Universität Paderborn

Universität Paderborn
Logo
Motto Die Universität der Informationsgesellschaft
Gründung 1972
Trägerschaft Land Nordrhein-Westfalen (staatlich)
Ort Paderborn
Bundesland Nordrhein-Westfalen
Staat Deutschland
Leitung Nikolaus Risch
Studenten ca. 17.500[1]
Mitarbeiter 2.024[2]
davon Professoren 202[2]
Jahresetat 155 Mio.€ (inkl. Drittmittel und Studienbeiträge)[2]
Website www.uni-paderborn.de
Universität Paderborn
Universität Paderborn Panorama

Die Universität Paderborn in Paderborn, Deutschland, ist eine 1972 gegründete Universität in Nordrhein-Westfalen.

Inhaltsverzeichnis

Überblick

Die Universität Paderborn ist eine Campusuniversität mit ca. 17.500[1] Studenten (Stand: Wintersemester 2011/2012) und gehört damit zu den mittelgroßen Universitäten in Deutschland. Es bestehen über 130 Kooperationen mit Hochschulen in aller Welt. Die Universität Paderborn hat 202 Professuren, 618 wissenschaftliche Mitarbeiter und 683 nichtwissenschaftliche Mitarbeiter (inkl. Auszubildende) sowie 521 Mitarbeiter aus Drittmitteln. Sie bietet ein breites Feld von 106 Studiengängen.[2]

Im Jahre ihrer Gründung studierten an der Universität Paderborn 2.500 Studierende. Diese Zahl ist bis heute auf ca. 17.500 angestiegen, wobei vor allem im Wintersemester 2011/12 die Zahl um rund 2000 Studenten von 15.228 anstieg.[2]

Der Leitidee „Die Universität der Informationsgesellschaft“ folgend, liegt der Forschungsschwerpunkt auf der einen Seite in den Bereichen Informatik, Wirtschaft, Technik und Mathematik und auf der anderen Seite in den Geistes- und Sozialwissenschaften (hier vor allem in Anglistik, Mittelalterlicher Geschichte und Germanistik).

Von besonderer Bedeutung ist das Fach Informatik, das im Hochschulranking 2006[3] des CHE/Die Zeit in der Gesamtbewertung zu den ersten drei Fakultäten in Deutschland gehört. Die Wirtschaftsinformatik der Universität Paderborn zählt laut CHE-Ranking 2005 ebenfalls zur vordersten Gruppe. Im gleichen Ranking von 2005 liegt auch das Fach Anglistik/Englisch auf einem der ersten Plätze. Ebenso belegte die Universität im Förder-Ranking der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) 2006 im Bereich Elektrotechnik, Informatik, Systemtechnik eine Platzierung im Spitzenfeld. Die Universität Paderborn konnte im Jahr 2010 mit 37,6 Mio. Euro an Forschungsdrittmitteln planen.[2] Wegen der großen Nachfrage nach Studienplätzen aus ganz Deutschland und Europa wurden seit dem Wintersemester 2006/2007 an der Universität Paderborn 43 Studiengänge mit einem Numerus clausus (NC) belegt, welcher zum Teil aufgrund der zahlreichen Bewerber in einzelnen Fächern sehr hoch ausfällt.

Neben den vielen Angeboten durch die Universität selbst und die Lehrstühle bieten auch die studentischen Gruppen oft umfangreiche Zusatzangebote.

Geschichte

Die am 1. August 1972 als Gesamthochschule wiedergegründete Universität Paderborn, die neben der Universität mehrere Fachhochschulabteilungen umfasste, wurde 2002 ausschließliche Universität. Diese kann über ihre Vorgängereinrichtungen in Paderborn auf eine lange akademische Tradition zurückblicken.

