Warzone 2100 GPL

Warzone 2100
Entwickler: Pumpkin Studios
Verleger: Eidos Interactive
Publikation: 3. Mai 1999
Plattform(en): PC, Playstation
Genre: Echtzeit-Strategiespiel
Spielmodi: Singleplayer, Multiplayer (1-8 Spieler)
Thematik: Science-Fiction
Steuerung: Gamepad (Playstation), Maus und Tastatur (PC)
Systemminima: Playstation, (PC) Windows 95/98, DirectX 6.0, 32 MB RAM, 75 MB unkomprimierter Festplattenplatz, Grafikbeschleuniger mit 4 MB, 8-fach CD-Rom-Laufwerk
Medien: CD-ROM
Sprache: Deutsch
Altersfreigabe: PEGI:
Keine
Klassifizierung


USK:
Freigegeben ab 12 Jahren gemäß § 14 JuSchG USK

Warzone 2100 ist ein Echtzeit-Strategiespiel, entwickelt von Pumpkin Studios und im Frühjahr 1999 herausgegeben von Eidos Interactive. Seit Dezember 2004 ist es als Open Source unter der GPL verfügbar.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Warzone 2100 spielt fünfzehn Jahre nach dem Kollaps, einem nuklearen Inferno, das im Jahre 2085 angeblich durch einen Fehler in einem Abwehrsystem für Nuklearangriffe der NASDA (North American Strategic Defence Agency) ausgelöst wurde. Eine Gruppe Überlebender hat Zuflucht in einer verlassenen Militärbasis in den Rocky Mountains gefunden. Diese Gruppe bezeichnet sich als "Projekt" und macht sich im Jahre 2100 auf, Technologien aus der Zeit vor dem Kollaps zu suchen.

Eine besondere Eigenschaft des Spiels ist die Möglichkeit, sich seine Einheiten aus Einzelkomponenten (Antrieb, Rumpf, Waffen- oder Systemturm) zusammenzubauen, was zu einigen hundert theoretischen Einheiten führt. Zudem ist Warzone 2100 eines der ersten Echtzeit-Strategiespiele mit frei dreh- und zoombarer 3D-Umgebung. Es ist vergleichbar mit dem etwas neueren Earth 2150. Ein weiteres erwähnenswertes Merkmal ist die Darstellung der Artillerie, deren realistische Reichweite interessante taktische Optionen bietet.

Der Einzelspieler-Modus bietet eine lineare Storykampagne, die unterteilt ist in drei Feldzüge, die jeweils in einer anderen Region Amerikas spielen. Über alle drei Feldzüge hinweg verkörpert man denselben Commander des "Projektes". Der Mehrspieler-Modus bietet verschiedene Spielmodi, manche davon ausschließlich mit menschlichen Spielern spielbar.

Handlung und Spielverlauf

In der Kampagne spielt man als Kommander des "Projekts". Das vorrangige Ziel des "Projekts" ist es Technologien aus der Zeit vor dem Kollaps zu bergen.

Feldzug 1 - Team Alpha

Der erste Feldzug führt in die Mojave-Wüste und dreht sich primär um die Besorgung der Technologie der "Synaptischen Verbindungen", die den Bau von Cyborgs ermöglicht. Cyborgs sind Menschen, die über eine Schnittstelle im Bereich der Halswirbel mit ihrem Kampfanzug kommunizieren können und so effektive Kämpfer sind.

Transportermenü; Bild aus Kampagne 1, Mission 5

Angekommen auf der Heimatkarte für den ersten Feldzug, gilt es eine Basis zu errichten. Natürlich lassen Feinde nicht lange auf sich warten. Für den Anfang handelt es sich um die "Scavengers", die ohne große Probleme bekämpft werden können. Einige Missionen später jedoch trifft man auf eine weitere Streitmacht mit Namen "New Paradigm", die das Projekt zuerst dazu auffordert das Gebiet zu verlassen und nach dessen Weigerung zum Angriff übergeht.

Schon bald merkt man allerdings, dass das New Paradigm keine eigenständig handelnde Streitmacht ist, sondern auf Befehl von Nexus handelt. Am Ende der Kampagne zerstört man das New Paradigm vollständig und findet dabei heraus, dass das New Paradigm von Nexus übernommen wurde, indem ein Nexus-Eindringslingsprogramm sämtliche Kontrollcomputer korrumpiert und die Kontrolle damit an Nexus übergeben hat.

Feldzug 2 - Team Beta

Team Beta hat schon während des ersten Feldzuges gemeldet, dass es auf eine unbekannte Streitmacht getroffen ist, die sich allerdings ruhig verhalten hat. Durch den Sieg über das New Paradigm allerdings geht diese Streitmacht zum Angriff auf die Beta-Basis über. Der Feldzug spielt im US-Bundesstaat Iowa, das im Feldzug vorkommende Atomkraftwerk könnte das Duane Arnold Energy Center sein.

Ziel von Team Beta ist es die VTOL-Technologie zu erbeuten. Im gesamten Verlauf dieses Feldzuges ist der Gegner das ebenfalls von Nexus kontrollierte Kollektiv, gegen Ende jedoch mischt sich Nexus mit eigenen Waffen immer mehr ein und feuert in den letzten Missionen, alle drei sind Evakuierungsmissionen, zwei Atomraketen ab: eine auf die Alpha-Basis, die andere auf die Beta-Basis.

