Warburg

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Warburg
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Warburg
Warburg
Deutschlandkarte, Position der Stadt Warburg hervorgehoben
51.4880555555569.14230
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Detmold
Kreis: Höxter
Höhe: 230 m ĂŒ. NN
FlĂ€che: 168,71 kmÂČ
Einwohner:

23.436 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 139 Einwohner je kmÂČ
Postleitzahl: 34414
Vorwahlen: 0 56 41
Kfz-Kennzeichen: HX, (alt WAR)
GemeindeschlĂŒssel: 05 7 62 036
Stadtgliederung: 16 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Bahnhofstraße 28
34414 Warburg
WebprÀsenz: www.warburg.de
BĂŒrgermeister: Michael Stickeln (CDU)
Lage der Stadt Warburg im Kreis Höxter
Hessen Niedersachsen Hochsauerlandkreis Kreis GĂŒtersloh Kreis Paderborn Kreis Lippe Bad Driburg Beverungen Borgentreich Brakel Höxter MarienmĂŒnster Nieheim Steinheim (Westfalen) Warburg WillebadessenKarte
Über dieses Bild
Blick vom Desenberg auf Warburg
Warburger Stadtpanorama mit SehenswĂŒrdigkeiten
Stadtlogo

Warburg Zum Anhören bitte klicken! [ˈvaː.buɐk] (niederdeutsch: Warb(e)rich, lateinisch: Warburgum oder Varburgum) ist eine Stadt im Kreis Höxter im Osten von Nordrhein-Westfalen (Deutschland). Sie ist ein Mittelzentrum und mit rund 24.000 Einwohnern die grĂ¶ĂŸte Stadt der Warburger Börde. Warburg wurde um 1010 erstmals schriftlich erwĂ€hnt, die erste Nennung der Stadt als geschlossene Ortschaft stammt aus dem Jahr 1036. Im Mittelalter gehörte Warburg zur westfĂ€lischen Hanse. Das Stadtbild ist durch historische Bauten, Stein- und FachwerkhĂ€user und die Lage auf einem BergrĂŒcken geprĂ€gt. Warburg wird aufgrund der grĂ¶ĂŸtenteils noch vorhandenen Stadtmauer und der StadttĂŒrme auch als Rothenburg Westfalens bezeichnet.[2]

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Topographie
Der Desenberg, ein erloschener Vulkan, mit Burg Desenberg

Warburg liegt im östlichen Teil Nordrhein-Westfalens im SĂŒden des Kreises Höxter und gehört damit zum sĂŒdöstlichen Bereich der Region Ostwestfalen-Lippe. Damit liegt es in der östlichen Grenzregion des Landes Nordrhein-Westfalen, etwa 27 Kilometer sĂŒdwestlich des DreilĂ€nderecks Hessen–Niedersachsen–Nordrhein-Westfalen. Im SĂŒden reicht das Stadtgebiet bis an das Land Hessen heran. NaturrĂ€umlich liegt Warburg im SĂŒden der Warburger Börde, einer fruchtbaren Niederung mit LĂ¶ĂŸboden und geringen BaumbestĂ€nden. Die Börde wird ĂŒberwiegend landwirtschaftlich genutzt. Im SĂŒdwesten berĂŒhrt das Stadtgebiet die AuslĂ€ufer des Sauerlandes, im Nordwesten die des Eggegebirges. Im Norden und Nordosten schließt sich die eigentliche Warburger Börde an, sĂŒdlich das Westhessische Bergland. Die nĂ€chstgelegenen Oberzentren sind Paderborn (nordwestlich: 27 Kilometer Landstraße, 40 Kilometer Autobahn) und Kassel (sĂŒdöstlich: 35 Kilometer Landstraße/Autobahn) und Göttingen (östlich: 76 Kilometer Landstraße, 98 Kilometer Autobahn).

Die wichtigsten GewĂ€sser im Stadtgebiet sind die Diemel, die von Hessen kommend, den SĂŒdteil des Stadtgebiets von Westen nach Osten durchfließt sowie die sĂŒdlich der Stadt in die Diemel mĂŒndende Twiste, die zuvor durch die Stadtteile Welda und Wormeln im SĂŒden der Kernstadt fließt. In die Twiste mĂŒndet der Hörler Bach bei Welda. Die Diemel nimmt den Calenberger Bach auf. Ein weiterer Nebenfluss der Diemel im Gebiet der Stadt ist die Eggel, die Warburg im Osten durchfließt und große Teile der Warburger Börde, von Daseburg kommend, in Richtung SĂŒden entwĂ€ssert. An den FlĂŒssen nutzten einige MĂŒhlen die Wasserkraft, die heute ein ElektrizitĂ€tswerk betreibt. Die Bachströmung dient der Frischwasserzufuhr fĂŒr die Fischzucht in den Teichen der Warburger Ortschaften.

Die Lage an der Diemel prĂ€gt die aus Alt- und Neustadt bestehende Stadt Warburg. Die Altstadt befindet sich im Tal der Diemel, die Neustadt in Höhenlage ĂŒber dem Fluss. Altstadt und Diemel liegen auf einer Höhe von rund 160 m ĂŒ. NN, die Neustadt erreicht fast 220 Meter.

Der etwas nordöstlich der Kernstadt gelegene Desenberg ist die markanteste Erhebung der sonst relativ ebenen Warburger Börde. Es handelt sich um einen 150 Meter (343,6 m ĂŒ. NN) hohen Bergkegel vulkanischen Ursprungs. Auf seinem Gipfel befinden sich die Ruinen der Burg Desenberg. Der Berg ist jedoch nicht die höchste Erhebung des Stadtgebiets, sondern der Humbertsberg mit 423,4 m ĂŒ. NN im Warburger Wald westlich von Scherfede. Der mit 148,7 m ĂŒ. NN niedrigste Punkt liegt im SĂŒdosten von Warburg im Diemeltal.[3]

Geologie

Die Warburger Börde und Ortsteil Daseburg
Geothermische Karte von Warburg

Von Nordosten nach SĂŒdwesten bilden zunehmend Ă€ltere Gesteinsschichten den Untergrund. Die Formationen aus Buntsandstein, Muschelkalk und Keuper sind durch Sedimente entstanden, die wĂ€hrend der Trias dort abgelagert wurden.

In zahlreichen von SĂŒdost nach Nordwest verlaufenden Hebungs- und Senkungsgebieten, begrenzt durch Gebirgsbruchlinien, wurden Ă€ltere Gesteinsschichten gegen wesentlich jĂŒngere verschoben. Insbesondere im tief eingeschnittenen Diemeltal und in der Warburger Börde bedecken Lockergesteine der Eiszeiten diesen felsigen Untergrund. Die Eiszeiten haben das Gebiet um Warburg nicht geformt, da die Grenze der Vereisung etwas nördlicher davon verlief. Neben Sand und Kies ist es insbesondere der Ă€olisch abgelagerte Löss, der die Börde zu einer fruchtbaren Landschaft macht und dessen hohe Fruchtbarkeit die landwirtschaftliche PrĂ€gung der Region begĂŒnstigt.[4] Des Weiteren gibt es Reste von Tschernosemen in bestimmten Bereichen der Warburger Börde; in den meisten Bereichen wurden diese jedoch durch Erosion, begĂŒnstigt durch die jahrhundertelange wirtschaftliche Nutzung, abgetragen.[5] Auf den steilen DiemeltalhĂ€ngen sind flachgrĂŒndige und austrocknungsgefĂ€hrdete Böden, die Rendzinen, aus Muschelkalk-Gesteinsschutt entstanden, die als Weideland genutzt werden. Im nordwestlichen Stadtgebiet ist der Löss nur noch in einer dĂŒnnen Decke und lediglich stellenweise vorhanden. Es gibt dort Kalksteinverwitterungsböden wie die bereits erwĂ€hnten Rendzinen sowie basenreiche Braunerden. Auf dem Varenberg, westlich von Bonenburg, treten die Unterkreide-Sandsteine des Eggekamms zu Tage. Die hohen NiederschlĂ€ge begĂŒnstigten dort die Einwaschung von Eisenhydroxiden in den Unterboden, wo sie sich zu Orterden verfestigten. Dort entwickelten sich sauergebleichte, nĂ€hrstoffarme Podsol-Böden.

Der felsige Untergrund besteht zwischen Klingenburg und Hohenwepel aus Ton-, Mergel-, Dolomit- und Sandsteinen aus dem Keuper. Von Herlinghausen ĂŒber Welda bis Scherfede und weiter nördlich befinden sich Kalksteine sowie Ton- und Mergelsteine eines ehemaligen Muschelkalk-Meeres. Daneben gibt es dort kleinere Vorkommen von Ton-, Schluff- und teilweise Sandsteinen der Buntsandstein-, Keuper- oder Jurazeit. Weiter sĂŒdlich und sĂŒdöstlich um Bonenburg sowie im Gebiet westlich von Scherfede befinden sich ebenfalls Schluff- und Sandsteine der Buntsandstein-Zeit. Am Schuren- und Humbertsberg im Westen des Stadtgebietes gibt es Tonmergel- und Mergelkalksteine des Oberkreide-Meeres. Östlich der StadtwĂŒstung Blankenrode sowie am Bentenberg kommen Sandsteine der Unterkreidezeit vor. Die Sandstein- und Tonsteinvorkommen werden stellenweise als Putz- und Mauersand beziehungsweise als Ziegelrohstoffe genutzt.

Im Stadtgebiet gibt es mehrere erloschene Vulkane, deren Magma vor etwa 19 Millionen Jahren in engen Schloten das Gebirge durchbrach. Die beiden markantesten Basaltkegel in der Umgebung sind der Desenberg und der Dörenberg bei Daseburg sowie die drei nördlich, wenngleich außerhalb des Stadtgebietes liegenden Basaltkegel HĂŒssenberg (bei Eissen), Tannenkopf (Wörtenberg, bei LĂŒtgeneder) und die flache, bewaldete Kuppe des Weißholzes.[6]

Das Gebiet von Warburg eignet sich gut, im westlichen Teil sehr gut zur Nutzung von geothermischen WÀrmequellen mittels ErdwÀrmesonden und WÀrmegewinnung durch WÀrmepumpen.[7]

Flora und Fauna

Da Warburg in einer der regenĂ€rmsten Regionen Westfalens liegt und viele Kalk-HalbtrockenflĂ€chen aufweist, wĂ€chst dort eine Vielfalt von in Mitteleuropa sehr seltenen Acker- und HeilkrĂ€utern. Im Freiland gedeihen ObstbĂ€ume. Mehrere FlurstĂŒcke wurden als Naturschutzgebiete ausgewiesen.

Das Kalk-Halbtrockenrasen-GelĂ€nde besitzt als Lebensraum fĂŒr Tagfalter und die sehr seltenen Widderchen eine herausragende Bedeutung, die in Mitteleuropa von keinem anderen Lebensraum erreicht wird. Die Population ist vor allem im Umkreis des Diemeltals anzutreffen. GemĂ€ĂŸ der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie gehört der orchideenreiche Kalkmagerrasen zu den zu schĂŒtzenden Habitattypen.[8]

Ausdehnung des Stadtgebiets und FlÀchennutzung

Das Gebiet der Stadt erstreckt sich auf einer FlĂ€che von 168,71 Quadratkilometer. In Nord-SĂŒd-Richtung dehnt sich das Stadtgebiet 12,4 Kilometer und in West-Ost-Richtung 25,4 Kilometer aus.[9]

Das Gebiet der Stadt Warburg, insbesondere die Börde, wird ĂŒberwiegend landwirtschaftlich genutzt. Daneben existieren vor allem Richtung Eggegebirge noch verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig große Waldgebiete. Im Vergleich zum nordrhein-westfĂ€lischen Landesdurchschnitt von 49,4 % liegt die LandwirtschaftsflĂ€che in Warburg bei fast 60 %, wĂ€hrend die WaldflĂ€che mit 29,5 % sowie die SiedlungsflĂ€che mit 11,7 % etwa unter der HĂ€lfte (22,1 %) des Landesdurchschnittes und erheblich unter dem Durchschnitt von Gemeinden gleichen Typs (14,2 %)[10], liegt. Eine Übersicht ĂŒber die FlĂ€chennutzung gibt folgende Tabelle:

FlÀche
nach Nutzungsart[11]
Landwirt-
schaftsflÀche
Wald-
flÀche
Siedlungs-
und VerkehrsflÀche
Wasser-
flÀche
sonstige
Nutzung
FlÀche in ha 9.739 4.907 1.970 157 98
Anteil an GesamtflĂ€che 57,7 % 29,1% 11,7 % 0,9 % 0,6 %

Nachbargemeinden

Im Uhrzeigersinn, beginnend im Norden, grenzen an Warburg die Gemeinden beziehungsweise StÀdte Willebadessen, Borgentreich (beide im Kreis Höxter, Nordrhein-Westfalen), Liebenau, Breuna (beide im Landkreis Kassel, Hessen), Volkmarsen, Diemelstadt (beide im Landkreis Waldeck-Frankenberg, Hessen), Marsberg (Hochsauerlandkreis, Nordrhein-Westfalen) und Lichtenau (Kreis Paderborn, Nordrhein-Westfalen).

Stadtgliederung

Die Ortschaft Welda

Nach § 3 Absatz 1 ihrer Hauptsatzung gliedert sich die Stadt Warburg in sieben Bezirke und neun Ortschaften,[12] die vor 1975 eigenstĂ€ndige Gemeinden waren und als Stadtteile bezeichnet werden. Stadtbezirke sind Stadtteile mit mehr als 1000 Einwohnern. FĂŒr die Stadtbezirke gibt es BezirksausschĂŒsse mit einer festgelegten Anzahl an Mitgliedern, die sich an der Einwohnerzahl orientiert.

Bezirk FlÀche
kmÂČ
Einwohner Bezirke und Ortschaften der Stadt Warburg
Bonenburg 12,38 1.094
Warburg HX Admin.svg
Daseburg 15,71 1.398
Germete 4,53 1.020
Ossendorf 6,49 1.319
Rimbeck 11,00 1.624
Scherfede 30,59 3.189
Warburg-Stadtkern 38,89 10.900
Ortschaft FlÀche
kmÂČ
Einwohner
Calenberg 3,87 471
Dalheim 3,38 98
Dössel 5,16 682
Hardehausen 96
Herlinghausen 2,71 438
Hohenwepel 7,20 690
Menne 4,57 877
Nörde 6,44 769
Welda 9,22 863
Wormeln 6,56 700
Gesamt 168,71 26.228

Diese Zahlen sind Angaben der Stadt Warburg und enthalten auch Einwohner mit Zweitwohnsitz.[13]

Klima

Niederschlagsdiagramm fĂŒr Warburg. Schattierungen zeigen den NRW Landesdurchschnitt

Warburg liegt im Übergangsbereich zwischen dem vorherrschenden maritimen Klima und dem schwĂ€cher ausgeprĂ€gten Kontinentalklima. Daher sind die Temperaturen und NiederschlĂ€ge im Jahresverlauf relativ ausgeglichen. Die Sommer sind im Vergleich zum hochkontinentalen Klima eher kĂŒhl, die Winter eher warm. Neben dieser großklimatischen Einordnung wird das lokale Klima maßgeblich durch die besondere Lage zwischen dem Eggegebirge und AuslĂ€ufern des Rothaargebirges (Sauerland) beeinflusst. In beiden Gebirgen werden hohe NiederschlĂ€ge und niedrige Durchschnittstemperaturen registriert. In Warburg hingegen ist das Klima deutlich milder, der durchschnittliche Jahresniederschlag mit unter 700 mm deutlich geringer. Die relativ geringen NiederschlĂ€ge sind vor allem durch die Lage an der Leeseite des Eggegebirges zu erklĂ€ren. Das sich in sĂŒd-nördlicher Richtung erstreckende Gebirge schirmt Warburg weitgehend von der feuchten Luft ab, die zumeist aus Westen in Richtung Zentraldeutschland vordringt und sich bereits auf der Luvseite im Paderborner Land abregnet. Warburg ist im Vergleich zu anderen Gebieten Nordrhein-Westfalens verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig weit vom Meer entfernt und zĂ€hlt noch vor dem nördlichen Ostwestfalen (Mindener Land) zur niederschlagsĂ€rmsten Gegend Westfalens. Im sĂŒdlichen Stadtgebiet, speziell im Twistetal bis zum Weldaer Berg, ist die Regenmenge noch einmal um 15–20 % niedriger und die Temperatur um 0,5–1 Â°C höher als im restlichen Stadtgebiet.[14] Die vor allem durch die Höhenlage beeinflusste Jahresdurchschnittstemperatur liegt bei ca. 8 Â°C und ist damit zwar niedriger als in der geschĂŒtzten Wesertalung weiter östlich bei Höxter, jedoch deutlich höher als in den Höhenlagen im westlich gelegenen Eggegebirge und Sauerland.


Niederschlag fĂŒr Warburg, Temperatur fĂŒr Bad Driburg 30 Kilometer nördlich
Jan Feb MĂ€r Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 5,2 5,5 6,3 11,2 14,1 17,5 20,6 19,6 16,2 12,3 7,2 4,9 Ø 11,7
Min. Temperatur (°C) −3,3 −2,3 1,4 6,0 10,5 13,6 14,5 14,9 10,6 5,4 2,0 −2,2 Ø 5,9
Temperatur (°C) −0,1 0,5 3,4 7,2 11,7 14,9 16,4 15,9 12,8 9,0 4,3 1,3 Ø 8,1
Niederschlag (mm) 51,3 41,1 51,8 51,1 71,9 75,4 69,3 64,0 52,0 42,9 54,7 63,4 ÎŁ 688,9
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
5,2
−3,3
5,5
−2,3
6,3
1,4
11,2
6,0
14,1
10,5
17,5
13,6
20,6
14,5
19,6
14,9
16,2
10,6
12,3
5,4
7,2
2,0
4,9
−2,2
Jan Feb MĂ€r Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
i
e
d
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r
s
c
h
l
a
g
51,3 41,1 51,8 51,1 71,9 75,4 69,3 64,0 52,0 42,9 54,7 63,4
  Jan Feb MĂ€r Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Quelle: Niederschlag: DWD[15]; Temperatur: Klima Bad Driburg[16][17]

Geschichte

Herkunft des Ortsnamens

Die Herkunft des Ortsnamens Warburg wird von Ward (althochdeutsch: Warta) Platz, wo gespĂ€ht wird, Warte, lateinisch statio beziehungsweise -berg oder -burg abgeleitet.[18] Die Neustadt Warburgs liegt auf einem großen Felssporn (230 m ĂŒber NN), der frĂŒher wegen seines natĂŒrlichen Schutzes und seiner Übersicht ĂŒber das umliegende Land als Wachtstellung genutzt wurde. Es gibt verschiedene historische Schreibweisen: Wartberg, Wartberc(h), Wartberg(h)(i)[19], Wardburg[20] beziehungsweise Wartborch, Warberghe, Waretberg, Wardberch.[21] Im Niederdeutschen wird der Ort als Warb(e)rich bezeichnet.

Ur- und FrĂŒhgeschichte

Im Stadtgebiet von Warburg wurden bei Ausgrabungen Funde aus der Ur- und FrĂŒhgeschichte gemacht. Ein bei Warburg gefundener Dolch wurde dem ausgehenden Neolithikum zugeordnet,[22] ebenso ein Erdwerk bei Rimbeck.[23] Unter anderem mit dem Galeriegrab von Warburg-Rimbeck sind Spuren einer Megalithkultur aus dem 4. Jahrtausend v. Chr. erhalten. Ein Fund von GroßsteingrĂ€bern in der NĂ€he des LĂŒtkefelds (nördliches Stadtgebiet) befindet sich im WestfĂ€lischen Museum fĂŒr ArchĂ€ologie in Herne.[24]

In der NĂ€he von Daseburg bei Warburg wurden die Reste einer Siedlung mit SchmiedewerkstĂ€tten aus der römischen Kaiserzeit gefunden.[25] Eine germanische Siedlung mit einer FlĂ€che von 110×80 Metern bestand sĂŒdlich des Desenbergs. Dort fanden sich neben Wohnhausspuren Bronzeschmelzöfen und Rennöfen zur VerhĂŒttung von Eisenerz. MĂŒnzfunde deuten darauf hin, dass in der NĂ€he der Warburger Diemelfurt im 2. bis 4. Jahrhundert eine Handelsstraße bestand.[26]

Mittelalter

Im 8. Jahrhundert lag westlich der Stadt ein sĂ€chsischer Adelssitz. Nach der Unterwerfung des sĂ€chsischen Hessengaus nördlich und sĂŒdlich der Diemel unter das frĂ€nkische Reich Karls des Großen im Jahr 772 setzte die Christianisierung ein, und das Gebiet wurde in Grafschaften eingeteilt. Der Wartberg, der heutige Burgberg, wurde Grafensitz und gab der Stadt ihren Namen. In Warburg existierte im Mittelalter ein Gogericht und im Ortsteil Wormeln ein Femegericht. Im Jahr 2010 wurde die Holsterburg zwischen Warburg und Calenberg in der Niederung beziehungsweise Feldmark am Roten Graben von einem archĂ€ologischen Team ausgegraben. Die Burg wurde als Motte klassifiziert. Sie war in der Stauferzeit erbaut worden und hatte eine achteckige Form. Diese Art von Burgmauer findet man bislang nur in staufischen Gebieten, beispielsweise als Eckturm des Castel del Monte. Als Material fĂŒr die zweischalige Mauer wurde Kalkstein verwendet. In dem GemĂ€uer wurde ein Kanal gefunden, der wahrscheinlich als Heizsystem diente.[27] im Jahre 1358 ging die Stadt Warburg mit den StĂ€dten Stadtbergen (Marsberg), Hofgeismar, Volkmarsen und Wolfhagen ein Schutz- und TrutzbĂŒndnis ein[28].