Bereits für das 8. Jahrhundert lässt sich eine karolingische Domschule nachweisen. Im Jahr 1614 gründete Dietrich IV. von Fürstenberg eine Universität in Paderborn, die älteste in Westfalen. Hier lehrte einige Jahre Friedrich Spee von Langenfeld, der mit seiner Cautio criminalis für seinen Einsatz gegen die Hexenverfolgung berühmt wurde. Die Hochschule besteht heute in Form der Theologischen Fakultät weiter. 1803 entdeckte der Neuhäuser Apotheker Friedrich Wilhelm Adam Sertürner das Morphin. Er gewann es aus Opium, dem eingedickten Milchsaft unreifer Kapseln des Schlafmohns. Im Jahre 1790 wurde die Normalschule in Paderborn zur Lehrerausbildung gegründet.

1972 wurde in Paderborn eine moderne Universität gegründet, die bewusst an die alte akademische Tradition anknüpfen wollte. Die Gründung als Universität-Gesamthochschule war ein Zusammenschluss aus der Pädagogischen Hochschule Westfalen-Lippe (PH), der Ingenieurschule, der Wirtschaftsfachhochschule sowie des Landesforschungszentrums, und kam auf Initiative der Ratsherrin Ellen Rost, des PH-Institutsdirektors Helmar Gunter Frank und des Paderborner Computerpioniers Heinz Nixdorf zustande. Nixdorf verhalf dabei der Universität zu einem internationalen Forschungsschwerpunkt in Informatik. Die Verbindung zwischen Heinz Nixdorf und der Universität Paderborn fand 1987 Ausdruck in der Gründung des Heinz Nixdorf Instituts (HNI). Dieses interdisziplinäre Forschungsinstitut ist eine der zentralen Forschungseinrichtungen der Universität. Zugleich bietet die Universität ein großes Spektrum von Fächern, das von der Informatik, der Mathematik, den Ingenieurswissenschaften sowie der Physik und der Chemie über die Wirtschafts- und Sozialwissenschaften bis hin zur Philosophie, Theologie, Geschichte, Romanistik, Anglistik und Germanistik reicht und ebenso die Fächer Sport, Kunst und Musik umfasst.

Träger des Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preises an der Universität Paderborn
Jahr Preisträger Lehrstuhl
1992 Burkhard Monien und
Friedhelm Meyer auf der Heide
Theoretische Informatik
2002 Frank Vollertsen Umformende und spanende Fertigungstechnik
2011 Christine Silberhorn Quantenoptik

Die Universität hat in den letzten Jahren mehrere Träger des Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preises der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) hervorgebracht. Weltweites Aufsehen erregte der von dem rumänischen Mathematiker Preda Mihăilescu an der Universität Paderborn im April 2002 vorgelegte Beweis der Catalan’schen Vermutung, die auf den belgischen Mathematiker Eugène Charles Catalan (1814–1894) zurückgeht. Letzterer formulierte im Jahr 1844 die Annahme, dass sich ausschließlich die beiden Potenzen 23 = 8 und 32 = 9 um den Wert 1 unterscheiden.

Von wissenschaftlicher Bedeutung ist auch das an die Germanistik der Universität Paderborn angeschlossene Institut zur Erforschung der berühmten Fürstlichen Bibliothek Corvey in Höxter, in der August Heinrich Hoffmann von Fallersleben gearbeitet hat.

Von internationaler Bedeutung ist ebenso die an der Universität Paderborn angesiedelte Koordinierungsstelle (einschließlich einer Forschungsprofessur) für das UNESCO-Weltkulturerbe.

Im Oktober 2004 erhielt sie den Negativpreis Big Brother Award in der Kategorie „Regional“ für ihre Kameraüberwachung in Hörsälen und Rechnerpools.[4]

Am 25. April 2007 wählte die Universität Paderborn als erste Hochschule Nordrhein-Westfalens gemäß dem Hochschulfreiheitsgesetz einen Hochschulrat. Dieser besteht aus Hubertus Benteler, Herbert Hanselmann (dSPACE GmbH), Gertrud Höhler (Publizistin, Politik- und Unternehmensberaterin), Jutta Langenbacher-Liebgott (Universität Paderborn), Friedhelm Meyer auf der Heide (Universität Paderborn), Winfried Schulze (Ludwig-Maximilians-Universität München), Leena Suhl (Universität Paderborn) sowie Klaus Töpfer (Bundesumweltminister a. D., Leiter des UN-Umweltprogramms a. D.).[5]

Der Innovationspreis des Landes Nordrhein Westfalen wurde 2008 in der Kategorie Innovation an die beiden Paderborner Professoren Reinhold Noé und Ulrich Rückert auf Grund ihrer Forschungen zur optischen Nachrichtentechnik verliehen.

