Wer wird Millionär?

Seriendaten
Originaltitel Wer wird Millionär?
WerWirdMillionär.svg
Produktionsland DeutschlandDeutschland Deutschland
Produktionsjahr(e) seit 1999
Produktions-
unternehmen
endemol
Länge 45 Minuten
Episoden 950+ (22+ Promi-Special)
Ausstrahlungs-
turnus
montags und freitags
Genre Quizshow
Titellied Keith und Matthew Strachan (alle Jingles)
Moderation Günther Jauch
Erstausstrahlung 3. September 1999 auf RTL Television

Wer wird Millionär? ist die deutsche Ausgabe der britischen Quizshow Who Wants to Be a Millionaire? Sie wird seit dem 3. September 1999 vom Privatsender RTL ausgestrahlt und läuft damit inzwischen in der 13. Staffel (2011/2012).

Die Fernsehaufnahmen für die deutsche Ausgabe entstehen im Studio 7 der nobeo GmbH in Hürth-Efferen bei Köln und werden von der Endemol Deutschland GmbH aufgezeichnet. Die Sendung wird nicht live ausgestrahlt, sondern immer dienstags für den darauffolgenden Freitag und Montag aufgezeichnet. Seit dem 25. August 2008 wird „Wer wird Millionär?“ im Bildschirmformat 16:9 gesendet. Seit der Sendung vom 14. Januar 2011 wird die Show in HDTV produziert und ausgestrahlt, dazu wurde das Design erneuert.

Bis Herbst 2007 wurde Wer wird Millionär? auch samstags um 20:15 Uhr und in den ersten Staffeln sporadisch auch sonntags im Vorabendprogramm ausgestrahlt. Die Prominenten-Specials finden üblicherweise montags oder donnerstags statt. Von etwa Anfang Juni bis Ende August legt die Sendung regelmäßig eine Sommerpause ein.

Inhaltsverzeichnis

Moderator

Moderator der Show ist seit der ersten Sendung Günther Jauch. Neben der Spannung am Spiel selbst sind es seine Gespräche mit Kandidaten, Begleitern und Telefonjokern, die zum Erfolg der Sendung in Deutschland beitragen. Auch nach dem Wechsel Jauchs zum Ersten im Herbst 2011 blieb er dem RTL-Format treu.[1]

Regeln

Die Regeln der deutschen Ausgabe sind im Wesentlichen identisch mit den internationalen Regeln der Show. Nach der Sommerpause 2007 führte RTL neue Regeln ein, die das Spiel interessanter gestalten sollen. Der durch die Auswahlfrage bestimmte Spieler kann sich zunächst für eine Risikovariante entscheiden: Er verzichtet auf die Sicherheitsstufe bei 16.000 Euro und erhält dafür einen „Zusatzjoker“ und „Erweiterten Telefonjoker“.

Nach der Sommerpause 2010 wurden die Regeln erneut leicht geändert: Die Auswahlrunde verkleinerte sich von 10 auf 5 Kandidaten und es wird bei jedem Kandidaten eine Kuriosität eingeblendet.

Gewinnstufen

Bis zur Einführung des Euro im Jahre 2002 gab es die Gewinnstufe 250.000 DM (Frage 12 auf 13). Da man aber dem Titel der Sendung weiterhin gerecht werden, jedoch nicht bereits bei der 1. Frage mit 100 Euro beginnen wollte, wird der Gewinn zwischen der 13. und der 14. Frage nicht verdoppelt, sondern vervierfacht. Auch zwischen den Fragen 3 und 4, 4 und 5 sowie 12 und 13 findet keine „Verdopplung“ statt.

  1. Frage: 50 €
  2. Frage: 100 €
  3. Frage: 200 €
  4. Frage: 300 €
  5. Frage: 500 €; Sicherheitsstufe1
  6. Frage: 1.000 €
  7. Frage: 2.000 €
  8. Frage: 4.000 €
  9. Frage: 8.000 €
  10. Frage: 16.000 €; Sicherheitsstufe2
  11. Frage: 32.000 €
  12. Frage: 64.000 €
  13. Frage: 125.000 €
  14. Frage: 500.000 €
  15. Frage: 1.000.000 €
1 Der Betrag der Sicherheitsstufe bleibt dem Kandidaten auch nach den neuen Regeln erhalten, wenn er bei einer späteren Frage falsch antwortet.
2 Beim klassischen Spiel bleibt der Gewinn dieser Sicherheitsstufe erhalten, auch wenn der Kandidat bei einer späteren Frage falsch antwortet. Nach den neuen Regeln entscheidet der Kandidat vor seiner ersten Frage, ob er auf die Sicherheitsstufe bei 16.000 Euro verzichtet und dafür den neuen vierten Joker benutzen möchte.

Verfügbare Joker

Joker helfen dem Kandidaten bei der Beantwortung der Fragen. Der Kandidat hat auch die Möglichkeit, die Joker miteinander zu verknüpfen. So kann er durchaus zunächst den 50/50-Joker, und direkt im Anschluss den Publikumsjoker benutzen. Jeder Joker darf nur einmal benutzt werden.

Publikumsjoker

Ist sich der Kandidat über die Beantwortung einer Frage nicht sicher, kann er das gesamte Publikum befragen. Jeder Gast kann sich dann für eine der vier möglichen Antworten entscheiden. Der Kandidat erhält nach der Abstimmung eine Grafik über die abgegebenen Stimmen.

Telefonjoker

Der Kandidat hat die Möglichkeit, eine Person seines Vertrauens anzurufen, damit diese bei der Lösung der Frage behilflich ist. Das Telefongespräch darf nicht länger als 30 Sekunden andauern.

