Walther Rathenau

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Walther Rathenau

Walther Rathenau (* 29. September 1867 in Berlin; † 24. Juni 1922 in Berlin-Grunewald) war ein deutscher Industrieller, Schriftsteller und liberaler Politiker (DDP). Er wurde als Reichsaußenminister Opfer eines politisch motivierten Attentats der Organisation Consul.

Walther Rathenau

Inhaltsverzeichnis

Leben

Walther Rathenau wurde als √§ltester Sohn des deutsch-j√ľdischen Industriellen Emil Rathenau (des sp√§teren Gr√ľnders der AEG) und seiner Ehefrau Mathilde (geb. Nachmann) in Berlin geboren. Er wuchs zusammen mit seinen j√ľngeren Geschwistern Erich (1871‚Äď1903) und Edith (1883‚Äď1952) in Berlin auf und besuchte das K√∂nigliche Wilhelms-Gymnasium in Berlin. 1886‚Äď1889 studierte er in Stra√üburg und Berlin Physik, Philosophie und Chemie bis zur Promotion (‚ÄěDie Absorption des Lichts in Metallen‚Äú). 1889/1890 studierte er Maschinenbau an der Technischen Universit√§t M√ľnchen. R√ľckblickend schrieb er √ľber seine Jugendzeit:

‚ÄěIn den Jugendjahren eines jeden deutschen Juden gibt es einen schmerzlichen Augenblick, an den er sich zeitlebens erinnert: wenn ihm zum ersten Male voll bewu√üt wird, da√ü er als B√ľrger zweiter Klasse in die Welt getreten ist und keine T√ľchtigkeit und kein Verdienst ihn aus dieser Lage befreien kann.[1]‚Äú

Die traumatisch erlebte Kluft zwischen Zugehörigkeit zur Elite und gleichzeitiger Diskriminierung begleitete ihn und bestimmte sein Handeln und Denken sein Leben lang.[2]

Rathenau in der Uniform eines Gardek√ľrassiers 1890/91

Industrieller

Nach gescheiterten Versuchen, dem Berufsbereich des Vaters durch die Hinwendung zur Kunst oder eine Offiziers- und Diplomatenkarriere zu entgehen, f√ľgte er sich und √ľbernahm 1893‚Äď1898 den Aufbau der von der AEG gegr√ľndeten Elektrochemischen Werke in Bitterfeld und Rheinfelden. Seit 1899 war Rathenau in leitenden Positionen f√ľr die AEG t√§tig, zun√§chst im Vorstand, 1902‚Äď1907 als Gesch√§ftsinhaber in der nahestehenden Berliner Handels-Gesellschaft (BHG), seit 1904 vom Aufsichtsrat der AEG aus, dessen Vorsitzender er 1912 wurde. Zugleich vereinigte er seit 1904 nach und nach mehr als 80 Aufsichtsratsposten auf sich. Seine f√ľhrende Stellung in der deutschen Wirtschaft wurde auch durch seine Aufnahme in die Gesellschaft der Freunde deutlich. In der kritischen Rezessionszeit der deutschen Elektroindustrie setzte er sich erfolgreich f√ľr Konkurrenzverminderung durch Syndikate und Fusionen ein. Die erfolgreich von ihm betriebene Kartellpolitik lie√üen ihn ab 1914 als den geeigneten Mann f√ľr die Organisation der deutschen Kriegsrohstoffversorgung erscheinen. Er wurde engster Berater seines Vaters, aber dessen Nachfolger wurde 1915 Felix Deutsch, w√§hrend Rathenau Sondervollmachten und den Titel ‚ÄěPr√§sident der AEG‚Äú erhielt.

Portrait Rathenaus von Hermann Burte

Da die AEG stark an der deutschen R√ľstungsproduktion im Ersten Weltkrieg beteiligt war, war Rathenau als ihr Aufsichtsratsvorsitzender auch in die Kriegsplanungen der Reichsregierung eingebunden. Am 16. September 1916 nahm er an einer Konferenz im preu√üischen Kriegsministerium teil, auf der Carl Duisberg und andere f√ľhrende Industrielle angesichts des kriegsbedingten Arbeitskr√§ftemangels die Deportation belgischer Zivilisten zur Zwangsarbeit nach Deutschland forderten. Rathenau unterst√ľtzte ihre Forderung in einem Brief an den OHL-General Erich Ludendorff, in dem er sich f√ľr scharfe Ma√ünahmen gegen die belgische Zivilbev√∂lkerung aussprach. Die Deportationen wurden dann tats√§chlich durchgef√ľhrt. Der Publizist Maximilian Harden, der sich mit seinem langj√§hrigen Freund Walther Rathenau bereits 1913 zerstritten hatte, griff diesen sp√§ter aufgrund seiner Verwicklung in die Deportationen scharf an. In Belgien wurde sogar √ľberlegt, Rathenaus Auslieferung zu verlangen.[3]

