Werre

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Werre
Werre
Verlauf der Werre

Verlauf der WerreVorlage:Infobox Fluss/KARTE_fehlt

Daten
Gew√§sserkennzahl DE: 46
Lage Nordrhein-Westfalen, Deutschland
Flusssystem Weser
Abfluss √ľber Weser ‚Üí Nordsee
Quelle In Horn-Bad Meinberg/Wehren
51¬į 54‚Ä≤ 39,2‚Ä≥ N, 8¬į 59‚Ä≤ 31,5‚Ä≥ O51.9108888888898.9920833333333247
Quellh√∂he ca. 247 m √ľ. NN[1]
M√ľndung Bei Bad Oeynhausen-Rehme in die Weser
52.2211666666678.827833333333342

52¬į 13‚Ä≤ 16‚Ä≥ N, 8¬į 49‚Ä≤ 40‚Ä≥ O52.2211666666678.827833333333342
M√ľndungsh√∂he 42 m √ľ. NN[1]
H√∂henunterschied ca. 205 m
L√§nge 71,9 km[2]
Einzugsgebiet 1.485,398 km¬≤[2]
Abflussmenge
am Pegel Löhne
(10,4 km oberhalb der M√ľndung,
1.335,11 km¬≤ EZG);
Jahre 1983-2006
[3]
NNQ: 2,15 m¬≥/s (im Jahr 1996)
MNQ: 4,40 m¬≥/s
MQ: 18,0 m¬≥/s
MHQ: 186 m¬≥/s
HHQ: 340 m¬≥/s (im Jahr 1986)
Rechte Nebenfl√ľsse Bega, Bramschebach, Haubach, Mittelbach
Linke Nebenfl√ľsse Knochenbach, Rethlager Bach, Haferbach, Aa, Bentgraben, Heipker Bach, Siekbach, D√ľsedieksbach, Rehmerloh-Mennigh√ľffer M√ľhlenbach, Else, Kaarbach
Mittelstädte Horn-Bad Meinberg, Detmold, Bad Salzuflen, Herford,
Löhne, Bad Oeynhausen, Lage
Gemeinden Leopoldshöhe, Hiddenhausen, Kirchlengern
Einwohner im Einzugsgebiet 870.000 Einwohner
Die Quelle der Werre in Wehren
Zusammenfluss der Werre (links) mit dem Knochenbach
Zusammenfluss der Werre (rechts) mit der Bega
Zusammenfluss der Werre (links) mit der Westfälischen Aa in Herford bei leichtem Hochwasser
M√ľndung der Else (vorne) in die Werre
Die Werre in Löhne
Die Werre kurz vor dem Wehr in Bad Oeynhausen-Werste
M√ľndung der Werre (vorne) in die Weser

Die Werre ist ein linker, westlicher Nebenfluss der Weser im Nordosten des deutschen Bundeslandes Nordrhein-Westfalen.

Die ausschlie√ülich in Ostwestfalen-Lippe flie√üende Werre hat eine L√§nge von 71,9 km. Gemessen an ihrer L√§nge und Wasserf√ľhrung ist die Werre nach der Diemel der zweitgr√∂√üte Zufluss der Oberweser. Die Werre entspringt im westlichen Lipper Bergland bei Horn-Bad Meinberg und entw√§ssert gro√üe Teile der Ravensberger Mulde zwischen Wiehengebirge und Teutoburger Wald. Bei Bad Oeynhausen m√ľndet sie am Gro√üen Weserbogen in die Weser. Gr√∂√üte Zufl√ľsse der Werre sind die Bega und die Else.

Inhaltsverzeichnis

Flussverlauf

Obere Werre

Die Quelle der Werre befindet sich im Horn-Bad Meinberger Ortsteil Wehren im Lipper Bergland auf 245 m √ľ. NN. Es handelt sich nicht um eine gefasste Quelle, wie zum Beispiel die der Fulda, sondern vielmehr um den Zusammenfluss einiger kleiner Rinnsale, die fast unsichtbar in den Sumpfgebieten in unmittelbarer N√§he der Quelle entspringen. Direkt an ihrer Quelle ist die Werre nicht einmal einen halben Meter breit, aber bereits einige Kilometer weiter, im Kurpark von Bad Meinberg, ist sie zu einem stattlichen Bach herangewachsen. Von ihrer Quelle aus flie√üt die Werre zun√§chst in Richtung S√ľdwesten, wendet sich nach einigen hundert Metern dem Westen zu und durchflie√üt das Silvaticum, einen westlich des Bad Meinberger Stadtzentrums gelegenen 40 Hektar gro√üen Landschaftspark, in dem Waldlandschaften aus 14 Regionen der Erde angelegt wurden. √Ėstlich des Silvaticums wird der Bach im Kurgebiet von Bad Meinberg seit den 1950er-Jahren zum Kurparksee aufgestaut. Nach diesem ersten Aufstau flie√üt die junge Werre in naturnahem Zustand m√§andrierend weiter nordwestlich und durchquert Wilberg, Schmedissen und Sch√∂nemark, erreicht Detmolder Stadtgebiet und passiert die Stadtteile Remmighausen und Spork-Eichholz, bevor sie die Innenstadt erreicht. Westlich davon m√ľndet der Knochenbach, der Unterlauf der Wiembecke, in die Werre und verdoppelt die Wassermenge. Im weiteren Verlauf durchflie√üt die Werre die westlichen Stadtteile Detmolds sowie Lage und Pottenhausen, durchquert das zu Bad Salzuflen geh√∂rende Holzhausen und ber√ľhrt Leopoldsh√∂he im Osten. Danach wendet sich das Gew√§sser zun√§chst kurz in Richtung Norden nach Sch√∂tmar und erreicht Bad Salzuflen. Dort nimmt sie ihren gr√∂√üten Zufluss, die 43,9 km lange Bega auf. Dort wird die Werre breiter und flie√üt auf Grund der Stauung durch drei Wehre gem√§chlich durch Ahmsen und nach Unterquerung der Bundesautobahn 2 nach Herford, wo ihr die Aa zuflie√üt.

Als Obere Werre wird das langgestreckte, 606,142 km¬≤ gro√üe Einzugsgebiet der Werre von der Quelle bis zur M√ľndung der Aa etwa 7,4 km unterhalb der Begam√ľndung bezeichnet.

Untere Werre

In Herford, wo die Werre einst zusammen mit der Aa und der Bowerre Teil der Stadtbefestigung war, ist die Ravensberger Mulde erreicht. Dort wendet sich der Fluss nach dem Zufluss der Aa nach Norden und bildet zun√§chst die Grenze zwischen Herford und Hiddenhausen, dann zwischen L√∂hne und Kirchlengern. Bei Kirchlengern m√ľndet die Else in die Werre, die sich dort nach Osten wendet. Im unteren Werretal flie√üt sie gem√§chlich durch L√∂hne und erreicht Bad Oeynhausen. Sie ist dort durchschnittlich 25 m breit und verl√§uft in einem weiten Tal. Sie ist ein Element im Sielpark, der im Jahr 2000 in die Landesgartenschau Aqua Magica einbezogen wurde. Zwischen Herford und Bad Oeynhausen quert die Bundesautobahn 30 die Werre dreimal: Die erste Querung befindet sich westlich, die zweite n√∂rdlich von L√∂hne und die dritte √∂stlich von Obernbeck. Bis voraussichtlich 2014 werden durch den Bau der Nordumgehung von Bad Oeynhausen zwei neue Br√ľcken √ľber die Werre hinzukommen. Die Bahnstrecke Hamm‚ÄďMinden verl√§uft einige Kilometer parallel zur Werre und kreuzt diese zwischen Schweicheln-Bermbeck und L√∂hne. Das Einzugsgebiet der unteren Werre hat eine Gr√∂√üe von 879,256 km¬≤. In Bad Oeynhausen-Rehme m√ľndet die Werre bei Weser-Kilometer 190 in die Weser. Die M√ľndungsh√∂he betr√§gt 42 m √ľ. NN.

