United States Air Force

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United States Air Force
United States Air Force
‚ÄĒ USAF ‚ÄĒ
Siegel der US-Air Force
Siegel der Air Force
Aufstellung 18. September 1947
Land Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Streitkräfte Streitkräfte der Vereinigten Staaten
Typ Teilstreitkraft (Luftstreitkräfte)
Stärke 346.166 Soldaten
78.426 Reservisten
Hauptquartier Pentagon, Arlington County
Motto ‚ÄěAbove All‚Äú (deu √úber Allem)
Farben Blau und Silber
Zivile und Milit√§rische F√ľhrung
Secretary of the Air Force Michael B. Donley
Chief of Staff of the Air Force General Norton A. Schwartz
Vice Chief of Staff of the Air Force General William M. Fraser III.
Insignien
Flugzeugkokarde der Air Force Roundel of the USAF.svg
Symbol der Air Force USAF logo.png

Die 1947 gegr√ľndete[1] United States Air Force (USAF) ist die Luftwaffe der Streitkr√§fte der Vereinigten Staaten von Amerika. Sie ist die zweitst√§rkste der vier Teilstreitkr√§fte und einer der sieben Uniformed Services of the United States. Aufgabe der USAF ist die ‚ÄěVerteidigung der Vereinigten Staaten durch die Kontrolle und Ausnutzung von Luft und All‚Äú. Das Hauptquartier (Headquarters United States Air Force) befindet sich im Pentagon in Virginia.

Im Jahre 2006 waren der US Air Force 346.166 Soldaten unterstellt, darunter 71.691 Offiziere (20,7 %). Au√üerdem sind 145.620 zivile Mitarbeiter bei der USAF besch√§ftigt. Die unmittelbare Reserve umfasst noch weitere 78.426 Soldaten, die dem Air Force Reserve Command unterstellt ist, sowie die Air National Guard mit 106.000 Soldaten. Die US Air Force stellt heute rund ein Viertel der Gesamtst√§rke der US-Streitkr√§fte von ca. 1,43 Millionen Personen.

Zum Inventar geh√∂ren Ende 2006 rund 4.300 Flugzeuge, zuz√ľglich 1.700 Maschinen der Reserve und Nationalgarde. Die USAF unterh√§lt weltweit 85 gro√üe Milit√§rflugpl√§tze (Air Force Base), davon 72 auf amerikanischen Territorien und acht in Europa, dazu noch einmal 82 kleinere St√ľtzpunkte und fast ebenso viele Basen der Reservestreitkr√§fte. Au√üerdem verf√ľgt sie √ľber mehrere hundert nukleare Interkontinentalraketen und bildet damit einen Teil der US-Atomstreitmacht.

Mit Hinblick auf ihr Aufgabenspektrum, ihre globale Aufstellung, ihre Vorreiterrolle im All und ihre Schlagkraft gilt die US Air Force in den Strategischen Studien als die am besten aufgestellte Luftstreitmacht weltweit.[2]

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Vorgeschichte

Die United States Air Force geht auf eine experimentelle Fliegertruppe der Fernmeldeeinheit der United States Army zur√ľck, die 1907 die Bezeichnung Aeronautical Division, U.S. Signal Corps erhielt. Das Kriegsministerium der Vereinigten Staaten vergr√∂√üerte den Verband, der ab 1914 unter dem Namen Aviation Section, U.S. Signal Corps firmierte, im Ersten Weltkrieg massiv und verbesserte seine Ausr√ľstung, allerdings geschah dies zu sp√§t, um im Rahmen der US-Kriegsbeteiligung 1917/18 mit den Fliegertruppen der europ√§ischen Gro√üm√§chte konkurrieren zu k√∂nnen. 1918 erhielt die milit√§rische Luftfahrt der Vereinigten Staaten die Bezeichnung Air Service, United States Army.

