Waffen-SS

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Waffen-SS
KĂŒrzel und Abzeichen von SS und Waffen-SS: doppelte Siegrune
Waffen-SS-Division „Das Reich“, Russland 1942

Waffen-SS war ab 1939 die Bezeichnung fĂŒr die schon frĂŒher gegrĂŒndeten militĂ€rischen VerbĂ€nde der nationalsozialistischen Parteitruppe SS. Seit Mitte 1940 war sie organisatorisch eigenstĂ€ndig und unterstand dem direkten Oberbefehl des ReichsfĂŒhrers-SS Heinrich Himmler. Ihr gehörten sowohl KampfverbĂ€nde als auch die Wachmannschaften der Konzentrationslager an.[1]

Ihre KampfverbĂ€nde wurden im Zweiten Weltkrieg dem Oberbefehl der Wehrmacht unterstellt, kĂ€mpften an der Front und wurden zur Sicherung besetzter Gebiete gegen Partisanen und potenzielle Gegner eingesetzt. Aufgrund ihrer Beteiligung am Holocaust und an zahlreichen Kriegsverbrechen wurde sie 1946 vom Internationalen MilitĂ€rgerichtshof in NĂŒrnberg zur verbrecherischen Organisation erklĂ€rt. In der Bundesrepublik Deutschland sind zudem die Verbreitung von Propagandamaterial und Verwendung von Symbolen der SS (§§ 86 und 86a StGB) strafbar.

Inhaltsverzeichnis

Überblick

Die Waffen-SS entstand im Dezember 1939, nach dem Angriff auf Polen, aus der ZusammenfĂŒhrung von SS-VerfĂŒgungsdivision, SS-Totenkopfdivision und SS-TotenkopfverbĂ€nden.[2] Seit 1940 wurde sie zu einer selbststĂ€ndigen militĂ€rischen Organisation ausgebaut, die insgesamt bis zu 914.000, im Juni 1944 noch etwa 600.000 Mitglieder hatte.[3] Sie bestand zunĂ€chst ĂŒberwiegend aus Freiwilligen, ab 1943 auch aus unter Zwang rekrutierten Soldaten. Seit 1941 warb die Waffen-SS zunehmend auslĂ€ndische Freiwillige an. Ab 1944 betrug deren Anteil mehr als die HĂ€lfte.[4]

Einheiten der Waffen-SS wurden an der Front und zur Sicherung besetzter Gebiete eingesetzt und waren fĂŒr zahlreiche Kriegsverbrechen verantwortlich, zum Beispiel in Oradour-sur-Glane und Sant’Anna di Stazzema. Angehörige der Waffen-SS waren unter dem Deckmantel der „PartisanenbekĂ€mpfung“, als bewaffnete AusfĂŒhrende der Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des SD sowie mit ihren TotenkopfverbĂ€nden und zwei Brigaden auch direkt am Holocaust beteiligt.[5] Nach dem gescheiterten Attentat vom 20. Juli 1944 auf Hitler, an dem Wehrmachtsoffiziere maßgeblich beteiligt waren, wurden der Waffen-SS weitere, bis dahin der Wehrmacht zustehende Kompetenzen ĂŒbertragen: So erhielt Himmler den Befehl ĂŒber das Ersatzheer und die Abwehr.[6]

Die NS-Propaganda stellte die Waffen-SS als Elitetruppe mit dem Nimbus der Unbesiegbarkeit dar. Sie tat sich aber vor allem durch besondere HĂ€rte und Grausamkeit, insbesondere gegen die Zivilbevölkerung hervor. Mit der SS wurde die Waffen-SS im NĂŒrnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher 1946 als verbrecherische Organisation verboten. In Österreich wurde darĂŒber hinaus ein Werbungs- und Propagandaverbot erlassen.

Ab 1951 organisierten sich bis zu 250.000 westdeutsche Veteranen der Waffen-SS in der Hilfsgemeinschaft auf Gegenseitigkeit der Angehörigen der ehemaligen Waffen-SS (HIAG), um ihre Interessen zu vertreten. Neben der HIAG gilt in Österreich die „Kameradschaft IV“ (K IV) als Interessen- und Traditionsverband der Waffen-SS. Die Rolle der Waffen-SS wurde im Rahmen der Bitburg-Kontroverse (1985) und der von GĂŒnter Grass bekanntgegebenen Waffen-SS-Mitgliedschaft (2006) erneut diskutiert.

Wurzeln

Der Kern der Waffen-SS entstand aus drei verschiedenen Einheiten, der Leibstandarte-SS Adolf Hitler, einer auf Adolf Hitler verpflichteten persönlichen Leibwache, der SS-VerfĂŒgungstruppe, die 1934 aus den „Politischen Bereitschaften“ der SS entstand und den SS-Totenkopfstandarten, die fĂŒr die Bewachung der Konzentrationslager zustĂ€ndig waren.

Leibstandarte

Nur die Leibstandarte-SS Adolf Hitler wurde auf direkten FĂŒhrerbefehl im MĂ€rz 1933 aufgestellt. Sie rekrutierte sich zum Zeitpunkt ihrer Aufstellung ĂŒberwiegend aus ehemaligen SA-MĂ€nnern. Finanziert wurde die Truppe durch die preußische Landespolizei, auf deren Soldliste die Angehörigen der Leibstandarte standen. Die Einheit erhielt ihre militĂ€rische Grundausbildung vom 9. (Preußisches) Infanterie-Regiment, das als Eliteverband galt. Die anfangs sehr kleine Truppe, die in ihrer Zwitterstellung rechtlich und formal keine vergleichbaren VorlĂ€ufer hatte, erregte bei der Reichswehr, die fĂŒr sich das MilitĂ€rmonopol beanspruchte, zunĂ€chst keinen Argwohn.

Die erste maßgebliche innenpolitische Aufgabe war die Teilnahme an der Entmachtung der SA, (Exekution der SA-FĂŒhrung unter dem Vorwand ein „Röhm-Putsch“ stĂŒnde bevor), gemeinsam mit Teilen der spĂ€teren SS-TotenkopfverbĂ€nde im Juni 1934. Danach wurde die SS selbstĂ€ndig.

VerfĂŒgungstruppe

Die SS-VerfĂŒgungstruppe wurde von Reichswehrminister Werner von Blomberg am 24. September 1934 genehmigt und aus den sogenannten Politischen Bereitschaften, etwa 120 Mann starke, kasernierte Sonderkommandos, die jeweils den SS-Oberabschnitten regional und dezentral zugeordnet waren, aufgestellt. UrsprĂŒngliche Aufgabe der Bereitschaften war der „Schutz höherer SS- und NSDAP-FĂŒhrer“. Zusammen mit der SA wurden sie offiziell als Hilfspolizei im Straßendienst eingesetzt. Dabei nahmen sie an so genannten wilden Verhaftungen politischer Gegner teil und betrieben auch eigene GefĂ€ngnisse. Trotz der RegierungsĂŒbernahme war die Machtstellung des NS-Regimes politisch noch nicht gefestigt und sollte durch bewaffnete Einheiten gestĂŒtzt werden. Die SS-VerfĂŒgungstruppe war trotz ihrer militĂ€rischen Ausrichtung zunĂ€chst primĂ€r als innenpolitische Eingreifreserve der Partei gedacht und nicht als klassischer militĂ€rischer Verband.

Die SS begann 1934 in Bad Tölz, 1935 in Braunschweig SS-Junkerschulen einzurichten, die als einheitlich militĂ€rische Ausbildungsinstitutionen fĂŒr den SS-FĂŒhrungsnachwuchs gedacht waren. Ihre Ausbildungsrichtlinien lehnten sich neben der ideologischen Indoktrination an die militĂ€rfachlichen Vorgaben der Kriegsschulen des Heeres an. Himmler, der ReichsfĂŒhrer-SS und Chef der Deutschen Polizei, strebte eine Professionalisierung der VerfĂŒgungstruppen an, deren Mitglieder militĂ€rische Ausbildungen erhielten. Das Dienstgrad- und Besoldungssystem wurde an das des Heeres angeglichen. Die VerfĂŒgungstruppe wurde nun etatmĂ€ĂŸig an das Reichsministerium des Innern angegliedert. Mit der Inspektion der SS-VerfĂŒgungstruppe unter dem ehemaligen Generalleutnant der Reichswehr und spĂ€teren SS-OberstgruppenfĂŒhrer Paul Hausser schuf Himmler so etwas wie einen eigenen Generalstab. 1935 bestand die VerfĂŒgungstruppe aus der Leibstandarte mit 2.600 Mann und den SS-Standarten Deutschland und Germania mit 5.040 Mann.

Die Stabswache Berlin und die Sonderkommandos der SS hatten annĂ€hernd militĂ€rische Organisationsformen und wurden auch in der Regel von ehemaligen Reichswehr- oder Polizeioffizieren gefĂŒhrt. Trotzdem handelte es sich offiziell um keine militĂ€rischen Einheiten, wie 1936 der Befehl ihres FĂŒhrers, Theodor Eicke, verdeutlicht: „Wir tragen keine Waffen, um dem Heere Ă€hnlich zu sehen, sondern um sie zu gebrauchen, wenn FĂŒhrer und Bewegung in Gefahr sind“.[7]

TotenkopfverbÀnde

Postkarte mit Dienstsiegel „Konzentrationslager Auschwitz Waffen-SS“

Die SS-TotenkopfverbĂ€nde rekrutierten sich 1935 aus Teilen der SS-VerfĂŒgungstruppe, als alle KZ-Wacheinheiten zu relativ autonomen SS-WachverbĂ€nden zusammengefasst und Theodor Eicke unterstellt wurden. Eicke wurde zum Inspekteur der Konzentrationslager (IKL) befördert und reorganisierte 1937 die WachverbĂ€nde zu den SS-Totenkopfstandarten um, deren Aufgabe zunĂ€chst ausschließlich in der Bewachung der Konzentrationslager lag. Es gab allerdings einen umfangreichen Personalaustausch der TotenkopfverbĂ€nde mit den anderen SS-Einheiten. Dieser konnte sowohl der Beförderung als auch der Disziplinierung der WachverbĂ€nde dienen.

