UniversitÀt Leipzig

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UniversitÀt Leipzig
UniversitÀt Leipzig
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Motto „Aus Tradition Grenzen ĂŒberschreiten“
GrĂŒndung 1409
TrÀgerschaft staatlich
Ort Leipzig
Bundesland Sachsen
Staat Deutschland
Rektor Beate SchĂŒcking
Studenten 25.933 (SS 2010)[1]
Mitarbeiter 8.933 (davon 3.246 WM[1])
davon Professoren 484[1]
Jahresetat 320,417 Mio. € (davon
45,196 Mio. € Drittmittel)
Website www.uni-leipzig.de

Die UniversitĂ€t Leipzig (Alma mater lipsiensis) ist die grĂ¶ĂŸte Hochschule in Leipzig und die zweitĂ€lteste UniversitĂ€t (nach der Ruprecht-Karls-UniversitĂ€t Heidelberg im Jahre 1386) auf dem Gebiet der heutigen Bundesrepublik Deutschland (Ă€ltere UniversitĂ€tsgrĂŒndungen in Köln, Erfurt und WĂŒrzburg waren zwischenzeitlich geschlossen und wurden neu gegrĂŒndet).

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Ausgangslage und GrĂŒndung

Leipziger Studententrachten von 1409 bis 1709

Nachdem in Folge Streitigkeiten an der Karls-UniversitĂ€t Prag im Zusammenhang mit der Hussiten-Bewegung der böhmische König Wenzel IV. durch das so genannte Kuttenberger Dekret die dortige „böhmische Nation“ gegenĂŒber den anderen UniversitĂ€tsnationen bevorzugte, zogen 1409 etwa 1000 der dortigen deutschen LehrkrĂ€fte und Studenten nach dem in der damaligen Markgrafschaft Meißen gelegenen Handelszentrum Leipzig, wo die ArtistenfakultĂ€t den Lehrbetrieb aufnahm. Dieser wurde sofort von der Stadt ein GebĂ€ude in der Petersstraße ĂŒbereignet. Die Landesherren, Friedrich der Streitbare und Wilhelm der Reiche, bewilligten der UniversitĂ€t anfangs einen Jahresetat von 500 Gulden und stifteten zwei Kollegien, das große und das kleine FĂŒrstenkolleg, fĂŒr die zwei abgabefreie HĂ€user in der Ritterstraße bereitgestellt wurden. Noch 1409 wurde das „Studium generale“ durch Papst Alexander V. bestĂ€tigt. Am 2. Dezember 1409 wird Johannes Otto von MĂŒnsterberg zum Rektor gewĂ€hlt und die UniversitĂ€tssatzung verlesen.

Die Angehörigen der UniversitĂ€t gehörten nach ihrer Herkunft zu vier verschiedenen Nationen: der meißnischen, der sĂ€chsischen, der bayrischen und der polnischen. 1415 wurde die medizinische, 1446 die juristische FakultĂ€t gegrĂŒndet. 1543 wurde die UniversitĂ€t durch Übernahme des ehemaligen Dominikanerklosters mit der ehemaligen Klosterkirche St. Pauli stark erweitert. Zwei Jahre spĂ€ter wurde diese durch Martin Luther als UniversitĂ€tskirche geweiht.