Schriftsteller

Die ausgedehnte berufliche Arbeit bildete nur einen Teil seiner Aktivit√§ten. W√§hrend er praktisch zur Fortf√ľhrung des v√§terlichen Gro√üunternehmens beitrug, wollte er theoretisch als Schriftsteller die moderne Welt des Kapitalismus und Materialismus kulturkritisch durchdringen und verbessern. Hier f√∂rderte ihn Maximilian Harden, in dessen Wochenzeitschrift Die Zukunft seine ersten Aufs√§tze erschienen, als erster 1897 ‚ÄěH√∂re, Israel!‚Äú, eine Polemik gegen das moderne Judentum. Politisch und √§sthetisch geh√∂rte Rathenau zur Opposition gegen den herrschenden Wilhelminismus. Durch die Freundschaft mit Gerhart Hauptmann kam er in den Autorenkreis des S. Fischer Verlags und ver√∂ffentlichte hier 1912 und 1913 seine B√ľcher ‚ÄěZur Kritik der Zeit‚Äú und ‚ÄěZur Mechanik des Geistes‚Äú, in denen er die moderne ‚ÄěMechanisierung der Welt‚Äú beklagte und seine neuidealistische Weltanschauung vom ‚ÄěReich der Seele‚Äú darlegte. Politisch setzte er sich f√ľr eine st√§rkere Beteiligung des liberalen, industriell t√§tigen B√ľrgertums an der Au√üenpolitik ein und suchte selbst durch Mitwirkung in der Kolonialpolitik Einfluss zu gewinnen. Neben anderen Kontakten in die v√∂lkische Szene war Rathenau von 1913 bis zu seinem Tod mit dem rechtskonservativen Publizisten Wilhelm Schwaner befreundet, in dessen Zeitschrift Der Volkserzieher in dieser Zeit einige Aufs√§tze Rathenaus abgedruckt wurden, was zu erheblichem Unmut in nationalistischen Kreisen f√ľhrte.

Politiker

Walther Rathenau, 1921

Zu Beginn des Ersten Weltkriegs machte Rathenau als erster auf die unzureichende wirtschaftliche Vorbereitung des Reiches aufmerksam und empfahl die rasche Errichtung eines ‚ÄěRohmaterialamtes‚Äú zur zentralen Bewirtschaftung kriegswichtiger Rohstoffe. Kriegsminister Falkenhayn richtete darauf hin im preu√üischen Kriegsministerium die Kriegsrohstoffabteilung ein, um die Verteilung der kriegswichtigen Rohstoffe zu organisieren und hierbei eine staatliche Beaufsichtigung der deutschen Industrie durch Kriegswirtschaftsgesellschaften einzuf√ľhren. Die Leitung √ľbernahm der Initiator Rathenau von August 1914 bis M√§rz 1915.[4] Wahrscheinlich hat er damit eine schwere Materialkrise Deutschlands verhindert, sah selbst darin aber auch Ans√§tze f√ľr neue gemeinwirtschaftliche Formen. Es gelang ihm die durch die britische Blockade sofort sp√ľrbaren Defizite bei kriegswichtigen Rohstoffen zumindest einzud√§mmen.[5]

√úber diese Zukunftsziele √§u√üerte er sich 1917 in seinem wirkungsvollsten Buch ‚ÄěVon kommenden Dingen‚Äú. Wirtschaftliche Rationalisierung und Verfassungsreformen hielt er f√ľr wichtig, aber noch notwendiger erschien ihm eine Bewu√ütseinsver√§nderung. Ein zweiter Interessenpunkt Rathenaus an der Leitung der Kriegsrohstoffabteilung war die vergebliche Hoffnung einer weiterf√ľhrenden Berufung zum Staatssekret√§r im Reichsschatzamt. Auch aus Entt√§uschung zog er sich daher nach acht Monaten wieder aus der Kriegrohstoffabteilung zur√ľck und konzentrierte sich vorerst bis zum Ende des Krieges auf die Organisation der R√ľstungsfabrikation der AEG und Planungen zur R√ľckumstellung auf die Friedensproduktion.[6] Hatte Rathenau dem Krieg 1914 noch kritisch gegen√ľbergestanden,[7] wandelte er w√§hrend seiner Arbeit f√ľr das Kriegsministerium immer mehr zum Falken. So sprach er sich f√ľr die Bombardierung Londons mit Zeppelinen und die Deportation belgischer Zivilisten zur Zwangsarbeit nach Deutschland aus.[8]

Rathenau, der die Methoden des Wiener Kongresses f√ľr √ľberlebt hielt, weil L√§nderteilungen hinf√§llig geworden seien, wollte eine mitteleurop√§ische Zollunion, die Deutschlands Sieg und Dominanz in Europa bedeuten w√ľrde.[9] Die Leitung des mitteleurop√§ischen Wirtschaftsverbandes war einer zwischenstaatlichen Organisation zugedacht, in der Deutschland eine st√§rkere Stellung beanspruchen k√∂nnte, als Preu√üen sie im Bundesrat einnimmt. Er propagierte die Idee der Wiederbelebung des Frankenreiches, die von der Bev√∂lkerung angeblich besser begriffen w√ľrde, als ein Programm weitreichender direkter Annexionen.[10] √úber den Frieden von Brest-Litowsk urteilte er hingegen: Deutschland w√ľrde durch diesen Frieden in einem Abgrund von Feindschaft und Konflikten leben.[11]