50/50-Joker

Dieser Joker blendet zwei falsche Antworten aus. Nach der Aktivierung sieht der Kandidat nur noch zwei anstatt vier Antwortmöglichkeiten.

Zusatzjoker

Setzt der Kandidat den Zusatzjoker ein, bittet der Moderator diejenigen Zuschauer aufzustehen, welche glauben, die Antwort der Frage zu kennen. Von diesen wählt der Kandidat einen aus, der die seiner Ansicht nach richtige Antwort nennt. Der Kandidat kann sich ihm dann anschließen, muss das aber nicht. Ist die Antwort des Zuschauers richtig, erhält dieser 500 Euro, unabhängig davon, für welche Antwort sich der Kandidat entscheidet. Bislang gewann noch kein Kandidat mit der Risikovariante die Höchstsumme.[2]

Erweiterter Telefonjoker

Ähnlich wie der Telefonjoker bietet diese Option dem Kandidaten die Möglichkeit, einen per Zufallsgenerator ausgewählten Teilnehmer in Deutschland anzurufen. Vorgaben wie etwa Geschlecht oder Wohnort sind möglich. Es wird so lange bei unterschiedlichen Teilnehmern angerufen, bis abgehoben wird; sobald jemand abhebt, gilt der Joker als gespielt, auch wenn der Angerufene nicht helfen will oder kann. Nach 30 Sekunden wird wie in den internationalen Regeln der Anruf unterbrochen. Sollte die Antwort des Angerufenen richtig sein, so erhält dieser 500 Euro. Erstmals genutzt wurde er in der Sendung vom 14. September 2007: Die zufällig ausgewählte Gesprächspartnerin aus Berlin wusste, dass die Berliner Siegessäule früher einen anderen Standort hatte.

SMS-Gewinnspiel

Im Verlauf einer Sendung werden Werbeblöcke gezeigt. Vor der Werbung gibt ein Kandidat seine Antwort auf eine Frage; die Auflösung erfolgt jedoch erst nach der Unterbrechung. Während der Werbepause haben die Fernsehzuschauer die Möglichkeit, per SMS oder telefonisch eine Antwort abzugeben und dabei Geld zu gewinnen. Die Summe beträgt regelmäßig 5.000 €, wird allerdings gelegentlich zu besonderen Anlässen erhöht. So konnte man beispielsweise in der 800. Sendung 8.000 € gewinnen; in Sendungen mit doppelter Länge beträgt der Preis 10.000 €. Obwohl bei regelmäßig zwei Werbeunterbrechungen zwei Fragen für das SMS-Spiel gestellt werden, wird nur ein Gewinner ausgelost.

Produktion

Die Aufzeichnung findet in der Regel dienstags statt. Das Studio fasst insgesamt 215 Zuschauer.

Erstellen der Fragen

Die Fragen für die Sendung werden von einem zehnköpfigen externen Redaktionsteam erarbeitet, für die deutschen Fragen ist die Firma Mind the Company verantwortlich. Mitunter wurde behauptet, die Fragen seien im Laufe der Jahre kniffliger geworden. In einem Interview gab Günter Schröder von Mind the Company an, dass es in der Tat immer aufwändiger geworden sei, Fragen für die unteren Gewinnstufen zu entwickeln. Auch seien die Fragen teilweise spezieller gestellt, aber dafür die Antwortalternativen leichter konzipiert.[3] Das Team recherchiert zunächst Antworten und formuliere daraufhin die passenden Fragen. Falls die Frage noch nicht in Benutzung war, geht sie in einen Pool von 80 Fragen je Sendung ein, von denen im Durchschnitt 22 Fragen tatsächlich ausgespielt werden. In einer Konferenz ordnen die Mitarbeiter jede Frage je nach Schwierigkeitsgrad einer Gewinnstufe zu.

Die Antworten werden durch das Studium mindestens zweier unabhängiger Quellen auf ihre Richtigkeit geprüft, zu denen etwa die Brockhaus-Enzyklopädie, der Pschyrembel für die Medizin, Chroniken wie „100 Jahre Olympische Spiele“ und Internetquellen gehören. Auch Wikipedia gehörte dazu, wie der Moderator im Oktober 2005 in einer Sendung verriet. Nach der „Niels-Bohr-Frage“ wird die Wikipedia von der WWM-Redaktion jedoch nicht mehr als Quelle zugelassen.

Publikum

Zuschauer der Aufzeichnung müssen Eintritt bezahlen. Derzeit werden die Eintrittskarten nur über eine Warteliste vergeben. Durch die große Menge der Voranmeldungen beträgt die momentane Wartezeit etwa 20 bis 22 Monate (Stand: Juli 2010).

Kandidatur

Wer als Kandidat an der Sendung teilnehmen möchte, hat mehrere Möglichkeiten. Entweder man schickt eine Postkarte mit Namen, Adresse und Telefonnummer an die zuständige Stelle bei RTL, oder man bewirbt sich auf der Internetseite des Senders. Ebenso ist eine Bewerbung telefonisch oder per SMS möglich; alle Bewerbungsvarianten sind kostenpflichtig.

Die Kandidaten werden (nach Aussagen von Günther Jauch) nach dem Zufallsprinzip ausgewählt, so dass es Kandidaten gibt, die sich lediglich einmal beworben haben und gleich eingeladen wurden, und andere Kandidaten, die sich über mehrere Jahre hinweg immer wieder um einen Platz als Kandidat bemühten.

