Beichte

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Beichte

Die Beichte (lat. confessio; Bu√üsakrament, auch Amt der Schl√ľssel) ist das m√ľndliche Eingest√§ndnis einer schuldhaften Verfehlung des P√∂nitenten oder Beichtkindes, gew√∂hnlich w√§hrend eines Gespr√§chs unter vier Augen mit einem Beichtvater, der sogenannten Ohren-, Einzel- oder Privatbeichte.

Beichtst√ľhle im Seitenschiff von Maria Steinbach. Wallfahrtskirchen sind als Beichtorte besonders beliebt.

In der r√∂misch-katholischen Kirche und der orthodoxen Kirche ist sie eines der sieben Sakramente. Eine Generalabsolution ist nur ausnahmsweise, unter eng umgrenzten Bedingungen m√∂glich. In der evangelisch-lutherischen Kirche ist die Beichte das dritte Sakrament. In anglikanischen und lutherischen Kirchen wird neben der Privatbeichte die sogenannte ‚Äěallgemeine Beichte‚Äú im Rahmen eines Gottesdienstes angeboten. Die altkatholische Kirche kennt ‚Äď neben der Form des pers√∂nlichen Beichtgespr√§chs ‚Äď das Bu√üsakrament als eigenst√§ndige ‚ÄěFeier der Vers√∂hnung‚Äú ohne individuelles Schuldbekenntnis.

Die Beichte kann in verschiedenen Formen abgelegt werden.

In christlichen Kirchen unterscheidet sich die Beichte dadurch von anderen Seelsorgegespr√§chen, dass sie auf eine formelle, meist sakramentale S√ľndenvergebung im Namen Christi hinzielt, gew√∂hnlich ausgedr√ľckt mit den Worten Deine S√ľnden sind dir vergeben oder Ich spreche dich los von deinen S√ľnden.

Inhaltsverzeichnis

Neutestamentliche Grundlegung

Christliche Kirchen beziehen sich in der Lehre von der Beichte unter anderem auf Ereignisse in der Bibel.

Jesus sagte noch einmal zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sprach zu ihnen: Empfangt den Heiligen Geist! Wem ihr die S√ľnden vergebt, dem sind sie vergeben; wem ihr die Vergebung verweigert, dem ist sie verweigert. (Joh 20,21‚Äď23)

Jesus Christus zu Petrus: Ich werde dir die Schl√ľssel des Himmelreichs geben; was du auf Erden binden wirst, das wird auch im Himmel gebunden sein, und was du auf Erden l√∂sen wirst, das wird auch im Himmel gel√∂st sein. (Mt 16,19)

Jesus Christus zu seinen J√ľngern: Amen, ich sage euch: Alles, was ihr auf Erden binden werdet, das wird auch im Himmel gebunden sein und alles, was ihr auf Erden l√∂sen werdet, das wird auch im Himmel gel√∂st sein. (Mt 18,18)

Geschichte

Die biblischen Texte zur Beichte lassen nicht deutlich erkennen, ob sie privat oder √∂ffentlich abgenommen wurde. Die erste nichtbiblische Erw√§hnung finden wir in der Didache, wo die Beichte erw√§hnt wird, aber nicht der Ritus, nach dem dieses Sakrament gespendet wurde. Auch der Hirte des Hermas kannte das Beichtsakrament, ging aber nicht auf die √§u√üere Form ein. Erst der hl. Iren√§us von Lyon schilderte eine √∂ffentliche Beichte im Detail. Origenes verlangte die √∂ffentliche Beichte im Fall von schwerwiegenden S√ľnden. Aus seiner Forderung kann man schlie√üen, dass bei l√§sslichen S√ľnden die private Beichte genehmigt war. Die Entwicklung zur privaten bzw. Ohrenbeichte nahm ab dem Jahr 200 stets zu. Die Ohrenbeichte wurde oft bei Eremiten oder M√∂nchspriestern abgelegt. Der hl. Augustinus von Hippo (‚Ć 430) erw√§hnt die √∂ffentliche Beichte in keiner seiner Schriften; daraus schlie√üt man, dass das Sakrament im 5. Jahrhundert √ľberwiegend privat bzw. in der Form der Ohrenbeichte gespendet wurde. Allerdings wurde erst seit dem 9. Jahrhundert der Ablauf der Beichte vereinheitlicht, aber auch nur in groben Z√ľgen. Die Iroschottischen M√∂nche verbreiteten die Ohrenbeichte in ganz Europa.[1]

Das Beichtgeheimnis ist seit Anbeginn ein als selbstverst√§ndlich geltender Bestandteil des Beichtsakramentes, allerdings gab es auch Verletzungen der absoluten Vertraulichkeit durch den Beichtvater. So musste das Schweigegebot kirchenrechtlich geregelt werden, was beim Vierten Laterankonzil (1215) geschah. Das Dekret Omnis utriusque sexus ordnete in Canon 12 die j√§hrliche Beichte an und verf√ľgte im Fall eines gebrochenen Beichtgeheimnisses die Suspension des Priesters. Er musste auf Lebenszeit in einem strengen Kloster Bu√üe tun. Nach geltendem Kirchenrecht hat die Verletzung des Beichtgeheimnisses die sofortige Exkommunikation des Priesters zur Folge.[2]

Mit der Reformation entstanden einige Kritikpunkte an der bestehenden Praxis. Im 19. und 20. Jahrhundert erfuhr die Beichte in einigen liturgisch orientierteren Zweigen des Protestantismus einen Aufschwung.

