W√ľrttembergische Landst√§nde

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W√ľrttembergische Landst√§nde
Blick auf die w√ľrttembergischen Landtagsgeb√§ude in der Stuttgarter Kronprinzstra√üe im 19. Jahrhundert. Links an der Ecke zur Kienestra√üe stand das Geb√§ude der Ersten Kammer (Kammer der Standesherren), ganz rechts das Geb√§ude der Zweiten Kammer (Kammer der Abgeordneten) mit dem Halbmondsaal.
1957 erinnerte die Deutsche Bundespost mit einer Sonderbriefmarke an den 500. Jahrestag der ersten nachweisbaren w√ľrttembergischen Landtage

Die W√ľrttembergischen Landst√§nde spielten sowohl in der Zeit des Herzogtums als auch der des K√∂nigreichs eine wichtige Rolle im politischen Geschehen W√ľrttembergs. Dabei sind zwei historische Abschnitte zu unterscheiden:

Der erste und bei weitem l√§ngere historische Abschnitt beginnt mit den dokumentierten altw√ľrttembergischen Landtagen des Jahres 1457 in Stuttgart und Leonberg. In W√ľrttemberg schied der Adelsstand mit der Reformation aus der Landschaft[1] aus. Die beiden verbliebenen St√§nde, die evangelische Geistlichkeit und das B√ľrgertum, versammelten sich in den Landtagssitzungen gemeinsam und nicht wie in den anderen deutschen Territorien √ľblich getrennt in die drei klassischen St√§nde Adel, Klerus und B√ľrgertum. Die Geistlichkeit und das B√ľrgertum verschmolzen im Laufe des 16. Jahrhunderts zu einem einzigen Stand, der w√ľrttembergischen Ehrbarkeit. Das Fehlen des Adels verlieh der Landschaft ein st√§rker ‚Äědemokratisches‚Äú Element als andernorts. Im Jahre 1805, als Kurf√ľrst Friedrich die altst√§ndische Verfassung des Herzogtums W√ľrttemberg aufhob, gab es bis zum Ende der Napoleonischen Kriege keine w√ľrttembergischen Landtage.

Der zweite Abschnitt der Geschichte der w√ľrttembergischen Landst√§nde reicht vom Jahre 1815 bis zur Novemberrevolution. Der Landtag bestand nun von 1819 bis 1918 aus zwei Kammern, einer Kammer der Standesherren (Erste Kammer) und einer Kammer der Abgeordneten (Zweite Kammer). Die sogenannten Altrechtler der Zweiten Kammer f√ľhlten sich in der Tradition der altw√ľrttembergischen Landschaft. Die Zweite Kammer bildete schlie√ülich auch den Vorl√§ufer der w√ľrttembergischen Volksvertretung, die in der Zeit der Weimarer Republik auf einer demokratischen Verfassung beruhte und nur noch aus einer Kammer bestand.

Inhaltsverzeichnis

Die Landschaft Altw√ľrttembergs

Die Entstehung

Die Mitwirkung w√ľrttembergischer Landst√§nde bei politischen Entscheidungen hatte eine lange Tradition. Zum Abschluss des Friedensvertrages Graf Eberhards des Erlauchten mit der Freien Reichsstadt Esslingen am 20. Dezember 1316 entsandten acht w√ľrttembergische St√§dte ihre Vertreter aus der Landschaft. Die Landschaft spielte im 15. Jahrhundert eine zunehmend wichtigere Rolle, insbesondere nachdem die Grafschaft W√ľrttemberg im N√ľrtinger Vertrag von 25. Januar 1442 in die Linien Stuttgart und Urach aufgeteilt worden war. F√ľr das Jahr 1457 sind erstmals zwei w√ľrttembergische Landtage klar dokumentiert, wobei sich die Delegierten der Stuttgarter Landesh√§lfte vermutlich im Sommer im Herrenhaus am Stuttgarter Marktplatz versammelten und diejenigen der Uracher Landesh√§lfte im November das Gasthaus Schwarzer Adler in Leonberg gem√§√ü unsicherer m√ľndlicher √úberlieferung als Versammlungsort w√§hlten. Gegenstand der Beratungen in Stuttgart war der drohende Krieg mit der Kurpfalz, f√ľr den Graf Ulrich V. von W√ľrttemberg-Stuttgart die finanzielle Hilfe der Landst√§nde suchte.

Der Landtag im November 1457 in Leonberg besch√§ftigte sich mit Graf Ulrichs Streit mit Kurf√ľrst Friedrich um die Frage der Vormundschaft √ľber Ulrichs Neffen Eberhard von W√ľrttemberg-Urach. Die Uracher Landschaft entschied sich in dieser Frage f√ľr die Vormundschaft Graf Ulrichs von W√ľrttemberg-Stuttgart. Zudem traten Vertreter der Landschaft in den neuen Vormundschaftsrat ein, so dass diese direkten Einfluss auf politische Entscheidungen des Uracher Landesteils nehmen konnten. Die Konfrontation mit der Kurpfalz endete f√ľr Graf Ulrich schlie√ülich in dem Desaster der Schlacht bei Seckenheim.

Nicht nur die Auseinandersetzungen mit der Kurpfalz, sondern auch die Aufspaltung in die beiden Linien des Hauses W√ľrttemberg erforderten einen engen Zusammenhalt von Land und Herrschaft, wenn W√ľrttemberg als eigenst√§ndiges Territorium nicht zu Grunde gehen sollte.

F√ľr die Folgezeit sind neben Stuttgart und Leonberg noch weitere w√ľrttembergische St√§dte im Uracher Landesteil als Orte von Landtagen bekannt. Dazu z√§hlen nachweislich M√ľnsingen, Urach und T√ľbingen.

Auf den Landtagen der getrennten Landesteile W√ľrttemberg-Stuttgart und W√ľrttemberg-Urach wurde ein gemeinsames Landesbewusstsein gepflegt. Die Identifizierung der Untertanen mit W√ľrttemberg als Ganzem scheint der so genannten ‚ÄěEhrbarkeit‚Äú sehr wichtig gewesen zu sein, um dem jeweiligen Grafen den R√ľcken frei zu halten. Damit zeichnete sich in W√ľrttemberg im sp√§ten 15. Jahrhundert die Aufteilung der Macht zwischen dem Herrscher und seinen meist niederadeligen R√§ten und Dienern einerseits und der Landschaft[1] bestehend aus Ritterschaft, Pr√§laten und Ehrbarkeit andererseits ab. Schon bei den ersten Tagungen forderten und erhielten die Vertreter der Landschaft politische Mitsprache √ľber Krieg und Frieden sowie das Steuerwesen. Auch das Recht auf Widerstand der Landschaft gegen√ľber dem Grafen im Falle von Vertragsbr√ľchen war mit eingeschlossen.