Kokarde des Army Air Corps

Die Zwischenkriegszeit war von der Institutionalisierung verschiedener Aspekte gepr√§gt, weil das - ab 1926 so genannte - US Army Air Corps trotz geringer Gr√∂√üe wesentliche Aspekte der Luftkriegsf√ľhrung professionalisierte. Dies betraf vor allem die Beschaffung von Ausr√ľstung, die Ausbildung der Soldaten und deren Stationierung. Hiermit ging die Schaffung regionaler und aufgabenbezogener Zust√§ndigkeitsbereiche, beispielsweise der milit√§rische Schutz der K√ľsten der Vereinigten Staaten einher.

Die US Army Air Force (USAAF) zog 1941 in den Zweiten Weltkrieg gegen die Achsenmächte. Innerhalb von vier Kriegsjahren mit einem riesigen finanziellen und personellen Aufwand auf enormen Umfang erweitert, erkämpfte sie auf dem europäischen wie pazifischen Kriegsschauplatz zusammen mit der Luftwaffe der US Navy die Luftherrschaft bis hin zur völligen Dominanz. Seit der Endphase des Zweiten Weltkrieges und bis heute behauptete die US-Luftwaffe ihre Position als mit Abstand stärkste Luftstreitmacht der Welt. Am Ende dieses Krieges eröffneten Flugzeuge der USAAF einen neuen Abschnitt in der Geschichte der Menschheit, als sie im August 1945 zum ersten und bislang einzigen Male Atomwaffen zum Einsatz brachten.

Nach dem Krieg wurden die Streitkr√§fte neu organisiert und am 21. M√§rz 1946 drei neue Luftwaffenkommandos gegr√ľndet: Zur Unterst√ľtzung der Bodentruppen das Tactical Air Command, f√ľr die Reservestreitkr√§fte und Heimatverteidigung das Air Defense Command und f√ľr die strategischen Bomber und Aufkl√§rer das Strategic Air Command, das in den Folgejahren zum m√§chtigsten Milit√§rverband der westlichen Welt aufstieg.

Mit der Gr√ľndung der United States Air Force (USAF) durch den National Security Act am 26. Juli 1947, welches am 18. September des Jahres in Kraft trat, erreichten die Luftstreitkr√§fte mit Ausnahme der Marinefliegerei als United States Air Force schlie√ülich ihre Eigenst√§ndigkeit als Teilstreitkraft.

Kalter Krieg

‚Üí Hauptartikel: Kalter Krieg

W√§hrend der Berlin-Blockade 1948 ‚ąí 49 versorgten ‚ÄěRosinenbomber‚Äú, √ľberwiegend aus den Reihen der USAF und der britischen Royal Air Force, die Stadt fast ein Jahr lang √ľber eine Luftbr√ľcke, mit 278.000 Fl√ľgen und 2,1 Millionen Tonnen bef√∂rdertem Material die bis heute gr√∂√üte Lufttransport-Operation √ľberhaupt. Dabei verwendete die Air Force in der Operation Vittles getauften Operation vor allem Transportflugzeuge der Typen Douglas C-54 Skymaster und Lockheed C-121 Constellation.

1949 f√ľhrten Marine- und Luftkriegsstrategen eine intensive Debatte dar√ľber, auf welcher Teilstreitkraft die Vereinigten Staaten ihre Strategie aufbauen sollten, da das Budget f√ľr einen simultanen Aufbau einer strategischen Bomberflotte und die Aufstellung weiterer Flugzeugtr√§gerverb√§nde nicht ausreichte. Die Marine argumentierte mit dem erfolgreichen Einsatz der Flugzeugtr√§ger im Pazifikkrieg, w√§hrend die Air Force das kaum einzugrenzende Potenzial der Luftkriegsf√ľhrung betonte. Die K√ľndigung einiger Flugzeugtr√§gerauftr√§ge veranlasste hohe Marineoffiziere zum so genannten Aufstand der Admirale, der eine Aufspaltung der Nuklearkapazit√§ten der Vereinigten Staaten auf beide Teilstreitkr√§fte f√ľhrte. Demgegen√ľber setzte sich die Air Force mit dem Aufbau einer strategischen Bomberflotte durch.