Das Zweite Vatikanische Konzil und die damit einhergehende Liturgiereform in der r√∂misch-katholischen Kirche betonten wieder mehr die Heilswirkung dieses Sakramentes und legte deshalb Wert darauf, dass dieses Sakrament als ‚ÄěFeier der Vers√∂hnung‚Äú (mit Gott, der Kirche und den Menschen) verstanden wird. Aus diesem Grund wird das Bu√üsakrament auch als Sakrament der Vers√∂hnung bezeichnet.

Römisch-katholische Kirche

Alle getauften Gl√§ubigen sind zur h√§ufigen Beichte eingeladen,[3] vor allem in den Bu√üzeiten der Kirche und vor den hohen Festtagen. Dar√ľber hinaus sind diejenigen, die sich einer schweren Schuld bewusst sind, zum Empfang des Bu√üsakraments verpflichtet. Wer sich bewusst ist, eine Tods√ľnde begangen zu haben, darf selbst dann, wenn er tiefe Reue empfindet, die heilige Kommunion nicht empfangen, bevor er die sakramentale Absolution erhalten hat.[4]

Das Kirchenmitglied soll wenigstens einmal im Jahr, m√∂glichst in der √∂sterlichen Zeit, das Bu√üsakrament empfangen. (Can. 989 CIC). Den Gl√§ubigen wird empfohlen, auch ihre √ľbrigen (‚Äěl√§sslichen‚Äú) S√ľnden zu beichten.[5]

Voraussetzungen

Beichtstuhl

In der r√∂misch-katholischen Kirche versteht man unter Beichte entweder das S√ľndenbekenntnis als solches oder den Gesamtvorgang der Spendung des Bu√üsakramentes. Das Bu√üsakrament wirkt die Wiederherstellung der Taufgnade, die f√ľr das ewige Leben bei Gott notwendig ist. F√ľr eine g√ľltige Beichte m√ľssen f√ľnf Voraussetzungen gegeben sein: Gewissenserforschung, Reue, guter Vorsatz, Bekenntnis und Wiedergutmachung (Katholischer Erwachsenenkatechismus).

  • Die Gewissenserforschung zielt vor der eigentlichen Beichte darauf ab, sich der S√ľnden und ihrer Umst√§nde bewusst zu werden.
  • Die Reue ist der wichtigste Teil der Beichte. Ohne Reue ist eine Vergebung der S√ľnden nicht m√∂glich. Was man nicht bereut, kann man nicht g√ľltig beichten. Man unterscheidet zwischen der vollkommenen Reue (aus Liebe zu Gott) und der unvollkommenen Reue. Die vollkommene Reue ist der Wunsch des frommen Herzens, sich aus Liebe zu Gott ganz von der S√ľnde abzuwenden; und sich voll zum Vertrauen in die Liebe Gottes, zur Gemeinschaft mit Jesus Christus, zu bekehren. Bei der unvollkommenen Reue kann auch die Angst vor ewiger oder zeitlicher Strafe durch Gott oder die Angst vor der Verfehlung des ewigen Ziels √ľberwiegen.
  • Der gute Vorsatz muss in der Absicht bestehen, in Zukunft alle schweren S√ľnden zu meiden.
  • F√ľr eine g√ľltige Beichte ist das Bekenntnis aller bewussten schweren S√ľnden (auch Tods√ľnden) n√∂tig, derer man sich seit der Taufe erinnert und die noch nicht durch eine sakramentale Beichte vergeben worden sind. Eine S√ľnde ist dann schwer, wenn ein Gebot Gottes in einer wichtigen Sache, mit klarem Bewusstsein und in freier Entschiedenheit √ľbertreten worden ist. Es wird auch geraten, weniger schwere, sogenannte l√§ssliche S√ľnden zu bekennen.
  • Die Wiedergutmachung besteht zun√§chst in der Pflicht, begangenes Unrecht soweit irgend m√∂glich zu begleichen, beispielsweise muss Gestohlenes zur√ľckgegeben werden. Zum anderen soll das Bu√üwerk helfen, die Folgen der Schuld in Solidarit√§t mit der Kirche abzutragen. Hinsichtlich der Genugtuung, der Beseitigung der S√ľndenfolgen also, bildet die Kirche als Communio sanctorum eine zeitliche und ewige Solidargemeinschaft mit Christus und seinen Heiligen.

Somit kann keine wirksame Lossprechung bekommen

  • wer keine Reue √ľber seine S√ľnden empfinden will.
  • wer die n√§chste S√ľnde oder die Gelegenheiten zur S√ľnde nicht meiden will.
  • wer seinen Feinden nicht verzeihen, fremde Ehre nicht wiederherstellen oder anderes Unrecht nicht ausgleichen will, obwohl er es k√∂nnte.

