Wilhelm I. (W√ľrttemberg)

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Wilhelm I. (W√ľrttemberg)
K√∂nig Wilhelm I. von W√ľrttemberg im Jahr 1827

Friedrich Wilhelm Carl (* 27. September 1781 in L√ľben in Schlesien; ‚Ć 25. Juni 1864 in Cannstatt) war von 1816 bis 1864 als Wilhelm I. der zweite K√∂nig von W√ľrttemberg.

Nachdem Wilhelms Jugend von Auseinandersetzungen mit seinem Vater K√∂nig Friedrich gepr√§gt war, √ľbernahm er die Regentschaft in W√ľrttemberg im von Missernten und Hungersnot gepr√§gten ‚ÄěJahr ohne Sommer‚Äú 1816. Gemeinsam mit seiner bereits 1819 verstorbenen Ehefrau Katharina, einer Tochter des russischen Zaren Paul, leitete er nach seinem Amtsantritt umfassende Reformen ein, die sich in der Zustimmung der W√ľrttembergischen Landst√§nde zur Verfassung am 25. September 1819 manifestierten. In seiner 48 Jahre andauernden Regierungszeit wandelte sich das K√∂nigreich W√ľrttemberg vom aus verschiedenen konfessionell unterschiedlichen F√ľrstent√ľmern entstandenen heterogenen Agrarstaat zu einem Verfassungsstaat mit einer gemeinsamen Identit√§t und einer durchorganisierten Verwaltung. Neben seiner erfolgreichen Innenpolitik verfolgte er w√§hrend seiner gesamten Regentschaft eine ambitionierte auf Deutschland und Europa ausgerichtete Au√üenpolitik, die auf eine Ver√§nderung des vom Wiener Kongress geschaffenen europ√§ischen Machtsystems abzielte. Neben den Gro√üm√§chten Preu√üen und √Ėsterreich sah er in den K√∂nigreichen Bayern, Sachsen, Hannover und W√ľrttemberg Kristallisationskerne einer dritten deutschen Gro√ümacht. Auch wenn diese Triaspl√§ne nie zum Erfolg f√ľhrten, gew√§hrleisteten sie w√§hrend seiner gesamten Regierungszeit eine durchg√§ngige, schl√ľssige und zielgerichtete Politik. Als einziger deutscher Monarch sah Wilhelm sich gezwungen, die Reichsverfassung von 1848 anzuerkennen. Nach dem Scheitern der Revolution von 1848/49 verfolgte er eine kleinkarierte restaurative Politik, die sein liberales Image aus der Zeit vor der Revolution konterkarierte. Er starb 1864 auf Schloss Rosenstein in Cannstatt. Sein Grab befindet sich in der Grabkapelle auf dem W√ľrttemberg.

Inhaltsverzeichnis

Verwandtschaftliche Einordnung

Beziehungen zu den europäischen Herrscherhäusern

Wilhelm war der √§lteste Sohn von K√∂nig Friedrich I. von W√ľrttemberg und von Prinzessin Auguste Karoline von Braunschweig-Wolfenb√ľttel. Sein Vater war √ľber dessen Gro√ümutter m√ľtterlicherseits ein Gro√üneffe des preu√üischen K√∂nigs Friedrich II., der auch der Gro√üonkel seiner Mutter war. Wilhelms Vater und sein Gro√üvater begannen ihre milit√§rische Laufbahn in Preu√üen. Die Schwester von Wilhelms Vater Elisabeth wurde 1788 mit dem √∂sterreichischen Thronfolger Erzherzog Franz Josef Karl, dem sp√§teren Kaiser Franz II. verm√§hlt. Sie war die erste Ehefrau Franz'. Nachdem er in der Zwischenzeit mit zwei weiteren Frauen verheiratet war, heiratete Kaiser Franz am 10. November 1816 in vierter Ehe die von Wilhelm geschiedene Charlotte Auguste von Bayern. Franz war damit sowohl der Ehemann von Wilhelms Tante als auch sp√§ter der Ehemann von Wilhelms geschiedener Frau. Eine weitere Schwester von Wilhelms Vater Friedrich Sophie Dorothee von W√ľrttemberg wurde mit dem Sohn Katharinas der Gro√üen und sp√§teren Zaren Paul verheiratet und nahm als Zarin den Namen Maria Feodorowna an. Diese verwandtschaftliche Beziehung zum Zarenhaus hatte f√ľr das sp√§tere K√∂nigreich W√ľrttemberg sp√§testens seit der Reorganisation Europas im Zuge des Wiener Kongresses wichtige politische Folgen. Wilhelm heiratete in zweiter Ehe die Tochter seiner Tante Maria Feodorowna Gro√üf√ľrstin Katharina Pawlowna. Nachdem Katharina bereits 1819 verstarb, wurde die verwandtschaftliche Beziehung zu Russland durch die Hochzeit Prinz Karls, des √§ltesten Sohnes Wilhelms aus dessen dritter Ehe, erneuert. Er heiratete 1846 Gro√üf√ľrstin Olga. Olga war die Enkelin von Wilhelms Tante Maria Feodorowna und die Nichte seiner zweiten Frau Katharina. Ihr Vater war Zar Nikolaus I., der Nachfolger ihres Onkels, des Zaren Alexander I. Alexandra Fjodorowna, die Mutter Olgas, war wiederum die Schwester der Preu√üenk√∂nige Friedrich Wilhelm IV. und Wilhelm I., des sp√§teren deutschen Kaisers. Wilhelms Schwester Katharina wurde 1807 mit J√©r√īme Bonaparte, dem Bruder des franz√∂sischen Kaisers Napol√©on Bonaparte verheiratet. Zum britischen K√∂nigshaus bestanden Beziehungen √ľber Wilhelms Gro√ümutter m√ľtterlicherseits Augusta von Hannover, der √§lteren Schwester des britischen K√∂nigs Georg III. Georgs Tochter Charlotte Auguste war wiederum die zweite Frau K√∂nig Friedrichs von W√ľrttemberg und damit Wilhelms Stiefmutter. Wilhelms Onkel Ludwig von W√ľrttemberg, der Vater seiner dritten Frau Pauline ist wiederum der Urgro√üvater der britischen Queen Mary, der Gro√ümutter Elisabeth II. Sophie von W√ľrttemberg, Wilhelms zweite Tochter aus der Ehe mit Katharina heiratete 1839 ihren Cousin Wilhelm III. von Oranien, den sp√§teren K√∂nig der Niederlande. Wilhelm III. war ein Sohn von Katharinas Schwester Anna Pawlowna.

Vorfahren

Ahnentafel Wilhelms I.
Ururgroßeltern

Herzog Friedrich Carl von W√ľrttemberg-Winnental (1652‚Äď1698)
‚ąě 1682
Eleonore Juliane von Brandenburg-Ansbach (1663‚Äď1724)

Anselm Franz von Thurn und Taxis (1681‚Äď1739)
‚ąě
Maria Ludovika Anna von Lobkowicz (1683‚Äď1750)

Markgraf Philipp-Wilhelm von Brandenburg-Schwedt (1669‚Äď1711)
‚ąě
Johanna Charlotte von Anhalt-Dessau

Friedrich Wilhelm I., K√∂nig in Preu√üen (1688‚Äď1740)
‚ąě 1706
Sophie Dorothea von Hannover (1687‚Äď1757)

Ferdinand Albrecht II. von Braunschweig-Wolfenb√ľttel (1680‚Äď1735)
‚ąě 1712
Antoinette Amalie von Braunschweig-Wolfenb√ľttel (1696‚Äď1762)

Friedrich Wilhelm I., K√∂nig in Preu√üen (1688‚Äď1740)
‚ąě 1706
Sophie Dorothea von Hannover (1687‚Äď1757)

K√∂nig Georg II. von Gro√übritannien und Irland (1683‚Äď1760)
‚ąě 1705
Caroline von Brandenburg-Ansbach (1683‚Äď1737)

Herzog Friedrich II. von Sachsen-Gotha-Altenburg (1676‚Äď1732)
‚ąě 1696
Magdalena Augusta von Anhalt-Zerbst (1679‚Äď1740)

Urgroßeltern

Herzog Karl Alexander von W√ľrttemberg (1684‚Äď1737)
‚ąě 1727
Marie-Auguste von Thurn und Taxis (1706‚Äď1756)

Friedrich Wilhelm von Brandenburg-Schwedt (1700‚Äď1771)
‚ąě 1734
Prinzessin Sophie Dorothea Marie von Preu√üen (1719‚Äď1765)

Herzog[1] Karl I. von Braunschweig-Wolfenb√ľttel (1713‚Äď1780)
‚ąě 1733
Philippine Charlotte von Preu√üen (1716‚Äď1801)

Friedrich Ludwig von Hannover, Prince of Wales (1707‚Äď1751)
‚ąě 1736
Augusta von Sachsen-Gotha-Altenburg (1719‚Äď1772)

Großeltern

Herzog Friedrich Eugen von W√ľrttemberg (1732‚Äď1797)
‚ąě 1753
Friederike Dorothea Sophia von Brandenburg-Schwedt (1736‚Äď1798)

Herzog[1] Karl II. von Braunschweig-Wolfenb√ľttel (1735‚Äď1806)
‚ąě 1764
Princess Royal Augusta von Hannover (1737‚Äď1814)

Eltern

K√∂nig Friedrich I. von W√ľrttemberg (1754‚Äď1816)
‚ąě 1780
Auguste Karoline von Braunschweig-Wolfenb√ľttel (1764‚Äď1788)

K√∂nig Wilhelm I. von W√ľrttemberg

siehe auch: Stammliste des Hauses W√ľrttemberg

Ehen und Nachkommen

K√∂nig Wilhelm I. und Pauline von W√ľrttemberg (oben), Sophie (links in der Mitte), Kronprinz Karl (zentral), Marie (rechts in der Mitte), Katharina (unten links) und Auguste (unten rechts)[2]

Wilhelm I. war dreimal verheiratet. Am 8. Juni 1808 heiratete er Prinzessin Charlotte Auguste von Bayern aus der Dynastie der Wittelsbacher. Die Ehe blieb kinderlos und wurde am 12. Januar 1816 annuliiert.