Der militÀrische Ausbau zur Waffen-SS

Sowohl Ernst Röhm mit der SA, als auch Himmler, seit 1929 ReichsfĂŒhrer-SS, hatten militĂ€rpolitische Ambitionen. Himmler war entschlossen, aus seinen VerbĂ€nden nach und nach vollwertige militĂ€rische Einheiten zu formen, die auch ĂŒber schwere Waffen verfĂŒgen sollten.

Nach der Hinrichtung Röhms versicherte Hitler, die Reichswehr bleibe der „einzige WaffentrĂ€ger der Nation“. Die Verantwortlichen der Reichswehr begrĂŒĂŸten die Entmachtung der SA als mögliche bewaffnete Konkurrenz und waren weiterhin bestrebt, ihr MilitĂ€rmonopol zu wahren. Sie unternahmen alles, um einen weiteren Ausbau des paramilitĂ€rischen Arms der SS zu vereiteln. Daraus entwickelte sich eine jahrelange Auseinandersetzung zwischen SS und HeeresfĂŒhrung.

Nach der Blomberg-Fritsch-Krise 1938 ĂŒbernahm Hitler die Nachfolge von Reichswehrminister von Blomberg, entließ den Oberbefehlshaber des Heeres Generaloberst Werner von Fritsch, und der Generalstabschef trat zurĂŒck. Damit stellte er alle Weichen fĂŒr eine Gleichschaltung des MilitĂ€rs (sogenannte militĂ€rische Machtergreifung), der einzigen Institution, die die unumschrĂ€nkte Macht des NS-Regimes noch ernsthaft hĂ€tte gefĂ€hrden können; sie verlor in der Folge ihr militĂ€risches Monopol im Deutschen Reich.

Im FĂŒhrererlass vom August 1938 erlaubte er die Aufstellung einer SS-Division mit eigener Artillerie und legte deren Frontverwendung im Mobilmachungsfall fest. Hitler hatte sich eine Truppe zu seiner ganz persönlichen VerfĂŒgung geschaffen, die sich durch „unbedingte Treue“ ihm gegenĂŒber auszeichnen sollte. Von diesen beiden Merkmalen wurde die weitere Entwicklung der SS und ihre rechtliche und tatsĂ€chliche Stellung im Dritten Reich bestimmt. Himmler hat diesen beiden Merkmalen der SS den „Elitegedanken“ hinzugefĂŒgt. Die SS sollte nicht nur im Einsatz fĂŒr Hitler politisch zuverlĂ€ssig sein, sondern zu einer rassischen und politischen FĂŒhrerschicht im Sinne der nationalsozialistischen Ideologie gebildet werden.

Die Waffen-SS wurde schließlich ab Ende 1939 aus heterogenen Teilen aufgebaut. Binnen weniger Monate wurde sie auf dreieinhalb Divisionen erweitert: die VerfĂŒgungsdivision, die spĂ€ter in „Das Reich“ umbenannt wurde, die aus den TotenkopfverbĂ€nden hervorgegangene Totenkopfdivision mit zunĂ€chst 18.000 Mann und die aus KrĂ€ften der Ordnungspolizei gebildete Polizeidivision. Die Leibstandarte wurde zu einem verstĂ€rkten motorisierten Infanterieregiment ausgebaut.

Organisatorischer Aufbau Ende 1939

Der Begriff Waffen-SS wurde Anfang November 1939 informell in den Sprachgebrauch der SS-Administration eingefĂŒhrt und setzte sich etwa innerhalb eines Jahres gegenĂŒber den alten Bezeichnungen VerfĂŒgungstruppe und TotenkopfverbĂ€nde durch.

Das frĂŒheste bekannte Dokument, das den Begriff Waffen-SS verwendet, ist ein SS-Befehl vom 7. November 1939, in dem Angehörige der Allgemeinen SS darauf hingewiesen wurden, dass sie bei Meldung ReservefĂŒhrer in der Waffen-SS und der Polizei werden könnten. Dabei erscheint Waffen-SS als Sammelbezeichnung fĂŒr die „bewaffneten Einheiten der SS und Polizei“.[8] Mit Befehl des ReichsfĂŒhrer-SS vom 1. Dezember 1939,[9] wurden folgende VerbĂ€nde, Dienststellen und Ämter zur Waffen-SS verschmolzen:

Organisationsstruktur der SS
  1. SS-V-Division
  2. SS-Totenkopf-Division
  3. SS-Polizei Division
  4. SS-Junkerschulen
  5. SS-Totenkopf-Standarten
  6. ErgÀnzungsamt der Waffen-SS (SS-Erg.Amt)
  7. Waffen- und GerÀteamt der Waffen-SS (SS W. u. G.Amt)
  8. Personalamt der Waffen-SS (SS-Pers.Amt)
  9. Amt R. V. der Waffen-SS (Amt RV)
  10. FĂŒrsorge- und Versorgungsamt der Waffen-SS (SS-F. u. V.Amt)
  11. SanitÀtsamt der Waffen-SS (SS-San.Amt)
  12. Verwaltungsamt der Waffen-SS (SS-V.Amt)
  13. SS-Gericht
  14. Leibstandarte Adolf Hitler

Zwar fĂŒhrte Himmler die Zuordnung ohne rechtliche Grundlage durch, aber Hitler ließ ihn anstandslos gewĂ€hren. Hitler ĂŒberließ Himmler die persönliche Entscheidung, wie er die SS intern gliedern wolle; insgesamt wurden 179 Dienststellen der Allgemeinen SS der Waffen-SS zugefĂŒhrt.

Hitler begrĂŒndete 1940 die Notwendigkeit der Waffen-SS:

„Das Großdeutsche Reich in seiner endgĂŒltigen Gestalt wird mit seinen Grenzen nicht ausschließlich Volkskörper umspannen, die von vornherein dem Reich wohlwollend gegenĂŒber stehen. Über den Kern des Reiches hinaus ist es daher notwendig, eine Staatstruppenpolizei zu schaffen, die in jeder Situation befĂ€higt ist, die AutoritĂ€t des Reiches im Innern zu vertreten und durchzusetzen.“

Der Historiker Bernd Wegner bemerkte zur Umbenennung in „Waffen-SS“:

„Der ungewöhnlich anmutende Vorgang einer ‚schleichenden‘ Neubenennung stellt sich, rĂŒckblickend betrachtet, als ein Ă€ußerst geschickter, freilich eher psychologisch als machtpolitisch wirksamer Schachzug einer gleichermaßen auf Expansion wie Integration zielenden Politik dar. Denn die EinfĂŒhrung des Sammelnamens ‚Waffen-SS‘ signalisierte ebenso den Willen zu einer möglichst wehrmachtunabhĂ€ngigen SS-Armee wie den Anspruch auf Gleichwertigkeit aller SS-Truppenteile untereinander – nahm also die bislang vom Heer abgelehnte militĂ€rdienstliche Gleichbehandlung von VerfĂŒgungstruppen, TotenkopfverbĂ€nden und Junkerschulen begrifflich schon vorweg. Aber nicht nur das: Zu einem Zeitpunkt, als die SS 3Âœ Divisionen fast gleichzeitig aufgestellt hatte, wurde deren gemeinsamer Name auch zu einer Chiffre fĂŒr das von Himmler gewĂŒnschte, ihm aber noch nicht zugebilligte SS-Generalkommando.“

– Bernd Wegner: Hitlers Politische Soldaten. Die Waffen-SS 1933–1945, 4. Auflage, Paderborn 1990.

Die Waffen-SS umfasste schließlich alle Einheiten der Schutzstaffel, die dem FĂŒhrungshauptamt und innerhalb dieses Amtes dem Kommandoamt der Waffen-SS unterstellt waren. Dazu zĂ€hlten sowohl die SS-Divisionen (opererativ dem Heer unterstellt) als auch die SS-Totenkopf-Wachsturmbanne, die organisatorisch ab 1940/1941 dem Wirtschafts- und Verwaltungshauptamt der SS zugeordnet waren, das fĂŒr Konzentrations- und die Vernichtungslager zustĂ€ndig war. Truppendienstlich jedoch unterstanden diese Totenkopfeinheiten weiterhin dem Kommandoamt der Waffen-SS. Die „SS-Totenkopfstandarten“ waren keine VerbĂ€nde der Waffen-SS fĂŒr den Fronteinsatz. Zwischen den KZ-Wachmannschaften und der SS-Division Totenkopf gab es jedoch einen regen Personalaustausch, so wurden von den rund 60.000 Angehörigen der Wachmannschaften ca. 20.000 mit Fronteinheiten ausgetauscht.[10]

MilitÀrische Kompetenz und erste KriegseinsÀtze

Nach der Mobilmachung wurden SS-VerfĂŒgungstruppe und einzelne SS-Standarten dem Oberkommando des Heeres unterstellt, kĂ€mpften aber wĂ€hrend des Angriffes auf Polen weder alle an der Front noch als eigenstĂ€ndige GroßverbĂ€nde. So wurden die Regimenter einschließlich des selbstĂ€ndigen Regiments der Leibstandarte auf verschiedene HeeresverbĂ€nde verteilt. Die Totenkopfstandarten Oberbayern, ThĂŒringen und Brandenburg wurden nicht an der Front, sondern im Hinterland zu sogenannten Befriedungs- und SĂ€uberungsaktionen eingesetzt, ebenso wie Teile der SS-Polizeidivision, die aber auch andere Sicherungs- und Ordnungsaufgaben im gesamten besetzten Gebiet wahrnahm. Nach der Einrichtung des Generalgouvernements am 26. Oktober 1939 wurden Teile der TotenkopfverbĂ€nde und der Polizeidivision dieser NS-Zivilverwaltung unterstellt.

