Universität zu Köln

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Universität zu Köln
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Gr√ľndung 1919 (alte Universit√§t: 1388)
Tr√§gerschaft Ministerium f√ľr Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie des Landes Nordrhein-Westfalen (staatlich)
Ort Köln
Bundesland Nordrhein-Westfalen
Staat Deutschland
Rektor Axel Freimuth
Studenten 44.708 (WS 2009/10)[1]
Mitarbeiter 4.557 (ohne Klinikum) (2009)[2]
davon Professoren 482 (2009), davon 95 Professorinnen[2]
Jahresetat 456 Mio. Euro im Jahr 2008 ohne Kliniken, inkl. Drittmittel[2]
Website www.uni-koeln.de

Die Universität zu Köln (kurz: Uni Köln) ist eine in Forschung und Lehre international anerkannte Hochschule in Köln mit dem klassischen Fächerspektrum einer Volluniversität.

Die 1388 gegr√ľndete Alte Universit√§t z√§hlte zu den √§ltesten Universit√§ten in Europa. Sie wurde 1798 von den franz√∂sischen Machthabern (Napoleon) geschlossen. Die neue Universit√§t zu K√∂ln wurde 1919 wiedergegr√ľndet. Sie sollte nach dem Ersten Weltkrieg und dem Verlust der Kaiser-Wilhelms-Universit√§t zu Stra√üburg auch deren Tradition fortsetzen und die deutsche Position am Rhein st√§rken.[3] Mit knapp 45.000 Studierenden[1] im Wintersemester 2009/10 ist sie eine der gr√∂√üten Universit√§ten in Deutschland.

Inhaltsverzeichnis

Universit√§t zu K√∂ln ‚Äď Hauptgeb√§ude am Albertus-Magnus-Platz in Lindenthal. Panorama-Ansicht
Universit√§t zu K√∂ln ‚Äď Hauptgeb√§ude am Albertus-Magnus-Platz in Lindenthal. Panorama-Ansicht

Geschichte und Entwicklung

Hauptgebäude (Ostansicht)
Gebäude der WiSo-Fakultät von Wilhelm Riphahn
Gebäude der WiSo-Fakultät (Nahansicht)
Gebäude der philosophischen Fakultät
Erstes Gebäude der neuen Universität (bis 1934); heute FH Köln

Die Alte Universität

‚Üí Hauptartikel: Universitas Studii Coloniensis (1388‚Äď1798)

Die Universit√§t zu K√∂ln wurde am 21. Mai 1388 als vierte Universit√§t im Heiligen R√∂mischen Reich nach der Karls-Universit√§t Prag (1348), der Universit√§t Wien (1365) und der Ruprecht-Karls-Universit√§t in Heidelberg (1386) gegr√ľndet. Die Initiative dazu ging nicht wie sonst √ľblich vom Kaiser oder einem F√ľrsten aus, sondern vom Rat der Freien Reichsstadt K√∂ln, die auch die Kosten f√ľr den Lehrbetrieb √ľbernahm und sich umfangreiche Vorteile f√ľr die Belebung der Stadt erhoffte.[4] Die Gr√ľndungsurkunde wurde von Papst Urban VI. in Perugia unterzeichnet. Am 6. Januar 1389 wurde der Vorlesungsbetrieb aufgenommen. Die Hochschule war lange eine der gro√üen Universit√§ten im Reich.

Am 28. April 1798 wurde die Universit√§t von den 1794 in K√∂ln einger√ľckten Franzosen genau wie 1795 die Universit√§ten in Frankreich[5] und die Universit√§t Mainz mit der Umwandlung in eine Zentralschule des D√©partement de la Roer, genannt ‚ÄěUniversit√© de Cologne‚Äú, geschlossen.

