Bautzen

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Bautzen
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Bautzen
Bautzen
Deutschlandkarte, Position der Stadt Bautzen hervorgehoben
51.18138888888914.423888888889204
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Direktionsbezirk: Dresden
Landkreis: Bautzen
Höhe: 204 m ĂŒ. NN
FlĂ€che: 66,62 kmÂČ
Einwohner:

40.573 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 609 Einwohner je kmÂČ
Postleitzahl: 02625
Vorwahlen: 03591, 035935
Kfz-Kennzeichen: BZ
GemeindeschlĂŒssel: 14 6 25 020
Stadtgliederung: 25 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Fleischmarkt 1
02625 Bautzen
WebprÀsenz: www.bautzen.de
OberbĂŒrgermeister: Christian Schramm (CDU)
Lage der Kreisstadt Bautzen im gleichnamigen Landkreis
Polen Tschechien Brandenburg Dresden Landkreis Görlitz Landkreis Meißen Landkreis SĂ€chsische Schweiz-Osterzgebirge Arnsdorf Bautzen Bernsdorf (Oberlausitz) Bischofswerda Bretnig-Hauswalde Burkau Crostwitz Cunewalde Demitz-Thumitz Doberschau-Gaußig Elsterheide Elstra Frankenthal (Sachsen) Göda Großdubrau Großharthau Großnaundorf Großpostwitz/Oberlausitz Großröhrsdorf Guttau Haselbachtal Hochkirch Hoyerswerda Kamenz KönigsbrĂŒck Königswartha KubschĂŒtz Laußnitz Lauta Lichtenberg (Lausitz) Lohsa Malschwitz NebelschĂŒtz Neschwitz Neukirch (bei KönigsbrĂŒck) Neukirch/Lausitz Obergurig Ohorn Oßling Ottendorf-Okrilla Panschwitz-Kuckau Pulsnitz Puschwitz Radeberg Radibor RĂ€ckelwitz Ralbitz-Rosenthal Rammenau Schirgiswalde-Kirschau Schmölln-Putzkau Schönteichen Schwepnitz Sohland an der Spree Spreetal Steina (Sachsen) Steinigtwolmsdorf Wachau (Sachsen) Weißenberg Wiednitz Wilthen WittichenauKarte
Über dieses Bild
Stadtansicht
Alte Wasserkunst und Michaeliskirche - die bekanntesten Wahrzeichen der Stadt

Bautzen (ˈbaʊtsən), obersorbisch BudyĆĄin (siehe auch unter Name der Stadt), ist eine Große Kreisstadt in Ostsachsen. Die Stadt liegt an der Spree und ist Kreissitz des nach ihr benannten Landkreises Bautzen. Mit rund 41.000 Einwohnern ist Bautzen zugleich die grĂ¶ĂŸte Stadt des Kreises.

Obwohl in der Stadt selbst nur eine sorbische Minderheit von 5 bis 10 % der Bevölkerung wohnt, gilt die historische Hauptstadt der Oberlausitz als politisches und kulturelles Zentrum der Sorben.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Geographische Lage

Die Stadt an der Spree liegt etwa 50 km östlich von Dresden am Übergang des Lausitzer Berglandes in das Tiefland im Norden im Naturraum des Oberlausitzer Gefildes. Nördlich der Stadt befindet sich die 1974 geschlossene Talsperre Bautzen. An ihrer Stelle waren frĂŒher die Dörfer Malsitz (MaƂsecy) und NimschĂŒtz (Hněwsecy) im Spreetal gelegen. Etwa 8 Kilometer sĂŒdlich der Stadt tritt die Spree zwischen dem Drohmberg (Lubin) im Osten und dem Mönchswalder Berg (MniĆĄonc) im Westen aus dem Lausitzer Bergland hervor.

Geologie und Boden

Den Grundgebirgssockel im Bereich der Stadt Bautzen bildet der Lausitzer Granodiorit. Teilweise steht dieser im Bereich von Kuppen und HĂŒgeln oberflĂ€chennah an, im Taleinschnitt der Spree tritt er in Form von offenen Felsbildungen zutage. WĂ€hrend Elster- und Saaleeiszeit ĂŒberlagerten Schmelzwassersande das Grundgebirge. Besonders im Bereich Salzenforst treten deshalb Kiese und Sande oberflĂ€chennah auf. Sowohl der Lausitzer Granodiorit als auch Kiese und Sande werden im Stadtgebiet Bautzen bergbaulich genutzt.

Die Böden im Stadtgebiet haben sich vorwiegend aus dem anstehenden LĂ¶ĂŸlehm entwickelt. Es dominieren vernĂ€ssungsfreie LĂ¶ĂŸ-Parabraunerden. Die Ackerzahlen liegen durchschnittlich zwischen 50 und 60.

Der mit 219 m ĂŒ. NN höchste Punkt des historischen Stadtgebietes befindet sich auf dem Fleischmarkt zwischen Dom und Rathaus. Diese Erhebung wurde frĂŒher als Irrenberg bezeichnet. Die höchste Erhebung des gesamten heutigen Stadtgebietes ist mit 268 m ĂŒ. NN der Chorberg bei der Ortschaft Salzenforst.

Ausdehnung des Stadtgebiets

Die alte Stadt Bautzen erstreckt sich auf dem Felsplateau ĂŒber der Spree, dessen Spitze die Ortenburg bildet. Sie wird von der Stadtmauer begrenzt. Die spĂ€ter erbauten neueren Stadtteile im Osten der Stadt werden vom Stadtwall umschlossen. Nach dessen Abtragung breitete sich die Stadt zunĂ€chst weiter nach Osten und auf das andere Spreeufer im Westen aus. Westlich der Spree befindet sich jedoch nur ein kleiner Teil der geschlossenen stĂ€dtischen Bebauung. In den 70er Jahren wurden die Neubaugebiete Gesundbrunnen und Allendeviertel (beide im Osten) erbaut. Seit 1990 wurden mehrere benachbarte Dörfer eingemeindet (siehe Abschnitt Eingemeindungen).

Nachbargemeinden

An die Stadt grenzen im Norden Radibor, Großdubrau und Malschwitz, im Osten KubschĂŒtz, im SĂŒden Großpostwitz, Obergurig und Doberschau-Gaußig und im Westen Göda an. Alle angrenzenden Gemeinden gehören zum Landkreis Bautzen.

Stadtgliederung

Die Stadtteile Bautzens.

Bautzen besteht seit 2007 aus 25 Ortsteilen. Die eigentliche Kernstadt besteht aus den Stadtteilen

  • Innenstadt (Nutƙkowne město) – Der historische Stadtkern Bautzens, abgegrenzt durch den (ehemaligen) Verlauf der Ă€ußeren Stadtmauer; 5.369 Einwohner; schließt das Gebiet der historischen Innenstadt (Erweiterungsgebiet der Stadt aus dem 14. Jahrhundert, weitgehend abgegrenzt durch den Verlauf der noch in großen Teilabschnitten in geschleifter Form vorhandenen Ă€ußeren Stadtmauer) im Osten und SĂŒden der eigentlichen Altstadt ein.
  • Nordostring (Sewjerowuchodny wobkruh) – Schließt sich nördlich und östlich an die Altstadt an und besteht in großen Teilbereichen aus BĂŒrgerhĂ€usern des 19. und frĂŒhen 20. Jahrhunderts. Nach dem Stadtratsbeschluss Nr. 192/11/06 vom 29. November 2006 wurde der ehemalige Stadtteil Stadtmitte zusammen mit Gebieten nördlich der Altstadt zusammengefasst und ist mit 10.706 Einwohnern der bevölkerungsreichste Stadtteil Bautzens.
  • Gesundbrunnen (Strowotna studnja) – Neubaugebiet im Nordosten der Stadt aus den 1970er Jahren, 7.832 Einwohner. Nach dem Stadtratsbeschluss Nr. 192/11/06 vom 29. November 2006 wurden Teile des bis dahin zum Stadtteil Gesundbrunnen zĂ€hlenden Gebietes nördlich der Bautzener Altstadt ausgegliedert und mit dem Stadtteil Stadtmitte zum Stadtteil „Nordostring“ zusammengefĂŒgt. Der Stadtteil Gesundbrunnen ist danach nicht mehr der bevölkerungsreichste der Stadt.
  • SĂŒdvorstadt (JuĆŸne pƙedměsto) – Schließt sich sĂŒdlich der Bahnstrecke Dresden-Görlitz an die Innenstadt an; 1.707 Einwohner.
  • Westvorstadt (Zapadne pƙedměsto) – Stellt den Teil der eigentlichen Stadt westlich der Spree dar; oft auch als „Neustadt“ bezeichnet; nach der offiziellen Gliederung der Stadtverwaltung Bautzen gehört das historische Dorf Seidau unmittelbar nördlich von Innenstadt und Ortenburg an der Spree zur Westvorstadt, 3.476 Einwohner.
  • Ostvorstadt (Wuchodne pƙedměsto) – Schließt sich sĂŒdöstlich an die Stadtmitte an und besteht vorwiegend aus BĂŒrgerhĂ€usern des 19. und frĂŒhen 20. Jahrhunderts sowie einigen Siedlungen aus den 1930er Jahren, der Siedlung Strehla (Tƙělany) und dem Neubaugebiet „Allendeviertel“; 6.167 Einwohner.

