Weinsheim (Eifel)


Weinsheim (Eifel)
Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Weinsheim führt kein Wappen
Weinsheim (Eifel)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Weinsheim hervorgehoben
50.2322222222226.4725545
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Eifelkreis Bitburg-Prüm
Verbandsgemeinde: Prüm
Höhe: 545 m ü. NN
Fläche: 24,02 km²
Einwohner:

1.025 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 43 Einwohner je km²
Postleitzahl: 54595
Vorwahlen: 06551, 06558
Kfz-Kennzeichen: BIT
Gemeindeschlüssel: 07 2 32 226
Gemeindegliederung: 4 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Tiergartenstr. 54
54595 Prüm
Webpräsenz: www.weinsheim-eifel.de
Ortsbürgermeister: Peter Meyer
Lage der Ortsgemeinde Weinsheim im Eifelkreis Bitburg-Prüm
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Über dieses Bild

Weinsheim ist eine Ortsgemeinde im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Prüm an.

Inhaltsverzeichnis

Geographische Lage

Weinsheim liegt in der Westeifel, am Nordwestrand der Prümer Kalkmulde. Zu Weinsheim gehören die weiteren Ortsteile Gondelsheim, Hermespand und Willwerath.

Geschichte

Nordöstlich von Weinsheim liegt auf einer Anhöhe ein von Wasserläufen geschützter Ringwall von 150 mal 75 Metern Ausdehnung, der wahrscheinlich vorgeschichtlichen Ursprungs ist.

Weinsheim wurde 1335 erstmals urkundlich erwähnt, als Hartart von Schönecken seinen Hof zu „Winzheim“ dem Kurfürsten Balduin zu Trier zum Lehen auftrug. Nach einer weiteren Beurkundung des Orts 1343 als „Winsheim“ erschien der Name „Wyntzem“ im Jahr 1570.

Weinsheim gehörte zu dieser Zeit zum Kurfürstentum Trier und war schon seit dem 14. Jahrhundert mit Gondelsheim zu einer Meierei (Landgut bzw. Verwaltungsbereich) zusammengeschlossen. 1720 wurden die Besitzverhältnisse in Weinsheim in einem sogenannten Lagerbuch erfasst.

Nach dem Einmarsch französischer Revolutionstruppen 1794 wurde die Region im Saardepartement zusammengeschlossen und nach dem Wiener Kongress gehörte der Ort seit 1816 dem Kreis Prüm an.

Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs stand das Dorf bis 1919 unter amerikanischer Besatzung. Zum Ende des Zweiten Weltkrieges besetzten 1945 zunächst amerikanische Truppen den stark zerstörten Ort, anschließend gehörte Weinsheim zur französischen Besatzungszone und seit 1946 zu dem damals neu gebildeten Land Rheinland-Pfalz.

Eingemeindung

Am 1. Januar 1971 wurden Weinsheim sowie die Ortsgemeinden Gondelsheim, Hermespand und Willwerath Teile der neugebildeten Ortsgemeinde Gondelsheim, deren Name per Losentscheid unter den beteiligten Orten bestimmt wurde.[2] Am 1. Mai 1980 wurde die Ortsgemeinde in Weinsheim umbenannt.[3]

Statistik zur Einwohnerentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:

  • 1815 – 0 389
  • 1835 – 0 587
  • 1871 – 0 632
  • 1905 – 0 624
  • 1939 – 0 698
  • 1950 – 0 711
  • 1961 – 0 678
  • 1970 – 0 653
  • 1987 – 0 815
  • 2005 – 1.028

Datenquelle: Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz

Gemeinderat

Der Gemeinderat in Weinsheim besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden. Die 16 Sitze im Gemeinderat verteilen sich auf vier Wählergruppen.

Wirtschaft

Weinsheim ist ein regional bedeutender Industriestandort. Hier produziert im örtlichen Industriegebiet der Fertighaushersteller Streif GmbH. Weitere ortsansässige Unternehmen sind das Prüm Türenwerk und das Magnesium-Druckgusswerk der Andreas Stihl AG sowie ein Werk der Westeifelwerke.

Sehenswürdigkeiten

Katholische Pfarrkirche
  • Die katholische Pfarrkirche St. Willibrord wurde um 1330 erstmals erwähnt. Nach einer Erneuerung des Turms 1703 wurde 1706 auch das Kirchenschiff neu gebaut. Die Ausstattung stammt aus der der Erbauungszeit, darunter ein steinernes Abendmahlsrelief.
  • Die ehemalige Wallfahrtskirche St. Fides in Gondelsheim ist in seiner Ausbauform des 16. Jahrhunderts weitgehend erhalten.
  • Der Ehrenfriedhof in Gondelsheim ist letzte Ruhestätte für rund 450 gefallene Soldaten des Zweiten Weltkriegs.

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Weinsheim

Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerung der Gemeinden am 31. Dezember 2010 (PDF; 727 KB) (Hilfe dazu)
  2. Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006, Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz, Seite 199 (PDF)
  3. Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006, Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz, Seite 204 (PDF)

Weblinks

 Commons: Weinsheim (Eifel) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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