Wehrpflicht

ÔĽŅ
Wehrpflicht
Weltkarte der Armeeformen:
  • ÔĽŅkeine (eigenen) Streitkr√§fte
  • ÔĽŅkeine Wehrpflicht (Freiwilligenarmee / Berufsarmee / ausgesetzt)
  • ÔĽŅnoch Wehrpflicht, aber Abschaffung in weniger als drei Jahren bereits beschlossen
  • ÔĽŅWehrpflicht
  • ÔĽŅkeine Angaben

Als Wehrpflicht bezeichnet man die Pflicht eines Staatsb√ľrgers, f√ľr einen gewissen Zeitraum in der Armee oder einer anderen Wehrformation (zum Beispiel im Bereich des Katastrophenschutzes) seines Landes zu dienen. Ob und f√ľr wen eine Wehrpflicht besteht, ist in verschiedenen L√§ndern unterschiedlich geregelt. Mit wenigen Ausnahmen (Israel, teilweise China[1]) erstreckt sich die Wehrpflicht nur auf die m√§nnliche Bev√∂lkerung, dennoch wird h√§ufig auch synonym von einer allgemeinen Wehrpflicht gesprochen.

Die Wehr- oder Ersatzdienstpflicht f√§llt unter den Ausnahmetatbestand in Art. 4 der Europ√§ischen Menschenrechtskonvention, der das Verbot der Sklaverei und der Zwangsarbeit regelt.[2]

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Heere, die aufgrund einer allgemeinen Aushebung aller wehrf√§higen M√§nner aufgestellt wurden, gab es in der Geschichte immer wieder, etwa das Heer der r√∂mischen Republik oder B√ľrgergarden in St√§dten. Auch der preu√üische Staat befand sich mit dem Kantonssystem (Wehrf√§hige eines Gebietes waren f√ľr bestimmte milit√§rische Einheiten enrolliert) auf dem Weg zu einer Wehrpflichtigenarmee. Allgemein waren nach dem Zerfall des Lehnswesens des Mittelalters von der fr√ľhen Neuzeit bis zum Ende des 18. Jahrhunderts jedoch S√∂ldnerheere die Regel, die wenig ideologische oder nationalit√§tsbedingte Verbindung zu ihren Dienstherren hatten.

In Schweden f√ľhrte K√∂nig Gustav II. Adolf um 1630 eine (selektive) Wehrpflicht ein, indem er M√§nner rekrutierte, die ‚Äěstarkgliedrig und, soweit festgestellt werden kann, tapfer waren ‚Äď im Alter von 18 bis 30 Jahren‚Äú, und diese aus Staatsmitteln ausr√ľstete und bezahlte, bestimmte Berufsgruppen jedoch vom Wehrdienst freistellte.

Das Frankreich der Französischen Revolution war der erste europäische Staat, der seine Armee mit der Levée en masse 1793 fast ausschließlich aufgrund einer allgemeinen Wehrpflicht organisierte, auch wenn es daneben noch Freiwillige gab.

Die Opoltschenije war eine in Russland durch das Gesetz vom 13. Januar 1874 bei der Einf√ľhrung der allgemeinen Wehrpflicht einzuberufende Reichswehr f√ľr den Kriegsfall.

Seit dem Ende des Kalten Krieges und dem damit einhergehenden Verzicht auf Massenarmeen haben immer mehr L√§nder ihre Armeen von Wehrpflicht- auf Freiwilligen ‚Äď und Berufsarmeen umgestellt. Dieser Trend ist bis heute ungebrochen, wie die Entscheidung von Polen zeigt, bis 2011 seine Armee umzubauen. Inzwischen haben 24 der 28 NATO-Staaten[3] eine Berufsarmee. Von den bedeutenden Milit√§rm√§chten innerhalb der NATO h√§lt nur noch die T√ľrkei an der Wehrpflicht fest. Insgesamt gesehen haben die weitaus meisten L√§nder der so genannten freien Welt inzwischen auf die Wehrpflicht verzichtet, w√§hrend eine vergleichbare Tendenz weg von der Wehrpflicht bei L√§ndern mit einer totalit√§ren Regierungsform bisher nicht eingetreten ist.

Deutschland

‚Üí Hauptartikel: Wehrpflicht in Deutschland

Die Wehrpflicht wurde in der Bundesrepublik Deutschland am 21. Juli 1956 eingef√ľhrt. Die M√∂glichkeit der Kriegsdienstverweigerung sah das Grundgesetz schon in seiner Urfassung ab 1949 vor.[4] Im M√§rz 1956 wurde die M√∂glichkeit eines Ersatzdienstes aufgenommen.[5] 1968 wurde auch die Wehrpflicht im Grundgesetz verankert.