Ein festgef√ľgter Turnus zur Einberufung des Landtags durch den Grafen hatte sich anfangs noch nicht herausgebildet. Daf√ľr bot meist ein besonderes Ereignis den Ansto√ü, insbesondere wenn Hausvertr√§ge zu beschlie√üen waren, von denen es im Laufe des 15. Jahrhunderts wegen der Fortdauer der Teilung W√ľrttembergs noch eine ganze Reihe gab. In dem Zusammenhang zu nennen sind der N√ľrnberger Vertrag vom 3. Dezember 1361, der Uracher Vertrag vom 12. Juli 1473 und schlie√ülich der wichtige M√ľnsinger Vertrag vom 14. Dezember 1482, welcher die Teilung W√ľrttembergs beendete und die Unteilbarkeit des Landes f√ľr die Zukunft festlegte. In der Folge gab es noch den Stuttgarter Vertrag vom 22. April 1485, den Frankfurter Entscheid vom 30. Juli 1489 und den Esslinger Vertrag vom 2. September 1492. Eine nachhaltige Stabilisierung der Einheit W√ľrttembergs erfolgte schlie√ülich auf dem Reichstag zu Worms (1495) durch die Erhebung zum Herzogtum am 21. Juli. Dies brachte die endg√ľltige Festlegung der Unteilbarkeit und der Unver√§u√üerlichkeit des Landes sowie der reichsrechtlich garantierten Primogenitur in der w√ľrttembergischen Thronfolge.[2]

Bei den Landtagen ab den achtziger Jahren des 15. Jahrhunderts erschienen nun auch verst√§rkt die √Ąbte und Pr√∂pste der 14 w√ľrttembergischen Kl√∂ster und gewannen bedeutenden Einfluss. Neben den 14 √Ąbten bestand ein w√ľrttembergischer Landtag dieser Zeit aus etwa 30 adeligen Rittern, die Lehen vom Herzog hatten, und den rund 120 b√ľrgerlichen Abgeordneten der St√§dte und √Ąmter.[3] Die Ritterschaft mochte sich bei den Landtagen nicht in gleicher Intensit√§t wie die beiden anderen St√§nde beteiligen, weil sie eine Verpflichtung zur finanziellen Unterst√ľtzung des Hofs in Stuttgart ablehnte. Auch die Pr√§laten, also die √Ąbte und Pr√∂pste der sich autonom w√§hnenden Landeskl√∂ster, trugen mit ihren Klostergrundherrschaften bis etwa zum Jahre 1530 noch kaum zum w√ľrttembergischen Steueraufkommen bei. Allein die b√ľrgerlichen Vertreter der Landschaft[1] und somit die B√ľrger und Bauern der w√ľrttembergischen √Ąmter brachten die von den Landtagen bewilligten Steuern auf.[4]

Ein H√∂hepunkt der landst√§ndischen Entwicklung in W√ľrttemberg war die Absetzung Herzog Eberhards II. durch die Landschaft im Jahre 1498. Nun verwaltete mit dem Wohlwollen K√∂nig Maximilians erstmals eine rein landst√§ndische Regierung das Herzogtum W√ľrttemberg.

Urkunde des T√ľbinger Vertrags im Hauptstaatsarchiv Stuttgart.

Der T√ľbinger Vertrag

Wegen der st√§ndig zunehmenden Steuerlasten erhob sich in der Landbev√∂lkerung des kurz vor dem Staatsbankrott stehenden Herzogtums W√ľrttembergs Anfang des Jahres 1514 heftiger Unwille, der schlie√ülich im Mai in den Aufstand des Armen Konrad m√ľndete. Die Landschaft nahm diese Emp√∂rung breiter Schichten der Untertanen zum Anlass, Herzog Ulrich im T√ľbinger Vertrag vom 8. Juli 1514 eine Reihe von Zugest√§ndnissen abzuringen, wof√ľr im Gegenzug die Schulden des Herzogs in H√∂he von 920.000 Gulden[5] von der Landschaft √ľbernommen wurden und dann eine planvolle Besteuerung zur Abtragung der Schuldenlast angegangen wurde. Die Schuldenlast r√ľhrte haupts√§chlich von Herzog Ulrichs kostentr√§chtigen Kriegsz√ľgen und seinem aufw√§ndigen h√∂fischen Lebensstil her.

Der T√ľbinger Vertrag verbriefte dem Landtag die zum Teil schon gewohnheitsrechtliche Mitsprache bei der Gesetzgebung, das Recht der Steuerbewilligung, ein Mitspracherecht bei F√ľhrung von Kriegen und bei Friedensbeschl√ľssen sowie das Recht zur Ablehnung des Verkaufs von Teilen des Landes. Au√üerdem wurde den w√ľrttembergischen Untertanen Rechtssicherheit vor Gericht zugebilligt, wobei die im Vertrag genannten Strafbestimmungen von zeit√ľblichen k√∂rperlichen Grausamkeiten gepr√§gt waren. Der Vertrag sah auch die M√∂glichkeit zur freien Auswanderung aus W√ľrttemberg f√ľr jedermann vor.

Die Regelungen des T√ľbinger Vertrags blieben bis zum Ende des Jahres 1805 in Kraft und k√∂nnen als Verfassung Altw√ľrttembergs betrachtet werden. Allerdings gab es fast bei jedem Antritt eines neuen Herzogs Auseinandersetzungen um den Fortbestand, die Interpretation oder die Ab√§nderung des Vertrags.

Unter Herzog Ulrich und den Habsburgern

Der T√ľbinger Vertrag gew√§hrte lediglich den Vertretern der Ehrbarkeit die M√∂glichkeit zur Teilnahme an Landtagen. Die Forderungen des Armen Konrad nach politischer Teilhabe blieben unerf√ľllt. Ein im Jahre 1514 zeitgleich zum T√ľbinger Landtag in Stuttgart versammelter Bauernlandtag blieb ergebnislos. Erneute Aufst√§nde des Armen Konrad wurden von der Obrigkeit nun blutig niedergeschlagen.

Bereits 1516 richtete sich die Politik Herzog Ulrichs auch gegen die unerw√ľnschte √úbermacht der Landst√§nde, nachdem diese im Blaubeurer Vertrag vom Oktober 1516 die Aus√ľbung der Regierungsgewalt f√ľr sechs Jahre ausgehandelt hatten. Es kam zu Verhaftungen und Hinrichtungen f√ľhrender Vertreter der Ehrbarkeit. Im Jahre 1519 wurde Herzog Ulrich wegen seines √úberfalls auf die Reichstadt Reutlingen von Truppen des Schw√§bischen Bundes aus seinem Land vertrieben. W√§hrend der nun folgenden vierzehnj√§hrigen Herrschaft des Hauses Habsburg konnte sich die Ehrbarkeit in ihrem Einfluss festigen und mit den katholischen √Ąbten des Landes insgesamt 20 Landtage abhalten. W√§hrend dieser Zeit eignete sich die Landschaft die gesamte Finanzverwaltung W√ľrttembergs an. Neben den Plenarlandtagen bildeten sich aus Gr√ľnden der Effizienz ein st√§ndig tagender kleiner Ausschuss und ein um weitere Personen erweiterbarer sogenannter gro√üer Ausschuss des Landtags heraus. Die arme Landbev√∂lkerung W√ľrttembergs profitierte jedoch nicht von der Herrschaft der Habsburger, die mit Hilfe des w√ľrttembergischen Adels ausge√ľbt wurde. 1525 kam es im Bauernkrieg auch zum Aufstand von 8.000 w√ľrttembergischen Bauern, die unter F√ľhrung von Matern Feuerbacher standen. Der Schw√§bische Bund konnte jedoch alle Bauernheere besiegen, so auch die w√ľrttembergischen am 12. Mai 1525 bei B√∂blingen. Damit war die landst√§ndische Macht der w√ľrttembergischen Ehrbarkeit weiter gesichert. Als 1534 wegen der konfessionellen Spaltung in Folge der Reformation der Schw√§bische Bund zerbrach, gelang Herzog Ulrich mit Hilfe des Landgrafen Philipp von Hessen die R√ľckeroberung W√ľrttembergs, in welchem nun 1536 die Reformation durchgef√ľhrt wurde. Herzog Ulrich beseitigte alle landst√§ndischen Einrichtungen aus der Zeit der habsburgischen Herrschaft und berief von 1540 bis zu seinem Tod im Jahre 1550 auch keinen einzigen Landtag mehr ein.[6]