Der Koreakrieg 1950-53 war der erste Kriegseinsatz der Air Force als eigenst√§ndige Teilstreitkraft. Sie ordnete alle im Fernen Osten stationierten Flugzeuge und Formationen dem Oberkommando Far East Air Forces (FEAF) unter dem Befehl von Lieutenant General George E. Stratemeyer. In Korea erlebte die USAF die ersten Luftk√§mpfe zwischen D√ľsenflugzeugen untereinander. Das Verteidigungsministerium zog aus dem dreij√§hrigen Einsatz die Lehre, dass ein aufw√§ndiger Aufbau der Sollst√§rke zu Kriegszeiten eine Zeit- und Ressourcenverschwendung darstellte. Insgesamt hatte die Air Force 721.000 Eins√§tze geflogen und 476.000 t Material bef√∂rdert. W√§hrend des gesamten Krieges schoss sie √ľber 900 gegnerische Flugzeuge ab, verlor aber selbst 1.466 Maschinen und erlitt dar√ľber hinaus √ľber 600 anderweitige Verluste.[3]

Seit dem Ende des Kalten Krieges haben die USA stetig ihren Bestand an Flugzeugen abgebaut. Zusammen mit der Marine und der Marineinfanterie verf√ľgte die Luftwaffe 1992 √ľber 5783 Kampfflugzeuge, im Jahr 2000 waren es noch 3985 und 2008 3542. Die strategische Bomberflotte verringerte sich von 276 (1992) √ľber 208 (2000) auf 189 Maschinen (2008).

Kurzer historischer √úberblick

Flugzeuge des 379th Air Expeditionary Wing und Jets der Koalitionsstreitkr√§fte √ľber der irakischen W√ľste, 14. April 2003. Die Gruppe besteht aus den Typen KC-135 Stratotanker, F-15E Strike Eagle, F-117 Nighthawk, F-16CJ Falcon, einem britischen Tornado GR4 und einer australischen F/A-18 Hornet.

Auftrag und Doktrin

Verfassungsrechtliche Grundlage

Die Existenz der United States Air Force ist im Gegensatz zum Heer und der Marine nicht w√∂rtlich in der Verfassung der Vereinigten Staaten legitimiert. Den S√§tzen 12 ‚ąí 14 in Artikel I, Abschnitt 8 zufolge hat der Kongress das Recht, ‚ÄěArmeen aufzustellen und zu unterhalten‚Äú und ‚ÄěReglements f√ľr F√ľhrung und Dienst der Land- und Seestreitkr√§fte zu erlassen‚Äú. [4] Auch Satz 1 der Sektion 2 des Artikels II, der Einzigen weiteren Passage, die milit√§rische Kr√§fte erw√§hnt, besagt, dass ‚Äě[d]er Pr√§sident [...] Oberbefehlshaber der Armee und der Flotte der Vereinigten Staaten und der Miliz der Einzelstaaten‚Äú ist. [5] Den Aufbau von Luftstreitkr√§ften verweigern jedoch ausschlie√ülich die beiden w√∂rtlichen Lesarten der Verfassungsinterpretation, w√§hrend zwei andere, Modernisten und Normativisten sie zulassen. Vertreter des Originalismus sind √ľber die Frage gespalten, je nach St√§rke ihrer Ansichten. Den bef√ľrwortenden Str√∂mungen dient das Beispiel der Air force h√§ufig als Widerlegung w√∂rtlicher Verfassungslesarten. [6] Die Bef√ľrworter der Zul√§ssigkeit der Luftstreitkr√§fte argumentieren dar√ľber hinaus in drei anderen Str√§ngen. Zum einen seien Luftstreitkr√§fte unter dem Dach des Heeres oder der Marine zul√§ssig, zum anderen k√∂nne auch eine zun√§chst verfassungsgetreue Benennung des milit√§rischen Luftfahrtministeriums das Problem nominalistisch l√∂sen. [7] Von wesentlich gr√∂√üerer Bedeutung ist jedoch die Argumentation, dass es bis zu einem gewissen Grad dem Urteil der Bundesregierung unterliege, welche Beh√∂rden zur Regierungsf√ľhrung vonn√∂ten sind (Necessary and Proper Clause).