Die Leibstandarte fiel durch GrĂ€uel- und Gewalttaten auf, so wurden z. B. polnische Ortschaften in Brand gesetzt, was von ĂŒbergeordneten Wehrmachts-Kommandeuren bemĂ€ngelt wurde. Auch der militĂ€rische Wert der an der Front eingesetzten SS-Einheiten wurde von der Wehrmacht eher kritisch bewertet. Trotz der durch die Junkerschulen und den Einfluss von Paul Hausser zu diesem Zeitpunkt einigermaßen gut ausgebildeten Offiziere fehlte es vor allen Dingen an militĂ€risch qualifizierten Unteroffizieren. Das fĂŒhrte dazu, dass manche SS-VerbĂ€nde bei entsprechenden Offiziersverlusten im Gefecht die Ordnung verloren, was sie zusĂ€tzlich zu den ohnehin vorhandenen Vorbehalten in den Augen der Wehrmacht als militĂ€risch eher unzuverlĂ€ssige Einheiten erscheinen ließ.

Bei Beginn des Westfeldzuges hatte die SS bereits 56.000 Mann ohne die TotenkopfverbĂ€nde, was aber noch immer ein verschwindend geringer Anteil an der GesamtstĂ€rke der deutschen Truppen darstellte. Hitler ordnete 1939/1940 an, dass die fĂŒr die Teilnahme am Frankreich-Feldzug vorgesehenen SS-VerbĂ€nde vollstĂ€ndig motorisiert sein sollten (Fahrzeuge fĂŒr den Truppen- und Materialtransport, sowie fĂŒr die Artillerie), was in diesem Fall durchaus als Bevorzugung anzusehen war, da 1939 gerade einmal 16 der 157 Divisionen des Heeres motorisiert waren. Da die RĂŒstungsbetriebe aber bereits Schwierigkeiten hatten genĂŒgend Lastwagen und SchĂŒtzenpanzer zur Deckung des Bedarfs der Wehrmacht zu produzieren, monierte das SS-Hauptamt Anfang 1940 die ungenĂŒgenden Zuteilungszahlen. Ähnliche Probleme gab es hinsichtlich der schweren Waffen, hier monierte die SS noch im Februar/MĂ€rz (1940), dass mindestens eine SS-Einheit ĂŒber gar keine schweren Waffen (Artillerie, Mörser, PaKs, schw. Maschinengewehre) und ĂŒber eine zu geringe Anzahl von Karabinern verfĂŒgte. Eine kurzfristige Lösung wurde am Heereswaffenamt vorbei - da die Wehrmacht hier nicht allzu kooperativ war - durch das Akquirieren von tschechischen Fahrzeugen, Karabinern und Maschinengewehren gefunden.

In den BeneluxlĂ€ndern und Frankreich offenbarten sich dann deutliche MĂ€ngel in der GefechtsfĂŒhrung, was aber nicht durch ĂŒberdurchschnittliche Einsatzbereitschaft und Motivation kompensiert werden konnte, sondern im Gegenteil die Verluste durch ĂŒbereiltes und unplanmĂ€ĂŸiges Vorgehen noch zusĂ€tzlich erhöhte. Immer wieder kam es zu Auseinandersetzungen zwischen Wehrmachts- und SS-Befehlshabern, was Taktik und OperationsfĂŒhrung anging. Bei einem Streit zwischen General Erich Hoepner mit Eicke, der als Divisionskommandeur ĂŒber keinerlei militĂ€rische Ausbildung verfĂŒgte, kam es zum Eklat, als Eicke, aufgrund seiner Äußerung „Verluste spielen keinen Rolle“, von Hoepner als „SchlĂ€chter“ bezeichnet wurde. Auch zeigten sich durch den schnellen Ausbau und die erlittenen Verluste an erfahrenen FĂŒhrern erstmals MĂ€ngel hinsichtlich der QualitĂ€t der Offiziersausbildung.

Hitler zeigte sich dennoch nach der Niederlage Frankreichs zufrieden mit den „Leistungen“ der SS und hob sie anlĂ€sslich seiner Rede zur Siegesparade 1940 in Berlin lobend hervor. Der Begriff Waffen-SS fand nach dem Sieg ĂŒber Frankreich erstmals auch offiziell Verwendung.

Personalentwicklung der Waffen-SS

Die folgende Tabelle gibt einen groben Überblick zur Entwicklung der tatsĂ€chlich vorhandenen PersonalstĂ€rke der VerbĂ€nde der Waffen-SS im Zeitraum von 1937 bis zur Jahresmitte 1944.[11]

Waffen-SS davon Feldtruppe
31.12.1937 16.902
31.12.1938 22.718
01.05.1940 90.638
01.09.1942 236.099 141.975
31.12.1943 501.049 257.472
30.06.1944 594.443 368.654

Motivation

Die amerikanische Military Intelligence, die den Auftrag der FeindaufklĂ€rung hatte, versuchte wĂ€hrend des Zweiten Weltkriegs, durch Befragung von Kriegsgefangenen Aufschluss darĂŒber zu erhalten, was den inneren Zusammenhalt der deutschen StreitkrĂ€fte ausmachte. Sie fanden ihre Annahme vielfach bestĂ€tigt, dass ein harter Kern von Nationalsozialisten die militĂ€rischen Einheiten ideologisch und militĂ€risch zusammenhielt. Die GrĂ¶ĂŸe des harten Kerns lag bei zehn bis fĂŒnfzehn Prozent. FallschirmjĂ€ger- und Waffen-SS-Divisionen hĂ€tten jedoch einen weit höheren Anteil ĂŒberzeugter Nationalsozialisten gehabt, oft die gesamte befragte Gruppe.[12]

Kriegsverbrechen

Warschauer Ghetto, Verhaftungen durch Angehörige der Waffen-SS
Fritz Klein in einem Massengrab im KZ Bergen-Belsen nach dessen Befreiung im April 1945

Die Waffen-SS hatte im Krieg den Ruf, besonders rĂŒcksichtslos gegenĂŒber Gefangenen und der Zivilbevölkerung zu sein. Insbesondere aus den Reihen von Freiwilligen- und Waffen-Divisionen wurden Kriegsverbrechen gegen die Zivilbevölkerung begangen. Dies war durch die ideologische Ausrichtung der FĂŒhrungsspitze und der verantwortlichen TruppenfĂŒhrer begrĂŒndet.

  • Im Mai 1940 eroberte das motorisierte SS-Infanterieregiment „Leibstandarte Adolf Hitler“ die Ortschaft Wormhoudt in Nordfrankreich. Mindestens 45 gefangene britische Soldaten wurden von Angehörigen der „Leibstandarte“ erschossen.
  • Am 27. Mai 1940 erschossen Einheiten der SS-Totenkopf-Division 99 britische Kriegsgefangene (Massaker von Le Paradis).
  • Einen Tag nach der alliierten Landung in der Normandie, am 7. Juni 1944, erschossen Soldaten der SS-Panzerdivision „Hitler-Jugend“ etwa hundert kanadische Kriegsgefangene und fuhren mit Panzern ĂŒber deren Leichen.
  • Untrennbar mit der Waffen-SS verbunden ist das Massaker in Oradour-sur-Glane, wo eine Kompanie der 2. SS-Panzerdivision „Das Reich“ am 10. Juni 1944 642 Einwohner, darunter auch 245 Frauen und 207 Kinder, erschossen oder mit ihren HĂ€usern bei lebendigem Leibe verbrannt hat.
  • Bei Malmedy kam es 1944 zu einem weiteren Kriegsverbrechen (Malmedy-Massaker), als Soldaten der Waffen-SS etwa 70 US-Soldaten erschossen, die sich bereits ergeben hatten.
  • Am 25. August 1944 ermordete im westfranzösischen 500-Einwohner-Dorf MaillĂ© ein Bataillon der Waffen-SS, das im nahe gelegenen Chatellerault stationiert war, aus Rache fĂŒr AktivitĂ€ten der Resistance 124 Menschen, unter ihnen 44 Kinder.[13]
  • Am 20. April 2004 begann in La Spezia, Italien, der Prozess gegen die Waffen-SS-Offiziere Gerhard Sommer, Ludwig Sonntag und Alfred Schönenberg wegen eines Massakers am 12. August 1944 in Sant’Anna di Stazzema bei Lucca in der Toskana, bei dem 560 Zivilisten ermordet wurden, darunter 142 Kinder. Im Juni 2005 wurden Sommer und neun Soldaten seiner Einheit in Abwesenheit zu lebenslanger Haft verurteilt. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart ermittelt, mit dem Ziel einer Anklage in Deutschland.
  • Am 8. Juli 2004 begann in La Spezia, Italien, der Prozess gegen Waffen-SS-Offizier Hermann Langer wegen eines Massakers im toskanischen Kloster Farneta bei Lucca am 2. September 1944, bei dem 60 Zivilisten ermordet wurden. Er wurde jedoch 60 Jahre nach der Tat, am 10. Dezember 2004, in Abwesenheit aus Mangel an Beweisen freigesprochen.

DarĂŒber hinaus wurde auch zwischen den Feldeinheiten der SS-Divisionen und den SS-Einsatzgruppen, die hinter der Front in großem Maßstab Massaker an Juden begingen, sowie den ebenfalls zur Waffen-SS zĂ€hlenden Wachmannschaften der Konzentrationslager Personal ausgetauscht. Im Kiewer Vorort Babi Jar ermordeten Einsatzgruppen der Waffen-SS und der SS nach dem Einmarsch in Kiew am 29./30. September 1941 etwa 33.000 Menschen.

