United Airlines


United Airlines
United Airlines
Logo der United Airlines
Eine Boeing 747-400 der UNITED
IATA-Code: UA
ICAO-Code: UAL
Rufzeichen: UNITED
Gründung: 1929
Sitz: Chicago, Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Drehkreuz:

Chicago-O’Hare, Denver, Los Angeles, San Francisco, Washington-Dulles

Heimatflughafen: Chicago-O’Hare
Unternehmensform: Tochterunternehmen der United Continental Holdings[1]
ISIN: US9025498075
IATA-Prefixcode: 016
Leitung: Glenn F. Tilton (CEO)
Mitarbeiterzahl: 47.000
Umsatz: 16,335 Milliarden US$ (2009)[2]
Bilanzsumme: 18,684 Milliarden US$ (2009)[2]
Fluggastaufkommen: 56 Millionen (2009)
Allianz: Star Alliance
Vielfliegerprogramm: Mileage Plus
Flottenstärke: 363 (+ 92 Bestellungen)
Ziele: National und international

United Airlines ist eine US-amerikanische Linienfluggesellschaft mit Haupt-Verwaltungssitz in Chicago, Illinois.

United gehört zu den fünf größten Fluggesellschaften der USA (legacy carriers), ist Gründungsmitglied der Star Alliance sowie ein Tochterunternehmen der 2010 gegründeten United Continental Holdings, welche aus der ehemaligen Muttergesellschaft von United, UAL Corporation, hervor ging. Sie hat durch das Verkehrsministerium der Vereinigten Staaten die Bezeichnung Major carrier erhalten. Zu ihr gehören der seit 1986 bestehende Regionalverbund von Zubringer-Fluggesellschaften United Express, die Fracht-Division United Cargo sowie mit United Services die Sparte der Flugzeugwartung. United befindet sich seit Herbst 2010 im Fusionsprozess mit Continental Airlines.[1] Mit der Fusion entsteht, gemessen an den Passagierzahlen, unter dem Namen United Airlines die größte Fluggesellschaft der Welt.[3]

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Erste Jahre

United Airlines wurde im Dezember 1929 von der United Aircraft and Transport Corporation und der Boeing Company gegründet. Am 30. Juni 1930 wurden Tout Air Service und National Transport Air aufgekauft. United war die weltweit erste Airline, die schon in den 1930er Jahren Flugbegleiterinnen beschäftigte.

1932 bestellte United Airlines eine Flotte von 59 Boeing 247. Bis zur vollständigen Abwicklung des Auftrages erhielt keine andere Fluggesellschaft dieses Flugzeug, das als modernstes und schnellstes Flugzeug dieser Zeit in den Vereinigten Staaten galt. Der Vorsprung hielt aber nur bis 1934, als die TWA die Douglas DC-2 in Dienst stellte. 1935 folgte die Douglas DC-3 bei den American Airlines. Damit galt mit einem Schlag die Flotte der United Airlines als veraltet, denn im Vergleich mit der Boeing 247 waren die Maschinen von Douglas schneller und bequemer. Außerdem war das Sitzplatzangebot größer.

Das Jet-Zeitalter

Logo 1973 bis 2010
Douglas DC-6 im Jahr 1966
Douglas DC-10 im Farbschema bis 1974

Das erste Düsenflugzeug war die Douglas DC-8. Von diesem Typ bestellte United am 29. Mai 1959 30 Flugzeuge, die ab dem 18. September 1959 geliefert wurden. In den folgenden Jahren beschaffte die Airline weitere 80 Flugzeuge dieses Typs. Von Boeing kaufte United Airlines die 720, eine kleinere Version der 707.

Im Februar 1960 erhielt Sud Aviation den Auftrag für zwanzig Caravelle. Kurze Zeit darauf orderte United Airlines zunächst vierzig Boeing 727. Bei der Nachbestellung diese Typs beschafft United auch Quick-Convertible-Versionen, die so schnell umgerüstet werden konnten, dass Flugzeuge tagsüber Passagiere und nachts Fracht beförderten.

Am 1. Juni 1961 übernahm United Airlines die amerikanische Capital Airlines und wurde somit zur zweitgrößten Fluggesellschaft der Welt nach Aeroflot. Das erste Großraumflugzeug war die Boeing 747, die United am 23. Juni 1970 erhielt.

1974 führte die Fluggesellschaft ein neues Corporate Design in den Farben orange-rot-blau und mit dem heute berühmten „U“ am Heck ein.