Besondere Sendungen

Prominenten-Specials

Alle sechs Monate findet eine „Wer wird Millionär?“-Sendung mit Prominenten statt, die mit über zwei Stunden länger als die normalen Sendungen dauert. Die prominenten Gewinner spenden dabei ihren Gewinn an wohltätige Einrichtungen oder Stiftungen. Da die Novemberausgabe während des RTL-Spendenmarathons stattfindet, geht der Gesamtgewinn dieser Sendung in den Spendentopf von RTL. Aus diesem Grund gelten in diesem Spiel nicht ganz so strenge Regeln wie bei den normalen Ausgaben. Vor allem in den unteren Gewinnregionen sprechen sich die Kandidaten mitunter ab, um einen Joker zu sparen, ohne dass Günther Jauch eingreift. Die Reihenfolge der Prominenten wird genauso wie in den normalen Sendungen durch Auswahlfragen bestimmt, jedoch kommen immer alle prominenten Kandidaten an die Reihe. Harald Schmidt war im November 2005 der erste Kandidat, der zum zweiten Mal an der Show teilnahm. In einem Prominenten-Special zur Fußball-WM 2006, in dem sich sämtliche Fragen um Fußball drehten, nahm Günther Jauch selbst an der Show teil. Hape Kerkeling (als Horst Schlämmer) war als Kandidat eingeladen, tauschte aber nach der 8000-Euro-Frage mit Günther Jauch die Plätze. Jauch gewann stellvertretend für Kerkeling 500.000 Euro, welche wie alle erspielten Beträge an die Deutsche AIDS-Stiftung gespendet wurden. Die Sendung gewann später den Deutschen Fernsehpreis 2006. Diese Ausgabe war auch die erste, an der nur noch vier Prominente teilnahmen. Zuvor waren es stets fünf gewesen.

Beim 12. Prominenten-Special nahmen Barbara Schöneberger und Hape Kerkeling zum zweiten Mal teil, beim 13. Peter Kloeppel und Maria Furtwängler und beim 15. Special Anke Engelke. Seit dem 17. Special gehört auch Thomas Gottschalk zu den zweimal dagewesenen Prominenten. Beim Prominenten-Special zum zehnjährigen Jubiläum[4] wurde eine besondere Auswahl getroffen. Dabei nahm Alice Schwarzer zum zweiten Mal teil, Anke Engelke und Hape Kerkeling traten zum dritten Mal auf. Mit dem 22. Promi-Special nahm Barbara Schöneberger zum dritten Mal teil.

Beim 16. Prominenten-Special am 30. Mai 2008 beantwortete Oliver Pocher als erster Prominenter erfolgreich die Eine-Million-Euro-Frage.[5][6] Zuvor hatte er angeboten, im Falle einer falschen Antwort 100.000 Euro aus eigener Tasche zu spenden. Thomas Gottschalk war beim 17. Prominenten-Special der zweite Prominente, der den Höchstgewinn erspielen konnte. Am 30. Mai 2011 erspielte Barbara Schöneberger ebenfalls eine Million Euro.

Insgesamt sammelten die jeweiligen Prominenten 19.556.612,89 € (Umrechnung früherer DM-Beträge in Euro inbegriffen).

Sendungen mit doppelter Länge

Gelegentlich gibt es Folgen in doppelter Länge, beispielsweise nach einer Sommerpause. Früher wurden bei derartigen Sendungen nach einer Stunde die Kandidaten gewechselt, um ihnen keinen Vorteil gegenüber den Kandidaten aus Sendungen normaler Länge zu geben. Zwischenzeitlich wurde dies abgeschafft, so dass die Kandidaten eine höhere Chance hatten, auf den Stuhl zu kommen. Nach der Verkleinerung der Kandidatenzahl von 10 auf 5 nach der Sommerpause 2010 und der Ausstrahlung von vier Doppelfolgen jeweils am Freitag wurden die Kandidaten wieder nach der Hälfte der Sendung ausgewechselt.

500. Folge

Am 10. September 2005 wurde die 500. Folge der Quizshow ausgestrahlt. Dazu stand für die Kandidaten zusätzlich ein vierter Joker zur Verfügung, der sogenannte „Kompetenzteam-Joker“. Die bis dahin vier Millionengewinner Prof. Eckhard Freise, Marlene Grabherr, Gerhard Krammer und Maria Wienströer wurden noch einmal in die lange Sondersendung eingeladen, um sich in einem Team zusammenzusetzen und sich bei einer schwierigen Frage zu beraten. Dieser Joker konnte vom Kandidaten allerdings erst ab einer Gewinnsumme von 1.000 Euro eingesetzt werden. Das Kompetenzteam hatte – wie der Angerufene beim Telefonjoker – 30 Sekunden Zeit, um eine richtige Antwort abzugeben. Die Millionäre wurden aus einem anderen Studio per Bildschirm zugeschaltet.

Normalerweise wird der Rest der zehn verbleibenden Kandidaten am Ende der Sendung ausgetauscht. In der 500. Folge durfte aber jeder einzelne bis zum Schluss der Sendung in der Mitte auf dem „heißen Stuhl“ Platz nehmen und die Chance erhalten, als Millionär das Studio zu verlassen.

Familien-Special

Am 10. November 2006 wurde erstmals ein „Wer wird Millionär?“-Familien-Special ausgestrahlt. Dabei stellten sich ganze Familien den Fragen Jauchs. Drei Familien gewannen Beträge zwischen 4.000 und 125.000 Euro. Alle drei Familien traten mit ihren Töchtern an, die sich allesamt durch den Gewinn ein eigenes Pferd erhofften.