Fakultäten

Kunstsilo

Zentrale Betriebseinheiten

Universitätsbibliothek

Gebäude der Universitätsbibliothek

Die Universitätsbibliothek (UB) hat die Aufgabe, die Forschung, Lehre und Studium der Universität Paderborn mit wissenschaftlicher Literatur und Information zu versorgen. Zu diesem Zweck baut sie lokale Informationsbestände auf, bietet Zugriff auf weltweit vorhandene für die Hochschule relevante Information, sorgt für rasche Zugänglichkeit und Lieferung benötigter Dokumente und fördert durch Beratung und Schulung die Kompetenz zur Informationsnutzung und zum elektronischen Publizieren.

Die UB gilt als eine der Besten in Deutschland. Im nationalen Bibliotheksranking Bibliotheksindex für Wissenschaftliche Bibliotheken (BIX-WB) erreicht sie seit Jahren sehr gute Plätze. Einen der vordersten Plätze aller Universitätsbibliotheken in Deutschland belegt sie bezüglich ihres Bestands an elektronischen Medien. Zudem ist sie für ihre langen Öffnungs- und Ausleihzeiten bekannt.[6]

Zentrum für Informations- und Medientechnologien

Das Zentrum für Informations- und Medientechnologien (IMT) hat die Aufgabe, den Einsatz von Medien und Mediensystemen einschließlich der zentralen Kommunikations- und Datenverarbeitungsinfrastruktur in Forschung, Lehre, Studium, wissenschaftlicher Weiterbildung und Verwaltung an der Hochschule technisch und organisatorisch zu ermöglichen und zu betreuen. Das IMT umfasst die Bereiche Informationstechnik, Medientechnik, Schulungen (doIT) und Notebook-Café (NBC).

Das im Eingangsbereich der Universitätsbibliothek gelegene Notebook-Café bietet den Studierenden Support rund um PC und Notebook. Das Team von doIT organisiert Schulungen u. a. zur Internetsicherheit sowie zu zahlreichen Programmen (Software).

Der Bereich Medientechnik betreut u. a. die medientechnische Ausstattung von Hörsälen und Seminarräumen. Außerdem haben Studierende die Möglichkeit, Filme zu drehen, sie zu schneiden und zu vertonen. Kameras, Schnittplätze etc. stellt das IMT zur Verfügung. Auch Hörfunkbeiträge können realisiert werden. So werden u. a. das studentische Campusradio L’UniCo und der Radical Audio Pool unterstützt.

Der Bereich Informationstechnik sorgt u. a. dafür, dass Studierende und Mitarbeitende der Uni mit ihren über 10.000 Rechnern Zugang zum Internet haben (Web, E-Mail etc.). Das campusweite Funknetz ist flächendeckend mit mehr als 200 Access Points ausgebaut.

Siehe auch Paderborn Center for Parallel Computing.

Gebäude und Architektur

Die ältesten Gebäude stammen noch aus der Zeit der Staatlichen Ingenieursschule und sind mit den Buchstaben P (P1–P7) bezeichnet. Kern der neuen Gebäude ist ein Quadrat, das im Uhrzeigersinn mit A bis D bezeichnet ist. An den Eckpunkten schließen sich weitere, nach außen zeigende Gebäude an, E, H und J. Die Bezeichnung der Gebäude leitet sich dabei von ihrer Position auf gedachten, konzentrischen Kreisen ab [7]. Das Gebäude E kam erst später als Verbindungsgebäude zum Gebäude N (das frühere FEoLL) hinzu. Relativ neu ist das Gebäude W, an das sich das RailCab-Versuchsgelände anschließt. Im Januar 2006 wurde ein neues Gebäude P8 fertiggestellt. Das Gebäude F (Heinz Nixdorf Institut) befindet sich nicht auf dem Campus. Zum Wintersemester 2007 wurde darüber hinaus der neue Hörsaal G mit ca. 420 Sitzplätzen fertiggestellt.