Nebenfl√ľsse

L√§ngster Nebenfluss der Werre ist die Bega. An der M√ľndung in die Werre ist sie mit 43,9 km sogar l√§nger als die Werre mit bis dahin 41,6 km zur√ľckgelegter Flussstrecke. Deutlich gr√∂√üer ist auch das Einzugsgebiet der Bega mit 376,727 km¬≤ gegen√ľber dem der Werre mit 202,935 km¬≤ oberhalb der M√ľndung. Nach dem Einzugsgebiet ist die Else mit 415,518 km¬≤ der wichtigste Nebenfluss. Nachstehend werden die Nebenfl√ľsse der Werre in der Reihenfolge von der Quelle zur M√ľndung genannt. Genannt werden die orografische Lage, die M√ľndungsposition mit Angabe des Stationierungskilometers, die L√§nge, die Gr√∂√üe des Einzugsgebietes, die M√ľndungsh√∂he und die Gew√§sserkennzahl (Anmerkung: F√ľr die bessere Sortierbarkeit wurde ein Leerzeichen eingef√ľgt).

Name[2]
Lage[2] Position[2]
[km]
Länge
[km]
Einzugsgebiet[2]
[km²]
M√ľndungsh√∂he[1]
[m. √ľ. NN]
DGKZ[2]
N.N. rechts 69,8 1,7 214 46 1112
Strangbach rechts 62,7 3,6 5,487 152 46 112
Wörbke rechts 62,0 4,0 4,771 147 46 114
Gildebach rechts 59,5 1,1 139 46 1152
Rötkersiekbach rechts 59,1 1,0 138 46 1154
Dolzerbach links 58,5 1,5 135 46 116
Kleine Werre rechts 57,4 2,3 134 46 1192
Wiembecke (im Unterlauf Knochenbach genannt) links 54,6 18,24 47,121 119 46 12
Heidenbach links 53,4 6,6 8,752 118 46 132
Katzenbach links 50,8 1,7 110 46 1392
Hasselbach links 50,1 6,5 9,311 110 46 14
Bollerbach links 49,3 2,4 108 46 153
Rethlager Bach links 48,2 5,4 14,794 106 46 16
Rothenbach links 47,9 3,9 3,458 105 46 172
Haferbach links 40,1 9,8 27,796 88 46 18
Bentgraben links 36,4 4,2 6,831 81 46 192
Siekbach links 35,5 4,6 3,444 79 46 196
Bexter links 33,9 5,2 8,455 76 46 198
Bega rechts 30,3 43,9 376,727 70 46 2
Knipkenbach links 29,1 4,3 6,744 69 46 32
Siekbach links 28,3 1,3 69 46 392
Steinsieksbach rechts 26,0 3,4 67 46 396
Ellersieker Bach rechts 25,1 2,8 67 46 398
Aa links 22,7 26,1 255,191 62 46 4
Butterbach rechts 22,3 4,3 59 46 512
Uhenbach rechts 21,9 4,5 59 46 514
D√ľsedieksbach links 21,0 4,8 12,384 57 46 52
Bramschebach rechts 17,0 5,9 13,308 56 46 54
N.N. links 14,8 1,4 55 46 592
Else links 12,7 31,5 415,518 53 46 6
Löhner Schulbach rechts 11,5 3,4 51 46 72
M√ľhlenbach rechts 9,0 2,3 50 46 74
Rehmerloh-Mennigh√ľffer M√ľhlenbach links 8,4 16,4 70,895 50 46 8
Börstelbach links 7,5 1,2 49 46 9112
Haubach rechts 7,3 2,7 49 46 912
Ostscheider Bach links 6,8 5,4 49 46 914
Sudbach rechts 6,3 3,7 4,270 49 46 92
N.N. links 4,8 2,8 1,550 48 46 932
Mittelbach rechts 4,8 8,2 13,666 48 46 94
Kaarbach links 4,0 10,8 47 46 992
Hamkebach rechts 2,5 2,9 46 46 994

Gewässergeschichte

Urwerre

Die M√ľndung der Werre befand sich nicht immer bei Bad Oeynhausen. Heute verl√§uft die Weser im Urtal der Werre durch die Porta Westfalica. Bis zur Mitte der Elstereiszeit floss sie oberhalb von Hameln an S√ľntel und Deister vorbei nach Norden. Die Werre hingegen floss wie heute durch die Porta Westfalica, bog n√∂rdlich des Wiehengebirges nach Westen ab und floss in Richtung Osnabr√ľck der Weser zu. Erst als vor rund einer Million Jahren die Eisschichten der letzten Eiszeit abtauten, durchbrach die Weser die Keuperbarriere westlich von Hameln und verlief im heutigen Wesertal und weiter im urspr√ľnglichen Werre-Urtal.[4] Sie √ľbernahm auch n√∂rdlich der Porta zun√§chst die alte Flie√ürichtung des Flusses gen Westen bis sie mit dem Schmelzen der weiteren Eismassen zum Ende der Eiszeiten den Weg nach Norden fand.

Namensdeutung

Die Deutung des Namens Werre ist umstritten. Die Werre wurde erstmals urkundlich im Jahr 784 als Waharna erw√§hnt. Im Mittelalter fiel das auslautende a weg und der Name wurde √ľber die Form Werna zur Werre. Niederdeutsch wird die Werre auch Waiern genannt. Angenommen wird, dass das Grundwort na auf den vorgeschichtlichen Ausdruck f√ľr Fluss, ana, zur√ľckzuf√ľhren ist und das Bestimmungswort wahar vielleicht auf das indogermanische war hinweist, das Wasser, Sumpf oder Moor bedeutet. Dementsprechend k√∂nnte Werre sumpfiger Fluss bedeuten. Die Namensdeutungen der Weser und der Werra w√§ren so identisch mit der √úbersetzung von Werre.[4]

Hydrologie

Einzugsgebiet

Das Einzugsgebiet der Werre mit Bega, Aa und Else

Das Einzugsgebiet der Werre erstreckt sich √ľber das westliche Lipper Bergland und ann√§hernd die ganze Ravensberger Mulde zwischen den Ostfl√ľgeln von Wiehengebirge und Teutoburger Wald. Die Gesamtfl√§che des lebhaft gepr√§gten Einzugsgebiets betr√§gt 1485,4 km¬≤. 1289,0 davon entfallen auf Nordrhein-Westfalen und 191,0 auf Niedersachsen. Die Niederschl√§ge im Einzugsgebiet betragen durchschnittlich 800 Millimeter im Jahr.[5] Dabei steigt die Jahresniederschlagssumme von Nord nach S√ľd an und betr√§gt im n√∂rdlichen Einzugsgebiet s√ľdlich des Wiehengebirges 700-800, im zentralen Teil 800-900 und im S√ľden des Einzugsgebiets 900-1000 Millimeter. Spitzenwerte von bis zu 1200 Millimeter im Jahr werden auf dem Kamm des Teutoburger Waldes gemessen (Veldrom).[6] Bei 59,2 % der Fl√§che des Einzugsgebiet der Werre handelt es sich um landwirtschaftlich genutzte Fl√§che, 15,6 % sind von Wald bedeckt. Der Anteil an Freifl√§chen betr√§gt 19,0 % und der Anteil versiegelter Fl√§chen 6,2 %.[7] Die mittlere Bev√∂lkerungsdichte im Werreeinzugsgebiet liegt bei 460 Einwohner pro Quadratkilometer.[5]

Weite Teile des Einzugsgebiets sind von Löss bedeckt, der von den Gewässern ins Tal transportiert wird. Das Sohlsubstrat besteht aus Gebirgsmaterial wie Sandstein, Keuper und Kalkstein. Vor allem die Aa und die Else liefern in größeren Mengen Sand, der sich nach Hochwassern auf den Uferböschungen ablagert und auf den Vorländern deutlich sichtbar ist.[7]

Monatsmittel des Abflusses der Werre am Pegel L√∂hne (1982‚Äď2005)

√úber die Bifurkation der Else aus der Hase ist das Einzugsgebiet der Werre mit dem Einzugsgebiet der oberen Hase verbunden. Meist wird dieses aber nicht zum Einzugsgebiet der Werre sondern zu dem der Hase gerechnet. Au√üerdem besteht √ľber die Bielefelder Lutter eine Verbindung zum Einzugsgebiet der Ems. Sie wurde im Jahr 1452 von der G√ľtersloher Lutter kurz hinter der Quelle (dem Lutterkolk) abgegraben und teilweise nach Nordosten umgeleitet. √úber die Else erstreckt sich das Einzugsgebiet der Werre im Westen nach Niedersachsen.