Die Burg auf dem Wartberg

Blick auf den Burgberg (Wartberg). Auf dem Wartberg stand eine Burganlage, von der nur noch die Andreaskapelle existiert

Als erste Nennung der Stadt gilt eine Urkunde von etwa 1010.[29] In der Vita Meinwerci, der Lebensbeschreibung des Bischofs Meinwerk von Paderborn, wird ein Graf Dodiko genannt, der um 1000 vom Wartberch aus große Teile des Hessengaus, Ittergaus und Nethegaus verwaltete. Sie enthĂ€lt eine Darstellung seiner Burg aus dem 11. Jahrhundert. Nach Meinwerks Bericht soll sie schon zu Dodikos Zeiten von eindrucksvoller GrĂ¶ĂŸe und stark befestigt gewesen sein. Zur Versorgung der Burg wurden drei Wirtschaftshöfe in unmittelbarer NĂ€he angelegt: sĂŒdöstlich die curia inferior (unterer Hof), nördlich die curia superior (oberer Hof) und östlich vermutlich spĂ€ter die curia media (mittlerer Hof). Diese Höfe waren fĂŒr die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt und die Ansiedlung von großer Bedeutung, denn im Schutz der Burg siedelten sich weitere Menschen an.

Vom Wartberg und seiner Burg hatte man einen guten Überblick ĂŒber das Diemeltal. So konnte die Furt ĂŒberwacht werden, die von den nach Warburg und Paderborn ziehenden Kaufleuten ĂŒberquert werden musste. Die Diemelfurt war ein Schnittpunkt mehrerer Fernhandelsstraßen und ausschlaggebend fĂŒr die Entwicklung der Stadt. Auf dem spĂ€teren Stadtgebiet entstanden die Vorsiedlungen Berna an der Diemelfurt, Molhusen an der Diemel, Bußdorf in Richtung des heutigen Stadtteils Dössel, und Papenheim in Richtung des heutigen Menne.

Burggrafen waren bis zur Besetzung der Stadt durch preußische Truppen 1802 die Rabe von Pappenheim beziehungsweise die von Canstein.

Übergabe der grafschaftlichen Rechte an Paderborn

Die Burg war zunĂ€chst im Besitz des Grafen Dodiko[30], dessen BesitztĂŒmer 1020 dem Bischof von Paderborn zufielen. Die vorteilhafte Lage der Burg und deren eindrucksvolle GrĂ¶ĂŸe hatten schon einige Zeit vorher die Aufmerksamkeit des Paderborner Bischofs Meinwerk erregt, der sie seinem Bistum einzuverleiben wĂŒnschte. Der von Dodiko bevorzugte Erbe war sein unehelicher Sohn, der angeblich aus einer Beziehung zu einer Nonne stammte. Dieser kam jedoch 1018 wahrscheinlich bei einem Reitunfall ums Leben. Erbenlos war der Graf bereit, seine GĂŒter und den Besitz dem Bischof in Form einer Prekarie zu ĂŒbertragen. Der Bischof gewĂ€hrte dem Grafen die Nutzung seines frĂŒheren Besitzes, dazu Kirchenbesitz, auf Lebenszeit. Dodiko starb jedoch bereits am 29. August 1020[31], so dass der Gesamtbesitz an das Bistum Paderborn fiel.

Kaiser Heinrich II. ĂŒbertrug im folgenden Jahr die grĂ€flichen Rechte an Bischof Meinwerk. Infolge einer vom Erzbistum Mainz ausgehenden Intrige entzog sie ihm Konrad II., doch gab er sie ihm 1033 wegen seiner treuen UnterstĂŒtzung wieder zurĂŒck. Somit behielt die Burg lange Zeit ihre Schutzfunktion gegen Mainzer AnsprĂŒche.

Entwicklung der Stadt und Entstehung der Altstadt

Blick auf die Altstadt mit Biermannsturm

Im Jahr 1036 bezeugte Bischof Meinwerk Warburg erstmals als geschlossene Ortschaft. SĂŒdöstlich der Burg lag eine Siedlung mit dem gleichen Namen, Wartberch. Dort lebten die Ministerialen und die Arbeiterfrauen. ZusĂ€tzlich siedelten sich Bewohner der umliegenden Dörfer in der NĂ€he der Burg an, sodass eine Vorstadt (Suburbium) entstand, die zusammen mit der Burg den Ortskern bildete. Der Marktbereich auf dem Plateau des Ikenberges war gegen Ende des 11. Jahrhunderts der Mittelpunkt einer Straße Im Sack fĂŒr Kaufleute und Handwerker auf beiden Seiten der alten Handelsstraße.

Mit der Verlagerung der herrschaftlichen Macht durch die Staufer nach SĂŒden geriet das Bistum Paderborn in eine Randlage und war in regionale Konflikte verstrickt mit dem Erzbistum Köln als schĂ€rfsten Gegner. Die Ansiedlung am Fuß des Berges zwang den Bischof von Paderborn dazu, eine Stadt anzulegen, um der wachsenden Anzahl von Siedlern weiterhin Schutz gewĂ€hren zu können und seine politische Stellung gegen die benachbarten HerrschaftsrĂ€ume[32] zu sichern. So entstand die Warburger Altstadt von 1168 bis 1187 als Plananlage des Stadtherrn auf einem gleichmĂ€ĂŸigen GelĂ€ndestreifen unterhalb des sĂŒdöstlichen Suburbiums und der curia inferior (unterer Hof). Die Leitung der neu entstandenen Altstadt hatte der Stadtgraf, der die Besiedlung, den Handel und die Bauarbeiten beaufsichtigte.

Entstehung der Neustadt

Im nördlichen Teil, in der NĂ€he der curia superior (oberer Hof) ließen sich Siedler nieder, die vor allem aus den Bauerndörfern Molhusen, Bußdorf und Papenheim kamen. Unter Einbeziehung der curia superior und des umliegenden Gebiets wurde die Neustadt Warburg im Jahre 1228/1229 von Bernhard IV. zur Lippe gegrĂŒndet, um seine politische Stellung im Diemelraum gegen das Vordringen des Kölner Erzbischofs zu sichern. Wie die Altstadt war die Neustadt eine Planstadt, sie wurde jedoch nicht auf rechteckiger FlĂ€che, sondern als spindelförmiges Drei-Straßen-System angelegt.

Straße in der Neustadt

Die Besiedlung der Neustadt erfolgte durch Zuwanderer aus dem Bördeland nördlich der Diemel und dem Nethegau sowie von Kaufleuten aus etwas weiter entfernten Orten wie Horhusen (heute Niedermarsberg). Die Bauernsiedlungen Molhusen, Bußdorf und Papenheim verschmolzen mit der Neustadt.

Um 1239 war die Neustadt als stĂ€dtisches Gemeinwesen voll ausgebaut. Nach dem Tod des Grafen Dodiko und dem Wegfall des Stadtgrafenamts bildete sich ein selbstĂ€ndiger Stadtrat unter der bischöflichen Herrschaft. Die ratsfĂ€higen Herren kamen vornehmlich aus Handwerker- und HĂ€ndlerfamilien. Die BĂŒrger ĂŒbernahmen in der Folge das Amt des Stadtrichters und besaßen damit volle bĂŒrgerliche Rechte nach Dortmunder und Marsberger Muster.[33] Der Bischof bevorzugte die Neustadt, die Altstadt erhielt erst im Jahre 1256 die gleichen Rechte wie die Neustadt. Im Jahr 1260 erhielt die Neustadt das Recht, eine Stadtmauer zu bauen, die auch zwischen beiden StĂ€dten verlief. Die Warburger Altstadt und die Neustadt waren zwei selbstĂ€ndige StĂ€dte, zwischen denen es bis in die Neuzeit Spannungen gab.

Der Erzbischof von Köln und Bistumsverweser von Paderborn, Dietrich von Moers, schien der Stadt Warburg gewogen zu sein. Er hielt am 26. September 1430 im Dominikanerkloster eine Versammlung der StiftsrĂ€te des FĂŒrstbistums Paderborn ab. Das System der Warburger Feldwarten erweiterte er um einen wichtigen Wachtturm und ließ mehrere Landwehren rund um Warburg bauen. Grund fĂŒr die Bevorzugung Warburgs war wahrscheinlich der Konflikt Dietrichs mit dem Paderborner Domkapitel.[34] Im Jahr 1436 versuchte er, seinen Offizial Heinrich Bode in Warburg anzusiedeln. Dies scheiterte am Widerstand des Paderborner Klerus, denn ein Offizial war nicht fĂŒr die Paderborner, sondern nur fĂŒr die Kölner Diözese vorgesehen. Das Paderborner Domkapitel sah darin einen Versuch, das Bistum trotz pĂ€pstlichen Verbots in das Erzbistum Köln einzuverleiben.[35]

Wirtschaftliche Entwicklung

FrĂŒhe Wirtschaftskraft im 12. Jahrhundert: Das Kloster Hardehausen

Mit der GrĂŒndung des Zisterzienserklosters Hardehausen durch Bischof Bernhard I. von Paderborn im Jahre 1155 entstand in unmittelbarer Nachbarschaft Warburgs die grĂ¶ĂŸte Wirtschaftskraft im Bereich des Hochstifts. Ab 1258 betrieb Hardehausen einen Klosterhof in Warburg-Neustadt.

In Warburg etablierte sich das in ZĂŒnften geordnete Handwerk, wobei die Leinwandweberei, die Leder- und Wollindustrie und einige HandwerkskĂŒnstler wie Antonius Eisenhoit ĂŒberregionale Bedeutung erlangten. Im Jahr 1364 traten beide StĂ€dte in die Hanse ein und erzielten dadurch und durch das benachbarte Zisterzienserkloster einen wirtschaftlichen Aufschwung.

Vereinigung der beiden StÀdte

Gipsabdruck des Siegels der Warburger Neustadt unter der Verfassungsurkunde „Der Grote Breff“ (Der große Brief) von 1436

Altstadt und Neustadt schlossen sich im Jahre 1436 zu einer Stadt zusammen. Im Groten Breff (Großen Brief)[36] wurde die Verfassung festgelegt und mit den Siegeln der beiden StĂ€dte Wartberg versehen. Auf dem Siegelabguss sind zwei WehrtĂŒrme mit Doppelmauer sichtbar, unter dem Stadttor steht der Paderborner Bischof mit Stab, die Umschrift lautet: „Sigillium burgensium in wartborch“. Der Grote Breff, ein besonders umfangreiches Rechtsdokument, ist in mittelniederdeutscher Sprache verfasst, der Sprache der deutschen Hanse.

Die Ratsversammlungen fanden im halbjĂ€hrlichen Wechsel im Altstadtrathaus und im Neustadtrathaus am Marktplatz statt. Es gab zwei BĂŒrgermeister, die jeweils ein halbes Jahr den Vorsitz fĂŒhrten. Das gemeinsame Rathaus Zwischen den StĂ€dten wurde erst 1568, also 132 Jahre nach dem Zusammenschluss, erbaut.

Neben den politischen BeschlĂŒssen wurden im Groten Breff auch Regelungen zum Wirtschaftsleben getroffen. So hatten die Zunftmeister der Warburger Gilden der Kaufleute, Wollweber und BĂ€cker Mitspracherecht bei neuen Satzungen. Warburg erhielt im Mittelalter das Recht, eigene MĂŒnzen zu prĂ€gen. Die MĂŒnzstĂ€tte befand sich am Marktplatz in der Altstadt. Die WĂ€hrung wird um 1327 Warburger Denarien bzw. um 1366 auch alte Warburger Pfennige und MĂŒnte bzw. schwere Marken und Pfennige genannt. Im Jahre 1622 hat die Stadt Warburg die FĂŒrstliche Konzession fĂŒr den Oberwaldischen Distrikt (dies entspricht in etwa dem heutigen Kreisgebiet Höxter ohne dem ehemalige Corveyer Land, d.h. Stadtgebiet von Höxter) 4000 Reichstaler KupfermĂŒnzen prĂ€gen zu dĂŒrfen.[37]

DreißigjĂ€hriger Krieg

MatthÀus Merian: Warburgum. Kupferstich aus der Topographia Westphaliae von 1647

Am Anfang des 17. Jahrhunderts war Warburg eine reiche Handelsstadt. Außerhalb der Stadtmauer entstand die HĂŒffert als neuer Stadtteil. Warburg erhielt um 1622, nachdem es zerstört worden war, noch einmal, wie im Mittelalter, das Recht ĂŒbertragen, eigene MĂŒnzen zu prĂ€gen. Beginnend 1621, wurden im DreißigjĂ€hrigen Krieg große Teile der HĂŒffert und Dörfer in der Umgebung geplĂŒndert und zerstört, die Stadt verarmte. Die Einwohnerzahl verringerte sich von etwa 16.000 (vor 1618) auf etwa 2.000 (nach 1648). Im Jahr 1622 nahm der Herzog von Braunschweig, Christian von Braunschweig-WolfenbĂŒttel („der tolle Christian“) Warburg ein. Ab 1628 wechselten mehrmals die Herren und die Besatzung (Hessen, Kaiserliche, Schweden). Die Stadt war 1648, am Ende des Krieges, in der Hand der Kaiserlichen. Warburg wurde nach starker Zerstörung eine AckerbĂŒrgerstadt. Die Mitgliedschaft in der Hanse hatte geendet und auch die wirtschaftliche BlĂŒtezeit war vorbei. BĂŒrgermeister Johann Fischer (1695–1697) konnte durch Verhandlungen einen Teil der durch den Krieg entstandenen hohen Schuldenlast und der Kontributionen reduzieren.[38] EndgĂŒltig konnten die Schulden erst im 19. Jahrhundert getilgt werden. Im Jahre 1628 wurde aus der Klosterschule der Dominikaner mit finanzieller UnterstĂŒtzung von Heinrich Thöne eine höhere Schule, aus der das spĂ€tere Gymnasium Marianum hervorging.

18. und 19. Jahrhundert

Vom ökonomischen Niedergang nach dem langen Krieg erholte sich der Ort nur sehr langsam. 1721 wurde der Brauerei Kohlschein, Warburger Brauerei, das Braurecht verliehen.

Blick vom Heinberg ĂŒber das Schlachtfeld der Schlacht bei Warburg Richtung Warburg und Desenberg

WĂ€hrend des SiebenjĂ€hrigen Krieges kam es am 31. Juli 1760 zur Schlacht bei Warburg bei den Ortschaften Ossendorf und Warburg. Die alliierte Armee aus Kurbraunschweig-LĂŒneburger, Braunschweig-WolfenbĂŒtteler, Hessen-Kasseler und britischen Truppen kĂ€mpfte gegen eine französische Heeresabteilung unter GĂ©nĂ©ral Lieutenant Comte du Muy. Durch den Sieg der Alliierten gelang es diesen zumindest die Diemel-Linie und somit Westfalen zu verteidigen, wĂ€hrend sie gleichzeitig Hessen-Kassel aufgeben mussten.[39]

Preußische Truppen rĂŒckten am 3. August 1802 in Warburg ein. Von 1807 bis 1813 gehörte die Stadt zum Königreich Westphalen und war Sitz des Cantons Warburg.

Nach dem Wiener Kongress fiel Warburg 1815 wieder an Preußen. Ein Jahr spĂ€ter, 1816, wurde Warburg Kreisstadt und damit Sitz der Kreisverwaltung. Das Kreisgebiet erstreckte sich auf die heutigen Stadtteile Willebadessen, Borgentreich, Warburg und Teile von Brakel. Im Jahre 1810 wurden das Gymnasium und das Dominikanerkloster durch die französische Verwaltung teilweise und 1824 durch die preußische Verwaltung endgĂŒltig geschlossen. Ab 1815 diente die Schule als GerichtsgebĂ€ude und GefĂ€ngnis. Durch den Zuzug preußischer Beamter stieg die Anzahl der Protestanten in Warburg. Die neugebildete protestantische Kirchengemeinde erhielt die ehemalige Klosterkirche der Dominikaner. Im KlostergebĂ€ude entstand eine evangelische Schule, die 1826 als Königliches Progymnasium zu Warburg anfangs mit drei Klassen wiedereröffnet wurde. Im Jahr 1841 wurde das Amt Warburg-Land in Warburg eingerichtet, das die umliegenden Ortschaften (ohne Warburg Stadt) verwaltete. Im Jahr 1865 wurde in der Neustadt Auf’m Pfuhl ein neues GerichtsgebĂ€ude fĂŒr das Kreisgericht mit ĂŒber 50 Mitarbeitern eingeweiht. Das Warburger Kreisblatt wurde 1839 gegrĂŒndet, 1894 ein neues PostamtsgebĂ€ude gebaut.

BĂŒrger und Landbevölkerung waren durch die Kriege hohen Belastungen ausgesetzt, dazu kamen die Ablösesummen zur Befreiung von der Leibeigenschaft und die 1822 eingefĂŒhrten Steuerrechnungen des preußischen Staates. Armut und Not verursachten um 1830 eine Auswanderungswelle nach Nordamerika.

Die Industrialisierung setzte erst spĂ€t ein. Die Stadt erhielt 1849 Anschluss an das Bahnnetz. Warburg wurde Verkehrsknotenpunkt fĂŒr den Personen- und GĂŒterverkehr, die Bahn ein wichtiger Arbeitgeber. Im Jahre 1890 wurde die Bahnstrecke nach Arolsen eröffnet und spĂ€ter nach Marburg fortgefĂŒhrt. Die 1863 gebaute Warburger Papierfabrik produzierte ĂŒber ein Jahrhundert lang hauptsĂ€chlich Strohpappe. Im Jahr 1882 wurde die Zuckerfabrik in Warburg gegrĂŒndet, damit hat Warburg die Ă€lteste heute noch existierende Zuckerfabrik in Ostwestfalen, Ă€lter als die Fabrik in Lage (Lippe). SpĂ€ter kamen DampfmahlmĂŒhlenbetriebe hinzu. Im 19. Jahrhundert war Warburg ein Zentrum fĂŒr Getreide, Vieh- und Eisenhandel.[40] Erst 1892 hatte Warburg die Schulden des DreißigjĂ€hrigen Krieges abgezahlt.

Neben den Wirtschaftsbetrieben wurden die Bildungseinrichtungen und die Infrastruktur ausgebaut. Mit der Planung einer MĂ€dchenschule fĂŒr höhere Bildung, dem spĂ€teren HĂŒffertgymnasium, wurde 1856 begonnen, die Schule wurde von den Armen Schulschwestern verwaltet.[41] Die Landwirtschaftsschule Warburg zur Aus- und Weiterbildung von Landwirten und Hauswirtschafterinnen wurde 1885 gegrĂŒndet und bestand bis 1974.[42] Durch die Umstellung der Arbeitsprozesse und die spĂ€tere Motorisierung in der Landwirtschaft verringerte sich die Zahl der ArbeitsplĂ€tze. Personen im Erwerbsalter wanderten bis in die 1960er Jahre in die BallungsrĂ€ume ab.

Um die Wende zum 20. Jahrhundert setzte eine wirtschaftliche Erholung ein. Viele HĂ€user wurden neu- oder ausgebaut. Rund um Warburg ließen sich einige Baufirmen und Baumaterialbetriebe (SteinbrĂŒche, Ziegelei, Kalkwerk) nieder, von denen einige ĂŒberregionale Bedeutung erlangten.

Erster Weltkrieg und Weimarer Republik

Im Ersten Weltkrieg kamen Hunderte von Soldaten aus Warburg ums Leben. Die Landwirtschaft lieferte Getreide, Zucker, GemĂŒse und Obst in die BallungsrĂ€ume. Glocken, Orgelpfeifen und andere MetallgegenstĂ€nde, auch von Privatpersonen, wurden fĂŒr Kriegsmaterial eingeschmolzen. WĂ€hrend des Krieges und danach wurden russische Kriegsgefangene auf den umliegenden LandgĂŒtern zur Arbeit eingesetzt. Unmittelbar nach dem Krieg gab es, inspiriert durch die reichsweite RĂ€tebewegung, in Warburg ebenfalls eine Bewegung, die Bauern- und LandarbeiterrĂ€te bilden wollte.[43] An Behörden gab es in Warburg nach dem Ersten Weltkrieg ein Finanzamt, ein Postamt, das Amtsgericht, das Eisenbahnbetriebsamt, ein Verkehrsamt, eine Reichsbanknebenstelle und ein Zollamt.[44]

1923 erfolgte der Beginn der Erschließung eines Neubaugebiets auf der HĂŒffert mit dem Bau des St.-Petri-Hospitals, der Höheren MĂ€dchenschule, einer Jugendherberge und der HĂŒffertkampfbahn.