Feier

Es gibt zwei ordentliche Formen der Feier des Bußsakraments:

  • Gemeinschaftliche Feier der Vers√∂hnung mit Bekenntnis und Lossprechung der Einzelnen (forma sollemnior: Caeremoniale Episcoporum Nr. 251)
  • Die Feier der Vers√∂hnung f√ľr Einzelne.

F√ľr Notsituationen (Lebensgefahr) vorgesehen ist die gemeinschaftliche Feier der Vers√∂hnung mit allgemeinem Bekenntnis und Generalabsolution. Das Einzelbekenntnis darin vergebener schwerer S√ľnden muss, falls der Gl√§ubige die Notsituation √ľbersteht, so bald wie m√∂glich nachgeholt werden (Can. 962 CIC).

Die gottesdienstlichen Ordnungen finden sich in: Die Feier der Bu√üe nach dem neuen Rituale Romanum. Studienausgabe, hrsg. von den Liturgischen Instituten Salzburg, Trier und Z√ľrich, Einsiedeln u. a. 1974. Die pastorale Einf√ľhrung ist auch im Internet zug√§nglich.[6]

Die Feier der Vers√∂hnung f√ľr Einzelne hat folgende Gestalt:

Ulm-Wiblingen, Klosterkirche, Beichtstuhl

Begr√ľ√üung

Nach dem Betreten des Beichtstuhls oder -zimmers macht der Beichtende das Kreuzzeichen und beginnt mit folgenden Worten:

Beichtender Priester
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen. Gott, der unser Herz erleuchtet, schenke dir wahre Erkenntnis deiner S√ľnden und Seiner Barmherzigkeit.
Amen.

Falls gen√ľgend Zeit vorhanden ist, kann der Priester ein Schriftwort lesen oder sprechen.

Bekenntnis und Genugtuung

Nun erfolgt das eigentliche Bekenntnis der S√ľnden im Beichtgespr√§ch. Der Priester kann dem Beichtenden am Ende des Gespr√§ches eine angemessene Bu√üe zur Genugtuung f√ľr seine S√ľnden auftragen. Diese kann den Charakter eines Gebets oder eines Werkes der N√§chstenliebe haben.

Reuegebet und Lossprechung

Grundlegend bei der Beichte ist die sakramentale Lossprechung, die in der r√∂misch-katholischen Kirche nur durch einen Priester in persona Christi und in pers√∂nlicher Gegenwart des Beichtenden erteilt werden kann. Einige S√ľnden, die mit einer dem Apostolischen Stuhl vorbehaltenen Exkommunikation verbunden sind, k√∂nnen nur nach R√ľckfrage (Rekurs) des Beichtvaters beim zust√§ndigen hierarchischen Vorgesetzten losgesprochen werden. Im Fall des Schwangerschaftsabbruchs haben gem√§√ü Beschluss der √Ėsterreichischen und Deutschen Bischofskonferenz alle Beichtv√§ter die Vollmacht zur Absolution auch von der damit verbundenen Exkommunikation.

Der Beichtende, der im Bekenntnis seine S√ľnden und Verfehlungen vor dem Priester bekannt hat, spricht nun ein kurzes Reuegebet seiner Wahl und wird losgesprochen.

Beichtender Priester
Ich bereue, dass ich B√∂ses getan und Gutes unterlassen habe. Erbarme Dich meiner, o Herr. Gott, der barmherzige Vater, hat durch den Tod und die Auferstehung seines Sohnes die Welt mit sich vers√∂hnt und den Heiligen Geist gesandt zur Vergebung der S√ľnden. Durch den Dienst der Kirche schenke er dir Verzeihung und Frieden. So spreche ich dich los von deinen S√ľnden im Namen des + Vaters und des + Sohnes und des + Heiligen Geistes.
Amen.

oder auch in der lateinischen Form:

Beichtender Priester
Deus, Pater misericordiarum, qui per mortem et resurrectionem Fílii sui mundum sibi reconciliavit et Spiritum Sanctum effudit in remissionem peccatorum, per ministerium Ecclesiae indulgentiam tibi tribuat et pacem. Et ego te absolvo a peccatis tuis in nomine Patris, et Filii, et Spiritus Sancti. Amen.
Amen.

Dank und Entlassung

Beichtender Priester
Danket dem Herrn, denn er ist g√ľtig.
Sein Erbarmen währt ewig.
Der Herr hat dir die S√ľnden vergeben. Geh hin in Frieden.