Die Neue Universität

Im Verlauf des 19. Jahrhunderts waren Bestrebungen der Stadt und ihrer B√ľrger, eine neue Universit√§t zu gr√ľnden, gescheitert. Erst 1919 gelang es, die preu√üische Staatsregierung zu √ľberzeugen. Durch einen Beschluss des Rates der Stadt K√∂ln wurde die st√§dtische Universit√§t neu gegr√ľndet. Am 29. Mai 1919 unterzeichnete der damalige Oberb√ľrgermeister Konrad Adenauer den Staatsvertrag mit Preu√üen. Die Universit√§t ging aus der ebenfalls st√§dtischen am 1. Mai 1901 gegr√ľndeten Handelshochschule, der Hochschule f√ľr kommunale und soziale Verwaltung von 1912 sowie der ersten deutschen Akademie f√ľr praktische Medizin von 1904 hervor, die in die Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakult√§t beziehungsweise die Medizinische Fakult√§t √ľbergingen. Als erster Rektor wurde Christian Eckert gew√§hlt, der bis dahin die Handelshochschule K√∂ln geleitet hatte. Die Universit√§t residierte in den f√ľr die Handelshochule bis 26. Oktober 1907 am R√∂merpark, S√ľdstadt, errichteten Geb√§uden (jetzt durch die Fachhochschule K√∂ln genutzt) von 1919 bis 1934 (auch Alte Universit√§t genannt). Aufgrund der hohen Studentenzahlen wurde am 26. Oktober 1929 der Grundstein f√ľr das Hauptgeb√§ude der neuen Universit√§t gelegt, in das 1934 umgezogen wurde.

Am 2. November 1934 konnte die Universit√§t in den vom Architekten Adolf Abel errichteten funktional schlichten Neubau im Inneren Gr√ľng√ľrtel K√∂ln-Lindenthals nahe bei der Medizinischen Fakult√§t einziehen. Bereits 1925 war die Universit√§t zu K√∂ln nach der Humboldt-Universit√§t zu Berlin die zweitgr√∂√üte preu√üische Universit√§t. 1920 kamen die Rechtswissenschaftliche und die Philosophische Fakult√§t hinzu, von der sich 1955 die Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakult√§t abspaltete.1980 wurden die beiden K√∂lner Abteilungen der P√§dagogischen Hochschule Rheinland als Erziehungswissenschaftliche und Heilp√§dagogische Fakult√§t der Universit√§t zu K√∂ln angegliedert. Die Universit√§t wurde durch Luftangriffe im Zweiten Weltkrieg schwer besch√§digt, dennoch begann 1945 wieder der Vorlesungsbetrieb. Allerdings √ľberschritten die Kosten f√ľr den Wiederaufbau die M√∂glichkeiten der Stadt, unter deren alleiniger Tr√§gerschaft die Universit√§t bis 1954 stand. So wurde am 1. April 1954 die Universit√§t zu K√∂ln mit Wirkung vom 1. April 1953 durch das Bundesland Nordrhein-Westfalen √ľbernommen. Die Bindung an die Stadt und den Regierungsbezirk K√∂ln wurde bis zum Jahre 2007, dem Inkrafttreten einer neuen Grundordnung, durch die Institution des Kuratoriums gew√§hrleistet, in dem der Oberb√ľrgermeister den Vorsitz f√ľhrte. Dar√ľber hinaus kooperiert die Universit√§t mit vielen st√§dtischen Einrichtungen und Einrichtungen in der Stadt, wie zum Beispiel mit dem Rheinisch Westf√§lischen Wirtschaftsarchiv und vielen st√§dtischen Kliniken.

Der Ausbau der Universit√§t begann mit dem Bau der H√∂rsaal- und Seminartrakte und des achtgeschossigen Seminar- und B√ľrohochhauses f√ľr die Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakult√§t von Wilhelm Riphahn zwischen 1956 und 1960. In dieser Fakult√§t hatte sich die Studierendenzahl zwischen 1949 und 1955 auf √ľber 5000 nahezu verf√ľnffacht. Die Universit√§tsbibliothek von Rolf Gutbrod folgte 1966, der Albertus-Magnus-Platz wurde durch die Absenkung und Deckelung der Universit√§tsstra√üe erweitert. 1968 wurde das H√∂rsaalgeb√§ude von Rolf Gutbrod fertiggestellt, die Physikalischen und Chemischen Institute jenseits der Z√ľlpicher Stra√üe folgten zwischen 1968 und 1975. Mit dem Neubau des Philosophikums 1974 war der Campus der Universit√§t im Wesentlichen fertig. Der Komplex des Klinikums mit den alten Geb√§uden der Krankenanstalten Lindenburg wurde ab 1965 (Frauenklinik) bis 1974 (Bettenhaus des Zentralklinikums) modernisiert und erweitert. Der jenseits der Akademischen Lustwiese (Akaluwie) 1974 errichtete Neubau der Zentralmensa ist immer noch einer der modernsten und gr√∂√üten Studierenden-Speisebetriebe in Europa. Der Ausbau und die Modernisierung der Hochschulgeb√§ude wird bis in die Gegenwart fortgef√ľhrt. Beispiele:

  • Die Fassade des Hauptgeb√§udes zum Albertus-Magnus-Platz, seit 1991 von zahlreichen Stahlriemen gesichert (eine urspr√ľnglich als Provisorium gedachte Ma√ünahme, um ein Herabfallen von Sandsteinplatten zu verhindern), ist (Stand 2011) einger√ľstet und wird erneuert.
  • s√ľdlich des Hauptgeb√§udes entstand ein neues Seminargeb√§ude ("Geb√§ude 106").[6]

Seit 2003 tragen alle Gebäude Gebäudenummern.[7]

Alle diese Anlagen liegen eingebettet in den Inneren K√∂lner Gr√ľng√ľrtel und bildeten so einen innenstadtnahen zusammenh√§ngenden Universit√§tscampus, der dennoch im Gr√ľnen liegt.

Profil

Name

Die Hochschule hatte lange keinen Namen, wenn man nicht den mittelalterlichen Namen universitas studii s[an]c[ta]e civitatis coloniensis (siehe Siegel) oder die neue Bezeichnung Universit√§t K√∂ln daf√ľr nimmt. Beides bedeutet, dass die Hochschule eine stadtk√∂lnische Einrichtung war. W√§hrend des Rektorats von Josef Kroll (1945 - 1950) wird die offizielle Benennung der Universit√§t als Universit√§t zu K√∂ln eingef√ľhrt. Eine Initiative dazu hatte Kroll schon in seiner ersten Amtszeit Anfang der 1930er Jahre ergriffen.[8]

Organisation und Fakultäten

Das Rektorat leitet die Universität. Es besteht (Stand August 2011) aus dem Rektor als Vorsitzendem (Axel Freimuth), vier Prorektoren und dem Kanzler (Johannes Neyses). Der Rektor wird vom Hochschulrat gewählt; die erste Amtszeit beträgt mindestens sechs Jahre und weitere Amtszeiten mindestens vier Jahre. Der Rektor ist Vorsitzender des Rektorats und des Senats der Universität.[9]

Studierende nach Fakult√§t (WS 05/06)
Studierende n. Geschlecht (WS 05/06)

Die Universität gliedert sich in die folgenden sechs Fakultäten:

Fakult√§t Studierende1) davon Doktoranden2) (Neu-)Gr√ľndungsjahr
Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät 8.806 609 1919
Medizinische Fakultät 3.246 262 1919
Rechtswissenschaftliche Fakultät 5.213 1.232 1920
Philosophische Fakultät 14.746 1.231 1920
Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät 6.483 800 1955
Humanwissenschaftliche Fakultät 5.788 560 2007
Gesamt 44.282 4.694

1)WS 2008/09, gem. Kurzstatistik der Universität (Stand November 2008), inkl. Zweithörer, Gasthörer und Studienkollegiaten[1]
2)Anzahl der Doktorandinnen und Doktoranden gem. Studierendenstatistik WS 2006/07 (jeweils Summe Promotion 1. Fach).

Auffallend ist die ‚Äď bezogen auf die Fakult√§tsgr√∂√üe ‚Äď hohe Zahl von Doktoranden der Rechtswissenschaftlichen Fakult√§t. Innerhalb der einzelnen Fakult√§ten dominieren hinsichtlich der Anzahl der Doktoranden die folgenden F√§cher: an der WiSo-Fak. BWL (338 bzw. 55 %), an der Med. Fak. Humanmedizin (187 bzw. 71 %), an der Phil. Fak. Germanistik und Kunstgeschichte (208 bzw. 17 % respektive 146 bzw. 12 %), an der Math.-Nat. Fak. Biologie (365 bzw. 46 %) und an der HW-Fak. P√§dagogik (410 bzw. 73 %).