In wenigen FĂ€llen wurden Offiziere der Waffen-SS wegen ihrer Verbrechen bereits vor 1945 verhaftet und auch verurteilt, so z. B. Waffen-BrigadefĂŒhrer Bronislaw Kaminski, der zusammen mit einigen seiner Offiziere der 29. Waffen-Grenadier-Division der SS „RONA“ (russische Nr. 1) wegen der brutalen PlĂŒnderungen in Warschau 1944 verurteilt und sofort danach durch Erschießung hingerichtet wurde. Andere Quellen sprechen davon, dass Kaminski wegen zu weit gehender Forderungen gegenĂŒber der SS-FĂŒhrung hingerichtet wurde. FĂŒr diese These spricht, dass der FĂŒhrer der SS-Sondereinheit Dirlewanger, Oskar Dirlewanger, fĂŒr den gleichen Einsatz das Ritterkreuz erhielt. Beide Einheiten sind fĂŒr ihre besonders harte und grausame KriegfĂŒhrung bekannt.

KĂ€mpfer der Waffen-SS haben in den letzten Kriegstagen eine Vielzahl von deutschen Soldaten und Zivilisten wegen „Wehrkraftzersetzung“ oder Desertion hingerichtet.

1942 wurde mit Mitteln der Waffen-SS unter dem Dach der Forschungsgemeinschaft Deutsches Ahnenerbe e. V. das Institut fĂŒr wehrwissenschaftliche Forschung gegrĂŒndet. Dieses Institut fĂŒhrte unter anderem in Konzentrationslagern tödliche Menschenversuche an HĂ€ftlingen durch. Diese Menschenversuche wurden nach dem Krieg im NĂŒrnberger Ärzteprozess geahndet. Einige beteiligte Wissenschaftler waren Mitglieder der Waffen-SS.

Im NĂŒrnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher 1946 erklĂ€rte der Internationale MilitĂ€rgerichtshof die Waffen-SS wie auch die allgemeine SS und die TotenkopfverbĂ€nde wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit zur verbrecherischen Organisation.

BlutgruppentÀtowierung

Hauptartikel: BlutgruppentÀtowierung

Ein wichtiges Kennzeichen war die TÀtowierung der Blutgruppe, die in der Regel jeder Angehörige der Waffen-SS auf der Innenseite des linken Oberarms trug. Dieser Umstand erleichterte den Alliierten wÀhrend und nach dem Krieg die Zuordnung angeblicher Wehrmachtsangehöriger und Zivilisten zur Waffen-SS. Oft versuchten Angehörige der Waffen-SS, sich vor der Gefangennahme durch andere Uniformen und Kleidung zu tarnen.

Verluste

In der Literatur wurde schon zu Kriegszeiten der falsche Mythos vom „Opfergang der Waffen-SS“ gepflegt. Dabei lag im Ostkrieg, wo die Waffen-SS ihre schwersten Verluste erlitt, die Quote der tödlichen Verluste (rund 37 Prozent) weit niedriger als die Verlustquote der Wehrmacht (60 Prozent).[14]

In den ersten Kriegsjahren fehlten in den GroßverbĂ€nden der Waffen-SS ausgebildete Generalstabsoffiziere, so dass oft ohne ausreichende Beurteilung der Lage und ohne RĂŒcksicht auf Verluste angegriffen wurde. Zudem bestand nicht nur der Ehrgeiz, von der skeptischen WehrmachtsfĂŒhrung als gleichwertige Kampftruppe anerkannt zu werden, sondern auch der, den eigenen Elite-Anspruch zu bestĂ€tigen.

Der Kriegsverlauf und die vielen neuaufgestellten VerbĂ€nde minderten den Kampfwert stetig. Zwar gab es mehr gut ausgebildete Stabsoffiziere und die FĂŒhrung war taktisch besser und umsichtiger als zu Kriegsbeginn. Aber die Aufgabe der Freiwilligkeit, die Lockerung der Aufnahmekriterien und schließlich das legalisierte Einziehen neuer Rekruten senkten die Kampfmoral der Mannschaften und der UnterfĂŒhrer nachhaltig.

Das in der MilitĂ€rausbildung geltende Prinzip der „FĂŒhrung von vorn“ ließ die Verluste an Offizieren hochschnellen. HĂ€ufig wurde versucht, fehlende Erfahrung mit TollkĂŒhnheit und Todesverachtung auszugleichen. Im Laufe des Krieges ging mit den hohen Verlusten an FĂŒhrern auch eine Straffung der Offiziersausbildung einher, was sich wiederum negativ auf die TruppenfĂŒhrung auf Zug- und Kompanieebene auswirkte. Zudem betrieb Himmler einen regen FĂŒhreraustausch zwischen Fronttruppe, SS-Ämtern, Ausbildungseinheiten und Konzentrationslagern. So kam es vor, dass gegen Kriegsende SS-Offiziere aus aufgelösten KZs in die Fronttruppe versetzt wurden (nachdem schon frĂŒher der Einsatz der KZ-Wachmannschaften wegen schlechter Kampfleistungen eingestellt worden war) und aufgrund der fehlenden Kampferfahrung als taktische FĂŒhrer vollkommen versagten.

Eine vor Jahren vorgenommene Berechnung, die auf Angaben der Wehrmachtsauskunftsstelle beruhte, gelangte zu dem Ergebnis, dass die Kriegstotenzahl der Waffen-SS der des Heeres exakt entsprach. Dies schließt unverhĂ€ltnismĂ€ĂŸig hohe Verluste einzelner Einheiten oder VerbĂ€nde nicht aus. Overmans[14] belegt die Ă€hnlichen Verlustraten von Waffen-SS-VerbĂ€nden und entsprechend gegliederten Heeresdivisionen im gleichen Zeitraum und am gleichen Ort und stellt fest, „dass die Verluste der Waffen-SS insgesamt nicht signifikant höher gewesen sind als diejenigen des Heeres“.

Organisation

WĂ€hrend Hausser die „alte Schule“ der Preußen-MilitĂ€rs in die SS-VT ĂŒbernehmen wollte, hatte Steiner sich nach Kriegserfahrungen aus dem Ersten Weltkrieg fĂŒr das damals revolutionĂ€re Konzept der KampffĂŒhrung von kleinen Gruppen aus entschieden (vgl. Stoßtrupp). In eine Ă€hnliche Richtung wie Hausser dachte auch Cassius Freiherr von Montigny, der im April 1938 zu Steiner stieß. Von Montigny war ab SpĂ€tsommer 1939 organisatorisch den SS-TotenkopfverbĂ€nden zugeordnet worden.

Im Laufe des Krieges wurde sie propagandistisch als militĂ€rische Elitetruppe des ReichsfĂŒhrer-SS Himmler neben den regulĂ€ren TeilstreitkrĂ€ften der Wehrmacht stilisiert und mit einem „Nimbus der Unschlagbarkeit“ umgeben.

Die Divisionen der Waffen-SS Ă€hnelten organisatorisch denen der Wehrmacht, besaßen jedoch einige Unterschiede und waren sehr oft von grĂ¶ĂŸerer Personal- und AusrĂŒstungsstĂ€rke und entsprechend wesentlich grĂ¶ĂŸerer Schlagkraft als vergleichbare HeeresverbĂ€nde.

SS-Infanterie-Divisionen
Diese enthielten im Gegensatz zur Wehrmacht zusÀtzlich ein Flak- und ein Nachschub-Bataillon.
SS-Gebirgs-Divisionen
Die Gebirgstruppen der Waffen-SS enthielten in einer Division auch eine Panzer- oder SturmgeschĂŒtz-Kompanie, ebenso ein Flak- und ein Nachschub-Bataillon.
SS-Panzergrenadier-Divisionen
Obwohl sich die Gliederung dieser Einheiten motorisierter Infanterie an denen der Wehrmacht orientierte, waren sie mit 15 anstatt 14 Kompanien und einem Maschinengewehr-, Flak- und Nachschub-Bataillon wesentlich stÀrker als vergleichbare HeeresverbÀnde. Im Vorfeld des Unternehmens Zitadelle wurden die drei SS-Panzergrenadier-Divisionen bevorzugt mit neuen Panzern ausgestattet, so dass sie tatsÀchlich mehr Panzer hatten als die Panzer-Divisionen des Heeres.
SS-Panzer-Divisionen
Diese hatten im Vergleich zur Wehrmacht 15 anstatt zehn Panzergrenadier-Kompanien; die Panzer-Regimenter waren grĂ¶ĂŸer und beinhalteten zusĂ€tzlich ein Pionier-Bataillon, zwei BrĂŒckenleger-Kompanien, Flak-Bataillon, Nachschub-Bataillon und ein Mörser-Bataillon. SpĂ€ter – um 1944 – auch oft zusĂ€tzlich ein Werfer-Bataillon (vorwiegend mit dem Raketenwerfer Typ „Nebelwerfer“ ausgerĂŒstet, gezogen oder auf Halbkettenfahrzeugen montiert). Die innerhalb der Panzerdivisionen selbstĂ€ndigen „schweren Panzer-Abteilungen“ der Waffen-SS hatten angesichts ihrer Organisation und der Ausstattung mit den berĂŒhmten Panzern Tiger und Königstiger die schlagkrĂ€ftigsten Panzereinheiten des Krieges.
SS-Kavallerie-Divisionen
Bestand aus zwei motorisierten Kavallerie-Brigaden mit einer kleineren Artillerie-Einheit und einer Panzer-Bergungs- und Reparatureinheit. Daneben gab es die ĂŒblichen UnterstĂŒtzungsbataillone und wiederum ein Flak- und ein Nachschub-Bataillon.
SS-FallschirmjÀgerbataillon 500
Luftlandetruppe der Waffen-SS. Am hÀufigsten zu Geheimoperationen herangezogen.
SS-SonderverbÀnde/SS-JagdverbÀnde
Diese Einheiten dienten AufklÀrungs-, Sabotage- und Geheimaktionen. Sie wurden im Oktober 1944 aus den ehemaligen SS-JÀgerbataillonen und Einheiten der Division Brandenburg der Wehrmacht gebildet. Oft waren auch Truppenteile des SS-FallschirmjÀgerbataillon 500 enthalten.