1918 kritisierte er sogar den Waffenstillstand und pl√§dierte f√ľr die Fortf√ľhrung des Krieges, um die sp√§teren Verhandlungen aus einer besseren Position heraus f√ľhren zu k√∂nnen.[7] Trotz seiner harten Haltung im Krieg wurde er aber sp√§ter zur Zielscheibe von antisemitisch motivierten Angriffen durch die Anh√§nger der Dolchsto√ülegende.

Wegen seiner widerspruchsvollen politischen Haltung von allen Seiten angefeindet, hatte Rathenau nach dem Krieg zun√§chst M√ľhe, f√ľr die neue Politik t√§tig zu werden. Als Wirtschaftssachverst√§ndiger und Mitglied und Mitbegr√ľnder der Deutschen Demokratischen Partei (DDP) arbeitete er 1920 in der Sozialisierungskommission und nahm an der Konferenz in Spa teil. Wegen seines entspannungsf√∂rdernden Verhandlungsgeschicks und seines internationalen Ansehens wurde er im Mai 1921 Wiederaufbauminister im Kabinett des Reichskanzlers Joseph Wirth und schloss im Oktober mit Frankreich das Wiesbadener Abkommen √ľber privatwirtschaftliche deutsche Sachlieferungen an franz√∂sische Kriegsgesch√§digte. Ende Oktober trat Rathenau zur√ľck, war aber in London und der Konferenz von Cannes weiterhin f√ľr die Regierung t√§tig. Am 31. Januar 1922 wurde er zum Au√üenminister im Kabinett Wirth II ernannt, um Deutschland bei der Weltwirtschaftskonferenz von Genua zu vertreten. Hier gelangen ihm keine Fortschritte in der Reparationsfrage, aber er fand sich unter Bedenken bereit, am 16. April 1922 mit Sowjetrussland in Rapallo einen bilateralen Sondervertrag abzuschlie√üen, um Deutschland au√üenpolitisch mehr Handlungsfreiheit zu verschaffen. Wenn auch dieser Schritt gerade von nationaler Seite begr√ľ√üt wurde, hielt er die rechtsradikale Organisation Consul (O.C.) nicht davon ab, ein Attentat gegen diesen ersten erfolgreichen Au√üenpolitiker der Weimarer Republik durchzuf√ľhren.

Ermordung

Vorwärts-Ausgabe zur Ermordung Walther Rathenaus

Am 24. Juni 1922 gegen 11 Uhr vormittags wurde Reichsau√üenminister Rathenau im offenen Fond seines Wagens von sogenannten Femem√∂rdern durch eine Handgranate und mehrere Sch√ľsse aus einer Maschinenpistole get√∂tet. Das Attentat ver√ľbten Anh√§nger der rechtsextremen Organisation Consul in der Koenigsallee (Berlin-Grunewald) an der Kreuzung Erdener-/Wallotstra√üe. Die beiden T√§ter, der 23j√§hrige Kieler Jurastudent und ehemalige Marineoffizier Erwin Kern und sein Komplize Hermann Fischer, ein 26j√§hriger Maschinenbauingenieur aus Chemnitz, konnten schlie√ülich am 17. Juli 1922 auf der Burg Saaleck nahe Bad K√∂sen, damals in der preu√üischen Provinz Sachsen, gestellt werden. Bei dem Schusswechsel wurde Kern durch eine Polizeikugel t√∂dlich getroffen, Fischer nahm sich daraufhin das Leben. Ernst Werner Techow, der den Wagen fuhr, wurde mit f√ľnfzehn Jahren Zuchthaus bestraft. An der Planung des Mordes war neben anderen auch Ernst von Salomon beteiligt, der zu f√ľnf Jahren Zuchthaus verurteilt wurde und sich in dem Roman Die Ge√§chteten (1929) sp√§ter kritisch mit der Tat auseinandersetzte. Nach Salomon wollten die Attent√§ter vor allem eine nationale Revolution.[12]

Motive der Attentäter und die Justizverfahren gegen die Mittäter

Die Ermordung Walther Rathenaus war der erste politische Fememord der Weimarer Republik, der auch dezidiert antisemitisch motiviert war.[13] So kursierte seit etwa 1920 ein antisemitisches Stammtischlied, das gegen ihn hetzte:[14]

‚ÄěKnallen die Gewehre ‚Äď tak, tak, tak
Aufs schwarze und aufs rote Pack.
Auch Rathenau, der Walther,
Erreicht kein hohes Alter,
Knallt ab den Walther Rathenau,
Die gottverdammte Judensau!“