Neuordnung unter Herzog Christoph

Ulrichs Sohn und Nachfolger Christoph best√§tigte den T√ľbinger Vertrag. Die Ehrbarkeit und die nun evangelischen Pr√§laten der 14 landst√§ndischen w√ľrttembergischen M√§nnerkl√∂ster konnten neben dem Landtag auch die st√§ndigen landst√§ndischen Aussch√ľsse im Jahre 1554 wiederbeleben:

  • Der kleine oder engere Ausschuss setze sich aus zwei Pr√§laten und sechs Vertretern der St√§dte zusammen, wobei je einer aus Stuttgart und T√ľbingen kommen musste. Der engere Ausschuss durfte sich jederzeit aus eigenem Antrieb versammeln und sich auch selbst erg√§nzen, wenn ein Mitglied ausschied.
  • Der gro√üe Ausschuss bestand aus den Mitgliedern des engeren Ausschusses und weiteren zwei Pr√§laten und sechs St√§dtevertretern. Das Zusammentreten des gro√üen Ausschusses bedurfte der Einberufung durch den Herzog.
  • Der Landtag selbst bestand aus 14 Pr√§laten und 69 weltlichen Deputierten der Amtsst√§dte, welche die Landst√§nde verk√∂rperten. Sie entsprachen in gewissem Sinne der Legislative. Als juristische Beir√§te besch√§ftigten die St√§nde die sogenannten Landschaftskonsulenten, die die Beschl√ľsse nach au√üen vertraten. In den St√§nden waren bald die Pr√§laten die unbestrittenen Wortf√ľhrer der Landtage. Pr√§laten und B√ľrger bildeten nur eine Kammer. Eine Einteilung der Landst√§nde in die andernorts √ľblichen drei Kurien Adel, Geistlichkeit und B√ľrgertum gab es in Stuttgart nicht mehr.

Der Adel war definitiv nicht mehr Bestandteil der w√ľrttembergischen Landschaft. Die verheerende Politik Herzog Ulrichs und sein Mord an Hans von Hutten hatten die von jeher lockere Bindung der Ritterschaft an die w√ľrttembergischen Landst√§nde v√∂llig untergraben. Im Jahre 1561 wurde die Reichsunmittelbarkeit des katholisch gebliebenen Adels konstituiert. Dies begr√ľndete die weitgehend homogene evangelische b√ľrgerlich-b√§uerliche Sozialstruktur Altw√ľrttembergs. Diese wurde durch die 1565 eingef√ľhrte protestantische Kirchenverfassung W√ľrttembergs zus√§tzlich gefestigt.

An der Spitze der Exekutive stand der Herzog mit den von ihm ernannten Hofbeamten, dem Landhofmeister, dem Haushofmeister und dem Kanzler.

Während der Friedensjahre

In den Jahren seit dem Augsburger Religionsfrieden bis zum Ausbruch des Drei√üigj√§hrigen Kriegs erlebte das Herzogtum W√ľrttemberg eine lange Friedensepoche, die die grundlegende Entwicklung der evangelisch-pietistischen Kultur Altw√ľrttembergs sehr beg√ľnstigte. Diese lange mitteleurop√§ische Friedenszeit war freilich √ľberschattet vom Hexenwahn, der auch protestantische Gegenden erfasste und vor dem Gebiet des Herzogtums nicht halt machte, wenngleich hier verh√§ltnism√§√üig wenige Verfolgungen stattfanden.

Die w√ľrttembergischen Landst√§nde konnten ihre Stellung in diesen Jahren ausbauen, jedoch nicht frei von Konflikten und schweren Krisen. Herzog Friedrich versuchte sein Vasallenheer durch ein modernes stehendes Heer zu ersetzen und ben√∂tigte daf√ľr die Zustimmung des Landtags, die dieser jedoch mit Hinweis auf den T√ľbinger Vertrag ablehnte. Deshalb wollte Friedrich im Landtag sogenannte Erl√§uterungen zum T√ľbinger Vertrag erwirken, die von den Untertanen Kriegsdienste und zus√§tzliche Abgaben verlangten. Der Landtag lehnte √Ąnderungen des T√ľbinger Vertrags in dieser Hinsicht jedoch ab und wurde deshalb aufgel√∂st. Der Herzog beseitigte auch die Institution des kleinen und gro√üen Ausschusses. Der unerwartete Tod Herzog Friedrichs 1608 stoppte dessen Bem√ľhungen zur nachhaltigen Schw√§chung der Landst√§nde.[7]

1634 entschied sich das Schicksal W√ľrttembergs im Drei√üigj√§hrigen Krieg durch die Niederlage der protestantischen F√ľrsten gegen die verb√ľndeten kaiserlichen und spanischen Heere in der Schlacht von N√∂rdlingen.

Im Dreißigjährigen Krieg

Mitten im Krieg gelang es den Landst√§nden beim Hauptlandtagsabschied von 1629, die herzoglichen Amtleute von der Teilnahme an Landtagen zuk√ľnftig auszuschlie√üen. Gleichzeitig wurde die neue oberste Landesbeh√∂rde, der sogenannte Geheime Rat, der Landschaft gegen√ľber mit verantwortlich.[8] Der Kriegsverlauf unterbrach diese Erfolge der Landschaft und st√ľrzte sie und das ganze Land in schwere Not. Nach der Schlacht bei N√∂rdlingen flohen der junge Herzog Eberhard, seine R√§te und vier Mitglieder des Landschaftsausschusses ins Exil nach Stra√üburg. Ebenfalls ins Exil kamen der Landschaftskonsulent, Mitarbeiter der Landschaft, die Landschaftskasse und die wichtigsten Akten. Die vierj√§hrige direkte Herrschaft der Habsburger √ľber W√ľrttemberg von 1634 bis 1638 hatte katastrophale Folgen. Etwa zwei Drittel der Einwohner W√ľrttembergs fielen Kriegsgr√§ueln, Hunger und Seuchen zum Opfer. Der durch das Restitutionsedikt bedrohte w√ľrttembergische Territorialbestand konnte zwar 1648 mit dem Westf√§lischen Frieden im alten Umfang wiederhergestellt werden, aber die Kriegsfolgen lasteten noch lange schwer auf dem Land.