Am 24. Januar 1816 verm√§hlte er sich mit seiner Cousine, der Gro√üf√ľrstin Katharina Pawlowna, der Witwe Georgs von Oldenburg. Ihre Mutter Zarin Maria Feodorowna war eine Schwester seines Vaters K√∂nig Friedrich. Katharina verstarb am 9. Januar 1819. Mit ihr hatte er zwei T√∂chter:

Aus erster Ehe mit dem am 27. Dezember 1812 verstorbenen Georg von Oldenburg brachte Katharina zwei Söhne in die Ehe ein:

  • Alexander (1810‚Äď1829)
  • Peter (1812‚Äď1881)

Nach dem Tod Katharinas gingen beide zur√ľck nach Oldenburg. Wilhelm blieb aber mit beiden in Kontakt.

In dritter Ehe heiratete Wilhelm seine Cousine Prinzessin Pauline von W√ľrttemberg (* 4. September 1800; ‚Ć 10. M√§rz 1873) und hatte mit ihr drei Kinder:

Leben

Kindheit und Jugend

Jugendbildnis Friedrich Wilhelms von W√ľrttemberg

Als Friedrich Wilhelm, der als Kind Fritz genannt wurde und sich erst mit Beginn seiner Regierungszeit Wilhelm nannte, 1781 auf die Welt kam, war das Verh√§ltnis seiner bei der Geburt noch nicht 17 Jahre alten Mutter mit dem zehn Jahre √§lteren Vater bereits von Streit und Disharmonie gepr√§gt.[4] Sein Vater, der 1774 in den preu√üischen Milit√§rdienst eingetreten war, fiel 1781 bei seinem Gro√üonkel, K√∂nig Friedrich II. von Preu√üen, in Ungnade und wechselte kurz nach Wilhelms Geburt in den Dienst der russischen Zarin Katharina. Sie ernannte ihn zum Generalgouverneur des Gouvernements Finnland. Auch wenn Wilhelms Mutter Auguste im Februar 1783 seine Schwester Katharina, am 24. Dezember 1783 die bereits 1784 verstorbene Auguste und im Januar 1785 den Prinzen Paul gebar, verschlechterte sich das Verh√§ltnis zwischen den Eltern weiter. Zarin Katharina zwang Friedrich im Dezember 1786 mit seinen Kindern zum Verlassen Russlands und gab Auguste in die Obhut des ehemaligen Hofj√§germeisters Reinhold Wilhelm von Pohlmann, von dem sie schwanger wurde. Sie starb 1788 qualvoll an einer Fehlgeburt, da Pohlmann, um die Schwangerschaft zu verheimlichen, √§rztliche Hilfe verweigerte.[5][6] 1790 √ľbersiedelte Friedrich mit seinen beiden S√∂hnen nach Ludwigsburg. Er sorgte daf√ľr, dass seine S√∂hne Erzieher bekamen, die in W√ľrttemberg verwurzelt waren.[7] Die Erziehung war auf Gehei√ü des Vaters detailverliebt, geregelt und sehr streng.

Mit dem Tod Herzog Carl Eugens am 24. Oktober 1793 endete seine Regentschaft nach 56 Jahren. Da er keine ehelichen Nachkommen hatte, ging das Herzogtum nacheinander an seine Br√ľder. Herzog Ludwig Eugen regierte von 1793 bis 1795; Friedrich Eugen, der Gro√üvater Friedrich Wilhelms, √ľbernahm die Regentschaft im Mai 1795. Friedrich Wilhelms Vater Friedrich wurde Erbprinz und nach dem Tod Friedrich Eugens am 23. Dezember 1797 selbst Herzog von W√ľrttemberg. Ab November 1797 waren Friedrich und seine zweite Ehefrau Charlotte Auguste Mathilde auf der Suche nach einer Ehefrau f√ľr Friedrich Wilhelm. Neben der Schwester Kaiser Franz II. Erzherzogin Maria Amalia (1780 ‚Äď 1798) von √Ėsterreich waren auch die Gro√üf√ľrstinnen Alexandra und Maria von Russland im Gespr√§ch.

Das Verh√§ltnis Herzog Friedrichs zu seinem Sohn verschlechterte sich immer mehr. Friedrich Wilhelm lehnte sich h√§ufig gegen die Erziehung und seinen Vater auf. Aus dem Jahr 1798 ist √ľberliefert, dass bei ihm pornographische Schriften entdeckt wurden.[8] 1799 wurden Fluchtpl√§ne Friedrich Wilhelms aus W√ľrttemberg bekannt, so dass sein Vater ihn vor√ľbergehend in Arrest nehmen lie√ü. Nach seiner Freilassung begann Friedrich Wilhelm ein Studium an der Universit√§t T√ľbingen. Im Zuge des 1797 ausgebrochenen zweiten Koalitionskriegs marschierten die Franzosen unter Napol√©on im Fr√ľhjahr 1800 in W√ľrttemberg ein. Friedrich Wilhelm, der als Freiwilliger in die √∂sterreichische Armee eingetreten war, nahm im Dezember 1800 an der Schlacht von Hohenlinden teil. 1803 erlangte er den Rang eines kaiserlichen Generalmajors. Zeitgenossen bescheinigten ihm bereits damals profunde milit√§rische Kenntnisse, Mut und Tapferkeit.[9] Nach der R√ľckkehr nach W√ľrttemberg im Jahr 1801 begannen Friedrich Wilhelm und sein Bruder Paul Liebschaften zu den T√∂chtern des Landschaftskonsulenten Konradin von Abel. Friedrich Wilhelm verliebte sich in die vier Jahre √§ltere Therese von Abel. Zu dieser Zeit gab es Auseinandersetzungen zwischen Herzog Friedrich und den Landst√§nden √ľber innen- und au√üenpolitische Fragen. Konradin von Abel vertrat die au√üenpolitischen Interessen der Landst√§nde und wurde dabei von Friedrich Wilhelm unterst√ľtzt, der damit gegen die Interessen und die Politik seines Vaters Stellung bezog. 1803 floh Friedrich Wilhelm aus W√ľrttemberg nach Paris, Wien, Schaffhausen und Saarburg. In Saarburg brachte Therese von Abel Zwillinge zur Welt, die kurz nach ihrer Geburt starben. Obwohl der inzwischen zum Kurf√ľrsten aufgestiegene Friedrich seinen Sohn durch eingesetzte Vermittler nach W√ľrttemberg zur√ľckholen wollte, ging Friedrich Wilhelm im Oktober nach Paris, wo er bereits am 14. Oktober von Napol√©on empfangen wurde. Kurf√ľrst Friedrich konnte durch diplomatische Interventionen die geplante Heirat seines Sohnes mit Therese von Abel verhindern. Zur Trennung der beiden kam es aber erst im Herbst 1804. W√§hrend seiner Zeit in Paris wurde Friedrich Wilhelm von den W√ľrttembergischen Landst√§nden und sp√§ter von Napol√©on finanziell unterst√ľtzt.

Friedrich Wilhelm als Thronfolger

Am 11. September 1805 verlie√ü Friedrich Wilhelm Paris und kehrte nach einem Besuch bei seinen Gro√üeltern in Braunschweig nach Stuttgart zur√ľck, wo er sich im November erstmals wieder mit seinem Vater traf. Zu seiner R√ľckkehr trug vor allem die Ver√§nderung der politischen Gro√üwetterlage bei. Gro√übritannien, das sich bereits seit 1803 im Krieg mit Napol√©on befand, schloss ein B√ľndnis mit Russland und √Ėsterreich. Napol√©on gelang es, Baden und Bayern auf seine Seite zu ziehen, so dass W√ľrttemberg nach einigem Z√∂gern gezwungen war, dem franz√∂sischen Druck nachzugeben und ebenfalls ein B√ľndnis mit Napol√©on einzugehen. Im Vorfeld plante Frankreichs Au√üenminister Talleyrand einen Putsch gegen Kurf√ľrst Friedrich, bei dem sein Sohn die Regentschaft √ľbernehmen sollte. Friedrich Wilhelm widersetzte sich diesem Ansinnen.[10] Das Agieren Napol√©ons und Talleyrands in dieser Sache wird als Hauptgrund f√ľr die sp√§tere Abneigung Wilhelms gegen√ľber Napol√©ons angesehen.[11] Friedrich bezog seinen Sohn nicht in die Regierungsgesch√§fte ein, billigte ihm aber einen eigenen Hofstaat zu, an dessen Spitze sein Freund Ernst von Phull-Riepurr, der ihn in der Zeit au√üer Landes begleitet hatte. Friedrich Wilhelm nutzte die Zeit zur Weiterbildung und eignete sich unter anderem Kenntnisse in der Landwirtschaft an.