Entwicklung der UniversitÀt bis zum Ausgang des 19. Jahrhunderts

Augusteum und Paulinerkirche um 1890
Die Leipziger UniversitÀt um 1900

In den folgenden Jahrhunderten entwickelte sich die Einrichtung stetig weiter und war zeitweise die grĂ¶ĂŸte UniversitĂ€t Deutschlands. Neue FakultĂ€ten und LehrstĂŒhle wurden eingerichtet. 1725 begann Johann Christoph Gottsched als Privatdozent; der spĂ€tere Rektor und Professor fĂŒr Poesie strahlte weit ĂŒber die UniversitĂ€t aus. Persönlichkeiten, wie Lessing, Klopstock und Goethe, zog es nach Leipzig. Die wachsende Studentenzahl bedingte grĂ¶ĂŸere RĂ€umlichkeiten, und so wurde 1836 am Augustusplatz das von Albert GeutebrĂŒck entworfene neue HauptgebĂ€ude, das Augusteum, das eine Fassade nach einem Entwurf Karl Friedrich Schinkels trĂ€gt, eingeweiht. 1848, wĂ€hrend der MĂ€rzrevolution, beteiligten sich sowohl Professoren als auch Studenten an Demonstrationen und Barrikadenbau. 1891 wurde die von Arwed Roßbach aufgefĂŒhrte neue UniversitĂ€tsbibliothek Bibliotheca Albertina eingeweiht. Wenige Jahre spĂ€ter wurde unter seiner Leitung der UniversitĂ€tskomplex einschließlich der Fassade der UniversitĂ€tskirche am Augustusplatz umgebaut.

Die UniversitÀt bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs

In der ersten HĂ€lfte des 20. Jahrhunderts zeigte sich die rechts-konservative Einstellung vieler Studenten und Professoren: WĂ€hrend der Novemberrevolution entfernten Studenten auf Anordnung des Rektors rote Flaggen auf dem HauptgebĂ€ude und hissten die Fahne des Adelshauses der Wettiner; wĂ€hrend des Kapp-Putsches besetzte ein studentisches Freiwilligenregiment die Innenstadt und schoss auf Putschgegner. Bereits 1931 gewann der Nationalsozialistische Studentenbund (NSDStB) die Wahlen zum Allgemeinen Studentenausschuss. Im November 1933 unterschrieben ĂŒber 100 Professoren einen Aufruf zur Wahl Adolf Hitlers, der Rektor Arthur Golf beteiligte sich an der Großkundgebung dazu. Nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges gehörte die Einrichtung zu den vier „großdeutschen“ UniversitĂ€ten, die weiterhin unterrichten durften.

Nachdem bereits 1923 die (vormals Königliche SĂ€chsische) TierĂ€rztliche Hochschule aus Dresden nach Leipzig ĂŒbergesiedelt und als VeterinĂ€rmedizinische FakultĂ€t in die UniversitĂ€t aufgenommen worden war, kam es 1942/1943 zur GrĂŒndung der Reichsanstalt fĂŒr VitaminprĂŒfung und Vitaminforschung auf dem Campus der VeterinĂ€rmedizinischen FakultĂ€t.

Karl-Marx-UniversitÀt in der DDR

Das HauptgebĂ€ude der Karl-Marx-UniversitĂ€t Leipzig im Jahr 1975 mit dem Bronzerelief Aufbruch ĂŒber dem Eingang. Im Hintergrund das ehemalige Uni-Hochhaus.

Bei Kriegsende waren durch Bombenangriffe 60 % aller GebĂ€ude und 70 % aller BĂŒcher vernichtet. Am 5. Februar 1946 fand die Wiedereröffnung der UniversitĂ€t statt. Auch die UniversitĂ€t Leipzig war von der Gleichschaltung der gesellschaftlichen Institutionen in der DDR betroffen. 1948 wurden der frei gewĂ€hlte Studentenrat aufgelöst und die Mitglieder durch FDJ-Mitglieder ersetzt. Der Vorsitzende des Studentenrates, Wolfgang Natonek, und weitere Mitglieder wurden verhaftet und eingekerkert. Aber die Hochschule war auch Keimzelle des Widerstandes. So setzte sich die Belter-Gruppe mit FlugblĂ€ttern fĂŒr freie Wahlen ein. Der Kopf der Gruppe, Herbert Belter, bezahlte seinen Einsatz fĂŒr die Demokratie mit seinem Leben und wurde 1951 in Moskau hingerichtet.