Der Wiederaufbau des Landes

Die vom Wiederaufbau des v√∂llig ruinierten Landes bestimmten Jahrzehnte nach 1648 f√ľhrten zu einer engen und vertrauensvollen Zusammenarbeit des Herzogs, seiner R√§te und der Landst√§nde. Fast alle zwei Jahre trat der Landtag nun zusammen.[9]

Bedingt durch den Ausschluss der Amtleute seit 1629 f√ľhlten sich die Bewohner der w√ľrttembergischen Dorfgemeinden gegen√ľber den Bewohnern der Amtsst√§dte benachteiligt, da nun nur noch die dort lebende Ehrbarkeit das aktive und passive Landtagswahlrecht aus√ľbte. Im T√ľbinger Vertrag war zwar das passive Wahlrecht festgelegt f√ľr die Mitglieder der Ehrbarkeit, √ľber das aktive Wahlrecht machte der Vertrag jedoch keine Aussage. So kam es im Verlaufe des 17. und 18. Jahrhunderts vielerorts zu einer Ver√§nderung der Landtagswahlk√∂rperschaften dahingehend, dass auch die l√§ndlichen Gegenden mit einbezogen wurden. Da die Landtagsabgeordneten kein freies Mandat, sondern lediglich ein imperatives Mandat besa√üen, war das fehlende passive Wahlrecht f√ľr die l√§ndliche Bev√∂lkerung letztlich zweitrangig gegen√ľber der tats√§chlich gewonnen politischen Mitwirkung.[10]

Zu heftigen Konflikten zwischen Herrschaft und Landschaft kam es unter dem Administrator Friedrich Karl wegen dessen unvorsichtiger Politik im Pf√§lzischen Erbfolgekrieg, die 1688, 1692 und 1693 eine Invasion franz√∂sischer Truppen in W√ľrttemberg zur Folge hatte. Um die marodierende franz√∂sische Armee wieder aus dem Land zu bekommen und Stuttgarts v√∂llige Zerst√∂rung abzuwenden, waren 600.000 Gulden an Frankreich zu bezahlen. Da diese riesige Summe nur in Raten bezahlt werden konnte, nahm Frankreich w√ľrttembergische Geiseln. Es waren dies sieben sogenannte Interimsgeiseln, darunter der Landschaftskonsulent Johann Heinrich Sturm, und sechs sogenannte Kontributionsgeiseln, darunter auch Vertreter der Landschaft, die 1693 bis 1696 unter unw√ľrdigen Bedingungen in Stra√üburg und Metz gefangen gehalten wurden. Zwei der Geiseln starben in der Haft. Es waren dies der Hirsauer Pr√§lat Johann Ludwig Dreher am 7. September 1694 und der G√∂ppinger Vogt Sigmund Georg Schott am 7. Mai 1695. Das Geiseldrama wurde schlie√ülich im November 1696 mit Hilfe des Basler Bankiers Franz Leisler nach z√§hen Verhandlungen mit K√∂nig Ludwig XIV. und Herzog Eberhard Ludwig beendet. Zum Dank schenkte die Landschaft allen betroffenen Familien vergoldete Erinnerungsbecher, sogenannte Geiselbecher.[11]

Die Landschaft im Zeitalter des Absolutismus

Seit der Regierung Herzog Eberhard Ludwigs hatten sich die Landst√§nde gegen die verst√§rkten absolutistischen Bestrebungen ihrer Herrscher zu wehren. Nach der Plenartagung 1699 wurde der w√ľrttembergische Landtag w√§hrend des gesamten 18. Jahrhunderts nur noch zweimal zu Plenarsitzungen aller Abgeordneten einberufen. Ansonsten tagte lediglich der permanente Ausschuss der Landst√§nde. Im Jahre 1724 bewilligten die St√§nde nach heftigen Auseinandersetzungen und unter dem Eindruck der st√§ndigen milit√§rischen Bedrohung aus Frankreich Finanzmittel zur Aufstellung einer wenn auch noch sehr bescheidenen w√ľrttembergischen Armee. In den Verhandlungen zwischen Landschaft und Herzog trat insbesondere der Hirsauer Pr√§lat Johann Osiander (1657‚Äď1724) hervor.[12]

1733 gingen mit dem Regierungsantritt des katholischen Herzogs Karl Alexander in den sogenannten Religionsreversalien die landesbisch√∂flichen Rechte an den der Landschaft verpflichteten Geheimen Rat √ľber. Au√üerdem rang die Landschaft dem Herzog bei Regierungsantritt weitere umfangreiche Privilegien ab, die der Herzog w√§hrend seiner Herrschaft wieder r√ľckg√§ngig zu machen versuchte. Mit Hilfe seines j√ľdischen Finanziers Joseph S√ľ√ü Oppenheimer erreichte er rasch eine weitgehende Unabh√§ngigkeit von den Geldern der Landschaftskasse. Dies brachte ihn jedoch in Konflikt mit den pietistischen Moralvorstellungen der konservativen Ehrbarkeit, deren unerbittliche Rache sich nach dem √ľberraschenden Tod des Herzogs 1737 an seinem Finanzier entlud. Die neue Vormundschaftsregierung berief 1737 erstmals seit 1699 wieder eine Plenarsitzung des Landtags ein.

Johann Jakob Moser hatte ma√ügeblichen Anteil am Zustandekommen des sogenannten Erbvergleichs, der den Konflikt zwischen w√ľrttembergischen Landst√§nden und Herzog Carl Eugen beilegte.

Unter Herzog Carl Eugen kam es im Laufe von dessen langer und von pr√§chtiger Hofhaltung gepr√§gten Herrschaft mit der Tendenz zur Despotie zu erneuten heftigen Konflikten mit der Landschaft. Diese Konflikte wurden von Seiten der Landschaft ganz wesentlich durch die Person des Landschaftskonsulenten Johann Jakob Moser getragen. Der von 1759 bis 1764 auf dem Hohentwiel eingekerkerte Moser hatte schlie√ülich entscheidend zum sogenannten Erbvergleich des Jahres 1770 zwischen Herzog und w√ľrttembergischen Landst√§nden beigetragen, in welchem der Herzog die alten Rechte der St√§nde endlich anerkannte. Das 64 Seiten umfassende Dokument enth√§lt Regelungen zur Landesverfassung, zur Kirchenverfassung, zum Heereswesen, zur Finanzverwaltung, zur Gemeindeverfassung und zum Forstwesen. Der Erbvergleich des Jahres 1770 ist neben dem T√ľbinger Vertrag eines der wichtigsten Verfassungsurkunden Altw√ľrttembergs.[13]

Reformlandtag

Seit dem Erbvergleich von 1770 waren die Landst√§nde von zunehmender Vetternwirtschaft zwischen engerem Landschaftsausschuss und Landschaftsb√ľrokratie bestimmt gewesen. Angesichts der Franz√∂sischen Revolution und unter dem Eindruck der Koalitionskriege trat im Fr√ľhjahr 1797 der w√ľrttembergische Landtag zu seiner zweiten und letzten Plenarsitzung im 18. Jahrhundert zusammen. Diese auch Reformlandtag genannte Plenartagung befasste sich mit der Frage der Finanzierung der franz√∂sischen Kontributionen. Es ergaben sich heftige Auseinandersetzungen zwischen der Landschaftsoligarchie und deren Konsulenten in den Aussch√ľssen einerseits mit den Abgeordneten auf der anderen Seite, die schlie√ülich einen neu besetzten Ausschuss aus den Reihen der Opposition w√§hlten. Der noch bis 1799 dauernde Reformlandtag kam zu keinem greifbaren Ergebnis.