Hinzu kommen verschiedene spezielle Gebäude, wie die Bibliothek (BI), die Mensa (ME) und das AudiMax (AM).

Das sich neu im Bau befindliche K-Gebäude schließt im Nordosten an das J-Gebäude an und soll ab Wintersemester 2010 weitere Forschungs- und Lernplätze zu Verfügung stellen. Das fiskalisch als Erweiterungsgebäude projektierte O-Gebäude wird in der Nähe des Südrings auf dem ehemaligen Gelände des Campushotels (westlich des RailCab-Geländes) ab ca. Frühjahr 2011 erbaut werden. Ziel ist es - neben der Schaffung zusätzlicher Wohneinheiten - ein integriertes Wohn-/Lern-Konzept seitens des Studentenwerks anzubieten, das sich vor allem an Bafög-Empfänger richtet. [2] Als weiteres spezielles, fachbezogenes Gebäude wurde die West-Erweiterung des NW-Gebäudes am 17. Dezember 2009 abgeschlossen. Die insgesamt 2,8 Millionen Euro teure Aufstockung der Anbauhalle NW des Dekanats für Chemie bietet ab Mitte des Wintersemesters 2009/10 etwa 90 Studenten in drei Seminarräumen Platz, 40 Büros stehen forschenden Wissenschaftlern zur Verfügung. Die Modulbauweise sieht den Anschluss der Neubauhalle NW an das noch fertigzustellende, östlich gelegene K-Gebäude durch einen Durchgangstunnel über den Kernbereich des Gebäudeteiles J vor. [3] Zudem wurden zum Wintersemester 2010/11 vier Zelte (Z1-Z4) nördlich des AudiMax aufgebaut, sie sollen einen Teil der aufkommenden Raumnot temporär abfangen. Sie bieten jeweils 80 Studenten Platz und sind, wie ein normaler Seminarraum, voll ausgestattet. [4]

Die Paderborner Universität wurde zusammen mit anderen Universitäten in NRW geplant, so dass sich ein ähnlicher Baustil und zum Teil gleiche Gebäude-Module auch bei den Universitäten Dortmund, Duisburg-Essen, Siegen und Wuppertal wiederfinden.

Ranking

Die Universität Paderborn belegt in Umfragen und bei Einstufungen (Rankings) im BereichInformatik, ebenso wie in Englisch (Lehramt) immer wieder gute bis sehr gute Plätze. Im CHE-Hochschulranking von 2006[8], das im ZEIT-Studienführer erschienen ist, erreichten die Bereiche Informatik und Englisch (Lehramt) vordere Plätze.

Ein Ranking der ZEIT sieht die wirtschaftswissenschaftliche Fakultät ebenso wie den Bereich Wirtschaftsinformatik im Mittelfeld bzw. der Schlussgruppe. [9] [10]. Ebenso erfasst ein CHE-Ranking den BWL-Master in Paderborn als Schlusslicht in Deutschland.[11]

Der Bereich Wirtschaftsinformatik konnte zum dritten Mal in Folge die Spitzengruppe erreichen, und dies in allen Kategorien. Im Jahr 2008 schlossen die Bachelor- und Masterstudiengänge Wirtschaftsinformatik im CHE-Ranking erneut gut ab.[12]. Das Handelsblatt hat eine umfassende Studie im Bereich der Betriebswirtschaftslehre durchgeführt und hier einige Professoren der Universität Paderborn unter die Top 100 bzw. 200 Betriebswirte Deutschlands eingestuft. [13] In den Rankings des Spiegel und des Stern erzielte die Universität Paderborn in diesen Bereichen sehr gute Plätze. Ebenso belegte die Universität im Förder-Ranking der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) 2006 im Bereich Elektrotechnik, Informatik, Systemtechnik eine Platzierung im Spitzenfeld. Dies gilt ebenfalls für die Zahl der DFG-Bewilligungen pro Wissenschaftler in den Ingenieurswissenschaften.[14] Der Maschinenbau belegt den vierten Platz aller deutschen Maschinenbaufakultäten laut einer Einstufung der Zeitschrift „Karriere“.[15]