Mit Wirkung vom 1. Januar 1806 wurde das in dieser Zeit durch Gebietszuw√§chse sich deutlich vergr√∂√üernde Kurf√ľrstentum W√ľrttemberg zum K√∂nigreich erhoben. 1806 schloss sich Preu√üen der Koalition gegen Napol√©on an und wurde innerhalb weniger Wochen besiegt und besetzt. Napol√©on wollte W√ľrttemberg durch Heiratspolitik enger an ihn anbinden. Am 13. August 1807 kam es zur Heirat von Friedrich Wilhelms Schwester Katharina mit dem Bruder Napol√©ons J√©r√īme, der am 18. August K√∂nig des neu geschaffenen K√∂nigreichs Westphalen wurde. Um sich von der Gefahr einer weiteren von Napol√©on angestrebten Heiratsverbindung mit dessen Familie zu sichern, strebte Friedrich Wilhelm unterst√ľtzt von seinem Vater die Heirat mit Charlotte Auguste, der Tochter des bayerischen K√∂nigs Max Josef aus dessen Ehe mit Auguste Wilhelmine von Hessen-Darmstadt an. Nach l√§ngeren Verhandlungen kam es am 8. Juni 1808 zur Verm√§hlung der beiden in M√ľnchen. Da es sich um eine reine Zweckehe handelte und Friedrich Wilhelm kein Interesse an einer weiter gehenden Beziehung zu seiner Ehefrau hatte, vereinsamte Charlotte in Stuttgart zunehmend. Friedrich hielt sich h√§ufig in Kassel am Hof seines Schwagers J√©r√īme auf. Hier lernte er auch die ehemalige Geliebte J√©r√īmes, die Baronin Blanche von Keudelstein genannt La Fleche kennen. Er begann ein Verh√§ltnis mit ihr, das er sp√§ter auch in W√ľrttemberg als K√∂nig fortsetzte.[12]

1809 musste W√ľrttemberg f√ľr Napol√©on im Krieg gegen √Ėsterreich Truppen stellen und gleichzeitig seine eigenen Ostgrenzen sichern. Friedrich Wilhelm erhielt den Oberbefehl √ľber die zur Grenzverteidigung eingesetzten Truppen. Er besiegte dabei die gegen die bayerische Herrschaft rebellierenden Vorarlberger durch einen Angriff auf Bregenz. Beim Russlandfeldzug Napol√©ons erhielt Friedrich Wilhelm wiederum den Oberbefehl √ľber die w√ľrttembergischen Truppen. Der Feldzug war f√ľr die w√ľrttembergische Armee verheerend. Von den 15.800 Soldaten kehrten nur einige hundert nach W√ľrttemberg zur√ľck. Friedrich Wilhelm, dem Napol√©on misstraute, √ľberlebte wahrscheinlich nur deshalb, weil ihn eine Ruhrerkrankung im Sommer 1812 dazu zwang, den Oberbefehl abzugeben. Trotz der katastrophalen Niederlage musste W√ľrttemberg auch f√ľr den weiteren Kriegsverlauf Truppen stellen. Nach der V√∂lkerschlacht bei Leipzig vom 16. bis 19. Oktober 1813 wechselte W√ľrttemberg auf die Seite der Allianz gegen Napol√©on. Friedrich Wilhelm √ľbernahm daraufhin den Oberbefehl √ľber die W√ľrttembergische Armee, die im November durch √∂sterreichische Truppen verst√§rkt wurde. Am 30. Dezember √ľberschritt diese Armee den Rhein bei H√ľningen. Nach mehreren Gefechten, durch die die von Friedrich Wilhelm gef√ľhrten Truppen ma√ügeblichen Einfluss auf den Kriegsverlauf hatten, zog er am 31. M√§rz 1814 zusammen mit Zar Alexander und K√∂nig Friedrich Wilhelm III. von Preu√üen in Paris ein. Napol√©on dankte ab und wurde auf Elba verbannt.

Der Sturz Napol√©ons er√∂ffnete Friedrich Wilhelm die M√∂glichkeit, die Trennung von seiner Frau Charlotte in die Wege zu leiten. Er hatte sich im Juni 1814 in Gro√übritannien in seine Cousine Gro√üf√ľrstin Katharina von Russland, die Witwe des Prinzen Georg von Oldenburg, verliebt. Nachdem Charlotte sowie K√∂nig Friedrich und K√∂nig Max Josef von Bayern der Scheidung zugestimmt hatten, annullierte ein von K√∂nig Friedrich am 9. August 1814 einberufenes Ehegericht die Ehe am 31. August 1814. Beide Partner hatten angegeben, dass die Ehe wegen gegenseitiger Abneigung nicht vollzogen wurde.[13] Die Annullierung durch den Papst, die notwendig war, da Charlotte katholisch war, erfolgte erst am 12. Januar 1816 kurz vor der Hochzeit Friedrich Wilhelms und Katharinas. Charlotte heiratete am 10. November 1816 den √∂sterreichischen Kaiser Franz II.

Friedrich Wilhelm und auch Katharina nahmen am Wiener Kongress teil, bei dem die europ√§ischen F√ľrstenh√§user und Regierungen unter dem Vorsitz des √∂sterreichischen Staatskanzlers F√ľrst Klemens Wenzel Lothar von Metternich ab September 1814 eine neue europ√§ische Staatenordnung ausarbeiteten.

Nach der R√ľckkehr Napol√©ons und in dem darauf folgenden Krieg 1815 befehligte Friedrich Wilhelm wiederum ein Armeekorps der alliierten Truppen. Er war der einzige Angeh√∂rige eines der regierenden deutschen F√ľrstenh√§user, der aktiv als Milit√§rbefehlshaber an den Kriegen von 1814 und 1815 teilnahm. Wilhelm Hauff verarbeitete dies in seinem Gedicht Prinz Wilhelm[14] literarisch.

Am 24. Januar 1816 fand die Eheschließung Friedrich Wilhelms mit Katharina in St. Petersburg mit pompösen Feierlichkeiten statt. Das neuvermählte Paar hielt sich danach noch einige Wochen in Russland auf und traf am 13. April 1816 in Stuttgart ein.

Die ersten Jahre der Regentschaft König Wilhelms

Amtsantritt als König Wilhelm I.

K√∂nig Wilhelm I. von W√ľrttemberg im Jahr 1822

K√∂nig Friedrich starb am 30. Oktober 1816 morgens um 1:30 Uhr. Am selben Tag gebar Katharina, die aus ihrer ersten Ehe bereits zwei S√∂hne hatte, die gemeinsame Tochter Marie Friederike Charlotte. Obwohl K√∂nig Friedrich und sein Sohn in dessen letzten Regierungsjahren keine harten politischen und pers√∂nlichen Auseinandersetzungen mehr hatten, zeigten die ersten Regierungsma√ünahmen des neuen K√∂nigs, dass es sich um einen eindeutigen Macht- und Politikwechsel handelte. So nannte sich der neue K√∂nig, der mit Friedrich Wilhelm Karl dieselben Taufnamen wie sein Vater hatte, ab seinem Amtsantritt nicht Friedrich wie sein Vater oder wie bisher Friedrich Wilhelm sondern nur Wilhelm. Er verk√ľrzte auch den Herrschertitel und nannte sich lediglich Wilhelm von Gottesgnaden, K√∂nig von W√ľrttemberg. Das Staatswappen wurde ebenfalls vereinfacht und die Staatsfarben von Schwarz-Rot-Gold auf Schwarz-Rot reduziert. Er erlie√ü eine Amnestie f√ľr Zivil- und Milit√§rstr√§flinge und machte Strafversetzungen von Beamten r√ľckg√§ngig. Er entlie√ü die meisten Minister des Staatsministeriums und setzte daf√ľr den Geheimen Rat als Regierung ein. F√ľhrungspositionen bei Hof und in der Beamtenschaft besetzte er neu.

Maßnahmen gegen die wirtschaftliche Not der Bevölkerung

Wilhelms Regierungsantritt fiel in eine Zeit gro√üer wirtschaftlicher Not. Im April 1815 war der Vulkan Tambora in Indonesien ausgebrochen[15], was zu einer monatelang andauernden Verschlechterung der globalen Wetterverh√§ltnisse f√ľhrte. Im Fr√ľhjahr und Sommer 1816 gab es √ľberall in Europa Unwetter mit K√§lte, Regen und Hagelschlag. Bereits im Oktober fiel der erste Schnee in W√ľrttemberg. Das Jahr 1816 wird deshalb auch als Jahr ohne Sommer bezeichnet. In W√ľrttemberg kam es zu Missernten und in der Folge zu einer Vervielfachung der Lebensmittelpreise. Im Winter 1816/1817 brachen in ganz W√ľrttemberg Hungersn√∂te aus. Zur Linderung der Not wurden von der Regierung H√∂chstpreise f√ľr Lebensmittel festgesetzt und deren Ausfuhr erschwert und sp√§ter verboten. Au√üerhalb des Landes wurden gro√üe Mengen Getreide aufgekauft.[16] Die Erfahrungen des Hungerwinters l√∂sten im K√∂nigreich W√ľrttemberg angetrieben vom K√∂nigspaar Aktivit√§ten aus, die auf eine langfristige Verbesserung der wirtschaftlichen Situation breiter Bev√∂lkerungsschichten abzielten. Wilhelm forcierte dabei den Ausbau der Landwirtschaft, w√§hrend sich Katharina der Armenpflege widmete. Die durch diese Aktivit√§ten geschaffenen Einrichtungen trugen wesentlich zum wirtschaftlichen Aufstieg W√ľrttembergs in der Folgezeit und zu einem relativ zu anderen europ√§ischen Staaten dieser Zeit ausgeglichenen sozialen Klima bei.[17] Am 20. November 1818 gr√ľndete Wilhelm I. die Landwirtschaftliche Unterrichts- Versuchs- und Musteranstalt in Hohenheim, aus der sp√§ter die Universit√§t Hohenheim hervorging. Im gleichen Jahr wurde von ihm ein "j√§hrlich am 28. September zu Kannstadt abzuhaltendes landwirtschaftliches Fest" ins Leben gerufen, das noch heute als Cannstatter Volksfest gefeiert wird. K√∂nig Wilhelm I. lie√ü durch seine Beauftragten im Ausland Rinder und Schafe ankaufen, um sie in W√ľrttemberg zu z√ľchten. Ber√ľhmt geworden sind seine Araberhengste, die den Grundstock des heutigen Bestandes im Haupt- und Landgest√ľt Marbach bilden. Auf Veranlassung Katharinas wurden in den Gemeinden Wohlt√§tigkeitsvereine gegr√ľndet, die durch einen Landeswohlt√§tigkeitsverein in Stuttgart gesteuert wurden. Die Aktivit√§ten wurden unter anderem durch Spenden aus dem Privatverm√∂gen des K√∂nigspaares, durch Katharinas Mutter Zarin Maria Feodorowna und durch andere Mitglieder des K√∂nigshauses unterst√ľtzt. Die W√ľrttembergische Landessparkasse wurde am 12. Mai 1818 auf Initiative Katharinas errichtet. Zur selben Zeit wurde mit der Armenkommission eine f√ľr die Aktivit√§ten der Armenpflege zust√§ndige Beh√∂rde beim Innenministerium angesiedelt. Der Bau des 1828 fertig gestellten Katharinenhospitals wurde durch eine Spende Katharinas im Jahr 1817 angesto√üen.[18]