Am 20. Juli 2005 beschloss der Senat der Universit√§t ein Konzept zur Neuordnung der Fakult√§ten. Das Konzept brachte die Aufl√∂sung der Erziehungswissenschaftlichen und der Heilp√§dagogischen Fakult√§t in ihrer bisherigen Form sowie die Gr√ľndung einer neuen ‚Äěsechsten‚Äú, der Humanwissenschaftlichen, Fakult√§t. Die Vertreter der didaktischen F√§cher, die bisher vor allem an der Erziehungswissenschaftlichen Fakult√§t t√§tig waren, wurden im Zuge der Umstrukturierung den ihrem Fach entsprechenden Fakult√§ten als eigene Fachgruppe f√ľr Didaktik zugeordnet (zum Beispiel ‚ÄěBiologie und ihre Didaktik‚Äú, ‚ÄěChemie und ihre Didaktik‚Äú als neue didaktische Fachgruppe an der Math.-Nat.-Fak.), w√§hrend an der neuen Humanwissenschaftlichen Fakult√§t vor allem die p√§dagogischen, heilp√§dagogischen und psychologischen F√§cher verblieben beziehungsweise aus der Philosophischen und der Erziehungswissenschaftlichen Fakult√§t √ľberf√ľhrt wurden. Die Neuorganisation der Fakult√§ten wurde mit der Errichtung der entsprechenden Gremien formal zum 1. Januar 2007 umgesetzt.

Besondere Förderung der Forschung

DFG

  • 10 DFG-Sonderforschungsbereiche und 2 Beteiligungen an Sonderforschungsbereichen anderer Hochschulen
  • 5 DFG-Graduiertenkollegs (vgl. Graduiertenprogramme)

EU

Graduiertenprogramme

  • International Graduate School in Genetics and Functional Genomics (NRW Graduate School)
  • International Max Planck Research School on the Social and Political Constitution of the Economy (IMPRS-SPCE) (seit 2007)
  • Internationaler Promotionsstudiengang Molekulare Medizin (ZMMK)[10]
  • Graduiertenkolleg ‚ÄěSOCLIFE (Social Order and Life Chances in Cross-National Comparison)‚Äú (seit 2008)
  • Cologne University Bioinformatics Center (CUBIC) (eingestellt 06/2006)
  • Graduiertenkolleg ‚ÄěTheoretische und empirische Grundlagen des Risikomanagements‚Äú (seit 2002)
  • Graduiertenkolleg ‚ÄěGlobale Strukturen in Geometrie und Analysis‚Äú (seit 2006)
  • Graduiertenkolleg ‚ÄěAzentrische Kristalle‚Äú (seit 1999)
  • Graduiertenkolleg ‚ÄěMolekulare Analyse von Entwicklungsprozessen bei Pflanzen‚Äú (seit 1997)
  • Graduiertenkolleg ‚ÄěGenetik zellul√§rer Systeme‚Äú (seit 1997)
  • Cologne Graduate School in Management, Economics and Social Sciences (seit 2008)
  • Bonn-Cologne Graduate School of Physics and Astronomy

Kooperation mit Großforschungseinrichtungen

Einige Kölner Professoren sind gleichzeitig Mitglieder in Großforschungseinrichtungen; auch Studierende können dort mitforschen:

Universit√§tspreis f√ľr herausragende Dissertationen

  • 2008: Gabriela-Elena Oprea (Biogentechnik) ‚Äď Analyse zur Muskelatrophie

Schmittmann-Wahlen-Stipendium

Dieses Stipendium ist ein Promotionsstipendium.[11]

  • 2008: Sarah Remboldt (Medizin) ‚Äď Fr√ľhintervention bei somatoformen St√∂rungen in der Hausarztpraxis