Das Ende der Landschaft Altw√ľrttembergs

Kurf√ľrst Friedrich von W√ľrttemberg eignete sich zwei Tage vor seiner Erhebung zum K√∂nig, am 30. Dezember 1805, die Kassen und das Archiv der Landst√§nde gewaltsam an und setzte die altst√§ndische Verfassung W√ľrttembergs au√üer Kraft. Die traditionelle Mitregierung der St√§nde wurde damit beendet. Aus der Sicht Friedrichs war seine Handlungsweise dringend geboten, um den in seiner Existenz bedrohten w√ľrttembergischen Staat rasch auf Linie mit dem Willen Napoleons zu bringen. Die altw√ľrttembergischen St√§dte und √Ąmter mussten sich nun unter die absolute Regierungsgewalt des neuen K√∂nigs stellen und ihre Steuereinnahmen an dessen Regierung abf√ľhren.

Die St√§nde des K√∂nigreichs W√ľrttemberg 1815 bis 1918

In den Jahren des absoluten Regimes K√∂nig Friedrichs seit 1806 gab es keinen Landtag. Es kam seitens der Bev√∂lkerung immer wieder zur Forderung nach Gew√§hrung staatsb√ľrgerlicher Rechte unter Erinnerung an den T√ľbinger Vertrag von 1514 und das ‚Äěgute alte Recht‚Äú.

Die Ständeversammlungen 1815 bis 1819

Anfang des Jahres 1815 berief K√∂nig Friedrich eine St√§ndeversammlung ein, die eine landst√§ndische Verfassung beschlie√üen sollte. Nun versammelten sich Abgeordnete des evangelisch-pietistischen Altw√ľrttemberg mit √ľberwiegend katholischen Abgeordneten aus den 1802 bis 1810 w√§hrend der Koalitionskriege gewonnen Gebieten Neuw√ľrttembergs. Der St√§ndeversammlung, welche sich in einem provisorischen Sitzungssaal im Geb√§ude des sp√§ter eingerichteten Katharinenstifts in Stuttgart versammelte, geh√∂rten 31 mediatisierte F√ľrsten und Grafen, 19 Angeh√∂rige der Ritterschaft, vier Abgesandte der evangelischen und der katholischen Kirche sowie der Landesuniversit√§t T√ľbingen und 71 Abgeordnete der sieben guten St√§dte und der 64 Ober√§mter an.[14] Ein von K√∂nig Friedrich vorgelegter Verfassungsentwurf fand nicht die Zustimmung der St√§ndeversammlung, so dass der Landtag am 5. August 1815 von K√∂nig Friedrich aufgel√∂st wurde unter Hinweis auf die nunmehrige G√ľltigkeit der oktroyierten Verfassung. Ein vier Jahre w√§hrender Verfassungskampf war die Folge. Dieser jahrelange Verfassungskampf wurde begleitet von politischen Schriften, unter denen insbesondere die Gedichte Ludwig Uhlands zu nennen sind. Eine zweite Tagungsperiode vom Oktober 1815 bis zum Dezember 1816 f√ľhrte ebenfalls nicht zur Annahme der Verfassung. Die Altrechtler st√∂rte vor allem das geplante Zwei-Kammer-System, was es zu Zeiten des Herzogtums nicht gegeben hatte.

Die zur dritten Tagungsperiode einberufene St√§ndeversammlung lehnte am 2. Juni 1817 einen Verfassungsentwurf des neuen K√∂nigs Wilhelm ebenfalls ab, so dass der K√∂nig am 4. Juni 1817 auch diese Versammlung aufl√∂ste. Im Juli 1819 trat eine neue St√§ndeversammlung zusammen und diesmal wurde der Verfassungsentwurf des K√∂nigs im September angenommen und am 25. September 1819 in einer Feier im Ordenssaal des Ludwigsburger Schlosses beurkundet. Die Gefahr, dass durch die anstehenden Karlsbader Beschl√ľsse die Einf√ľhrung einer neuen Verfassung vielleicht gar nicht mehr m√∂glich w√§re, hatte sich nun beschleunigend f√ľr die Annahme durch die St√§nde ausgewirkt.

Liste der Präsidenten der Ständeversammlungen 1815 bis 1819:

Amtszeit Präsident
15. März bis 28. Juli 1815 und
16. Oktober 1815 bis 7. Dezember 1816
F√ľrst August zu Hohenlohe-√Ėhringen
5. M√§rz bis 4. Juni 1817 F√ľrst Maximilian Wunibald von Waldburg zu Zeil und Trauchburg
13. Juli bis 25. September 1819 F√ľrst Franz von Waldburg zu Zeil und Trauchburg

Die neue Verfassung regelte in 70 Paragraphen die Aufgaben und Rechte der Landstände (Kapitel 9, §§ 124 bis 194). Diese sollten bei der Gesetzgebung mitwirken, den König auf etwaige Mängel seiner Regierung hinweisen, gegen verfassungswidriges Handeln Klage erheben und das Staatsbudget bewilligen. Als Bindeglied zwischen den Landständen und dem König fungierte der erneut ins Leben gerufene Geheime Rat.

Die Landtagspräsidenten von 1820 bis 1918

Dauer Präsidenten der Ersten Kammer
1820 bis 1835 F√ľrst August zu Hohenlohe-√Ėhringen
1835 bis 1860 F√ľrst Ernst zu Hohenlohe-Langenburg
1860 bis 1872 Graf Albert von Rechberg und Rothenlöwen zu Hohenrechberg
1872 bis 1899 F√ľrst Wilhelm von Waldburg zu Zeil und Trauchburg
1899 bis 1910 Graf Otto von Rechberg und Rothenlöwen zu Hohenrechberg
1911 bis 1918 F√ľrst Johannes zu Hohenlohe-Bartenstein und Jagstberg
Dauer Präsidenten der Zweiten Kammer
1820 bis 1830 Dr. Jakob Friedrich Weishaar
1833 bis 1838 Freiherr Ludwig von Gaisberg-Schöckingen
1839 bis 1848 Dr. Karl Georg Wächter
1848 bis 1849 Wilhelm Murschel
1849 bis 1850 Adolf Schoder (Präsident der Landesversammlung)
1850 bis 1863 Friedrich Römer
1863 bis 1868 Franz Weber
1868 bis 1870 Dr. Theodor Geßler
1870 Rudolf Probst
1870 bis 1874 Franz Weber (zum zweiten Mal)
1875 bis 1881 Dr. Julius Hölder (Deutsche Partei)
1882 bis 1894 Karl Hohl (Landespartei)
1895 bis 1912 Friedrich Payer (Volkspartei)
1913 bis 1918 Heinrich Kraut (BdL/Konservativ)

Der Landtag gemäß der Verfassung von 1819

In den Landtag gew√§hlt werden konnte ein Mann mit dem vollendeten 30. Lebensjahr, wenn er den in ¬ß 135 der Verfassung genannten Bedingungen gen√ľgte. Zu diesen Bedingungen geh√∂rte die Zugeh√∂rigkeit zu einer der drei christlichen Konfessionen (evangelisch, reformiert oder katholisch), nicht mit dem Gesetz in Konflikt geraten zu sein, nicht in finanziellen Schwierigkeiten zu stecken und nicht unter Vormundschaft oder Privatdienstherrschaft zu stehen. Das aktive Wahlrecht gestaltete sich gem√§√ü ¬ß 138 der Verfassung so, dass auf sieben B√ľrger ein Wahlmann kam. So stellte zum Beispiel eine Gemeinde mit 300 Einwohnern, in der es 63 B√ľrger gab, 9 Wahlm√§nner. Zwei Drittel der Wahlm√§nner waren diejenigen, welche im vergangenen Jahr die h√∂chsten Steuern in der Gemeinde bezahlt hatten. Das restliche Drittel der Wahlm√§nner wurde von den √ľbrigen Steuerzahlern der Gemeinde gew√§hlt. Die Wahlm√§nner mussten mindestens 25 Jahre alt sein. Somit gen√ľgten die w√ľrttembergischen St√§nde bis zum Ende der Monarchie 1918 weder in ihrer Zusammensetzung noch im verfassungsm√§√üig verbrieften Einfluss auf die Regierung modernen demokratischen Vorstellungen. Trotzdem weist die Zweite Kammer des w√ľrttembergischen Landtags seit ihrem Bestehen im Jahre 1819 eine lebendige parlamentarische Entwicklung mit zeitgen√∂ssisch hoher Beachtung der dort stattfindenden Debatten auf.