Das Verhältnis von Beichte und Ablass

Durch eine g√ľltige Beichte erlangt der Gl√§ubige nach katholischem Verst√§ndnis die Vergebung der gebeichteten S√ľnden. Befand sich der Gl√§ubige aufgrund begangener schwerer S√ľnden nicht mehr im Stand der Gnade, so wird durch die Beichte dieser S√ľnden die Gemeinschaft mit Gott und der Kirche wiederhergestellt. Die Beichte tilgt jedoch nicht die durch die begangenen S√ľnden verursachten, zeitlichen S√ľndenstrafen, die gegebenenfalls noch im Fegefeuer (Reinigungszustand) verb√ľ√üt werden m√ľssen. Gl√§ubige, die neben der S√ľndenvergebung auch noch die Verminderung der zeitlichen S√ľndenstrafen erreichen wollen, k√∂nnen zus√§tzlich zur abgelegten Beichte einen Ablass erlangen. Da die Erlangung eines Ablasses an die Bedingung gekoppelt ist, dass sich der Gl√§ubige im Stand der Gnade befindet, ist die Beichte somit oftmals Voraussetzung f√ľr das Erlangen eines Ablasses.

Die genaue Darlegung der r√∂mischen Bu√ülehre wurde erst nach der Reformation im Konzil von Trient (zwischen 1545 und 1563) definiert. Der Ablass als kirchliche Zugabe zur eigenen M√ľhe um Wiedergutmachung zeitlicher S√ľndenfolgen ist seither nicht mehr k√§uflich und wird deutlich vom Bu√üsakrament unterschieden.

Laienbeichte

Neben der sakramentalen Beichte kennt die Kirche auch die sogenannte Laienbeichte, die etwa von Thomas von Aquin ausdr√ľcklich empfohlen wird. Sie ersetzt nicht die sakramentale Beichte und f√ľhrt nicht zu einer Vergebung der S√ľnden. Insbesondere bei schweren S√ľnden ist die sakramentale Beichte notwendig. Die Wirkung der Laienbeichte besteht beispielsweise in einer erweiterten Gewissenserforschung, sie kann die Reue √ľber S√ľnden vergr√∂√üern, sie ist eine √úbung der Demut und sie kann eine sakramentale Beichte vorbereiten. So ist sie eine sinnvolle Erg√§nzung, ist aber wenig bekannt und wird deswegen kaum praktiziert.

Orthodoxe Kirche

In der orthodoxe Kirche wird die Beichte praktiziert und zu den Sakramenten gez√§hlt. Die meisten Orthodoxen sehen eine k√ľrzlich abgelegte Beichte als Voraussetzung f√ľr den Empfang der Eucharistie an; einige der strikteren Kirchen spenden sie ausdr√ľcklich nur an Gl√§ubige, die am Vorabend gebeichtet haben.

Beichtst√ľhle sind nicht √ľblich, gew√∂hnlich wird sich der Beichtende in einem Privatraum seines Beichtvaters einer Christus-Ikone zuwenden und so seine Beichte ablegen, wobei der daneben kniende Priester durch Gebete und Fragen helfen soll.

Viele Orthodoxe ziehen es vor, einen anderen Priester als den ihrer Ortsgemeinde als Beichtvater aufzusuchen; dabei soll der Beichtvater aber nicht von Beichte zu Beichte gewechselt werden. Wenn es ein Kloster in der Nähe gibt, wenden sich viele auch an einen Mönch als Beichtvater. Da die meisten orthodoxen Mönche keine Priester sind, holt der Mönch in diesem Fall zum Abschluss einen Priester hinzu, der dann die Lossprechung vollzieht.

Die altchristliche Form der Beichte vor der ganzen Gemeinde wird heute nur noch selten ge√ľbt; jedoch manchmal noch im Falle von Erwachsenentaufen, wenn der T√§ufling es w√ľnscht. Die Lossprechung muss hier ebenfalls von einem Priester erteilt werden.

Evangelisch-lutherische Kirchen

Lutherische Kritik am römisch-katholischen Bußinstitut

Martin Luther wandte sich zwar energisch gegen jede menschliche Leistung zur S√ľndenvergebung (s√§mtliche S√ľnden beichten zu m√ľssen, Ablasshandel, etc.), bef√ľrwortete aber die Einzelbeichte. Er beichtete selbst regelm√§√üig, in schwierigen Zeiten sogar t√§glich. Die Kritik der lutherischen Reformation, insbesondere der Bekenntnisschriften der Evangelisch-lutherischen Kirche als Lehrnorm dieser Konfession, richtet sich also nicht generell gegen die Beichte, die als Sakrament nach den lutherischen Bekenntnisschriften verstanden werden muss, sondern gegen das, was als Fehlentwicklungen des r√∂misch-katholischen Beichtinstituts gesehen wurde. Das r√∂misch-katholische Bu√üinstitut umfasst:

  1. Erkenntnis der Schuld
  2. wahre Reue = contritio cordis (lateinisch: wörtlich Zerknirschung des Herzens)
  3. Bekenntnis der Schuld = confessio oris (Lippenbeichte)
  4. Genugtuung = satisfactio operum
  5. Zuspruch der Vergebung = absolutio
  • Eine Streitfrage ist die contrito cordis (Zerknirschung des Herzens)