FĂŒr die entsprechende Erziehung von Studenten aller Fachrichtungen, spĂ€ter auch der wissenschaftlichen Mitarbeiter der UniversitĂ€t, gab es ab 1951 ein „Gesellschaftswissenschaftliches Institut“, 1960 umbenannt in Institut fĂŒr Marxismus-Leninismus und 1969 erweitert zur „Sektion fĂŒr Marxismus-Leninismus“. Die 1954 als FakultĂ€t Journalistik gegrĂŒndete Sektion Journalistik (auch „Rotes Kloster“ genannt) war der einzige universitĂ€re Studiengang fĂŒr Journalismus in der DDR. Diese gesellschaftswissenschaftlichen StudiengĂ€nge und Institute wurden nach der friedlichen Revolution in der DDR 1990 geschlossen.

1953 wurde die UniversitĂ€t von den neuen Machthabern in Karl-Marx-UniversitĂ€t Leipzig umbenannt. 1968 wurden das teilbeschĂ€digte Augusteum einschließlich Johanneum und Albertinum sowie die unversehrte Paulinerkirche gesprengt, um Platz fĂŒr eine Neubebauung zu machen. Von 1968 bis 1972 wurde das Uni-Hochhaus in Form eines aufgeschlagenen Buches gebaut, das zum dominanten GebĂ€ude der UniversitĂ€t wurde. Die weitere Umgestaltung und Bebauung des UniversitĂ€tscampus folgte in den Jahren 1973 bis 1978. Das HauptgebĂ€ude der UniversitĂ€t wurde ein sozialistischer Bau, ĂŒber dessen Eingang das Bronzerelief Aufbruch mit Karl Marx' Kopf angebracht wurde.

Die Alma mater Lipsiensis nach der Wiedervereinigung

Ehemaliges Uni-Hochhaus, davor der Große Sendesaal des MDR, rechts im Vordergrund das HauptgebĂ€ude der UniversitĂ€t vor dem Umbau ab 2005

Seit 1990 befindet sich die UniversitĂ€t, die ab 1991 wieder ihren ursprĂŒnglichen Namen Alma mater lipsiensis trĂ€gt, im Umbau. 1992 wurde die PĂ€dagogische Hochschule "Clara Zetkin" (PH Leipzig) in die UniversitĂ€t Leipzig integriert. Mit der Abgabe des Uni-Hochhauses an einen privaten Nutzer hat ein Großteil der FakultĂ€ten neue GebĂ€ude bezogen, die sich auf mehrere Standorte in der Stadt verteilen. Am historischen Zentrum der UniversitĂ€t, dem Augustusplatz, befindet sich neben Hörsaal- und SeminargebĂ€ude nur noch die FakultĂ€ten fĂŒr Wirtschaftswissenschaft sowie fĂŒr Mathematik und Informatik. Der Wiederaufbau der im Krieg stark beschĂ€digten UniversitĂ€tsbibliothek, die in der DDR nur notdĂŒrftig gesichert worden war und immer mehr verfiel, wurde 2002 abgeschlossen.

Bis zum 600-jĂ€hrigen JubilĂ€um der UniversitĂ€t 2009 sollte der innerstĂ€dtische Campus neu gestaltet werden. Im Jahre 2002 erhielt das MĂŒnsteraner ArchitektenbĂŒro Behet + Bondzio den zweiten Preis im Architekturwettbewerb, wobei dessen Gestaltung der sensiblen Augustusplatzseite in der Öffentlichkeit höchst umstritten war. Einen ersten Preis vergab die Jury nicht. Eine Interessengruppe mit partieller UnterstĂŒtzung der Landesregierung forderte den Wiederaufbau des Augusteums und der Paulinerkirche gegen den Widerstand der UniversitĂ€tsfĂŒhrung und des grĂ¶ĂŸten Teils der Studenten sowie auch der Leipziger Bevölkerung, deren Meinung aber je nach Umfrage schwankte. Diese Streitigkeiten fĂŒhrten Anfang 2003 zu einem Eklat: Rektor Volker Bigl und die Prorektoren traten aus Protest gegen die Landesregierung zurĂŒck, nachdem sich schon vorher starke Spannungen wegen des sĂ€chsischen Hochschulvertrages ĂŒber die zukĂŒnftige Hochschulfinanzierung aufgebaut hatten. Als Kompromiss konnte man sich auf die DurchfĂŒhrung eines zweiten Wettbewerbs, der nur die Augustusplatzfront der UniversitĂ€t betraf, einigen. Am 24. MĂ€rz 2004 entschied sich eine Jury fĂŒr den Entwurf des niederlĂ€ndischen Architekten Erick van Egeraat, der von fast allen Seiten wohlwollend aufgenommen wurde. Er erinnert in der Ă€ußeren Form, aber stark verfremdet, an die ursprĂŒngliche Kubatur des GebĂ€udekomplexes um die Paulinerkirche. Die Umbauarbeiten, die insgesamt 140 Millionen Euro kosten sollten, begannen im Sommer 2005 mit dem Bau der neuen Zentralmensa. → Abschnitt: Der neue Campus am Augustusplatz

