United States Army

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United States Army
United States Army
Wappen des Department of the Army
Wappen des Department of the Army
Aufstellung 1789
Land Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten
StreitkrÀfte StreitkrÀfte der Vereinigten Staaten
Teilstreitkraft Heer
StÀrke 539.675 Regular Army
360.351 Army National Guard
197.024 United States Army Reserve
1.097.050 Gesamt Fiskaljahr 2008[1]
Motto "This We'll Defend"

Das werden wir verteidigen

Wie die Air Force verwendet die United States Army in der Öffentlichkeitsarbeit nicht das Wappen ihres Ministerialressorts, sondern ein modernes, firmenĂ€hnliches Logo.

Die United States Army ist das Heer der StreitkrĂ€fte der Vereinigten Staaten und der grĂ¶ĂŸte der sieben Uniformed Services of the United States. Sie wurde im Jahre 1775 wĂ€hrend des amerikanischen UnabhĂ€ngigkeitskrieges aufgestellt und trug maßgeblich zur Entstehung der Vereinigten Staaten bei. Der Auftrag der Army, wie sie im offiziellen Sprachgebrauch genannt wird, ist die Wahrung US-amerikanischer Interessen mit militĂ€rischen Mitteln. Dazu unterhĂ€lt sie StĂŒtzpunkte auf der gesamten Welt.

Die Army gilt aufgrund ihrer AusrĂŒstung und MobilitĂ€t als das kampfstĂ€rkste Heer weltweit und verfĂŒgt mit 522.648 aktiven Soldaten im November 2007 [2] ĂŒber das weltweit zweitgrĂ¶ĂŸte Heer nach der Volksbefreiungsarmee der VR China. Bei Einbeziehung der beiden Reserveinstanzen hatte sie im Fiskaljahr 2006 eine StĂ€rke von ĂŒber 1.039.053 Soldaten.[3] ZusĂ€tzlich verfĂŒgte sie im Dezember 2010 ĂŒber 250.000 zivile Mitarbeiter.[4]

Die US Army war an allen großen Kriegen des 20. Jahrhunderts mit US-amerikanischer Beteiligung sowie an Dutzenden Kurzinterventionen der USA beteiligt. Seit dem Zweiten Weltkrieg gilt sie als das bestausgerĂŒstete und mobilste Heer der Welt. Vor allem seit dem Ende des Kalten Kriegs wird sie jedoch von militĂ€risch unterlegenen Gegnern mit Taktiken der asymmetrischen KriegfĂŒhrung konfrontiert.

Der Begriff United States Army wird hĂ€ufig ungenau als „US-Armee“ ins Deutsche ĂŒbersetzt. TatsĂ€chlich umfasst er nur die Teilstreitkraft Heer, wĂ€hrend unter der Armee eines Landes in der deutschen Sprache in aller Regel die Gesamtheit der StreitkrĂ€fte verstanden wird. In den USA können mit dem Begriff Army zusĂ€tzlich die beiden Reservekomponenten Bundesreserve und Nationalgarde gemeint sein. Dieser Artikel beschrĂ€nkt sich auf das Berufsheer.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

→ Hauptartikel: Geschichte der United States Army und MilitĂ€rgeschichte der Vereinigten Staaten

Vorgeschichte bis zum Ende des 18. Jahrhunderts

Farblithographie zu den Indianerkriegen von 1899.

Die militĂ€rische Neuzeit auf nordamerikanischem Territorium begann mit der Ankunft der ersten Siedler im frĂŒhen 17. Jahrhundert. GemĂ€ĂŸ ihrer Herkunft orientierten sich die Bewaffneten unter den Siedlern an britischen MilitĂ€rtraditionen, mussten sie jedoch an neue Bedingungen anpassen, wie die geringe Besiedlung und das spontane Vorgehen der Indianer. Vor dem Hintergrund wiederkehrender Auseinandersetzung mit den Indianern glichen sich die Taktiken der beiden Bevölkerungsgruppen aneinander an, wobei die Siedler aus einer stĂ€rkeren militĂ€rischen Tradition aus Europa schöpften.

SpĂ€ter gingen die Siedler dazu ĂŒber, sich kollektiv zu verteidigen, indem sie entlang der durch die Besiedlung konsolidierten Grenzen Forts errichteten. Das Milizsystem, das sich im britischen Mutterland nach der gewaltsamen inneren Konsolidierung durch Oliver Cromwell und die Zuwendung zur europĂ€ischen Prestigepolitik als zunehmend untauglich erwiesen hatte, erfuhr in Nordamerika eine Renaissance. Dies lag daran, dass es durch seine lockere Organisation und seinem Ursprung im britischen Ritterwesen in Verbindung mit den neuen Taktiken individuellen Einsatz und individuelle Verantwortung betonte.

1747 grĂŒndete die Britische Krone die erste stehende Einheit auf nordamerikanischem Boden, wobei diese [5] Aus ihren EinsĂ€tzen lernte diese Einheit schnell von den Franzosen und von den Taktiken der Indianer, wie zum Beispiel den Hinterhalt oder den Kampf im Wald, die zuvor nicht gebrĂ€uchlich waren. Sie waren in ihrer Heimat im Krieg gegen die Franzosen eingesetzt.

Aufstellung
George Washington und Lafayette im Forge-Tal. Kopie eines GemÀldes von John Ward Dunsmore aus dem Jahre 1907.

Am 14. Juni 1775, nach Ausbruch des Amerikanischen UnabhĂ€ngigkeitskrieges, hob der Kontinentalkongress zehn Kompanien fĂŒr Operationen zu Lande aus[6] und ernannte George Washington zum Oberbefehlshaber der „Kontinentalarmee“, die fĂŒr die bisher unorganisierten Milizen und Freiwilligen eine Kommandostruktur bieten sollte. Sie war zu diesem Zweck in sechs regionale Departements eingeteilt. Der Kontinentalarmee stand ein erfahrenes, gut organisiertes und ausgerĂŒstetes Kontingent der britischen Krone mit UnterstĂŒtzung hessischer Söldner gegenĂŒber. Den fĂŒr die UnabhĂ€ngigkeit kĂ€mpfenden KrĂ€ften gelang es, so lange einen vernichtenden Schlag der königlichen Truppen zu vermeiden, bis nach und nach die diplomatisch gewonnene UnterstĂŒtzung griff. Der ehemalige preußische General Friedrich Wilhelm von Steuben verbesserte Organisation und Ausbildung der Kolonistentruppen, wĂ€hrend der Franzose Pierre Augustin Caron de Beaumarchais die Bewaffnung entscheidend verbesserte. Derart verstĂ€rkt begegnete die Kontinentalarmee den Briten zunehmend in offener Feldschlacht. Deren Position verschlechterte sich durch Versorgungsschwierigkeiten und die Zerstreuung der Truppen in der Region zunehmend, sodass sie den Krieg verloren. Bis zur endgĂŒltigen Abwehr der Briten starben 4000 Soldaten der Kontinentalarmee.

Thomas Jefferson grĂŒndete 1802 in West Point, New York, die United States Military Academy. Sie war in den Vereinigten Staaten die erste ihrer Art und wurde auf einem der strategisch wichtigsten Vorposten des Krieges errichtet. Die US Military Academy brachte viele militĂ€rische und politische FĂŒhrungspersönlichkeiten in jeder historischen Epoche des Landes hervor, unter anderem Ulysses S. Grant und Dwight D. Eisenhower.

AusfĂŒhrung der US-amerikanischen Indianerpolitik

Anfang 1790 wurde General Arthur St. Clair mit der Landgewinnung im Gebiet der heutigen US-Bundesstaaten Indiana und Ohio und damit mit der systematischen Vertreibung der dortigen Indianer beauftragt. Dies dauerte insgesamt fĂŒnf Jahre, da St. Clair zusĂ€tzlich Befestigungen und eine bleibende militĂ€rische Infrastruktur aufbaute.

Insgesamt vertrieb die Army noch bis 1891 Indianer aus ihren Siedlungsgebieten. Im Gegensatz dazu leitet die US Army Teile ihrer Tradition von den Indianern ab, wie zum Beispiel die Namensgebung ihrer Hubschrauber.

19. Jahrhundert

Britisch-Amerikanischer Krieg von 1812

Im Nachgang des UnabhĂ€ngigkeitskrieges nutzte Großbritannien seine Seemacht dazu, der jungen US-amerikanischen Nation ihre Verwundbarkeit zur See zu demonstrieren. WĂ€hrend der napoleonischen Kriege zwischen Großbritannien und Frankreich wurden auch die Seerechte der neutralen USA verletzt. Die Royal Navy brachte US-amerikanische Schiffe auf, zwangsrekrutierte US-amerikanische Seeleute und blockierte neutrale SeehĂ€fen, um den Handel mit Frankreich zu unterbinden.

Diese Ereignisse nahm der damalige PrĂ€sident James Madison am 18. Juni 1812 zum Anlass, Großbritannien den Krieg zu erklĂ€ren, mit dem Ziel, den Osten Kanadas zu erobern. Ebenso wie die Marine war auch das Heer dem britischen GegenĂŒber unterlegen, spekulierte jedoch auf den Überraschungseffekt, die Ortskenntnis und den stĂ€rkeren politischen Willen. Die meisten KĂ€mpfe zwischen den StreitkrĂ€ften beider Nationen fanden an der Grenze zwischen den USA und dem heutigen Kanada sowie in der Gegend der Chesapeake Bay statt. Es gelang den zunĂ€chst desorganisierten und schlecht ausgerĂŒsteten US-Amerikanern jedoch nicht, einen entscheidenden Sieg ĂŒber die Briten zu erringen, obwohl das Heer sich im Laufe des Krieges professionalisierte. Zum ersten Mal spielten Artillerieeinheiten der Army eine gewichtige Rolle in den Schlachten.

Die US-Amerikaner erreichten somit nicht ihr Ziel, die ihnen mittlerweile verhassten Briten endgĂŒltig aus Nordamerika zu verdrĂ€ngen. Die von den Briten geplante Eroberung von Baltimore und New Orleans (letztere mit Hilfe der Franzosen) konnten sie verhindern. Da sie einen weitaus massiveren Einsatz der Briten in Nordamerika befĂŒrchteten, stimmten sie dem Frieden von Gent zu. In der US Army hatten in diesem Krieg fast 290.000 Soldaten gedient, 2.000 davon waren gefallen.

Mexikanisch-Amerikanischer Krieg
Ölmalerei zur Schlacht von Veracruz

Bis zu den 1840ern war die Army eine kleine und dennoch schlagkrĂ€ftige Bodenstreitkraft geworden. In dieser Zeit machten die Vereinigten Staaten GebietsansprĂŒche gegenĂŒber Mexiko geltend, nachdem sie Texas 1845 in die Union aufgenommen hatten, welches sich 1836 fĂŒr unabhĂ€ngig erklĂ€rt hatte.

In der militĂ€rischen Auseinandersetzung mit dem sĂŒdlichen Nachbarn, die von 1846 bis 1848 andauerte, eroberte die Army nicht nur die restlichen Gebiete von Texas, sondern auch die Region des heutigen US-Bundesstaates New Mexico. Es war der erste Einsatz des Heeres, der ĂŒberwiegend auf fremdem Territorium stattfand. Die Entfernung vom bisherigen Staatsgebiet stellte wĂ€hrend der KĂ€mpfe eine gewaltige logistische Herausforderung fĂŒr die noch junge Streitmacht dar und machte nach der Kapitulation der Mexikaner die erste jemals von den USA eingesetzte MilitĂ€rverwaltung erforderlich. Im direkten Vergleich waren die Mexikaner zwar zahlenmĂ€ĂŸig ĂŒberlegen, demgegenĂŒber verfĂŒgte die Army jedoch ĂŒber eine effiziente Artillerie und ĂŒberlegene Taktiken. Die territoriale BedrĂ€ngung der Navajo ging mit dem laufenden Krieg Hand in Hand, hielt jedoch bis 1853 an. Von 79.000 gedienten Heeressoldaten fielen 1.700 im Kampf und 11.601 starben an anderen Ursachen.

Amerikanischer BĂŒrgerkrieg

Die im Jahre 1861 angegangene Sezession der Konföderierten Staaten zerriss das Heer ebenso wie das ĂŒbrige MilitĂ€r und die Gesellschaft der Vereinigten Staaten im Allgemeinen. Viele bekannte und erfahrene Offiziere des Heeres wie Robert E. Lee und Ulysses Grant, die teilweise Jahrzehnte in Kameradschaft gedient hatten, traten gegeneinander an.

Befehlshaber der Army of the Potomac v.l.n.r., soweit identifiziert: Burnside, Hancock, Couch, Ferro, Patrick, Wilcox, Cochrane, Buford.

FĂŒr den BĂŒrgerkrieg mussten beide Seiten, aufgrund der unzureichenden GrĂ¶ĂŸe der Teile des gespalteten Nationalheeres, ihre Armeen von Grund auf neu aufbauen. Vor dem Hintergrund, dass der Sezessionskrieg den ersten militĂ€rischen Konflikt im jungen Industriezeitalter darstellte, verĂ€nderte sich die KriegsfĂŒhrung auf beiden Seiten stark. WĂ€hrend technische Verbesserungen an den Vorderladern und den Artilleriekanonen den Anwendern Vorteile hinsichtlich der ZuverlĂ€ssigkeit und der Trefferquote mit sich brachten, stellten sie fĂŒr bestimmte Waffengattungen wie die Infanterie und die Kavallerie eine besondere Bedrohung dar, die ihren entsprechenden Blutzoll forderten. Die Schlacht von Shiloh forderte daher mehr Menschenleben als der gesamte UnabhĂ€ngigkeitskrieg. DarĂŒber hinaus vertraute die Union Army ebenso wie ihr GegenstĂŒck zum ersten Mal auf die massive Verlegung von Truppen per Eisenbahn. Die Wehrpflicht unterstĂŒtzte beide Seiten in ihrem Aufbau von Massenheeren.

Im ersten industriellen Krieg der Neuzeit konkurrierten die beiden Armeen gleichwohl ĂŒber den Wert der Kampfkraft hinaus. Auch außerhalb des Schlachtfeldes begann ein sozialer und propagandistischer Wettlauf, beispielsweise um die grĂ¶ĂŸere Tradition oder das bessere soziale Umfeld fĂŒr den Einzelnen. Die Unterschiede zwischen Konföderierten und Unionstruppen waren insgesamt gering. Nach dem Sieg der Nordstaaten wurde die SĂŒdarmee aufgelöst, ehemalige Mitglieder wurden zum Teil in die Unionsarmee integriert.

Bei der Union hatten 2,128 Mio. Soldaten gedient, davon starben 360.000. Die Konföderierten fĂŒhrten weniger genau Buch ĂŒber ihre Verluste, sie werden auf 260.000 geschĂ€tzt, Tod durch Krankheit und andere Ursachen jeweils eingerechnet. Ihre StĂ€rke soll zwischen 750.000 und einer Million betragen haben.[7]

Spanisch-Amerikanischer Krieg
Ein Kavallerieverband erreicht seinen vorlĂ€ufigen StĂŒtzpunkt in Tampa, Florida.

Im ausgehenden 19. Jahrhundert war die innere Konsolidierung der Vereinigten Staaten grĂ¶ĂŸtenteils abgeschlossen. Aufgrund ihres wirtschaftlichen Potenzials entwickelten sich die Vereinigten Staaten zu einer Großmacht, was zu Spannungen mit dem zerfallenden spanischen Weltreich fĂŒhrte. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts sah sich Spanien mit nationalistischen oder panamerikanischen AufstĂ€nden in ganz Lateinamerika konfrontiert. Von einer Mischung aus wirtschaftlichen, hegemonialen und imperialistischen Interessen und einer panamerikanischen, humanitĂ€ren und idealistischen Besorgnis angetrieben, erklĂ€rten die Vereinigten Staaten nach mehreren maritimen Konfrontationen und gegenseitigen Provokationen dem spanischen Königreich Ende April 1898 den Krieg.

Noch am Bild eines Heeres orientiert, welches ein notwendiges Übel in Kriegszeiten darstellt, war die Army auf den Krieg schlecht vorbereitet, zumal er in Übersee stattfand. Daher erwies es sich als glĂŒcklicher Umstand fĂŒr die LandstreitkrĂ€fte, dass die Marine des Landes wesentlich besser gerĂŒstet war und deshalb die Hauptlast des Krieges zu tragen hatte.

Ab dem 16. April 1898 wurden Truppen an die KĂŒste verlegt. Am 20. Juni gingen knapp 16.000 Mann unter General William Rufus Shafter in Daiquiri auf Kuba an Land, um Kurs auf Santiago zu nehmen. Bis zum Ende des Juli 1898 hatten knapp 11.000 Heeressoldaten die Philippinen, den ersten Schauplatz der spanisch-US-amerikanischen Auseinandersetzung besetzt. Manila fiel am 13. August. Unter General Miles landeten knapp 8.000 Mann bei GuĂĄnica auf Puerto Rico, dessen zweitgrĂ¶ĂŸte Stadt Ponce drei Tage spĂ€ter erobert wurde.

Auf Seiten der Army waren im Spanisch-US-amerikanischen Krieg insgesamt 281.000 Soldaten eingesetzt. Die Verluste betrugen weniger als 400 Gefallene, 2.000 Soldaten starben durch andere Ursachen. Aus den militĂ€rischen Erfahrungen heraus, die die Army im Spanisch-US-amerikanischen Krieg hinzugewann, grĂŒndete Kriegsminister Elihu Root am 27. November 1901 das Army War College.

20. Jahrhundert

Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die Army einer Modernisierung unterzogen, die jedoch nur eine relative Angleichung an den internationalen Standard erreichte, da die Verbesserungen ĂŒberwiegend technischer Natur waren.

Phase der Kurzinterventionen

Gleichzeitig bahnte sich eine Reihe von Kurzinterventionen fĂŒr US-amerikanische Interessen an, die bis in 1930er Jahre dauern sollte. An den so genannten Bananenkriegen, der Vielzahl von US-MilitĂ€rinterventionen zur Durchsetzung der Monroe-Doktrin in den Staaten der Karibik und Mittelamerikas, nahm die Army nicht teil, dort brachte die US Navy ausschließlich das United States Marine Corps zum Einsatz, ebenfalls in China und auf Samoa.

Erster Weltkrieg
Rekrutenwerbung der US Army wÀhrend des Ersten Weltkrieges

Zu Beginn des Ersten Weltkrieges 1914 war die US-Armee mit knapp 100.000 Mann in Anbetracht der GrĂ¶ĂŸe des Landes noch relativ schwach. Innerhalb des US-MilitĂ€rs rangierte sie im Grunde nur an dritter Stelle. Andererseits verfĂŒgten die USA als bereits damals grĂ¶ĂŸte Wirtschaftsmacht mit der US Navy ĂŒber die drittstĂ€rkste Kriegsflotte der Welt. Als „Generalprobe“ fĂŒr den Einsatz der Army in Europa diente gleichsam die kurze kriegerische Auseinandersetzung mit Mexiko von 1916/17. Nach dem Eintritt der USA in den Ersten Weltkrieg im April 1917 an der Seite der Entente musste ein geeignetes Massenheer erst geschaffen werden, denn die US-Armee umfasste aufgrund der weitverbreiteten Abneigung gegen eine zu starke zentrale Staatsgewalt nur wenige Berufssoldaten. Nun wurde sie vom United States War Department, angesichts der Herausforderung des Ersten Weltkrieges, mit Wehrpflichtigen und Freiwilligen aufgestockt. Dieses Heer wurde nun offiziell National Army genannt. Der Mangel an FĂŒhrungskrĂ€ften bedingte den schnellen Aufstieg vieler Offiziere, aus deren Reihen spĂ€ter einige berĂŒhmte HeerfĂŒhrer des Zweiten Weltkriegs hervorgegangen sind.

US-amerikanische Soldaten bereiteten sich an der europĂ€ischen Westfront seit 1917 auf den Kampf gegen das deutsche Heer vor, zunĂ€chst noch in geringer Zahl. Im Jahr 1918 jedoch wuchs die Expeditionsstreitmacht allmĂ€hlich auf MillionenstĂ€rke an, jeden Monat wurden Hunderttausende von Soldaten ĂŒber den Atlantik gebracht. Seit dem FrĂŒhsommer 1918 kamen geschlossene US-VerbĂ€nde unter dem Kommando von General John J. Pershing zum Einsatz. Die Meuse-Argonne-Offensive im Herbst 1918 war der grĂ¶ĂŸte militĂ€rische Erfolg der US-Truppen unter General John J. Pershing und durchbrach die deutsche Westfront bei Verdun. Auch an der italienischen Front waren amerikanische Truppen im Einsatz, außerdem im Rahmen der Intervention der WestmĂ€chte an der Seite der Weißen Armee im Russischen BĂŒrgerkrieg. Insgesamt 115.000 GIs starben im Ersten Weltkrieg, die meisten davon aufgrund von Krankheiten wie der Spanischen Grippe in den heimatlichen Ausbildungslagern und in Europa. Etwa 50.000 Mann fielen bei den Kampfhandlungen in Europa. Vor allem das materielle und personelle Übergewicht des US-Heeres beschleunigte den Sieg der alliierten und assoziierten MĂ€chte. Bis Anfang 1923 nahmen US-amerikanische Soldaten an der alliierten Rheinlandbesetzung im Raum Koblenz teil.

1920 wurde die National Army aufgelöst und die militĂ€rischen KapazitĂ€ten der USA zu Land auf den Stand der United States Army zurĂŒckgefĂŒhrt. Außerdem wurden alle Beförderungen, die von 1917 bis 1920 erteilt wurden, rĂŒckgĂ€ngig gemacht.

Zweiter Weltkrieg

In der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg erfuhr die United States Army ab 1933 eine umfassende Modernisierung auf allen Ebenen, da sie zum Teil noch in Schemata aus der Zeit des BĂŒrgerkrieges operierte.

Landung der 82. US-Luftlandedivision bei Grave in den Niederlanden wĂ€hrend der Operation Market Garden

Im Zuge der wachsenden Anspannung in den USA hinsichtlich des Krieges in Europa erteilte der US-Kongress im Februar 1941 die Weisung, die Army of the United States auszuheben, die im Gegensatz zur National Army neben der Regular Army und Freiwilligen die Reserve umfasste, was den Strategen der Vereinigten Staaten zunÀchst neu erschien. Juristisch betrachtet blieben die vorherigen einzelnen StreitkrÀfte bestehen.

Nach dem Kriegseintritt der USA im Dezember 1941 gehörte die militĂ€rische Eroberung der pazifischen Inseln im Zuge des „Island Hopping“ (zu Deutsch: „Inselspringen“) in den Aufgabenbereich des US Marine Corps, wĂ€hrend Heeressoldaten die Inseln sicherten. Die Soldaten der US Army kĂ€mpften vor allem in Europa, ab 1943 in Italien und ab dem 6. Juni 1944 in Frankreich. Der Oberkommandierende der alliierten ExpeditionsstreitkrĂ€fte, Dwight D. Eisenhower, war Angehöriger der Army. Von den ungefĂ€hr 291.000 wĂ€hrend des Krieges in Europa getöteten Soldaten gehörten knapp 234.000 der Army an. Auf dem Höhepunkt ihres Personalstandes verzeichnete die Army of the United States ĂŒber 8,3 Mio. Soldaten, einen nie wieder erreichten Wert.