Der Teutoburger Wald, der das Werreeinzugsgebiet im Westen und S√ľden begrenzt, stellt eine Wasserscheide dar. Im Westen des Einzugsgebietes der Werre bildet er einen Abschnitt der Weser-Ems-Wasserscheide und im √§u√üersten S√ľden des Werreeinzugsgebietes einen Abschnitt der Rhein-Weser-Wasserscheide. Am Nordhang des Teutoburger Waldes entspringende B√§che wie der Hasselbach oder die Wiembecke sind direkte oder indirekte Zufl√ľsse der Werre, die in die Weser m√ľndet. Hingegen die Hessel oder die Strothe, die ihren Ursprung am S√ľdhang oder im Vorland (Senne) des Teutoburger Waldes haben, in die Ems oder √ľber die Lippe in den Rhein.

Abfluss

Der Abfluss am Pegel L√∂hne, dem letzten Pegel vor der M√ľndung (89,9 % des Einzugsgebietes) betr√§gt bei Niedrigwasser (MNQ) 4,32 m¬≥/s, bei mittlerem Wasserstand (MQ) 18,1 m¬≥/s und bei Hochwasser (HQ) 191 m¬≥/s. Der h√∂chste je gemessene Abfluss wurde am Pegel Herford im Jahre 1960 mit 246 m¬≥/s und am Pegel L√∂hne im Jahre 1986 mit 340 m¬≥/s registriert. Die geringste Wassermenge am Pegel Herford f√ľhrte die Werre mit 1,21 m¬≥/s am 11. Oktober 1959 und mit 2,15 m¬≥/s am Pegel L√∂hne am 6. August 1996.[3] Die h√∂chsten Abfl√ľsse werden in den Wintermonaten verzeichnet. Niedrigwasser herrscht in der Regel in den Sommermonaten. Die mittlere Flie√ügeschwindigkeit betr√§gt in etwa 0,3 m/s. Das Wasser braucht von der Quelle in Horn-Bad Meinberg/Wehren bis zur M√ľndung in Bad Oeynhausen ungef√§hr 57 Stunden, also 2 Tage und 9 Stunden.

Gew√§sserg√ľte

Wasserqualität

Die Werre als Vorfluter des Zentralklärwerks der Stadt Lage. Zum Aufnahmezeitpunkt ist die Einleitungsmenge aufgrund stärkerer Regenfälle erhöht.

Um 1900 war die Werre noch ein biologisch intakter, sauberer und fischreicher Fluss. Erst mit der einsetzenden Industrialisierung zum Ende des 19. bzw. zu Beginn des 20. Jahrhunderts und der damit verbundenen starken Zunahme von Bev√∂lkerung, Siedlungsfl√§chen und Infrastruktur begann eine Belastung der Werre durch Abw√§sser aus Industrie, Gewerbe, Landwirtschaft und privaten Haushalten. Eine weitere Zunahme der Verschmutzung der Werre begann nach 1945, da nach dem Zweiten Weltkriege ein Bev√∂lkerungswachstum einsetzte und so mehr Abwasser aus den Haushalten aufgrund fehlender Kl√§ranlagen in den Fluss gelangte. Au√üerdem stieg die der Werre zugef√ľhrte Abwassermenge aus den Betrieben, weil im Zuge der Schaffung von Arbeitspl√§tzen neue Betriebe mit mangelnder Kl√§rtechnik errichtet oder bestehende erweitert wurden. Viele Jahre glich die Werre einem Abwasserkanal.[8]1969/1970 war die Werre so verschmutzt, dass die meisten Abschnitte den Gew√§sserg√ľteklassen III (stark verschmutzt) und III-IV (sehr stark verschmutzt) zugeordnet wurden. In einigen Abschnitten, vor allem unterhalb von Herford, war die Werre so stark verschmutzt, dass sie mit Gew√§sserg√ľteklasse IV (√ľberm√§√üig stark verschmutzt) beurteilt wurde.[9] Zwar hatten erste St√§dte und Gemeinden entlang der Werre bereits in den 1950er-Jahren begonnen, mechanische Kl√§ranlagen zu bauen, aber eine merkbare Besserung der desolaten G√ľtesituation trat nicht ein. Dies √§nderte sich erst allm√§hlich ab den 1970er-Jahren, als sich ein Umdenken bei Gemeinden und St√§dten bemerkbar machte und st√§rker in Anlagen zur Abwasserreinigung investiert wurde. Die G√ľtesituation wurde deutlich verbessert, dennoch ist die Werre noch zahlreichen Belastungen ausgesetzt: Sie ist bereits wenige hundert Meter nach dem Quellgebiet einer Belastung durch Abw√§sser aus Haushalten und Landwirtschaft unterworfen und muss mit Gew√§sserg√ľteklasse II-III bewertet werden. Im weiteren Verlauf verbessert sich die Gew√§sserg√ľtesituation der Werre jedoch wieder, sodass der Werreabschnitt von Horn-Bad Meinberg bis Detmold der Gew√§sserg√ľteklasse II (m√§√üig verschmutzt) zugerechnet werden kann. In der Ortspassage Detmolds bis zur Einm√ľndung des Knochenbaches am westlichen Stadtrand weist die Werre einen h√∂heren Verschmutzungsgrad auf und wird mit Gew√§sserg√ľteklasse II-III bewertet. Mit Einm√ľndung des Knochenbaches, der im Unterlauf ebenfalls der Gew√§sserg√ľteklasse II zugeordnet wird, bessert sich die G√ľtesituation erneut auf Gew√§sserg√ľteklasse II. Zwischen der Einm√ľndung des Bentgrabens und des Bexterbaches weist die Werre lokal eine verschlechterte Gew√§sserg√ľte auf und ist kritisch belastet (Gew√§sserg√ľteklasse II-III). Nach einer lokalen G√ľteverbesserung auf Gew√§sserg√ľteklasse II muss die Ortspassage Sch√∂tmars, Bad Salzuflens sowie Ahmsens erneut mit Gew√§sserg√ľteklasse II-III beurteilt werden. Insgesamt kann die Obere Werre der Gew√§sserg√ľteklasse II zugeordnet werden. Flie√ügew√§sser der Gew√§sserg√ľteklasse II sind laut LAWA Gew√§sserabschnitte mit m√§√üiger Verunreinigung und guter Sauerstoffversorgung. Sie zeichnen sich durch eine sehr gro√üe Artenvielfalt und Individuendichte von Algen, Schnecken, Kleinkrebsen und Insektenlarven aus. Wasserpflanzenbest√§nde k√∂nnen gr√∂√üere Fl√§chen bedecken. Au√üerdem sind der Gew√§sserg√ľteklasse II zugeh√∂rige Gew√§sser artenreiche Fischgew√§sser.[10] Ab Herford wird die Werre als kritisch belastet eingestuft und beh√§lt diese Gew√§sserg√ľteklasse bis zur Einm√ľndung in die Weser unterhalb von Bad Oeynhausen.

