Westf├Ąlische M├╝hlenstra├če

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Westf├Ąlische M├╝hlenstra├če

Die Westf├Ąlische M├╝hlenstra├če ist eine Bezeichnung f├╝r ein Tourismuskonzept im Kreis Minden-L├╝bbecke, das 43 restaurierte M├╝hlen zu einer erfahrbaren Route verbindet.

Viele dieser M├╝hlen sind betriebsbereit und k├Ânnen an ├ľffnungstagen besichtigt werden. An jedem Wochenend und an Feiertagen zwischen M├Ąrz und Oktober ist mindestens eine der M├╝hlen ge├Âffnet, die an dem betreffenden Termin ihren Mahl- und Backtag hat. Fast alle M├╝hlen f├╝hren am Pfingstmontag (dem Deutschen M├╝hlentag) und am vierten Sonntag im August (dem Kreism├╝hlentag)[1] gleichzeitig F├╝hrungen und ein touristisches Programm durch.

Die M├╝hlen werden von lokalen M├╝hlenvereinen unter Federf├╝hrung des M├╝hlenbauhofes Petershagen betreut. Der M├╝hlenkreis beherbergt im M├╝hlenbauhof weiterhin die Gesch├Ąftsstelle der Deutschen Gesellschaft f├╝r M├╝hlenkunde und M├╝hlenerhaltung (DGM) e.V.

Galerieholl├Ąnder Windm├╝hle Eilhausen
Durchfahrtholl├Ąnder Windm├╝hle S├╝dhemmern

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Ende der 1960er Jahre erkannte man um den Kreisheimatpfleger Wilhelm Brepohl die Bedeutung der im Kreis vorhandenen M├╝hlenreste. Mit wenigen Getreuen machte er sich an die Erhaltung und Restaurierung der M├╝hlen und legte damit einen Grundstein f├╝r die Renaissance der M├╝hlen in den westlichen Bundesl├Ąndern. Durch die fr├╝he Entscheidung zum Erhalt der historischen Maschinen wurde der M├╝hlenkreis der Vorreiter im Erhaltungsprogramm der Wind- und Wasserm├╝hlen in Norddeutschland. Bald wurde dieses Vorhaben auch finanziell durch den Kreis und das Land Nordrhein-Westfalen unterst├╝tzt, F├Ârderprogramme der EG und sp├Ąter der EU kamen hinzu. Bis heute hat der Kreis mit seinem M├╝hlenerhaltungsprogramm 43 ÔÇô teilweise nur als Ruinen erhaltene ÔÇô M├╝hlen restauriert. Windm├╝hlen, Wasserm├╝hlen, Rossm├╝hlen und eine rekonstruierte Schiffm├╝hle auf der Weser wurden zu einem einzigartigen Freilichtmuseum arrangiert.

Konzept

Die im Kreis vorhandenen M├╝hlen werden langfristig angepachtet und anschlie├čend einer ├Ârtlichen M├╝hlengruppe zur Betreuung ├╝bergeben. Die Aufgabe der M├╝hlengruppe liegt jedoch in erster Linie in der touristischen Betreuung der M├╝hlen und nicht in dem Arbeiten mit einem produzierenden Denkmal. Die bauliche Betreuung liegt dabei in den H├Ąnden des M├╝hlenbauhofs, der alle Planungen und Restaurierungsarbeiten durchf├╝hrt. Zeitweise gab es die Konzeptidee einer Ausbildungsm├╝hle um den M├╝hlengruppen vor Ort eine Einf├╝hrung und Weiterbildung anhand eines produzierenden Denkmals zu erm├Âglichen. Diese Idee wurde jedoch nicht realisiert.

Mitte der 1980er Jahre wurde die Westf├Ąlische M├╝hlenstra├če erfolgreich in ein Tourismuskonzept des Kreises Minden-L├╝bbecke eingebunden, die nicht nur den Erhalt der Technik sondern auch deren touristische Vermarktung als Schwerpunkt definierte. Dazu wurde zus├Ątzlich die M├╝hlenroute geplant, die als Fernradweg die M├╝hlen erschlie├čt. Die ├ťbernachtungen stiegen, der Kreis wurde fest mit dem Begriff der M├╝hlen verbunden. Konsequenterweise trat der Kreis Minden-L├╝bbecke ab den 1990er Jahren in der ├ľffentlichkeit als M├╝hlenkreis auf und vermarktet auch landwirtschaftliche Produkte unter diesem Logo.

M├╝hlen der Westf├Ąlischen M├╝hlenstra├če

Die Nummerierungen entsprechen der aktuellen M├╝hlenkarte und dienen der schnelleren Zuordnung.

Bockwindm├╝hlen

Bockwindm├╝hlen bestehen aus einem Geb├Ąude, das wie ein Kasten wirkt, der auf einen Bock aufgestellt ist. Die Drehebene ist demnach unter dem Kasten, alle Maschinen sind im Kasten untergebracht und m├╝ssen demnach mitgedreht werden. Daher k├Ânnen solche M├╝hlen nur eine begrenzte Anzahl von Maschinen aufnehmen.

Zur Westf├Ąlische M├╝hlenstra├če geh├Âren folgende Bockwindm├╝hlen:

Bockwindm├╝hle Neuenknick

Die Bockwindm├╝hle Neuenknick wurde 1747 in Warmsen aufgebaut. Sie ist in ihrer urspr├╝nglichen Bauart erhalten geblieben. Anfang 1899 wurde die M├╝hle f├╝r 600 Taler verkauft, zerlegt und auf Wagen nach Neuenknick gebracht. Neben einem gro├čen Schrotgang wurden zwei weitere kleinere Mahlg├Ąnge eingerichtet, die durch einen Roh├Âlmotor oder Wind betrieben werden konnten. Die M├╝hle wurde nach einem Schaden zeitweise nur mit zwei Fl├╝geln betrieben. Die Mahlg├Ąnge sind Anfang der 1980er Jahre ausgebaut worden.