Die folgenden Stadtteile sind lÀndlich geprÀgt und befinden sich am Stadtrand:

  • Teichnitz – Besteht aus den eingemeindeten Dörfern Teichnitz (ĆichoƄca), Neuteichnitz (Nowa ĆichoƄca), Neumalsitz (Nowe MaƂsecy) und Oehna (Wownjow) im Norden des Stadtgebietes; 365 Einwohner.
  • Nadelwitz – Ortsteil im Osten der Stadt, der aus dem Dorf Nadelwitz (NadĆșankecy) und grĂ¶ĂŸeren Acker- und WaldflĂ€chen besteht; 274 Einwohner.
  • Burk (BĂłrk) – Dorf im nordöstlichen Stadtgebiet am Ufer der Talsperre Bautzen; 315 Einwohner.
  • Oberkaina – Ortsteil im SĂŒden der Stadt, bestehend aus den Dörfern Oberkaina (Hornja Kina) und Boblitz (Bobolcy); 846 Einwohner.
  • Niederkaina – Ortsteil im Nordosten Bautzens; besteht aus den Dörfern Niederkaina (Delnja Kina) und Basankwitz (Bozankecy), beide am Albrechtsbach gelegen; 521 Einwohner.
  • Stiebitz – Besteht aus den Dörfern Stiebitz (Sćijecy) und Rattwitz (Ratarjecy) im westlichen Stadtgebiet; 509 Einwohner.

Folgende Ortsteile waren bis 2007 zum Stadtteil Kleinwelka zusammengefasst:

  • Kleinwelka (MaƂy Wjelkow) – Ehemals eigenstĂ€ndige Gemeinde im Norden des Stadtgebietes; 778 Einwohner
  • Großwelka (Wulki Wjelkow) - Unmittelbar westlich an Kleinwelka anschließend; 248 Einwohner
  • Lubachau (Lubochow) - Dorf westlich der Talsperre Bautzen; 95 Einwohner
  • Kleinseidau (Zajdowk) - SĂŒdlich von Kleinwelka, baulich mit diesem zusammenhĂ€ngend; 161 Einwohner

Diese Ortsteile im Nordwesten des Stadtgebietes gehörten bis 1994 zur Gemeinde Salzenforst-Bolbritz und waren bis 2007 zum gleichnamigen Stadtteil zusammengefasst:

  • BloaschĂŒtz (BƂohaĆĄecy, 141 Ew.) - Standort des Industriegebietes Bautzen-Salzenforst
  • Bolbritz (Bolborcy, 119 Ew.)
  • Döberkitz (Debrikecy, 55 Ew.)
  • Löschau (LeĆĄawa) - Mit 29 Einwohnern kleinster Ortsteil Bautzens
  • Oberuhna (Horni Wunjow) - Ortsteil bestehend aus Ober- und Niederuhna (Delni Wunjow); zusammen 78 Einwohner
  • Salzenforst (SƂona Borơć, 289 Ew.)
  • Schmochtitz (Smochćicy, 54 Ew.)
  • Temritz (Ćemjercy, 53 Ew.)

Die Gemarkung Auritz (Wuricy) im SĂŒdosten der Stadt wurde 1999 von KubschĂŒtz nach Bautzen umgegliedert und ist heute ein aus dem Dorf Auritz und einem Teil von Jenkwitz (Jenkecy) bestehender Stadtteil mit 457 Einwohnern.

Klima

Im Bereich der Stadt Bautzen herrscht kontinental ausgeprĂ€gtes Binnenlandklima mit maritimen EinflĂŒssen. Typisch sind dafĂŒr kĂŒhl-feuchte FrĂŒhjahre und Sommer, ein langer warmer Herbst und ein Winter mit sehr hĂ€ufigen, aber eher kurzen Schneeperioden (knapp ĂŒber 50 Schneetage). Bei einer Jahresmitteltemperatur von 8,5 Â°C und einem mittleren Jahresniederschlag von 600 bis 650 mm hat Bautzen ein mĂ€ĂŸig trockenes Klima. Das Stadtgebiet liegt im Bereich der sommerwĂ€rmsten Landschaften im SĂŒden Sachsens.

Im Bautzener Spreetal herrschen vor allem im Winter hĂ€ufig starke Winde aus sĂŒdlicher Richtung vor. Dies liegt daran, dass Kaltluft vom Böhmischen Becken ins Spreetal abfließt und sich durch die dortige Talverengung beschleunigt. In bestimmten Gassen der Altstadt tritt dieser Effekt noch verstĂ€rkt auf. Ein Bautzener Sprichwort besagt: „Weiß der Wind mal nicht wohin, weht er ĂŒber Budissin.“ Andererseits war Bautzen deshalb vor allem im Mittelalter fĂŒr seine gute Luft berĂŒhmt, da der Wind die klassischen GassengerĂŒche stark verringerte.

Am 7. August 2010 ereignete sich an der Spree und zahlreichen anderen GewÀssern in Bautzen und Umgebung das höchste Hochwasser seit mehr als 100 Jahren.[2]

Geschichte

Name der Stadt

Zweisprachiges Ortsschild im Ortsteil Niederkaina von Bautzen (BudyĆĄin) mit Deutsch und Obersorbisch.
Sorbisch-deutsches Straßenschild in der Innenstadt von Bautzen.

Erstmals wurde Bautzen im Jahre 1002 als civitas Budusin erwĂ€hnt. Es gibt mehrere Deutungen dieses Namens. Einige Wissenschaftler gehen von der Bezeichnung „Bud“, „Bod“ oder „Budetzsch“ fĂŒr „Grenzort“ aus. Eine andere verbreitete Variante besagt, dass die Siedlung nach dem slawischen FĂŒrsten Budissentius (bzw. Budestaus) benannt wurde, der sie im 9. Jahrhundert gegrĂŒndet haben soll. Der Name könnte jedoch auch vom weiblichen Personennamen BudiĆĄa (fĂŒr „die Weckerin“) oder von „Budy“ („HĂŒttensiedlung“) abgeleitet sein. Eine Bautzener Sage berichtet hingegen, dass an der Stelle, wo heute Bautzen liegt, eine reisende schwangere Herzogin haltgemacht habe und ĂŒberraschend ihr Kind zur Welt brachte. Der herbeieilende Gatte soll dann gefragt haben: „Bude syn?“ („Ist’s ein Sohn?“).[3]

Bis hinein ins 15. Jahrhundert sind in schriftlichen Dokumenten fast ausschließlich folgende Varianten der alten Bezeichnung Budissin zu finden: Bawdysen, Baudyssen, Paudescheyn, Baudissyn, Budessen, Baudissin, Bauwdiczen, Buditcynn und Bawdycyn. Noch heute lebt dieser Name in den sorbischen (BudyĆĄin; niedersorbisch BudyĆĄyn), tschechischen (BudyĆĄĂ­n) und polnischen (Budziszyn Aussprache?/i) Namen fĂŒr Bautzen weiter.

Ab der Mitte des 15. Jahrhunderts wurden hĂ€ufiger germanisierte Varianten verwendet, so namentlich Bucen (1450), Boytzen (1512), Pautzen (1519) und 1523 erstmals Bautzen. Bis ins 19. Jahrhundert wurden die so entstandenen Namen Budissin und Bautzen gleichberechtigt und willkĂŒrlich verwendet. Am 3. Juni 1868 wurde der Name der Stadt durch eine SĂ€chsische Ministerialverordnung in Bautzen geĂ€ndert.

Der Name Bautzen wurde zu Ehren der Stadt auch einem Asteroiden gegeben.

Vorgeschichte und frĂŒhes Mittelalter

Bautzen um 1850
Überblick ĂŒber die Anlage der Ortenburg

Die Gegend der heutigen Stadt wurde bereits in der Steinzeit besiedelt. So fand man prĂ€historische Überreste im Stadtteil Burk im Nordosten und bei Niedergurig. Im 3. Jahrhundert bestand hier eine ostgermanische Siedlung. FĂŒr das Jahr 1002 wurde die Ortenburg in Bautzen als budusin civitatem[4] bei Thietmar von Merseburg als zentraler Ort der Oberlausitz und Stammesmittelpunkt der Milzener erstmals genannt. Nach wiederholten KĂ€mpfen fiel sie in diesem Jahr an den polnischen FĂŒrsten BolesƂaw Chrobry und blieb bis 1031 in polnischer Hand. 1018 wurde auf der Ortenburg der Friedensvertrag zwischen dem Heiligen Römischen Reich und Polen unterzeichnet (Frieden von Bautzen). In der Folgezeit entwickelte sich östlich der Burg die Stadt Bautzen, die wesentlich von der Lage am SpreeĂŒbergang der Via Regia, einer wichtigen Verkehrsverbindung zwischen dem Rhein und Schlesien, profitierte und außerdem noch an der Frankenstraße lag. 1031 kam Bautzen erneut zum Heiligen Römischen Reich. König Heinrich IV. gab das Land Bautzen im Jahre 1081 nach seinem Sieg ĂŒber die Sachsen als Reichslehen an Herzog Vratislav II. von Böhmen, dieser ĂŒbertrug es als Mitgift an Wiprecht von Groitzsch, der seine Tochter heiratete. Als Wiprechts Sohn Heinrich von Groitzsch 1135 kinderlos starb, fiel Bautzen an den böhmischen König zurĂŒck. Von 1143 bis 1156 unterstand die Gegend dem wettinischen Markgrafen Konrad I. von Meißen. Zwischen 1158 und 1243 beherrschten die böhmischen Könige das Land erneut als Nebenland der Krone. SpĂ€testens 1213 erhielt Bautzen die Stadtrechte (einige Forscher sprechen von 1157, vermutlich schrittweise Verleihung verschiedener (Stadt-)Rechte), 1240 wurde das Franziskanerkloster gegrĂŒndet. Nach der Hochzeit des brandenburgischen Markgrafen Otto III. mit der Tochter des böhmischen Königs Wenzel I. im Jahre 1243 kam die Oberlausitz als Pfandbesitz zu den Askaniern und wurde 1283 in ein direktes Reichslehen umgewandelt.[5]