Auch diesmal setzte die Army nach Kriegsende alle Dienstgrade auf den Vorkriegszustand zurĂŒck. Sie wurde darĂŒber hinaus von einer Explosion ihres Sozialbudgets ĂŒberrascht, da Veteranen nach ehrenhafter Entlassung viele VersorgungsansprĂŒche geltend machen konnten.

In Europa und Nordafrika verschaffte das Eingreifen des US-amerikanischen Heeres den alliierten StreitkrĂ€ften endgĂŒltig das militĂ€rische Übergewicht, das zusammen mit dem Zusammenbruch der deutschen Ostfront den Sieg der Anti-Hitler-Koalition ermöglichte.

Im Laufe des Krieges hatte die Abwicklung von Operationen und Logistik per Lufttransport rasant an Bedeutung gewonnen. Das Flugzeug ermöglichte eine bis dahin fĂŒr unmöglich gehaltene Anzahl an Luftlandeoperationen, beispielsweise in der Normandie oder in den Niederlanden. Aus dieser Zeit rĂŒhrt die ĂŒberdurchschnittliche Reputation der LuftlandeverbĂ€nde des Heeres.

Noch weitaus wichtiger war der Beitrag der Heeresluftwaffe (USAAF). Ihre Bedeutung hatte vor allem aufgrund des jahrelangen strategischen Luftkrieges der Westalliierten gegen die „Festung Europa“, in den riesige Mittel investiert worden waren, enorm zugenommen. Das kam auch im „Blutzoll“ der US-Heeresluftwaffe zum Ausdruck. Allein in den KampfeinsĂ€tzen an allen Fronten des Krieges hatte sie ĂŒber 50.000 Mann an Toten verloren. Schließlich ĂŒberfĂŒhrte die Bundesregierung die USAAF 1947 als selbstĂ€ndige Teilstreitkraft in die neugegrĂŒndete US Air Force.

Die Haltung der Bevölkerung der Vereinigten Staaten gegenĂŒber MilitĂ€r und RĂŒstung wandelte sich vor dem Hintergrund des sich anbahnenden Kalten Krieges stark. Das Vordringen des Kommunismus in Europa und Asien seit 1945 wurde als Bedrohung angesehen.

Weltweite Stationierung

Auf Grundlage der bei Kriegsende erreichten Positionen in Europa und Asien bauten die Vereinigten Staaten allmĂ€hlich ein weltweites StĂŒtzpunktsystem auf, in das auch die Army mit großen Kontingenten eingebunden war. InitialzĂŒndung hierfĂŒr war der Koreakrieg, nachdem die in Übersee stehenden US-Truppenkontigente nach 1945 bereits stark reduziert worden waren. Mehrere Divisionen der US-Army wurden dauerhaft in Westdeutschland stationiert. Zur Zeit des Kalten Krieges standen allein dort stĂ€ndig mehr als 200.000 US-Soldaten, zum weit ĂŒberwiegenden Teil Army-Angehörige. Einen weiteren Schwerpunkt bildete SĂŒdkorea.

Koreakrieg
Ein M26 Pershing der Army im Einsatz bei Naktong

Im Koreakrieg wurde abermals ein Massenheer aufgeboten, welches von 1950 bis 1953 in Korea im Rahmen einer militĂ€rischen Intervention der UN zugunsten des SĂŒdens unter FĂŒhrung der Vereinigten Staaten zum Einsatz kam. Da die Demobilisierung des Massenheeres nach dem Zweiten Weltkrieg zu diesem Zeitpunkt weit fortgeschritten war, entwickelte sich die UN-Mission unter FĂŒhrung der US Army fĂŒr das Heer zunĂ€chst ungĂŒnstig. Nach anfĂ€nglichen Misserfolgen, bei der nur der massive Einsatz der Marines die Einkesselung und Vernichtung großer Army-Kontingente verhinderte, konnte die zuweilen sehr kritische Lage stabilisiert werden und die nordkoreanischen Truppen wurden bis an die chinesische Grenze zurĂŒckgedrĂ€ngt. Diese UmstĂ€nde kosteten die Army einiges an Reputation in der US-amerikanischen Bevölkerung und verschĂ€rften die ohnehin vorhandene Konkurrenzsituation zwischen den beiden TeilstreitkrĂ€ften weiter. Durch das Eingreifen der Volksrepublik China in den Konflikt erhöhten sich die Verluste beim Heer bis zum Waffenstillstand auf 30.000 Soldaten, davon 27.000 Gefallene. In der Army hatten mehr als zwei Millionen Mann gedient.

Vietnamkrieg

Bereits lange vor dem offiziellen Ausbruch des Vietnamkrieges im Jahr 1964 waren Einheiten der Green Berets seit 1956 im Operationsgebiet als MilitĂ€rberater aktiv. Als die Zahl der in Vietnam anwesenden Soldaten im Jahre 1963 die Marke von 16.000 ĂŒberschritt, ließ sich der Anschein eines auf Beratung beschrĂ€nkten Konflikts der Army nicht mehr aufrechterhalten, sodass der Krieg in SĂŒdostasien zu eskalieren begann.

Die Intervention der Vereinigten Staaten in Vietnam entwickelte sich fĂŒr die Army zu einem Debakel, weil die ĂŒberwiegend aus Wehrpflichtigen bestehenden VerbĂ€nde in einen Kampfeinsatz geschickt wurden, dessen LegitimitĂ€t immer stĂ€rkeren Zweifeln aus dem Inland ausgesetzt war und der „Vietcong“ sie mit Situationen konfrontierte, denen sie oftmals nicht gewachsen waren. Der Kampf im Dschungel gegen einen gut trainierten und hoch motivierten Feind zeigte schnell MĂ€ngel in Einsatzkonzept, Ausbildung und AusrĂŒstung auf, da die Army allein auf das in vorangegangenen Kriegen erfolgreich angewandte Konzept der klassischen Großoperation mit massiver Feuerkraft ausgerichtet war und sich erstmals dem PhĂ€nomen der asymmetrischen KriegfĂŒhrung konfrontiert sah. Erst im Laufe des Konfliktes begannen entsprechend ausgebildete und ausgerĂŒstete Spezialeinheiten in grĂ¶ĂŸerem Stil mit den gleichen Taktiken wie der „Vietcong“ parallel zu konventionellen HeeresverbĂ€nden zu operieren.

Das Konzept der Luftkavallerie zum Ein- und Ausfliegen von Soldaten (hier Mitglieder der 25. US-Infanteriedivision im Jahre 1966) kam erstmals wÀhrend des Vietnamkriegs zum weitlÀufigen Einsatz.

Im Laufe des Konfliktes sammelte die US Army Erfahrungen in der GuerillakriegfĂŒhrung, die die Ausbildung der Soldaten seither beeinflusst hat. DarĂŒber hinaus trug die Taktik der FNL zur GrĂŒndung diverser US-amerikanischer Spezialeinheiten bei.

Trotz der lehrreichen Erfahrungen in Vietnam entwickelte sich der zehnjĂ€hrige Konflikt zu einem großen Trauma, speziell fĂŒr die stark infanteristisch geprĂ€gte Army. Auf Betreiben mehrerer Organisationen und Kampagnen, zu denen sich viele Soldaten zusammengeschlossen hatten, war die Politik genötigt, die außerdienstliche Betreuung fĂŒr Soldaten auszubauen, was sie zunĂ€chst nur widerwillig umsetzte. Hauptaspekt war neben der Beendigung des Krieges die psychologische Betreuung der Soldaten wĂ€hrend des Einsatzes und danach. Im Laufe der Zeit wurde mit diesen Einrichtungen im Sinne einer umfassenden Versorgung der Soldaten immer stĂ€rker geworben. Aus der Ära des Vietnamkrieges stammt die Neigung vieler Mitglieder der Army, sich als Opfer der Politik und als von der US-amerikanischen Gesellschaft missverstanden zu sehen.

Trotz aller Entschlossenheit bemĂ€ngelte sogar das Offizierskorps die KriegsfĂŒhrung. Es stellte fest, dass die Wehrpflicht keineswegs vonnöten, sondern im Gegenteil eher hinderlich gewesen sei, was sich im ZahlenverhĂ€ltnis von einem Offizier zu drei Soldaten im Mannschaftsdienstgrad widerspiegelte.

Die gestiegene, vor allem gegen die Infanterie gerichtete Aversion sorgte fĂŒr einen stetigen RĂŒckgang der jĂ€hrlichen Rekrutierungszahlen, bis nach dem öffentlichkeitswirksam gefĂŒhrten Zweiten Golfkrieg eine gegenteilige Entwicklung einsetzte.

Von den 58.000 US-amerikanischen Toten des Vietnamkrieges waren von den Soldaten des Heeres 31.000 im Kampf gefallen und 7.200 an anderen Ursachen gestorben.

Zweiter Golfkrieg (Operation Desert Shield / Desert Storm)
Pioniere entschÀrfen wÀhrend des Zweiten Golfkriegs Minen mit einem M728.

Im Zweiten Golfkrieg hatte die Army die Aufgabe, in einer Koalition aus 500.000 Soldaten der insgesamt 30 teilnehmenden Nationen die irakischen Truppen ins eigene Land zurĂŒckzudrĂ€ngen, wĂ€hrend Marines das zuvor vom Irak ĂŒberfallene Kuwait befreiten. Nach vier Tagen wurde die erfolgreiche Bodenoffensive der US Army angehalten, weil ein Sturz Saddam Husseins den sicherheitspolitischen Bedenken der USA entgegenstand. Das territoriale Auseinanderbrechen des Irak entlang der ethnischen Grenzen lag nicht im strategischen Interesse der von PrĂ€sident George Bush sen. gefĂŒhrten Regierung. 224 Soldaten der Army fielen wĂ€hrend dieses Krieges. WĂ€hrend dieser Operation wurde erstmals das System der „Network Centric Warfare“ angewandt, der digitalisierten Vernetzung und FĂŒhrung aller Einheiten.

Somalia

In Somalia sollten die beiden Army-Spezialeinheiten Rangers und Delta Force zusammen mit der 10. US-GebirgsjĂ€gerdivision im Rahmen der Operation Restore Hope nach Abzug zweier Divisionen der US Marines die humanitĂ€ren Aktionen der UNO ĂŒberwachen.

In der Schlacht von Mogadischu erreichten die Soldaten gegen eine schlecht ausgerĂŒstete und ausgebildete zehnfache Übermacht von Clanmilizen ein blutiges Patt, bevor sie sich zurĂŒckziehen mussten. Nach dem Kampf und mittlerweile 31 Toten wuchs der politische Druck auf US-PrĂ€sident Clinton so stark an, dass er das US-amerikanische Engagement in Somalia endgĂŒltig abbrechen musste.

21. Jahrhundert

Transformation der United States Army
Grafische Zusammenfassung des aktuellen Transformationskonzeptes

Nach dem Auseinanderbrechen der Sowjetunion und des Warschauer Paktes wurde der MilitĂ€rhaushalt wĂ€hrend der 1990er Jahre drastisch gekĂŒrzt. Nach dem 11. September 2001 hatte sich die Strategie des Pentagon bereits von einfachen KĂŒrzungen, Verschlankungen und Verkleinerungen hin zur so genannten „Transformation der US Army“ gewandelt. Diese Doktrin fokussiert die US Army auf schnellen, effizienten Kampf, der eine Verlegung massiver Heereseinheiten, wie zum Beispiel noch im Zweiten Golfkrieg, ĂŒberflĂŒssig macht.

Am Ende der Transformation, die 2009 abgeschlossen sein soll, wird sich die Planungsgrundlage von den zehn im Jahre 2006 noch existierenden Divisionen auf anvisierte 42 bis 43 Brigaden verschoben haben. Faktisch sind mit der neuen Struktur Divisionen nicht mehr existent, ihre WiedereinfĂŒhrung durch den modularen Aufbau ohne Weiteres möglich.[8]

Afghanistan
In der zerklĂŒfteten afghanischen Topographie erhöhen Hubschrauber die ManövrierfĂ€higkeit des Heeres in großem Umfang.

Als Reaktion auf die TerroranschlĂ€ge am 11. September 2001 griff eine US-gefĂŒhrte Koalition im Rahmen der Operation Enduring Freedom in Afghanistan ein, um das Taliban-Regime zu stĂŒrzen. Daran beteiligt waren seitens der Army zumeist Spezialeinheiten, da grĂ¶ĂŸere Bodenoperationen afghanischen VerbĂŒndeten ĂŒberlassen wurden. In der darauf folgenden Zeit mussten US-amerikanische Einheiten immer wieder Offensiven gegen AufstĂ€ndische starten. Seit 2006 wurden die meisten Kontingente der Army aus der Operation Enduring Freedom ausgegliedert und der getrennten NATO-gefĂŒhrten ISAF-Mission unterstellt.

In Afghanistan starben bisher knapp 1007 Soldaten der US Army (Stand Mai 2011).[9]

Irak-Krieg

Die oben beschriebene Doktrin wurde im Irak-Krieg bei der Operation Iraqi Freedom erfolgreich erprobt. Die Anzahl der beteiligten Soldaten erreichte nur ein Viertel der MannschaftsstĂ€rke von Desert Storm, aber die verbliebenen KrĂ€fte kooperierten dank der neu eingefĂŒhrten Auftragstaktik[10] und erheblich verbesserter Kommunikation besser als zuvor. Im Vergleich verliert die Anzahl der vier beteiligten Divisionen an Aussagekraft, da den sonst im internationalen Vergleich eher kleinen Divisionen der Armee die grĂ¶ĂŸtmögliche Anzahl von Truppen beigeordnet wurde. So genĂŒgte eine einzige Brigade, um Bagdad einzunehmen und zu halten, bis weitere zur Sicherung eintrafen.

Die politische Stabilisierung des Landes bereitet der US Army weit grĂ¶ĂŸere Probleme. Wurden wĂ€hrend der offiziellen Kampfhandlungen (20. MĂ€rz 2003 bis 1. Mai 2003) nur 68 Army-Soldaten getötet, waren es nach Abschluss des Feldzugs insgesamt 3002 (andere TeilstreitkrĂ€fte nicht einberechnet – Stand: 12. September 2008). Als Grund fĂŒr den Misserfolg werden vor allem die mangelhafte Kenntnis der arabischen Kultur sowie die ungenĂŒgende Ausbildung fĂŒr Friedensmissionen angefĂŒhrt.

Kriegsverbrechen

Army-Soldaten erschossen mit 503 Personen fast die ganze Bevölkerung des Dorfes Son My, international als My Lai bekannt.

Soldaten der US Army haben in mehreren Kriegen Kriegsverbrechen begangen. Das Massaker von My Lai wĂ€hrend des Vietnamkrieges erregte dabei das grĂ¶ĂŸte Aufsehen. Nach dem Irakkrieg 2003 wurde der Abu-Ghuraib-Skandal bekannt. In Afghanistan wurden Soldaten der Exekution ganzer Gefangenengruppen beschuldigt. In einem weiteren Fall sollen Soldaten das Verdursten einer Gruppe gefangen genommener Taliban in einem verriegelten Lkw-Container zu verantworten haben.[11] Im September 2006 wurden weitere VorwĂŒrfe laut: Die „Los Angeles Times“ hatte zusammen mit der Nichtregierungsorganisation „Crimes of War Project“ recherchiert, dass zehn Mitglieder einer Special-Forces-Einheit der Nationalgarde aus Alabama auf ihrem StĂŒtzpunkt Gardez in Afghanistan im FrĂŒhjahr 2003 mehrere Personen, davon einige zu Tode gefoltert und daran anschließend eventuelle Aussagen abgestimmt haben sollen.[12][13]

Auch aus dem Zweiten Weltkrieg sind einige Kriegsverbrechen der Army bekannt. Angehörige der 45. US-Infanteriedivision erschossen zum Beispiel 1943 auf Sizilien deutsche und italienische Kriegsgefangene.

Im Philippinisch-US-amerikanischen Krieg und Moro-US-amerikanischen Krieg begingen die Truppen der Vereinigten Staaten zahlreiche Kriegsverbrechen. Es kam zu systematischem Einsatz von Folter, Geisel- und Gefangenenerschießungen, Ermordung von Zivilisten und Entvölkerung ganzer Landstriche.[14]

Auftrag und Doktrin

Verfassungsrechtlich ist das Heer der Vereinigten Staaten wie die Gesamtheit der StreitkrĂ€fte in Artikel II, Abschnitt 2, Absatz I, Satz 1 und Artikel I, Abschnitt 8, Satz 11 und 14 der Verfassung der Vereinigten Staaten legitimiert.[15] Die Ausgestaltung des Auftrags der Army findet in Untertitel B, Teil I, Kapitel 307, § 3062 des Zehnten Buches des United States Code statt. Dieser Paragraph[16] legt neben dem Auftrag auch die Zusammensetzung der Landstreitkraft und die Zugehörigkeit zu ihr fest. Sie lautet in der Übersetzung:

„(a) Es ist das Bestreben des Kongresses, ein Heer bereitzustellen, das in Verbindung mit den anderen bewaffneten [Teil]StreitkrĂ€ften dazu in der Lage ist,

(1) Frieden und Sicherheit in den Vereinigten Staaten und deren Staatengemeinschaft [Commonwealth], in deren Besitzungen und allen von den Vereinigten Staaten besetzten Gebieten zu bewahren und deren Verteidigung zu gewÀhrleisten;
(2) die nationale Politik zu unterstĂŒtzen;
(3) die nationalen Zielvorstellungen umzusetzen;
(4) jeglichen Staat, der aggressive Handlungen begeht, die den Frieden und die Sicherheit der Vereinigten Staaten gefĂ€hrden, zu bezwingen.“

Absatz (b) legt fest, dass das Heer vor allem fĂŒr „unverzĂŒgliche und nachhaltige KampfeinsĂ€tze fĂŒr den Fall von Bodenoperationen [
] strukturiert, ausgebildet und ausgerĂŒstet“ sein muss (It shall be organized, trained, and equipped primarily for prompt and sustained combat incident to operations on land). Die Army ist „fĂŒr die Bereitstellung von LandstreitkrĂ€ften verantwortlich, die fĂŒr das schlagkrĂ€ftige Betreiben eines Krieges notwendig sind, soweit nicht anders beauftragt, und, in Übereinstimmung mit streitkrĂ€fteĂŒbergreifenden Mobilisierungsplanungen, fĂŒr die Entfaltung der Bestandteile des Heeres [verantwortlich], um den Anforderungen des Krieges gerecht zu werden“ (It is responsible for the preparation of land forces necessary for the effective prosecution of war except as otherwise assigned and, in accordance with integrated joint mobilization plans, for the expansion of the peacetime components of the Army to meet the needs of war).

Die Strategie des Heeres ist in diversen verteidigungspolitischen Papieren festgelegt, die gemĂ€ĂŸ der Außenpolitik der Vereinigten Staaten Diplomatie, MilitĂ€r und Nachrichtendienste in eine eng verzahnte Gesamtkonzeption einbetten. Diese ist in der Nationalen Sicherheits- und Nationalen Verteidigungsstrategie der USA festgehalten, die der Nationale Sicherheitsrat ausarbeitet und aktualisiert. Deren Schwerpunkte liegen derzeit sowohl allgemein als auch auf das Heer bezogen vor allem im Krieg gegen den Terrorismus, der ErfĂŒllung der BĂŒndnispflichten sowie in der Abschreckung der Feinde der USA, bedingt vor allem durch ihre globale PrĂ€senz.[17]

Die grĂ¶ĂŸte Herausforderung sieht die Army derzeit in der BewĂ€ltigung der politisch gestellten Aufgaben bei gleichzeitiger Restrukturierung, Transformation genannt (siehe gleichnamiges Unterkapitel unten). Sie ist die umfangreichste Strukturmaßnahme seit dem National Security Act von 1947. Der eigene Anspruch, aber auch die öffentliche Erwartungshaltung liegen in einer funktionalen, flexiblen Kommandostruktur, die beim Zusammenspiel verschiedener Kompetenzen nicht konkurriert, und darĂŒber hinaus in weltweit projizierbaren, das heißt effektiv einsetzbaren Truppen.

In der Praxis lĂ€uft dies auf den Anspruch hinaus, jederzeit mehrere Kriege am Boden fĂŒhren zu können. Vereinzelt sprechen US-amerikanische Politiker von drei bis vier Konfliktbeteiligungen, sollte dies nötig sein. Angesichts der jĂŒngsten Entwicklungen erscheint dies jedoch unwahrscheinlich, sodass mehrheitlich zwei regionale GroßeinsĂ€tze erwartet werden. Die gelegentliche Forderung einzelner Offiziere nach einer VergrĂ¶ĂŸerung des Heeres steht im Widerspruch zu der nach dem Vietnamkrieg vollstĂ€ndig umgesetzten Freiwilligenarmee. Daher wird vor allem das Szenario der Beteiligung an zwei großen Regionalkriegen, beziehungsweise an einem großen Konflikt und zwei begrenzten verfolgt.[18]

In der Praxis wirft die weltweit zunehmende asymmetrische KriegfĂŒhrung Fragen in Bezug auf diese Gesamtstrategie des Heeres der USA als derzeit effektivste Bodenstreitkraft der Erde auf, weil sie aufgrund ihrer StĂ€rke in Kombination mit ihrer eingeschrĂ€nkten Belastbarkeit in der asymmetrischen KriegfĂŒhrung ein verlockendes Ziel fĂŒr Milizen, bewaffnete Gruppen und Ă€hnliche darstellt. Bisher wurden in diesem Zusammenhang keine Lösungen oder Antworten gefunden, was wahrscheinlich auf die komplexen politischen, sozialen, wirtschaftlichen und psychologischen HintergrĂŒnde dieser sich ausdehnenden Kriegsform zurĂŒckzufĂŒhren ist.

Im Jahr 2008 wurde ein neues „Doctrine Manual“ erlassen, das erstmals StabilisierungseinsĂ€tze auf die gleiche Ebene mit offensiven und defensiven EinsĂ€tzen stellt. Die in der Folge erstellte zentrale Heeresdienstvorschrift FM 3-07 stellt zu StabilisierungseinsĂ€tzen fest, dass „(
)die grĂ¶ĂŸte Bedrohung der nationalen Sicherheit nicht von aufstrebenden Staaten ausgehen wird, sondern von zerfallenden Staaten, die die BedĂŒrfnisse ihrer BĂŒrger nicht mehr erfĂŒllen können oder wollen“. Daher kann es Aufgabe der Army werden, zivile Infrastruktur zu reparieren oder funktionierende lokale Regierungen aufzubauen.[19]

Budget

Über 17 Haushaltsjahre hinweg bekam das Heer knapp 17 Prozent des MilitĂ€retats zugewiesen.