Drittmittelvolumen

Drittmittelentwicklung 1995‚Äď2004

Das Drittmittelvolumen (Drittmitteleinnahmen) lag im Jahr 2004 bei 73,4 Mio. ‚ā¨. Der mit Abstand gr√∂√üte Drittmittelgeber war mit 27,6 Mio. ‚ā¨ bzw. 37,4 % die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG). Von diesem Betrag entfielen 12,4 Mio. ‚ā¨ bzw. 44,8 % auf das F√∂rderinstrument Sonderforschungsbereiche. Die √ľbrigen Drittmitteleinnahmen stammen ebenfalls zu einem Gro√üteil von kompetitiven Drittmittelgebern (insb. EU, BMBF, Stiftungen).

Stiftungsprofessuren

Die Universit√§t hat eine Reihe von Stiftungsprofessuren eingeworben, die zum Teil l√§ngerfristig, zum Teil f√ľr einige Jahre eingerichtet wurden, und dann in der Regel vom Land weitergetragen werden.

Umfangreiche Informationen √ľber das Gesamtspektrum der Forschungsprojekte enth√§lt der Forschungsbericht der Universit√§t.

Lehre

Aufbauend auf ihrem breiten Fächerspektrum bietet die Universität eine Vielzahl an grundständigen, Aufbau- und Weiterbildungsstudiengängen, die im Internetangebot der Universität detailliert dargestellt sind. Bei der Weiterentwicklung und Neugestaltung des Studienangebots steht zur Zeit die Umstellung auf das Bachelor/Mastersystem im Vordergrund.

Zusammen mit der Hochbegabtenstiftung der Kreissparkasse K√∂ln bietet die Universit√§t zu K√∂ln seit dem Wintersemester 2000/2001 Schulen die M√∂glichkeit, entsprechend begabte Sch√ľler der Stufen 11 bis 13 (in besonderen F√§llen auch der Klassen 8‚Äď10) an Vorlesungen und √úbungen in den F√§chern Mathematik, Physik, Chemie und Informatik und in ausgew√§hlten F√§chern der Philosophischen Fakult√§t teilnehmen zu lassen. Das Projekt hat sich als so erfolgreich erwiesen, dass es auch an den meisten anderen nordrhein-westf√§lischen Universit√§ten eingef√ľhrt worden ist.

Internationalisierung

F√ľr die Internationalen Beziehungen der Hochschule (Betreuung ausl√§ndischer Studierender und Gastwissenschaftler, Studienm√∂glichkeiten und Forschungsaufenthalte im Ausland, Hochschulpartnerschaften, internationales Marketing) sind auf universit√§rer Ebene das Akademische Auslandsamt und auf Ebene der Fakult√§ten die Zentren f√ľr internationale Beziehungen zust√§ndig (zentral-dezentrales Organisationskonzept). Die Bedeutung der Internationalisierung der Hochschule kommt auch durch die 2004 erfolgte Einrichtung der Position ‚ÄěProrektor f√ľr Internationales und √Ėffentlichkeitsarbeit‚Äú zum Ausdruck. Das Amt wurde erstmals von Barbara Dauner-Lieb bekleidet.

Seit Anfang 2007 (offizielle Einweihung im Mai 2007) betreibt die Universit√§t zu K√∂ln in Peking ein B√ľro. Das B√ľro ist beim DAAD im German Center angesiedelt und repr√§sentiert das Hochschulkonsortium China-NRW (www.china-nrw.de). Die Universit√§t zu K√∂ln hat vom Land NRW die Aufgabe der Koordination der akademischen Kontakte nach China √ľbernommen. Das B√ľro soll es den Mitgliedern des Konsortiums erleichtern, in China Aktivit√§ten zu entfalten und Unterst√ľtzung vor Ort liefern. Die Universit√§t zu K√∂ln leitet dieses Konsortium.

