr√§sident war George Washington als General of the Armies (der Rang wurde ihm allerdings lediglich postum verliehen). Ihm folgen Dwight D. Eisenhower als General of the Army mit 5 Sternen und Ulysses Simpson Grant als General of the Army mit 4 Sternen. Abgesehen von den Pr√§sidenten, die nicht in den Streitkr√§ften dienten, war der rangniederste Pr√§sident James Buchanan im Rang eines Private (Gemeiner) w√§hrend des Kriegs von 1812.
  • Nach US-Pr√§sidenten wurden u. a. naturwissenschaftliche Ph√§nomene (Coolidge-Effekt), Inseln (Roosevelt-Insel) und Berge benannt (unter anderem eine Reihe von Bergen in verschiedenen US-Bundesstaaten nach Thomas Jefferson; Mount Jefferson in Oregon ist nur einer davon).

Verwandtschaftliche Beziehungen

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Siehe auch

Literatur

  • Couch, Ernie. Presidential Trivia. Rutledge Hill Press. March 1, 1996. ISBN 1-55853-412-1
  • J. Stephen Lang: Complete Book of Presidential Trivia. Pelican Publishing, 2001, ISBN 978-1-5655-4877-0.¬†
  • Leonard Leo, James Taranto, and William J. Bennett. Presidential Leadership: Rating the Best and the Worst in the White House. Simon and Schuster, June, 2004, hardcover, 304 pages, ISBN 0-7432-5433-3
  • Lewy, Leonard W.(Hrsg.), Louis Fischer (Hrsg.): Encyclopedia of the Presidency. 4 B√§nde, New York 1994.
  • Presidential Studies Quarterly, published by Blackwell Synergy, is a quarterly academic journal on the President.
  • Michael Waldman: My Fellow Americans. The Most Important Speeches of America's Presidents, from George Washington to George W. Bush. Sourcebooks Mediafusion, 2003, ISBN 978-1-4022-0027-4.¬†
  • Weiss, Christine Der US-Pr√§sident als Inszenierung: Ehe, Familie und Privates in der politischen Kommunikation. Nomos Verlag. September 2008. ISBN 978-3832938727
  • Winder, Michael K. Presidents and Prophets: The Story of America's Presidents and the LDS Church. Covenant Communications. September 2007. ISBN 1-59811-452-2

Weblinks

Einzelnachweise

  1. ‚ÜĎ Vgl. als Beispiel des heutigen Gebrauchs dieser Redewendung Daring to Believe, Blacks Savor Obama Victory, Diane Cardwell, New York Times vom 5. Januar 2008
  2. ‚ÜĎ Die Library of Congress f√ľhrt eine Liste der Bibeln, auf die die verschiedenen Pr√§sidenten ihren Eid abgelegt haben.
  3. ‚ÜĎ http://www.music.vt.edu/musicdictionary/textr/RufflesandFlourishes.html


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