Die entscheidenden Unterschiede zu den Divisionen der Wehrmacht:

  • Jede Feld-Division der Waffen-SS hatte ihre eigenen Flak- und Nachschubbataillone.
  • Jede Gebirgs-Division hatte entweder eine Panzer- oder SturmgeschĂŒtz-Einheit.
  • Jede Panzer-Division hatte ihre eigene Werfer-Einheit.
  • Alle Divisionen hatten mehr Infanterietruppen.

Divisionen der Waffen-SS

Folgende Divisionen der Waffen-SS wurden bis Mai 1945 aufgestellt, die ab dem 22. Oktober 1943 durchnummeriert wurden. Durch die Auflösung oder Vernichtung von Divisionen wurde die entsprechende Nummer fĂŒr eine neu aufgestellte Division wieder verwendet:

Insgesamt wurden 38 Divisionsnummern vergeben. Dies bedeutet aber nicht, dass die Waffen-SS zu irgendeinem Zeitpunkt ĂŒber 38 Divisionen verfĂŒgte oder diese Divisionen voll einsatzbereit waren und im aktiven Kampf eingesetzt werden konnten.

Insbesondere die VerbĂ€nde ab der Nummer 21 waren aufgrund ihrer Aufstellung ĂŒberwiegend im letzten Kriegsjahr lediglich dem Namen nach Divisionen und konnten meist ihre Aufstellung nicht abschließen, bevor sie bereits wieder aufgelöst wurden, um andere VerbĂ€nde zu verstĂ€rken oder im Kampf vernichtet wurden. Auch unterschied sich der Kampfwert der Divisionen, so der Historiker George H. Stein, nach dem Anteil der Volks- und Nichtdeutschen. Nach Burkhart MĂŒller-Hillebrandt waren außerdem nie mehr als 22 Divisionen der Waffen-SS im Einsatz.

Anhand der vergebenen Divisionsnummern und Namen lÀsst sich folgendes identifizieren:

  • 7 Panzer-Divisionen
  • 8 Panzergrenadier-Divisionen
  • 4 Kavallerie-Divisionen
  • 6 Gebirgs- und Waffen-Gebirgs-Divisionen
  • 5 Grenadier-Divisionen und
  • 12 Waffen-Grenadier-Divisionen

Es wurden noch sieben Divisionen zur Aufstellung vorgesehen und die Namen dafĂŒr zugeteilt, jedoch konnten diese Einheiten aufgrund mangelnder AusrĂŒstung und der sich ĂŒberschlagenden Ereignisse, das heißt der Kapitulation Anfang Mai 1945 letztlich nicht mehr aufgestellt werden:

  • 39. SS-Gebirgsdivision „Andreas Hofer“
  • 40. SS-Freiwilligen-Panzerdivision „Feldherrnhalle“ (ex Pz.-Gr.-Div. FHH und ex 13. Pz.-Div. der Wehrmacht)
  • 41. Waffen-Grenadier-Division der SS „Kalewala“ (Der Name war 1943 schon einmal fĂŒr ein deutsch-finnisches Panzergrenadierregiment in der 5. SS-Division „Wiking“ vorgesehen gewesen, das dann aber wegen politischer RĂŒcksichtnahme nicht aufgestellt worden ist.)
  • 42. SS-Division „Niedersachsen“
  • 43. SS-Division „Reichsmarschall“
  • 44. SS-Division „Wallenstein“ (die Division kĂ€mpfte angeblich gegen Kriegsende in Prag)
  • 45. SS-Division „WarĂ€ger“ (Dieser Name wurde bereits fĂŒr die 11. SS-Division „Nordland“ wĂ€hrend ihrer Aufstellung in Betracht gezogen.)

Unterscheidungen zwischen SS- und Waffen-SS-Divisionen

Briefmarke von 1943 mit idealisierter Darstellung von Soldaten der Waffen-SS

Die „Waffen-Grenadier-Divisionen“ und „Waffen-Gebirgs-Divisionen“ bestanden hauptsĂ€chlich aus auslĂ€ndischen Freiwilligen. Diese VerbĂ€nde, die vorwiegend aus Nichtdeutschen bestanden, wurden ab 1943 zum Teil aus den so genannten „Legionen“ gebildet, deren Angehörigen (hĂ€ufig in ihren HeimatlĂ€ndern) oft als LegionĂ€re oder SS-LegionĂ€re bezeichnet wurden.

Die „Freiwilligen“-Divisionen bestanden ĂŒberwiegend aus Volksdeutschen, die oft alles andere als freiwillig in der Waffen-SS dienten. Dementsprechend wurde ihr Kampfwert als gering angesehen. DarĂŒber hinaus erreichten die meisten der seit 1944 aufgestellten Divisionen (ab der 18.) niemals ihre SollstĂ€rke und kĂ€mpften, wenn ĂŒberhaupt, als Kampfgruppen im Rahmen grĂ¶ĂŸerer VerbĂ€nde. Auch wurden, vor allem im FrĂŒhjahr 1945, SS-Divisionen verstĂ€rkt mit VerbĂ€nden der Wehrmacht aufgefĂŒllt, wie etwa im Fall der 36. Waffen-Grenadier-Division der SS.

Zahlreiche Divisionen wurden vorzeitig aufgelöst oder im Kampf zerschlagen. Ihre Nummern wurden an neugebildete Divisionen neu vergeben. Die 23. Waffen-Gebirgs-Division der SS „Kama“ (kroatische Nr. 2) wurde aus Personalmangel vorzeitig aufgelöst. Die 29. Waffen-Grenadier-Division der SS „RONA“ (russische Nr. 1) unter Waffen-BrigadefĂŒhrer Bronislaw Kaminski, die aus der berĂŒchtigten Kaminski-Brigade hervorgegangen war, wurde im November 1944 wegen entsetzlicher Verbrechen, barbarischem Verhalten und wilden PlĂŒnderungen bei der Niederschlagung des Warschauer Aufstands aufgelöst. Diese Division bestand nur wenige Monate, wobei nicht alle ihre Elemente zur Niederschlagung des Warschauer Aufstands entsandt wurden. Die 30. Waffen-Grenadier-Division wurde wegen UnzuverlĂ€ssigkeit des Personals frĂŒh wieder aufgelöst und unter der neuen 30. Waffen-Grenadier-Division (weißruthenische Nr. 1) sowie der Wlassow-Armee aufgeteilt.

Am 12. Februar 1945 wurden beim Fall von Budapest drei SS-Divisionen (8., 22, und 33.) zerschlagen. Einige Divisionen u. a. auch die Leibstandarte, Das Reich, Totenkopf und Hitler-Jugend wurden, zum Teil mehrmals, fast vollstĂ€ndig zerschlagen, bevor sie aus Ersatzeinheiten neu aufgestellt wurden.

Die meisten der im FrĂŒhjahr 1945 aufgestellten Divisionen wurden nicht als geschlossene VerbĂ€nde eingesetzt, sondern waren zusammengewĂŒrfelte Haufen aus Teilen aktiver Divisionen, rĂŒckwĂ€rtigen Diensten der Waffen-SS, ehemaligen Marineangehörigen und hastig aufgestellten „Freiwilligen“-Formationen.

AuslÀndische Freiwillige

→ Hauptartikel: AuslĂ€ndische Freiwillige der Waffen-SS

Im europĂ€ischen Ausland fĂŒhrte die Beteiligung von AuslĂ€ndern an der Waffen-SS beispielsweise in Jugoslawien, den Niederlanden und Frankreich auch lange nach 1945 zu politischen Auseinandersetzungen. Sie stellt unter anderem eine bleibende Belastung der Beziehungen der baltischen Staaten zu Russland dar.[15][16]

Sonderformationen

Neben den an der Front eingesetzten Einheiten und VerbĂ€nden gab es auch noch einige kleinere, die der Waffen-SS unterstellt waren, jedoch spezielle Aufgaben erfĂŒllten und nur bedingt oder gar nicht zum Kampfeinsatz kamen:

Ärmelband der SS-Standarte Kurt Eggers zur Unterscheidung von Divisionsangehörigen
  • SS-Bahnschutz (Bahn-Polizei-Einheiten zum Schutz von Reichsbahn und allen Bahnanlagen)
  • SS-Begleitkommando (Hitlers persönliches Begleit-Bataillon)
  • Begleitbataillon ReichsfĂŒhrer-SS (Himmlers Begleit-Bataillon)
  • SS-Flakabteilung B (SS-Flak-Einheit zum Schutz von Hitlers Berghof in Berchtesgaden gegen Luftangriffe)
  • SS-Standarte Kurt Eggers (Dachverband aller SS-Kriegsberichter-Einheiten, die jeder Division zugeordnet waren)
  • SS-Wehrgeologenbataillon (MilitĂ€rgeologen, die je nach Bedarf an andere Einheiten angeschlossen wurden)
  • SS-Röntgensturmbann (spezielles Bataillon, dem alle Röntgen-Techniker unterstanden)

Dienstgrade

Da die Allgemeine SS ursprĂŒnglich eine Untergruppierung der SA war, benutzte diese dem entsprechend weitestgehend auch die SA-Dienstgradbezeichnungen. SS-Angehörige mussten aber das PrĂ€fix SS ihrem Dienstgrad voranstellen. Eine Tabelle mit allen Dienstgraden der Organisationen der NSDAP ist im Artikel Organisationsstruktur der SS dargestellt.

