Wiktor Georgijewitsch Kulikow


Wiktor Georgijewitsch Kulikow
Kulikow (rechts) mit Putin, 2001

Wiktor Georgijewitsch Kulikow (russisch Виктор Георгиевич Куликов; * 5. Juli 1921 in der Oblast Orjol) war Oberkommandierender der Vereinten Streitkräfte des Warschauer Pakts und Marschall der Sowjetunion.

Inhaltsverzeichnis

Biografie

Kulikow stammt aus einer armen Bauernfamilie. Er diente in der Armee seit 1939, besuchte 1941 die Infanterieschule in Grosny, wurde Offizier und kämpfte während des Großen Vaterländischen Krieges als Befehlshaber von Panzereinheiten an der Ostsee- und der Weißrussischen Front. Er besuchte 1947 eine Militärschule, 1953 die Frunse-Militärakademie und 1959 die Militärakademie des Generalstabes.

Er war von Mai 1967 bis 1969 Befehlshaber des Militärbezirks von Kiew und von Oktober 1969 bis 1971 Befehlshaber der Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland. Von September 1971 bis 1977 war er Chef des Generalstabes der Sowjetische Streitkräfte. Von 1977 bis 1989 war er, als Nachfolger von Iwan Jakubowski, Oberkommandierender der Vereinten Streitkräfte des Warschauer Pakts. Am 14. Januar 1977 wurde ihm der Rang eines Marschalls der Sowjetunion verliehen, 1983 der Leninpreis.

Seit 1989 ist Kulikow Abgeordneter, zunächst des sowjetischen und dann des russischen Parlamentes. 2005 war er der älteste Abgeordnete in der russischen Volkskammer.

Ehrungen (Auswahl)

Werke

  • Neue Perspektiven zum Kalten Krieg, Zürich : Militärische Führungsschule, c 1999
  • Die Militärdoktrin des Warschauer Vertrags hat Verteidigungscharakter, Moskau : Verl. d. Presseagentur Nowosti, c 1988
  • Doktrin des Friedens, Berlin : Militärverl. d. Dt. Demokrat. Republik, 1988, 1. Aufl.
  • Der Warschauer Vertrag, Berlin : Militärverlag der Dt. Demokrat. Republik, 1982, 1. Aufl.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Mariscal de la URSS recibe orden Playa Girón von Odalys Buscarón auf granma.cu (spanisch), abgerufen 30. Mai 2008.

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