Das katholisch geprĂ€gte Gebiet war eine Hochburg der Zentrumspartei. Bei den Wahlen von 1928 erhielt die NSDAP nur acht Stimmen. Die lokalen Medien ĂŒberhĂ€uften die NSDAP und ihre Vertreter mit Hohn und Spott. Vier Jahre spĂ€ter waren es bei den Reichstagswahlen von 1932 in Warburg Stadt 339 Stimmen (etwa 7 %). Bei den Wahlen am 5. MĂ€rz 1933 erhielt die Zentrumspartei in Warburg 67,2 %, die NSDAP 21,8 % (1.027 Stimmen in der Stadt Warburg und 4.203 im Kreis Warburg).

Zeit des Nationalsozialismus

Nach der Wahl wurden die verbeamteten Ratsherren der Zentrumspartei durch die Regierung in Minden strafversetzt oder kaltgestellt, andere wurden eingeschĂŒchtert. Die erste Ratssitzung wurde von der NSDAP inszeniert, die Zentrumspartei aufgelöst. Die ĂŒbrigen Ratsherren wurden aufgefordert, als Hospitanten in die Fraktion der NSDAP einzutreten, was die meisten taten. Der SA-SturmbannfĂŒhrer Schlötel aus Bielefeld wurde am 27. Juli 1933 als BĂŒrgermeister eingefĂŒhrt.[45] Im Wald zwischen Warburg und Kleinenberg wurde im August 1933 der im MĂ€rz festgenommene politische Journalist und Dichter Felix Fechenbach auf dem Transport in das KZ Dachau angeblich auf der Flucht erschossen.

FĂŒr die bedeutende jĂŒdische Gemeinde in Warburg wirkte sich die nationalsozialistische Politik vernichtend aus. Im Jahr 1933 waren noch 160 BĂŒrger der Stadt jĂŒdischen Glaubens. Einige von ihnen wanderten vor 1939 nach PalĂ€stina, Amerika oder Großbritannien aus, so dass sich ihre Anzahl 1939 auf 96 in der heutigen Kernstadt Warburg reduzierte. Die Synagoge der Warburger Gemeinde in der Altstadt und die Synagoge in Rimbeck wurden in der Reichspogromnacht im November 1938 von einem in Arolsen stationierten SS-Kommando weitgehend zerstört. Danach wurden die meisten jĂŒdischen MĂ€nner in die Konzentrationslager Buchenwald und Dachau eingeliefert und kamen Mitte November und Mitte Dezember des Jahres wieder frei. Im Dezember 1941 wurden zunĂ€chst 50 jĂŒdische MitbĂŒrger in das Ghetto Riga deportiert. In drei TransportzĂŒgen wurden im Jahre 1942 weitere MitbĂŒrger nach Minsk, Theresienstadt und Auschwitz verschleppt. Insgesamt wurden bis zu 148 Personen jĂŒdischen Glaubens aus dem Großraum Warburg deportiert, von denen 136 in Ghettos umkamen, in Vernichtungslagern ermordet wurden oder verschollen sind. Nach 1945 kamen fĂŒnf Warburger und sieben Rimbecker Juden wieder zurĂŒck. Drei von ihnen bauten sich wieder eine Existenz in Warburg auf, die anderen wanderten nach Nordamerika und PalĂ€stina aus.[46]

Warburg feierte im Jahr 1936 das 900-jĂ€hrige GrĂŒndungsjubilĂ€um, dabei war die Stadt mit Hakenkreuzfahnen dekoriert. In der nationalsozialistischen Zeitschrift Heimat und Reich wurde das Ereignis beschrieben.

WÀhrend des Zweiten Weltkriegs leisteten französische und osteuropÀische Kriegsgefangene meist in der Landwirtschaft Zwangsarbeit.

Bei einem Bombenangriff am 27. MÀrz 1945 gab es in Warburg zwei Todesopfer. Drei WohnhÀuser, ein GeschÀftshaus, ein Gewerbebetrieb und ein landwirtschaftliches GebÀude wurden zerstört. In Ossendorf wurden neun, in Rimbeck vier WohngebÀude zerstört. Drei Menschen kamen in den beiden Orten ums Leben.

Die Stadt wurde von Karfreitag auf Karsamstag, dem 1. April 1945, weitgehend kampflos an US-amerikanische Truppen ĂŒbergeben, die unerwartet aus sĂŒdwestlicher Richtung vorgedrungen waren, wĂ€hrend sich die Verteidigungslinie im nördlichen Kreisgebiet befand.[47] Britische Soldaten ĂŒbernahmen aufgrund der alliierten Gebietsregelung die Stadtkommandantur.

Nach 1945

Der Landkreis Warburg gehörte zur britischen Besatzungszone. Bei der Bildung neuer LĂ€nder wurde der Landkreis Warburg Teil des Landes Nordrhein-Westfalen, das aus dem nördlichen Teil der preußischen Rheinprovinz und der Provinz Westfalen entstand.[48]

Durch zahlreiche FlĂŒchtlinge aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten wuchs die Einwohnerzahl erheblich an. ZunĂ€chst wurden zur Unterbringung Baracken auf dem SchĂŒtzenplatz gebaut, es folgte die Erschließung neuer Wohngebiete und der Bau von Wohnungen insbesondere auf der HĂŒffert, ferner am Wiesenberg, an der Daseburger Straße und am Volkmarser Weg jenseits der Diemel.

In den 1950er Jahren wurde die Warburger Konservenfabrik errichtet. Anfang der 1950er Jahre wurde im Warburger Land die Flurbereinigung durchgefĂŒhrt.

In der Warburger Landwirtschaftsschule wurden damals in KurzlehrgÀngen Volksschullehrer ausgebildet. Die Schule wurde Anfang der 1970er Jahre geschlossen.

1955 wurde die höhere MÀdchenschule durch eine gymnasiale Oberstufe erweitert.

Der Dominikanerorden gab Anfang der 1990er Jahre seinen Konvent in Warburg auf. Die syrisch-orthodoxe Kirche erwarb zwei Jahre spÀter das KonventgebÀude.

In den Jahren 1947, 1948, 1964, 1965 ereigneten sich mehrere Katastrophenhochwasser an den beiden FlĂŒssen Diemel und Twiste, die in einigen Warburger Ortschaften SchĂ€den von zweistelliger Millionenhöhe verursachten. Daraufhin wurden zwei Diemel-WasserverbĂ€nde[49][50] auf beiden Seiten der Landesgrenze gegrĂŒndet, die Maßnahmen zum Hochwasserschutz durchfĂŒhrten.

Der seit 1816 bestehende Kreis Warburg wurde zum 31. Dezember 1974 aufgelöst und mit dem Altkreis Höxter zusammengelegt. Damit verlor die Stadt ihren Status als Kreisstadt. Die Warburger Bevölkerung war mit der Fusion nicht einverstanden und hegt bis heute Ressentiments dagegen.

Die Stadt Warburg war 1983 GrĂŒndungsmitglied des WestfĂ€lischen Hansebundes. Im Jahre 2009 wurde Warburg mit der neu errichteten Abteilung der Hochschule Ostwestfalen-Lippe in dem ehemaligen Amt fĂŒr Agrarordnung, das nach Bielefeld verlegt wurde, Hochschulstandort.

Ende 2008 entschied die Stadt, den historischen Warburger Stadtkern als Modellprojekt barrierefrei umzugestalten.[51][52][53] UrsprĂŒnglich war der Beginn der mehrjĂ€hrigen Umgestaltung fĂŒr Anfang des Jahres 2010 geplant, wurde aber inzwischen auf das FrĂŒhjahr 2011 verschoben.[54]

Im Jahr 2011 begeht die Stadt ihr 975-jĂ€hriges JubilĂ€um mit einem ganzjĂ€hrigen Festprogramm.[55] Zudem gewann in dem genannten Jahr die Stadt im Rahmen der Aktion WDR 2 fĂŒr eine Stadt des Radiosenders WDR 2 den ersten Platz. Am 16. Juli 2011 wird der Tag ausgerichtet, unter anderem mit Konzerten mit Milow, Mike & the Mechanics, Alphaville, Sunrise Avenue, Selig, I Blame Coco sowie Gone Astray.[56]

Eingemeindungen

Am 1. Januar 1975 wurden bei der nordrhein-westfĂ€lischen Gebietsreform mit dem Sauerland/Paderborn-Gesetz vom 5. November 1974 unter anderem der Altkreis Höxter und der Kreis Warburg zum neuen Kreis Höxter zusammengeschlossen und die StĂ€dte und Gemeinden des Kreises Warburg neu gegliedert. Nach § 31 des gleichen Gesetzes bildeten die Stadt Warburg, die 14 vorher selbstĂ€ndigen Gemeinden Bonenburg, Calenberg, Dalheim, Dössel, Germete, Herlinghausen, Hohenwepel, Menne, Nörde, Ossendorf, Rimbeck, Scherfede, Welda und Wormeln aus dem Amt Warburg-Land sowie die Gemeinde Daseburg aus dem Amt Borgentreich die neue Stadt Warburg. Die Ämter wurden aufgelöst; Rechtsnachfolgerin des Amtes Warburg-Land ist die Stadt Warburg.[57] Die eingegliederten Gemeinden entsprechen den heutigen Stadtteilen.

Nach Zusammenlegung der Stadt mit den Gemeinden des Amtes Warburg-Land gab es zusĂ€tzlich zum Rathaus Zwischen den StĂ€dten die Amtsverwaltung Warburg-Land an der Kasseler Straße, die nach dem Abzug der Kreisbehörden aufgegeben wurde. Stattdessen wurde das Behördenhaus an der Bahnhofstraße bezogen.

Einwohnerentwicklung

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen der Stadt Warburg nach dem jeweiligen Gebietsstand, bei einigen Zahlen zusĂ€tzlich nach heutigem Gebietsstand. Es handelt sich bis 1970 und bei 1987 um VolkszĂ€hlungsergebnisse[58][59][60][61] und ab 1975 um amtliche Fortschreibungen des Landesamtes fĂŒr Datenverarbeitung und Statistik.[62] Die Zahlen von 1975 bis 1985 sind geschĂ€tzte Werte, die Zahlen ab 1990 Fortschreibungen auf Basis der Ergebnisse der VolkszĂ€hlung von 1987. Die Angaben beziehen sich ab 1871 sowie fĂŒr 1946 auf die Ortsanwesende Bevölkerung, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und ab 1985 auf die Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung. Vor 1871 wurden die Einwohnerzahlen nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt. Vor dem Jahr 1618 sollen 16.000 BĂŒrger in der Stadt gewohnt haben, 1648 waren es nur noch 2000 Einwohner.

Bevölkerungsentwicklung in Warburg von 1818 bis 2007 (untere Linie: jeweiliger Gebietsstand, obere Linie: heutiger Gebietsstand)
Jahr Einwohner
1818 (31. Dez.) 2.171
1831 (31. Dez.) 3.260
1837 (31. Dez.) 3.255
1843 (31. Dez.) 3.504
1849 (3. Dez.) 3.915
1852 (3. Dez.) 3.862
1858 (3. Dez.) 3.938
1867 (3. Dez.) 3.957
1871 (1. Dez.) 4.408
Jahr Einwohner
1880 (1. Dez.) 4.592
1885 (1. Dez.) 4.883
1895 (1. Dez.) 5.256
1900 (1. Dez.) 5.132
1905 (1. Dez.) 5.301
1910 (1. Dez.) 5.682
1925 (16. Juni) 6.281
1933 (16. Juni) 6.806
Jahr Einwohner
1939 (17. Mai) 6.591
17.285 1
1946 (29. Okt.) 10.373
1950 (13. Sep.) 10.850
25.998 1
1961 (6. Juni) 9.236
22.182 1
1970 (27. Mai) 9.360
22.859 1
1975 (31. Dez.) 22.142
Jahr Einwohner
1980 (31. Dez.) 21.919
1985 (31. Dez.) 21.818
1987 (25. Mai) 21.887
1990 (31. Dez.) 22.562
1995 (31. Dez.) 24.178
2000 (31. Dez.) 24.204
2005 (31. Dez.) 24.294
2007 (31. Dez.) 23.986
2008 (31. Dez.) 23.726
2009 (31. Dez.) 23.611

1 heutiger Gebietsstand

Religion

Bei der VolkszĂ€hlung 1987 gaben 77 % der Befragten an, römisch-katholisch zu sein, 18 % waren evangelisch, ca. 1 % gehörten einer islamische Religionsgesellschaft an, 1 % anderen Religionsgesellschaften und 1,5 % gaben an, keiner Religion anzugehören oder machten keine Angabe.[63]

Christentum

In den Sachsenkriegen Karls des Großen wurde die Region an der Diemel vom Frankenreich unterworfen. Im Auftrag Karls des Großen missionierte im Jahre 774 der GrĂŒnder und Abt des Klosters Fulda, Sturmius, das Gebiet um Diemel und Weser. 805/806 wurde als erster Bischof Hathumar fĂŒr das neuerhobene Bistum Paderborn eingesetzt, das zu Beginn noch unter der Oberhoheit des Bistums WĂŒrzburg gestanden hat. Im Laufe der Zeit wurde das Bistum Paderborn rechtlich aufgewertet, ab 822 erhielt es Gerichtsbefugnisse im Territorium und ImmunitĂ€t, ab 885 das Recht der freien Bischofswahl durch den Domklerus. Im Jahre 822 wurde die Benediktinerabtei Corvey in der NĂ€he (bei Höxter) gegrĂŒndet, die im Jahre 1802 sĂ€kularisiert wurde. Warburg gehörte von 1321 bis 1806 zum FĂŒrstbistum Paderborn, in dem die Stadt unter anderem die HĂ€lfte der Mitglieder des stĂ€ndischen Rates bildete.

Warburg gilt als möglicher Standort der Irminsul, einer altsÀchsischen HauptheiligtumssÀule.

Das heutige Stadtgebiet ist mit Ausnahme des Ortsteils Herlinghausen traditionell katholisch geprĂ€gt. Ab 1816 erhöhte sich durch die preußische Verwaltung und die Entsendung von Beamten stetig der Anteil der Bewohner mit protestantischem Bekenntnis. 1826 wurde in der Kernstadt eine evangelische Kirchengemeinde gegrĂŒndet. Im Jahre 1890 hatte die evangelische Kirchengemeinde 948 Mitglieder (ungefĂ€hr 350 in Herlinghausen mitgerechnet), 1937 waren es circa 1.400, nach dem Krieg (Höchststand Oktober 1947) zeitweise 3.650 (auf die Stadt Warburg entfielen 2.200, 400 waren in Dössel in einem FlĂŒchtlingslager untergebracht). Nachdem in Warburg nicht genĂŒgend ArbeitsplĂ€tze vorhanden waren, zogen viele der FlĂŒchtlinge in die industriellen BallungsrĂ€ume weiter, so dass sich die Anzahl der evangelischen GlĂ€ubigen wieder stark reduzierte. In den 1980er und 1990er Jahren kamen durch SpĂ€taussiedler weitere hinzu. Die Protestanten blieben jedoch in der Minderheit. Im Jahre 1975 erhöhte sich durch die Eingemeindungen der umliegenden Dörfer der Anteil der Katholiken im Stadtgebiet noch einmal.

Katholische Kirche

Die Erasmuskapelle auf dem Burgberg ĂŒber der Krypta der St.-Anderas-Basilika

Das Ă€lteste erhaltene Baudenkmal ist die Krypta der frĂŒheren romanischen St.-Andreas-Basilika. Sie gehörte zur Burg des Grafen Dodiko, wurde als Ober- und Unterkirche im 11. Jahrhundert errichtet und im DreißigjĂ€hrigen Krieg zerstört. 1681 wurde die erhalten gebliebene Krypta mit einer Wallfahrtskirche des Hl. Erasmus ĂŒberbaut.[64] Nachdem Graf Dodiko keine Nachkommen hatte, fiel sein Erbe um 1020 an das Bistum Paderborn, das 1321 zum FĂŒrstbistum erhoben wurde und bis zum Ende des Heiligen Römischen Reiches im Jahre 1806 existierte. 1929 kam es zum Erzbistum Paderborn. Der Paderborner Bischof grĂŒndete 1228–1230 die Warburger Neustadt, um seinen Gebietsanspruch gegenĂŒber dem Kölner Erzbischof zu verteidigen.

Blick auf die Neustadtkirche St. Johannes Baptist

Die heutigen Hauptkirchen sind die katholische Neustadtkirche St. Johannes Baptist, erbaut 1264, und die katholische Altstadtkirche St. MariĂ€ Heimsuchung, erbaut 1299. Die Dominikaner kamen 1281 nach Warburg. Der Dominikanerkonvent Warburg befand sich „zwischen den StĂ€dten“. Im Mittelalter siedelten sich mehrere Kaland-Bruderschaften in Warburg, mehrheitlich in der Neustadt, an. Nach ihnen ist die Kalandstraße benannt. Die ehemalige Pfarrkirche der Altstadt war ab 1283 die Dominikanerkirche Maria in vinea. Die Neustadt- und die Altstadtgemeinde haben je ein Pfarrzentrum im Böttrich- und im Arndoldihaus, zwei spĂ€tgotischen FlettdeelenhĂ€usern aus dem 16. Jahrhundert. Jede Kirchengemeinde ist TrĂ€ger von zwei KindergĂ€rten. Auf den umliegenden Ortschaften gibt es in jedem Ortsteil mit Ausnahme von Dalheim und Herlinghausen eine katholische Ortskirche und ein Gemeindehaus. Die Kirchengemeinden im Stadtgebiet Warburg bilden zwei PastoralverbĂŒnde[65] und gehören zum Dekanat Höxter-Warburg.

Das Gymnasium Marianum mit seiner Kirche

Die Reformation ließ die Warburger BĂŒrger und den Klerus nicht unberĂŒhrt, wie im FrĂŒhjahr 1570 der damalige Domkantor feststellte, der in seinem Archidiakonat Warburg, das damals 25 Pfarreien umfasste, eine Visitation durchfĂŒhrte.[66] WĂ€hrend der Reformationszeit war Warburg im Ganzen immer katholisch geblieben. Zu dieser Entwicklung trugen der Theologe Otto Beckmann, der Dominikanerorden und die Kaland-BrĂŒderschaften bei. Die Ansiedlung von Jesuiten 1664 in Warburg, die der Paderborner Bischof gewĂŒnscht hatte, war nicht notwendig und wurde 1700 rĂŒckgĂ€ngig gemacht. Im Jahre 1628 wurde mit finanzieller UnterstĂŒtzung des aus Warburg stammenden Mainzer Kanonikers H. Thöne im Dominikanerkloster eine stĂ€dtische höhere Schule, das Gymnasium Marianum gegrĂŒndet und eingerichtet, die Dominikaner stellten die Lehrer. Der Dominikanerkonvent wurde 1810 von der Regierung des Königreichs Westfalen unter Napoleons Einfluss unterdrĂŒckt, die Schule wurde aber weiter von den Dominikanern geleitet. Der Dominikanerkonvent wurde von der preußischen Regierung im Jahre 1826 endgĂŒltig aufgehoben. Nach dem Kulturkampf kamen die Dominikaner wieder nach Warburg, um ihre Novizen dort auszubilden und sie auf das Gymnasium zu schicken. Die Dominikaner zogen nach dem Bau des neugotischen Dominikanerklosters St.-Maria-Himmelfahrt (1906–1915) in das in der NĂ€he, am Bahnhof, errichtete neue KlostergebĂ€ude. Sie gaben ihren Konvent in Warburg Anfang der 1990er Jahre auf. Neben den Dominikanern gab es andere Ordensgemeinschaften. Der katholische Frauenorden Arme Schulschwestern leitete die mittlere MĂ€dchenschule auf der HĂŒffert, die ab 1900 und seit 1955 das heutige HĂŒffertgymnasium ist. In der Altstadt gab es den Orden der Vinzenzschwestern, der Kindergarten, Kranken- und Altenpflege und eine NĂ€hschule unterhielt. In der Altstadt und in der Neustadt gab es je ein Beginenhaus.

Die katholische Kirche war TrĂ€gerin des Krankenhauses St.-Petri-Hospital, das zuerst in der Innenstadt und spĂ€ter auf der HĂŒffert angesiedelt war und in dem ein katholischer Schwestern-Vinzenzius-Orden die Krankenpflege ĂŒbernommen hatte. Dort ist heute das Corvinushaus der evangelischen Gemeinde untergebracht. Die Kirche grĂŒndete das St.-Laurentius-Heim fĂŒr Heranwachsende mit körperlichen oder geistigen Behinderungen und ist dessen TrĂ€ger. Die katholische Kirche und katholische Kongregationen sind TrĂ€ger verschiedener kirchlicher Einrichtungen wie Caritas-Station und Alten- und Pflegeheime, zum Beispiel das St.-Johannes-Haus der Vinzentinerinnen und der Hainberg der Serviamschwestern. Im Ortsteil Bonenburg wurde um 1935 der Kreuzweg Bonenburg angelegt.

Evangelische Kirche

Seit der Reformation existiert eine evangelische Gemeinde in Herlinghausen, heute ein Ortsteil von Warburg. Herlinghausen und Hagedorn waren die beiden einzigen Ortschaften im ehemaligen FĂŒrstbistum Paderborn, die nach der Reformation mehrheitlich evangelisch blieben. Herlinghausen wurde bis ins 19. Jahrhundert von den Pfarrern des hessischen Nachbarorts Ersen pastoral mitbetreut.