Bockwindm├╝hle Oppenwehe

Die Bockwindm├╝hle Oppenwehe hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Sie wurde 1705 als Gutsm├╝hle des Rittergutes H├╝ffe erstmals erw├Ąhnt. 1868 wurde sie abgebaut und nach Oppenwehe transportiert. Wieder aufgebaut wurde sie am heutigen Standort im Jahre 1873. In den 70ern des vergangenen Jahrhunderts wurden alle Geb├Ąude um die M├╝hle abgerissen und die M├╝hle selbst mit eingezogenen St├╝tzen komplett stillgelegt und die Seitentaschen beseitigt. Ab 1991 wurden die ÔÇ×S├╝ndenÔÇť der 70er Jahre beseitigt, indem der Bock und das M├╝hlenhaus mit den Seitentaschen komplett neu gebaut wurde. Durch diesen Neubau erhielt man die Chance die urspr├╝ngliche Technik wieder einzubauen und ein produzierendes Denkmal zu erhalten.

Bockwindm├╝hle Wehe

Diese M├╝hle ist nach bisherigen Erkenntnissen die ├Ąlteste im Kreis Minden-L├╝bbecke an einem Standort stehende Windm├╝hle. Seit ungef├Ąhr 1370 stand hier eine M├╝hle. Als Bischofs-M├╝hle wurde sie in einem Urkundenbuch von 1370 erw├Ąhnt. Damit beginnt die Weher M├╝hlengeschichte.

Zu Ende des 19. Jahrhunderts wurde auf dem Kammrad ein zweites Rad angebaut um ein zweites Getriebe installieren zu k├Ânnen, das ├╝ber ein stehendes Vorgelege zwei G├Ąnge und Maschinerie betrieb. Damit war die M├╝hle im Stande ohne gro├če Umbauma├čnahmen Energie f├╝r weitere Maschinen zur Verf├╝gung zu stellen. Das Vorgelege wurde zus├Ątzlich durch einen unter der M├╝hle angebrachten Dieselmotor angetrieben, sodass der Windantrieb zeitweise g├Ąnzlich wegviel. Der Dieselmotor Fabrikat "Baumi" steht heute noch unter dem M├╝hlenkasten, ist allerdings nicht mehr funktionsf├Ąhig. Zus├Ątzlich wurde an nur einer Seite eine Tasche angeh├Ąngt, um die Lagerkapazit├Ąten zu vergr├Â├čern. In der Zeit des Zweiten Weltkriegs ist die M├╝hle mit nur zwei Fl├╝geln betrieben worden. 1944 wurde der eiserne Wellenkopf abges├Ągt, er fiel dabei nach unten und besch├Ądigte den M├╝hlenkasten schwer. Die Sch├Ąden wurden nur notd├╝rftig geflickt. 1953 wurde dann das M├╝llergewerbe endg├╝ltig abgemeldet, nachdem zum Schluss nur noch mit einem Elektromotor ein Mahlgang angetrieben wurde. In den darauffolgenden Jahren war die M├╝hle stark dem Verfall preisgegeben, sodass man sie ganz abtragen musste und komplett neu errichtet hat. Einige Originalteile waren noch recht gut erhalten und konnten wieder verbaut werden, wie der Hausbaum, der Mehlbalken und noch wenige mehr. Von 1979 bis 1982 wurde die M├╝hle restauriert und mit der einfachsten technischen Ausstattung, nur einem Schrotgang wieder aufgebaut. Zur Rahdener Woche 1984 wurde die Bockwindm├╝hle Wehe dann feierlich er├Âffnet.

Holl├Ąnderwindm├╝hlen

Bei Holl├Ąnderwindm├╝hlen ist die Drehebene unter die Haube nach oben gewandert, das Geh├Ąuse ist ein feststehendes Geb├Ąude und kann viel mehr Maschinerie als die Bockwindm├╝hle aufnehmen und h├Âher in den Wind gebaut werden (bessere Energieausnutzung).

Einen Sonderfall des Typs Holl├Ąnderwindm├╝hle stellen K├Ânigsm├╝hlen dar. Diese wurden im Auftrag des preu├čischen Staates im 18. Jahrhundert gebaut und f├╝r Rechnung des Fiskus betrieben. Sie wurden bereits gegen Ende desselben Jahrhunderts im Regelfall erblich verpachtet. Die als K├Ânigsm├╝hle errichteten Windm├╝hlen weisen bauliche Gemeinsamkeiten auf: Sie besitzen ein relativ dickes Mauerwerk, erlauben einen freien Blick ├╝ber das umliegende Gel├Ąnde, und in Kriegen konnten die Fenster als Schie├čscharten genutzt werden. Im Umkreis der K├Ânigsm├╝hlen bestand im 18. Jahrhundert Mahlzwang: Der preu├čische K├Ânig als Landesherr sicherte Eink├╝nfte aus seinen M├╝hlen, indem er die Benutzung anderer M├╝hlen bei empfindlichen Strafen verbot.[2] Von den Hollenderwindm├╝hlen des Kreises Minden-L├╝bbecke sind die M├╝hlen Eilhausen, Gro├čenheide und Seelenfeld K├Ânigsm├╝hlen.