Anzahl und Anteil ausländischer Studierender/Bildungsausländer

Die Anzahl der ausl√§ndischen Studierenden lag im Wintersemester 2005/06 bei 5.216 (ohne Gaststudenten und Studienkollegiaten). Dies entspricht einem Anteil von 11,0 % an der Gesamtzahl der Studierenden. Der Anteil der Bildungsausl√§nderinnen und Bildungsausl√§nder lag im Wintersemester 2005/06 bei ca. 60 %. Die Bildungsausl√§nderinnen und Bildungsausl√§nder stammten aus insgesamt 121 Nationen. Die gr√∂√üten Herkunftsl√§nder waren Bulgarien (10,9 %), Russland (8,8 %), Polen (7,9 %), China (6,3 %) und die Ukraine (6,1 %).

Hochschulpartnerschaften und Netzwerke

Die Universit√§t zu K√∂ln unterh√§lt auf Universit√§ts- und Fakult√§tsebene 16 offizielle Hochschulpartnerschaften. Neben den offiziellen Hochschulpartnerschaften bestehen auf Ebene der einzelnen Fakult√§ten und Fachbereiche bald 300 Kooperationen und Austauschbeziehungen mit renommierten Universit√§ten auf der ganzen Welt; das Akademische Auslandsamt (AAA) organisiert dar√ľber hinaus einen in der Regel f√ľr alle F√§cher offenen Studierendenaustausch mit circa 15 Hochschulen.

Umfangreiche F√∂rderm√∂glichkeiten bestehen jeweils durch das Erasmus-Programm der EU, den DAAD oder Geb√ľhrenerlass der Partnerhochschulen (vollst√§ndige Liste der Partnerhochschulen im Internetangebot der Universit√§t). Im Jahr 2005 hat die Universit√§t zu K√∂ln die zentrale Vermittlung und Koordination der Beziehungen der nordrhein-westf√§lischen Hochschulen zu China √ľbernommen.

Auszeichnung f√ľr die Betreuung ausl√§ndischer Studierender

Die Universit√§t zu K√∂ln wurde 2004 f√ľr ihr nach dem Vorbild des Zentrums f√ľr Internationale Beziehungen an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakult√§t an der Universit√§t etabliertes zentral-dezentrales Organisationskonzept mit dem Preis des Ausw√§rtigen Amtes f√ľr besondere Verdienste um die Betreuung ausl√§ndischer Studierender ausgezeichnet.

Humboldt Forschungspreis/AvH-Gastwissenschaftler

Im Jahr 2004 w√§hlten insgesamt zehn der mit dem Humboldt-Forschungspreis der Alexander von Humboldt-Stiftung ausgezeichneten ‚Äěetablierten‚Äú ausl√§ndischen Wissenschaftler die Universit√§t zu K√∂ln f√ľr Ihr Forschungsjahr. Von den ‚Äěj√ľngeren‚Äú ausl√§ndischen Humboldt-Forschungsstipendiaten waren dies 32.

Haushalt und Finanzen

Haushalt 2002‚Äď2004

Die Haushaltsausgaben der Universit√§t zu K√∂ln betrugen im Jahr 2007 357,236 Mio. ‚ā¨ (2006 344,445 Mio. ‚ā¨) (ohne Universit√§tsklinikum und Landeszentralmittel). Davon entfielen 204,2 Mio. ‚ā¨ auf die Personalausgaben, 85 Mio. ‚ā¨ auf die Sachausgaben und 67,9 Mio. ‚ā¨ auf den Bereich der Investitionen.[2]

Gleichstellung

Die Universit√§t wurde 2004 f√ľr ihre erfolgreiche Gleichstellungspolitik mit dem Total E-Quality-Pr√§dikat ausgezeichnet. Mit dem Pr√§dikat werden sowohl Unternehmen aus der Wirtschaft als auch Hochschulen und Forschungseinrichtungen ausgezeichnet, die sich mit personal- und institutionspolitischen Ma√ünahmen um die Durchsetzung von Chancengleichheit in ihren Einrichtungen bem√ľhen und dabei auch Erfolge erzielen.