Nach der Eroberung Westfalens 1802 durch die Preußen bis zur französischen GrĂŒndung des Königreichs Westfalen und als Warburg nach dessen Auflösung wieder preußisch wurde, zogen protestantische GlĂ€ubige nach Warburg, die meist als preußische Beamte in den dortigen Behörden arbeiteten. Nach der GrĂŒndung eines Komitees zur Bildung einer evangelischen Gemeinde 1820 wurde der Bielefelder Superintendent Scheer beauftragt zu erkunden, ob eine selbstĂ€ndige Kirchengemeinde in Warburg möglich sei.[67]. Diese wurde 1826 gegrĂŒndet. Der Superintendent war erstaunt ĂŒber der Existenz der Herlinghauser Gemeinde, die zu seinem Sprengel gehörte, aber von der er nichts wusste. Die um 1200 erbaute Dominikanerkirche Maria-in-vinea (Maria im Weinberg) wurde am 21. Dezember 1824 durch königliche Kabinettsorder Friedrich Wilhelms III. der evangelischen Gemeinde als Eigentum zugewiesen und dem katholisch geprĂ€gten Gymnasium Marianum die Mitbenutzung fĂŒr Schulmessen vertraglich zugesichert. Sie ist in dieser Hinsicht noch heute Simultankirche. Der Gemeinde besitzt das Corvinus-Haus als Gemeindezentrum, das Evangelische Familienzentrum Arche und die Kirche in Herlinghausen. Das christliche Freizeitzentrum Kirchberghof in Herlinghausen ist eigenstĂ€ndiger Kooperationspartner der Kirchengemeinde. FĂŒr die protestantischen GlĂ€ubigen im westlichen Stadtgebiet von Warburg gibt es in Rimbeck eine weitere Kirchengemeinde mit Kirche und Gemeindehaus und dem Alters- und Pflegeheim Haus Phöbe.

Die Gemeinden Warburg-Herlinghausen und Rimbeck-Scherfede gehören zum 1840 gegrĂŒndeten Kirchenkreis Paderborn der Evangelischen Kirche von Westfalen.[68]

Seit den 1990er Jahren gibt es eine Freie evangelische Gemeinde in Warburg[69], die von SpĂ€taussiedlern gegrĂŒndet wurde.

Syrisch-orthodoxes Kloster

Das syrisch-orthodoxe Kloster

Das Erzbistum Deutschland der syrisch-orthodoxen Kirche bestand von 1997 bis zum September 2010. Es hatte seinen Bischofssitz im ehemaligen Dominikanerkloster in Warburg. Das Kloster trÀgt seit dem Besitzerwechsel den Namen St. Jakob von Sarug. Seit der Renovierung des Klosters dient es als syrisch-orthodoxes Zentrum in Westfalen. Etwa 60 syrisch-orthodoxe Familien haben sich in Warburg niedergelassen.[70]

Nachdem eine Synode der syrisch-orthodoxen Kirche Mitte September 2010 die Aufteilung des Erzbistums Deutschland in zwei Diözesen beschlossen hat, sucht die neue Norddiözese, in deren Gebiet auch Warburg liegt, einen neuen Bischofssitz fĂŒr den Bischof Mor Julius Hanna Aydin[71], der schon als Abt des Klosters und Leiter des angegliederten Priesterseminars tĂ€tig war. Neuer Abt des Klosters soll der Mönchspriester Raban Georgis Gevriye werden. Die Zukunft des Klosters und des Priesterseminars ist bislang noch unklar.[72]

Andere Religionsgemeinschaften

Durch die Ansiedlung von Russlanddeutschen und SpĂ€taussiedlern aus SĂŒdosteuropa in den 1980/1990er Jahren kamen Christen mit orthodoxem und katholischem Bekenntnis, AnhĂ€nger von Freikirchen.

JĂŒdisches Leben in Warburg

Warburg hatte eine bedeutende jĂŒdische Gemeinde und den höchsten jĂŒdischen Bevölkerungsanteil im FĂŒrstbistum Paderborn. Um 1800 waren von 2.000 Einwohnern Warburgs etwa 200 und um 1900 von 5.000 Einwohnern etwa 300 jĂŒdischen Glaubens. Im 19. Jahrhundert hatte das jĂŒdische Landesrabbinat seinen Sitz in Warburg. Die jĂŒdische Schule war ab 1861 eine öffentliche Einrichtung und besaß ab 1909 ein eigenes SchulgebĂ€ude. Daneben bestanden kleine Landgemeinden (Gemeinschaften) in Rimbeck, Ossendorf, Daseburg, Herlinghausen und Hohenwepel.[73] In Warburg und in Rimbeck gibt es noch jĂŒdische Friedhöfe. Ein weiterer Grund fĂŒr den hohen jĂŒdischen Bevölkerungsanteil mag sein, dass Warburg auf Missionierungsauflagen verzichtete, anders als z.B. in Kassel, wo jĂŒdische BĂŒrger sich nach der Reformation regelmĂ€ĂŸig MissionsvortrĂ€ge von Geistlichen anhören mussten.[74] Einige Warburger Juden erlangten internationale Bekanntheit.

Die Synagoge in der Altstadt wurde wĂ€hrend der Novemberpogrome 1938 von einem in Arolsen stationierten SS-Kommando weitgehend zerstört. Heute dient das wieder aufgebaute GebĂ€ude als Wohnhaus. Die TĂŒr der Synagoge ist erhalten geblieben. Viele Warburger Juden wurden nach Riga deportiert.[75]

Einige jĂŒdische Familien kamen ab 1945 nach Warburg zurĂŒck. Es wurde versucht, wieder eine jĂŒdische Gemeinde aufzubauen; dies scheiterte an der notwendigen Anzahl von mĂ€nnlichen Gemeindegliedern. Heute leben nur noch wenige jĂŒdische BĂŒrger in Warburg.

Politik

Die letzten Kommunalwahlen fanden am 30. August 2009 statt. Gewinner in Warburg war mit dem Erreichen der absoluten Mehrheit die CDU. Die nÀchsten Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen finden im Jahre 2014 statt.

Stadtrat

Die folgende Tabelle zeigt die Zusammensetzung des Stadtrates und die Kommunalwahlergebnisse seit 1975[76][77]:

Rat der Stadt Warburg: WÀhleranteil und GemeinderÀte seit 1975
CDU Nordrhein-Westfalen
SPD Nordrhein-Westfalen

BĂŒrger-Union1

BĂŒndnis 90/Die GrĂŒnen
FDP Nordrhein-Westfalen
Die Linke

Einzel-
bewerber

Gesamt2 Wahl-
beteiligung
Wahlperiode  % Mandate  % Mandate  % Mandate  % Mandate  % Mandate  % Mandate  % Mandate  % Gesamtanzahl der Sitze im Rat  %
1975–1979 58,17 24 16,17 6 21,77 9 – – 3,89 0 – – − − 100 39 88,41
1979–1984 57,30 23 19,83 8 18,83 8 – – 4,04 0 – – − − 100 39 77,44
1984–1989 52,05 22 19,65 8 19,25 7 5,51 2 3,53 0 – – 1,00 0 100 39 76,00
1989–1994 49,26 20 27,73 11 14,59 5 5,55 2 2,87 0 – – − − 100 39 73,71
1994–1999 50,44 20 30,06 12 12,78 5 6,71 2 – – – – − − 100 39 84,55
1999–2004 60,35 23 25,25 10 6,82 2 5,04 2 2,54 1 – – − − 100 38 63,37
2004–2009 58,53 22 21,60 8 10,29 4 6,50 3 3,08 1 – – − − 100 38 58,74
2009–2014 55,09 21 19,01 7 10,53 4 7,45 3 5,43 2 2,49 1 − − 100 38 55,57
Prozentanteile gerundet. Quellen: Landesdatenbank NRW[78]; Landesbetrieb Information und Technik NRW[79]

1 BĂŒrger-Union
2 ohne BerĂŒcksichtigung von Rundungsdifferenzen

Derzeitige Fraktionsvorsitzende sind Willi Vonde (CDU), Karl-Heinz Hellmuth (SPD), Franz-Josef Rose (BĂŒndnis 90/Die GrĂŒnen), Wolfgang Gumm (BĂŒrger-Union) und Peter von Schöning (FDP). Der Stadtrat hat 38 Sitze.

BĂŒrgermeister

Der gegenwĂ€rtige BĂŒrgermeister Warburgs ist Michael Stickeln (CDU). Er setzte sich 2004 mit 69,4 % der Stimmen im ersten Wahlgang gegen die Kandidaten von SPD und FDP durch. 2009 wurde er ohne Mitbewerber mit 89,51 % wiedergewĂ€hlt. Erster stellvertretender BĂŒrgermeister ist Heinz-Josef Bodemann (Calenberg), zweite stellvertretende BĂŒrgermeisterin ist Felicitas Schimmel (Warburg), beide ebenfalls von der CDU.

Bis 1803 wurden der Rat und der BĂŒrgermeister jĂ€hrlich gewĂ€hlt.

  • 1803–1830: Wilhelm Franz von Hiddessen
  • 1831–1842: Adam Rinteln
  • 1843–1879: Heinrich Fischer
  • 1880–1884: Wilhelm Schmidt
  • 1884–1896: Leopold Wiegand
  • 1896–1900: Ewald Röper
  • 1901–1914: Franz Wilhelm von Schildt
  • 1915–1919: Paul Heinrich Lipps
  • 1919–1933: August Dissen
  • 1933–1945: Otto Schlötel (eingesetzt)
  • 1945–1948: Robert Peters, ehrenamtlicher BĂŒrgermeister, Franz Julius König, hauptberuflicher Stadtinspektor (beide wurden von den Amerikanern eingesetzt)
  • 1948–1952: Friedrich Becker
  • 1952–1964: Anton Böhlen
  • 1964–1969: Franz MĂŒrmann
  • 1969–1974: Heribert Schlinker, Warburg, BĂŒrger-Union
  • 1975–1989: Josef Dierkes, Menne, CDU
  • 1989–1999: Paul Mohr, Dössel, CDU
  • 1999–2004: Walter Hellmuth, Warburg, CDU (erster hauptamtlicher BĂŒrgermeister)
  • 2004: Michael Stickeln, Dössel, CDU

Kommunaler Haushalt

FĂŒr das Haushaltsjahr 2007 betrug das Gemeindebudget 35.181.902,73 Euro (bereinigtes Rechnungsergebnis). Die Stadt war mit ca. 13 Millionen Euro verschuldet. Die Schulden rĂŒhrten teilweise aus frĂŒheren Verpflichtungen wie beispielsweise gegenĂŒber der ehemaligen stĂ€dtischen Krankenhaus-TrĂ€gergesellschaft und anderen Ausgaben wie durch die stĂ€dtische Musikschule her. Zeitweise konnte die Kommune den Haushalt nicht ausgleichen, deshalb war 2004 bis 2007 ein Haushaltssicherungskonzept notwendig. FĂŒr das Haushaltsjahr 2008 wurden als Haushaltssoll 33.368.000 und als betriebsbereinigtes Rechnungsergebnis 36.194.855,04 Euro festgestellt. FĂŒr das Haushaltsjahr 2009 beliefen sich die ErtrĂ€ge auf 34.661.280 und die Aufwendungen auf 37.962.610 Euro. Der Schuldenstand betrug 2009 (ohne Kommunalunternehmen) 14,3 Millionen Euro. Im Ergebnis des Haushaltsjahres 2010 belĂ€uft sich der Gesamtbetrag der ErtrĂ€ge auf 35.868.410 und der Aufwendungen auf 40.099.400 Euro.[80]

Wappen

Wappen der Stadt
Altes Wappen der Stadt
Blasonierung: Weiße (Silberne) Lilie auf blauem Schild

Die Lilie besteht aus drei stilisierten BlĂ€ttern, die von einem Band zusammengehalten werden. Das Recht zur FĂŒhrung dieses Wappens verlieh der RegierungsprĂ€sident Detmold am 30. Juni 1977. Die Lilie erschien erstmals 1227 auf den MĂŒnzen der Stadt. Im Mittelalter wurde Warburg als Liliengrund bezeichnet. Die Bedeutung der Wappenfarben und der Lilie sind nicht ĂŒberliefert, eventuell ist die Lilie als Mariensymbol zu deuten.[81]

Daneben existierte ein weiteres Wappen mit einem roten Stadttor auf goldenem Grund, der Stadtmauer, einem breiten Torturm und zwei schmalen SeitentĂŒrmen. Das blaue Walmdach des Torturms ist von zwei silbernen Lilien gekrönt; auf den blauen SpitzdĂ€chern der seitlichen TĂŒrme befinden sich silberne Lilien. In der blauen Toröffnung steht eine silberne heraldische Lilie. Im Siegel steht im offenen Stadttor ein Bischof, vermutlich der Bischof von Paderborn. Die Ă€ltesten Formen dieses Wappens erschienen 1254 und 1257. Das Stadttorwappen wurde fĂŒr große Siegel verwendet, die kleinen Siegel zeigten immer nur die Lilie.

Vor 1977 war eine Kombination beider Wappen gebrĂ€uchlich. Der Bischof war durch die Lilie auf blauen Grund, die den gesamten Torbogen ausfĂŒllte, ersetzt. Kleinere Lilien befanden sich auf den TurmdĂ€chern. Mit der Umschrift Stadt Warburg – Kreis Höxter wird dieses Wappen noch als Teil des Dienstsiegels der Stadt verwendet. Seit 1977 ist das Stadtwappen nur noch die Lilie auf blauen Grund ohne Stadtbefestigung.[82][83]

StÀdtepartnerschaften und -freundschaften

Die Stadt Warburg unterhĂ€lt StĂ€dtepartnerschaften mit Prochowice (Parchwitz) in der polnischen Woiwodschaft Niederschlesien und Ledegem in der belgischen Provinz Westflandern. DarĂŒber hinaus werden Freundschaften mit den brandenburgischen StĂ€dten Falkenberg/Elster und Luckau sowie Walchsee im österreichischen Bundesland Tirol gepflegt.

POL Prochowice COA.svg

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs kamen etwa 600 Vertriebene aus der Gegend um Prochowice (Parchwitz) im Powiat Legnicki, Polen nach Warburg und wurden im Lager Dössel oder im Umland untergebracht. In Warburg fanden regelmĂ€ĂŸig Treffen der Heimatvertriebenen aus Parchwitz statt. 1996 nahm erstmals die BĂŒrgermeisterin von Prochowice daran teil und es entstanden Kontakte mit den Vertretern der Politik. Am 25. Februar 1997 beschloss der Rat der Stadt Warburg eine offizielle StĂ€dtepartnerschaft. Noch im selben Jahr wurde ein Förderverein gegrĂŒndet und am 10. Oktober 1998 die Partnerschaftsurkunde unterzeichnet. Die Partnerschaft lebt durch gegenseitige Besuche der Bereiche Politik, Kultur, Musik, Tanz und Sport.

Ledegem (fusiegemeente) - wapenschild.jpg

Seit 1983 pflegt das Stadt- und Jugendorchester in Warburg eine Freundschaft mit den Musikfreunden in Sint-Eloois-Winkel, einem Stadtteil von Ledegem in Westflandern, Belgien. RegelmĂ€ĂŸige gegenseitige Konzertbesuche ließen private Freundschaften entstehen. Am 24. MĂ€rz 1998 beschloss der Stadtrat Warburgs, eine StĂ€dtepartnerschaft zu grĂŒnden. WĂ€hrend zweier Festwochenenden, vom 1. bis 3. Mai 1998 in St.-Eloois-Winkel und vom 9. bis 11. Oktober 1998 in Warburg, wurden die Partnerschaftsurkunden unterzeichnet. In dieser Freundschaft steht die Musik mit gemeinsamen Konzerten und gegenseitigen Besuchen im Vordergrund. Eine weitere Partnerschaft besteht zwischen der Löschgruppe Hohenwepel der Freiwilligen Feuerwehr Warburg und der Brandweer Ledegem. In regelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden werden Besuchsfahrten unternommen, zuletzt im Oktober 2010.

Wappen Stadt Falkenberg-Elster.png

Nach der deutschen Wiedervereinigung 1990 entstanden Kontakte zwischen Warburg und Falkenberg/Elster in Brandenburg. ZunĂ€chst bestanden die Beziehungen aus Aufbauhilfen in Verwaltung und Parlament. 1991 wurde eine offizielle StĂ€dtefreundschaft gegrĂŒndet. Ab 1992 vertieften sich die Beziehungen insbesondere auf den Gebieten der Kultur und des Tourismus. Zum zehnjĂ€hrigen JubilĂ€um wurde 2001 in Falkenberg ein Baum gepflanzt und ein Gedenkstein aufgestellt. Seit 2005 gibt es in Falkenberg den Warburger Platz und in Warburg die Falkenbergstraße.

Wappen at walchsee.svg

Der Musikverein, einige Kegelclubs und Familien aus dem Ortsteil Scherfede pflegten bereits seit LĂ€ngerem private Kontakte zu Walchsee in Tirol, Österreich. Am 15. September 1991 beschloss der Bezirksausschuss Scherfede, eine offizielle Partnerschaft einzugehen. Die Partnerschaftsurkunde wurde am 23. Mai 1992 in Scherfede unterzeichnet.

Wappen Luckau.png

Nachdem der Stadtkern von Warburg saniert worden war, schlug der Minister fĂŒr Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen 1991 vor, die Stadt Luckau in Brandenburg bei der Sanierung ihres historischen Stadtkerns zu unterstĂŒtzen. Die Stadt Warburg folgte dem Vorschlag. Daraus entwickelte sich eine StĂ€dtefreundschaft. 1992 wurde die Freundschaftsurkunde unterzeichnet.

Warburg war Hansestadt im mittelalterlichen Hansebund. Dieser Bund wurde 1983 als Neue Hanse wieder ins Leben gerufen und Warburg als Mitglied aufgenommen.

Kultur

Ortsmundart

Heute wird in Warburg und Umgebung Hochdeutsch gesprochen. Warburg liegt in der NĂ€he der sĂŒdlichen Grenze des niederdeutschen Sprachgebietes. Die Mundart im Warburger Land ist durch den sĂŒdostwestfĂ€lischen Dialekt beziehungsweise durch Plattdeutsch geprĂ€gt (niederdeutsche Sprache im ehemaligen Hochstift Paderborn). Die plattdeutsche Sprache wird im Warburger Land nur noch von einigen Ă€lteren Menschen gesprochen. Im 19. Jahrhundert ist die niederdeutsche Sprache in Warburg Stadt praktisch ausgestorben. In den umliegenden Dörfern lernten immer weniger Jugendliche das Plattdeutsche von den Eltern, bis der niederdeutsche Spracherwerb durch das Elternhaus um 1950 ganz verloren ging. Zudem gibt es nur wenige Unterrichtsangebote zum Spracherwerb der niederdeutschen Sprache. Vereinzelt werden Veranstaltungen organisiert, bei denen sich die Teilnehmer in Plattdeutsch unterhalten. Es wurden von einigen Autoren einige plattdeutsche Texte und ein Wörterbuch verfasst.[84] FĂŒr das Warburger Platt ist die mĂ€ĂŸige Diphthongierung des alten langen Ăź beziehungsweise die westfĂ€lische Brechung charakteristisch. Es gibt ostfĂ€lische und niederfrĂ€nkische Elemente in der Sprache.

Theater

PĂ€dagogisches Zentrum (PZ)

Im PĂ€dagogischen Zentrum (PZ) stehen 550 PlĂ€tze fĂŒr saisonale TheaterauffĂŒhrungen, die von der Volkshochschule organisiert werden, zur VerfĂŒgung. Es werden sowohl StĂŒcke mit professionellen Darstellern als auch LaienstĂŒcke, beispielsweise von SchĂŒlern, aufgefĂŒhrt. Von 2000 bis 2010 gab es pro Saison vier Vorstellungen, die mit jeweils 2.200 Besuchern immer ausverkauft waren.[85]

Kino

Warburg hat am Oberen Hilgenstock ein Cineplex-Kino mit fĂŒnf KinosĂ€len und insgesamt 800 PlĂ€tzen. Es setzt die Tradition des ehemaligen Desenberg-(Deli)-Kinos an der Kasseler Straße fort.

Museen

Das Stadtmuseum im Haus Stern

Das Museum im Stern, Sternstraße 35, ist das Stadtmuseum mit einer Sammlung aus der Ur- und FrĂŒhgeschichte, Stadtgeschichte, Wirtschafts- und Kunstgeschichte. Es finden dort regelmĂ€ĂŸig Wechselausstellungen statt. In der stadtgeschichtlichen Sammlung werden Urkunden und Briefe sowie die GrĂŒninger-Bibel von 1485 aus dem Besitz des ehemaligen Dominikanerklosters gezeigt. In der kunstgeschichtlichen Abteilung befinden sich Werke von Antonius Eisenhoit und die kĂŒnstlerische und architektonische Entwicklung in den Bauwerken Johann Conrad Schlauns. In dem Museum ist auch das Stadtarchiv untergebracht. Ferner gibt es noch eine Artothek, in der eine Sammlung von Kunstwerken von KĂŒnstlern wie Marcel Marceau und GĂŒnter Grass zusammengetragen ist.[86]

Das private BĂ€ckereimuseum, Lange Straße 6, wurde im Jahre 2007 geschlossen.

In den umliegenden Ortschaften gibt es einige heimatkundliche Sammlungen. Die meisten Kirchen in Warburg und den anderen Stadtteilen besitzen kunsthistorisch interessante Exponate. Im Nebenraum der AltstĂ€dter Kirche sind einige Exponate des Warburger KĂŒnstlers Antonius Eisenhoit ausgestellt.