Die Belastung der Werre resultiert aus ihren Zufl√ľssen und diffusen Belastungen aus Mischabwasser und Oberfl√§chenabwasserkan√§len sowie aus Stoffeintr√§gen aus der Landwirtschaft wie Nitrate (D√ľngemittel) und Pestiziden. Zudem wird die Werre im gesamten Verlauf durch eine industrielle und neun kommunale Kl√§ranlagen belastet. Neben der Kl√§ranlage Horn-Bad Meinberg leiten die Kl√§ranlagen Detmold, Lage, Leopoldsh√∂he/Heipke, Bad Salzuflen, Herford, Hiddenhausen-Schweicheln-Bermbeck, L√∂hne und Bad Oeynhausen sowie die Zuckerfabrik in Lage ihre Abw√§sser in die Werre ein. Hinzu kommen die Einleitungen von 19 kommunalen Kl√§ranlagen in die Zufl√ľsse der Werre und die damit ebenfalls die Werre belasten. Dementsprechend macht in niederschlagsarmen Zeiten gekl√§rtes Abwasser aus den kommunalen Kl√§ranlagen einen gro√üen Teil der abflie√üenden Wassermenge der Werre aus, was sich in einer verschlechterten Gew√§sserg√ľte widerspiegelt. Dar√ľber hinaus gibt es zahlreiche direkteinleitende Betriebe im Werreeinzugsgebiet, die Abw√§sser wie K√ľhlwasser, Produktionsabwasser oder Niederschlagswasser je nach Verschmutzungsgrad behandelt oder unbehandelt direkt in die Flie√ügew√§sser abgeben. Dabei leiten drei Betriebe ihre Abw√§sser direkt in die Werre und weitere 36 Betriebe in die Zufl√ľsse der Werre ein.[11] Ferner weist die Werre nach der Einm√ľndung der Bega in Bad Salzuflen eine hohe Chlorid-Belastung auf, die sich aus der Einleitung von √ľberwiegend ungenutzt abflie√üender Sole aus dem Staatsbad Salzuflen √ľber die Salze und die Bega ergibt.[12] Ein weiterer Belastungsfaktor ist die Konzentration von Industrie, Gewerbe und Wohnbebauung im Werreeinzugsgebiet.

Gew√§sserstrukturg√ľte

Die Gew√§sserstrukturg√ľte gibt Auskunft √ľber die √∂kologische Qualit√§t der Gew√§sserstrukturen und die durch diese angezeigten dynamischen Prozesse. Danach werden Flie√ügew√§sser in eine siebenstufige Skala (1= unver√§ndert, 7= vollst√§ndig ver√§ndert) eingeordnet. Die nat√ľrliche Gew√§sserstruktur der Werre wurde durch die genannten Korrektionsma√ünahmen und wasserbaulichen Eingriffe weitgehend gesch√§digt und die Physiognomie des Flusses grundlegend ver√§ndert. Lediglich einige Abschnitte der Oberen Werre sind in naturnahem Zustand verblieben. Dazu z√§hlt vor allem der Gew√§sserabschnitt unterhalb von Bad Meinberg. Dort konnte ein einziges Mal die Strukturg√ľteklasse II vergeben werden. Eine weitere nur gering durch Bauma√ünahmen ver√§nderte Strecke befindet sich zwischen Detmold bei der Einm√ľndung des Heidenbaches und der Stadtgrenze von Lage. Dieser Abschnitt erhielt die Strukturg√ľteklasse 3 bis 4 (m√§√üig bzw. deutlich ver√§ndert). Das Gleiche gilt f√ľr den etwa 13 Kilometer langen Werre-Abschnitt zwischen Lage und Sch√∂tmar, der ebenfalls abwechselnd mit den Strukturg√ľteklassen 3 und 4 bewertet wird. Im weiteren Verlauf ist die Werre deutlich st√§rker ver√§ndert. Von der Einm√ľndung der Bega bis zur Einm√ľndung der Werre in die Weser ist sie sehr stark oder vollst√§ndig ver√§ndert (Strukturg√ľteklasse 6 und 7). Eine Ausnahme bildet der ca. vier Kilometer lange mittlere Abschnitt der Gew√§sserstrecke zwischen Herford und der Else-M√ľndung. Dort ist die Gew√§sserstruktur deutlich bis stark gesch√§digt. Vor allem in den Ortspassagen wurde sie stark ver√§ndert. Die Ortspassagen von Horn-Bad Meinberg und Detmold geh√∂ren zur Strukturg√ľteklasse 5 (Stadtrand) und 7 (Stadtmitte). Innerhalb der Lagenser Kernstadt ist die Gew√§sserstruktur etwas weniger ver√§ndert als in den Ortspassagen der anderen St√§dte an der Oberen Werre. Sie wird als stark ver√§ndert betrachtet.[13] Hinzu kommt die gro√üe Anzahl von 52 Querbauwerken. Das bedeutet, dass sich pro Werre-Kilometer durchschnittlich 0,7 Querbauwerke befinden oder alle 1,4 Kilometer sich ein Querbauwerk befindet. Querbauwerke sind f√ľr ein intaktes √Ėkosystem Fluss sch√§dlich, da sie, sofern kein Fischpass vorhanden ist, ein Hindernis f√ľr die Tierwanderung, vor allem der Fische, darstellen.[6]

In den letzten Jahren hat sich im Zusammenhang mit der Europ√§ischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) ein Umdenken im Umwelt- und Flie√ügew√§sserschutz bemerkbar gemacht. Das Ziel der Richtlinie ist, die Flie√ügew√§sser in einen guten √∂kologischen Zustand zu versetzen, damit die Gew√§sserstruktur aufgewertet wird. Sowohl an den zahlreichen kleinen Zufl√ľssen als auch unmittelbar an der Werre wurden bereits Ma√ünahmen zur Verbesserung der Gew√§sserstrukturen durchgef√ľhrt. In Detmold unterhalb der Einm√ľndung des Knochenbaches wurden zum Beispiel Renaturierungsma√ünahmen ergriffen.

Naturnaher Verlauf der Werre am Meschesee in Detmold
Naturnaher Verlauf der Werre am Meschesee in Detmold

Ausbau und Korrektur

√Ąhnlich wie an vielen anderen Fl√ľssen in Deutschland wurden auch an der Werre wasserbauliche Ma√ünahmen mit der Absicht durchgef√ľhrt, die landwirtschaftliche Produktion zu erh√∂hen, Siedlungsraum zu schaffen, diesen vor Hochwasser zu sch√ľtzen und die Wasserkraft des Flusses nutzbar zu machen.