Bautzen unter böhmischer Herrschaft

Die Belagerung von Bautzen durch Johann Georg I. von Sachsen im September 1620

Im Jahre 1320 starb die brandenburgische Linie der Askanier aus, damit fiel Bautzen zurĂŒck an Böhmen. 1346 wurde unter FĂŒhrung Bautzens der Oberlausitzer SechsstĂ€dtebund gegrĂŒndet, der in den folgenden Jahrhunderten eine bedeutende Rolle in der Geschichte der Gegend spielte. Im Jahre 1405 kam es zu einem Handwerkeraufstand gegen den Rat der Stadt Bautzen, der erst durch das Eingreifen des böhmischen Königs Wenzel IV. niedergeschlagen werden konnte. 1429 und 1431 wurde Bautzen erfolglos von den Hussiten belagert. Der Erzengel Michael rettete angeblich die BĂŒrger, woraufhin ihm zu Ehren die Michaeliskirche errichtet wurde. Zwischen 1469 und 1490 gehörte Bautzen fixiert durch den Frieden von OlmĂŒtz 1479 zusammen mit den anderen böhmischen NebenlĂ€ndern zu Ungarn. Daran erinnert noch heute ein Relief an der Ostseite des Matthiasturmes, welches den ungarischen König und von den katholischen StĂ€nden gewĂ€hlten böhmischen Gegenkönig Matthias Corvinus zeigt. Nach dessen Tod kam die Lausitz wieder zum Königreich Böhmen. Die Ortenburg war unter böhmischer Herrschaft bis 1635 Amtssitz des Oberlausitzer Landvogts. Zwischen 1520 und 1525 setzte sich die Reformation durch. Das Kollegiatkapitel St. Petri blieb jedoch, wie auch der böhmische Landesherr, katholisch und war seit spĂ€testens 1567 die katholische Bistums-Administratur fĂŒr die beiden Lausitzen und das Bistum Meißen. 1547 war Bautzen vom Oberlausitzer Pönfall betroffen. Im DreißigjĂ€hrigen Krieg wurde die Stadt mehrmals durch die Truppen Wallensteins, Sachsens und Schwedens belagert. Am 2. Mai 1634 ließ der kaiserliche Oberst von der Goltz vor seinem Abzug die im November eingenommene Stadt niederbrennen. 700 Bewohner kamen dabei ums Leben. 1635 kam Bautzen mit dem Markgraftum Oberlausitz zu Sachsen.

Bautzen unter sÀchsischer Herrschaft

Bautzen um 1650

Im Jahre 1678 wurde aufgrund der großen Bedeutung des Markgrafentums Oberlausitz ein kurfĂŒrstliches Postamt in der Stadt eingerichtet. Der Rang Bautzens als Hauptstadt des Markgrafentums innerhalb Sachsens wurde unter anderem durch den Standort dieses kurfĂŒrstlichen Oberpostamtes deutlich, ein Privileg, ĂŒber das außer Bautzen nur Leipzig verfĂŒgte. Am 22. April 1709 kam es zum zweiten großen Stadtbrand in der Geschichte Bautzens, der große Teile der Stadt zerstörte und das Stadtbild nachhaltig verĂ€nderte. Erst 1780 wurde die „Freiwillige BĂŒrger Feuer Compagnie“ gegrĂŒndet, die dennoch heute eine der Ă€ltesten Sachsens ist. 1813 endete die Schlacht bei Bautzen (die auf dem Gemeindegebiet des heutigen Bautzens und östlich angrenzender Dörfer stattfand; am Arc de Triomphe als Bataille de Wurschen bezeichnet) zwischen der Koalition der Koalitionskriege und den Franzosen mit dem Sieg der napoleonischen Truppen. 1868 wurde die Stadt offiziell von „Budissin“ in Bautzen umbenannt. Der Bau der SĂ€chsischen Landesstrafanstalt (Bautzen I) wurde 1904 fertig gestellt und bestimmungsgemĂ€ĂŸ betrieben. Im Volksmund heißt die Anstalt wegen der verwendeten gelben Klinker „Gelbes Elend“. Um die gleiche Zeit entstand das zum Amts- und Landgericht gehörende UntersuchungsgefĂ€ngnis Bautzen II. Um die Jahrhundertwende legte sich die um die gleiche Zeit entstandene Israelitische Religionsgemeinde einen JĂŒdischen Friedhof an der Muskauer Straße an, nahe der heutigen B156. Ihre Gottesdienste fanden in angemieteten RĂ€umen statt.

1918 bis 1945

Bautzener Altstadt
Altstadtansicht aus Nordwest

1921 wurde Bautzen Bischofssitz des Bistums Meißen.

In der Pfingstwoche 1933 wurde in Bautzen eine 1000-Jahrfeier der Zugehörigkeit der Oberlausitz zum deutschen Reichsgebiet gefeiert. Diese Feier berief sich auf den Ritt Heinrich I. in die Niederlausitz um 932. Es soll eine lockere Bindung mit der Oberlausitz eingegangen worden sein.

WĂ€hrend der Zeit des Nationalsozialismus waren in der Stadt viele politische Gegner, Sozialisten und Kommunisten, aber auch Zeugen Jehovas inhaftiert. Im MĂ€rz 1933 diente das Kupfer- und Aluminium-, Walz-, Draht- und Hammerwerk C.G.Tietzens Eidamm (Kupferhammer) in der Talstraße als Schutzhaftlager fĂŒr 500 deutsche und sorbische Hitlergegner. Gleichen Zwecken dienten das Gewerkschaftshaus in der heutigen Dr.-Maria-Grollmuß-Straße 1 und das Haus Äußere Lauenstraße 33. Ernst ThĂ€lmann war 1943/44 bis zu seinem Abtransport ins KZ Buchenwald in Bautzen I inhaftiert. Auch in der Haftanstalt Bautzen II wurden zahlreiche politische Gefangene interniert, wie der bekannte tschechische Journalist Julius Fučík. Im SĂŒden der Stadt – direkt an der Spree – gab es zudem ein Außenlager des KZ Groß-Rosen, in dem 1000 bis 1500 HĂ€ftlinge, ĂŒberwiegend Juden, in der RĂŒstungsproduktion der Waggonbau- und Maschinenfabrik vorm. Busch (Wumag) des Flick-Konzerns Zwangsarbeit verrichteten. In der Zwischenkriegszeit war Bautzen zudem Sitz der zur staatlichen Überwachung des sorbischen Volkes eingerichteten sogenannten Wendenabteilung, die zu diesem Zweck sowohl in der Weimarer Republik als auch unter den Nationalsozialisten genutzt wurde.

Im Zweiten Weltkrieg erlitt die Stadt besonders zwischen dem 19. und 26. April 1945 große SchĂ€den. Die Kuppeln des Lauenturms und der Michaeliskirche wurden zerstört, fast alle BrĂŒcken gesprengt, das Eisenbahnviadukt allerdings erst nach dem 4. Mai. Es waren viele Todesopfer zu beklagen. Am 26. April 1945 fand in der Schlacht um Bautzen der letzte grĂ¶ĂŸere deutsche Panzerangriff des Zweiten Weltkrieges statt; die Stadt wurde zurĂŒckerobert und blieb bis zur Kapitulation in deutscher Hand.

Geschichte seit 1945

Michaeliskirche, 1952

Mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die Landesstrafanstalt Bautzen im Mai 1945 eines der Speziallager des Volkskommissariats fĂŒr innere Angelegenheiten (NKWD) der sowjetischen Besatzungsmacht, genauer: das Speziallager Nr. 4 (ab Ende 1948: Nr. 3). In den GebĂ€uden waren vom sowjetischen MilitĂ€rgericht Verurteilte untergebracht, wĂ€hrend die sogenannten "Internierten", HĂ€ftlinge ohne Verurteilung, in Holzbaracken im Außenbereich untergebracht waren. Bei einer Gesamtbelegung von 27.300 Gefangenen und einer durchschnittlichen Belegung von ca. 6.500 Inhaftierten sind dort laut Registrierung in den Lagerkarteien der sowjetischen Lagerverwaltung zwischen 1945 und 1950 mindestens 3.000 Menschen ums Leben gekommen. Ihre Namen sind in dem von der GedenkstĂ€tte herausgegebenen Totenbuch Bautzen aufgelistet. Es gibt SchĂ€tzungen, die weit höher liegen. Auch laut Recherchen des Bautzen-Komitees ist jeder dritte Gefangene im Lager verstorben. Die HĂ€ftlinge starben aufgrund der Haftbedingungen an den Folgen von Hunger und Krankheiten. Augenzeugenberichten zufolge sollen die Toten am „Karnickelberg“ vergraben worden sein. Bei Suchgrabungen nach der politischen Wende wurden 1992 nur die Skelettteile von 247 Toten in der nĂ€heren Umgebung des Lagers aufgefunden. Einer Theorie zufolge lag der „Karnickelberg“ im heute vom Stausee ĂŒberfluteten Gebiet. In sowjetische Zwangsarbeitslager sind mindestens 4.000 Bautzener HĂ€ftlinge deportiert worden.[6][7]

GedenkstÀtte Bautzen II

WĂ€hrend dieser Zeit waren in den Bautzener GefĂ€ngnissen zahlreiche Regimegegner, zum Beispiel die Schriftsteller Walter Kempowski und Erich Loest, inhaftiert. Im Jahre 1992 wurde Bautzen II geschlossen. Heute dient der ehemalige „Stasi-Knast“ als GedenkstĂ€tte.