Musik

Orchester

Das Warburger Stadt- und Jugendorchester wurde am 12. September 1979 vom Heimat- und Verkehrsverein Warburg als eigener Verein gegrĂŒndet. Seitdem hat sich das Orchester mit 150 Mitgliedern zum grĂ¶ĂŸten Verein dieser Art im Kreis Höxter entwickelt.[87] Daneben gibt es den Warburger MĂ€nnerchor. In fast allen Stadtteilen bestehen Musikvereine oder Dorforchester und in den Kirchengemeinden Kirchenchöre.

Konzerte und Festivals

Unter dem Titel Warburger Meisterkonzerte werden ĂŒber das ganze Jahr Konzerte mit EinzelkĂŒnstlern, Orchestern und Bands angeboten. Die Konzerte finden in der Aula und im Innenhof des Gymnasium Marianum statt.

Das 1983 gegrĂŒndete Kulturforum Warburg e.V. hat zum Ziel, Kultur im lĂ€ndlichen Raum zu vermitteln und organisiert Konzerte, Auftritte von KĂŒnstlern, Ausstellungen etc.[88]

Das Art of Darkness ist ein seit 1994 zunĂ€chst jĂ€hrlich, spĂ€ter in unregelmĂ€ĂŸiger Folge in Warburg-Scherfede und Warburg-Germete stattfindendes Metal-Festival, das von der Melodic-Death-Metal-Band Burden of Grief prĂ€sentiert wird. Bisher sind unter anderem Tankard, Hatesphere, End of Green und Disillusion aufgetreten.[89]

Das Festival Rock gegen Regen wurde ab 1995 zunĂ€chst in Warburg selbst, spĂ€ter in Warburg-Scherfede veranstaltet. Seit 2006 findet es in Grebenstein (Hessen) statt. Der musikalische Schwerpunkt des Festivals liegt auf Rock, Punk und Ska, neben nationalen KĂŒnstlern treten lokale Nachwuchsbands auf. [90]

Bauwerke

Siehe auch: Liste der BaudenkmÀler in Warburg

Burgen, Schlösser und GutshÀuser

Blick auf die Burg Desenberg

Burg Desenberg ist eine Burgruine auf dem Desenberg, die vermutlich bereits im 8. Jahrhundert entstanden ist. Erhalten ist unter anderem ein begehbarer Turm. Das Schloss Welda wurde 1734 als reprĂ€sentatives Barockschloss errichtet. 1754 wurde es mit einer Orangerie ergĂ€nzt. Ein VorgĂ€ngerbau bestand eventuell bereits um 1588. Das Schloss Dalheim (auch Gut Dalheim) wurde 1698 erbaut. Die grĂŒnderzeitliche Villa Rothenburg in Daseburg von 1896 hatte um 1520 einen VorgĂ€ngerbau. Das Gut Rothehaus in Daseburg unterhalb des Desenbergs wurde vermutlich im 16. Jahrhundert erbaut und im 19. Jahrhundert umgebaut. Das Gut (Haus Riepen) in Dössel aus dem Jahr 1667 erhielt 1896 seine heutige Form. Ein Herrenhaus von 1703 ist der Ă€lteste Teil des Gutes Übelngönne in Daseburg.

Die Burganlage Wartburg des Grafen Dodiko auf dem Warburger Burgberg (Wartberg) ist teilweise ĂŒberbaut und in die Befestigungswerke einbezogen. Von der ursprĂŒnglichen Höhenburg des 1299 und 1880 im Barockstil umgebauten Schlosses Calenberg (auch: Burg Calenberg) in Calenberg sind nur noch der Palas und das Zehnthaus vorhanden. Von der Asselerburg in Ossendorf aus dem 12. bis frĂŒhen 14. Jahrhundert sind noch kleine Reste erhalten, wĂ€hrend von der Asler Burg nur noch der Standort nachweisbar ist. Von der Burg Rozdehusen bei Bonenburg und der Wallburg am Gaulskopf in Ossendorf existieren rudimentĂ€re Reste, von einer weiteren Burg am Gaulskopf ist nichts mehr vorhanden.

Mittelalterliche Befestigungsanlagen

Sackturm, erbaut 1443, und Sacktor

Die im 14. Jahrhundert errichtete Stadtbefestigung ist mit Resten der mittelalterlichen Stadtmauer beider StĂ€dte, fĂŒnf WehrtĂŒrmen und zwei Stadttoren teilweise erhalten und eine der Hauptattraktionen fĂŒr Touristen. Im Mittelalter war Warburg zum grĂ¶ĂŸten Teil von einem doppelten Mauerring aus Bruchsteinen umgeben, durch den die Stadttore der Alt- und Neustadt fĂŒhrten.

Die AltstĂ€dter BĂŒrger errichteten zunĂ€chst die Verbindungsmauer von der Burg zum Johannistor-Turm. Auf halber Höhe des Burgberges wurde der Chattenturm erbaut. Der runde Sackturm (Sachsenturm) neben dem um 1300 erbauten Sacktor wurde erst 1443 errichtet. Es ist der massivste und höchste Turm und war das Wahrzeichen Alt-Warburgs. Ab 1446 hatte er auch die Funktion eines GefĂ€ngnisses. Das Sacktor befand sich in der NĂ€he des westlichen Zugangs zur bischöflichen Burg und auf dem höchsten Punkt der Sackstraße. Dort konkurrierten bischöfliche mit Interessen von Alt- und NeustadtbĂŒrgern.

Bis zum Jahre 1830 hatte die Stadt Warburg etwa zehn StadttĂŒrme und neun Stadttore. In den Mauern der Altstadt befanden sich fĂŒnf und in der Neustadt vier Stadttore, von denen jedoch nur das Sacktor und das Johannistor erhalten geblieben sind. Zwischen 1801 und 1840 wurden die anderen Tore abgebrochen, deren Gestalt teilweise ĂŒberliefert ist. Die Form der Toranlage war bedingt durch den Stadtzwinger, den Raum zwischen Innen- und Außenmauer. Das Sacktor oder Petritor wurde als typisches Zwillingstor ausgebaut, dessen Ă€ußerer Torbogen nach dem Verfall nicht wieder aufgebaut wurde. Heute ist im Sackturm eine GedenkstĂ€tte fĂŒr Opfer des Zweiten Weltkriegs eingerichtet, die ĂŒber den Burgfriedhof besucht werden kann. UrsprĂŒnglich waren ĂŒber zwanzig WehrtĂŒrme im Kranz der mittelalterlichen Befestigungsanlage vorhanden. Davon sind fĂŒnf erhalten geblieben: Biermanns-, Chatten-, Johannis-, und Sackturm in der Altstadt und Frankenturm in der Neustadt. Die Rundbauten Sackturm und Biermannsturm besitzen sechseckige Dachhauben, die TĂŒrme mit quadratischem Grundriss, Johannis- und Frankenturm, haben ein rechteckiges Dach. Der Chattenturm am Burgfriedhof ist oben offen und bietet einen weiten Ausblick ĂŒber das Diemeltal in das benachbarte Hessen.

Kirchen und Klöster

Die katholische Neustadtkirche St. Johannes Baptist

Die frĂŒhgotische katholische Neustadtkirche St. Johannes Baptist wurde um 1230 erbaut und 1264 eingeweiht.

Die katholische Altstadtkirche St. MariĂ€ Heimsuchung ist die zweite AltstĂ€dter Pfarrkirche. Sie wurde 1288 bis 1297 erbaut und 1299 eingeweiht, nachdem die Dominikaner die Kirche St. Maria in vinea ĂŒbernommen hatten. Im Inneren der Kirche befinden sich Kunstwerke aus verschiedenen Epochen, wie z.B. ein barocker Kreuzaltar.

Die evangelische Altstadtkirche St. Maria in vinea

Die frĂŒhgotische evangelische Kirche St. Maria in vinea (Maria im Weinberg) war bis 1283 die Pfarrkirche der Warburger Altstadt. Nach einem lĂ€ngeren Streit des Paderborner Bischofs Otto von Rietberg mit den BĂŒrgern der Altstadt ĂŒbernahmen sie 1286 die in Warburg ansĂ€ssigen Dominikaner. Sie war bis zur SĂ€kularisation 1803 die Kirche des ersten Dominikanerklosters. Seit 1824 ist sie die Kirche der evangelischen Gemeinde.

Das heutige Gymnasium Marianum befindet sich seit 1628 im frĂŒheren ersten Dominikanerkloster. Damals leiteten es die Dominikaner. Nachdem das Kloster durch die preußische Regierung im Jahr 1826 aufgelöst worden war, wurde es preußisches Progymnasium und 1874 als Gymnasium ausgebaut. Es ist mit dem Rathaus und der evangelischen Kirche ein das Stadtbild der Altstadt prĂ€gendes Bauwerk. Der gotische Kreuzgang im Marianum ist neben der Altstadtkirche eine der bedeutendsten kĂŒnstlerischen Hinterlassenschaften der Dominikaner.

Das zweite neugotische Dominikanerkloster St. Maria Himmelfahrt wurde von 1906 bis 1915 erbaut. Es dient nach dem erneuten Weggang der Dominikaner im Jahr 1995 als Kloster der syrisch-orthodoxen Kirche in Deutschland und Sitz eines Erzbischofs.

Die Erasmuskapelle (Burgkapelle genannt) auf dem GelĂ€nde der frĂŒheren Wartburg auf dem Burgberg, dem heutigen Burgfriedhof, wurde im 11. Jahrhundert erbaut und enthĂ€lt mit der im Untergeschoss befindlichen romanischen Krypta der frĂŒheren St.-Andreas-Kirche das Ă€lteste erhaltene Baudenkmal der Stadt. Die Kapelle wurde 1681 als Wallfahrtskirche erneuert.

In Warburg selbst existierte sowohl in der Altstadt als auch in der Neustadt je ein Beginenhaus. Das Haus in der Beginenstraße wurde 1357 erstmals erwĂ€hnt und ist vermutlich Ende des 15. Jahrhunderts untergegangen. Im Jahr 1474 wurde das NeustĂ€dter Beginenhaus in der Papengasse neben dem Pfarrhaus erstmals erwĂ€hnt, das vermutlich Ende des 16. Jahrhunderts unterging.

Außerhalb des Stadtkerns liegen drei Klöster:

  • Das Kloster Hardehausen im Ortsteil Scherfede wurde im 12. Jahrhundert gegrĂŒndet. Heute dient es der Bildungsarbeit des Erzbistums Paderborn.
  • Das Kloster Wormeln in Wormeln wurde im 13. Jahrhundert als Frauenkloster gestiftet.
  • Zum Mutterhaus der 1922 gegrĂŒndeten Schwesterngemeinschaft Serviam in Germete gehört ein GebĂ€ude in Richtung Ossendorf, das als FamilienerholungsstĂ€tte genutzt wird.

Profanbauten

Das Rathaus zwischen den StÀdten

Das Rathaus zwischen den StĂ€dten wurde 1568 als gemeinsames Rathaus der vereinigten Alt- und Neustadt mit zwei getrennten EingĂ€ngen fĂŒr Alt- und NeustĂ€dter auf der Grenze der beiden StĂ€dte gebaut. Der Renaissancebau wurde 1902/03 mit einem Fachwerkgeschoss erweitert. Er steht an der Stelle des frĂŒheren Liebfrauentores, der einzigen inneren Verbindung der beiden StĂ€dte. Das Rathaus dient als Standesamt und fĂŒr Feierlichkeiten.

Das ehemalige AltstĂ€dter Rathaus ist ein großer Steinbau aus Kalkbruchstein mit dreistufigen Staffelgiebeln aus dem Jahr 1336/37 und steht am Markt der Warburger Altstadt. Heute dient das 1973 renovierte GebĂ€ude Gastronomie- und Wohnzwecken.

BĂŒrgerliche Wohnbauten

Das EckmÀnneken-Haus

In Warburg existieren einige gut erhaltene Fachwerkbauten, die teilweise zu den Àltesten in Nordrhein-Westfalen zÀhlen.

Das EckmĂ€nneken in der Altstadt, Lange Straße 2, wurde 1471 erbaut und ist eines der Ă€ltesten FachwerkgebĂ€ude Westfalens mit VierstĂ€nderbauweise. Seinen Namen trĂ€gt das Haus wegen der Figuren an den Eckpfeilern. Das ehemalige Zunfthaus der BĂ€cker ist heute ein Restaurant.

Das Corvinushaus in der Sternstraße 19 stammt aus dem 15. Jahrhundert. UrsprĂŒnglich war es ein niedrigeres Saalhaus aus Stein mit zweistufigen Staffelgiebeln, das in den Jahren 1488/89 mit einem Hinterhaus erweitert und 1490/91 oberhalb der Staffelgiebel mit Fachwerk erhöht wurde.

Die Hirsch-Apotheke befindet sich in einem gotischen Steinbau, dessen ursprĂŒngliche Staffelgiebel durch einen barocken Umbau 1705 verĂ€ndert wurden.

Das AltstĂ€dter Arnoldihaus ist ein spĂ€tgotisches Fachwerkhaus, das 1513 erbaut und 1970 erneuert wurde. Es ist benannt nach dem in Warburg geborenen Johannes Arnoldi und gilt als das stattlichste spĂ€tgotische BĂŒrgerhaus in Warburg. Heute nutzt es die katholische Gemeinde der Altstadt als Pfarrzentrum.

Das 1538 von dem Fleischer Johannes Assooer errichtete Berg-Goldschmidt-Haus in der Joseph-Kohlschein-Straße 28 war ein typisches Handwerkerhaus. 1722 bis 1943 bewohnten es die jĂŒdischen Familien Berg und Goldschmidt.

Das Haus Böttrich in der Sternstraße 13, das heutige Pfarrzentrum der Neustadt, ist ein Fachwerkhaus der Renaissance und wurde von 1558 bis 1560 erbaut. Erneuert wurde es 1980 bis 1982.

Parks, Friedhöfe und Natur

Parks

Acht Parks in den Ortschaften außerhalb des Stadtkerns bei Klöstern, einem Schloss, Burgen und GuthĂ€usern sind fĂŒr die Öffentlichkeit nicht zugĂ€nglich. Der einzige öffentliche Park befindet sich im Kurort Germete.

Der zwei ha große Kurpark Germete wurde zusammen mit dem Bau des Kur- und Badehauses in den 1970er Jahre im Tal des KĂ€lberbaches angelegt. Der Park liegt in nördlichen Ortsteil und ist mit Stauden und einheimischen BĂ€umen bepflanzt; es gibt dort ein Wassertretbecken und einen Teich.[91]

Der Gutspark Haus Riepen (Dössel) (1 ha) ist ein historischer Landschaftspark. Er wurde wahrscheinlich am Ende des 19. Jahrhunderts eingerichtet, mit fremdlĂ€ndischem Gehölz bepflanzt und eventuell als Arboretum geplant. AuffĂ€llige SolitĂ€rbĂ€ume sind eine Pyramideneiche, ein Tulpenbaum und eine Platane. Eine Grotte befindet sich unterhalb des Hanges in Richtung SĂŒdosten. Es wird vermutet, dass die historische Parkanlage wesentlich grĂ¶ĂŸer war.[92]

Der Gutspark Übelngönne (Daseburg) (ursprĂŒnglich 18 ha, heute 4 ha) liegt um das Gutshaus auf einer Anhöhe oberhalb eines Teichs. Zur GrĂŒnanlage gehörte eine eigene GutsgĂ€rtnerei. Ein Teil der FlĂ€che wurde in Ackerland umgewandelt, eine Kreisstraße zerteilt heute das GelĂ€nde. Am Teich steht ein historisches Teehaus. Es existiert noch eine Sandstein-StĂŒtzmauer mit einem Eiskeller (Portal und Wappen).[93]

Der Burggarten Calenberg (etwa 1,5 ha), auf einer Bergkuppe gelegen, ist ein historischer Landschaftsgarten, von dem einige AltbaumbestÀnde, ein Wasserbecken, eine Grotte und ein Pavillon erhalten sind. Die aufwendige Gartenanlage aus dem 19. Jahrhundert wurde wesentlich vereinfacht.[94]

Der Park Forsthaus Calenberg (etwa 4 ha) ist ein historischer Landschaftspark, der wahrscheinlich in der zweiten HĂ€lfte des 19. Jahrhunderts entstand und aus Wiesen und vielen alten SolitĂ€rbĂ€umen besteht. Ein Forsthaus steht sĂŒdlich des Parks, der von einem Bach und ZĂ€unen mit einem alten Gartentor begrenzt ist.[95]

Der Schlosspark Welda (ca. 1 ha) ist ein Barock- und Landschaftsgarten, der Garten zwischen 1738 und 1758 von dem GartenkĂŒnstler Carl Hatzel angelegt wurde. Auf dem sĂŒdlichen Zufahrtsweg zum Schloss befindet sich eine Lindenallee mit einem Rondell vor dem Schlosseingang. Eine barocke Gartenmauer im nördlichen Teil des Gartens ist teilweise eingestĂŒrzt.[96]

Einer der Teiche im Klostergarten Hardehausen

Zum Kloster Hardehausen gehörte ein historischer Barockgarten, Nutzgarten und Landschaftspark (circa 18 ha). Die Parkanlage ist von einer Gartenmauer umschlossen. Im Hofgarten sind ein Teich (ehemals mit vier FontĂ€nen) und altem Baumbestand erhalten. Der barocke PrĂ€latengarten lĂ€sst die gartenkĂŒnstlerische Pracht erahnen, wenngleich er nicht mehr in seiner ursprĂŒnglichen Form vorhanden ist.[97]

Der Park Klostergut Wormeln ist ein historischer Landschaftsgarten, der wahrscheinlich um 1887 mit dem Bau der Villa angelegt wurde. Es wird vermutet, dass das Areal vorher Nutzgartenwar. Das Äbtissinnenhaus war das Gartenhaus. Der Park ist grĂ¶ĂŸtenteils von einer hohen Mauer umgeben.[98]

Friedhöfe

Der Burgfriedhof von Warburg ist auf dem GelĂ€nde der alten Burganlage zwischen den StĂ€dten wie ein Park angelegt. Die ZugĂ€nge zum Friedhof sind von der Altstadt (bergaufwĂ€rts) sowie von der Neustadt aus zu erreichen. Vom Friedhof kann man auf die sĂŒdöstlichen Stadtteile und -gebiete bis nach Hessen blicken. In direkter Nachbarschaft liegt außerhalb der ehemaligen Stadtmauer der historische jĂŒdische Friedhof der Kernstadt Warburg. Im Ortsteil Rimbeck gibt es ebenfalls einen jĂŒdischen Friedhof.

Jeder Ortsteil besitzt eigene Friedhöfe. Meist existierten historische Friedhöfe rund um die Ortskirchen, spÀter wurden neue Friedhöfe am Ortsrand erschlossen.

Natur

Naturpark bei Warburg

Warburg liegt im Naturpark Teutoburger Wald / Eggegebirge. Auf dem Stadtgebiet befinden sich 21 Naturschutzgebiete. GeschĂŒtzt werden rund 1600 Hektar (grenzĂŒberschreitende Gebiete vollstĂ€ndig mitgezĂ€hlt), was rund 10 % der StadtflĂ€che entspricht. Damit liegen rund 25 % der Naturschutzgebiete des Kreises Höxter in der Stadt Warburg. Einige Gebiete, z.B. der Weldaer Berg, wurden schon in den 1950er Jahren unter Naturschutz gestellt. Am 22. September 1983 stellte die Bezirksregierung Detmold den Desenberg erstmals und am 3. Dezember 2003 erneut unter Naturschutz. Es handelt sich um ein Gebiet von 32 Hektar mit Halbtrockenrasen und Ruderalfluren, das verschiedenen geschĂŒtzten Tierarten als Biotop dient.[99]

Bei Hardehausen richtete die Landesforstverwaltung Nordrhein-Westfalen 1958 ein Wisentgehege als Nachzucht- und Erhaltungsgatter ein. Außerdem wurde ein Wildschweingehege angelegt. 2003 wurde der Park zum Walderlebnisgebiet ausgebaut.

Der Altkreis Warburg erklĂ€rte die obere Bergkuppe des Desenbergs im Oktober 1974 zum Naturdenkmal.[99] Weitere NaturdenkmĂ€ler befinden sich in den Ortsteilen z.B. zum Gedenken an die WĂŒstung Altwelda und auf dem Donnersberg in Wormeln zum Gedenken an das ehemalige Femegericht.

DenkmÀler und Geschichtsdenkmale

Das Gerberdenkmal (Warburger Gerber) vor dem Johannisturm
Ehrenmal fĂŒr Josef Wirmer und Wilhelm Freiherr von Kettler

Das Fachwerkhaus EckmĂ€nnecken in der Altstadt ist ein Baudenkmal, das nicht nur eines der Ă€ltesten GebĂ€ude dieser Art in Westfalen, sondern bedeutend fĂŒr die Fachwerkbauentwicklung ĂŒberhaupt ist. Durch die damals neue Bauweise als VierstĂ€nderbau wurde eine höhere StabilitĂ€t erreicht, was erstmals den Bau eines Obergeschosses und eines Speichers ermöglichte. Diese Bauweise aus der Warburger Region hat die Fachwerkbauentwicklung Norddeutschlands bis zur NordseekĂŒste beeinflusst.