Daneben richtete sich die Tat gegen Rathenau als den Inbegriff des Erf√ľllungspolitikers. Sie war Bestandteil einer ganzen Anschlagsserie, die mit dem Attentat auf Philipp Scheidemann 1922 begann und die Republik destabilisieren sollte.[15]

Die Staatsanwaltschaft hat sich mit den Motiven der Attent√§ter kaum befasst, es wurde nur auf ‚Äěblindw√ľtigen Judenhass‚Äú hingewiesen.[16] Die Justiz hatte ein Interesse daran, durch schnelle einfache Kl√§rung des Falls die √Ėffentlichkeit zu beruhigen. Motive und weitere Hinterm√§nner wurden nicht gesucht.[17] Die Urteilsbegr√ľndung f√ľhrte dann das Verbrechen auf die Wirkung antisemitischer Hetzparolen zur√ľck, um den Mord als isolierte Tat junger unreifer Fanatiker zu deuten. Zweifellos waren viele Offiziere Hermann Ehrhardts ‚Äěvon tiefem Hass auf den Juden und Erf√ľllungsgehilfen Rathenau erf√ľllt‚Äú. Dennoch wehrten sich Salomon und die Br√ľder Techow gegen die Zuschreibung judenfeindlicher Tatmotive.[18] Martin Sabrow zieht die Annahme, Judenhass sei der treibende Beweggrund des Anschlags gewesen, in Zweifel.[19] Vielmehr sollten durch Rathenaus Tod die Linken, vor allem Kommunisten zum Losschlagen bewegt werden, damit die Freikorps im Gegenschlag die Macht an sich rei√üen und eine rechte Diktatur errichten k√∂nnten. Rathenaus Tod, der nach Ansicht der Attent√§ter ‚Äěalle F√§den in der Hand habe‚Äú, w√ľrde den Sturz der gesamten Regierung nach sich ziehen und die Linksradikalen zu Aktionen veranlassen.[20] Letztlich scheiterte die ‚Äěterroristische Provokationsstrategie‚Äú, der Versuch einer nationalen Gegenrevolution der Organisation Consul gegen die Weimarer Republik.[21]

Folgen des Mordes und Nachleben

Staatsakt f√ľr Walther Rathenau im Reichstag am 12. Juli 1922
Berliner Gedenktafel am Haus Hedemannstraße 12, in Berlin-Kreuzberg

Entgegen den Erwartungen der Attent√§ter l√∂ste der Mord partei√ľbergreifende Best√ľrzung und landesweite Demonstrationen aus.

‚ÄěDie Ermordung Rathenaus l√∂ste ein politisches Erdbeben aus, das in der Republik kaum seinesgleichen hatte, und √ľber Jahrzehnte blieb das Datum der Ermordung Rathenaus f√ľr die Zeitgenossen ein Markstein der Erinnerung und des Entsetzens. ‚Ķ Als die Nachricht vom Tode des Au√üenministers im Reichstag einlief, verwandelte sich das Hohe Haus in ein Tollhaus, in dem Reichstagspr√§sident L√∂be stundenlang vergeblich an W√ľrde und Beherrschung appellierte. Abgeordnete der Linken st√ľrzten sich auf Deutschnationale und dr√§ngten sie unter Schl√§gen aus dem Plenarsaal; ‚ÄěM√∂rder! M√∂rder!‚Äú gellten die Rufe gegen den scheinbar unger√ľhrt in seiner Abgeordnetenbank sitzenden Helfferich, dessen ma√ülose Kampagnen erst Erzberger und nun Rathenau zur Strecke gebracht h√§tte.[22]‚Äú

Reichskanzler Joseph Wirth hielt einen Tag nach dem Attentat eine Gedenkrede im Reichstag, in der er den Satz pr√§gte: Der Feind steht rechts.[23] Die Ermordung Rathenaus war der Anlass, am 21. Juli 1922 das Republikschutzgesetz zu erlassen. Dieses wurde jedoch fast ausschlie√ülich gegen linke, b√ľrgerlich-liberale, sozialistische und kommunistische Gesinnungst√§ter angewandt. Gegen T√§ter, die sich zum Konservatismus, den Deutschnationalen oder gar dem Nationalsozialismus bekannten, kam das Gesetz in der Regel nicht zum Tragen.

Der Publizist Sebastian Haffner schreibt in seinem 1939 geschriebenen, aber erst 2000 erschienenen Werk Geschichte eines Deutschen √ľber Rathenau:

‚ÄěEr geh√∂rt ohne jeden Zweifel zu den f√ľnf, sechs gro√üen Pers√∂nlichkeiten dieses Jahrhunderts. Er war ein aristokratischer Revolution√§r, ein idealistischer Wirtschaftsorganisator, als Jude deutscher Patriot, als deutscher Patriot liberaler Weltb√ľrger, und als liberaler Weltb√ľrger wiederum ein Chiliast und strenger Diener des Gesetzes.‚Äú

‚Äď Sebastian Haffner: Geschichte eines Deutschen

Der mit Rathenau befreundete Schriftsteller Stefan Zweig folgerte bereits kurz nach dessen Tod in einem Aufsatz auch Vorhersagen √ľber die weitere Entwicklung der Weimarer Republik:

‚ÄěGerade seit ihn mi√üleitete Leidenschaft von seiner Stelle stie√ü, steht Walther Rathenau am st√§rksten in Unverge√ülichkeit deutscher Geschichte, und sein Fehlen ist heute sinnlich f√ľhlbarer als seiner Nachfolger unpers√∂nliche Gegenw√§rtigkeit. [‚Ķ] Nie war er gr√∂√üer als in seinem Tod, nie sichtbarer als heute in seinem Fernesein: Klage um ihn ist zugleich Klage um das deutsche Schicksal, das in entscheidender Stunde seine st√§rkste und geistigste Tatkraft verstie√ü und wieder hinabrollte in die alte verh√§ngnisvolle Wirrs√§ligkeit, in die w√ľtige Ungeschicklichkeit seiner beharrlich unwirklichen und darum ewig unwirksamen Politik.‚Äú

‚Äď Stefan Zweig: Walther Rathenau ‚Äď Ged√§chtnisbild (1922), In: Menschen und Schicksale

Gustav Stresemann setzte später Rathenaus Verständigungspolitik fort.

In der Zeit des Nationalsozialismus kam die Erinnerung an Rathenau zum Erliegen, eine Gedenktafel am Ort seiner Ermordung wurde entfernt. Stattdessen verehrte man nun die M√∂rder als Helden: Am 17. Juli 1933 wurde auf Burg Saaleck eine (im Jahr 2000 entfernte) Gedenktafel enth√ľllt, die deren ‚ÄěHeldentod‚Äú pries. Zur Einweihung legten Mitglieder der th√ľringischen Staatsregierung Kr√§nze nieder, Ernst R√∂hm und Heinrich Himmler feierten die M√∂rder als Vork√§mpfer der nationalen Erhebung.[24]

An die Ermordung Rathenaus, der von dem Schriftsteller Gustav Frenssen als der ‚Äěvornehmste Kopf Europas‚Äú bezeichnet worden war, erinnert heute u. a. ein 1946 von der linksliberalen Liberal-Demokratischen Partei Deutschlands gesetzter Gedenkstein in der Koenigsallee in Berlin-Grunewald.

Gedenkstein f√ľr Walther Rathenau in der Koenigsallee

Die Liberal-Demokratische Partei Deutschlands
Dem Andenken an
WALTHER RATHENAU
Reichsaußenminister der deutschen Republik
Er fiel an dieser Stelle durch Mörderhand
am 24. Juni 1922
Die Gesundheit eines Volkes
kommt nur aus seinem inneren Leben
Aus dem Leben seiner Seele und seines Geistes
Oktober 1946
Inschrift auf der Bronzeplatte

Bestattet wurde Walther Rathenau im Familiengrab auf dem in der Wuhlheide gelegenen landeseigenen Waldfriedhof des Berliner Ortsteils Obersch√∂neweide. Die Grabst√§tte wurde von seinem Vater, dem AEG-Gr√ľnder Emil Rathenau, dort angelegt, wo er auch selbst begraben liegt. Das Grab von Walther Rathenau ist als Ehrengrab gekennzeichnet und mit einer Gedenktafel versehen. Die Familien-Grabanlage befindet sich im Feld I/1.[25]

W√ľrdigungen

Briefmarke (1952) der Serie Männer aus der Geschichte Berlins

Trivia

1909 erwarb Rathenau das verfallene Schloss Freienwalde (heute Bad Freienwalde (Oder)), welches er vorwiegend als Sommersitz nutzte.[26] Es beherbergt heute eine Rathenau-Ausstellung. Er hatte das heruntergekommene Anwesen der preu√üischen Krone abgekauft und es im Stil des Fr√ľhklassizismus aufw√§ndig renovieren lassen. Obwohl mehr Museum als Wohnhaus, nutzte es Rathenau als Refugium zum Malen und Schreiben.[27] 1910 bis 1922 wohnte Rathenau in seinem von ihm selbst entworfenen Haus in der Koenigsallee 65, Berlin-Grunewald.[28]

Gro√üe Teile des Nachlasses Walther Rathenaus befinden sich als Beuteakten im ‚ÄěSonderarchiv‚Äú in Moskau.[29] √úber die R√ľckgabe dieser Best√§nde wird zwischen Deutschland und Russland verhandelt. Teile seiner Gem√§ldesammlung gingen als Stiftung an das Frankfurter St√§del.