Siehe hierzu auch den → Hauptartikel Justizvollzugsanstalt Bautzen

Nach dem Krieg entwickelte sich Bautzen in der DDR zu einer Wissenschafts- und Industriestadt. Hier waren unter anderem die Großbetriebe „Waggonbau Bautzen“ (heute Bombardier Transportation), das Schneidmaschinenwerk „Perfecta“, ein Fernmeldewerk, ein Baustoffkombinat, eine Fachhochschule fĂŒr Maschinenbau, ein Lehrerbildungsinstitut und eine Außenstelle der Akademie der Wissenschaften der DDR angesiedelt.

1979 wanderte der katholische Bischofssitz nach Dresden ab. Am 1. September 2002 feierte Bautzen mit einem Festumzug seine ErsterwÀhnung vor tausend Jahren.

Eingemeindungen

Folgende Dörfer wurden im Laufe der Zeit eingemeindet:

  • Im Norden: Seidau (sorb. Ćœidow), 1922; Teichnitz 1950 (ĆichoƄca)
  • Im Osten: Burk (BĂłrk), Niederkaina (Delnja Kina), Basankwitz (Bozankecy), Nadelwitz (NadĆșanecy), Auritz (Wuricy), Jenkwitz-West (Jenkecy), Strehla.
  • Im SĂŒden: Oberkaina (Hornja Kina), Boblitz (Bobolcy).
  • Im Westen: Stiebitz (Sćijecy), Rattwitz (Ratarjecy), BloaschĂŒtz (BƂohaĆĄecy), Oberuhna (Horni Wunjow), Niederuhna (Delni Wunjow), Bolbritz (Bolborcy), Salzenforst (SƂona Borơć), Schmole.
  • Im Nordwesten: Kleinwelka (MaƂy Wjelkow), Kleinseidau (Zajdow), Neumalsitz (Nowe MaƂsecy), Oehna (Wownjow).

Einwohnerentwicklung

Hauptartikel: Einwohnerentwicklung von Bautzen

Bautzen zĂ€hlte im FrĂŒhmittelalter zu den grĂ¶ĂŸten StĂ€dten in Mitteldeutschland. Etwa seit dem 15. Jahrhundert stagnierte die Entwicklung. Die relativ spĂ€t einsetzende Industrialisierung brachte neue Impulse. Auch in DDR-Zeiten konnte Bautzen Bevölkerungsgewinne verzeichnen. Seit der politischen Wende 1990 nahm die Einwohnerzahl aufgrund von Abwanderung und niedriger Geburtenrate von 52.000 (1989) auf 42.000 ab. Seit etwa 2000 hat sich dieser Trend merklich verlangsamt.

Am 1. Januar 2007 waren 98,1 % der Bautzener deutsche Staatsangehörige.

BerĂŒhmte historische KriminalfĂ€lle

Der berĂŒhmteste historische Kriminalfall Bautzens war der des Oberlausitzer RĂ€uberhauptmannes Johannes Karasek (1765–1809), der von 1800 bis 1803 im Burgwasserturm der Ortenburg inhaftiert war. Sein Schicksal bot Stoff bzw. Inspiration fĂŒr zahlreiche Werke und Darstellungen. Er wurde auch der „sĂ€chsische Rinaldo“ genannt, eine Assoziation zum Bestseller-Roman „Rinaldo Rinaldini“ von Christian August Vulpius (1762–1827). In neuerer Zeit hat ihn u. a. Egon Erwin Kisch in seinem „Prager Pitaval“ wieder dargestellt.

Politik

Rathaus mit Hauptmarkt
BĂŒrgerhĂ€user auf der Westseite des Hauptmarkts

BĂŒrgermeister

Seit der politischen Wende 1990 ist Christian Schramm (CDU; *1952) BĂŒrgermeister der Stadt, seit 1995 OberbĂŒrgermeister. Er ist ebenfalls seit 2003 im Wechsel PrĂ€sident bzw. VizeprĂ€sident des Deutschen StĂ€dte- und Gemeindebundes, sowie PrĂ€sident des SĂ€chsischen StĂ€dte- und Gemeindetages. Des Weiteren sind die BĂŒrgermeister Michael Böhmer (Wirtschaft, Finanzen, Bildung und Soziales) und Peter Hesse (Bauwesen) fĂŒr gesonderte Aufgabenbereiche zustĂ€ndig.

Bei den BĂŒrgermeisterwahlen vom 8. Juni 2008 erhielt OberbĂŒrgermeister Christian Schramm 66,7 % der WĂ€hlerstimmen.

Stadtrat

Der Bautzener Stadtrat besteht aus 34 Mitgliedern. Er tagt entweder im Rathaus oder im Gewandhaus. Außerdem gibt es 4 OrtschaftsrĂ€te (Niederkaina, Stiebitz, Kleinwelka, Salzenforst-Bolbritz), deren ehrenamtliche Mitglieder fĂŒr 5 Jahre gewĂ€hlt werden. Die Kommunalwahl 2009 ergab folgende Stimm- bzw. Sitzverteilung im Stadtrat:

Kommunalwahl 2009
 %
40
30
20
10
0
34,3%
18,8%
9,7%
9,0%
8,3%
6,2%
4,0%
3,8%
6,0%
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Pegasus Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/KĂŒrzel
DIREKT Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/KĂŒrzel
Sonst.
Gewinne und Verluste
Im Vergleich zu 2004
 %p
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
-5,1%
-3,9%
+4,0%
+0,2%
+0,7%
-1,1%
-2,0%
+3,8%
+3,6%
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DIREKT Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/KĂŒrzel
Sonst.
Parteien und WĂ€hlergemeinschaften 2009 2004
 % Sitze  % Sitze
Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU) 34,3 13 39,4 15
Die Linke (LINKE) 18,8 7 22,7 8
Freie Demokratische Partei (FDP) 9,7 3 5,7 2
Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) 9,0 3 8,8 3
BĂŒrger BĂŒndnis Bautzen (BBBz) 8,3 3 7,6 2
PEGASUS 6,2 2 7,3 2
Bautzen-direkt (DIREKT) 4,0 1 6,0 2
Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD) 3,8 1 - 0
BĂŒndnis 90/Die GrĂŒnen (GRÜNE) 3,7 1 2,4 0
BĂŒndnis Arbeit, Familie, Vaterland - Liste Henry Nitzsche e.V. 2,3 0 - 0
gesamt 100,0 34 100,0 34
Wahlbeteiligung 44,3 % 43,6 %

Wappen

→ Hauptartikel: Wappen der Stadt Bautzen

Das Wappen basiert angeblich auf dem Banner des Grafen Wiprecht von Groitzsch im 11. Jahrhundert (um 1080), allerdings ist die Herkunft nicht eindeutig geklĂ€rt. Es besteht aus dem Schild (manchmal wird nur dieses als Wappen verwendet), dem Helm, der Helmzier (einem flĂŒgelartigen Schmuckelement, in dem das Motiv des Schildes wiederholt wird) und der Helmdecke, welche das Schild rankenartig umrahmt. Zwischen Zier und Helm findet sich ab dem 13. Jahrhundert eine dreiblĂ€ttrige Krone. Die Nutzung dieses Wappens auch als Banner ist fĂŒr das Jahr 1378 belegt.

Kernelement und Ă€ltester Teil des Wappens ist der Schild. Eine goldene bzw. gelbe Zinnenmauer, vermutlich die Bautzener Stadtmauer, nimmt die HĂ€lfte des Schildes ein und besitzt 3 Zinnen. DarĂŒber wird der blaue Himmel dargestellt.

Aufgrund der besonderen Bedeutung Bautzens im frĂŒhen Mittelalter sind Elemente vor allem des Wappenschildes in verschiedene andere Wappen der Region eingeflossen. In der Zeit des Oberlausitzer SechsstĂ€dtebundes war es auch dessen Wappen. Auch wurde dieses Wappen in historischer Zeit fĂŒr die gesamte Oberlausitz verwendet, unter anderem wenn die KronlĂ€nder der böhmischen Krone dargestellt wurden. Beispiele dafĂŒr finden sich unter anderem in Prag. Heute ist es das inoffizielle Wappen der Region. Beispiele fĂŒr regionale Wappen, die in Teilelementen auf dem von Bautzen beruhen, sind die Wappen der beiden Oberlausitzer Landkreise Bautzen und Görlitz, das Stadtwappen von Niesky sowie die Wappen zahlreicher Gemeinden.

Das Siegelbild Bautzens zur Zeit des SechsstĂ€dtebundes beinhaltete neben der Mauer auch zwei TĂŒrme, ein Tor mit Fallgatter und den böhmischen Löwen.

Aufgrund der Tatsache, dass das GefÀngnis Bautzen I samt der GefÀngnismauer aus gelben Backsteinen erbaut ist (Gelbes Elend), wurde umgangssprachlich vereinzelt ein Bezug zum Bautzener Stadtwappen hergestellt.