Die 1980er und 1990er

Im Jahre 1981 startete United das Vielfliegerprogramm Mileage Plus. 1982 stellte sie als erste Airline die Boeing 767-200 in Dienst. Mit der Verbindung nach Tokio nahm die Fluglinie 1983 die erste Trans-Pazifikstrecke in Betrieb. Bis zum Ende dieses Jahres kamen 12 weitere Pazifik-Strecken hinzu. 1985 übernahm United von der defizitären Pan American Airlines die Linienflugrechte für weitere Pazifikstrecken mitsamt den Flugzeugen Boeing 747SP und Lockheed TriStar.

1991 kaufte United dann schließlich die Streckenrechte der Pan Am nach London/Heathrow, ein Flughafen der nach dem sogenannten Bermuda II Abkommen lediglich von zwei US Fluggesellschaften angeflogen werden durfte. Dies waren über Jahrzehnte Pan Am und TWA, welche ihre Streckenrechte fast zeitgleich an American Airlines veräußerte. Mit der Übernahme dieser Streckenrechte erhielt United außerdem eine Basis für Flugbegleiter am Flughafen Heathrow. Im Zuge der internationalen Expansion wurden in den 90er Jahren, dann weitere Stationierungsorte für Flugbegleiter außerhalb der USA eröffnet, darunter im Jahre 1996 auch Frankfurt.

Im Frühjahr 1993 wurde das neue grau-blaue Farbdesign eingeführt. Zwei Jahre später stellt United Airlines die neue Boeing 777-200 in Dienst, an deren Entwicklung die Airline maßgeblich beteiligt war. United Airlines gründete zusammen mit Lufthansa, Air Canada, SAS und Thai Airways im Mai 1997 die Star Alliance, wobei United Ende der 90er Jahre als größte Fluggesellschaft der Welt galt, bis sie im Januar 2001 von American Airlines durch deren Fusion mit Trans World Airlines (TWA) überholt wurde. Einem geplanten Zusammenschluss von United und US Airways hatte die US-amerikanische Kartellbehörde im Jahr zuvor widersprochen.

Restrukturierung ab 2001

Eine Boeing 747-SP der United im Farbschema von 1974 bis 1993

Im Zuge der Terroranschläge am 11. September 2001 in den USA wurden neben zwei Maschinen der American Airlines auch zwei Flugzeuge von United entführt. Eine Maschine des Typs Boeing 767 (Flug 175) stürzte in einen der Twin Towers des World Trade Centers in New York. Die zweite Maschine vom Typ Boeing 757 (Flug 93) – bei der man davon ausgeht, dass sie den Amtssitz des Präsidenten (Weißes Haus) hätte treffen sollen – kam in Pennsylvania zum Absturz.

Nach immensen Umsatzverlusten infolge der finanziellen Krise, in welche alle großen US-Fluggesellschaften nach den Terroranschlägen gerieten, und schließlich aufgrund der Ablehnung einer Kredithilfe von staatlicher Seite begann das Unternehmen am 9. Dezember 2002 in den USA mit dem Konkursverfahren unter Gläubigerschutz. Das operative Geschäft wurde seitdem ununterbrochen fortgeführt. Zusätzlich hatte das Unternehmen mit hohen Lohnkosten, Arbeitskämpfen, der ineffizienten Organisationsstruktur, steigenden Treibstoffpreisen sowie der zunehmenden Konkurrenz durch Low-Cost-Airlines auf dem US-Markt zu kämpfen. Die Folge waren im Rahmen von drastischen Kosteneinsparungsmaßnahmen zahlreiche Entlassungen. Von ursprünglich 100.000 Mitarbeitern sind zur Zeit noch 56.861 beschäftigt.[4] Unbezahlte Beurlaubungen, Lohn- und Gehaltskürzungen, das Aufkündigen der Pensionsverpflichtungen, das Schließen aller Stadtbüros in den USA sowie das Streichen einiger bestehender und geplanter Flugverbindungen waren weitere Folgen. Der Standort Miami verlor dabei seinen Status als International Gateway nach Südamerika, die dortige Basis für Kabinencrews wurde geschlossen. Internationale Basen für Kabinencrews in Santiago de Chile, Taipeh und Paris wurden ebenso geschlossen.