Einberufene Wehrpflichtige 1957‚Äď2011

Am 15. Dezember 2010 wurde durch das Bundeskabinett eine Aussetzung der Wehrpflicht zum 1. Juli 2011 beschlossen.[6] Zum 1. Januar 2011 wurden zum letzten Mal alle Wehrpflichtigen zwangsweise einberufen, seit dem 1. März 2011 wurden Wehrpflichtige nicht mehr gegen ihren Willen zum Dienst verpflichtet.

Wehrpflichtig waren grunds√§tzlich alle M√§nner vom vollendeten 18. Lebensjahr an, die Deutsche im Sinne des Grundgesetzes sind, die Heranziehungsgrenze f√ľr den Grundwehrdienst war das 23. Lebensjahr. Die Wehrpflicht wurde durch den Wehrdienst oder im Falle des ¬ß 1 des Kriegsdienstverweigerungsgesetzes vom 28. Februar 1983 durch den Zivildienst in Deutschland erf√ľllt. Die Dauer des Grundwehrdienstes und des Zivildienstes betrug seit dem 1. Juli 2010 sechs Monate.[7]

Dauer von Wehr- und Zivildienst in Deutschland (in Monaten)

In der Praxis leisteten von den 440.000 erfassten M√§nnern des Jahrganges 1980 137.500 (31,25 %) den Grundwehrdienst, 152.000 (34,54 %) Zivildienst oder einen anderen Ersatzdienst, und 150.500 (34,2 %) wurden ausgemustert oder aus anderen Gr√ľnden nicht zum Dienst herangezogen.

Ein Vergleich mit anderen L√§ndern und ihrer Praxis in Bezug auf die Wehrpflicht ist nur bedingt m√∂glich. Aufgrund der geschichtlichen Erfahrungen Deutschlands wurde das Konzept der in ihrer Form in der damaligen Zeit einzigartigen ‚ÄěInneren F√ľhrung‚Äú und eng damit zusammenh√§ngend des Leitbilds des ‚ÄěStaatsb√ľrgers in Uniform‚Äú geschaffen. Insbesondere sollte so sichergestellt werden, dass sich die deutsche Armee niemals wieder zu einem ‚ÄěStaat im Staat‚Äú entwickeln kann. Vielmehr sollte die Bundeswehr als Parlamentsarmee, an deren Spitze nicht ein Milit√§r, sondern ein Politiker steht, das ‚ÄěRecht und die Freiheit des deutschen Volkes‚Äú (Feierliches Gel√∂bnis) verteidigen.

√Ėsterreich

Wehrdienst oder Zivildienst?

In √Ėsterreich gilt die allgemeine Wehrpflicht f√ľr alle m√§nnlichen Staatsb√ľrger vom 17. bis zum 50. Lebensjahr, f√ľr Offiziere und Unteroffiziere bis zum 65. Lebensjahr (Art 9a Abs 3 B-VG; ¬ß 1 Abs 2 und ¬ß 10 WG). Bis zum 35. Lebensjahr k√∂nnen Wehrpflichtige zum Grundwehrdienst eingezogen werden. Die Dauer des Grundwehrdienstes betr√§gt sechs Monate ‚Äď bis 2005 noch acht Monate, wobei zumindest sechs Monate ohne zeitliche Unterbrechung geleistet werden mussten. Die fehlenden Monate wurden √ľber den Zeitraum von mehreren Jahren durch Waffen√ľbungen erg√§nzt. Bis alle sechs Monate abgeleistet sind, befindet sich der Wehrpflichtige im Milizstand.

Wer den Dienst mit der Waffe verweigert, hat unabhängig vom Grund Wehrersatzdienst oder Zivildienst zu leisten. Dieser dauert neun Monate und kann bei verschiedenen Organisationen abgeleistet werden. Alternativ zum Zivildienst kann ein 12-monatiger Zivilersatzdienst im Ausland (Auslandsdienst) abgeleistet werden. Durch die Ablehnung des Dienstes an der Waffe ist es 15 Jahre lang ab diesem Zeitpunkt nicht möglich, waffenrechtliche Dokumente zu beantragen.

Bis zum Jahr 1971 betrug der Grundwehrdienst neun Monate, wobei die letzten zwei Wochen eine automatische Dienstfreistellung darstellten. Unter Bundeskanzler Kreisky wurde die Verk√ľrzung auf sechs Monate plus 60 Tagen Truppen√ľbung (=8 Monate) beschlossen, was eine de facto Verk√ľrzung von nur zwei Wochen darstellte, da die Dienstfreistellung wegfiel. Wurden in den 1970er Jahren noch ein Gro√üteil der Wehrpflichtigen zu sechs Monaten Grundwehrdienst einberufen und nur einige Spezialfunktionen mit 8-Monat-Grundwehrdienern besetzt, so √§nderte sich das im Lauf der Jahre. Im Zuge des Wiener Wahlkampfs im Oktober 2010 stellte Wiens B√ľrgermeister H√§upl die Wehrpflicht in Frage und forderte diesbez√ľglich eine Volksbefragung. Ein daraufhin von den Gr√ľnen gestellter Antrag zur Durchf√ľhrung einer Volksbefragung wurde jedoch von der SP√Ė nicht unterst√ľtzt. Im Moment erstellt der Generalstab des √∂sterreichischen Bundesheers unterschiedliche Modelle zur Aussetzung der Wehrpflicht. Am 5. J√§nner 2011 meldete der Kurier, es g√§be sieben verschiedene Modelle.[8] Der Chef des Generalstabs, Edmund Entacher, dementierte die vom "Kurier" publizierten Zahlen noch am selben Tag und meinte, die tats√§chlichen Modelle w√ľrden in den folgenden zwei Wochen ver√∂ffentlicht werden.[9]