Oberzentraler StÀdteverbund

Seit 1994 bildet Bautzen zusammen mit Görlitz und Hoyerswerda als „Oberzentraler StĂ€dteverbund“ (OZSV) eines der sechs Oberzentren Sachsens. Der Verbund entstand durch eine normative Festlegung im Landesentwicklungsplan und befasst sich mit dem Ausbau der Infrastruktur, mit der wirtschaftlichen Stabilisierung der Region und mit Regionalmarketing.

Reichenturm und Reichenstraße

StÀdtepartnerschaften

Kultur und SehenswĂŒrdigkeiten

Kirchen

Unter den glĂ€ubigen Bewohnern der Stadt sind ĂŒberwiegend Protestanten. Ein Drittel der Bevölkerung ist ohne Konfession.

In der Stadt befindet sich die grĂ¶ĂŸte evangelische Gemeinde Sachsens, die Kirchgemeinde St. Petri. Aus ihr ging die Gemeinde Bautzen-Gesundbrunnen hervor, die 1994 selbstĂ€ndige evangelische Kirchgemeinde in Bautzen wurde. Die katholische Gemeinde St. Petri gehört zu den grĂ¶ĂŸten des Bistums Dresden-Meißen. Beide Gemeinden teilen sich den Petridom, die Ă€lteste und eine der grĂ¶ĂŸten Simultankirchen Deutschlands.

Von den insgesamt sieben Kirchen im historischen Stadtgebiet werden noch fĂŒnf fĂŒr den Gottesdienst genutzt (Dom, Michaeliskirche, Maria-und-Martha-Kirche, Taucherkirche, Liebfrauenkirche), zwei sind Ruinen (Mönchskirche und Sankt-Nikolai-Kirche).

Des Weiteren gibt es noch die kleine Klosterkirche St. Clara der Klarissen mit einem durch Friedrich Press modern gestalteten Innenraum, eine Anstaltskirche in Bautzen I, ein auch als Kirche genutztes Gemeindezentrum mit Glockenturm im Gesundbrunnen, zwei Kapellen und kleinere KirchengebÀude in einigen Ortsteilen, zum Beispiel in Kleinwelka.

Museen

  • Museum Bautzen
  • Sorbisches Museum Bautzen (Serbski muzej BudyĆĄin) befindet sich im Salzhaus auf der Ortenburg. Die Ausstellungen des Museums informieren ĂŒber Herkunft, Sprache, Kunst und Literatur, Lebensweise und Brauchtum der Sorben.
  • Die Domschatzkammer St. Petri befindet sich im Domstift St. Petri direkt hinter dem Dom. Sie zeigt Werke religiöser Kunst, die im Wesentlichen im Umfeld des Domes und fĂŒr dessen Liturgie bzw. durch die Kanoniker gesammelt worden sind.
  • Alte Wasserkunst
  • GedenkstĂ€tte Bautzen
  • Im Senfmuseum werden historische Senfexponate gezeigt und die Geschichte der Bautzener Senf-Produktion nachgezeichnet.

Bauwerke

Die Bautzener Altstadt wird oft als sehenswert beschrieben. Die stadtunabhĂ€ngige Kommunalentwicklung Sachsen GmbH (KES), Regionalstelle Leipzig, beschreibt Bautzen in ihrer Ausarbeitung zum Integrierten Stadtentwicklungskonzept Bautzen (INSEK) vom Februar 2002 als eine Stadt, die aufgrund des Wechselspiels von binationaler Kultur und „eindrucksvoller Stadtsilhouette“ ein ĂŒberdurchschnittliches Potential fĂŒr den StĂ€dtetourismus besitzt und „bedeutende Baudenkmale“ aufweist.

Über der Stadt thront die heute vom SĂ€chsischen Oberverwaltungsgericht genutzte Ortenburg, deren weiße Renaissancegiebel besonders auffallen. In verschiedenen NebengebĂ€uden im Hof der Ortenburg befinden sich das Sorbische Museum und das Puppenspieltheater mit dem dort aufgestellten Rietschelgiebel. Auch das mit einem filigranen Schornstein aus der Renaissance versehene Hofrichterhaus an der nördlichen Stadtmauer wird von Architekturkennern besonders hervorgehoben.

An der sĂŒdwestlichen Ecke der Altstadt befindet sich, von der FriedensbrĂŒcke gut einsehbar, das markanteste Ensemble der Stadt, bestehend aus Alter Wasserkunst und Michaeliskirche. Der bedeutendste kirchliche Bau der Stadt ist jedoch der Petridom, der als Simultankirche sowohl von Katholiken als auch Lutheranern genutzt wird. In der Kirche sind die beiden Konfessionen durch ein Gitter getrennt.

Nördlich des Domes befindet sich das Domstift. Die GrundzĂŒge der derzeitigen Gestalt erfuhr es um 1500. Ende des 17./ Anfang des 18. Jh. war das bisher ein- und zweistöckige GebĂ€ude aufgestockt und in regelmĂ€ĂŸiger U-Form ausgebaut worden. Die SĂŒdschließung und das prachtvolle barocke Portal entstanden Mitte des 18. Jh. Das Portal zeigt das Wappen des Domstifts und darunter seines damals regierenden Domdekans, Jakob Johann Joseph Wosky von BĂ€renstamm, ĂŒberragt von der Darstellung der Dreieinigkeit (Vater, Sohn, Heiliger Geist). Daneben befinden sich Engel und Heiligenfiguren. Heute beherbergt das GebĂ€ude die Domschatzkammer St. Petri sowie Diözesanarchiv und -bibliothek des Bistums Dresden-Meißen.[8]

SĂŒdlich des Domes befindet sich das barocke Rathaus der Stadt; vom Hauptmarkt aus kann man die verschiedenen Uhren des Rathausturmes sehen. Am Hauptmarkt befindet sich das bedeutendste Barockensemble der Stadt mit verschiedenen gut erhaltenen BĂŒrgerhĂ€usern. Die BĂŒrgerhĂ€user an der westlichen Seite der Lauenstraße zwischen Lauenturm und Rathaus sind im Stil des sĂ€chsischen Hochbarock gehalten wie in Dresden bis zur Zerstörung am 13. Februar 1945. FĂŒr das GebĂ€ude Innere Lauenstraße 6 (Fassade mit vier allegorischen Figuren) ist nach 1720 die gestalterische Einflussnahme Permosers belegt.[9] Am Hauptmarkt steht auch das Gewandhaus. Dort beginnt die Innere Lauenstraße, einst Handelsstraße nach Prag ĂŒber Rumburk–Ceska Lipa–Melnik. Unter dem historisierenden Neubau von 1882 ist der spĂ€tgotische Ratskeller erhalten; das Sterngewölbe ruht auf einem einzigen granitenen Mittelpfeiler.[10]

Die Neue Wasserkunst befindet sich sĂŒdlich des Stadtkerns. Aufgrund seiner Burganlage und des markanten Stadtpanoramas wird Bautzen schon seit dem 19. Jahrhundert auch als „sĂ€chsisches NĂŒrnberg“ bezeichnet.

Bautzen wird auch als „Stadt der TĂŒrme“ bezeichnet. Einer der bekanntesten TĂŒrme ist der Reichenturm, der auch als „Schiefer Turm von Bautzen“ bezeichnet wird.

Die KursĂ€chsischen PostdistanzsĂ€ulen vor den Stadttoren sind nicht mehr erhalten, aber der Rest einer KursĂ€chsischen GanzmeilensĂ€ule aus dem Jahre 1725 von der Poststraße im Zuge der Via Regia aus dem Ortsteil Schmole steht heute auf dem Kornmarkt.

Östlich der Altstadt befinden sich die im Inneren in rein protestantischem Stil ausgefĂŒhrte Taucherkirche und der Taucherfriedhof mit seiner barocken, nördlich der Alpen selten anzutreffenden Gruftstraße. Der Taucherfriedhof ist nach einem Wald bei Uhyst am Taucher benannt. Weiter sĂŒdlich steht in einem Villenviertel die 1902/03 von Prof. Alwin Louis Christoph Anger aus Kurort Hartha fĂŒr den Großindustriellen Eduard Weigang erbaute Villa Weigang mit Jugendstilfassaden und einer in verschiedenen Stilen des Historismus gehaltenen Innendekoration. Nahe der Villa steht das ebenfalls im Jugendstil gehaltene JustizgebĂ€ude in der Lessingstraße, in dem Amtsgericht, Landgericht und Staatsanwaltschaft untergebracht sind. Im hinteren Trakt des GebĂ€udes wurde die GedenkstĂ€tte fĂŒr Menschenrechte eingerichtet, die an das dort frĂŒhere GefĂ€ngnis Bautzen II erinnert.

Sternwarte

Die Bautzener Schulsternwarte „Johannes Franz“ ist eine der Ă€ltesten und grĂ¶ĂŸten Schulsternwarten Deutschlands.[11]

Parks

Entlang des ehemaligen Stadtwalles, der die Innenstadt von den östlichen und sĂŒdlichen Stadtteilen trennte, befindet sich mit den Wallanlagen ein ausgedehnter Park mit Gehölzen aus den verschiedenen Erdteilen. Im SĂŒdosten der Stadt befindet sich der Bautzener Naturpark.

FĂŒnf Kilometer vom historischen Stadtzentrum entfernt befindet sich der Ortsteil Kleinwelka mit Deutschlands grĂ¶ĂŸtem Irrgarten einschließlich Abenteuer- und RĂ€tsellabyrinth, dem Saurierpark und Sauriergarten und dem Miniaturenpark Kleinwelka mit dem Klein-Ossi-Land.