Das Unternehmen hat bei allen Rationalisierungsmaßnahmen gleichzeitig einige Projekte gestartet, die sich im Nachhinein durchweg als erfolgreich herausstellten:

  • United rüstete sukzessive die vorderen Reihen der Economy-Kabinen ihrer gesamten Flotte um und richtete sogenannte Economy Plus Zonen ein, die sich vom Rest der Kabine durch deutlich mehr Beinfreiheit (etwa 12 cm) unterscheiden und als Bindeglied zwischen der Economy und der Business Klasse fungieren sollen. Diese Sitzreihen sind grundsätzlich für Vielflieger und Inhaber teurer Tickets reserviert. Gegen Aufpreis können allerdings auch Passagiere mit ermäßigten Tickets Economy Plus Sitze erwerben, falls jene kurzfristig noch verfügbar sind.
  • 2003 begann die Unternehmenstochter Ted als Antwort auf die Low-Cost-Fluggesellschaften ihren Dienst vom eigenen Drehkreuz in Denver.
  • 2004 wurde der prestigeträchtige p.s. – Premium Service auf den Strecken zwischen New York (JFK) und Los Angeles (LAX) sowie San Francisco (SFO) mit rekonfigurierten und in drei Service-Klassen unterteilten Boeing 757 ins Leben gerufen.
  • Im Herbst 2004 wurde nach nur neun Jahren wieder ein neues Firmendesign eingeführt. Eine Boeing 777-200 erhielt als erste Maschine den neuen weiß-blauen Anstrich.
  • Im Dezember 2005 feierte die Verbindung vom US-Festland nach Ho-Chi-Minh-Stadt (Saigon) in Vietnam ihr erfolgreiches einjähriges Bestehen.
  • Anfang des Jahres 2006 präsentierte United auf den Zubringerstrecken durch Regional-Jets das Produkt explus. Die kleineren Flugzeuge des United Express Streckennetzes mit 60 bis 70 Sitzplätzen, welche vorher durchgängig als Economy bestuhlt waren, wurden dabei um eine First-Class-Kabine mit Leder-Sitzen und eine Economy-Plus-Sektion mit größerer Beinfreiheit erweitert. Es gibt keine unbeliebten Mittelsitze an Bord. Auf Flügen über 2,5 Stunden wird wieder Essen serviert. Das neue Produkt wurde sehr wohlwollend aufgenommen.

Der derzeitige CEO von United, Glenn Tilton, ließ Ende 2005 verlautbaren, dass die Fluggesellschaft finanziell gestärkt und weit besser dastehe als noch vor drei Jahren. Wenn man die Kosten für die Umstrukturierung der Gesellschaft außer acht lässt – alleine für Unternehmensberatung und Rechtsberatung waren 370 Millionen US$ ausgegeben worden –, erzielte United im dritten Quartal 2005 einen operativen Gewinn von 165 Millionen US-Dollar. „Ein Konsortium um Citigroup und JP Morgan stellt United in den nächsten Jahren 2,5 Mrd. Dollar frisches Kapital zur Verfügung.“ (Quelle: Handelsblatt).

Nach Verlautbarungen der Presse operiert United nun mit Kosten, die nur 20 % über denen der sog. Low Cost Carrier liegen. Die 20 % höheren Kosten sollen jedoch nicht weiter zu drücken versucht werden, sondern man geht davon aus, dass der angebotene Service mit mehreren Klassen, Lounges, Essen und Getränken einen moderaten Mehrpreis rechtfertigt.

Seit 2003 bot United unter dem Markennamen Ted (letzte Silbe von United) neben dem Liniengeschäft auch Billigflüge an. Hauptdrehkreuz war der Denver International Airport in Denver, Colorado. Ted bediente neben einem ausgedehnten nationalen Streckennetz auch drei Ziele in Mexiko, etwa Cancún.

Beendigung des Gläubigerschutzes 2006

Ein Airbus A320-200 der United im Farbschema bis 2007

Am 1. Februar 2006 beendete United Airlines nach einer dreijährigen Restrukturierungsphase das Insolvenzverfahren formell durch Vorlage eines Reorganisationsplanes. Während dieser Zeit waren die jährlichen Kosten der Airline um ca. 7 Milliarden US$ verringert worden, was den Verkauf von ca. 100 Flugzeugen mit sich gebracht und für viele der Mitarbeiter zweimalige Lohnkürzungen bedeutet hatte.