Der Tod Königin Katharinas

Königin Katharina im Jahr 1817

Katharinas und Wilhelms zweite Tochter Sophie von W√ľrttemberg, die sp√§tere K√∂nigin der Niederlande wurde am 17. Juni 1818 geboren. Trotz der nach au√üen hin harmonischen Ehe Wilhelms und Katharinas[19] hatte Wilhelm au√üereheliche sexuelle Beziehungen. Er nahm zu seiner ehemaligen Geliebten Blanche La Fleche erneut Kontakt auf. Es wird auch vermutet, dass der am 26. Februar 1818 geborene Eduard von Kallee ein unehelicher Sohn Wilhelms war.[20] Als Katharina am 3. Januar 1819 ihren Mann in Scharnhausen mit einer Geliebten, vermutlich Blanche La Fleche, erwischte, fuhr sie im offenen Wagen zur√ľck nach Stuttgart.[21] An den Folgen der sich daraufhin einstellenden Erk√§ltung starb sie am 9. Januar 1819. Wilhelm I. lie√ü ihr auf dem W√ľrttemberg bei Stuttgart, wo fr√ľher die Stammburg des Hauses W√ľrttemberg stand, eine Grabkapelle errichten, in der sie 1824 beigesetzt wurde. Um die Umst√§nde ihres Todes und seine Liebesaff√§ren zu vertuschen, entfaltete Wilhelm verschiedene Aktivit√§ten. Zum Beispiel versuchte er, √ľber Vermittler Briefe Katharinas, in seinen Besitz zu bringen, von denen er vermutete, dass etwas √ľber seine Liebesaff√§ren enthalten sein k√∂nnte.[22][23] Der Hauptgrund hierf√ľr war, die politisch sehr wichtigen Beziehungen W√ľrttembergs zu Russland nicht oder nur wenig zu belasten. K√∂nig Wilhelm √§u√üerte in einem Brief, dass er ans Abdanken denke.[24] Er nahm mit seinem Bruder Paul Kontakt auf, um ihn dazu zu bewegen, zugunsten seines Sohnes Prinz Friedrich auf den Thronanspruch zu verzichten.[25] Die S√∂hne Katharinas gingen nach dem Tod ihrer Mutter nach Oldenburg zu ihrem Gro√üvater Gro√üherzog Peter I.

Der Weg zur Verfassung des K√∂nigreichs W√ľrttemberg

Beim Amtsantritt Wilhelms lagen die W√ľrttembergischen Landst√§nde in einem als Verfassungsstreit bezeichneten Konflikt mit dem K√∂nigshaus. Bei den Verhandlungen auf dem Wiener Kongress bestand das Ziel, f√ľr das neu zu konstituierende Deutschland eine bundesstaatliche Verfassung zu errichten. Weil K√∂nig Friedrich mit einer eigenen Verfassung der Bundesverfassung zuvorkommen wollte, hatte er dem am 15. M√§rz 1815 einberufenen Landtag ein Staatsgrundgesetz[26] vorgelegt. Der Entwurf des Staatsgrundgesetzes traf auf starken Widerstand der Landst√§nde, die die bisherige auf dem T√ľbinger Vertrag von 1514 basierende Verfassung wieder in Kraft setzen wollten. Den Landst√§nden gelang es, die Bev√∂lkerung in einer Kampagne f√ľr das alte Recht auf ihre Seite zu ziehen. Einer der Protagonisten dieser Bewegung, den so genannten Altrechtlern war der Dichter und Politiker Ludwig Uhland, der hierf√ľr eigens das Gedicht Das alte, gute Recht[27] verfasste. Die Kampagne war so wirksam, dass das von K√∂nig Friedrich vorgelegte Staatsgrundgesetz nie verabschiedet wurde. Die Landst√§nde erhofften sich, dass der neue K√∂nig die altw√ľrttembergische Verfassung wiederherstellen w√ľrde.[28] Wilhelm war aber der √úberzeugung, dass diese Verfassung mit den Verh√§ltnissen des K√∂nigreichs W√ľrttemberg unvereinbar sei.[29] In einem Reskript an die Landst√§nde vom 9. November 1816 stellte er in Aussicht, dass Teile der alten Verfassung √ľbernommen werden sollten. Was aber die Kraft der Regierung l√§hmen und die Entwicklung wahrer b√ľrgerlicher Freiheit hemmen w√ľrde, m√ľsse der Kraft der besseren Einsicht und der Macht der gegenw√§rtigen Bed√ľrfnisse weichen.[30] Er wies den neu eingerichteten Geheimen Rat, dem auch liberal gesinnte Mitglieder angeh√∂rten, an, einen neuen Verfassungsentwurf auszuarbeiten. Als wichtige Reformma√ünahme und als Entgegenkommen an die Landst√§nde wurde am 30. Januar 1817 ein liberales Pressegesetz erlassen. Am 3. M√§rz 1817 tagte der Landtag; K√∂nig Wilhelm erl√§uterte in seiner Er√∂ffnungsrede[31] den vom Geheimen Rat unter seiner Mitwirkung ausgearbeiteten Verfassungsentwurf[32]. Der Entwurf enthielt definierte Freiheitsrechte. Die Landst√§nde wurden in zwei Kammern aufgeteilt. Die Mitglieder der Kammer der Abgeordneten sollten vom Volk gew√§hlt werden. Die Verwaltung des Staatsverm√∂gens durch st√§ndische Aussch√ľsse war nicht mehr vorgesehen. Die Altrechtler lehnten den Verfassungsentwurf ab, da er die Rechte der Landst√§nde einschr√§nkte. Am 30. April 1817 kam es zu einer Demonstration vor dem Landtag. Bei der Abstimmung am 2. Juni 1817 lehnte der Landtag den Entwurf mit 67 zu 42 Stimmen ab. Die Nein-Stimmen kamen vorwiegend von Standesherren und Vertretern aus den altw√ľttembergischen Landesteilen, w√§hrend die Ja-Stimmen in erster Linie durch Angeh√∂rige der Ritterschaft und von Vertretern aus den neuw√ľrttembergischen zwischen 1797 und 1810 hinzugekommenen Landesteilen abgegeben wurden. Wilhelm, der √ľber diese Entwicklung √§u√üerst ver√§rgert war, l√∂ste daraufhin den Landtag auf.[33] Die Regierung setzte in den Jahren 1817 und 1818 wesentliche Reformen in der Staatsverwaltung, wie zum Beispiel die Abschaffung der Leibeigenschaft, auch ohne die Geltung einer neuen Verfassung um. Der von Wilhelm beauftragte Eugen von Maucler band verschiedene Altrechtler in die Ausarbeitung der Reformen ein. Einige wurden in den w√ľrttembergischen Staatsdienst √ľbernommen. 1819 wurde ein neuer Landtag gew√§hlt, der am 13. Juli 1819 in Ludwigsburg zu seiner konstituierenden Sitzung zusammenkam. Die Ermordung des russischen Staatsrats August von Kotzebue am 23. M√§rz 1819 in Mannheim durch den Burschenschafter Karl Ludwig Sand hatte die Bereitschaft der europ√§ischen Monarchen, b√ľrgerlichen Verfassungsideen entgegenzukommen, stark eingeschr√§nkt. Vor allem die Gro√üm√§chte Preu√üen, Russland und √Ėsterreich waren daraufhin f√ľr eine harte Haltung gegen√ľber demokratischen Ideen. Vom 6. bis 31. August 1819 fand eine Ministerialkonferenz in Karlsbad statt. Die dort ausgearbeiteten Karlsbader Beschl√ľsse[34][35][36] schr√§nkten die Pressefreiheit ein und setzten liberal gesinnte Angeh√∂rige der Universit√§ten und damit den gesamten b√ľrgerlichen Liberalismus unter Druck. Dies trug dazu bei, dass die Altrechtler bei den Beratungen in Stuttgart kompromissbereiter wurden. Der Umgang Wilhelms mit den Landst√§nden war sehr freundlich und hob sich dadurch deutlich vom Verhalten anderer Monarchen in Europa gegen√ľber liberalen und demokratischen Ideen und Repr√§sentanten ab. Kaiser Franz von √Ėsterreich und dessen Staatskanzler Metternich missbilligten diese Entwicklung in W√ľrttemberg. Der Kaiser √ľbergab dem w√ľrttembergischen Au√üenminister Graf Wintzingerode am 20. September 1819 einen Brief, in dem er Wilhelm aufforderte, den Verfassungsprozess abzubrechen. Nach einer Krisensitzung des Geheimen Rats am 23. September schlossen die Landst√§nde am 25. September den Verfassungsvertrag[37] mit Wilhelm ab. Die Verfassung gab dem K√∂nig eine starke Stellung. Nach ¬ß 4 vereinigte er in sich alle Rechte der Staatsgewalt. Er war allerdings an die Verfassung gebunden. Die Landst√§nde, die in einem Zweikammersystem organisiert waren, erhielten ein Steuerbewilligungsrechte und wirkten an der Gesetzgebung mit. Die Eink√ľnfte des K√∂nigs wurden nach ¬ß 104 in einer Zivilliste geregelt, so dass im Finanzwesen die Trennung zwischen Staat und Krone gew√§hrleistet war.