In der Warburger Altstadt errichtete der Heimat- und Verkehrsverein Warburg im Jahr 2005 vor dem Johannisturm das Gerberdenkmal. Es zeigt einen Warburger Gerber bei der Arbeit und erinnert an den frĂŒher in der Altstadt verbreiteten Handwerksberuf.

Ein Mahnmal fĂŒr die gefallenen SchĂŒler des Gymnasiums Marianum (als Marianer bezeichnet) und Opfer des Nationalsozialismus, entworfen und ausgefĂŒhrt von Professor Kurt Lehmann, ist an der Außenwand des Marianums angebracht.

Auf dem BrĂŒderkirchhof (SchulgelĂ€nde des Gymnasiums Marianum) steht an der Mauer zur Altstadt hin ein Ehrenmal zur Erinnerung an die beiden ehemaligen Marianer und Opfer des Nationalsozialismus Josef Wirmer und Wilhelm Freiherr von Ketteler.

Der historische jĂŒdische Friedhof liegt an der Ă€ußeren alten Stadtmauer neben dem Sackturm.

Brunnen

Auf dem Marktplatz in der Neustadt wurde der Eisenhoit-Brunnen 1912/13 als KĂŒnstlerdenkmal errichtet. Dieses Monument ist in seiner Ausgestaltung, der plastischen Darstellung einer KĂŒnstlerpersönlichkeit als Sockeldenkmal und Motivwahl, in Westfalen einzigartig. Es stellt den Sohn der Stadt wĂ€hrend der Arbeitspause dar.[100]

Auf dem AltstĂ€dter Marktplatz befindet sich ein Marien-Brunnen. Das Brunnenbecken ist vieleckig, in der Mitte steht eine große Marienfigur mit dem Jesuskind auf einem Quadersockel und einer Kugel. Aus den StĂŒtzen der Kugel ergießt sich das Wasser in den Brunnen.[101]

Sport

Warburg ist ein Kreisverband (K33)[102] im Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalens. Fußball ist die beliebteste Sportart. Seit 1908 gibt es den Verein Sportfreunde Warburg 08, der mehrere Fußballmannschaften unterhĂ€lt.[103] Im Jahre 2008/2009 spielte die Amateurmannschaft in der Landesliga Staffel 1 (Ostwestfalen) und 2009/2010 in der Bezirksliga. Außerdem werden die Sportarten Kanuwandern auf der Diemel, Tennis (der TC Desenberg 04 e.V., Mitglied des WestfĂ€lischen Tennis-Verbandes e.V., spielt in der Kreisliga[104], der TC 80 Warburg e.V.[105] hat mehrere Herrenmannschaften, die in der Verbands- und der Bezirksliga spielen), Modellfliegen, Segelfliegen, Radfahren auf der alten Bahntrasse nach Volkmarsen und Reitsport (St. Georg, Diemeltal) in Germete (Dressur- und Springreiten) ausgeĂŒbt.[106] Der TFC Welda (OT Warburg) spielt 2010 in der Landesliga Nord des hessischen Tischfußballverbandes.[107] Die einzelnen Ortsteile besitzen eigene Sportvereine wie beispielsweise SV Teutonia Ossendorf 1921 e.V., SSV Welda 1919 e.V., TC 85 Dössel e.V., TC Nörde e.V.; TC Scherfede e.V., TC Menne e.V., TC Blau-Weiß Daseburg e.V. und TC Rimbeck e.V.

FĂŒr den Schulsport sowie fĂŒr Sportveranstaltungen wird das HĂŒffertstadion mit Kunstrasenplatz sowie der Naturrasenplatz in der Diemelaue genutzt.[108] In Warburg existiert ein Nordic-Walking-Park mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden.[109] FĂŒr den Schwimmsport gibt es das Warburger Hallenbad und das Waldbad, ein Freibad.

RegelmĂ€ĂŸige Veranstaltungen und Brauchtum

Das Maifest wird jedes Jahr Anfang Mai rund um den Marktplatz der Warburger Neustadt veranstaltet.

Das traditionelle KĂ€lkenfest (Kalkfest oder TĂŒnchfest) findet jĂ€hrlich im August in der Warburger Altstadt statt. Seinen Namen hat es von den frĂŒheren Gerbern der Altstadt, welche die TierhĂ€ute vor dem Gerben mit Kalk vorbereiteten. Dieser Prozess wurde als „kĂ€lken“, also „mit Kalk behandeln“, bezeichnet. Der Kalk wurde in Kalksteingruben nahe der Stadt gewonnen. WĂ€hrend des Festes werden von BĂŒrgern TheaterstĂŒcke mit Bezug auf die Geschichte der Stadt Warburg aufgefĂŒhrt. Ein Höhepunkt dieser Spiele ist die Bestrafung eines Diebes durch Absenken in einen WasserbehĂ€lter ĂŒber eine Wasserwippe (Warburger Wasserwippe).[110] Dieses StĂŒck spielt auf das historische Gerichtssystem der Stadt an.

Die Warburger Oktoberwoche, die jĂ€hrlich Ende September/Anfang Oktober veranstaltet wird, ist ein traditionelles Volksfest und das grĂ¶ĂŸte seiner Art in der Region. Die Oktoberwoche wird seit 1948 von der Stadt Warburg veranstaltet und hatte im Jahr 2008 ihr 60-jĂ€hriges JubilĂ€um.[111]

Seit 1999 existiert das Warburger Mittelalter-Spektakel, das seitdem jĂ€hrlich an einem Wochenende Anfang April von der Werbegemeinschaft Warburg e. V. in Zusammenarbeit mit dem Magazin Wildwechsel veranstaltet wird.

Die Warburger Stadthalle am SchĂŒtzenplatz

Das SchĂŒtzenfest findet alle zwei Jahre in der Warburger SchĂŒtzenhalle und auf dem SchĂŒtzenplatz statt. Es erinnert an die Tradition der BĂŒrgerwehr in der Ortsgeschichte.[112] Auch in den Stadtteilen finden regelmĂ€ĂŸig SchĂŒtzenfeste statt. Sie stellen neben den anderen Festen einen Höhepunkt des gesellschaftlichen Lebens dar.

Zudem gibt es jedes Jahr in der Adventszeit zwei WeihnachtsmÀrkte auf beiden Warburger MarktplÀtzen.

In einigen Ortsteilen gibt es den traditionellen Schnadgang, bei dem die Ortsgrenzen jĂ€hrlich abgewandert werden. In den Ortsteilen gibt es teilweise noch besondere, kirchliche Prozessionen, die meist aus der Zeit stammen, als DorfbrĂ€nde und die Pest die Bevölkerung bedrohten, so gibt es beispielsweise eine Agatha-Prozession. LĂ€ngst nicht mehr gelebte BrĂ€uche sind der Schwerttanz, der verboten wurde, ebenso wie zwischenzeitlich die SchnadgĂ€nge unter Preußischer Herrschaft.

Kulinarische SpezialitÀten

Warburger Biersorten

Regional bekannt ist das Warburger Bier (Pilsener, dunkler untergÀriger Urtyp, bernsteinfarbenes mild gehopftes Landbier, helles Exportbier), das seit dem Mittelalter gebraut wird. Die einzige verbliebene Brauerei besitzt seit 1721 Brauereirechte.

Das Warburger Brot, ein dunkles Kantenbrot ist ĂŒber Warburg hinaus ein Begriff.

Die westfĂ€lische KĂŒche ist in Warburg traditionell verbreitet, typische Warburger Gerichte sind gefĂŒllte (Schweine-)Rippchen mit trockenen Zwetschgen, Äpfeln und Blindes Huhn (weiße Bohnen mit Möhren und Kartoffeln) sowie nach der Jagdsaison WildspezialitĂ€ten. Eine weitere FleischspezialitĂ€t ist das Wittmet, das nach dem Schlachten aus vielen verschiedenen Wurstsorten gekocht wird.

Zum FrĂŒhstĂŒck wurde in einigen Dörfern rund um Warburg zusĂ€tzlich Kuchen gegessen. Zum Nachmittagskaffee sind Butter- und Streuselkuchen sehr beliebt.

Bekannt durch die traditionellen Cafés Eulenspiegel und Blome ist die Warburger Kaffeehauskultur. Beide liegen in unmittelbarer Nachbarschaft, unweit des NeustÀdter Marktplatzes. Deren hauseigenen Konditoreien produzieren neben Torten, Feinmehlspeisen auch Pralinen und andere SpezialitÀten.

Wirtschaft und Infrastruktur

Die Warburger Neustadt ist das Einkaufs, Bildungs- und Verwaltungszentrum mit Einkaufsstraßen, dem Marktplatz, dem Finanzamt, dem Amtsgericht, dem ehemaligen Amt fĂŒr Agrarordnung (jetzt Teil der Hochschule Ostwestfalen-Lippe), der Stadtverwaltung und dem Gymnasium Marianum. Die Altstadt ist kulturell geprĂ€gt mit WerkstĂ€tten von KĂŒnstlern und Handwerkern, dem Kulturforum und dem Austragungsort des KĂ€lkenfests. Die HĂŒffert ist eine Schulstadt mit dem Gymnasium HĂŒffert, der Real- und der Hauptschule, der SozialpĂ€dagogischen Schule und dem HeilpĂ€dagogischen Zentrum sowie ein Wohnbezirk, der in der zweiten HĂ€lfte des 20. Jahrhunderts bebaut wurde. In den Nord- und Westrandlagen haben sich Gewerbebetriebe und große EinzelhandelsmĂ€rkte niedergelassen. Der Ortsteil Germete ist als Luftkurort anerkannt und verfĂŒgt ĂŒber einige Heil- und Erholungseinrichtungen, wie Kurmittelhaus, Kurpark und BewegungsbĂ€der.

Wirtschaftliche Eckdaten

Im Stadtgebiet gibt es 7903 sozialversicherte BeschĂ€ftigte, die Arbeitslosigkeit im Warburger GeschĂ€ftsstellenbezirk der Agentur fĂŒr Arbeit betrĂ€gt 4,9%[113]. Es gibt mehr Einpendler (3641) als Auspendler (2992). Die anderen Zahlen wurden am Stichtag 30. September 2006 erhoben.

Im Warburger Stadtgebiet liegt der Anteil produzierter erneuerbarer Energie mit 19 Prozent oberhalb des Bundesdurchschnitts (16 Prozent).[114]

Handel

Warburg ist als Mittelzentrum zwischen den Oberzentren Paderborn und Kassel eine Einkaufsstadt, mit einem teilweise spezialisierten Einzelhandel und mit einem großen Einzugsbereich. Der Servicesektor, das heißt die medizinische Versorgung, Kranken- und Altenpflege und die Anzahl und die GrĂ¶ĂŸe der Bildungseinrichtungen, ist fĂŒr eine Mittelstadt gleichen Typs bedeutend. Die EinzelhandelsgeschĂ€fte, die meisten Bildungseinrichtungen, die Post und das Krankenhaus befinden sich in der Warburger Neustadt.

AnsÀssige Unternehmen

Die Warburger Zuckerfabrik

Warburg liegt als wirtschaftliches Mittelzentrum in einem von der Landwirtschaft geprĂ€gten Raum. Die Warburger Wirtschaft war traditionell landwirtschaftlich geprĂ€gt. Heute zeichnet sich das produzierende Gewerbe in Warburg durch eine mannigfaltige mittelstĂ€ndische Wirtschaftsstruktur aus. Der Ă€lteste Betrieb ist die Warburger Brauerei, die seit 1721 das Braurecht besitzt und der Warburger Familie Kohlschein[115] gehört. Die landwirtschaftlichen Produkte werden in der Zuckerfabrik, der Molkerei und im Schlachthof weiterverarbeitet. Von den beiden großen Nahrungsmittelproduzenten, der Warburger Konservenfabrik und der Zuckerfabrik, besteht nur noch Letztere. Sie gehört heute zur SĂŒdzucker AG[116] und produziert Biozucker. Daneben gibt es noch die Germeta Heil- und Mineralquellen[117] in Germete.

Nach dem Krieg siedelten sich die chemische Fabrik Brauns-Heitmann GmbH[118] der Kunststoffverpackungs-Hersteller Kobusch-Sengewald GmbH[119] und der kunststoffverarbeitende Betrieb Tolges GmnH[120] in Warburg an.

Als die Motorisierung in der Landwirtschaft begann, gab es Landmaschinenfirmen, wie die ehemalige Firma Hartmann-Landmaschinen in Ossendorf und die Franz Kleine Landmaschinentechnik. GegenwĂ€rtig sind die Maschinenbaufirmen grĂ¶ĂŸtenteils Automobilzulieferer wie Benteler,[121] oder Sondermaschinenbaufirmen wie Linnenbrink Technik Warburg[122], Schulte-Maschinenbau GmbH, BFI Stahlbausysteme GmbH usw. Sie sind heute ein gewichtiger Teil der produzierenden Firmen.

In Ortsteil Scherfede ist die Bremer Pharma GmbH[123] angesiedelt, ein Unternehmen des pharmazeutischen Sektors.

Die meist neueren Unternehmen sind auf die Gewerbegebiete Oberer Hilgestock, LĂŒktefeld, Industriestraße/Heitfeld, EntwicklungsflĂ€che LEP VI und Scherfede Werkstraße/Am Hellbecke verteilt.

Bahnhof Warburg
Bahnhof Scherfede

Verkehr

Straßenverkehr

Bei Warburg kreuzen sich die Bundesstraßen 7 und 252 (Ostwestfalenstraße). Über die Letztere wird die im sĂŒdlichen Stadtgebiet in der Ortsgemarkung Welda gelegene Anschlussstelle Warburg der A 44 (Kassel–Dortmund) erreicht. Diese Autobahn verbindet seit 1975 Dortmund mit Kassel. Die nĂ€chsten Autobahnverbindungen sind die A 7 bei dem nicht weit entfernten SĂŒdkreuz Kassel und die A 33 beim Autobahnkreuz WĂŒnnenberg-Haaren, die in Richtung Paderborn und Bielefeld auf die A 2 Oberhausen-Hannover und die A 30 (Bad Bentheim-Bad Oeynhausen beziehungsweise Europastraße 30) trifft. Auf dem Warburger Stadtgebiet sind ĂŒber 50 Kilometer Bundesstraßen ausgewiesen. Das Wirtschaftswegenetz im Stadtgebiet von Warburg umfasst 365 Kilometer.[124]

Bahnverkehr

→ Hauptartikel: Bahnhof Warburg (Westfalen)

Die Stadt ist in das Schienennetz ĂŒber die Bahnhöfe Warburg (Westfalen) und Scherfede eingebunden. Weitere Bahnhöfe in dem heutigen Stadtgebiet wurden stillgelegt.

In Warburg treffen die Obere Ruhrtalbahn aus Hagen und die Bahnstrecke Hamm–Warburg mit der Friedrich-Wilhelms-Nordbahn von Warburg nach Kassel beziehungsweise Bebra zusammen. Die Strecke ist Teil der Mitte-Deutschland-Verbindung und wird mit mehreren IC-ZĂŒgen befahren. Bis 1977 existierte noch die Bahnstrecke Warburg–Sarnau nach Bad Arolsen und Sarnau bei Marburg und bis 1984 die Bahnstrecke Holzminden–Scherfede.

Am Eisenbahnknoten Warburg verkehren im Personenfernverkehr IC-ZĂŒge der Linie DĂŒsseldorf–Hamm–Kassel–Erfurt–Berlin–Stralsund (IC 51). Im Regional- und Nahverkehr verkehren die RB 89 (Ems-Börde-Bahn) auf der Bahnstrecke MĂŒnster–Warburg nach Soest–Hamm und Warburg mit Anschluss nach Kassel, der RE 17 (Sauerland-Express) Hagen Hauptbahnhof – Bestwig – Warburg – Kassel-Wilhelmshöhe sowie die RT3 (RegioTram) nach Kassel.

Das BahnhofsgebĂ€ude in Warburg wurde 1852/1853 erbaut. Der Bahnhof zĂ€hlt zu den letzten erhaltenen (ursprĂŒnglich) Inselbahnhöfen der frĂŒhen Eisenbahngeschichte in Westfalen.

DurchgefĂŒhrt wird der Schienenpersonennahverkehr von der DB Regio NRW und vom Nahverkehrsverbund Paderborn-Höxter (Hochstift-Tarif).

Busverkehr

Der Linienbusverkehr im Stadtgebiet von Warburg ist in das Busliniennetz der BahnBus Hochstift GmbH[125], einer Tochter der Deutschen Bahn Ostwestfalen-Lippe, eingebunden. Der Stadtkern und die umliegenden Ortschaften im Warburger Stadtgebiet, die Nachbargemeinden (Volkmarsen, Rhoden, Borgentreich, Borlinghausen, Peckelsheim) sowie Paderborn sind mit Stadt-, Regional- und Schnellbussen erreichbar. Einige der Buslinien ersetzen die stillgelegten Eisenbahnlinien. Im Stadtgebiet wird eine BĂŒrgerbuslinie (mit acht SitzplĂ€tzen) betrieben. Der BĂŒrgerbus wird von Ehrenamtlichen gefahren. Zudem gibt es Schulbusse fĂŒr SchĂŒler aus dem gesamten Stadtgebiet und aus den Nachbargemeinden.

Flugverkehr

Der Regionalflughafen Kassel-Calden liegt in 21 km Entfernung, der Flughafen Paderborn-Lippstadt in 49 km.

Medien

Lokalredaktion Warburg der Neuen WestfÀlischen

In Warburg erscheinende Tageszeitungen sind die Neue WestfĂ€lische und das Westfalen-Blatt. Die Lokalausgabe der Letzteren ist aus dem Warburger Kreisblatt hervorgegangen. Die Neue WestfĂ€lische hat in Warburg eine Lokalredaktion, in der die Beilage des Ressorts Lokales fĂŒr die StĂ€dte Warburg, Borgentreich und Willebadessen entsteht. Der weitere Teil der Zeitung ist eine Mantelausgabe, die fĂŒr ganz Ostwestfalen-Lippe gilt und in Bielefeld entsteht. Die Zeitung hat ihren Schwerpunkt auf Lokalnachrichten und erscheint sechs Tage pro Woche in gedruckter Form und seit 2005 auch als kostenpflichtige Onlinezeitung beziehungsweise E-Paper.[126] FĂŒr das Westfalen-Blatt entsteht ein individueller Lokalteil fĂŒr den Altkreis Warburg in einer Lokalredaktion in Warburg. Am Hauptsitz der Zeitung in Bielefeld wird die Mantelausgabe produziert. Das Westfalen-Blatt gibt eine kostenpflichtige Onlineausgabe heraus.

ZusĂ€tzlich erscheint jeden Mittwoch die von der Werbegemeinschaft Warburg e. V. herausgegebene Zeitung Desenberg-Bote. Dieser bietet Nachrichten ĂŒber die Stadt Warburg, ist indes hauptsĂ€chlich ein Anzeigenblatt mit einer Auflage von 28.000 Exemplaren.[127]

VierteljĂ€hrlich erscheint im Hochstift Paderborn die Zeitschrift Die Warte fĂŒr die Kreise Paderborn und Höxter, mit BeitrĂ€gen zur Regionalgeschichte, Literatur und Kunst.

Das Veranstaltungsmagazin Wildwechsel wurde 1986 in Grebenstein gegrĂŒndet.[128] 1992 zog die Redaktion nach Warburg um. Von dort aus werden die beiden Ausgaben Nord (von Paderborn bis Kassel) und SĂŒd (von Kassel bis Marburg) mit einer Gesamtauflage von 33.000 Exemplaren produziert. Wildwechsel berichtet ĂŒber regionale und ĂŒberregionale Themen und Trends, gesellschaftliche Entwicklungen und kulturelle Ereignisse. Herausgeber ist der in Warburg ansĂ€ssige Fedor Waldschmidt, Sohn von Arno Waldschmidt.

Warburg gehört zum Berichtsgebiet des Regionalstudios Bielefeld des WDR. Aufgrund der geografischen NĂ€he zu Hessen können die verschiedenen Programme des Hessischen Rundfunks empfangen werden. Im Gebiet des ehemaligen Hochstifts Paderborn, zu dem Warburg gehörte, gibt es seit 1991 den Radiosender Radio Hochstift, der insbesondere regionale Themen aufgreift und im Vergleich zu den ĂŒberregionalen Sendern (z.B. WDR) einen höheren Höreranteil besitzt. Berichte von Ereignissen und Veranstaltungen in Warburg werden von Außenreportern des Senders redaktionell aufbereitet.

Tourismus

Seit der GrĂŒndung des Fremdenverkehrsverbandes Warburg SĂŒdegge e.V. wurde das touristische Angebot an Freizeit- und Sportmöglichkeiten sowie StadtfĂŒhrungen stetig erweitert. Seit der Ernennung Germetes zum Kurort wurde die touristische Infrastruktur in Germete und Umgebung weiter verbessert. Ferner hat sich mit dem Bau der Autobahn A 44 sowie dem Ausbau der Bundesstraßen die Anreise mit dem Pkw und mit dem Warburger IC-Bahnhof die Anreise wesentlich vereinfacht.