Luther und die lutherischen Bekenntnisschriften widersprechen der r√∂mischen Lehrauffassung, dass der Mensch √ľberhaupt in der Lage sei, eine vollkommene, alle S√ľnden umfassende Reue zu empfinden, da der Mensch nur einen Teil seiner S√ľnden erkennen k√∂nne. Weiter wird angemerkt, dass der Mut zur Beichte und die Absolution nicht aus der Zerknirschung des Herzens heraus erfolgen k√∂nne, sondern der s√ľndige Mensch sich hin zum Opfer Christi zu wenden habe. Der Mensch als S√ľnder bleibt ein homo incurvatus in se ipsum (in sich gekr√ľmmter Mensch). Der dritte Kritikpunkt wendet sich schon an dieser Stelle gegen die r√∂misch-katholische Lehre von der Erbs√ľnde, die in der r√∂mischen Tradition nicht so streng gefasst wird wie in der lutherischen Erbs√ľndenlehre. Hierdurch ergebe sich viertens, dass das Evangelium in Christus nicht hinreichend gew√ľrdigt werde. In der lutherischen Beichtlehre ist der Mensch nicht Subjekt des Handelns, sondern Objekt. Der s√ľndige Mensch wird von Gott als solcher erkannt. Erst wenn der Mensch sich von Gott als S√ľnder erkennen l√§sst, wird ihm sein S√ľndersein bewusst. Erst durch das hermeneutische Prinzip ‚Äď Gesetz und Evangelium ‚Äď komme der Kontext zwischen Reue und Beichte zum Ausdruck.

  • Eine weitere Streitfrage ist die ‚ÄěGenugtuung‚Äú (‚Äěsatisfactio operum‚Äú)
  1. Luther verneinte, wegen seiner strengeren Auffassung von der Erbs√ľnde die M√∂glichkeit einer Genugtuung seitens des verdorbenen Menschen und verweist auf den ‚Äěstellvertretenden Tod Jesu‚Äú mit der er die Rechtfertigung aus Gnade ‚Äěsola gratia‚Äú begr√ľndet.
  2. Die Ablehnung der ‚Äěsatisfactio operum‚Äú ist einer der Gr√ľnde f√ľr Luthers Widerstand gegen die r√∂misch-katholische Kirche und gegen den Ablasshandel.
  3. Dieser Ablasshandel war entstanden, weil in der Beichtpraxis mitunter an Stelle der Wiedergutmachung eine Ersatzleistung durch gute Werke gefordert wurde, die auch im Kauf von Ablasszetteln bestehen konnte und die in der Praxis sogar als Kauf der Vergebung zu verstehen war.
  4. Diese satisfactio operum hatte urspr√ľnglich ihren Sinn darin, dass sie ein Zeichen echter Reue darstellte: Der Beichtende sollte hierdurch deutlich machen, dass seine Reue ernst war. Sie bestand haupts√§chlich aus Fasten, Gebet und Spenden. Diese Leistung wird im Namen der g√∂ttlichen Gerechtigkeit erbracht und ist entweder im Leben oder im Fegefeuer abzuleisten. Jedoch kennen auch Luther und die lutherische Kirche eine Genugtuung. Diese ist aber Christi Kreuzesopfer und keine menschliche Leistung. Der Begriff Genugtuung wird vermieden, weil aus Sicht Luthers negativ besetzt ist.
  5. Weiter wird der ‚ÄěBeichtzwang‚Äú kritisiert, den es in den lutherischen Kirche nicht gibt.

Die Beichte im Licht der lutherischen Bekenntnisschriften

Die Evangelisch-Lutherischen Bekenntnisschriften als alleinige g√ľltige Lehrnorm in den lutherischen Kirchen treten f√ľr die Beichte ein, da sich nach lutherischer Bekenntnisauffassung in der Beichte die Rechtfertigung des S√ľnders vor Gott am deutlichsten ereignet.

  • Der Kleine Katechismus und der Gro√üe Katechismus Dr. Martin Luthers (beide Schriften geh√∂ren zum Korpus der lutherischen Bekenntnisschriften) behandeln die Beichte ausf√ľhrlich. Unter anderem hei√üt es im Kleinen Katechismus zum Thema Beichte:
    • Was ist die Beichte?
      Die Beichte begreift zwei St√ľcke in sich: eins, dass man die S√ľnden bekenne; das andere, dass man die Absolution oder Vergebung vom Beichtiger (regelm√§√üig: der Pfarrer) empfange als von Gott selbst, und ja nicht daran zweifele, sondern fest glaube, die S√ľnden seien dadurch vergeben vor Gott im Himmel.
    • Welche S√ľnden soll man denn beichten?
      Vor Gott soll man aller S√ľnden sich schuldig geben, auch die wir nicht erkennen, wie wir im Vaterunser tun. Aber vor dem Beichtiger (Pfarrer) sollen wir allein die S√ľnden bekennen, die wir wissen und f√ľhlen im Herzen.
  • Die Schmalkaldischen Artikel betonen ebenfalls die Beichte.
    Die Absolution, die Wirkung der Schl√ľsselgewalt, ist auch eine Hilfe und ein Trost gegen die S√ľnde und das b√∂se Gewissen; so ist sie von Christus im Evangelium gestiftet worden. Deshalb soll man in der Kirche die Beichte oder Absolution nicht in Abgang kommen lassen.
  • Die Confessio Augustana von 1530 behandelt das Thema Beichte und Bu√üe in den Artikeln 11,12 und 25 und wehrt sich gegen den Vorwurf, dass die Beichte abgeschafft worden ist. Vielmehr ist die Beichte in Geltung und in Praxis. Zum anderen wird der Beichtzwang und die Auflage, dass alle S√ľnden gebeichtet werden m√ľssen, kritisiert.