Bundesgesetz

Die Verfassung der Vereinigten Staaten enth√§lt in der Tradition des common law nur allgemeine Bestimmungen. Es obliegt daher der Bundesgesetzgebung, den Auftrag der Luftstreitkr√§fte auszuarbeiten. Das Zehnte Buch des United States Code gestaltet in ¬ß 8062[8] den Auftrag der Air Force folgenderma√üen aus:

‚Äě(a) Es ist das Bestreben des Kongresses, eine Luftstreitmacht bereitzustellen, die in Verbindung mit den anderen bewaffneten [Teil]Streitkr√§ften dazu in der Lage ist

(1) der Vereinigten Staaten, ihrer Nationengemeinschaft [Commonwealth] und Besitzungen Frieden und Sicherheit zu bewahren, sowie ihre Verteidigung aufzubieten, ebenso wie all derjeniger Gebiete, die von den Vereinigten Staaten besetzt worden sind;
(2) die nationale Politik zu unterst√ľtzen;
(3) die nationalen Zielvorstellungen umzusetzen;
(4) jeglichen Staat, der aggressive Handlungen begeht, die den Frieden und die Sicherheit der Vereinigten Staaten gefährden, zu bezwingen.“

In den Abschnitten (e) und (f) wird die St√§rke der Air Force auf ein H√∂chstma√ü festgesetzt. Demzufolge ist die Regular Air Force, also die Berufsluftstreitkr√§fte, auf 70 Gruppen unter Ber√ľcksichtigung aller f√ľr eine volle Einsatzst√§rke ben√∂tigten Hilfstruppen wie Reservisten, Versorgungseinheiten u. √§. beschr√§nkt. Die Obergrenze an technischer Ausr√ľstung liegt f√ľr die gesamte Streitmacht unter der Aufsicht des Secretary of the Air Force bei 24.000 Fl√ľgger√§ten oder 25.000 Flugwerktonnen. Diese Beschr√§nkung greift nicht f√ľr Raketen.

Doktrin

Der Auftrag der United States Air Force bewegt sich im Kontext desjenigen der Gesamtstreitkr√§fte. Er wird im Schlagwort Global Vigilance, Reach and Power (deutsch: ‚ÄěGlobale Wachsamkeit, Reichweite und Schlagkraft‚Äú) zusammengefasst, der aus drei Kernkompetenzen besteht: der Schaffung von Airmen (w√∂rtlich √ľbersetzt: ‚ÄěLuftm√§nner‚Äú), der hochtechnisierten Kriegsf√ľhrung und Integrativen Operationen.

Diese Zielvorstellung soll sich laut Doktrin in sechs Grundfähigkeiten niederschlagen:

Die ‚Äě√úberlegenheit in der Luft und im Weltraum‚Äú (Air and Space Superiority) sieht die Air Force als integralen Bestandteil streitkr√§fte√ľbergreifender Operationen zu Lande, zu Wasser, in der Luft und im All an. Die ‚ÄěGlobale Angriffsf√§higkeit‚Äú (Global Attack) besteht aus der technischen √úberlegenheit der Luftstreitmacht und der M√∂glichkeit, jederzeit und √ľberall mit der n√∂tigen Pr√§zision zu intervenieren. Der Kern des Begriffs ‚ÄěPr√§zisionseinsatz‚Äú (Precision Engagement) liegt in der F√§higkeit, eine ausreichende starke Kraft gegen ausgew√§hlte Ziele einzusetzen, da nach Ansicht der USAF der Charakter als auch die Bandbreite des Einsatzspektrums einen pr√§zisen und verl√§sslichen Gebrauch milit√§rischer St√§rke n√∂tig machen, um Risiken wie Kollateralsch√§den zu begrenzen. ‚Äě√úbermacht in der verf√ľgbaren Information‚Äú (Information Superiority) definiert sie als Begabung eines Kommandeurs, einen m√∂glichst hohen Anteil des verf√ľgbaren Informationsmaterials aufzugreifen und f√ľr seine Gefechtsf√ľhrung nutzbar zu machen. ‚ÄěBewegliche Kampfunterst√ľtzung‚Äú (Agile Combat Support) umfasst eine m√∂glichst g√ľnstige Gefechtsaufstellung, die mit einer ausreichenden Zufuhr an Ressourcen einhergehen muss. Dies trifft auf alle Verb√§nde zu, von der Alarmbereitschaft bis zur Expeditionsstreitkraft.[9]