Diskussion Wehrpflicht f√ľr Frauen

Die Diskussion um die Wehrpflicht l√§uft in √Ėsterreich mit √§hnlichen Argumenten wie in Deutschland (z. B. zur ‚ÄěAllgemeinen‚Äú Wehrpflicht ‚Äď nur f√ľr M√§nner[10]). Frauen unterliegen nicht der Wehrpflicht, k√∂nnen aber freiwillig Wehrdienst ableisten und diesen Dienst jederzeit beenden.[11]

Aktuell wird die Wehrpflicht f√ľr Frauen diskutiert.[12][13][14] Der Bundespr√§sident und Oberbefehlshaber des Bundesheeres dazu:

‚ÄěFrauen bekommen immer mehr Rechte, da kann man auch argumentieren, sie m√ľssen mehr Pflichten √ľbernehmen.‚Äú

‚Äď Bundespr√§sident Heinz Fischer: ORF-Pressestunde, 18. Juli 2010

Schweiz

In der Schweiz gilt f√ľr m√§nnliche B√ľrger gem√§√ü Art. 59 Bundesverfassung die allgemeine Dienstpflicht. Im Abs. 1 dieses Artikels sieht die Verfassung seit 1992 einen zivilen Ersatzdienst vor (Zivildienst). F√ľr Schweizerinnen ist der Milit√§rdienst freiwillig. Die Wehrpflicht dauert gem√§√ü Art. 13 Milit√§rgesetz in der Regel vom 20. bis 34. Altersjahr (f√ľr Mannschaftsdienstgrade, Unteroffiziere und Offiziere bis Oberleutnant). Die Pflichtigen werden solange zu j√§hrlichen Wiederholungskursen aufgeboten, bis eine dienstgradbezogene Anzahl von anrechenbaren Tagen erreicht ist. F√ľr die Mannschaftsdienstgrade betr√§gt diese Zahl h√∂chstens 262 Tage (siehe Schweizer Armee). F√ľr Grade ab Hauptmann gibt es keine fixe Obergrenze. Sie leisten grunds√§tzlich s√§mtliche Dienstleistungen ihrer Einteilungsformation. Hauptleute werden im Alter von 42 Jahren entlassen, Majore im Alter von 50 (vgl. die Milit√§rdienstverordnung (MDV)).

Die Nichterf√ľllung der Milit√§rdienstpflicht ist strafbar nach Art. 81 ff. des Milit√§rstrafgesetzes.

Erst seit 1996 besteht f√ľr milit√§rdienstpflichtige Personen in der Schweiz die M√∂glichkeit, ihre Wehrpflicht im Rahmen eines zivilen Ersatzdienstes (Zivildienst) zu erf√ľllen .

Im Mai 2011 lehnte der Nationalrat mit 117 zu 53 Stimmen eine parlamentarische Initiative ab, die eine Sistierung der allgemeinen Wehrpflicht verlangt hat.[15] Derzeit werden Unterschriften f√ľr eine Volksinitiative gesammelt, welche die Aufhebung der Wehrpflicht verlangt.[16] Voraussichtlich wird die Initiative Ende 2011 zustandekommen.

Andere Länder (alphabetisch)

Australien

‚Üí Hauptartikel: Wehrpflicht in Australien

In Australien existierten von 1903 bis 1980 zwei Freiwilligenarmeen. Die heutige Armee, die Australian Defence Force, umfasst etwa 53.000 Soldaten. Die Wehrpflicht wurde 1972 aufgehoben.

Belgien

Der Wehrdienst wurde in Belgien im Jahr 1995 abgeschafft. Seitdem hat man M√ľhe, gen√ľgend qualifiziertes Personal zu werben; es verpflichten sich vor allem Sozialschwache mit geringem Bildungsabschluss. Es kam so zu einem allgemeinen Qualit√§tsverlust in der Armee; sie spiegelt kein Gesamtbild der Gesellschaft mehr wider (vgl. Diskussion hierzu weiter oben).[17]

Bosnien und Herzegowina

Mit der Einf√ľhrung einer einheitlichen Armee in Bosnien und Herzegowina wurde die allgemeine Wehrpflicht am 1. Januar 2006 aufgehoben.