Die Beichtpraxis in lutherischen Kirchen heute

Lutherischer Beichtgottesdienst auf der Hallig Oland, 1891

An die Stelle der Einzelbeichte mit Handauflegung ist in den Gottesdiensten der lutherischen Landeskirchen seit dem ‚ÄěBerliner Beichtstuhlstreit‚Äú (1698), vielfach die ‚ÄěAllgemeine Beichte‚Äú, ein R√ľstgebet (Confiteor, die gemeinsame Bitte um Vergebung) getreten oder spezielle Bu√ü- und Beichtgottesdienste. In vielen evangelischen Kirchen ist ein S√ľndenbekenntnis mit Zuspruch der g√∂ttlichen Vergebung der S√ľnde Teil der evangelischen Liturgie des Abendmahls. In den Gliedkirchen der VELKD werden seit 1993 drei M√∂glichkeiten f√ľr die Beichte innerhalb des Hauptgottesdienstes angeboten:

  • im Zusammenhang mit der Abendmahlsfeier
  • im Er√∂ffnungsteil
  • nach der Predigt

jeweils mit einer Zeit der pers√∂nlichen Gewissenspr√ľfung, Absolutionsformel, gemeinsam oder durch den Liturgen, mit oder ohne Handauflegung. Daneben steht die freiwillige Praxis der Einzelbeichte, die in der Agende der VELKD geregelt ist, und deren liturgischer oder freier Form ein Gespr√§ch vorangeht. Das Gegen√ľber des Beichtenden ist der Pfarrer bzw. die Pfarrerin. ‚ÄěDie Kirche beruft (ordiniert) und bevollm√§chtigt einzelne Christen, die Beichte zu h√∂ren und die Absolution zu erteilen‚Äú.[7]

Die Einzelbeichte ‚Äěist unzweifelhaft ein Ausdruck pers√∂nlicher Reife‚Äú (EEK, 1989, 5. Aufl., S. 1084) und √ľberdies ein wichtiges seelsorgerliches Angebot, das in neuerer Zeit zunehmend in Anspruch genommen wird. Klaus-Peter Hertzsch schreibt dazu: ‚ÄěEs gibt auch in der evangelischen Kirche Menschen, die regelm√§√üig zur Beichte gehen‚Äú (‚Ķ) ‚ÄěDie Beichte hat in fr√ľheren Zeiten andere Formen gehabt, die uns heute fremd w√§ren. Sie ist im Lauf der Geschichte auch missverstanden und missbraucht worden und so in Verruf gekommen. Sie hat in der r√∂misch-katholischen Kirche einen viel festeren Platz als bei uns und gilt deshalb vielen als ‚Äötypisch katholisch‚Äė. Aber all das √§ndert nichts daran, dass uns hier eine M√∂glichkeit und gro√üe Hilfe gegeben ist, das, was uns bedr√ľckt, verunsichert, wirklich loszuwerden, und das, wonach wir uns sehnen, zu gewinnen: Klarheit und Frieden f√ľr unser Leben.‚Äú (Hertzsch: Wie das Leben wieder hell werden kann; Texte aus der VELKD)

Insbesondere in der Krankenseelsorge, und hier vor allem in der Begleitung psychisch kranker Menschen, hat sich die Beichte als wertvolles Gestaltungselement seelsorglicher Begleitung erwiesen.

In der Selbst√§ndigen Evangelisch-Lutherischen Kirche wird die Beichte im Rahmen der lutherischen Messe entweder nach dem Eingangslied oder als gesonderter Beichtgottesdienst vor der Lutherischen Messe gehalten. Die Absolution wird unter Handauflegung jedem P√∂nitenten, der am Altar kniet, vom Pfarrer zugesprochen. Ebenso werden in der Einzelbeichte oder auch Privatbeichte vor dem Pfarrer S√ľnden bekannt, beispielsweise in der Sakristei, und im Namen des dreieinigen Gottes unter Handauflegung vergeben. Der Ablauf √§hnelt in der Selbst√§ndigen Evangelisch-Lutherischen Kirche dem der allgemeinen Beichte im Rahmen einer lutherischen Messe. In der Selbst√§ndigen Evangelisch-Lutherischen Kirche darf nur ein ordinierter Pfarrer die Beichte abnehmen.