Im Juni 2006 wurde zwischen UniversitĂ€tsleitung und Vertretern der chinesischen Botschaft die Einrichtung eines Konfuzius-Institutes in Kooperation mit der Renmin-UniversitĂ€t China und dem „Nationalen BĂŒro fĂŒr Chinesisch als Fremdsprache“ vereinbart.

Im Jahr 2008 konnte sich die UniversitĂ€t bei der Exzellenzinitiative in Deutschland durchsetzen und erhielt die Förderung als Graduiertenschule mit dem Thema BuildMoNa. Leipzig School of Natural Sciences – Building with Molecules and Nano-objects[2]. Auch bei der sĂ€chsischen Initiative konnte sich die Uni behaupten, dort versucht sie mit dem Projekt „Life“ Volkskrankheiten besser zu erforschen[3]. Ebenfalls 2008 wurde das Bach-Archiv zum An-Institut erklĂ€rt.

600 Jahre UniversitÀt Leipzig

Briefmarke der Deutschen Post AG zum JubilÀum

600 Jahre nach ihrer GrĂŒndung beging die UniversitĂ€t Leipzig 2009 ein JubilĂ€umsjahr. Über 300 wissenschaftliche und kulturelle Veranstaltungen gehörten zum JubilĂ€umsprogramm. Die Ausstellung „Erleuchtung der Welt. Sachsen und der Beginn der modernen Wissenschaften“ vom 9. Juli bis 6. Dezember 2009 zeigte auf, welchen Stellenwert die universitĂ€re Leipziger Forschung und Lehre von Beginn an bis heute in Europa hat. Ein Konzert im Gewandhaus lĂ€utete am 9. Mai 2009 die JubilĂ€umsfeierlichkeiten ein. Unter anderem waren auch AuszĂŒge aus Johann Sebastian Bachs „Festmusiken zu Leipziger UniversitĂ€tsfeiern“ zu hören. AußerplanmĂ€ĂŸig nutzten Studenten, die gegen die Studienbedingungen und die Bildungsreform protestierten, den Abend, um einen offenen Brief zu verlesen, der die Absage der JubilĂ€umsfeierlichkeiten forderte, BegrĂŒndung: „Es gibt angesichts der herrschenden Bedingungen nichts zu feiern.“[4] Organisationen wie die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) oder die Deutsche Gesellschaft fĂŒr AnĂ€sthesiologie und Intensivmedizin (DGAI) nahmen das UniversitĂ€tsjubilĂ€um zu Anlass, ihre Jahresversammlungen und -tagungen 2009 in Leipzig abzuhalten. Anfang Dezember 2009, rund um das GrĂŒndungsdatum 2. Dezember, gab es eine Festwoche.

ZusĂ€tzlich wurden zum JubilĂ€um eine 10-Euro-GedenkmĂŒnze, entworfen von Dietrich Dorfstecher, sowie eine Sonderbriefmarke der Deutschen Post, entworfen von Nadine Bill, mit einer Auflage von 309 Millionen StĂŒck herausgegeben.[5]

Gliederung

An der Spitze der UniversitĂ€t Leipzig steht das Rektorat, das die Leitung innehat. Der Vorsitzende ist der Rektor. Zudem gehören dem Rektorat noch der Kanzler und drei Prorektoren an. Bisher waren die Prorektoren jeweils einer fĂŒr Lehre und Studium, einer fĂŒr Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs, sowie einer fĂŒr strukturelle Entwicklung.