China

In China dauert die Wehrpflicht 2 Jahre. Alle m√§nnlichen B√ľrger, die vor dem 31. Dezember eines Jahres das 18. Lebensjahr vollenden, k√∂nnen zum aktiven Dienst rekrutiert werden. Studenten sind von der allgemeinen Wehrpflicht befreit, allerdings m√ľssen Frauen wie M√§nner einen mehrw√∂chigen Grundkurs auf dem Campusgel√§nde ihrer jeweiligen Universit√§t absolvieren. Weibliche B√ľrger k√∂nnen gem√§√ü der oben genannten Bestimmung zum aktiven Dienst rekrutiert werden, wenn die Armee sie braucht. Die Volksbefreiungsarmee hat in Friedenszeiten eine St√§rke von 2,3 Millionen Soldaten. Jedoch erreichen jedes Jahr mehr als 13 Millionen junger M√§nner das Wehrdienstalter. Durch Chinas riesige Bev√∂lkerung und der dadurch gro√üen Anzahl von Freiwilligen f√ľr die normale Armee hat Wehrpflicht praktisch kaum eine Bedeutung, und der Wehrdienst in der Volksbefreiungsarmee ist v√∂llig freiwillig. Alle 18-J√§hrigen m√ľssen sich selbst bei den Beh√∂rden einschreiben. Die vorwiegende Ausnahme in diesem System sind potentielle Studenten (m√§nnliche und weibliche), die milit√§risches Training (normalerweise f√ľr eine Woche oder mehr) mitmachen m√ľssen, bevor ihre Studien beginnen oder - was √∂fter der Fall ist - ein Jahr nach Ende ihrer Studien (¬ß 43 des Wehrdienstgesetzes).

Frankreich

Frankreich hat die Wehrpflicht ab Ende 2001 ausgesetzt. Stattdessen wurde bereits 1998 die Journ√©e d'appel de pr√©paration √† la d√©fense (JAPD) (Vorbereitungstag f√ľr die Landesverteidigung) f√ľr alle franz√∂sischen Jugendlichen, Jungen wie M√§dchen, im In- und Ausland eingef√ľhrt. Die Jugendlichen nehmen daran in der Regel zwischen dem 16. und 18. Geburtstag teil. Die dort ausgegebene Teilnahmebescheinigung wird beispielsweise f√ľr die Teilnahme am Baccalaur√©at (Abitur) ben√∂tigt.[18][19]

Griechenland

In Griechenland gilt eine allgemeine Wehrpflicht f√ľr M√§nner zwischen 18 und 45 Jahren, die Wehrdienstdauer f√ľr Wehrpflichtige betr√§gt zurzeit (2008) zw√∂lf Monate. Verwitwete V√§ter bzw. √§ltere Br√ľder mit der Sorgepflicht f√ľr einen oder mehrere Minderj√§hrige sind von der Wehrpflicht befreit. F√ľr Auslandsgriechen, die auch im Ausland geboren sind, betr√§gt die Wehrdienstdauer nur drei Monate. Andere Auslandsgriechen, Einwanderer mit griechischem Pass und Geschwister einer Familie mit sechs oder mehr Kindern haben das Recht auf eine auf sechs Monate reduzierte Wehrdienstdauer. F√ľr den √§ltesten Bruder dreier Geschwister, f√ľr die zwei √§ltesten Br√ľder vierer Geschwister, und f√ľr V√§ter betr√§gt sie neun Monate. F√ľr Frauen gilt keine Wehrpflicht, sie k√∂nnen jedoch ohne Einschr√§nkungen dem Milit√§r beitreten.

Israel

Israel z√§hlt zu den wenigen Staaten der Welt, die die Wehrpflicht auf beide Geschlechter ausgedehnt haben. Hier sind Frauen verpflichtet, mindestens zwei Jahre Dienst in den dortigen Streitkr√§ften abzuleisten, M√§nner m√ľssen 3 Jahre absolvieren. Allerdings gibt es eine Reihe von Ausnahmen: So sind chassidische Juden, israelische Araber (Muslime und Christen, nicht jedoch Drusen) sowie alle nichtj√ľdischen, schwangeren oder verheirateten Frauen von der Wehrpflicht befreit. Nur Frauen ist es grunds√§tzlich gestattet, dem Wehrdienst aus Gewissensgr√ľnden nicht nachzukommen und einen Ersatzdienst (National Service) zu leisten. Obwohl die Tendenz steigend ist, ist bei M√§nnern die Verweigerung des Wehrdienstes mit gesellschaftlicher √Ąchtung und nicht selten auch mit einem Strafverfahren verbunden.