Die Zeit der Konsolidierung und Etablierung ab 1820

Familie und Privatleben

Pauline von W√ľrttemberg und ihr Sohn Karl um 1825

Schon bald nach dem Tod K√∂nigin Katharinas strebte Wilhelm eine neue Ehe an. Er entschied sich wiederum f√ľr eine Cousine. Die 19 Jahre j√ľngere Pauline (1800‚Äď1873) war die Tochter seines Onkels Ludwig Friedrich von W√ľrttemberg. Die Hochzeit fand am 19. April 1820 statt. Pauline sah ihrer Vorg√§ngerin K√∂nigin Katharina √§hnlich. Sie neigte aber zu einer eher pietistischen Lebensauffassung und war pr√ľde. Als zum Beispiel ihre Tochter als Baby nackt gemalt werden sollte, lie√ü sie das nicht zu.[38] Der Beginn der Ehe war nach au√üen harmonisch. Pauline kam ihren Repr√§sentationspflichten nach, und das K√∂nigspaar unternahm viele Aktivit√§ten gemeinsam. Am 24. August 1821 wurde die erste gemeinsame Tochter Katharina geboren. Die Geburt des Thronfolgers Karl am 6. M√§rz 1823 wurde von der Bev√∂lkerung und der K√∂nigsfamilie mit gro√üer Freude aufgenommen. Das dritte Kind Auguste wurde am 4. Oktober 1826 geboren.

Wilhelm unterhielt weiterhin au√üereheliche sexuelle Beziehungen zu anderen Frauen. Auf Reisen nach Italien traf er sich weiterhin mit Blanche La Fleche. Ab Ende der 1820er Jahre entfremdete sich das K√∂nigspaar zunehmend. Wilhelm begann ein Verh√§ltnis mit der Schauspielerin Amalie von Stubenrauch. Die 1803 geborene Frau begann ihre Schauspielerkarriere 1823 am M√ľnchner Hoftheater. Nach einem Gastspiel im M√§rz 1827 wechselte sie im Herbst 1828 dauerhaft an das Stuttgarter Hoftheater, wo Wilhelm bald auf sie aufmerksam wurde. Die Beziehung zu ihr war kein rein sexuell orientiertes Liebesabenteuer. Wilhelm und Amalie pflegten ihr Verh√§ltnis bis zu Wilhelms Tod im Jahr 1864.

Politik

In den Jahren zwischen 1820 und 1830 wurden insgesamt f√ľnf Landtage abgehalten, die ohne nennenswerte Opposition Wilhelms politische Ideen abnickten. Das Kabinett im Geheimen Rat wurde anders als in den ersten Regierungsjahren nur noch selten umgebildet. Innenpolitisch hatte die Modernisierung des Staates durch Reformen und der Abbau der Staatsverschuldung hohe Priorit√§t.

Im Oktober 1820 erschien in London das Manuskript aus S√ľddeutschland[39]. Dieses Buch enthielt eine Bewertung der historischen Entwicklung und politischen Lage in Deutschland. Es forderte eine weitere Mediatisierung der kleinen L√§nder in Deutschland auf die vier Mittelstaaten Bayern, Sachsen, Hannover und W√ľrttemberg, die als Drittes Deutschland gemeinsam ein Gegengewicht zu den Gro√üm√§chten Preu√üen und √Ėsterreich bilden sollten. W√ľrttemberg sollte dabei um Baden, die F√ľrstent√ľmer Hohenzollern-Hechingen und Hohenzollern-Sigmaringen, sowie um das Elsass vergr√∂√üert werden. Bald wurde bekannt, dass Autor und Herausgeber des Buchs fingiert waren. Eigentlicher Verfasser war Friedrich Ludwig Lindner (1772‚Äď1845), der eine Art pers√∂nlicher Referent Wilhelms war. Es war davon auszugehen, dass Wilhelm der geistige Urheber und Ideengeber f√ľr die Schrift war und Lindner mit anderen quasi als Ghostwriter fungierte.[40] Das Manuskript f√ľhrte dazu, dass sich das Verh√§ltnis zwischen Preu√üen und √Ėsterreich auf der einen und W√ľrttemberg auf der anderen Seite wesentlich verschlechterte. Beim Veroneser Kongress 1822 leiteten die Gro√üm√§chte √Ėsterreich, Preu√üen und Russland die Isolierung W√ľrttembergs ein. Im Fr√ľhjahr 1823 wurden die diplomatischen Beziehungen abgebrochen, der Au√üenminister Graf Wintzingerode und der Bundestagsgesandte Freiherr von Wangenheim traten zur√ľck. Die Popularit√§t Wilhelms in liberalen Kreisen stieg. Repressalien f√ľhrten allerdings dazu, dass Wilhelm einlenken musste. Im November 1824 stimmte W√ľrttemberg einer Verl√§ngerung der antiliberalen Karlsbader Beschl√ľsse zu. Dies war f√ľr Wilhelm eine politische Niederlage, die mit einem gro√üen Prestigeverlust verbunden war und ihn in der Folgezeit zu einem an der Machbarkeit ausgerichteten Realpolitiker werden lie√ü.

Nach der erfolgreichen franz√∂sischen Julirevolution von 1830 erhielten die Liberalen in fast ganz Europa, so auch in W√ľrttemberg Auftrieb. Der Freiheitskampf Polens gegen Russland 1830/1831 verst√§rkte diesen Trend. Im Dezember 1831 gewannen die Liberalen die Wahlen zur zweiten Kammer des w√ľrttembergischen Landtags.[41] Das Hambacher Fest am 27. Mai 1832, bei dem das Hambacher Schloss in der Rheinpfalz Kulisse f√ľr eine liberale und demokratische Kundgebung war, wurde in W√ľrttemberg durch eine k√∂nigliche Verordnung, die politische Versammlungen verbot, beantwortet. Wilhelm verschob die Einberufung des 1831 gew√§hlten Landtags √ľber ein Jahr bis zum 15. Januar 1833. Nach der Aufl√∂sung des Landtags am 22. M√§rz fanden im April Neuwahlen statt, aus denen die Liberalen unter Friedrich R√∂mer wiederum als Sieger hervorgingen.[42] Wilhelm verweigerte daraufhin den gew√§hlten Abgeordneten im Staatsdienst die Freistellung f√ľr die Aus√ľbung ihres Mandats. Friedrich R√∂mer, Ludwig Uhland und auch andere liberale Abgeordnete quittierten deshalb den Staatsdienst.

Die diplomatischen Beziehungen zwischen W√ľrttemberg auf der einen sowie Preu√üen und √Ėsterreich auf der anderen Seite waren auch in dieser Zeit gering. Ab 1836 bem√ľhte sich Wilhelm um ein besseres Verh√§ltnis zu Preu√üen. Im September 1836 besuchte Prinz Wilhelm, der sp√§tere deutsche Kaiser, Stuttgart. 1838 kam es zum Gegenbesuch Wilhelms in Berlin, wo er auch seinen Schwager und Cousin, den seit 1825 regierenden Zaren Nikolaus I., traf. Ab diesem Zeitpunkt wurde auch ein preu√üischer Gesandter in W√ľrttemberg etabliert.

Jubiläumssäule auf dem Schlossplatz in Stuttgart

Die 1830er Jahre waren in W√ľrttemberg durch einen wirtschaftlichen Aufschwung gekennzeichnet. Landwirtschaft, Handel und Handwerk florierten. Es gelang die Staatsverschuldung abzubauen und die Steuern zu senken. Die Neckarschiffahrt, die durch den Wilhelmskanal seit 1821 von Heilbronn aus auch flussaufw√§rts wieder m√∂glich war, und das Stra√üennetz wurden ausgebaut. Erste Planungen f√ľr den Eisenbahnbau wurden vorgenommen. Wilhelm interessierte sich stark f√ľr die aufkommende Industrialisierung und besuchte deshalb 1837 Gro√übritannien. Zum 25j√§hrigen Regierungsjubil√§um 1841 befand sich das K√∂nigreich in einer wirtschaftlich guten Lage. Am 27. September 1841 feierte Wilhelm seinen 60. Geburtstag. Am 28. September fand in Stuttgart der Festzug der W√ľrttemberger mit 10.390 Teilnehmern, darunter 640 Reiter und 23 Wagen mit Pferde- und Rindergespannen aus dem gesamten K√∂nigreich statt. An die 200.000 Zuschauer, mithin jeder neunte W√ľrttemberger, waren in die Landeshauptstadt mit seinen damals 40.000 Einwohnern gekommen.[43] Auf dem Schlossplatz wurde eine Fests√§ule aus Holz errichtet, die zwei Jahre sp√§ter durch die dauerhafte Jubil√§umss√§ule ersetzt wurde. Die ganze Stadt war geschm√ľckt. Am Abend wurde auf der Prag ein gro√ües Feuerwerk abgebrannt; √ľberall im Land wurden H√∂henfeuer entz√ľndet. Wilhelm wurde durch patriotische Gedichte und Lieder in den Zeitungen gefeiert.[44] Die Feierlichkeiten und die Beteiligung aus dem ganzen Land brachten zum Ausdruck wie stark W√ľrttemberg in der Regierungszeit Wilhelms zu einem einheitlichen Staat zusammengewachsen war.[45]