Schülerstudium

Deutschlandweit einmalig bietet die Universität Paderborn im Fach Chemie den besten 45 Schülerinnen und Schülern in einem mehrwöchigen und kostenlosen Intensivsommerkurs an, in Experimenten und Vorlesungen chemisches Wissen zu erwerben. Ein entsprechendes Zertifikat wird bei einem späteren Chemiestudium an der Universität Paderborn als erstes Semester anerkannt, so dass dann sofort ab dem zweiten Semester Chemie in Paderborn studiert werden kann.

Zugang mit Fachhochschulreife

Gemäß § 49, Absatz 10 des Hochschulfreiheitsgesetzes des Landes NRW steht es den nordrhein-westfälischen Universitäten frei, in ihren Prüfungsordnungen von bestimmten Erfordernissen bei der Einschreibung, wie beispielsweise der Allgemeinen Hochschulreife, abzusehen. An der Universität Paderborn wird in bestimmten, vorrangig naturwissenschaftlich-technischen und zugleich zulassungsfreien Studiengängen dadurch das Studium mit Fachhochschulreife ermöglicht. Dazu ist eine mindestens durchschnittliche Fachhochschulreife und das Durchlaufen einer Eignungsprüfung erforderlich, die eine Allgemeinbildung auf Hochschulniveau feststellen soll. Bei der Eignungsprüfung werden Kenntnisse in Deutsch, Englisch und Mathematik schriftlich geprüft sowie eine fachliche Eignung festgestellt.

Zum Wintersemester 2008/09 war die Zulassung in folgenden Studiengängen möglich:[16]

  • Chemie
  • Elektrotechnik/Informationstechnik
  • Informatik
  • Ingenieurinformatik (mit den Schwerpunkten Maschinenbau und Elektrotechnik)
  • Maschinenbau
  • Mathematik
  • Technomathematik
  • Physik
  • Wirtschaftsinformatik
  • Wirtschaftsingenieurwesen

Der Zugang zum Bachelorstudiengang Wirtschaftswissenschaften mit Fachhochschulreife wurde zum Wintersemester 2008/09 eingestellt. Statistiken, die nachweisen könnten, dass Studierende mit Fachhochschulreife ihr Studium häufiger vorzeitig abbrechen, konnten allerdings nicht vorgelegt werden.

Studentische Selbstverwaltung

Die Studierendenschaft der Universität Paderborn bietet wie die meisten Studierendenschaften ihren Mitgliedern Beratungs- und Serviceangebote, wie beispielsweise eine kostenfreie Rechtsberatung durch Anwälte oder Beratungsangebote zum BAFöG. Weiterhin betreibt die Studierendenschaft den AStA-Copyservice, welcher mit ca. 40 Geräten den Studierenden ein Druck- und Kopiersystem, größtenteils in Selbstbedienung, in der Universität sowie der Bibliothek bietet. Der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) der Universität veranstaltet jährlich das AStA-Sommerfestival, zu dem in den letzten Jahren regelmäßig mehr als 10.000 Besucher kamen und das damit eines der größten Unifestivals Deutschlands ist. Neben studentischen und regionalen Bands spielten dort Gruppen wie Wir sind Helden, Silbermond, Fettes Brot, Gentleman, Culcha Candela oder Juli.[17]

Das Studierendenparlament an der Universität Paderborn besteht aus 29 Sitzen und wird jährlich in personalisierter Listenwahl gewählt. Wähler stimmen dabei für eine Person einer Liste; die Sitzverteilung im Parlament errechnet sich aus dem Verhältnis der Stimmen für die Listen, die Reihenfolge der Kandidaten der einzelnen Listen nach deren Stimmenzahl.[18] Die Geschäfte der Studierendenschaft werden vom AStA geführt, der zur Zeit aus 12 Referenten [19] (unter anderem für die Bereiche Hochschulpolitik, Presse, Finanzen, Kultur sowie Soziales, Antifaschismus) besteht.