Italien

In Italien wurde die Wehrpflicht (und der zivile Ersatzdienst) zum 1. Juli 2005 ausgesetzt.[20] Gleichzeitig wurde ein freiwilliger einj√§hriger Wehrdienst eingef√ľhrt, der jedoch Voraussetzung f√ľr Weiterverpflichtungen bei der Armee und f√ľr Bewerbungen bei Polizei, Carabinieri und anderen Sicherheitsbeh√∂rden ist. Das ‚ÄěNationale Amt f√ľr den Zivildienst‚Äú bietet daneben einen freiwilligen einj√§hrigen Zivildienst an.

Kanada

In Kanada gab es außer während des Ersten und Zweiten Weltkrieges nie Wehrpflicht.

Kroatien

Im Oktober 2007 beschloss das kroatische Parlament, dass ab dem 1. Januar 2008 nur noch Freiwillige zur kroatischen Armee einberufen werden.

Namibia

In Namibia beziehungsweise S√ľdwestafrika bestand vom 1. August 1980 bis zur Unabh√§ngigkeit 1990 eine Wehrpflicht f√ľr M√§nner √ľber 18 Jahre.[21] Sie wurden in die South West African Territorial Force (SWATF) einberufen und unter anderem zum Kampf gegen ihre eigenen Familien, die teilweise als Freiheitsk√§mpfer der SWAPO (People's Liberation Army of Namibia) dienten, eingesetzt.[22]

Die Wehrpflicht wurde in die Verfassung Namibias nicht √ľbernommen und somit ist die Namibian Defence Force eine reine Berufsarmee.

Polen

Im Herbst 2006 beschloss das polnische Parlament, die neunmonatige Wehrpflicht in Polen 2011 auslaufen zu lassen und sp√§testens 2012 eine reine Berufarmee einzuf√ľhren.[23] Dieser Plan wurde 2008 noch einmal von der Regierung beschleunigt, so dass seit 2010 in der polnischen Armee keine Wehrpflichtigen mehr Dienst tun.

Russland

Ab 1. Januar 2008 wurde die Dienstzeit f√ľr Wehrpflichtige in Russland auf 12 Monate reduziert. Zuvor hatte sie 24 Monate bei den Landstreitkr√§ften und 36 Monate bei der Marine betragen. Die Verfassung der Russischen F√∂deration garantiert ein Recht auf Kriegsdienstverweigerung aus Gewissensgr√ľnden. Zun√§chst hatten die Einberufungsbeh√∂rden - u.a. wegen des Fehlens von Ausf√ľhrungsgesetzen - dieses Recht oft ignoriert. Der Dienst als Wehrpflichtiger in den russischen Streitkr√§ften gilt als schwer ertr√§glich bis lebensgef√§hrlich und wird deshalb nach M√∂glichkeit, auch mithilfe von Korruption, umgangen. F√ľr die in Russland wie anderen Nachfolgestaaten der Sowjetunion in den Reihen des Milit√§rs √ľblichen Missst√§nde und kriminellen Ausw√ľchse (schikan√∂se Behandlung, Misshandlungen, T√∂tungen, echte und vorget√§uschte Selbstmorde) steht seit Jahrzehnten das Stichwort "Dedowschtschina". Seit 2004 existiert ein Zivildienstgesetz, wonach der Ersatzdienst allerdings mit 21 Monaten fast doppelt so lang ist wie der Milit√§rdienst, grunds√§tzlich heimatfern und auch als unbewaffneter Dienst in den Streitkr√§ften abgeleistet werden kann. Akademiker m√ľssen nur eine kurze milit√§rische Grundausbildung statt des regul√§ren Wehrdienstes absolvieren. Der Dienst beim sowjetischen Geheimdienst KGB und den paramilit√§rischen Truppen des sowjetischen Innenministeriums und deren heutigen russischen Nachfolgeorganisationen galt bzw. gilt als Wehrdienst. In Kriegseins√§tze werden heute nur noch Freiwillige ("Kontraktniki") geschickt. Diese "Vertragssoldaten" lassen sich in etwa mit den "freiwillig L√§ngerdienenden" in der Bundeswehr vergleichen.

Schweden

Schweden schaffte die 1901 eingef√ľhrte Wehrpflicht 2010 ab. Zuletzt betrug der Wehrdienst elf Monate; zu ihm wurden 10 bis 15 % eines Jahrgangs eingezogen. Die Armee wird nun eine Berufsarmee (= Zeit- und Berufssoldaten auf freiwilliger Basis). Die Truppenst√§rke soll 15.000-20.000 Mann betragen.[24][25]

Der Systemwechsel wurde dadurch gefördert, dass die schwedische Armee

  • unter dem Dach der NATO im Kosovo stationiert ist (siehe "KFOR"),
  • f√ľr die Vereinten Nationen die Grenzen der beiden Koreas bewacht (NNSC = "Neutral Nations Supervisory Commission" = Neutrale Waffenstillstands- √úberwachungskommission),
  • am Horn von Afrika zusammen mit anderen Nationen Piraten jagt (Teil der "Operation Enduring Freedom") sowie
  • unter dem Dach der NATO in Afghanistan stationiert ist (Teil der "ISAF").