Wilhelm und die Revolution von 1848/1849

Friedrich Römer 1848

In den Jahren 1846 und 1847 kam es nach Missernten in W√ľrttemberg zu Hungersn√∂ten und st√§rkerer Auswanderung. Die bis dahin relativ zufriedene Grundstimmung der Bev√∂lkerung schlug um. Liberale und demokratische Forderungen wurden mit mehr Nachdruck vertreten. Im Januar 1848 verlangte eine Protestversammlung in Stuttgart ein gesamtdeutsches Bundesparlament, Pressefreiheit, Vereins- und Versammlungsfreiheit, Einf√ľhrung von Schwurgerichten und Volksbewaffnung. Im Februar brach in Frankreich erneut eine Revolution aus. Als dort K√∂nig Louis Philippe abdankte und ins Exil nach Gro√übritannien floh, erkannte Wilhelm die Brisanz der Situation und versuchte die Revolution durch Entgegenkommen gegen√ľber Liberalen und Demokraten aufzuhalten. Am 1. M√§rz setzte er das liberale Pressegesetz aus dem Jahr 1817, das durch die Karlsbader Beschl√ľsse des Deutschen Bundes 1819 ausgesetzt wurde, wieder in Kraft. Er versuchte den Geheimen Rat unter dem konservativen Joseph von Linden zu ersetzen. Dies scheiterte aber am 6. M√§rz durch Proteste in der Bev√∂lkerung.[46] Wilhelm willigte daraufhin ein, dass unter dem liberalen Friedrich R√∂mer eine als M√§rzministerium bezeichnete Regierung eingerichtet wurde. Er empfand dies als Dem√ľtigung und ernannte die Regierungsmitglieder nicht zu Chefs der Departements sondern zu Staatsr√§ten. Am 18. M√§rz 1848 wurde die w√ľrttembergische Armee nicht mehr auf den K√∂nig sondern auf die Verfassung vereidigt. Auch wenn R√∂mer nie das Vertrauen Wilhelms hatte, sorgte er daf√ľr, dass sich in der Revolution in W√ľrttemberg nie eine Mehrheit f√ľr die Abschaffung der Monarchie bildete. Im April beteiligte sich die w√ľrttembergische Armee an der Niederschlagung der Aufst√§nde von Friedrich Hecker und Gustav von Struve in Baden. Im Juni 1848 wurde ein neuer Landtag[47] gew√§hlt, bei der die Liberalen unter Friedrich R√∂mer wiederum die Mehrheit in der Zweiten Kammer erhielten. Wilhelm besuchte im Juli 1848 Frankfurt, wo seit dem 18. Mai 1848 die Nationalversammlung tagte und am 29. Juni 1848 Erzherzog Johann von √Ėsterreich zum Reichsverweser gew√§hlt wurde. Zuvor war eine von Generalleutnant Joseph Konrad von Bangold, einem Adjutanten Wilhelms, verfasste Denkschrift erschienen, die die Mediatisierung Badens und der F√ľrstent√ľmer Hohenzollern-Sigmaringen und Hohenzollern-Hechingen auf W√ľrttemberg forderte. Im Herbst verfolgte Wilhelm ein Konzept, das darauf abzielte, dass die Leitung Deutschlands nicht nur einem Staatsoberhaupt, sondern einem Direktorium √ľbertragen werden sollte. Diesem Direktorium sollten der K√∂nig von Preu√üen und der Kaiser von √Ėsterreich st√§ndig sowie die anderen deutschen K√∂nige in einem turnusm√§√üigen Wechsel angeh√∂ren. Als die Nationalversammlung am 8. M√§rz 1849 Friedrich Wilhelm von Preu√üen zum deutschen Kaiser w√§hlte, enthielt sich Friedrich R√∂mer als w√ľrttembergischer Abgeordneter der Stimme. Er riet Wilhelm allerdings, diese Wahl zu billigen. Falls Friedrich Wilhelm von Preu√üen ablehne, habe Wilhelm gute Chancen, von der Nationalversammlung zum Kaiser gew√§hlt zu werden.[48] Diese Schmeichelei verst√§rkte allerdings nur das Misstrauen Wilhelms gegen√ľber R√∂mer.

Am 20. April 1849 sprach sich die Kammer der Abgeordneten in den Landst√§nden mit nur zwei Gegenstimmen daf√ľr aus, dass W√ľrttemberg die von der Nationalversammlung am 28. M√§rz 1849 beschlossene Reichsverfassung anerkenne. Wilhelm lehnte dies ab und begr√ľndete seine Ablehnung in einer Beilage zum Schw√§bischen Merkur mit einer Auflage von 12.000 Exemplaren. Er verlegte seinen Aufenthaltsort angesichts der brenzligen Situation von Stuttgart in die Garnisonstadt Ludwigsburg. Die Offiziere dort sicherten ihm zwar die Gefolgschaft zu, rieten aber dringend, die Meinungsverschiedenheiten zwischen K√∂nig und Regierung √ľber die Reichsverfassung aus der Welt zu schaffen.[49]. Am 25. April entschied sich Wilhelm, die Reichsverfassung anzuerkennen. Er empfand dies aber als aufgezwungene Dem√ľtigung, was sich noch verst√§rkte, als ihm klar wurde, dass er der einzige F√ľrst eines gr√∂√üeren deutschen Staates war, der die Verfassung akzeptiert hatte.

Die Aufl√∂sung des Rumpfparlaments durch w√ľrttembergische Truppen ‚Äď nach einer Buchillustration von 1893

Nachdem die Nationalversammlung mit der Ablehnung der deutschen Kaiserkrone durch Friedrich Wilhelm von Preu√üen gescheitert war, fassten die verbliebenen Abgeordneten am 30. Mai 1849 den Entschluss, die Sitzungen nach Stuttgart zu verlegen. Ab dem 6. Juni 1849 tagte diese mitunter sp√∂ttisch als Rumpfparlament bezeichnete Rest-Nationalversammlung mit anfangs 154 Abgeordneten unter Parlamentspr√§sident Wilhelm Loewe in Stuttgart. Als das Rumpfparlament zur Steuerverweigerung und mit der Unterst√ľtzung der Reichsverfassungskampagne zur Erhebung gegen die Regierungen aufrief, wurde es bereits am 18. Juni 1849 durch w√ľrttembergisches Milit√§r besetzt und nach einem Demonstrationszug der verbliebenen 99 Abgeordneten durch Stuttgart gewaltsam aufgel√∂st. Die nicht-w√ľrttembergischen Abgeordneten wurden des Landes verwiesen.

Am 2. Juli kehrte Wilhelm nach Stuttgart zur√ľck. Im August 1849 fanden Wahlen zu einer Verfassunggebenden Versammlung statt, bei denen die Demokraten gegen√ľber den gem√§√üigten Liberalen die Mehrheit erreichten. W√§hrend die Liberalen die Bindung des aktiven und passiven Wahlrechts an Einkommensh√∂he und Verm√∂gen forderten, verlangten die Demokraten ein allgemeines, gleiches und direktes Wahlrecht f√ľr alle vollj√§hrigen M√§nner. Ende Oktober 1849 entlie√ü der K√∂nig die von der Landesversammlung gew√§hlte Regierung unter Friedrich R√∂mer. Die Minister wurden durch beamtete Minister unter Innenminister Johannes von Schlayer ersetzt. Am 7. Dezember 1849 wurden die F√ľrstent√ľmer Hohenzollern-Hechingen und Hohenzollern-Sigmaringen in das K√∂nigreich Preu√üen eingegliedert. Wilhelms Ziel der Mediatisierung Hohenzollerns auf W√ľrttemberg war damit gescheitert, obwohl w√ľrttembergische Truppen bei der Revolution dort zugegen waren. Das daraufhin zerr√ľttete Verh√§ltnis zu Preu√üen wurde erst 1852 mit der Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen normalisiert.

Ab 1850 leitete Wilhelm eine reaktion√§re Politik ein. Seine Erfahrungen in der Revolution brachten ihn dazu, Volksvertretungen generell abzulehnen.[50] Er wollte das Volk "vom periodischen Fieber der Wahlen befreien".[51] Am 2. Juli 1850 setzte er eine neue Regierung mit dem konservativen Joseph von Linden als Innenminister ein. Linden vollzog die reaktion√§re Politik des Deutschen Bundes im K√∂nigreich W√ľrttemberg. Er war ein willf√§hriger Erf√ľllungsgehilfe f√ľr Wilhelms Restaurationspolitik. Die alte Verfassung wurde wieder in Kraft gesetzt und die Grundrechte der Reichsverfassung f√ľr ung√ľltig erkl√§rt.[52] Die w√§hrend der Revolution aufgel√∂ste Kammer der Standesherren wurde wieder einberufen. Das Heer wurde statt auf die Verfassung wieder auf den K√∂nig vereidigt. Die Pr√ľgelstrafe wurde 1852 und die Todesstrafe 1853 wieder eingef√ľhrt. Das konservative Kabinett Linden blieb bis kurz nach Wilhelms Tod im Amt.