Am 27. und 30. April 2007 wurde das zweite Familien-Special ausgestrahlt, bei dem drei Familien zwischen 16.000 Euro und 64.000 Euro gewannen. Das dritte Familien-Special fand am 22. Dezember 2007 statt. Die drei Familien erspielten nacheinander 32.000 Euro, 64.000 Euro und 32.000 Euro.

Die zweite Chance

Am 23. Dezember 2006 strahlte RTL erstmals ein „Wer wird Millionär?“-Special mit dem Namen „Die Zweite Chance“ aus. In dieser Sendung konnten zehn ehemalige Kandidaten, die das Studio ganz ohne Gewinn verlassen mussten, noch einmal antreten. Dabei stand jedem Kandidaten zusätzlich ein Berater zur Seite, mit dem er sich absprechen konnte. Jedoch musste der mitgebrachte Gast die Antworten freigeben.

Davor waren 15 Kandidaten ohne Gewinn ausgeschieden, doch verzichteten, wie Jauch in der Sendung erklärte, fünf der Kandidaten darauf, noch einmal an der Sendung teilzunehmen.

Blind-Date-Special

Am 11. Februar 2008 sowie am 23. März 2009 wurden Sendungen mit Paaren ausgestrahlt, die sich im Studio zum ersten Mal begegneten.

Für die erste Sendung konnten sich Singles ab Ende 2007 über die RTL-Seite anmelden: Ein Single wählte nach vier aufeinanderfolgenden Chats mit Singles seiner Zielgruppe im Geheimen einen Partner. Wurde er umgekehrt auch vom ausgewähltem Partner favorisiert, durften sich beide zusammen für die Sendung bewerben. 2009 gab es ein anderes Vorgehen: Singles hatten einzeln einen Online-Fragebogen zu beantworten und mit einem Foto von sich an den Sender zu übermitteln. RTL stellte diesmal selbst Kandidatenpaare zusammen.

Die Sendungen begannen mit der üblichen Auswahlrunde von zehn Kandidaten. Auf die Kandidaten, die es auf den Stuhl schafften, wartete hinter einer Studiotür der ausgewählte Partner, der sich, wie bei den Familien-Specials, dazusetzte. Während der Sendung wurden die Paare von Günther Jauch nach ihren Erwartungen an den Partner gefragt, und ob sich ihre Vorstellungen vom Gegenüber erfüllt zeigen. Die Gewinnsummen wurden zur Hälfte auf beide Partner aufgeteilt. Am Ende der ersten Sendung wurden auch den restlichen acht Kandidaten ihre Partner vorgestellt, bei der zweiten Sendung fand Derartiges nicht vor laufender Kamera statt.

Während RTL den bislang fünf Blind-Date-Paaren Gewinnsummen von 32.000 und 64.000 Euro bescherte, blieb eine Meldung über ein zustandegekommenes Liebesglück bislang aus.

Zehn-Jahres-Jubiläum

Zum Zehn-Jahres-Jubiläum der deutschen Ausgabe wurde am 11. und 18. September 2009 jeweils eine Sendung mit doppelter Länge ausgestrahlt. Die Kandidaten in diesen Sendungen waren nicht Teil der normalen Folgen; die erste reguläre Ausgabe nach der Sommerpause, in der mit einem Überhangkandidaten fortgefahren wurde, kam erst am 13. September. Zudem wurden die Kandidaten der Jubiläumsshows zu Beginn der Sendungen von einem Kommentator vorgestellt, was sonst nicht üblich ist.

Am 25. September fand als letzte Jubiläumsaktion ein Prominenten-Special[4] statt, das fast vier Stunden dauerte. Dabei wusste Jauch vor der Sendung nicht, welche Gäste eingeladen worden waren. Es handelte sich mit Anke Engelke, Hape Kerkeling und Alice Schwarzer um Personen, die bei früheren Prominenten-Specials besonders aufgefallen waren, sowie um Marcel Reif, mit dem Jauch schon vor langer Zeit zusammengearbeitet hatte. Außerdem wirkte Cindy aus Marzahn als Assistentin, die etwa die Wassergläser auffüllte oder den Zusatzjokern im Publikum das Mikrofon brachte, mit. Zusätzlich wurden kurze Einspielfilme mit besonderen Höhepunkten aus zehn Jahren Wer wird Millionär? gezeigt.

Bisherige Hauptgewinner

Zehnmal lösten Kandidaten die Millionenfrage, davon drei Prominente in den Prominenten-Specials. Zweimal wurde der Hauptgewinn dabei in Deutscher Mark, achtmal in Euro erreicht. Eine Auflistung der Gewinner mit den Millionenfragen ist in der Liste von Hauptgewinnern bei Wer wird Millionär? zu finden.

Besonderheiten

Strittige Fragen

Trotz intensiver Überprüfungen können bei der Erstellung der Fragen in seltenen Fällen Fehler auftreten, zumeist aufgrund sich widersprechender Quellen. In einigen Fällen durfte der betreffende Kandidat später neu einsteigen.