Einen Tag nach Beendigung des Gläubigerschutzes notierte die Muttergesellschaft UAL Corporation mit 3,7 Millionen Aktien als Aktiengesellschaft am New York City|New Yorker NASDAQ (Kürzel: UAUA). Der Wert einer Aktie betrug am Ende des ersten Handelstages ca. 37 US$. Der Ausgabekurs war mit 40 US$ angesetzt worden. Am Vortag handelte die Aktie zu einem Pretrading-Kurs von 42,50 US$. Im Vorfeld hatten Analysten für den Ausgabepreis mit einem Schätzwert von ca. 15 US$ spekuliert. Der CEO von United, Glenn Tilton, eröffnete die NASDAQ-Börse an diesem Tag morgens mit einer Live-Schaltung vom Chicago O'Hare Flughafen. Die alten Aktien der Gesellschaft, die am NYSE mit einem Stückwert von 0,13 US$ notiert waren, wurden somit wertlos. Mitte Januar 2007 überstieg die Aktie für kurze Zeit die 50,00 US$ Marke.

Konsolidierung im US-Luftverkehrsmarkt ab 2007

Eine Boeing 747-400 der United im Farbschema bis 2011

Die Gerüchte um eine Fusion zwischen United und einem der anderen großen US-Carrier, wie bspw. der damals finanziell gestärkten US Airways, kursieren seit der Zeit des Gläubigerschutzes, auch wenn CEO Glenn Tilton dies damals dementierte. Diese Vermutungen wurden allerdings unter anderem durch die Tatsache gestützt, dass sich das Top-Management bei der Ausgabe der neuen Aktien Pakete im Wert von ca. 10 Millionen US$ für sich selbst gesichert hat. Ein „Employee Stock Incentive Plan“ verteilte Aktien im Wert von 2 Milliarden US$ unter allen übrigen Mitarbeitern. Anfang 2007, als Spekulationen um eine Übernahme von Delta Air Lines durch US Airways in den Medien kursierten, wurde auch vermutet, dass United im Rahmen einer Konsolidierungswelle im US-amerikanischen Airline-Sektor die Konkurrentin Continental Airlines übernehmen könnte. Es gab dazu von keiner der Airlines eine offizielle Stellungnahme.

Glenn Tilton ist allerdings ein ausgesprochen großer Befürworter der Konsolidierung auf dem amerikanischen Airline-Segment. Er hatte sich für eine Gesetzesänderung in den USA stark gemacht, die einen größeren Anteil von ausländischen Investoren an US-Airlines erlaubt hätte – eine der noch nicht umgesetzten Bedingungen für das 2007 zustandegekommene Open-Skies-Abkommen zwischen den USA und der EU. Das Gesetz wurde in den USA bisher nicht geändert.

Seit Ende 2007 / Anfang 2008 wurde erneut spekuliert, dass United mit Delta Airlines fusionieren könnte, nachdem der Hedge-Fonds Pardus Capital Management, der Anteile an beiden Airlines hält, dazu angeregt hatte. Da ein Zusammenschluss von Delta Airlines und Northwest Airlines allerdings ein größeres Einsparungspotenzial mit sich gebracht hätte, wurde schon damals vermutet, dass United sich im Gegenzug mit Continental Airlines verschmelzen könnte. Alle beteiligten Fluggesellschaften lehnten jegliche Kommentare ab. Am 14. April 2008 wurde offiziell die Fusion von Delta Air Lines und Northwest Airlines zur größten Fluggesellschaft der Welt bekannt gegeben. Ein Zusammenschluss zwischen United und Continental Airlines, der Delta und Northwest in der Größe noch übertreffen würde, wurde am 26. April 2008 seitens Continental ausgeschlossen.

Am 3. Juni 2008 gab United bekannt, ihre Tochter Ted zum 4. Januar 2009 in die Hauptflotte zurück zu integrieren. Die Flotte bestand zuletzt aus 56 Maschinen vom Typ Airbus A320 für je 156 Passagiere.

Fusion mit Continental Airlines 2010

Im April 2010 wurde berichtet, dass United wieder in Fusions-Gesprächen mit US Airways stehe.[5] Gleichzeitig wurde vermutet, dass diese Gespräche dazu dienen sollten, Continental Airlines zu bewegen, eine Fusion mit United – welche ein größere Steigerung des gemeinsamen Marktwertes als ein Zusammenschluss mit US Airways böte – erneut in Betracht zu ziehen. Die größte Hürde für eine Fusion stellen die in den Unternehmen vertretenen Gewerkschaften der unterschiedlichen Arbeitnehmergruppen dar.[6] Am 3. Mai 2010 wurde bekannt gegeben, dass United mit Continental unter dem Markennamen United Airlines fusionieren will.[7] United übernimmt dabei Continental Airlines für 3,2 Milliarden US-Dollar in Aktien.[8] Ende September 2010 begann der Fusionsprozess unter dem Dach des neuen Mutterkonzerns United Continental Holdings.[1] Zum 11. November 2011 soll das Air Operator Certificate der beiden Gesellschaften zusammengelegt werden.[9]