Es gibt mehrere touristische Schwerpunktthemen, zum einen ist dies die Natur (Radfahren, Wassersport, moderne Bewegungssportarten etc.) und zum anderen die Kultur (Kunst, Schlösser, BaudenkmĂ€ler, Kulturveranstaltungen, kulinarisches Angebot etc.). Warburg ist aufgrund seines malerischen Stadtbildes ein Tagesausflugsziel fĂŒr GĂ€ste aus der Umgebung und den nĂ€chsten Ballungszentren (Ruhrgebiet, Hannover, Rhein-Main). Die einheimischen Brauchtumsfeste (SchĂŒtzenfeste, KĂ€lkenfest, kirchliche Feste, SchnatgĂ€nge, Mittelalterspektakel, Oktoberwoche) ziehen AuswĂ€rtige in die Region. Die Familienerholung ist ein weiterer touristischer Bereich, der ausgebaut wird.

GegenĂŒber 2008 ist die Zahl der Übernachtungen um 4,3 % auf 94.300 gestiegen. Ein Großteil der Übernachtungen ist in den gut ausgelasteten BildungshĂ€usern zu verzeichnen.[129] Auch die Anzahl der Tagestouristen ist in den letzten Jahren gestiegen.

Gesundheitswesen

Das St. Petri-Hospital

Schon im Mittelalter gab es in Warburg KrankenhĂ€user. Aus ihnen ist das St.-Petri-Hospital entstanden, das in den Jahren 1923 bis 1926 an der HĂŒffertstraße erbaut wurde. SpĂ€ter wurde das GebĂ€ude erweitert und im Jahre 1970 kam der mehrstöckige Neubau hinzu. Das Hospital ist ausgestattet mit den Abteilungen Innere Medizin (Schwerpunkte: Kardiologie und Gastroskopie), Unfall- beziehungsweise Intensivmedizin mit AnĂ€sthesie und Schmerztherapie, Chirurgie, Physikalische Therapie und den Belegabteilungen Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, PĂ€diatrie, Urologie. Die Praxen wie Plastische Chirurgie/Handchirurgie, das medizinische Laserzentrum und eine Dialysestation sind dem Haus angegliedert. Das Warburger Krankenhaus wird seit 2008 von der Rhön-Klinikum AG mit Hauptsitz in Bad Neustadt an der Saale betrieben. TrĂ€ger ist die St.-Petri-Hospital Warburg gGmbH. Das Krankenhaus beschĂ€ftigt ungefĂ€hr 120 Mitarbeiter und hat eine KapazitĂ€t von 173 Betten. Jedes Jahr werden ungefĂ€hr 5600 Patienten stationĂ€r behandelt. Das Krankenhaus soll nach angekĂŒndigten PlĂ€nen noch weiter um- bzw. ausgebaut werden. Die Bilanzsumme betrĂ€gt 18,3 Millionen Euro (2008). Der Einzugsbereich des Krankenhauses bezieht sich etwa 42.000 Einwohner.

In Scherferde gibt es die kleinere Alpha-Klinik. Eigene Krankenstationen befinden sich im HeilpÀdagogischen Zentrum St. Laurentius und in einigen Seniorenheimen.

In Warburg praktizieren fast 50 Ärzte in eigenen oder in Gemeinschaftspraxen, davon 14 Allgemeinmediziner, 10 ZahnĂ€rzte (inklusive KieferorthopĂ€die und Oralchirugie), fĂŒnf FachĂ€rzte fĂŒr innere Medizin, fĂŒnf Geburtshelfer beziehungsweise GynĂ€kologen, drei OrthopĂ€den/Sportmediziner sowie je zwei AugenĂ€rzte, Hals-Nasen-Ohren-Ärzte, HautĂ€rzte und KinderĂ€rzte und je ein Urologe, Radiologe und Neurologe.

FĂŒr die pharmazeutische Versorgung stehen zehn Apotheken, davon zwei in Scherfede, zur VerfĂŒgung. Die therapeutische Behandlung wird von mehreren Physiotherapeuten, Osteopathen, LogopĂ€den, Ergotherapeuten durchgefĂŒhrt. Es praktizieren etwa sechs Naturheilkundler in Warburg.

Öffentliche Einrichtungen

Behörden

Die Warburger Stadtverwaltung in der Bahnhofstraße

Die Warburger Stadtverwaltung ist im vormaligen GebĂ€ude des Landratsamts, Bahnhofstraße 28, untergebracht. Das NeustĂ€dter Rathaus dient seit dem 19. Jahrhundert reprĂ€sentativen Zwecken. Im AltstĂ€dter Rathaus befindet sich ein Restaurant. Die Ratssitzungen finden in den SitzungssĂ€len der Warburger Banken statt. Neben der Warburger Stadtverwaltung befindet sich die Warburger Außenstelle der Kreisverwaltung Höxter.

Das VerwaltungsgebĂ€ude des Amtes Warburg-Land in der Kasseler Straße ist heute in Privatbesitz. Seit Januar 1975 ist das Amt in die Stadtverwaltung Warburg integriert.

Das Amtsgericht Warburg

Das Amtsgericht Warburg am Puhlplatz gehört zum Bezirk des Landgerichts Paderborn und ist zustĂ€ndig fĂŒr die Stadt Warburg sowie die Gemeinden Borgentreich und Willebadessen. Das GebĂ€ude wurde 1860–1862 im preußischen Barockstil gebaut. Vorher war das Gericht im NeustĂ€dter Rathaus und ĂŒbergangsweise im Gymnasium Marianum wĂ€hrend dessen Schließung durch die Preußen untergebracht.

Das GebĂ€ude des Finanzamts Warburg in der Sternstraße wurde nach dem Zweiten Weltkrieg errichtet.

Innerhalb der Kreispolizeibehörde Höxter[130] ist die Polizeiwache Warburg Teil der Polizeiinspektion Höxter und zustĂ€ndig fĂŒr die StĂ€dte Warburg, Borgentreich und Willebadessen. In der Dienststelle am Prozessionsweg ist der Wach- und Wechseldienst (24-Stunden-Dienst) und ein Regionalkommissariat untergebracht. Behördenleiter der Kreispolizeibehörde ist der Landrat des Kreises Höxter.

Das GebĂ€ude der Agentur fĂŒr Arbeit befindet sich in der Unterstraße in Warburg.

Die Außenstelle der Bezirksregierung Detmold, Dezernat 33, das vormalige Amt fĂŒr Agrarordnung, befand sich bis zum Jahr 2009 im Prozessionsweg und zog dann nach Bielefeld um. In dem GebĂ€ude befindet sich heute ein Teil der Hochschule Ostwestfalen-Lippe.

Weitere Einrichtungen

Zum Waldinformationszentrum Hammerhof des Landesbetriebs Wald und Holz NRW in Warburg-Scherfede gehört ein Wildgehege mit heimischen beziehungsweise frĂŒher heimischen Wildtierrassen.[131]

Die zwölf öffentlichen BĂŒchereien in Warburg und in den Ortsteilen kooperieren miteinander mit einem gemeinsamen Internetkatalog. Mehrere katholische, eine kommunale und eine evangelische BĂŒcherei sind auf die Stadtteile verteilt. Insgesamt können 32.000 Medien ausgeliehen werden.

Die Stadt Warburg verfĂŒgte bereits im Mittelalter ĂŒber organisierte LöschkrĂ€fte aus der BĂŒrgerschaft. Mit der Preußischen Feuerordnung wurden zu Beginn des 19. Jahrhunderts auch die umliegenden Gemeinden verpflichtet, fĂŒr die BrandbekĂ€mpfung vorzusorgen. Ab etwa 1850 bildeten sich in Ossendorf und Scherfede die ersten Feuerwehren in Form von Lösch- und Spritzenmannschaften . Nach dem Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 grĂŒndeten ehemalige Soldaten wie im Stadtteil Wormeln Freiwillige Feuerwehren nach dem Vorbild der französischen Pompiercorps. Im Twistedorf Welda, dem sĂŒdlichsten Stadtteil, wurde die Feuerwehr erstmals im Jahre 1882 erwĂ€hnt. In der Kernstadt Warburg wurde die Freiwillige Feuerwehr 1889 gegrĂŒndet. Nach dem Großbrand 1912 in Hohenwepel, der 23 GebĂ€ude zerstörte, folgten Wehren in Dössel, Hohenwepel und Menne.

Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Warburg entstand 1975 aus der Feuerwehr Warburg und den Wehren der Orte im Amt Warburg-Land. Die Feuerwehren Scherfede und Warburg wurden in LöschzĂŒge und die ĂŒbrigen in Löschgruppen umgewandelt.

Bildung

Das Gymnasium Marianum in Warburg
Der Altbau des HĂŒffertgymnasiums
GebÀudekomplex der Hauptschule und Realschule Warburg

Der erste Schulunterricht wurde in Pfarrschulen erteilt, die mit beiden Pfarreien entstanden und bis zum 14. Jahrhundert in Stadtschulen ĂŒberfĂŒhrt wurden. FrĂŒheste Hinweise auf Warburger Schulen gibt es aus dem Jahre 1317, im Groten Breff wurden 1436 je eine Schule in der Altstadt und Neustadt erwĂ€hnt. Im 16. Jahrhundert wurde insbesondere durch Otto Beckmann die humanistische Bildung eingefĂŒhrt.

Um Ausbildung von MĂ€dchen kĂŒmmerten sich als erste eine Beginengenossenschaft im 14. Jahrhundert. Erst ab 1665 wurde der öffentliche Unterricht fĂŒr MĂ€dchen eingefĂŒhrt. FĂŒr die umliegenden Ortschaften ist der allgemeine Schulunterricht erst ab dem 17. Jahrhundert belegt.[132]

Das Gymnasium Marianum war ein ĂŒberregional bekanntes humanistisches Gymnasium. Die auswĂ€rtigen SchĂŒler waren in der Stadt in internatsĂ€hnlichen Einrichtungen untergebracht.

Das heutige HĂŒffertgymnasium war lange Zeit eine Mittelschule fĂŒr MĂ€dchen und wurde erst nach 1955 ein MĂ€dchengymnasium. Heute ist es ein Gymnasium fĂŒr MĂ€dchen und Jungen.

Die Graf-Dodiko-Schule, eine katholische Grundschule der Stadt Warburg am Graf-Dodiko-Weg, wurde mit dem Namen Neustadtschule 1894 am ehemaligen Schulweg eröffnet. Mit der kommunalen Neugliederung 1975 wurde der Weg in Graf-Dodiko-Weg nach dem Erbauer der Warburger Burg auf dem Burgberg, umbenannt. Am 7. September 2007 erfolgte die Umbenennung der Schule.[133]

Die Stadt hat insgesamt 13 allgemeinbildende Schulen, davon fĂŒnf Grundschulen, zwei Hauptschulen, eine Realschule, zwei Gymnasien und drei Förderschulen. Im Jahr 2007 unterrichteten an den Schulen der Stadt 319 LehrkrĂ€fte 4.160 SchĂŒler, davon 25,3 % an den Grundschulen, 11,4 % an den Hauptschulen, 14,2 % an der Realschule, 40,5 % an den Gymnasien und 8,6 % an den Förderschulen.[11]

Hochschule Ostwestfalen-Lippe, Studienstandort Warburg

Seit 2009 ist Warburg ein Studienort der Hochschule Ostwestfalen-Lippe mit Standorten in Lemgo, Höxter und Detmold. In Warburg werden die Bachelor-StudiengĂ€nge Elektrotechnik, Maschinentechnik, Mechatronik und Produktionstechnik als duale StudiengĂ€nge, das heißt in Kooperation mit einem Unternehmen, angeboten.[134] Nach dem Auszug des Amts fĂŒr Agrarordnung Ende 2010 soll dessen GebĂ€ude fĂŒr den Hochschulbetrieb zur VerfĂŒgung stehen.[135] Das HochschulbĂŒro hat seinen Sitz derzeit in der Bahnhofstraße 29.

In Warburg gibt es mehrere Einrichtungen fĂŒr die frĂŒhe Bildung des Kindes, Vorschulen beziehungsweise KindergĂ€rten im Chavinstift, auf der HĂŒffert, in den einzelnen Ortsteilen beispielsweise die kleinen Kobolde in Wormeln, in Daseburg und den stĂ€dtischen Adolph-Kolping-Kindergarten in Welda.

Förderschulen sind die Eisenhoitschule fĂŒr Lernbehinderte, das HeilpĂ€dagogische Zentrum St. Laurentius (HPZ) mit Förderschule fĂŒr körperlich und geistig Behinderte und die Petrus-Damian-Schule. Berufsschulen sind das Johann-Conrad-Schlaun-Berufskolleg als berufliche Fach- und Fachoberschule des Kreises Höxter und das Theresia-Gerhardinger-Berufskolleg als Fachschule fĂŒr SozialpĂ€dagogik.

Die ehemalige Landwirtschaftsschule existierte von 1885 bis 1971. Sie zĂ€hlte zu den Ă€ltesten Landwirtschaftsschulen in Deutschland und trug in den ersten Jahren den Namen Landwirtschaftliche Winterschule. Der GrĂŒndungsdirektor (Dirigent) war der AltstĂ€dter Kaplan Krekeler. Zum Kuratorium der Schule gehörten neben dem Dirigenten der BĂŒrgermeister, der Landrat und drei Gutsbesitzer. Der Unterricht wurde anfangs in der Gastwirtschaft Zwischen den StĂ€dten und danach im Winter in verschiedenen HĂ€usern in der Altstadt abgehalten. Einige Lehrer der höheren Schulen halfen beim Unterrichten aus. Nach einigen Jahren stand als UnterrichtsgebĂ€ude die WanderarbeitsstĂ€tte am Landfurtweg zur VerfĂŒgung und ab 1922 konnte die Schule in einen Neubau am alten Bahnhofsweg 38 umziehen. FĂŒr auswĂ€rtige SchĂŒler gab es ein Internat. Die zweijĂ€hrige Winterschule bestand aus einer Unter- und einer Oberklasse. Die SchĂŒlerzahlen schwankten zwischen 23 im ersten Jahr (1885/86) und 145 (1920/21). Ab 1927 kam eine MĂ€dchenabteilung mit dem Fach Hauswirtschaftskunde hinzu. Der Unterricht fĂŒr diese Abteilung wurde in einem GebĂ€ude in der Kasseler Straße und ab 1955/56 in einem Neubau neben der Landwirtschaftsschule durchgefĂŒhrt.[136]

Das GebĂ€ude der ehemaligen Landwirtschaftsschule wird von der tbz Bildung gGmbH[137], einem Berufsbildungsunternehmen genutzt. Das Angebot richtet sich an Auszubildende mit schulischen Problemen sowie an Arbeitsuchende, die ein Bewerbungstraining durchlaufen. Zudem wird ein Werkstattjahr fĂŒr Schulabsolventen angeboten, die keine Lehrstelle gefunden haben. Es finden auch EDV-Kurse statt.

Die Musikschule Warburg gGmbH war die 1968 gegrĂŒndete Musikschule der Stadt Warburg. 2005 wurde sie in eine gemeinnĂŒtzige GmbH umgewandelt. Die Yamaha-Musikschule Warburg besteht seit Oktober 2005 als private Musikschule.

Warburg ist dem Volkshochschulzweckverband Volkshochschule Diemel-Egge-Weser angeschlossen, der Lehrveranstaltungen im Rahmen der Erwachsenenbildung anbietet. Im ehemaligen Kloster Hardehausen ist die Landvolkshochschule Hardehausen als Einrichtung des Erzbistums Paderborn mit einem Jugendhaus untergebracht.

Persönlichkeiten

EhrenbĂŒrger

Die Stadt Warburg hat bisher sieben MitbĂŒrgern das EhrenbĂŒrgerrecht verliehen:

  • 1876: Joseph WeingĂ€rtner, Kreisgerichtsdirektor
  • 1919: Max Geissel, Justizrat
  • 1920: Fritz Quick († 1929), BuchhĂ€ndler und Archivar
  • 1927: Anton Wirmer, Geheimrat, Direktor des Gymnasiums Marianum von 1907 bis 1932
  • 1928: Carl Bering, Fabrikbesitzer
  • Hans von Geisau, Direktor des Gymnasiums Marianum vor 1933 und nach 1945, Altphilologe
  • 1989: Josef Dierkes, BĂŒrgermeister a.D.

Söhne und Töchter der Stadt

Johann Conrad Schlaun, geboren im Ortsteil Nörde

Im Gymnasium Marianum wurden Juristen, Theologen, Gelehrte, Lehrer, KĂŒnstler und Schriftsteller fĂŒr ihr Studium vorbereitet. Die meisten von ihnen fanden berufliche TĂ€tigkeiten außerhalb der Warburger Region, nicht wenige blieben Warburg fĂŒr immer verbunden.

Otto Beckmann (um 1476–1540) studierte in Leipzig und Wittenberg und wurde dort Lektor fĂŒr lateinische Grammatik. 1523 wurde er Pfarrer in Warburg und trat gegen die Reformation ein. Leander van Eß (1772–1847) trat nach dem Abitur in Warburg in die Abtei MarienmĂŒnster ein. Nach der SĂ€kularisation wurde er Pfarrer in Marburg. 1822 trat er von allen Ämtern zurĂŒck und widmete sich der Übersetzung der Bibel ins Deutsche.

Der Paderborner Weihbischof und Domdechant Manfred Grothe (* 1939) stammt ebenfalls aus Warburg.

Warburg hat auch einige KĂŒnstler und Handwerker hervorgebracht, wie den Goldschmied Antonius Eisenhoit, den Uhrmacher Johann Ignaz Fuchs aus dem Ortsteil Welda, den Maler Josef Kohlschein sowie die KĂŒnstler und KunstpĂ€dagogen Heinrich und Alfons Holtgreve.

Warburg war auch GeburtsstĂ€tte bedeutender Baumeister. Johann Conrad Schlaun (1695–1773) wurde im Ortsteil Nörde geboren und besuchte das Marianum in Warburg. Nach dem MilitĂ€rdienst im paderbornischen Infanterieregiment bestellte Clemens August I. von Bayern Schlaun zum Landingenieur in MĂŒnster und Paderborn sowie zum Generalmajor der Artillerie. In dieser Zeit entstanden in Westfalen, vor allem in MĂŒnster, einige typische Bauten von Schlaun.

Arnold GĂŒldenpfennig (1830–1908) stammt ebenfalls aus Warburg und zog im Alter von sechs Jahren mit seiner Familie nach Ladbergen bei MĂŒnster. Nach der Schule studierte er an der Berliner Bauakademie und legte 1858 die PrĂŒfung zum Landbaumeister ab. 1856 wurde er zum Dom- und Diözesanbaumeister in Paderborn ernannt.

Eine jĂŒdische Familie aus Bologna beziehungsweise Hessen nahm im 16. Jahrhundert den Namen der Stadt an. In der zweiten HĂ€lfte des 18. Jahrhunderts zog sie nach Altona (Hamburg), wo die GebrĂŒder Moses Marcus und Gerson Warburg 1798 das Bankinstitut M.M. Warburg grĂŒndeten.

Hermann Oppenheim, Neurologe in Berlin, stammte aus Warburg.

Der Emil-Herz-Platz in Warburg

Ein weiterer namhafter Warburger war Emil Herz, frĂŒherer Verlagsleiter des Berliner Ullstein Verlages, der in seinem Buch das jĂŒdische Leben in Warburg beschrieb. Ihm zu Ehren wurde im Jahr 2007 in direkter NĂ€he des JĂŒdischen Friedhofs der Emil-Herz-Platz eingeweiht, der an die ehemalige jĂŒdische Gemeinde erinnern soll. Der Landschaftsarchitekt Christof Neuhann stellte dort rund um einen Natursteinquader mehrere Gabionen auf, deren Drahtgeflechte die beengende Ideologie des Nationalsozialismus symbolisieren sollen.[138]

Weitere Persönlichkeiten

Der Dominikanerorden bildete bis 1993 in Warburg seine Novizen aus. Damit kamen einige namhafte Dominikaner wie der Prior Gordian Landwehr nach Warburg beziehungsweise traten in Warburg dem Dominikanerorden bei. Einige erlangten spĂ€ter Bekanntheit wie beispielsweise Christoph Kardinal Schönborn, Erzbischof von Wien. Er trat nach dem Abitur 1963 in den Dominikanerorden in Warburg ein. FĂŒr das Gymnasium Marianum und andere Schulen kamen auswĂ€rtige Lehrer und SchĂŒler nach Warburg, wie der Altphilologe Hans von Geisau, der Volkskundler Heinrich Schauerte, Joseph Peitzmeier, Anton Wirmer, die KunstpĂ€dagogen Gottfried Beyer und Lorenz Humburg sowie als SchĂŒler die beiden Mitglieder des Widerstands im Dritten Reich, der Rechtsanwalt Josef Wirmer und der Diplomat Wilhelm Freiherr von Ketteler, die spĂ€teren Minister Franz-Josef Wuermeling und Paul Mikat, der Völkerrechtler Theodor Niemeyer, Ludwig WeingĂ€rtner und der Kunstprofessor Adelbert Niemeyer sowie Christoph Bernhard Graf von Galen (1907–2002). Er machte 1925 sein Abitur am Gymnasium Marianum in Warburg und wurde spĂ€ter PĂ€pstlicher GeheimkĂ€mmerer.