Fragen mit Folgen:

  • Jedes Rechteck ist ein …? Antwortmöglichkeiten: Rhombus, Quadrat, Trapez und Parallelogramm. Richtig sind zwei Antworten: Parallelogramm und Trapez, denn ein Rechteck ist sowohl Spezialfall des Trapezes als auch des Parallelogramms. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass die große Brockhaus-Enzyklopädie (1996, Band 22) das Trapez ausdrücklich mit zwei unterschiedlich langen parallelen Seiten definiert und dann tatsächlich nur das gesuchte Parallelogramm richtig gewesen wäre. Nach der mathematischen Definition allerdings versteht man unter einem Trapez ein Viereck, das mindestens ein Paar paralleler Gegenseiten besitzt. Die Kandidatin, die bei dieser Frage ausgestiegen war, wurde erneut eingeladen.
  • Welcher Nobelpreisträger für Physik war mehrfacher Fußballnationalspieler seines Landes? Laut WWM soll es Niels Bohr gewesen sein. Belegbar ist aber nur, dass der Bruder Harald Bohr Fußball-Nationalspieler für Dänemark war. Beide Brüder waren erfolgreiche Vereinsfußballer. Der dänische Verband erklärte, für die Zeit Anfang des 20. Jahrhunderts keine Aufzeichnungen mehr zu haben. Möglicherweise beruht die Information, dass auch Niels Bohr Nationalspieler war, auf der Meldung einer dänischen Tageszeitung anlässlich der Nobelpreis-Verleihung an Niels Bohr. Eine der Quellen für die WWM-Redaktion war (neben der Brockhaus-CD-ROM) Wikipedia. Im Anschluss an die strittige Frage wurde dort der Eintrag zu Niels Bohr geändert. Der Kandidat wurde erneut eingeladen.
  • Worauf weist das zu den Richtzeichen gehörende Verkehrszeichen 317 hin? Antwortmöglichkeiten dieser 4000-Euro-Frage waren Wanderdüne, Wanderzirkus, Wanderparkplatz und Wanderratten. Nach der Straßenverkehrsordnung wäre die richtige Antwort Wandererparkplatz. Daraufhin erhielt die Kandidatin in der folgenden Sendung den bei der Wanderparkplatz-Frage verwendeten 50:50-Joker zurück. Jedoch ist der Ausdruck „Wanderparkplatz“ weitaus gebräuchlicher als das amtliche „Wandererparkplatz“. Eine Google-Suche etwa ergibt ein Treffer-Verhältnis von rund 30 zu 1.

Nachträgliche Disqualifikation

Jeder Kandidat, der es in der Sendung einmal in die Mitte geschafft hat, ist von weiteren Teilnahmen an der Sendung ausgeschlossen. Diese Regel umging am 10. April 2006 ein Kandidat, der auf dem Stuhl in der Mitte als Reinhold Schlager 64.000 Euro erspielte, obwohl er bereits drei Jahre zuvor am 16. Mai 2003 unter dem Namen Luis Meyer 500 Euro als Kandidat gewonnen hatte. Er soll auf der Bewerbung zur erneuten Teilnahme auch falsche Angaben zu seinem Wohnsitz gemacht haben. Die Sendungsverantwortlichen haben den Spieler, der zufällig von einem Zuschauer wiedererkannt wurde, nachträglich disqualifiziert und zahlten den Betrag von 64.000 Euro nicht aus. Die verbliebenen Kandidaten der Show vom 10. April 2006 bekamen am 8. Mai 2006 eine zweite Chance.

Mutmaßlicher Betrug durch eine Spendenorganisation

In einem Prominenten-Special im September 2009 gewann Alice Schwarzer 500.000 Euro zugunsten des Berliner Frauenhilfsvereins Hatun und Can e. V.. Im Rahmen späterer Nachfragen durch Schwarzer und RTL kam der Verdacht auf, dass der Verein Spenden nicht satzungsgemäß verwende.[7] Im März 2010 wurde der Vereinsgründer festgenommen[8] und von der Staatsanwaltschaft Berlin wegen betrügerischen Vorgehens angeklagt. Im September 2011 wurde er in erster Instanz wegen Spendenbetrugs zu einer Haftstrafe von vier Jahren und zehn Monaten verurteilt. Das Landgericht Berlin sah es als erwiesen an, dass er mit falschen Behauptungen Spendengelder in Höhe von rund 700.000 Euro erschlichen und für eigene Zwecke verwendet hat. Der Verein wäre jedoch „nur eine Luftnummer“ und habe ihm lediglich als Konstrukt gedient, um Spenden zu kassieren. Die Polizei konnte 360.000 Euro und einen 60.000 Euro teuren PKW sicherstellen, jedoch ist der Verbleib des restlichen Geldes nicht geklärt. Der Angeklagte habe davon gut gelebt, doch es bestünde eine „riesige Deckungslücke“ zwischen den Spendeneinnahmen und den ermittelten Ausgaben. Das Gericht war überzeugt, dass nur „eine Handvoll Frauen“ finanzielle Hilfe oder anderweitige Unterstützung erhalten haben.[9]

Verdacht auf Schleichwerbung

In der Sendung vom 8. Dezember 2006 fragte Jauch nach einem körpereigenen Wirkstoff, der als Anti-Falten-Mittel verwendet wird. In der folgenden Werbepause zeigte RTL einen Spot für eine Creme mit genau dieser Substanz. RTL bestritt einen Zusammenhang zwischen Frage und Werbespot; die für RTL zuständige niedersächsische Landesmedienanstalt sah darin ebenfalls keine Schleichwerbung und wertete das Vorkommnis als Zufall.[10]