Zusammensetzung der Ersten Kammer:

  • Prinzen des Hauses W√ľrttemberg (Herz√∂ge)
  • Standesherren (F√ľrsten und Grafen)
  • Vom K√∂nig ernannte Pers√∂nlichkeiten. Diese durften gem√§√ü ¬ß 132 der Verfassung maximal ein Drittel aller Angeh√∂rigen der Ersten Kammer umfassen.

Mehr als zwei Drittel der Mitglieder in der Ersten Kammer waren katholisch, was im Gegensatz dazu stand, dass die w√ľrttembergische Bev√∂lkerung zu mehr als zwei Dritteln evangelisch war.

Blick in den sogenannten Halbmondsaal, den 1819 er√∂ffneten Plenarsaal der Zweiten Kammer des w√ľrttembergischen Landtages. Die Lithographie entstand 1833 und zeigt unter anderem die Abgeordneten Ludwig Uhland, welcher in der Mitte sitzt und sich zum Betrachter wendet, und rechts an die S√§ule gelehnt Paul Pfizer.

Zusammensetzung der Zweiten Kammer aus 93 Mitgliedern:

23 bevorrechtigte Abgeordnete (Privilegierte):
70 gewählte Abgeordnete:
  • 7 Abgeordnete f√ľr die sogenannten guten St√§dte Stuttgart, T√ľbingen, Ludwigsburg, Ulm, Heilbronn, Reutlingen und Ellwangen
  • 63 Abgeordnete, jeweils einer aus den 63 Oberamtsbezirken
Ludwig Uhland war einer der liberalen Wortf√ľhrer im w√ľrttembergischen Landtag.

Die Abgeordnetenkammer im Vormärz

Die Abgeordnetenkammern der Landtage in W√ľrttemberg und in Baden erfreuten sich in der Zeit des Biedermeier breiter √∂ffentlicher Wahrnehmung und deren liberale Wortf√ľhrer waren trotz oder gerade wegen der geltenden Karlsbader Beschl√ľsse in ganz Deutschland bekannt. Die Zweite Kammer in Stuttgart war zwar im Gegensatz zu jener in Karlsruhe keine reine Volkskammer und hatte sich zudem nominell noch mit der Ersten Kammer abzustimmen. Dennoch konnte die Zweite Kammer in Stuttgart fast wie ein aus nur einer Kammer bestehendes Parlament agieren, weil die w√ľrttembergische Kammer der Standesherren in der Anfangszeit des K√∂nigreichs selten in beschlussf√§higer St√§rke versammelt war. Dies lag an dem Groll, den die Standesherren wegen ihrer Mediatisierung noch lange gegen√ľber dem K√∂nig hegten. Solange eine Kammer aber nicht beschlussf√§hig war, galt sie laut Verfassung als zustimmend in die Beschl√ľsse der anderen Kammer. Die erste Kammer war wegen der andauernden Abwesenheit der meisten k√∂niglichen Prinzen und Standesherren oft nicht nur beschlussunf√§hig, sondern auch kaum arbeitsf√§hig, weil die ganze Last der parlamentarischen Arbeit und die Anfertigung der n√∂tigen Kommissionsberichte auf den Schultern der wenigen lebensl√§nglich ernannten Mitgliedern ruhte.[15] Ber√ľhmte liberale Parlamentarier der zweiten Kammer in Stuttgart waren zum Beispiel Paul Pfizer, Friedrich R√∂mer und Ludwig Uhland. Sie ergriffen das Wort f√ľr die Freiheitsrechte der B√ľrger und die M√∂glichkeit politischer Mitbestimmung und nahmen die bestehenden repressiven Zust√§nde des staatlichen und wirtschaftlichen Lebens, des sozialen Gef√ľges sowie der religi√∂sen und kulturellen Gegebenheiten des Vorm√§rz kritisch unter die Lupe. Die in ganz Deutschland im Vorfeld der M√§rzrevolution √ľbliche Willk√ľr von Polizei und staatlicher Pressezensur wurden Gegenstand der Debatten im Halbmondsaal. Auch die Forderung nach Deutscher Einheit wurde hier bereits artikuliert. Die Abgeordnetenkammern sowohl in Karlsruhe als auch Stuttgart waren in dieser Hinsicht geistige Vorl√§ufer der Frankfurter Nationalversammlung.

Kurzlebige Reformen des Revolutionsjahres 1848

Bei der Wahl zur Frankfurter Nationalversammlung durften alle vollj√§hrigen B√ľrger geheim und direkt abstimmen und sich selbst zur Wahl stellen. Es gab keine Vorrechte des Adels oder von Standesherren mehr. Nach diesem Vorbild wurden auch in W√ľrttemberg in den Jahren 1849 und 1850 drei Landesversammlungen gew√§hlt, welche eine neue w√ľrttembergische Verfassung beschlie√üen sollten. Im Gegensatz zum Verlauf der Revolution in Baden blieben die Folgen der M√§rzrevolution in W√ľrttemberg sehr moderat und die Ereignisse um das vom 6. bis zum 18. Juni 1849 in Stuttgart tagende Rumpfparlament der vormaligen Frankfurter Nationalversammlung markierten das Scheitern der Revolution. Im Jahre 1851 verf√ľgte der leitende Minister Joseph von Linden die verbindliche R√ľckkehr zur w√ľrttembergischen Verfassung von 1819. Die Ideen und Ideale von 1848 wirkten dennoch weiter und f√ľhrten allm√§hlich zur Gr√ľndung politischer Parteien, in denen sich die Mitwirkung der Bev√∂lkerung an der politischen Willensbildung entwickeln konnte.

Die Wahlrechtsreform des Jahres 1868

Mit dem Verfassungsgesetz vom 26. M√§rz 1868 wurde in W√ľrttemberg das allgemeine, gleiche, direkte und geheime Wahlrecht der m√§nnlichen Bev√∂lkerung zur Wahl der 70 Abgeordneten der Zweiten Kammer wirksam. W√§hlbar waren jetzt M√§nner aller Konfessionen, so dass mit Eduard Pfeiffer erstmals ein j√ľdischer Abgeordneter in den Landtag einziehen konnte. Bei dieser Reform war das Wahlrecht zum Deutschen Zollparlament beispielgebend gewesen. An der prinzipiellen Zusammensetzung der beiden Kammern, insbesondere auch an der Stellung der 23 privilegierten Abgeordneten der Zweiten Kammer, √§nderte sich dadurch nichts, was weiterhin Anlass zu st√§ndiger Unzufriedenheit bot. Die Jahre vor der Reichsgr√ľndung 1871 waren gepr√§gt von heftigen Debatten in der Zweiten Kammer. Die Abgeordneten der Volkspartei waren gro√üdeutsch eingestellt, die Vertreter der Deutschen Partei pl√§dierten f√ľr die kleindeutsche L√∂sung. Nach der Gr√ľndung des Deutschen Reichs verlor der w√ľrttembergische Landtag ebenso wie die Landtage der anderen s√ľddeutschen Staaten Bayern, Baden und Hessen seine bisherige politische und ideelle Bedeutung.