Der Saurierpark enthĂ€lt auch ein Saurierkino, eine AusgrabungsstĂ€tte und einen Planetenspielplatz. Entstanden ist der Park durch den Großwelkaer Franz Gruß, der 1978 im hauseigenen Garten in Großwelka begonnen hatte, Saurier und Menschenaffen zu modellieren. Ab 1981 gestaltete Gruß auch den gemeindeeigenen Saurierpark, der seit 1994 durch Thomas Stern erweitert wurde. Seit der GrĂŒndung hatte der Park rund fĂŒnf Millionen Besucher.

DenkmÀler

  • König-Albert-Denkmal von Bildhauer Walter Hauschild an der SĂŒdseite des Lauenturmes, errichtet 1913
  • Gedenk- und BegegnungsstĂ€tte fĂŒr alle Opfer politischer Gewaltherrschaft in den Bautzener GefĂ€ngnissen in der Weigangstraße 8a
  • Gedenkanlage von 1950 auf dem JĂŒdischen Friedhof Muskauer Straße fĂŒr KZ-HĂ€ftlinge des Außenlagers Groß-Rosen
  • Gedenkstein mit Informationstafel vor dem BetriebsgelĂ€nde der Firma Waggonbau Bautzen an der Neueschen Promenade fĂŒr 300 HĂ€ftlinge und Zwangsarbeiter, die ihre Befreiung nicht erlebten
  • Sammelgrab und Gedenkstein von 1961 in der Anlage auf dem Ziegelwall Ecke Muskauer Straße fĂŒr 92 Kriegsgefangene aus der Sowjetunion und Polen, die Opfer eines Massenmordes in Neu-Wuischke wurden.

Sorbische Institutionen

Bautzen ist Sitz zahlreicher Institutionen des sorbischen Volkes.

  • Die Stiftung fĂŒr das sorbische Volk (ZaƂoĆŸba za serbski lud) unterstĂŒtzt als gemeinsames Instrument des Bundes und der beiden LĂ€nder Brandenburg und Sachsen die Bewahrung und Entwicklung, Förderung und Verbreitung der sorbischen Sprache, Kultur und Traditionen als Ausdruck der IdentitĂ€t des sorbischen Volkes.
  • Die Domowina (sorbisch poetisch fĂŒr „Heimat“, eigentlich Zwjazk ƁuĆŸiskich Serbow z. t., Bund Lausitzer Sorben e. V.) am Postplatz ist der Dachverband sorbischer Vereine und Vereinigungen. Im Domowina-Verlag erscheinen nahezu alle sorbischen BĂŒcher, Zeitungen und Zeitschriften. Hier gibt es auch eine Buchhandlung mit sorbischer Literatur und eines der zwei sorbischen Restaurants in der Stadt.
  • Als „Sorbischer Rundfunk“ (Serbski rozhƂós) sendet tĂ€glich, aus dem gleichen GebĂ€ude, der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR), Studio Bautzen, ein dreistĂŒndiges Programm in sorbischer Sprache.
  • Das Deutsch-Sorbische Volkstheater (Němsko-Serbske ludowe dĆșiwadƂo), Seminarstraße 12, in den Schilleranlagen. Seit 2003 hat das Theater eine zweite SpielstĂ€tte fĂŒr Puppen- und Kleinkunst, das Burgtheater (DĆșiwadƂo na hrodĆșe) im Hof der Ortenburg. Das Theater ist ein kommunaler Eigenbetrieb des Landkreises Bautzen und wird anteilig aus Mitteln der Stiftung fĂŒr das sorbische Volk und des Kulturraumes Oberlausitz/Niederschlesien finanziert.
Frauen in der rekonstruierten Tracht der evangelischen Sorbinnen um Bautzen (2011)
  • Das Sorbische Institut (Serbski institut) in der Bahnhofstraße 6 ist auf die sorabistisch-kulturwissenschaftliche Forschung und auf die praktische UnterstĂŒtzung fĂŒr sorbische Sprache und Kultur in der Ober- und Niederlausitz ausgerichtet.
  • Das Sorbische National-Ensemble (Serbski ludowy ansambl) wurde im Jahre 1952 auf Anregung der Domowina gegrĂŒndet. Gefördert durch die Stiftung fĂŒr das sorbische Volk pflegen, bewahren und entwickeln die drei professionellen Sparten Ballett, Chor und Orchester die kulturelle Tradition der Sorben.
  • Verein fĂŒr authentische sorbische Volksmusik e. V.. Die Absicht des Vereins ist, Volksmusik annĂ€hernd so zu erschließen und darzubieten, wie sie einstmals in der ganzen zweisprachigen Lausitz erklang. Einen wesentlichen Schwerpunkt bilden darunter auch die ĂŒber Jahrhunderte in der Lausitz bekannten und beliebten „wendischen TĂ€nze“.
  • Der sorbische Jugendverein „PAWK“ (dt. „Die Spinne“), ist seit seiner GrĂŒndung 1995 nicht nur in der Lausitz, sondern auch international tĂ€tig. Er vertritt die Sorben in der Organisation Jugend EuropĂ€ischer Volksgruppen (JEV) und ist ein anerkannter Partner der Föderalistischen Union europĂ€ischer Volksgruppen (FUEN).
  • Sorbischer KĂŒnstlerbund e. V. (Zwjazk serbskich wuměƂcow z. t.) Im Sorbischen KĂŒnstlerbund sind fast 100 Schriftsteller, Komponisten, Schauspieler, TĂ€nzer, Musiker und Maler vereint. Der Bund, der 1990 gegrĂŒndet wurde, gehört zu den rĂŒhrigsten innerhalb der Domowina, des Dachverbandes der Sorben.

Sport

In der Stadt ansĂ€ssig ist der Fußballverein FSV Budissa Bautzen, der seit der Saison 2005/06 in der Staffel SĂŒd der Oberliga Nordost spielt. Sein Heimplatz ist das Stadion MĂŒllerwiese, welches sich im SĂŒden der Stadt im Spreetal befindet.

Ein lokal ebenfalls bedeutender Verein, der besonders in der Jugendarbeit aktiv ist, ist der SV Bautzen. Seine erste MĂ€nnermannschaft spielt in der Saison 2005/2006 in der Bezirksklasse Dresden (7.Liga). SpielstĂ€tte ist der erst 2004 eingesetzte Kunstrasenplatz an der Thrombergstraße in Bautzen.

Zu DDR-Zeiten war Bautzen eine Hochburg des Kegelsports, insbesondere im Bereich Bowling. Besonders die BSGs Motor Bautzen und Fortschritt Bautzen konnten in dieser Zeit auf eine Vielzahl an Erfolgen im Herren-Einzel und der Herren-Mannschaft verweisen. Beispielsweise war von 1970 bis 1990 bei allen DDR-Bowlingmeisterschaften immer ein Team aus Bautzen unter den drei Erstplatzierten, oftmals sogar beide Teams. In diesen 20 Jahren war sieben mal eine Mannschaft aus Bautzen DDR-Meister.[12]

Nicht zu vergessen ist auch die Volleyball-Abteilung des MSV Bautzen 04. Die Mannschaft spielt seit der Saison 2010/11 in der Regionalliga Ost und somit in der dritthöchsten Spielklasse Deutschlands. Außerdem ist sie damit die Ballsport-Mannschaft, welche in der höchsten Liga spielt. Heimspiele finden immer in der SchĂŒtzenplatzhalle statt.

Seit 1989 existiert die Rodelbahn Bautzen, welche durch den Verein SG Bautzen Nord e.V., Fachabteilung Schlittensport betreut wird. Sie dient als Trainingszentrum.

Steinhaus

Das Steinhaus ist ein Kulturzentrum auf der Steinstraße mit Konzertsaal, CafĂ©/Restaurant, TheaterbĂŒhne, Kino, Atelier, Galerie und vielen anderen Angeboten. Das heutzutage grĂ¶ĂŸte soziokulturelle Zentrum Ostsachsens entstand aus dem FDJ-Jugendhaus „Willy Mirtschin“, welches nach 1990 in ein offenes Jugendhaus umgewandelt wurde. Zu den alljĂ€hrlichen Großveranstaltungen gehören u.a. der Bandwettbewerb BEAT, der Breakdance-Wettbewerb Battle of the East sowie der Bautzener Skate-Contest.

RegelmĂ€ĂŸige Veranstaltungen

Im FrĂŒhjahr findet regelmĂ€ĂŸig das Straßenfest „Bautzener FrĂŒhling“ statt. Überregionale Bedeutung hat auch das traditionelle Ostereierschieben zum Osterfest auf dem am westlichen Stadtrand gelegenen Protschenberg. Es ist das grĂ¶ĂŸte Kinderfest in der Region, welches mittlerweile ĂŒberregionale Anziehungskraft besitzt. Bautzen ist einer der Ausgangspunkte fĂŒr das Osterreiten. Der Bautzener Weihnachtsmarkt zĂ€hlt zu den Ă€ltesten WeihnachtsmĂ€rkten Deutschlands. Sehr beliebt sind auch die Freiluftvorstellungen des Deutsch-Sorbischen Volkstheaters im Sommer, die meistens auf dem Hof der Ortenburg stattfinden. Seit 1993 findet alljĂ€hrlich im September der „Internationale Bautzener Stadtlauf“ statt, welcher die grĂ¶ĂŸte Laufveranstaltung der Oberlausitz darstellt.