Besonderes

Im Zuge der Umstellung auf die neue zentrale Organisations-, Informations- und Aktionsplattform wurden zum Wintersemester 2009/2010 Studienanfänger mit einem Netbook ausgestattet.[20]

Alle 3 Jahre wird von der Universität Paderborn der Margarete-Schrader-Preis für Literatur verliehen.

Die Universität Paderborn besitzt mit der Domain uni-paderborn.de seit März 1988 eine der ersten 6 registrierten DE-Domains. [21]

Seit November 2009 sendet das Paderborner Campusradio L’UniCo im Stadtgebiet Paderborn auf der UKW-Frequenz 89,4 MHz.


Am 29. Oktober 2009 kam es wegen intransparenter Informationspolitik seitens der Uni-Führung zu massiven Studentenprotesten. [22] Sie erwirkten zunächst die Öffentlichkeit und Verlegung einer nur für die Presse vorgesehenen Konferenz, die dann am Abend im Audimax für über 1.000 Studenten und auch Lehrenden stattfand. Die Stellungnahmen wurden gefolgt von ausführlichen und emotionalen Diskussionen zwischen Verantwortlichen und Studierenden.

Wohnheime

Das Wohnheim im Vogeliusweg

Dem Studentenwerk Paderborn gehören drei Wohnheimanlagen, die sich in unmittelbarer Nähe zum Universitätsgelände befinden. Die drei Wohnheimanlagen liegen im Vogeliusweg, im Mersinweg und im Peter-Hille-Weg. Sie umfassen insgesamt 1123 Wohnplätze. Der Bau eines weiteren Wohnheimes am Pohlweg ist Ende 2009 begonnen worden.

Ehrenbürger

Als Ehrenbürger können (in der Regel nicht der Universität angehörende) Personen ausgezeichnet werden, die der Hochschule in besonderer Weise verbunden sind. Bis zum Jahr 2011 wurden folgende Personen zu Ehrenbürgern ernannt:[23]

  • 1973 - Josef Haupt, ehemals Leiter der staatl. Ingenieurschule für Maschinenwesen, Paderborn
  • 1975 - René Lehmann, ehemaliger Präsident der Université du Maine
  • 1978 - Helmut Bogdahn, ehemals Leiter der staatl. Ingenieurschule Höxter
  • 1982 - Martin Stephani, ehemals Leiter der Hochschule für Musik Detmold
  • 1989 - Herbert Schwiete, ehemaliger Bürgermeister der Stadt Paderborn
  • 1994 - Wilhelm Ferlings, ehemaliger Stadtdirektor der Stadt Paderborn
  • 1994 - Renate Nixdorf, Witwe von Heinz Nixdorf
  • 1999 - Wilhelm Lüke, ehemaliger Bürgermeister der Stadt Paderborn und MdL a.D.
  • 2000 - Craig Dean Willis, Präsident der Lock Haven University of Pennsylvania

Siehe auch

Literatur

  • Elisabeth Fisch, Hartmut Vollmer (Hrsg.): Einblicke – Ausblicke. 25 Jahre Universität–Gesamthochschule Paderborn. Paderborn 1998.
  • Paderborner Universitäts-Zeitschrift (PUZ). Nachrichten und Berichte aus der Universität Paderborn. Hrsg. vom Rektor der Universität Paderborn. Paderborn, Jg. 1 (1987)ff.