Das Budget der Army wird im Haushaltsjahr 2009 knapp 141 Mrd. US$ betragen. Dies ist eine Steigerung gegenĂŒber dem Vorjahr um 10 Mrd. und um 30 Mrd. gegenĂŒber dem Haushalt 2007. Den grĂ¶ĂŸten Anteil daran haben mit ungefĂ€hr 36 Prozent die Ausgaben fĂŒr das militĂ€rische Personal, sie werden im Jahre 2009 knapp US$ 51 Mrd. ausmachen. Die Fixkosten fĂŒr laufende Operationen sind innerhalb von zwei Jahren von 32 Mrd. auf 40 Mrd. Dollar angestiegen, die Beschaffungskosten von 15,4 Mrd. auf 26,2 Mrd. Dollar. Hintergrund ist das „Grow the Army“-Programm (siehe oben) sowie die beschleunigte Beschaffung neuer AusrĂŒstungsgegenstĂ€nde wie Hubschrauber und Fahrzeuge. Der Anstieg der laufenden Kosten erklĂ€rt sich mit der Verbesserung der „Dienste fĂŒr die LebensqualitĂ€t“ der Soldaten und ihrer Familien ebenso wie mit gesteigerten Rekrutierungskosten.[20]

Obwohl grĂ¶ĂŸte Teilstreitkraft, bekam die Army in den letzten 17 Jahren regelmĂ€ĂŸig nur 17 Prozent des Wehretats (siehe auch Grafik rechts).[21]

Organisation

Im Folgenden wird neben den drei sogenannten Komponenten sowohl die vertikale als auch die horizontale Organisation des Heeres der Vereinigten Staaten erlĂ€utert. Der Begriff „vertikale Befehlskette“ bezieht sich auf die Kommandostruktur von der Spitze bis zur Verbandsebene, „horizontale Befehlskette“ auf deren AusprĂ€gung in Waffengattungen, Regionen und anderen Organisationsbereichen.

Komponenten

Als Berufsheer bietet die United States Army verschiedene Möglichkeiten, freiwillig in ihr Dienst zu leisten. Dabei wird das Berufsheer von zwei Reserveinstanzen ergĂ€nzt, deren unterschiedlicher Charakter auf die unterschiedliche Regelung des Wehrdienstes und unterschiedliche Aufgabenzuteilung grĂŒndet. Diese unterschiedlichen Organisationsbereiche werden im allgemeinen Sprachgebrauch als components (deutsch: „Komponenten“) gehandhabt.

Neben den LuftstreitkrĂ€ften ist die Army die einzige Teilstreitkraft der USA, die ĂŒber drei Komponenten verfĂŒgt. Neben dem Berufsheer gibt es eine Bundesreserve, wĂ€hrend die einzelnen Bundesstaaten milizĂ€hnliche Organisationen betreiben, die verwaltungstechnisch in einer Nationalgarde zusammengefasst sind und auf Anweisung des PrĂ€sidenten zum Vollzeitdienst einberufen werden können. Beide Reservekomponenten (reserve components) sind verwaltungstechnisch jeweils in einem Oberkommando zusammengefasst.

Der Einsatz der Reserve und Nationalgardisten ist seit dem Vietnamkrieg proportional wie prozentual kontinuierlich gestiegen, obwohl sie an jedem Krieg der USA seit dem Ersten Weltkrieg teilgenommen haben. Sie waren vor allem an der Operation Desert Storm, an der KFOR-Mission im Kosovo und an der Operation Iraqi Freedom beteiligt. Manche US-BĂŒrger sorgen sich aufgrund des chronischen Mangels an Freiwilligen um eine Reaktivierung der seit dem Vietnamkrieg ausgesetzten Wehrpflicht. Von offizieller Seite wurden solche Planungen bisher immer verneint, und weder in Politik noch Gesellschaft sind aus verschiedenen GrĂŒnden Mehrheiten zu erwarten.

Beide Reserveinstanzen des Heeres berufen sich traditionell auf den Minuteman aus dem UnabhĂ€ngigkeitskrieg, der die Verwurzelung und BĂŒrgernĂ€he der Army einerseits und den furchtlosen und opferbereiten BĂŒrger andererseits symbolisieren soll.

BegĂŒnstigt durch das starke SouverĂ€nitĂ€ts- und SubsidiaritĂ€tsdenken in der politischen Kultur der Vereinigten Staaten gibt es auf bundesstaatlicher Ebene verschiedene Milizen, die teilweise von der Staatsregierung unterstĂŒtzt werden und der Nationalgarde, also der „offiziellen“ Streitmacht des Bundesstaates, zuarbeiten. Mitglieder dieser Vereinigungen wollen sich gewöhnlich nicht vollstĂ€ndig dem Bundesstaat unterordnen. Deswegen kĂŒmmern sich diese Milizen selbst um ihre Organisation, Ausbildung und AusrĂŒstung. Ihr De-facto-Status Ă€hnelt mehr dem einer Behörde als der eines Teils des MilitĂ€rs.

Berufsheer

Das Berufsheer der Vereinigten Staaten wird Regular Army genannt und besteht aus seinen Berufssoldaten und seinen zivilen Angestellten. Die Regular Army umfasste am 30. Dezember 2007 knapp 518.000 Soldaten.[22] Am 30. September 2007 waren darunter ungefĂ€hr 71.800 Frauen.[23] Der Kongress bestimmt jĂ€hrlich die maximale GrĂ¶ĂŸe des Berufsheeres.[24]

Bundesreserve

Emblem der United States Army Reserve

Die Army Reserve wurde am 23. April 1908 gegrĂŒndet und war ursprĂŒnglich zur Bereitstellung medizinischen Fachpersonals konzipiert.

Heute ist die United States Army Reserve die Bundesreserve der United States Army. Ihr kommt eine Zwitterrolle bei der UnterstĂŒtzung des Berufsheeres zu. Mitgliedern der Reserve kann befohlen werden, sowohl bestimmte Posten bei StĂ€ben oder Institutionen aufzufĂŒllen, als auch im Rahmen ihres Verbandes Vorbereitungen und Dienst im Krisen- oder Kriegsgebiet zu leisten. Mitglieder der Army Reserve sind in ihren zivilen Berufen fast durchgehend Spezialisten. Gerade stark berufsbezogene VerbĂ€nde wie die MilitĂ€rpsychologie sind deswegen der Army Reserve untergeordnet, versehen jedoch Vollzeitdienst, soweit sie dies im Rahmen eines Verbandes tun.

Das Hauptquartier der Bundesreserve, das United States Army Reserve Command (USARC), befindet sich in Fort McPherson im Bundesstaat Georgia. Der kommandierende General der Reserve leitet daher sowohl eine Behörde als auch eine militĂ€rische Kommandostelle. Amtsinhaber ist seit dem 25. Mai 2006 Generalleutnant Jack C. Stultz.

Im Haushaltsjahr 2006 verfĂŒgte sie ĂŒber 189.975 MĂ€nner und Frauen.[25]

Die Mitglieder der USAR dienen in Friedenszeiten in einem Turnus, der in den Vereinigten Staaten sprichwörtliche Bedeutung angenommen hat: Two days a month, two weeks a year (zu Deutsch:„Zwei Tage im Monat, zwei Wochen im Jahr“). Das Budget der Army Reserve betrĂ€gt knapp 5,3 Prozent des Gesamtetats der Teilstreitkraft, ihre Organisation ist ĂŒber bestimmte Funktionen fest in das Berufsheer eingebunden. Dazu gehören Internierungsbrigaden, das Anwaltskorps, Eisenbahneinheiten, Ausbildungsbrigaden und Wasserversorgungsbataillone sowie der Großteil der Öffentlichkeitsarbeit, der psychologischen KriegsfĂŒhrung, der Transportgruppen und der KrankenhĂ€user.[26] Somit dient die Bundesreserve nicht ausschließlich Ersatzzwecken, sondern stellt ĂŒberwiegend ergĂ€nzende Funktionen.[27]

Nationalgarde des Heeres

Emblem der Army National Guard

Die Army National Guard (ARNG) ist die zweite Komponente der Heeresreserve und wurde 1903 gegrĂŒndet, als der Militia Act die verschiedenen Staatsmilizen auf eine gemeinsame Organisationsgrundlage stellte. Da diese Milizen von den Gouverneuren der Bundesstaaten unterhalten werden, ist die Zentrale direkt im Verteidigungsministerium in Washington D.C. untergebracht.

Vor dem Jahr 2001 waren Nationalgardisten Soldaten der einzelnen US-Bundesstaaten, sofern sie nicht zur Regular Army (dem Heer der Vereinigten Staaten) einberufen wurden. Dies Ă€nderte sich unter der Regierung von George W. Bush: Zurzeit unterstehen Nationalgardisten sowohl ihren staatlichen Kommandeuren als auch dem Personalreservoir des Berufsheeres. Bei der Pensionierung werden sie wie ehemalige Soldaten der Reserve behandelt, und ab dem 60. Lebensjahr wie Soldaten, die in der Regular Army gedient haben.

Seit dem Jahr 2007 kann der PrĂ€sident der Vereinigten Staaten die Army National Guard ohne Zustimmung der jeweils zustĂ€ndigen Gouverneure einberufen.[28] Im Haushaltsjahr 2006 verfĂŒgte die ARNG ĂŒber 346.255 Mann.[29] Als wichtigste Aufgabe der National Guard galt der Zivil- und Katastrophenschutz. Ihren ersten Großeinsatz erlebte sie im Vietnamkrieg mit knapp 23.000 Mann, die zu einem Jahr vollem Dienst einberufen wurden. Seit den TerroranschlĂ€gen vom 11. September 2001 sind die Nationalgardisten wieder stĂ€rker eingebunden.

Aktivierungsinstanzen

Auch wenn die US Army zurzeit eine vollstĂ€ndige und von den Reserveeinheiten unterstĂŒtzte Berufsarmee ist, so gibt es NotfallplĂ€ne und Maßnahmen zur Einberufung von WehrfĂ€higen fĂŒr den Fall des Notstands oder eines grĂ¶ĂŸeren Krieges, beispielsweise einer Invasion des Territoriums der Vereinigten Staaten oder einem erneuten Weltkrieg.

Zu diesem Zweck ist die Reserve nach VerfĂŒgbarkeit und Tauglichkeit der Reservisten gegliedert. Der PrĂ€sident greift bevorzugt auf die Selected Reserve zurĂŒck, die wie regulĂ€re HeeresverbĂ€nde aufgestellt ist und einzig noch an die tĂ€gliche Routine herangefĂŒhrt werden muss. Die Individual Ready Reserve besteht aus ehemaligen Berufssoldaten und Mitgliedern der Reserve, die keinen Reservistendienst versehen. Sie nehmen weder an den monatlichen und jĂ€hrlichen Übungen teil und werden nicht entlohnt. Ihr militĂ€rischer Wert besteht meistens in den erlernten Berufen und Fertigkeiten. Die letzte administrative Unterteilung ist die Retired Reserve, in der knapp 715.000 aus allen Heereskomponenten registriert sind.[30]

Per Presidential Reserve Call-up (PRC, „prĂ€sidialer Aufruf zum Reservistendienst“) kann der PrĂ€sident der Vereinigten Staaten bis zu 200.000 Mann fĂŒr eine Frist von bis zu 270 Tagen zum Reservistendienst innerhalb der kontinentalen Vereinigten Staaten (CONUS) einberufen. Dies muss er dem Kongress mindestens 24 Stunden zuvor ankĂŒndigen und begrĂŒnden. Im Notfall kann der PrĂ€sident auf eine Partial Mobilization (Teilmobilmachung) zurĂŒckgreifen, bei der eine Million Soldaten bis zu 24 Monate einberufen werden können. Bei einer vollen Mobilmachung muss der Kongress den Notstand erst anerkennen, bevor der PrĂ€sident alle verfĂŒgbaren militĂ€rischen Mittel einsetzen darf, inklusive der Retired Reserve. Diese Genehmigung kann darauf ausgedehnt werden, dass der PrĂ€sident zusĂ€tzlich alle registrierten und nichtregistrierten Milizen einberufen und dem MilitĂ€r IndustriekapazitĂ€ten unterordnen darf.[31]

TruppenstÀrke

Chronologie

Nach dem Zweiten Weltkrieg pendelte sich die GrĂ¶ĂŸe der Army bei rund 600.000 Soldaten ein. Zu Beginn des Koreakrieges wurde diese Zahl auf fast 1,6 Mio. innerhalb eines Jahres gesteigert. Nach dem Einsatz auf der koreanischen Halbinsel wurde die TruppenstĂ€rke vor dem Hintergrund des Kalten Krieges nahezu halbiert. Auf dem Höhepunkt des Vietnamkrieges im Jahr 1968 betrug die StĂ€rke der Army wieder fast dieselbe wie zu Zeiten des Koreakriegs. Nach Vietnam blieb die Anzahl der Heeressoldaten konstant bei knapp 800.000 Soldaten. Den nach dem Zerfall der Sowjetunion einsetzenden radikalen Truppenabbau, der zur heutigen TruppenstĂ€rke fĂŒhrte, konnte dagegen nicht einmal der Zweite Golfkrieg aufhalten.[32]

VergrĂ¶ĂŸerung

Inzwischen wĂ€chst die Kritik an der Verkleinerung der Army in der gegenwĂ€rtigen GrĂ¶ĂŸenordnung. MilitĂ€rs und Politiker fordern eine VergrĂ¶ĂŸerung der Reserveeinheiten angesichts der wachsenden Zahl an EinsĂ€tzen und der damit einhergehenden Verlusten sowie der hohen Einsatzbelastung (englischer Begriff: OP-Tempo) und der LĂ€nge der Stationierungen, die die Moral der Truppen beeintrĂ€chtigen. Die Realisierung solcher Forderungen schien im Zuge der aktuellen Rekrutierungsprobleme unwahrscheinlich und wurde vom Pentagon abwartend beantwortet.[33] Bis 2007 hatten sich die obigen Zahlenwerte stabilisiert.

Deshalb soll der radikale Truppenabbau der 90er Jahre zumindest teilweise wieder zurĂŒckgenommen werden. Bis 2013 will das Heer in einem Generalplan namens „Grow the Army“[34] in allen drei Aktivierungsstufen um 74.200 Mann wachsen, die bereits nach der neuen Heeres-Struktur aufgestellt sein werden. Die Reserve wird um 1.000, die Army National Guard um knapp 8.200 Soldaten verstĂ€rkt werden. Die restlichen 65.000 Dienstposten werden den aktiven Einheiten zugeteilt. Organisationen wie der „Association of the United States Army“, einem einflussreichen, konservativen Interessenverband, dem viele Tausend Soldaten angehören, halten die VergrĂ¶ĂŸerung fĂŒr unzureichend und verlangen ein Wachstum auf 750.000 bis eine Million Mann. Dies soll die militĂ€rischen und sozialen Spannungen vermindern, die sich in einem gesteigerten Aufgabenspektrum und stark gestiegenen familiĂ€ren Belastungen fĂŒr die weltweit eingesetzte Truppe niederschlagen.[35]

In zwei DurchgĂ€ngen soll darĂŒber hinaus das Gehalt der Soldaten ab dem Haushaltsjahr 2008 um drei Prozent und nochmals um 3,4 Prozent erhöht werden. Dies soll durch weitere Privatisierungen von ArmeewohnhĂ€usern sowie durch einen Anstieg des Budgets von knapp 110 Milliarden auf ungefĂ€hr 140 Milliarden US-Dollar finanziert werden.[36]

Entwicklung der TruppenstÀrke

Die Kadetten der United States Military Academy werden nicht zur gesamten TruppenstĂ€rke gezĂ€hlt, und erscheinen deshalb nach der Spalte „Gesamt“.

Jahr Regular Army Army National Guard United States Army Reserve Gesamt Kadetten der USMA
2009[37] 549.015 358.391 205.297 1.112.703 4.564
2008 539.675 360.351 197.024 1.097.050 4.481
2007[38] 517.783 352.707 189.882 1.060.372 4.364
2006 502.790 346.288 189.975 1.039.053 4.346
2005[39] 488.579 333.177 189.005 1.010.761 4.149
2004[40] 494.291 342.918 204.131 1.041.340
2003[41] 493.563 351.089 211.890 1.056.542
2002[42] 484.551 351.078 206.682 1.042.311
2001[43] 476.289 351.829 205.628 1.033.746 4.161
2000[44] 479.026 353.045 206.892 1.038.963 4.089
1999[45] 473.769 357.469 200.836 1.032.074 4.136
1998[46] 480.753 362.444 204.968 1.048.165 4.194

Vertikale Befehlsstruktur

Die institutionelle Ebene der Army-FĂŒhrung: Der Chief of Staff of the Army untersteht dem Secretary of the Army, beide werden von den Headquarters, Department of the Army beraten

Die vertikale Befehlsstruktur des Heeres orientiert sich grĂ¶ĂŸtenteils an den fĂŒr die Gesamtheit der StreitkrĂ€fte geschaffenen Institutionen.

Oberbefehlshaber der Army ist wie bei allen anderen TeilstreitkrĂ€ften der PrĂ€sident der Vereinigten Staaten, er bildet gemeinsam mit dem Verteidigungsminister die oberste Kommandogewalt der Vereinigten Staaten, die National Command Authority (NCA), die als einzige Institution ĂŒber den Einsatz von Kernwaffen entscheidet.

Die alltĂ€gliche Aufsicht ĂŒber Angelegenheiten des Heeres hat das Department of the Army (Heeresressort oder -amt) innerhalb des Verteidigungsministeriums. In seinen Strukturen orientiert es sich stark an denen der anderen TeilstreitkrĂ€fte, mit denen es in militĂ€rischer Hinsicht stets zusammenwirkt (jointness).

Unterhalb der National Command Authority steht das Hauptquartier des Heeres an der Spitze der Teilstreitkraft. Es umfasst den ArmeestaatssekretĂ€r (SECARM), dessen ziviles Amt Teil des Verteidigungsministeriums ist, und den Generalstabschef des Heeres (englisch: Chief of Staff of the Army, abgekĂŒrzt CSA). Der SECARM und sein Apparat haben nur administrative, nicht jedoch operative Verantwortung und sind zustĂ€ndig fĂŒr die politische Vertretung, Personal, Budgetvergabe und die Sicherstellung aller fĂŒr das Heer notwendigen Ressourcen sowie fĂŒr die Außendarstellung.

Derzeitiger ArmeestaatssekretÀr ist John M. McHugh, CSA ist Martin E. Dempsey.

Generalstab

Ärmelabzeichen des Hauptquartiers der Army

Dem Generalstab des Heeres ist der Vereinigte Generalstab der USA (Joint Chiefs of Staff, JCS) ĂŒbergeordnet, in dem der Chief of Staff of the Army das Heer vertritt. Er ist zwar der ranghöchste Soldat der Army, wenn der Vorsitzende nicht selbst zur Army gehört, ĂŒbt jedoch keine operative Kommandogewalt aus. Diese liegt bei den Kommandeuren der Unified Combatant Commands, die nicht den Vereinigten Stabschefs und ihrem Vorsitzenden unterstehen, sondern direkt der National Command Authority.

DarĂŒber hinaus sind im Generalstab ein Sonderberater des ArmeestaatssekretĂ€rs (Special Assistant to the Secretary of the US Army, derzeitiger Amtsinhaber: Raymond F. DuBois), ein Stellvertretender Generalstabschef (derzeit General Peter W. Chiarelli) sowie der Sergeant Major of the Army (SMA, der ranghöchste Feldwebeldienstgrad der US Army) vertreten.

Der Sergeant Major of the Army, abgekĂŒrzt SMA, ist ein in der gesamten Teilstreitkraft einzigartiger Dienstposten. Vor diesem Hintergrund hat dieser die Aufgabe, sich im Generalstab fĂŒr die Belange der Unteroffiziere und Mannschaften einzusetzen und den Zustand und die Stimmung bei der Truppe fĂŒr die Spitzen der Befehlsgewalt zu vermitteln. Derzeitiger Dienstposteninhaber ist SMA Kenneth O. Preston.

Operative Ebene

Hauptartikel: VerbÀnde der US Army

Die Befehlskette
Ebene Kommandeur besteht aus / Anzahl Soldaten
Army General zwei bis fĂŒnf Korps
Corps Lieutenant General zwei oder mehr Divisionen / 30.000+
Division Major General vier bis sechs Brigaden / 15.000–20.000
Brigade / Gruppe Brigadier General/Colonel sechs bis sieben Bataillone / 3300–3900[47]
Battalion / Squadron Lieutenant Colonel zwei bis sechs Kompanien / 300–1000
Company / Battery Captain zwei bis sechs ZĂŒge / 100–300
Platoon 2nd / 1st Lieutenant zwei oder mehr Gruppen / 30–40
Squad Staff Sergeant zwei oder mehr Fire teams / 8–12
Fire team Corporal vier bis fĂŒnf Soldaten

Die US Army ist auf der operativen Ebene in verschiedene VerbĂ€nde strukturiert (vom grĂ¶ĂŸten zum kleinsten):

Korps

Der grĂ¶ĂŸte Kampfverband der US Army ist das Korps; grĂ¶ĂŸere VerbĂ€nde (armies) sind laut derzeitiger Doktrin rein administrativer Natur. Anders als die anderen VerbĂ€nde sind sie nicht fester Teil der Hierarchie, sondern werden daher nach Auftragslage zusammengesetzt, was in der Praxis immer von einigen „Stammeinheiten“ ausgehend geschieht. Dies erleichtert aufgrund der eingegrenzten Aufgaben eine schnellere und einfachere strategische Planung. Die Korps sind zwar an ihr Operationsgebiet angepasst, verfĂŒgen jedoch grundsĂ€tzlich ĂŒber die FĂ€higkeit, militĂ€rische Aufgaben aller Art ĂŒber einen lĂ€ngeren Zeitraum hinweg auszufĂŒhren. Bis auf das in Heidelberg stationierte V. Korps haben alle anderen Abteilungen ihre Hauptquartiere in den USA. Derzeit verfĂŒgt das Heer ĂŒber vier Korps, die aufgabenbezogene, gelĂ€ufige Spitznamen fĂŒhren:

US I Corps.svg

Das I Corps ist in Fort Lewis, Washington, stationiert. Die mehrdeutige Aussprache des Buchstabens „I“ in der englischen Sprache hat dazu gefĂŒhrt, dass diese in Bezug auf die Aufgabe des Korps als Eye Corps (sinngemĂ€ĂŸ: „sehendes Korps“) verstanden wird. Es bildet die strategische Eingreifreserve des Regionalkommandos Pacific Command, welches fĂŒr den pazifischen und sĂŒdostasiatischen Raum zustĂ€ndig ist.