Literatur

Stadt Warburg (Kern)

  • Adolf Gottlob: Geschichte der Stadt Warburg. In: Sonderdruck zweier Artikel aus WZ BD, 90 u. 91, 1930/1. Regensbergsche Buchhandlung, MĂŒnster 1936 (ULB MĂŒnster).
  • Bernd Heintze: Warburg. Bonifatius Verlag, Paderborn 1996, ISBN 3-87088-942-X.
  • Franz MĂŒrrmann (Hrsg.): Die Stadt Warburg 1036–1986. BeitrĂ€ge zur Geschichte einer Stadt. 2. Bde, Hermes Verlag, Warburg 1986.
  • Fischer, Heinrich, Quick,Fritz, MarrĂ©,Wilhelm; W.StrĂŒmper (Hrsg.): Die Chroniken der Stadt Warburg. Warburg 2002, ISBN 3-932121-07-4.
  • Berthold ZĂŒnkler: Warburg -- in jenen Tagen. Das Kriegsende 1945 im Altkreis Warburg. Hermes Verlag, Warburg 1995, ISBN 3-922032-37-0.

Ortsteile

  • Schwarze, Wilhelm: Chronik der Gemeinde Scherfede: Bilder aus Scherfedes vergangenen Tagen. Warburg 1956.
  • Plass, Anton W.; Vereinigung d. Heimatfreunde Warburg (Hrsg.): Ossendorf, Kreis Warburg (Westfalen): ein Heimatbuch. 1966.
  • Bruno Hake: Welda. Ein Dorf zwischen Adel und Kirche. Hermes Verlag, Warburg 1994, ISBN 3-922032-29-X.
  • Wilhelm Bockelkamp: Wormeln. Aus der Geschichte von Kloster und Dorf. Hermes Verlag, Warburg 1996.

Wirtschaftsgeschichte

  • Walter StrĂŒmper: Einhundert Jahre ElektrizitĂ€t in Warburg: Ein Beitrag zur Wirtschafts- und Sozialgeschichte. ESC-Verlag, Warburg 1996, ISBN 3-932121-00-7.
  • Walter StrĂŒmper: Vom Stadtboten zum Postamt. Geschichte der Post im Warburger Raum. Hermes Verlag, Warburg 1988, ISBN 3-922032-14-1.

Geschichte der Warburger Juden

  • Hermann Hermes: Deportationsziel Riga. Schicksale Warburger Juden. Hermes Verlag, Warburg 1982, ISBN 3-922032-03-6.

Baugeschichte

  • LWL (Hrsg.): Die katholische Pfarrkirche St. Johannes Baptist in Warburg,- Neue Erkenntnisse zur Baugeschichte und Ausstattung. MĂŒnster 2006.

Periodika

  • Erwin DĂŒbbert (Hrsg.): Ossendorfer HeimatblĂ€tter; Historisches und Aktuelles aus Ossendorf und Westfalen.
  • Bruno Hake (Hrsg.): Weldaer HeimatblĂ€tter.
  • Walter StrĂŒmper (Hrsg.): Aus Calenbergs vergangenen Tagen. Mitteilungsblatt und Heimatbrief des Ortsheimatpflegers.

Weblinks

 Commons: Warburg â€“ Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien
Wiktionary Wiktionary: Warburg â€“ BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Wikisource: Warburg â€“ Quellen und Volltexte

Einzelnachweise

  1. ↑ Amtliche Bevölkerungszahlen. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 27. Juni 2011. (Hilfe dazu)
  2. ↑ http://www.warburg.de/index.php?option=com_content&task=view&id=736&Itemid=99 Wolfgang Kirsch: Oft wird Warburg als Rothenburg Westfalens bezeichnet
  3. ↑ Stadt Warburg: Warburg stellt sich vor
  4. ↑ Gemeindeforstamt Willebadessen: Unser Wald (Zugriff: 7. April 2008)
  5. ↑ Hans Joachim Betzer: Tschernosem-Relikte der Warburger Börde (Nordrhein-Westfalen). In: Geologischer Dienst NRW (Hrsg.): scriptum. Arbeitsergebnisse aus dem Geologischen Dienst Nordrhein-Westfalen. Heft 12. Krefeld 2004, ISSN 1430-5267
  6. ↑ Geologischer Dienst NRW: Geologie, Grundwasser, LagerstĂ€tten, Baugrund der Gemeinden in NRW. Warburg. Krefeld 2004, online (Zugriff: 22. April 2008)
  7. ↑ Geologischer Dienst NRW: ErdwĂ€rme nutzen – Geothermiestudie liefert Planungsgrundlage. Krefeld, Onlineversion (Letzter Zugriff: 5. April 2010)
  8. ↑ Thomas Fartmann: Die Tagschmetterlings- und Widderchenfauna des Diemeltales im Wandel der letzten 150 Jahre. In: BeitrĂ€ge zur Naturkunde zwischen Egge und Weser. Band 16 (2004), S. 3–24. online (Letzter Zugriff: 5. April 2010).
  9. ↑ FindCity.de: Zahlen/Daten/Fakten zur Stadt Warburg (Zugriff: 24. April 2008)
  10. ↑ Information und Technik Nordrhein Westfalen (2009): Kommunalprofil Warburg, Stadt, S. 3. Onlineversion (PDF, 196 kB)
  11. ↑ a b Landesamt fĂŒr Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen: Kommunalprofil Warburg
  12. ↑ Stadt Warburg: Hauptsatzung der Stadt Warburg. Vom 5. November 1999 in der Fassung Änderung vom 26. Januar 2005.
  13. ↑ Stadt Warburg: Die Warburger Stadtteile (Zugriff: 31. Juli 2009)
  14. ↑ Klima-Atlas von NRW, Hrgs. MURL. 1989, siehe Wetterkarten
  15. ↑ Deutscher Wetterdienst: Monatliche Niederschlagswerte des Deutschen Wetterdienstes (1961–1990)
  16. ↑ Klima Bad Driburg, Monatshöchst- und Monatstiefstwerte der Periode 1996–2007, Mittlere Temperatur Mittel der Periode 1961–1990
  17. ↑ Bad Driburg liegt in Ă€hnlicher Höhenlage (220 m ĂŒ. NN) an der Ostseite des Eggegebirges. Die NiederschlĂ€ge in Bad Driburg sind nicht vergleichbar, sondern liegen regelmĂ€ĂŸig deutlich ĂŒber denen von Warburg.Nach dem Deutschen Wetterdienst Essen werden die Temperaturdaten von Warburg erst seit kurzem erfasst werden und sind noch nicht aussagekrĂ€ftig.
  18. ↑ Ernst Förstemann: Altdeutsches Namenbuch. Band 2. Peter Hanstein-Verlag, Bonn 1916, S. 1234f.
  19. ↑ Ernst Förstemann: Altdeutsches Namenbuch. Band 2. Peter Hanstein-Verlag, Bonn 1916, S. 1235
  20. ↑ Ernst Förstemann: Altdeutsches Namenbuch. Band 2. Peter Hanstein-Verlag, Bonn 1916, online (Letzter Zugriff: 5. April 2010)
  21. ↑ Ulrike Stöwer: Index von Orts- und Personennamen L-Z. MĂŒnster 1994. In: Internet-Portal WestfĂ€lische Geschichte: Index (Orts- und Personennamen) L-Z. (letzter Zugriff 8. Sept. 2009)
  22. ↑ C. Siepmann: Der Dolch von Warburg-Daseburg. Ein Beispiel zu Flintbearbeitung im ausgehenden Neolithikum. In: ArchĂ€ologische BeitrĂ€ge zur WestfĂ€lischen Geschichte. 1997
  23. ↑ Benedikt Knoche: Das jungsteinzeitliche Erdwerk von Rimbeck bei Warburg, Kreis Höxter. In: Altertumskommission fĂŒr Westfalen (Hrsg.): FrĂŒhe Burgen in Westfalen 20. DruckVerlag Kettler, MĂŒnster 2003
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  25. ↑ Klaus GĂŒnther: Siedlung und WerkstĂ€tten von Feinschmieden der Ă€lteren Römischen Kaiserzeit bei Warburg-Daseburg. (= BodendenkmĂ€ler in Westfalen 24) Aschendorff Verlag, MĂŒnster 1990, ISBN 3-402-05137-0
  26. ↑ A. Dohms: JĂ€ger, Bauern, BĂŒrger. Von der Vorgeschichte zum Hochmittelalter im Stadtgebiet Warburg. In: Franz MĂŒrrmann (Hrsg.): Die Stadt Warburg 1036–1986. BeitrĂ€ge zur Geschichte einer Stadt. Band 1. Hermes Verlag, Warburg 1986
  27. ↑ Hubert Rösel: WARBURG: Mauern aus der Stauferzeit. 29. Oktober 2010 auf: nw-news.de
  28. ↑ Karl LYNCKER, Das Schutz- und TrutzbĂŒndniß der StĂ€dte Warburg, Hofgeismar, Wolfhagen, Volkmarsen und Stadtberge vom Jahr 1358, in: ZVHessG 6, 1851, S. 176-180
  29. ↑ Adolf Gottlob: Geschichte der Stadt Warburg, 1936
  30. ↑ Zu Graf Dodiko: Franz Irsigler: Bischof Meinwerk, Graf Dodiko und Warburg. Herrschaft, Wirtschaft und Gesellschaft des hohen Mittelalters im östlichen Westfalen. In: WestfĂ€lische Zeitschrift. 126/127 (1976/77), S. 181–200
  31. ↑ Adolf Gottlob: Geschichte der Stadt Warburg. Regensbergsche Buchhandlung, MĂŒnster 1936
  32. ↑ so galt es gewalttĂ€tige EinfĂ€lle, die regelmĂ€ĂŸig von SĂŒden oder SĂŒdosten drohten abzuwehren
  33. ↑ s.a. G. Luntowski: Dortmund. In: Lexikon des Mittelalters. Band 3, 2002, S. 1326/1327
  34. ↑ Adolf Gottlob: Geschichte der Stadt Warburg. Regensbergsche Buchhandlung, MĂŒnster 1936, S. 44ff.
  35. ↑ Hans JĂŒrgen Brandt, Karl Hengst: Geschichte des Erzbistums Paderborn. Band 1: Das Bistum Paderborn im Mittelalter. Bonifatius Buchhandlung, Paderborn 2002, S. 163
  36. ↑ Franz MĂŒrrmann: Die Stadt Warburg, BeitrĂ€ge zur Geschichte einer Stadt, 1986, Band 1: Der „Grote Breff“. Urkunde zur Vereinigung beider StĂ€dte Warburg mit hochdeutscher Übersetzung
  37. ↑ Franz-Josef Gehrken: WestphĂ€lische Stadtrechte und Statuten: Die Stadt Warburg. In: Archiv fĂŒr Geschichte und Alterthumskunde Westphalens, Band 2 (1828), Heft 3, S. 302–312 Guinea-BissauGuinea-Bissau PA302
  38. ↑ [1] (letzter Zugriff 31. Dezember 2010)
  39. ↑ Hans von Geisau: Zur Schlacht bei Warburg am 31. Juli 1760. In: WestfĂ€lische Zeitschrift. 111, 1961, S. 329f.
  40. ↑ Angaben zur Wirtschaftsstruktur (letzter Zugriff 8. Sept. 2009)
  41. ↑ Geschichte der HĂŒffert-Schule (letzter Zugriff 8. Sept. 2009)
  42. ↑ Angaben zur Geschichte der Landwirtschaftsschule (letzter Zugriff 8. Sept. 2009)
  43. ↑ GĂŒnther Wagner: "Ruhe und Ordnung auf dem Lande". Zur Entstehung und Organisation von Bauern- und LandarbeiterrĂ€ten im Kreis Warburg wĂ€hrend der Revolution 1918/19. In: WestfĂ€lische Zeitschrift. 146, 1996, S. 313
  44. ↑ Information zu den Banken in Warburg (letzter Zugriff 8. Sept. 2009)
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  49. ↑ www.wasserverband-diemel.de
  50. ↑ www.weser.nrw.de/.../Diemel/Diemelwasserverband_Warburg-web.pps
  51. ↑ Westfalen-Blatt (6. November 2008): Stadt rĂ€umt die Stolpersteine weg. Erreichbar ĂŒber Warburg.de (Letzter Zugriff: 2. September 2010)
  52. ↑ Westfalen-Blatt (14. Januar 2010): Barrierefreiheit nimmt die erste HĂŒrde. Erreichbar ĂŒber Warburg.de (Letzter Zugriff: 2. September 2010)
  53. ↑ Stadt Warburg: Barrierefreie Innenstadt Warburg (Dokumentation). (Letzter Zugriff: 2. September 2010)
  54. ↑ Westfalen-Blatt (24. Januar 2010): Barrierefreier Umbau beginnt erst 2011. Erreichbar ĂŒber Warburg.de (Letzter Zugriff: 2. September 2010)
  55. ↑ Stadt Warburg (2010): 975 Jahre Stadt Warburg. 1036-2011. Festprogramm zum 975-Jahr-JubilĂ€um der Stadt Warburg. (Letzter Zugriff: 26. Dezember 2010)
  56. ↑ http://www.wdr2.de/aktionen/wdr2_fuer_eine_stadt/index.html (Letzter Zugriff: 15. Juli 2011); http://www.warburg.de/index.php?option=com_content&task=view&id=747&Itemid=1 (Letzter Zugriff: 15. Juli 2011)
  57. ↑ Information zur Rechtsnachfolge (letzter Zugriff 8. Sept. 2009)
  58. ↑ Statistisches Landesamt Nordrhein-Westfalen: Gemeindestatistik des Landes Nordrhein-Westfalen: Bevölkerungsentwicklung 1816––1871. DĂŒsseldorf 1966, S. 209
  59. ↑ Statistisches Landesamt Nordrhein-Westfalen: Gemeindestatistik des Landes Nordrhein-Westfalen: Bevölkerungsentwicklung 1871–1961. DĂŒsseldorf 1964, S. 428/429
  60. ↑ Statistisches Landesamt Nordrhein-Westfalen: Die Wohnbevölkerung in den Gemeinden Nordrhein-Westfalens 1970: Ergebnisse der VolkszĂ€hlung am 27. Mai 1970. DĂŒsseldorf 1972, S. 45.
  61. ↑ Landesamt fĂŒr Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen: Sonderreihe zur VolkszĂ€hlung 1987 in Nordrhein-Westfalen, Band 1.1: Bevölkerung, Privathaushalte und ErwerbstĂ€tige. DĂŒsseldorf 1989, S. 110
  62. ↑ Landesamt fĂŒr Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen: Landesdatenbank Nordrhein-Westfalen
  63. ↑ [www.landesdatenbank.nrw.de Landesamt fĂŒr Datenverarbeitung und Statistik: Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung nach Religionszugehörigkeit / Religionsgesellschaft - Gemeinden - Stichtag, abgerufen am 16. Januar 2011]
  64. ↑ Pfarrgemeinde St. Marien Warburg und Wormeln: Burgkapelle. Abgerufen am 16. November 2010.
  65. ↑ http://www.pv-warburg.de/pv-warburg/ Information ĂŒber Pastoralverbund Warburg-Land
  66. ↑ Alois Schröer: Die Kirche in Westfalen im Zeichen der Erneuerung. Aschendorff, MĂŒnster 1986
  67. ↑ Gemeindegeschichte (letzter Zugriff 8. Sept. 2009)
  68. ↑ Festschrift 150 Jahre Kirchengemeinde (letzter Zugriff 8. Sept. 2009)
  69. ↑ Freie Evangelische Gemeinde (letzter Zugriff 8. Sept. 2009)
  70. ↑ Orthodoxe Gemeinden und GottesdienststĂ€tten in Westfalen
  71. ↑ Homepage Biserica Ortodoxă Siriacă
  72. ↑ Bischof Julius zieht aus, ein Abt wird kommen In: Neue WestfĂ€lische. 22. September 2010
  73. ↑ Ursula Olschewski: Juden in Ossendorf – ein neu erforschtes Kapitel der Ortsgeschichte. 2005
  74. ↑ Evers, Martha: Die Geschichte der Juden in der Stadt Warburg zur fĂŒrstbischöflichen Zeit. Hermes, Warburg 1978. (Nachdruck der Dissertation an der Uni MĂŒnster 1920)
  75. ↑ Hermann Hermes: Deportationsziel Riga. Schicksale Warburger Juden. Hermes Verlag, Warburg 1982
  76. ↑ Landesdatenbank NRW; Wahlergebnisse zum Gemeindecode 05762036
  77. ↑ Landesamt fĂŒr Datenverarbeitung und Statistik: Kommunalwahlen
  78. ↑ Landesdatenbank NRW
  79. ↑ Landesbetrieb Information und Technik NRW: Kommunalwahlen
  80. ↑ http://www.warburg.de/images/stories/Download/Haushaltsplan2010/Haushaltsplan_der_Stadt_Warburg_fuer_das_Haushaltsjahr_2010.pdf Haushalt 2010 Stadt Warburg S. 12f
  81. ↑ Keyser: Westf. StĂ€dtebuch. S. 364
  82. ↑ International Civic Heraldry site: Deutsche Wappen (Gemeindewappen/Kreiswappen). German Civic Heraldry. Warburg., darin siehe auch: Referenz: K. Stadler: Deutsche Wappen 1964–71
  83. ↑ Stadt Warburg: Hauptsatzung der Stadt Warbrug
  84. ↑ Albert Kröger: Warburger Platt. In: Heinrich Gehle (Hrsg.): Wörterbuch der westfĂ€lischen Mundarten. WestfĂ€lischer Heimatbund, MĂŒnster 1977
  85. ↑ Stadt Warburg: Theater-Mix in Warburg ist erfolgreich, zur Theatersaison 2007/2008 (Zugriff: 22. Mai 2008)
  86. ↑ Warburg Touristik: Geschichte und Kultur (Zugriff: 22. April 2008)
  87. ↑ Warburger Stadt- und Jugendorchester e.V.: Geschichte (Zugriff: 1. April 2008)
  88. ↑ Webseite des Kulturforums Warburg e.V.
  89. ↑ Website des Festivals Art of Darkness (Zugriff: 1. April 2008)
  90. ↑ Website des Festivals Rock gegen Regen
  91. ↑ Landschaftsverband Westfalen-Lippe: Kurpark Germete
  92. ↑ Landschaftsverband Westfalen-Lippe: Gutspark Haus Riepen
  93. ↑ Landschaftsverband Westfalen-Lippe: Gutspark Übelngönne
  94. ↑ Landschaftsverband Westfalen-Lippe: Burggarten Calenberg
  95. ↑ Landschaftsverband Westfalen-Lippe: Park Forsthaus Calenberg
  96. ↑ Landschaftsverband Westfalen-Lippe: Schlosspark Welda
  97. ↑ Landschaftsverband Westfalen-Lippe: Klosteranlage Hardehausen
  98. ↑ Landschaftsverband Westfalen-Lippe: Park Klostergut Wormeln
  99. ↑ a b Bezirksregierung Detmold: Naturschutzgebiet "Desenberg" (Zugriff: 1. April 2008)
  100. ↑ Anne Herden-Hubertus: Ein KĂŒnstlerdenkmal in Warburg. Der Eisenhoit-Brunnen. In: Denkmalpflege in Westfalen-Lippe, 02/07, LWL. MĂŒnster, S. 28ff
  101. ↑ Foto vom AltstĂ€dter Marien-Brunnen
  102. ↑ Sportkreis Warburg. Abgerufen am 14. Juni 2010.
  103. ↑ Sportfreunde Warburg 08: Mannschaften (Zugriff: 1. April 2008)
  104. ↑ nuLiga: TC Desenberg 04. Abgerufen am 14. Juni 2010.
  105. ↑ TC 80 Warburg. Abgerufen am 14. Juni 2010.
  106. ↑ Stadt Warburg: Sportarten (Zugriff: 22. Mai 2008)
  107. ↑ Mannschaften des Tischfußballverbandes Hessen. Abgerufen am 14. Juni 2010.
  108. ↑ Sportfreunde Warburg 08: Anreise (Zugriff: 2008-0-01)
  109. ↑ Stadt Warburg: Nordic-Walking Park Warburg (Zugriff: 1. April 2008)
  110. ↑ Webring-Warburg: Bilder von der Wasserwippe auf dem KĂ€lkenfest 2003. (Zugriff: 22. Mai 2008)
  111. ↑ Stadt Warburg: Veranstaltungen – 60. Warburger Oktoberwoche (Zugriff: 1. April 2008)
  112. ↑ Hans von Geisau: Von der BĂŒrgerwehr zum SchĂŒtzenverein. In: Franz MĂŒrrmann: Die Stadt Warburg. Band 2, 1036–1986. 1986, S. 343
  113. ↑ http://www.nw-news.de/lokale_news/warburg/warburg/4036434_Zahl_der_Arbeitslosen_im_Kreis_Hoexter_ging_leicht_zurueck.html Artikel vom 1. Dez. 2010
  114. ↑ Information zur erneuerbaren Energie Letzter Zugriff 8. Sept. 2009
  115. ↑ Website der Warburger Brauerei (Zugriff: 26. April 2008)
  116. ↑ SĂŒdzucker AG: Standorte der SĂŒdzucker AG/Standorte des SĂŒdzucker Konzerns (Zugriff: 27. Oktober 2011)
  117. ↑ Website der Heil- und Mineralquellen Germete GmbH (Zugriff: 26. April 2008)
  118. ↑ Brauns-Heitmann GmbH & Co. KG: Über uns (Zugriff: 26. April 2008)
  119. ↑ Kunststoffverpackungen Kobusch-Sengewald (Zugriff: 12. August 2009)
  120. ↑ Tolges Kunststoffverarbeitung (Zugriff: 12. August 2009)
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