Zitate

‚ÄěIch k√§mpfe gegen das Unrecht, das in Deutschland geschieht, denn ich sehe Schatten aufsteigen, wohin ich mich wende. Ich sehe sie, wenn ich abends durch die gellenden Stra√üen von Berlin gehe; wenn ich die Indolenz unseres wahnsinnig gewordenen Reichtums erblicke, wenn ich die Nichtigkeit kraftstrotzender Worte vernehme oder von pseudogermanischer Ausschlie√ülichkeit berichten h√∂re. [‚Ķ] Eine Zeit ist nicht deshalb sorgenlos, weil der Leutnant strahlt und der Attach√© voll Hoffnung ist. Seit Jahrzehnten hat Deutschland keine ernstere Periode durchlebt als diese; das st√§rkste aber, was in solchen Zeiten geschehen kann, ist: das Unrecht abtun.‚Äú

‚Äď Walther Rathenau, 1911[30]

‚ÄěDer Antisemitismus ist die vertikale Invasion der Gesellschaft durch die Barbaren.‚Äú

‚Äď Walther Rathenau[31]

‚ÄěDreihundert M√§nner, von denen jeder jeden kennt, leiten die wirtschaftlichen Geschicke des Kontinents und suchen sich Nachfolger aus ihrer Umgebung. Die seltsamen Ursachen dieser seltsamen Erscheinung, die in das Dunkel der k√ľnftigen sozialen Entwicklung einen Schimmer wirft, stehen hier nicht zur Erw√§gung.‚Äú

‚Äď Walther Rathenau, 1909[32]

Werke

Walther Rathenau: Vom Aktienwesen. Eine geschäftliche Betrachtung
  • Reflexionen, 1908
  • Zur Kritik der Zeit, 1912
  • Zur Mechanik des Geistes, 1913
  • Vom Aktienwesen. Eine gesch√§ftliche Betrachtung, Berlin 1917
  • Von kommenden Dingen, 1917
  • An Deutschlands Jugend, 1918 (√ľberarbeitete Ausgabe: Maximilian H√∂rberg (Hrsg.), M√ľnchen 2009, ISBN 978-3-00-023407-1).
  • Die neue Gesellschaft, 1919
  • Der neue Staat, 1919
  • Der Kaiser, 1919
  • Kritik der dreifachen Revolution, 1919
  • Was wird werden? 1920 (Digitalisat)
  • Gesammelte Reden, 1924 (Digitalisat)
  • Briefe, 2 B√§nde, 1926
  • Neue Briefe, 1927
  • Briefe an eine Liebende, Dresden, Rei√üner, 1931.
  • Politische Briefe, 1929 (Digitalisat)

Werkausgaben:

  • Gesammelte Schriften in 6 B√§nden, (Band 1-5 Digitalisat)
  • Gesamtausgabe seiner Werke ab 1977, hrsg. durch D. Hellige und E. Schulin
  • Schriften und Reden, Auswahl und Nachwort von Hans Werner Richter, S. Fischer Verlag, 1964, Frankfurt Main, ISBN 3-10-062904-3 (Politische Schriften, Reden, Philosophie, Aphorismen, Talmudische Geschichten)