3 Corps Shoulder Sleeve Insignia.svg

Das III Corps in Fort Hood, Texas, wird mit verschiedenen Spitznamen wie Phantom Corps („Phantomkorps“), America’s Hammer („Hammer Amerikas“) oder vor allem Counterattack Corps („Korps fĂŒr den Konter“) bezeichnet. Diese Spitznamen sind eine Anspielung auf seine relativ freie VerfĂŒgbarkeit im Gegensatz zu den geographischen gebundenen anderen Korps und auf seine ehemalige, exklusive Zusammensetzung aus gepanzerten VerbĂ€nden. Es ist der Theorie nach fĂŒr Entlastungsangriffe vorgesehen. Dem Korps sind die 1. US-Infanteriedivision, 1. US-Kavalleriedivision und die 4. US-Infanteriedivision unterstellt.

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Das V Corps ist im deutschen Wiesbaden stationiert und fĂŒr Gebiete außerhalb der westlichen HemisphĂ€re zustĂ€ndig. Durch die römische FĂŒnf in seinem Namen kam ein Wortspiel mit dem Buchstaben „V“ auf, aus dem sich der Spitzname Victory Corps (sinngemĂ€ĂŸ: „Siegerkorps“, „Korps der Siegertypen“) ergab. Dem Korps ist vorlĂ€ufig noch die 1. US-Panzerdivision bis zu deren Verlegung nach Fort Bliss unterstellt.

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Das XVIII Airborne Corps mit Stationierungsort in Fort Bragg, North Carolina fungiert als schnelle Eingreiftruppe. Es trĂ€gt die umgangssprachliche Bezeichnung Contingency Corps, was sinngemĂ€ĂŸ ĂŒbersetzt so viel wie „das Korps fĂŒr alle FĂ€lle“ oder „Notfallkorps“ bedeutet. Dem Korps sind die 3. US-Infanteriedivision, die 10. US-GebirgsjĂ€gerdivision, die 82. US-Luftlandedivision und die 101. US-Luftlandedivision unterstellt.

Anordnung und römische Zahlengebung rĂŒhren direkt aus dem Zweiten Weltkrieg her, was der Traditionspflege dient. Zu jener Zeit verfĂŒgten die USA ĂŒber bis zu dreißig Heereskorps. Insgesamt hat die Korpsebene durch die Transformation stark an Bedeutung verloren.

Durch unterschiedliche Anwendung innerhalb der Army hat die PrĂ€zision des Begriffs abgenommen. So wurden im Sezessionskrieg teilweise bereits VerbĂ€nde von mehr als 20.000 Mann als Corps bezeichnet, teilweise auch VerbĂ€nde von weniger als 6.000 Mann. Tendenziell waren dabei die Corps des Nordens kleiner als die des SĂŒdens, was sich jedoch mit zunehmender Dauer des Krieges Ă€nderte. Hinzu kommt die Verwendung des Begriffs als interne, begrenzte Berufsgruppe wie zum Beispiel das United States Army Corps of Engineers, was wiederum dem Begriff Korpsgeist am nĂ€chsten kommt (siehe auch den folgenden Abschnitt „Waffengattungen“).

Die US Army ist in Divisionen unterteilt. Im Jahre 2003 hatte die Army zehn aktive und acht Reservedivisionen mit jeweils 13.000 bis 18.000 Soldaten. Diese Anzahl ist nach Bedarf erweiterbar. Eine Division in der Army umfasst alle Einheiten, die ihre OperationsfĂ€higkeit sicherstellen; eine Division ist somit von anderen Divisionen oder Einheiten prinzipiell unabhĂ€ngig.

Divisionen und Brigaden (Combat Brigade Teams)

Hauptartikel: SelbststÀndige KampfverbÀnde der United States Army

Die Army verfĂŒgt zurzeit ĂŒber zehn Divisionen und diverse kleinere selbststĂ€ndige VerbĂ€nde. Die folgende Einsatzstruktur (Order of Battle) soll entsprechend dem Transformationsplan bis 2009 abschließend realisiert sein.[48] SĂ€mtliche Divisionen werden ĂŒber vier Kampfbrigaden, mindestens eine Heeresflieger-Brigade und ein Stabsbataillon verfĂŒgen.

Durch die EinfĂŒhrung von drei neuen standardisierten Typen von Kampfbrigaden (Brigade Combat Teams), der schweren Kampfbrigade (Heavy Brigade Combat Team [HBCT]), der mechanisierten Infanteriebrigade (Infantry Brigade Combat Team [IBCT]) und der Stryker-Radpanzerkampfbrigade Stryker Brigade Combat Team (SBCT), einer innerhalb von 96 Stunden luftverlegbaren Spezialbrigade mit bis zu 300 Radpanzern vom Typ Stryker, hat die Army erreicht, dass alle Kampfbrigaden des gleichen Typs der einzelnen Divisionen einander stets in Aufbau, AusrĂŒstung und Kampfkraft gleichen. FĂŒr den Einsatz werden ihnen zusĂ€tzliche UnterstĂŒtzungsbrigaden von ĂŒbergeordneten Kommandostellen unterstellt.[49]

Regiment

Regimenter spielen in der Struktur der US Army seit den 1970er Jahren nur noch eine untergeordnete Rolle. Ein Regiment besteht aus vier bis sechs Bataillonen, wobei die einzelnen Bataillone nicht mehr zwingend demselben Großverband zugeordnet sein mĂŒssen. Die Zuordnung zu Regimentern hat demnach nur noch historischen Stellenwert, denn die einzelnen Bataillone eines Regiments können durch verschiedene Brigaden oder Divisionen gefĂŒhrt werden und sind lediglich durch eine gemeinsame Tradition verbunden.

Battalion (deutsche Schreibweise Bataillon)

Ein Bataillon (bei Heeresfliegern Staffel, bei Kavallerieeinheiten (Panzer) Squadron, dt. Schwadron) besteht aus zwei bis sechs Kompanien mit einer PersonalstĂ€rke von 300 bis 1000 Mann und wird von einem Lieutenant Colonel (Oberstleutnant) gefĂŒhrt.

Company (dt. Kompanie)

Eine Kompanie (bei Artillerie Battery, dt. Batterie, bei Kavallerieeinheiten Troop) setzt sich normalerweise aus sechs ZĂŒgen (Platoons) (bei Artillerie, Spezialeinheiten und Heeresfliegern auch weniger, bei Versorgungseinheit bis zu acht) zusammen, hat eine PersonalstĂ€rke von 100 bis 300 Soldaten und wird in der Regel von einem Captain (Hauptmann) gefĂŒhrt.[50]

Platoon (dt. Zug)

In der Panzertruppe hat diese Teileinheit vier Fahrzeuge, bei der Infanterie besteht sie ĂŒberwiegend aus vier Neun-Mann-Squads (Trupps), die sich aus drei SchĂŒtzengruppen und einer Waffengruppe zusammensetzen. Die PersonalstĂ€rke betrĂ€gt zwischen 30 und 40 Soldaten, bei einigen Spezialeinheiten bis zu lediglich zwölf Soldaten[51]

Squad (dt. Gruppe)

Das Squad ist die kleinste Teileinheit, auf der alle grĂ¶ĂŸeren aufbauen. Es besteht meist aus zwei fire teams, wird von einem Sergeant oder Staff Sergeant gefĂŒhrt und ist gegebenenfalls mit einer Panzerabwehr-, seltener einer Luftabwehrwaffe ausgerĂŒstet.

Fire team (dt. Trupp)

Das Fire team ist das Grundelement der operativen Planung und besteht aus zwei GewehrschĂŒtzen, einem MaschinengewehrschĂŒtzen oder einem Grenadier und wird von einem Unteroffizier, meist im Rang eines Corporal gefĂŒhrt. Diese Teileinheit bildet die Grundlage der US-amerikanischen Bodenkampfdoktrin und soll schnell, mobil einsetzbar und kurzfristig ohne jegliche UnterstĂŒtzung einsatzfĂ€hig sein. Dieser Extremfall bleibt in der Planung jedoch nur den Einheiten des US Special Operations Command vorbehalten und betrifft die regulĂ€ren Einheiten im Gefecht selten. HĂ€ufiger eingesetzt wird das Fire team fĂŒr passive Aufgaben wie beispielsweise Patrouillen und Ă€hnliches.

Auch wenn das Fire team Planungsgrundlage ist und eine Einheit der US Army selbst in Unterzahl durch ihre moderne AusrĂŒstung den meisten Gegnern gewachsen ist, wird in der Planung meist auf Überzahl gesetzt. Dies passt in die politische Strategie der Army, da kleine Verlustzahlen den politischen Druck auf die US-Regierung abschwĂ€chen sollen. Zu berĂŒcksichtigen sind hierbei jedoch die im Vergleich zu anderen Nationen sehr hohen finanziellen Mittel, die die Army in die AusrĂŒstung und Ausbildung jeden einzelnen Soldaten investiert.

Das Pentagon hat die Army gegen Ende des 20. Jahrhunderts immer stĂ€rker modular aufgebaut. Das bedeutet, dass verschiedene Einheiten anderen zugeordnet werden können, ohne eine zwingende Umstrukturierung fĂŒr unterschiedliche Einheiten erforderlich zu machen. Dieses Konzept kam der neuen Doktrin der Transformation zugute und wurde im Jahr 2003 wĂ€hrend des Irakkrieges zum ersten Mal angewendet. Kurz vor dem Einmarsch konnte auf diese Weise eine ganze Brigade aufgeteilt werden, da ihr Vormarsch als Verband die Kampftruppen verlangsamte und die Versorgungseinheiten gefĂ€hrdete.

Ein Soldat der US Army wird mit „Soldier“ angesprochen, wobei dieses Wort als Anrede groß geschrieben wird.

Dienstgrade

Kleine Auswahl an Dienstgraden
Offiziere der United States Army
US-Soldstufe O-10 O-9 O-8 O-7 O-6 O-5 O-4 O-3 O-2 O-1
Schulterklappe US Army O11 shoulderboard.svg US Army O10 shoulderboard.svg US Army O9 shoulderboard.svg US Army O8 shoulderboard.svg US Army O7 shoulderboard.svg US Army O6 shoulderboard.svg US Army O5 shoulderboard.svg US Army O4 shoulderboard.svg US Army O3 shoulderboard.svg US Army O2 shoulderboard.svg US Army O1 shoulderboard.svg
Dienstgrad General of the Army1 General Lieutenant General Major General Brigadier General Colonel Lieutenant Colonel Major Captain First Lieutenant Second Lieutenant
AbkĂŒrzung GA GEN LTG MG BG COL LTC MAJ CPT 1LT 2LT
NATO-Rangcode OF-10 OF-9 OF-8 OF-7 OF-6 OF-5 OF-4 OF-3 OF-2 OF-1
1 Wird nur in Kriegszeiten mit Zustimmung des US-Kongresses verliehen.

Kommandostruktur und Informationsfluss

Mit Einsetzen der Transformation wurde im Pentagon eine neue Doktrin erarbeitet, die kĂ€mpfenden Einheiten untereinander und mit zur VerfĂŒgung stehenden Informationen, zum Beispiel von Nachrichtendiensten und AufklĂ€rung verbinden soll. Das Ergebnis war Network Centric Warfare, die totale Vernetzung aller am Kampf beteiligten Elemente. An einem praktischen Beispiel erklĂ€rt bedeutet dies, dass ein Geheimdienst nicht erst mit einem Kommando Kontakt aufnehmen muss, welches dann ĂŒber mehrere Soldaten in der Hierarchie eine Ausschaltung eines Ziels anordnet, sondern dass alle AufklĂ€rungseinheiten alle verfĂŒgbaren Informationen in eine von mehreren Stellen abrufbare Datenbank eingeben, worauf Einheiten eigenstĂ€ndig reagieren können. Faktisch bedeutet dies eine AnnĂ€herung an die Auftragstaktik.

Horizontale FĂŒhrungsstruktur

Die Army ist in zwölf Major Commands (deutsch: Oberkommanden) strukturiert. Diese ĂŒbernehmen jeweils klar abgegrenzte Aufgaben und ergĂ€nzen sich gegenseitig. Sie unterscheiden sich in Heereskommanden und Army Service Component Commands, das sind Kommandostellen, die den ĂŒbergeordneten Unified Combatant Commands unterstehen. Es existieren neun Army Service Component Commands, die sich in fĂŒnf regionale und drei funktionale Kommanden teilen.

Die MAJCOMs sind zu unterscheiden von den Direct Reporting Units (deutsch: direkt unterstellte Einheiten), die zwar ebenfalls zu den hohen Kommandostrukturen zÀhlen, jedoch nur auf der Divisionsebene angesiedelt sind und keinem Major Command unterstehen. Stattdessen sind diese Kommandostellen direkt dem Chief of Staff of the Army und seinem Hauptquartier unterstellt.

Army Service Component Commands

Die US Army ist vollstĂ€ndig in das System der Unified Combatant Commands (UCC) des US-Verteidigungsministeriums integriert. Die Heeresunterabteilungen der UCC heißen Army Service Component Commands (ASCC). Dementsprechend verfĂŒgt die US Army ĂŒber fĂŒnf Regional- und vier Funktionalkommanden. Die Standorte der Kommandoeinrichtungen sind demgegenĂŒber ĂŒberwiegend dezentral und sind damit nicht notwendigerweise am selben Standort wie die UCC stationiert.

Regionalkommanden
MilitÀrische Einteilung der Weltkarte durch die USA.

Die ASCC-Komponente des US Southern Command (SOUTHCOM) ist die United States Army South (USARSOUTH) Sie ist verantwortlich fĂŒr sĂ€mtliche AktivitĂ€ten des Heeres in Lateinamerika und in Fort Sam Houston stationiert.

Die 3. US-Armee fungiert als US Army Forces Central Command (USARCENT) und ist die bekannteste Regionalkomponente. Sie befehligte die VorgĂ€ngertruppe der Multinational Force Iraq als Coalition Forces Land Component Command (CFLCC). Die 3. US-Armee ist auf dem StĂŒtzpunkt Fort McPherson im Bundesstaat Georgia stationiert.

Die United States Army North (USARNORTH; ehemals 5. US-Armee) ist dem US Northern Command (NORTHCOM) unterstellt. Standort ist Fort Sam Houston im US-Bundesstaat Texas.

Die United States Army Pacific (USARPAC) ist in Fort Shafter auf Hawaii stationiert. Dort versieht sie ihren Dienst als Landkomponente des United States Pacific Command.

Zwei ASCC haben die Besonderheit, Teilkommando der Unified Combatant Commands und gleichzeitig militĂ€rischer Großverband zu sein.

Die 7. US-Armee fungiert als US Army Europe (USAREUR) und ist als Landkomponente des US European Command (USEUCOM) und ist in den Campbell Barracks in Heidelberg stationiert.

Die 8. US-Armee (EUSA) ist Teil der zustĂ€ndigen Kommandostelle fĂŒr alle US-Truppen in SĂŒdkorea, den US Forces Korea (USFK) und in Yong Son (Yongsan Army Garrison) bei Seoul stationiert. Sie untersteht operativ dem Kommandeur des US Pacific Command, ist aber territorial an den Raum der koreanischen Halbinsel gekoppelt. Das bedeutet, dass der Kommandeur PACOM diese StreitkrĂ€fte nur dort einsetzen und dislozieren darf.

Funktionalkommanden

Das US Army Forces Command (FORSCOM) ist die US Army-Komponente des US Joint Forces Command (USJFCOM) und in Fort McPherson stationiert.

Das United States Army Space and Missile Defense Command (SMDC/ARSTRAT) ist Teil des US Strategic Command (STRATCOM). Es ist in Arlington County, Virginia, beheimatet.

Das bei weitem bekannteste ASCC des Heeres, eine Teilkomponente des United States Special Operations Command (SOCOM), ist das United States Army Special Operations Command (USASOC), zu dem die Green Berets, das 75th Army Ranger Regiment und das 160th SOAR gehören. StĂŒtzpunkt des USASOC ist Fort Bragg in North Carolina.

Das United States Army Military Surface Deployment and Distribution Command (SDDC) ist die Heereskomponente des US Transportation Command (TRANSCOM) in Fort Eustis bei Newport News (Virginia).

Heereskommanden

Neben den Army Service Component Commands verfĂŒgt das Heer der USA ĂŒber eigene Kommandobehörden und Koordinationsstellen, die den eigenen BedĂŒrfnissen angepasst sind. Die anderen TeilstreitkrĂ€fte koordinieren deren Aufgaben in anderen Strukturen. Sie werden alle von Vier-Sterne-GenerĂ€len kommandiert und sind wie die UCC auf Heeresgruppenebene beziehungsweise Oberkommandoebene angesiedelt.

Das United States Army Materiel Command (AMC) koordiniert die Beschaffung, Bereitstellung und Versorgung von Heereseinheiten mit Material, Waffen und Nachschub aller Art. Es ist in Fort Belvoir, Virginia, angesiedelt.

FĂŒr die Entwicklung neuer Strategien, Taktiken und Doktrinen ist das US Army Training and Doctrine Command (TRADOC) zustĂ€ndig. Weiterhin steuert und ĂŒberwacht es die Aus- und Weiterbildung im Heer. Das TRADOC ist seit 1973 in Fort Monroe, Virginia, untergebracht.

Das United States Army Forces Command (FORSCOM) ist die grĂ¶ĂŸte Kommandoeinrichtung des Heeres. Sein Kommandeur stellt in Personalunion den Kommandeur der US Army North. FORSCOM verfĂŒgt ĂŒber eine breite Aufgabenpalette, da es den Auftrag hat, in möglichst kurzer Zeit kampfbereite VerbĂ€nde bereitzustellen. Daher sind in der NĂ€he seines Standortes Fort McPherson in Georgia Kommandoeinrichtungen der Reserve und der National Guard untergebracht, die mit der Aktivierung von ReserveverbĂ€nden beauftragt sind.

Direct Reporting Units

Direct Reporting Units sind Oberkommanden auf Divisionsebene und unterstehen nicht den Major Commands, sondern sind direkt dem Generalstab der Army unterstellt.

Das US Army Intelligence and Security Command (deutsch: „Oberkommando des Heeres der Vereinigten Staaten fĂŒr Nachrichten und Sicherheit“) steuert die vielfĂ€ltigen nachrichtendienstlichen AktivitĂ€ten der Army. Zusammen mit Ă€hnlichen Oberkommanden ist INSCOM im Central Security Service, einer kryptographischen Abteilung der NSA, integriert. Standort ist Fort Belvoir im Bundesstaat Virginia.

FĂŒr die Strafverfolgung innerhalb der Teilstreitkraft ist das US Army Criminal Investigation Command (deutsch: „Oberkommando des Heeres der Vereinigten Staaten fĂŒr Strafermittlungen“) zustĂ€ndig und Criminal Investigation Command (CIC) Ă€hnelt in seiner Funktion dem NCIS der Marine und ist ebenfalls in Fort Belvoir, Virginia, beheimatet.

Das Pionierkorps des Heeres mit Sitz in Washington D.C. ist das US Army Corps of Engineers (USACE). Es ist stark in den Zivilschutz in den Vereinigten Staaten integriert. Neben seinen vorrangig militĂ€rischen Aufgaben wie der Errichtung und Wartung militĂ€rischer Einrichtungen baut und inspiziert das Corps of Engineers BrĂŒcken, Straßen und StaudĂ€mme in allen Landesteilen der Vereinigten Staaten. Dazu ist es in neun regionale Untergliederungen eingeteilt, von denen eine im Jahre 2005 speziell fĂŒr den Auslandseinsatz im Nahen Osten aufgestellt wurde.

Diverse medizinische Kommanden sind im US Army Medical Command (MEDCOM) zusammengefasst. Es betreut und befehligt die diversen Untergliederungen fĂŒr gewöhnliche medizinische Versorgung (US Army Medical Corps), fĂŒr gravierende medizinische Erkrankungen (US Army Medical Specialist Corps), fĂŒr Dentalversorgung (US Army Dental Corps), das VeterinĂ€rkorps (US Army Veterinary Corps), das Krankenpflegerkorps (US Army Nurse Corps) sowie das Korps fĂŒr den SanitĂ€tsdienst (US Army Medical Service Corps). Das Hauptquartier befindet sich in Fort Sam Houston, Texas.

Waffengattungen

Neben der hierarchischen Struktur existiert in der US Army eine Gliederung nach Waffengattungen, die drei Kategorien umfasst. Sie tragen zumeist die Bezeichnung Corps, was in diesem Fall als Sammelbegriff und nicht als ordnender Begriff dient. Im Folgenden werden Beispiele angegeben:

  1. Bewaffnete Einheiten/Combat Arms: Infanterie, Panzer (in der Army-Struktur integriert in die Infanteriedivisionen), Artillerie, Special Operations Forces
  2. KampfunterstĂŒtzungseinheiten/Combat Support Arms: Military Police Corps, Signal Corps
  3. Versorgungseinheiten/Combat Service Support: Judge Advocate General's Corps, Finanzdienstleistungseinheiten, Nurse Corps

AuslandseinsÀtze und -stationierungen

GrĂ¶ĂŸte Truppenstationierung des Heeres weltweit (Stand: Januar 2007)

Die US Army unterhĂ€lt StĂŒtzpunkte in aller Welt. Im Jahre 2005 waren 335.590 Soldaten des gesamten Heeres in 120 LĂ€ndern der Welt stationiert,[52] davon waren 215.000 auf Dienstreisen oder im Ausland eingesetzt. Die grĂ¶ĂŸten Kontingente der aktiven Einheiten sind (Zahlen gerundet):[53]

  • Operation Iraqi Freedom: 138.500 Soldaten
  • Operation Enduring Freedom: 19.200 Soldaten

Die grĂ¶ĂŸten dauerhaften Auslandskontingente sind wie folgt verteilt:

  • Europa: 47.000 Soldaten, davon 42.000 auf deutschem, 3.200 auf italienischem, 360 auf britischem und 300 auf niederlĂ€ndischem Territorium
  • Ostasien: SĂŒdkorea 21.000 Soldaten, Japan: 2.500 Soldaten
  • CENTCOM-Gebiet, mit Ausnahme der beiden GroßeinsĂ€tze: 580 Soldaten, grĂ¶ĂŸtenteils in Ägypten, Saudi-Arabien und Katar
  • Subsahara-Afrika: 1.850 Soldaten, vor allem im Senegal und in Dschibuti

Das europĂ€ische Hauptquartier der US Army (US Army Europe, USAREUR) ist in Heidelberg, deren ĂŒbergeordnete Kommandoeinheit ist das US European Command (USEUCOM) in Stuttgart. Die Stationierung in Stuttgart hat sich in vielerlei Hinsicht als vorteilhaft erwiesen, wodurch sie trotz aller Standortschließungen der letzten Jahre bestehen bleibt.[54][55]

Rekrutierung und Ausbildung

Rekrutierung

Die US Army unterhĂ€lt weltweit Rekrutierungsstellen, neben denjenigen in den USA weitere in Japan, Korea, Europa sowie auf Guam und Samoa. Die juristischen Voraussetzungen fĂŒr die Einstellung von Mannschaftsdienstgraden sind die US-amerikanische StaatsbĂŒrgerschaft oder eine dauerhafte Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis bei voller Gesundheit und einer guten körperlichen Verfassung. Der Rekrut darf das Alter von 34 Jahren nicht ĂŒberschritten haben (39 Jahre fĂŒr die Reserve) und muss einen guten Leumund vorweisen („[
] to be in good moral standing/to be of good moral character [
]“). Bei vorliegenden Straftaten wird ĂŒber den Einzelfall entschieden. FrĂŒher zeigte sich die Army nicht so tolerant gegenĂŒber Vorstrafen wie die ĂŒbrigen US-StreitkrĂ€fte. Das Mindestalter betrĂ€gt 17 Jahre, bis 18 ist die Einwilligung der Eltern erforderlich.

