Württemberg-Baden


Württemberg-Baden
Land Württemberg-Baden
Flag of Württemberg-Baden.svg
Deutschland Lage von Württemberg-Baden.svg
Wappen Wuerttemberg-Baden.svg
Sprache: Deutsch
Landeshauptstadt: Stuttgart
Fläche: 15.700 km²
Einwohnerzahl: 3.500.000
Gründung: 19. September 1945
Staatsform: Parlamentarische Republik
Kontakt:
Politik:
Ministerpräsident: Reinhold Maier (DVP)
Regierende Parteien: DVP und SPD
(bis 1951 auch CDU und KPD)
Sitzverteilung im Landtag: Stuttgart
Letzte Wahl: 19. November 1950
Parlamentarische Vertretung:
Stimmen im Bundesrat: 4
Suedweststaat.png
Länder auf dem Gebiet des heutigen Bundeslandes Baden-Württemberg nach dem Zweiten Weltkrieg

Württemberg-Baden wurde 1945 gegründet und war von 1949 bis 1952 ein Land der Bundesrepublik Deutschland. Es ging im neugeschaffenen Land Baden-Württemberg auf.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Das Land umfasste den nördlichen Teil des ehemaligen Landes Baden und den nördlichen Teil des ehemaligen Landes Württemberg.

Geschichte

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurden die nördlichen Teile der ehemaligen Länder der Weimarer Republik Baden und Württemberg Teil der US-amerikanischen Besatzungszone. Die Südgrenze der amerikanischen Besatzungszone auf diesem Gebiet wurde so gewählt, dass die Autobahn Karlsruhe-München, die heutige A 8, auf der ganzen Strecke innerhalb der amerikanischen Besatzungszone lag. Grenzen im Detail waren die Grenzen der jeweiligen Landkreise. Die US-amerikanische Militärregierung gab am 19. September 1945 die Gründung Groß-Hessens, Württemberg-Badens sowie Bayerns bekannt und berief für Württemberg-Baden am 21. Dezember 1945 eine Vorläufige Volksvertretung mit Mitgliedern aus den Parteien, den Landräten und Oberbürgermeistern sowie Vertretern der Berufsstände, Hochschulen und Kirchen ein.

Hauptstadt des Landes war Stuttgart. Es hatte über 3,5 Millionen Einwohner und eine Größe von 15.700 km². Die Verfassunggebende Landesversammlung wurde am 30. Juni 1946 gewählt. Die Verfassung wurde von diesem Parlament bis Oktober 1946 ausgearbeitet; sie wurde am 24. November 1946 durch eine Volksabstimmung bestätigt; der erste Landtag wurde zeitgleich gewählt.[1]

Die württembergischen und badischen Landesteile wurden innerhalb des Landes als so genannte „Landesbezirke“ geführt. Der Landesbezirk Baden hatte seinen Sitz in Karlsruhe und war nur annähernd halb so groß wie der württembergische Landesbezirk.

Bei ihrer Gründung am 23. Mai 1949 wurde Württemberg-Baden Teil der Bundesrepublik Deutschland. Das Grundgesetz enthielt über den Artikel 29 GG den Auftrag zur Neugliederung von Bundesländern, „um zu gewährleisten, dass die Länder nach Größe und Leistungsfähigkeit die ihnen obliegenden Aufgaben wirksam erfüllen können“ (Art. 29 Abs. 1). Um eine Regelung durch den Bund zu vermeiden, führten die Länder Württemberg-Baden, Baden und Württemberg-Hohenzollern am 24. September 1950 eine Probeabstimmung und am 16. Dezember 1951 eine Volksabstimmung zur Vereinigung durch. In beiden Abstimmungen votierten die Wähler in Württemberg-Baden mit klarer Mehrheit für eine Länderfusion. Das Bundesland Baden-Württemberg wurde daraufhin am 25. April 1952 gegründet.

Innerhalb des vereinigten Bundeslandes wurden dann die beiden Regierungsbezirke Nordbaden und Nordwürttemberg auf dem Gebiet von Württemberg-Baden gebildet, welche 1973 in die Regierungsbezirke Karlsruhe und Stuttgart, wenn auch mit einem anderen Gebietszuschnitt, überführt wurden.

Wappen und Landesfarben

Das Wappen Württemberg-Badens setzte sich aus Elementen der Wappen Württembergs und Badens zusammen. Für Württemberg standen die Hirschstangen auf goldenem Grund und das schwarz-rote Streifenpaar, für Baden der rote Schrägbalken auf goldenem Grund. Die Landesfarben waren Schwarz-Rot-Gold.

Politik

Landtag in Württemberg-Baden

Der Landtag in Württemberg-Baden wurde zweimal gewählt, wobei die CDU 1946, die SPD 1950 die relative Mehrheit erhielt.

Landtagswahl in Württemberg-Baden 1946
 %
40
30
20
10
0
38,4%
31,9%
19,5%
10,3%
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/TITEL zu lang
Landtagswahl in Württemberg-Baden 1950
 %
40
30
20
10
0
33,0%
26,3%
21,1%
14,7%
4,9%
DG/BHE Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Kürzeld
Gewinne und Verluste
Im Vergleich zu 1946
 %p
 16
 14
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
-12
-14
+1,1%
-12,1%
+1,6%
+14,7%
-5,4%
DG/BHE Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Kürzeld
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/TITEL zu lang
Stimmenanteile der Parteien in Prozent
Wahltag Wahlbeteiligung CDU SPD FDP/DVP KPD DG/BHE
24. November 1946 76,0 38,4 31,9 19,5 10,3
19. November 1950 60,5 26,3 33,0 21,1 4,9 14,7

Ministerpräsident

Von 1945 bis 1952 war Reinhold Maier (DVP) Ministerpräsident von Württemberg-Baden, siehe auch: Kabinett Maier I, Maier II und Maier III.

Literatur

  • Berthold Kamm/Wolfgang Mayer: Der Befreiungsminister – Gottlob Kamm und die Entnazifizierung in Württemberg-Baden. Silberburg-Verlag, Tübingen 2005, ISBN 3-87407-655-5
  • Paul Sauer: Demokratischer Neubeginn in Not und Elend. Das Land Württemberg-Baden von 1945 bis 1952. Vaas Verlag, Ulm 1978, ISBN 3-88360-003-2

Weblinks

Belege

  1. Das Wahlergebnis findet sich bei www.wahlrecht.de

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