Feldzug 3 - Team Gamma

Im letzten Feldzug ist einzig Nexus der Gegner, welcher sich als äußerst harter Brocken erweist. Ziel ist es einzig und allein Nexus zu besiegen. Dieser Feldzug spielt den visuellen Informationen eines Briefing zufolge im US-Bundesstaat Oregon und dort vermutlich in der Kaskadenkette. Im Spiel selbst ist allerdings von den Rocky Mountains die Rede, weshalb angenommen werden kann, dass diese Kampagne eher im US-Bundesstaat Idaho spielt.

Wie man erfahren hat ist Nexus eine "Computerversion" von Dr. Reed, dem Erfinder der Synaptischen Verbindungen. Dieser wurde verrückt, als ihm nach einiger Zeit ohne nennenswerte Fortschritte die Forschungsgelder entzogen wurden. Seine Experimente, die wohl die Übertragung des menschlichen Geistes in Computersysteme zum Thema hatten, führte er dennoch erfolgreich fort. Und so gelang es ihm auch den Kollaps zu verursachen, was aufgrund der elektromagnetischen Strahlung auf der Erde allerdings auch dazu führte, dass Teile seiner Erinnerungen und seiner Persönlichkeit verloren gingen.

In diesem Feldzug wird man mit einer besonderen Nexus-Waffe konfrontiert, dem Nexus-Link-Turm, der vergleichbar mit einem Trojaner dafür sorgt, dass Nexus die Kontrolle über fremde Einheiten übernimmt. Zudem schafft Nexus es gegen Ende des Feldzuges alte Lasersatelliten zu reaktivieren und für sich zu nutzen. Es gelingt dem Projekt jedoch rechtzeitig diese Satelliten zu zerstören.

Ob Nexus am Ende des dritten Feldzuges wirklich besiegt ist, ist nicht zu 100% sicher. Zum einen lautet der abschließende Text im offiziellen Spieleberater "Gratuliere, Kommander! Sie haben Nexus und seine Verbündeten endlich endgültig ausgelöscht. …Endgültig?", zum anderen hatte Pumpkin Studios an einer Fortsetzung, Warzone 2120, gearbeitet.

Warzone 2100 GPL

Warzone 2100 GPL
Entwickler: Warzone Resurrection Project
Plattform(en): Windows, Linux, Mac OS X
Steuerung: Maus und Tastatur
Systemminima: OpenGL, 45 MB Festplattenplatz
Medien: Download
Sprache: Deutsch (optional auch andere Sprache)
Altersfreigabe: PEGI:
Keine
Klassifizierung


USK:
Keine
Klassifizierung

Nach langem Warten der Warzone-Community wurde der Quellcode von Warzone 2100 am 6. Dezember 2004 von Eidos Interactive unter der GPL freigegeben. Daraufhin fanden sich schnell ein paar Entwickler, die das Spiel auf Linux portierten und ein BerliOS-Projekt starteten. Zwei der Entwickler legten zu ihrer Koordination außerdem ein SourceForge-Projekt an. Beide Projekte sind inzwischen inaktiv, nachdem die Entwicklung Mitte 2005 einschlief. Ende 2005 gründeten die verbliebenen Entwickler das Warzone 2100 Resurrection Project, welches die Entwicklung derzeit auf Gna! fortsetzt. Am 11. Juni 2008 gab es nach Absprachen zwischen der Community und einem Mitarbeiter von Eidos eine komplette Freigabe auch der fehlenden Teile von Warzone 2100, darunter die Musikstücke und Full Motion Video-Sequenzen. Zudem wurden rechtliche Grauzonen durch genauere Formulierungen ausgeräumt und das Entwickeln so rechtssicherer gemacht.

Warzone 2100 GPL verwendet nur Open Source-Technologien. Als Basis dient die SDL-Bibliothek, OpenGL für die Grafik-, OpenAL zur Soundausgabe. Dadurch ist es sowohl auf Windows als auch auf Linux und Mac OS X lauffähig, einige FreeBSD-Nutzer sind bekannt und auch Portierungen auf andere Systeme sollten einfach möglich sein, sofern die benötigten Bibliotheken für diese verfügbar sind.

Unterschiede zur kommerziellen Version

  • Die Full Motion Video-Sequenzen sind in bisherigen Versionen noch nicht enthalten, da diese erst rund dreieinhalb Jahre später veröffentlicht wurden und bisher keine Zeit war diese in fertige Versionen aufzunehmen.
  • Der Software-Renderer wurde entfernt, weil sich kein Entwickler fand, der diesen weiter pflegen wollte.
  • Netzwerkprotokoll benutzt TCP anstatt UDP, Lobbyserver verfügbar.
  • 64bit-fähig, Netzwerkspiele zwischen Benutzern mit Little Endian und Big Endian-Systemen möglich
  • Internationalisierung mittels gettext; neben Englisch bisher auch Dänisch, Deutsch, Französisch, Italienisch, Latein, Niederländisch, Portugiesisch, Spanisch, Russisch und viele andere Sprachen teilweise oder komplett verfügbar.
  • Die Playstation wird nicht mehr unterstützt.

Bilder (Original)

Bilder (GPL-Version)

Diese Bilder sind durch Benutzung einer Modifikation für Warzone 2100 entstanden.

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