Die US Army betreibt diverse Programme, die einem potenziellen Rekruten den Einstieg erleichtern sollen, wie zum Beispiel das „Buddy Program“, bei dem zwei befreundete Personen, die wegen der Zuteilung und Unterbringung gleichen Geschlechts sein mĂŒssen, zur selben Rekrutierungsbrigade gelangen. Weiterhin besteht die Möglichkeit, sich bis zur Erlangung eines Schul- oder akademischen Abschlusses zurĂŒckstellen zu lassen. Je nach Qualifikation werden UniversitĂ€tsabsolventen bevorzugt damit geworben, mit einem höheren Dienstgrad sowie mit einer EinstiegsprĂ€mie von $ 20.000 (umgerechnet knapp € 16.400) eingestellt zu werden.[56]

Unter Kritik geraten hĂ€ufig die offensiven Anwerbemethoden der Army-RekrutierungsbĂŒros. Die Palette reicht dabei vom Unterrichts- und Vorlesungsbesuch ĂŒber gezieltes Ethno-Marketing hin zum „Cold Call“, dem ĂŒberraschenden Werbeanruf der Zielperson. Dabei wird der Army die Ausnutzung des meist geringen Einkommens oder der Perspektivlosigkeit der Zielpersonen und -gruppen sowie die Verschleierung des Berufsrisikos vorgeworfen. Die Army und BefĂŒrworter dieser Praktiken fĂŒhren hingegen die Eigenverantwortung der Zielpersonen an.

Auch Computerspiele werden zu Rekrutierungszwecken eingesetzt. Inzwischen werden sie auch extra fĂŒr die Army entwickelt (siehe Abschnitt Computerspiele).

BĂŒrgerrechtsbewegungen, Studenten und linksgerichtete Gruppierungen Ă€ußern sich kritisch ĂŒber die Drohung der Army, allen Schulen und UniversitĂ€ten Fördermittel des Bundes entziehen zu lassen, sollten diese den Rekrutierern den Zugang zu den LehrsĂ€len verweigern.[57] Die Rechtsgrundlage dieser Praxis ist Sektion 9528[58] des No Child Left Behind Act.

Das Übertreten der Grenze zu Mexiko durch ein Werbeteam der Army im Mai 2005 verursachte einen diplomatischen Zwischenfall mit Mexiko. Der Direktor der Schule wies die Werber ab und protestierte direkt in Washington.[59]

WĂ€hrend der Zeit des Einsatzes im Irak und in Afghanistan erfuhr die Army einen massiven RekrutenrĂŒckgang, der sie wegen ihrer direkten Konfrontation mit ihren Gegnern von allen StreitkrĂ€ften am stĂ€rksten betraf. Kongressberichten zufolge verlief die Personalrekrutierung ungefĂ€hr seit 2006 zwar erfolgreich, vor einer sinkenden QualitĂ€t der Bewerber und vor einer möglichen Kostenexplosion wurde jedoch weiterhin gewarnt.[60] Aufgrund der Verluste im Irak und Afghanistan und der damit einhergehenden Probleme, Rekruten zu werben, wurde entgegen der frĂŒheren Praxis vermehrt auf Vorbestrafte und Kriminelle gesetzt.[61] Bei der Army war laut Presseberichten deren Anteil um ein Viertel gestiegen (2006: 8.129, 2008: 10.258). Bedingt durch die Auswirkungen der Finanzkrise und in Folge dessen dem Anstieg an Bewerbern bei der Army, haben sich die Anforderungen an die Rekruten mittlerweile aber wieder deutlich erhöht.[62]

Die gesetzlichen Vorschriften gewĂ€hren der Army die Möglichkeit, einen begrenzten Anteil (bis zu 35 Prozent) von Rekruten ohne High-School-Abschluss aufzunehmen,[63] sofern die ĂŒbrigen persönlichen Voraussetzungen erfĂŒllt werden. Der tatsĂ€chliche Anteil liegt jedoch weit darunter.

Ausbildung

Karte der Rekruten-Einzugsbereiche mit den Wappen der Rekrutierungskommanden. Die Zahlen in den Distrikten stimmen nicht mit der Nummer der Brigade ĂŒberein, sondern dienen der AufzĂ€hlung
Herkunft des Rekruten Ausbildungsort des Rekruten Name der ausbildenden Einheit
Nordöstliche USA Fort George G. Meade, Maryland 1st Recruitment Brigade
SĂŒdöstliche USA Forest Park, Georgia 2nd Recruitment Brigade
SĂŒdliche USA und Mittlerer Westen San Antonio, Texas 5th Recruiting Brigade
Nördliche USA Fort Knox, Kentucky 3rd Recruiting Brigade
Westliche USA Las Vegas, Nevada (ab inklusive Montana, Wyoming, Colorado und New Mexico westwÀrts) 6th Recruiting Brigade

Im Zuge der Rationalisierungsmaßnahmen Anfang der 1990er Jahre wurde die 4th Recruitment Brigade, die ihren Sitz in Fort Sheridan, Illinois, hatte, im Jahre 1992 aufgelöst. Ihre Ausbildungsbataillone wurden den 2. und 5. Rekrutierungsbrigaden zugewiesen.[64] Insgesamt gibt es je nach Jahrgang zwischen 40 und 43 Ausbildungsbataillone.

Rekruten von außerhalb der USA werden der 1st Recruitment Brigade zugerechnet.

Bajonett-Training wÀhrend der Grundausbildung

Die Grundausbildung, basic training genannt, dauert neun Wochen. Der genaue Ablauf ist der Webseite der US Army[65] zu entnehmen.

Im Jahr 1994 wurde die Geschlechtertrennung bei der Ausbildung aufgehoben. 1996 ereignete sich auf der Aberdeen Proving Ground in Maryland ein Vorfall, bei dem mehrere weibliche Rekruten Ausbilder beschuldigten, sie im Zuge ihrer Ausbildung sexuell genötigt zu haben.[66] Sie behaupteten, dass die Ausbilder ihre noch bestehende Unsicherheit, was die Army anbelangte, ausgenutzt hĂ€tten.[67] Daraufhin ging eine Welle von Ă€hnlichen Beschwerden ein. Überlegungen, die Ausbildung wieder nach Geschlechtern zu trennen, entgegnete die Army mit einer umfassenden Untersuchung auf 30 ihrer Einrichtungen weltweit.[68]

Der Sonntag war in Ausbildungseinheiten bis Januar 2004 ein Tag, an dem die Ausbildung – an den anderen Tagen gemessen – nur begrenzt durchgefĂŒhrt wurde. Ab Januar 2004 wurde das Niveau des Sonntagstrainings im Januar 2004 dem wĂ€hrend der Woche ĂŒblichen Niveau angeglichen. Grund hierfĂŒr war die Absicht, den Herausforderungen im Irak und in Afghanistan besser gerecht zu werden, ohne die Grundausbildung verlĂ€ngern zu mĂŒssen. Der HĂ€userkampf sowie die Reaktion auf diverse Guerilla-Taktiken wurden in das Trainingsprogramm aufgenommen.[69]

Manöver und TruppenĂŒbungen

Soldaten wĂ€hrend einer Übung in SĂŒdkorea im April 2007.

Alle Einheiten der US Army sind zur DurchfĂŒhrung regelmĂ€ĂŸiger Übungen verpflichtet, die theoretisch ĂŒberall, ĂŒberwiegend jedoch auf armeeeigenem GelĂ€nde stattfinden, mit dem der Großteil der Einheit nicht vertraut ist. Zentrale Manövergebiete werden regelmĂ€ĂŸig genutzt, wie das Joint Readiness Training Center (JRTC) in Fort Polk, Louisiana[70] und das National Training Center (NTC) in Fort Irwin, Kalifornien, dem modernsten Übungszentrum fĂŒr Panzerkampf der Welt.

In Europa stehen die TruppenĂŒbungsplĂ€tze Grafenwöhr fĂŒr die Ausbildung mit scharfer Munition im Joint Multinational Training Center (JMTC) und in Hohenfels zum Feindmanövertraining im Joint Multinational Readiness Center (JMRC) zur VerfĂŒgung.

Daneben werden jĂ€hrliche regionale Manöver durchgefĂŒhrt, bei der vornehmlich die einzelnen Divisionen, die in Deutschland stationiert sind, gegeneinander antreten. Diese wurden bis 1989 im sehr großen Rahmen abgehalten und nannten sich bis dahin Return of Forces to Germany (REFORGER). Damals wurden ganze Divisionen aus den USA zur fiktiven UnterstĂŒtzung gegen den Feind eingeflogen. So wurden zur VerstĂ€rkung des damaligen V. Korps der US Army (stationiert in Frankfurt am Main) mit der 3. US-Panzer- und der 8. US-Infanteriedivision die 2. US-Panzerdivision eingeflogen. Bei dieser GroĂŸĂŒbung simulierte das VII. Korps (stationiert in Stuttgart) mit der 1. US-Panzer- und der 3. US-Infanteriedivision, das von der 1. US-Infanteriedivision unterstĂŒtzt wurde, die Truppen des Warschauer Paktes. Mit diesen umfangreichen Manövern wollte die US-Regierung ihre Entschlossenheit zur UnterstĂŒtzung des NATO-Partners Deutschland im Falle eines sowjetischen Angriffs demonstrieren.

AusrĂŒstung

M9, Nachfolgemodell des M1911
M16A4 mit aufgesetztem Zielfernrohr
Soldat der 1. US-Infanteriedivision mit einer Flinte vom Typ Mossberg 590
ScharfschĂŒtzengewehr Barrett M82A1 (Light Fifty)
Heeressoldat mit M249 SAW in Afghanistan, Oktober 2005
M120 120-mm-Mörser

GemĂ€ĂŸ hĂ€ufiger Bekundungen und interner Doktrin stĂŒtzt sich die Kampfkraft der US Army auf einen bestmöglich ausgerĂŒsteten und ausgebildeten Soldaten. Deswegen konzentriert sie sich wie keine andere Teilstreitkraft der Welt auf technische, moralische und natĂŒrliche Verbesserungen am individuellen Soldaten. Diese Entwicklung hat jedoch die KriegfĂŒhrung der US Army stetig und ĂŒberproportional verteuert.

Die Überzeugung, dass small wars im 21. Jahrhundert dominierend sein werden, spiegelt sich in der Waffenentwicklung fĂŒr das Heer der USA wider. Bereits wĂ€hrend der Transformation setzte das Pentagon in der RĂŒstungsindustrie einen Wettbewerb in Gang, deren Ergebnis die KriegfĂŒhrung am Boden vor allem in technischer Hinsicht vernetzen und beschleunigen soll. FĂŒr diesen Einsatzzweck konzipierte AusrĂŒstung soll ab 2010 verstĂ€rkt zum Einsatz kommen, wobei einige Ausschreibungen noch weiter in die Zukunft gerichtet sind. Eine sofortige und gleichzeitig zur Heeresreform einsetzende Neubewaffnung wĂŒrde laut Aussage des Verteidigungsministeriums den AktualitĂ€tsbezug der Army gefĂ€hrden und den Strukturwandel verzögern. Aus diesen GrĂŒnden soll die neue AusrĂŒstung erst nach und nach eingefĂŒhrt werden.

Der hohe strategische Anspruch der United States Army bringt große Vorteile mit sich, verstĂ€rkt jedoch existenzielle Probleme im Vergleich zu anderen Heeren. Ihre weltumspannende PrĂ€senz setzt die stĂ€ndige VerfĂŒgbarkeit von Nachschub in allen Teilen der Welt voraus. Versorgungsflotten, Maritime Prepositioning Ships genannt, liegen im Persischen Golf und auf Diego Garcia jederzeit auslaufbereit vor Anker.

InfanterieausrĂŒstung

Die Army hat in den 1980er Jahren begonnen, den als Ordonnanzwaffe in Gebrauch befindlichen Colt M1911 durch die von der Firma Beretta entwickelte 92FS zu ersetzen, die in den Vereinigten Staaten in Lizenz hergestellt wird. Vorausgegangen war ein umfangreiches Ausschreibungsverfahren, an dem renommierte Waffenhersteller beteiligt waren. Dennoch ist der Colt aufgrund seines ĂŒber das MilitĂ€r hinausreichenden exzellenten Rufs teilweise weiterhin in Gebrauch. Spezialeinheiten nutzen daneben Modelle der Typen SIG-Sauer P228 (kompakte Version der P226) und HK MK23.

Das universell verwendete Sturmgewehr des Heeres ist wie bei allen anderen TeilstreitkrĂ€ften das M16 in der vierten Generation (M16A4). FĂŒr den Einsatz auf begrenztem Raum wie in beengtem Umfeld, dem HĂ€userkampf oder innerhalb von Fahrzeugen kann dessen Kurzvariante, das M4 zum Einsatz kommen. Die M4 ist die bevorzugte Variante der meisten Infanterieeinheiten und bei der Truppe die beliebteste Waffe.[71] Die Spezialeinheiten der US Army, die Zugriff auf Waffen außerhalb der normalen AusrĂŒstungslinie haben, bewerten Konkurrenzprodukte wie HK MP5, HK MP7 und HK 416 hingegen als zuverlĂ€ssiger.

Das M16 sollte zu Zeiten des Vietnamkriegs das M14 ersetzen. Die Verwendung einer zu schwachen Treibladung der damals gebrÀuchlichen 5,56-mm-Patrone und eines minderwertigen Waffenöls brachte dem Gewehr jedoch schnell einen zweifelhaften Ruf der UnzuverlÀssigkeit, den es bis heute trotz verbesserter Nachfolgeversionen nie vollstÀndig verloren hat.

Im Krieg gegen den Terrorismus gab es hĂ€ufige Berichte von Kampfeinheiten, dass das Kaliber der M16 nicht durchschlagskrĂ€ftig genug sei. Dadurch verschĂ€rfte sich die Dringlichkeit einer neuen Waffe, sodass sie das Projekt OICW beschleunigte. Durch das Projekt wurden viele neue Erkenntnisse hinzugewonnen, die endgĂŒltige Konstruktion erwies sich jedoch als fĂŒr den Einsatz ungeeignet.

Die Infanterie nutzt neben der M16 in verstĂ€rkten Maße Flinten vom Typ Remington 870 und Mossberg 500, deren Durchschlagskraft und Streuung besonders im HĂ€userkampf nĂŒtzlich ist.

Das in der gesamten Streitkraft verwendete Bajonett trÀgt die Typenbezeichnung M9. Eine Variante davon, das M11, wird wegen seiner Eigenschaften vorwiegend vom MinenrÀumdienst verwendet.

Einen einfach an das Sturmgewehr zu montierenden Granatwerfer stellt der M203 dar. Der M203 ermöglichte einen schnelleren Wechsel zwischen Granatwerfer und Gewehr, wohingegen jeder Trupp im Vietnamkrieg ĂŒber einen mit einem M79 ausgestatteten Grenadier verfĂŒgte, der sich ansonsten ausschließlich mit einer Pistole verteidigen konnte. In naher Zukunft wird der M203 durch einen in wesentlichen Einzelheiten verbesserten Granatwerfer von Heckler & Koch ersetzt werden. Mit dem M203 können darĂŒber hinaus alternative Granattypen eingesetzt werden, beispielsweise Blend- oder Rauchgranaten.

Insgesamt verfĂŒgt die US Army ĂŒber vier Modelle eines ScharfschĂŒtzengewehrs. Es werden hauptsĂ€chlich das M24 und das M25 verwendet. Letzteres erinnert stark an das M21. Außerdem wird das Barrett M82/M107 von diversen Einheiten eingesetzt. Die Besonderheit dieser Waffe ist seine integrale RĂŒckstoßdĂ€mpfung und seine Reichweite. Mit entsprechender Munition ist es fĂŒr die BekĂ€mpfung von sensiblem GerĂ€t auf große Entfernungen geeignet, wie Radar- und Funkantennen, Sehschlitze von Panzern und Laserentfernungsmesser.

Aus belgischer Produktion stammen die beiden Maschinengewehre des Heeres der Vereinigten Staaten, die seit den 1980ern im Dienst sind. WĂ€hrend das M240 als Allzweckmaschinengewehr dient, ist die M249 SAW speziell fĂŒr den Einsatz durch einen einzelnen Soldaten konzipiert. Das M60, das viele Bilder des Vietnamkriegs prĂ€gte, wird von der Infanterie noch gefĂŒhrt, ist aber fĂŒr die meisten EinsĂ€tze zu schwer.

Eine taktische LĂŒcke schloss bei seiner EinfĂŒhrung der MK19. Die Army beschaffte den Maschinengranatwerfer Mark 19 erst 1983 in der technisch ausgereiften Version MOD 3 und montierte ihn vor allem auf Humvees. Durch seine Verwendung im Zweiten Golfkrieg und in Somalia wurde er einer breiten Öffentlichkeit bekannt. Es soll langfristig das sehr erfolgreiche, aber veraltete M2 aus dem Ersten Weltkrieg ersetzen.

Derzeit kommen zwei Mörser zum Einsatz, der M120, der M224 und der M252, sowie eine große Palette an Handgranaten sowohl tödlicher als auch nichttödlicher Wirkung. Gegen gepanzerte Fahrzeuge verwendet die US Army den TOW- und den Javelin-Raketenwerfer

Der Interceptor Body Armor ist die in der Army gebrĂ€uchliche Schutzweste; als ABC-Schutzmaske dient die M40. Obwohl sich alle Soldaten anhand des Global Positioning System (GPS) orientieren, mĂŒssen sie in der Grundausbildung den Umgang mit Kompass und Karte erlernen. Das JSLIST soll die Soldaten vor den Auswirkungen von im Kampf eingesetzten ABC-Kampfmitteln schĂŒtzen und wurde im Zuge der Irak-Krise eingefĂŒhrt. Das Chemical Agent Detector Kit, das nukleare, biologische und chemische Kampfstoffe in der Umgebung nachweisen soll, ist demgegenĂŒber bereits seit 1978 in Gebrauch.

Uniform

Hauptartikel: Uniform der United States Army
Uniformen der US Army im Wandel der Zeiten.

Seit dem Zweiten Weltkrieg hĂ€ndigt die Army ihren Soldaten drei Dienstuniformen aus. Die erste Variante ist der Full Dress, als Army Blue bekannt, fĂŒr ReprĂ€sentations-Dienste und feierliche AnlĂ€sse, vor allem beim 3. US-Infanterieregiment in Washington D.C.. In ihrer heutigen Trageweise wurde sie 1955 eingefĂŒhrt. Sie besteht aus einem dunkelblauen Jackett und wird mit einem weißen Hemd (mit einer schwarzen Krawatte) sowie einer hellblauen Hose getragen. Die Kopfbedeckung ist eine dunkelblaue SchirmmĂŒtze. Alle Uniformteile sind mit GoldrĂ€ndern verziert. Das Jackett trĂ€gt SchulterstĂŒcke, die den Rang des Soldaten innerhalb seiner Dienstgattung anzeigen. Generalsuniformen unterscheiden sich von den anderen abgesehen von den Rangabzeichen insofern, als die Hose das dunkle Blau des Jackets hat und dass bei entsprechenden AnlĂ€ssen eine weiße oder schwarze Fliege anstatt einer Krawatte getragen wird. Bis zum Jahr 2011 sollen alle grĂŒnen und weißen Dienstuniformen des Heeres aus dem Bestand genommen werden, an ihrer Stelle darf nur noch der Full Dress getragen werden.

Ein Prototyp der 2005 eingefĂŒhrten Army Combat Uniform

Der Kampfanzug (Army Combat Uniform) wandelte sich von allen Uniformen in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg am stĂ€rksten. ZunĂ€chst noch im Krieg einfarbig eingefĂŒhrt, wurde sie recht zĂŒgig zu einer zweifarbigen Kombination aus unifarbenem Hemd und Hose verĂ€ndert. Diese Uniform wurde die bekannteste der US Army wĂ€hrend des Kalten Krieges. Im Vietnamkrieg wurde die Farbmischung nochmals verĂ€ndert, und auf Grenada kam zum ersten Mal ein Tarnmuster, die bekannte Woodland-Tarnkleidung, zum Einsatz. FĂŒr EinsĂ€tze in heißen Gegenden wurde eine WĂŒstenuniform entwickelt. Nach der Operation Desert Storm wurde das sechsfarbige Muster durch ein dreifarbiges ersetzt. Diese Uniform kam im Dritten Golfkrieg zum Einsatz. Vor allem die auffĂ€lligen, typischen WĂŒstenleopard-Flecken wurden als ĂŒberflĂŒssig und kontraproduktiv angesehen. Nach dem offiziellen Ende der Kampfhandlungen experimentierte das US Marine Corps mit einem digitalen Tarnmuster, dem so genannten MARPAT, was die US Army in Verbindung mit neuesten Forschungsergebnissen unter Zugzwang setzte. Das Resultat war die EinfĂŒhrung der Army Combat Uniform zu Beginn des Jahres 2005. Diese gleicht der Uniform der Marines in Schnitt und Anordnung der Taschen sowie den verwendeten Materialien. Ein entscheidender Unterschied ist allerdings das Auslassen von schwarzen Punkten, was den Einsatz in allen nichtpolaren Umgebungen zulĂ€sst, was bei den Marines nicht so ohne weiteres möglich ist. Dies erhöht die Einsatzmöglichkeiten bis auf wenige Gebiete und senkt die Produktions- und Lagerungskosten. Zum ersten Mal seit 1955 wurden gleichzeitig neue Stiefel eingefĂŒhrt. Dabei Ă€nderten sich die „klassischen“ schwarzen zu leichter zu pflegenden braunen Stiefeln.

Der Kampfanzug wird in Krisengebieten auch fĂŒr Garnisons- und Wachdienste verwendet, mit einer SchirmmĂŒtze fĂŒr Wachdienste und Kevlar-Westen und Schutzkleidung fĂŒr den Kampfeinsatz.

Bis zum Jahr 2001 trugen ausschließlich die Special Forces Barette, fĂŒr die daher die informelle Bezeichnung Green Berets verbreitet war und geblieben ist. Die EinfĂŒhrung von Baretten fĂŒr alle Soldaten war ab Ende der 1990er Jahre in der Diskussion und wurde am 6. November 2000 beschlossen.[72] So erhielten auch die regulĂ€ren Einheiten Barette mit einheitlich schwarzer Farbe, die zuvor den Rangers vorbehalten gewesen war. Nach der allgemeinen EinfĂŒhrung tragen die Ranger ein sonnenbraunes Barett. Den Spezialeinheiten der Army bleibt weiterhin das Recht vorbehalten, die Abzeichen ihrer Einheit auf dem Barett zu prĂ€sentieren, wĂ€hrend alle regulĂ€ren Soldaten dasselbe Abzeichen tragen.