Statistiken

  • 1. Millionär: Eckhard Freise, 2. Dezember 2000, Sendung 62.
  • 2. Millionär: Marlene Grabherr, 20. Mai 2001, Sendung 130.
  • 3. Millionär: Gerhard Krammer, 18. Oktober 2002, Sendung 247.
  • 4. Millionär: Maria Wienströer, 29. März 2004, Sendung 394.
  • 5. Millionär: Stefan Lang, 9. Oktober 2006, Sendung 601.
  • 6. Millionär: Timur Hahn, 8. Januar 2007, Sendung 627.
  • 7. Millionär: Ralf Schnoor, 26. November 2010, Sendung 906.
  • 1. Promi-Millionär: Oliver Pocher, 30. Mai 2008, Special 16.
  • 2. Promi-Millionär: Thomas Gottschalk, 20. November 2008, Special 17.
  • 3. Promi-Millionär: Barbara Schöneberger, 30. Mai 2011, Special 22
  • Die 100. Sendung wurde am 24. März 2001 ausgestrahlt.
  • Die 200. Sendung wurde am 4. März 2002 ausgestrahlt.
  • Die 300. Sendung wurde am 14. April 2003 ausgestrahlt.
  • Die 400. Sendung wurde am 12. April 2004 ausgestrahlt.
  • Die 500. Sendung wurde am 10. September 2005 ausgestrahlt.
  • Die 555. Sendung wurde am 13. Februar 2006 ausgestrahlt. Daher betrug die Gewinnsumme beim Telefongewinnspiel an diesem Tag 5.555 €.
  • Die 600. Sendung wurde am 6. Oktober 2006 ausgestrahlt. Daher betrug die Gewinnsumme beim Telefongewinnspiel an diesem Tag 6.000 €.
  • Die 700. Sendung wurde am 12. November 2007 ausgestrahlt. Daher betrug die Gewinnsumme beim Telefongewinnspiel an diesem Tag 7.000 €.
  • Die 800. Sendung wurde am 20. März 2009 ausgestrahlt. Daher betrug die Gewinnsumme beim Telefongewinnspiel an diesem Tag 8.000 €.
  • Die 900. Sendung wurde am 5. November 2010 ausgestrahlt. Daher betrug die Gewinnsumme beim Telefongewinnspiel an diesem Tag 9.000 €.
  • Seit dem Sendungsbeginn wurde das Design schon 5-mal verändert. (Stand: 14. Januar 2011)
  • Fast 1.850 Kandidaten waren seit der ersten Show am 3. September 1999 dabei. (Stand: 29. November 2010)
  • Sie erspielten insgesamt rund 60,5 Millionen Euro. (Stand: 3. September 2009)
  • Durchschnittlich gewann jeder Kandidat 34.000 Euro.
  • Pro Sendung werden durchschnittlich Gewinne in Höhe von 75.000 Euro ausgeschüttet.
  • Bisher gab es zehn Millionäre. (Stand: 30. Mai 2011)
  • Die Millionenfrage wurde insgesamt 61 Mal gestellt. (Stand: 26. September 2011)
  • Bisher gab es 21 Kandidaten, die das Spiel gänzlich ohne Gewinn beendeten. (Stand: 29. November 2010)
  • Am 14. März 2011 wurde die 25.000. Frage gestellt.