Die Werre wurde in nahezu allen Ortspassagen ausgebaut. In Detmold reicht die Bebauung unmittelbar bis an die Werre heran, die dort von einem Rechteckprofil mit Betonw√§nden an den Ufern ges√§umt wird und in einer Sohle aus Wasserbausteinen verl√§uft. √Ąhnliches gilt f√ľr die Innenstadt Bad Meinbergs, da auch dort die Bebauung unmittelbar an den Fluss heranreicht. Die Beeinflussung der Struktur und die Ver√§nderung des Profils der Werre ist eine Folge der Entwicklung und des damit verbundenen Fl√§chenwachstums der St√§dte. Die Ortspassage in Lage ist auf ganzer L√§nge ausgebaut, was mit der Siedlungsentwicklung und Wasserkraftnutzung am Wehr Lage einher ging. 1952 wurde ein Umflutgraben am Schul- und Sportzentrum Werreanger fertiggestellt, der bei Hochwasser das eigentliche Flussbett deutlich entlastet. Au√üerhalb der Ortspassage, westlich und √∂stlich der Lagenser Kernstadt, wurde die Werre verlegt und ausgebaut. Dies stand auch im Zusammenhang mit der Sand-und Kiesgewinnung, die eine partielle Verlegung der Werre erforderten. Die Lagenser Ausbaustrecke hat eine L√§nge von ca. sieben Kilometern. Ab Alt-Holzhausen wurde die Gew√§sserstruktur auf dem gesamten Kommunalgebiet Bad Salzuflens ver√§ndert. Das Gew√§sser wurde aus Gr√ľnden des Hochwasserschutzes und der Wasserkraftnutzung sowie aus landeskulturellen Gr√ľnden ausgebaut und partiell verlegt.[7] W√§hrend an der Oberen Werre nur teilweise wasserbauliche Ma√ünahmen durchgef√ľhrt wurden, wurde nahezu die gesamte Untere Werre ver√§ndert. Ab Herford beginnt der Lauf der Unteren Werre, der auf der Flie√üstrecke zwischen Herford und Hiddenhausen ausgebaut wurde, um eine bessere landwirtschaftliche Nutzung des Talraums zu erm√∂glichen. So wurden vorhandene M√§ander durchstochen und dadurch eine Laufverk√ľrzung erzielt. Auch im weiteren Verlauf bis zur Einm√ľndung in die Weser ist die Werre reguliert und ausgebaut. Das Stadtgebiet von L√∂hne weist j√ľngere und √§ltere Ausbaustrecken der Werre auf. Eine Besonderheit des alten Ausbaus vom Ende des 19. Jahrhunderts, der der Werre zu ihrem bis heute unver√§nderten Erscheinungsbild verhalf, bildet die Randbedeichung zwischen L√∂hne und dem Sielwehr in Bad Oeynhausen. Die neue Ausbaustrecke, die flussaufw√§rts am Wehr Kissler bei Oberbehme endet, entstand 1982 im Zuge der Anlegung des Hochwasserr√ľckhaltebeckens L√∂hne. Der am st√§rksten ausgebaute Gew√§sserabschnitt ist der 5,7 Kilometer lange Gew√§sserabschnitt unterhalb des Sielwehres bis zur M√ľndung in die Weser. Dort wurden aus Gr√ľnden des Hochwasserschutzes von Bad Oeynhausen und L√∂hne zahlreiche wasserbauliche Ma√ünahmen durchgef√ľhrt. Urspr√ľnglich pr√§gten zahlreiche, zum Teil gegenl√§ufige M√§ander das Bild der Werre, die im Zuge dieser Ma√ünahmen durchstochen wurden. Mit der so entstandenen Laufverk√ľrzung ging eine Erh√∂hung des Sohlgef√§lles und damit eine Erh√∂hung der Flie√ügeschwindigkeit einher, die durch Grundschwellen kompensiert werden sollte. Der Ausbau im Bad Oeynhauser Stadtgebiet geschah in den 1970er-Jahren. Zeugnis des ehemaligen Verlaufes ist ein Altarm der Werre n√∂rdlich des Sielparkes in Bad Oeynhausen. Heute verl√§uft der Kaarbach auf 300 Metern durch den westlichen Teil des Altarmes und damit im urspr√ľnglichen Bett der Werre. Bereits um 1900 wurde eine nicht durchg√§ngige Deichlinie beidseitig der Werre zwischen L√∂hne und Bad Oeynhausen - vermutlich als Reaktion auf das Novemberhochwasser 1897 - errichtet.[7]

√Ąhnliche Eingriffe und Ma√ünahmen wurden an den gro√üen Werrezufl√ľssen Bega, Aa und Else durchgef√ľhrt.

Werrebegradigung zwischen Bad Salzuflen und Herford

Blick flussabwärts auf die begradigte Werre bei Ahmsen. Außerdem zu sehen der Pegel Ahmsen und die Querung der Bundesautobahn 2.
Werreufer in Herford (L√ľbbertor, ehemals Trasse der Herforder Kleinbahn)

Urspr√ľnglich m√§andrierte die Werre zwischen Bad Salzuflen und Herford sehr stark. Die Gr√ľnde f√ľr die starke M√§anderbildung waren das niedrige Sohlgef√§lle der Werre in diesem Abschnitt und die damit einhergehende geringe Flie√ügeschwindigkeit sowie der hohe Sandgehalt, der haupts√§chlich aus den Sandeintr√§gen der Bega resultierte. Der mitgef√ľhrte Sand sedimentiert in Niedrigwasserphasen, wodurch das Flussbett h√∂her wird. Dies f√ľhrt dazu, dass der Fluss bei erh√∂htem Wasserstand schneller ausufert und √úberflutungen h√§ufig sind. Deshalb kam es nach st√§rkeren Regenf√§llen h√§ufig zu Hochwassern, die die gesamte landwirtschaftlich genutzte Talaue der Werre unter Wasser setzten, sodass der Gew√§sserabschnitt zwischen Bad Salzuflen und Herford einer Seenlandschaft glich. Die immer wieder auftretenden Hochwasser verursachten gro√üe Sch√§den bei den Werre-Anrainern.[14] Ab 1770 √ľberlegte man, wie die Situation verbessert werden k√∂nnte und gr√ľndete 1772 die sogenannte Werre-Kommission. Diese sollte einen endg√ľltigen Plan mit l√§ngerfristiger Wirkung ausarbeiten, da Aushebungen des Flussbettes in den Jahren 1716, 1737 und 1755 nur kurzfristig Erfolge brachten. Der von der Werre-Kommission erarbeitete Plan sah die Durchstechung alle M√§ander vor, sodass ein langer geradliniger Kanal entstehen sollte. Bereits wenige Wochen sp√§ter wurde die Baugenehmigung erteilt und im Sommer desselben Jahres mit den Bauarbeiten begonnen, die die Werreaue in eine Gro√übaustelle verwandelten. Die Ausbauma√ünahme wurde in drei Abschnitten vollzogen: Die Bega wurde zwischen Lindemannsheide √∂stlich von Bad Salzuflen und der M√ľndung in die Werre kanalisiert. Daraufhin wurde die Werre zwischen Heerse und dem heute westlich von Sch√∂tmar liegenden Knonhof begradigt,.Dadurch entstand der 1,7 Kilometer lange Werre-Kanal. Das Wasser des Bega-Kanals wurde kurz vor Sch√∂tmar in das alte Flussbett der Werre geleitet, das auf den neuen Werrekanal in der N√§he der heutigen Bega-M√ľndung trifft. Im dritten Abschnitt wurden die M√§ander bis zur damaligen lippischen Landesgrenze bei Ahmsen durchstochen, sodass ein insgesamt 4 Kilometer langer Kanal entstand, der den Namen Lippischer Canal erhielt. Durch die Korrekturma√ünahmen wurde der Verlauf der Werre zwischen Sch√∂tmar und der Grenze zum Kreis Herford von 12 auf 6,8 Kilometer verk√ľrzt.[8] Die Herforder Werreanlieger berieten 1774 √ľber eine Fortf√ľhrung des Kanals bis an das Berger Tor s√ľd√∂stlich des Stadtkerns Herfords, entschieden sich aber zun√§chst einstimmig gegen diese Option, da das Vorhaben enorme Kosten verursacht h√§tte, die sie nicht bereit waren, zu tragen. 1783 √§nderte sich nach einem weiteren starken Hochwasser unterhalb des Endes des Lippischen Canals die Meinung. Am 9. Mai 1786 erteilte die Kriegs- und Dom√§nenkammer Herford die Bauerlaubnis, die verblieben M√§ander zwischen der Grenze und dem Berger Tor zu durchstechen. Noch im selben Monat wurde mit den Bauarbeiten an der Grenze begonnen, die nach einem Monat abgeschlossen waren. Durch die Begradigungsma√ünahmen erhielt die Werre ein breites trapezf√∂rmiges Profil und wird rechtsseitig von einem Erdwall begleitet. In Herford gleicht die Werre oberhalb des Wehres Berger Tor einem Kanal.[14] Die Werre unterhalb des Berger Tores wurde, durch die Entwicklung der Stadt Herford ma√ügeblich beeinflusst, mehrfach verlegt und ausgebaut. Im 13. Jahrhundert wurde das Gew√§sser bei der Gr√ľndung der Neustadt hinter die Stadtmauer verlegt und um die Stadt herumgeleitet. Dies sollte den Einwohnern der Neustadt als Verteidigungseinrichtung dienen. Der ehemalige Verlauf der Werre, die Bowerre, wurde im Jahr 1972 zugesch√ľttet.[7]