S√ľdafrika

S√ľdafrika hat im August 1994 die Wehrpflicht abgeschafft. W√§hrend der Apartheid waren nur wei√üe m√§nnliche Personen ab 16 Jahren wehrpflichtig. Die Dienstzeit umfasste mehrere Jahre und wurde nicht hintereinander abgeleistet, sondern erfolgte mit teils gro√üen Abst√§nden zwischen den Einberufungen. Die Wehrpflichtigen wurden auch f√ľr den Dienst in der regul√§ren Polizeitruppe des Landes eingesetzt und stellten zeitweise den Gro√üteil der Polizisten im Lande. Ab 1984 existierte die ‚ÄěEnd Conscription Campaign‚Äú (Kampagne zur Abschaffung der Wehrpflicht), die ihr Ziel nach den ersten freien und gleichen Wahlen 1994 erreichte. Es wird gesch√§tzt, dass in den 1980er Jahren rund 50.000 s√ľdafrikanische (wei√üe) Jugendliche und junge M√§nner das Land nur aufgrund der Wehrverpflichtung verlassen haben.

T√ľrkei

Der Wehr- bzw. sogenannte Vaterlandsdienst (vatan hizmeti) ist laut Art. 72 der t√ľrkischen Verfassung in Verbindung mit Art. 1 des Wehrdienstgesetzes Nr. 1111 vom 21. Juni 1927 Recht und insbesondere Pflicht jedes m√§nnlichen Staatsb√ľrgers. Eine Wehrdienstverweigerung ist nach Art. 45 des Milit√§rstrafgesetzbuches Nr. 1632 vom 22. Mai 1930 ausgeschlossen. Schon abgeleisteter Wehr- oder Zivildienst, etwa vor einer Einb√ľrgerung, wird seit 1993 mit dem Ministerratsbeschluss 93/4613 anerkannt.

Nach Art. 2 des Gesetzes Nr. 1111 beginnt die Wehrpflicht am 1. Januar des Jahres, in dem das 20. Lebensjahr vollendet wird. Die Wehrpflicht endet mit Beginn des Jahres, in dem der Wehrpflichtige das 41. Lebensjahr vollendet. Geschwister bzw. Kinder von im Dienst getöteten Soldaten sind nicht wehrpflichtig.

Seit dem 15. Juli 2003 dauert der regul√§re Milit√§rdienst f√ľr Soldaten (er) 15 Monate, f√ľr Reserveoffiziersanw√§rter (yedek subay adayńĪ) 12 Monate und f√ľr Kurzzeitsoldaten (kńĪsa d√∂nem er) 6 Monate.[26]

F√ľr t√ľrkische Staatsb√ľrger, die sich l√§nger als 3 Jahre (1095 Tage) im Ausland befinden, besteht die M√∂glichkeit, den Milit√§rdienst durch eine einmalige Zahlung auf insgesamt 21 Tage[27] zu verk√ľrzen. F√ľr Personen unter 38 Jahren bel√§uft sich der Betrag auf 5112 Euro, f√ľr Personen √ľber 38 Jahren sind es 7668 Euro.[28]

Ukraine

Der Wehrdienst ist in der Ukraine gesetzlich geregelt und setzt mit Vollendung des achtzehnten Lebensjahrs ein. Der Wehrdienst (gesetzliche Pflicht) dauert insgesamt neun Monate.

USA

In den USA wurde die Wehrpflicht am 16. September 1940 eingef√ľhrt und 1973 ausgesetzt. Zuvor wurden Wehrpflichtige auch in gro√üem Ma√üe in Kriegen eingesetzt, zuletzt im Vietnamkrieg. Ferner wurde nie besonders gro√üer Wert auf Wehrgerechtigkeit gelegt. So wurde in den Jahren zwischen Korea- und Vietnamkrieg nur ein Bruchteil der wehrpflichtigen Bev√∂lkerung eingezogen, die Dienstzeit betrug jedoch zwei Jahre.
Alle m√§nnlichen Einwohner zwischen 18 und 25 Jahren m√ľssen sich bei der Wehrerfassungsbeh√∂rde registrieren ("Selective Service System"), auch Ausl√§nder. Zu Kriegszeiten durften einberufene Ausl√§nder zwar den Dienst verweigern, verloren dadurch aber die M√∂glichkeit einer Einb√ľrgerung auf Lebenszeit. Seit 1980 m√ľssen junge M√§nner sich immer noch registrieren, werden aber nicht mehr einberufen. Eine Einberufung ist nur noch f√ľr den Fall einer "nationalen Krise" vorgesehen. Seit 1986 wird auch die Unterlassung dieser Registrierung nicht mehr strafrechtlich verfolgt; mittlerweile werden die entsprechenden Daten aus den F√ľhrerscheinregistern von den Bundesstaaten "freiwillig" √ľbertragen.