Zur Westf├Ąlischen M├╝hlenstra├če geh├Âren folgende Holl├Ąnderwindm├╝hlen:

Windm├╝hle Bierde

Windm├╝hle Bierde

Der Wallholl├Ąnder in Bierde wurde 1802 erbaut. An dieser M├╝hle finden sich einige Sonderformen. Da ist zum einen der von der Erde bis unter die Kappe geradlinige h├Âlzerne Achtkant. Eine einfachere Konstruktion als die ansonsten taillierten M├╝hlenk├Ârper, die den Wind besser ableiten und den Staudruck nach den Fl├╝geln vermindern. Aber es geht auch so wie die M├╝hle in Bierde zeigt. Dann ist da die zum Windrosenbock verarbeitete Eichastgabel. Und zum anderen ist die M├╝hle mit neuen Jalousiefl├╝geln ausger├╝stet, die nicht mit einer durchbohrten Fl├╝gelwelle angesteuert werden, sondern durch eine Hecht'sche Jalousieansteuerung, Hinweis auf eine nachtr├Ągliche ├änderung der Fl├╝gelart. Die Hecht'sche Jalousieansteuerung findet sich ├Ąu├čerst selten im M├╝hlenkreis. Das Getriebe der M├╝hle ist noch nicht funktionsf├Ąhig, so dass die Fl├╝gel sich ohne Last drehen.

Neben der Windm├╝hle ist in einem Geb├Ąude die Dampfm├╝hle untergebracht. Das Geb├Ąude bot viel mehr Platz und konnte durch die neue Energie Dampf angetrieben werden. Diese M├╝hle hat bis 1990, zum Schluss im Eigenbedarf, gearbeitet.

Windm├╝hle Destel

Windm├╝hle Destel

Der Anfang des 19. Jahrhunderts erbaute, auf verputztem Bruchsteingeschoss stehende, Galerieholl├Ąnder hat mit seinem verbretterten und geschindelten Achtkant nach der Restaurierung mit Kappe, Stert und windg├Ąngigen Segelfl├╝geln wieder sein urspr├╝ngliches ├äu├čeres erhalten. Die Galerie ist kaum sichtbar, da sie von niedrig gehaltenen B├Ąumen umgeben ist.

Windm├╝hle D├╝tzen

Windm├╝hle D├╝tzen

Ein genaues Baudatum der ÔÇ×Hummelbecker Windm├╝hleÔÇť, wie die D├╝tzer M├╝hle nach dem ├Ąltesten D├╝tzer Ortsteil schon immer genannt wurde, steht nicht fest. Aussagen des B├Âlhorster M├╝llers aus der damaligen Zeit lassen den Schluss zu, dass die M├╝hle zwischen 1808 und 1813 errichtet wurde. Seit der Restaurierung besitzt der Wallholl├Ąnder mit seiner hohen Durchfahrt wieder eine Haube, eine Windrosenanlage und windg├Ąngige Segelfl├╝gel. In den 30er Jahren wurde die M├╝hle zu einer Motorm├╝hle umger├╝stet. Die Fl├╝gel blieben zun├Ąchst erhalten, als sie vergammelt waren wurde die M├╝hle mit einer Betonplatte abgedeckt. Erst im Rahmen der M├╝hlenerhaltungsma├čnahmen des M├╝hlenkreises wurde wieder eine Haube mit Fl├╝geln auf die M├╝hle gesetzt. Eine Funktion haben sie nicht.

Windm├╝hle Eickhorst

Windm├╝hle Eickhorst

Der Wallholl├Ąnder Storck's M├╝hle wurde 1848 erbaut. Der konische M├╝hlenturm wurde aus Bruchsteinen gemauert. An der Wetterseite wurde er verputzt. Der M├╝hlenturm ist von einem Erdwall umgeben. Dieser Wall wurde ebenfalls aus Bruchsteinen ummauert. Auch diese M├╝hle hat zur Unterst├╝tzung einen Motor, der seit 1909 die M├╝hle mit antreibt. Zus├Ątzlich wurden an der Fl├╝gelanlage die Feldruten (das ist das Fl├╝gelpaar das vor den Hausruten zum Feld liegt), durch Jalousienfl├╝gel ersetzt, die einfacher zu bedienen waren.

Windm├╝hle Eilhausen, K├Ânigsm├╝hle

Windm├╝hle Eilhausen

Der Galerieholl├Ąnder wurde 1748 erbaut und hat einen aus Sandsteinen gemauerten runden M├╝hlenturm. Die M├╝hle hat eine Windrosenanlage und windg├Ąngige Segelgatterfl├╝gel. Neben der M├╝hle befinden sich ein Fachwerkgeb├Ąude und ein offener Schuppen f├╝r die G├Ąstebetreuung.

Kartenansicht der M├╝hle52.3099338.673512

Windm├╝hle Eisbergen

Windm├╝hle in Eisbergen

Der Erdholl├Ąnder wurde um 1855 errichtet und 1989ÔÇô1992 an den jetzigen Standort am Rande von Eisbergen (Ahmserort) umgesetzt. Die untere H├Ąlfte der M├╝hle wurde aus Bruchsteinen und die obere H├Ąlfte aus sorgf├Ąltig bearbeiteten Sandsteinen gemauert. Der M├╝hlenturm ist nur leicht konisch und tr├Ągt wieder eine Windrosenanlage und Jalousie-Fl├╝gel. Die Windm├╝hle ist auch unter dem Namen R├Âckemanns M├╝hle bekannt.