Als Angehörige der „Gesamt-SS“ trugen Angehörige der Waffen-SS die Dienstgradbezeichnungen der Allgemeinen SS, oft auch mit dem Zusatz: der Reserve. Mit der Aufstellung von nichtdeutschen VerbĂ€nden wurde das PrĂ€fix SS dort durch Waffen-SS ersetzt; z. T. fĂŒhrten die nationalen VerbĂ€nde andere Rangbezeichnungen, die sich an der militĂ€rischen Tradition ihrer HerkunftslĂ€nder orientierte, z. B. in der 29. Waffen-Grenadier-Division der SS (italienische Nr. 1) wurden die italienischen RĂ€nge gefĂŒhrt.

Die Waffen-SS-RÀnge und die entsprechenden HeeresrÀnge

SS-Oberst-GruppenfĂŒhrer und Generaloberst der Waffen-SS Paul Hausser, neben Sepp Dietrich[17] der ranghöchste Soldat der Waffen-SS und einer von nur vier SS-MĂ€nnern im Rang eines Oberst-GruppenfĂŒhrers.

Die RĂ€nge der SS waren etwa der Rangfolge der HeeresrĂ€nge nachgebildet. Nicht fĂŒr alle SS-Titel gab es ungefĂ€hr entsprechende MilitĂ€rrĂ€nge. Das Tragen war auch nicht mit entsprechender Ausbildung und FĂŒhrungserfahrung bei verschiedenen Truppenteilen (dienstliche Verwendungen) verbunden, so wie es beim deutschen MilitĂ€r die Regel vor einer Beförderung war.

Waffen-SS Wehrmacht (Heer)
SS-SchĂŒtze, -Grenadier, -Kanonier, -Funker 

(je nach Waffengattung)
Soldat, SchĂŒtze, Grenadier, Kanonier, Funker 

(je nach Waffengattung)
SS-Obersoldat -OberschĂŒtze 
 (usw., wie vor) Obersoldat, OberschĂŒtze 
 (usw., wie vor)
SS-Sturmmann Gefreiter
SS-RottenfĂŒhrer Obergefreiter
keine Entsprechung in der Waffen-SS Hauptgefreiter
keine Entsprechung in der Waffen-SS Stabsgefreiter
SS-UnterscharfĂŒhrer Unteroffizier
SS-ScharfĂŒhrer Unterfeldwebel
SS-Standartenjunker FĂ€hnrich
SS-Standartenoberjunker OberfÀhnrich
SS-OberscharfĂŒhrer Feldwebel
SS-HauptscharfĂŒhrer Oberfeldwebel
(SS-StabsscharfĂŒhrer) (Dienststellung) (Hauptfeldwebel) (Dienststellung)
SS-SturmscharfĂŒhrer Stabsfeldwebel
SS-UntersturmfĂŒhrer Leutnant
SS-ObersturmfĂŒhrer Oberleutnant
SS-HauptsturmfĂŒhrer Hauptmann
SS-SturmbannfĂŒhrer Major
SS-ObersturmbannfĂŒhrer Oberstleutnant
SS-StandartenfĂŒhrer Oberst
SS-OberfĂŒhrer[18] keine Entsprechung in der Wehrmacht
SS-BrigadefĂŒhrer und Generalmajor der Waffen-SS/ Polizei Generalmajor
SS-GruppenfĂŒhrer und Generalleutnant der Waffen-SS/ Polizei Generalleutnant
SS-ObergruppenfĂŒhrer und General der Waffen-SS General der Infanterie usw.
SS-Oberst-GruppenfĂŒhrer und Generaloberst der Waffen-SS Generaloberst
ReichsfĂŒhrer-SS Generalfeldmarschall

AusrĂŒstung

Zwei Soldaten der Waffen-SS bei der Ausbildung, mit Maschinenpistole, Klappspaten und leicht getarnten Stahlhelmen

Von Beginn an stand die Waffen-SS in Konkurrenz zur Wehrmacht um Personal, Waffen und AusrĂŒstung. Die deutsche RĂŒstungsindustrie konnte, trotz enormer ProduktivitĂ€tssteigerung bis 1944 (dem Jahr mit der höchsten Produktionsrate), den Bedarf der Fronttruppen nicht decken, und so wurde hinsichtlich VerlĂ€sslichkeit und Kampfmoral priorisiert. Daher mussten fĂŒr die AusrĂŒstung der SS-Einheiten mitunter neue Bezugsquellen erschlossen werden. So wurden Beute-BestĂ€nde genutzt, AuftrĂ€ge an tschechische oder französische Betriebe vergeben oder sogar SS-eigene RĂŒstungsbetriebe gegrĂŒndet.

Außer den Panzerdivisionen des Heeres, dem Fallschirm-Panzer-Korps Hermann Göring, einigen Panzergrenadier-Divisionen, ausgesuchten Gebirgs- und Infanteriedivisionen und gegen Kriegsende den Volksgrenadierdivisionen gab es auch einige Panzerdivisionen der Waffen-SS (z. B. LSSAH, Das Reich, Totenkopf), die in der Materialzuteilung bevorzugt und damit zu Elite-Einheiten hochgerĂŒstet wurden. Obwohl SS-VerbĂ€nde bereits 1940 wĂ€hrend des Frankreich-Feldzuges an der Front eingesetzt wurden, waren VerbĂ€nde der Waffen-SS erst ab 1941 (Griechenland, dann Russland) in großem Maßstab an Schwerpunkten der KĂ€mpfe im Einsatz und erlitten dabei teils schwere Verluste. Im spĂ€teren Verlauf des Krieges verschlechterte sich die Personal- und Materiallage, sodass auch diese Divisionen (genau wie die meisten Heeresdivisionen) oft nicht mehr vollstĂ€ndig ausgerĂŒstet werden konnten.

Die VorzeigeverbĂ€nde (LSSAH, Das Reich, Totenkopf) waren bis 1939 als motorisierte Infanterie-VerbĂ€nde gegliedert, zum Teil noch in RegimentsstĂ€rke. Gerade bei diesen VerbĂ€nden wurde von Hitler großer Wert auf MobilitĂ€t gelegt, was dazu fĂŒhrte, dass diese Einheiten mitunter ĂŒber mehr Fahrzeuge fĂŒr den Truppentransport verfĂŒgten als vergleichbare Heereseinheiten. Bis 1943 wurden diese VerbĂ€nde zu SS-Panzer-Divisionen ausgebaut und umgegliedert. Dieser Umbau begann bereits zu einem Zeitpunkt, als diese zumindest offiziell noch Panzer-Grenadier-Divisionen waren, sie wurden aber sukzessive zu Panzer-Divisionen ausgebaut, obwohl dazu von Hitler noch gar keine Genehmigung vorlag. Solche VerbĂ€nde hĂ€tten dann, wenn man nur nach der Bezeichnung ginge, eine höhere Anzahl an Infanterie-Kompanien als eine Panzer-Grenadier-Division der Wehrmacht gehabt. Dieses Vorgehen wurde seitens der Wehrmacht mit Argwohn verfolgt, und Himmler wurde schriftlich aufgefordert Angaben zu PersonalstĂ€rke, Gliederung, und Ausbauvorhaben der SS-Einheiten zu machen, was dieser weitgehend ignorierte, bis Hitler schließlich den Ausbau offiziell genehmigte.

Im Detail stellt sich die höhere PersonalstĂ€rke der SS-Panzergrenadier-Divisionen als ein Relikt aus der Zeit dar, zu der diese SS-VerbĂ€nde noch als motorisierte Infanterie-VerbĂ€nde gegliedert waren, obwohl sich die Gliederung der daraus entstandenen SS-Panzer-Divisionen grundsĂ€tzlich an der Gliederung der Panzer-Divisionen der Wehrmacht orientierte. Ein weiterer Unterschied war die Tatsache, dass die SS MĂ€ngel hinsichtlich der organischen Struktur (geringere ArtillerieunterstĂŒtzung, anf. nur „leichte Artillerie-Abteilungen“ etc.) kompensieren musste, das heißt, dass schwere Waffen zur InfanterieunterstĂŒtzung bereits in die SS-Divisionen (z. B. SturmgeschĂŒtz-Abteilungen bei SS-Panzer-Grenadier-Divisionen) eingegliedert werden mussten, anstatt wie beim Heer zeitweilig unterstellt zu werden. Dies verleitet oft zu der falschen Annahme, dass Divisionen der Waffen-SS deutlich grĂ¶ĂŸer bzw. schlagkrĂ€ftiger als vergleichbare Heereseinheiten waren. Die Waffen-SS hatte aber tatsĂ€chlich, im Gegensatz zu HeeresverbĂ€nden, auf Korps-/Armee-Ebene keine Einheiten/Waffen (Flak-Artillerie, schwere Artillerie, schwere Mörser etc.) zur InfanteriebekĂ€mpfung, das heißt, dass divisionseigene Artillerie-Abteilungen bzw. -Regimenter in der Praxis oft nicht ausreichten und wenig mobil waren, was zur Folge hatte, dass man, vor der Eingliederung der SturmgeschĂŒtz-Abteilungen, oft auf ArtillerieunterstĂŒtzung durch Einheiten der ĂŒbergeordneten (Heeres-)Armee oder des Korps angewiesen war.