Seit der Wahl des neuen Rektorats SchĂŒcking ist diese Aufteilung jedoch neu gefasst. So gibt es jetzt einen Prorektor fĂŒr Bildung und Internationales, einen Prorektor fĂŒr Forschung und Nachwuchsförderung und einen Prorektor fĂŒr Entwicklung und Transfer.[6]

FakultÀten

FakultĂ€t fĂŒr Chemie und Mineralogie
Hörsaal Anatomie der Medizinischen FakultÀt

Die UniversitÀt Leipzig ist in 14 FakultÀten gegliedert:

Zentrale Einrichtungen

Treppenhaus der UniversitÀtsbibliothek Leipzig (Albertina)

Zentrale Einrichtungen der UniversitÀt sind:

Weitere Einrichtungen

Das Studentenwerk Leipzig kĂŒmmert sich um die soziale, wirtschaftliche und kulturelle Betreuung der Studenten der UniversitĂ€t Leipzig und anderer Leipziger Hochschulen. Zu den Hauptaufgaben zĂ€hlen der Betrieb der Studentenwohnheime und der Mensen und Cafeterien an Hochschuleinrichtungen in Leipzig.

Campus und Standorte

Der neue Campus am Augustusplatz

InstitutsgebĂ€ude in der Grimmaischen Straße
Lageplan der UniversitÀt Leipzig

WĂ€hrend der Bauarbeiten fĂŒr den neuen Campus am Augustusplatz in der Grimmaischen Straße und der UniversitĂ€tsstraße wurden die Studenten ab 2007 ĂŒbergangsweise in Interim-GebĂ€uden untergebracht, die auf die ganze Stadt verteilt waren. Ein großer Teil der Vorlesungen musste im StĂ€dtischen Kaufhaus in der UniversitĂ€tsstraße sowie in HörsĂ€len der Medizinischen FakultĂ€t stattfinden. FĂŒr Seminare wurde unter anderem das BĂŒrogebĂ€ude Am BrĂŒhl 34–50 angemietet. Das Interim der Zentralmensa befand sich in der Katharinenstraße 15. Die VertrĂ€ge mit dem StĂ€dtischen Kaufhaus und fĂŒr das BrĂŒhl-GebĂ€ude endeten nach der Fertigstellung des Seminar- und HörsaalgebĂ€udes. GegenwĂ€rtig werden aber teilweise weiterhin InterimsgebĂ€ude, wie RĂ€umlichkeiten der Dresdner Bank, verwendet.

Das neue InstitutsgebĂ€ude fĂŒr die Wirtschaftswissenschaftliche FakultĂ€t entstand als kompletter Neubau in der Grimmaischen Straße. Es wurde im April 2009 fertig gestellt und ist seit dem Sommersemester 2009 in Benutzung. Das Erdgeschoss des GebĂ€udes wird gewerblich genutzt, hier befinden sich LadengeschĂ€fte.[7]

Das neue SeminargebÀude

Das Neue SeminargebĂ€ude in der UniversitĂ€tsstraße entstand auf Basis des Rohbaus seines VorgĂ€ngergebĂ€udes, welcher vollstĂ€ndig saniert und umgestaltet wurde. Die TreppenhĂ€user blieben dabei erhalten. Der Bau wurde ebenfalls im April 2009 fertig gestellt und ist seitdem in Benutzung. Das GebĂ€ude bietet 86 SeminarrĂ€ume mit insgesamt 2600 SitzplĂ€tzen.[7]