In der Nacht vom 18. auf den 19. Januar 2007 wurde die M├╝hle durch den Sturm Kyrill zerst├Ârt, weil die Sicherungsma├čnahmen unzul├Ąnglich waren. Trotz angezogener Bremse setzten sich die Fl├╝gel in Bewegung. Aufgrund der entwickelten Reibungshitze brannte die Windm├╝hle bis auf die Grundmauern komplett aus. Die M├╝hle wurde vom M├╝hlenbauhof Frille (Petershagen) gesichert und die Sch├Ąden entsorgt. Eine provisorische Kappe sollte den M├╝hlenk├Ârper vor Regen und weiteren witterungsbedingten Sch├Ąden sch├╝tzen. In den Jahren 2008 bis 2009 wurde die M├╝hle wieder aufgebaut. Im Mai 2010 konnte sie dann wiederer├Âffnet werden.

Windm├╝hle Gro├čenheerse

Windm├╝hle Gro├čenheerse

Der achteckige M├╝hlenturm, aus Backsteinen gemauert und voll verputzt, des Wall-Holl├Ąnders von 1863 mit seinen bis unter die M├╝hlenhaube reichenden Ecklisenen ist eine einmalige Bauform im Bereich der Westf├Ąlischen M├╝hlenstra├če. Die Segelfl├╝gel und der Stert sind nie modernisiert worden. In den 1990er Jahren gab es ein Konzept, diese M├╝hle als technische Ausbildungsm├╝hle der anderen M├╝hlen der Westf├Ąlischen M├╝hlenstra├če zu definieren, um in Schulungen dem ├Ârtlichen, meist ehrenamtlich arbeitenden Personal das Handwerk des Windm├╝llerns beizubringen. Das Konzept ist nicht umgesetzt worden.

Im M├╝llerhaus befindet sich ein Caf├ę-Restaurant mit ├ťbernachtungsm├Âglichkeiten.

Windm├╝hle Hartum

Windm├╝hle Hartum

Der Wall-Holl├Ąnder wurde 1877 errichtet. Mit seinem m├Ąchtigen, aus Sandbruchsteinen gemauerten konischen M├╝hlenturm und der neuen M├╝hlenhaube mit Segelfl├╝geln und Windrose erhielt die Windm├╝hle ihr Ortsbild pr├Ągendes Aussehen zur├╝ck. Der Erdwall wurde im Laufe der Zeit durch ein gemauertes Erdgeschoss ersetzt.

Bauherr der M├╝hle war die Gemeinde Hartum, sie war ein zeitgem├Ą├čer Ersatz f├╝r die nicht mehr betriebsbereite Bockwindm├╝hle. Der Gedenkstein im Turm enth├Ąlt einen Sinnspruch sowie die Namen des M├╝hlenbauers, des Gemeindevorstandes und der Gemeindeverordneten.

Windm├╝hle Heimsen

Windm├╝hle Heimsen

1873 wurde der Wallholl├Ąnder als Nachfolger einer Schiffm├╝hle und einer Bockwindm├╝hle gebaut. Der M├╝hlenturm wurde aus gemauerten und verputzten Backsteinen auf einem Bruchsteinsockel errichtet.

Windm├╝hle Hille ÔÇ×Auf der H├ÂchteÔÇť

Windm├╝hle Hille

Der Erdholl├Ąnder wurde 1733 erbaut. Der bauchig-konische M├╝hlenturm wurde im unteren Drittel aus Schieferbruchsteinen und dar├╝ber aus Feldbrandsteinen gemauert und war damit die zweite M├╝hle neben einer abgebauten Bockwindm├╝hle im Ort. Heute ist er wetterseitig verputzt. Bis 1951 wurde die M├╝hle mit Fl├╝geln betrieben, dann brach im Sturm ein Fl├╝gel ab und die M├╝hle wurde mit einem neben dem Geb├Ąude stehenden Motor angetrieben. 1956 brach ein Getriebeteil am Motorgang und der M├╝hlenbetrieb wurde g├Ąnzlich eingestellt. Nach der Restaurierung hat die M├╝hle wieder windg├Ąngige ÔÇ×rechtsdrehendeÔÇť Segelfl├╝gel ÔÇô eine Besonderheit im Windm├╝hlenbau, drehen sich doch sonst fast alle Fl├╝gel andersherum ÔÇô sowie eine Windrosenanlage mit zus├Ątzlichem ÔÇ×ZiehradÔÇť.

Windm├╝hle Holzhausen an der Porta

Windm├╝hle Holzhausen an der Porta

Bereits in alten Katasterunterlagen aus dem Jahre 1837 ist am Standort der heutigen M├╝hle eine Windm├╝hle eingezeichnet. Ob dies die heutige M├╝hle ist, steht nicht fest. Bis zum heutigen Tage ist das Baudatum des Wall-Holl├Ąnders mit seinem verputzten konischen Bruchsteinturm nicht bekannt.

Windm├╝hle Levern ÔÇ×Kolthoffsche M├╝hleÔÇť

Windm├╝hle Levern

Der Galerie-Holl├Ąnder von 1922 steht auf einem massiven Bruchsteingeschoss. Sein verbretteter und geschindelter h├Âlzerner ÔÇ×SechskantÔÇť ist im Kreis Minden-L├╝bbecke einmalig. Mit dem altert├╝mlichen Stert und den windg├Ąngigen Segelfl├╝geln dokumentiert er alte Windm├╝hlentradition.

Windm├╝hle Mei├čen

Windm├╝hle Mei├čen

Der Wallholl├Ąnder stammt aus dem Jahr 1869 und ist nach der Restaurierung mit Segelgatterfl├╝geln und einer Windrose ausgestattet. Seit den 1930er Jahren wurde die M├╝hle mit einem Motor angetrieben, deshalb wurde die Windanlage nach einem Sturmschaden 1941 komplett abgebaut und erst mit der Aufnahme in das M├╝hlenprogramm des Kreises wieder angebaut. Die Technik ist bis auf einem elektrisch angetriebenen Steinschrotgang nicht mehr vorhanden, die M├╝hle hat eine st├Ąhlerne Fl├╝gelwelle und ein Rollenlager als Halslager, das ansonsten selten im Denkmalschutz eingesetzt wird.