Literatur

Zeitgenössische Erinnerungsschriften

Wissenschaftliche Arbeiten

  • Peter Berglar: Walther Rathenau: Ein Leben zwischen Philosophie und Politik. Verlag Styria, Graz 1987, ISBN 3-222-11667-9.
  • Wolfgang Brenner: Walther Rathenau. Deutscher und Jude. Piper-Verlag, M√ľnchen 2005, ISBN 3-492-04758-0.
  • Walter Delabar, Dieter Heimb√∂ckel (Hrsg.): Walther Rathenau. Der Ph√§notyp der Moderne. Literatur- und kulturwissenschaftliche Studien. Moderne-Studien 5, Aisthesis, Bielefeld 2009, ISBN 978-3-89528-716-9 (Inhaltsverzeichnis).
  • David Felix: Walther Rathenau and the Weimar Republic. The Politics of Reparations. Johns Hopkins University Press, Baltimore 1971, ISBN 0-8018-1175-9.
  • J√∂rg Hentzschel-Fr√∂hlings: Walther Rathenau als Politiker der Weimarer Republik. Matthiesen Verlag, Husum 2007 (Historische Studien 490), ISBN 978-3-7868-1490-0.
  • Alexander Jaser, Clemens Picht und Ernst Schulin (Hrsg.): Walther Rathenau ‚Äď Briefe 1871‚Äď1922. 1. Auflage. Droste Verlag, D√ľsseldorf 2006, ISBN 3-7700-1620-3 (2 B√§nde).
  • Lothar Gall: Walther Rathenau. Portrait einer Epoche, C.H. Beck, M√ľnchen 2009, ISBN 978-3-406-57628-7
  • Markus Krajewski: Restlosigkeit. Weltprojekte um 1900. Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main 2006, ISBN 978-3-596-16779-1. - Beleuchtet auf der Basis neuer Archivrecherchen Rathenaus Rolle in der Kriegsrohstoffabteilung und w√ľrdigt Rathenau als ‚ÄěProjektemacher‚Äú um 1900.
  • Christian Graf von Krockow: Walther Rathenau, In: Portr√§ts ber√ľhmter deutscher M√§nner ‚Äď Von Martin Luther bis zur Gegenwart. List-Verlag, M√ľnchen 2001, S. 289-336, ISBN 3-548-60447-1.
  • Walther Rathenau, Wilhelm Schwaner: Eine Freundschaft im Widerspruch. Der Briefwechsel 1913‚Äď1922. Berlin 2008, ISBN 978-3-86650-271-0.
  • Martin Sabrow: Rathenau, Walther. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 21, Duncker & Humblot, Berlin 2003, S. 174‚Äď176.
  • Martin Sabrow: Die Macht der Mythen ‚Äď Walther Rathenau im √∂ffentlichen Ged√§chtnis ‚Äď sechs Essays. Verlag Das Arsenal, Berlin 1998, ISBN 3-931109-11-9.
  • Martin Sabrow: Die verdr√§ngte Verschw√∂rung. Der Rathenau-Mord und die deutsche Gegenrevolution. Fischer Taschenbuch-Verlag, Frankfurt 1999, ISBN 3-596-14302-0. - Ausf√ľhrlich recherchierte Hintergr√ľnde des Mordes an Walther Rathenau und der folgenden Gerichtsverfahren.
  • Christian Sch√∂lzel: Walther Rathenau. Eine Biographie. Verlag Ferdinand Sch√∂ningh, Paderborn 2006, ISBN 3-506-71393-0.
  • Christian Sch√∂lzel: Walther Rathenau. Industrieller, Schriftsteller, Politiker. (=J√ľdische Miniaturen 2) Hentrich & Hentrich, 63 S., Berlin 2003, ISBN 978-3-933471-44-4.
  • Ernst Schulin: Walther Rathenau. Repr√§sentant, Kritiker und Opfer seiner Zeit. Verlag Muster-Schmidt, G√∂ttingen 1992, ISBN 3-7881-0104-0.
  • Ernst Schulin: Gespr√§che mit Rathenau. Deutscher Taschenbuch Verlag, M√ľnchen 1980, ISBN 3-423-02922-6 - die Gespr√§che wurden der Walther-Rathenau Gesamtausgabe Band II: Hauptwerke und Gespr√§che herausgegeben von Ernst Schulin und Dieter Hellige entnommen und zus√§tzlich durch dreizehn Gespr√§che erg√§nzt.
  • Hans Wilderotter (Hrsg.): Ausstellung des Deutschen Historischen Museums in Zusammenarbeit mit dem Leo Baeck Institute: Walther Rathenau 1867-1922, Die Extreme ber√ľhren sich. Argon Verlag, New York/Berlin 1993, ISBN 3-87024-250-7.

Rathenau als literarische Figur

Filme

Weblinks

 Commons: Walther Rathenau ‚Äď Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikiquote: Walther Rathenau ‚Äď Zitate