Fahrzeuge

Die US Army war die erste Armee der Welt, die voll motorisiert war und verfĂŒgt heute ĂŒber die grĂ¶ĂŸte Fahrzeug-pro-Mann-Quote der Welt.

Gepanzerte Fahrzeuge

M1-Kampfpanzer im Irak
Ein M6 Linebacker beim Schuss

Die Army verfĂŒgt ĂŒber insgesamt 7.870 Kampfpanzer vom Typ M1 Abrams,[73] der seit den 1980er-Jahren die veralteten M48 Patton und M60 aus dem Vietnamkrieg ersetzt hat. Er gehört zu den fortschrittlichsten Panzern der Welt und erfĂŒllte seine Aufgaben bisher so zufriedenstellend, dass alle Bestrebungen, die Aufgaben von Panzern wieder auf mehrere Typen wie leichte und mittlere Panzer (zum Beispiel das M8 Armored Gun System) zu verteilen, im Sande verliefen. Im Laufe der Zeit wurde der Abrams, dessen Betrieb eine vierköpfige Besatzung erfordert, mehrmals kampfwertgesteigert. Die ursprĂŒngliche Idee, den LadeschĂŒtzen durch eine Automatik zu ersetzen und somit die Besatzung auf drei Mann zu reduzieren, wurde angesichts der exorbitanten Kosten und der UnzuverlĂ€ssigkeit des vorgesehenen Ladesystems wieder verworfen.

Von ihrem wichtigsten gepanzerten SchĂŒtzenpanzer, dem Bradley, hat die US Army bisher ĂŒber 6.800 StĂŒck beschafft. Dieses gepanzerte Fahrzeug existiert in den Varianten M2 und M3. WĂ€hrend der M2 als SchĂŒtzenpanzer konzipiert ist, dient der M3 der bewaffneten AufklĂ€rung. Der nach dem gleichnamigen Heeresgeneral des Zweiten Weltkrieges benannte Bradley ersetzte wegen seiner verbesserten Panzerung und Bewaffnung im Kampfeinsatz den M113, von dem das Heer bis zu 20.000 StĂŒck im Inventar fĂŒhrte. In der Variante M2 finden bis zu sechs Soldaten mit ihrer individuellen Infanterie-AusrĂŒstung Platz, im M3 bis zu fĂŒnf.[74]

Der seit 1960 in Dienst stehende M113 ist mit einer GesamtstĂŒckzahl von ĂŒber 80.000 der meistproduzierte Mannschaftstransportwagen des 20. Jahrhunderts und war ein Exporterfolg. Das Ursprungsmodell des M113 fasste neben einer zweiköpfigen Besatzung elf Soldaten mit AusrĂŒstung. Der Verkaufserfolg des M113 grĂŒndet sich darauf, dass sein Chassis als Plattform fĂŒr mehrere Versionen verwendet wird. Die US Army hat gegenwĂ€rtig noch neun dieser Varianten in Betrieb.[75]

Der M6 Linebacker basiert auf dem Bradley-Programm und dient der BekĂ€mpfung von Flugzielen im Nahbereich. Panzerangriffen gegenĂŒber ist er jedoch sehr verwundbar. Bisher fĂŒhrt das Heer der Vereinigten Staaten 107 StĂŒck dieses Modells im Bestand.

Seit 1990 betreibt die Army ein mobiles Mörsersystem in zwei Varianten, das schweres UnterstĂŒtzungsfeuer fĂŒr die Infanterie ermöglicht. Der M120 ist die geschleppte, der M121 die selbstfahrende Variante. Das System wird oft mit dem Stryker kombiniert eingesetzt.

Frontansicht eines Stryker RV (AufklÀrungsversion)

Die EinfĂŒhrung des Stryker war die erste Beschaffung eines neuen Radpanzers seit dem Zweiten Weltkrieg und eine der umstrittenste in der Geschichte der US Army. Nach PFC Stuart Stryker und Specialist Robert Stryker, zwei TrĂ€gern der Ehrenmedaille benannt, entzĂŒndete sie die latente Grundsatzdebatte innerhalb des Offizierskorps zwischen den BefĂŒrwortern von Ketten- und denen von Radfahrzeugen neu. UrsprĂŒnglich beschafft, um ĂŒber eine leichte, luftverlegbare gepanzerte Mehrzweckplattform fĂŒr die schnellen Eingreiftruppen zu verfĂŒgen, erwies er sich im Einsatz als zu schwach gepanzert und musste entsprechend nachgerĂŒstet werden. Dies wiederum fĂŒhrte zu einem deutlich höheren Gefechtsgewicht, das seinen eigentlichen Beschaffungsgrund zum Teil konterkarierte. Dennoch hĂ€lt die Army mangels Alternative an ihren Planungen fest, ihn weiter zu beschaffen. Derzeit fĂŒhrt das Heer 1.780 Stryker in bisher fĂŒnf Stryker Brigade Combat Teams (Stryker-Brigaden) und einem Stryker-Regiment. Bis 2020 sollen sieben entsprechende Brigaden mit insgesamt 2.691 Fahrzeugen in verschiedenen Versionen ausgerĂŒstet sein.[76] Diese dienen vor allem als Transportfahrzeug, als Kommandozentrale und als GeschĂŒtzplattform.

Artillerie

Eine M109 feuert bei Nacht.

Knapp 1.000 Mehrfach-Raketen-Artilleriesysteme des Typs M270 dienen der punktgenauen BekĂ€mpfung von gepanzerten Zielen. Je nach Version haben sie eine Reichweite von bis zu 70 Kilometern Entfernung und können mit entsprechender Streumunition zur Zerstörung oder Verminung großer GelĂ€ndeabschnitte eingesetzt werden. Der MLRS ist das zurzeit wirksamste mobile Artilleriesystem im Arsenal des Heeres.

Das Standard-Artilleriesystem fĂŒr Entfernungen bis zu 25 km sind die 2568 Panzerhaubitzen des Typs M109 Paladin. Dank mehrerer Kampfwertsteigerungen bis zur neuesten Version A6 konnte das bereits in den 1950er-Jahren beschaffte System weiterhin im Dienst verbleiben. Wegen dessen langer Einsatzzeit sucht das Heer seit 1995 nach einem Nachfolgesystem. US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld hatte das laufende Crusader-Programm jedoch im Mai 2002 gekĂŒndigt, da es weder ausreichend zielgenau noch luftverladbar war. Daher bleibt die Paladin bis zur Integration der neuen Non-Line-of-Sight Cannon im Dienst.

Die Haubitze M102 war vor allem wĂ€hrend des Vietnamkrieges im Einsatz. Heute ist sie nur noch bei der Reserve im Dienst. Sie ist mit dem Fallschirm abwerfbar und verfĂŒgt ĂŒber eine hohe SeitenrichtkapazitĂ€t von 360°.

Haubitze M777

Die M119 ist ein Fabrikat der britischen Royal Ordnance aus den 1970ern, wo sie unter der Bezeichnung L118 Light Gun in Produktion ging. Ab 1989 wurde die gezogene Haubitze in Dienst gestellt, um die M102 bis in die Artillerieeinheiten der Nationalgarde zu ersetzen. Sie soll bis 2013 im Dienst bleiben und kann aufgrund ihres verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig geringen Gewichts aus einem Flugzeug abgeworfen oder aus der Schlinghalterung eines Helikopters fallen gelassen werden.

Als Ersatz fĂŒr die mittelschwere M198 wird derzeit die M777 beschafft, die ebenfalls aus britischer Produktion stammt. Im Gegensatz zu ihrer VorgĂ€ngerin verfĂŒgt sie ĂŒber ein automatisiertes Feuerleitsystem und ist zur Luftverlegung sowie fĂŒr den Schiffstransport besser geeignet.

Luftabwehr

M1097 Avenger

Das Heer verfĂŒgt ĂŒber zwei selbstfahrende Luftabwehrsysteme. Das Flugabwehrraketensystem Patriot ist seit 1985 im Dienst und fĂŒr den Einsatz gegen Luftziele ab mittlerer Höhe bis zu einer Entfernung von knapp 80 km konzipiert.[77] WĂ€hrend des Zweiten Golfkriegs wurden Patriot-Systeme als Hilfeleistung der Vereinigten Staaten und der Bundesrepublik Deutschland an Israel geliefert, um das Land gegen den irakischen Beschuss mit SCUD-Raketen zu verteidigen. Der Kongress zog die tatsĂ€chliche Wirksamkeit des Systems trotz mehrerer Kampfwertsteigerungen jedoch ebenso in Zweifel wie die israelische Regierung, die als Konsequenz daraus die Entwicklung modernerer Luftabwehrsysteme wie der Arrow in Auftrag gab. Angesichts der begrenzten anti-ballistischen FĂ€higkeiten des Systems entwickeln die Vereinigten Staaten zusammen mit NATO-VerbĂŒndeten das Nachfolgemodell MEADS. ZusĂ€tzlich wurde das THAAD-System in Dienst gestellt.

Seit 1989 ist das auf der Stinger basierende leichte Avenger-Flugabwehrraketensystem bei Army und Marineinfanterie im Dienst. Es ersetzte bis 1993 das mit einer Gatling-Schnellfeuerkanone ausgerĂŒstete Vulcan-System, das seinerseits auf dem M113 basierte. Als TrĂ€gerfahrzeug dient hier eine HMMWV-Version.

Transport- und Versorgungsfahrzeuge

M984 HEMTT, als Bergungsfahrzeug
Ein Humvee manövriert im April 2005 in schwierigem GelÀnde in Afghanistan.
FPI Cougar HE bei einem Ansprengversuch

Die HEMTT-Trucks sind eine Familie von Versorgungsfahrzeugen, die durch zahlreiche Bilder von Konvois im Zweiten und Dritten Golfkrieg bekannt wurden. Sie befinden sich seit 1982 im Einsatz und verfĂŒgen ĂŒber einen 8x8-Allradantrieb. Der Vorteil gegenĂŒber herkömmlichen FĂŒnftonnenlastwagen und insbesondere gegenĂŒber ihren VorgĂ€ngern M520 liegt in der gesteigerten MobilitĂ€t und der erhöhten LadekapazitĂ€t.

Das Palletized Load System (PLS) ist als Weiterentwicklung des Heavy Expandable Multipurpose Tactical Truck (HEMTT) seit 1993 im Dienst. Es fungiert als Transportplattform fĂŒr Paletten und dient hier als Bindeglied zwischen Schiene und Straße.

Der Standardlastwagen der United States Army ist der M939. Er wird von einem 6x6-Allradsystem durch einen Cummins-Dieselmotor angetrieben und existiert in zehn verschiedenen Versionen. Von 1999 bis 2003 rĂŒstete das Heer ein Antiblockiersystem nach, das die zuvor bemĂ€ngelte Sicherheit des Lastwagens verbessern sollte. Derzeit sind etwa 32.000 Einheiten der Produktfamilie in Gebrauch.[78]

Das High Mobility Multipurpose Wheeled Vehicle (abgekĂŒrzt: HMMWV), das die umgangssprachlichen Bezeichnungen Humvee und Hummer (mit jeweils mĂ€nnlichem Artikel) angenommen hat, wurde fĂŒr den Hersteller AM General zu einem herausragenden kommerziellen Erfolg. Trotz zunehmender Bedenken bei der Truppe aufgrund seiner AnfĂ€lligkeit fĂŒr Pannen und AnschlĂ€ge setzte sich der Humvee von seiner EinfĂŒhrung im Jahr 1983 an wegen seiner unĂŒbertroffenen Vielseitigkeit durch. Trotz aller technischen UnzulĂ€nglichkeiten entwickelte sich das Transportfahrzeug zu einem unverwechselbaren Markenzeichen des Heeres, Ă€hnlich seinem VorvorgĂ€nger, dem Jeep. In seinen zivilen AusfĂŒhrungen gilt das Fahrzeug wegen seiner GrĂ¶ĂŸe und seiner GerĂ€umigkeit in Verbindung mit seinem hohen Kraftstoffverbrauch als Symbol des American Way of Life. Im Laufe seiner knapp 90.000 StĂŒck umfassenden Produktion wurde das HMMWV auch fĂŒr solche taktische Rollen umgerĂŒstet, die fĂŒr das Ausgangsfahrzeug nie vorgesehen waren.

Die MRAP-Serie, ein gegen Minen- und Sprengfallen geschĂŒtztes Fahrzeug), ist eine Konsequenz des Irak-Krieges, in dem viele Soldaten bei AnschlĂ€gen mit improvisierten Sprengkörpern (englisch: IED, deutsch: USBV) starben. Der MRAP bietet dem Humvee gegenĂŒber einen wesentlich verbesserten Schutz soll diesen zunĂ€chst in Kampfgebieten, spĂ€ter generell Zug um Zug ersetzen.

Der M1070 Heavy Equipment Transporter (deutsch: „Transportfahrzeug fĂŒr schwere AusrĂŒstung“) besteht aus einem Sattelzuggespann mit bis zu 70 Tonnen TragfĂ€higkeit, der vor allem zum Transport des Abrams-Panzers und anderer gepanzerter Fahrzeuge vorgesehen ist. Er ist seit 1993 beim Heer der Vereinigten Staaten im Dienst und verfĂŒgt sowohl ĂŒber Heck- als auch ĂŒber Frontantrieb und wird von einem 500 PS starken Dieselmotor angetrieben.

Der M88A2 ist der Bergepanzer der Army. In der zweiten Generation fĂŒhrt er den Beinamen HERCULES, das als Akronym fĂŒr Heavy Equipment Recovery, Combat Utility Lift & Evacuation System (deutsch: „Kampftaugliches System zur Bergung und Evakuierung schwerer AusrĂŒstung“) steht. Da er ursprĂŒnglich als mittelschweres Bergesystem klassifiziert war, benötigte das Heer nach der Festlegung auf den Kampfpanzer M1 „Abrams“ eine verbesserte Version. Die A2-Version wiegt daher zehn Tonnen mehr als der Abrams.

FluggerÀt

Entwicklung der Heeresfliegerei

Testflug des AH-64 Apache
Soldaten der 101. US-Luftlandedivision simulieren einen Seiltransport einer Haubitze durch einen Chinook
Blackhawk im Irak
Ein OH-58 Kiowa ĂŒber Bagdad

Da die militĂ€rische Luftfahrt bis zum Eintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg nur eine untergeordnete Rolle spielte, gab es keine entsprechende Teilstreitkraft, sondern sie unterstand bis dahin der US Army, genauer seit 1926 dem US Army Air Corps. Am 20. Juni 1941 entstand aus dem Air Corps die US Army Air Forces (USAAF), die 1943 den anderen TeilstreitkrĂ€ften gleichgestellt wurde. Erst die GrĂŒndung der US Air Force 1947 trennte die allgemeine militĂ€rische Luftfahrt endgĂŒltig von der Army.

Zum Zeitpunkt des Abschlusses des Abkommens von Key West war die militĂ€rische Nutzung von Hubschraubern noch nicht abzusehen. Im Vertragswerk ist der Begriff „StarrflĂŒgelflugzeug“ (englisch: fixed-wing aircraft) festgehalten. Die Auslegung dieser engen Definition nutzten sowohl die US Army als auch das US Marine Corps, das sonst Kampfflugzeuge nur auf den Schiffen der US Navy nutzen durfte, zur Anschaffung militĂ€rischer Hubschrauber aller Art. Aus diesem Grund betreibt die Army seither eine begrenzte Heeresfliegerkomponente, die ĂŒberwiegend aus Verbindungs-, Transport- AufklĂ€rungs- und Kampfhubschraubern besteht. Laut Abkommen ist der US Army Planung, Beschaffung und Betrieb anderer Luftfahrzeuge untersagt. Im Gegensatz zum Marine Corps darf die Army daher nicht den Osprey beschaffen, da dieser wegen seiner Kipprotoren als Flugzeug eingestuft ist.

Hubschrauber

Die Army setzt militĂ€rische Hubschrauber aller Art ein, die vor allem zur LuftunterstĂŒtzung anderer Waffengattungen dienen. Bis zur Indienststellung des Black Hawk benannte sie ihre Hubschraubertypen nach IndianerstĂ€mmen.

Der Angriffshubschrauber des Heeres ist der AH-64 Apache. Ab 1984 ersetzte er zunĂ€chst die Angriffsversion des Huey und ab 1992 den Cobra. Sein Auftrag ist die bewaffnete AufklĂ€rung und die BekĂ€mpfung beweglicher und ortsfester Ziele unter allen Witterungs- und Sichtbedingungen.[79] Seit 1998 erhielten die Systeme eine weitreichende Kampfwertsteigerung, nach der die modernisierten Modelle den Namenszusatz Longbow („Langbogen“) erhielten. Insgesamt verfĂŒgt die Army ĂŒber 580 Apache.

Im Jahre 2004 kĂŒndigte der damalige Stabschef des Heeres, Peter Schoomaker, das Comanche-Programm, einen Kampfhubschrauber mit Tarnkappentechnik, der den Apache ersetzen sollte. Trotz guter technischer Voraussetzungen war das Konzept dieses Modells aufgrund seiner Ausrichtung auf Einsatzprofile des Kalten Kriegs noch vor Aufnahme der Serienproduktion veraltet. Nach Abgeltung der Schadensersatzvereinbarung finanzierte das Heer mit den verbliebenen Mitteln die EinfĂŒhrung unbemannter Drohnen und die Modernisierung des AH-64.

Vom leichten Kampfhubschrauber AH-1 Cobra sind noch 16 Modelle bei einer einzigen aktiven Brigade im Dienst verblieben, die restlichen 241 wurden in die Reserve ĂŒberfĂŒhrt. Im Zweiten Golfkrieg war er wegen seiner Wendigkeit und Geschwindigkeit bei irakischen Truppen gefĂŒrchtet, erwies sich jedoch im Allgemeinen als zu schwach gepanzert.

Der allwettertaugliche und nachtflugfĂ€hige OH-6 Cayuse wird ausschließlich vom 160th Special Operations Aviation Regiment in zwei Varianten eingesetzt. Die Mehrzweckvariante MH-6 Little Bird verfĂŒgt ĂŒber zwei Sitzplattformen, sodass im Flug sechs Soldaten an der Außenseite des Rumpfes Platz finden. Die Angriffsvariante mit der Typenbezeichnung AH-6 kann mit einer Vielzahl diverser Waffen bestĂŒckt werden, wobei ihre leichte Masse die Menge der gefĂŒhrten Waffen beschrĂ€nkt. Insgesamt plant das Heer, die gemeinsame StĂŒckzahl des Hubschraubers auf 45 zu begrenzen[80] und erprobt derzeit eine unbemannte Variante.[81]

FĂŒr den Transport von Truppen und Material ist der CH-47 Chinook in Gebrauch, der in dieser Rolle seinen Dienst seit 1962 versieht. 1994 endete ein aufwendiges zwölfjĂ€hriges Programm, in dessen Verlauf alle Modelle der Reihen A, B und C auf den Standard der aktuellen D-Reihe gebracht wurden. Die Spezialeinheiten fliegen die Sonderversion MH-47G, sodass die US Army ĂŒber insgesamt 553 StĂŒck verfĂŒgt. Der Chinook ist in der Lage, mit knapp 10 t fast das Doppelte seines Eigengewichts zu heben.[82] Aufgrund einer dreifachen Befestigungsstruktur kann er auch sperrige Objekte wie ArtilleriegeschĂŒtze transportieren. Die Vielseitigkeit des Hubschraubers garantiert ihm eine lang anhaltende Einsatzdauer, sodass eine Ersatzbeschaffung derzeit nicht ansteht. Er wird voraussichtlich bis 2030 im Einsatz bleiben.

Ab 1979 ersetzte der UH-60 Black Hawk den aus dem Vietnamkrieg bekannten und bei MilitĂ€rs fĂŒr seine AnfĂ€lligkeit berĂŒchtigte UH-1 Iroquois, ebenso wie den S-58 Choctaw. Dieses Modell eines mittleren Allzweckhubschraubers erwies sich als so vielseitig und zuverlĂ€ssig, dass sein Aufgabenspektrum schnell erweitert und in speziell angepassten Versionen auch von den anderen TeilstreitkrĂ€ften beschafft wurde. Die Schlacht von Mogadischu, die in einem Buch und einem Film namens Black Hawk Down beschrieben wurde, machte diesen Typ in den 2000er-Jahren in der Öffentlichkeit bekannt.


Der OH-58 Kiowa wurde ursprĂŒnglich als Übergangsmodell zwischen dem Cobra und dem Comanche ausgeschrieben und konzipiert. Im Dritten Golfkrieg schnitt die Version zur bewaffneten AufklĂ€rung, der OH-58D Kiowa Warrior im Kampf in urbanem Terrain im Vergleich zum schwerfĂ€lligeren Apache in niedrigen Flughöhen besser ab. Kurzfristig beflĂŒgelte dies Überlegungen, grĂ¶ĂŸere Kontingente anzuschaffen. Schließlich entschied sich die Army, den seit 1962 im Dienst befindlichen Hubschrauber zu ersetzen, da die vorhandenen Modelle Überalterungserscheinungen und technische AnfĂ€lligkeiten aufweisen. Zusammen mit einem eingeschrĂ€nkten Einsatzprofil fĂŒhrte dies zur Ausschreibung des ARH-70, dessen Entwicklung aber wegen KostenĂŒberschreitungen abgebrochen wurde, vermutlich zu Gunsten der Northrop Grumman MQ-8 Drohne.

Future Combat Systems

Future Combat Systems („Waffensysteme der Zukunft“, abgekĂŒrzt FCS) ist die materielle Komponente der Transformation und dient als Sammelbezeichnung fĂŒr ein umfangreiches Beschaffungsprogramm des Heeres mit einem voraussichtlichen Auftragsvolumen von 200 Mrd. US-Dollar.[83] Das Programm besteht aus 16 Bestandteilen, von denen zwei grundlegend fĂŒr den Bestand des gesamten Future Combat Systems-Konzepts sind. Zum einen ist dies das Future Combat Systems System, eine heeresspezifische Komponente des Global Information Grid. Diese ist selbst ein weltweites Informationsnetz aller TeilstreitkrĂ€fte.

Als ebenso bedeutend wird die technische BefĂ€higung in Verbindung mit der intellektuellen BefĂ€higung des Soldaten gesehen. Diese Überlegung mĂŒndete konkret in den Future Force Warrior, einer Gesamtkonzeption der AusrĂŒstung am Mann innerhalb der Future Combat Systems. Es besteht im Wesentlichen aus einem Helm mit digitalen Orientierungs- und Kommunikationstechniken, einer ĂŒberarbeiteten Körperpanzerung, und neuer SekundĂ€rbewaffnung, die teilweise intelligente Munition verschießt. Die Bundeswehr experimentiert derzeit mit einem an das Future Force Warrior angelehnten System namens „Infanterist der Zukunft“.