Der von der Waffen-SS initiierte Bau der Versuchsfahrzeuge, die 8-cm-Vielfachwerfer der SS, auch „Himmler-Orgel“ genannt (13 Fahrzeuge im Einsatz), der diesen Mangel beheben sollte, erwies sich aufgrund der großen Streuung und der geringen Anzahl dieser Waffen als wenig erfolgreiches Projekt, sodass die vorhandenen drei SS-Vielfachwerfer-Batterien 1944 schließlich auf Nebelwerfer umgerĂŒstet und je einem SS-Panzer-Korps unterstellt wurden. Die ab 1943 in den neu aufgestellten SS-Werfer-Abteilungen (ca. 10–15 bis Kriegsende) eingesetzten Nebelwerfer, die bereits seit 1940 fĂŒr die Wehrmacht produziert wurden, erwiesen sich als erfolgreicher, fĂŒhrten zu einer geringeren AbhĂ€ngigkeit der SS von Artillerie-Einheiten des Heeres, und ermöglichten mehr FlexibilitĂ€t in der KampffĂŒhrung bzw. Planung, da diese Waffen wesentlich leichter und damit mobiler als ArtilleriegeschĂŒtze waren.

Die Waffen-SS hatte bis Kriegsende mindestens ein Artillerie-Regiment, mit insgesamt vier Abteilungen. Hier kamen z. B. in der 4. („schweren“) Abteilung des SS-Artillerie-Regiments zwei Batterien mit je drei „17-cm-Kanonen 18“ (auf Mörserlafetten montiert, 1941 eingefĂŒhrt, Reichweite: ca. 29 km), und eine Batterie mit drei bis vier „21-cm-Mörsern 18“ (ebenfalls auf Mörserlafetten, 1939 eingefĂŒhrt, Reichweite: ca. 16 km) zum Einsatz. Diese GeschĂŒtztypen bildeten zwar das RĂŒckgrat der deutschen schweren Heeresartillerie, die Lebensdauer der Rohre und die Feuergeschwindigkeit (30 Schuss pro Stunde beim 21-cm-Mörser) waren jedoch ungenĂŒgend, und das Gewicht der Kanonen recht hoch (23+16 Tonnen), was die VerfĂŒgbarkeit von ArtillerieunterstĂŒtzung durch SS-eigene Einheiten deutlich einschrĂ€nkte. Der Einsatz von Nebelwerfern versprach hier mehr Erfolg, und kam der generell hohen MobilitĂ€t von Waffen-SS-Einheiten eher entgegen.

Die Wehrmacht ĂŒbernahm mitunter Gliederungen von der Waffen-SS, z. B. im Falle der zusĂ€tzlichen SturmgeschĂŒtz-Abteilungen bei SS-Panzergrenadier-Divisionen (spĂ€testens 1944), allerdings sollten hier die SturmgeschĂŒtze beim Heer die PanzerabwehrfĂ€higkeiten der Divisionen stĂ€rken, wobei aber dann, aufgrund ausbleibender Erfolge, die SturmgeschĂŒtze wie bei der Waffen-SS zur InfanterieunterstĂŒtzung zum Einsatz kamen. SS-Divisionen waren bzgl. der Versorgung (Verpflegung, Munition, Treibstoff) auf die Infrastruktur der ĂŒbergerordneten Organisationseinheit (Armee) der Wehrmacht angewiesen, da sie nur kleine Trosse hatten. Die Nachschubeinheiten der SS-Divisionen waren vergleichsweise klein, aber meist voll motorisiert.

Die 1944/45 aufgestellten SS-Divisionen erreichten das Personal- und AusrĂŒstungs-Soll nie, oft fand die Umgliederung in eine Division nur auf dem Papier statt. Die Bewaffnung dieser Grenadier-, Gebirgs- und Panzergrenadier-Divisionen war oft unzureichend, veraltet oder bestand aus Beute-Waffen. Auch solche SS-VerbĂ€nde wurden oft in Kampfschwerpunkten eingesetzt, hatten aber dann hohe Verluste.

Ehemalige nach dem Krieg

Fremdenlegion

Nach 1945 rekrutierte Frankreich ehemalige deutsche Soldaten fĂŒr die französische Fremdenlegion. Viele meldeten sich aus Kriegsgefangenenlagern und aufgrund der desolaten wirtschaftlichen Lage in der Heimat. Darunter waren auch ehemalige Angehörige der Waffen-SS, die mit dem Eintritt die Möglichkeit bekamen, eine neue IdentitĂ€t anzunehmen.[19] Diese Möglichkeit gab es auch fĂŒr Franzosen, die in der Waffen-SS-Division „Charlemagne“ gedient hatten.

Übernahme ehemaliger SS-Angehöriger in die Bundeswehr nach 1961

Nach der Wiederbewaffnung blieb die neu gegrĂŒndete Bundeswehr ehemaligen höheren Offizieren der Waffen-SS oberhalb des Dienstranges des HauptsturmfĂŒhrers (entspricht dem Rang eines Hauptmannes) verschlossen.[20] Der Personalgutachterausschuss hatte 1961 nach ÜberprĂŒfung 159 ehemalige Offiziere, 330 Unteroffiziere und 210 Mannschaften der Waffen-SS in das DienstverhĂ€ltnis eines Berufssoldaten oder eines Soldaten auf Zeit berufen.

Veteranen und TraditionsverbÀnde nach 1945

Kranzniederlegung des K IV Landesverbandes Steiermark - SĂŒdburgenland im Rahmen der Ulrichsbergfeier 2008

Die Veteranen der Waffen-SS schlossen sich zu einem Traditionsverband, der Hilfsgemeinschaft auf Gegenseitigkeit der Soldaten der ehemaligen Waffen-SS (HIAG), zusammen, der bis in die 1970er Jahre erheblichen Einfluss im Netzwerk der Soldaten- und TraditionsverbĂ€nde hatte, aber auch intensive Kontakte zu den Parteien der Bundesrepublik pflegte. Damit wurde teilweise das Organisationsverbot der NSDAP durch die Alliierten umgangen. Erst in den 1980er Jahren kam es zur Distanzierung: CDU-Bundestagsabgeordnete beendeten ihre Mitarbeit, die SPD beschloss die Unvereinbarkeit. Der Bundesverband der HIAG, der wegen seiner Verbindungen zu rechtsextremen Kreisen vom Verfassungsschutz beobachtet wurde, löste sich Ende 1992 auf. Bis heute bestehen VerbĂ€nde aber weiterhin auf Landesebene. Auch die Zeitung des HIAG „Der Freiwillige“, die im rechtsextremen Munin-Verlag erscheint, wird noch herausgegeben. Hauptinhalt dieser Publikation ist die Darstellung der Waffen-SS als normale kĂ€mpfende Truppe und MilitĂ€rnostalgie; daneben finden sich auch geschichtsrevisionistische Artikel, die nicht allein die Geschichte der Waffen-SS betreffen. Neben der HIAG gilt in Österreich die „Kameradschaft IV“ (K IV) als Interessen- und Traditionsverband der Waffen-SS. Die Kameradschaft IV veranstaltet traditionell einen Tag vor dem Ulrichsbergtreffen in KĂ€rnten einen Kameradschaftsabend in Krumpendorf am Wörthersee, der 1995 durch den Auftritt Jörg Haiders in die Schlagzeilen kam. Beim „Europaabend“ nehmen etliche ehemalige Mitglieder der Waffen-SS und Wehrmacht aus ganz Europa teil, bei dem neben ehemaligen Kriegsteilnehmern auch rechtsextreme Parteien und Neonazis wie Florentine Rost van Tonningen und Gudrun Burwitz, Tochter von Himmler, zu Gast sind.[21] 1995 geriet auch Sören Kam in die Schlagzeilen, als er in KĂ€rnten am Ulrichsbergtreffen der Veteranen der Waffen-SS in Krumpendorf teilnahm.[22]

FPÖ-Landeshauptmann Jörg Haider sprach 1995 vor der Anwesenheit von Kam und den anwesenden Waffen-SS-Soldaten seinen Dank aus:

„Dass es in dieser regen Zeit, wo es noch anstĂ€ndige Menschen gibt, die einen Charakter haben und die auch bei grĂ¶ĂŸtem Gegenwind zu ihrer Überzeugung stehen und ihrer Überzeugung bis heute treu geblieben sind. [
] Wir geben Geld fĂŒr Terroristen, fĂŒr gewalttĂ€tige Zeitungen, fĂŒr arbeitsscheues Gesindel, und wir haben kein Geld fĂŒr anstĂ€ndige Menschen.“

– Jörg Haider, 30. September 1995 in Krumpendorf gegenĂŒber Veteranen der Waffen-SS anlĂ€sslich der Ulrichsbergfeiern.[23]

Bei den Feierlichkeiten 2007 nahmen auch Mitglieder des flĂ€mischen rechtsradikalen Traditionsverbandes „Voorpost“ teil.[24]