Anglikanische Kirchen

Im Anglikanismus ist die Beichte gew√∂hnlicherweise ein Bestandteil des gemeinschaftlichen, √∂ffentlichen Gottesdienstes, besonders bei der Eucharistiefeier. Diese Form der Beichte beinhaltet einen Aufruf zur Bu√üe seitens des Priesters, eine Zeit des stillen Gebets, um ein stilles Gedenken der eigenen S√ľnden zu erm√∂glichen, eine Form der allgemeinen Beichte, die von allen Anwesenden gemeinsam gesprochen wird, und der Zuspruch der Absolution durch den Priester, der oft mit dem Zeichen des Kreuzes begleitet wird.

Die private Beichte (auch Ohrenbeichte genannt) wird auch von manchen Anglikanern praktiziert und ist besonders unter Anglokatholiken verbreitet.

Es besteht keine allgemeine Verpflichtung zur privaten Beichte, aber das Verst√§ndnis ist verbreitet, dass es unter bestimmten einzelnen Zust√§nden w√ľnschenswert sei. Ein anglikanischer Aphorismus im Bezug auf diese Praktik besagt: ‚ÄěAlle d√ľrfen; keiner muss; einige sollten.‚Äú[8]

Reformierte Kirchen

Die reformierte Kirche lehnt die Einzelbeichte als normale Praktik ab. F√ľr Ulrich Zwingli,[9] Heinrich Bullinger[10] und Johannes Calvin war die Beichte ‚Äěnichtbiblische‚Äú Praxis. ‚ÄěErst dann, wenn einer es nicht mehr glauben kann, weil ihn sein Gewissen qu√§lt oder Zweifel am Erbarmen Gottes die Gewissheit ersch√ľttert, braucht er Beistand‚Äú. Die Generalabsolution hingegen sei ‚Äěetwas Verkorkstes und Altmodisches‚Äú und in der reformierten Tradition seit √ľber hundert Jahren kaum mehr genutzt.[11]

Die ‚ÄěOrdnung‚Äú der t√§uferisch-protestantischen Amischen sieht im Gegensatz dazu bei schweren Verfehlungen eines Gemeindemitglieds das Schuldbekenntnis vor der ganzen Gemeinde vor.

Evangelikale Gemeinschaften

Auch in evangelikalen Gruppen gibt es oft eine Art Beichte in Form eines S√ľndenbekenntnisses vor einem Seelsorger, der die Vergebung zuspricht, manchmal anl√§sslich der Bekehrung, mancherorts auch als regelm√§√üige spirituelle Praktik. Dieser Seelsorger muss jedoch kein Geistlicher sein (Laienbeichte).

Beichtgeheimnis

In allen Kirchen kennt man das Beichtgeheimnis: der Beichtvater (ggf. ‚Äěauch Dolmetscher und andere, die auf irgendeine Weise aus der Beichte zur Kenntnis von S√ľnden gelangt sind‚Äú, can. 983 CIC) ist zu strengster Verschwiegenheit verpflichtet √ľber alles, was in der Beichte zur Sprache kam, selbst wenn er daf√ľr den Martertod erleiden m√ľsse (hl. Johannes Nepomuk); auch gegen√ľber s√§mtlichen staatlichen und kirchlichen Stellen. Er darf auch niemanden auf eine fr√ľhere Beichte ansprechen. Wenn er in der Beichte von einem schweren Verbrechen erf√§hrt, wird er den Beichtenden normalerweise auffordern, sich zu stellen, und dies sogar eventuell zu einer Voraussetzung f√ľr die Lossprechung machen; die Entscheidung bleibt aber beim Beichtenden. In den meisten Staaten ist das Beichtgeheimnis auch staatlicherseits voll anerkannt, sodass zum Beispiel ein Lauschangriff auf einen Beichtstuhl verboten ist.

Beichtspiegel

Bei der Gewissenserforschung kann ein sogenannter Beichtspiegel hilfreich sein. Sein Aufbau soll eine gute Vorbereitung auf die Beichte ermöglichen.

Beichtzettel

Unter einem Beichtzettel (schedula confessionis) versteht man die vom Beichtvater √ľbergebene Bescheinigung der abgelegten Beichte.

Psychoanalyse

Nach Meinung der Psychoanalytikerin Eveline List wurde das Christentum im Mittelalter die bestimmende ideologische Macht, insbesondere die Etablierung der ‚ÄěOhrenbeichte‚Äú f√ľr alle Christen diente als Kontrolle der einzelnen Menschen, sie vermehrte die Macht der Kirche und propagierte die Idee der pers√∂nlichen Schuld.[12]