Einzelnachweise

  1. a b Über 4.000 neue Studentinnen und Studenten
  2. a b c d e f Kurzportrait der Universität vom März 2011
  3. uni-paderborn.de: CHE-Ranking 2006: Spitzenplatz für Paderborner Informatik vom 17. Mai 2006
  4. Big Brother Awards 2004, Kategorie Regional: Laudatio
  5. Senat der Universität Paderborn wählte am Mittwoch, 25. April 2007, Hochschulrat. Pressemeldung der Universität Paderborn, 25. April 2007
  6. Bibliotheksindex BIX 2008: Ergebnisse der Universitätsbibliothek Paderborn, abgerufen am 23. Juli 2008
  7. vgl. Lageplan der Universität Paderborn, abgerufen am 29. Juni 2011
  8. Vgl. ranking.zeit.de: Universität Paderborn, abgerufen im April 2009
  9. http://ranking.zeit.de/che2011/de/fachbereich/300028
  10. http://ranking.zeit.de/che2011/de/fachbereich/100442?ab=3
  11. http://www.e-fellows.net/KARRIEREWISSEN/Aktuell/CHE-Ranking-fuer-Master-Studiengaenge-in-BWL
  12. ranking.zeit.de: Universität Paderborn / Wirtschaftsinformatik, abgerufen im April 2009
  13. Ranking Handelsblatt: Pressemitteilung der Universität Paderborn, abgerufen am 3. Februar 2011
  14. uni-paderborn.de: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) legt viertes Förder-Ranking deutscher Hochschulen vor: " … gehört Paderborn im Bereich Elektrotechnik, Informatik und Systemtechnik zu den ganz Großen…". Meldung vom 19. Oktober 2006
  15. uni-paderborn.de: Maschinenbau der Uni Paderborn in TOP-Position – Platz 4 von 30 Maschinenbaufakultäten an deutschen Universitäten. Meldung vom 12. Juni 2007
  16. Seite der Zentralen Studienberatung zum Zugang mit Fachhochschulreife [1]
  17. Universität Paderborn: Pressemitteilung zum AStA-Sommerfestival 2008, 6. Juni 2008
  18. Wahlordnung der Studierendenschaft der Universität Paderborn vom 30. Januar 2008
  19. AStA-Website: Die Referate
  20. Pressemitteilung der Universität Paderborn
  21. Pressemitteilung der DENIC eG vom 14. April 2008
  22. Vor-Ort-Bericht von hingesehen.net
  23. Universität Paderborn: Ehrenbürger der Universität Paderborn. 16. Dezember 2010, abgerufen am 14. April 2011.

Weblinks

 Commons: Universität Paderborn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Wikimedia Foundation.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Universität Witten — Universität Witten/Herdecke Gründung 1983 Trägerschaft privat, gemeinnützige GmbH …   Deutsch Wikipedia

  • Universität Witten-Herdecke — Universität Witten/Herdecke Gründung 1983 Trägerschaft privat, gemeinnützige GmbH …   Deutsch Wikipedia

  • Universität Bielefeld — Gründung 1969 Trägerschaft Land Nordrhein Westfalen (sta …   Deutsch Wikipedia

  • Universität Siegen — Gründung 1972 Trägerschaft MIWFT NRW (staatlich) …   Deutsch Wikipedia

  • Paderborn Center for Parallel Computing — Kategorie: Forschungseinrichtung Träger: Universität Paderborn Sitz des Trägers: Paderborn Art der Forschung: Grundlagenforschung Fachgebiete: Informatik …   Deutsch Wikipedia

  • Universität Duisburg-Essen — Motto Offen im Denken Gründung 2003 (bzw. 1972) …   Deutsch Wikipedia

  • Paderborn — • Suffragan diocese of Cologne, Germany Catholic Encyclopedia. Kevin Knight. 2006. Paderborn     Paderborn     † …   Catholic encyclopedia

  • Paderborn — Wappen Deutschlandkarte …   Deutsch Wikipedia

  • Universität-Gesamthochschule — Die Gesamthochschule (abgekürzt GH oder GHS) war eine universitäre Hochschulform, die Merkmale von Universitäten und Fachhochschulen miteinander verband. Sie ermöglichte ein Hochschulstudium in bestimmten so genannten „integrierten Studiengängen“ …   Deutsch Wikipedia

  • Universität Bonn — Rheinische Friedrich Wilhelms Universität Bonn Gründung 18. Oktober 1818 Trägerschaft staatlich Ort …   Deutsch Wikipedia


Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”

We are using cookies for the best presentation of our site. Continuing to use this site, you agree with this.