Siehe auch

Literatur

  • H. Auerbach: Waffen-SS. In: Wolfgang Benz (Hrsg.): Legenden, LĂŒgen, Vorurteile. Ein Wörterbuch zur Zeitgeschichte. 8. Auflage. Deutscher Taschenbuch Verlag, MĂŒnchen 1996, ISBN 3-423-04666-X.
  • Wolfdieter Bihl: Zur Rechtsstellung der Waffen-SS. In: Wehrwissenschaftliche Rundschau. Bd. 16, 1966, S. 379–385.
  • Edmund L. Blendford: Hitler's Second Army. The Waffen-SS. Shrewbury 1994.
  • Heinz Boberach: Die ÜberfĂŒhrung von Soldaten des Heeres und der Luftwaffe in die SS-TotenkopfverbĂ€nde zur Bewachung von Konzentrationslagern 1944. In: MilitĂ€rgeschichtliche Mitteilungen. 34, 1983, S. 185–190.
  • Martin CĂŒppers: Wegbereiter der Shoah. Die Waffen-SS, der Kommandostab ReichsfĂŒhrer-SS und die Judenvernichtung 1939 – 1945. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2005, ISBN 3-534-16022-3 (Veröffentlichungen der Forschungsstelle Ludwigsburg der UniversitĂ€t Stuttgart, Bd. 4; Zugleich Dissertation, UniversitĂ€t Stuttgart, 2004. Auch mit Schreibweise "Shoa". Nur noch als E-Book erhĂ€ltlich).
  • Wolfgang Fleischer/Richard Eiermann: Das letzte Jahr der Waffen-SS. Mai 1944 – Mai 1945. Podzun-Pallas, Wölfersheim-Berstadt 1997, ISBN 978-3-89555-438-4.
  • JĂŒrgen Förster: Vom FrĂŒhheer der Republik zur nationalsozialistischen Volksarmee. In: Jost DĂŒlffer (Hrsg.): Deutschland und Europa. KontinuitĂ€t und Bruch. Gedenkschrift fĂŒr Andreas Hillgruber. PropylĂ€en Verlag, Frankfurt am Main/Berlin 1990, ISBN 3-549-07654-1, S. 311-328.
  • Heinz Höhne: Der Orden unter dem Totenkopf Die Geschichte der SS. Bassermann Verlag, MĂŒnchen 2008, ISBN 978-3-8094-2255-6.
  • Peter Klein (Hrsg.): Die Einsatzgruppen in der besetzten Sowjetunion 1941/42. Die TĂ€tigkeits- und Lageberichte des Chefs der Sicherheitspolizei und des SD. Edition Hentrich, Berlin 1997, ISBN 3-89468-200-0 (Publikationen der Gedenk- und BildungsstĂ€tte Haus der Wannsee-Konferenz, Bd. 6).
  • Valdis O. Lumans: Himmler's Auxiliaries. The Volksdeutsche Mittelstelle and the German National Minorities of Europe, 1933–1945. University of North Carolina Press, Chapel Hill/London 1993, ISBN 0-8078-2066-0.
  • Wolfgang Schneider: Die Waffen-SS. Text und Dokumentation. Rowohlt Taschenbuch Verlag, Berlin 1998, ISBN 3-499-60936-3.
  • Ronald Smelser/Enrico Syring (Hrsg.): Die SS. Elite unter dem Totenkopf. 30 LebenslĂ€ufe. Verlag Ferdinand Schöningh, Paderborn 2000, ISBN 3-506-78562-1 (2., durchgesehene Auflage bei Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2003).
  • George H. Stein: Geschichte der Waffen-SS. AthenĂ€um Verlag, Königstein am Taunus 1978 (Originaltitel: The Waffen-SS., ĂŒbersetzt von Walther Schwerdtfeger), ISBN 3-7610-7215-5.
  • Bernd Wegner: „My Honour is Loyalty“ The SS as a Military Factor in Hitler's Germany. In: Wilhelm Deist (Hrsg.): The German Military in the Age of Total War. Leamington Spa 1985, S. 220-239.
  • Bernd Wegner: Hitlers Politische Soldaten. Die Waffen-SS 1933–1945. 7. Auflage. Verlag Ferdinand Schöningh, Paderborn 2006, ISBN 978-3-506-76313-6 (Zugleich Dissertation, UniversitĂ€t Hamburg 1980 unter dem Titel Das FĂŒhrerkorps der bewaffneten SS 1933–1945).
  • Gordon Williamson: Die Waffen-SS. 1933–1945. Ein Handbuch. Tosa Verlag, Wien 2005 (Originaltitel: The Waffen-SS handbook, ĂŒbersetzt von two4u), ISBN 3-85492-706-1.
  • RenĂ© Rohrkamp: „Weltanschaulich gefestigte KĂ€mpfer“ - die Soldaten der Waffen-SS 1933 - 1945. Organisation - Personal - Sozialstrukturen, Schöningh, 2010, ISBN 978-3-506-76907-7
Über VerbĂ€nde der Waffen-SS
  • Thomas Casagrande: Die Volksdeutsche SS-Division „Prinz Eugen“. Die Banater Schwaben und die nationalsozialistischen Kriegsverbrechen. Campus Verlag, Frankfurt am Main 2003, ISBN 3-593-37234-7 (Zugleich Dissertation, Johann-Wolfgang-Goethe-UniversitĂ€t Frankfurt am Main, 2002).
  • Max Hastings: Das Reich. Resistance and the March of the 2nd SS-Panzer-Division through France. June 1944. London 1981.
  • Charles W. Sydnor: Soldaten des Todes. Die 3. SS-Division „Totenkopf“ 1933–1945. Verlag Ferdinand Schöningh, Paderborn/MĂŒnchen/Wien/ZĂŒrich 2000 (Originaltitel: Soldiers of Destruction, ĂŒbersetzt von Karl Nicolai), ISBN 3-506-79084-6.
  • Bernd Wegner: Auf dem Weg zur Pangermanischen Armee. Dokumente zur Entstehungsgeschichte des III. („germanischen“) SS-Panzerkorps. In: MilitĂ€rgeschichtliche Mitteilungen. Bd. 28, 1980, S. 101–136.
  • Mark C. Yerger: Riding East. The SS Cavalry Brigade in Poland and Russia, 1939–1942. Atglen, PA 1996.
Über die SS allgemein

Weblinks

 Commons: Waffen-SS â€“ Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise und Anmerkungen

  1. ↑ Hans Buchheim: Anatomie des SS-Staats, Bd. 1: Die SS – Das Herrschaftsinstrument. Befehl und Gehorsam, MĂŒnchen 1967, S. 179
  2. ↑ Bernd Wegner: Hitlers Politische Soldaten: Die Waffen-SS 1933–1945, Paderborn 1983, S. 124 ff.
  3. ↑ Frank Dingel: Waffen-SS, in: EnzyklopĂ€die des Nationalsozialismus, dtv, 2. Auflage, MĂŒnchen 1998, S. 792
  4. ↑ Jost DĂŒlffer: FĂŒhrerglaube und Vernichtungskrieg, 1992, S. 161
  5. ↑ Dieter Pohl: Verfolgung und Massenmorde in der NS-Zeit 1933–1945, Darmstadt 2003, S. 25
  6. ↑ Hans Buchheim: Anatomie des SS-Staats, Bd. 1: Die SS – Das Herrschaftsinstrument. Befehl und Gehorsam, MĂŒnchen 1967, S. 182
  7. ↑ zitiert nach: Bernd Wegner: Anmerkungen zur Geschichte der Waffen-SS, in: R.D. MĂŒller, H.E. Volkmann (Hrsg. im Auftrag des MGFA): Die Wehrmacht: Mythos und RealitĂ€t, MĂŒnchen, Oldenburg 1999, ISBN 3-486-56383-1, S. 407
  8. ↑ Bundesarchiv: Slg. Schum./v. 432, Bd. 2
  9. ↑ VerfĂŒgung des OKW vom 8. MĂ€rz 1940 betr. „WehrdienstverhĂ€ltnis und WehrĂŒberwachung der Angehörigen der Waffen-SS wĂ€hrend des Krieges“ – NA: T-175/36/5973 ff.
  10. ↑ Martin CĂŒppers: Wegbereiter der Shoa, MĂ€rz 2005, S. 91
  11. ↑ Bernd Wegner:Hitlers Politische Soldaten: die Waffen-SS 1933–1945, Paderborn 1997, ISBN 3-506-77502-2, S. 210. FĂŒr die Vorkriegsjahre wurden die PersonalstĂ€rken von SS-VerfĂŒgungstruppe und SS-TotenkopfverbĂ€nden addiert.
  12. ↑ Rafael A. Zagovec: GesprĂ€che mit der 'Volksgemeinschaft' in: Bernhard Chiari [u.a.]: Die deutsche Kriegsgesellschaft 1939 bis 1945 - Ausbeutung, Deutungen, Ausgrenzung, mm Auftrag des MGFA hrsg. von Jörg Echternkamp, Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 2005,Bd. 9/2 ISBN 978-3-421-06528-5, S.360-364
  13. ↑ „Waffen-SS als Verantwortliche des Massakers von MaillĂ© identifiziert“, in: DerStandard, 11. Oktober 2008.
  14. ↑ a b RĂŒdiger Overmans nach Bernd Wegner: Anmerkungen zur Geschichte der Waffen-SS, in: R.D. MĂŒller, H.E. Volkmann (Hrsg. im Auftrag des MGFA): Die Wehrmacht: Mythos und RealitĂ€t, MĂŒnchen, Oldenburg 1999, ISBN 3-486-56383-1, S. 414 ff.
  15. ↑ The Volunteer SS Legion in Latvia. (Die freiwillige (Waffen-)SS-Legion in Litauen.) Regierungsamtliche Stellungnahme der Republik Litauen, Inesis Feldmanis, Kārlis Kangeris, nach 2004
  16. ↑ Thomas Schmidt: Die Außenpolitik der baltischen Staaten: im Spannungsfeld zwischen Ost und West, VS Verlag, 2003, ISBN 3-531-13681-X.
  17. ↑ Bild von Sepp Dietrich hier (Link nicht mehr abrufbar), Zugriff am 5. August 2008
  18. ↑ Anmerkung: Hier kĂ€me ein dienstĂ€lterer Oberst gleich.
  19. ↑ Planet Wissen: Deutsche in der Französischen Fremdenlegion, 13. MĂ€rz 2008 (Link nicht mehr abrufbar)
  20. ↑ Die Kabinettsprotokolle der Bundesregierung- Band9,Seite 652, 1956,[1]
  21. ↑ Wo geht’s hier zum Ulrichsberg? – Texte und Hintergrund
  22. ↑ Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DÖW)
  23. ↑ haider watch
  24. ↑ Bundesheer unterstĂŒtzt SS-Treffen, Pressemappe zur NS-Traditionspflege des Bundesheeres

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