Kulinarische SpezialitÀten

BerĂŒhmt ist der Bautzner Senf. Im Bautzener Senfladen gibt es eine große Auswahl verschiedener Sorten Bautz’ner Senf und anderer Produkte, wie Bautzener Biere, die als Mitbringsel gedacht sind.

In verschiedenen Restaurants kann man typische sorbische Gerichte ausprobieren. Zur Zeit der Vogelhochzeit am 25. Januar gibt es wie in weiten Bereichen der Lausitz verschiedene SpezialgebÀcke, zum Beispiel in Form von Nestern und Vögeln.

Gerichte wie „Teichelmauke“ werden in vielen alten Bautzener Familien noch regelmĂ€ĂŸig zubereitet, obwohl dieses Gericht eher fĂŒr den sĂŒdlichen Landkreis Bautzen, zum Beispiel in Schirgiswalde typisch ist.

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft

Das Kornmarktcenter im Stadtzentrum Bautzens

In einer jĂ€hrlich von der SĂ€chsischen Staatskanzlei veröffentlichten Studie zur WirtschaftsstĂ€rke der sĂ€chsischen StĂ€dte besetzt Bautzen seit mehreren Jahren regelmĂ€ĂŸig den Spitzenplatz. Dabei werden verschiedene Wirtschaftsmerkmale, zum Beispiel Steueraufkommen und Anzahl sozialabgabenpflichtiger ArbeitsplĂ€tze, mit der Einwohnerzahl ins VerhĂ€ltnis gesetzt.

Bautzen verdankt seine relative Wirtschaftskraft (immer bezogen auf ostdeutsche, mittelstĂ€dtische VerhĂ€ltnisse) vor allem der traditionell sehr gemischten Branchenstruktur der lokalen Wirtschaft. Die strukturelle Vielfalt grĂŒndet sich auf Unternehmen, die zum großen Teil schon eine lange Tradition am Standort Bautzen haben. Dieser vielfĂ€ltige Branchenmix verursacht eine relativ geringe KrisenanfĂ€lligkeit der lokalen Gesamtwirtschaft in Zeiten, wo einzelne Wirtschaftszweige stark unter Druck geraten.

Ein weiterer wesentlicher Punkt ist, dass Bautzen traditioneller Verwaltungsstandort ist (siehe zum Beispiel Kreishauptmannschaft Bautzen) und deshalb eine ĂŒberdurchschnittlich hohe Rate an öffentlich Bediensteten (Justizverwaltung, Gerichte, Justizvollzug) und eine entsprechend hohe Anzahl von RechtsanwĂ€lten und Notaren aufweisen kann.

Bautzen ist der bedeutendste Arbeitsort der Region Oberlausitz-Niederschlesien. Mit 24.009 sozialversicherungspflichtigen BeschĂ€ftigten lag die Stadt 2007 zum Beispiel deutlich vor dem bevölkerungsreicheren Görlitz mit 17.496 BeschĂ€ftigten (Quelle: Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen). 68 % sind Einpendler, die aus der gesamten Region und sogar aus Dresden kommen und in Bautzen arbeiten. Entsprechend dem hohen EinpendlerĂŒberschuss ist die BeschĂ€ftigungsquote sehr hoch und liegt bei 578 sozialversicherungspflichtigen BeschĂ€ftigten je 1.000 Einwohner – der höchste Wert in Sachsen.[13]

Aufgrund der hohen zentralen Bedeutung der Stadt fĂŒr die Region (nach dem Integrierten Stadtentwicklungskonzept der Stadt Bautzen gehören zum direkten Einzugsbereich der Stadt Bautzen ĂŒber 200.000 Menschen) und der damit zusammenhĂ€ngenden hohen Zahl an Einpendlern aus einem strukturschwachen lĂ€ndlichen Raum ist die Zahl der Arbeitslosen innerhalb der Stadt Bautzen allerdings trotzdem sehr hoch und liegt ĂŒber dem sĂ€chsischen Durchschnitt.

Bombardier Transportation produziert in Bautzen Straßenbahnen
Die Stadt wirbt mit Markenprodukten „Made in Bautzen“ – hier die RĂŒckseite einer SonderausfĂŒhrung eines edding mit dem Bautzen-Logo

Strukturbestimmende Unternehmen

  • AFT Förderanlagen Bautzen GmbH – Machte 2003 mit 330 Mitarbeitern einen Umsatz von 140 Mio. Euro, hauptsĂ€chlich in der Automobilindustrie.
  • Bombardier Transportation (Bahntechnologie) – Die frĂŒhere DWA als Bahnsparte produziert seit vielen Jahren traditionell in Bautzen.
  • DEBAG Deutsche Backofenbau GmbH – Produziert seit 90 Jahren mit zurzeit 120 Mitarbeitern professionelle Backofenlösungen.
  • Develey Feinkostfabrik GmbH – Der deutsche MarktfĂŒhrer im SenfgeschĂ€ft ĂŒbernahm 1992 die Marke und investierte in die Produktion des seit dem Jahre 2006 gesamtdeutschen MarktfĂŒhrers (22 %) Bautz’ner Senf.
  • Hermann Eule Orgelbau Bautzen – Im Besitz der Familie Eule, einer der grĂ¶ĂŸten Betriebe Deutschlands fĂŒr Neubau und Restauration von Orgeln
  • Perfecta Schneidemaschinenwerk – produziert Industrieschneidmaschinen.
  • Philips Medizin Systeme – Einer von drei deutschen Produktionsbetrieben fĂŒr medizinische Diagnostik des hollĂ€ndischen Konzerns ist in Bautzen.
  • Sphairon Access Systems GmbH – Mit 240 Hightech-ArbeitsplĂ€tzen einer der bedeutendsten Arbeitgeber und einer der weltweit fĂŒhrenden[14] Anbieter und Hersteller von Produkten aus dem Bereich der Telekommunikation und Netzwerktechnik.
  • V. D. Ledermann & Co. GmbH (ein Unternehmen der edding AG) – hat 1993 Teile der Markant-SchreibgerĂ€teproduktion ĂŒbernommen und produziert jetzt in neuen GebĂ€uden SchreibgerĂ€te und Marker.
  • Wurst- und Fleischwaren Bautzen GmbH – Mit 135 Mitarbeitern werden in Bautzen produzierte Wurst- und FleischspezialitĂ€ten auf den gesamten deutschen Markt geliefert.
  • Bautzen IT.Group GmbH & Co. KG (BIT) - Mit ĂŒber 150 Mitarbeitern werden fĂŒr Kunden in aller Welt SAP-Dienstleistungen erbracht. Der Schwerpunkt liegt dabei auf SAP Service & Support, SAP Beratung und IT Service Management. Seit 2010 ist BIT einer der ersten SAP-Partner Deutschlands fĂŒr die neue Softwaregeneration SAP Business ByDesign.


Positiv trĂ€gt zur Wirtschaftskraft auch die NĂ€he zum Flughafen Dresden bei. Die im dortigen Bereich angesiedelten Firmen der Hochtechnologie bieten zahlreichen Bautznern qualifizierte ArbeitsplĂ€tze. Der Verwaltungsstandort Bautzen ist auch ein wichtiger ĂŒberregionaler Arbeitsort fĂŒr Angestellte des Öffentlichen Dienstes.

DarĂŒber hinaus befindet sich das grĂ¶ĂŸte Heizkraftwerk des regionalen Energieversorgers „ENSO“ im nördlichen Stadtgebiet. Mit einer thermischen Leistung von 72 MW und einer elektrischen Leistung von 2 MW (jeweils maximal) nutzt es als Brennstoff den einheimischen Rohstoff Braunkohle sowie Erdgas.

Ortenburg: Sitz des SĂ€chsischen OVG

Öffentliche Einrichtungen

Bautzen ist Sitz eines Amtsgerichts und eines Landgerichts sowie des SĂ€chsischen Oberverwaltungsgerichtes. Ebenfalls in Bautzen ansĂ€ssig ist eine Außenstelle des RegierungsprĂ€sidiums Dresden (Umweltfachbereich) sowie die Verbandsverwaltung des Regionalen Planungsverbandes Oberlausitz-Niederschlesien.

Medien

Das Verlagswesen hat in Bautzen eine lange Tradition. Um 1550 richtete der Leipziger Drucker Nikolaus Wolrab erstmals eine Druckerei ein. In der Wolrabschen Druckerei erschienen unter anderem Schriften des Bautzener Dekans Johann Leisentrit.

Im Sommer 1990 wurde das Anzeigenblatt „Bautzener Bote“ gegrĂŒndet. In der Stadt befindet sich auch die Redaktion der sorbischen Tageszeitung Serbske Nowiny, die vom Domowina-Verlag herausgegeben wird, der heute in Bautzen das wichtigste Unternehmen dieser Art ist.

Über das Lokalgeschehen in und um Bautzen berichten die SĂ€chsische Zeitung, der WochenKurier sowie der Oberlausitzer Kurier.