Der Rest des Programms stellt einen Versuch dar, aus dem bisherigen Beschaffungszyklus auszubrechen, wobei neue Waffenplattformen ihre VorgĂ€nger ersetzen und daher auf den gemeinsamen Einsatz mit anderen Waffenplattformen abgestimmt werden mĂŒssen. FĂŒr eine in Planung befindliche Familie gepanzerter Fahrzeuge bedeutet dies beispielsweise, dass sie auf demselben Chassis mit dem Planungsbegriff Manned Ground Vehicle („bemanntes Bodenfahrzeug“, MGV) aufbauen. Sein relativ geringes Gewicht ermöglicht eine leichtere Luftverlastbarkeit. Die Palette anvisierter Modellvarianten wird einen leichten Kampfpanzer, einen SchĂŒtzenpanzer, eine Panzerhaubitze, einen SpĂ€hpanzer, einen Panzermörser, einen Kommando-, einen SanitĂ€ts- sowie einen Pionierpanzer umfassen.

Charakteristisch fĂŒr das FCS-Programm ist die breite Konzeption unbemannter Systeme. Diese besteht vor allem in ferngelenkten Bodensystemen und unbemannten Luftfahrzeugen. Das Programm wurde am 23. Juni 2009 von Verteidigungsminister Robert Gates gestrichen und statt dessen das Brigade Combat Team Modernization-Programm initiiert.

Demographie

Das Heer der Vereinigten Staaten spiegelt in vielfacher Hinsicht die Gesellschaft des Landes und ihre große PluralitĂ€t wider. Als Institution legt die Army darauf Wert, in der Integration von Ethnien und Frauen auch gegenĂŒber den anderen TeilstreitkrĂ€ften als fĂŒhrend anerkannt zu werden.

FĂŒr demographische Erhebungen ist das Army Demographics Office als Unterabteilung der Abteilung G-1 Human Ressources (Personalwesen) im Department of the Army zustĂ€ndig.

Die Mehrzahl der aufgefĂŒhrten Daten ist, soweit nicht anders aufgefĂŒhrt, dem letzten verfĂŒgbaren demographischen Bericht aus dem Haushaltsjahr 2005 entnommen.[84] Daher wird ĂŒberwiegend eine Gesamtzahl an 488.579 Berufssoldaten als statistische GrĂ¶ĂŸe von 100 Prozent vorausgesetzt, alle ĂŒber diesen Zeitraum hinaus angegebenen absoluten Zahlen sind Durchschnittswerte. Der Betrachtungszeitraum ĂŒber Haushaltsjahre hinweg bietet sich aufgrund der jĂ€hrlichen Haushaltsberatungen als geeignet an.

Hierarchische Zusammensetzung

Im Haushaltsjahr 2005 verfĂŒgte das Berufsheer ĂŒber 69.174 Offiziere und 12.482 Warrant Officers. Damit stellten die Offiziere 14,2 Prozent und die Warrant Officers 2,5 Prozent der Aktiven. Im VerhĂ€ltnis stehen dadurch einem Offizier etwa sieben Mannschaften und Unteroffiziere gegenĂŒber.

Journalisten wie Stuart Koehl vom Weekly Standard kritisieren diese Rate an Offizieren als ĂŒbertrieben hoch. Sie weisen auf einen weltweiten Durchschnitt von sieben Prozent hin und stellen der Army die Wehrmacht gegenĂŒber, die ĂŒber höchstens fĂŒnf Prozent Offiziere verfĂŒgt habe. Der hohe Anteil an Offizieren gehe auf den Kalten Krieg und intransparente, verkrustete Strukturen im Heer zurĂŒck.[85][86]

Altersverteilung

In der angegebenen Personalstatistik ist die Altersgruppenverteilung in Vierjahresschritten angegeben, aufsteigend vom jĂŒngsten Eintrittsalter von 17 vollendeten Lebensjahren. Die Altersverteilungskurve nach Gauss mit der besten Verteilung weisen hier die Mannschaftsdienstgrade auf. 36 Prozent waren zum Zeitpunkt der Erhebung jĂŒnger als 25 Jahre, 22 Prozent waren unter 30 und weitere 25 Prozent waren jĂŒnger als 40 Jahre. Aufgrund der starken Karriereorientierung innerhalb der StreitkrĂ€fte zeigt die Verteilungskurve erst bei den Über-VierzigjĂ€hrigen einen starken Abfall, da die Mannschaftsdienstgrade nur zu ungefĂ€hr sieben Prozent aus Personen dieses Alters bestehen.

Die schĂ€rfste Verteilungskurve haben die Warrant Officers. Nicht einmal fĂŒnf Prozent sind jĂŒnger als 25 Jahre, knapp 53 Prozent sind zwischen 30 und 39 Jahre alt. Insgesamt sind 85 Prozent von ihnen Ă€lter als 30.

Knapp 12 Prozent aller Heeresoffiziere hatten im Haushaltsjahr das Alter von 24 Jahren erreicht, 23 Prozent von ihnen waren bis zu 29 Jahre alt und knapp 39 Prozent waren unter 40 Jahre alt.

Bildung

Die meisten Warrant Officers haben die Vorbereitungszeit auf dem College abgeschlossen oder bereits einige Semester hinter sich gebracht. Über 90 Prozent haben zumindest zeitweise eine UniversitĂ€t besucht.

Da der Abschluss eines Hochschulstudiums Zugangsvoraussetzung zum Offizierskorps ist, dominieren hier die akademischen Bildungszeugnisse. 40,3 Prozent der Bewerber waren mit einem Masters Degree in der Forschung tĂ€tig oder haben promoviert.

Personenstand

Da das Risiko einer Trennung oder einer Scheidung aufgrund langer Dienstrunden im MilitĂ€r erhöht ist, ermöglicht die statistische Auswertung der gesammelten Personenstandsdaten Aussagen ĂŒber den sozialen Zusammenhalt innerhalb der Streitkraft. Im Haushaltsjahr 2005 waren insgesamt 54 Prozent der Heeresangehörigen verheiratet. Dabei ĂŒbertraf die Verheiratungsquote der mĂ€nnlichen Soldaten mit 55,5 Prozent den der Frauen um 11,1 Prozentpunkte. DafĂŒr wiesen die verheirateten Frauen mit einem Anteil von 38 Prozent eine wesentlich höhere Rate an innermilitĂ€rischen Ehen den mĂ€nnlichen Kameraden gegenĂŒber auf, von denen 5,2 Prozent mit einem Soldatenpartner verheiratet waren. Hierbei sind die Fraternisierungsregeln[87] der Army zu beachten: Ein Offizier darf nur in AusnahmefĂ€llen mit Nichtoffizieren in einem geschĂ€ftlichen, persönlichen, sexuellen oder ehelichen VerhĂ€ltnis stehen. Beispielsweise mĂŒssen sich Wirtschaftsbeziehungen auf einen einmaligen Austausch wie einen Gebrauchtwagen beschrĂ€nken und dĂŒrfen nicht per Leihe oder Kredit zu laufenden Verpflichtungen fĂŒhren. Offiziere dĂŒrfen mit Nichtoffizieren verheiratet sein, wenn beide Ehepartner als Nichtoffiziere geheiratet haben oder wenn einer der beiden Reservist ist.

Die Wahrscheinlichkeit des Verheiratetseins ist als mĂ€nnlicher Warrant Officer mit 84,4 Prozent am höchsten, bei den weiblichen Enlisted-RĂ€ngen mit 37,1 Prozent am niedrigsten. UngefĂ€hr 46 Prozent aller Heeressoldaten hatten zum Untersuchungszeitpunkt Kinder, deren durchschnittliche Anzahl bei zwei lag. Alleinerziehend waren insgesamt 6,9 Prozent aller Soldaten. Frauen waren mehr als doppelt so hĂ€ufig von dieser Lebenssituation betroffen als MĂ€nner, wobei mit 19,5 Prozent die weiblichen Warrant Officer am stĂ€rksten hervortraten. Zusammengerechnet haben die Berufssoldaten der Army ĂŒber 710.000 direkte Angehörige.

Minderheiten

Im Haushaltsjahr 2005 dienten knapp 70.000 Frauen im Berufsheer der Vereinigten Staaten. Dies entspricht ungefĂ€hr einem Anteil von 15 Prozent, so dass ungefĂ€hr jeder siebte Heeressoldat weiblich war.

Bei der ethnischen Zusammensetzung der Teilstreitkraft zeichnet sich eine zunehmende Heterogenisierung ab. Zwar sind weiterhin 60 Prozent weißer Abstammung, diese Quote ist jedoch seit Jahren rĂŒcklĂ€ufig. Der Anteil der Schwarzen stagniert bei 21,6 Prozent, wĂ€hrend die Quote an Hispanics sich seit 1995 auf fast 10,5 Prozent verdoppelt hat. Trotz eines stetig wachsenden Anteils bleiben Asiaten mit vier Prozent unterreprĂ€sentiert.

Konfessionen

Die Angabe des religiösen Bekenntnisses ist wie bei der VolkszĂ€hlung freiwillig, da Kirche und Staat in den USA juristisch vollstĂ€ndig voneinander getrennt sind. Allerdings berechtigt allein die Angabe des persönlichen Bekenntnisses zu BemĂŒhungen des Heeres, diese UmstĂ€nde zu berĂŒcksichtigen. Insgesamt sind in der United States Army ĂŒber 200 organisierte Bekenntnisse vertreten, davon waren 2005 etwa 51 Prozent protestantischen und 21 Prozent katholischen Glaubens, zwei Prozent gehörten anderen Konfessionen an. 26 Prozent zogen es vor, sich zu ihren religiösen Überzeugungen nicht zu Ă€ußern.

Suizide

WĂ€hrend die United States Army die Anzahl an Suiziden seit Jahrzehnten protokolliert, ist dies fĂŒr Suizidversuche erst seit dem Jahr 2002 der Fall. HierfĂŒr zustĂ€ndig ist eine Abteilung im Heereshauptquartier mit der Bezeichnung Army Behavioral Health. Laut Col. Elspet Ritchie, der ranghöchsten Psychiaterin der Teilstreitkraft, sei die Anzahl an Selbstmordversuchen von knapp 350 im Jahre 2002 auf ungefĂ€hr 2.100 im Jahr 2007 gestiegen. Die meisten Suizide wĂŒrden von Soldaten verĂŒbt, die bisher noch nicht in ein Krisengebiet verschickt worden seien oder die ihre letzte Dienstrunde vor mehr als einem Jahr abgeschlossen hĂ€tten.[88][89] Im April 2008 forderten die StreitkrĂ€fte ihre Offiziere auf, die Inanspruchnahme psychologischer Betreuung als möglicherweise vorbildlich fĂŒr entsprechende Untergebene anzusehen.[90]

FĂŒr das Jahr 2008 vermeldete die US Army die höchste jemals gemessene Suizidrate von 128. Mit 20,2 Suiziden pro 100.000 Soldaten liegt diese leicht ĂŒber der Suizidrate von 20 fĂŒr die gesamten USA.[91]

Medienwirkung

Durch offiziell freigegebene Bilder soll das Image der US-StreitkrÀfte verbessert werden

Die Reaktionen von Außenstehenden auf die US Army sind vielfĂ€ltig und geben sehr oft deren Haltung zu den USA und ihren StreitkrĂ€ften als Ganzes wieder. Diese kann von uneingeschrĂ€nkter Bewunderung bis zu vollkommener Ablehnung reichen.

So erfuhren Soldaten in Garnisonen nach den TerroranschlĂ€gen des 11. September weltweit Sympathie. In der dem Irak-Krieg vorhergehenden politischen Krise hingegen mussten US-amerikanische Standorte weltweit oft zusĂ€tzlich von den nationalen StreitkrĂ€ften geschĂŒtzt werden. Kritische Haltungen betreffen dabei selten einzelne Soldaten, sondern eher die Army als Institution und Instrument der US-Außenpolitik.

Außerhalb der USA ĂŒberwiegt die Kritik an der Army. Dauerbrenner der Kritik sind die Verabreichung von Amphetaminen an diverse Einheiten,[92] Kriegsverbrechen sowie Ausbildungs- und Rekrutierungsmethoden. Nachdem lange Zeit die Army Kriegsverbrechen als historisch und in heutiger Zeit als nicht existent ansah, bekam das Thema nach Berichten und angeblichen VorfĂ€llen in Afghanistan[93] und dem Irak neuen Auftrieb.

Hinzu kommt in einigen LĂ€ndern mit starker militĂ€rischer PrĂ€senz ein chronisch belastetes VerhĂ€ltnis zur ansĂ€ssigen Zivilbevölkerung, wie zum Beispiel in Japan oder in Italien, wo einzelne VorfĂ€lle von Soldaten immer wieder fĂŒr Aufruhr sorgen. Hier steht ein oftmals angespanntes VerhĂ€ltnis mit der örtlichen Bevölkerung in Wechselwirkung mit untadeligem Verhalten bis hin zu sexueller BelĂ€stigung oder Vergewaltigung. So löste die Festnahme eines Angestellten der Army auf Okinawa im Oktober 2004 als mutmaßlicher TĂ€ter einer Vergewaltigung eine Demonstration von knapp 30.000 Anwohnern aus. Das VerhĂ€ltnis war durch den Absturz eines Hubschraubers auf einem UniversitĂ€tsgelĂ€nde erneut belastet worden.[94]

Die Army selbst versucht, sich in der Öffentlichkeit von den anderen TeilstreitkrĂ€ften der USA abzuheben. Auch wenn sie einen guten Ruf genießt, muss sie sich gegen den herausragenden Ruf der Marines, die eine Sonderstellung genießen, und gegen weit verbreitete MissverstĂ€ndnisse und Vorurteile, wie zum Beispiel sie sei ein Sammelbecken der Unterschicht und gebe Kanonenfutter her, behaupten.

Film

Die EinsĂ€tze, Waffengattungen und die Geschichte der US Army bieten vielfĂ€ltige Möglichkeiten zur medialen Verarbeitung. Es vergeht daher kaum ein Jahr, in der die Army nicht in einem Film dargestellt wird. Da die Mehrheit der Regisseure in Hollywood auf ihre Hilfe zum Beispiel bei der Beschaffung von militĂ€rischem GerĂ€t und Einsatz von fachkundigen Komparsen fĂŒr Filmprojekte angewiesen ist, stellt die Mehrheit aller US-amerikanischen Produktionen die Army positiv dar. Im Gegensatz dazu brauchte zum Beispiel Oliver Stone zehn Jahre, um die Finanzierung seines zum Vietnamkrieg kritisch eingestellten Platoon zu sichern. Die Beeinflussung von Filminhalten durch das Pentagon und VorwĂŒrfe der Geschichtsklitterung an die Army haben eine lange Tradition. Die PR-Leiterin des Pentagon-BĂŒros in Los Angeles beispielsweise bestĂ€tigte in einer Fernsehdokumentation der ARD, den Regisseur von Black Hawk Down, Ridley Scott, zur Auslassung einer Szene verpflichtet zu haben, die den tatsĂ€chlichen Beginn der Schlacht von Mogadischu darstellen sollte. Hierbei hatten sich 1993 zwei Spezialeinheiten zunĂ€chst gegenseitig beschossen, da sie kurzzeitig die Orientierung verloren hatten. Die Sprecherin gab gegenĂŒber dem Fernsehteam an, dass diese Szene den Eindruck vermittelt hĂ€tte, dass die Spezialeinheiten zerstritten gewesen seien, was nicht den Tatsachen entsprochen habe.[95] Ridley Scott selbst erklĂ€rte, dass das Herausschneiden der Szene aus kĂŒnstlerischen BeweggrĂŒnden heraus geschehen sei. DemgegenĂŒber kritisierten US-amerikanische Journalisten vor allem die politischen und historischen PrĂ€missen des Films oder deren mangelnde WĂŒrdigung.[96][97]

Fernsehen

Besonders durch die aktuellen Konflikte sind die US-StreitkrĂ€fte tĂ€glich im Fernsehen prĂ€sent. WĂ€hrend die Army selbst dort durch Werbung und Dokumentationen ĂŒberproportional vertreten ist, werden bei den wichtigsten Sendern zur Hauptsendezeit oft besonders kritische Sendungen ausgestrahlt. Diese haben in der Vergangenheit – wie auch bloße ErwĂ€hnungen in den Nachrichten – des Öfteren fĂŒr Politskandale gesorgt.

Computerspiele

Die United States Army ist in vielfÀltiger Weise auf dem Computerspielemarkt aktiv. Bei dessen Erscheinen 1993 setzte sie Doom zu Trainingszwecken ein. Dabei sind ihre Einflussmöglichkeiten auf Spielinhalte aufgrund einer geringeren Standort- und Kapitalbindung des Computer- und Videospielemarktes wesentlich geringer als beim Film, dessen technisch und finanziell anspruchsvollsten Produktionsfirmen auf Hollywood konzentriert sind.

Mittlerweile unterhĂ€lt die US Army eine Abteilung, die Entwicklerstudios nicht nur auf Anfrage berĂ€t, sondern sich auch selbst bei vielversprechenden Neuentwicklungen einbringt. Sie bezahlt sowohl aktive Soldaten als auch Veteranen, die die Entwicklung des Spiels begleiten. Bei aufwendigen Produktionen, die bereits im Vorfeld eine besonders große Aufmerksamkeit genießen, stellt sie, Ă€hnlich den Filmproduktionen, auch weiteres Material zur VerfĂŒgung.

Ab 2002 trat die Army selbst als Akteur bei Computerspielen in Erscheinung, als sie das Spiel America’s Army zu Rekrutierungszwecken veröffentlichte. Ebenso schloss sie mit Bohemia Interactive Studios, dem Entwickler des Überraschungserfolgs Operation Flashpoint aus dem Jahre 2001 einen Vertrag ab, der die Entwicklung einer speziell militĂ€rischen Variante vorsah, die den Namen Virtual Battlefield Systems erhielt.

Computerspiele, an denen die US Army zu einem nicht unerheblichen Teil beratend mitgewirkt hat, sind beispielsweise Full Spectrum Warrior, Brothers in Arms, Project IGI, Medal of Honor, Men of Valor, America’s Army, Battlefield 2,Call of Duty 4,Call of Duty 6 oder Battlefield 3

Internet

Die weitaus höchste PrioritĂ€t unter den Medien hat das Internet. Hier prĂ€sentiert sich die Army in Hunderten von Websites fĂŒr fast alle StĂŒtzpunkte, Waffengattungen, Einrichtungen, Institutionen und Ă€hnlichem in aufwendig gestalteten Websites. Ein großer Teil der Rekrutengewinnung und der allgemeinen Imagepflege findet ĂŒber das Internet statt. Die US Army kann wie alle anderen TeilstreitkrĂ€fte die vom Verteidigungsministerium exklusiv genutzte Top-Level-Domain .mil verwenden.

Viele andere Netzbetreiber, die auf ihren Netzseiten einen ĂŒberwiegend militĂ€rischen Inhalt vorweisen, unterstĂŒtzt die US Army mit Meldungen, Experten sowie geschultem Werbepersonal aus den eigenen Reihen. HierĂŒber finden Jugendliche oft Einstellungsmöglichkeiten.[98]

Auch die ausgeprĂ€gte US-amerikanische Zeitungskultur bedient die US Army: Fast jeder Standort weist eine Mitarbeiterzeitung (meist auch externer Ausrichtung) sowohl online als auch offline auf. Regionale und kommunale Zeitungen werden in der Hoffnung auf den werbenden Effekt ebenfalls unterstĂŒtzt.

Traditionen

Die US Army sieht sich selbst als Erbe der kolonialen und antibritischen Milizen und erst durch die jĂŒngere Entwicklung als Berufsheer.[99] Ein nicht geringer Teil ihres Budgets fließt an ihre eigenen historischen und sozialen Institutionen. Mit hohem Aufwand werden beispielsweise die Soldatenfriedhöfe gepflegt, die in der Regel ein Monument in Form eines SĂ€ulengangs mit Namen von Vermissten und oft ein Museum oder zumindest eine Ausstellung ĂŒber die Kampfhandlungen umfassen. Betreut und gepflegt werden die Anlagen hĂ€ufig von PensionĂ€ren des US-MilitĂ€rs. Auf deutschem Boden liegt kein US-Soldatenfriedhof; Soldaten, die im Zweiten Weltkrieg in Deutschland ihr Leben verloren, sind in den Niederlanden (Margraten), Belgien (Henri-Chapelle und Neuville), Luxemburg (Hamm) oder Frankreich (Lothringen) beigesetzt worden. In der heutigen Zeit werden alle auf fremdem Boden in Kampfhandlungen gefallenen Soldaten in die USA ĂŒberfĂŒhrt.

Viele Einheiten haben ein eigenes Museum, fĂŒr das oft sogar fest angestelltes Personal von der Einheit bezahlt wird. Ein solches Museum eines MP-Bataillons gab es bis zum Truppenabzug 1995 in Frankfurt am Main in der Drake-Kaserne im heutigen Stadtteil Frankfurter Berg und im Schwabacher Stadtmuseum, das die Geschichte der US Army in der Stadt von 1945 bis 1992 thematisierte.

MilitĂ€rischer Gruß

Wie in jeder anderen Armee grĂŒĂŸt in der US Army grundsĂ€tzlich der Rangniedere zuerst, und zwar mit einer entsprechenden Grußformel. Dabei darf der GrĂŒĂŸende nicht laufen oder Dinge im Mund oder in der Grußhand halten. Offiziere grĂŒĂŸen einander nur zu feierlichen AnlĂ€ssen. Im Gegensatz zu den anderen TeilstreitkrĂ€ften der USA ist es unerheblich, ob mit oder ohne SchirmmĂŒtze gegrĂŒĂŸt wird.

Eine Ausnahme bildet die militĂ€rische Tradition, nach der TrĂ€ger der Medal of Honor von allen Soldaten der StreitkrĂ€fte – unabhĂ€ngig von Rang und Dienstgrad – zuerst gegrĂŒĂŸt werden.

Vor allem im Gefecht wird grundsĂ€tzlich nicht durch Handheben gegrĂŒĂŸt, um militĂ€risches FĂŒhrungspersonal nicht lauernden ScharfschĂŒtzen zu offenbaren. Dennoch bestehen manche Offiziere in allen Übungen darauf.

Vereidigung

Nach der Grundausbildung mĂŒssen alle Rekruten vor einem Offizier folgenden Eid auf die Verfassung der Vereinigten Staaten ableisten, der juristisch als eidesstattliche Versicherung gelten kann:

“I, [Name des AnwĂ€rters], do solemnly swear [alternativ: affirm] that I will support and defend the Constitution of the United States against all enemies, foreign and domestic; that I will bear true faith and allegiance to the same; and that I will obey the orders of the President of the United States and the orders of the officers appointed over me, according to regulations and the Uniform Code of Military Justice. So help me God.”