Rankings

Die K√∂lner Universit√§t z√§hlt regelm√§√üig zu den TOP 5 in Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre und den Rechtswissenschaften und unterh√§lt Forschungskooperationen zu mehreren Gro√üforschungseinrichtungen. Im Ranking Masters in Management 2007 der Financial Times belegte die Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakult√§t den 33. Platz (Vj.: 17) unter den 40 (Vj.: 32) f√ľhrenden europ√§ischen Managementausbildungsst√§tten; die Community of European Management Schools CEMS, dem die Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakult√§t als Gr√ľndungsmitglied angeh√∂rt, belegte den 2. Platz (Vj.: 2).

Nobelpreisträger

An der Universität zu Köln waren folgende Nobelpreisträger tätig:

weitere Ehrungen und Auszeichnungen f√ľr Forscher

Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis

Den Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis erhielten:

Sofja-Kovalevskaja-Preis

Der Sofja-Kovalevskaja-Preis ist √ľberreicht worden an:

  • Mirka Uhlirova, Tschechien, Institut f√ľr Genetik und Cluster of Excellence CECAD (Professor in Maria Leptin) (2008)
  • Mark Depauw (2004)
  • Manuel Koch (2002)
  • Joachim Schultze (2002)

Ernst Jung-Preis

Tr√§ger des Ernst Jung-Preises f√ľr Medizin:

  • Jens Claus Br√ľning (2009), Institut f√ľr Genetik
  • Thomas Benzing (2008), Direktor der Klinik IV f√ľr Innere Medizin: Nephrologie und Allgemeine Innere Medizin
  • Wilhelm Stoffel (1990), Institut f√ľr Biochemie

Ehrenb√ľrger

Seit 1925 ernennt die Universit√§t Pers√∂nlichkeiten, die sich um sie oder um die Forschung besonders verdient gemacht haben, zu Ehrenb√ľrgern der Universit√§t.

Ehrenb√ľrger seit 1925 sind:

Ehrensenatoren

Neben den Ehrenb√ľrgern ernennt die Universit√§t seit 1933 auch Ehrensenatoren. Bisher kam 44 Personen diese Ehre zuteil, darunter:

Bekannte Professoren

(hier nur f√ľr die moderne Universit√§t)

Die Hochschule besch√§ftigt zur Zeit √ľber 500 Professoren (davon √ľber 60 Professorinnen). Bekannte Pers√∂nlichkeiten, die in K√∂ln gelehrt haben oder noch lehren, sind:

Bekannte Absolventen

Gr√ľnder

Kunstwerke

Albertus-Magnus-Denkmal vor dem Hauptgebäude

Museen und Sammlungen

  • GeoMuseum: Einziges naturkundliches Museum in K√∂ln. Minerale, Edelsteine, Meteoriten, Fossilien etc. Ge√∂ffnet mittwochs 14‚Äď20 Uhr und jeden letzten Sonntag im Monat 14‚Äď17 Uhr, Z√ľlpicher Str. 49 b
  • Theaterwissenschaftliche Sammlung in Schloss Wahn: Bilder und Texte zum europ√§ischen Theater vom 16. Jahrhundert an, unter anderem der Nachlass von Karl Valentin. Besichtigung der archivierten Materialien nur nach (begr√ľndeter) Voranmeldung. Bibliothek √∂ffentlich. Burgstr. 2, K√∂ln-Porz/Wahn.
  • Musikinstrumentensammlung des Musikwissenschaftlichen Instituts: √úber 80 Exponate aus Europa und √úbersee. Besichtigung nach Vereinbarung.
  • √Ągyptische Sammlung: Papyri, Ostraka (Schriftscherben) und Pergamente, Keramiken und Kleinplastiken. Besichtigung nach Vereinbarung, Meister-Ekkehart-Str. 7, Institut f√ľr √Ągyptologie.
  • Pr√§historische Sammlung (Studiensammlung): Artefakte aus s√§mtlichen Perioden der Ur- und Fr√ľhgeschichte auch von ausl√§ndischen Fundst√§tten, vom Faustkeil des Neandertalers bis zum Bronzeschwert und zu Eisenwaffen des fr√ľhen Mittelalters. Besichtigung nach Vereinbarung, Weyertal 125, Institut f√ľr Ur- und Fr√ľhgeschichte.
  • Papyrussammlung des Instituts f√ľr Altertumskunde: eine der weltweit gr√∂√üten Sammlungen. Nach Vereinbarung sind Gruppenf√ľhrungen m√∂glich. Uni-Hauptgeb√§ude.
  • Barbarastollen: Unter der Aula, Hauptgeb√§ude, wurde als Teil eines Museums f√ľr Handel und Industrie 1932 ein Bergwerksstollen aufgebaut, der nach Vereinbarung √ľber das Institut f√ľr Arbeitsmedizin in Gruppen zu besichtigen ist.