Organisation

Siegel des Department of the Air Force

Die USAF ist die f√ľr den Luftraum und Weltraum zust√§ndige Teilstreitkraft der US-Streitkr√§fte. An der Spitze ihrer milit√§rischen F√ľhrung steht der Chief of Staff, USAF (CSAF, dt. Stabschef), der gemeinsam mit den Befehlshabern der anderen Teilstreitkr√§fte zu den Joint Chiefs of Staff geh√∂rt, der milit√§rischen F√ľhrungsebene im US-Verteidigungsministerium (Department of Defense). Der Stabschef wird in der Regel f√ľr vier Jahre vom US-Pr√§sidenten berufen und dient als Vermittler zwischen der Verwaltung und den Soldaten. Seit August 2008 ist General Norton A. Schwartz Stabschef der USAF.

Daneben bildet das Department of the Air Force (Luftwaffenamt) als Teil des Verteidigungsministeriums die oberste zivile Verwaltungsebene der USAF mit dem Secretary of the Air Force (Luftwaffenstaatssekretär) an der Spitze.

Außerdem lässt sich unterscheiden:

Budget

Das Budget f√ľr das Haushaltsjahr 2008 umfasste 142,4 Milliarden US-Dollar, das entspricht 30,4 % des gesamten Verteidigungshaushalts von 442,3 Milliarden Dollar. Dabei entfielen 39,8 Milliarden auf Betriebs- und Wartungskosten, 32,2 Milliarden auf Beschaffungskosten, 29,6 Milliarden auf Personalkosten und 24,4 Milliarden auf Forschung und Entwicklung. Gr√∂√üte Einzelposten waren die Beschaffung von C-17-Transportflugzeugen (4,6 Mrd.), F-22-Kampfflugzeugen (3,5 Mrd.) und die Entwicklung der F-35 (2,1 Mrd.).

Hauptkommandos

Die USAF ist in zehn Hauptkommandos (major commands) unterteilt, die entweder funktionale oder regionale Ausrichtung haben.

Funktionalkommandos

Regionalkommandos

Weitere Untergliederung

An der Spitze jedes Hauptkommandos steht ein Offizier im Generalsrang. Einem Kommando sind bis zu zwei nummerierte Luftflotten (Numbered Air Forces) zugeordnet, von denen es insgesamt 20 aktive gibt. Diese bestehen wiederum aus mindestens zwei Geschwadern (Wings). Eine Air Force Base der USAF ist typischerweise um eine solche Wing herum organisiert; gr√∂√üere Basen beherbergen entsprechend mehrere Wings oder eine Numbered Air Force. Die Wings setzen sich aus Gruppen (Groups) zusammen, denen jeweils ein bestimmter Flugzeugtyp zugewiesen wird. Flugzeuge und Personal einer Gruppe werden bei Eins√§tzen und √úbungen in der Regel zusammen eingesetzt, also nicht auf verschiedene Missionen aufgeteilt. Unterhalb der Gruppe steht die Staffel (Squadron), die grundlegende Einheit der amerikanischen Luftstreitkr√§fte. Als Beispiel f√ľr diese Hierarchie geh√∂ren neun Transporter vom Typ Lockheed C-141 zum 730th Airlift Squadron, 452nd Air Mobility Wing, 4th Air Force, Air Force Reserve Command.

Daneben existieren weitere organisatorische Unterteilungen.

Dienstgrade


Kleine Auswahl an Dienstgraden
Offiziere der United States Air Force
US-Soldstufe O-10 O-9 O-8 O-7 O-6 O-5 O-4 O-3 O-2 O-1
Schulterklappe US Air Force O11 shoulderboard with seal.svg US Air Force O10 shoulderboard.svg US Air Force O9 shoulderboard.svg US Air Force O8 shoulderboard.svg US Air Force O7 shoulderboard.svg US Air Force O6 shoulderboard.svg US Air Force O5 shoulderboard.svg US Air Force O4 shoulderboard.svg US Air Force O3 shoulderboard.svg US Air Force O2 shoulderboard.svg US Air Force O1 shoulderboard.svg
Dienstgrad General of the Air Force1 General Lieutenant General Major General Brigadier General Colonel Lieutenant Colonel Major Captain First Lieutenant Second Lieutenant
Abk√ľrzung GOAF Gen Lt Gen Maj Gen Brig Gen Col Lt Col Maj Capt 1stLt 2ndLt
NATO-Rangcode OF-10 OF-9 OF-8 OF-7 OF-6 OF-5 OF-4 OF-3 OF-2 OF-1