Deutsche Übersetzung:

„Ich, [Name der zu vereidigenden Person], schwöre feierlich [alternativ: versichere], dass ich die Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika gegen alle Feinde schĂŒtzen und verteidigen werde, ob fremd oder heimisch; dass ich zu derselben wahre Treue und LoyalitĂ€t bewahren werde; und dass ich den Befehlen des PrĂ€sidenten der Vereinigten Staaten sowie der ĂŒber mir berufenen Offiziere gemĂ€ĂŸ dem Uniform Code of Military Justice [Anm.: englische Bezeichnung fĂŒr das US-amerikanische Wehrrecht] Folge leisten werde, so wahr mir Gott helfe.“

Die religiöse Beteuerung ist mangels Ausnahmebestimmung des Gesetzestexts[100] nicht freiwillig. Vereinzelte Rekruten und Juristen vertreten die Meinung, dass dies gegen den Zweiten Verfassungszusatz zur Meinungsfreiheit verstoße. Bisher unterliegt es der Befehlsgewalt des Offiziers, ob er die Auslassung der religiösen Beteuerung als rechtens betrachtet.[101]

Hymne

Die offizielle Hymne der United States Army heißt The Army Goes Rolling Along, inoffiziell meist Army Song.[102] Sie beruht auf einem Artilleristenmarsch, den Oberleutnant Edmund L. Gruber im Jahre 1908 komponierte.[103] Nachdem die anderen TeilstreitkrĂ€fte im Jahre 1948 ĂŒber eine offizielle Hymne verfĂŒgten, schrieb die United States Army einen Wettbewerb aus, um sich ebenfalls eine solche zu geben. Nachdem keine der Zuschriften durchschlagende PopularitĂ€t erreichen konnte, legte sie den ursprĂŒnglich als Caisson Song (ungefĂ€hre Übersetzung: „Protzenmarsch“) komponierten Marsch als neue Hymne fest, wobei diese aufgrund des starken Artilleriebezugs in der ursprĂŒnglichen Fassung einen neuen Text erhielt. Durch ihren offiziellen Charakter wird von jedem Soldaten erwartet, den Marsch zu entsprechenden AnlĂ€ssen in stehender Haltung mitzusingen.

Werteorientierung

Wie alle anderen TeilstreitkrĂ€fte ist das Heer stark werteorientiert.[104] Dies drĂŒckt sich in zwei gĂ€ngigen Kodizes aus, die im Januar 2004 offiziell ĂŒbernommen wurden.[105] Dies ist zum einen der Soldier’s Creed („Soldatenschwur“), zum anderen die Army Values („zentrale Wertvorstellungen des Heeres“). Den Kern des Soldier’s Creed bildet der Warrior Ethos (sinngemĂ€ĂŸ: „Kriegerkodex“). Alle drei bauen aufeinander auf und grĂŒnden sich im Amtseid der Soldaten.

Soldatenschwur

Nach dem Vietnamkrieg brachte das Pentagon einen inoffiziellen Soldatenschwur in Umlauf, der keinesfalls mit der tatsĂ€chlichen Vereidigung zu verwechseln ist. Anfang der 2000er Jahre ließ der damalige Stabschef Peter Schoomaker den Soldier’s Creed ĂŒberarbeiten und veröffentlichte ihn offiziell. In der PopulĂ€rkultur hat der anaphorisch gestaltete Soldatenschwur eine gewisse Verbreitung gefunden, beispielsweise ist er in mehreren Bildern des Spiels America’s Army zu sehen. Sein Wortlaut lautet folgendermaßen, die vier kursiven Zeilen deuten eine ebenfalls gelĂ€ufige Kurzfassung an:

Englisches Original SinngemĂ€ĂŸe Übersetzung
I am an American Soldier. Ich bin ein amerikanischer Soldat.
I am a Warrior and a member of a team. Ich bin ein Krieger und Mitglied einer Einheit.
I serve the people of the United States Ich diene dem Volk der Vereinigten Staaten
and live the Army Values. und lebe die Werte der Armee.
I will always place the mission first. Ich werde dem Auftrag immer oberste PrioritÀt einrÀumen.
I will never accept defeat. Ich werde niemals eine Niederlage akzeptieren
I will never quit. Ich werde niemals aufgeben.
I will never leave a fallen comrade. Ich werde nie einen gefallenen Kameraden zurĂŒcklassen.
I am disciplined, physically and mentally tough, Ich bin diszipliniert, körperlich und seelisch abgehÀrtet,
trained and proficient in my warrior tasks and drills. geĂŒbt und fĂ€hig in meinen soldatischen FĂ€higkeiten.
I always maintain my arms, my equipment and myself. Ich werde meine Waffen, meine AusrĂŒstung und auch mich selbst immer pflegen
I am an expert and I am a professional. Ich bin ein Experte und professionell in meinem Handwerk
I stand ready to deploy, engage and destroy
the enemies of the United States of America
in close combat.
Ich stehe jederzeit bereit, verschickt zu werden, um die Feinde der Vereinigten Staaten von Amerika anzugreifen und sie im Nahkampf zu vernichten.
I am a guardian of freedom Ich bin ein WĂ€chter der Freiheit.
and the American way of life. und der amerikanischen Lebensart.
I am an American Soldier. Ich bin ein amerikanischer Soldat.

Army Values

Englisches Original SinngemĂ€ĂŸe Übersetzung
Loyalty – Bear true faith and allegiance to the U.S. Constitution, the Army, your unit and other soldiers. LoyalitĂ€t – Erhalte wahrhaften Glauben und Gefolgschaft der Verfassung der Vereinigten Staaten, dem Heer, Deiner Einheit und anderen Soldaten gegenĂŒber aufrecht
Duty – Fulfill you obligations. Pflicht – ErfĂŒlle Deine Verpflichtungen
Respect – Treat people as they should be treated. Respekt – Behandle andere, wie sie behandelt werden sollten.
Selfless-Service – Put the welfare of the nation, the Army and your subordinates before your own. Dienst in Selbstlosigkeit – Stelle das Wohlergehen der Nation, der Army und Deiner Untergebenen vor Dein eigenes.
Honor – Live up to all the Army Values. Ehre – Werde den Werten des Heeres gerecht.
Integrity – Do what's right, legally and morally. IntegritĂ€t – Tue das, was Recht ist, sowohl juristisch wie moralisch
Personal Courage – Face fear, danger or adversity (physical or mental). Begegne Furcht, Gefahr oder Ungemach, ob physisch oder psychisch

Die Anfangsbuchstaben der Army Values, aus denen sich ein Bezug zum Soldier’s Creed ableiten lĂ€sst („[
] and live the Army Values.“), ergeben den Begriff LDRSHIP, der an das englische Wort „leadership“ („FĂŒhrungsstĂ€rke“) heranreicht. Jeder Soldat bekommt ein PortemonnaiekĂ€rtchen, auf dem der Kriegerkodex festgehalten ist. ZusĂ€tzlich werden die Army Values auf die RĂŒckseite aller Erkennungsmarken der Teilstreitkraft eingraviert.[106]

Flagge

Flagge der US Army
Beispiel einer Army Flag mit FahnenbÀndern

Die Elemente der Flagge der United States Army sind auf einem weißen Hintergrund platziert. In der Mitte der Flagge befindet sich eine blaue AusfĂŒhrung des offiziellen Siegels des War Office. Es zeigt verschiedene Waffen, Flaggen, eine FreiheitsmĂŒtze und eine Klapperschlange, wie sie bereits auf der historischen Gadsden Flag erschien. Auf einem Spruchband bei der Schlange steht das Motto der Army „THIS WE'LL DEFEND“ („Dies ist es, was wir verteidigen“). Unter ihm liegt eine stilisiertes, scharlachrotes Spruchband mit der weißen Inschrift „UNITED STATES ARMY“. Wiederum in Blau gehalten steht das unterhalb der Rolle platzierte GrĂŒndungsjahr der Army „1775“. PrĂ€sident Dwight D. Eisenhower fĂŒhrte die Flagge offiziell am 12. Juni 1956 ein. Die Version fĂŒr den Gebrauch in RĂ€umen und bei Paraden ist mit goldenen Fransen an den RĂ€ndern geschmĂŒckt und ist 4' 4" hoch und 5' 6" lang. Die Version fĂŒr den Außer-Haus-Gebrauch hat keine Fransen und das typische US-amerikanische FlaggenseitenverhĂ€ltnis von 10:19. Die Flagge wird nur zusammen mit der Nationalflagge der Vereinigten Staaten gezeigt.[107]

Wie viele andere StreitkrĂ€fte in der Welt hĂ€ndigt das Heer der Vereinigten Staaten FahnenbĂ€nder an diejenigen VerbĂ€nde aus, die an einem ihrer FeldzĂŒge oder Schlachten von herausragender Bedeutung teilgenommen haben. Die Farbe eines Fahnenbandes richtet sich nach der Farbe der in diesem Feldzug vergebenen Schleife. FahnenbĂ€nder traten zum ersten Mal wĂ€hrend des Sezessionskrieges in Erscheinung und wurden auch rĂŒckwirkend vergeben. Ab 1890 Ă€nderte sich die Praxis zu durchgehend silbernen FahnenbĂ€ndern, in denen der Name des Ereignisses eingraviert wurde. Im Jahre 1921 fĂŒhrte die Army wieder farbige FahnenbĂ€nder ein, die allerdings grĂ¶ĂŸer waren als ihre VorgĂ€nger und deren Gestaltung bis heute beibehalten worden ist. Sie sind vier Fuß lang und 2,75 Zoll breit (umgerechnet 121,92 cm x 5,08 cm). Neben den Flaggen, die von einzelnen VerbĂ€nden bestĂŒckt werden, verfĂŒgt das Heer ĂŒber eine reprĂ€sentative Flagge, die mit allen 175 verfĂŒgbaren FahnenbĂ€ndern behĂ€ngt worden ist. Diese Tradition geht auf das Jahr 1964 zurĂŒck. Die Erstellung eines Fahnenbandes hĂ€ngt mit der historischen Aufarbeitung einer Schlacht oder eines Feldzuges zusammen, da nicht jedes militĂ€rische Engagement mit einem Fahnenband gewĂŒrdigt wird.[108] Bei einer BeschmĂŒckung mit FahnenbĂ€ndern wird eine veredelte AusfĂŒhrung der Army Flag mit Goldfransen verwendet.

Literatur

Weblinks

 Commons: United States Army â€“ Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Army FY2008 Demographics brochureU.S. Army
  2. ↑ Department of Defense: Active Duty Military Personnel by Rank/Grade (engl., PDF) vom 30. November 2007 – aufgerufen am 24. Januar 2008.
  3. ↑ Army Demographics: FY06 Army Profile. Funddatum: 24. Januar 2008 (Engl., PDF).
  4. ↑ CPOL (Army Civilian Personnel Online):Army Civilian Personnel Online – Zugriff vom 13. Dezember 2010
  5. ↑ Quelle zu „His Majesty’s First Independent Company of American Rangers“ (Engl.)
  6. ↑ „The June 14 date is when Congress adopted‚ the American continental army‘ after reaching a consensus position in The Committee of the Whole. This procedure and the desire for secrecy account for the sparseness of the official journal entries for the day.“ in: http://www.history.army.mil/faq/birth.htm, zit. nach: Wright, Robert: The Continental Army, Center of Military History, Washington, D.C. 1983, Seite 23f. Zugriff am 6. April 2008 (Engl.)
  7. ↑ SchĂ€tzungen zu den Zahlen der Konföderierten
  8. ↑ US Army modular redesign: CRS Report for Congress ursprĂŒnglich vom 2. Februar 2006 (Engl.)
  9. ↑ Online-Datenbank der US-amerikanischen Gefallenen der Washington Post (Engl.)
  10. ↑ Irak – Geschichte eines modernen Krieges Hrg. von Stefan Aust und Cordt Schnibben, Deutscher Taschenbuch Verlag, MĂŒnchen 2004
  11. ↑ Kulick, Holger: „Dokumentarfilmer berichtet von Massakern auf US-Befehl“, in: Der Spiegel (engl.), Datum: 12. Juni 2002
  12. ↑ Bericht von GMX, eingesehen am 26. September 2006
  13. ↑ Sack, Kevin und Pyes, Craig: „A Silence in the Afghan Mountains“, in Los Angeles Times vom 24. September 2006 – aufgerufen am 26. September 2006 (Engl.)
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  15. ↑ Deutsche Übersetzung der US-Verfassung im Internet bei der Botschaft der Vereinigten Staaten in Berlin. Eingesehen am 3. September 2008.
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  18. ↑ EinfĂŒhrung von der National Defense University (Link nicht mehr abrufbar) (Engl.)
  19. ↑ Jane's Defense Weekly, 15. Oktober 2008, S. 9
  20. ↑ Stanton III, Edgar: Army FY08/09 Overview (englisch), Februar 2007, abgerufen am 6. April 2008.
  21. ↑ army.mil, Zugriff am 18. Januar 2009
  22. ↑ Statistical Information and Analysis Division: Armed Forces Strength Figures, 30. Dezember 2007 (englisch, PDF) – abgerufen am 1. MĂ€rz 2007.
  23. ↑ Statistical Information and Analysis Division: Active Duty Military Personnel by Rank/Grade (Women Only) (PDF, englisch), 30. September 2007 – abgerufen am 22. MĂ€rz 2008.
  24. ↑ „The Regular Army is a federal force consisting of full-time Soldiers and Army civilians. Both are assigned to the operational and institutional organizations engaged in the day-to-day Army missions. Congress annually determines the number of Soldiers the Army can maintain in the Regular Army.“, in: Field Manual 1, Abschnitt 2-34 (englisch) – abgerufen am 6. April 2008.
  25. ↑ Army Demographics: FY06 Profile – abgerufen am 24. Januar 2008.
  26. ↑ US Army Reserve: Role within the Army (Engl.) – abgerufen am 24. Januar 2007.
  27. ↑ United States Army Reserve: Mission of the Army Reserve (Engl.) – abgerufen am 24. Januar 2008.
  28. ↑ Vgl: Peterson, Kavari: Governors lose in power struggle over National Guard, in: Stateline.org, 12. Januar 2007 (englisch), Zugriff am 8. April 2008.
  29. ↑ Army Demographics: FY06 Profile, Seite 2 (englisch), eingesehen am 24. Januar 2007.
  30. ↑ „The Retired Reserve consists of approximately 715,000 retirees from the Army (Active Army, Army Reserve and Army National Guard) who remain part of the Army Reserve family.“, in GoArmy.com: Army Reserve Force Structure (Link nicht mehr abrufbar). Zugriff am 6. April 2008 (englisch).
  31. ↑ Informationen bei Mobilmachung bei: www.GlobalSecurity.org, eingesehen am 6. April 2008.
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  36. ↑ Quelle: Zusammenstellung der Vorhaben und Ausgaben des Heeres im Haushaltsjahr 2008–2009. Funddatum: 16. Februar 2007 (englisch, PDF)
  37. ↑ Army FY09 Demographics brochureU.S. Army
  38. ↑ Army FY2007 Demographics brochureU.S. Army
  39. ↑ Army FY2005 Demographics brochureU.S. Army
  40. ↑ Army FY2004 Demographics brochure (Link nicht mehr abrufbar)U.S. Army
  41. ↑ Army FY2003 Demographics brochureU.S. Army
  42. ↑ Army FY2002 Demographics brochureU.S. Army
  43. ↑ Army FY2001 Demographics brochureU.S. Army
  44. ↑ Army FY2000 Demographics brochureU.S. Army
  45. ↑ Army FY1999 Demographics brochureU.S. Army
  46. ↑ Army FY1998 Demographics brochureU.S. Army
  47. ↑ grĂ¶ĂŸter Brigadetyp ist ein Stryker Brigade Combat Team mit 3900 Mann und sieben Bataillonen, siehe Datei:US Army Stryker Brigade.png
  48. ↑ Feickert, Andrew: (Stationierungen) U.S. Army’s Modular Redesign: Issues for Congress, Seite 11f. Congressional Research Service, 6. Januar 2005 (englisch>).
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  54. ↑ Chronologisches Diagram der Entwicklung der TruppenstĂ€rke der Army (Link nicht mehr abrufbar)
  55. ↑ Despite the restrictions, some German facilities have proved so useful that they will be retained. [
] The U.S. European Command, based in Stuttgart, also isn’t likely to move. dt.: Trotz der EinschrĂ€nkungen haben sich einige Einrichtungen in Deutschland als so hilfreich erwiesen, dass sie erhalten bleiben werden. [
] Es ist unwahrscheinlich, dass das US European Command abgezogen wird.
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  60. ↑ Stephen Daggett et al.: FY2009 Defense Budget: Issues for Congress, Seite 37ff., 11. Februar 2008. Zugriff am 6. September 2008.
  61. ↑ US-MilitĂ€r: Army und Marines verpflichten verstĂ€rkt Kriminelle – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Politik
  62. ↑ Army More Selective as Economy Lags
  63. ↑ United States Code: Title 10, Subtitle B, PART II, CHAPTER 333, § 3262 (Engl.) – aufgerufen am 8. April 2008.
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  67. ↑ [
]and, therefore, a lot of people keep it in. – [
]und deswegen behalten es viele fĂŒr sich.
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  86. ↑ StrategyPage.com: Short Rounds – „Old Grog“ Takes Porto Bello (Engl.), Zugriff am 2. MĂ€rz 2008.
  87. ↑ Powers, Rod: Army Fraternization Policy – When Does Friendship Become a Crime in the Army?, About.com. Zugriff am 2. MĂ€rz 2008.
  88. ↑ vgl. Elizabeth M. Lorge: Army Responds to Rising Suicide Rates. Pressemitteilung von Army Behavioral Health vom 31. Januar 2008.
  89. ↑ Eaton, Karen, et al.: Strengthening the Validity of Population-Based Suicide Rate Comparisons: An Illustration Using U.S. Military and Civilian Data, in: Suicide and Life-Threatening Behavior, Nr. 2, 36. Jahrgang, April 2006. (Engl., PDF)
  90. ↑ Fred W. Baker III: Leaders Should Step Up, Receive Mental Health Care if Needed, Chairman Says, in: American Forces Press Service, 1. Mai 2008.
  91. ↑ vgl. Carden, Michael J.: Army Works to Combat Rising Suicide Rates, American Forces Press Service, 29. Januar 2009. Zugriff am 30. Januar 2009.
  92. ↑ 3sat-Bericht (Link nicht mehr abrufbar)
  93. ↑ TAZ-Bericht
  94. ↑ o. V: US Army worker arrested over Okinawa rape, Reuters-Agenturmeldung vom 15. Oktober 2004. Zugriff am 8. April 2008.
  95. ↑ Aussage in der Fernsehdokumentation „Marschbefehl fĂŒr Hollywood – Die US-Armee fĂŒhrt Regie im Kino“, 15â€Č–17â€Č.
  96. ↑ Kaus, Mickey: What Black Hawk Down Leaves Out – That Somalia raid really was more a debacle than a victory.. Kommentar bei Slate vom 21. Januar 2002. Funddatum: 6. Februar 2007
  97. ↑ Hamrah, A. S.: Allied forces – The Pentagon gives filmmakers access to hardware and locations in exchange for script input. Where does PR end and censorship begin?, Seite 3. Boston Globe vom 4. Juli 2004. Einsicht genommen am 6. Februar 2007
  98. ↑ Als Beispiel können Military.com, Army.com (Link nicht mehr abrufbar) sowie die MilitĂ€rsektion von About.com dienen
  99. ↑ Field Manual 1: „The Army traces its heritage to the colonial militias. These were precursors of today’s Army National Guard.“, Abschnitt 1-9
  100. ↑ § 502 des 10. Buches des United States Code in der Online-Datenbank der Cornell Law School – aufgerufen am 30. Januar 2008.
  101. ↑ Powers, Rod: Oath of Enlistment in der MilitĂ€rsektion von About.com. Eingesehen am 30. Januar 2008.
  102. ↑ „The official song of the United States Army is “The Army Goes Rolling Along” [
], known informally as the Army Song“, aus: Army Regulation 220–90, Seite 16. Zugriff am 30. MĂ€rz 2007.
  103. ↑ „The award was named after Brigadier General Edmund L. Gruber, 1879–1941, the composer of the Field Artillery’s “The Caisson Song” that later was adapted to become the Army’s song. The inspired composition of then First Lieutenant Gruber’s “The Caisson Song” in 1908 has contributed to Field Artillery and Army morale for more than 90 years.“ aus: Field Artillery: „The First-Ever Gruber Award for the Outstanding FA Professional“, November/Dezember 2002. Zugriff am 30. MĂ€rz 2008.
  104. ↑ „The Army is a values-based organization. It upholds principles that are grounded in the Constitution and inspire guiding values and standards for its members. These principles are best expressed by the Army Values, Soldier’s Creed, and Warrior Ethos. (See figure 1-1, page iv, and figure 1-2, page 16.) Derived from the obligations of the oaths of office, they express the professional competence required of Soldiers and affirm long-standing values within the Army's culture.“, in: Field Manual 1, Abschnitt 1-60. Zugriff am 6. April 2008.
  105. ↑ „The Soldier’s Creed and Warrior Ethos were adopted by the Army in January 2004.“ 2008 Army Posture Statement. Zugriff am 6. April 2008.
  106. ↑ „Soldiers wear a copy of The Army Values on their dog tags and carry a card with the values on it in their wallet.“ Keslar, Dan: Principles of LDRSHIP: Army Values – Biblical Basis (Link nicht mehr abrufbar), Seite 1, 2005 (Engl.), PDF.
  107. ↑ Flags of the World – The Army Flag
  108. ↑ Informationen unter US Army Flag, Zugriff am 6. April 2008.

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  • United States Army — n. the Regular Army of the United States: cf. ARMY OF THE UNITED STATES 
   English World dictionary

  • United States Army — Department of the Army United States Army Department of the Army Emblem Act 
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  • United States Army — noun the army of the United States of America; the agency that organizes and trains soldiers for land warfare ‱ Syn: ↑US Army, ↑U. S. Army, ↑Army, ↑USA ‱ Topics: ↑military, ↑armed forces, ↑armed services, ↑ 
   Useful english dictionary

  • United States Army — the permanent or regular military land force of the United States, under the authority of the Department of Defense since 1947. Abbr.: USA * * * Major branch of the U.S. military forces, charged with preserving peace and security and defending… 
   Universalium

  • United States Army — noun The land based branch of the United States armed forces. Abbreviated as U.S. Army and US Army, or, rarely, USA 
   Wiktionary

  • United States Army Reserve — Seal of the US Army Reserve Active 23 April 1908 present Country 
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  • United States Army Armor School — US Army Armor School shoulder sleeve insignia Active 
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  • United States Army Center of Military History — Active July 1943–present Country United States 
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  • United States Army Criminal Investigation Command — Abbreviation CID United States Army Criminal Investigation Command seal 
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