Windm├╝hle Me├člingen

Windm├╝hle Me├člingen

Die M├╝hle wurde etwa im Jahre 1843 errichtet. Es handelt sich um einen achteckigen Galerieholl├Ąnder aus Holzfachwerk auf massivem Backsteinunterbau. Die Haube wird durch eine an der Westf├Ąlischen M├╝hlenstra├če einmalige doppelte Windrose in den Wind gedreht. An gleicher Stelle hat eine 1766 von der Preu├čischen Regierung genehmigte Bockwindm├╝hle gestanden. Die Windm├╝hle Me├člingen war eine der ersten M├╝hlen im Kreisgebiet, die vor dem Abriss gerettet und restauriert wurden. An der technischen Einrichtung wird weiter restauriert, die M├╝hle ist nur bedingt funktionsf├Ąhig.

Windm├╝hle Nordhemmern ÔÇ×Greftm├╝hleÔÇť

Windm├╝hle Nordhemmern

Der konische Turm des Wallholl├Ąnders wurde 1938 aus groben Sandsteinen gemauert. Im Rahmen der Restaurierung erhielt die M├╝hle wieder windg├Ąngige Segelfl├╝gel. Ebenfalls wurde die alte neunbl├Ąttrige Windrose, die einzige im Kreisgebiet, wiederhergestellt. Die M├╝hle steht auf einem ├Ąu├čerst windg├╝nstigen Platz. Zeitweise gab es hier eine Bokem├╝hle und eine ├ľlm├╝hle. Technisch wurde sie zum Schluss als Motorm├╝hle gefahren, jedoch ist die Technik unvollst├Ąndig, die M├╝hle kann somit nicht betrieben werden.

Windm├╝hle ÔÇ×B├╝sching'sche M├╝hleÔÇť Petershagen

B├╝sching'sche M├╝hle Petershagen

Die M├╝hle wurde 1810 errichtet. Der Wallholl├Ąnder ist verbrettert und geschindelt. Der Achtkant steht auf steinernem Unterbau. Die Windrose ist funktionsf├Ąhig und dreht die Haube st├Ąndig in den Wind. In den letzten Jahren wurde die M├╝hle umfassend wiederhergestellt, die M├╝llereimaschinen sind nur teilweise funktionsf├Ąhig. Sehenswert ist das alte Lokomobil im Keller, das ├╝ber einen Riemen die K├Ânigswelle von unten antreiben kann.

Windm├╝hle Petershagen, Pottm├╝hle

Pottm├╝hle Petershagen

Die Pottm├╝hle ist der j├╝ngste Galerieholl├Ąnderwindm├╝hle im Kreis Minden-L├╝bbecke. Der 18 m hohe, leicht konische Bruchsteinturm wurde 1938 errichtet. Bereits im Jahre 1745 wurde an diesem Standort eine K├Ânigsm├╝hle erbaut. Der Name Pottm├╝hle soll entstanden sein, weil der Turm mit der aufgesetzten Kappe wie eine Kaffeekanne aussieht. Die M├╝hle war technisch gut ausger├╝stet: Zwei Schrotg├Ąnge, ein Mahlgang, ein Walzenstuhl mit zweig├Ąngigem Plansichter und eine Reinigung f├╝rs Getreide konnten sowohl mit Wind als auch mit Motor angetrieben werden. Die M├╝hle wurde leerger├Ąumt und als Lager benutzt.

Windm├╝hle Rodenbeck ÔÇ×Rodenbecker M├╝hleÔÇť

Windm├╝hle Rodenbeck

Die Rodenbecker M├╝hle wurde 1821 als Galerieholl├Ąnder des ehemaligen Gutshofs Rodenbeck erbaut. Der sumpfige Untergrund (Feuchtgebiet Bastauniederung) setzte eine ordentliche Gr├╝ndung mit Eichenpf├Ąhlen voraus. Sie ist durch ihren massigen, gedrungenen und konischen M├╝hlenturm gepr├Ągt. Die 24eckige Galerie verst├Ąrkt diesen Eindruck. Hierdurch wirkt die gr├Â├čte M├╝hlenhaube im Kreisgebiet relativ klein. Die M├╝hle ist mit Segelgatterfl├╝geln ausgestattet und ist mit einem Binnenkruirad in den Wind zu drehen. Dies ist die bauartbedingte Kombination, die ein sicheres Arbeiten auch bei Starkwind m├Âglich macht.

Windm├╝hle Seelenfeld, K├Ânigsm├╝hle

K├Ânigsm├╝hle Seelenfeld

Die K├Ânigsm├╝hle Seelenfeld ist eine Holl├Ąnderwindm├╝hle mit angesch├╝ttetem Wall. Ihr leicht konischer Turm ist aus Bruchsteinen erbaut, die Kappe ist geschindelt. Sie steht auf der h├Âchsten Erhebung (74 m ├╝. NN) der alten Bauerschaft Seelenfeld. ├ťber der engen Eingangst├╝r der M├╝hle ist eine Steintafel mit der eingemei├čelten Inschrift FWR 1731 zu sehen. FWR sind die Anfangsbuchstaben der W├Ârter Fridericus Wilhelmus Rex, des K├Ânigs von Preu├čen der diese M├╝hle im Jahr 1731 nach Einf├╝hrung des M├╝hlenzwangs 1721 erbauen lie├č.

