Volckheim

Leutnant Volckheim (Pfeil) mit seiner Panzerbesatzung 506 "Alter Fritz" kurz vor Kriegsende

Ernst Volckheim (* 11. April 1898 in Bornheim; † 1. September 1962) war deutscher Offizier und diente in der kaiserlichen Armee, der Reichswehr und Wehrmacht. Er gilt, neben Heinz Guderian, als herausragendster deutscher Theoretiker der Panzerkriegsführung und Mitschöpfer der deutschen Panzertruppe.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Volckheim trat dem Heer 1915 als Kriegsfreiwilliger ein und erhielt 1916 das Offizierspatent als Leutnant. 1917 war er Chef einer Maschinengewehr-Kompanie und diente an der Westfront. Als Angehöriger des kaiserlichen Tankkorps kämpfte Volckheim im April 1918 in der Schlacht um Villers-Bretonneux und erhielt das Panzerkampfabzeichen. Kurz vor Kriegsende wurde er bei Tankgefechten schwer verwundet. Nach Ende des Ersten Weltkrieges wurde er in die neu aufgestellte Reichswehr übernommen und diente im Dienstgrad eines Leutnants in der Kraftfahrtruppe. Mit der Versetzung in die Inspektion der Verkehrstruppen im Jahr 1923 begann auch seine theoretische Arbeit zum Einsatz des Panzerwagens als Element der Gefechtsführung. 1925 wurde Volckheim als Oberleutnant zur Offizierschule nach Dresden versetzt, um dort Panzerkampf und das Gefecht der motorisierten Truppen zu lehren. Zwischen 1923 und 1927 veröffentlichte er zahlreiche Artikel und Bücher zum Thema Panzerkampf in der Zeitschrift Militär Wochenblatt. Dadurch erzeugte er die Aufmerksamkeit von General a.D. Konstantin Altrock, dem Herausgeber dieser Zeitung, der Volckheim als Hauptverfasser des Monatsmagazins Der Kampfwagen gewann. Zwischen 1932 bis 1933 war Volckheim Taktiklehrer für russische Kursanten an der geheimen deutsch-sowjetischen Panzerschule "Kama" in Kasan. Dort dozierte er und sammelte praktische Erfahrungen mit der Panzerwaffe. In den späten 1930er Jahren beschäftigte er sich mit der Erstellungen von Vorschriften für die Panzertruppe.

Im Zweiten Weltkrieg diente Oberstleutnant Volckheim zunächst als Kommandeur der Panzer-Abteilung z.b.V. 40 in Norwegen und übernahm 1941 das Amt des Kommandeurs der Panzertruppenschule.

Auszeichnungen

Werke

Bücher

  • Ernst Volckheim: Die deutschen Kampfwagen im Weltkriege. Berlin 1923; später neu veröffentlicht unter Ernst Volckheim: Deutsche Kampfwagen greifen an! Erlebnisse eines Kampfwagenführers an der Westfront 1918. Berlin 1937.
  • Ernst Volckheim: Der Kampfwagen in der heutigen Kriegführung. Berlin 1924.
  • Ernst Volckheim: Der Kampfwagen und Abwehr dagegen. Berlin 1925.

Artikel

  • Ernst Volckheim: Über Kampfwagen im Bewegungskrieg. In: Militär Wochenblatt. Ausgabe 3, Berlin 1924.
  • Ernst Volckheim: Kampfwagenverwendung im Bewegungskrieg. In: Militär Wochenblatt. Ausgabe 10, Berlin 1924.
  • Ernst Volckheim: Raupen oder Räderantrieb bei Kampfwagen. In: Militär Wochenblatt. Ausgabe 5, Berlin 1924.
  • Ernst Volckheim: Verwendung französischer Kampfwagen im Gefecht. In: Konstantin Altrock: Der Kampfwagen. 1925.
  • Ernst Volckheim: Die deutsche Panzerwaffe. In: Georg Wetzell (Hrsg.): Die Deutsche Wehrmacht. Berlin 1939, S. 293-338.

Literatur

  • James S. Corum: The Roots of Blitzkrieg. Hans von Seeckt and German Military Reform. University Press of Kansas, Lawrence 1992.

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