Nutzgewässer und Wirtschaftsfaktor

Schon fr√ľh wurde die Werre vielf√§ltig genutzt. Die wichtigste Rolle spielt dabei das M√ľhlengewerbe, das sich die Wasserkraft der Werre, die der Fluss mit seiner recht hohen Wasserf√ľhrung und Str√∂mungsgeschwindigkeit bereitstellt, zu Nutze machte. Bereits im 12. Jahrhundert wurden einige Wasserm√ľhlen samt Stauwerken entlang der Werre und ihren zahlreichen Zufl√ľssen errichtet, die sich die Wasserkraft selbiger zu Nutze machten. Insgesamt entstanden vier gro√üe Wasserm√ľhlen an der Oberen Werre und eine an der Unteren Werre sowie ein Wasserkraftwerk.

M√ľhlengewerbe

Eine M√ľhle in Lage, die erstmals im Jahre 1370 erw√§hnt wurde, ist noch in Betrieb. Dort wird die Werre mittels zweier Wehre gestaut und in drei Arme geteilt. Urspr√ľnglich befand sich dort eine Flussinsel. Der erste Arm ist der Hauptarm des urspr√ľnglichen Flussbettes hinter dem gro√üen Wehr und ist nur bei Hochwasser wasserf√ľhrend. Ein Kanal zweigt den Gro√üteil des Wassers ab und leitet es durch die M√ľhle, bevor es wieder in das eigentliche Flussbett eintritt. Das kleine Wehr regelt den Abfluss in den M√ľhlengraben, der als Hochwasserentlastung dient und nach 250 Metern wieder in die Werre flie√üt. Auf dem Gel√§nde befindet sich ein Betrieb der Tierfuttermittelfirma Altromin.

Die √§lteste Werrem√ľhle war die Heerser M√ľhle bei Bad Salzuflen, die bereits im Jahre 1358 erw√§hnt wurde, eine Kornm√ľhle, die bis zur Zerst√∂rung durch einen Brand im Jahre 1925 in Betrieb war. Im Jahr 1927 wurde mit den Vorarbeiten zum Bau eines Wasserkraftwerkes begonnen, das im Februar teilweise und im April des Jahres 1928 vollst√§ndig den Betrieb aufnahm. Bereits in den ersten Monaten des Betriebs erwies sich das Kraftwerk als rentabel. Die Werre wurde mittels eines Wehres gestaut, sodass ein H√∂henunterschied von 3,90 m entstand. Eine Wassermenge von 2000 Litern pro Sekunde trieb zwei Francis-Turbinen an, die zwei Drehstrom-Synchron-Generatoren in Gang setzten. Die Anlage war bis in die 1970er-Jahre in Betrieb, wurde dann aber wegen Unwirtschaftlichkeit abgeschaltet und demontiert. Auf dem Gel√§nde befindet sich jetzt das Umweltzentrum Heerser M√ľhle.[15] Die Wehranlage wurde abgerissen und die zugeh√∂rige Sohlschwelle abgetragen, um die Durchg√§ngigkeit f√ľr Fische und Kleinlebewesen wieder herzustellen.[16]

An der Oberen Werre befinden sich zwei weitere M√ľhlen. Die D√ľvelsm√ľhle s√ľdwestlich des Lagenser Stadtteils Waddenhausen ist schon lange au√üer Betrieb und beherbergt eine Spielhalle. Im Bad Salzufler Stadtteil W√ľlfer befand sich die ehemalige W√ľlfer M√ľhle samt zugeh√∂rigem M√ľhlenwehr, das verfallen war und eingeebnet wurde. Der entstandene Sohlabsturz wurde durch eine raue Sohlgleite ersetzt und das Ufer mit Steinen befestigt. An der Unteren Werre wurde s√ľdlich von L√∂hne mit dem Wehr Kissler die Oberbehmer M√ľhle errichtet. Nachdem der Betrieb eingestellt worden war, wurden die Geb√§ude in ein Hotel umgebaut.

Energieerzeugung

Werre-Wehr in Herford am Bergertor

In Bad Oeynhausen wird die Werre seit dem Jahr 1753 durch das Sielwehr gestaut und ein Teil des Wassers in den oberhalb des Wehres abzweigenden und durch den Sielpark flie√üenden Kokturkanal geleitet. Das Wasser wurde zur Erzeugung von Energie zun√§chst zur Gewinnung von Salz aus Sole genutzt. Nachdem die Salzgewinnung eingestellt worden war, diente das Kraftwerk als Versorgungseinrichtung f√ľr den Kurbetrieb in Bad Oeynhausen.[17]

Ein anderes Wasserkraftwerk sollte am Bergertor in Herford entstehen. Um die Turbine installieren zu k√∂nnen, sollte die bestehende Wehranlage umgebaut werden. Das Projekt wurde allerdings von den Stadtwerken Herford Mitte 2010 aus Kostengr√ľnden eingestellt.

Wiesenflößerei

Eine andere Nutzung der Werre war die Wiesenfl√∂√üerei, eine Methode zur D√ľngung und Bew√§sserung der landwirtschaftlichen Fl√§chen entlang der Werre. Dazu wurde der Fluss √ľber einen kurzen Zeitraum aufgestaut, sodass die Wiesen entlang des Flusses √ľbersp√ľlt wurden. Ziel dieser Methode war eine Steigerung des landwirtschaftlichen Ertrages. Diese Methode wurde in Lippe und an der Werre haupts√§chlich in der zweiten H√§lfte des 18. Jahrhunderts angewandt und wurde erst in den 1930er-Jahren mit dem Aufkommen des Kunstd√ľngers eingestellt.[8]

Natur

Naturschutzgebiete

Die Werre im Naturschutzgebiet Holzhauser Bruch

Die Werre ist in ihrem Verlauf Teil mehrerer Naturschutzgebiete. Samt ihrer Niederung ist sie Bestandteil des 56 Hektar gro√üen Naturschutzgebietes Werreniederung und Haferbachtal. Au√üerdem durchflie√üt die Werre auf dem Gebiet der Stadt Bad Salzuflen das Holzhauser Bruch, ein 40 Hektar gro√ües Naturschutzgebiet, das einen Abschnitt der Flussaue mit Geh√∂lzs√§umen, Waldbereichen und Gr√ľnland umfasst. An das Naturschutzgebiet Holzhauser Bruch schlie√üt sich unmittelbar nordwestlich das 25,6 Hektar gro√üe Naturschutzgebiet Heipker See an. es Auf Bad Salzufler Gebiet gibt es noch das Naturschutzgebiet In der Masch, ein 23,30 Hektar gro√üer Gr√ľnlandkomplex im Auenbereich der Werre.[18]

Fauna

Eisvogel (Alcedo atthis) mit einem erbeuteten Gr√ľndling

Der Oberlauf der Werre, der Gew√§sserabschnitt zwischen der Quelle und der M√ľndung des Rethlager Baches, wird zu den Fischgew√§ssertypen Oberer Forellentyp Mittelgebirge gro√ü und Unterer Forellentyp Mittelgebirge gro√ü gez√§hlt.[6] In diesem Abschnitt leben vorwiegend Fische, die str√∂mungsreiche Abschnitte bevorzugen (rheophil). Leitfisch ist die Bachforelle. Wichtigste Begleitarten sind Bachneunaugen und Koppen. Der weitere Verlauf der Werre geh√∂rt zum √Ąschentyp Mittelgebirge. Dort ist die √Ąsche der Leitfisch. Alle f√ľr diese Flie√ügew√§sserregion typischen Begleitarten kommen vor, namentlich Elritze, Schmerle, D√∂bel, Nase und Gr√ľndling.[6] Au√üerdem sind weitere Fischarten, die zur Barben- und Brassenregion z√§hlen, in der Werre heimisch: Hechte, Rotaugen, Rotfedern, Aale, Flussbarsche, Groppen, Stichlinge, Barben, Steinbei√üer, Schlammpeitzker und Moderlieschen.