Szene aus dem Jahre 1864: Der neue K√∂nig Karl von W√ľrttemberg kommt mit gro√üem Gefolge zur Er√∂ffnung des w√ľrttembergischen Landtages.

Von den Gr√ľnderjahren bis zur Verfassungsreform 1906

In den Jahren nach der Wahlrechtsreform von 1868 und nach der Reichsgr√ľndung von 1871 vollzog sich die Wandlung der Zweiten Kammer von einer liberalen Honoratiorenversammlung zu einer demokratisch legitimierten Volksvertretung.

Der Landtag gemäß der Verfassung von 1906

Das Verfassungsgesetz vom 16. Juli 1906 f√ľhrte zu einer grundlegenden Reform in der Zusammensetzung der beiden Kammern der w√ľrttembergischen Landst√§nde.

Zusammensetzung der Ersten Kammer:

  • Prinzen des Hauses W√ľrttemberg (Herz√∂ge)
  • Standesherren (F√ľrsten und Grafen)
  • H√∂chstens sechs vom K√∂nig auf Lebenszeit ernannte Pers√∂nlichkeiten
  • 8 Vertreter aus der Ritterschaft
  • 1 Pr√§sident des evangelischen Konsistoriums
  • 1 Pr√§sident der evangelischen Landessynode
  • 2 evangelische Generalsuperintendenten
  • 1 katholischer Domkapitular (Vertreter des katholischen Bischofs)
  • 1 katholischer Dekan
  • 1 Vertreter der Universit√§t T√ľbingen
  • 1 Vertreter der TH Stuttgart
  • 2 Vertreter von Handel und Industrie
  • 2 Vertreter der Landwirtschaft
  • 1 Vertreter des Handwerks

Zusammensetzung der Zweiten Kammer:

  • 63 Abgeordnete, jeweils einer aus den 63 Oberamtsbezirken
  • 6 Abgeordnete f√ľr die Stadt Stuttgart
  • 6 Abgeordnete f√ľr die St√§dte T√ľbingen, Ludwigsburg, Ulm, Heilbronn, Reutlingen und Ellwangen
  • 9 Abgeordnete f√ľr den aus Neckar- und Jagstkreis gebildeten Landeswahlkreis
  • 8 Abgeordnete f√ľr den aus Schwarzwald- und Donaukreis gebildeten Landeswahlkreis

Die Ergebnisse der beiden letzten Landtagswahlen f√ľr die Zweite Kammer im K√∂nigreich W√ľrttemberg sind in der nachfolgenden Tabelle zusammengefasst.[16] Nach der Verfassungsreform von 1906 waren die dort vertretenen Abgeordneten allein vom Volk gew√§hlt:

Wahljahr Sozial-
demo-
kraten
Volks-
partei
Deutsche
Partei
Zentrum Konservative
Partei und
Bund der
Landwirte
1906 22,6 %
15 Sitze
23,6 %
24 Sitze
10,9 %
13 Sitze
26,7 %
25 Sitze
16,2 %
15 Sitze
1912 26,0 %
17 Sitze
19,5 %
19 Sitze
12,1 %
10 Sitze
26,8 %
26 Sitze
15,6 %
20 Sitze

Die Tagungsgeb√§ude der w√ľrttembergischen Landst√§nde

Aufrisszeichnung der H√§userzeile w√ľrttembergischer Landtagsgeb√§ude im Jahre 1806. Von links nach rechts abgebildet das Tagungsgeb√§ude der Landschaft (1582 erbaut, 1638 abgebrannt und 1658 wiedererrichtet), die Kanzlei (1564 von der Landschaft gekauft) und der im 18. Jahrhundert errichtete sogenannte Lange Bau, welcher 1819 f√ľr die Zweite Kammer grundlegend umgebaut wurde und dann bis zur Zerst√∂rung 1944 den Halbmondsaal beherbergte.

Die Geb√§ude der alten w√ľrttembergischen Landschaft in Stuttgart befanden sich seit 1564 bis zur vollst√§ndigen Zerst√∂rung im Bombenkrieg 1944 im Block zwischen Kronprinzstra√üe,[17] Kienestra√üe,[18] Calwer Stra√üe[19] und der Verl√§ngerung der heutigen Willi-Bleicher-Stra√üe[20] zum Kleinen Schlossplatz.

Erinnerungstafel am heutigen kommerziell genutzten Nachfolgebau in der Stuttgarter Kronprinzstraße.

Bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts war mit der Einberufung eines Landtages durch den Landesherrn stets die Suche nach geeigneten Tagungsr√§umen in Stuttgart oder in anderen w√ľrttembergischen St√§dten verbunden. F√ľr die Landtage um die Mitte des 15. Jahrhunderts k√∂nnte zun√§chst das Herrenhaus am Marktplatz von Stuttgart genutzt worden sein. Wenn der Landtag in Stuttgart tagte, so diente etwa ab den sechziger Jahren des 15. Jahrhunderts das neu errichtete b√ľrgerliche Rathaus als Versammlungsort. Die Er√∂ffnungs- und Schlusssitzungen fanden im Beisein des Herzogs im alten Schloss statt.

Im August 1564 kaufte die Landschaft f√ľr 2.900 Gulden in der Stuttgarter Reichen Vorstadt ein Haus, welches dem herzoglichen Kammersekret√§r Franz Kurz geh√∂rte. Dieses Haus befand sich an der Stelle der sp√§teren Kronprinzstra√üe 4. Dort richtete die Landschaft nun ihre Kanzlei ein. In dem Haus wurde 1565 auch ein Gew√∂lbe f√ľr die landst√§ndische Kasse und das Archiv ausgebaut. Da Herzog Christoph zun√§chst darauf hinwies, dass dieses Gew√∂lbe f√ľr die Kasse zu wenig Sicherheit bot und es f√ľr die Lagerung von Akten zu feucht sei, wurden weitere Anpassungen am Geb√§ude vorgenommen. Am Eingang des Hauses war das Wappen des Vorbesitzers mit dem Wahlspruch ‚ÄěEs gehet seltsam zu‚Äú angebracht, welches nicht entfernt wurde. In den folgenden Jahrhunderten bezog die Bev√∂lkerung diesen Wahlspruch direkt auf die Verhandlungen der Landst√§nde. In dem Haus hatten nun der Gro√üe und der Kleinere Ausschuss der Landst√§nde ihren st√§ndigen Sitz.

Ansicht der Landtagsgebäude in der Stuttgarter Konprinzstraße aus dem Jahre 1845.