Siehe auch

Literatur

Universitätsgeschichte
  • Erich Meuthen: K√∂lner Universit√§tsgeschichte, Band I: Die alte Universit√§t. K√∂ln [u.a.]: B√∂hlau 1988. ISBN 3-412-06287-1.
  • Bernd Heimb√ľchel & Klaus Pabst: K√∂lner Universit√§tsgeschichte, Band II: Das 19. und 20. Jahrhundert. K√∂ln [u.a.]: B√∂hlau 1988. ISBN 3-412-01588-1.
  • Erich Meuthen (Hrsg.): K√∂lner Universit√§tsgeschichte, Band III: Die neue Universit√§t: Daten und Fakten. K√∂ln [u.a.]: B√∂hlau 1988. ISBN 3-412-01688-8.
  • Ernst Heinen: Bildnerhochschule und Wissenschaftsanspruch. Lehrerbildung in K√∂ln 1946‚Äď1965 (Studien zur Geschichte der Universit√§t zu K√∂ln Band 16). B√∂hlau, K√∂ln [u.a.] 2003. Rezension von Leo Haupts. In: Geschichte in K√∂ln. Zeitschrift f√ľr Stadt- und Regionalgeschichte. Band 53. Dezember 2006. S. 212‚Äď214: Buchbesprechungen.
  • Willehad Paul Eckert: Kleine Geschichte der Universit√§t K√∂ln, Bachem K√∂ln 1961
  • Anna-Dorothee v. den Brincken: Stadt und Hochschule: Papst Urban IV. best√§tigt 1388 die K√∂lner Universit√§tsgr√ľndung, in: Quellen zur Geschichte der Stadt K√∂ln, Band I., S. 307-312, K√∂ln Bachem 1999

Weblinks

 Commons: Universit√§t zu K√∂ln ‚Äď Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ‚ÜĎ a b c uni-k√∂ln.de: http://www.portal.uni-koeln.de/statistik.html abgerufen am 23. Dezember 2009.
  2. ‚ÜĎ a b c d uni-k√∂ln.de: Zahlen, Daten, Fakten (PDF-Datei, 32 kB; HTML-Seite).
  3. ‚ÜĎ Erich Meuthen: Kleine K√∂lner Universit√§tsgeschichte, K√∂ln 1998, S, 31
  4. ‚ÜĎ Gr√ľndungsurkunde in: v. den Brincken, Stadt und Hochschule, Quellen der Stadt K√∂ln Bd. 1, S.308/309
  5. ‚ÜĎ [http://www.linternaute.com/histoire/categorie/108/a/1/1/histoire_des_institutions.shtml Geschichte der wissenschaftlichen Institutionen (s. 1257 Sorbonne, 1795 √Čcoles Centrales)
  6. ‚ÜĎ http://www.uni-koeln.de/uni/gebaeude/106.html
  7. ‚ÜĎ Konzeption f√ľr ein Wegeleit- und Geb√§udekennzeichnungssystem
  8. ‚ÜĎ Artikel Josef Kroll auf den Seiten der Hochschule
  9. ‚ÜĎ uni-koeln.de
  10. ‚ÜĎ siehe auch Molekulare Medizin (Studienfach)
  11. ‚ÜĎ Um das Ged√§chtnis an den K√∂lner Universit√§tsprofessor Dr. Benedikt Schmittmann (1872- 1939) zu ehren, vergibt die Universit√§t zu K√∂ln zusammen mit der ‚ÄěBenedikt und Helene Schmittmann-Wahlen-Stiftung‚Äú ein Promotionsstipendium.
  12. ‚ÜĎ v. den Brincken, a.a.O.

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