Flugziele

77 West Wacker Drive, Der Sitz von United Airlines

United unterhält in den USA fünf Hauptdrehkreuze: Chicago, Denver, Los Angeles, San Francisco und Washington DC sowie Honolulu International Airport. Zusätzlich gelten London, Frankfurt, Tokio und Toronto als International Gateways. Das weltweite Streckennetz umfasst, neben den ca. 180 nordamerikanischen Destinationen, 109 Zielorte in 23 Ländern. Insgesamt betreibt die Gesellschaft ca. 3500 Flüge pro Tag.

Flugziele in Europa sind derzeit: Amsterdam, Brüssel, Frankfurt, London, München, Stuttgart, Paris, Rom, Zürich und Genf. Verbindungen nach Düsseldorf und Mailand waren im Zuge von Einsparmaßnahmen gestrichen worden.

In Deutschland bestehen ab Frankfurt insgesamt sechs bis sieben tägliche Nonstop-Verbindungen in die USA: Chicago wird zweimal täglich (je einmal mit Boeing 747 und Boeing 777), Washington DC dreimal täglich (zweimal Boeing 777, einmal Boeing 767) und San Francisco einmal täglich (mit Boeing 747, während des Sommerflugplans existiert ein zusätzlicher Boeing 777-Flug) mit Frankfurt verbunden. Zudem existierte ab 15. Dezember 2007 ein täglicher B777-Kurs von Los Angeles nach Frankfurt, der aufgrund der Wirtschaftskrise und gestiegener Kerosinpreise zum Endes des Sommerflugplans 2008 wieder eingestellt wurde. Ab dem 3. Januar 2012 bietet United Airlines allerdings einen weiteren täglichen Nonstop-Flug von Frankfurt zum New Yorker Flughafen Newark an. United fliegt darüber hinaus auch zweimal täglich mit Boeing 777 nach München (jeweils einmal ab Chicago und Washington). In der Schweiz wird Genf von Washington, und Zürich von Washington und Newark aus angeflogen (jeweils mit B767).

Durch die Zusammenarbeit mit den Fluggesellschaften der Star Alliance hat United als Mitglied für ihre Passagiere Zugang zu mehr als 700 Destinationen in 127 Ländern weltweit.

Beförderungsklassen

United Airlines ist, neben American Airlines, die einzige US-Fluggesellschaft, die ein International First Class Produkt auf allen außeramerikanischen Strecken anbietet.[10] Der Hauptunterschied der Service-Klassen liegt zwischen inner-amerikanischen (domestic) und außeramerikanischen (international) Flügen.

Die Beförderungsklassen bei United sind, je nach Flugziel und Fluggerät, unterteilt in[11]

United First: International First Class,[12] p.s. First Class, Domestic First Class (anstatt einer Business-Klasse), explus First Class[13] (United Express)

  • Business-Klasse

United Business: International Business Class,[14] p.s. Business Class

  • Economy-Klasse

United Economy Plus: International Economy Plus,[15] p.s. Economy Plus, Domestic Economy Plus, explus Economy Plus (United Express)

United Economy: International Economy Class, Domestic Economy Class, United Express Economy Class

Flotte

Eine Boeing 737-800 der UNITED, betrieben durch Continental Airlines
Eine Boeing 757-200 der UNITED
Eine Boeing 777-200ER der UNITED

Mit Stand Mai 2011 besteht die Flotte der United Airlines aus 363 Flugzeugen[16] mit einem Durchschnittsalter von 13,7 Jahren:[17]

Flugzeugtyp aktiv bestellt[18] Anmerkungen Sitzplätze[19]
(First/Business/Economy)
Airbus A319-100 055 023 erste Auslieferung am 26. Juni 1997 120 (8/0/112)
Airbus A320-200 097 019 138 (12/0/126)
144 (12/0/132)
Airbus A350-900 025 + 50 Optionen; Auslieferung voraussichtlich ab 2016[20] - offen -
Boeing 747-400 028 erste Auslieferung am 8. Dezember 1989 374 (12/52/310)
Boeing 757-200 096 erste Auslieferung am 24. August 1989 110 (12/26/72)
182 (24/0/158)
Boeing 767-300ER 035 erste Auslieferung am 18. April 1991 183 (6/26/151)
244 (34/0/210)
Boeing 777-200/-200ER 052 erste Auslieferung am 15. Mai 1995 253 (10/45/198)
258 (12/49/197)
348 (36/0/312)
Boeing 787-8 025 + 50 Optionen; Auslieferung voraussichtlich ab 2016[21] - offen -
Gesamt 363 092

United Airlines war Erstkunde zahlreicher Flugzeugtypen, darunter die Boeing 247, Boeing 720, Boeing 727, Boeing 737-200, Boeing 767-200, Boeing 777-200 sowie die Douglas DC-4 und Douglas DC-8.