Ebenfalls auf Grundlage seines VorgĂ€ngerbaus wurde das neue HörsaalgebĂ€ude gebaut und im Juni 2009 vollendet. Es enthĂ€lt 21 HörsĂ€le mit insgesamt 2600 SitzplĂ€tzen. Im HörsalgebĂ€ude befindet sich auch die Campusbibliothek mit 500 LeseplĂ€tzen, die tĂ€glich rund um die Uhr geöffnet hat. Die Campusbibliothek fasst die Literatur der Wirtschaftswissenschaft, Mathematik, Informatik sowie Kommunikations- und Medienwissenschaft. Sie ergĂ€nzt das Angebot der UniversitĂ€tsbibliothek Albertina in der Beethovenstraße.[8][7]

Baustelle des Augusteums und Paulinums im Mai 2011

Das Paulinum - Aula und UniversitĂ€tskirche St. Pauli befindet sich noch im Bau. Es soll sowohl geistig als auch geistlich genutzt werden. Im Obergeschoss werden sich HörsĂ€le und SeminarrĂ€ume fĂŒr die FakultĂ€t fĂŒr Mathematik und Informatik befinden.[7]

Das Neue Augusteum schließt sich sĂŒdlich an das Paulinum an. Das GebĂ€ude befindet sich noch im Bau. Es soll das HauptgebĂ€ude der UniversitĂ€t werden. Im Inneren befindet sich das Auditorium Maximum der UniversitĂ€t, eine Galerie sowie universitĂ€re BĂŒrorĂ€ume. Das Audimax wird ĂŒber zwei Kabinen fĂŒr Simultandolmetscher verfĂŒgen. Im Untergeschoss wird zudem eine neue Dolmetschertrainingsanlage fĂŒr das Institut fĂŒr Angewandte Linguistik und Translatologie eingerichtet, deren Kabinen zum Teledometschen dem Audimax hinzugeschaltet werden können. Zudem soll das Augusteum der neue Sitz der FakultĂ€t fĂŒr Mathematik und Informatik werden. Mit der Fertigstellung des Augusteums wird nicht vor Mitte 2011 gerechnet.[7]

Die neue Zentralmensa Mensa am Park in der UniversitĂ€tsstraße gegenĂŒber dem Schillerpark wurde am 29. Juni 2009 eröffnet. Sie wird wie die anderen UniversitĂ€tsmensen der Stadt vom Studentenwerk Leipzig betrieben. Über drei Ebenen sind 890 SitzplĂ€tze verteilt.[9][7] Es wird sowohl Mittag- als auch Abendessen angeboten. ZusĂ€tzlich befinden sich im oberen Teil des GebĂ€udes RedaktionsrĂ€umlichkeitden des UniversitĂ€tsradios mephisto 97.6, die auch ĂŒber das HörsaalgebĂ€ude zugĂ€nglich sind.

Das Geisteswissenschaftliche Zentrum

Das Geisteswissenschaftliche Zentrum (GWZ) der UniversitÀt Leipzig (rechts Bibliotheca Albertina)

Rund 1,5 Kilometer vom Campus am Augustusplatz entfernt liegt in der Beethovenstraße 15 das Geisteswissenschaftliche Zentrum (GWZ) der UniversitĂ€t Leipzig. Hier sind die Institute der Philologischen FakultĂ€t, das Historische Seminar der FakultĂ€t fĂŒr Geschichte, Kunst- und Orientwissenschaften, sowie die Institute fĂŒr Kulturwissenschaften, Philosophie, Politikwissenschaft und Soziologie der FakultĂ€t fĂŒr Sozialwissenschaften und Philosophie beheimatet. Auf dem Weg vom Campus am Augustusplatz zum GWZ liegt die Mensa Peterssteinweg mit einem historischen Speisesaal.

Campus Jahnallee

Auf dem Campus Jahnallee in befindet sich die Sportwissenschaftliche FakultĂ€t und deren HörsĂ€le, Sporthallen sowie eine Mensa. Die Sporthalle Ernst-Grube-Halle wird fĂŒr diverse Veranstaltungen verwendet. Am Campus Jahnallee veranstaltet der StudentInnenRat der UniversitĂ€t Leipzig zudem jĂ€hrlich das Campusfest Leipzig.