Windm├╝hle Stemmer

Windm├╝hle Stemmer

Der Wallholl├Ąnder von 1860 hat einen an der Wetterseite verputzten konischen Ziegelsteinturm. 1997 erhielt er wieder windg├Ąngige Jalousiefl├╝gel. Ein unverwechselbares Aussehen geben der M├╝hle die in den Farben des Dorfes wei├č-gr├╝n-gelb gestrichenen Windrosenbl├Ątter. Die M├╝hle wird als Lager genutzt und ist nur bedingt funktionsf├Ąhig.

Windm├╝hle Struckhof, H├╝llhorst

M├╝hle Struckhof

Der Wall-Holl├Ąnder wurde 1883 errichtet. Die M├╝hle steht im Ortsteil Schnathorst und wurde erst 1987 in das M├╝hlenerhaltungsprogramm aufgenommen. Mit ihr besa├č die Gemeinde H├╝llhorst als einzige Gemeinde beziehungsweise Stadt im Kreis Minden-L├╝bbecke alle Arten (Wind, Wasser, Tiere/R├Âsser) der Naturkraftm├╝hlen.

Kartenansicht der M├╝hle52.2703858.740237

Windm├╝hle S├╝dhemmern

M├╝hle S├╝dhemmern

Der Wallholl├Ąnder soll nach einer Inschrift im Jahre 1880 erbaut worden sein. Der stark konische, an der Wetterseite verputzte, M├╝hlenturm aus Backsteinen ist von weither zu sehen. Diese M├╝hle wurde als erste im Rahmen des Kreism├╝hlenerhaltungsprogramms renoviert. Bereits 1980 konnte die M├╝hle wieder in Betrieb gehen.

Windm├╝hle Todtenhausen, Gro├čenheider K├Ânigsm├╝hle

Valentinsm├╝hle in Todtenhausen

Die Gro├čenheider K├Ânigsm├╝hle in Todtenhausen ist ein um 1731 gebauter Wall-Holl├Ąnder mit einem leicht konischen Bruchsteinturm und einem kleinen Erdwall. 1972 erhielt die M├╝hle wieder Fl├╝gel. Diese Fl├╝gel sind den letzten Jalousiefl├╝geln nachgebildet. Die Windrosenanlage wurde 1985 durch den urspr├╝nglichen Stert ersetzt.

Windm├╝hle Todtenhausen, Valentinsm├╝hle

Valentinsm├╝hle in Todtenhausen

Die Valentinm├╝hle in Todtenhausen ist ein um 1858 erbauter Erd-Holl├Ąnder, der mit seinem konischen, an der Wetterseite verputzten Backsteinturm seit der Restaurierung 1991 wieder eine M├╝hlenhaube mit windg├Ąngigen Segelgatterfl├╝geln und einer Windrosenanlage hat. Die M├╝hle ist funktionsf├Ąhig wird aber selten in Betrieb gesetzt. In der Weihnachtszeit strahlt die M├╝hle, erleuchtet durch Hunderte von Lampen, weit ├╝ber das Wesertal.

Windm├╝hle Tonnenheide

M├╝hle Tonnenheide

Der Galerie-Holl├Ąnder wurde 1878 erbaut. Sein verputzter ÔÇ×steinerner AchtkantÔÇť auf dem ebenfalls achteckigen zweigeschossigen Unterbau ist ├Ąu├čerst auff├Ąllig. Die windg├Ąngigen Segelfl├╝gel und der Stert machen diese weithin sichtbare Windm├╝hle zu einem begehrten Fotoobjekt.

Die M├╝hle wurde aus circa 150.000 Ziegelsteinen, die im Feldbrand in Tonnenheide hergestellt wurden, erbaut.

Neuerdings ist die Tonnenheider M├╝hle einer weiteren Nutzung zugef├╝hrt: Im zweiten Obergeschoss befindet sich ein Standesamt. Hier kann man sich, fernab von allen Amtsstuben, das ÔÇ×Ja-WortÔÇť geben; dies d├╝rfte f├╝r viele ein unvergessliches Erlebnis sein. In dem neben der M├╝hle errichteten Fachwerkgeb├Ąude besteht die M├Âglichkeit einen Umtrunk, ein Sektfr├╝hst├╝ck oder ein kleines Buffet einzunehmen.

Windm├╝hle Veltheim

Windm├╝hle_Veltheim

Die Windm├╝hle in Veltheim wurde 1903 als Ersatz f├╝r einen 1870 errichteten Erdholl├Ąnder gebaut. Der jetzige Wallholl├Ąnder hat einen verputzten konischen Ziegelsteinturm. Von der 1870 errichteten M├╝hle ist bekannt, dass die Fl├╝gel so tief hingen, dass der zw├Âlfj├Ąhrige Sohn des M├╝llers von ihnen beim Drehen t├Âdlich verletzt wurde; wegen eines Blitzschlages musste diese M├╝hle abgerissen werden.

Windm├╝hle Wegholm

Windm├╝hle Wegholm

Als Ersatz f├╝r eine in schlechtem Bauzustand befindliche Hofmahlm├╝hle wurde 1861 der Wallholl├Ąnder mit seinem verputzten konischen M├╝hlenturm errichtet. 1899 wurde der urspr├╝ngliche Stert durch eine Windrosenanlage ersetzt.

Wasserm├╝hlen

Wasserm├╝hlen befinden sich ├╝berall da, wo genug Gef├Ąlle f├╝r ein Bach besteht, um ihm Energie zu entnehmen. Das ist entlang der Westf├Ąlischen M├╝hlenstra├če meist an den Wiehen- und Wesergebirge und dem bergigen Ravensberger Land der Fall.

