Verpeilspitze

pd1

Verpeilspitze
Verpeilspitze von der Parstleswand

Verpeilspitze von der Parstleswand

Höhe 3.425 m ü. A.
Lage Tirol, Österreich
Gebirge Ötztaler Alpen
Dominanz 1,6 km → Watzespitze
Schartenhöhe 405 m ↓ Schneeiges Madatsch Jochfd3
Geographische Lage 47° 0′ 12″ N, 10° 48′ 18″ O47.00333333333310.8053425Koordinaten: 47° 0′ 12″ N, 10° 48′ 18″ O
Verpeilspitze (Tirol)
Verpeilspitze
Erstbesteigung 4. September 1886 durch Theodor Petersen und Anna Voigt mit Stefan Kirschner, Johann Penz und Johann Praxmarer
Normalweg Von Südwesten und über den Südostgrat (II)

Die Verpeilspitze (3.425 m ü. A.) ist ein schroffer Gipfel im Kaunergrat zwischen Kaunertal und Pitztal und liegt nördlich der Kaunergrathütte sowie südlich des Verpeiljochs (auch Neururer Joch). Vom Gipfel ziehen lange Grate nach Westen und Norden. Der Südostgrat, über den der einfachste Anstieg erfolgt, biegt nach weniger als einem Kilometer nach Osten zur Parstleswand ab. Nach Nordwesten, Südwesten und Osten zeigt der Gipfel steile Wände und Flanken. In der Ostflanke befindet sich der heute in zwei Teile zerfallene Neururer Ferner.

Inhaltsverzeichnis

Normalweg

Verpeilspitze von Osten, vom Geigenkamm

Der leichteste Anstieg führt von der Kaunergrathütte zunächst Richtung Westen, gemeinsam mit dem Weg zum Madatschjoch. An einem Wegweiser zweigt der Weg rechts ab, Richtung Norden, zunächst noch gemeinsam mit dem Anstieg zum Schwabenjoch. In der breiten Südwestflanke der Verpeilspitze führt der Anstieg nun durch eine steile Schuttrinne – im Frühsommer eher Schneerinne – recht geradlinig in eine Einschartung des Südostgrats. Der Einstieg zu dieser Rinne ist mit einem roten Punkt markiert. Nun auf dem teilweise breiten, teilweise überfirnten Südostgrat bis unter die Gipfelwand. Links (westlich) zunächst durch einen kurzen Kamin zu einer Scharte. Weiter auf der Westseite auf Bändern mehrere Rinnen querend südöstlich wieder zum Grat und auf diesem zum Gipfel. Am Südostgrat gibt es Sicherungsmöglichkeiten, die auch eine Orientierungshilfe darstellen. Der Anstieg ist im Sommer eisfrei und weist Kletterschwierigkeiten des II. Schwierigkeitsgrads auf. Von der Kaunergrathütte sind 3 Stunden zu veranschlagen.

Besteigungsgeschichte

Die Erstbesteigung gelang am 4. September 1886 Theodor Petersen und Anna Voigt aus Erfurt in Begleitung der Führer Stefan Kirschler, Johann Penz und Johann Praxmarer. Die Besteigung erfolgte über die Südwestseite und den Südostgrat, vermutlich auf dem heute üblichen Normalweg, dies kann mit den ungenauen und teils widersprüchlichen Aufzeichnungen Petersens nicht zweifelsfrei rekonstruiert werden. Ausgangspunkt der Besteigung war das Verpeiltal, von dort gelangten die Erstbesteiger über den heute nicht mehr vorhandenen Rotenkarferner und den heute an dieser Stelle nicht mehr an dieser Stelle anzutreffenden Plangeroßferner an die Südwestseite des Berges.[1]

Erst elf Jahre später ist die zweite Besteigung dokumentiert, diese führten am 11. August 1897 Ferdinand Hennig sowie Emil und Karl Sommer durch. Ihr Anstieg führte direkt durch die Südwestflanke des Berges, im Abstieg gelangten sie über den Weg der Erstbesteiger, den Südostgrat, wieder zum Plangeroßferner. Die erste Ersteigung über die Ostwand gelang am 19. August 1902 Jakob Albert und Ingenuin Hechenblaikner.[1]

Routenbilder

Literatur

Einzelnachweise

  1. a b Franz Hörtnagl: Der Kaunergrat in den Ötztaler Alpen. In: Zeitschrift des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins. Band 35, Jahrgang 1904, Verlag des deutschen und österreichischen Alpenvereins, Innsbruck

Weblinks

 Commons: Verpeilspitze – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Wikimedia Foundation.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Portleswand — Parstleswand Parstleswand von Osten, vom Mittelberglessee Höhe 3.091 m ü. A …   Deutsch Wikipedia

  • Hauslabjoch — f1 Ötztaler Alpen Lage der Ötztaler Alpen innerhalb der Ostalpen Höchster Gipfel Wildspitze (3.768  …   Deutsch Wikipedia

  • Kaunergrat — Rofelewand von Osten Der Kaunergrat ist ein knapp 30 Kilometer langer Gebirgszug der Ötztaler Alpen in Tirol. Dabei ist der Kaunergrat der mittlere der drei vom eisbedeckten Weißkamm nordwärts ziehenden Kämme und liegt somit zwischen dem… …   Deutsch Wikipedia

  • Kaunergrathütte — DAV Hütte Kategorie I Watzespitze und Kaunergrathütte Lage oberes Pitzta …   Deutsch Wikipedia

  • Parstleswand — von Osten, vom Mittelberglessee Höhe 3.091  …   Deutsch Wikipedia

  • Hohe Geige — pd1 Hohe Geige Hohe Geige von der Hundsbachalm (von Nordwesten) Höhe …   Deutsch Wikipedia

  • Verpeilhütte — DAV Hütte Kategorie I Verpeilhütte, dahinter der Westliche Sonnenkögel (3.008  …   Deutsch Wikipedia

  • Ötztaler Alpen — f1 Ötztaler Alpen Lage der Ötztaler Alpen innerhalb der Ostalpen Höchster Gipfel Wildspitze (3.768  …   Deutsch Wikipedia


Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”

We are using cookies for the best presentation of our site. Continuing to use this site, you agree with this.