Siehe auch

Literatur

  • Jes P. Asmussen, Isnard W. Frank, Ernst Bezzel, Helmut Obst, Manfred Mezger: Artikel Beichte I. Religionsgeschichtlich II. Mittelalter III. Reformationszeit IV. Neuzeit V. Praktisch-theologisch. In: Theologische Realenzyklop√§die 5 (1980), S. 411‚Äď439.
  • Ernst Bezzel: Frei zum Eingest√§ndnis. Geschichte und Praxis der evangelischen Einzelbeichte. Calwer Theologische Monographien, Bd. 10, Stuttgart 1982. (Literaturverzeichnis!)
  • Rupert M. Scheule: Beichte und Selbstreflexion. Eine Sozialgeschichte katholischer Bu√üpraxis im 20. Jahrhundert. Campus, Frankfurt/M. u. a. 2002 (Campus Forschung 843).
  • Erich Roth: Die Privatbeichte und die Schl√ľsselgewalt in der Theologie der Reformatoren. G√ľtersloh 1952.
  • Wolfgang B√∂hme: Beichtlehre f√ľr Evangelische Christen. Stuttgart 1957.
  • Laurentius Klein OSB: Evangelisch-lutherische Beichte. Lehre und Praxis. Paderborn 1961.
  • Hildegar H√∂fliger: Die Erneuerung der evangelischen Einzelbeichte, Pastoraltheologische Dokumentation zur evangelischen Beichtbewegung seit Beginn des 20. Jahrhunderts. √Ėkumenische Beihefte 6, hrsg. v. Institut f√ľr √∂kumenische Studien Freiburg Schweiz, Freiburg/Schweiz 1971.
  • Josef Spindelb√∂ck: Der Schutz des Beichtgeheimnisses. Kanonistische und moraltheologische √úberlegungen in grunds√§tzlicher und aktueller Perspektive, in: Verantwortete Freiheit. Kleinhain 2004, ISBN 978-3-901853-09-8.
  • Reinhard Messner: Feiern der Umkehr und Vers√∂hnung. in: R. Messner, R. Kaczynski, Sakramentliche Feiern I/2 (Gottesdienst der Kirche 7,2). Pustet, Regensburg 1992, 9‚Äď240.
  • Agende f√ľr evangelisch-lutherische Kirchen und Gemeinden, Band III Die Amtshandlungen, Teil 3, Die Beichte. Neu bearbeitete Ausgabe 1993, hrsg. v. den Kirchenleitungen der VELKD, Lutherisches Verlangshaus, Hannover 1993, ISBN 3-7859-0669-2.
  • Alexander Wieckowski: Evangelische Beichtst√ľhle in Sachsen. Beucha: Sax-Verlag, 2005. ISBN 3-934544-74-6.
  • Alexander Wieckowski: Evangelische Privatbeichte und Beichtst√ľhle: Beobachtungen zu einem fast vergessenen Kapitel lutherischer Fr√∂mmigkeit in Leipzig und Umgebung. In: Stadtgeschichte. Mitteilungen des Leipziger Geschichtsvereins e.V. Jahrbuch 2006. Beucha 2006, S. 67-108. ISBN 3-86729-007-5

Weblinks

 Commons: Confessionals ‚Äď Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikiquote: Beichte ‚Äď Zitate

Einzelnachweise

  1. ‚ÜĎ Bertrand Kurtscheid, A History of the Seal of Confession (London 1927), S. 1-115
  2. ‚ÜĎ Codex Iuris Canonici (1983), can. 960-991 und 1378
  3. ‚ÜĎ Nachsynodales Apostolisches Schreiben Sacramentum caritatis, 21
  4. ‚ÜĎ Katechismus der katholischen Kirche, 1457
  5. ‚ÜĎ KKK, 1458; Das Bekenntnis der allt√§glichen Fehler, der l√§√ülichen S√ľnden, ist genaugenommen nicht notwendig, wird aber von der Kirche nachdr√ľcklich empfohlen [Vgl. K. v. Trient: DS 1680; [link] CIC, can. 988, ¬ß 2]. Das regelm√§√üige Bekenntnis unserer l√§√ülichen S√ľnden ist f√ľr uns eine Hilfe, unser Gewissen zu bilden, gegen unsere b√∂sen Neigungen anzuk√§mpfen, uns von Christus heilen zu lassen und im geistigen Leben zu wachsen. Wenn wir in diesem Sakrament √∂fter das Geschenk der Barmherzigkeit Gottes empfangen, wird es uns dr√§ngen, selbst barmherzig zu sein wie er‚Äú
  6. ‚ÜĎ sbg.ac.at
  7. ‚ÜĎ (Agende III, 3, S.12)
  8. ‚ÜĎ Michael Becker: Confession: None must, All may, Some should
  9. ‚ÜĎ Abschaffung von Traditionen der Kirche durch Zwingli, die seiner Auffassung nach nicht biblisch begr√ľndet waren ref. Kirche Z√ľrich
  10. ‚ÜĎ Heinrich Bullinger: Das Zweite Helvetische Bekenntnis (Confessio Helvetica Posterior), XIV. Kapitel Die Bu√üe und Bekehrung des Menschen, p. 16f.; Quelle
  11. ‚ÜĎ Prof. Ralph Kunz: Vergebung aus dem Glauben ‚Äď die evangelische Sicht. In: NZZ, 12. Februar 2009, p. 16
  12. ‚ÜĎ Eveline List: Von der Gottesfurcht zu Gewissenangst: zur Entstehung des modernen √úber-Ichs in:Angst - Sigmund-Freud-Vorlesungen 2009, Hrsg. Christine Diercks und Sabine Schl√ľter, ISBN 978385476-350-5

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