An der Werre l√§sst sich der seltene Eisvogel beobachten, der zu den stark gef√§hrdeten Arten geh√∂rt. Durch die Eingriffe in die Flusssysteme wie die Abflachung der Steilufer, in der der Eisvogel seine Bruth√∂hlen baut, wurde sein Lebensraum stark verkleinert und die Art immer st√§rker gef√§hrdet. Auch die Verschmutzung der Werre lie√ü die Zahl der Eisv√∂gel drastisch zur√ľckgehen, da das belastete Wasser Fischarten wie Forellen, Elritzen und Stichlinge keinen Lebensraum bot. Neben dem Eisvogel sind viele weitere Vogelarten wie Wasseramseln, eine ebenfalls gef√§hrdete Vogelart, und Gebirgsstelzen an der Werre anzutreffen. Au√üerdem sind Wasserrallen, verschiedene Entenv√∂gel, darunter vor allem die Stockente, Graureiher, die am Flussufer bewegungslos verharren und Fische und Fr√∂sche erbeuten sowie Bl√§√üh√ľhner zu beobachten. Die Wasserfledermaus ist an der Werre heimisch. Daneben gibt es eine Vielzahl weiterer, zum Teil bedrohter Tierarten in und an der Werre.

Hochwasser

Geschichte

Werre in Bad Oeynhausen
Hochwasser der Werre in Bad Oeynhausen

√úber die Hochwassergeschichte an der Werre gibt es wenig Zeugnisse. Am Pegel Hansastra√üe in Herford sind Hochwassermarken aus rund 100 Jahren vorhanden. Das schwerste Hochwasser an der Werre ereignete sich im Jahre 1946, als der Pegel an der Hansastra√üe in Herford 5,69 Meter ma√ü. Es war ein √ľberregionales Hochwasser mit katastrophalen Erscheinungen an der Weser, der Lippe, der Ems und der IJssel. Verursacht wurde es durch hohe Niederschl√§ge in Verbindung mit Schneeschmelze und Frost.[7] Weitere starke Hochwasser ereigneten sich in den Jahren 1909, 1925, 1960 und 1970 und 1986 (4,10 m Pegel Herford, 335 m¬≥/s am Pegel L√∂hne). Am 27./28. Oktober 1998 richtete ein Hochwasser, das vor allem den Bereich der Oberen Werre betraf und durch starke Niederschl√§ge von 40-50 Millimetern pro Tag nach au√üergew√∂hnlichen Vorregen verursacht wurde, enorme Sch√§den in Detmold, Lage und den kleineren Ortschaften an.[7] Teile des Industriegebiets West in Detmold wurden √ľberflutet und einige der dort ans√§ssigen Firmen hatten aufgrund massiver √úberflutungen hohe Sch√§den zu verzeichnen. Au√üerdem drohte der Deich des Meschesees zwischen Detmold und Lage, der von der Werre umflossen wird, zu brechen. 160.000 Kubikmeter Wasser aus der Werre ergossen sich am Nordostufer in den See und bewirkten einen starken Anstieg des Seespiegels. Ein Brechen des Dammes am gegen√ľberliegenden Ufer h√§tte eine starke Flutwelle verursacht und zur verheerendsten √úberflutung in Lage nach dem Hochwasser 1946 gef√ľhrt. Das Brechen des Mescheseedammes konnte dank des Einsatzes von 160 THW-Angeh√∂rigen knapp verhindert werden und Lage blieb verschont.[19]

Hochwasserschutz

Der Werre-Wasserverband, der seinen Sitz in Herford hat, ist f√ľr den Hochwasserschutz im Einzugsgebiet der Werre zust√§ndig. Aktuell sind drei Hochwasserr√ľckhaltebecken (HRB) im Einzugsgebiet der Werre in Betrieb, davon eines direkt an der Werre. Zusammen verf√ľgen sie √ľber einen R√ľckhalteraum von 4.390.000 m¬≥. Direkt an der Werre befindet sich das HRB L√∂hne. Es staut das Wasser von einem 1.335 km¬≤ gro√üen Einzugsgebiet auf und kann 2.500.000 m¬≥ Wasser aufnehmen (spezifischer R√ľckhalteraum 1.873 m¬≥/km¬≤). Die Regelabgabe bei einem Hochwasser betr√§gt 380 m¬≥/s. Die √ľbrigen Hochwasserr√ľckhaltebecken befinden sich in Bad Salzuflen an der Bega und in Bustedt. Zwei weitere Hochwasserr√ľckhaltebecken an der Werre in Sch√∂tmar und an der Wiembecke bei Detmold-Heiligenkirchen sind geplant. Das HRB Sch√∂tmar soll 2.200.000 m¬≥ und das HRB Wiembecke 1.060.000 m¬≥ Wasser aufnehmen k√∂nnen.[7]

Neben den Hochwasserr√ľckhaltebecken spielen Retentionsr√§ume beim Hochwasserschutz eine bedeutende Rolle. Retentionsr√§ume sind Fl√§chen in der Flussaue, die seitlich des Flusses liegen. Auf diesen Fl√§chen kann sich bei Hochwasser das Wasser ausbreiten und ansammeln. Dadurch wird der Hochwasserabfluss des Flusses reduziert und der Wasserstand verringert. Zus√§tzlich zu den √úberschwemmungsfl√§chen der Kommunen und Gemeinden entlang der Werre sind zwei gro√üe Retentionsr√§ume geplant. Diese erstrecken sich entlang der Werre bei Ahmsen zwischen Bad Salzuflen und Herford und zwischen L√∂hne und Bad Oeynhausen von der A-30-Querung √∂stlich von L√∂hne und dem Sielwehr in Bad Oeynhausen. Auch Seeretention ist m√∂glich, bei der Seen als Retentionsr√§ume dienen. Der Werre-Wasserverband plant zwei Seeretentionsr√§ume zwischen Detmold und Lage sowie zwischen Lage und Holzhausen. Diese Seen entstanden durch den Kiesabbau im Werretal.[20] Dar√ľber hinaus bestehen im Einzugsgebiet √úberschwemmungsgebiete auf bei den St√§dten Blomberg, Detmold, Lage und Lemgo.[21][22][23]

Der Werre-Wasserverband stellt aktuelle Wasserstandsdaten von 20 Pegeln im Werreeinzugsgebiet online. Aktuelle Hochwasserwarnungen und Wasserstandsdaten der Werre findet man außerdem auf der Website des Landesumweltamts Nordrhein-Westfalen. Es betreibt insgesamt vier Pegel an der Werre, die Pegel Lage-Pottenhausen, Bad Salzuflen-Ahmsen, an der Kläranlage in Herford und Löhne.