Vereinigtes Königreich

Im Vereinigten K√∂nigreich wurde die Wehrpflicht w√§hrend der beiden Weltkriege eingef√ľhrt. In den ersten beiden Kriegsjahren des Ersten Weltkrieges verlie√ü man sich noch auf Freiwillige, bis man sie 1916 in England, Schottland und Wales, sowie im August 1918 in Nordirland einf√ľhrte. Nachdem sie bei Kriegsende 1918 wieder abgeschafft worden war, f√ľhrte der Ausbruch des Zweiten Weltkrieges 1939 zur Wiedereinf√ľhrung. Diesmal wurde die Wehrpflicht nach Kriegsende beibehalten, aber 1949 zum National Service umgeformt, der 1961 abgeschafft wurde.

Zypern

In Zypern besteht Wehrpflicht. Die Dauer des Wehrdienstes betr√§gt 26 Monate. Ein Ersatzdienst wurde eingef√ľhrt.[29]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. ‚ÜĎ CBC News Indepth: International military. Cbc.ca (30. Mai 2006). Abgerufen am 18. Dezember 2010.
  2. ‚ÜĎ RIS: Art. 4 Abs3b Europ√§ische Menschenrechtskonvention
  3. ‚ÜĎ Wehrformen in der Nato. Asfrab.de. Abgerufen am 18. Dezember 2010.
  4. ‚ÜĎ GG Art. 12. Lexetius.com. Abgerufen am 25. Januar 2011.
  5. ‚ÜĎ Rechtsanwalt Dr. Thomas Fuchs, Mannheim: GG Art. 12. Lexetius.com. Abgerufen am 18. Dezember 2010.
  6. ‚ÜĎ Bundesregierung legt Eckpunkte der Neugestaltung der Bundeswehr fest. Bmvg.de (15. Dezember 2010). Abgerufen am 18. Dezember 2010.
  7. ‚ÜĎ Bundesministerium f√ľr Familie, Senioren, Frauen und Jugend ‚Äď Internetredaktion (19. Mai 2010): Pressemitteilung der Familienminsterin Chistina Schr√∂der. Bmfsfj.de. Abgerufen am 18. Dezember 2010.
  8. ‚ÜĎ "Darabos' Geheimplan f√ľr das neue Heer" vom 5. Januar 2011 auf kurier.at
  9. ‚ÜĎ Wehrpflicht: Generalstab mit Modellerstellung fertig, vom 5. Januar 2011 in der Onlineversion der Kleinen Zeitung.
  10. ‚ÜĎ VfGH B365/89. Ris.bka.gv.at. Abgerufen am 18. Dezember 2010.
  11. ‚ÜĎ Artikel 9a Abs3 B-VG. Ris.bka.gv.at (28. April 2010). Abgerufen am 18. Dezember 2010.
  12. ‚ÜĎ Fischer: Wehrpflicht f√ľr Frauen "langfristig denkbar". In: derStandard.at. APA, 22. Juli 2010, abgerufen am 22. Juli 2010.
  13. ‚ÜĎ Wehrpflicht f√ľr Frauen "denkbar". In: www.oon.at. Ober√∂sterreichische Nachrichten, 22. Juli 2010, abgerufen am 22. Juli 2010.
  14. ‚ÜĎ Fischer rudert bei Wehrpflicht f√ľr Frauen zur√ľck. In: derStandard.at. APA, 22. Juli 2010, abgerufen am 22. Juli 2010.
  15. ‚ÜĎ Nationalrat h√§lt an Wehrpflicht fest. news.ch (31. Mai 2011). Abgerufen am 31. Mai 2011.
  16. ‚ÜĎ Eidgen√∂ssische Volksinitiative 'Ja zur Aufhebung der Wehrpflicht'. Abgerufen am 7. M√§rz 2011.
  17. ‚ÜĎ BMLV - Presseabteilung - Referat Internet: √Ėsterreichs Bundesheer - Aktuell - Wehrpflicht oder Berufsheer?. Bmlv.gv.at. Abgerufen am 18. Dezember 2010.
  18. ‚ÜĎ Seite der Franz√∂sischen Botschaft zum Thema ‚ÄěVerteidigung: Wehrpflicht und Professionalisierung der Streitkr√§fte‚Äú. Botschaft-frankreich.de. Abgerufen am 18. Dezember 2010.
  19. ‚ÜĎ Franz√∂sische Wikip√©dia: Journ√©e d'appel de pr√©paration √† la d√©fense
  20. ‚ÜĎ Gesetz Nr. 226 vom 23. August 2004. Camera.it. Abgerufen am 18. Dezember 2010.
  21. ‚ÜĎ 1980 Chronology of Namibian History, Conscription abgerufen am 2. Februar 2011
  22. ‚ÜĎ Country loses consistent anti-colonialism campaigner, Namibia Economist, 25. Januar 2008
  23. ‚ÜĎ Polen plant Abschaffung der Wehrpflicht. Eurotopics.net. Abgerufen am 18. Dezember 2010.
  24. ‚ÜĎ http://www.tagesschau.de/ausland/wehrpflichtschweden100.html (nicht mehr online verf√ľgbar)
  25. ‚ÜĎ Schweden schafft Wehrpflicht ab. N-tv.de. Abgerufen am 18. Dezember 2010.
  26. ‚ÜĎ Bedelli askerlik g√∂r√ľn√ľrde yok (Link nicht mehr abrufbar), CNNT√úRK, abgerufen am 24. Februar 2008
  27. ‚ÜĎ D√∂vńįzle askerlńįk HńįZMETńį, MSB Askeralma, abgerufen am 24. Februar 2008
  28. ‚ÜĎ D√∂vizle askerlik esaslarńĪ yeniden d√ľzenlendi, CNNT√úRK, abgerufen am 23. Februar 2008
  29. ‚ÜĎ Wehr- und Zivildienst in der EU. Deutsches-wehrrecht.de. Abgerufen am 18. Dezember 2010.