Zur Westf├Ąlischen M├╝hlenstra├če geh├Âren folgende Wasserm├╝hlen:

Wasserm├╝hle am Osterbach, Siekertal Bad Oeynhausen (38)

Bad Oeynhausen: Hofwasserm├╝hle am Osterbach

Die Wasserm├╝hle wurde 1722 erbaut. Sie wurde bis 1952 auf dem fr├╝heren Meierhof in B├╝nde-Herringhausen betrieben und steht nun auf dem Museumshof der Stadt Bad Oeynhausen.

Das mittelsch├Ąchtige Wasserrad aus Holz mit einem Durchmesser von 2,4 m wurde 1985 wieder in Betrieb genommen. Sie ist typisch f├╝r viele an kleinen Bachl├Ąufen vorhandene M├╝hlenanlagen.

Wasserm├╝hle Bergkirchen ÔÇ×Sch├Ânen-M├╝hleÔÇť

Innenhof Wasserm├╝hle Bergkirchen

Sie ist sch├Ân, hat diesen Namen aber nach dem Namen des Eigent├╝mers. Wann die M├╝hle erbaut ist, steht nicht fest. Erz├Ąhlt wird, dass sie w├Ąhrend des Drei├čigj├Ąhrigen Krieges gebaut worden sein soll. Das M├╝hlengeb├Ąude ist aus Bruch- und Ziegelsteinen errichtet. Ein oberschl├Ąchtiges Wasserrad (3,8 m Durchmesser) treibt die M├╝hleneinrichtung an. Die M├╝hle wurde Anfang der achtziger Jahre des 20. Jahrhundert historisch restauriert und unter Denkmalschutz gestellt. Die M├╝hle hat einen voll funktionsf├Ąhigen Mahlgang. Au├čerdem verf├╝gt sie ├╝ber eine restaurierte ├ľlm├╝hle. M├╝hlenf├╝hrungen gew├Ąhren einen Einblick in die alten Mahltechniken.

Im M├╝hlenst├╝bchen werden an den M├╝hlentagen Kaffee, Kuchen und belegte Brote gereicht. Die R├Ąumlichkeiten k├Ânnen auch f├╝r Feiern angemietet werden.

Kartenansicht der M├╝hle52.2620838.771739

Wasserm├╝hle D├Âhren, ÔÇ×Plaggen-M├╝hleÔÇť

Wasserm├╝hle D├Âhren

Das Wasserm├╝hlengeb├Ąude ist vermutlich 1751 entstanden, wie sich aus einer Steininschrift ergibt. Das Wasserrad hat einen Durchmesser von 3,3 m und eine Breite von 1,4 m.

In der 1721 vom preu├čischen Staat durchgef├╝hrten M├╝hlenerfassung wird ein Arnold Plagge als Besitzer der M├╝hle aufgef├╝hrt. Diese Bezeichnung hat sich bis heute erhalten. Im Mai 1984 wurde von der M├╝llerfamilie und von Mitgliedern der Kulturgemeinschaft die Wiederherstellung der M├╝hlenanlage begonnen.

Wasserm├╝hle Eilhausen

Wasserm├╝hle in L├╝bbecke-Eilhausen

Der kleine eingeschossige Bruchsteinbau mit Fachwerkgiebeln k├Ânnte nach einer eingemei├čelten Jahreszahl 1698 erbaut worden sein. Das oberschl├Ąchtige Wasserrad hat einen Durchmesser von 2,6 Metern. Im 19. Jahrhundert hat es am Nordhang des Wiehengebirges eine Vielzahl derartiger M├╝hlen gegeben.

Wasserm├╝hle Fiestel, ÔÇ×Ellerburger M├╝hleÔÇť

Ellerburger Wasserm├╝hle

Bereits zwischen 1566 und 1570 wurde die Ellerburger M├╝hle erstmals erw├Ąhnt. Sie geh├Ârte zum Gut Ellerburg. N├Ąhere Einzelheiten wurden jedoch erst wesentlich sp├Ąter bekannt. Danach war die M├╝hle 1779 mit einem Schrot-, einem Beutel- und einem Graupengang ausgestattet. Eine ├ľlm├╝hle erg├Ąnzte den M├╝hlenbetrieb. 1856 wurde die ├╝ber die Gro├če Aue f├╝hrende Holzbr├╝cke durch eine steinernde Drei-Bogen-Br├╝cke ersetzt. Nach dem Verkauf des Wasserrechtes verschwindet der circa 1900 m┬▓ gro├če M├╝hlenteich. Die Gro├če Aue wurde 1957 in ihr heutiges Bett umgelegt und die bis dahin ├╝ber die Br├╝cke f├╝hrende Stra├če nach S├╝den verlegt.

Wasserm├╝hle H├╝llhorst ÔÇ×Husenm├╝hleÔÇť

Husenm├╝hle

Bereits 1646 wurde die Husenm├╝hle im Nachtigallental erw├Ąhnt. Eigent├╝mer war ├╝ber lange Jahre die Familie von Schloen, deren Stammsitz das Gut Husen war. Bis 1962 wurde die in dem aus dem 19. Jahrhundert stammenden M├╝hlengeb├Ąude befindliche M├╝hle betrieben. Sie besitzt ein oberschl├Ąchtiges Wasserrad mit einem Durchmesser von 4 Metern das vom Wasser des Lusbaches angetrieben wird.

Nach der Einstellung des M├╝hlenbetriebes verfiel das Geb├Ąude. Der neue Eigent├╝mer errichtete das Geb├Ąude auf den gut erhaltenen Grundmauern originalgetreu und erneuerte auch die M├╝hleneinrichtung. Heute wird in dem M├╝hlengeb├Ąude ein Caf├ę-Restaurant betrieben.