Ausr√ľstung

A-10 Thunderbolt II (Erdkampfflugzeug)
B-2 Spirit (Bomber)
F-22 Raptor (Jäger)

Luftfahrzeuge

Insgesamt besitzt die USAF selbst 4093 Luftfahrzeuge, hinzu kommen 1289 der Air National Guard und 396 des Air Force Reserve Command. Das Durchschnittsalter aller 5778 Maschinen liegt bei 24 Jahren. (Stand: 30. September 2007)[10]

Jagd-, Angriffsflugzeuge

Bomber

Transportflugzeuge

Tankflugzeuge

Aufklärungsflugzeuge

Trainingsflugzeuge

Kipprotorflugzeuge

Hubschrauber

Drohnen

Sonstige

Au√üerdem weitere Typen in geringen St√ľckzahlen f√ľr besondere Zwecke, wie zum Beispiel An-26, Mil Mi-8, RC-26, WC-130, UV-18 und einige MiG-23.

Sonstige Waffensysteme

Zus√§tzlich verf√ľgt die Teilstreitkraft √ľber 450 Interkontinentalraketen des Typs Minuteman, Marschflugk√∂rper (AGM-86, AGM-129 und AGM-158), Lenkwaffen und Bomben, 46 Satelliten f√ľr Kommunikation (Milstar), Navigation (Global Positioning System) und Aufkl√§rung. Dazu kommt die Bewaffnung der Soldaten, wie die Gewehre und Pistolen.

Weiterentwicklung

Die Air Force betreibt derzeit eine Reihe von Modernisierungs- und Neuentwicklungsprogrammen. Zudem haben sich seit dem Beginn des Kriegs gegen den Terror die Anforderungen an die amerikanische Luftwaffe ver√§ndert: Angesichts √ľberwiegender Guerillataktik des Gegners wird zunehmend die F√§higkeit zur Aufkl√§rung und √úberwachung von Bodengebieten gefordert.

Wichtigstes Entwicklungsprogramm ist die Lockheed Martin F-35, die s√§mtliche Kampfflugzeugmodelle der Marine ersetzen und zusammen mit dem Luft√ľberlegenheitsj√§ger Lockheed Martin F-22 den zuk√ľnftigen Kampfflugzeugbestand der Luftwaffe stellen soll. Einige wenige Maschinen werden bereits zur Erprobung geflogen. Die ersten Flugzeuge im aktiven Dienst sollten 2009 an die Truppe √ľbergeben werden. Ab 2015 sollte die Marine j√§hrlich 50, die Luftwaffe 80 F-35 bekommen. Etwa 2030 sollen s√§mtliche 1200 F-16 der US-Luftwaffe durch F-35 ersetzt sein. 2025 will die US-Marine ihren Jagdflugzeugbestand komplett auf die F-35 umgestellt haben. Dieser Zeitplan wird sich wegen Verz√∂gerungen voraussichtlich nicht mehr einhalten lassen.

Die Entwicklungs- und Neubeschaffungsprogramme haben teilweise mit Schwierigkeiten zu k√§mpfen. So kostet die F-22 rund 189 Millionen Dollar pro St√ľck. Das ist rund das Dreifache des anfangs vorgesehenen Preises und deutlich mehr als die 110 Millionen, die im Haushaltsjahr 1999 eingeplant wurden. Um dies zu kompensieren, wurde die Anzahl der Maschinen, die in Dienst gestellt werden sollen, von 750 auf 183 gesenkt. Versch√§rft werden die Finanzprobleme im Verteidigungsbudget durch die hohen Wartungs- und Ersatzkosten f√ľr Flugzeuge, die in Afghanistan und im Irak im Einsatz schnell verschlei√üen oder verloren gehen, sowie durch die steigenden Treibstoffkosten. Zudem steigt das Alter der im Dienst befindlichen Flugzeuge an, da seit Beginn der 1990er Jahre kaum noch Neuanschaffungen stattfinden. 1991 war die durchschnittliche Maschine knapp zehn Jahre alt, 2008 sind es mehr als 20 Jahre.