Forschung

Institut fĂŒr Kommunikations- und Medienwissenschaft

In Leipzig entstand im Jahr 1916 das Institut fĂŒr Zeitungskunde und der erste Lehrstuhl fĂŒr Zeitungswissenschaften, was den Beginn der institutionalisierten wissenschaftlichen BeschĂ€ftigung mit der Kommunikation in Deutschland ĂŒberhaupt markiert. Ein Nachfolger des Instituts ist das heutige Institut fĂŒr Kommunikations- und Medienwissenschaft. Die Leipziger Kommunikations- und Medienwissenschaft hat eine hohe internationale Forschungsreputation, von Leipziger Lehrenden und Forschenden stammen unter anderem grundlegende, wissenschaftliche Modelle wie der Dynamisch-transaktionale Ansatz oder das Intereffikationsmodell. Im Bereich des Kommunikationsmanagements und der Public Relations liegt der Forschungsschwerpunkt auf den Bereichen Vertrauen und Reputation, Controlling und dem Wandel der Public Relations, der unter anderem in der Langzeitstudie European Communication Monitor untersucht wird.[10]

UniversitÀtsklinikum

Das UniversitĂ€tsklinikum Leipzig wurde 1415 gegrĂŒndet und ist heute eine der traditionsreichsten UniversitĂ€tskliniken Deutschlands. Mit rund 1.300 Betten und 4.300 Mitarbeitern (inklusive der Medizinischen FakultĂ€t) in 28 Kliniken und Polikliniken ist sie das grĂ¶ĂŸte Krankenhaus Leipzigs.

Kooperationen und Mitgliedschaften

Die UniversitĂ€t ist an drei International Max Planck Research Schools (IMPRS) beteiligt: Neuroscience of Communication: Function, Structure, and Plasticity (zusammen mit dem Max-Planck-Institut fĂŒr Kognitions- und Neurowissenschaften, dem Max-Planck-Institut fĂŒr evolutionĂ€re Anthropologie und dem Institute of Cognitive Neuroscience am University College London)[11], Leipzig School of Human Origins (zusammen mit dem Max-Planck-Institut fĂŒr EvolutionĂ€re Anthropologie)[12] und Mathematics in the Sciences (zusammen mit dem Max-Planck-Institut fĂŒr Mathematik in den Naturwissenschaften)[13].

Akademische Lehrer

In der etwa sechshundertjÀhrigen Geschichte der UniversitÀt gab es zahlreiche herausragende akademische Lehrer. Im Folgenden eine Auswahl der bekanntesten:

Weitere bekannte Personen die zum Lehrpersonal der UniversitÀt gehören/gehörten unter UniversitÀt Leipzig/Akademische Lehrer oder im Professorenkatalog der UniversitÀt Leipzig.

BerĂŒhmte Studenten

Bundeskanzlerin Angela Merkel

Viele bedeutende Personen haben an der UniversitÀt studiert. Im Folgenden eine Auswahl der bekanntesten:


Weitere bekannte Personen, die an der UniversitĂ€t immatrikuliert waren, unter UniversitĂ€t Leipzig/BerĂŒhmte Studenten.