Trivia

  • Die erste Spielerin beantwortete die erste Auswahlfrage in 4,85 Sekunden - und damit wurde Tanja Ortmann am 3. September 1999 die allererste Kandidatin bei "Wer wird Millionär?" und gewann nach etwa 25 Minuten die ersten 8.000 DM.
  • Bis ungefähr zur 500-Euro-Frage werden zum Aufwärmen immer wieder kuriose Doppeldeutigkeiten thematisiert. Beispielsweise wurde gefragt: „Bei welcher Gartenarbeit sollte ein Pyrotechniker auf seine gelernte Arbeitsweise verzichten?“ Antwortmöglichkeiten: Rasen sprengen, Unkraut jäten, Hecken schneiden, Beete anlegen. Richtige Antwort: Rasen sprengen. Es wird auf die Doppeldeutigkeit des Wortes sprengen („zur Explosion bringen“ und „beregnen“) angespielt.
  • Des Weiteren finden sich bei Fragen bis zur 500-Euro-Frage Antworten, bei denen alle falsch geschrieben sind, jedoch eine in dieser Schreibweise richtig ist. Eine solche Antwort wäre zum Beispiel "seh Sterne", in Verbindung mit Antworten wie "mehr Jungfrauen", da es in einem solchen Zusammenhang eigentlich "Seesterne" und "Meerjungfrauen" geschrieben werden müsste.
  • Der Moderator hat für jede Auswahlrunde drei Fragen bei sich. Es ist schon vorgekommen, dass keine der Fragen beantwortet wurde und eine vierte ins Studio gebracht werden musste.
  • Vergisst ein Kandidat bei der Auswahlfrage, die „OK-Taste“ zu drücken, gibt aber ansonsten eine richtige Antwort ein, so wird er mit der Maximalzeit von 20 Sekunden gewertet. Es ist bereits mehrmals vorgekommen, dass ein Kandidat auf diese Weise auf den Stuhl kam, weil niemand anderes die richtige Antwort gegeben hatte.
  • Diverse Male gab es Fehler beim Anrufen des Telefonkandidaten. Häufig entwickelte sich daraus ein nettes Gespräch zwischen Jauch und der überraschten Person am anderen Ende der Leitung. Es kam auch schon vor, dass die Regie einen falschen Joker wählte und erneut anrufen musste.
  • Im Februar 2005 konnten zwei Kandidaten eine Auswahlfrage auf die hundertstel Sekunde genau gleich schnell richtig beantworten. Es folgte ein Stechen zwischen diesen beiden Kandidaten. Da sie die folgende Auswahlfrage nicht gleich beantworten konnten, musste eine weitere Auswahlfrage herhalten. Dadurch dauerte es einige Zeit, bis endlich der nächste Kandidat bestimmt werden konnte. Dieser gewann in der Folge 32.000 Euro.
  • Für die Sendung am 10. Oktober 2005 schafften es zwei verwandte Kandidaten sowie eine weitere jenen bekannte Person sich zu qualifizieren. Es handelt sich um Antje Telgenbüscher, ihren Sohn Jochen Telgenbüscher und einen Sohn dessen Griechischlehrers.[11] Erstere hatten beide ihren Ehemann beziehungsweise Vater als Telefon-Joker angegeben.[12] Letzterer schaffte es zuerst auf den Stuhl und gewann 125.000 Euro (Die letzte Frage war die oben aufgeführte strittige Frage nach Niels Bohr.[13]). Anschließend gelang es auch Jochen Telgenbüscher die Auswahlfrage kurz vor Sendungsschluss als Schnellster zu beantworten.[11] Er erspielte in der darauf folgenden Sendung 32.000 Euro. Er hat sich durch die Teilnahme an zahlreichen Quizsendungen über sieben Jahre sein Studium finanziert und veröffentlichte ein Buch mit Ratschlägen zur Vorbereitung auf Quizshows (Quizknacker. Ein Gewinner zeigt wie’s geht.).[14] Auch seine Mutter publizierte einen Kriminalroman, in dem sie ihre Erlebnisse verarbeitete (Noch eine Frage bis zum Tod.; als Antje Friedrichs).
  • Beim Prominenten-Special vom 22. November 2007 wurde eine Eine-Million-Euro-Frage gestellt und das Publikum per Abstimmung mit dem Publikumsjoker befragt. Es wurde hier von Günther Jauch behauptet, das geschähe zum ersten Mal. Tatsächlich wurde aber am 14. Dezember 2001 in einer regulären Sendung bereits das Publikum für eine Eine-Million-Mark-Frage bemüht.
  • Am 1. Februar 2008 schaffte es keiner der zehn Kandidaten in die Mitte, da die Überhangkandidatin die ganze Sendung benötigte. Die Kandidaten bekamen eine neue Chance. Am 26. November 2010 war dies erneut der Fall, da Ralf Schnoor, welcher eine Million Euro gewann, die gesamte Sendezeit benötigte. Die fünf Kandidaten bekamen am darauffolgenden Montag ebenfalls eine neue Chance.
  • Am 3. März 2008 verwechselte eine Kandidatin die Stühle und setzte sich auf den Platz von Günther Jauch. Um sie auf den Fehler aufmerksam zu machen, sprach er sie in Anspielung auf das Prominenten-Special mit Frau Schlämmer an. Als sie die Situation verstanden hatte, weigerte sich Jauch, vom Kandidatenstuhl aufzustehen. Er spielte daraufhin bis zur 500-Euro-Frage und ließ die Kandidatin moderieren. Danach tauschten sie die Plätze, die Kandidatin setzte fort und gewann schließlich 8000 Euro.
  • Am 20. November 2008 nahm Thomas Gottschalk am 17. Prominenten-Special teil. Dabei gab er an, Marcel Reich-Ranicki als Telefonjoker zu haben. Reich-Ranicki hatte erst kurze Zeit zuvor breite mediale Aufmerksamkeit erregt, als er den Deutschen Fernsehpreis 2008 in einer von Gottschalk moderierten Sendung nicht angenommen hatte und das Bildungsniveau im deutschen Fernsehen scharf kritisierte. Schließlich setzte Gottschalk den Joker ein, als sich die Millionenfrage mit Franz Kafka beschäftigte. Reich-Ranicki konnte sie problemlos beantworten.
  • Am 16. März 2009 schied erstmals eine Kandidatin mit vier ungenutzten Jokern aus dem Spiel aus.
  • Das 18. Prominenten-Special vom 29. Mai 2009 musste zweimal aufgezeichnet werden. Einen Tag nach der ersten Aufzeichnung vom 19. Mai wurden in einem Konferenzraum Fragenausdrucke gefunden, die dort nach einer Beratung der Redaktion am 13. Mai vergessen wurden, statt sie unmittelbar danach zu vernichten. Um Beeinflussungen gänzlich auszuschließen, entschied man sich, die Sendung am 26. Mai erneut aufzuzeichnen. Dabei wurde den Prominenten versichert, mindestens ihre in der ersten Aufzeichnung erspielte Summe zu erhalten.[15] In der Sendung kam es dann zu weiteren Neuheiten: Erstmals stand beim Zusatzjoker niemand aus dem Publikum auf. Außerdem durfte Cindy aus Marzahn ihren Zusatzjoker zwei Mal benutzen.
  • In der 2. Jubiläumsfolge am 18. September 2009 wurde bei dem zweiten Kandidaten die 2.000-Euro-Frage ausgelassen. Der Kandidat beantwortete die 1.000-Euro-Frage, bei der es um einen Ochsenfrosch ging, richtig. Danach wurde plötzlich die 4.000-Euro-Frage gestellt. Günther Jauch, dem Kandidaten oder dem Publikum schien dies gar nicht aufzufallen. Der Vorteil brachte dem Kandidaten nicht viel. Wegen einer falschen Antwort bei der 8.000-Euro-Frage ging er am Ende nur mit 500 Euro nach Hause.
  • In einer Folge wurde nach dem Durchschnittsalter der neuen Bundesregierung gefragt. Das Alter hatte sich jedoch vor der Ausstrahlung der Sendung verändert, da Franz Josef Jung zurückgetreten und Kristina Schröder (damals noch als Kristina Köhler) neu vereidigt worden war. Ein eingeblendeter Text wies darauf hin, dass die Antwort zum Zeitpunkt der Aufzeichnung korrekt war.
  • Am 12. November 2010 nahm eine Kandidatin den Zusatzjoker bei der 300-€-Frage: "Wer mit seinem Auto sehr schnell fährt, der ...? A wärmt, B feuert, C heizt, D macht den Kamin an" (richtige Antwort war C). Damit hat der Zusatzjoker zum ersten Mal für eine Antwort mehr Geld bekommen als die Kandidatin. Die Kandidatin fiel später von 4.000 € auf 500 € zurück.
  • Am 28. Januar 2011 hat die Begleitung eines Kandidaten die richtige Antwort versehentlich verraten, welches Günther Jauch jedoch als Versehen ansah, und die Frage weiterlaufen ließ.
  • Für ihren Auftritt im Prominenten-Special am 30. Mai 2011 hatte Maria Höfl-Riesch nur zwei Telefonjoker zur Verfügung, weil der ebenfalls vorgesehene Ralf Rangnick keine Zeit hatte. Auf Vorschlag von Steffen Hallaschka wurde dann bei der 125.000 €-Frage ein Studiogast spontan zum Telefonjoker ernannt und von Jauch hinter die Studiotür gebracht, um den Regeln des Telefonjokers zu entsprechen und sich nicht im Studio zu befinden. Bei einem virtuellen Anruf antwortete der Studiogast mit einem Megafon durch die offene Tür. Wie die Zusatzjoker erhielt er für die richtige Antwort 500 Euro.
  • In der Doppelfolge am 23. September 2011 hatte ein Kandidat seinen Telefonjoker fünf mal verwenden dürfen. Beim ersten Mal war die gewünschte Person nicht erreichbar und der Kandidat durfte einen anderen Joker verwenden. In der nachfolgenden Frage, der Telefonjoker war als einzige Hilfe übrig geblieben, war eine weitere Person nicht erreichbar. Jauch eröffnete ihm die Möglichkeit den erweiterten Telefonjoker zu nutzen. Da es sich um eine Modefrage handelte, wünschte der Kandidat eine weibliche Person zu sprechen: die erste aus Düsseldorf ging ans Telefon, war aber ob der Tatsache erbost, dass ihre Telefonnummer bei RTL zugänglich war, und legte auf. Eine zweite Frau aus München war nicht erreichbar. Erst die dritte Frau aus Potsdam spielte mit, konnte jedoch die Frage nicht beantworten.