Hochwasserverhalten

Das Niederschlags-Abflussverhalten der Werre ist von den √ľberwiegend bindigen B√∂den des Einzugsgebietes und dem lebhaften Relief gepr√§gt. Die Abflusskonzentration erfolgt rasch und ist von der Vorbodenfeuchte abh√§ngig. Je h√∂her die Vorbodenfeuchte ist, desto gr√∂√üere Anteile des Niederschlages kommen zum Abfluss und f√ľllen die T√§ler bis in die Bebauung hinein. Aufgrund der verh√§ltnism√§√üig hohen Gr√∂√üe des Einzugsgebietes steigt die Werre nur bei fl√§chendeckend langanhaltenden Starkniederschl√§gen au√üergew√∂hnlich an. Die √úberlagerung der Hochwasserwellen der Else, der Aa, der Bega und der Oberen Werre l√§uft nicht immer nach dem gleichen Prinzip ab. Das Ziehen der Regenfronten, die die Belastungen bei jedem Ereignis verschieden ausfallen lassen, kann im Verlauf der Werre ung√ľnstige aber auch g√ľnstige, zeitversetzte Scheitel√ľberlagerungen auftreten lassen.[7]

Sehensw√ľrdigkeiten und Bauwerke

Die Werre durchflie√üt die St√§dte Detmold, Bad Salzuflen, Herford, L√∂hne und Bad Oeynhausen. An der M√ľndung der Werre, dem ‚ÄěWerre-Weser-Kuss‚Äú, befindet sich die Werre-Weser-Kuss-Br√ľcke. In Bad Oeynhausen wurde 1998 direkt an der Werre auf dem Gel√§nde der aufgelassenen Weserh√ľtte ein gro√ües Einkaufszentrum, der Werrepark, errichtet.

Tourismus

Bei guten Wasserst√§nden kann die Werre ab Detmold bzw. Lage von Kanusportlern genutzt werden. Anliegende Kanusportvereine sind der Herforder Kanu Klub e.V. (mit Slalomstrecke und Campingplatz), der Kanu-Club L√∂hne e.V. und der Kanu-Verein Bad Oeynhausen e.V. Zwischen L√∂hne und Bad Oeynhausen f√ľhrt der Else-Werre-Radweg entlang der Werre. Der 26 km lange Werreradweg f√ľhrt von Herford bis zur M√ľndung der Werre in die Weser in Bad Oeynhausen an der Werre entlang. Er soll zuk√ľnftig von der Quelle bis zur M√ľndung durch das Werre-Tal f√ľhren. Mittlerweile ist die Ausschilderung des Weges abgeschlossen. Im Gebiet der Stadt Lage f√ľhrt der Werre-Uferweg unmittelbar an der Werre entlang.

Der Else-Werre-Radweg zwischen Löhne und Bad Oeynhausen

Sonstiges

Die Werre markierte zwischen 1811 und 1815 die Grenze zwischen Frankreich (nordwestlich der Aa) und dem Königreich Westphalen.

Literatur

  • Rainer Pape: Reizvolles Werretal. Zwischen Teutoburger Wald und Porta Westfalica. Heka Verlag, 1995, ISBN 3-928700-15-4.

Fußnoten

  1. ‚ÜĎ a b c Deutsche Grundkarte 1:5000
  2. ‚ÜĎ a b c d e f g Topographisches Informationsmanagement, Bezirksregierung K√∂ln, Abteilung GEObasis NRW (Hinweise)
  3. ‚ÜĎ a b Deutsches Gew√§sserkundliches Jahrbuch Weser-Ems 2006 (s. S. 164) - PDF, 6,7 MB
  4. ‚ÜĎ a b Rainer Pape: Reizvolles Werretal: zwischen Teutoburger Wald und Porta Westfalica. Heka-Verlag, Leopoldsh√∂he 1995, ISBN 3-928700-15-4, S. 10.
  5. ‚ÜĎ a b www.flussgebiete.nrw.de
  6. ‚ÜĎ a b c d FlussWinIMS
  7. ‚ÜĎ a b c d e f g h i Hochwasseraktionsplan Werre
  8. ‚ÜĎ a b c Lydia B√ľnger; Rainer Springhorn (Hrsg.): Gew√§sser und historisches Fischereiwesen in Lippe. Naturwiss. und Historischer Verein f√ľr das Land Lippe, Detmold 1996, ISBN 3-924481-07-5, S. 7, 13ff, 75ff.
  9. ‚ÜĎ Gew√§sserg√ľtekarte 1969/1970, Kreis Lippe
  10. ‚ÜĎ Gew√§sserg√ľtekarte 2003, Kreis Lippe
  11. ‚ÜĎ NRW Umweltdaten vor Ort-Ministerium f√ľr Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen
  12. ‚ÜĎ Landesamt f√ľr Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (2001)
  13. ‚ÜĎ Gew√§sserstrukturg√ľtekarte des Landes Nordrhein-Westfalen, Stand: 2005
  14. ‚ÜĎ a b Karsten Alth√∂fer-Westenhoff; Bernd Josef Wagner: Geschichte im Flu√ü: zur Umweltgeschichte von Werre und Else im √∂stlichen Westfalen. Verlag f√ľr Regionalgeschichte, Bielefeld 1997, ISBN 3-89534-203-3, S. 21-26.
  15. ‚ÜĎ Geschichte der Heerser M√ľhle
  16. ‚ÜĎ Homepage Gew√§sserprojekt "Wasser im Fluss" Abgerufen am 16. April 2010
  17. ‚ÜĎ Sielwehr
  18. ‚ÜĎ Bezirksregierung Detmold
  19. ‚ÜĎ Bericht des THW-Detmold
  20. ‚ÜĎ Internetpr√§senz des Werre-Wasserverbandes (Abgerufen am 18. August 2010)
  21. ‚ÜĎ Bekanntmachung der Bezirksregierung Detmold vom 4. Juni 2009 im Amtsblatt
  22. ‚ÜĎ Lageplan des √úberschwemmungsgebiets "√Ėtternbach"
  23. ‚ÜĎ Lageplan des √úberschwemmungsgebiets "Passade"

Siehe auch

 Commons: Werre ‚Äď Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien

Weblinks


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  • Werre ‚ÄĒ Werre, n. War. [Obs.] Chaucer. [1913 Webster] ‚Ķ   The Collaborative International Dictionary of English

  • Werre ‚ÄĒ Sf Maulwurfsgrille per. Wortschatz reg. (16. Jh.) Stammwort. Herkunft unklar; da die Werre ein Sch√§dling ist, vielleicht zu wirren (wirr) im Sinn von durcheinanderbringen, sch√§digen . deutsch d ‚Ķ   Etymologisches W√∂rterbuch der deutschen sprache

  • Werre [1] ‚ÄĒ Werre, linker Nebenflu√ü der Weser, entspringt am Lippischen Walde bei Horn in Lippe. Detmold, nimmt die Bega, Aa u. Else auf u. m√ľndet bei Rehme im preu√üischen Regierungsbezirk Minden ‚Ķ   Pierer's Universal-Lexikon

  • Werre [2] ‚ÄĒ Werre, so v.w. Maulwurfsgrille ‚Ķ   Pierer's Universal-Lexikon

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  • Werre [2] ‚ÄĒ Werre (Westf√§lische oder Lippesche Werra), linker Nebenflu√ü der Weser im F√ľrstentum Lippe und in der preu√ü. Provinz Westfalen, entspringt √∂stlich vom Lippeschen Wald bei Bad Meinberg, flie√üt anfangs nordwestlich, dann nord√∂stlich, nimmt die Bega ‚Ķ   Meyers Gro√ües Konversations-Lexikon

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  • Werre [2] ‚ÄĒ Werre, Westf√§l. oder Lippische Werra, l. Nebenflu√ü der Weser, entsteht √∂stl. vom Teutoburger Walde im F√ľrstent. Lippe, m√ľndet nach 96 km bei Rehme ‚Ķ   Kleines Konversations-Lexikon

  • Werre ‚ÄĒ Infobox River | river name = Werre caption = Confluence of the rivers Else and Werre (right). origin = Eggegebirge mouth = Weser basin countries = Germany length = 71.9 km elevation = discharge = watershed = 1,482 km¬≤The Werre is a river in the… ‚Ķ   Wikipedia

  • Werre ‚ÄĒ 51¬į 54‚Ä≤ 39‚Ä≥ N 8¬į 59‚Ä≤ 31‚Ä≥ E / 51.9109, 8.99208 ‚Ķ   Wikip√©dia en Fran√ßais


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