Einzelnachweise

  1. ‚ÜĎ Walther Rathenau: Staat und Judentum. Eine Polemik. In: Walther Rathenau: Gesammelte Schriften. Band 1: Zur Kritik der Zeit. Mahnung und Warnung. Verlag S. Fischer, Berlin 1918, S. 188f.
  2. ‚ÜĎ Martin Sabrow: Die verdr√§ngte Verschw√∂rung. Der Rathenau-Mord und die deutsche Gegenrevolution. Fischer Taschenbuch-Verlag, Frankfurt 1999, ISBN 3-596-14302-0, S. 13f.
  3. ‚ÜĎ Vgl. Jens Thiel: ‚ÄěMenschenbassin Belgien‚Äú. Anwerbung, Deportation und Zwangsarbeit im Ersten Weltkrieg. Essen 2007, S. 118‚Äď122.
  4. ‚ÜĎ Martin Sabrow: Die verdr√§ngte Verschw√∂rung. Der Rathenau-Mord und die deutsche Gegenrevolution. Fischer Taschenbuch-Verlag, Frankfurt 1999, ISBN 3-596-14302-0, S. 17.
  5. ‚ÜĎ Bruno Tho√ü: Der Erste Weltkrieg als Ereignis und Erlebnis. Paradigmenwechsel in der westdeutschen Weltkriegsforschung seit der Fischer-Kontroverse. In: Wolfgang Michalka (Hrsg.): Der Erste Weltkrieg. Wirkung, Wahrnehmung, Analyse. Seehamer Verlag, Weyarn 1997, ISBN 3-932131-37-1, S. 1012-1043, hier: S. 1026.
  6. ‚ÜĎ Vgl. Wolfgang Kruse: Walther Rathenau und die Organisierung des Kapitalismus. In Walther Rathenau ‚Äď Die Extreme ber√ľhren sich, S. 155, erster Abschnitt.
  7. ‚ÜĎ a b Erster Weltkrieg auf walther-rathenau.de
  8. ‚ÜĎ Vgl. Martin Sabrow: Walther Rathenau - der Mann vieler Biographien, S. 10.
  9. ‚ÜĎ Egmont Zechlin: Deutschland zwischen Kabinettskrieg und Wirtschaftskrieg. Politik und Kriegsf√ľhrung in den ersten Monaten des Weltkrieges 1914. In: Historische Zeitschrift (HZ) 199 (1964), S. 347‚Äď458, hier S. 428.
  10. ‚ÜĎ Fritz Klein, Willibald Gutsche, Joachim Petzold (Hrsg.): Deutschland im ersten Weltkrieg. Band 1: Vorbereitung, Entfesselung und Verlauf des Krieges bis Ende 1914.. Berlin/DDR 1970, S. 361f.
  11. ‚ÜĎ Werner Hahlweg: Der Diktatfrieden von Brest-Litowsk 1918 und die bolschewistische Weltrevolution. Verlag Aschendorff, M√ľnster 1960, S. 8f.
  12. ‚ÜĎ Ernst von Salomon: Die Ge√§chteten. rororo Taschenbuchausgabe 1962, S. 212ff.
  13. ‚ÜĎ vergl. etwa: Ulrich Kluge: Die Weimarer Republik. Paderborn, 2006. S.231
  14. ‚ÜĎ Ernst Toller: Eine Jugend in Deutschland. Text nach der Ausgabe von 1936 im Querido Verlag, Amsterdam, Reclam Leipzig 1990, ISBN 3-379-00558-4, S. 266.
  15. ‚ÜĎ Sabrow, Rathenau, S.175
  16. ‚ÜĎ Martin Sabrow: Die verdr√§ngte Verschw√∂rung. Der Rathenau-Mord und die deutsche Gegenrevolution. Fischer Taschenbuch-Verlag, Frankfurt 1999, ISBN 3-596-14302-0, S. 183.
  17. ‚ÜĎ Martin Sabrow: Die verdr√§ngte Verschw√∂rung. Der Rathenau-Mord und die deutsche Gegenrevolution. Fischer Taschenbuch-Verlag, Frankfurt 1999, ISBN 3-596-14302-0, S. 237.
  18. ‚ÜĎ Martin Sabrow: Die verdr√§ngte Verschw√∂rung. Der Rathenau-Mord und die deutsche Gegenrevolution. Fischer Taschenbuch-Verlag, Frankfurt 1999, ISBN 3-596-14302-0, S. 184.
  19. ‚ÜĎ Martin Sabrow: Die verdr√§ngte Verschw√∂rung. Der Rathenau-Mord und die deutsche Gegenrevolution. Fischer Taschenbuch-Verlag, Frankfurt 1999, ISBN 3-596-14302-0, S. 185.
  20. ‚ÜĎ Martin Sabrow: Die verdr√§ngte Verschw√∂rung. Der Rathenau-Mord und die deutsche Gegenrevolution. Fischer Taschenbuch-Verlag, Frankfurt 1999, ISBN 3-596-14302-0, S. 187f.
  21. ‚ÜĎ Martin Sabrow: Die verdr√§ngte Verschw√∂rung. Der Rathenau-Mord und die deutsche Gegenrevolution. Fischer Taschenbuch-Verlag, Frankfurt 1999, ISBN 3-596-14302-0, S. 244ff.
  22. ‚ÜĎ Martin Sabrow: Die verdr√§ngte Verschw√∂rung. Der Rathenau-Mord und die deutsche Gegenrevolution. Fischer Taschenbuch-Verlag, Frankfurt 1999, ISBN 3-596-14302-0, S. 92.
  23. ‚ÜĎ Reichskanzler Joseph Wirth h√§lt nach dem Attentat auf Walther Rathenau eine Gedenkrede im Reichstag.
  24. ‚ÜĎ Otto Friedrich: Morgen ist Weltuntergang. Berlin in den zwanziger Jahren. Ars Nicolai, Berlin 1998, ISBN 3-87584-714-8, S. 139.
  25. ‚ÜĎ Familiengrab der Rathenaus auf dem St√§dtischen Waldfriedhof Obersch√∂neweide
  26. ‚ÜĎ Schloss Freienwalde auf walther-rathenau.de.
  27. ‚ÜĎ Martin Sabrow: Die verdr√§ngte Verschw√∂rung. Der Rathenau-Mord und die deutsche Gegenrevolution. Fischer Taschenbuch-Verlag, Frankfurt 1999, ISBN 3-596-14302-0, S. 16.
  28. ‚ÜĎ Alte Abbildung auf walther-rathenau.de
  29. ‚ÜĎ Fond 634 des Sonderarchivs: Verzeichnis des dort vorhandenen Nachlasses von Walther Rathenau (PDF)
  30. ‚ÜĎ Walther Rathenau: Staat und Judentum. Eine Polemik. In: Walther Rathenau: Gesammelte Schriften. Band 1: Zur Kritik der Zeit. Mahnung und Warnung. Verlag S. Fischer, Berlin 1918, S. 206f.
  31. ‚ÜĎ Ernst Simmel, Theodor W. Adorno: Antisemitismus. Die Zeit des Nationalsozialismus. Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt 2002, ISBN 3-596-15530-4, S. 59; und Christian Schneider: Der Hass auf das Andere
  32. ‚ÜĎ Weihnachtsausgabe 1909 der "Neue Freie Presse" Wien

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