Gesellschaftlicher Einfluss

Wie auch andere Sendungen mit hohen Einschaltquoten im deutschen Fernsehen hat WWM einen gesamtgesellschaftlichen Einfluss. So haben inzwischen die Begriffe „Telefonjoker“, „Publikumsjoker“ und „Fifty-fifty-Joker“ einen so hohen Bekanntheitsgrad erreicht, dass sie in der 24. Auflage des Duden-Rechtschreibwörterbuchs zu finden sind. Diese Tatsache wurde sogar in einer 125.000-Euro-Frage im Prominentenspecial vom 22. November 2007 thematisiert: „Welcher Begriff schaffte es nicht in die aktuelle, 24. Auflage des Rechtschreibdudens? A: Millionenfrage, B: Fifty-fifty-Joker, C: Telefonjoker, D: Publikumsjoker“ – Anke Engelke war die Kandidatin und beantwortete sie richtig, indem sie Antwort A wählte.

In anderen Quizsendungen wird immer wieder scherzhaft nach den aus WWM bekannten Jokern gefragt, wenn der Kandidat nicht weiter weiß.

Auszeichnungen

Software

  • Wer Wird Millionär?
  • Wer Wird Millionär? 2
  • Wer Wird Millionär? 3
  • Wer Wird Millionär? 4. Edition
  • Wer Wird Millionär? Sport Edition
  • Wer Wird Millionär? Party Edition
  • Wer Wird Millionär? Junior
  • Wer Wird Millionär? Mega Pack (beinhaltet WWM 3, 4. Edition und die Sport Edition)

DVD-Spiel

Abgestimmt zur Fernsehsendung gibt es ein gleichnamiges DVD-Spiel, wovon zwei Editionen erhältlich sind. In der 1. Edition kann man nach Erreichen der Millionenfrage eine Reise gewinnen.

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Günther Jauchs Senderwechsel von RTL zur ARD in: bild.de vom 10. Juni 2010
  2. Cooler Kneipier räumt bei Jauch die Million ab in: Spiegel Online vom 26. November 2010
  3. Jauchs Millionen-Mastermind packt aus
  4. a b Das Jubiläums-Prominenten-Special wäre das 19. Prominenten-Special gewesen, wurde aber in der offiziellen Nummerierung übersprungen.
  5. http://www.presseportal.ch/de/pm/100003673/100562924/rtl
  6. Spiegel-Online.de: Wie Pocher bei Jauch die erste Promi-Million holte
  7. Hintergrundbericht im Stern: Wie der Verein Spender getäuscht haben soll vom 14. April 2010 (Archiv-Version, nur teilweise einsehbar)
  8. Vereinsvorsitzender von Hatun und Can verhaftet, Tagesspiegel, 25. August 2010
  9. Fast fünf Jahre Haft für Gründer von Hatun & Can. In: Spiegel Online vom 21. September 2011
  10. http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,455281,00.html
  11. a b „Wer wird Millionär?“. Merkwürdiges Familientreffen bei Günther Jauch. Spiegel Online. 11. Oktober 2005.
  12. Zufall? Mutter und Sohn bei „Wer wird Millionär?“ RP online. 10. Oktober 2005.
  13. Das seltsame Millionärs-Quiz. Berliner Morgenpost. 12. Oktober 2005.
  14. Im Rätsel-Trainingslager. Wie werde ich zum Quizknacker? Spiegel Online. 6. Oktober 2005.
  15. RTL muss Prominenten-„Wer wird Millionär?“ zweimal aufzeichnen. Auf: FAZ.NET

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