Zum 85-jährigen Bestehen der Fluggesellschaft wurde ein Airbus A320-232 mit der Registrierung N475UA und dem Taufnamen „Friend Ship“ in das Farbschema der siebziger Jahren umlackiert. Laut United sei die historische Lackierungsvariante nach einer Abstimmung der Mitarbeiter ausgewählt worden.[22]

Zwischenfälle

Innerhalb der letzten 30 Jahren verlor die Airline 6 Maschinen. 248 Personen verloren ihr Leben. [23]

  • Am 1.Dezember 1960 kollidierte Douglas DC-8-10 mit einer Lockheed Constellation der TWA. Die DC-8-10 befand sich im Landeanflug auf den New Yorker Flughafen JFK. 134 Menschen verloren ihr Leben.[23]
  • Am 19. Juli 1989 explodierte das hintere Triebwerk einer DC-10-10 auf einem Flug von Denver nach Chicago. Beim Landeanflug auf den Sioux City Airport, Iowa zerschellte die Maschine auf der Landebahn. 112 Menschen kamen ums Leben.[23]
  • Am 3. März 1991 stürzte eine Boeing 737-200 im Anflug auf Colorado Springs über einem Wohngebiet ab. Es gab 25 Todesopfer.[23]
  • Am 11. September 2001 wurde United-Airlines-Flug 175, durchgeführt mit einer Boeing 767-200, in den Südturm des World Trade Center gelenkt. United-Airlines-Flug 93, durchgeführt mit einer Boeing 757-200, wurde ebenfalls entführt und stürzte bei Shanksville, Pennsylvania auf ein Feld, als Passagiere versuchten in das Cockpit einzudringen. An Bord kamen jeweils 65 bzw. 45 Menschen ums Leben.[23]

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. a b c airliners.de: Continental und United unter einem Dach 1. Oktober 2010
  2. a b 2009 Annual Report (PDF-Datei, englisch) 17. Januar 2011
  3. United und Continental bilden weltgrößte Airline, welt.de, 3. Mai 2010
  4. Star Alliance: Star Alliance Mitgliedsgesellschaft
  5. Die Welt: Neuer Anlauf für Mega-Airline (9. April 2010)
  6. Handelsblatt: US Airways und United Airlines bandeln an (8. April 2010)
  7. airliners.de: United und Continental verkünden Fusion 3. Mai 2010
  8. United Airlines und Continental Airlines schließen sich zusammen
  9. airlinepilotcentral.com - Continental (englisch) abgerufen am 22. Oktober 2011
  10. en.wikipedia: Airlines mit International First Class Produkt
  11. united.com Serviceklassen bei United Airlines
  12. flyerwiki.net United Airlines First Class
  13. Claasen Communication United mit explus ab Chicago
  14. Carlson Wagonlit Travel UA Business Class auf Langstreckenflügen
  15. faz.net: Economy Plus - Besser sitzen in der Zwischenklasse
  16. ch-aviation.ch: Flotte der United Airlines (englisch) abgerufen am 14. Mai 2011
  17. airfleets.net: Flottenalter der United Airlines (englisch) abgerufen am 14. Mai 2011
  18. Airbus: Bestellungen von United Airlines (XLS-Datei, englisch) 31. Oktober 2009
  19. unitedairlines.de: Sitzplazkonfiguration der Flotte
  20. airbus.com: United Signs Firm Order for 25 A350 XWB aircraft 10. März 2010
  21. aero.de: United Airlines kauft 50 Flugzeuge bei Airbus und Boeing 8. Dezember 2009
  22. flugrevue.de: United begeht 85-jaehriges Bestehen mit Retrojet abgerufen am 9. April 2011
  23. a b c d e Bericht über die Flugsicherheit bei focus.de, abgerufen am 10. Juni 2011

Weblinks

 Commons: United Airlines – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien
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