Zu den √§ltesten Maschinen geh√∂ren die Tankflugzeuge vom Typ Boeing KC-135, die bis zu 48 Jahre alt sind. Seit dem Jahr 2001 gibt es politische und ausschreibungsrechtliche Auseinandersetzungen um die Auswahl eines Nachfolgemodells, meist als KC-X bezeichnet. Der j√ľngste Anlauf f√ľr ein Ausschreibungsverfahren wurde im September 2008 abgebrochen. Die Air Force plant 179 KC-X anzuschaffen. Das gesamte Programm wird auf einen Umfang von 35 Milliarden Dollar gesch√§tzt.

Zu den Entwicklungsprogrammen in einem sehr fr√ľhen Stadium geh√∂ren ein neuer Langstreckenbomber, der ab 2018 die Typen B-1 und B-52 ersetzen soll, und zwei weitere Typen von Tankflugzeugen, meist als KC-Y und KC-Z bezeichnet, die um 2015 und 2035 in Dienst gestellt werden sollen.

Die US Air Force ist bestrebt, ihre Abhängigkeit von importierten fossilen Kraftstoffen im Umfang von jährlich knapp 2,4 Milliarden Gallonen (knapp 10.92 Milliarden Liter) zu reduzieren. Im Rahmen dieses Vorhabens erprobte sie am 26. März 2010 auf der Eglin Air Force Base erstmalig eine vollständig von Biokraftstoffen angetriebene bemannte A-10 Thunderbolt II.[11][12]

Militärflugplätze (Auswahl)

Karte der wichtigsten St√ľtzpunkte der Air Force weltweit.

Milit√§rflugpl√§tze der Air Force auf US-Hoheitsgebiet werden grunds√§tzlich als ‚ÄěAir Force Base‚Äú (AFB) bezeichnet, au√üerhalb dagegen als "Air Base" (AB) oder kleinere als "Air Station" (AS). Milit√§rflugpl√§tze der anderen Teilstreitkr√§fte haben abweichende Bezeichnungen.

US-Militärflugplätze außerhalb der USA (Auswahl)

US-Militärflugplätze in Deutschland (Auswahl)

Einzelnachweise

  1. ‚ÜĎ Factsheet der Air Force
  2. ‚ÜĎ Hammond, Grant T.: The U.S. Air Force and the American Way of War, in: McIvor, Anthony: Rethinking the Principles Of War, Annapolis, MD: Naval Institute Press 2005, S. 109
  3. ‚ÜĎ According to historians William T. Y‚ÄôBlood and Walter J. Boyne, FEAF alone flew a total of 720,980 sorties, including over 92,000 close air support, 192,581 interdiction, over 20,000 bombing, 210,000 cargo, and thousands of reconnaissance and air superiority sorties. FEAF delivered 476,000 tons of ordnance (68 percent of the total amount of ordnance delivered during the war by the United Nations) and destroyed over 900 enemy aircraft. The fight for air supremacy also exacted incredible losses. FEAF lost some 1,466 aircraft (about half or 757 to enemy action). The Navy, Marines, and other United Nations forces lost another 520 aircraft. FEAF also lost 1,180 personnel, with an additional 600 non-fatal casualties reported, aus: A Decisive Presence: The United States Air Force in the Korean War. Zugriff am 11. Mai 2008.
  4. ‚ÜĎ Deutsche Fassung der Verfassung auf der Internetpr√§senz der amerikanischen Botschaft in Deutschland, Seite 3. Zugriff am 1. M√§rz 2008.
  5. ‚ÜĎ Seite 5 des deutschen Verfassungstexts.
  6. ‚ÜĎ Somin, Ilya: Who claims that textualism and originalism lead to the conclusion that teh Air Force is unconstitutional? beim Blog The Volokh Conspiracy vom 29. Januar 2007. Eingesehen am 1. M√§rz 2008.
  7. ‚ÜĎ Rappaport, Michael: Why the Air Force Is Not Unconstitutional vom 17. November 2005 bei Discourse.net. Zugriff am 1. M√§rz 2008.
  8. ‚ÜĎ Wortlaut des Paragraphen auf der Internetpr√§senz der Cornell Law School. Funddatum: 1. M√§rz 2008.
  9. ‚ÜĎ Schilderung der Kernkompetenzen und Grundfertigkeiten auf der Website der Air Force. Zugriff am 1. M√§rz 2008.
  10. ‚ÜĎ Air Force Magazine Vol. 91, No. 5 (Mai 2008), S. 60ff.
  11. ‚ÜĎ vgl. King, Samuel Jr.: Air Force officials take step toward cleaner fuel, energy independence, in: Inside Eglin AFB, 26. M√§rz 2010. Zugriff am 1. April 2010.
  12. ‚ÜĎ Paur, Jason: Air Force Debuts Biofuel-Guzzling Warthog, in: Wired.com, 30. M√§rz 2010. Zugriff am 1. April 2010.