Siehe auch

Literatur

  • Andreas Ahammer, Stephan Nachtigall: 5 plus 1 - Wehrpflicht der Zukunft im Gesellschaftsdienst. Nomos, Baden Baden 2009, ISBN 978-3-8329-4710-1.
  • Detlef Bald: Wehrpflicht ‚Äď Der Mythos vom legitimen Kind der Demokratie. In: E. Opitz, F. S. R√∂diger (Hrsg.): Allgemeine Wehrpflicht. Bremen 1994.
  • Menschenrecht, B√ľrgerfreiheit, Staatsverfassung. Kamp, Bochum 1964, ISBN 3-592-87010-6.
  • Detlef Bald: Die Wehrpflicht, das legitime Kind der Demokratie? In: SOWI-Arbeitspapier Nr. 56. M√ľnchen 1991.
  • J√ľrgen Kuhlmann, Ekkehard Lippert: Wehrpflicht ade? In SOWI-Arbeitspapier. Nr. 48. M√ľnchen 1991.
  • Paul Klein (Hrsg.): Wehrpflicht und Wehrpflichtige heute. Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden 1991.
  • Roland G. Foerster (Hrsg.): Die Wehrpflicht: Entstehung, Erscheinungsformen und politisch-milit√§rische Wirkung. M√ľnchen 1994, ISBN 3-486-56042-5.
  • Gerhard Schmid (Hrsg.): Wehr- und Zivildienst in europ√§ischen L√§ndern. Metzler Schulbuchverlag, Hannover 1994.
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  • Ute Frevert: Die kasernierte Nation. Beck, M√ľnchen 2001, ISBN 3-406-47979-0.
  • Andres Pr√ľfert (Hrsg.): Hat die allgemeine Wehrpflicht in Deutschland eine Zukunft? Zur Debatte um die k√ľnftige Wehrstruktur. Nomos, Baden-Baden 2003, ISBN 3-8329-0311-9.
  • Christian Herz: Kein Frieden mit der Wehrpflicht ‚Äď Entstehungsgeschichte, Auswirkungen und Abschaffung der allgemeinen Wehrpflicht. Agenda, M√ľnster 2003, ISBN 3-89688-165-5.
  • Florian Birkenfeld: Die Wehrpflicht in Deutschland. Kosten, Vergleich, Perspektiven. M√ľller, Saarbr√ľcken 2006, ISBN 3-86550-181-8.
  • Niema Movassat: Abschied von der Wehrpflicht?. M√ľnchen 2007, ISBN 3-638-66331-0.
  • Jens Fleischhauer: Wehrpflichtarmee und Wehrgerechtigkeit. Die Verfassungsm√§√üigkeit der allgemeinen Wehrpflicht im Blickwinkel sicherheitspolitischer, gesellschaftlicher und demographischer Ver√§nderungen. Kovac, Hamburg 2007, ISBN 978-3-8300-3233-5.

Weblinks

Wiktionary Wiktionary: Wehrpflicht ‚Äď Bedeutungserkl√§rungen, Wortherkunft, Synonyme, √úbersetzungen
 Wikiquote: Wehrpflicht ‚Äď Zitate
 Commons: Conscription ‚Äď Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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  • Wehrpflicht ‚ÄĒ Wehrpflicht, allgemeine, die durch Gesetz geregelte, f√ľr jeden Staatsangeh√∂rigen bestehende Verpflichtung zum Kriegsdienst, im Gegensatz zur Werbung (s.d.). √úber die W. in den einzelnen Staaten s. die betr. Beilagen. [S. auch Beilage: ‚áí Heere und ‚Ķ   Kleines Konversations-Lexikon

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