Alter und Tod

Kaiser Napoleon III., König Wilhelm I. und Zar Alexander II. beim Zweikaisertreffen in Stuttgart 1857

In den 1850er Jahren spitzte sich die Polarit√§t zwischen Preu√üen und √Ėsterreich in Deutschland zu. Wilhelm verfolgte au√üenpolitisch eine Strategie wechselnder B√ľndnisse und √úbereink√ľnfte mit den europ√§ischen Gro√üm√§chten. Im Krimkrieg zwischen Russland auf der einen und dem Osmanischen Reich, Frankreich sowie Gro√übritannien auf der anderen Seite setzte er sich f√ľr eine Neutralit√§t des Deutschen Bundes ein. Dies st√§rkte die Stellung der w√ľrttembergischen Schutzmacht Russland. Nachdem der Krimkrieg nach dem Tod Zar Nikolaus I. 1855 durch dessen Sohn und Nachfolger Alexander II. 1856 beendet wurde, bem√ľhte sich Wilhelm um die Normalisierung des Verh√§ltnisses zu Frankreich. Dort regierte seit 1852 Napol√©on III., ein Neffe seines Schwagers J√©r√īme Bonaparte, der nach dem Ende seines K√∂nigreichs Westphalen von der w√ľrttembergischen Verwandtschaft aufgefangen worden war. Der Krimkrieg hatte die Vormachtstellung Russlands in Europa und die Heilige Allianz von 1815 zwischen Russland, √Ėsterreich und Preu√üen beendet. Am 27. September 1857 kam es in Stuttgart zu einem von Wilhelm organisierten Zweikaisertreffen zwischen Napol√©on III. und Zar Alexander II. Im Sardinischen Krieg 1859 besiegte daraufhin Frankreich √Ėsterreich. Russland griff nicht in den Krieg ein. Die Kriegshandlungen fanden in Italien und nicht auf dem Gebiet des Deutschen Bundes statt. Vermutlich ist es mit ein Verdienst der Politik Wilhelms in diesen Jahren, dass W√ľrttemberg erst nach seinem Tod durch die Teilnahme am Deutschen Krieg 1866 und nicht schon fr√ľher in die Kriege in Europa mit hineingezogen wurde. Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang auch, dass W√ľrttemberg noch im Jahr vor Wilhelms Regierungs√ľbernahme mit Napol√©on und schon zwei Jahre nach seinem Tod im Deutschen Krieg in kriegerische Auseinandersetzungen verwickelt war, w√§hrend es in seiner gesamten Regierungszeit an keinem Krieg teilgenommen hatte. Gerade in seinem Alter suchten europ√§ische F√ľrsten vielfach seinen Rat. Sein Biograph Paul Sauer bezeichnete ihn deshalb als Nestor unter den europ√§ischen F√ľrsten.[53]

König Wilhelm 1861

Seine reaktion√§re und kleinkarierte Innenpolitik stand hierzu in krassem Gegensatz. Sie war mit einer zunehmenden Verbitterung verbunden. Das Verh√§ltnis zu seiner Frau wahrte nach au√üen zwar die Form, war aber v√∂llig zerr√ľttet. Auf Reisen und bei Kuraufenthalten wurde er von seiner Geliebten Amalie von Stubenrauch begleitet. Er traute seinem Sohn Prinz Karl die √úbernahme von Regierungsaufgaben nicht zu. Karls homosexuelle Neigungen beunruhigten ihn. Seiner Schwiegertochter und Nichte Kronprinzessin Olga, die Karl 1846 geheiratet hatte, war Wilhelm sehr zugeneigt. Sie musste h√§ufig zwischen ihrem Mann und ihrem Schwiegervater vermitteln, was langfristig auch zu einem angespannten Verh√§ltnis zwischen ihr und Wilhelm f√ľhrte. Seine T√∂chter aus der Ehe mit Katharina hatten beide Ehestreitigkeiten mit ihren M√§nnern Alfred von Neipperg und Wilhelm von Oranien. Wilhelm wurde im Alter zunehmend schwerh√∂rig.[54] Er unterzog sich ab den 1850er Jahren h√§ufig Kuren. Im Herbst 1863 verschlechterte sich sein Zustand. Zu seiner Familie hatte er nur noch wenig Kontakt, w√§hrend seine Geliebte Amalie von Stubenrauch st√§ndig bei ihm war. H√§ufig wurde er von dem Schriftsteller Friedrich Wilhelm Hackl√§nder besucht.[55] Vor seinem Tod lie√ü er einen Teil seiner privaten Briefe und Aufzeichnungen vernichten.[56]

√úberf√ľhrung des Leichnams Wilhelm I. in den fr√ľhen Morgenstunden des 30. Juni 1864 auf die Grabkapelle auf dem W√ľrttemberg

Wilhelm starb am Morgen des 25. Juni 1864 um 5:10 Uhr auf Schloss Rosenstein in Anwesenheit seines Leibarztes Dr. Karl Els√§sser und eines Kammerdieners. Am Morgen des 30. Juni wurde er in Anwesenheit von seinem Sohn und Nachfolger K√∂nig Karl sowie seines Stiefsohns Peter von Oldenburg an der Seite seiner zweiten Frau Katharina in der Grabkapelle auf dem W√ľrttemberg beigesetzt. Einige Stunden sp√§ter fand dort ein Trauergottesdienst statt, bei dem seine Witwe K√∂nigin Pauline, seine Schwiegertochter und Nichte K√∂nigin Olga, seine T√∂chter K√∂nigin Sophie der Niederlande, Prinzessin Katharina von W√ľrttemberg und Auguste von Sachsen-Weimar, sein Neffe Gro√üf√ľrst Konstantin von Russland sowie sein Stiefsohn Peter von Oldenburg zugegen waren.[57]

W√§hrend Wilhelm in seinem Testament seine Frau Pauline nicht erw√§hnte, sorgte er daf√ľr, dass seine ehemaligen Geliebten Therese von Abel und Blanche La Fleche Pensionen erhielten. K√∂nigin Pauline und K√∂nig Karl veranlassten, dass Amalie von Stubenrauch W√ľrttemberg verlassen musste. Sie zog auf ein Gut am Tegernsee, das sie bereits 1862 erworben hatte. Sie starb dort am 14. April 1876.