Da das Haus in der Kronprinzstra√üe 4 f√ľr Tagungen des gesamten Landtags zu klein war, genehmigte Herzog Ludwig in den Jahren 1580 bis 1582 den Bau eines weiteren Geb√§udes auf dem 1577 eigens daf√ľr erworbenen Nachbargrundst√ľck, der sp√§teren Kronprinzstra√üe 6 an der Ecke zur heutigen Kienestra√üe. Der Baumeister Jakob Salzmann entwarf die Pl√§ne f√ľr diesen Neubau, dessen Baukosten sich am Ende auf 8.593 Gulden beliefen. Am 16. Februar 1583 fand in dem neuen Geb√§ude die erste Plenarsitzung der Landst√§nde statt. Das repr√§sentative Landtagsgeb√§ude verf√ľgte √ľber einen gro√üen Weinkeller, der dem Ausschank an die Mitglieder der Landschaft diente.

In der Mitte des 18. Jahrhunderts wurde als drittes Landschaftsgebäude noch der so genannte Lange Bau in der späteren Kronprinzstraße 2 errichtet. 1819 wurde dieser Bau nach Plänen von Hofbaumeister Gottlob Georg Barth grundlegend umgebaut und beherbergte seither den Halbmondsaal als Plenarsaal der Zweiten Kammer, der Kammer der Abgeordneten.

Die Erste Kammer, die Kammer der Standesherren des K√∂nigreichs W√ľrttemberg, versammelte sich ab 1819 im alten steinernen Landschaftsbau der Kronprinzstra√üe 6, Ecke Kienestra√üe. Im Jahre 1910, acht Jahre vor ihrer Beseitigung in der Novemberrevolution, erhielt die Kammer der Standesherren einen eigenen Neubau in der heutigen Kienestra√üe.

In der Nacht vom 20. auf den 21. Februar 1944 wurden alle w√ľrttembergischen Landtagsgeb√§ude durch schwere Bombentreffer und einen Fl√§chenbrand bis auf die Grundmauern zerst√∂rt und sp√§ter nicht mehr aufgebaut. An ihrer Stelle stehen heute kommerziell genutzte moderne Gesch√§fts- und B√ľrobauten.

Anmerkungen und Einzelnachweise

  1. ‚ÜĎ a b c In der Literatur zur Geschichte der W√ľrttembergischen Landst√§nde wird Landschaft zun√§chst als die Bezeichnung der Abgeordneten des dritten Standes verwendet und nicht als die Gesamtheit aller St√§nde. Somit ist in der Literatur f√ľr das das 15. Jahrhundert meist von den St√§nden als Adel (Ritterschaft), Klerus (Pr√§laten) und Landschaft (Abgesandte der St√§dte und √Ąmter) die Rede. Im Artikel hier wird der Begriff Landschaft jedoch gem√§√ü der Definition in Wikipedia als die Gesamtheit aller St√§nde ben√ľtzt. Die Landschaft (im w√ľrttembergischen Sinne) verschmolz mit der evangelischen Geistlichkeit, so dass der Unterschied der Begrifflichkeiten von Landst√§nden und Landschaft in W√ľrttemberg ab etwa 1550 ohnehin verwischt.
  2. ‚ÜĎ Ausstellungskatalog Landschaft, Land und Leute, Seite 40
  3. ‚ÜĎ Die Zahlen beziehen sich auf den im M√§rz 1498 abgehaltenen Landtag zur Absetzung Herzog Eberhards II. und sind im Ausstellungskatalog Landschaft, Land und Leute auf Seite 30 erw√§hnt.
  4. ‚ÜĎ Von der St√§ndeversammlung zum demokratischen Parlament, Seite 33
  5. ‚ÜĎ Von der St√§ndeversammlung zum demokratischen Parlament, Seite 35
  6. ‚ÜĎ Von der St√§ndeversammlung zum demokratischen Parlament, Seite 38
  7. ‚ÜĎ Von der St√§ndeversammlung zum demokratischen Parlament, Seite 42
  8. ‚ÜĎ Von der St√§ndeversammlung zum demokratischen Parlament, Seite 43
  9. ‚ÜĎ Von der St√§ndeversammlung zum demokratischen Parlament, Seite 45
  10. ‚ÜĎ Von der St√§ndeversammlung zum demokratischen Parlament, Seite 46
  11. ‚ÜĎ Sabine Hesse: Die Landschaft W√ľrttemberg stellt hier ein Zeichen nider der hohen danckbarkeit‚Ķ Artikel im Ausstellungskatalog Landschaft, Land und Leute, Seiten 51 bis 59
  12. ‚ÜĎ Ausstellungskatalog Landschaft, Land und Leute, Seite 149
  13. ‚ÜĎ Ausstellungskatalog Landschaft, Land und Leute, Seiten 154, 156
  14. ‚ÜĎ Von der St√§ndeversammlung zum demokratischen Parlament, Seite 123
  15. ‚ÜĎ Walter Grube: Der Stuttgarter Landtag 1457 - 1957. Stuttgart 1957, Seite 547
  16. ‚ÜĎ Thomas Schnabel: Geschichte von Baden und W√ľrttemberg 1900‚Äď1952. Kohlhammer Stuttgart 2000, S. 21
  17. ‚ÜĎ Die Kronprinzstra√üe in Stuttgart hie√ü im 18. Jahrhundert Landschaftsgasse.
  18. ‚ÜĎ Die Kienestra√üe in Stuttgart hie√ü fr√ľher Lindenstra√üe und wurde im 18. Jahrhundert als Kastkellereigasse bezeichnet.
  19. ‚ÜĎ Die Calwer Stra√üe in Stuttgart hie√ü im 18. Jahrhundert Stallmeistereigasse.
  20. ‚ÜĎ Die Willi-Bleicher-Stra√üe in Stuttgart hie√ü bis 1982 Kanzleistra√üe.

Literatur

  • Walter Grube: Der Stuttgarter Landtag 1457‚Äď1957. Von den Landst√§nden zum demokratischen Parlament. Hrsg. von der Kommission f√ľr geschichtliche Landeskunde in Baden-W√ľrttemberg, Ernst-Klett-Verlag, Stuttgart 1957.
  • Landeszentrale f√ľr politische Bildung Baden-W√ľrttemberg (Hrsg.): Von der St√§ndeversammlung zum demokratischen Parlament. Die Geschichte der Volksvertretungen in Baden-W√ľrttemberg. Theiss, Stuttgart 1982, ISBN 3-8062-0298-2.
  • Der Pr√§sident des Landtags von Baden-W√ľrttemberg (Hrsg.): Landtag von Baden-W√ľrttemberg. Ein Leitfaden zu Aufgaben und Geschichte des Landtags. 12., aktualisierte und erw. Auflage. Landtag von Baden-W√ľrttemberg, Stuttgart 2004, ISBN 3-923476-12-4.
  • Frank Raberg (Bearb.): Biographisches Handbuch der w√ľrttembergischen Landtagsabgeordneten 1815‚Äď1933. Kohlhammer, Stuttgart 2001, ISBN 3-17-016604-2.
  • Peter R√ľckert (Red.): Landschaft, Land und Leute. Politische Partizipation in W√ľrttemberg 1457 bis 2007. Landesarchiv Baden-W√ľrttemberg, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-00-023012-7 (Begleitbuch und Katalog zur Ausstellung des Landesarchivs Baden-W√ľrttemberg, Hauptstaatsarchiv Stuttgart und des Landtags von Baden-W√ľrttemberg).

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