Radio

Das Lokalradio der UniversitĂ€t mephisto 97.6 ist im Leipziger Raum ĂŒber UKW empfangbar und wird außerdem in das Leipziger Kabelnetz eingespeist.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. ↑ a b c VorlĂ€ufiges Ergebnis der Wahlen der UniversitĂ€t Leipzig vom 22. und 23. Juni 2010 - Wahlbeteiligung
  2. ↑ Homepage der BuildMoNa Graduate School
  3. ↑ Homepage des LIFE-Projekts
  4. ↑ offener Brief an Rektor HĂ€user auf Indymedia im Wortlaut
  5. ↑ UniversitĂ€t Leipzig (Hrsg.) (2009): Mehr Wissen seit 1409. Dokumentation. Leipzig: UniversitĂ€t Leipzig, S. 16.
  6. ↑ Neue Prorektoren gewĂ€hlt PM 2011/093 der Uni Leipzig zur Neuwahl der Prorektoren vom 12. April 2011 (abgerufen am 19. April 2011)
  7. ↑ a b c d e f UniversitĂ€t Leipzig: Der Campus in der Übersicht. (Letzter Zugriff: 20. MĂ€rz 2010).
  8. ↑ UniversitĂ€tsbibliothek Leipzig: Infos zur Campusbibliothek (Letzter Zugriff: 20. MĂ€rz 2010).
  9. ↑ L-IZ (28. Juni 2009): Vier Jahre Warten sind vorbei. Studentenwerk Leipzig eröffnet neue Mensa am Park. (Letzter Zugriff: 20. MĂ€rz 2010)
  10. ↑ kmw.uni-leipzig.de: Forschungsprojekte des Kommunikationsmanagement/der PR . (Letzter Zugriff: 1. September 2010)
  11. ↑ Homepage der IMPRS NeuroCom
  12. ↑ Homepage der Leipzig School of Human Origins
  13. ↑ Homepage der IMPRS Mathematics in the Sciences

Literatur

  • UniversitĂ€t Leipzig (Hrsg.) (2010): Geschichte der UniversitĂ€t Leipzig 1409–2009. 5 BĂ€nde. Leipzig: Leipziger UniversitĂ€tsverlag, ISBN 978-3-86583-310-5
  • Jens Blecher/Gerald Wiemers (2006): Die UniversitĂ€t Leipzig 1943–1992. Erfurt: Sutton Verlag, ISBN 978-3-89702-954-5
  • Jens Blecher/Gerald Wiemers (1998): Studentischer Widerstand an der UniversitĂ€t Leipzig. 1945–1955. Beucha: Sax-Verlag, ISBN 978-3-930076-50-5.
  • Birk Engmann (2008): Der große Wurf. Vom schwierigen Weg zur neuen Leipziger UniversitĂ€t. Beucha: Sax-Verlag, ISBN 978-3-86729-022-7
  • Konrad Krause (2003): Alma mater Lipsiensis. Geschichte der UniversitĂ€t Leipzig von 1409 bis zur Gegenwart. Leipzig: Leipziger UniversitĂ€tsverlag, ISBN 3-936522-65-0
  • Ulrich von Hehl (Hrsg.) (2005): Sachsens LandesuniversitĂ€t in Monarchie, Republik und Diktatur. BeitrĂ€ge zur Geschichte der UniversitĂ€t Leipzig vom Kaiserreich bis zur Auflösung des Landes Sachsen 1952. Leipzig: Evang. Verl.- Anst. (= BeitrĂ€ge zur Leipziger UniversitĂ€ts- und Wissenschaftsgeschichte. Bd. 3), ISBN 3-374-02282-0
  • Katrin Löffler (Hrsg.) (2009): Als Studiosus in Pleiß-Athen. Autobiographische Erinnerungen von Leipziger Studenten des 18. Jahrhunderts. Leipzig: Lehmstedt, ISBN 978-3-937146-68-3
  • Eberhard Schulze (2006): Die Agrarwissenschaften an der UniversitĂ€t Leipzig 1740 – 1945. BeitrĂ€ge zur Leipziger UniversitĂ€ts- und Wissenschaftsgeschichte, Reihe B, Bd. 10, Leipzig: Evangelische Verlagsanstalt, ISBN 978-3-374-02389-9
  • Eberhard Schulze (2008): Die Agrarwissenschaften an der UniversitĂ€t Leipzig 1945/46 – 1996. Leipzig. Leipziger Ökonomische SocietĂ€t e. V., ISBN 978-3-00-023989-2
  • VIVAT, CRESCAT, FLOREAT. Sonderheft der Leipziger BlĂ€tter zum 600. GrĂŒndungstag der UniversitĂ€t Leipzig. Passage- Verlag. Leipzig. 2009

Weblinks

 Commons: UniversitĂ€t Leipzig â€“ Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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