Verkehr

Bahnhof Bautzen
Alter Stadtplan (ca. 1825)

Bautzen verfĂŒgt ĂŒber eine Anbindung an die Bundesautobahn 4 Dresden–Görlitz (ĂŒber die Anschlussstellen Bautzen-Ost und Bautzen-West sowie Salzenforst). Die Bundesstraße 6 von Dresden nach Görlitz durchquert das Stadtgebiet von Westen nach Osten und verlĂ€uft dabei auch durch das Stadtzentrum und ĂŒber die FriedensbrĂŒcke, wodurch es besonders am Nachmittag zu Staus kommt. Die B 96 von Zittau nach Berlin verlĂ€uft vom SĂŒden der Stadt durch die Innenstadt und ĂŒber die FriedensbrĂŒcke, bevor sie das Stadtgebiet im Nordwesten verlĂ€sst. Die B 156 von Weißwasser umgeht seit 2003 das Stadtgebiet auf einer neu gebauten Trasse. Der Autobahnzugang fĂŒr das nördliche Kreisgebiet und Hoyerswerda wird seit 2006 ebenfalls durch eine Zubringertrasse verbessert.

Um die Stadt vom Verkehr zu entlasten und die Fahrtzeiten von Dresden in das Oberlausitzer Oberland zu verkĂŒrzen, werden derzeit zwei Umgehungsprojekte umgesetzt. Dabei handelt es sich um die Westtangente, welche die B 6 sowie die B 96 an der Innenstadt und der FriedensbrĂŒcke vorbeileiten soll, bei der Bevölkerung im Vorfeld jedoch aufgrund ihres Verlaufs stark umstritten war. Die SĂŒdumfahrung soll kĂŒnftig vor allem die Nord-SĂŒd-Verbindung im Landkreis und die Anbindung des Oberlandes an die A 4 verbessern. Beide Projekte sind im Bau.

Der Bahnhof Bautzen wurde 1846 eröffnet. Er ist Haltepunkt in den Netzen der Deutschen Bahn und der Ostdeutschen Eisenbahn. Es bestehen direkte Bahnverbindungen mit modernen ZĂŒgen der Regionalbahn und durch Regional-Expresse auf der Bahnstrecke Dresden–Görlitz, auch weiter bis nach Breslau. Die durchgĂ€ngigen Verbindungen nach Berlin bzw. Cottbus (ĂŒber Hoyerswerda), Zittau und Bad Schandau wurden in den letzten Jahren stillgelegt; somit hat die Stadt ihren Status als Bahnknotenpunkt der Oberlausitz verloren. Bis 1972 konnte man außerdem noch ĂŒber Radibor und Baruth nach Weißenberg per Bahn gelangen.

Bautzen besitzt zudem einen Flugplatz, der zirka 3 km östlich der Stadt liegt. Der nĂ€chste Verkehrsflughafen ist der Flughafen Dresden.

Die zur Rhenus Veniro-Gruppe gehörende Regionalbus Oberlausitz GmbH betreibt in Bautzen sieben Stadtbuslinien. Des Weiteren werden Bautzen und das Umland mit mehreren Regionalbuslinien verbunden.

Bildung

Bautzen verfĂŒgt ĂŒber sechs Grundschulen, vier Mittelschulen, fĂŒnf Gymnasien (Schiller-Gymnasium, Philipp-Melanchthon-Gymnasium, Sorbisches Gymnasium, zwei berufliche Gymnasien) und drei Förderschulen.

Aufbauend auf der Tradition der frĂŒheren Ingenieurschule, studieren mehr als 500 Studenten an der Berufsakademie Sachsen – Staatliche Studienakademie Bautzen, welche ein dreijĂ€hriges duales Studium in den Studienbereichen Finanzmanagement, Öffentliche Wirtschaft (Public Management), Wirtschaftsinformatik, Elektrotechnik, Medizintechnik und Wirtschaftsingenieurwesen anbietet. Die Arbeitsmarktchancen fĂŒr die Absolventen der Berufsakademie sind gut. In den vergangenen Jahren haben jeweils 85 bis 90 % der Absolventen nach dem Studienabschluss einen Arbeitsplatz gefunden.

Persönlichkeiten

Personen, die mit der Stadt in Verbindung stehen, sowie die EhrenbĂŒrger Bautzens und die BĂŒrgermeister sind in der Liste der Persönlichkeiten der Stadt Bautzen aufgefĂŒhrt.

Literatur

Quellen

  • Karl Albert Hessler: Die milden Stiftungen der Stadt Budissin. Erstes Heft, Bautzen 1847, 452 Seiten.
  • Karl Albert Hessler: Die milden Stiftungen der Stadt Budissin. Drittes Heft, Bautzen 1850, 452 Seiten.

Allgemeine Darstellungen

  • Joachim Meffert: Die Ortenburg in Bautzen – Der archĂ€ologische Forschungsstand und die Ausgrabungen von 1999–2001. Arbeits- und Forschungsberichte zur sĂ€chsischen Bodendenkmalpflege 44, 2002, 75–177.
  • Karin Sczech: ArchĂ€ologische Untersuchungen zu Bautzen in der Oberlausitz in slawischer Zeit. ArchĂ€ologische Forschungen am GWZO. Berichte und BeitrĂ€ge des Geisteswissenschaftlichen Zentrums Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas e. V. 2003, 49–64.
  • Grit Richter-Laugwitz: Der 17. Juni 1953 in Bautzen, hrsg. vom Stadtarchiv Bautzen, Bautzen 2004, ISBN 3-936758-04-2
  • Andreas Bensch: Chronologie der Stadt Bautzen 1002–2001, Bautzen 2001, ISBN 3-930625-31-8
  • Christine Seele und JĂŒrgen Matschie: Bautzen und seine Kirchen. Ein kleiner ökumenischer KirchenfĂŒhrer, Leipzig 1996, ISBN 3-7462-1118-2
  • Deutscher StĂ€dteatlas; Band: IV; 3 Teilband. Acta Collegii Historiae Urbanae Societatis Historicorum Internationalis – Serie C. Im Auftrag des Kuratoriums fĂŒr vergleichende StĂ€dtegeschichte e. V. und mit UnterstĂŒtzung der Deutschen Forschungsgemeinschaft, hrsg. von Heinz Stoob †, Wilfried Ehbrecht, JĂŒrgen Lafrenz und Peter Johannek. Stadtmappe Bautzen, Autor: Karlheinz Blaschke, ISBN 3-89115-033-4; Dortmund-Altenbeken 1989.
  • Stadtarchiv Bautzen: Von Budissin nach Bautzen – BeitrĂ€ge zur Geschichte der Stadt Bautzen. Lusatia Verlag, 2002, ISBN 3-929091-91-7
  • Tino Fröde: Privilegien und Statuten der Oberlausitzer SechsstĂ€dte – Ein Streifzug durch die Organisation des stĂ€dtischen Lebens in Zittau, Bautzen, Görlitz, Löbau, Kamenz und Lauban in der frĂŒhen Neuzeit. Oberlausitzer Verlag, Spitzkunnersdorf 2008, ISBN 978-3-933827-88-3
  • Silke Kosbab und Kai Wenzel: Bautzens verschwundene Kirchen. Bautzen 2008, ISBN 3-936758-48-4
Klassische Stadtansicht Bautzens von der FriedensbrĂŒcke

Siehe auch

 Portal:Lausitz – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Lausitz

Weblinks

 Wikisource: Bautzen â€“ Quellen und Volltexte
 Commons: Bautzen â€“ Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien
Wiktionary Wiktionary: Bautzen â€“ BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

  1. ↑ Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen – Bevölkerung des Freistaates Sachsen jeweils am Monatsende ausgewĂ€hlter Berichtsmonate nach Gemeinden (Hilfe dazu)
  2. ↑ Hochwasser in Sachsen, August 2010. mdr.de (27. Januar 2011). Abgerufen am 21. Juni 2011.
  3. ↑ Johann Georg Theodor GrĂ€sse, „Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen“, 1855, Nr. 611 „Die Sage von der Entstehung des Namens Budessin.“, S.454f.; mwN.; Roger Rössing: Bautzen VEB F.A. Brockhaus Verlag Leipzig, 1. Auflage 1989, S. 3–4
  4. ↑ http://www.mgh-bibliothek.de/cgi-bin/acwww25/regsrch.pl?db=vt&wert=&recnums=221:166:&barcode=&nachname=
  5. ↑ Vgl. zum Beispiel Heinrich Gottfried Philipp Gengler: Regesten und Urkunden zur Verfassungs- und Rechtsgeschichte der deutschen StĂ€dte im Mittelalter, Erlangen 1863 S. 157-164.
  6. ↑ J.v.Flocken / M.Klonovsky Stalins Lager in Deutschland 1945–1950, Ullstein 1991, ISBN 3-550-07488-3
  7. ↑ P. Reif-Spirek / B. Ritscher Speziallager in der SBZ. GedenkstĂ€tten mit doppelter Vergangenheit, Ch.Links Verlag 1999, ISBN 3-86153-193-3
  8. ↑ http://www.oberlausitz-sachsen.de/bautzen/domstift.htm / Farbgutachten / Vorsondierung Jörg Freund, Doberschau; www.restaurierung-freund.de
  9. ↑ Erhard Hartstock, Manfred Thiemann, Bautzen, Tourist Verlag Berlin, Leipzig, 3. Auflage 1985
  10. ↑ Georg Dehio, Handbuch der Deutschen KunstdenkmĂ€ler, Sachsen, Deutscher Kunstverlag MĂŒnchen Berlin, 1965
  11. ↑ Homepage der Schulsternwarte „Johannes Franz“. Förderverein der Schulsternwarte Bautzen e.V., abgerufen am 14. MĂ€rz 2009.
  12. ↑ Sport komplett, 2007.
  13. ↑ Statistische Informationen Nr. I/2006, SĂ€chsische Staatskanzlei, 2006.
  14. ↑ Hightech aus Salzenforst. Mitteldeutscher Rundfunk, abgerufen am 16. Juli 2009.

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