Wasserm├╝hle Kleinenbremen, ÔÇ×Hartings M├╝hleÔÇť

Wasserm├╝hle Kleinenbremen

Die M├╝hle wurde erstmals 1809 erw├Ąhnt. Sie hat den Namen von dem damaligen Eigent├╝mer und war eine von damals sechs M├╝hlen in Kleinenbremen. Das Wasserrad aus Holz hat einen Durchmesser von 3,8 m. Das heutige M├╝hlengeb├Ąude wurde um 1900 errichtet.

In dem M├╝hlengeb├Ąude befindet sich im Dachgeschoss ein kleines Dorfmuseum. Hier k├Ânnen unter anderem eine Bauernk├╝che, eine Schusterwerkstatt und etliche landwirtschaftliche Ger├Ąte besichtigt werden.


Guts-Wasserm├╝hle Hudenbeck, Holzhausen

Guts-Wasserm├╝hle Hudenbeck

Die Guts-Wasserm├╝hle wird von einem Wasserrad (Durchmesser 3,10 m, Breite 1 m) aus Stahl mit dem Wasser der Gro├čen Aue angetrieben. Das zweigeschossige Fachwerkgeb├Ąude wurde 1888 errichtet.

Erstmals wurde hier 1556 urkundlich eine M├╝hle erw├Ąhnt. Die Geschichte dieser M├╝hle ist eng mit der Geschichte des Rittergutes Holzhausen verbunden. Das Herrenhaus von 1558 ist heute Haus des Gastes in Bad Holzhausen.

Die zerst├Ârte M├╝hle wird 1983 wieder neu aufgebaut, das Wasserrad kommt aus dem Siegerland, die M├╝hleneinrichtung wird von einer M├╝hle bei B├╝nde zur Verf├╝gung gestellt.

Wasserm├╝hle Volmerdingsen

Die Wasserm├╝hle Volmerdingsen ist als vorl├Ąufig letzte M├╝hle in das Ensemble der Westf├Ąlischen M├╝hlenstra├če aufgenommen worden. Es ist eine Wasserm├╝hle mit oberschl├Ąchtigem Wasserrad an einem neu angelegtem Stauteich.

Kombinierte Wind- und Wasserm├╝hle

Wind- und Wasserm├╝hle Lahde ÔÇ×Klosterm├╝hleÔÇť (2)

Als Besonderheit in der Westf├Ąlischen M├╝hlenstra├če gibt es die kombinierte Wind- und Wasserm├╝hle in Lahde. Dort kann die n├Âtige Energie sowohl mit den Fl├╝geln der Windm├╝hle aus dem Wind als auch mit einer Turbine aus dem Wasser gewonnen werden. Von diesem Typ gibt es nur noch eine weitere funktionierende M├╝hle in Deutschland.

Die ÔÇ×Klosterm├╝hleÔÇť steht an einem bereits 1292 erw├Ąhnten M├╝hlenstandort. 1876 wurde der zweist├Âckige Galerie-Holl├Ąnder errichtet. Das aus Backsteinen errichtete M├╝hlengeb├Ąude ist an der Wetterseite verputzt. Das M├╝hlengeb├Ąude hat einen gro├čen Unterbau f├╝r den Wasserradantrieb.

Schiffm├╝hlen

Schiffm├╝hle Minden

Die nachgebaute Schiffm├╝hle wurde 1998 in Betrieb genommen und ist von zwei Bootsr├╝mpfen getragen. Sie wird von einem unterschl├Ąchtigen zehnarmigen Schaufelrad, mit einem Durchmesser und einer Breite von je 5 Metern, angetrieben. Sie repr├Ąsentiert damit neben einer Handvoll anderer funktionierender Schiffm├╝hlen in Europa eine l├Ąngst vergangene Handwerkstradition.

Rossm├╝hlen

Rossm├╝hlen oder G├Âpelm├╝hlen sind von Tieren angetriebene M├╝hlen, meist sind sie in einer gro├čen Scheune untergebracht.

In der Westf├Ąlischen M├╝hlenstra├če befinden sich folgende Rossm├╝hlen:

Rossm├╝hle Oberbauerschaft

Die Rossm├╝hle wurde 1797 erbaut. Wegen ihrer Gr├Â├če, Ausstattung und der erhaltenen Originalsubstanz ist diese M├╝hle ein ├╝ber die Grenze Westfalens hinaus einzigartiges technisches Kulturdenkmal. Die M├╝hle wurde auf der Hofanlage Meyer zu Kniedorf errichtet. Auch die anderen Geb├Ąude der Hofanlage sind Zeuge einer langen Hofentwicklung.

Rossm├╝hle Rahden

Die Rossm├╝hle Rahden steht im Museumshof in Rahden-Kleinendorf. Die um 1860 erbaute Rossm├╝hle stand urspr├╝nglich in Tonnenheide-Hahnenkamp. Typisch f├╝r diese M├╝hlen sind der quadratische Fachwerkbau.

Weitere M├╝hlenbilder

Windm├╝hlen

Wasserm├╝hlen

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. ÔćĹ Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL): Kulturatlas Westfalen
  2. ÔćĹ Stadt Vlotho: Fachbegriffe

Literatur

  • M├╝hlenverein im Kreis Minden L├╝bbecke e.V., Wolfgang Kuhlmann: Die Westf├Ąlische M├╝hlenstra├če, Minden 2000, ISBN 3-9806058-3-3
  • Rad-Spiralo ÔÇ×M├╝hlenrouteÔÇť 1: 50.000, BVA Bielefelder Verlag, Neuauflage 2007, ISBN 978-3-87073-420-6

Weblinks

 Commons: Westf├Ąlische M├╝hlenstra├če ÔÇô Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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