Literatur

Weblinks

 Commons: United States Air Force ‚Äď Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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  • United States Air Force ‚ÄĒ n. the aviation branch of the United States armed forces ‚Ķ   English World dictionary

  • United States Air Force ‚ÄĒ USAF redirects here. For other uses, see USAF (disambiguation). The U.S. Air Force redirects here. For the song, see The U.S. Air Force (song). United States Air Force ‚Ķ   Wikipedia

  • United States Air Force ‚ÄĒ ¬ę USAF ¬Ľ redirige ici. Pour les autres significations, voir USAF (homonymie). United States Air Force ‚Ķ   Wikip√©dia en Fran√ßais

  • United States Air Force ‚ÄĒ –í–ĺ–Ķ–Ĺ–Ĺ–ĺ –≤–ĺ–∑–ī—É—ą–Ĺ—č–Ķ —Ā–ł–Ľ—č –°–®–ź United States Air Force (USAF) –≠–ľ–Ī–Ľ–Ķ–ľ–į –í–í–° –°–®–ź –ď–ĺ–ī —Ą–ĺ—Ä–ľ–ł—Ä–ĺ–≤–į–Ĺ–ł—Ź 18 —Ā–Ķ–Ĺ—ā—Ź–Ī—Ä—Ź 1947 –≥–ĺ–ī–į –°—ā—Ä–į–Ĺ–į ‚Ķ   –í–ł–ļ–ł–Ņ–Ķ–ī–ł—Ź

  • United States Air Force ‚ÄĒ noun the airforce of the United States of America; the agency that defends the United States through control and exploitation of air and space ‚ÄĘ Syn: ‚ÜĎU. S. Air Force, ‚ÜĎUS Air Force, ‚ÜĎAir Force, ‚ÜĎUSAF ‚ÄĘ Hypernyms: ‚ÜĎagency, ‚ÜĎfederal agency, ‚ÜĎ ‚Ķ   Useful english dictionary

  • United States Air Force ‚ÄĒ the permanent or regular military air force of the United States, established in 1947 as a separate service under the authority of the Department of Defense: a branch of the U.S. Army before 1947. Abbr.: USAF * * * ‚Ķ   Universalium

  • United States Air Force ‚ÄĒ noun The branch of the United States armed forces established to conduct aerial combat, defend domestic airspace, and operate military satellite systems. Abbreviated as US Air Force or USAF ‚Ķ   Wiktionary

  • United States Air Force Security Forces ‚ÄĒ Security Forces Badge Active As Military Police (1942 1948) ‚Ķ   Wikipedia

  • United States Air Force, The ‚ÄĒ ‚Ė™ United States military (USAF),¬† ¬†one of the major components of the United States armed forces, with primary responsibility for air warfare, air defense, and the development of military space research. The Air Force also provides air services… ‚Ķ   Universalium

  • United States Air Force Thunderbirds ‚ÄĒ United States Air Force Thunderbirds ‚Ķ   Deutsch Wikipedia


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