Einzelnachweise und Anmerkungen

  1. ‚ÜĎ a b Der Herzogtitel wurde von allen Teilf√ľrstent√ľmern Braunschweig-L√ľneburgs gef√ľhrt.
  2. ‚ÜĎ Erinnerungsblatt zum 25j√§hrigen Regierungsjubil√§um 1841
  3. ‚ÜĎ a b c K√∂niglich-W√ľrttembergisches Hof- und Staats-Handbuch 1843, Verlag Joh. Fried. Steinkopf, Stuttgart
  4. ‚ÜĎ Paul Sauer: Der schw√§bische Zar. Friedrich, W√ľrttembergs erster K√∂nig. Stuttgart 1984, ISBN 3-421-06179-3, S. 47-57
  5. ‚ÜĎ Hansmartin Decker-Hauff: Frauen im Hause W√ľrttemberg. Leinfelden-Echterdingen 1997, ISBN 3-87181-390-7, S. 193.
  6. ‚ÜĎ J√ľrgen Honeck: Drei w√ľrttembergische K√∂nige. Ihre Pers√∂nlichkeit im Spiegel von Politik, Macht und Liebe. M√ľhlacker 2008, ISBN 3-7987-0393-0, S. 30
  7. ‚ÜĎ Paul Sauer: Reformer auf dem K√∂nigsthron. Wilhelm I. von W√ľrttemberg. Stuttgart 1997, ISBN 3-421-05084-8, S. 17
  8. ‚ÜĎ Paul Sauer: Reformer auf dem K√∂nigsthron. Wilhelm I. von W√ľrttemberg. Stuttgart 1997, ISBN 3-421-05084-8, S. 30
  9. ‚ÜĎ Paul Sauer: Im Dienst des F√ľrstenhauses und des Landes W√ľrttemberg. Die Lebenserinnerungen der Freiherren Friedrich und Eugen von Maucler (1735‚Äď1816). Stuttgart 1986, ISBN 3-17-009216-2, S. 102
  10. ‚ÜĎ Jean de Bourgoing: Vom Wiener Kongress. Wien 1964, S. 370ff.
  11. ‚ÜĎ Paul Sauer: Reformer auf dem K√∂nigsthron. Wilhelm I. von W√ľrttemberg. Stuttgart 1997, ISBN 3-421-05084-8, S. 51
  12. ‚ÜĎ Friedrich Max Kircheisen: K√∂nig Lustig. Napol√©ons j√ľngster Bruder. Berlin 1928
  13. ‚ÜĎ Hansmartin Decker-Hauff: Frauen im Hause W√ľrttemberg. Leinfelden-Echterdingen 1997, ISBN 3-87181-390-7, S. 221f.
  14. ‚ÜĎ Text auf Wikisource
  15. ‚ÜĎ Richard B. Stothers: The Great Tambora Eruption in 1815 and Its Aftermath. In: Science. 224, Nr. 4654, 1984, S. 1191‚Äď1198.
  16. ‚ÜĎ Gehard Seybold: W√ľrttembergs Industrie und Au√üenhandel vom Ende der Napoleonischen Kriege bis zum Deutschen Zollverein. In: Ver√∂ffentlichungen der Kommission f√ľr geschichtliche Landeskunde in Baden-W√ľrttemberg. Reihe B, Band 74. Stuttgart 1974, S. 127
  17. ‚ÜĎ Paul Sauer: Reformer auf dem K√∂nigsthron. Wilhelm I. von W√ľrttemberg. Stuttgart 1997, ISBN 3-421-05084-8, S. 156
  18. ‚ÜĎ Julius Hartmann: Chronik der Stadt Stuttgart. Stuttgart 1886, S. 212
  19. ‚ÜĎ Zum Hofleben in der Lebenszeit der K√∂nigin Katharina vgl. Fritz, K√∂nig Wilhelm und K√∂nigin Katharina.
  20. ‚ÜĎ Paul Sauer: Reformer auf dem K√∂nigsthron. Wilhelm I. von W√ľrttemberg. Stuttgart 1997, ISBN 3-421-05084-8, S. 163
  21. ‚ÜĎ Paul Sauer: Reformer auf dem K√∂nigsthron. Wilhelm I. von W√ľrttemberg. Stuttgart 1997, ISBN 3-421-05084-8, S. 164
    In Helmut Engisch: Das K√∂nigreich W√ľrttemberg. Stuttgart 2006, ISBN 3-8062-1554-5, S. 60 wird diese Version als Mutma√üung bezeichnet. Engisch h√§lt die Version in den Hofdiarien nicht f√ľr gef√§lscht. Danach starb Katharina an einem Gehirnschlag, der durch eine Infektion ausgel√∂st wurde.
  22. ‚ÜĎ Otto Heinrich Elias: Bemerkungen zur Biographie K√∂nigin Katharinas von W√ľrttemberg. In: Aus s√ľdwestdeutscher Geschichte. Festschrift f√ľr Hans-Martin Maurer. Dem Archivar und Historiker zum 65. Geburtstag. Stuttgart 1994. S. 613
  23. ‚ÜĎ Harald Schieckel: Aus dem Umkreis der K√∂nigin Katharina von W√ľrttemberg. Erinnerungen der Katharina R√∂mer, geb. Buschmann an Petersburg und Stuttgart. In: Zeitschrift f√ľr W√ľrttembergische Landesgeschichte. 1992, S. 289f.
  24. ‚ÜĎ Paul Sauer: Reformer auf dem K√∂nigsthron. Wilhelm I. von W√ľrttemberg. Stuttgart 1997, ISBN 3-421-05084-8, S. 167
  25. ‚ÜĎ Adolf Palm: Briefe aus der Bretterwelt. Ernstes und Heiteres aus der Geschichte des Stuttgarter Hoftheaters. Stuttgart 1881, S. 70
  26. ‚ÜĎ Abgedruckt in: K√∂niglich-W√ľrttembergisches Staats- und Regierungsblatt Nr. 117
  27. ‚ÜĎ Wortlaut des Gedichtes Das alte, gute Recht
  28. ‚ÜĎ Joachim Gerner: Vorgeschichte und Entstehung der w√ľrttembergischen Verfassung im Spiegel der Quellen (1815-1819). In: Ver√∂ffentlichungen der Kommission f√ľr geschichtliche Landeskunde in Baden-W√ľrttemberg, Reihe B, Band 114. Stuttgart 1989, ISBN 3-17-010073-4, S. 357
  29. ‚ÜĎ Joachim Gerner: Vorgeschichte und Entstehung der w√ľrttembergischen Verfassung im Spiegel der Quellen (1815‚Äď1819). In: Ver√∂ffentlichungen der Kommission f√ľr geschichtliche Landeskunde in Baden-W√ľrttemberg, Reihe B, Band 114. Stuttgart 1989, ISBN 3-17-010073-4, S. 109
  30. ‚ÜĎ Reskript an die St√§nde vom 9. November 1816
  31. ‚ÜĎ Abgedruckt in: K√∂niglich-W√ľrttembergisches Staats- und Regierungsblatt Nr. 105
  32. ‚ÜĎ Abgedruckt in: August Ludwig Reyscher: Vollst√§ndige, historische und kritisch bearbeitete Sammlung der w√ľrttembergischen Gesetze. Band III. S. 343f
  33. ‚ÜĎ Walter Grube: Der Stuttgarter Landtag 1457‚Äď1957. Von den Landst√§nden zum demokratischen Parlament. Klett-Verlag Stuttgart 1957, S. 500
  34. ‚ÜĎ Karlsbader Beschl√ľsse - Universit√§tsgesetz (Originaltext)
  35. ‚ÜĎ Karlsbader Beschl√ľsse - Pressegesetz (Originaltext)
  36. ‚ÜĎ Karlsbader Beschl√ľsse - Untersuchungsgesetz (Originaltext)
  37. ‚ÜĎ Wortlaut der w√ľrttembergischen Verfassung von 1819
  38. ‚ÜĎ Adolf Palm: K√∂nigin Pauline von W√ľrttemberg, Gemahlin Wilhelms I. Ein Lebensbild. Stuttgart 1891
  39. ‚ÜĎ Friedrich Ludwig Lindner und Christian August Fischer: Manuscript aus S√ľd-Deutschland. J. Griphi, 1820 - Digitalisat bei Google-Books
  40. ‚ÜĎ Otto Heinrich Elias: Friedrich Ludwig Lindner. Arzt, Geheimrat, Publizist (1772‚Äď1845). In: Lebensbilder aus Schwaben und Franken, 15.. Stuttgart 1983, ISBN 3-17-008111-X, S. 155-202
  41. ‚ÜĎ Liste der Mitglieder
  42. ‚ÜĎ Liste der Mitglieder
  43. ‚ÜĎ Leo von Stieglitz: Der Festzug der W√ľrttemberger. In: Das K√∂nigreich W√ľrttemberg 1806‚Äď1918 Monarchie und Moderne, Ausstellungskatalog Landesmuseum W√ľrttemberg, Ostfildern 2006, ISBN 3-7995-0221-1, S. 422
  44. ‚ÜĎ Hauptstaatsarchiv Stuttgart, Archiv des Hauses W√ľrttemberg G 268 B√ľschel 22
  45. ‚ÜĎ Bernhard Mann: W√ľrttembergs Politische Kultur zwischen deutscher Nation und K√∂nigreich im Spiegel der Jubil√§en der 1840 Jahre. In: Hans-Martin Maurer (Hrsg.): W√ľrttemberg um 1840. Beitr√§ge zum 150j√§hrigen Bestehen des W√ľrttembergischen Geschichts- und Altertumsvereins (Lebendige Vergangenheit Band 18). Stuttgart 1994, ISBN 3-17-013125-7, S. 37
  46. ‚ÜĎ Wilhelm Freiherr von Warthausen: Josef Freiherr von Linden. W√ľrttembergischer Minister des Innern (1804‚Äď1895). In: Lebensbilder aus Schwaben und Franken, Band IX. Stuttgart 1963, S. 225f.
  47. ‚ÜĎ Liste der Mitglieder
  48. ‚ÜĎ Eugen Schneider: W√ľrttemberg und die Frankfurter Reichsverfassung. In: Eugen Schneider: Aus der w√ľrttembergischen Geschichte. Stuttgart 1926, S. 178
  49. ‚ÜĎ Eugen Schneider: Das w√ľrttembergische Heer und die Frage der Frankfurter Reichsverfassung. In: Schw√§bischer Merkur Nr. 437 vom 19. September 1925 (Sonntagsbeilage), zitiert nach Paul Sauer
  50. ‚ÜĎ Hartwig Brandt: Parlamentarismus in W√ľrttemberg 1815‚Äď1870. Anatomie eines deutschen Landtags. In: Handbuch der Geschichte des deutschen Parlamentarismus. D√ľsseldorf 1987, ISBN 3-7700-5142-4, S. 625
  51. ‚ÜĎ Bemerkungen √ľber die St√§ndeversammlung in Deutschland und Vorschl√§ge √ľber die Art ihrer Verbesserung. Hauptstaatsarchiv Stuttgart G268 B√ľschel 24
  52. ‚ÜĎ Verordnung vom 5. Oktober 1851 (abgedruckt in: Regierungsblatt f√ľr W√ľrttemberg Nr. 247) und Gesetz von 2. April 1852 (abgedruckt in: Regierungsblatt f√ľr W√ľrttemberg Nr. 81)
  53. ‚ÜĎ Paul Sauer: Reformer auf dem K√∂nigsthron. Wilhelm I. von W√ľrttemberg. Stuttgart 1997, ISBN 3-421-05084-8, S. 513
  54. ‚ÜĎ Robert Uhland (Hrsg.): Das Tagebuch der Eveline von Massenbach. Hofdame der K√∂nigin Olga von W√ľrttemberg. Stuttgart 1997, ISBN 3-17-009245-6, S. 138
  55. ‚ÜĎ Friedrich Wilhelm Hackl√§nder: Der Roman meines Lebens Band II. Stuttgart 1878, S. 340f.
  56. ‚ÜĎ Karl Johannes Grauer: K√∂nig Wilhelm von W√ľrttemberg und die europ√§ischen Dynastien. In: Zeitschrift f√ľr W√ľrttembergische Landesgeschichte. 1956, S. 263
  57. ‚ÜĎ Staatsanzeiger f√ľr W√ľrttemberg vom 2. Juli 1864

Weblinks

 Commons: Wilhelm I. (W√ľrttemberg) ‚Äď Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur

  • Otto‚ÄďHeinrich Elias: K√∂nig Wilhelm I. (1816‚Äď1864). In: Robert Uhland (Hrsg.) 900 Jahre Haus W√ľrttemberg. Stuttgart 1984, ISBN 3-17-008536-0.
  • Otto Heinrich Elias: 6.0.19. Wilhelm I. In: S√∂nke Lorenz, Dieter Mertens, Volker Press (Hrsg.): Das Haus W√ľrttemberg. Ein biographisches Lexikon. Kohlhammer, Stuttgart 1997, ISBN 3-17-013605-4, S. 302‚Äď306
  • Eberhard Fritz: Die Verbesserung des Weinbaus in W√ľrttemberg unter K√∂nig Wilhelm I. (1816‚Äď1864). T√ľbingen 1994, ISBN 3-87407-179-0
  • Eberhard Fritz: K√∂nig Wilhelm und K√∂nigin Katharina von W√ľrttemberg. Studien zur h√∂fischen Repr√§sentation im Spiegel der Hofdiarien. Zeitschrift f√ľr W√ľrttembergische Landesgeschichte 54/1995. S. 157-177.
  • Johannes Grauer: Wilhelm I., K√∂nig von W√ľrttemberg. Ein Bild seines Lebens und seiner Zeit. Stuttgart 1960.
  • Gunter Haug: In st√ľrmischen Zeiten. Historischer Roman. 2003, ISBN 3-87181-530-6
  • Paul Sauer: Reformer auf dem K√∂nigsthron. Wilhelm I. von W√ľrttemberg. Stuttgart 1997, ISBN 3-421-05084-8
  • Eugen Schneider: Wilhelm I. Friedrich Karl, K√∂nig von W√ľrttemberg. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 43, Duncker & Humblot, Leipzig 1898, S. 209‚Äď213.
  • J√ľrgen Hagel: Cannstatt und seine Geschichte. Herausgegeben von Pro Alt-Cannstatt e.V.
Vorgänger Amt Nachfolger
Friedrich I. K√∂nig von W√ľrttemberg
1816‚Äď1864
Karl I.

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